Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte Archiv Allgemein Aktuell
Nachrichten-Archiv: Mai 2007

Hinweise: Zum Lesen von PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden. Die Langzeit-Verfügbarkeit von Linkzielen kann nicht gewährleistet werden.


31.5.2007 • Handy-TV: Beck gegen EU-Verordnung für DVB-H
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und SPD-Vorsitzende hat sich gegen eine gesamteuropäische Strategie beim Handy-TV ausgesprochen. Dem Lobby-Dienst Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk erklärte er: „Ein individuell auf die Mitgliedsstaaten angepasstes Einführungskonzept ist vorzugswürdiger.“ Damit erteilte er der Ankündigung von EU-Kommissarin Reding, DVB-H zu forcieren, eine Absage. Beck hält auch die EU-Entscheidung gegen die Berliner DVB-T-Förderung für falsch. Die von der EU gewünschte technologieneutrale Förderung schaffe ein Gießkannenprinzip, wobei Fördereffekte verpuffen könnten. Mit den in Deutschland geplanten Regulierungen werde „genügend Entwicklungsspielraum“ für DVB-H ud DMB geschaffen. Die Radio-Digitalisiserung sieht Beck aber noch in weiter Ferne.
An gleicher Stelle kündigte Bernhard von Canstein (Vodafone) an, das zur Zeit vom Kartellamt geprüfte DVB-H-Konsortium von Vodafone, T-Mobile und O2 wolle „einen dreistelligen Millionenbetrag in die Infrastruktur investieren“. Er forderte von allen Anbietern eine Transportgebühr - auch von ARD und ZDF, die jedoch unverschlüsselt verbreitet werden sollen.
Quelle: Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk (pdf), Ausg. Mai 2007 / Hintergrund: Handy-TV.
Zum Seitenanfang

30.5.2007 • Technologie: Sony mit biegsamen OLED-Display
Auf einem Fachkongress in den USA hat Sony ein biegsames OLED-Display als Prototypen gezeigt. Das 2,5 Zoll-Schirmchen löst 160 mal 120 Pixel auf, die organischen Leuchtdioden sind auf einer nur 0,3 Millimeter dünnen Kunststofffolie aufgebracht. Einen Termin für konkrete Produkte gibt es noch nicht. Ein rollbares Graustufen-Display (der Philips-Ausgründung Polymervision) ist im „Librofonino“ verbaut, einem Mobiltelefon, dass Telekom Italia noch in diesem Jahr herausbringen will.
An gleicher Stelle zeigten die Toshiba/Panasonic-Kooperation TMD und Sony superdünne OLED-Fernseher. Das TMD-Gerät hat eine Bilddiagonale von 20,8 Zoll mit 1280 mal 768 Pixeln. Sony will schon in diesem jahr Elfzöller mit einer Auflösung von 1024 mal 600 Pixeln der neuen Technik ausliefern. Die Konkurrenz will erst in zwei Jahren folgen - offenbar, wenn für den Heimbereich akzeptable Größen erreicht werden. Bis dahin ist möglicherweise auch die von Canon entwickelte SED-Technik marktfähig, so dass dann vier Systeme im Wettbewerb der flachen Displays stehen.
Quelle: Berichte von Golem am 29.5.2007 und 12.4.2007 / Demo-Videos bei YouTube.
Zum Seitenanfang

30.5.2007 • Österreich: DVB-H Gesetz mit Änderungen im Ministerrat
Österreich Der Entwurf des DVB-H Gesetzes passierte heute den österreichischen Ministerrat. Laut Medienberichten wurde die Zahl der ORF-Spartenprogramme auf zwei limitiert. Es gebe im weiteren Verfahren noch großen Gesprächsbedarf, hieß es seitens der ÖVP.
Gleichen Tags hatte sich - nach Pro7.SAT1 - auch die österreichische Kartellbehörde BWB Presseberichten zufolge kritisch geäußert. Der Entwurf stärke die Marktmacht des ORF und verwässere die Meinungsfreiheit. Dem ORF werde gestattet, „über Mobile TV eine unbegrenzte weitere Anzahl von speziell produzierten Programmen“ zu verbreiten, was nun abgewehrt scheint. Die Wettbewerbshüter fordern daher eine „Beschränkungen der geschäftlichen Tätigkeit des ORF“. Kritik löst die 60 Prozent-Beteiligung des ORF am wahrscheinlich einzigen in Frage kommenden Sendenetzbetreiber ORS geübt. ORS könnte unter Umständen gegen Unternehmen konkurrieren, für die das Unternehmen als Dienstleister arbeitet.
Quelle: Berichte von Der Standard und Satellifax vom 30.5.2007.
Zum Seitenanfang

