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Nachrichten-Archiv: Oktober 2006

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31.10.2006 • Satellit: Eutelsat und Astra gemeinsam auf Mobilkurs
Die beiden Satellitenbetreiber Astra und Eutelsat haben ein erstes gemeinsames Joint Venture gegründet. Die neue Firma soll „Videos, Hörfunk und Daten auf Mobilgeräte und Empfänger in Fahrzeugen übertragen“. Abgestrahlt wird im S-Band (2,0 und 2,2 GHz) übe den Eutelsat-Trabanten W2A, der Anfang 2009 gestartet werden soll. Er bilde „die Grundlage für eine Hybrid-Infrastruktur in Europa ..., in der sich Satelliten- und terrestrische Netzwerke ergänzen“, heisst es.
Quelle: Presseinfo von Astra und Eutelsat vom 30.10.2006 (pdf).
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31.10.2006 • Finnland: Privatsender startet Pay-Paket
Finnland Die private finnische Senderfamilie MTV3 startet morgen unter dem Namen PlusTV ein Pay-TV Angebot via DVB-T. Das Programm MTV3 Max zielt - unter anderem mit der Formel 1 - auf die männliche Zielgruppe , MTV3 Juniori soll Kinderprogramme zeigen. Verschlüsselt wird mit Conax. Ein dreimonatiges Einsteigerabo kostet 29,90 Euro, danach kann für monatlich 8,90 Euro abonniert werden. Bis zum September 2007, wenn der Digitalumstieg in Finnland beendet wird, sollen auch andere Programme in die Plattform integriert werden.
Laut englischsprachiger Presseinfo von PlusTV sind in Finnland bislang 760.000 für Pay-TV geeignete Settopboxen verkauft worden. DVB-T nutzen dort 8 Prozent der Haushalte.
Quelle: Presseinfo von PlusTV vom 19.10.2006 (in englischer Sprache).
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30.10.2006 • Bayern: Infokampagne für Ostbayern
Bayern Zum Start von DVB-T in Ostbayern am 6. Dezember beginnt eine Informationskampagne. Antennenzuschauer werden ab dem 15. November über Laufbänder in den drei noch analog gesendeten Programmen auf dem Digitalumstieg aufmerksam gemacht.
Im Internet kann eine Empfangsprognose abgefragt werden. Dort finden sich Infos zum Antennenaufwand vor Ort. Das Projetkbüro informiert auf seinen Seiten über Programmangebot und Kanalbelegung.
Eine Telefonhotline ist 01805 / 31 05 05 (12 ct/Min. aus dem bayerischen Festnetz) Montags bis Freitags von 9 bis 19 Uhr unter 01805/31 05 05 (12 ct/Min. aus dem bayerischen Festnetz) erreichbar. Dem örtlichen Fachhandel wurden Schulungsunterlagen zur Verfügung gestellt, so dass auch dort eine gute Beratung vorbereitet wurde.
Zeitgleich mit der Aufschaltung der Digitalsender (Standorte: Hohe Linie, Hoher Bogen, Brotjacklriegel, Pfarrkirchen) werden die bisherigen analogterrestrischen Ausstrahlungen beendet. Jedoch bleiben die TV-Füllsender im Berchtesgadener Land, in Kochel und Dietfurt a.d. Altmühl weiterhin in Betrieb.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros DVB-T Bayern vom 30.10.2006.
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27.10.2006 • Schweiz: DVB-H im Test
Schweiz Swisscom Broadcast, Swisscom Mobile, Sunrise und Orange testen zwischen November und Februar, „ob DVB-H die Bedürfnisse an mobiles Radio und Fernsehen ausreichend erfüllt“. Nach technischen Tests Ende 2005 sollen nun 200 ausgewählte Nutzer neue Dienste erproben und „wichtige Erkenntnisse zur Marktattraktivität und zu den Kundenbedürfnissen“ feststellen. Dafür werden bis zu 17 TV- und 4 Radiokanäle gesendet. Technologiepartner ist Nokia mit dem N92-Handy.
Quelle: Presseinfo von Swisscom vom 27.10.2006 / 1. DVB-H Pilotprojekt in der Schweiz.
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26.10.2006 • Bayern: Ausbauplanung für 2007
Bayern DVB-T Versorgung in Bayern ab 6.12.2006. Quelle: Projektbüro. Vergrößern: Klick  aufs Bild Das Projektbüro Bayern veröffentlichte Infos zum weiteren Verlauf der Umstellung. Der Bayerische Rundfunk will im November 2007 die Sender Grünten, Hohenpeissenberg und Augsburg auf DVB-T umstellen. Damit werden Schwaben, das Allgäu und weitere Teile Oberbayerns digital versorgt. Der letzte Schritt in Richtung einer (Fast-) Vollversorgung des Freistaates soll im Laufe des Jahres 2008 angegangen werden.
Zunächst aber steht Ostbayern auf dem Plan: Der offzielle Startschuß soll am 6. Dezember beim Romantischen Weihnachtsmarkt in Regensburg auf Schloss Thurn und Taxis erfolgen.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros DVB-T Bayern.
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26.10.2006 • Sachsen: DMB-Lizenz an MFD
Sachsen Der Medienrat der Sächsischen Landesmedienanstalt hat wie erwartet dem Betreiber des DMB-Dienstes Watcha, der MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH, die ausgeschrieben Kapazitäte für Chemnitz, Dresden und die Lausitz zugeteilt. Der Beschluß steht unter dem Vorbehalt einer Bestätigung durch die SLM-Versammlung die am 7.November tagen wird.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 25.10.2006.
