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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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10.8.2020 • Digitalradio: SWR schaltet DAB+-Sender für Zweibrücken auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Südwestrundfunk vollzieht den nächsten Schritt im Ausbau seines DAB+-Sendenetzes. Am 18. August wird der SWR-Multiplex im Block 11A am Standort Zweibrücken in Rheinland-Pfalz aufgeschaltet. Damit werde eine Verbesserung des Empfangs im Stadtgebiet und in der Südwestpfalz (Hornbach, Contwig, Oberauerbach) erreicht, teilt der Sender mit. Für Rheinland-Pfalz sind für dieses Jahr (nach heutigem Stand uind ohne Gewähr) Inbetriebnahmen der Senderstandorte Bad Münster, Daleiden, Kirn, Niedersgegen und Oberheimbach angekündigt.
Quelle: Meldung von Infosat vom 10.8. | Hintergrund: DAB+ und Privatradios in Rheinland-Pfalz.
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10.8.2020 • Österreich: 27 Frequenzblöcke werden für 5G versteigert
5G Logo Österreich bereitet den Mobilfunk der 5. Generation vor. Ab „Mitte August“ plant die Medienbehörde RTR die Versteigerung von 27 Frequenzpaketen.
Das betrifft das vom Fernsehen geräumte 700 MHz-Sendeband mit 6 Frequenzblöcken sowie weitere zwölf Pakete bei 2100 MHz zwölf sowie neun bei 1500 MHz. Um das attraktiver zu machen, erfolgt die Zuteilung auf 25 Jahre. RTR geht u.a. von derzeit rund 2.100 bisher schlecht oder gar nicht mit Breitband-Mobilfunk versorgten Gebieten aus. Die Versorgung von 900 dieser Gebiete soll durch Kopplung mit der Frequenzvergabe erzwungen werden. Für den Rest werden Preisabschläge auf den Auktionserlös in Aussicht gestellt.
Quelle: Presseinfo der RTR vom 9.8. | Hintergrund: SimpliTV.
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7.8.2020 • Luxemburg: DAB+-Mux mit internationaler Belegung? (2)
Der Luxemburger Sendedienstleister BCE plant einen DAB+-Multiplex - allerdings unter gänzlich anderen Vorzeichen, als bislang spekuliert wurde. Das berichtet infosat unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Sendedienstleisters.
Demnach strebe die RTL-Tochter keinesfalls die kolportierten 50 kW Sendeleistung an. Man hoffe vielmehr, dass im Süden der Standort Dudelange mit 10 kW und Hosingen im Norden mit 2 kW koordiniert werden. An einem Test sollen sich nach den Angaben alle Radios (ohne die kleinen Lokalradios) des Großherzogtums beteiligen. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund der ab Dezember EU-weiten Hybridtuner-Pflicht in Neuwagen. Die Spekulationen um ausländische Programme sind also gegenstandslos.
Entscheidungen der Regulierungsbehörde des Großherzogtums stehen aber ebenso aus wie die Koordination der intendierten Frequenz mit den Nachbarländern. Offen ist auch, ob eine gerichtete oder ungerichtete Abstrahlung vorgesehen ist. Der Stand der Dinge wird nicht berichtet; gleichwohl hoffe man, im September oder Oktober zu senden.
BCE hatte DAB+ bereits 2018/2019 im Großherzogtum getestet.
Quellen: Bericht von infosat vom 6.8. | Hintergrund: DAB+ international.
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6.8.2020 • Baden-Württemberg: 25 Jahre Bürgerradio - alles analog
NLM Seit 25 Jahren senden nichtkommerzielle Lokalradios (NKLs) in Baden-Württemberg. Radio Dreyeckland (RDL) war schon 1988 als erster unabhängiger Bürgersender von der Medienanstalt LFK zugelassen worden. 1995 waren sieben NKLs in dem Bundesland zugelassen. NKL-Präsident Wolfgang Kreißig: „Dass alle 1995 lizenzierten NKL heute noch auf Sendung sind, ist ein toller Erfolg.“ Die NKLs werden mit 1,4 Mio. Mio. Euro im Jahr und weiteren 100.000 Euro als Corona-Hilfe gefördert, teilt die LFK aus dem Jubiläums-Anlass mit.