30.5.2007 • Selten genug: ARD, ZDF und VPRT gemeinsam gegen EU
ARD, ZDF und der Verband ihrer privaten Wettbewerber VPRT haben sich mit seltener Gemeinsamkeit EU-Pläne kritisiert. In einer gemeinsamen Stellungnahme votieren sie „gegen einen Handel von Frequenzen für Rundfunk sowie eine Verteilung digitaler Übertragungskapazitäten nach rein wirtschaftlichen Grundsätzen“.
Europa dürfe nicht die Rundfunkordnungen der Mitgliedsländer unterlaufen. Der ARD-Vorsitzende Raff erinnerte an die gesellschaftspolitischen Aufgaben des Rundfunks für die Meinungsbildung. Jürgen Doetz (VPRT) kommentiert, die EU habe zwar gerade die kulturelle Rolle des Rundfunks geschützt, wolle aber nun „nach rein marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten die Verbreitungsgrundlage in Frage“ stellen. Der Rundfuk, so Markus Schächter (ZDF), „darf aus guten Gründen nicht rein ökonomischen Ordnungskriterien untergeordnet werden.“
Quelle: Presseinfo von ARD, ZDF, VPRT (pdf) vom 30.5.2007.
Zum Seitenanfang

30.5.2007 • Handy-TV: Markterfolg kommt durch Vorführeffekt
Wegen der verschiedenen Standards für das Handy-Fernsehen wird der Interoperabilität der Technik eine große Bedeutung zukommen. Der Markt wird jedoch erst entstehen, wenn den Verbrauchern der Wert der neuen Technik praktisch vor Augen geführt wird. Zu diesem Schluß kommt das Forschungsinstitut Datamonitor. Dennoch werden für die Kombination der Medienklassiker Fernsehen und Mobilfunk große Perspektiven gesehen, auch wenn Mobilfernsehen vom Start weg noch kein aussergewöhnlicher Umsatzbringer sein wird. Bis 2012 soll die Zahl der Mobil-TV-Nutzer von heute weltweit 4,4 auf 155,6 Millionen anwachsen, so die aktuelle Datamonitor-Studie „Opportunities in the mobile broadcast TV market, 2006 – 2012“. Die Nutzer verteilen sich 2012 auf Asien (76,3 Mio.), Europa (42,7 Mio.) und Amerika (mit USA-Dominanz 35,6 Mio.). Für Europa sei der für 2009 erwartete paneuropäische Anschub ausschlaggebend, wird auf die jüngsten EU-Bemühungen um das Vorantreiben von DVB-H angespielt.
Quelle: Presseinfo von Datamonitor (englisch) vom 30.5.2007.
Zum Seitenanfang

29.5.2007 • DVB-T: Telekom will Media&Broadcast verkaufen
Überallfernseh-Logo Der Verkauf der Telekom-Unit Media&Broadcast kommt in die heisse Phase. Das bestätigte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick gegenüber dpa-AFX.
Media&Broadcast, bisher Teil von T-Systems, ist unter anderem Eigentümer und Betreiber der meisten DVB-T-Sendeanlagen und verfügt damit über ein Quasimonopol. Dieses werde nach einem Verkauf fortwirken, da weder die Senderstandorte noch die Frequenzen vermehrbar sind. Die Landesmedienanstalten hatten die erwartete (üblicherweise eher kurzfristige) Beteiligung von Finanzinvestoren kritisiert. Dies bedeute einen schnellen Wandel statt der für den Rundfunk notwendigen Kontinuität und würde der von der EU angedachten Versteigerung von Rundfunkfrequenzen Vorschub leisten.
Ein Engagement von Fondsgesellschaften könnte zu Verflechtungen mit Kabelnetzbetreibern und dem Privatfernsehen führen. Dadurch werde das Rundfunksystem gefährdet. Wer Firmen beherrsche, sei im Medienbereich wichtiger als in anderen Branchen. Dies sei nicht nur für DVB-T, sondern auch für die Radioveranstalter von entscheidender Bedeutung.
Laut Wirtschaftswoche sind der französische Infrastruktur-Anbieter TDF, der Finanzinvestor 3i und eine australische Bank unter den Bietern. Telekom hoffe auf einen Erlös von einer Milliarde Euro.
Quelle: Meldung bei Sat und Kabel vom 29.5.2007.
Zum Seitenanfang