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26.10.2006 • Österreich: DVB-T gestartet
Österreich DVB-T Logo Österreich Am heutigen Nationalfeiertages geht DVB-T auch in Österreich auf Sendung. Die Versorgung erreicht bereits 70 Prozent der TV-Haushalte, die nun ORF1, ORF2 und ATV per Antenne digital empfangen können. Ausgestrahlt wird ausserdem der MHP Dienst Multitext. Die ersten 100.000 verkauften, dafür geeigneten und vom TÜV geprüften, Geräte (derzeit 7 Produkte) werden mit 40 Euro bezuschußt.
95 Prozent der Haushalte sollen bis 2010 erreicht werden, für das kommende Jahr werden weitere Fernsehprogramme angekündigt. Erste Abschaltungen analoger Sendeanlagen erfolgen zwischen März und Sommer 2007 in Vorarlberg und Tirol.
Der Sendenetzbetreiber ORS sieht ein Potenzial von bis 1,3 Millionen Antennen-Haushalten. Etwa 1,25 Mio. der insgesamt 3,3 Mio. Haushalte in Österreich (Deutschland: 35 Mio.) nutzen das Kabel, 850.000 empfangen per Satellit.
Die Kabelnetzbetreiber Telekabel und UPC folgen indessen dem Vorbild ihrer deutschen Branchenkollegen: Polemisch wird behauptet, DVB-T verursache „pro TV-Gerät ca. 150,- bis 200,- Euro“ Kosten. Neukunden werden mit Gutschriften über 50 Euro und Fussball-Übertragungen. Die Monatsgebühren-Pflicht und die laufenden Kosten fürs Kabel werden in der Presseinfo verschwiegen.
Quelle: Presseinfos von ORS und UPC vom 25.10.2006 / DVB-T-Homepage.
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25.10.2006 • Schleswig-Holstein: Westküste sieht jetzt digital
Schleswig-Holstein Wie geplant startete DVB-T gestern an der Westküste Schleswig-Holsteins. Damit können die Antennenzuschauer in den Gebieten um die Sender Heide/Welmbüttel, Eiderstedt/Garding, auf Helgoland und Sylt numehr 11 statt bisher drei öffentlich-rechtliche Programme nutzen. Nach Angaben von T-Systems hat es bei der Umstellung der Sendetechnik in der Nacht zuvor keine Probleme gegeben. Wegen der Totalabschaltung bisheriger analoger Füllsender kann es allerdings ortsabhängig notwendig sein, Antennen neu auszurichten.
Quelle: Presseinfo von DVB-T Norddeutschland vom 24.10.2006 (pdf).
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23.10.2006 • DVB-T: Weltweit vierfache Zuschauerzahl in fünf Jahren
DVB-T Logo (DVB Project) In den nächsten fünf Jahren wird sich die Zuschauerzahl des digitalen Antennenfernsehens weltweit fast vervierfachen. Das britische Forschungsinstitut IMS Research geht 2006 von 37 Mio. DVB-T Haushalten aus und schätzt den Stand 2011 auf 131 Millionen Haushalte. Die Analysten sehen Chancen für Pay-TV in Ländern, in denen DVB-T bereits länger etabliert ist. Dies geht aus Untersuchungsergebnissen des Instituts hervor.
Quelle: Presseinfo von IMS Research 18.10.2006 (in englischer Sprache).
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23.10.2006 • ARD, ZDF, VPRT: Gemeinsame Anforderungen an EPGs
ARD/ZDF VPRT Mit gemeinsamen „Anforderungen an Navigatoren/EPGs“ wollen ARD, ZDF und die im VPRT vertretenen Privatsender die Vielfalt von Navigatoren und Elektronischen Programmführern (EPGs), die von Drittanbietern betrieben werden, auf eine gemeinsame Grundlage stellen, „die dem Nutzer zur Orientierung und Steuerung in der digitalen Programmwelt“ dient. Eckwerte sind Funktionalitäten, Angebotsdarstellung und Benutzerfreundlichkeit. Dabei wird nicht nur auf Diskriminierungs- und Werbefreiheit, sondern auch auf technische Aspekte, Nutzungsgewohnheiten und rechtliche Fragen eingegangen. Unter anderem geht es um die Vereinheitlichung der Reihenfolge, in der Programme aufgelistet werden. Das Papier richte sich an Hersteller und Verbreiter von Navigatoren bzw. EPGs für alle digitalen Verbreitungsplattformen.
Vor wenigen Tagen hatte sich auch die Gemeinsame Stelle Digitaler Zugang der Landesmedienanstalten mit dem Thema beschäftigt. Die LMAs und Programmveranastalter suchen nun das Gespräch mit Geräteherstellern und EPG-Anbietern.
Quellen: Gemeinsame Presseinfo und Empfehlungen von ARD, ZDF, VPRT vom 23.10.2006, Presseinfo der GZDS vom 17.10.2006.
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20.10.2006 • Österreich: DVB-T startet Donnerstag
Österreich In Österreich startet DVB-T am kommenden Donnerstag (26.10.). Für 70 Prozent der Bevölkerung werden, parallel zur analogen Versorgung, ORF1, ORF2 und ATV digital-terrestrisch ausgestrahlt. Sendegebiet und Programmangebot sollen später erweitert werden, bis 2010 soll der Ausbau bei 95 Prozent der Haushalte abgeschlossen sein. Die Abschaltung analoger Sender wird ab März 2007, zunächst in Vorarlberg und Tirol, eingeleitet.
