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DVB-T in Österreich - Entwicklung (abgeschlossen)

Österreich DVB-T Logo Österreich In Österreich fiel der Startschuß für die Umstellung auf DVB-T am 26. Oktober 2006. Als erster analoger Sender wurde der Sendeturm Pfänder bei Bregenz am 5. März 2007 nach Simulcast abgeschaltet. Laut Digitalisierungsbericht 2009 von RTR wurden bis Oktober 2009 etwa 600.000 Settopboxen verkauft. Dazu kommen Fernseher mit integriertem Empfang und PC-Geräte.

Mit Beendigung des Umstiegs am 7. Juni 2011 wurden 96 Prozent der Bevölkerung über DVB-T versorgt. Bis zum Januar 2013 wurde der Versorgungsgrad auf 98 Prozent (Mux-A, 327 Sendestandorte) erhöht. Gegenüber der analogen Ausstrahlung wurden etwa 150 Standorte eingespart.

Anfang 2013 wird der Marktanteil von DVB-T mit etwa 6 Prozent angegeben, so dass etwa 433.000 der 7,2 Mio. Österreicher ab 12 Jahren die Antenne mit Erstgeräten nutzen. Laut Kommunikationsbericht 2012 geht die Medienbehörde RTR von weiteren 427.000 Zusehern an Zweitgeräten aus. Aus dieser Betrachtung ergibt sich ein Marktanteil von 11 Prozent der Österreicher ab 12 Jahren.

Empfangswege. Grafik clicken zum vergrößern 2012/2013 war der (seit dem 30.4.2012 nur noch digitale) Satellit mit 55 Prozent der über Erstgeräte versorgten Personen der dominierende Empfangsweg in Österreich. Weitere je etwa 21 Prozent entfielen auf das digitale bzw. analoge Kabel (Grafik clicken zum vergrößern).

Drei DVB-T Multiplexe

DVB-T Programme in Österreich. Grafik: ORS Von den sechs für Österreich koordinierten Multiplexen werden auf nationaler Ebene zwei, für einzelne Regionen ein weiterer, für DVB-T verwendet.

Mux-A ist als nationaler Multiplex mit nur drei Programmen konzipiert. Der Versorgungsgrad wurde im Januar 2013 mit 98 Prozent angegeben.

Mux-B ging am 22. Oktober 2007 ans Netz und versorgte Anfang 2013 etwa 91 Prozent der österreichischen Haushalte in Ballungsgebieten; ein Ausbau von 20 auf bis zu 30 Standorte war angedacht. Am 1. Oktober 2009 wurde Servus TV als viertes Programm aufgeschaltet. Als fünftes Programm sendet ORF III seit dem 26. Oktober 2011 (Grafik clicken zum Vergrößern). 60 Kilobit pro Sekunde stehen seit Mitte 2011 im Kanal 34 (Raum Wien) für ein Testprojekt zur Verfügung: Die Bundesregierung will im Notfall - z.B. bei Ausfall des Internet - sichern, dass Regierungscomputer mit sauberer Software bespielt und damit einsatzfähig gehalten werden können. Das Projekt wurde mehrfach, zuletzt bis Juli 2014, verlängert.

Mux-C ist für lokale und regionale Fernsehveranstalter bestimmt. Seit Ende 2012 werden für Wien, Innsbruck und Pfänder ATV2, GoTV und je ein regionaler Sender ausgestrahlt.

Das Lokalfernsehen in Österreich unterliegt ähnlichen Problemen wie in Deutschlandund es gibt eine gewisse Fluktuation der Programme. Eine erste Teilvergabe erfolgte im Dezember 2008, eine weitere Ausschreibung im Oktober 2009. Ein befristeter Probebetrieb von Wien TV sollte am 1. Dezember 2009 beginnen. Im August 2010 wurden die Programmzulieferungen für den Kanal 53 (Wien-Kahlenberg) aufgrund von Auseinandersetzungen zwischen dem Plattformbetreiber und dem Netzbetreiber um die Sendekosten vorläufig eingestellt. Zum gleichen Zeitpunkt hatten andere Lizenzinhaber den Sendebetrieb entweder nicht aufgenommen oder zogen sich (wie P3TV im April 2011) wieder zurück. Der Ausbau lag im Winter 2013 bei 64 Prozent. Im Mai 2014 wurde FolxTV für die Regionen Weststeiermark/Graz (K29) und Kärnten (K43) zugelassen, HopeChannel wurde im September 2015 für Wien lizenziert. Ein Sendebeginn beider Programme wurde nicht bekannt. Für Tirol wurden 2015 Pro7Maxx und Teins lizenziert.

DVB-H Logo Mux-D war ursprünglich für den mobilen Rundfunk mit DVB-H vorgesehen. Auf den im Juni 2007 begonnenen Piloten Mobile TV Austria folgten ein Jahr später (zur Fussball-EM) Regelangebote der Mobilfunkbetreiber One, 3 und Mobilkomm Austria mit 15 TV- und 5 Radioprogrammen. Der Netzausbau erreichte Ende 2009 zwar etwa 50 Prozent der Bevölkerung. Jedoch fanden sich nur 10.000 bis 15.000 Kunden, so dass die Dienste wegen des wirtschaftlichen Fehlschlages zum 31. Dezember 2010 eingestellt wurden.

Mux-E und Mux-F sind für das Antennenfernsehen koordiniert. Beide Multiplexe wurden mangels Interesses von Programmveranstaltern nicht für DVB-T genutzt, wurden jedoch weiterhin für das Fernsehen vorgehalten.