RDL entstand 1977 als Medienplattform des AKW-Protestes und erstes Freies Radio Deutschlands. Die Freiburger sind scharfe Kritiker der „massiven Ungleichbehandlung zuungunsten der nichtkommerziellen Sender in Baden-Württemberg“. Die LfK stelle 1 Mio. Euro für 16 Kommerzradios als Corona-Hilfe bereit, während die 10 freien und vier Ausbildungsradios mit 100.000 Euro „abgespeist“ würden, stellt Radio Dreyeckland fest.
Die NKLs sehen sich von der digitalen Radiozukunft ausgesperrt: Laut RDL wird den Privatradios die DAB+-Beteiligung mit je 40.000 Euro schmackhaft gemacht. „Die nichtkommerziellen Sender erhalten nichts.“ 2015 hatte die LFK zwar einen DAB+-Programmplatz reserviert, den sich drei NKLs, täglich rotierend, teilen mussten. Kreißig-Vorgänger Thomas Langheinrich hatte es als „wünschenswert“ bezeichnet, wenn „mehr Bürgerradios den Schritt ins DAB wagen“ würden. Stattdessen mussten sie den Programmplatz Anfang 2019 für eine Kommerzwelle räumen.
Für die Freien Radios, so RDL, bedeutet DAB+ (abgesehen von den üblichen Argumenten) auch „Radiohören ohne Big Data und Staatsschutz“, während Radio über 5G-Mobilfunk „vor allem aus demokratischen Gründen bedenklich“ bewertet wird. Ein früher RDL-Vorschlag für einen DAB+-Versuch in Freiburg wurde 2014 von der LFK abgelehnt. RDL suchte daraufhin Partner in Frankreich, als sich DAB+ für das Elsass abzeichnete.
Ende 2018 hatte der Landesverband der Freien Radios seinen Vorschlag für einen DAB+-Mux der NKLs mit Ideen auch zur Finanzierung verbunden. Eingefordert wurde zugleich ein Bekenntnis der schwarz-grünen Landesregierung zur Förderung und Zukunft der Freien Radios. Zuletzt hatte die LFK im Dezember 2019 angekündigt, 2020 den „Umstieg von Lokalradios und nichtkommerziellen Veranstaltern im Rahmen eines sogenannten 'Small-Scale Projektes'“ erproben zu wollen. Digitale Perspektiven werden in der heutigen LFK-Presseinfo nicht erwähnt.
Quelle: LFK-Presseinfo vom 6.8. | Hintergrund: Freie Radios zu DAB+, Mai 2018; DAB+, Privatradios in Baden-Württemberg.
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3.8.2020 • Niedersachsen: Neuer Chef für die Landesmedienanstalt
NLM Niedersachsens Medienanstalt NLM hat einen neuen Chef. Der im Februar gewählte Christian Krebs hat jetzt den Direktorenposten für fünf Jahre übernommen. Als vordringliche Aufgaben nannte er „die Sicherung der Meinungsvielfalt sowie die zeitgemäße Medienregulierung“. Wie er die Radiodigitalisierung anpackt bleibt abzuwarten.
Krebs begann 2004 bei der NLM und war zuletzt Leiter der Rechtsabteilung und seit 2015 Stellvertreter des Direktors. Er übernahm zum Monatswechsel von Andreas Fischer, der nach 26 Jahren bei der NLM und zehn Jahren als Direktor in den Ruhestand ging.
