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Nachrichten-Archiv: Juni 2005

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27.6.2005 • Bayern: tv.München nur noch bis 30. Juni On Air
Die Verbreitung des Lokalsenders tv.München im Empfangsgebiet München/Südbayern wird am 30. Juni 2005 eingestellt. Hintergrund ist der Entzug der Sendegenehmigung durch die Bayerische Landeszentrale für Neue Medien (BLM). Der Programmveranstalter, ursprünglich zur aufgelösten Kirch-Gruppe gehörend, hatte es unterlassen, den Vorschriften zur Bekanntgabe der Besitzverhältnisse nachzukommen und kaum noch Sendungen über München gebracht. Anfang April hat die Firma Insolvenz angemeldet. Mit dem Sendestart eines Regional-TV-Nachfolgers wird laut DVB-T Projektbüro „ab Herbst“ gerechnet.
Quelle: Meldung des DVB-T Projektbüros Bayern vom 24.6.2005.

22.6.2005 • Mitteldeutschland: Es bleibt dabei - Private nicht dabei
Der Versuch der CDU-geführten Landespolitik von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die Privaten doch noch zum Einstieg bei DVB-T in ihren Bundesländern zu bewegen, ist erwartungsgemäß gescheitert. Zum Ergebnis eines Gesprächs mit Repräsentanten der beiden großen Programmfamilien Pro7Sat1 und RTL sowie des Verbandes VPRT heisst es: „Das Gespräch hat zu keiner Annäherung der Standpunkte geführt. Es bleibt bei der Weigerung der privaten Fernsehanbieter, sich am DVB-T-Projekt Mitteldeutschland zu beteiligen.“ Die etwa 42.000 Antennenhaushalte in Mitteldeutschland werden ab November also nur Bouquets von ARD, ZDF und MDR empfangen können.
Quelle: Meldung der Thüringer Staatskanzlei vom 21.6.2005.
Hintergrund zur Abstinenz der Privaten Mitteldeutschland und anderen Regionen.
Homepage DVB-T Mitteldeutschland.

22.6.2005 • T-Mobile: Handy-TV zur WM 2006 mit DVB-H und DMB
Der Mobilfunkbetreiber T-Mobile will mobiles Digital-TV an den zwölf Austragungsstätten der Fußball-WM 2006 anbieten. Dabei werde DVB-H präferiert. Wo jedoch keine TV-Frequenzen zur Verfügung stehen, werde auf den Digitalradio-Standard DMB zurück gegriffen, meldet der Onlinedienst Heise. DVB-H steht für Berlin flächendeckend zur Verfügung. In München/Südbayern war ein DVB-H-Projekt von Vodafone allerdings an der Nähe des vorgesehenen Kanals 66 zu den Mobilfunkfrequenzen gescheitert. Die Bayerische Landesmedienzentrale unterstützt derzeit ein DMB-Projekt in Regensburg. Laut Heise wollen die Nord-Bundesländer DVB-H-Kanäle während der WM freigeben, Bayern und NRW würden dann nachziehen. DVB-H wird einer der Messeschwerpunkte der Internationalen Funkausstellung (Berlin, 2. bis 7. September) sein.
Quelle: Heise Online, am 21.6.2005.
Hintergrund-Infos über DVB-H. / Messe-Special DVB-H auf der IFA.

20.6.2005 • Niedersachsen: Antenne ist digital beliebter als analog
Nach Angaben des Projektbüros Norddeutschland nutzt ein Jahr nach Beginn der Digitalisierung jeder 10. Fernsehhaushalt DVB-T in den niedersächsischen Empfangsgebieten. Analog-terrestrisch hatte die Reichweite nur bei 7 Prozent gelegen.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros vom 16.6.2005.

20.6.2005 • Braunschweig: Neue Sendeanlage, besserer Empfang
Am Sonntag, 19. Juni 2005, wurde am Schornstein des Heizkraftwerkes Braunschweig (Hamburger Stra0e) eine neue Sendeanlage in Betrieb genommen. Aus 180 Metern Höhe wird die Versorgung der Landkreise Gifhorn, Wolfsburg, Königslutter, Helmstedt sowie der östlichen und innerstädtischen Bereiche von Braunschweig mit allen 22 TV-Programmen verbessert.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros vom 16.6.2005.