MHP - geförderter Fehlschlag

MHP-Logo TÜV Siegel Österreich für DVB-T-Geräte Aus dem Digitalisierungsfonds wurden ab 2006 Settopboxen mit der Interaktiv-Technik MHP besonders gefördert. Zur Teilnahme an dem Programm mussten die Hersteller ihre Geräte beim TÜV Österreich zertifizieren lassen. Bis Mitte 2011 wurden etwa 200.000 MHP-Boxen verkauft. Der ORF und ATV hatten zunächst MHP-Dienste angeboten. ATV stellte seinen Dienst am 7. Januar 2009 ein; der ORF zog mit seinem MultiText im Juni 2011 nach. Damit war auch in Österreich MHP vom Tisch.

HbbTV Seit dem 18. November 2013 bietet der ORF seine TVthek sowie Wetterinformationen und Teletext auch mittels HbbTV Technik als Red Button Anwendung für den Fernseher an. Voraussetzung für die Nutzung ist eine Verbindung zwischen TV und Internet; sonst wird nur eine Einstiegsseite angezeigt.

Perspektive: KommAustria läutet den Umstieg auf DVB-T2 ein

DVB-T2 Logo Österreich Die vom „Digitalisierungskonzept 2013“ im Mai 2013 angekündigte Ausschreibung der Muxe A und B für DVB-T2 wurde pünktlich im August 2014 veröffentlicht. Damit kündigte sich das Ende für DVB-T für den August 2016 an. Dann endet die Lizenzierung der Programme beider Kanäle und diese könnten direkt in ein DVB-T2 Angebot übergehen. Der Umstieg auf DVB-T2 hatte in Österreich bereits Mitte April 2013 begonnen. Das teils kostenpflichtige und verschlüsselte Programmpaket SimpliTV bietet u.a. neun HDTV-Programme.

Am 21. Oktober 2014 begann die zweite Phase des Umstiegs mit der Umschaltung bisheriger DVB-T Multiplexe. Den Anfang machte die bereits in DVB-T2 sendende Anlage Lienz-Rauchkofel mit dem Mux-B für Kärnten, ab Mai 2015 folgten die Muxe B und C für Tirol und Vorarlberg, am 20. Oktober 2015 der Mux-B für die Steiermark und das südliche Burgenland. Mux-B wurde für Salzburg und Oberösterreich am 19. April 2016 umgeschaltet. Mux-B wird dort seither in DVB-T2 gesendet und kann mit SimpliTV-Technik (kostenlos nach Registrierung) empfangen werden. Nachdem ATV nunmehr in HDTV über DVB-T2 gesendet wird, verzichtet der Programmanbieter auf die parallele SDTV-Verbreitung im DVB-T Mux-A.

Schrittweiser Ausstieg aus DVB-T bis zum 27. Oktober 2017

Mux-A werde mit ORF Eins und ORF2 „voraussichtlich bis März 2017 in SD-Qualität“ weiter ausgestrahlt, heißt es noch im März 2016. Nach dem Sachstand von Ende Mai 2016 werden ORFeins und ORF2 als letzte Programme des Mux-A in drei Schritten abgeschaltet:
• 27. Oktober 2016:Wien, Niederösterreich, Nordburgenland
• April 2017:Salzburg, Oberösterreich, Steiermark, Südburgenland
• Oktober 2017:Kärnten, Vorarlberg, Tirol
Damit wäre die Geschichte von DVB-T in Österreich also am 27. Oktober 2017 beendet - elf Jahre und einen Tag nach dem Beginn der Ausstrahlungen.

DVB-T in Österreich - Programme (Stand bei Übertragungsende im Oktober 2016)

Mux-A Programme im Mux-A
Parameter Gesendet wird mit 16QAM-Modulation und der OFDM-Variante 8k (6817 Unterträger). Die Symboldauer liegt bei 896 Mikrosekunden, das Guardinterval bei 1/4 (entspricht 224 Mikrosekunden), die Coderate bei 3/4. Daraus ergibt sich eine Bandbreite von 14,93 Megabit pro Sekunde.

Mux-B Programme im Mux-B
Parameter Seit der Aufschaltung des 5. Programmes ORFIII am 26. Oktober 2011 wird mit Coderate 5/6 und an einzelnen Orten inkl. der Stadtsender mit Guardinterval 1/8 (112 Mikrosekunden) gesendet. OFDM ist auf 8k (6817 Unterträger) eingestellt.

Mux-C Programme im Mux-C
Parameter Die Sender für ATV2/goTV arbeiten mit den gleichen Parametern wie die Muxe A/B. Weitere Kanäle sind auf QPSK-Modulation, Coderate 2/3 und Guardintervall 1/4 und eine Nutzdatenrate von ca. 6,64 MBit/s eingestellt. Das ist ausreichend für drei Programme.

Ende 2016 wird nur der Mux-A in einigen Gebieten - bis spätestens Oktober 2017 - mit DVB-T betrieben. Daher wird auf die Weiterführung der Standortdatenbank verzichtet. Informationen zu Sendestandorten für DVB-T2 (SimpliTV) finden sich hier.

Weitere Informationen
Dehnmedia-Meldung zu Ende nach elf Jahren und einem Tag.
Dehnmedia-Meldung zu Lizenz für Teins für Tirol.
Dehnmedia-Meldung zu Pro7Maxx Austria für Wien.
Dehnmedia-Meldung zu Salzburger NKL ab 2016 über Antenne?
Dehnmedia-Meldung zum Digitalisierungskonzept 2015.
Homepage DVB-T Österreich.
Homepage Digitaler Rundfunk.
Homepage der Medienbehörde RTR.
Homepage des Netzbetreibers ORS.
Digitalisierungskonzept 2011 und Erläuterungen.

Hinweis: Dieser Beitrag wird ab Oktober 2016 nicht mehr bearbeitet.



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Diese Seite wurde zuletzt am 19.01.2017 geändert.
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