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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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14.10.2021 • Digitalradio: Thüringen-Mux kurz vor dem Sendestart
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Noch im Oktober dieses Jahres“ soll der landesweite Thüringen-Mux der Privatradios auf Sendung gehen. Das teilt die Versammlung der Medienanstalt TLM nach einem Gespräch mit Martina Rutenbeck vom Plattformbetreiber Divicon Media mit. Es bleibt zum Senderstart bei den beiden Senderstandorten Erfurt (Chamissostr., 2 kW) und Weimar (Ettersberg, 10 kW) im Block 12B. Über Weiteres wurde nicht informiert.
Quelle: Presseinfo der TLM vom 13.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios Thüringen.
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14.10.2021 • Unterhaltungselektronik: Fernseher um 20 Prozent teurer
gfu Im 3. Quartal stellt der Industrieverband gfu „stabile Umsätze“ mit Fernsehern trotz erheblich gesunkener Stückzahlen als erfreulich heraus.
Im Q3/2021 haben Verbraucher demnach 884 Mio. Euro (+0,7 Prozent) für Fernseher ausgegeben. Dass der Absatz nach Stückzahlen um satte 16 Prozent auf 1,3 Mio. Geräte eingebrochen ist verweist auf Preissteigerungen: Der Durchschnittspreis aller TV-Produkte stieg von 588 Euro (Q3/2020) um knapp 20 Prozent auf 702 Euro. Große Fernseher (ab 65 Zoll Diagonale) waren am Umsatz mit 39 Prozent (+10,4 Prozent),
Grafik: gfu, klickbar.
an der Stückzahl mit nur 21 Prozent beteiligt. In diesem Bereich wurde der durchschnittliche Verkaufspreis um 9 Prozent auf 1.300 Euro gesteigert. Die Angaben basieren auf dem Marktindex Hemix.
Deutsche TV-Plattform Logo ab 2009 Auch der Branchenverband Deutsche TV-Plattform propagiert heute unter Verweis auf Marktzahlen der GfK „positive“ Trends. So seien von Januar bis September 4 Mio. (2020: 4,1 Mio.) Fernseher gehandelt worden. Der Anteil der SmartTVs in den Haushalten sei um 4 auf 93 Prozent, der von UltraHD-Fernsehern auf 75 Prozent gestiegen. Von letzteren unterstützten 79 Prozent neben den statischen auch neuere dynamische HDR-Verfahren.
Quelle: Presseinfos von gfu, TV-Plattform vom 14.10.
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14.10.2021 • Digitalradio: Noxx - erste Ankündigung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der wahrscheinlich Anfang November erfolgende Start des NRW-Landesmuxes wirft seine Schatten voraus. Laut Berichten will RadioNRW seine für die Lokalradios produzierte Nachtschiene Noxx nun zum DAB+-Vollprogramm aufwerten. In Eigenaussagen verspricht Radio NRW, die Musik „von echten Menschen für echte Menschen ohne Algorithmus“ zu gestalten. Eine erste Bewertung sieht dieses Konzept als Gegenpol zu EgoFM, dessen Start im NRW-Mux ebenfalls angekündigt ist.
Quelle: Meldung von satnews vom 14.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios NRW.
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14.10.2021 • Digitalradio: DAB+ hilft Satelliten bei der Ortung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Daten eines Navigationsprojektes des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie laufen derzeit im Bundesmux 1 mit. Media Broadcast stellt dafür 8k Bit/s bereit. Korrekturdaten helfen, die Genauigkeit von satellitenbasierten Positionsbestimmungen von 10 Metern auf 10 Zentimeter zu erhöhen.
Satellitenbasierte Positionsbestimmungen setzen auf die zusätzliche Auswertung von Navigationssignalen an Referenzstationen auf. Diese Daten werden auf verschiedene Störfaktoren überprüft und Korrekturen errechnet. Die Korrekturdaten kommen mit geringer Verzögerung über DAB+ zu den Empfängern. Aus den empfangenen Sat-Daten und den Korrekturdaten wird im Empfangsgerät die genauere Position errechnet.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 13.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios Bayern.
