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DVB-T2 mit SimpliTV in Österreich (1/3)

SimpliTV - Programmangebot und Sendestandorte

Österreich DVB-T2 Logo Österreich Mit dem Start des Programmpaketes SimpliTV am 15. April 2013 leitete Österreich sehr früh den Umstieg auf DVB-T2 und der digitalterrestrischen Verbreitung von HDTV-Programmen ein.

Anfang November 2016 meldete Netz- und Plattformbetreiber ORS insgesamt 275.000 Kunden für SimpliTV bei etwa 3,7 Mio. TV-Haushalten im Nachbarland. Einer der Hintergründe dieser Zahlen ist die Abgabe von 130.000 geförderten Settopboxen. Zugleich hieß es, der Betrieb von DVB-T2 mit den kostenlosen Programmen und SimpliTV sei bis 2026 garantiert.

Neben den ORF-Programmen und österreichischen Privatsendern bietet SimpliTV - zunächst in den Multiplexen D, E und F - vor allem deutsche Programme wie in HDTV DasErste, ZDF und 3Sat und die Privatsender Sat1, ProSieben, RTL und Vox (wenn auch zum Teil mit österreichischer Regionalisierung. 19 weitere Programme kommen in Standardauflösung. Die Programme der ProSieben-Gruppe haben Österreich-Fenster, wobei Sixx mit Austria 9 TV kooperiert. Für zwei zum Startzeitpunkt nicht belegte Programmplätze wurde im Mai 2013 eine Interessensbekundung eingeleitet.

Interessant ist vielleicht auch ein wirtschaftlicher Aspekt, der den Erläuterungen zum Digitalisierungskonzept 2017 zu entnehmen ist: Mit DVB-T2 werden „für eine digitale 'Vollversorgung' der österreichischen Bevölkerung 317 Rundfunkstandorte benötigt (MUX A). Im Vergleich zur analogen Rundfunkversorgung waren dadurch etwa 150 Standorte weniger für eine Vollversorgung notwendig.“

Das Programmangebot mit DVB-T2 und DVB-T in Österreich

Kostenlose Programme (national)(Registrierung!)

Kostenlose Programme (regional)(Registrierung!)

DVB-T2 Logo Österreich
kostenpflichtig
(national)



Regional

Hörfunk
(regional)

Flimmit (Film-Abruf), 4News (Newskanal von ProSiebenSat1 Austria), ATV Smart (ATV-Mediathek) und Ö3 Visual Radio. Geräte mit HbbTV und eine Online-Verbindung sind notwendig.
Weitere HbbTV-Inhalte gibt es bei den ORF-Programmen.


Standorte, Empfangsregionen, Kanäle für DVB-T2 in den Bundesländern

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Umstieg der Multiplexe A, B und C von DVB-T auf DVB-T2

Der Sendebetrieb hatte zunächst in den Multiplexen D, E und F begonnen. Etwa zeitgleich kündigte das „Digitalisierungskonzept 2013“ die Ausschreibung der Muxe A und B für den Übergang auf DVB-T2 an. Die Ausschreibung einer Sendeplattform erfolgte termingemäss im August 2014. Im Oktober 2014 erfolgte die erste Umschaltung des Mux-B in Kärnten. Es folgte eine Ausschreibung für den Mux C im Raum Bad Goisern (Oberösterreich). Im Mai 2015 wurde der Umstieg für Mux-B und Mux-C für Tirol und Voralberg durchgeführt. Fortgesetzt wurde am 20. Oktober 2015 mit dem Mux-B für die Steiermark und das südliche Burgenland. Am 19. April 2016 folgten Oberösterreich und Salzburg.

Im nächsten Schritt wurden die wesentlich mit ORF-Programme belegten Muxe-A am 27. Oktober 2016 in der Hauptstadt Wien, Niederösterreich und dem Nordburgenland auf DVB-T2 umgeschaltet und dort damit die TV-Ausstrahlung mit DVB-T beendet. Diese Umschaltungen wurden in der Steiermark, Oberösterreich und dem Südburgenland im April 2017 fortgesetzt. Tirol und Vorarlberg sind am 23. Oktober 2017 an der Reihe. Kärnten setzt am 24. Oktober 2017 den Schlußpunkt hinter den Umstieg der nationalen Programme. Der Mux-A erreicht damit einen Versorgungsgrad von 98 Prozent. Die Muxe B, D, E und F erreichen von 43 Sendestandorten aus 93 Prozent der Bevölkerung.

Die klickbaren Karten von KommAustria zeigen von links nach rechts die Versorgung des Landes mit dem Mux-A (ORF-Programme), den Muxen B, D, E mit den kostenpflichtigen Programmen von SimpliTV und weiteren sowie den regionalen C-Muxen in DVB-T und DVB-T2.

