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Nachrichten-Archiv: Januar 2006

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31.1.2006 • Baden-Württemberg: LfK lizensiert drei Radios für DMB
LFK Baden-Württemberg Die für Baden-Württemberg zuständige Landesmedienanstalt LfK hat drei bundesweit ausgerichtete Radioprogramme lizensiert. „Angestrebt sei eine digitale Verbreitung, zunächst insbesondere auf einer bundesweiten DMB-Plattform“ im Zuge der mit Zieltermin Fussball-WM laufenden Vorbereitungen aller Landesmedienanstalten für das Handy-TV. Beworben haben sich:
bigFM radio 2 see mit einem musikdominierten Programm für 14- bis 29-jährige Hörer, das u.a. auch Weltnachrichten und Infos aus Sport, sowie einen bundesweiten Wetter- und Verkehrsservices angekündigt hat.
Auf die männliche Zielgruppe bis 40 Jahre orientiert sich DigiRadio von RTL Radio Deutschland mit Hits aus fünf Jahrzehnten, Musikspecials, Hörspielen und Aktuellem sowie Hörer-Spielen.
Regiocast Digital ist hingegen vorwiegend wortgetragen und will mit Sport und Kultur, Berichten von, Tagesaktuellem und einem Serviceteil um Hörer werben.
Presseinfo der LfK vom 31.1.2006.
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30.1.2006 • Berlin-Brandenburg: MABB klagt gegen EU-Entscheid
Berlin Die MABB klagt wegen der Entscheidung gegen die Berliner DVB-T-Förderung gegen die EU-Kommission. Die Privaten hätten sich aufgrund der Förderung für DVB-T und gegen einen Totalausstieg aus der Terrestrik entschieden. „Ohne eine solche Verpflichtung hätte es keine Grundlage für den Verbraucher gegeben, die Investitionen für Set-Top-Boxen auf sich zu nehmen, die damals noch über 200 € lagen.“ Zu überprüfen sei, ob die Kommission das Recht habe, ihr Konzept nachträglich an das nach deutschem Recht entwickelte Verfahren zu setzen, „das zum Erfolg des weltweit ersten Umstiegs geführt hat“. Die Definition der Aufgaben der Rundfunkversorgung müsse Aufgabe der Mitgliedsstaaten bleiben und könne nicht von Brüssel vorgegeben werden.
Presseinfo der MABB vom 30.1.2006.
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30.1.2006 • England: BBC will HDTV auch terrestrisch
England Die BBC und andere Anbieter wollen HDTV-Programme perspektivisch auch terrestrisch ausstrahlen. Die Medienbehörde Ofcom wurde zu entsprechenden Planungen aufgefordert. Durch den Wegfall der analogen TV-Übertragung, vorgesehen spätestens für 2012, könnten landesweite Kapazitäten für fünf HDTV-Programme zur Verfügung stehen. Weitere zwei Kapazitäten könnten für DVB-H verwendet werden.
Aufgrund seiner Insellage kann England ein wesentlich umfangreicheres Kanalspektrum für das Fernsehen nutzen wie zentraleuropäische Länder, darunter Deutschland.
Meldung des Fachdienstes DigitalSpy vom 29.1.2006 (in englischer Sprache).
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27.1.2006 • Berlin-Brandenburg: Erstes Pay-Programm aufgeschaltet
Berlin Heute wurde, wie angekündigt, in Berlin-Brandenburg das erste verschlüsselte und kostenpflichtige Angebot per DVB-T in Deutschland auf den Sender gebracht. Es handelt sich um das Radioprogramm „Radioropa Hörbuch“ aus dem Techniradio-Paket. damit sind 33 Radioprogramme auf dem Kanal 59.
Techniradio im Web / Hintergrund zu Radio und DVB-T.
