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Digital-TV von A bis Z - 306 Kürzel und Fachbegriffe

Das Glossar enthält zur Zeit Erläuterungen zu 306 Abkürzungen bzw. Fachbegriffen. Zuletzt wurde der Eintrag SPI am 04.10.2022 hinzugefügt bzw. bearbeitet.

Hinweis: Hier kann nur schlaglichtartig auf die Themen eingegangen werden. Ausführliches findet sich in den bekannten Quellen.

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100 Hertz-Technik

Eigentlich soll der mit 50 Hertz getaktete Zeilensprung zwischen den Halbbildern eines analogen PAL-Bildes vom menschlichen Auge nicht störend wahrgenommen werden. Dennoch ist das vielfach der Fall - die Störungen erscheinen als „Großflächenflimmern“.
Analoge Technik: 1988 wurde die 100-Hertz-Technik eingeführt, um diesen negativen Effekt zu mildern: Die Anzahl der dargestellten Halbbilder wird im Fernseher auf 100 verdoppelt, jedes TV-Bild also zweimal bei halber Standzeit auf den Schirm gebracht. Weil dabei zwei identische Bilder nacheinander ausgegegeben werden, sind gelegentlich Sprünge zwischen aufeinanderfolgenden Bildern, die größere Bewegungsunterschiede aufweisen, zu sehen.
Digitale Technik: Bei den modernen Flachbildfernsehern mit digitalem Empfang bezeichnet der Begriff ein anderes Verfahren: Mittels digitaler Technik werden im Fernsehgerät Zwischenbilder errechnet („Interpolation“) und eingefügt. Dies soll vor allem dazu beitragen, Unschärfen, die oft bei schnellen Bewegungen im Bild oder bei Laufschriften auftreten, zu mildern. Letztlich heißt das: Der Takt wird auf echte 100 Bilder pro Sekunde verdoppelt. Der Einsatz im Endgerät kann unabhängig vom Sendemodus (Halbbilder oder Vollbilder) erfolgen.
Seit Ende 2008 ist von noch höheren Werten die Rede, z.B. 200 (also: vier zwischengerechnete Einzelbilder). Werte, die nicht durch 25 teilbar sind, deuten auf den Ursprung der Entwicklung für NTSC-Länder hin. Dort geschieht die Stromeinspeisung mit 60 Hertz (statt bei uns 50 Hertz). Angaben wie 480 Hertz stehen dann also für 8 Zwischenbilder.
Zu den in Europa üblichen Sende-Bildfrequenzen 25i, (SDTV) oder 25p, 50i bzw. 50p (HDTV) besteht, von der Stromversorgung abgesehen, keine Abhängigkeit.
Für das 3D-Fernsehen ist eine hohe Bildwiederholrate unabdingbar. Erst ab 200 Hertz (d.h. 4 Bilder pro Takt) ist ein stabiler Bildstand für Stereoskopie-Sendungen gewährleistet.

Letzte Änderung: 14.04.2013



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