DVB-T Prüfsiegel des TÜV Österreich für MHP-Geräte (oben) und Zappingboxen (unten) Eine Besonderheit ist der Dienst Multitext auf Grundlage der Multimedia Home Platform MHP. Für dafür geeignete Geräte können die Hersteller bzw. Importeure beim TÜV Austria ein Prüfsiegel beantragen. Der Kauf solcher Geräte wird finanziell gefördert: Der Versand von 40 €-Gutscheinen für 100.000 „Frühumsteiger“ an 2 Mio. Haushalte hat begonnen. Derzeit tragen sieben Geräte dieses Prüfsiegel (Bild oben). Ein weiteres Prüfsiegel (unten) kennzeichnet nicht Multitextfähige (nicht geförderte) Geräte. Von der GIS-Runfunkgebühr befreite Haushalte, die nur per Antenne empfangen, können ebenfalls je einen Gutschein über 40 Euro anfordern.
Unter 0820-410 420 (12 ct. pro Minute) wurde eine Beratungs-Hotline eingerichtet.
Quelle: Presseinfo von DVB-T Österreich vom 19.10.2006 / Geräte mit Prüfsiegel.
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20.10.2006 • Rundfunkgebühr: VPRT will Zugriff auf Zuschauerdaten
GEZ Nachdem eine Novelle der Rundfunkgebühren ins Haus steht (siehe nächste Meldung), melden sich schon Nachfolger für die GEZ zu Wort: So will Jürgen Doetz, Präsident des Privatfunkverbandes VPRT, das Entgelt gerne über „Infrastrukturanbieter“ - also Sendenetzbetreiber wie die Kabelfirmen, Astra oder T-Systems - einziehen lassen. Diese würden dadurch über Kundendaten - auch der konkurrierenden Verbreitungswege - verfügen. Das würde die mögliche Untersagung der Pay-TV-Plattform Entavio (Astra) durch das Bundeskartellamt allerdings mehr als ausgleichen. Alle TV-Zuschauer wären dann direkt „addressierbar“, wie die Kabel- und Satbetreiber und privaten Programmveranstalter das wünschen.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 20.10.2006.
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19.10.2006 • Rundfunkgebühr: MPs entscheiden gegen die Lobbyisten
GEZ Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben trotz des Drucks zahlreicher Lobby-Verbände für die sogenannte PC-Rundfunkgebühr entschieden. Damit wird für PCs und andere „neuartige“ Empfangsgeräte ab dem 1. Januar eine Monatsgebühr vomn 5,52 € fällig. Betroffen sind jedoch nur die wenigen Haushalte und Unternehmen, die überhaupt keine GEZ-Gebühren zahlen.
Binnen eines Jahres wollen die Länderchefs - wie erwartet - eine generelle Neuordnung der Rundfunkgebühren auf den Weg bringen, die ab 2009 die bisherige haushaltsbezogene GEZ-Gebühr ersetzen könnte.
Schon am Vortag outete sich die auf diesen Seiten mehrfach erwähnte Vereinigung der Rundfunkgebührenzahler (VRGZ) als Lobby-Verband: Der Verband forderte, Unternehmen grundsätzlich aus der Finanzierung der Öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten herauszuhalten und zog polemisch in Zweifel, ob ARD und ZDF ihren Programmauftrag überhaupt erfüllen. Rundfunkgebühren sollen also ausschließlich die Bürger zahlen.
Quelle: Meldungen von dpa und n-tv vom 19.10.2006 / Presseinfos des VRGZ vom 18.10.2006 / Hintergrund GEZ.
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19.10.2006 • Handy-TV: Verschlüsselung und Inhalte
Das Konsortium der vier Mobilfunkbetreiber für DVB-H will Inhalte grundsätzlich verschlüsselt senden. Jedoch werde man Angebote von ARD und ZDF unverschlüsselte ausstrahlen, wenn eine „kommerziell tragfähige Lösung“ dafür zustande kommt, so eine O2-Vertreterin bei den Medientagen München. Auch würde - im Sinne der „Akzeptanz durch den Kunden“ - eine künftige Kompatibilität der konkurrierenden Standards DVB-H und DMB nicht unterbunden. Jedoch wollen, so ein LG-Repräsentant, die Hersteller vor neuen Chipentwicklungen erst abwarten, ob sich eine der Techniken durchsetzt.
An gleicher Stelle verlautete von der MFD, dem Betreiber des DMB-Dienstes Watcha, wieder nicht Neues. Geschäftsführer Henrik Rinnert sprach über eine künftige Programmflut und technische Reichweiten, nannte jedoch keine Teilnehmerzahlen an dem Ende Mai gestartete Handy-TV-Dienst.
Ohne Programminvestitionen geht beim Handy-Fernsehen aber nichts. Allerdings, so die meisten Diskutanten auf den Medientagen, sei in der Anfangsphase Fernsehen gewohnte TV-Kost eine entscheidende Kaufmotiavtion. Für exklusiven Content fehle die Refinanzierung. Demgegenüber sieht der Vertreter des Produktionskonzerns UFA großes Potenzial in speziell auf das Handy zugeschnittenen Sendungen.
Quelle: Presseinfos der Medientage (Panels 6.1 und 6.2) vom 18.1.02006 / Hintergrund Handy-TV.
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19.10.2006 • Rundfunkgebühr: FDP-Brüderle will Zuschauer-Überwachung
GEZ Was manche Politiker vom Datenschutz halten, zeigt eine Äußerung des FDP-Bundestagsabgeordneten Rainer Brüderle: „Jeder Fernseher sollte mit einem Zähler ausgestattet werden. Gebühren nach konkreter Nutzung und Verbrauch sind grundsätzlich fairer als Pauschalsätze!“ Das forderte der Politiker in der Bild-Zeitung. Das würde allerdings eine Komplett-Überwachung des Fernsehverhaltens aller Zuschauer bedeuten.
