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Nachrichten-Archiv: September 2006

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29.9.2006 • Bayern: Start in Ostbayern am 6.12. bestätigt
Bayern DVB-T ab 6.12.2006 in Ostbayern. Vergrößern: Klick  aufs Bild Das Projektbüro Bayern hat nun den DVB-T Start in Ostbayern, der wie gemeldet am 6. Dezember vorgesehen ist, nun offiziell eingeleitet. Unter Telefon 01805-31 05 05 (12 Cent pro Minute aus dem bayerischen Festnetz) wurde eine Hotline geschaltet. Daten einer Prognose zum Antennenaufwand sollen demnächst zur Verfügng stehen. Eine Informationskampagne für die Zuschauer und Fachbetriebe soll anlaufen. Laut Pressemitteiltung bleibt die Region Landshut „vorerst mit den drei Programmen Das Erste, ZDF und Bayerisches Fernsehen zusätzlich analog versorgt“.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros vom 29.6.2006.
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28.9.2006 • DMB: Mifriends-Projekt geht in Phase 2
mifriends-Logo Heute beginnt die nächste Etappe des europäischen DMB-Pilotprojektes „Mifriends“. Zwei Jahre lang geht es im Raum Regensburg um die Entwicklung, Erprobung und Akzeptanz lokaler Inhalte. Zunächst werden je zwei TV- und Visual Radio-Kanäle, zu denen zahlreiche bundesweite und lokale Programmveranstalter zuliefern, im Band III (Block 12A) gesendet. Endgeräte kommen von LG. Ab dem 1. Halbjahr 2007 ist eine Nutzerforschung mit 200 Teilnehmern vorgesehen.
Die erste Phase des europäisch finanzierten Test hatte in München anlässlich der Fussball-WM stattgefunden.
Quelle: Presseinfo von Mifriends vom 28.9.2006 (pdf) / Hintergrund Mifriends.
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27.9.2006 • Rundfunkgebühren: CDU und Grüne wollen verschieben
GEZ Nach Kulturstaatsminister Neumann (CDU) und dem schleswig-holsteinischen Landtag hat sich nun auch der medienpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Börnsen, für die Verlängerung des Moratoriums für Rundfunkgebühren auf neue Empfangsgeräte ausgesprochen. Der Vorschlag der ARD, die Gebühr auf 5,52 Euro zu begrenzen, lehnt er „unter den derzeitigen Voraussetzungen ab“ ab. Dabei beruft sich Börnsen auf die jüngste ARD/ZDF-Online-Studie, nach der nur vier Prozent der Internetnutzer Radio-Streams abrufen.
Neben der Gesundheitsreform bringt also auch dieses Thema einen Konflikt in die Große Koalition von Kanzlerin Merkel. Denn SPD-Multifunktionär Beck hatte dafür plädiert, die Gebührenerhebung - wie vor zwei Jahren im Staatsvertrag von allen Bundesländern beschlossen - per 1. Januar 2007 in Kraft zu setzen.
Aus Sicht der Grünen ist eine „Mediengebühr pro Haushalt, unabhängig vom jeweiligen Gerät“ das Nonplusultra der GEZ-Zukunft. Die Bundestagsfraktion fordert ebenfalls eine Verlägnerung des Moratoriums bis Ende 2008, um Zeit für neue Konzepte zu gewinnen. Bei Betrieben soll sich die Mediengebühr „an der Größe der Betriebe und ihrer Medienintensität anstatt an vorhandenen Geräten orientieren“. Das bedeute gleichzeitig, dass ARD und ZDF künftig „im Internet attraktive Programme bereithalten“ müssten (was allerdings die private Konkurrenz nicht freuen wird, die die Onlineangebote der öffentlich-rechtlichen Anstalten vehement bekämpfen). Die Gebührenhöhe solle weiterhin von der KEF ermittelt werden.
Quelle: Presseinfos der Bundestags-Fraktionen von CDU/CSU und Grünen vom 26.9.2006 / Hintergrund Rundfunkgebühr / Kommentar.
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27.9.2006 • DVB-H: Provider Three testet in Irland
DVB-H Logo Nach dem guten Start von „WalkTV“ in Italien mit 140.000 Kunden in nur sechs Wochen betreibt Mobilfunkoperator 3 ein weiteres DVB-H Projekt in Irland. Dafür gab es von der Kommunikationsbehörde ComReg eine Testlizenz für ein Jahr.
Quelle: Presseinfo von Three (englisch) vom 25.9.2006 / Hintergrund DVB-H / DVB-H Projekte weltweit.
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26.9.2006 • Baden-Württemberg: Ausbauplanung bis Ende 2008
Baden-Württemberg DVB-T Ausbau in Baden-Württemberg bis 2008. Quelle: LfK. Vergrößern: Klick  aufs Bild „Spätestens Anfang 2009“ soll die Umstellung auf DVB-T in Baden-Württemberg abgeschlossen sein. Das geht aus einem Vortrag von Walter Berner, Technikchef der Landesmedienanstalt LfK, hervor. Nach dieser Quelle wird DVB-T in zwei weiteren Regionen im 3. Quartal 2007 gestartet. Eine Startinsel schließt im Norden an das schon digital versorgte Gebiet Mannheim/Heidelberg an und reicht über Baden-Baden, Offenburg und Freiburg längs des Schwarzwaldes bis an die Schweizer Grenze. Ebenfalls im 3. Quartal 2007 soll der Osten und Südosten des Bundeslandes, vom Südrand zwischen Stuttgart und Bodensee umgestellt werden. Bis zum 4. Quartal 2008 will man sich für den Nordosten zwischen Tauberbischofsheim und Schwäbisch Gmünd Zeit lassen. Dann sind etwa 95 Prozent der Bevölkerung mit DVB-T versorgt, wenig später soll die analogterrestrische Ausstrahlung beendet sein.