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13.10.2021 • Digitalradio: Zwei neue Senderstandorte für die BR-Muxe
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Bayerische Rundfunk hat heute in Ostheim vor der Rhön und in Zeil am Main neue Senderstandorte für seine DAB+-Programme in Betrieb genommen. „Dadurch werden die beiden Orte und die nähere Umgebung künftig sehr viel besser mit DAB+ versorgt - auch der Empfang in Gebäuden und in Tallagen verbessert sich deutlich“, teilt der BR weiter mit.
Der bayernweite Block 11D (mit dem Privatradio Antenne Bayern) erreicht nunmehr 94,6 Prozent der Bayern mobil bzw. 95,6 Prozent indoor. Die derzeit 74 Senderstandorte versorgen zudem das gesamte Autobahnnetz im Freistaat. Im zugleich aufgeschalteten Unterfranken-Mux des BR (Block 10A) kommen auch vier private Radios zu ihrer Hörerschaft.
Nach vorheriger Mitteilung des BR werden bis Jahresende noch die Standorte Volkach (Unterfranken), Schönsee (Oberpfalz) und Vilsbiburg (Niederbayern) ans Netz gebracht; dann nutzt der landesweite Block 11D 77 Senderanlagen.
Quelle: Meldung von infosat vom 13.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios Bayern.
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13.10.2021 • Frankreich: „Metropolen“-Muxe erweitern DAB+-Angebot
Seit gestern werden Autofahrer auf der viel genutzten Autobahnroute von Paris über Lyon nach Marseille mit 25 überregionalen DAB+-Radioprogrammen begleitet. Neben den 6 Stationen von Radio France (AG in Staatseigentum) und 16 bekannten überregionalen Privatsendern gingen auch drei DAB+-exklusive Radios auf Sendung. Die beiden Muxe werden - trotz des der Ausrichtung der 25 Programme nach nationalen Charakters - offziell als „Metropolen“-Muxe bezeichnet, weil es in Frankreich derzeit keine Anzeichen für mehr als eine Erweiterung dieser Sendenetze von Paris nach Norden und im Süden bis Nizza gibt.
Gleichzeitig wird das Angebot längs der AB-Trasse um regionale Multiplexe für Avignon (25 Stationen), Dijon (26) und Toulon (26) erweitert. Bis Jahresende sollen weitere fünf Regionen DAB+-Muxe bekommen. Je zehn weitere Gebiete sind für das erste und zweite
Die DAB+-Versorgung in Frankreich, Stand 10/2021.
Grafik: CSA, klickbar.
Halbjahr 2022 angekündigt. Aus landesweitem Blick soll 2022 die Versorgung von 50 Prozent der Franzosen gewährleistet werden.
World DAB sieht die Metroplen-Muxe als „entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung von DAB – nicht nur für Frankreich, sondern für ganz Europa“, so der Präsident des Lobbyverbandes Patrick Hannon. Dies biete - zusammen mit dem Inkrafttreten der Hybridtunerpflicht für Frankreich am 28. Mai - große Wachstumspotenziale für den Receivermarkt.
Der Chiphersteller Frontier geht davon aus, dass der Geräteabsatz in Frankreich noch in diesem Jahr um 50 Prozent gegenüber 2020 steigt. Frontier hat nach eigenen Angaben bislang 50 Mio. DAB/DAB+-Module an Radiohersteller für alle Märkte geliefert.
Quellen: Presseinfo von Frontier vom 12.10., Sendenetz, Zeitplan des Netzausbaus | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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12.10.2021 • Digitalradio: Landesweite Privatradios für Bayern?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auf seiner nächsten Sitzung am 21. Oktober wird sich der Medienrat der BLM möglicherweise mit dem Ende 2020 angestoßenen bayernweiten DAB+-Mux für Privatradios befassen.