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27.1.2006 • Schweiz: Fahrplan für den Einstieg in den DVB-T-Umstieg
Schweiz Der aktuelle Stand der Umstellungsplanung in der Schweiz ist dem jüngsten Newsletter des Schweizer Rundfunks SRG-SSR zu entnehmen. Bis 2008 sollen landesweit vier SRG-SSR-Programme empfangbar sein, davon zwei in der jeweiligen regionalen Hauptsprache. Im Zuge des Simulcast wird die analoge Verbreitung im Herbst 2009 beendet werden, erste Abschaltungen beginnen im Juni 2006 im Tessin. Ab 2007 will SRG-SSR 16:9-Sendungen im Originalformat ausstrahlen, schrittweise Dolby Digital einführen und MHP-Anwendungen per DVB-T anbieten.
Ab dem 1. Februar informiert die spezielle DVB-T Website www.digitalesfernsehen.ch über die Umstellung.
In der Schweiz empfangen zehn Prozent der Zuschauer das Fernsehen heute terrestrisch mit dem Erstgerät. Bei 30 Prozent der Haushalte werden Zweitgeräte per Antenne versorgt.
Quelle: Newsletter von SRG-SSR (pdf).
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26.1.2006 • NRW: Wieder vier DMB-Bewerbungen
Nordrhein-Westfalen Auf die Ausschreibung der LfM in Sachen DMB vom Dezember haben sich vier Firmen beworben. Das Quartett ist - aufmerksame Leser ahnen das - mit den Bewerbungen für Thüringen identisch. Das Projekt steht in Zusammenhang mit Ausschreibungen in allen Bundesländern.
Laut LfM könnte der Sendebetrieb am 1. Mai beginnen. Da es sich um ein bundesweites Projekt handelt werden aber alle Landesmedienanstalten gemeinsam entscheiden. Das wird nicht vor Mitte März geschehen können, wenn alle Ausschreibungen abgeschlossen sind. Das Verfahren für Mecklenburg-Vorpommern (siehe nächste Meldung) läuft bis zum 8. März.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 26.1.2006.
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26.1.2006 • MVP: Handy-TV mit DMB auch an der Ostseeküste
MeckPomm Auch die Landesrundfunkzentrale Mecklenburg-Vorpommern LRZ hat nun landesweite Kapazitäten für das Handy-Fernsehen mit DMB ausgeschrieben. Das Projekt soll voraussichtlich auf drei Jahre befristet sein. Wie in den anderen Bundesländern wird auch hier ein Plattformbetreiber gesucht. Der Sendebeginn zur Fußball-WM wird nicht ausgeschlossen. Bewerbungsende ist am 8. März.
Quelle: Ausschreibung der LRZ vom 25.1.2006 / Hintergrund zur Rundfunkgebühr.
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24.1.2006 • KEF-Bericht: Was kosten ARD und ZDF ohne Werbung?
KEF Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat jetzt die GEZ-Gebühr für den Zeitraum bis 2008 unter der Voraussetzung neu kalkuliert, dass ARD und ZDF auf Werbung und Sponsoring verzichten. Danach müsste die Monatsgebühr um 1,42 Euro erhöht werden. Davon entfielen 1,24 Euro auf wegbleibende Werbeeinahmen.
Die Berechnung entstand im Auftrag der Bundesländer und vor dem Hintergrund der Forderung der privaten Konkurrenz, dass ARD und ZDF die Werbung vollständig verboten werden sollte. Der gesamte TV-Werbemarkt schrumpfte zwischen 2000 und 2005 von 4,7 Milliarden auf 3,9 Milliarden Euro, wovon naturgemäß die Privaten wesentlich stärker betroffen sind.
Quelle: Presseinfo der KEF vom 24.1.2006 / Hintergrund zur Rundfunkgebühr.
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24.1.2006 • Thüringen: Bewerberquartett für DMB
Thüringen An der Ausschreibung für Handy-Fernsehen mit DMB haben sich in Thüringen vier Unternehmen beteiligt. Wie schon in zwei Bundesländern haben sich Walk’n Watch Gesellschaft für mobiles Fernsehen mbH, Grünwald, MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH, Düsseldorf und Western Star GmbH, Essen beworben. Als neuer Bewerber um die Betreiberschaft einer Sendeplattform hat sich die Radio Starlet Programm- und Werbegesellschaft mbH, Herzogenaurach, ins Gespräch gebracht. Nicht mit dabei ist der Bewerber in zwei Bundesländern, Anixe.
