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Nachrichten-Archiv: Juli 2006

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29.7.2006 • Österreich: ATV will DVB-T mitmachen, nicht mitfinanzieren
Österreich DVB-T Logo Österreich Gerade drei Monate vor dem DVB-T Start in Österreich am 26. Oktober droht der Privatsender ATV überraschend, alles auf Anfang zu setzen. Dabei sein möchte man gerne. ATV „kann und will die Digitalisierung aber nicht mitfinanzieren“, so Vorstand Franz Prenner gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Regulierungsbehörde RTR und Netzbetreiber ORS würden schon „einen Weg finden, den Ausbau der Digitalisierung zu finanzieren“. Man werde „nicht akzeptieren, wenn das das x-fache“ der analogen Ausstrahlung kostet, so Prenner - ohne ins Detail zu gehen.
Prenner argumentiert seine Forderung, den gerade um vier Wochen verzögerten DVB-T Start nochmals zu verschieben, zudem mit möglichen Reichweitenverlusten während der Einführungsphase: Beim Start am 26. Oktober sollen 70 Prozent der Bevölkerung per DVB-T versorgt werden, 95 Prozent bis 2010.
Netzbetreiber ORS zeigte sich überrascht. Die Kosten seien „sehr früh konfrontiert“ worden. ORS werde einen „mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag“ für die Infrastruktur aufwenden, den man in der zehnjährigen Lizenzfrist refinanzieren wolle. ORS-Chef Wagenhofer sprach sich dafür aus, ATV aus dem Digitalisierungsfonds zu fördern.
Nach Angaben von Astra beziehen 50% der 3,37 Mio. TV-Haushalte Österreichs TV über Satellit, 37% über Kabel und 12% über Antenne.
Quelle: Meldung von Der Standard vom 28.7.2006 / Presseinfo von Astra (pdf) vom 12.4.2006.
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28.7.2006 • DMB: Sachsen will Sendegebiet erweitern
SLM Sachsen Die Sächsische Landesmedienanstalt hat Sendekapazitäten für einen DMB-Dienst (je ein Block im L-Band für Chemnitz, Dresden und Lausitz) ausgeschrieben. Mit Verspätung findet sich auf der SLM-Website eine Bekanntmachung vom 12. Juni. Die Ausschreibung erfolge auf Grundlage der „Ankündigung eines geplanten, zeitlich befristeten Modellversuchs für die Erprobung der digitalen (Weiter-) Verbreitung von digitalen terrestrischen Rundfunkdiensten im DMB-Standard“. Das Projekt hat drei Jahre Laufzeit und kann um zwei Jahre verlängert werden, ein Starttermin wurde nicht bekannt gegeben.
Im März hatte Plattformbetreiber MFD („Watcha“) die Zulassung für den Raum Leipzig bekommen. Die Landesmedienanstalten hatten schon während des Lizensierungsprozesses die MFD für eine erste bundesweite Bedeckung favorisiert. Dem wird möglicherweise für die neuen Regionen wieder gefolgt werden.
Quelle: Bekanntmachung der SLM vom 12.6.2006 / Hintergrund: DMB.
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27.7.2006 • „Fall Code“: Pro7Sat1 läßt Entscheidung noch offen
Euro-Münze Die Pro7Sat1-Gruppe läßt die Beteiligung an einer Grundverschlüsselung des TV-Empfangs weiter offen. Spiegel Online berichtete unter Berufung auf Pressesprecherin Katja Pichler, „es gebe keine Überlegungen in dieser Richtung, weder bei der Ausstrahlung über Satellit noch über DVB-T“. Wenige Stunden darauf zitiert Sat und Kabel Frau Pichler: Es sei „noch immer keine Entscheidung gefallen“. Damit wäre wieder alles offen.