Quelle: Vortragsfolien (pdf) zum Referat von W. Berner am 11.9.2006 / Übersicht: DVB-T in Deutschland.
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26.9.2006 • „Watcha“: Heftige Preissenkung und zweites TV-Handy
Watcha-Logo Mit dem TV-Handy V9000 von LG bringt Debitel jetzt das erste DMB-Gerät, mit dem man auch die digitalen ARD-Radioprogramme (DAB im VHF-Band) hören kann. Der Vertrag für das DMB-Handyfernsehen wird für nur noch 4,95 Euro pro Monat (in den ersten drei Monaten gebührenfrei) angeboten. Damit hat Debitel den Abo-Preis gegenüber dem Startangebot auf die Hälfte bzw. ein Drittel heftig reduziert. Offenbar soll das geringe Programmangebot (4 TV- und ein Radiosender) so attraktiver gemacht werden.
Ab dem 4. Oktober steigt Mobilcom in die Vermarktung von „Watcha“ ein, das Abo soll „deutlich weniger als zehn Euro pro Monat kosten“.
Quelle: Presseinfo von Debitel vom 26.9.2006 / Hintergrund DMB und Watcha.
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26.9.2006 • Grundverschlüsselung: Kartellamt weiter mit Bedenken
Euro-Münze Bundeskartellamts-Chef Böge sieht die Astra-Pläne („entavio“) für eine Grundverschlüsselung weiter kritisch: „Es wäre kartellrechtlich sehr problematisch, eine digitale Sendeplattform zu errichten, die für andere nicht zugänglich ist. Denn SES Astra beherrscht den Markt“, erklärte er gegenüber dem Handelsblatt. „Knackpunkt ist, ob eine Kartellabsprache zwischen dem Satellitenbetreiber und den Fernsehsender vorliegt.“ Dies sei aufgrund früherer Pläne nicht auszuschließen.
Konkurrent Eutelsat hat zudem die Prüfung der Übernahme der Techniktochter von Premiere durch Astra veranlasst. Unter dem neuen Firmennamen APS wurde dort die „entavio“-Plattform entwickelt.
Quelle: Zitate auf Sat und Kabel am 26.9.2006.
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26.9.2006 • Norden: DVB-T an der Westküste ab 24. Oktober
Schleswig-Holstein Am 24. Oktober ist Stichtag für die Ausweitung des DVB-T-Sendegebiets der Öffentlich-rechtlichen in Schleswig-Holstein. Dies bestätigte die DVB-T Taskforce von ARD und ZDF gegenüber dehnmedia.
An der Westküste werden die Sendeanlagen Eiderstedt (Garding), Heide, Helgoland und Westerland/Sylt auf digitalen Betrieb umgestellt. Auf dem ARD-Kanal werden Das Erste, Phoenix, 1Extra und Arte verbreitet, das ZDF bietet sein bekanntes ZDFmobil-Paket an. Im Multiplex des NDR werden neben NDR 3 (mit dem Regionalprogramm Schleswig-Holstein Magazin) die 3. Programme von WDR (mit Hallo Niedersachsen), MDR (Nord-Magazin) und BR (NDR Hamburg) aufgeschaltet.
Quelle: Eigene Recherche. Weitere Info: Homepage von DVB-T Nord.
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25.9.2006 • Warten wir den Montag ab: IFA bleibt wann sie ist
IFA-Logo Mit der Erklärung „für eine zeitliche Verlegung der IFA gibt es keinen Grund“, trat gfu-Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Hecker heute dem Bericht des „Focus“ über eine Vorverlegung der Messe in den Mai (Meldung unten) entgegen. DIe IFA finde also „nach wie vor zu einem für das Ordergeschehen perfekten Zeitpunkt statt, an dem wir festhalten“, so Hecker. Die gfu ist - mit der Messegesellschaft Berlin - Veranstalter der IFA.
Quelle: Presseinfo der GFU vom 25.9.2006 / Messespecial IFA 2006.
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24.9.2006 • Funkausstellung attackiert CeBIT
IFA-Logo Die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik, die Berliner IFA, geht den Konkurrenz-Weg in Richtung der weltgrößten Elektronikmesse CeBIT (Hannover) weiter. Gerade erst hat die IFA vom zweijährigen auf einjährigen Veranstaltungszyklus umgestellt. Ab 2008 könnte sie vom August/September in den Mai vorverlegt werden und damit in die Nähe der CeBIT (März) gerückt werden. Nach der Entscheidung etlicher Firmen gegen die CeBIT (Benq, Philips, Motorola, Nokia, Sony) würde aufgrund des kurzes Abstands beider Messen eine Entscheidung der Aussteller für eine der beiden Präsentationsplattformen erzwungen. Möglicherweise zielt die Berliner Strategie auch darauf ab, Aussteller wieder zu gewinnen: Sony und Canon wollen ihre Neuheiten nicht mehr auf Messen, sondern kostengünstiger mittels Roadshows vorstellen. „Die Aussteller drängen auf diesen Termin“, bestätigte IFA-Chef Jens Heithecker gegenüber der Zeitschrift Focus.
Quelle: Bericht des Focus vom 23.9.2006 / Messespecial IFA 2006.
