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Nachrichten-Archiv: Mai 2005

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31.5.2005 • Hamburg: fehlt was?
Am 24. Mai wurde der Kanal 46 mit den Programmen HH1, 9Live, Terra Nova und Eurosport aufgeschaltet. Der Empfang konnte im Nordosten verbessert werden, da die Leistung des Senders HH Höltigbaum von 10 auf 20 kW erhöht wurde. Der bisherige Kanal 53 für diese Programme wurde am 30. Mai abgeschaltet. Wer auf den entsprechenden Programmplätzen keinen Empfang hat, sollte die 3 Programme aus der Senderliste löschen und für den Kanal 46 eine Neuprogrammierung durchführen. Wie das geht, ist der Anleitung zur Settopbox zu entnehmen.
Nach Angaben der Landesmedienanstalt HAM nutzen jetzt, etwa ein Jahr nach dem Start, 9,3 Prozent der Haushalte - mehr als zu Analogzeiten - in der Hansestadt den nunmehr digitalen Empfangsweg per Antenne. Die Zweitgeräte sind hier noch nicht berücksichtigt, so dass die Zahl der Antennenzuschauer noch höher liegen dürfte.
Quelle: Presseinfo der HAM vom 31.5.2005.

30.5.2005 • Bayern: Anstoß in München
Am Abend startete Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber DVB-T in den Regionen München/Südbayern und Nürnberg per Druck auf einen standesgemäß grünen Knopf und im Rahmen der Eröffnung der „Allianz-Arena“. Damit werden jetzt 43 Millionen Fernsehzuschauer in Deutschland digital über Antenne versorgt, davon 6,2 Millionen im Freistaat. Gerechnet wird mit etwa 230.000 Zuschauern, die im Empfangsgebiet auf die Antenne angewiesen sind.
Knopfdruck in der Allianz-Arena
Foto: DVB-T Bayern
Jürgen Doetz vom Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) äußerte u.a.: „Für viele überraschend hat sich DVB-T in den Ballungsräumen als ernsthafte Alternative zu Kabel und Satellit recht erfolgreich entwickeln können ... Für den künftigen scharfen Wettbewerb ... muss man DVB-T auf der Rechnung haben!“
Quelle: Presseinfos des Projektbüros Bayern vom 30.5.2005.
Über den Ablauf der Umschaltungen in der Nacht zum Montag berichtet Heise Online.

30.5.2005 • Bayern: Letzte Insel mit Privaten
Mit den Startinseln München/Südbayern und Nürnberg gingen heute morgen die beiden letzten DVB-T Startinseln mit Beteiligung der privaten Programmfamilien Pro7Sat1 und RTL in Betrieb. Der offizielle Startschuß fällt um 19.15 Uhr in der Münchner Allianz-Arena. Versorgt werden 230.000 der etwa 337.000 Antennenhaushalte im Freistaat.
Nachdem die privaten Analog-Antennenprogramme bereits für ganz Bayern abgeschaltet wurden, gehen mit ARD, ZDF und BR3 die drei letzten Analog-Sender am 31. August 2005 vom Netz. In den nicht mit DVB-T versorgten Gebieten Bayerns wird der Analogbetrieb dieser drei Programme jedoch fortgesetzt. Der Lokalsender TV.München wird Anfang Juli von analog auf digital wechseln.
Nach Angaben von Frank Strässle-Wendelstein, Leiter des Projektbüros, prüfen ARD und ZDF indessen den weiteren Ausbau in Bayern - auch ohne Mitwirkung der Privaten. „In Frage könnten dafür beispielsweise Städte wie Regensburg kommen, die in die erste Phase noch nicht einbezogen seien. Allerdings sei der Zeitrahmen noch offen“, berichtet Heise Online.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros Bayern vom 30.5.2005.
Meldung von Heise Online vom 26. Mai 2005.
Information zur parallelen Analogversorgung mit ARD, ZDF und BR3 (pdf, 8,5 MB).