RTL bestätigte indessen Schlüssel-Pläne auch für DVB-T: „Es macht langfristig keinen Sinn, die Verbreitungswege unterschiedlich zu behandeln“, so eine Sprecherin, denn Raubkopieren solle erschwert werden. Das bedeute jedoch keine Umstellung auf Pay-TV: „Free TV bleibt Free TV.“ Der von der NLM ins Spiel gebrachte Termin im Jahr 2009 wurde nicht bestätigt.
Mittels Verschlüsselung könnten Sendungen nicht nur mit einem Kopierschutz versehen werden. Auch das Überspringen der Werbung bei der Wiedergabe digitaler TV-Aufzeichnungen könne verhindert werden. Laut RTL sei das eine „mögliche Option“.
Quelle: Meldungen von Spiegel Online und Sat und Kabel am 27.7.2006 / Hintergrund: Grundverschlüsselung.
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26.7.2006 • GEZ: Rundfunkgebühr für PCs bringt nur wenig Geld
GEZ Die am 1. Januar 2007 in Kraft tretende Rundfunkgebührenpflicht für internetfähige Computer bringt ARD und ZDF wahrscheinlich nicht viel mehr als 10 Mio. Euro jährlich ein. Das meint Norbert Seidel, Vorsitzender des Verwaltungsrats der GEZ. Auf Privathaushalte und Unternehmen, die bereits Rundfunkgebühren entrichten, kommen keine zusätzlichen Kosten zu. Da praktisch alle Privathaushalte bei der GEZ gemeldet seien, seien nur etwa 50.000 Betriebe betroffen, die bisher keine Rundfunkgeräte angemeldet haben. Die Gebühr sei unabhängig von der Anzahl der im Betrieb vorhandenen PCs.
Quelle: Presseinfo des WDR vom 26.7.2006 / Hintergrund: Rundfunkgebühren.
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26.7.2006 • Frankreich: Analogende 2011 / Weiterer HDTV-Test
Frankreich DVB-T soll laut Medienberichten bis spätestens 2011 das analoge Antennen-TV in Frankreich vollständig ersetzen. Die erste Abschaltung analoger Sender ist für 2008 geplant. Das beinhaltet der Kabinettsentwurf eines „Gesetzes über die Modernisierung des Rundfunkempfangs und das Fernsehen der Zukunft“. Über DVB-T werden derzeit 58 Prozent der Franzosen erreicht, Ende 2007 sollen es 85 Prozent sein. Das Angebot wird schrittweise von sechs auf 18 Programme erweitert.
Dem im Mai/Juni durchgeführten HDTV-Pilotprojekt via DVB-T (TNT) in Paris, Lyon und Marseille soll dort ein weiterer Test folgen, da die Mitwirkung von Prgrammveranstaltern gering gewesen sei. Die Medienbehörde CSA plant eine längere Laufzeit von Anfang September bis in den Januar.
Quelle: Meldung vom Sat und Kabel vom 25.7.2006 / Meldung des DVB Projekts vom 11.7.2006 (englisch).
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25.7.2006 • NLM: Private wollen DVB-T verschlüsseln - „Fall Code“ ab 2007?
Euro-Münze Die privaten TV-Veranstalter wollen auch über DVB-T künftig grundverschlüsselt senden. Das bestätigte Andreas Fischer, Stellvertretender Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt NLM, gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und weiteren Medien. RTL-Chefin Anke Schäferkordt hatte das bereits Mitte Mai ankündigt.
Hintergrund ist, neben den Plänen zur Grundverschlüsselung ihrer Programme via Kabel und Satellit das Auslaufen der Verbreitungsverträge für DVB-T mit T-Systems. Wenn per Kabel und Satellit die SmartCard für Pro7Sat1, RTL & Co Pflicht wird, sollen die Privatprogramme auch per Antenne verschlüsselt gesendet werden. „Definitiv ist nichts“, kommentiert Fischer. „Die Smartcards sollen in diesem Fall kostenfrei ausgegeben werden“, wünscht er sich.
