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Nachrichten-Archiv: Februar 2005

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28.2.2005 • Norden schaltet analog ab
Am 1. März endet die Einführung von DVB-T in den norddeutschen Bundesländern. In den mit dem digitalen Antennenfernsehen versorgten Regionen Schleswig-Holsteins und Niedersachsens sowie in Hamburg und Bremen werden die letzten analogen Ausstrahlungen beendet. Die Sender Heide, Niebüll und Eiderstedt werden jedoch weiter analog betrieben.
Da einige Sender den Kanal wechseln, ist es sinnvoll, nicht mehr genutzte Programme zu löschen und einen Kanalsuchlauf für die neu geschalteten Programme durchzuführen. Welche Kanäle bzw. Programme in welcher Region betroffen sind, geht aus den Planungsunterlagen auf der Website des norddeutschen DVB-T-Projektes (Menupunkt: Empfangsgebiete) hervor.
Mehr dazu auf der Homepage von DVB-T Norddeutschland.

25.2.2005 • TV fürs Händchen - DVB-H in Hannover und Berlin
Auf der CeBIT (Hannover, 10. bis 16. März 2005) präsentieren Vodafone und Siemens ein Prototyp-Gerät für DVB-H-Programme (H steht für Handheld) samt Diensten, eine Einsteckkarte für PDAs mit CD-Card-Slot zeigt die französische Firma DIBCOM.
MABB, T-Systems und Berliner Senat wollen auf der Internationalen Funkausstellung (Berlin, 2. bis 7. September) ebenfalls DVB-H propagieren.
Für einen Demo- und Probebetrieb wurde Mitte Februar 2005 der Kanal 39 mit hoher Sendeleistung (Alexanderplatz: 20 kW, Schäferberg: 50 kW) eingerichtet. Er steht „für Angebote, die sich an Handheld-Geräte richten: Handys, PDAs, aber auch digitale Radios, Musik- und Videoplayer“ bereit, so die MABB.
Nach Abschluß der technischen und inhaltlichen Vorbereitungen sowie bei Verfügbarkeit von Endgeräten und tragfähigen Geschäftsmodellen könnten ein TV-Paket, interaktive Dienste und vielleicht auch Hörfunk-Programme ab 2007 in den „Wirkbetrieb“ gehen.
Quelle: Div. Presseinfos, u.a. der MABB vom 25.2.2005.
Hintergrund: DVB-H und das Berliner Pilotprojekt BMCO.

19.2.2005 • England kauft DTT, Frankreich startet TNT
In England wurden laut BBC in den beiden Vorweihnachtswochen 380.000 Geräte für „Digital Terrestrial Television (DTT)“ gehandelt. Die Verkaufsrekorde des Vorjahres wurden damit noch übertroffen. In England wurden insgesamt etwa 5 Millionen Geräte verkauft.
In Frankreich werden ab März 16 Free-TV-Programme des „Télévision numérique terrestre (TNT)“ ausgestrahlt, zunächst werden 35 Prozent der Bevölkerung versorgt. In einer zweiten Stufe wird im Herbst die Reichweite erhöht und weitere Pay-TV-Programme aufgeschaltet. Die Medienbehörde CSA rechnet damit, dass kurzfristig bis zu eine Million Haushalte auf TNT umsteigen. Im Jahr 2007 soll eine fast vollständige Abdeckung des Landes erreicht werden.
Quellen: Die offiziellen TNT-Seiten, Website der französischen Medienbehörde CSA (beide in französischer Sprache).
Meldung der Zeitschrift „Infosat“ (16.2.2005).

14.2.2005 • Panasonic-Update durch die Luft
Panasonic stellt für seine Settopbox TU-CT30E in allen DVB-T Regionen bis Ende März 2005 die neue Software-Version 1.20 bereit. Nach Herstellerangabe läuft der Download- und Updatevorgang „auf dem Sendeweg“ und wird über die Suchfunktion der Box aktiviert.
Quelle: Presseinfo, Februar 2005.