Der Volljurist Krebs konnte sich bei der Wahl laut einem Bericht gegen einen RTL-Manager durchgesetzt. Dessen Wahl hätte sicherlich einige Kritik ausgelöst - nach der Wahl einer CDU-Politikerin an die Spitzer der Saar-Anstalt und des RTL-Cheflobbyisten Tobias Schmid als Direktor der NRW-Medienanstalt sowie dem Ärger um die Besetzung der SLM-Geschäftsführung.
Quelle: Presseinfo der NLM vom 3.8., Bericht der Medienkorrespondenz vom 1.3. | Hintergrund: Chefposten der Medienanstalten.
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3.8.2020 • Luxemburg: DAB+-Mux mit internationaler Belegung? (!)
Der Luxemburger Sendedienstleister Broadcast Center Europe (BCE) will seine nach DAB+-Tests 2018/2019 brachliegenden DAB+-Anlagen refinanzieren. Schon seit dem Winter werde laut dem Digitalradiobüro Deutschland ein Mieter gesucht, der einen eigenen DAB+-Multiplex verbreiten will.
Interessenten winke die RTL-Tochter mit der ungewöhnlich hohen Sendeleistung von je 50 kW im Block 7D, heißt es in einer weiteren Meldung. Für das Großherzogtum ist die dadurch mögliche Reichweite von bis zu 70 km im Umkreis der Standorte Dudelange und Hosingen zu viel. Zur Zeit ist ohnehin kein Luxemburger Sendestandort für DAB+ koordiniert.
Spekuliert wird nun, dass RTL seine beiden Sender ins Sendeboot bringen wolle. Für das in luxemburgisch sendende RTL Radio Lëtzebuerg macht das Sinn. Das deutschsprachige RTL Radio (Ex: Radio Luxemburg) wurde aber gerade im Bundesmux2 untergebracht. Programme aus Nachbarländern müssten also die Wirtschaftlichkeit sichern. Für wen das Sinn macht, bleibt angesichts des DAB+-Ausbaus in Belgien, Frankreich und Deutschland offen. Denn das Luxemburger Sende-Engagement würde nur den Norden des Saarlandes abdecken. Nachdem der Saar-Privatmux letztlich wegen der zu geringen Abdeckung im Frühjahr scheiterte, dürfte eine solche Teillösung kaum Freunde finden. Ein Anbieter hatte daraufhin ein lokales Lowpower-Projekt vorgeschlagen.
Nachtrag : dehnmedia-Anfragen zum Status des Saar-Multiplexes wurden von der Saar-Medienanstalt nicht beantwortet.
Quellen: Infos des Digitalradiobüros vom 20.7., 20.2.; Meldung von teltarif vom 26.7. | Hintergrund: DAB+ international.
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1.8.2020 • Digitalradio: B2-Schlagerradio jetzt auch in Lübeck digital
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Schlagerradio B2 wurde nach eigenen Informationen jetzt auch für das Lübecker Pilotprojekt aufgeschaltet. Es handelt sich um das siebte Programm im Block 9D.
Nachdem der Berliner Sender im zweiten Bundesmux nicht vertreten ist, scheint sich dort weiter auf gezielte regionale DAB+-Engagements zu orientieren. Äußerungen zu einem möglichen Einstieg auch im Kieler Multiplex liegen aber nicht vor. Beide Stadt-Muxe werden als Pilotprojekt zunächst bis Ende 2022 betrieben. Radio B2 ist in Berlin/Brandenburg, in Bremen/Bremerhaven, Hamburg, den beiden Hessen-Regionen sowie in Baden-Württemberg und im Stadtsender Freiberg/Sachsen auf DAB+ vertreten und belegt in Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern 13 UKW-Frequenzen.
Quelle: Info von Radio B2 vom 30.7. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Schleswig-Holstein.
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1.8.2020 • Digitalradio: Bundesmux2 - die Aufsteiger
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Vier der acht bekannten Privatradios im zweiten DAB+-Bundesmux sind bereits auf DAB+ aktiv. Um doppelte Kosten zu vermeiden werden sie ihre regionalen bzw. landesweiten Multiplexe verlassen, sobald der Bundesmux 2 deren Empfangsgebiete versorgt.