Der „Fall Code“ könnte in Niedersachsen ab Mai 2009 eintreten, in Berlin bereits im November 2007 und in Bayern im Mai 2010. Dann enden die bestehenden Einspeisungsverträge nach üblicherweise 5 Jahren. Benötigt wird dann eine Settopbox, die für das genutzte Codierungs- und Zugangssystem geeignet ist.
Generallinie bei ARD und ZDF ist hingegen die unverschlüsselte Verbreitung aller öffentlich-rechtlichen Programme. Die ARD betreibt ihre terrestrischen Sendeanlagen ohnehin selbst.
Quelle: Meldung vom Sat und Kabel vom 25.7.2006 / Hintergrund: Grundverschlüsselung und DVB-T.
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23.7.2006 • DAB-Plattform lehnt DxB ab
DAB-Logo DxB (auch: eDAB) - in Deutschland entwickelter Synergie-Vorschlag um DVB-H und DAB/DMB mittels IP Datacast unter einen Technik-Hut zu bringen - ist gescheitert. Nach Angaben der Fernseh- und Kinotechnischen Gesellschaft wurde der Systemvorschlag von den zuständigen Gremien der WorldDAB-Organisation abgelehnt. Dort liegen zwei konkurrierende Vorschläge vor: „EDG“ von Teracom/Schweden und einer von Samsung. Beide sollen nur wenige Modifikationen des DAB-Standards enthalten und erreichten damit nicht die von DxB angestrebte Kompatibilität mit IP Datacast, die eine Schnittstelle zu DVB-H und interaktiven Anwendungen ermöglichen würde.
Quelle: Meldung auf FKTG-Online vom 23.7.2006 (nicht öffentlich zugänglich).
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21.7.2006 • EU contra DVB-T Förderung für Bayern und NRW
EUROPA Die EU-Kommission will prüfen, ob Zuschüsse, „die kommerziellen Rundfunkanbietern in Bayern und Nordrhein-Westfalen für die Nutzung des digitalen terrestrischen Fernsehnetzes in Deutschland gewährt wurden ... drohen, den Wettbewerb im Binnenmarkt zu verfälschen“. Wettbewerbskommissarin Kroes wird mit der Bemerkung zitiert, die EU fördere „entschlossen“ den digitalen Umstieg. Staatliche Unterstützungen dürften den Wettbewerb zwischen den Empfangswegen Antenne, Kabel und Satellit nicht verfälschen.
Die Landesmedienanstalten planten Zuschüsse von 2,4 Mio. Euro (BLM, Bayern) bzw. 6,8 Mio. Euro (LfK, NRW) zu den Sendekosten der privaten Programmanbieter für DVB-T in den jeweiligen Regionen. Verwiesen wird auf die EU-Entscheidung zur Förderung in Berlin/Brandenburg samt Begründung, gegen die die MABB jedoch Klage erhoben hat. Der Berlin/Brandenburg-Bescheid erging erst, nach dem in NRW und Bayern der DVB-T Betrieb bereits begonnen hatte. Nach Angaben der EU seien „endgültige Entscheidungen“ in Sachen DVB-T Förderung bereits gegen Österreich und England ergangen, Verfahren gegen Schweden und Italien seien noch im Gang.
Quelle: Presseinfo der EU-Kommission vom 20.7.2006.
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20.7.2006 • Alcatel: Erster Praxistest für hybrides DVB-H-System
DVB-H Logo Alcatel will mit weiteren Partnern seine hybride Verbreitungstechnologie für DVB-H („Unlimited Mobile TV“) einem ersten Praxistest ausserhalb von Labors unterziehen. Für das bis in den September hinein terminierte Projekt wurde der Raum Toulouse ausgewählt. Erprobt werden sollen vor allem die Schlüsselparameter der Übertragung von DVB-H via Satellit (simuliert durch einen Sender in einem in großer Höhe fliegenden Hubschrauber) und das Zusammenwirkung mit der terrestrischen Verbreitung über etwa zehn Standorte sowie der Empfang im Auto mit Diversity-Geräten.
