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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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3.6.2020 • Digitalradio: Augsburg-Mux jetzt auch von
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Heute wurde laut einer Meldung der Stadt-Multiplex für Augsburg am Fernsehturm Staufersberg/Buchberg (auch: Augsburg-Welden genannt) aufgeschaltet. Damit wird das Sendenetz des Stadt-Standortes Augsburg-Hotelturm und des Hühnerbergs im Norden nach Westen erweitert. Wie der landesweite und der Oberbayern-Mux des BR sendet auch der Lokalmux von dort mit der für DAB+ vergleichsweise hohen Leistung von 25 kW. Die BLM hatte für 2020 die Erweiterung des Versorgungsbereiches nach Südwesten durch die Sendeanlage Markt Wald (Mittelneufnach) angekündigt. Netzbetreiber ist Bayern Digitalradio.
Quelle: Meldung von satellifax vom 3.6. | Hintergrund: DAB+ (lokal) und Privatradios in Bayern.
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3.6.2020 • Digitalradio: „Bau Dein eigenes Digitalradio“
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Unter diesem Motto hat die Medienanstalt Sachsen-Anhalt eine schöne Idee wiederbelebt: Im Rahmen einer „KreativRadio-Aktion“ stellt sie Jugendlichen 100 Bausätze für DAB+-Radios zur Verfügung. Handwerkliches Geschick und gute Ideen sind in dem Wettbewerb um kreatives Design des Radiogerätes gefragt. Die Medienanstalt will zehn Einsendungen online präsentieren und zeichnet die fünf besten Teilnehmer mit je 200 Euro und Studiobesuchen bei Radioveranstaltern aus.
Teilnehmen können Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren, die im Bundesland wohnen. Eine von den Eltern unterzeichnete Anmeldung muß bis zum 31. Juli
Die Fa. Vistron hatte den Bausatz kürzlich vorgestellt (Grafik klickbar).
bei der MSA eingegangen sein. Bis zum 25. September soll dort eine kleine Fotodokumentation oder ein kurzes Video das fertige Design-Radio.
Quelle: Presseinfo der MSA vom 2.6., Wettbewerbs-Website | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Sachsen-Anhalt.
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3.6.2020 • Rundfunkbeitrag: CDU-Fraktion mit AfD gegen Koalition?
Im Streit um die Erhöhung des Rundfunkbeitrages hat die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt nachgelegt. Laut dem Medienpolitik-Sprecher der Fraktion, Markus Kunze, wolle man „die KEF bitten, nochmal den Bedarf der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gerade auch vor dem Hintergrund der derzeitigen allgemeinen wirtschaftlichen Lage der Beitragszahler neu zu bewerten.“
Damit begibt sich die CDU-Fraktion in Widerspruch zu den anderen Koalitionsparteien: SPD und Grüne befürworten die Erhöhung. Die CDU könnte eine Ablehnung nur mit der AfD oder/und der Linkspartei erreichen. Brüskiert die CDU ihre Koalitions„partner“, lässt sich von der AfD unterstützen und verstößt gegen CDU-Beschlüsse bezüglich der AfD?
Als einziger Länder-Ministerpräsident hatte sich Reiner Haseloff (CDU) für Sachsen-Anhalt der Stimme enthalten. Die anderen 15 Länderchefs - auch von CDU und CSU - stimmten dem Vorhaben zu, den Rundfunkbeitrag ab Januar 2021 von 17,50 Euro auf 18,36 Euro zu erhöhen. Damit das wirksam wird, müssen die Parlamente aller 16 Bundesländer Zustimmungsgesetze beschließen. Geschieht das in einem Bundesland nicht, bleibt es bei der bisherigen Regelung. Kommentar : Die CDU hat seit 2009 stets begrüßt, dass der Beitrag nicht erhöht wurde - trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung. Jetzt ist es genau umgekehrt: Der Beitrag soll wieder nicht erhöht werden - wegen einer künftigen wirtschaftlichen Entwicklung, die nach wenigen Monaten Krise noch nicht absehbar ist. Fazit: Politik ist Tagesgeschäft. Mit Prinzipien hat das nichts zu tun. Zudem ist ist vorauseilender Gehorsam keine Aufgabe der KEF. Die KEF hat im Februar auftragsgemäß ihren 22. Bericht mit dem Vorschlag zur Beitragsentwicklung vorgelegt. Das tut sie laut Gesetz alle vier Jahre und nicht, wann es einigen Politikern (die 2021 einer Landtagswahl entgegen sehen) gerade passt.
