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Nachrichten-Archiv: April 2005

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30.4.2005 • Analog-Abschaltungen in Bayern
Im Zusammenhang mit dem Start von DVB-T am 30. Mai 2005 in München/Südbayern und Nürnberg werden zu diesem Termin diverse bisherige analoge Sendeanlagen stillgelegt. Das Projektbüro DVB-T Bayern veröffentlicht dazu Listen auf seiner Website. Betroffen sind einige Grundnetzsender und verschiedene Füllsender, darunter auch die Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg.
Einige Anlagen für ARD, ZDF und BR3 wurden bereits am 29. April 2005 vom Netz genommen, da sie - so das Projektbüro DVB-T Bayern - „kaum noch Akzeptanz bei den Zuschauern haben und deshalb unwirtschaftlich sind. Alternative Übertragungswege sind dort Satellit oder – sofern verfügbar – auch Kabel.“ In diesen Gemeinden sei kein ausreichender DVB-T-Empfang möglich. Dieses Vorgehen entspricht der neuen Regelung des Rundfunkstaatsvertrages (siehe Nachricht weiter unten).
Infos über die Abschaltungen auf der Website des Projektbüros DVB-T Bayern.

20.4.2005 • Nordhessen: Satellit statt DVB-T ohne Privatsender?
Nach einer Meldung der Zeitschrift „Digitalfernsehen“ hat die Nachfrage nach dem Satellitenempfang im Raum Kassel deutlich zugenommen. Zitiert wird ein Vertreter der Elektroinnung Kassel: „Die Leute entscheiden sich fast alle für eine Satellitenschüssel.“ „Nur mit den drei öffentlich-rechtlichen Programmen wolle sich niemand mehr zufrieden geben“, kommentiert die Redaktion. Eine erhöhte Nachfrage nach Kabelanschlüssen sei noch nicht feststellbar.
Quelle: Online-Meldung von „Digitalfernsehen“.

18.4.2005 • Neumünster: Arbeiten am Sender
Am Sender für den Kanal 28 im Raum Neumünster finden nach Angaben des NDR Arbeiten statt. Daher kommt es am 19. und 20. April, jeweils von 1 bis 5 Uhr, sowie am 21. und 22. April, jeweils von 1 bis 4 Uhr, zu Abschaltungen der Anlage. Betroffen sind DVB-T Zuschauer sowie Kabelkunden. Für Rückfragen steht die technische Hotline des NDR (Telefon 01805/11 77 99, 12 Cent/Min) zur Verfügung.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 18. April 2005.

15.4.2005 • Privates Switch-off in Hessen
„... die Senderfamilien von RTL und ProSiebenSat.1 haben aus Kostengründen davon Abstand genommen, sich ... für digitales terrestrisches Fernsehen in Nordhessen zu bewerben. Aktuelle Erklärungen gegenüber der LPR Hessen lassen ein entsprechendes Engagement auch zukünftig nicht erwarten.“ Das ist die erwartete Absage. Die LPR Hessen teilte dies anlässlich der für die Nacht vom 17. zum 18. April vorgesehenen Abschaltung der analogen terrestrischen Übertragung der Privatprogramm ProSieben, RTL, RTL 2, Sat.1 und VOX in Hessen mit.
Quelle: Presseinfo der LPR Hessen vom 14. April 2005 (Bereich: Aktuelles).
Zum ausführlichen Hintergrund-Artikel über die private Abstinzenz.

14.4.2005 • DVB-T in NRW als Erfolg gewertet
„Der erfolgreiche Verlauf der DVB-T-Umstellung ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass die öffentlich-rechtlichen und die privaten Sender bei diesem Projekt an einem Strang gezogen haben.“ So wertet Joachim Bareiß, Leiter des DVB-T-Projektbüros NRW, die Ergebnisse der Umstellung für Köln/Bonn und Düsseldorf/Ruhr. Für die Erschließung weiterer Regionen in NRW gebe es noch keinen Zeitplan. Die Privatanbieter werden dafür besagten Strang loslassen, schätzen die Landesmedienanstalten. Bis auf Weiteres können DasErste, ZDF und WDR3 in den nicht digitalisierten Gebieten wie gewohnt analog empfangen werden.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros NRW vom 3. April 2005.