Indiz dafür ist TOP 8 im Hörfunkausschusses vom 7. Oktober , der Entscheidungen aller Medienräte vorbereitet. Besprochen wurde der Bericht über einen „Testbetrieb DAB-Kanal 10D“. Dieser Block ist mit mehr als 40 Senderstandorten bereits für eine landesweite Nutzung koordiniert. Die BLM hatte zuvor Anhörungen zu einem Landesmux für den Herbst 2021 angekündigt. In Bayern sind derzeit nur fünf Privatradios aufgrund eines Abkommens der Medienanstalt mit dem BR digital in der Luft: Eines im landesweiten BR-Mux und vier weitere über dessen sechs Regionalnetze.
Der Hörfunkaussschuß hatte auch die bundesweite Zulassung des neuen Antenne Bayern-Ablegers Oldie Antenne auf seiner Tagesordnung.
Quellen: Agenda des BLM-Hörfunkausschusses vom 7.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios Bayern.
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12.10.2021 • Digitalradio: HR schaltet im äußersten Norden auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Hessische Rundfunk teilt heute die Inbetriebnahme der Sendeanlage Holzminden-Neuhaus mit. Vom 15. Senderstandort im DAB+-Netz aus wird der Empfang des Blocks 7B mit den 6 HR-Programmen an der hessischen Nordgrenze rund um Bad Karlshafen im Dreiländereck von Hessen, Niedersachsen und NRW erstmals möglich bzw. verbessert. Der HR gibt die aktuelle Reichweite seiner DAB+-Versorgung jetzt mit rund 97 Prozent in der Fläche (mobil) bzw. gut 88 Prozent innerhalb von Gebäuden an. Nach früheren Informationen könnte auch mit einer Aufschaltung am Standort Hohe Wurzel zu rechnen sein; dort hatte der HR die Errichtung einer neuen Antenne beauftragt.
Quellen: Presseinfo des HR vom 12.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Hessen.
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11.10.2021 • Digitalradio: Verein kündigt Vorweihnachtskampagne an
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wie jedes Jahr werden die ARD, Deutschlandradio, Privatsender und weitere Mitglieder des Vereins Digitalradio Deutschland DAB+ auch 2021 vor dem Weihnachtsgeschäft national und crossmedial bewerben. Die Kampagne vom 22.November bis 5. Dezember steht unter dem Thema „Hör, was du willst, aber hör es richtig. Mit der neuen Generation Radio.“
Ausgangspunkt sind „die starke Dynamik von DAB+, das bei Nutzung, Verbreitung und Haushaltsdurchdringung Zuwächse von bis zu 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.“ Rund 21 Mio. DAB+ Radios wurden bisher verkauft, so dass man annehmen kann, dass jeder vierte Haushalt ein Gerät besitzt. Ob das Programmangebot freilich schon „in den nächsten Wochen“ (regional abhängig) auf „rund 300“ Stationen steigt, wie der Verein erklärt, bleibt abzuwarten.
Eingesetzt werden TV-Spots im Ersten und den Dritten ARD-Programmen, bundesweit ausgestrahlte Radiospots und Programmtrailer im öffentlich-rechtlichen und privaten Hörfunk. Bildmotive für Print und Social Media stehen bereit. Und wieder werden Schulungen für 2.200 Mitarbeitende im Elektrohandel angekündigt.
Quellen: Presseinfo von DAB+ Büro vom 11.10. | Hintergrund: DAB+.
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8.10.2021 • Digitalradio: 4 Small Scale-Gebiete in RLP ausgeschrieben
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die kürzliche Ankündigung einer Ausschreibung für Rheinland-Pfalz erweist sich als groß angelegtes Versuchspaket für vier Regionen mit kostengünstiger Open Source-Technik á la Bad Kreuznach. Die Versuche sollen zeigen, „wie ein regulärer Betrieb von landesweiten DAB+-Versorgungen mittels weitest gehendem Einsatz von Open Source Software und handelsüblicher Hardware zuverlässig und kostengünstig durchgeführt werden kann“, begründet die MA RLP das Konzept.
Die für sie zu hohen Investitions- und Betriebskosten der üblichen DAB+-Sendetechnik seien für die Radioveranstalter „bislang ein maßgebliches Hemmnis“ gewesen. Daher können „gerade die regionalen bzw. lokalen rheinland-pfälzischen Hörfunkprogramme trotz ihres relevanten Informations- und Vielfaltsbeitrags derzeit noch nicht auf diesem Wege empfangen werden“, so die MA RLP. Dem Problem soll also mit SDR-Technik begegnet werden.