Quelle: Presseinfo der TLM vom 23.1.2006.
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24.1.2006 • DVB-H: Fußball-WM als chancenreicher Marktstart
DVB-H Logo Bereits 2008 könnte jeder zehnte Mobilfunkkunde Handy-TV-Dienste, z.B. das „Tor des Tages“, nutzen. Solche Dienste wollen nach Angaben der Marktforschunger von Steria Mummert zwei von drei Telekommunikations-Unternehmen anbieten. Auf den Plätzen folgen interaktive Spiele (23,7 %) und Downloads von Nationalhymnen (15,3 %). Für interessant werden im WM-Umfeld auch Videokonferenzen mit anderen Fans (14,4 %) und Kontaktportale (11,9 %) gehalten. WM-Kunden würden im Schnitt 50 Euro für Handy-TV-Dienste ausgeben. Steria Mummert hatte Ende 2005 122 Führungskräfte aus der Telekommunikationsbranche befragt.
Quelle: Presseinfo von Steria Mummert vom 24.1.2006.
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24.1.2006 • USA: Firmenallianz für DVB-H
USA Eine Mobile DTV Alliance der Firmen Intel, Motorola, Nokia, Texas Instruments und Modeo, will den Start von DVB-H in den USA im laufenden Jahr anschieben. Netzbetreiber Modeo will, zunächst inm Raum New York und dann in 30 weiteren Regionen, um die 30 Programme verbreiten.
Quelle: Homepage der Mobile DTV Alliance (in englischer Sprache).
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23.1.2006 • Berlin-Brandenburg: Pay-Radio mit ernsthafter Absicht?
Berlin Nach Insiderinformationen soll das Radiopaket auf dem Berliner Kanal 59 ab Anfang Februar um „Radioropa Hörbuch“ erweitert werden. Das Programm aus dem Radioangebot des Geräteherstellers Technisat wird mittels Conax codiert und ist kostenpflichtig. Die schon ausgestrahlten Radioprogramme bleiben frei empfangbar, Technisat will Boxen mit Conax-Decodierung auf den Markt bringen.
Es handelt sich um das erste Programmangebot, das in Deutschland verschlüsselt über DVB-T auf Sendung geht. Das Monatsabo kostet 10 Euro.
Da es sich beim Radiopaket um einen bis August befristeten Akzeptanztest handelt, ist die Zukunft für Radio über DVB-T in Berlin noch unklar. Erste Ausblicke dürften sich aus dem Echo auf die laufende Ausschreibung der MABB für alle freien Kapazitäten ergeben. Die MABB wird daher kaum vor Ende der Antragsfrist am 22. Februar Lizenzen für Programme im Regelbetrieb vergeben. Aus diesem Grund ist das Pay-Radioprojekt von Technisat wohl eher als Versuchsballon denn als ernsthafter Marktstart enzusehen.
Für das Pay-Programm von Technisat wird ein für Conax-Entschlüsselung geeignetes Empfangsgerät mit Karteneinschub benötigt. In Deutschland werden wenige Pay-TV-fähige Geräte für DVB-T angeboten.
Techniradio im Web / Hintergrund zu Radio und DVB-T.
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23.1.2006 • MVP: DVB-T Radio im Gespräch
MeckPomm Mehreren Meldungen zufolge peilt die Landesrundfunkzentrale Mecklenburg-Vorpommern (LRZ) an, wegen der Nichtbeteiligung der Privatprogramme ungenutzte DVB-T Kapazitäten für ein Hörfunkangebot zu nutzen. LRZ-Direktor Uwe Hornauer wird mit der Erklärung zitiert, die LRZ sei mit einem Anbieter im Gespräch. Dieser prüfe Machbarkeit und Kosten. Ende Februar sei mit Ergebnissen zu rechnen.
In Berlin/Brandenburg läuft bis zum August ein einjähriger Test mit 31 Radioprogrammen. Er soll Aufschluß darüber bringen, ob die Radioverbreitung über DVB-T auf Interesse stößt.
Quelle: Meldung von Digital Fernsehen am 23.1.2006 / Hintergrund zu Radio mit DVB-T.