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24.9.2006 • DVB-H: Bitkom fordert schnelle Entscheidungen
DVB-H Logo „Zu viel Bürokratie hemmt den Start der neuen Angebote“ für das Handy-Fernsehen, kritisiert der Industrieverband Bitkom. „Die Anbieter brauchen Planungssicherheit für ihre Investitionen. Auch deshalb sollten sich die Behörden schnellstmöglich auf ein bundeseinheitliches Vergabeverfahren für die Frequenzen einigen“, fordert der Verband von den Landesmedienanstalten. Die Bundesnetzagentur habe bereits Ende 2005 einen Frequenznutzungsplan vorgelegt. Nun solle der im Zusammenhang mit der Umstellung auf DVB-T entstandene Spielraum genutzt werden.
Bitkom sieht im Handy-Fernsehen einen Milliardenmarkt: Zehn Millionen Deutsche interessierten sich für Handy-TV. Bis 2010 könnten 20 Millionen TVtaugliche Handys in Deutschland verkauft werden - das entspreche einem Umsatz von sechs Mrd. Euro.
Quelle: Presseinfo von Bitkom vom 24.9.2006 / Hintergrund Handy-Fernsehen und DVB-H.
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23.9.2006 • Rundfunkgebühren: Vonwegen „eingefangen“
GEZ „Die Aussagen des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, wonach Schleswig-Holstein eingefangen worden sei und der Gebührenpflicht zustimmen wolle, treffen nicht zu.“ Mit dieser Aussage kommentierte der Chef der Staatskanzlei des nördlichsten Bundeslandes Heinz Maurus die gestrige Aussage (nächste Meldung) Becks und verwies auf die kürzliche Entschließung des Landtages, in der die Aussetzung der „PC-Gebühr“ bis Ende 2008 gefordert wird. Eine Vorentscheidung bleibt damit der Tagung der Länderchefs Mitte Oktober - und danach den Landtagen - vorbehalten.
Quelle: Medienbericht vom 23.9.2006 / Hintergrund Rundfunkgebühr / Kommentar.
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22.9.2006 • Rundfunkgebühren: Laut Beck keine Änderung?
GEZ Die „neuartigen Empfangsgeräte“, darunter auch Online-PCs werden trotz der Widerspruchs der Wirtschaftslobby ab 1. Januar 2007 gebührenpflichtig. Der Vorschlag von ARD und ZDF, von Privathaushalten und Firmen, die bei der GEZ noch nicht gemeldet sind, für solche Geräte 5,52 Euro pro Monat zu fordern, scheint bei den Ländern „durch“. Davon geht Kurt Beck (SPD), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder, offenbar aus.
„Wir haben Schleswig-Holstein (siehe Meldung) wieder eingefangen. Es bleibt bei der Vereinbarung, dass wir diesen Gebühreneinstieg für den Hörfunkteil für den internetfähigen PC machen“, erklärte Beck gegenüber dem RBB. Mit dem Argument „Wenn wir nicht einen Gebührenmaßstab haben, der objektiv auch für empfangsfähige Geräte gilt, dann werden wir schlicht und einfach die Gebühr in ihrer Gültigkeit verlieren und damit das duale System in Frage stellen“ lehnte Beck eine grundsätzliche Neugestaltung der Gebührenpflicht ab.
Quelle: Medienbericht vom 22.9.2006 / Hintergrund Rundfunkgebühr / Kommentar.
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22.9.2006 • DVB-T ein schlafen gelassener Riese?
Überallfernseh-Logo Die privaten Rundfunkanbieter „glauben, dass die digitale Terrestrik ein schlafender Riese“ ist. So zitiert der neue Newsletter des Projektbüros Mitteldeutschland Ursula Adelt. Die Geschäftsführerin des Privatfernseh-Verbandes VPRT machte zugleich deutlich, warum das so ist: Den Privaten sind die Verbreitungskosten „derzeit noch zu hoch“ für einen Einstieg ausserhalb der Ballungsgebiete. Dass DVB-T dennoch angenommen wird, zeigte eine Zahl: Bis Ende August seien 5 Millionen Geräte in Deutschland verkauft worden.
Weitere Beiträge des Newsletters beschäftigen sich mit den Aktivitäten nach der Wellenkonferenz RRC06 und der mobilen Nutzung von DVB-T.
Quelle: Newsletter zum Download.
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22.9.2006 • Berlin: MotorTV auf Antennen-Sendung
Berlin Anläßlich der Fachmesse Popkomm begann der Musiksender MotorTV den Sendebetrieb im Internet. Zusätzlich wird das Programm vier Wochen lang per DVB-T auf dem Kanal 51 in der Hauptstadtregion ausgestrahlt. Der Test zur „hierarchischen Modulation“ auf dem K51 wurde beendet.
Quelle: Motor TV.
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21.9.2006 • Rundfunkgebühren: Länderchefs sollen entscheiden
GEZ Die Rundfunkkommission der Bundesländer konnte sich heute nicht über ein gemeinsames Vorgehen zur GEZ-Gebühr für neuartige Rundfunkempfänger, darunter auch Online-PCs, einigen. Vereinbart wurde nach kurzer Debatte lediglich, das Thema an die Konferenz der Ministerpräsidenten weiter zu geben, die vom 18. bis 20. Oktober tagen wird. Die Länderchefs müssten, um das bestehende Moratorium zu verlängern, kurzfristig eine Änderung des entsprechenden Staatsvertrages durch alle 16 deutschen Landesparlamente schicken.