24.5.2005 • NRW: Ein Jahr Antenne digital
„Weitgehend reibungslos“ sei die Umstellung abgelaufen, heißt es ein Jahr nach dem Aufschalten der ersten DVB-T Sender. „Der erfolgreiche Verlauf der DVB-T-Umstellung ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass die öffentlich-rechtlichen und die privaten Sender bei diesem Projekt an einem Strang gezogen haben“, erklärt Projektleiter Joachim Bareiß.
Einer Telefonumfrage vom April zufolge verfügten nun rund 380.000 Haushalte, von denen 285.000 die Haushalte als einzigen Empfangsweg benötigen, über DVB-T-Empfangsgeräte. DVB-T sei also vo den Verbrauchern angenommen worden. Mittelfristig werde der Ausbau des Raumes Ostwestfalen/Bielefeld angestrebt, langfristig sei auch die Region Aachen vorstellbar, heisst es verhalten zum weiteren Ausbau. Ebenso „durch die Blume“ deutet Projektleiter Joachim Bareiß an, dass das ohne die Privatprogramme geschehen wird: „Jedoch stellt sich jeweils die Frage der Finanzierung und welche Programmveranstalter sich daran beteiligen.“
Quelle: Information des Projektbüros NRW vom 24.5.2005.

24.5.2005 • Norddeutschland: Projektbilanz ein Jahr nach dem Umstieg
DVB-T in Norddeutschland, Stand 19.5.2005 „Die Einführung von DVB-T in Norddeutschland ist rundum gelungen“, bilanziert der Vorsitzende des Lenkungsaussschusses Lothar Jene (HAM) ein Jahr nach dem Start in Norddeutschland. „Der radikalste Schritt in der Geschichte der Fernsehtechnik“, so Prof. Ulrich Reimers (Institut für Nachrichtentechnik der TU Braunschweig), der „Vater des digitalen Fernsehens“, sei trotz anfänglicher kleiner technischer Probleme gelungen. Bislang seien etwa 800.000 Settopboxen in Norddeutschland verkauft worden. Die Zahl der Haushalte, die mit ihrem Erstgerät über DVB-T empfangen, liege über der Zahl der bisherigen analogen Antennenhaushalte. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Medienforschung vom Mai 2005 ist Bremen mit 17,1 Prozent Spitzenreiter. In Schleswig-Holstein empfangen 10,4 Prozent, in Hamburg 9,3 Prozent und in den Startregionen Niedersachsens knapp 10 Prozent der TV-Haushalte das Fernsehen per DVB-T.
Zum weiteren Ausbau heisst es: „Mittelfristig wird der Ausbau für Mecklenburg-Vorpommern von den öffentlich-rechtlichen Programmveranstaltern angestrebt. Von Seiten der privaten Programmveranstalter ist eine Erweiterung ihres derzeitigen DVB-T Sendegebiets nicht geplant.“ Einige Redner der Pressekonferenz vom 24.5.2005 nannten den Jahreswechsel 2005/2006 als Starttermin in Rostock und Schwerin.
Das Projektbüro Norddeutschland wird in den nächsten Wochen seine Arbeit beenden.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros Norddeutschland vom 24.5.2005.
Eine 33seitige Pressemappe (pdf, 7,6 MB) enthält die Dokumente der Pressekonferenz vom 24.5.2005
und den aktuellen Stand der Kanalbelegung und der Reichweiten.
Größere Version der Karte.

23.5.2005 • Bayern: Countdown
Kurz vor dem Start am 30. Mai in München/Südbayern und Nürnberg verstärkt das Projektbüro die Verbraucherinformation. So ist die Telefon-Hotline 01805 - 31 05 05 (12 ct/Min. aus dem bayerischen Festnetz) auch am 26. Mai (Fronleichnam) und am 28. und 29. Mai (Wochenende vor dem Start) von 9 bis 21 Uhr geschaltet. Inzwischen ist auch der Testsender (Kanal 66) in Betrieb. Technisch wenig versierten Zuschauern wird jedoch empfohlen, die Settoboxen erst am 30. Mai und mit der endgültigen Programmbelegung in Betrieb zu nehmen. Auf den Projektseiten steht neben Tipps und Infos zu DVB-T und den Geräten ein Sonderdruck der Stiftung Warentest zur Verfügung.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros vom 23.5.2005.
Sonderdruck der Stiftung Warentest (pdf, 547 kB)

21.5.2005 • Schweden: Mobil-TV hoch im Kurs
Für mobilen TV-Empfang mit den Handy gibt es in dem skandinavischen Land offenbar grosses Interesse. Das Mobilfunkunternehmen TeliaSonera befragte 9.500 Personen, unter welchen Umständen sie einen solchen Dienst in Anspruch nehmen würden. 31 Prozent nannten Bahnfahrten, 28 Prozent das Auto, 20 Prozent das Flugzeug. Busse (14%), Schiffe (6%) und Taxis (1%) sind weitere Nutzungsumgebungen.
Quelle: Presseinfo von TeliaSonera vom 17.5.2005 (englisch).