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22.1.2006 • GEZ: Teure Sozialbefreiung
GEZ Nach Angaben von Reiner Dickmann, Mitglied der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), kostet die steigende Zahl von Sozialbefreiung von den Rundfunkgebühren die beiden öffentlich-rechtlichen Anstalten jährlich zwischen 753 und 822 Millionen Euro - das entspreche elf bis zwölf Prozent der Gebühreneinnahmen. Die GEZ rechnet nach Presseberichten zudem mit bis zu fünf Prozent Schwarzsehern.
Quellen: Rheinischen Post am 22.1.2006 / Website der GEZ / Hintergrund zur Rundfunkgebühr.
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21.1.2006 • Niedersachsen: Ausschreibung für DMB und DVB-H
Niedersachsen Die Landesmedienanstalt NLM will ab dem 1. April einen Modellversuch für das Handy-Fernsehen starten. Der Ausschreibung zufolge soll - im Rahmen des bekannten bundeweiten Projektes - Handy TV später im Regelbetrieb und „in möglichst allen Großstädten mit über 150.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ab 2007“ verfügbar sein. Zunächst soll per DVB-H jedoch nur die WM-Stadt Hannover (und vorbehaltlich der Verfügbarkeit des Kanals 40) versorgt werden. Die Antragsfrist läuft bis zum 15. Februar.
Eine DMB-Ausschreibung erfolge gemeinsam mit Bremen.
Quelle: Ausschreibung der NLM vom 20.1.2006.
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16.1.2006 • Bremen: Freies Plätzchen zu vergeben
BreMa Die Bremische Landesmedienanstalt BreMa hat jetzt den letzten noch freien vierten Programmplatz auf dem Kanal 45 (Tele 5, Eurosport, Terranova) für die Nutzung bis zum Mai 2009 ausgeschrieben. „Bewerben können sich Veranstalter von Fernsehprogrammen und / oder Mediendiensten (z.B. Teleshopping)“, so die BreMa. Der Kanal 45 werde mit den dann vier Programmen noch in diesem Jahr auch in Bremerhaven aufgeschaltet. Im erweiterten Empfangsgebiet gibt es zwar nur knapp 2 Millionen Einwohner, Bremen hat aber mit 17,7 Prozent den bundesweit höchsten Anteil an DVB-T Zuschauern.
Quelle: Presseinfo und Ausschreibung der BreMa vom 18.1.2006.
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16.1.2006 • Nokia: 2006 wird „Jahr des mobilen Fernsehens“ - trotz LMAs
DVB-H Logo Nokia N92 - Foto: dehnmedia 2006 wird ein „Wendepunkt für die Etablierung des Mobile-TV“, so Nokia zur Situation von DVB-H. „Durch die gemeinsame Erklärung, das mobile Fernsehen schon im laufenden Jahr in allen deutschen WM-Städten in die Erprobungsphase und ab 2007 dann in den Regelbetrieb zu bringen, wird zumindest für Norddeutschland schon einmal ein verbindlicher Zeitrahmen gesetzt, auf den sich Verbraucher und Industrie gleichermaßen einstellen können“, kommentiert Kai Froese, Business Manager Mobile TV.
Jedoch erfahre DVB-H „im Ausland allgemein mehr Unterstützung als in Deutschland“. Ein Technologiewettbewerb, rüffelt Froese die Landesmedienanstalten für die Auseinandersetzung DVB-H vs. DMB. Ein Technologiewettbewerb sei begrüßenswert, jedoch müsse es schon gleichberechtigt zugehen, damit Verbraucher und europäische Industrie sich auf die Zukunft einstellen könnten.
Das finnische Unternehmen war mit Vorseriengeräten und Systemtechnik in fast allen Pilotprojekten weltweit aktiv und hatte im November mit dem N92 das erste Serienhandy für DVB-H angekündigt.
Quelle: Nokia-Presseinfo vom 12.1.2006.
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14.1.2006 • Kabel: Auch Pro7Sat1 bald nur noch codiert im Kabel?