18.6.2005 • TV-Begleitdienste branchenübergreifend erschließen
Der Industrieverband BITKOM sieht für digitale Zusatzdienste zum Fernsehen ein Marktvolumen von bis zu einer Milliarde Euro im Jahr 2010. Haupthinderungsgrund der Marktentwicklung sei jedoch, „weil die Kooperationsbereitschaft der verschiedenen Branchen fehlt“. Die „abgeschotteten Eigenlösungen“ der Branchen (Telekommunikation, Fernsehen etc.) und einzelner Hersteller müssten zugusten offener Standards überwunden werden. Dafür soll eine gemeinsame Kooperationsbasis namens „ClickTV“ aufgebaut werden. Erste Ergebnisse sollen zur IFA vorzeigbar sein. Die ARD, MTV, das ZDF, der Axel-Springer-Verlag, die Versandhäuser Neckermann, Otto und Quelle sowie das Entwicklungsunternehmen Nionex (Bertelsmann) hätten Interesse bekundet. Als eine der technischen Grundlagen wurde die Multimedia Home Platform (MHP) genannt.
Quelle: BITKOM-Presseinfo vom 17.6.2005 (pdf, 46 kB).

16.6.2005 • ZVEI begrüßt 16:9-Entscheidung der ARD
Der Fachverband Consumer Electronics im Industrieverband ZVEI begrüßte die Entscheidung der ARD, die WM-Fußballspiele im Format 16:9 auszustrahlen. Damit werde der Trend zu modernen TV-Geräten unterstützt, die zum Teil für das hochauflösende Fernsehen HDTV geeignet sind. „Was jetzt allerdings auch folgen muss, sind Entscheidungen für einen Sonderkanal zur WM 2006, mit dem dieses Ereignis den Fernsehzuschauern auch im hoch auflösenden Fernsehen HDTV zugänglich gemacht wird“, forderte Fachverbandsvorsitzender Hans-Joachim Kamp (Philips).
Für 2005 rechnet der ZVEI mit einem um das Fünffache gesteigerten Verkauf von LCD-Fernsehern und von plus 75 Prozent bei den Plasma-TVs (jeweils nach Stückzahlen). Nach Umsatz sollen Flachdisplays 2006 die Hälfte des TV-Verkaufs ausmachen. Wurde 2004 jeder zweite Umsatz-Euro bei Fernsehern mit 16:9-Geräten erwirtschaftet, so soll der Anteil dieser Gerätegruppe im WM-Jahr 2006 auf 75 Prozent ausgebaut werden.
Quelle: Presseinfo des ZVEI vom 15.6.2005.

15.6.2005 • RBB will Analogantenne Ende 2007 ganz abschalten
Als erste ARD-Anstalt will der RBB in den Randzonen seines Empfangsgebietes komplett aus der analogen Antennenversorgung aussteigen. Nach Angaben von Pressesprecher Ulrich Anschütz soll „spätestens Ende 2007“ die analog-terrestrische Ausstrahlung für die nicht mit DVB-T versorgten Randgebiete Brandenburgs beendet werden. Ein weiterer Ausbau von DVB-T durch den RBB ist jedoch nicht vorgesehen.
Betroffen sind etwa 15.000 Haushalte. Wo die DVB-T-Inseln Mittel- und Norddeutschlands nach Brandenburg hineinstrahlen, können sie das RBB-Fernsehen mit den Bouquets von NDR bzw. MDR empfangen. Damit wären 90 Prozent der Brandenburger über DVB-T versorgt. Wo das nicht der Fall ist, verweist Anschütz auf den digitalen Satelliten als alternativen TV-Empfangsweg für das RBB-Fernsehen.
Durch die Abschaltung der analogen Restversorgung sollen 8 Millionen Euro gespart werden. Es ist die gewichtigste Einzelmassnahme eines Sparpakets, durch das der RBB bis Ende 2008 seine Ausgaben um 35 Millionen Euro reduzieren will. Der Rundfunkstaatsvertrag, gesetzliche Grundlage für ARD und ZDF, gestattet seit dem 1. April 2005 den Ausstieg aus der terrestrischen Versorgung.
Presseinfo des RBB vom 8.6.2005. / Telefoninterview.
Zum Nachschlagen: 8. Rundfunk-Staatsvertrag, §52a (2).

