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Aus der Geschichte des Rundfunks (1900 - 1919)

Abreisskalender
Für den Zeitraum von 1900 bis 1919 wurden 22 von insgesamt 634 Ereignissen aus der Fernseh-Geschichte und zu verwandten Themen ausgewählt. Die letzte Änderung erfolgte am 19.03.2017.

Quellen sind Materialien des Deutschen Rundfunk-Museums Berlin (u. a. die 1985 erschienene Broschüre „Fernsehen - Von der Vision zum Programm“), Infos der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (gfu), die Chroniken der ARD-Anstalten und des ZDF, Wikipedia&Co sowie Unterlagen aus meinem Archiv. Auch Hinweise aus aktuellen Meldungen werden eingearbeitet. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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8.1900Im Katalog der Pariser Weltausstellung findet sich die erste Erwähnung des Begriffes „Television“ durch den Russen Konstantin Perskyi.
23.12.1900Der Kanadier Reginald Aubrey Fessenden (1866-1932) führt die erste drahtlose Sprachübertragung durch.
12.12.1901Marconi funkt interkontinental von Cornwall (England) nach Neufundland (USA).
12.6.1902Otto von Bronk (1872-1951) meldet unter dem Titel „Verfahren und Vorrichtung zum Fernsichtbarmachen von Bildern bzw. Gegenständen unter vorübergehender Auflösung der Bilder in parallele Punktreihen“ für die Telefunken AG ein Patent an. Es beschreibt das Farbfernsehen mit den drei Grundfarben, war jedoch mechanisch sehr aufwändig und wurde daher nicht verwertet. Dennoch wurde es Ausgangspunkt für das spätere NTSC-Farbfernsehen in den USA.
1904Arthur Rudolf Wehnelt (1871-1944) entwickelt eine zylinderförmige Glühkathode mit Oxydbeschichtung zum Bündeln von Elektronenstrahlen. Der „Wehnelt-Zylinder“ verbessert die Leistung der Braun'schen Röhre.
1906Weitere Patente verbessern die spätere Bildröhre: Die (Glühkathoden-)Verstärkerröhre des Österreichers Robert von Lieben (1878-1913) und das „Verfahren zur Übertragung von Schriftzeichen und Strichzeichnungen unter Benutzung der Kathodenstrahlröhre“ von Max Dieckmann (1882-1960) und Gustav Glage.
17.10.1906Arthur Korn (1870-1945) experimentiert mit einem Telegraphensystem, mit dem er ein Porträt per Kabel über 1.800 Kilometer versendet. Er nutzt Selenzellen als Abtaster. Das Verfahren ist Grundlage für den späteren Bildfunk, mit dem seit 1926 u.a. Pressefotos von Agenturen an Redaktionen übertragen werden.
21.12.1906Von Kanada aus strahlt Reginald Aubrey Fessenden eine Rundfunksendung aus, bei der er selbst Violine spielte. Die Sendung wurde auf Schiffen in der Karibik aufgefangen.
1907Der Russe Boris Lwowitsch Rosing (1869-1933) erhält ein Patent für die elektrische Übertragung von Bildern mit einem „elektrischen Teleskop “. Die Abtastung erfolgt per Spiegelwalze.
Mehr: Wikipedia-Eintrag B.L. Rosing.
1907Slaby und von Arco führen dem deutschen Kaiser die drahtlose Übertragung von Musik vor.
1907Max Dieckmann gelingt die Übertragung von Schrift und Zeichen mittels Kathodenstrahlröhre auf ein 3 mal 3 Zentimeter großes Schattenbild. Er arbeitet mit 20 Zeilen und 10 Bildwechseln pro Sekunde.
1908Mit Hilfe eines per Bildtelegraphie von Arthur Korn von Paris nach London übertragenen Fahndungsfotos kann ein Juwelendieb in England dingfest gemacht werden.
1910Die Brüsseler Weltausstellung gilt als erste „Fernsehmesse“. Ernst Ruhmer (1878-1913) überträgt einfache Figuren.
9.5.1911Boris L. Rosing empfängt in seinem Labor mittels eines selbstkonstruierten Kineskops einfache geometrische Figuren. Das bedeutete die weltweit erste Fernseh-Übertragung - und den Anfangspunkt eines neuen Medienzeitalters.
Mehr: Wikipedia-Eintrag B.L. Rosing.
1913Arthur Korn überträgt ein Bild des Papstes Pius XI. über den Atlantik. Ab 1928 wird das System bei der deutschen Polizei eingeführt.
1913Alexander Meißner (1883-1958) setzt das Rückkopplungsprinzip so ein, dass eine Schaltung aus Elektronenröhren zum selbständigen Schwingen auf einer bestimmten Frequenz gebracht werden kann. Die dabei entstehenden ungedämpften elektromagnetischen Schwingungen sind bis heute Grundlage für die Funk-Nachrichtenübermittlung, die damit mehr als nur Morsesignale senden kann.
Mehr: Wikipedia-Eintrag Alexander Meißner.
1914Der Italiener Guglielmo Marconi erhält ein Patent für einen Röhrensender.
1915Die Deutsche Reichspost nimmt einen Röhrensender in Betrieb. Standort ist auf dem „Funkerberg“ in Königswusterhausen südöstlich von Berlin.
1916Die Society of Motion Pictures Engineers (SMPE,seit 1950: SMPTE) legt eine Materialbreite von 35 Millimetern mit einem Bildfeld im Seitenverhältnis 1,33:1 (24,9 mal 18,7 Millimeter) als Standard für das Kino fest, der nach Europa übernommen wird. Die Proportionen des „Normalformats“ für Stummfilme werden später aufs Fernsehen übertragen. Noch heute werden in diesem Format („Super35 Millimeter“) Kino- und TV-Filme gedreht.
Mehr: Homepage SMPTE.
16.11.1917Hans Bredow (1879-1989) wird Leiter der neu geschaffenen Funkabteilung der Reichspost. Er sagt den „Rundfunk für alle“ voraus.
Mehr: Wikipedia-Eintrag Hans Bredow.
1919Hans Bredow und Alexander Meißner (1883-1958) überbrücken im Auftrag des Militärs mit einem Röhrensender eine Distanz von 60 Kilometern.
7.7.1919Der Ungar Dénes von Mihály (1894-1952) überträgt ein Schattenbild bewegter Scheren und Zangen über eine fünf Kilometer lange Drahtleitung. Das Gerät nennt er „Telehor“. Es arbeitet mit mechanischer Abtastung und zeigt bei 10 Bildwechseln pro Sekunde ein nur 4 mal 4 cm kleines Bild, zusammengesetzt aus 30 Zeilen mit 900 Punkten.






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