21.5.2005 • England: DVB-H Test ab September
NTL Broadcast und O2 starten ab September einen sechsmonatigen Testbetrieb mit 16 Programmen. dafür wurden 350 Testpersonen gewonnen, deren Nutzungsgewohnheiten untersucht werden sollen. Mehr als die Hälfte der britischen Mobilfunkkunden seien interessiert, ihr Lieblings-TV-Programm auf dem Handy zu sehen, heisst es dazu von NTL. Weltweit könnten bis 2009 51 Millionen Mobilfunkkunden für TV-Dienste begeistert werden. Zum Einsatz bei dem Test im Raum Oxford kommt das Medienhandy 7710 von Nokia.
Quelle: Nachricht auf BBC Online vom 11.5.2005 (englisch).

20.5.2005 • Kleine Insel digital
Die Regulierungsbehörde der Mittelmeer Inselrepublik Malta hat zwei Netzbetreibern Lizenzen für DVB-T-Sender erteilt. In den nächsten 18 Monaten können im UHF-Band je acht Kanäle zunächst für acht Jahre und flächendeckend in Betrieb genommen werden.
Quelle: Presseinfo der Malta Communications Authority (MCA) vom 11.5.2005 (englisch).

19.5.2005 • DVB-T in Südniedersachsen ab 2006
Auch für Südniedersachsen gibt es Ausbauplanungen. „Er erwarte den Start des über Antenne zu empfangenden Digitalfernsehens in der Region für Mitte oder Ende nächsten Jahres“, erklärte Tilman Lang, Sprecher des Projektbüros DVB-T Norddeutschland, gegenüber der Zeitung „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“. Der Starttermin soll mit dem Sendebeginn in Nordhessen koordiniert werden. Auch in dieser Region wird DVB-T auf drei öffentlich-rechtliche Kanäle beschränkt sein, da die privaten Programme aus Kostengründen dort nicht per DVB-T ausgestrahlt werden.
Quelle: Bericht der „Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen“ vom 17.5.2005.

18.5.2005 • Funkausstellung: Digitalhalle 2.1
Der Bereich „Satellite, Networks & Cable“ der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik (IFA Berlin, 2.-7. September) wird in der Halle 2.1 auf dem Berliner Messegelände konzentriert. Rund 60 Aussteller, darunter die Firmen Kathrein, KWS Electronic, TechniSat Digital, Homecast, Humax Digital, Pace Micro Technology, Radix, Strong Deutschland, Transmedia und Triax, zeigen dort sowohl Netztechnik (für Gemeinschaftsanlagen) als auch Endgeräte. Im Ausstellungsteil „Home Networking“, wird die Verknüpfung von Unterhaltungselektronik, Telekommunikation, Haustechnik und Internet gezeigt.
Quelle: Info der Messe Berlin.

17.5.2005 • Hartz IV und Boxen vom „Soz“
Nach dem Hartz IV in Kraft getreten ist, entfällt für Bezieher der bisherigen Arbeitslosen- und Sozialhilfe der Bezug einmaliger Leistungen, darunter auch die finanzielle Unterstützung für die Anschaffung von Settopboxen. Diese Ausgaben müssen nun von der Regelleistung bestritten werden.
Quelle: Info der Verbraucherzentrale Bayern.