12.4.2005 • Settopboxen werden günstiger
Was jeder schon wusste, bestätigt eine Veröffentlichung der Fachzeitschrift FKT: Der Preisverfall bei Settopboxen ist enorm. Auf Grundlage der Angaben des ZVEI über den Absatz von DVB-T Geräten (ohne Computer-Devices) ergibt sich sich folgendes Bild:
• 2003 wurden 175.000 Boxen verkauft, der Umsatz lag bei 27 Mio. Euro. Das ergibt einen Durchschnittspreis von etwa 154 Euro pro Gerät.
• 2004 wurden 1,4 Millionen Boxen im Handelswert von 150 Mio. Euro abgesetzt. Der Durchschnittspreis liegt bei etwa 107 Euro.
Die Gerätepreise sind also im Schnitt um fast ein Drittel gesunken. Inzwischen werden manche Fernost-Boxen gar im Bereich von 60 Euro angeboten. Eingeweihte fragen sich angesichts solcher Preise, wie die Hersteller und Importeure Gewinne machen wollen, wenn der Verkaufspreis in der Nähe der Materialkosten liegt. Einen „Trick“ kann man getrost verraten: Kundenservice - zum Beispiel durch die Pflege der Systemsoftware - findet nicht statt.
Quelle: Artikel in FernsehKinoTechnik (Ausgabe 4/2005).

8.4.2005 • 3. Privat-Multiplex für Schleswig-Holstein ab 24. Mai
Voraussichtlich am 24. Mai 2005 wird der 3. private Multiplex in den Sendegebieten Hamburg/Lübeck (Kanal 59) und Kiel (Kanal 57) aufgeschaltet. Darüber sind die Programme 9Live, Tele 5 und Eurosport zu empfangen. Für den noch freien vierten Programmplatz startete die ULR am 7. April eine Ausschreibung. Bis zum 31.5.2005 können sich interessierte Veranstalter mit einem Vollprogramm bewerben.
Quelle: Presseinfo der ULR vom 8. April 2005 (pdf, 156 kB).

7.4.2005 • „Entertainment-Happen für Zwischendurch“ ...
... z. B. „Sportsequenzen, Musikclips und News werden besonders gut ankommen“, kommentierte Dr. Bettina Horster (Leiterin der Initiative MobilMedia des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit) eine Expertenbefragung des eco Verbandes. Danach sahen zwar 88 Prozent der Antworter das Fernsehen zu Haus auf Position 1. Das mobile Fernsehen per Handy folgt aber schon auf Platz 2 (33%), dritter im Bunde ist die Multimedia Home Platform mit 12 Prozent. Als primäre TV-Technik für unterwegs stufen 43 Prozent der von eco befragten Spezialisten DVB-T/H und DMB ein.
Quelle: Presseinfo des eco-Verbandes vom 7. April 2005.

6.4.2005 • Wales auf Berliner Spuren
Knapp 450 Haushalte in den Orten Llansteffan und Ferryside (Westwales, England) haben an einem DVB-T-Versuch teilgenommen: Nach Berliner Vorbild wurde dort im November 2004 der analoge Antennenempfang durch DVB-T ersetzt. Die Haushalte erhielten Settopboxen und technische Unterstützung. Eine Umfrage hat nun ergeben, dass 98 Prozent der Haushalte bei DVB-T bleiben wollen. Darüberhinaus war es Ziel des Versuchs, die praktische Brauchbarkeit der Geräte zu untersuchen und mehr über Verbraucherwünsche zu erfahren.
DVB-T-Facts England: Ende 2004 wurden knapp 4,6 Millionen Haushalte mit DVB-T erreicht, Ende September 2004 waren es nur 3,9 Millionen. Der Marktanteil von DVB-T beträgt 31,1 Prozent der digitalen TV-Haushalte. Die Einführung soll spätestens 2012 beendet werden, Entscheidungen über den Termin werden noch in 2005 erwartet.
Quellen: Digital-TV-Seiten der britischen Regierung. / Quartalsreport von Ofcom (pdf, 75kB).
DVB-T weltweit - Stand der Dinge.