29.5.2007 • England: DVB-T Geräte ab Jahresende HDTVfähig?
England Die britische Regierung soll darauf bestehen, dass alle Settopboxen für digitalterrestrischen Empfang schon ab Ende dieses Jahres sowohl MPEG-2- als auch MPEG-4- (HDTV-) Signale verarbeiten können. Das fordert der britische Verbraucherschützerverband Voice of the Listener and Viewer (VLV). Die Geräte sollen so zukunftssicher werden. Abgeschaltete Analogfrequenzen sollen für HDTV-Programme umgewidmet werden.
Allerdings ist die Standardisierung der Kombination von MPEG-4 und DVB-T im Rahmen von DVB-T2 erst in der Anfangsphase. Das DVB-Projekt sieht den Beginn der Einführung nicht vor 2009. Die Hersteller werden sich kaum darauf einlassen, vor der endgültigen Verabschiedung von DVB-T2 Seriengeräte in den Handel zu bringen.
England beginnt im Herbst mit der Abschaltung analogterrestrischer Sendeanlagen. Auf der Insel gebe es einige Verwirrung über die damit auf Zuschauerseite verbundenen Kosten und die Eignung der Geräte für HDTV, so VLV.
Quelle: Artikel im Indepentent (englisch) vom 28.5.2007 / Hintergrund DVB-T2 / DVB-T2 beim DVB-Projekt.
Zum Seitenanfang

26.5.2007 • Österreich: Pro7Sat1 kontert DVB-H-Gesetzentwurf
Österreich Vertreter von Pro7 und sat1 Österreich haben den Gesetzentwurf zur Einführung von DVB-H in der Alpenrepublik kritisiert. Die Verpflichtung, beide ORF-Programme auch per DVB-H kostenlos zu verbreiten und eine fehlende „effektive gesetzliche Beschränkung von Quersubventionen innerhalb des ORF sowie eine Verpflichtung des ORF zu marktkonformem Verhalten“ wurde kritisiert. So würde der ORF gegenüber den Privaten privilegiert. Ein Widerspruch des Entwurfes wird entdeckt, weil dort einserseits von neuen Programmformaten ausgegangen werde, andererseits die konventionellen ORF-Hauptprogramme bevorteilt würden. Der Entwurf verstoße gegen die österreichische Verfassung und gegen EU-Recht.
Medienministerin Bures hatte laut Der Standard schon am Vortag der Presseerklärung angekündigt, der attackierte Passus werde gestrichen. In Österreich läuft noch bis zum Juni ein Pilotprojekt „mobile tv austria“. Zur Euro 2008 soll der Regelbetrieb auf dem Mux D beginnen. Es soll ein Basis- und ein Premiumpaket geben, beide kostenpflichtig.
Quelle: Presseinfo von Pro7 und SAT1 AT vom 25.5.2007.
Zum Seitenanfang

25.5.2007 • NRW: DVB-T ab 12. Juni für das Münsterland
Nordrhein-Westfalen Am 12. Juni wird das digitale Antennenfernsehen DVB-T im Münsterland eingeführt. Im Programmangebot sind DasErste, Arte, Phoenix und 1Festival (Kanal 21), WDR, MDR, NDR und Südwestfernsehen mit verschiedenen WDR-Lokalzeiten (Kanal 45) und das ZDF mit dem Bouquet ZDFmobil (Kanal 59). Senderstandorte sind Münster (Baumberge und Stadt) sowie für das ZDF zusätzlich die schon bestehenden DVB-T-Anlagen Lingen und Osnabrück. Zeitgleich werden die bisherigen Umsetzer Ibbenbüren, Burgsteindorf, Bocholt, Ölde und Hagen-Sorpetal abgeschaltet. Damit endet die analoge Versorgung per Antenne.
Quelle: Programme und Parameter, Versorgungskarte, Umsetzer-Liste (pdf) im Münsterland.
Zum Seitenanfang

