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Digital-TV von A bis Z - 294 Kürzel und Fachbegriffe

Das Glossar enthält zur Zeit Erläuterungen zu 294 Abkürzungen bzw. Fachbegriffen. Zuletzt wurde der Eintrag Agma am 05.05.2017 hinzugefügt bzw. bearbeitet.

Hinweis: Hier kann nur schlaglichtartig auf die Themen eingegangen werden. Ausführliches findet sich in den bekannten Quellen.


Interlaced

Bilddarstellung nach dem Zeilensprung-Verfahren. Siehe auch Halbbild und progressiv. Vorteil des I. ist die optimale Bandbreitennutzung. Gegen den Nachteil des Großflächenflimmerns wurde die 100 Hertz-Technik entwickelt.
Technischer Hintergrund: In der Praxis wird nur die Hälfte jedes Bildes abgetastet - auf die Abtastung der ungeraden Zeilen eines Bildes folgt die Abtastung der geraden Zeilen des nächsten Bildes. So wird die Bildwiederholrate zwar künstlich von 25 auf 50 Bilder verdoppelt. Es handelt sich aber um nicht zueinander passenden Bildteile, die im Endgerät zu einem Vollbild montiert werden (Deinterlacing) - wie es LCD- und Plasmadisplays nativ darstellen.
„Bei Flachbildschirmen 'verschmelzen' die Halbbilder aus unterschiedlichen Bewegungsphasen nicht; vor allem bei der Darstellung von sich schräg bewegenden Objekten und Kameraschwenks führt dies zu einer deutlichen Unschärfe und Bildartefakten. Bei der Nutzung einer progessiven Abtastung (Vollbilder) treten diese Artefakte nicht auf.“ (Quelle: Handbuch HD-Produktion, Schiele&Schön-Verlag 2010, ISBN 978-3-7949-0805-9).
Als problematisch erweist sich, das große internationale Veranstaltungen (Weltmeisterschaften, Olympia usw.) für eine Vielzahl von Sendeanstalten produziert werden. Da viele sich für HDTV-Sendungen in 1080i entschieden haben wird interlaced - samt den spezifischen Fehlern - produziert. 1080i-Ausstrahlungen müssen im Fernsehgerät in progressive Bilder umgewandelt werden. Dafür sorgen herstellereigene Verfahren in unterschiedlicher Qualität. Hingegen führen ARD, ZDF und die meisten EBU-Mitglieder die Wandlung auf ihren 720p-Sendestandard mit besserer professioneller Technik vor der Ausstrahlung durch (wodurch etwaige Fehler des Originals allerdings nicht unbedingt verschwinden).
In der Studiotechnik ist PsF eine Alternative zu i. Halbbildern.
Hintergrund: Website der EBU.


Letzte Änderung: 27.02.2010



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