Vor allem aus den Landesregierungen Schleswig-Holsteins (CDU) und Bayerns (CSU) kam - nach einer Medienkampagne zahlreicher Wirtschaftsverbände - Widerstand (siehe nächste Meldung) gegen die von allen vor zwei Jahren abgesegnete Regelung. Danach sollten neuartige Rundfunkempfänger, darunter vor allem Online-PCs, ab 1. Januar 2007 der Gebührenpflicht unterliegen, wenn es sich dabei nicht um Zweitgeräte handelt.
Inzwischen wird das geltende GEZ-System quer durch die Parteien in Frage gestellt.
Quelle: Medienmeldungen / Hintergrund Rundfunkgebühr / Kommentar.
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21.9.2006 • Rundfunkgebühren: Heute Grundsatzentscheidung?
GEZ Zur Rundfunkgebühr für Online-PCs und andere neue Empfangsgeräte könnte heute eine Vorentscheidung fallen. Der von dem Ministerpräsidenten und SPD-Vorsitzenden Beck geleiteten Rundfunkkommission der Bundesländer liegt der Vorschlag von ARD und ZDF vor, diese Gebühr auf 5,52 Euro zu begrenzen. Nach Medienberichten wollen Hamburg, Thüringen, Sachsen, Niedersachsen, NRW, Brandenburg, Berlin, das Saarland, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg das unterstützen. Schleswig-Holstein fordert dagegen eine Verschiebung der Entscheidung auf 2008, MVP ist neutral und Bayern will eine „praktikable Lösung“.
Quelle: Medienmeldungen / Hintergrund Rundfunkgebühr / Kommentar.
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20.9.2006 • DMB: „Watcha“ demnächst auch von Mobilcom
Watcha-Logo Mobilcom wird nach Debitel als zweiter Vermarkter den DMB-Dienst „Watcha“ des Plattformbetreibers MFD anbieten. Das Handyfernsehen soll dort ab dem 4. Oktober „deutlich weniger als zehn Euro pro Monat kosten“ und auch mit laufenden Mobiltelefonverträgen kombinierbar sein. Angeboten werden dazu die Handys Samsung SGH-P900 und LG V9000.
MFD hat derzeit eine Lizenz für eine bundesweite Senderkette. Man verhandele mit Fernsehsender über die Einspeisung ihrer Programme, um das derzeitige Angebot (4x TV, 1x Radio) zu erweitern. Dafür müsste jedoch eine weitere Senderkette genehmigt werden.
„Das mobile Fernsehen setzt sich durch“, erklärte MFD-Geschäftsführer Jens Stender zur Bekanntgabe der Partnerschaft mit Mobilcom. Er nannte jedoch keine Kundenzahlen für den seit Ende Mai angebotenen Dienst.
Quelle: Presseinfo von MFD (pdf) vom 20.9.2006 / Hintergrund DMB.
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18.9.2006 • Rundfunkgebühren: Verschiebung der PC-GEZ auf 2009?
GEZ Staatsminister Bernd Neumann (CDU), im Bundeskabinett für Medienpolitik zuständig, hält den Vorschlag von ARD und ZDF zur PC-Gebühr für einen „falsch verstandenen Kompromiss“. Er unterstützt seinen Parteifreund Carstensen, der das Thema auf das Ende der Gebührenperiode (31.12.2008) vertagen will. So könne „geprüft werden, wie sich die Empfangstechnik über das Internet weiter entwickelt“, erklärte der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. „Die Vermutung, der Computer in Betrieben werde auch zum Radiohören benutzt, entbehre jeder Lebenswirklichkeit“, ließ Neumann weiter mitteilen. Inwieweit sein Standpunkt von der Berliner Koalition geteilt wird, bleibt unklar. Möglicherweise versuchen CDU-Kreise auch, Unruhe in die Bundesregierung zu tragen und Druck auf die anderen Bundesländer zu produzieren.
Dass es bei dem Thema auch um die Profilierung mancher Verbände geht, macht die Forderung des SIBB deutlich: Dieser berlin-brandenburgische Branchenverband forderte die „individuelle Honorierung (Pay per View) der öffentlich-rechtlichen TV- und Radio-Nutzung via Internet“.
Quellen: Presseinfos der Herren Carstensen (14.9.2006) und Neumann (18.9.2006) sowie des SIBB / Kommentar.
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18.9.2006 • In der Spur: Erste Überlegungen zu DVB-T2
Überallfernseh-Logo Ist das die Zukunft von DVB-T? Im DVB-Projekt wird derzeit in Richtung DVB-T2 diskutiert. Neben der noch nicht standardisierten Einbeziehung von HDTV-Übertragungen sind dabei die Verbesserung des Mobil-Empfangs oder die Einbeziehung des Internetprotokolls im Gespräch. Ein weiteres Thema ist eine „Toolbox“, die eine Fülle von Sendeparametern bereitstellt. Daraus könnten, je nach Einsatzzweck, speziell benötigte Parameter in Endgeräte eingebaut werden. Weil beispielsweise Mobil-Endgeräte nicht für die Nutzung mit Dachantennen ausgelegt sein müssten, könnte eine „erhebliche Reduktion der Komplexität und der Kosten“ von Endgeräten erreicht werden.
Auf diese Entwicklungslinien weist die Vorschau auf ein Referat, das ein Mitarbeiter des Instituts für Nachrichtentechnik der TU Braunschweig Ende Oktober auf einer Fachkonferenz halten will. An der TU BS wurden unter Federführung von Prof. Ulrich Reimers wesentliche Forschungsarbeiten für das digitale Fernsehen geleistet. Die Weiterentwicklung des Standards ist allerdings noch in einem sehr frühen Stadium.
Quelle: Vorschau auf den Vortrag „DVB-T, DVB-H und DVB-T2 - Systeme für mobile Unterhaltung“ (pdf).