EuroMünze Nach der RTL-Gruppe und Kabel Deutschland hat auch Pro7Sat1 einen ersten Vertrag über die digitale Kabeleinspeisung mit „Grundverschlüsselung“ abgeschlossen: Wer Pro7, Sat1, Kabel1 und N24 digital in den Netzen in NRW und Hessen empfangen will, benötigt zum Receiver noch eine Smartcard. Die Freischaltung soll einmalig 19,95 Euro kosten.
Quelle: Presseinfo von Unity Media vom 13.1.2006 (pdf) / Meldung zu RTL/KDG.
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11.1.2006 • Bundesnetzagentur: 12 Eckpunkte zur Terrestrik
In 12 „Eckpunkten für die bedarfsgerechte Bereitstellung von Übertragungskapazitäten“ hat die Bundesnetzagentur (früher: RegTP) ein Diskussionspapier über Frequenzkonzepte und Regulierung für die terrestrischen Kapazitäten von Rundfunk- und Multimediadiensten zusammengefaßt. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, bundesweite Abdeckungen für neue Dienste wie das Handy-TV bereit zu stellen, da diese sonst nicht wirtschaftlich arbeiten können. Somit wird aufgrund der Begrenzten Ressourcen und der Notwendigkeit der internationalen Koordination „der terrestrische Verbreitungsweg als wesentliches Problemfeld“ eingeschätzt.
Mit dem Papier will sich die Agentur, die u.a. für die Zuteilung von Frequenzen an die Bundesländer zuständig ist, offenbar in die Insider-Diskussion um ein Frequenzkonzept für DVB-T/DVB-H und DAB/DMB einschalten.
Quellen: Presseinfo vom 11.1.2006, Dokumenten-Text (pdf, 288 kb) / Zum Thema auf dehnmedia.de.
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10.1.2006 • NRW: Kanalwechsel der ARD
Nordrhein-Westfalen Entsprechend den Planungen für DVB-T für die Startinsel Düsseldorf/Ruhrgebiet wird am 1. Februar der letzte Schritt des Umstiegs durchgeführt: Das ARD-Bouquet (Das Erste, Phoenix, Arte, EinsFestival) wechselt auf den Kanal 48. In Vorbereitung der Massnahme kommt es zu Abschaltungen der Sender Essen, Wesel, Düsseldorf, Langenberg und Kleve, die etwa 30 Minuten dauern und in den frühen Morgenstunden durchgeführt werden. Gleichzeitig wird im gesamten NRW-Empfangsgebiet die Senderkennung für EinsFestival aktualisiert.
Es ist daher in allen NRW-Startinseln notwendig, die vorhandenen Einträge der genannten Programme in den Programmlisten zu löschen und den ARD-Kanal neu zu programmieren.
Quelle: Meldung auf den NRW-Projektseiten.
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10.1.2006 • Auch Sachsen-Anhalt schreibt DMB aus
Sachsen-Anhalt Auch die Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) hat jetzt ein „zeitlich befristetes Versuchsprojekt“ für eine DMB-Betreiberplattform im L-Band ausgeschrieben. Die Frist endet am 21. Februar, ein Sendestart im Frühjahr wird in Aussicht gestellt. Interessant zu vermerken: Im Gegensatz zu anderen DMB-Ausschreibungen ist von möglichen Übergang in den Regelbetrieb nicht die Rede. Auch verzichtet die MSA (im Gegensatz zu Berlin und Hamburg) darauf, gleichzeitig Kapazitäten für DVB-H auszuschreiben, obwohl mangels der privaten Beteiligung an DVB-T Frequenzen verfügbar wären.
Thüringen und Sachsen (nur Leipzig) hatten zuvor ebenfalls für DMB ausgeschrieben.
Quelle: Ausschreibung der MSA vom 10.1.2006.
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10.1.2006 • Saar-DMB: Bekanntes Bewerber-Quartett
Saarland Die Ergebnisse der DMB-Ausschreibung für das Saarland wurden jetzt bekannt gegeben. Beworben haben sich die vier Unternehmen, die bereits in Baden-Württemberg in der Spur stehen. Die Landesmedienanstalt Saar hofft, daß es „ungeachtet des engen und ehrgeizigen zeitlichen Ablaufplans“ möglich sein wird, „im Stadtgebiet Saarbrücken zur Fußball-WM in diesem Jahr mit Handy-TV zu starten“.