Umstieg weiterer C-Muxe ab 2017 in Vorbereitung

Im Frühjahr 2017 versorgten die diversen lokalen C-Muxe etwa 71 Prozent der Österreicher per Dachantenne. Die weitere Umstellung regionaler und lokaler Muxe-C auf DVB-T2 wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Hintergrund ist die Digitale Dividende: Ab 2020 darf der Bereich oberhalb des Kanals 48 nicht mehr vom Fernsehen genutzt werden. Daher müssen in Absprache mit den Nachbarstaaten neue Frequenzen gefunden werden.

Das Digitalisierungskonzept 2017 von KommAustria kündigt in dem Zusammenhang Ausschreibungen für acht regionale Multiplex-Plattformen an - d.h. den Netzbetrieb mit dem Recht, zugelassene Programme auszustrahlen. Die Ausschreibungen lassen die Entscheidung über das Sendeverfahren offen - die Regionalmuxe können also wie bisher in DVB-T verbreitet werden. Bei der Entscheidung wird jedoch eine Rolle spielen, ob der Antragsteller die bisherigen Programme übernehmen will und ob er den Umstieg auf DVB-T2 mit MPEG-4 gewährleistet. Offenbar wird DVB-T also nur als befristete Option gesehen.

Die weitere Entwicklung wird dreistufig verlaufen:
Ausgeschrieben wird für das Obere Ennstal (K 45), den Großraum Linz (K 44), Außerfern (K 23), das Tiroler Oberland (K 34), Bad Ischl/Wolfgangsee/Bad Goisern (K 30/34) und Steyr/Mostviertel (K 30).
Noch nicht koordiniert sind die bisherigen Kanäle 34 bzw. 43 der Kärntener Regionen Bad Kleinkirchheim, Bleiburg, Klagenfurt, Spittal und Villach. Gleiches gilt für das Mur-/Mürztal (K 57 für Bruck/Mur und Knittelfeld) und den Weststeiermark-Kanal 29 für Köflach und Voitsberg.
Ganz offen ist die Zukunft für Graz (K 29), wo im April 2017 noch kein Nachfolge-Kanal in Sicht war.

Sendeparameter

Die DVB-T2 Multiplexe sind auf einheitliche Sendeparameter eingestellt. Sie sind mit MPEG-4 (H.264) komprimiert. Nach Veranstalterentscheidung liegt die Auflösung der HD-Programme bei 720 (progressiv) oder 1080 (interlaced) Zeilen. Aus den technischen Parametern (Modulation 64QAM, FFT-Mode 32k, Coderate 3/4, Schutzintervall 1/16) ergibt sich für die UHF-Kanäle mit 8 MHz Bandbreite eine Nutzdatenrate von rund 30 MBit/s. Diese Parameter-Kombination orientiert eher auf den stationären als auf den mobilen Empfang.

Die Bandbreite für die Fernsehbilder innerhalb der Multiplexe wird nach dem Prinzip des statistischen Multiplexes verteilt. Dabei ergibt sich je HDTV-Programm ein Durchschnitt von 4,75 MBit/s (zwischen 1 und 9 MBit/s). Für SD-Programme sind 0,5 bis 5 MBit/s (Schnitt: 1,6 MBit/s) ausreichend. HD-Programme können zusätzliche Bandbreite für Dolby-Ton erhalten. Weitere Bandbreiten-Anteile sind für Videotext, EPG, die Datentabellen und HbbTV-Zusatzdienste vorgesehen bzw. reserviert.

Weitere Informationen:
KommAustria mit Digitalisierungskonzept 2017. Meldung
Vier Bundesländer wechseln auf DVB-T2. Meldung
SimpliTV verschenkte Settopboxen. Meldung
DVB-T schaltet in vier Bundesländern ab. Meldung
ProSiebenSat kauft ATV-Programme. Meldung
SimpliTV mit 275.000 Abos. Meldung
4News startete bei SimpliTV. Meldung
Neuer Nachrichtensender OE24 ab 26. September bei SimpliTV. Meldung
Mux-B für Oberösterreich ab 19.4.2016 in DVB-T2. Meldung
Mux-B wechselt in Tirol und Vorarlberg auf DVB-T2. Meldung
Auch ATV HD und ATV2 in Kärnten bei SimpliTV. Meldung
Ein Jahr SimpliTV - neue Werbekampagne, keine Zahlen. Meldung
ORF III und ORF Sport+ ab dem 26.10.2014 in HDTV. Meldung
Sendestandorte für SimpliTV (2) - Inbetriebnahme. Meldung
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