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18.9.2006 • England: BBC erneuert DVB-T-Sendenetz bis 2012
England Die BBC will bis 2012 die 1.154 Transmitter ihrer zwei DVB-T-Multipexe mit höherer Sendeleistung ausstatten. So sollen 98,5 Prozent der Bevölkerung per Dachantenne erreicht werden. Auch an 160 DAB-Sendern soll gearbeitet werden. Ein Vertrag über die Aus- und Umrüstung der Sendeanlagen über 1,8 Milliarden Pfund (2,66 Mrd. Euro) wurde mit dem Sendenetzbetreiber Arqiva abgeschlossen.
Quelle: Presseinfo der BBC vom 18.9.2006.
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16.9.2006 • Saarland: Erster Digitaldienst mit DMB
Saarland „Rechtzeitig vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland soll der Start von Digital Multimedia Broadcasting (DMB) erfolgen“, hatte die Landesmedienanstalt Saar im Oktober 2005 versprochen. Jetzt ist es soweit. Der DMB-Dienst „Watcha“ wurde, wenn auch mit Verspätung, im Raum Saarbrücken aufgeschaltet und ist damit bisher in 12 Städten verfügbar.
LM Saar-Direktor Gerd Bauer sieht das als Beweis der Innovationskraft im Saarland und verspricht: „Jedes DMB-fähige Handy kann auch die 14 digitalen Radioprogramme im Saarland empfangen.“ Die zurückliegende Entscheidung für das Digitalradio DAB, auf das DMB technisch aufsetzt, trage nun Früchte, man komme „dem unumkehrbaren Marktdurchbruch von DAB näher“.
Quelle: Presseinfo der LM Saar vom 15.9.2006 / Hintergrund DMB.
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15.9.2006 • Rundfunkgebühren: ARD verweist auf Bundesländer
GEZ Zur ab Januar fälligen sogenannten PC-Rundfunkgebühr hat ARD-Vorsitzender Thomas Gruber auf die Verantwortung der Bundesländer hingewiesen. „16 Landesparlamente haben dem Gesetz zugestimmt. Gemeinsam mit dem ZDF hat die ARD jetzt nach Möglichkeiten gesucht, die bestehende Gesetzeslage so zurückhaltend wie möglich zu interpretieren.“
Da hat der Mann allerdings recht. Alle 16 Länderparlamente haben der Gebührenregelung samt der Regelung für Computer zugestimmt. Offenbar bekommen einige Landespolitiker jetzt (nach Lobby-Einwirkung?) kalte Füsse. Peinlich, dass die Herrschaften sich jetzt erst vorlesen lassen müssen, was sie vor 2 Jahren beschlossen haben - und die Verantwortung los werden wollen.
Auslöser der neuerlichen öffentlichen Diskussion zu dem Thema ist der kürzliche Vorschlag der ARD-Intendanten, die Gebühr für Internet-PCs (trifft nur Haushalte und Firmen, die noch keine GEZ zahlen) auf 5,52 Euro statt 17,03 Euro zu beschränken. Neben Lobby-Verbänden gab es auch Kritik an dem Vorschlag aus der CDU-Bundestagsfraktion.
Quellen: Gruber (15.9.2006) und die ARD-Intendanten zur Gebühr (13.9.2006) / Hintergrund Rundfunkgebühr.
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14.9.2006 • Bayern: Weitere Details für Ostbayern
Bayern DVB-T ab 6.12.2006 in Ostbayern. Vergrößern: Klick  aufs Bild Zu dem am 6. Dezember vorgesehenen Start von DVB-T in Ostbayern sind jetzt weitere Einzelheiten bekannt geworden. Auf der Website des Projektbüros wurden Informationen über die Programmangebote, Kanäle und Sendeleistungen veröffentlicht. Die Sendeanlagen Hohe Linie, Brotjacklriegel, Pfarrkirchen und Hoher Bogen werden umgerüstet.
Der Bayerische Rundfunk bietet in seinem Paket zum Bayernfernsehen und BR Alpha zusätzliche MHP-Datendienste an. Innerhalb dieses Pakets, in dem auch das Südwestfernsehen enthalten ist, werden darüberhinaus DVB-H Tests des BR durchgeführt.
Quellen: Karte und Programme / Standorte und Leistungen (beide Dokumente: pdf).
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12.9.2006 • Norwegen: Sendenetz geht 2007 in Betrieb
Norwegen Norwegens Rundfunk-Netzbetreiber Norkring hat die Sende- und Monitoringanlagen für 400 DVB-T Senderstandorte bei der deutschen Firma Rohde & Schwarz beauftragt. Das wurde während der Fachmesse IBC bekannt gegeben. Der Sendebetrieb soll mit drei Multiplexen im September 2007 beginnen, der Ausbau nach zwei Jahren beendet sein. Wenn anschließend der analoge Betrieb endet, stehen zwei weitere Multiplexe zur Verfügung. Norkring hat eine Betriebslizenz für 15 Jahre.
Informationen: DVB-T in Norwegen / Presseinfo von Rohde & Schwarz vom 8.9.2006 (beide englisch).
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11.9.2006 • Berlin: Weitere Änderungen beim Radioangebot
Berlin Der RBB hat seine beiden Programme Radio Eins und Fritz aus dem via DVB-T übertragenen Hörfunkangebot herausgenommen. Die öffentlich-rechtliche Anstalt ist in dem um ein weiteres Jahr verlängerten Testprojekt jedoch mit Inforadio und Radio Kultur weiter präsent.
Informationen: RBB / Hintergrund DVB-T Radio, Programmliste.