Das großangelegte DMB-Projekt soll weitgehend bundesweit durchgeführt werden, aufgrund der Zuständigkeit der Bundesländer muss die Betreiberschaft aber länderweise ausgeschrieben werden. Die Landesmedienanstalten koordinieren ihre Aktivitäten.
Quelle: Presseinfo der LM Saar vom 9.1.2006.
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9.1.2006 • GEZ: Private TV-Handys sind als Zweitgeräte gebührenfrei
GEZ Für radio- und fernsehfähige Handys bestehe „grundsätzlich eine Gebührenpflicht nach dem Rundfunkgebührenstaatsvertrag in seiner derzeit gültigen Fassung“. So beschied die GEZ eine Anfrage der „Berliner Zeitung“. Hintergrund: In einem Jahr - ab dem 1. Januar 2007 - werden auch internet-taugliche Computer und andere neue Empfangsgeräte gebührenpflichtig. Das sei allerdings kein Grund zur Panik, so die GEZ: Handys von Privatleuten würden in der Regel als gebührenbefreite Zweitgeräte eingestuft.
Dem Argument der GEZ, UMTS-Handys seien bereits heute gebührenpflichtig, halten Mobilfunkbetreiber entgegen, dass ihre TV-Angebote keinen „Rundfunk“ darstellten. Vor der GEZ werden daher wohl zuerst die Juristen am Handy-TV mitverdienen.
Quelle: Bericht der Berliner Zeitung vom 7.1.2006 und Website der GEZ.
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5.1.2006 • DVB-H: US-Start für 2006
USA de Netzbetreiber Modeo (früher Crown Castle) bestätigte den Start für DVB-H in den USA noch in diesem Jahr. 30 regionale Märkte, darunter New York City. Das Unternehmen arbeitet mit den Firmen Motorola und Nokia zusammen und war bereits am Pilotprojekt in Pittsburgh beteiligt gewesen. Neben diversen TV- und Radioprogrammen soll auch Podcasting angeboten werden.
Quelle: Presseinfo von Modeo vom 4.1.2006 (in englischer Sprache).
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5.1.2006 • DVB-T Zwischenbilanz in Spanien
Spanien Gegenwärtig - zwei Monate nach dem Start der neuen DVB-T-Plattform - nutzen rund eine Million Haushalte in Spanien das digitale Antennenfernsehen. Das entspricht 4,7 Prozent der TV-Haushalte. Der Dachverband der Elektronikindustrie ASIMELEC, der für 2005 seine bei 850.000 Geräten angesetzte Erwartung übertroffen sieht, rechnet für 2006 auf eine Verdopplung der Zuschauerzahl.
Quelle: Website von Asimelec (in spanischer Sprache).
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4.1.2006 • Bayern bringt wie erwartet DMB in die Pilotspur
Bayern Auch Bayern schreibt eine „Projektstelle“ für die Beteiligung am bundesweiten DMB-Piloten aus. Im Frühjahr und mit fünf Jahren Laufzeit könnte der Pilotbetrieb in 19 Regionen des Freistaates via L-Band starten.
Neben der Erprobung der Technik soll das Projekt unter anderem wirtschaftliche Aspekte und Nutzerakzeptanz untersuchen. Es soll außerdem Aufschluß bringen über Strukturen eines bundesweiten Sendebetriebes und den sich daraus eventuell ergebenden regulatorischen oder juristischen Handlungsbedarf. Bewerbungen sind bis zum 2. Februar möglich.
Mit Samsung als Hersteller von Endgeräten und Systemtechnik wurde bereits im April 2005 ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet, das zu dem aus Europa-Mitteln (CELTIC) mitfinanzierten Pilotprojekt „mi friends“ in Regensburg führte.
Quelle: Ausschreibung vom 2.1.2006 (pdf, 23 kb).