Quelle: Meldung der Bild-Zeitung vom 19.10.2006 (pdf) / Meldungen u.a. auf Heise Online vom 18.10.2006.
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19.10.2006 • Digital-Radio: Kommt, aber wie und wann?
Deutschland hat - im Gefolge der Frequenzkonferenz RRC06 - ab Mitte 2007 Kapazitäten für mindestens 180 digitale Radioprogramme oder 90 Visualradio-Angebote. Im November wollen die Landesmedienanstalten dazu einen Masterplan vorlegen. Mit der ARD bestehe Einvernehmen über die Aufteilung zwischen Privaten und Öffentlich-rechtlichen, erklärte Helmut G. Bauer, Hörfunkbeauftragter der Landesmedienanstalten, in München. Eine Fifty-Fifty-Aufteilung sei nicht geplant. Die ARD will ihre derzeit 60 Radioprogramme in der Übergangsphase per Simulcast zwar nicht bundesweit, aber doch länderübergreifend verbreitet wissen, so ARD-Vorsitzender Fritz Raff. Aus dem Bundeswirtschaftsministerium hieß es dazu, es sei noch nicht entschieden, ob digitales Radio künftig den analogen UKW-Rundfunk ersetzen oder ergänzen soll. Dessen ungeachtet wollen die Radio-Veranstalter den Simulcast möglich kurz halten. Sie erwarten ausserdem, dass der Termin für den „analogen Switch-Off“, an dem die in Deutschland betriebenen 300 Millionen UKW-Geräte überflüssig werden, gesetzlich fixiert wird.
Für den Durchbruch von DAB sind, darauf verwies am Abend die Bayerische Staatskanzlei, „leistungsfähige Sendenetze notwendig“, was nicht überall gegeben sei. Bayern wolle sich daher beim Bundesverteidigungsministerium „für eine uneingeschränkte Nutzungsmöglichkeit des DAB-Kanals einsetzen“.
Quelle: Presseinfos der Medientage vom 18.10. und der Bayern-Staatskanzlei vom 19.10.2006(pdf).
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19.10.2006 • Digital-TV: CDU-MP fordert zentrale Regulierung
Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat sich auf den Medientagen München für zentrale Genehmigungsstellen und einen bundesweit einheitlichen Rechtsrahmen für künftige digitale TV- und Videodienste ausgesprochen. Das gegenwärtige Verfahren, nachdem beispielsweise die Vergabe einer Handy-TV-Betreiberplattform in allen Bundesländern getrennt erfolgt, sei zu langsam und nicht marktgerecht.
Das würde allerdings die Zusammenfassung der bisherigen Landesrundfunkanstalten erfordern, was eine langwierige Vorbereitung voraussetzt.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 18.10.2006.
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18.10.2006 • Grundverschlüsselung: ProSiebenSat.1 will Gebühren
Euro-Münze Während der Aktionsradius von ARD und ZDF und möglicherweise auch ihre Etats künftig beschränkt werden sollen (siehe nächste Meldung und Meldung vom 15.10.), marschieren die Privaten selbst weiter in Richtung einer Gebührenfinanzierung, zusätzlich zu den Werbeeinnahmen. So machte Guillaume des Posch, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 AG deutlich, dass sein Konzern an der „Adressierbarkeit“ der digitalen Satellitenübertragung dringend interessiert ist. Wenn das Kartellamt die „Entavio“-Plattform von Astra untersage, werde die Grundverschlüsselung mit anderen Partnern realisiert werden, deutete er laut Medienmeldungen an. Die Programmfamilien von RTL und MTV haben eine Grundverschlüsselung via „Entavio“ bereits vereinbart.
Quelle: Pressemeldung der Medientage vom 18.10.2006 (pdf).
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18.10.2006 • Rundfunkgebühr: Breite Front für Neuordnung
GEZ Die von Lobbyverbänden heftig attackierte Rundfunkgebühr für PCs per 1. Januar 2007 ist ein Schwerpunkt auf den Medientagen München. Eine breite Front aus Landespolitikern - quer durch alle Parteien - stellt die gegenwärtige geräteabhängige Gebühr in Frage. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CDU) nannte die von Niedersachsens Landeschef Christian Wulff (CDU) ins Spiel gebrachte einkommensabhängige Haushaltsabgabe einen „vernünftigen Vorschlag“. Dann könnte bei der Finanzierung der Anstalten auf Werbeeinnahmen verzichtet werden. Wie so etwas sozial verträglich gestaltet werden kann, ist allerdings nicht überliefert.
Mit einem neuen Erhebungssystem könnten sich offenbar auch ARD und ZDF befreunden, wenn es - so BR-Intendant Thomas Gruber - verfassungskonform und ertragsneutral sei. Die Anstalten erhalten derzeit etwa 7 Mrd. Euro aus Gebühren. Die diskutierte Haushalts- oder Bürgerabgabe erinnere jedoch an eine Steuer, die der gebotenen Staatsferne widerspreche.
Stoiber sprach sich zugleich für die Verlängerung des Moratoriums für die PC-Gebühr aus. Der Chef seiner Staatskanzlei Sinner hatte dafür allerdings keine praktischen Chancen gesehen. ZDF-Intendant Schächter meinte, es gehe überhaupt nur um „38.000 ehemalige Schwarzseher“ und 2,5 Mio. Euro zusätzliche Einnahmen. Eine Vorentscheidung wird diese Woche auf der Konferenz der Ministerpräsidenten erwartet.
