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DAB+ - Neue Dienste für den Hörfunk (3/3)

Künftig vom Fernsehen „ausgeliehen“? HbbTV und Hörfunk

Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 HbbTV Praktisch schon realisiert ist die Verbindung von Radio mit Diensten, die auf Internetseiten basieren. Verbessern und erweitern könnte solche Angebote der ursprünglich fürs Fernsehen entwickelte Standard HbbTV.

Es versteht sich, dass die Zusatzdaten (zumindest für Mobilitäts-Inhalte) dann über eine parallele Funkstrecke kommen sollten, um die Datenraten der Radioübertragung nicht einzuschränken und den Umfang des Hörfunkangebots zu erhalten. Eine geeignete Transportplattform für solche Mobilitätsdienste ist der Mobilfunk. Dafür werden natürlich Empfänger für DAB/DAB+, UKW und Mobilfunk gebraucht. Das Zusammenwirken dieser Kommunikationswege kommt dem Ziel der Automobilindustrie entgegen, die Vernetzung im Fahrzeug voranzutreiben und neue Mobilitätsdienste zu vermarkten. Der Bayerische Rundfunk testet seit 2010 diese Kombination, um - zunächst noch im DAB-Signal - Zusatzdaten für seine Radiowellen Bayern 2 und BR-Klassik zur Verfügung zu stellen.

Fernsehprogramme und Videoangebote sind allein wegen der zu geringen Bandbreite für die Übertragung mit DAB/DAB+ nicht vorgesehen. Dafür wäre DMB geeignet. DMB ist für das Handy-Fernsehen allerdings gescheitert. Zumindest theoretisch könnte das IP over DAB-Protokoll für Videostreaming Verwendung finden. Das verlangt allerdings eine entsprechende Geräteausstattung. Ausserdem würde die dafür notwendige Bandbreite die Zahl der übertragbaren Radios erheblich einschränken - was nicht Sinn der Sache ist. Der TV-Empfang im Auto bleibt damit weiter DVB-T bzw. dessen Nachfolgestandard DVB-T2 vorbehalten.

Die Verbindung von HbbTV und DAB/DAB+ scheint allerdings noch Zukunftsmusik.

Links zum Thema:
HbbTV-Flyer des BR.
HbbTV-Radioseite des IRT.

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Diese Seite wurde zuletzt am 11.04.2017 geändert.
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