Die Laufzeit für die vier Versorgungsgebiete Koblenz, Trier, Rheinhessen und Pfalz beträgt fünf Jahre. Der Einstieg des/der Plattformbetreiber/s unterliegt allerdings handfesten Auflagen: Schon „unmittelbar nach Lizenzierung“ und der Frequenzzuteilung durch BNetzA soll der Netzaufbau begonnen werden, wobei in den Regionen Koblenz, Trier, Mainz, Kaiserslautern und Ludwigshafen „innerhalb von 15 Monaten“ 70 Prozent der Bevölkerung indoor zu versorgen sind. Die Ausschreibung verweist auch auf Mehrsendernetzwerke (SFN). Dass die lokalen UKW-Radios der jeweiligen Regionalnetze und später für die Versuche zugelassene Sender „zu angemessenen Bedingungen“ einzubeziehen sind, ist wohl klar.
Bis zum 8. November werden interessierte Plattformbetreiber gesucht. Eine Entscheidung wird schon am 6. Dezember in Aussicht gestellt.
Quellen: Presseinfo, Ausschreibung der MA RLP vom 8.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios, SDR in Rheinland-Pfalz.
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8.10.2021 • Frequenzen: D-Radio verzichtet auf 4 weitere UKW-Standorte
Terrestrik Am 31. Oktober wird Deutschlandradio auf weitere vier UKW-Senderstandorte verzichten. Vor Ort können die betroffenen Stationen Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur samt den Schwesterstationen Deutschlandfunk Nova und Dokumente&Debatten im nationalen DAB+-Mux 1 empfangen werden.
Konkret genannt werden die analoge Verbreitung von Deutschlandfunk in den baden-württembergischen Regionen Esslingen, Göppingen und Kirchheim sowie die UKW-Frequenz von Deutschlandfunk Kultur in Geislingen. Das Digitalradiobüro unterstützt das mit Info-Veranstaltungen vor Ort.
Erstmals hatte die öffentlich-rechtliche Radiofamilie schon Ende September 2018 auf UKW-Standorte verzichtet. Nicht ausdrücklich kommuniziert wurde die Abschaltung von vier Standorten in Bayern und einem in Hessen am 30. Juni.
Deutschlandradio entspricht damit der Forderung der KEF, die Verbreitungskosten für UKW drastisch zu reduzieren. „DAB+ stellt für Deutschlandradio die einzige Möglichkeit dar, seinen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen und das große Programmangebot tatsächlich bundesweit verfügbar zu machen“, ergänzt Intendant Stefan Raue.
Quelle: Presseinfo von D-Radio vom 8.10., dabplus.de, DLR-Frequenzen | Hintergrund: DAB+ national in Baden-Württemberg.
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7.10.2021 • Frankreich: Vor dem Start der Metropolen-Multiplexe
Die beiden als Metropolen-Multiplexe bezeichneten DAB+-Ensemble gehen am 12. Oktober auf Sendung. Das bestätigt Frankreichs Medienbehörde CSA.
Zwar handelt es sich um nationale Programmangebote. Gleichwohl werden die 25 Programme - 16 bekannte und 3 DAB+-exklusive private sowie 6 öffentliche Radios) zunächst nur längs der hochfrequentierten Nord-Süd-Autobahnachse Paris-Lyon-Marseille auf Sendung gehen.
Gleichentags bekommen Avignon (25 Stationen) und Dijon (26) regionale Multiplexe. In Toulon soll ein zweiter Mux das Angebot auf 26 Programme verdoppeln.
Bis 2022 sollen laut CSA 50 Prozent der französischen Bevölkerung mit DAB+ versorgt sein.
Die Programme der Metropolen-Muxe.
Grafik: CSA, klickbar.
