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Aus der Geschichte des Rundfunks (2006 - 2007)

Abreisskalender
Für den Zeitraum von 2006 bis 2007 wurden 43 von insgesamt 634 Ereignissen aus der Fernseh-Geschichte und zu verwandten Themen ausgewählt. Die letzte Änderung erfolgte am 19.03.2017.

Quellen sind Materialien des Deutschen Rundfunk-Museums Berlin (u. a. die 1985 erschienene Broschüre „Fernsehen - Von der Vision zum Programm“), Infos der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (gfu), die Chroniken der ARD-Anstalten und des ZDF, Wikipedia&Co sowie Unterlagen aus meinem Archiv. Auch Hinweise aus aktuellen Meldungen werden eingearbeitet. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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1.2006Die MABB klagt gegen den EU-Bescheid vom vergangenen November, der die DVB-T-Förderung der privaten TV-Sender in Berlin für rechtswidrig erklärt.
2.2006In Berlin wird die „hierarchische Modulation“ in DVB-T Multiplexen getestet.
Die Firma Technisat startet das deutschlandweit erste verschlüsselte DVB-T Programm Radioropa Hörbuch, im Rahmen des Berliner Radio-Testprojektes.
10.2.2006Die Bundesregierung will mit dem „Forum Digitale Medien (FDM) - Aktion für Rundfunk und Neue Medien“ die „Initiative Digitaler Rundfunk“ fortsetzen.
5.2006Öffentlich-rechtliche Programme werden in weiteren Regionen der Bundesländer Baden-Württemberg, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen per DVB-T angeboten. 70 Prozent der deutschen TV-Haushalte sind versorgt.
5.2006Der Bayerische Rundfunk startet sein DVB-H Projekt „Mobiles Taschenfernsehen“ im Raum München und beteiligt sich am DMB-Projekt „MiFriends“ (das durch eine Vereinbarung der Bayerischen Landesregierung mit Korea ausgelöst wurde).
29.5.2006Die Landesmedienanstalt LfM beginnt einen technischen Betriebsversuch zum Test von DxB, einer Technik die die konkurrierenden Standards für Handy-TV DVB-H und DMB zusammenfassen soll.
31.5.2006Debitel und MFD beginnen den Regelbetrieb für Handy-Fernsehen mit der DMB-Technik („Watcha“).
31.5.2006Die Mobilfunkbetreiber T-Mobil, O2, Vodafone und E-Plus gründen ein Betreiberkonsortium für DVB-H und starten ein bis 31. August (Fußball-WM) befristetes Pilotprojekt in Berlin, München, Hannover und Hamburg.
7.6.2006In Bayern startet auf Grundlage eines Regierungsabkommens mit Korea, das erste Teilvorhaben des internationalen DMB-Pilotprojekts „MiFriends“.
9.20065 Millionen DVB-T-Geräte, davon 3,5 Mio. Settopboxen, sind bisher in Deutschland verkauft worden.
9.2006Während der nun jährlich stattfindenden Internationalen Funkausstellung in Berlin wird der europäische Marktstart der konkurrierenden HDTV-fähigen Videosysteme HD-DVD und Blu-ray noch vor Jahresende angekündigt.
10.2006Laut „Digitalisierungsbericht 2006“ der DLM empfangen 31,6% der TV-Haushalte digital. Mit 57% ist der Digitalausbau bei der Antenne am Höchsten. Der Anteil der DVB-T Haushalte ist bundesweit gegenüber 2005 von 4,3% auf 5,3% gestiegen, Berlin erreicht mit 19,4% den Spitzenwert.
10.2006Brandenburg und Ostbayern werden mit DVB-T versorgt, Der Versorgungsgrad erreicht damit 75%. Laut DVB-T Taskforce von ARD und ZDF wurden mehr als 7 Mio. Geräte verkauft.
10.2006RTL bestätigt Pläne zur Ausweitung des DVB-T Engagements in Stuttgart, Leipzig und Teilen von NRW. Die Abkehr von der bisherigen Einschätzung („zu teuer, zu wenig Zuschauer“) kann im Zusammenhang mit befürchteter Zuschauerabwanderung von Kabel und Satellit im Gefolge der ab 2007 geplanten Grundverschlüsselung gesehen werden.