5.4.2005 • München: Neue Spitzen und Ortsabfrage im Web
Der Münchner Olympiaturm bekam am 5. April eine neue „digitale“ Spitze. Die Montage der Sendeantenne (besteht aus drei Teilen, die zusammen um die 8,5 Tonnen wiegen) wurde mit einem Spezialhubschrauber russischer Bauart durchgeführt. Auch die Antennen der anderen Sendeanlagen (FT Nürnberg, Dillberg, Wendelstein) wurden umgerüstet.
Auf den Internetseiten des DVB-T-Projektbüros Bayern kann per Eingabe der Postleitzahl oder des Gemeindenamens recherchiert werden, ob und mit welchem Antennenaufwand der DVB-T-Empfang möglich ist. Ein Infotelefon ist unter 01805/31 05 05 (täglich zwischen 9 und 21 Uhr; 12 Cent pro Minute aus dem bayerischen Festnetz) erreichbar.
Heli-Einsatz am Münchner Olympiaturm
Foto: DVB-T Bayern
Quelle: Info auf den Projektseiten.

1.4.2005 • Bundes-Politik gegen Antenne?
Heute tritt der „Achte Staatsvertrag zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge“ mit einer wichtigen Änderung für den analogen Antennenempfang in Kraft. Bisher war ARD und ZDF aufgegeben,
  „zu angemessenen Bedingungen die analoge terrestrische Versorgung schrittweise einzustellen, um Zug um Zug den Ausbau und die Zuweisung digitaler terrestrischer Übertragungskapazitäten zu ermöglichen.“
Die neue Fassung wurde ergänzt:
  „Die analoge terrestrische Fernsehversorgung kann auch dann eingestellt werden, wenn der Empfang der Programme über einen anderen Übertragungsweg gewährleist ist.“
ARD und ZDF sind also nicht mehr verpflichtet, ihre Programme flächendeckend in ganz Deutschland per Antenne anzubieten und analoge durch digitale Sendetechnik zu ersetzen. Wird der analoge Betrieb beendet, kann auf Sat oder Kabel verwiesen werden.
Die Politik unterstützt damit den Sparkurs, den sie von ARD und ZDF fordert, denn DVB-T ist der teuerste Verbreitungsweg und erreicht die wenigsten Zuschauer. Allerdings haben sich ARD und ZDF vor kurzem für den Ausbau von DVB-T über die Ballungszentren hinaus ausgesprochen.
Quelle: Der 8. Rundfunkstaatsvertrag auf den Seiten der LfK.

1.4.2005 • Frankreich startet durch
Seit dem Verkaufsbeginn für DVB-T-Geräte Mitte März wurden mehr als 70.000 Geräte für das digitale Antennen-TV „TNT“ verkauft. Diese Zahl beruht auf Angaben der beiden großen Elektronik-Handelsketten FNAC (5.000 Geräte in 15 Tagen) und Darty („einige Tausend Geräte“). Die Hersteller rechnen mit einem Abverkauf von einer Million Geräten bis Jahresende. Am Donnerstag startete „TNT“ mit 14 kostenlosen Programmen und einer Reichweite von etwa 35 Prozent der französischen TV-Haushalte.
Quelle: Diverse Medienberichte.

1.4.2005 • NRW: Änderungen ab 4. April
Im Raum Köln wechseln die Programme Viva, CNN, Eurosport und Terra Nova von Kanal 66 auf Kanal 36.
Im Raum Düsseldorf/Ruhrgebiet wird das öffentlich-rechtliche Angebot um die Programme EinsMuXx, MDR3, NDR3 und SWR3 erweitert. Gleichzeitig werden über die Multiplexe des WDR folgende regionale Sendungen zusätzlich verbreitet:
• Kanal 25: WDR Dortmund und Lokalzeit Essen im NDR-Programm.
• Kanal 46: WDR Düsseldorf und Lokalzeit Bergisch Land über den NDR.
• Kanal 59: WDR Essen und Lokalzeit Dortmund im NDR.
• Kanal 48: Vom Sender Kleve wird ein zusätzlicher ARD-Multiplex gesendet.
Um die neuen bzw. geänderten Programme ordnungsgemäß zu empfangen, sollte ein Suchlauf durchgeführt werden.
Am 4. April wird zugleich die analoge Parallel-Ausstrahlung beendet. In Gegenden von NRW, in denen DVB-T nicht angeboten wird, werden die öffentlich-rechtlichen Programme im bisherigen Umfang jedoch weiter analog ausgestrahlt.
Quelle: NRW-Projektseiten im Web.



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