13.5.2005 • Österreich plant den Umstieg bis 2010
Die Medienbehörde KommAustria hat eine Ausschreibung für den Betrieb der Sendetechnik für zwei Multiplexe, davon einen landesweiten, veröffentlicht. Die Einführung von DVB-T soll in vier Phasen geschehen. Der Testbetrieb in Graz (Phase 1) läuft bis Ende 2005. In der Phase 2 soll Ende 2006, ausgehend von den Landeshauptstädten, eine 60prozentige Abdeckung erreicht werden. Phase 3 sieht vor, dass zwischen 2007 und 2010 die Regionen nach kurzer Simulcastphase umsteigen. Analog-Abschaltungen sollen erfolgen, sobald jeweils 90 Prozent der Bevölkerung stationär und ca. 25 Prozent der Bevölkerung Portable indoor digital versorgt sind. In Phase 4 stehen aufgrund der dann freien Frequenzen weitere fünf bis sechs Multiplexe zur Vefügung. Für von der EU abgesegnete Fördermassnahmen (Endgeräte und Sendekosten) und eine Info-Kampagne stehen 40 Millionen Euro bereit.
Quelle: Presseinformation der RTR vom 13.5.2005.

12.5.2005 • Es geht doch - VPS per DVB-T
Für seine Activy Media Center kündigt Fujitsu Siemens eine VPS-ähnliche Funktion zur Steuerung von Videoaufnahmen zur tatsächlichen Sendezeit an. Dieses Merkmal wird mit der Software-Version 1.4 bereitgestellt, die ab Juni von der Website des Unternehmens geladen werden kann. Es handele sich um „das erste Gerät am Markt“, dass die von den öffentlich-rechtlichen Programmen im Datenstrom mitgesendeten Basisdaten auswertet, erklärt das Unternehmen. Die neue Software enthält weitere Video-Funktionen, darunter zur Aufnahme-Programmierung von Serien und für den Schnitt.
Quelle: Presseinformation vom 11.5.2005 / So geht's: Hintergrund zum digitalen VPS-Ersatz auf dieser Website.

10.5.2005 • Mitteldeutschland: Landespolitik schaltet sich ein
Der Fachinformationsdienst „Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk“ berichtet über einen neuen Versuch, die beiden privaten Senderfamilien Pro7Sat1 und RTL doch noch für DVB-T in Halle/Leipzig und Erfurt/Weimar zu gewinnen. Diesmal will die Politik für DVB-T in die Bresche springen. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) im Interview: „Die drei Länder (Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, pd) haben verabredet, auf die großen privaten Fernsehveranstalter zuzugehen, um sie möglichst doch noch für eine Beteiligung an DVB-T in Mitteldeutschland zu gewinnen. Eine erste Gesprächsrunde ist für den 17. Juni in Berlin vorgesehen.“
Ob da ohne Millionengeschenke was zu machen ist?
Quelle: Althaus-Interview, veröffentlicht am 9.5.2005.

10.5.2005 • Nokia veröffentlicht DVB-H Schnittstelle
Das finnische Unternehmen hat seine Spezifikation für die „Luftschnittstelle“ zwischen dem DVB-H Netzwerk und den Endgeräten veröffentlicht. Das Unternehmen will damit offene Standards bereitstellen, die Inhalteanbietern und Netzbetreiber für die Entwicklung von Anwendungen nutzen können.
Quelle: Presseinfo von Nokia vom 10. Mai 2005.
Mobile TV auf den englischen Webseiten von Nokia. (in englischer Sprache).

10.5.2005 • Norddeutschland: Neue Sender, Kanalwechsel am 24. Mai
Am 24. Mai gibt es für die DVB-T-Zuschauer in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen folgende Änderungen im Programmangebot:
In Kiel (K57), Lübeck-Stockelsdorf und Berkenthin (beide K59) werden die Programme EuroSport, Tele 5 und 9Live ausgestrahlt. Die Programme Sat1, Pro7, Kabel1 und N24 wechseln von Kanal 26 auf K35.
Vom Sender Cuxhaven aus wird das südliche Dithmarschen mit 12 öffentlich-rechtlichen Programmen versorgt: Über Kanal 55 sind Das Erste, Phoenix, EinsExtra und Arte zu empfangen. Das Bouquet ZDFmobil wird über Kanal 24 ausgestrahlt. Der NDR (mit „Hallo Niedersachsen“), der WDR (mit „Schleswig-Holstein Magazin“), MDR (mit „Nordmagazin“) und HR3 (mit „Hamburg Journal“) kommen über Kanal 51 ins Haus.
Der Empfang der drei öffentlich-rechtlichen Kanäle im Bereich Hildesheim wird durch Ausstrahlungen vom Sender Sibbesse optimiert. Kanal 8 wird dort von der ARD, Kanal 23 vom ZDF und Kanal 36 vom NDR genutzt. Gleichzeitig wird die analoge Antennenversorgung in diesem Gebiet ganz eingestellt.
In Hamburg wechseln die Programme NeunLive, HH1, TerraNova und Eurosport vom Kanal 53 auf den K46, der mit höherer Sendeleistung gefahren wird. Damit wird der Empfang dieser Programme im südlichen Hamburg verbessert.
Um diese Änderungen in den Programmlisten des Empfangsgerätes zu berücksichtigen, muss am 24. Mai ein Sendersuchlauf durchgeführt werden!
Quelle: Newsletter (pdf, 105 kB) des Projektbüros DVB-T Norddeutschland vom 10. Mai 2005.