14.2.2005 • NRW schielt nach Ostwestfalen und Aachen
Noch bevor im April 2005 im Ruhrgebiete die letzten analogen Sender abgeschaltet werden, plant das Projektbüro den nächsten Schritt: Bis zum Sommer könnte eine Entscheidung für die Einführung von DVB-T in den Regionen Ostwestfalen/Bielefeld, Münster und Aachen vorliegen. Das erklärte Projektleiter Joachim Bareiß gegenüber der Nachrichtenagentur ddp. Allerdings ist - wegen der hohen Verbreitungskosten - nicht damit zu rechnen, dass in diesen Gebieten private Programme ausgestrahlt werden.
Zum ausführlichen Hintergrund-Artikel über die private Abstinzenz.

10.2.2005 • Mitte verschiebt Start auf November
Nachdem für drei von fünf Sendestandorten noch keine Baugenehmigungen vorliegen, hat der Lenkungsausschuß sich am 10. Februar einstimmig dafür entschieden, den Start von DVB-T in Halle/Leipzig und Erfurt/Weimar von Mai auf November zu verschieben.
Gleichwohl könnten sich „Bedenken aus Gründen des Denkmalschutzes“ offenbar dauerhaft auswirken: „Können diese nicht ausgeräumt werden, ist in Weimar und Teilen Erfurts zumindest ein Dachantennenempfang möglich“, schränkt der Lenkungsauschuß die bisherigen Aussagen über den portablen bzw. mobilen Empfang im Kerngebiet der thüringischen Startinsel ein.
Quelle: Presseinfo vom 10.2.2005 und Meldungen vom 19.1.2005 und 31.1.2005.
Zum ausführlichen Hintergrund-Artikel über die private Abstinzenz.

3.2.2005 • DVB-T Mitte: Voll erst ab November?
In Mitteldeutschland führen zwei fehlende Baugenehmigungen für die Sender Leipzig und Halle und ein ganz fehlender Standort in Weimar zur Verschiebung des ursprünglich für den 2. Mai vorgesehenen DVB-T Starts. Der Lenkungsausschuss muss am 10. Februar zwischen zwei Varianten entscheiden: Bei Variante 1 kann im Mai kann der Empfang mit Dachantennen gesichert werden. Im November wird auf den DVB-T üblichen Empang mit Zimmerantennen in der Kernzone ausgebaut. Bei Variante 2 würde DVB-T erst im November, aber mit voller Leistung starten.
„Dieses kostenoptimierte Senderkonzept soll den öffentlich-rechtlichen als auch den privaten Fernsehveranstaltern einen DVB-T-Einstieg in Mitteldeutschland erleichtern“, heisst es offiziell. Doch die Privaten hatten sich lange vor der Unterzeichnung des Startvertrages im Mai 2004 aus dem Projekt verabschiedet. Bereits damals hätte das technische Konzept stehen müssen. Schwierigkeiten mit dem Denkmalschutz in Weimar und der Zeitprobleme mit Um- und Neubauten wären dann vermeidbar gewesen.
Bei dem für DVB-T insgesamt peinlichen Vorgang sollte man auf Torschlusspanik verzichten. Die betroffenen Zuschauer sind ohnehin verunsichert, da ist ein einziges klares Wort gefragt. Das heisst „November“.
Quelle: Presseinfo der Geschäftsstelle vom 2.2.2005.
Siehe auch: Meldung vom 19.1.2005.
Zum ausführlichen Hintergrund-Artikel über die private Abstinzenz.

1.2.2005 • ARD will mit DVB-T auch aufs Land
Die ARD will DVB-T „auch in der Fläche verfügbar machen“, erklärte ARD-Vorsitzender Thomas Gruber nach einer Sitzung der Intendanten. „DVB-T ist ein Erfolgsprodukt, das mittlerweile weltweit eingesetzt wird ... Die hohe Akzeptanz in den Pilot-Regionen zeigt, dass die Fernsehzuschauer die neue Technik zu schätzen wissen. Unabhängig von Kabel und Satellit sichert DVB-T ein breiteres Programmangebot bei langfristig sinkenden Ausstrahlungskosten. Das ist ein Mehrwert für Zuschauer und Anbieter.“
Quelle: Pressemitteilung der ARD vom 1.2.2005.



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