Quelle: Presseinfo der Medientage vom 18.10.2006 (pdf) / Meldungen u.a. auf Heise Online vom 18.10.2006.
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18.10.2006 • Bayern: Abschaltungen am 6. Dezember
Bayern Im Zusammenhang mit der Umschaltung auf das digitale Antennenfernsehen DVB-T in Ostbayern am 6. Dezember werden zahlreiche analoge Füllsender für ARD, ZDF und BR3 außer Betrieb genommen. Für DVB-T werden die Anlagen Hoher Bogen, Hohe Linie, Brotjacklriegel und Pfarrkirchen genutzt. Eine Liste gibt Auskunft über die ausser Betrieb gehenden Sender. Abhängig vom Wohnort kann es notwendig sein, vorhandene Dachantennen neu auszurichten.
Quelle: Senderliste des Projektbüros Bayern vom 5.10.2006.
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18.10.2006 • DMB: ProSiebenSat.1 Mobile ersetzt Comedy-Kanal
Watcha-Logo ProSiebenSat.1 firmierte heute seínen Entertainmentkanal für das DMB-Angebot Watcha zum „ersten eigenen Sender für Mobile-TV“ um. Mit gegenüber der TV-Ausstrahlung vorgezogenen Telenovelas soll das Handy-TV offenbar aufgewertet werden. „ProSiebenSat.1 Mobile ist ein spezieller Sender für das mobile Fernsehen, dessen täglich unterschiedliche, 24stündige Programmierung rund um die Uhr speziell auf die Sehgewohnheiten von mobilen Fernsehzuschauern zugeschnitten ist“, wird dazu mitgeteilt. Das Programm aus Serien, Comedy und Dokumentationen sowie Quizshows ersetzt die bisherige vierstündige Comedy-Schleife.
Quelle: Presseinfo von Pro7Sat1 vom 18.10.2006 / Hintergrund DMB.
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17.10.2006 • DVB-H: Holtzbrinck und Burda wittern Geschäft mit Handy-TV
DVB-H Logo Die beiden Verlagsgruppen Holtzbrinck und Burda wollen ins Handy-TV einsteigen. Beide Häuser beteiligen sich mit je einem Drittel an der Neva Media GmbH. Diese soll unter dem Namen „Mobil 3.0“ als Anbieter von Betreiberplattformen aktiv werden.
DVB-H bedeute einen „Qualitätsdurchbruch im Handy-TV. Bekannte, aber auch vor allem neue Unterhaltungs- und Informationsformate sind jetzt auf mobilem Wege problemlos übertragbar. Sie werden folglich die Medienvielfalt und die Märkte signifikant erweitern“, kommentierte Stefan von Holtzbrinck. An dem Berliner Unternehmen halten die Gründer Bernd Curanz und Paulus Neef sowie Christiane zu Salm und Horst Piepenburg weitere Anteile. Die Firma war bereits während der IFA 2005 am Berliner Stand mit einem Plattform-Konzept hervorgetreten.
Quelle: Presseinfo des Burda-Verlages vom 17.10.2006.
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16.10.2006 • VRGZ wählt Vorsitzende Marwitz ab
GEZ Die Vereinigung der Rundfunkgebührenzahler (VRGZ) hat - wie angekündigt - am Sonnabend den Vorstand gewählt. Vorsitzender ist nunmehr Jan Achterrath, Schatzmeister wurde Michael Schlenzka. Schriftführer Kai König und Geschäftsführer Uwe Haas wurden bestätigt. Damit ist die Abwahl der bisherigen Vorsitzenden Petra Marwitz vollzogen. Sie war nach ihrer Äußerung vom 13.10. ins verbandsinterne Schussfeld geraten.
Quelle: Presseinfo von VRGZ vom 15.10.2006.
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16.10.2006 • DMB: Mobilcom startet Vermarktung von Watcha
Watcha-Logo Mit Verzögerung gegenüber ursprünglichen Ankündigungen steigt Mobilcom nun als zweiter Vermarkter beim DMB-Dienst „Watcha“ ein. Der Dienst ist für monatlich 8,95 € auch zu laufenden Verträgen zubuchbar. Das LG-Handy V9000 sowie „in Kürze“ auch das Samsung SGH-P900 werden für 49 € angeboten.
Angesichts des mageren Programmangebots (4xTV, 1xVisualradio) wird erklärt: „MFD verhandelt derzeit mit weiteren Sendern über die Einspeisung ihrer Programme.“ Freilich wird auf die lizenzrechtliche Grundlage einer Programmerweiterung nicht eingegangen. Die Sendelizenz von MFD reicht zur Zeit nur für das aktuelle Programmangebot aus, eine zweite Senderkette ist noch nicht einmal ausgeschrieben.
Quelle: Presseinfo von Mobilcom vom 16.10.2006 / Hintergrund DMB.
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16.10.2006 • Niedersachsen: Terra Nova steigt aus
Niedersachsen Nachdem der Programmveranstalter Onyx angekündigt hat, auf die DVB-T Verbreitung seines Programms Terra Nova im Raum Hannover/Braunschweig zu verzichten, hat die Landesmedienanstalt NLM einen Programmplatz im K28 für Hannover und im K60 für Braunschweig neu ausgeschrieben. Interessierte Programmveranstalter können sich bis zum 6. November für eine Zulassung, die bis zum November 2014 befristet sein wird, bewerben.