Quelle: Presseinfo der CSA vom 6.10. | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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7.10.2021 • Südtirol: Umstellung auf DVB-T2 HD beginnt
Antennenzuschauer in Südtirol müssen in diesem Monat mit Umstellungen der Sendefrequenzen des terrestrischen Fernsehens rechnen und einen Suchlauf durchführen. Dies hängt mit der Einführung von HDTV bzw. der Abschaltung von SDTV-Ausstrahlungen zusammen. Das teilt der öffentlich-rechtliche Netzbetreiber RAS der deutschsprachigen Italien-Provinz mit.
Am 20. Oktober werden die HDTV-Kanäle bei der Gelegenheit zunächst vom MPEG-2 auf die neuere MPEG-4 Kodierung umgestellt. Das schafft Platz für neue Programme, darunter ZDFneo und ORF Sport+. Die Ausstrahlung in der schlechteren SD-Bildauflösung wird zugleich beendet. Die Umschaltungen erfolgen regional in zehn Schritten bis zum 4. November.
Die nationalen Kanäle werden im Januar 2022 umgestellt. Auch die anderen Plattformanbieter RAI und Mediaset steigen auf HDTV, jedoch erfolgen die letzten SD-Abschaltungen dort erst im März 2022.
Letzter Schritt des Szenarios ist die Umschaltung des Kodecs von MPEG-4 auf das erstmals in Deutschland genutzte HEVC Main 10. Diesen Standard unterstützen Fernseher bis Modelljahr 2018 nicht unbedingt. Daher wird der TV-Neukauf mittels einer staatlichen Verschrottungsprämie („Bonus TV Rottamazione“) von 100 Euro gefördert. Zusätzliche 30 Euro stellt die Regierung Familien mit einem ISEE-Einkommen unter 20.000 Euro zur Verfügung („Bonus TV-Decoder“).
Die Abschaltungen erfolgen, nachdem im Juli/August die HDTV-Programme auf- bzw. auf Ausweichkanälen umgeschaltet wurden. Wie überall in Europa werden mit der Einführung von DVB-T2 HD auch in ganz Italien bis 2023 Frequenzen zugunsten des 5G-Mobilfunks freigegeben, begründet RAS die Maßnahmen.
Quelle: Presseinfo von RAS vom 5.10. | Hintergrund: DAB+ in Italien.
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6.10.2021 • Digitalradio: Erste NRW-Senderstandorte vor Übergabe
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der für Ende Oktober angekündigte Sendestart des landesweiten Privatmuxes NRW rückt näher. Heute gibt die Sendetechnik-Firma Divicon Media eine Info zum Stand ihres Anteils an den geplanten 15 Senderstandorten.
Auf die heutige technische Übergabe des ersten Senderstandorts Herscheid folgen „bis zum 20. Oktober die Standorte Siegen Süd, Minden, Bielefeld, Eggegebirge, Dortmund und Hochsauerland“. Ihren Anteil am Netzaufbau schließt die Firma 2022 mit Luegde Rischenau.
Im Zuge eines bisher einmaligen Deals der drei Sendetechnik-Unternehmen wurden die 15 Senderstandorte zwischen Divicon Media und Uplink Network verteilt. Im Auftrag ds Plattform-Betreibers, der Media Broadcast-Tochter Audio.Digital NRW, sorgen beide Wettbewerber für den Aufbau, den Betrieb und das Monitoring „ihrer“ Sendeanlagen.
Quelle: Presseinfo von Divicon vom 6.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Nordrhein-Westfalen.
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6.10.2021 • Digitalradio: DAB+ jetzt auch von Spiesen zu empfangen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Saarländische Rundfunk hat laut Berichten schon am 30. September den vor über einem Jahr für Anfang 2021 angekündigten Senderstandort Spiesen in Betrieb genommen. Der DAB+-Mux der Sendeanstalt wird von dort aus im Block 9A mit maximal 5 kW Sendeleistung verbreitet. Laut früheren Ankündigungen des SR wird damit der Netzausbau beendet. Aktuelle Informationen des SR liegen bislang nicht vor.
Quelle: ukwtv.de vom 6.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios im Saarland.