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3.1.2006 • Teles gibt Hot-Spot Projekt auf
Vor Weihnachten hatte die MABB durchblicken lassen, für „Super HotSpot Berlin“ ein medienrechtliches Schlupfloch aufreissen zu wollen. Dennoch hat die Berliner Firma Teles jetzt beschlossen, „Planung und Projektentwicklung“ für diesen Internetzugang in Kombination von DVB-T und Mobilfunk einzustellen. Der Dienst ist eine technische Variante des Internetzugangs über Satellit „SkyDSL“.
Begründet wird das mit den „weiterhin völlig unabsehbaren politischen Rahmenbedingungen für einen mobilen DVB-T-gestützten Breitband-Internet-Zugangsdienst in Berlin-Brandenburg und auch in den anderen Bundesländern“. Firmenchef Schindler kritisiert scharf „das totale Desinteresse der zuständigen politischen Entscheidungsträger“. Mittelständler könnten sich nicht auf „mehrjährige Hängepartien einlassen, wie sie die Hüter des Medienrechts in Deutschland — das hier auch noch durch den Föderalismus kompliziert wird — als Normalität ansehen“.
Quellen: Presseinfo von Teles (3.1.2006) / Updates: HotSpot-Projekt (17.12.04), MABB-Ausschreibung (22.12.05). Hintergrund: Internet mit DVB-T.
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2.1.2006 • DVB-H und DMB für Hamburg
Hamburgische Landesmedienanstalt Auch die Hamburger Landesmedienanstalt forciert das Handy-Fernsehen. Ausgeschrieben wurde die Plattformbetreiberschaft für DVB-H und DMB-Dienste für drei Jahre. Für DVB-H steht der Kanal 53 zur Verfügung, der bis zu 30 TV-Programme transportieren könne, während für DMB nur Kapazitäten für drei bis vier Programme vergeben werden können.
DVB-H soll „im zeitlichen Zusammenhang mit der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 in möglichst vielen WM-Städten“ gestartet werden. Bis 2007 sollen die Großstädte mit mehr als 150.000 Einwohnern versorgt sein. Die bundesweite Flächendeckung werde für 2008/2009 angestrebt.
Quelle: Ausschreibung der HAM vom 30.12.2005 (pdf, 21 kb) und Presseinfo.
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2.1.2006 • Baden-Württemberg: Vier DMB-Bwerbungen
LFK Baden-Württemberg „Für Euphorie ist es noch zu früh, aber die erste Durchsicht der Unterlagen zeigt, dass hier eine echte Chance für ein erfolgreiches Projekt für mobile Rundfunkdienste da ist.“ So bewertet Thomas Langheinrich, LfK Baden-Württemberg, ohne nähere Begründung die vier Bewerbungen um die Betreiberschaft einer DMB-Sendeplattform, die auf die Ausschreibung vom vergangenen Oktober reagierten. Mit DMB könnte „voraussichtlich noch 2006 ein Start für 4 Fernseh- und 2 digitale bundesweite Hörfunkprogramme“, ausgestrahlt im L-Band, beginnen.
Mit Interesse darf man wohl das Abwarten der Mobilfunkbetreiber zur Kenntnis nehmen. Eine kompetente bundesweite Vermarktung von Handy-TV scheint ohne die jedenfalls kaum möglich. Die vier Großen dieser Branche hatten mehrfach erklärt, eher DVB-H zu bevorzugen und hatten Anfang November mit den fünf Nord-Bundesländern eine „Absichtserklärung“ unterzeichnet.
Bewerbungen: Anixe TV GmbH & Co. KG, Mannheim; MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH, Düsseldorf; Walk’n watch Gesellschaft für mobiles Fernsehen mbH, Grünwald; Western Star GmbH, Essen.
Quelle: Presseinfo der LfK Baden-Württemberg vom 2.1.2006.
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1.1.2006 • Herzlich willkommen ...
... im Jahr 2006. Was wird es bringen? Einen Durchbruch für Handy-TV? Den Einstieg der großen Privatprogramme ins Pay-TV? Die als Ring ansteckbare Settopbox: die Bilder werden auf Brillengläser projiziert, die Lautsprecher befinden sich in den Brillenbügeln? Warten wir's ab ... Schaumer ... .



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