Mit ersten dieser Abschaltungen ist schon frühzeitig nach dem für den 1. Oktober angekündigten Sendestart zu rechnen. Nach bisherigem Informationsstand sollen bis zum Jahresende rund 67 Mio. Einwohner bzw. 83 Prozent der Bevölkerung über rund 70 Sendeanlagen versorgt sein. Die frei werdenden Ressourcen können neu belegt werden, wenn die Programmveranstalter ihre Sendelizenzen zurück gegeben haben.
Perspektivisch wären diese Programmplätze neu zu belegen:

Sender Bundesland Mux(e) Block(s) Bemerkungen

Bayern BR landesw. 11D Belegung gemäß Landesmedienrecht.
Hessen Privat 12C, 6A Neubesetzung im Rahmen der laufenden Ausschreibung.
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin/Brandenb.
Hessen
Privat
BR regional
Privat
Privat
11B
6 Muxe
12D
12C, 6A
Belegung gemäß Landesmedienrecht.
Belegung gemäß Landesmedienrecht.
evtl. Nachrücker aus der aktuellen Ausschreibung.
Neubesetzung im Rahmen der laufenden Ausschreibung.
Bayern
Hessen
BR regional
Privat
6 Muxe
12C, 6A
Belegung gemäß Landesmedienrecht.
Neubesetzung im Rahmen der laufenden Ausschreibung.

Abhängig vom Medienrecht des jeweiligen Bundeslandes sind (neue) Ausschreibungen also nicht unbedingt erforderlich.
Absolut Digital könnte auch seinen Bundesmux-1-Sender Absolut Relax in den neuen Multiplex wechseln lassen, um alle eigenen Programme unter einem wirtschaftlichen Dach zu haben - das Unternehmen ist ja am Plattformbetreiber Antenne Deutschland beteiligt. Für einen der beim Mux2 nicht berücksichtigten Interessenten wäre das eine zweite (und letzte) Chance den angestrebten nationalen Platz - nun im Mux1 - zu ergattern.
Quelle: Eigene Recherchen | Hintergrund: Programme und mehr zum Bundesmux 2.
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1.8.2020 • Österreich: Erste Hörerzahlen für DAB+
Österreichs DAB+-only Sender Rock Antenne, Jö.Live (Rewe-Gruppe) und das auch auf UKW vertretene Klassik Radio haben eine Tagesreichweite von 0,3 Prozent; der Arabella-Ableger Relax rangiert bei 0,1 Prozent. Das geht aus den aktuellen Radiotest-Zahlen hervor. Das Pendant der deutschen Radio-MA erfasste im 2. Halbjahr 2019 erstmals die DAB+-Nutzung. In der Hauptzielgruppe (14- 49 Jahre) schalten von Montag bis Sonntag 17.000 Hörer Rockantenne ein.
Diese niedrigen Zahlen für das Nachbarland (knapp 9 Mio. Einwohner) sind ein Anfang. Der nationale Multiplex ist erst seit dem 28. Mai 2019 auf Sendung und war zur Datenerhebung noch neu im Radioangebot. Rockantenne-Chef Guy Fränkel erwartet einen Schub durch die kommende Digitaltuner-Pflicht.
Die Österreicher hören insgesamt täglich rund 200 (plus 5) Minuten Radio, in der Hauptzielgruppe werden rind 70,6 (minus 2,1) Prozent erreicht. Unerwartet wenig wird Radio in Wien gehört. Der Gesamtwert dort liegt bei 63,7 (minus 1,4) Prozent, bei den 14- 49jährigen gar bei nur 55,4 (minus 2,4) Prozent. Unter dem Strich kann der ORF steigenden Zuspruch mit einem Anstieg des Marktanteils von 72 auf 74 Prozent melden. Für die Privatradios bleiben also rund 25 Prozent.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 31.7. | Hintergrund: DAB+ in Österreich national und für Wien.



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