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8.9.2006 • Österreich: Nationale Digital-TV Website freigeschaltet
Österreich Der Ausbau von DVB-T wird in Österreich am 26. Oktober für 70 Prozent der Bevölkerung starten. Darüber informiert die Website www.dvb-t.at, betrieben vom Sendenetz-Dienstleister ORS.
Unter der Adresse www.digitaler-rundfunk.at wurde eine allgemeine Info-Website zum digitalen Fernsehen in Österreich freigeschaltet. Sie bietet Infos zur Digitalisierung der drei TV-Empfangswege, sowie zu Handy-TV und IPTV in der Alpenrepublik. Betreiber ist die Medienbehörde RTR.
Quellen: Websites www.dvb-t.at und www.digitaler-rundfunk.at.
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8.9.2006 • DVB-H: Auch Vietnam schneller als Deutschland
DVB-H Logo Nokia hat heute den ersten kommerziellen „Rollout“ eines DVB-H Dienstes im asiatisch-pazifischen Raum bekanntgegeben. Noch 2006 will Vietnam Multimedia Corporation (VTC) in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt mit 7 Programmen und einem Video On Demand-Dienst an den Start gehen. Im Laufe von zwei Jahren soll auf nationale Versorgung ausgebaut werden. Als erstes TV-Handy wird das N92 der Finnen angeboten.
Kommerzielle DVB-H-Dienste sind bereits in Italien auf dem Markt. Für Finnland und die USA wurden Starts in 2006, für Russland 2007, angekündigt. In Deutschland ist trotz frühzeitiger Pilotprojekte ein „Rollout“ wahrscheinlich nicht vor Mitte 2007 möglich. Zur Zeit prüft das Bundeskartellamt die Allianz der vier Mobilfunkbetreiber und die Regulierer müssen noch ihre Schularbeiten machen.
Quelle: Presseinfo von Nokia vom 8.9.2006 (englisch) / Hintergrund DVB-H / Pilotprojekte und Regelbetrieb weltweit.
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7.9.2006 • Astra: Digital-Sat im Vormarsch
Der Satellitenbetreiber Astra sieht seine Strategie in Richtung „Grundverschlüsselung“ vorab bestätigt. Unter Berufung auf Markterhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wird gemeldet, dass von Januar bis Juli eine Million digitale Sat-Boxen verkauft worden, das sind plus 9,6% und das liege über dem Rekordjahr 2005. Der Anteil von Boxen mit Pay-TV-Vorbereitung (CI) liege bei über 270.000 Geräten. Noch mehr freuen sich die Satellitenleute über den Verkaufsrückgang für DVB-C Boxen um 24,3% und DVB-T-Boxen um 9,7%.
Zumindest der Rückgang bei DVB-T hat freilich „natürliche“ Ursachen: Aus gleicher Quelle verlautete im Frühjahr, dass der Anteil der Antennenhaushalte per Jahreswechsel 2005/2006 erstmals wieder angestiegen ist. Nach diesen Zahlen gab es 1,88 Millionen DVB-T-Haushalte und nur 250.000 analog versorgte Antennenhaushalte. Der Markt für die DVB-T-Ausstattung mit Erstgeräten ist also fast erschöpft. Sat wird dafür noch Jahre brauchen.
Zu denken geben sollten die Zahlen zum digitalen Kabel. Kabel ist grundsätzlich mit Gebühren verbunden und das Plus bei den digitalen Sat- und Antennengeräten zeigt auch, dass viele Haushalte den Empfangsweg Kabel wegen dieser Kosten aufgeben. Ob diese Haushalte sich auf die geplanten kostenpflichtigen Sat-Programme der Privaten einlassen, darf da in Frage gestellt werden.
Quelle: Presseinfo von Astra vom 6.9.2006 (pdf).
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6.9.2006 • IFA zieht positives Fazit
IFA-Logo Obwohl die Messehallen an den meisten Tagen eher ein „aufgeräumtes“ Bild machten, ziehen die Veranstalter der Funkausstellung auch dieses Jahr ein positives Fazit. 225.000 Besucher wurden gezählt, also ein weiterer Besucherrückgang. Teilgenommen haben 1049 Unternehmen aus 32 Ländern.
Als Erfolg der Umstellung auf den einjährigen Messerhythmus wird der von 25 auf 35 Prozent gestiegene Anteil von Fachbesuchern gewertet. Das Ordervolumen habe die 2,5 Mrd. Euro-Marke übertroffen und viele Firmen rechnen mit einem hohen Nachmessegeschäft. Das bestätigen auch Gespräche mit Ausstellern, die einen sehr guten Umsatz vor Weihnachten erwarten. Die Mehrwertsteuer-Erhöhung per 1.1.2007 werde die Preise - zumindest für Flachdisplays - nicht hochtreiben. Hier wird mit einem weiteren Preisverfall gerechnet, der noch über den 3 Prozent liegt.
Die ARD war nur durch den RBB vertreten, das ZDF hatte offenbar aus Kosten- und Zeitgründen auf große Live-Produktionen im Sommergarten verzichtet. Damit fehlten die publikumswirksamen Events während der Messe. So scheint die IFA - nach dem „Wende-Boom“ Anfang der 90er Jahre - konsequenter in Richtung Fachbesuchermesse zu marschieren. Das ist ein „Preis“ der Umstellung auf die jährliche IFA, den die Unternehmen aber gerne zahlen. Die Messeszene geht möglicherweise einem Trend zu „Spezialisierung statt Konvergenz“ entgegen: Informationstechnik und Telekommunikation auf der CeBIT, die Unterhaltungselektronik bleibt in Berlin, die Spielefirmen haben in Leipzig ein Forum gefunden. Den größten Schaden der Entwicklung dürfte die CeBIT in Hannover davontragen, die seit etwa 10 Jahren vergeblich versuchte, in den beiden eng verwandten Bereichen Fuss zu fassen.