10.2006Die ProSiebenSat.1-Gruppe gibt ihre Beteiligung an der „Entavio“-Grundverschlüsselung auf. Das Bundeskartellamt stellt daraufhin sein Verfahren ein und aus juristischer Sicht ist der Weg frei für die von Astra initiierte Pay-TV-Plattform, an der RTL und MTV teilhaben wollen.
24.10.2006Neues DVB-T Empfangsgebiet im Norden ist die Westküste Schleswig-Holsteins.
26.10.2006DVB-T startet in Österreich mit einem Multiplex (ORF 1, ORF 2, ATV). Die Anschaffung von MHP-Boxen mit TÜV-Siegel wird gefördert. Diese Technik ist für den „Multitext“-Dienst notwendig.
Mehr: DVB-T in Österreich.
31.12.2006Die AG Fernsehforschung gibt den Digitalisierungsgrad (Erstgeräte) mit 25,4 Prozent (8,91 Mio. der 35,02 Mio. TV-Haushalte) an. Das sind 1,7 Mio. mehr Haushalte als vor Jahresfrist.
2006 wurden in Deutschland 5,8 Mio. TV-Geräte verkauft.
1.2007Die Landesmedienanstalten verständigen sich auf gemeinsame Eckpunkte zur bundesweiten Einführung des Mobil-Fernsehens mit DVB-H-Technik.
3.2007Per DVB-T können öffentlich-rechtliche Programme nun auch in der Lüneburger Heide und im Wendland empfangen werden.
Für Leipzig wird eine regionale Kette von Lowpowersendern ins Gespräch gebracht, um privaten Lokalsendern eine wirtschaftlich tragfähige DVB-T Verbreitung zu ermöglichen.
3.2007Die Landesmedienanstalten beginnen die Ausschreibungen für ein gemeinsames bundesweites DVB-H Projekt, das Anfang 2008 den Sendebetrieb beginnen könnte. EU-Kommisarin Viviane Reding will DVB-H forcieren. In Albanien beginnt ein DVB-H Regelbetrieb.
3.2007Die Landesmedienanstalten Hamburg (HAM) und Schleswig-Holsteins (ULR) werden zur Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) zusammengeführt.
3.2007Großbritannien, das 1998 als erstes Land DVB-T einführte, kündigt erste Analog-Abschaltungen an. Der Umstieg soll bis Ende 2012 dauern.
4.200729 Firmen haben sich für den Betrieb der Plattform oder die Ausstrahlung ihrer Programme über DVB-H beworben.
4.2007ARD und ZDF kündigen den HDTV-Einstieg via Sat ab 2010 an.
5.2007Das Bundesverfassungsgericht prüft auf Antrag der Anstalten die Rechtmässigkeit der Reduzierung der letzten Gebührenerhöhung durch die Bundesländer. Gleichzeitig startet eine Diskussion der Politik und Medienwirtschaft um die Neugestaltung der Aufgaben von ARD und ZDF und das Gebührenverfahren. Politiker von CDU bis PDS fordern eine Gebührensenkung. Die ARD beantragt für die Gebührenperiode 2009 bis 2012 die Erhöhung ihres Anteils um 0,95 Ct.
6.2007Die Fachwelt diskutiert wieder über die Digital-Zukunft des Radios. Wegen der technischen Weiterentwicklung scheint DAB in der 1998 eingeführten Form „Dead And Buried“. Gefordert werden Mehrnormengeräte für DAB/DABplus, DVB-T/DVB-H (inzwischen als Labormuster verfügbar). Damit soll ein umfangreiches - erstmals teils auch bundesweites - Programmangebot in die Luft gebracht, wofür alle verfügbaren Frequenzbereiche genutzt werden sollen.
6.2007In Mitteldeutschland werden Dresden/Ostsachsen, Chemnitz und das Sächsische Vogtland, Gera und das Thüringer Vogtland per DVB-T versorgt. Auch in Münster wird per Antenne digital gesendet.
7.2007Die Regionen Hochrhein und Südlicher Oberrhein gehen ans DVB-T Netz.
7.2007Die EU-Kommission orientiert bezüglich des Handy-Fernsehens auf den in Europa entwickelten Standard DVB-H.
9.2007Während der Funkausstellung stellt der Industrieverband EICTA weitere Kennzeichnungen vor: Mit „HDready 1080p„ und „HDTV 1080p“ wird die Eignung von Fernsehern bzw. Empfangsgeräten für HDTV mit voller Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln und Wandlung von 25 (Sendung) auf 24 (Display) Vollbilder pro Sekunde herausgestellt.