Quelle: Presseinfo von Alcatel vom 18.7.2006 (in englischer Sprache) / Nachricht vom 20.2.2006.
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19.7.2006 • Italien: Keine Digitale Dividende für Berlusconi
Italien Die EU-Kommission hat von der italienischen Regierung Aufschluß über die Vereinbarkeit der nationalen Rundfunkgesetze mit EU-Wettbewerbsvorschriften verlangt. Eine italienische Verbrauchervereinigung hatte bei der EU über das unter der Ministerpräsidentschaft des Medienunternehmers Berlusconi beschlossene Gesetz zum Digital-Übergang des Fernsehens Beschwerde erhoben.
Das Gesetz räume den Betreibern analoger Programme Sonderrechte beim Digitalumstieg ein. Sie seien, so die EU-Kritik, nicht verpflichtet, durch den Umstieg frei werdende Frequenz-Kapazitäten („digitale Dividende“) zurückzugeben. Das beschränke den Zugang neuer Wettbewerber zu den digitalen Sendemöglichkeiten. Ihnen werde die „digitale Dividende vorenthalten, die sich aus der verstärkten Kapazität der digitalen Netze ergibt“.
Berlusconis parlamentarische Mehrheit hatte, so Kritiker, das „Gasparri-Gesetz“ auf die Mediaset-Gruppe des ehemaligen Ministerpräsidenten zugeschnitten, den größten privaten TV-Konzern Italiens. Staatspräsident Ciampi hatte seine Unterschrift daher zunächst verweigert. Der Konzern soll bis zu 1,6 Mrd. Euro in DVB-T investiert haben, berichtet Spiegel Online in diesem Zusammenhang. Auch die öffentlich-rechtliche RAI und Telecom Italia seien von der EU-Abmahnung betroffen.
Die neue italienische Regierung muss innerhalb von zwei Monaten Stellung nehmen. Das Verfahren kann zu einer Klage vor dem EU-Gerichtshof führen.
Quelle: Presseinfo der Europäischen Kommission vom 19.7.2006.
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19.7.2006 • Boxenimporteur Globo geht in die Insolvenz
Globo-Logo Der Importeur von Digital-Settopboxen (Produktreihe „Digital“) Globo Electronic GmbH und Co. KG, Niederlauer, hat am Dienstag beim Amtsgericht Schweinfurt Insolvenz beantragt. Der Internetauftritt des Unternehmens wurde abgeschaltet. Nach Angaben von „Digital Fernsehen“ zeichnete sich der Zusammenbruch der Firma seit einiger Zeit ab. So liege eine Containerlieferung fest, da die Ware dem chinesischen Lieferanten seit Monaten nicht bezahlt worden sei. Das Unternehmen gehörte 2002 zu den ersten Anbietern von DVB-T-Boxen in Deutschland.
Quelle: Meldung von Digtal Fernsehen vom 19.7.2006.
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18.7.2006 • DVB-T in 114 Ländern im Betrieb oder vor dem Start
DVB-T Logo (DVB Project) Die auf der Konferenz RRC06 der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) beschlossene aktualisierte Frequenzplanung für Europa, Asien und den Nahen Osten für die Frequenzbänder III, IV und V (VHF und UHF) unterstützt die Planungen für DVB-T. 114 Länder in den drei genannten ITU-Regionen haben den Umstieg des Antennenfernsehens begonnen oder stehen in der Planungsphase, hebt das DVB Project in einer Presseerklärung hervor. Damit sei DVB-T zu einem de-facto Weltstandard geworden. Der zuletzt 1961 vereinbarte Frequenzplan sei inzwischen an Grenzen gestoßen. Kapazitätsprobleme, die den Ausbau von DVB-T zum Beispiel in Grenzregionen behindert hatten, wurden beseitigt.
Im Regelbetrieb ist DVB-T heute in folgenden Ländern: Albanien, Andorra, Australien, Belgien, Deutschland, Faröer, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Litauen, Malta, Mauritius, Namibia, Niederlande, Russische Förderation, Singapur, Spanien, Schweden, Schweiz und Tschechien. In Dänemark, Österreich und Norwegen steht der Einführungsbeginn kurz bevor.