Eine Randglosse: Fast noch länger zurück liegt die große Zeit namhafter deutscher Hersteller wie Telefunken, Schaub-Lorenz oder AEG. Diese drei Marken waren auf der IFA wieder vertreten. In den drei Fällen wurden offenbar die Nutzungsrechte für die traditionsbehafteten Namen erworben. Der alte Werbeslogan von der „deutschen Wertarbeit“ trifft für diese Produkte nicht zu; produziert wird günstig in Fernost.
Quelle: Presseinfo der Messeveranstalter vom 6.9.2006 / IFA-Sonderseiten.
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5.9.2006 • DMB: „Watcha“ in weiteren Städten
Watcha-Logo Der DMB-Dienst „Watcha“ (Plattformbetreiber: MFD, Vermarktung: Debitel) wurde auf weitere Regionen erweitert. Die 4 TV- und 1 Radioprogramme sind nun - mit entsprechendem Vertrag und Endgerät - auch in Hamburg, Leipzig, Hannover, Dortmund und Gelsenkirchen zu empfangen. Dem angesagten Ziel, in den WM-Spielorten präsent zu sein, kommt man also mit Verspätung nahe.
Ohne einen Termin für den Vertriebsstart zu nennen, wird inzwischen das Handy V9000 von LG als zweites Endgerät genannt.
Die SLM gab gleichzeitig bekannt, dass eine Entscheidung über ie DMB-Lizenzen für Chemnitz, Dresden und die Lausitz im Oktober erfolgen soll.
Quelle: Newsletter von debitel vom 5.9.2006 / Presseinfo der SLM vom 31.8.2006 / Hintergrund DMB.
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5.9.2006 • DMB: Mifriends-Projekt vor neuer Etappe
mifriends-Logo Am 28. September soll die nächste Etappe des DMB-Pilotprojektes „Mifriends“ starten. Lokale Inhalte stehen im Mittelpunkt des Projektes, dass in Regensburg durchgeführt wird und zwei Jahre dauern soll. Die erste Phase des europäisch finanzierten Test hatte in München anlässlich der Fussball-WM stattgefunden.
Quelle: Presseinfo von Mifriends vom 5.9.2006 / Hintergrund DMB.
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3.9.2006 • ARD/ZDF: Perspektiven für DVB-T, Mobil-TV, HDTV
ARD/ZDF Angesichts der Diskussion um die Grundverschlüsselung könne DVB-T „langfristig zum Synonym für frei empfangbares Fernsehen werden“, so der Produktionsdirektor des NDR, Joachim Lampe, auf einer Fachveranstaltung der IFA. Bis Messebeginn seien mehr als fünf Millionen Empfangsgeräte für DVB-T im Handel verkauft worden. Der von ARD und ZDF angestrebte Flächenausbau mit DVB-T könnte vor dem ursprünglich angestrebten Jahr 2010 erreicht werden. Jedoch sei die Politik in der Gebührendebatte gefordert, um DVB-T in allen Regionen und auch für den portablen Empfang zu etablieren.
Neben DVB-T setzen ARD und ZDF beim mobilen Empfang auf DMB und DVB-H. Auch hier müsse für die öffentlich-rechtlichen Programme auf Verschlüsselung und Programmentgelte verzichtet werden. Diese Formulierung lässt aber eine Transportgebühr á la analoges Kabelfernsehen offen.
Die Digitalisierung müsse einen „Mehrwert für alle“ schaffen und dürfe nicht als reines „Mautsystem“ missbraucht werden, so SR-Intendant Fritz Raff: „Der Begriff ‚Grundverschlüsselung' ist Etikettenschwindel.“
Laut ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky werden mehr als zwei Millionen deutsche Haushalte Ende 2006 mit HDTV-fähigen Fernsehern ausgestattet sein. Bis dahin sei jeder vierte Fernseher in Deutschland ein 16:9-Breitbildgerät. Derzeit würde der Anteil der in HDTV produzierten Sendungen, auch mit Blick auf die internationale Vermarktung, ansteigen. Konkrete Szenarien für den Einstieg von ARD und ZDF sollen diskutiert werden, „wenn erkennbar werde, dass auch die Verbraucher in diese neue Technik investieren“. Erste Ausstrahlungen seien allerdings schon während der Olympischen Sommerspiele 2008 denkbar.
Während einer weiteren Veranstaltung des IFA-Rahmenprogramms stritten sich die HDTV-Spezialisten um Ei und Henne: Die Hersteller, vertreten durch Dietrich Westerkamp (Thomson), reklamieren „zu wenig Programme“. Für Eckhard Matzel, Koordinator technische Grundsatzangelegenheiten des ZDF, ist nicht nur die Haushaltsausstattung mit HDTV-Gerät noch zu gering. ARD und ZDF seien auf das Ende der analogen TV-Übertragung angewiesen, um HDTV-Ausstrahlungen zu finanzieren.
Quelle: Presseinfos zum IFA-Presseforum von ARD und ZDF (Referate zum Download) / Eigene Recherchen.