Quelle: Ausschreibung vom 4.10.2006.
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15.10.2006 • GEZ: VPRT hält Verfahren für verfassungswidrig
GEZ Der Privatfunk-Verband VPRT bezog Stellung zur Perspektive der Rundfunkgebühren: Präsident Jürgen Doetz erklärte laut Medienmeldungen, die Prüfung der Bedarfsanmeldung der Anstalten durch die KEF sei lediglich fachlicher Natur. Es sei künftig notwendig, „jedes neue Angebot im gebührenfinanzierten Rundfunk einem 'Public Value'-Test zu unterziehen, das heißt, seinen Mehrwert für die Öffentlichkeit zu prüfen“. Klartext: Der VPRT will sich der öffentlich-rechtlichen Konkurrenten entledigen, in dem ARD und ZDF mit inhaltlichen Argumentationen der Aufbau neuer Programme und Betätigungsfelder verboten wird. Die Rundfunkgebühren müssten insgesamt auf neue Grundlagen gestellt werden.
Doetz machte deutlich, dass der VPRT ein weiteres Wachstum von ARD und ZDF verhindern will. Dies sieht er durch die derzeit breit diskutierten Rundfunkgebühren für PCs und TV-Handys gegeben.
Quelle: Medienmeldungen, u.a. von Sat und Kabel vom 15.10.2006.
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13.10.2006 • Rundfunkgebühren: VRGZ kontra Panikmache
GEZ Um eine nette Farbe bereichert die Vereinigung der Rundfunkgebührenzahler (VRGZ) die Debatte: Die VRGZ-Vorsitzende Marwitz hatte am 11.10. im Zusammenhang mit der Gebührenpflicht für PCs verlauten lassen, es werde für die GEZ „z. B. interessant, ob eine Person über eine E-Mail-Adresse verfügt, Bankgeschäfte online durchführt oder Online-Shopping betreibt. Die Gebühren-Eintreiber müssen dann nicht mehr im Altpapier nach Fernsehzeitschriften suchen, sondern können z. B. in Internet-Foren nach potentiellen Gebührensündern suchen.“
Solcherart Orakel einer „E-Mail-Fahndung“ sei „publizistische Panik-Mache“, so der Pressesprecher, der sich „ausdrücklich im Namen des Vorstandes der VGRZ“ von seiner Vorsitzenden distanzierte. Sie habe das als Rechtsanwältin, nicht als Verbandsrepräsentantin geäußert. Konsequenzen für die morgige Mitgliederversammlung wurden nicht ausgeschlossen.
Quellen: Meldung von Sat und Kabel vom 13.10.2006 und Wortlaut der Marwitz-Erklärung vom 11.10.2006.
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13.10.2006 • DMB: Mifriends-Projekt bekommt Finanzspritze
mifriends-Logo Den Etat der gerade gestarteten Regensburg-Phase des DMB-Pilotprojektes „Mifriends“ stockte die bayerische Landesmedienanstalt BLM um 250.000 auf 675.000 Euro auf, „um die gewünschten Projektziele erreichen zu können“. Das beschloss gestern der Medienrat der BLM.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 12.10.2006 / Hintergrund MiFriends-Projekt.
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13.10.2006 • DMB: Vom Innovationsregal in die Ramschkiste?
Watcha-Logo Mit drastischen Preissenkungen „auf das Niveau herkömmlicher Mobiltelefone“ will Debitel das stockende Handy-TV mit DMB-Technik in den bisherigen 12 Versorgungsgebieten anschieben. So soll das TV-Handy SGH-P900 von Samsung, das jedoch nicht im VHF-Band empfangen kann, mit bestimmten Handy-Tarifen schon für einen Euro (bisher 199 Euro) verkauft werden. Es kommt jetzt auch ausserhalb der DMB-Sendegebiete (und ohne Watcha-Abo) zum Verkauf. Wer zu seinem Watcha-Abo für nur noch 4,95 Euro (bisher 14,95 Euro) das neuere V9000 von LG haben will, zahlt 99 Euro. Ausserdem wird bis Jahresende mit einem Wegfall der Watcha-Gebühr für sechs Monate um Kunden geworben.
Auch Mobilcom hatte die Vermarktung von Watcha zum 4. Oktober angekündigt, auf den Interentseiten des Unternehmens sind bislang jedoch keine Infos zu finden.
Quelle: Presseinfo von Debitel vom 13.10.2006 / Hintergrund DMB.
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10.10.2006 • Niedersachsen: Holzminden und Hannoversch Münden
Niedersachsen Wie angekündigt ist heute in den Regionen Holzminden und Hannoversch Münden auf DVB-T umgeschaltet worden. In beiden Gebieten ist der Empfang von verschiedenen Sendeanlagen aus möglich. Daher können einige Programme bei Neuprogrammierung doppelt in der Programmliste erscheinen. Auf den Internetseiten von DVB-T Norddeutschland finden sich sind Karten zur empfohlenen Antennenausrichtung. Telefonische Beratung bietet der NDR unter 01805-117788 (12 ct. pro Minute) an.
Holzminden: Neu im Betrieb ist der Sender Holzminden-Stahle. In der weiteren Umgebung ist auch der Empfang von den Sendern Habichtswald oder Teutoburger Wald möglich. Die bisherigen analogen Sender Beverungen, Bodenfelde, Boffzen, Derental, Fürstenberg, Holzminden, Lauenförde und Lütgenade wurden abgeschaltet.