1.9.2007Laut „Digitalisierungsbericht 2007“ der Landesmedienanstalten liegt der Marktanteil von DVB-T bei den TV-Empfangswegen bei 9,9 Prozent: 3,6 Millionen Haushalte schauen terrestrisch, davon 3 Millionen mit dem Erstgerät.
1.9.2007Im ZDFmobil-Paket wird aufgrund „homöopathischer“ Geräteverkäufe das MHP-Angebot Digitext durch den Infokanal als viertes TV-Programm ersetzt. DigiText wird zunächst weiterhin per Sat und Kabel verbreitet.
11.9.2007Das Bundesverfassungsgericht erklärt die Festsetzung der Rundfunkgebühren für die Periode 2005 bis 2008 für verfassungswidrig. Die Bundesländer hatten Ende 2005 den Gebührenvorschlag der KEF reduziert und die Einführung um drei Monate verschoben.
18.9.2007Der in Hessen und NRW aktive Kabelnetzer Unitymedia will den Digitalumstieg seiner Kunden per Kostenschraube erzwingen: Erstmals in Deutschland soll ab Januar 2008 das analoge TV-Paket teuerer sein als das Digitalangebot.
10.2007Die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten nimmt die Firma Mobile 3.0 als Lizenzträger für die Programmplattform des 2008 geplanten DVB-H Angebots in Deutschland in Aussicht. T-Systems Media&Broadcast erhält von der Bundesnetzagentur die Zulassung als Sendenetzbetreiber.
10.2007Wie schon im Fall Berlin zwei Jahre zuvor hat die EU-Kommission die Förderung der DVB-T Einführung durch die Landesmedienanstalt LfM für wettbewerbswidrig erklärt. Die LfM hatte 5,8 Mio. Euro auf fünf Jahre eingeplant.
10.2007Das Empfangsgebiet Mitteldeutschland wird um die Regionen Harz, Magdeburg, Südliche Altmark und Wittenberg erweitert.
27.11.2007Im Süden gehen 12 öffentlich-rechtliche Programme in den Regionen Bodensee-Oberschwaben, Neckar Alb und im Bayerischen Schwaben digital per Antenne auf Sendung.
12.2007Die Deutsche TV-Plattform zertifiziert nach Empfangsgeräten nun auch Zimmerantennen für DVB-T.
4.12.2007Im Südwesten kann mit DVB-T auch in Baden-Baden, am Mittleren Oberrhein, der Pfalz und dem Donnersbergkreis sowie der Vorderpfalz empfangen werden.
13.12.2007Erstmals seit Mitte 2005 beteiligen sich private Programme wieder in einer Startinsel. SaarTV, Tele5 und QVC senden im Saarland per DVB-T. Mit der Aufschaltung im Saarland liegt der Versorgungsgrad für DVB-T bei 85 Prozent, das Zuschauerpotenzial bei 68 Millionen.
31.12.20072007 wurden in Deutschland 6 Mio. TV-Geräte verkauft. Der Verkauf von DVB-T Geräten hat sich 2007 fast verdoppelt. Seit 2002 wurden nach Angaben der Deutschen TV-Plattform 7,8 Mio. Geräte in Deutschland verkauft. 2007 hatten Fernseher mit DVB-T Empfang (1 Mio. Stück) den Handel mit Settopboxen (900.000 Stück) überflügelt. Da in fast jedem Fernseher DVB-T integriert ist, sollen die Verkaufszahlen 2008 um weitere 6 Mio. Geräte aller Produktgruppen steigen. Neue Produkte sind 2007 neben DVB-T Handys auch Kombigeräte mit GPS-Navigation und Datenempfang im Mobilfunknetz.
10,41 der 34,99 Millionen deutschen TV-Haushalte nutzen den digitalen Empfang via Sat, Kabel oder Antenne. Im Laufe des Jahres 2007 stieg der Digitalisierungsgrad von 25,4 auf 29,7 Prozent, die Zahl der Digitalhaushalte erhöhte sich um 1,5 Millionen (1.1.2007: 8,91 Mio.).
In Deutschland gibt es 33,5 Mio. Teletexthaushalte (96 Prozent).






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