Das DVB-Project mit Sitz in Genf hat die DVB-Standardfamilie für das digitale Fernsehen entwickelt und betreibt die Weiterentwicklung der technischen Grundlagen.
Quelle: Presseinfo des DVB-Projects vom 18.7.2006 (in englischer Sprache).
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18.7.2006 • Hamburg: Mitmischen bei Medienrecht und Handy-TV
Hamburg Hamburg will sich „politisch einmischen“ in die Entwicklung des Rundfunkrechtes. Dirk Petrat, seit Februar 2006 Leiter des neu geschaffenen Amtes für Medien, Tourismus und Marketing in der Wirtschaftsbehörde, sieht Aufgaben besonders bei Anpassung der Rechtsgrundlagen an veränderte Gegebenheiten. Nachdem Netzbetreiber sich auch als Rundfunkveranstalter betätigen (Beispiel „Arena“, dehnmedia) sei der gleichberechtigte Zugang aller Rundfunkveranstalter zu den Netzen „auf gleicher Augenhöhe“ zu sichern. Die Hanseaten prüften die Unterstützung von Pilotprojekten für Handyfernsehen. „Ich denke vor allem an Projekte, die ausloten, welche Art von Programm die Nutzer im künftigen Handy-TV sehen wollen“, erklärte Petrat im Interview mit der Zeitung „Die Welt“.
Quelle: Interview in Die Welt vom 17.7.2006.
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17.7.2006 • Italien: 4 Millionen DVB-T Geräte
Italien Nach Angaben der GfK-Tochter Eurisko wurden etwa 4 Millionen DVB-T-Geräte in den letzten beiden Jahren in Italien verkauft. Ein Großteil der Geräte ist MHP-fähig; dafür gab es ein Förderprogramm der ehemaligen Regierung des TV-Unternehmers Berlusconi.
Quelle: Meldung von PC World Italien vom 10.7.2006 (in italienischer Sprache).
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14.7.2006 • DMB fürs Auto in Reichweite
Blaupunkt hat den Prototypen eines DMB-Empfängers für den Kfz-Einbau entwickelt. Das Gerät, das derzeit im Rahmen des Pilotprojektes MiFriends getestet werde, basiere auf dem DAB-Radio Nashville 35, dass um die DMB-Signalverarbeitung und einen Videoanschluß (für externe Monitore) erweitert wurde und im L- und VHF-Band empfängt.
Die Bosch-Tochter, die DAB mit entwickelte, arbeitet in Sachen DMB unter anderem mit dem Chiphersteller ST Microelectronics zusammen. Lösungen mit deren Chip STn8810 wurden zur Fussball-WM in Italien erprobt. Die Chipfamilie Nomadik sei laut STM auch für DVB-H geeignet.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 14.7.2006 / Presseinfo von ST Microelectronics vom 9.6.2006.
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14.7.2006 • LMA-Direktoren: Digitalfrequenzen reichen für alle
DLM Für alle Regionen wird „hinreichend Frequenzspektrum vorhanden sein“, um bestehende analoge Dienste und neue Anwendungen digital-terrestrisch zu verbreiten. Das stellen die Direktoren der Landesmedienanstalten im Ergebnis der Internationalen Wellenkonferenz RRC06 fest. „Das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T, die Digitalisierung des terrestrischen Hörfunks und mobile Anwendungen über DVB-H und DMB haben nun eine realistische Perspektive der Markteinführung.“ Die Medienwächter wollen nun mit ARD und ZDF einen Umsetzungsentwurf erarbeiten, der Grundlage der folgenden „Feinarbeit“ der Länder und der Bundesnetzagentur wird.
Quelle: Presseinfo der ALM vom 14.7.2006.