Anmerkung : Die Landtags-Diäten werden jeden 1. Juli automatisch an den Nominallohnindex des Bundeslandes angepaßt. Das haben die Parlamentarier (führende Fraktion seit 1990 mit kurzer Unterbrechung ist die CDU) selbst beschlossen. Am 1. Juli 2019 stiegen die Diäten demnach von 6.605,82 Euro auf 6.889,87 Euro monatlich; das sind 4,3 Prozent bzw. 284,05 Euro mehr. Nachgerechnet: Jeder einzelne Landtags-Abgeordnete bekommt seit 2019 monatlich einen Mehrbetrag, mit dem 330 steuerzahlende Haushalte die Beitragserhöhung finanzieren könnten.
Quellen: Bericht von DF vom 2.6., Bericht zur Diätenerhöhung (2019), Landtag zu Diäten | Hintergrund: Rundfunkbeitrag ab 2021.
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2.6.2020 • Digitalradio: Radioprojekte für Kiel und Berlin/Brandenburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Antenne Holstein - Das Cityradio“ hat einen Probebetrieb nunmehr unter eigener Website begonnen. Der Veranstalter mit Sitz in Berlin kündigt den Sendestart jetzt „ab Oktober 2020“ im Kieler DAB+-Projektkanal 5A als „das (offizielle) Regionalradio für Kiel und die Region“ (Selbstdarstellung) an.
Mit der am 31. Oktober vorgesehenen Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER könnte der Sendestart eines weiteren Radioprojektes verbunden sein. Laut einem Bericht will ein „Airport Radio“ zeitnah auf DAB+ und im Web mit einem auf den Schwerpunkt Flugreisen orientierten Informations- und Musikprogramm auf Sendung gehen.Nicht bekannt ist, ob bereits eine Sendelizenz
Quelle: satnews am 7.5. zu Antenne Holstein, Airport Radio | Hintergrund: DAB+ in Schleswig-Holstein, Brandenburg.
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2.6.2020 • Österreich: Kanalwechsel - SimpliTV räumt 700 MHz-Band
Die angekündoigten Kanalwechsel beim österreichischen Antennenfernsehen SimpliTV werden morgen bis 10 Uhr geschaltet. Betroffen sind Zuschauer, die das Fernsehen mit der Antenne in Wien und Umgebung, Niederösterreich und dem Nord-Burgenland empfangen. Sie sollten morgen ab 10 Uhr einen Sendersuchlauf durchführen, um wieder alle Programme sehen zu können. Dies ist laut dem Veranstalter nicht nur am Fernseher bzw. der Settopbox direkt möglich, sondern auch durch Fernsteuerung nach einem Login im Kundenportal.
Hintergrund ist die Räumung des UHF-Bandes mit den TV-Kanälen oberhalb K48. Dieser Frequenzbereich (700 MHz-Band) wird, wie bereits in Deutschland geschehen, auch im Nachbarland zugunsten des Mobilfunks umgenutzt.
Quelle: Info auf SimpliTV | Hintergrund: SimpliTV.