Hann. Münden: Die digitalen Sendungen sind von Habichtswald oder Hoher Meissner, in einigen Orten von Göttingen aus, empfangbar. Abgeschaltet wurden die analogen Sendeanlagen in Gimte, Hann. Münden, Hann. Münden Ost, Hedermünden, Oberode, Sichelnstein, Speele, Spiekershausen, Staufenberg und Uschlag.
Zugleich wurde der 24. Oktober als Starttermin an der Westküste Schleswig-Holsteins (Sender Heide/Welmbüttel und Eiderstedt/Garding sowie Helgoland und Westerland/Sylt) bestätigt.
Quelle: Presseinfo zu Holzminden, Hann. Münden und SH West vom 10.10.2006 (pdf).
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9.10.2006 • Schweiz: Diskussion um Rundfunkgebühren
Schweiz In der Schweiz laufen die Vereinbarungen zur Rundfunkfinanzierung im April 2007 aus. Die öffentlich-rechtliche Anstalt SRG SSR idée suisse fordert eine Erhöhung um 8 Prozent. Das entspricht den Anteilen von je vier Prozent der Einnahmen, die an die Privaten und die Inkassofirma Billag abzuführen sind. Ähnlich wie in Deutschland die KEF prüft der „Preisüberwacher“ den angemeldeten Finanzbedarf und wird noch im Oktober eine Empfehlung vorlegen.
Begründet wird die Erhöhung auch mit den Kosten der Digitalisierung, den Kosten von Sport- und Filmrechten und einem Inflationsausgleich. Die Anstalt bestreitet etwa 70 Prozent ihres Etats von 1,5 Mrd. Franken (944 Mio. Euro) aus Gebühren. Die Jahresgebühr liegt für Privathaushalte derzeit bei etwa 450 Franken (284 Euro) jährlich - also erheblich über der GEZ-Gebühr (204,36 €). Firmen müssen 597 Franken (376 Euro) zahlen.
Eine Parallele: Billag hat eine Gebührenpflicht für Online-PCs ins Gespräch gebracht.
Quelle: Bericht von Heise Online vom 8.10.2006.
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8.10.2006 • Rundfunkgebühren: Wirtschaftsministerium fordert Moratorium
GEZ Nach Kulturstaatsminister Neumann hat ein weiteres Regierungsmitglied in die Diskussion um GEZ-Gebühren für „neuartige Emfpangsgeräte“ eingegriffen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Hartmut Schauerte (CDU) forderte von den Bundesländern eine Aussetzung der sogenannten PC-Gebühr bis Ende 2008. „Die berechtigten Sorgen der Wirtschaft“ (die in letzter Zeit in diversen Statements von Lobbyverbänden deutlich wurde) sollten nicht „über Bürokratie und Kostenbelastungen“ gestellt werden. Die erwarteten Mehreinnahmen von 5 bis 6 Mio. Euro in 2007/2008 stünden „außer Verhältnis zum Imageschaden für den Standort Deutschland“.
Schauerte setzt damit die aus CDU-Kreisen geführte Polemik gegen die Staatsverträge zur Rundfunkgebühr fort. Die waren vor zwei Jahren von allen 16 Landesparlamenten von den jeweiligen Koalitionsfraktionen beschlossen worden. Von der Idee, das Moratorium zu verlängern, ist inzwischen sogar Bayern abgerückt. Das Stimmverhalten der Fraktionen in den Länderparlamenten dokumentiert eine vom Bundesverband der Selbständigen veröffentlichte Liste: Außer in Schleswig-Holstein stimmten CDU und CSU durchweg dafür ...
Quelle: Presseerklärung von H. Schauerte) vom 6.10.2006 / Hintergrund Rundfunkgebühr / Kommentar.
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7.10.2006 • ZDF geht weiter in die Breite
ZDF Das ZDF will in der nächsten Zeit den Anteil der Breitbild-Sendungen weiter steigern. Nach Filmen und Dokus sollen in den nächsten Monaten vermehrt Magazinsendungen umgestellt werden. Ab November soll das Morgenmagazin „in die Breite“ gehen. Auch für das Mittagsmagazin, Frontal und Berlin Mitte sei die Umstellung auf 16:9-Produktion geplant, erklärte Intendant Markus Schächter nach einer Sitzung des ZDF-Fernsehrates.
Der Trend zu 16:9-Flachdisplays „verändert allmählich auch die Sehgewohnheiten der Zuschauer“, so Schächter. „Die digitale Zukunft gehört dem Breitbildformat“. Mit der Fußball-Weltmeisterschaft habe sich „das Breitbildformat 16:9 bei den deutschen Fernsehzuschauern endgültig durchgesetzt“.
Quelle: Presseinfo des ZDF vom 6.10.2006 und Agenturmeldung auf Sat und Kabel vom 7.10.2006.
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6.10.2006 • Rundfunkgebühren: PC-Gebühr bleibt bis 2008
GEZ Nach der Einschätzung des Chefs der Bayerischen Staatskanzlei Eberhard Sinner (CSU) ist die Einführung der Rundfunkgebühr für Internet-PCs ab Januar nicht aufzuhalten. „In der Kürze der Zeit geht das nicht anders“. Damit rückt Bayern von der bisher geforderten Verschiebung der PC-Gebühr ab. Zugleich unterstützte Sinner die Idee der Grünen, von der bisherigen geräte- auf eine haushaltsbasierte Erhebung umzusteigen. Dies sei bis zur nächsten Gebührenperiode, die im Januar 2009 beginnt, machbar. Der Vorschlag von ARD und ZDF, bis zu einer Neuregelung nur die Hörfunkgebühr von 5,52 € zu erheben, sei eine „Übergangslösung“; auch Kurt Beck (SPD) hatte sich entsprechend geäußert, hält jedoch die Grünen-Idee für nicht machbar.