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6.10.2021 • Digitalradio: DAB+ auch landesweit und regional für Sachsen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Medienrat der Medienanstalt SLM will Ende des Monats vier Ausschreibungen für DAB+-Multiplexe im Freistaat veröffentlichen. Neben einem landesweiten Ensemble sollen drei regionale Multiplexe zusammen eine landesweite Bedeckung ergeben. Darüberhinaus ist eine weitere lokale Versorgung im Plan. Für alle Multiplexe steht die volle Kapazität zur Disposition - also jeweils 864 CU für maximal 16 Stationen. Die geplanten regionalen und lokalen Versorgungen orientieren sich an folgenden Gebieten:
Leipzig und die Landkreise Leipzig und Nordsachsen umfasst.
Chemnitz mit den Landkreisen Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Vogtlandkreis und Zwickau.
Dresden mit den Landkreisen Bautzen, Oberlausitz, Meißen und Sächsische Schweiz Osterzgebirge.
Dresden samt näherer Umgebung bekommt außerdem eine lokale Bedeckung.
Die SLM erwartet 24stündige Programme, die sich auch für mehrere Gebiete bewerben können. Vorrang bei einer Auswahlentscheidungen haben Programme aus dem Bundesland oder solche, die „einen signifikanten Anteil redaktioneller Beiträge über das jeweilige Verbreitungsgebiet enthalten“. Zulassungen werden für acht oder zehn Jahre vergeben. Die Frequenzen sind noch nicht bekannt, so die SLM auf Anfrage.
Der SLM geht es um „zusätzliche Versorgungen“, teilt die SLM auf Anfrage von dehnmedia mit. „Die aktuell anstehende Ausschreibung hat daher keinerlei Einfluss auf die bereits bestehenden lokalen DAB+-Kapazitäten am Standort Leipzig.“ Gleichwohl wäre die Perspektive des Leipziger Lokalmuxes völlig offen, wenn z.B. eine größere Zahl Programme in den neuen Mux wechseln würde.
Der Beschluß kommt genau ein Jahr nach den zehn Programm-Zulassungen für den Small Scale-Multiplex Chemnitz, der immer noch nicht sendet. Wie im Januar und April verweist die SLM dazu auf die Zuständigkeit der Bundesnetzagentur für Frequenzzuteilungen.
Trotz der ausgezeichneten Haushaltsausstattung in Deutschland (30,2 Prozent laut Digitalisierungsbericht 2021) wird in Sachsen bisher nur R.SA überregional mittels DAB+ („Gast“ im MDR-Mux) verbreitet. Mit Small Scale-Multiplexen für Leipzig und Freiberg hatte Sachsen Marken in der DAB+-Landschaft gesetzt.
Nachtrag : Zur Situation des Chemnitzer Small Scale-Multiplexes teit BNetzA auf Anfrage mit, dort „besteht derzeit noch keine Zuteilungsreife“.
Quelle: Eigene Recherche, Presseinfo der SLM vom 5.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios, Small Scale in Sachsen.
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5.10.2021 • Digitalradio: Bekommt Rheinland-Pfalz eine DAB+-Plattform?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Versammlung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz hat am 8. Oktober die „Durchführung eines Versuchs mit DAB+: 'Rheinland-Pfalz regional'; Ausschreibung“ als Punkt 6 auf der Tagesordnung. Das bestätigt die Pressestelle der MA RLP auf Anfrage von dehnmedia.
Hintergrund dürften die Bemühungen aus der Branche um regionale DAB+-Multiplexe sein. Erst im Juni hatten Antenne Mainz und die Radio Group die gemeinsame Digitalplattform der lokalen Rundfunkanbieter in RLP GmbH gegründet. Geschäftsführer sind die Chefs der beiden Radiofirmen Vittorio Nobile (Antenne Mainz) und Stephan Schwenk (The Radio Group). Sitz ist bei der Radio Group-Tochter Funkhaus Saar in Kaiserslautern.
Im Handelsregister Kaiserslautern wurde unter HRB 33218 der Geschäftszweck so eingetragen: „Installation, Betrieb, Entwicklung und Vermarktung im technisch-organisatorischen Bereich der Content-Distribution (DAB+-Plattformbetrieb, Betrieb von UKW-Sendern, Audio-/Video-Streaming, Internetverbindungen, drahtgebundene und drahtlose Übertragungstechniken), insbesondere zur Sicherung des lokalen Rundfunks in Rheinland-Pfalz“.