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14.7.2006 • Österreich: DVB-T Start verschoben
Österreich DVB-T Logo Österreich Der Start von DVB-T wird nach Angaben des Webportals „Telekom-Presse“ vom 27. September auf den 26. Oktober, den Nationalfeiertag, verschoben. Als Grund für die Entscheidung wurden die von November auf den 1. Oktober vorgezogenen Nationalratswahlen genannt. Ab dem 27. Oktober werden die Gutscheine für Geräteförderungen ausgegeben.
Quelle: Meldung von Telekom-Presse vom 13.7.2006.
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12.7.2006 • Schleswig-Holstein: Letzte Zulassung für Handy-TV „Watcha“
Schleswig-Holstein Die Landesmedienanstalt ULR hat heute mit mehrmonatiger Verzögerung als letzte Anstalt ihre Entscheidung zur DMB-Lizensierung bekannt gegeben. Erwartungsgemäß geht die Lizenz - der „Empfehlung“ der Gemeinsamen Stelle Programm, Werbung und Medienkompetenz der Landesmedienanstalten (GSPWM) folgend - an die Firma MFD, Betreiber der seit Ende Mai von Debitel vermarkteten DMB-Plattform „Watcha“. MFD hat damit Lizenzen in allen Bundesländern für einen dreijährigen Pilotbetrieb und will laut ULR den Dienst bis Mitte 2007 in Kiel und Lübeck in die Luft bringen.
Quelle: Presseinfo der ULR vom 12.7.2006.
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12.7.2006 • Bayern: Antenne hält Position
Bayern In den DVB-T Gebieten Südbayern und Nürnberg verfügten laut Funkanalyse Bayern 337.000 Personen über eine Settopbox (3,6%). Der Anteil der Antennenzuschauer in Bayern liege bei insgesamt 5,2% (minus 1%). Im Vergleich mit anderen Untersuchungen entspricht der DVB-T Anteil damit dem Anteil der Antennenhaushalte im gesamten Freistaat im Jahr 2003, also vor der Umstellung.
Der Satellitendirektempfang im Freistaat legte um 1,3 auf 50,9% zu, das Kabel verlor 0,3% und ging auf 43,9% zurück. Digital empfangen im Schnitt 31,2%, bei den Sat-Haushalten sogar 50,2%. Grundlage der Funkanalyse Bayern ist eine Befragung von 11.825 Personen durch Infratest TNS im Auftrag der Landesmedienanstalt BLM.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 11.7.2006.
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12.7.2006 • DMB-Projekt: Positive Zwischenbewertung
mifriends-Logo Eine erste Zwischenauswertung des EU-Pilotprojektes für Handy-TV mit DMB „mifriends“ verzeichnet eine „hohe Zuschauerrate“ für die WM-Spiele. 90 Prozent der Testpersonen hätten mindestens ein Spiel am Handy geschaut, von denen nur 10 Prozent Fussball am Handy „nicht so gut“ fanden. Am Münchner Projektteil sind 200 „(mi)friendly User“ beteiligt. Der Beginn der zweiten Stufe (Regensburg) soll im September sein.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 11.7.2006.
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11.7.2006 • Sachsen: Mehr Leistung für Kanal 9
Sachsen Die Sendeleistung für den VHF-Kanal 9 (MDR, RBB, WDR, BR; Sender Leipzig-Stadt) wird von 10 kW auf 20 kW verdoppelt. In der Nacht zum Mittwoch (12.7.2006) bis etwa 8 Uhr morgens wird die Anlage umgebaut.
„Die Erfahrungen der DVB-T-Einführungsphase in Mitteldeutschland haben gezeigt, dass der Fernsehempfang des Kanals 9 durch eine Erhöhung der Sendeleistung noch verbessert werden kann“, formuliert sich der Vorsitzende des DVB-T-Lenkungsausschusses Andreas Vierling dezent um Zuschauerbeschwerden über Empfangsprobleme herum. Diese würden vielfach durch Störstrahlungen, ausgelöst „durch andere elektronische Geräte sowie durch oft schlecht angepasste Antennen“ verursacht.
Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass im Raum Leipzig Antennen verwendet werden sollten, die auch für den VHF-Bereich geeignet sind. Änderungen am Empfangsgerät seien nur notwendig, wenn die genannten Programme im „ausgewiesenen Versorgungsgebiet“ bisher nicht empfangen wurden.
Quelle: Presseinfo des Lenkungsausschuß DVB-T Mitteldeutschland vom 10.7.2006.
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7.7.2006 • ARD/ZDF: Sport geht in die Breite
ARD/ZDF ARD und ZDF wollen ihre Haupt-Sportsendungen (Sportschau, Aktuelles Sportstudio) künftig möglicherweise im Breitbild-Format 16:9 ausstrahlen. Im Gegensatz zu früheren Erfahrungen habe es zu den WM-Übertragungen im 16:9-Format nur „eine ganz geringe Zahl kritischer Zuschauer-Reaktionen“, zitiert die Neue Ruhr/Neue Rheinzeitung den ARD-WM Teamchef Heribert Faßbender. Ähnlich schätzt sein ZDF-Kollege Dieter Gruschwitz das Zuschauer-Echo ein.
Quelle: Meldung von Sat&Kabel vom 7.7.2006.
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5.7.2006 • Handy-TV: Qualcomm will in Europa gegen DVB-H/DMB antreten
MediaFlo Logo Der US-Chiphersteller will mit seiner Handy-TV-Technik MediaFlo in Deutschland und anderen europäischen Ländern gegen die bereits im Aufbau befindliche DMB- und DVB-H Kokurrenz antreten, so ein Unternehmensvertreter gegenüber dem Online-Dienst de.internet.com. Verwiesen wird - trotz der wesentlich später eingetretenen Vermarktungsreife - auf den vereinbarten Piloten in England und auf die „bis zu 50 Prozent“ billigeren Sendeanlagen.
Quelle: Meldung von de.internet.com vom 4.7.2006.
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4.7.2006 • Klares Bekenntnis der Mobilfunker zu DVB-H bestätigt
DVB-H Logo Bernhard von Canstein, Projektleiter DVB-H beim Mobilfunkunternehmen Vodafone, sieht „die Programmvielfalt als den 1. Erfolgsfaktor von DVB-H“ gegenüber DMB. Auch die Vielfalt der verfügbaren Endgeräte sei gegenüber den wenigen Korea-Importen für DMB-Dienste wie „Watcha“ spreche für DVB-H. Vodafone betreibt mit den anderen drei Mobilfunkbetreibern anläßlich der Fussball-WM einen DVB-H Piloten - mit dem Ziel später gemeinsam eine Betreiberplattform auf die Beine zu stellen. Unmittelbares Ergebnis der internationalen Frequenzkonferenz RRC06, so MABB-Direktor Hans Hege, sei die nunmehrige Verfügbarkeit einer bundesweiten Bedeckung für einen DVB-H Dienst. Der Weg sei frei, DVB-H zur Funkausstellung 2007 kommerziell in Deutschland, wenngleich zunächst nur in Ballungsgebieten, zu starten.
Quelle: Veranstaltung in Berlin am 4.7.2006 / Hintergrund: Projekt der 4 Mobilfunker, Handy-TV in Deutschland.
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1.7.2006 • Baden-Württemberg: Analogbetrieb endet am 10. Juli
Baden-Württemberg Die letzten analogen Füllsender im DVB-T Empfangsgebiet Stuttgart und Umgebung werden am 10. Juli abgeschaltet, teilt der Südwestfunk mit. Am 24. Juli werden dann auch die noch mit geringer Leistung arbeitenden Analogsender Frauenkopf und Fernsehturm in Stuttgart endgültig ausgeschaltet. Damit wird die Umstellung auf DVB-T in Stuttgart beendet.
Quelle: Information des SWR auf den DVB-T Projektseiten / Liste der Abschaltungen und weitere Dokumente.



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