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2.9.2006 • Brandenburg: Details zum neuen Startgebiet
Brandenburg DVB-T in Brandenburg/Südost. Grafik: RBB Anlässlich der IFA wurde zwar kein genauer Termin, aber einige Einzelheiten zur Ausweitung des DVB-T Sendegebiets auf den Raum Frankfurt/Oder und Cottbus im Dezember veröffentlicht. Ein am RBB-Stand erhältliches Faltblatt und die Website von GARV ergeben, zusammengefasst, folgendes Bild: Gesendet wird von den Standorten Boozen und Calau. Übertragen werden folgende Programme:
Kanal 53: Das Erste, RBB (mit Berliner Abendschau), Phoenix, Ein Extra (mit Brandenburg Aktuell). Kanal 33 oder 36: ZDFmobil mit ZDF, 3sat, KiKa/ZDFdokukanal, MHP-Dienst ZDFdigitext. Kanal 57: NDR, MDR, Arte.
Ergänzend veröffentlichte der RBB nebenstehende Karte. Weitere Informationen gibt es u.a. im Videotext (RBB Tafel 399, ZDF Tafel 479).
Quelle: RBB-Flyer, Website von GARV.
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2.9.2006 • Hege-Plan: Kritik aus dem DVB-Projekt
Überallfernseh-Logo Die Idee, DVB-T mittels MPEG-4 aufzubohren, stößt in Kreisen des DVB-Projektes zwar auf Verständnis, aber nicht auf Gegenliebe. Wie dehnmedia von Insidern erfuhr, wird ein möglicher Konflikt mit den Plänen des Projektes zur Weiterentwicklung des Antennenfernsehens in Richtung „DVB-T2“ gesehen. Verwiesen wird auch darauf, dass man 2002 bei der DVB-T-Einführung auf fertig entwickelte Geräte aus dem englischen Markt zurückgreifen konnte. Diese mussten zwar für den VHF-Empfang erweitert werden, aber der von der MABB gewünschten Preis von 200 Euro für eine Box konnte erreicht werden.
Der Hege-Plan wäre eine Insellösung; die Hersteller könnten mit Geräten, die ausschließlich für den deutschen Minimarkt (etwa 2 Mio. Antennenhaushalte) produziert würden, keine attraktiven Preise kalkulieren.
Quelle: Eigene Recherche.
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2.9.2006 • IFA: Astra revolutioniert die Marktwirtschaft
IFA-Logo Auf einer Podiumsdiskussion während der Berliner Funkausstellung betätigte sich Astra-Deutschlandchef Markus Fritz als Verbraucheraufklärer wider Willen. Die Grundverschlüsselung sei sinnvoll, weil der Verkauf der Smartcards auf Deutschland begrenzt wäre. So brauchen die Sender künftig keine Senderechte für ganz Westeuropa einzukaufen. Und Rechte für Deutschland seien halt billiger.
Das darf kommentiert werden: Dass Mehrkosten für ein Produkt zu Preiserhöhungen führen, ist nachvollziehbar. Das bei Kostensenkungen, wie in diesem Fall, der Zuschauer noch draufzahlen soll, revolutioniert die Marktwirtschaft.
An der Falschheit vieler Argumente für die Codierung ändert auch die gestern bekannt gegebene Umbenennung der Technikplattform „Dolphin“ nichts. „entavio“ ist auch nur ein Kunstwort für einen (Kunst-)Griff ins Portemonnaie.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund Grundverschlüsselung.
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1.9.2001 • DVB-T Radio Berlin: BluRadio aufgeschaltet
Berlin Im Rahmen des DVB-T Radiopakets, das bis August 2007 verlängert wurde, gibt es seit heute einen neuen Sender: BluRadio, das sich an die schwule und lesbische Bevölkerung richtet, kann nun empfangen werden.
Quelle: Presseinfo von BluRadio vom 1.9.2006.
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1.9.2006 • MABB: Hege will DVB-T modernisieren
MABBHans Hege. Foto: Dehn „Wir müssen DVB-T modernisieren, damit es mit Kabel und Satellit konkurrieren kann“, so Hans Hege heute beim Berliner „European Forum for Mobile TV 2006“. Der Direktor der berlin-brandenburgischen Landesmedienanstalt MABB will DVB-T mit der verbesserten Kompression MPEG-4 (statt MPEG-2) koppeln, um mehr Programme auf einem TV-Kanal unterzubringen. Die frei werdenden Frequenzen könnten - so der Hintergedanke des Medienregulierers - zum Beispiel mit DVB-H Diensten gefüllt werden. Das VHF-Band kann vom Fernsehen geräumt werden - zugunsten des noch wenig beachteten Digitalradios mit DAB, wofür gerade mehr Frequenzen gefordert wurden.
Die Zuschauer müssten neue Setopboxen kaufen. Die dürften für Pay-TV vorbereitet sein. Denn quasi nebenbei wird dem Wunsch der beiden großen privaten Programmfamilien nach Verschlüsselung ihrer Programme Rechnung getragen. Das so „modernisierte“ digitale Antennenfernsehen wird also, zumindest was die RTL- und Pro7Sat1-Programme betrifft, wahrscheinlich zum Pay-TV werden. Sicher wird vor einer Entscheidung auch diskutiert werden, für wie wahrscheinlich man das Mitziehen der Zuschauer hält. Die können allerdings den genannten Zusatzkosten nicht ausweichen, da per Kabel und Satellit bald grundverschlüsselt werden wird.
Es gibt dennoch keinen Grund zur Panik. Bis zu einer Entscheidung, bei der alle „Player“ - die privaten und öffentlich-rechtlichen Programmanbieter, die Sendedienstleister, die Systemtechnik- und Endgerätehersteller, die Landesmedienanstalten und wohl auch die Verbraucherverbände - mitziehen müssen, dürfte es noch Jahre dauern.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund Grundverschlüsselung.



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