9.5.2005 • Bayern: Letzter Techniktest / Arbeiten an Analog-Sendern
Einer Mitteilung des Projektbüros zufolge, soll „voraussichtlich ab dem 23. Mai 2005, 9 Uhr“ der Kanal 66 mit einem der Leistung des Regelbetriebs entsprechenden Signal in Betrieb gehen. Aufgeschaltet werden die Sender München Olympiaturm, Wendelstein und Nürnberg.
Im Zuge der Vorbereitung der Umstellung kommt sind zeitweise Abschaltungen der analogen Sender notwendig. Davon ist München am 11., 13., 18. und 19. Mai 2005 betroffen. In Nürnberg wird am 13. und am 19. Mai 2005 und am Sender Wendelstein (Bayerischzell) am 13. Mai 2005 gearbeitet. Die Arbeiten finden jeweils nachts oder vormitttags statt.
Quellen: Information des Projektbüros Bayern vom 9. Mai 2005.
Presseinfo von T-Systems zu den Arbeiten vom 9. Mai 2005.

9.5.2005 • GFK: DVB-T boomt in Italien
Einer Information der Gesellschaft für Konsumforschung zufolge wurden in Italien seit dem Start von DVB-T im Jahr 2003 mehr als 2 Millionen Settopboxen verkauft, 9,6 Prozent der Haushalte empfangen mit DVB-T. In Italien werden Settopboxen mit 70 Euro staatlich gefördert.
Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Italien. In englischer Sprache.

5.5.2005 • Digitalempfang weiter im Aufwind
Mit Stichtag 1. Mai empfangen 6,28 Millionen der 34,83 Millionen TV-Haushalte in Deutschland das Fernsehen mit digitaler Technik über Kabel, Satellit oder Antenne. Seit dem 1.4.2004 hat sich die Zahl der Digitalzuschauer damit von 9,9 auf 18 Prozent Prozent fast verdoppelt. Der DVB-T-Anteil hatte Anfang 2005 bei 2,5 Prozent (870.000 Haushalte) gelegen.
Quelle: Angaben der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF).

4.5.2005 • Rostock/Schwerin: Start noch 2005 und landesweit?
Der Landesrundfunkausschuß der mecklenburg-vorpommerschen Landesmedienanstalt LRZ hat sich Ende April mit der für Ende 2005 geplanten Einführung von DVB-T beschäftigt. Das Gremium befürwortet, dass die Digitalisierung nicht nur für Rostock und Schwerin, sondern auch für die östlichen Landesteile durchgeführt wird. Es sei „schwer zu vermitteln“, wenn nach Abschaltung der herkömmlich analogen terrestrischen Verbreitung „Fernsehen im gesamten östlichen Landesteil nicht mehr empfangbar“ werde.
Presseinfo der LRZ vom 28.4.2005.