15.6.2005 • 1,74 Millionen Deutsche gucken DVB-T
Nach Angaben der AGF/GfK Fernsehforschung schauen inzwischen 1,74 Millionen Zuschauer in Deutschland Fernsehen mit DVB-T. Das entspricht 1,08 Millionen TV-Haushalten oder 77 Prozent der Antennen-Haushalte. Überdurchschnittlich sei der Umstellungsgrad in Hamburg (90 Prozent) und Niedersachsen (86 Prozent). Der „Marktanteil“ der digitalen Antenne sei in Bremen mit 17,1 Prozent am höchsten.
6,42 der 34,83 Millionen TV-Haushalte (18,4 Prozent) in Deutschland empfangen digital per Satellit, Kabel oder DVB-T. DVB-T hat damt vor dem Start in Bayern am 30. Mai 2005 bundesweit einen Marktanteil von 3,1 Prozent.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 14.6.2005. / Zahlen der AGF zur Digitalisierung.

14.6.2005 • Fußball-WM breit in ARD und ZDF
Die ARD-Intendanten haben beschlossen, die Spiele der Fußball-WM 2006 im Breitbildformat 16:9 auszustrahlen, in dem vor Ort produziert wird. Würde das Bild auf das alte 4:3-Format beschnitten bestünde die „konkrete Gefahr, dass dabei wichtige Bildinformationen verloren gehen“. Zuschauern mit 4:3-Geräten sei nicht geholfen, „wenn entscheidende Spielzüge auf dem um fast ein Drittel verengten Fernsehbild nicht mehr zu sehen sind“. Auch das ZDF werde sich für das Breitbildformat entscheiden. ARD und ZDF werden 48 oder 49 der 64 Spiele live ausstrahlen.
Das ZDF hatte am 24. Februar das UEFA-Pokalspiel Parma vs. Stuttgart in 16:9 gesendet. Der Anteil von 16:9-Sendungen am Programm beträgt beim ZDF etwa 17 Prozent, bei 3Sat liegt er über 50 Prozent. Premiere sendet die Spiele des Confederations Cup parallel in beiden Bildformaten. RTL kündigte hingegen an, seine acht Spiele „balkenfrei“ in 4:3 auszustrahlen.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 14.6.2005.

8.6.2005 • Drei Bewerbungen in Schleswig-Holstein
Drei Unternehmen haben sich an der Ausschreibung um den letzten freien Sendeplatz des Bundeslandes beteiligt. Beworben haben sich:
Die hannoveraner Firma RegioOnline mbH mit einem Medien- und Datacastdienst MONA TV.
Ein Fernsehvollprogramm TV 54 will die Quattromedia GmbH aus Trier betreiben.
Die niederländische Firma SBS mit einem Musikspartenprogramm The Voice.
Über DVB-T sind in Schleswig-Holstein etwa 85 Prozent der Bevölkerung versorgt.
Download der Presseinfo der ULR vom 8.6.2005 (pdf, 171 kB).

6.6.2005 • DVB-H-Chip für Handys
Speziell für Handys hat die Firma Microtune einen Chiptuner für den DVB-H Empfang entwickelt. Der „Mobile Micro Tuner MT2260“ steht Handy-Herstellern zur Verfügung und fasst alle Funktionen für Empfang des UHF-Bandes und die Signalverarbeitung auf einer Fläche von 6 mal 6 Millimetern zusammen. Der Strombedarf soll während der TV-Wiedergabe bei 20 Milliwatt liegen, im Power Down-Modus bei 9 Watt. Auf Handys mit Displays zwischen 2 und 4 Zoll Größe und mit Akkus zwischen 800 und 1.300 mAh reicht die Power nach Angaben der Firma für bis zu 10 Stunden Fernsehen.
Presseinfo der Firma Microtune. / Hintergrundinfos zu DVB-H. / Messe-Special DVB-H auf der IFA.