Sinner wies erneut darauf hin, dass die PC-Gebühr nur für Haushalte und Firmen fällig wird, die noch nicht bei der GEZ gemeldet sind. Das Thema steht auf der Tagesordnung des Treffens der Länderministerpräsidenten vom 18. bis 20. Oktober.
Quelle: Interview Sinners mit der FAZ (Sat und Kabel) vom 6.10.2006 / Hintergrund Rundfunkgebühr / Kommentar.
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6.10.2006 • DVB-T jetzt für 70% der Einwohner
Überallfernseh-Logo Das digitale Antennenfernsehen erreicht derzeit etwa 70 Prozent der Bevölkerung. Seit dem Start Ende 2002 wurden in Deutschland etwa 5 Millionen Geräte - darunter 3,5 Mio. Settopboxen und 1,5 Mio. PC- und andere Empfänger - verkauft.
Nach den bis Jahresende angekündigten Umstellungen (Westküste Schleswig-Holsteins, Südosten Brandenburgs, Regensburg) folgen 2007 die Lüneburger Heide, Münster, Aachen, Westharz und das Saarland sowie weitere Teile der mitteldeutschen Bundesländer. 2008 soll u.a. im Hochsauerland gestartet werden. Nach Angaben der DVB-T Taskforce von ARD und ZDF werde das 1998 von der Bundesregierung vorgegebene Ziel, die Digitalisierung bis 2010 abzuschließen, für den Antennenempfang „sehr viel früher als erwartet erreicht“.
„Großer Ärger“ käme allerdings aus einigen Regionen, „wo wegen der politisch vorgegebenen Kürzung der Gebührenerhöhung keine Versorgung erfolgen kann“. Bezug genommen wird hier auf die mit der letzten Rundfunkgebühren-Erhöhung von den Bundesländern vorgenommene Kürzung des Finanzbedarfs von ARD und ZDF, der auch zu Einschränkungen beim DVB-T Ausbau führte. So fordern die Lokalpolitik und Tourismusverbände der Müritzregion, das Feriengebiet mit 2 Millionen Touristen nicht von DVB-T auszuschlie0en.
ARD und ZDF wollen den Ausbau bis Ende 2008 für ihre Programme beenden. Die großen privaten Senderfamilien wollen aus Kostengründen eine Beteiligung in weiteren Regionen nicht wahrnehmen.
Quelle: Eigene Recherche.
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6.10.2006 • Niedersachsen: Am 10. Oktober Aufschaltung in Holzminden
Niedersachsen Die Umstellung der Sendeanlage Holzminden am 10. Oktober schließt eine Lücke der DVB-T Versorgung in Niedersachsen. Von dort aus werden dann die Bouqets der ARD (Kanal 22) und des NDR (Kanal 58) für Holzminden und Hannoversch Münden ausgestrahlt. Der bisherige analoge Betrieb wird zeitgleich eingestellt. Im Raum Holzminden ist das ZDF-Bouqet bereits empfangbar, jedoch von der Sendeanlage Teutoburger Wald aus. Örtlich kann nach Angabe der DVB-T Taskforce von ARD und ZDF daher eine zweite Antenne notwendig werden.
Als weitere Startregionen sollen im Frühjahr 2007 die Lüneburger Heide und im Herbst 2007 der Harz das DVB-T-Versorgungsgebiet in Niedersachsen komplettieren.
Quelle: Eigene Recherche / Weitere regionale Infos.
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2.10.2006 • Grundverschlüsselung: Für 81 Prozent ist RTL verzichtbar
Euro-Münze Einer repräsentativen Umfrage der Zeitschrift „Focus“ zufolge stößt das „Entavio“-Projekt von Astra, an dem sich die Programmfamilien von RTL und MTV beteiligen wollen, auf wenig Gegenliebe: Nur 19 Prozent der Teilnehmer sind bereit, monatlich 3,50 Euro für den Empfang privater TV-Programme zu bezahlen. Von den 14- bis 19jährigen würden nur 45 Prozent zahlen.
Quelle: Bericht von Focus Online vom 2.10.2006 / Hintergrund Grundverschlüsselung.
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1.10.2006 • Rundfunkgebühren: Beck kontert Grüne
GEZ Kurt Beck. Foto: Landesregierung Rheinland-Pfalz Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Bundesländer Kurt Beck (SPD) hat den Grünen-Vorschlag einer GEZ-„Haushaltsgebühr“ zurückgewiesen. Dies bürde die Finanzierung von ARD und ZDF allein den Privathaushalten auf und sei daher ungerecht. Das Modell sei vor Jahren verworfen worden: Die Erstellung des Haushaltsregisters bringe erheblichen Verwaltungsaufwand und sei aus Sicht des Datenschutzes bedenklich.
Man müsse jedoch „über alternative Erhebungsmodelle nachdenken“, die „den Gesamtfinanzierungsbedarf des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erbringen“ müssten.
Die von ARD und ZDF vorgeschlagene Gebühr von 5,52 € sei „eine angemessene und akzeptable Zwischenlösung“. Diese würde bis Ende 2008 gelten, dann läuft der geltende Staatsvertrag über die Rundfunkgebühren aus. Alle Länderparlamente hatten darin eine ab 1. Januar 2007 zu erhebende Gebühr für neuartige Empfangsgeräte beschlossen.
Quelle: Presseinfo der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz vom 29.9.2006 / Hintergrund Rundfunkgebühr / Kommentar.



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