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Digital-TV von A bis Z - 293 Kürzel und Fachbegriffe

Das Glossar enthält zur Zeit Erläuterungen zu 293 Abkürzungen bzw. Fachbegriffen. Zuletzt wurde der Eintrag qHD am 13.03.2017 hinzugefügt bzw. bearbeitet.

Hinweis: Hier kann nur schlaglichtartig auf die Themen eingegangen werden. Ausführliches findet sich in den bekannten Quellen.


LTE

Long Term Evolution.
Diese Nachfolgetechnik für die Datenübertragung im Mobilfunk mit UMTS verwendet, ähnlich wie DVB-T, OFDM-Techniken, um den Datendurchsatz auf mehr als 100 Megabit pro Sekunde zu steigern und damit die Nutzerzahl in einer Mobilfunkzelle um den Faktor 10 zu erhöhen. Siemens Networks (heute Nokia Siemens Networks) zeigte 2006 einen ersten Demonstrator, im Mai 2007 wurden Daten bis 108 Mbit/s übertragen. Dafür wurden Labor-Geräte mit zwei Empfangsantennen genutzt. Für den Regelbetrieb ist von bis zu 17 Megabits pro Sekunde (Mbit/s) die Rede (UMTS: 3,6 Mbit/s). Damit wäre die Technik, die 2010/2011 marktfähig sein soll, auch dafür geeignet, IPTV-Anwendungen für mobile Endgeräte verfügbar zu machen.
Ein Einsatz der Technik soll vor allem durch die Digitale Dividende - die Umnutzung freier UHF-Frequenzen (Kanal 60 - 69) - möglich werden. Der juristische Rahmen ist durch die im Juni 2009 verabschiedete „Zweite Verordnung zur Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung“ gegeben. Ab Anfang 2010 sollen Versteigerungen des Spektrums beginnen. Dem gehen Ende 2008 begonnene Tests der Internetversorgung des ländlichen Raumes mit LTE im oberen UHF-Bereich voraus.
Laut IRT sind Störungen des TV-Empfangs beim Gleichkanalbetrieb mit dem Kabelfernsehen nicht auszuschließen. Da auch der Produktionsfunk von TV, Radio, Theatern, Events usw. in dem Frequenzbereich arbeitet, werden auch dort massive Störungen befürchtet. Ersatzfrequenzen für diese Anwendungen sind im Plan nicht enthalten, der Bundesrat schiebt das an die Bundesnetzagentur ab.
LTE soll den Mobilfunkanbietern einen kostengünstigeren Übergang zu neuen Techniken ermöglichen, als das mit der Konkurrenz WiMAX der Fall wäre. Dennoch ist selbst nach Angaben des Unternehmensverbandes Bitkom das mobile Internet allein auf dem Land nicht „wirtschaftlich tragfähig“ und müsse daher auch in den Ballungsräumen gestartet werden.
Die Versteigerung durch die Bundesnetzagentur im April/Mai 2010 erbrachte 4,38 Mrd. Euro für die Bundeskasse. Davon wurden allein 3,58 Mrd. Euro für UHF-Frequenzen oberhalb des Kanals 60 gezahlt.
Hintergrund: Digitale Dividende.


Letzte Änderung: 08.10.2010



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