3.5.2005 • Privatprogramme nur in Ballungsräumen
Dass sich die großen privaten Senderfamilien ausserhalb der Ballungsgebiete bei DVB-T heraushalten, bestätigte Heiko Zysk, Pro7Sat1-Gruppe: „Das digitale Antennenfernsehen war und ist für die ProSiebenSat.1 Media AG immer auf klar definierte Ballungsräume begrenzt.“ Regionale Anbieter sehen das anders: FrankenTV (Raum Nürnberg) erreicht etwa 14 Prozent seiner Zuschauer per Antenne.
ARD und ZDF setzen „auf weiträumigere Versorgungsgebiete“, so Helwin Lesch (BR). Das werde in der Oberpfalz deutlich. Vom Sender Dillberg werden dort ab 30. Mai nur Bouquets von ARD, ZDF und BR per DVB-T zu empfangen sein. Das gleiche Prinzip trifft auf Flensburg, den Oberbergischen Kreis und Mitteldeutschland insgesamt zu. Für Kassel/Nordhessen haben die Privaten (ProSieben, RTL, RTL 2, Sat.1 und VOX) den analogen terrestrischen Sendebetrieb am 18. April 2005 abgeschaltet, ohne sich für DVB-T zu bewerben.
Presseinfo des Projektbüros Bayern vom 3.5.2005 (pdf, 61 kB).

2.5.2005 • Spanien: Grünes Licht für den Umstieg erwartet
Eine Gesetzesinitiative im spanischen Parlament soll den Weg für die Erweiterung des Angebots um 22 Programme - rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft - freigeben. Zugleich wird die bisherige Begrenzung ausländischer Programmanbieter aufgegeben. Das Aus für die analoge Übertragung wird ausserdem um zwei Jahre auf 2010 vorgezogen.
Weitere Informationen beim Anbieter Quiero (spanisch) und der DVB-Organisation.

1.5.2005 • Funkausstellung legt zu dank Digital-Trend
Miss IFA „Die IFA erfährt 2005 einen signifikanten Wachstumsschub“, schätzt die Berliner Messegesellschaft ein. Für die Präsentation der 10.000 Neuheiten aus den Trendbereichen DVB-T, DVB-S, HDTV, Mobilität und den damit verbundenen Dienstleistungen haben viele Aussteller bis zu 20 Prozent größere Flächen gemietet. Daher werden für die Schau auf dem Berliner Messegelände vom 2. bis 7. September zusätzliche Messehallen für das Publikum geöffnet.

1.5.2005 • Analog-Abschaltungen in Bayern
Im Zusammenhang mit dem Start von DVB-T am 30. Mai 2005 in München/Südbayern und Nürnberg werden zu diesem Termin diverse bisherige analoge Sendeanlagen stillgelegt. Das Projektbüro DVB-T Bayern veröffentlicht dazu Listen auf seiner Website. Betroffen sind einige Grundnetzsender und verschiedene Füllsender, darunter auch die Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg.
Einige Anlagen für ARD, ZDF und BR3 wurden bereits am 29. April 2005 vom Netz genommen, da sie - so das Projektbüro DVB-T Bayern - „kaum noch Akzeptanz bei den Zuschauern haben und deshalb unwirtschaftlich sind. Alternative Übertragungswege sind dort Satellit oder – sofern verfügbar – auch Kabel.“ In diesen Gemeinden sei kein ausreichender DVB-T-Empfang möglich. Dieses Vorgehen entspricht der neuen Regelung des Rundfunkstaatsvertrages (siehe diese Nachricht).
Infos über die Abschaltungen auf der Website des Projektbüros DVB-T Bayern.

1.5.2005 • Kabel-TV: Digital bald nur mit Codekarte?
Im Kampf gegen einen offenbar hohen Anteil von Schwarzsehern verbinden die Kabelnetzbetreiber die Digitalisierung mit dem Stichwort Zugangskarte. Kabel Deutschland hat in Verhandlungen mit den Programmfamilien Pro7Sat1 und RTL darauf bestanden, dass auch frei empfangbare Programme verschlüsselt gesendet und per Codekarte freigeschaltet werden müssen. Ihre bisherigen Programme wollen die Privaten zwar (wie lange noch?) gebührenfrei verbreiten. Jedoch bereiten sie neue kostenpflichtige Dienste vor. Langfristig könnten die verschiedenen Formen des Pay-TV damit zumindesten für Kabelkunden zum Normalfall werden. Die Kundendaten könnten den Privaten zur Verfügung gestellt werden, um für neue (kostenpflichtige) Programme oder über Zuschauer-Clubs für Produkte zu werben.
Quelle: Bericht des Kabelverbandes FRK vom 28. April 2005.



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