1.6.2020 • Digitalradio: BR schließt Kanalwechsel am 4. Juni ab
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Bayerische Rundfunk hat den letzten Kanalwechsel des Oberpfalz-Multiplexes um einen Tag verschoben. Das geht aus aktualisierten Angaben hervor. Der Standort Hoher Bogen wird nun am 4. statt am 3. Juni vom Block 12D auf den Block 6C umgeschaltet. Von dort werden die Hörer im Landkreis Cham mit vier Programmen des BR sowie vier landesweiten und vier lokalen Privatradios versorgt. Von Letzteren nutzt Radio Charivari im Rahmen eines Pilotprojektes Regionalisierung seinen und zwei zusätzliche Programmplätze, um seine fünf von UKW her gewohnten Lokalvarianten auf DAB+ zu übernehmen.
Der Frequenzwechsel ist erforderlich, weil der Block 12D in Bayern für den zweiten DAB+-Bundesmux voegesehen ist.
Quelle: DAB+-Seiten des BR vom 27.5. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Bayern.
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1.6.2020 • Vor 40 Jahren: Videotext - ein neues nonlineares Medium
Am 1. Juni 1980, also vor 40 Jahren, stellten ARD und ZDF ein neues Informationsmedium vor. Der Videotext begleitet seither das lineare Fernsehen als erster nonlinearer Medienabruf-Dienst. Das geschah zunächst als auf zehn Jahre befristeter „Feldversuch“. Eine gemeinsame Videotext-Redaktion wurde beim Berliner SFB eingerichtet. Die redaktionelle Kooperation endete 2015.
Das auch nach 40 Jahren noch positive Echo hat mehrere Gründe, obwohl die bis heute 25 Zeilen mit je 40 Zeichen für Meldungen eher knapp bemessen und für Journalisten eine Herausforderung sind. Sie
Vorsicht beim Ausblasen - fliegende Pixel!
(Screenshots dehnmedia).
können aber schneller als die Kollegen der TV-Nachrichten auf aktuelle Ereignisse reagieren und u.a. eine „letzte Meldung“ zum Einblenden in TV-Bild schreiben. Das Konzept fand schnell viele Zuschauer. Dazu trug auch die klare Struktur bei: Nachrichten aus Politik und Sport, Programminfos usw. sind bis heute in den Magazinen 100, 200, 300 usw. zu finden. Das haben die meisten Privatsender übernommen. Und die Bedienung ist einheitlich und einfach.
Die Ticker-Funktion wird seither für Untertitelungen als Hilfe für hörgeschädigte Zuschauer genutzt. Schon am 4. August 1980 gab es die erste Untertitelung einer Livesendung.
Nach ARD-Angaben nutzt heute etwa jeder vierte Zuschauer den Videotext. Das sind um 16 Mio. Menschen ab 14 Jahren.
Technisch gesehen nutzt der Videotext die sog. Austastlücke zwischen den Einzelbildern des TV-Signals als „Transportmittel“ für zusätzlich Daten. Aus den damit verbundenen Limitierungen resultiert die Beschränkung auf wenige Farben und das Erscheinungsbild als „Klötzchen“. Das war vor 40 Jahren einmalig. Heute erscheint es überholt - selbst in der visuell wesentlich besseren Darstellung des Internets (siehe klickbaren Screenshot).
Digitaler Videotext überwindet die analogen Grenzen: Das Internet ist Transportweg für zusätzlich abrufbare Infos der TV-Sender. Der Standard Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV) ermöglicht es, die Texte mit Grafiken, Fotos, Videos und grafischen Elementen aufzuwerten. Für den Zugang nutzen alle TV-Sender den roten Fernbedienungs-Knopf geeigneter Geräte. Voraussetzung ist neben der TV-Ausstattung natürlich auch die Verbindung des Empfängers mit dem Internet.
Videotext mit klassischer Optik im Internet (oben). Navigation mit HbbTV.
Neuer und einen Schritt weiter zur Barriefreiheit ist der „sprechende Videotext“ - ein Beitrag zur Barrierefreiheit nun auch für sehgeschädigte Zuschauer: Auf den Befehl „Alexa, öffne ARD Text“ lesen diese Smartspeaker ausgewählte Videotextseiten vor.
Quellen: Presseinfo vom 26.5., Geburtstagsseiten der ARD | Hintergrund: Videotext.



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