Welche strategischen Gesichtspunkte die Medienanstalt damit verbindet, bleibt bis zur Entscheidung der Versammlung ebenso offen wie die Frage nach den Frequenzen. 2018 wurde eine landesweite regionalisierbare Frequenzstruktur für die Großräume Großräume Koblenz, Trier, Rheinhessen, Westpfalz und Rheinpfalz samt den Kosten für verschiedene Netzkombinationen mit 17 oder 18 Senderstandorten vorgestellt. Die gesamten Verbreitungskosten wurden mit rund 2,3 Mio. Euro nach damaligen Preisen angegeben. Eine solche Struktur könnte nach bayerischem Vorbild geeignet sein, regionale Programme mit landesweit oder überregional interessierten zusammenzubringen. Das wäre für die Finanzierung wichtig. Ein anderes Denkmodell wären einzelne regionale Inseln nach dem Vorbild des Small Scale-Projektes Bad Kreuznach.
Im Bundesland senden bisher RPR1, BigFM und Rockland Radio seit 2012 landesweit parallel zu UKW auch auf DAB+. Das ist aufgrund der
Eine BMT-Studie schlug 2018 fünf Regionalnetze vor und ...
... rechnete Varianten der regionalen Nutzung durch.
Grafiken: MA RLP/BMT (klickbar).
Definition als Mischensemble im Verhältnis 3:1 und der Kooperation mit dem SWR möglich. Die Radio Group betreibt 10 UKW-Lokalsender im Bundesland und lässt Antenne Kreuznach im dortigen DAB+-Lokalmux verbreiten. Antenne Mainz ist im hessischen DAB+-Ensemble Rhein/Main dabei.
Quelle: Eigene Recherche, HRB-Eintrag | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Rheinland-Pfalz.
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4.10.2021 • Digitalradio: SWR baut Sendenetz weiter aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR nimmt morgen einen neuen Sender für seinen Baden-Württemberger Süd-Mux (Block 8D) in Betrieb. Vom Standort Reifersberg aus wird die Versorgung in den Landkreisen Sigmaringen (Mengen, Bad Saulgau), Biberach (Riedlingen, Ertingen, Bad Buchau), Reutlingen (Pfronstetten, Hayingen, Zwiefalten) und im südlichen Alb-Donau-Kreis (Obermarchtal, Munderkingen, Ehingen) verbessert, so der SWR.
Quelle: Info des SWR vom 4.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Baden-Württemberg.
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1.10.2021 • Österreich: Lulu.FM bald für Wiens LGBTIQ-Community
Fünf Jahre nach dem Beginn des Sendebetriebes mit DAB+ am 1. Oktober 2016 sieht Lulu.FM der internationalen Ausdehnung entgegen. „Ab November“ wird das Radio für die queere Community auch in Wien und Teilen Niederösterreichs zu hören sein. In dem Verbreitungsgebiet können derzeit rund 500.000 Einwohner erreicht werden, so der Veranstalter. Zunächst wird aus dem Kölner Studio gesendet. Ab 2022 seien regionale Inhalte geplant, die nur für Wien ausgestrahlt werden, kündigt der Veranstalter an.
Nachtrag : Wie weiter mitgeteilt wird, soll eine neue astrologische Datingshow in Wien und im angekündigten Fenster bei Kulthitradio NRW gesendet.
Quelle: Presseinfos von Lulu zu Wien und Datingshow vom 1.10. | Hintergrund: DAB+ in Wien.
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1.10.2021 • Digitalradio: Feldtest-Projekt mit „Rebranding“
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Kommunikationslöcher während der Katastrophen in Rheinland-Pfalz und NRW geben zu denken. Der Rundfunk, analog wie digital, schnitt dabei zwar gut ab. Was aber, wenn die übliche Zuführung der Programme zu den Sendeanlagen zusammenbricht? Diese Lücke soll „Rebranding“ füllen. Ein Test läuft im Raum Hannover.