3.6.2005 • DVB-H zur Internationalen Funkausstellung
Der gemeinsame Berlin-Brandenburger Messeauftritt zum Thema DVB-H auf der Internationalen Funkausstellung Berlin (2. bis 7. September) nimmt Gestalt an. Die Berliner Firma Q.I.U., die schon im BMCO-Projekt an ersten Anwendungsbeispielen beteiligt war, kündigte die iTV Palttform „par excellance“ an. Sie benutzt die „BroadletTechnologie“ und den „weltweit ersten interaktiven Browser für DVB-H“ dieses Unternehmens.
Website der Firma Q.I.U.. / Hintergrundinfos zu DVB-H. / Messe-Special DVB-H auf der IFA.

3.6.2005 • ANGA Cable - Bilanz
Die Kongressmesse ANGA Cable (Köln, 31. Mai bis 2. Juni 2005) zieht eine positive Bilanz. Insbesondere sei die Erweiterung der Kabelnetze um schnelles Internet und Telefonie („Triple Play“) einer treibenden Faktoren für die Kabelbranche. HDTV wird als Motor für die flächendeckende Digitalisierung - auch im Kabel - eingeschätzt. Die Kabelnetzbetreiber, denen die Infrastruktur in den 1980er Jahren aus Steuermilliarden finanziert wurden, forderten für die Digitalisierung der Netze erneut öffentliche Subventionen.
Presseinfo der ANGA vom 2. Juni 2005. / Weitere Infos und Produktnews im ANGA-Special.

1.6.2005 • Schweiz: 3. Region geht ans DVB-T Netz
Das schweizerische Sendegebiet umfasst nun auch die Region um den Genfer See. Bis 2009 soll ein landesweites Netz aufgebaut sein. Zunächst wird ein Bouquet von SRG SSR (TSR1, TSR2, SF1 und TSI1) im Simulcast ausgestrahlt. DVB-T wurde schon 2003 im Engadin und Tessin gestartet. Private Angebot werden seit 2001 im Oberwallis verbreitet.
Presseinfo der SRG vom 1. Juni 2005.

1.6.2005 • Kabelbranche will Digitalsubventionen
In einer Presseerklärung aus Anlass der Kongressmesse ANGA Cable fordert der veranstaltende Verband der Privaten Kabelnetzbetreiber ANGA eine öffentliche Suventionierung seiner Anstrengungen, den Vorsprung von Satellit und Antenne bei der Fernseh-Digitalisierung aufzuholen. Ein Digitalfonds soll geschaffen werden, dessen Mittel entsprechend der Nutzung der TV-Verbreitungswege verteilt wird. Dementsprechend würden die Kabelnetzbetreiber mehr als die Hälfte der Förderung bekommen.
Die ANGA erwartet ausserdem noch für diesen Herbst den Abschluß der auf ihre Beschwerde hin eingeleiteten Prüfung der Subventionen, die private Programmveranstalter beim DVB-T Start in Berlin bekommen haben.
Presseinfo der ANGA vom 31. Mai 2005. / Weitere Infos und Produktnews im ANGA-Special.

1.6.2005 • ULR will ZERGÜSS
Die Landesmedienanstalt ULR (Schleswig-Holstein) will auf Grundlage ihrer „Zertifizierungs- und Gütesiegelsatzung“ (ZERGÜSS) ab sofort „Dekoder für den Empfang von Fernsehprogrammen“ für ihre „gute Gebrauchsfähigkeit“ zertifizieren. Ein Prüfprogramm werde beim Institut für Industrieanthropologie der Uni Kiel durchgeführt. Das Siegel werde für zwei Jahre ausgegeben.
Quelle: Presseinfo der ULR vom 31.5.2005. / Hintergrund-Info zum Konzept für ZERGÜSS (pdf, 738 kB).



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