Die Idee ist relativ logisch und einfach: Fällt etwa an einem oder mehreren Senderstandorten die normale Zulieferung des DAB+-Signals aus wird es am nächstgelegenen funktionierenden Standort auf eine andere Frequenz umgesetzt und kann von benachbarten Senderstandorten übernommen und auf einer neuen Frequenz gesendet und dem nächsten Nachbarn bereitgestellt werden. Das soll eine flächendeckende Versorgung mit DAB+ gewährleisten, auch wenn Vieles zusammenbricht, heißt es in einer Kurzdarstellung.
Das Konzept setzt eine „service follow“-Funktion im Empfangsgerät voraus, die bei Signalverlust die eingeschaltete Station auf einer anderen Frequenz sucht. Daher können Hersteller und Entwickler das Zusamenspiel mit ihren Produkten testen.
Für den Feldversuch in Hannover wird eine Musikschleife mit Hinweis auf den besonderen Charakter der Übertragung von den Standorten Hemmingen (Block 5A, 40W) und Uni-Hochhaus (Block 7C, 10W) im Hannoveraner Stadtgebiet ausgestrahlt.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ und Katastrophenschutz.
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1.10.2021 • Österreich: Call for Interest zur Weiterentwicklung von DAB+
Die österreichische Medienbehörde KommAustria hat eine „Interessenerhebung zur bundesweiten, lokalen und regionalen drahtlosen terrestrischen Verbreitung von Programmen über DAB+“ ausgerufen. Antworten aus der Branche werden bis zum 28. Oktober angenommen.
Die Perspektiven von DAB+ sind aussichtsreich, stellt das Papier heraus: „Nach wie vor zeigen europäische Entwicklungen hinsichtlich eines terrestrischen Übertragungsstandards keine anderen gleichwertigen Alternativen zur Verbreitung von terrestrischen Hörfunk auf“, heißt es dort. „Ob und inwieweit 5G-Broadcast für den terrestrischen Hörfunk – anders als für das terrestrische Fernsehen – eine Alternative für DAB+ darstellt, lässt sich aus Sicht der KommAustria derzeit noch nicht abschließend abschätzen.“
Der Aufruf ergibt sich aus dem Strategiepapier Digitalisierungskonzept 2021 der Behörde. Ziel sei es u.a., das digitalterrestrische Radioangebot zu vergrößern und UKW-Veranstaltern den Umstieg auf DAB+ zu ermöglichen. KommAustria erwartet Aufschlüsse über die Interessenlage in der Branche, den Bedarf an Frequenzen und Einschätzungen zur Perspektive von DAB+ sowie über die Finanzierungsmöglichkeiten. Fördermittel stehen nur in geringem Umfang zur Verfügung. Abhängig
Die klickbare RTR-Karte zeigt 21 Versorgungsgebiete des Netzkonzepts.
vom Ergebnis könnte die bisher nur für Wien genutzte - regionalisierbar konzipierte nationale - Bedeckung erweitert werden. Auch eine zweite bundesweite Bedeckung sei möglich, heißt es. Eine Ausschreibung wird bei Bedarf im 3. Quartal 2022 in Aussicht gestellt.
Nach Angaben des Digitalradiovereins hören 12 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage mehrmals im Monat DAB+; Zugang zu Empfängern haben 20 Prozent der Bevölkerung. Im Nachbarland sind laut KommAustria derzeit drei private und fünf ORF-Radios national über UKW auf Sendung; weitere 15 Programme werden als Regionalradios bezeichnet. Ausserdem sind 59 lokale und regionale UKW-Stationen zugelassen.
Quelle: Ausschreibung von KommAustria vom 30.9., Digitalisierungskonzept 2021 vom 15.6. mit Frequenzlisten.
Hintergrund: DAB+ in Österreich national.
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1.10.2021 • Digitalradio: Offiziell - Aida Radio ab Montag im Bundesmux 2
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Aida Radio testet inzwischen im zweiten nationalen DAB+-Mux. Der offizielle Start wird für Montag, 8 Uhr, angekündigt.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: Bundesmux 2.



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