25.5.2007 • Mitte: Senderstandorte und Umstiegstermine
Mitteldeutschland Der MDR hat die Liste seiner Grundnetzsender mit aktualisierten Umschaltterminen ergänzt. Damit werden die bekannten Termine am 23. Juli für Chemnitz (Sender Geyer, Reichenhain), Dresden, Löbau und Schöneck sowie Gera und am 9. Oktober für Magdeburg und Wittenberg bestätigt. „Ab Mitte 2008“ geht es in die Schlußetappe im MDR-Sendegebiet. Dann soll von Dequede, Gera, dem Inselsberg, Jena und Sonneberg aus digital gesendet werden. Wie schon länger bekannt wird die Digital-Anlage Saalfeld/Remda dann abgeschaltet. Ihre Aufgabe übernimmt Saalfeld (Kulm). Zeitgleich zu den jeweiligen Terminen wird die analoge Übertragung per Antenne beendet, so dass Mitte 2008 in Mitteldeutschland der Umstieg abgeschlossen sein wird.
Quelle: Liste der MDR-Grundnetzsender.
Zum Seitenanfang

25.5.2007 • Qualcomm: DVB-H nur ein EU-Funktionärsmythos?
MediaFlo Logo Ihren proprietären Mobil-TV-Standard Mediaflo will die US-Firma Qualcomm in Europa platzieren. Nach Test mit BSkyB seien mehrere europäische Mobilfunkbetreiber daran interessiert, erklärte Vorstandschef Paul Jacobs der Financial Times Deutschland und wiederholte damit die Ankündigung vom vergangenen Juli. Das Unternehmen habe allein in den USA bereits 800 Mio. Dollars in den CDMA-Abkömmling investiert, Verizon habe kürzlich einen Dienst in 20 US-Staaten in Betrieb genommen und AT&T beabsichtige einen Start.
Dass die EU-Kommission Druck für DVB-H macht hält Jacobs für „eine Art Mythos. Das ist lediglich die Auffassung einzelner EU-Funktionäre.“ Einer Europa-Einführung von Mediaflo stehen freilich nicht nur die schon im praktischen Betrieb stehenden Konkurrenzstandards DMB und DVB-H im Wege. Rechtsstreitigkeiten, darunter mit dem DVB-H-Protagonisten Nokia um Patente für den Mobilfunk der 3. Generation, hat das Unternehmen nicht zu knapp mit 200 Mio. Dollars budgetiert.
Quelle: Bericht der FTD vom 25.5.2007 / Hintergrund: Handy-TV.
Zum Seitenanfang

24.5.2007 • GFU: Noch mehr Marktzahlen
gfu Die GFU, Mitveranstalter der Funkausstellung lässt fleissig den Markt beobachten. Die heute veröffentlichten Zahlen der GfK für 2006 (also ohne Berücksichtigung der Mehrwertsteuer-Erhöhung) bestätigen den vor ein paar Tagen markierten Trend. Nach diesen Zahlen sank der Umsatz mit Röhren-TVs auf nur 16 Prozent des TV-Gesamtumsatzes, der gegenüber dem Vorjahr um 28,9 Prozent auf 4,563 Mrd. Euro stieg. Den Markt dominieren mit 84 Prozent die „Flachen“ mit 84 Prozent. 2002 war das Verhältnis noch etwa umgekehrt gewesen: Röhrengerät hatten damals einen Anteil von 87 Prozent am mit 3,1 Mrd. Euro geringeren TV-Umsatz. Bei den „Flachen“ führen die LCDs mit 75 Prozent, Plasmas liegen bei 21 Prozent. Im Kommen sind große Schirme über 37 Zoll Diagonale, Geräte zwischen 31 und 36 Zoll sind mit 55 Prozent Anteil bestimmend. Auf dem rückläufigen Videogeräte-Markt konnten nur DVD-Recorder gering zulegen. Auch der Umsatz mit Settopboxen ist laut GfK rückläufig, analoge Boxen spielen keine Rolle während PVRs (Recorder mit integriertem Digitalempfang) den Anteil halten konnten.
Quelle: Presseinfo der GFU vom 24.5.2007.
Zum Seitenanfang

24.5.2007 • ANGA Cable: Analogkabel zu attraktiv
ANGA-Logo Mit 22 Prozent Digitalanteil hängt das Kabel in der Digitalisierung weit hinter dem Satelliten und der Antenne hinterher und liegt unter dem Deutschland-Schnitt von etwa einem Drittel der TV-Haushalte. Das analoge Kabel sei zu attraktiv, Der Umstieg werde sich - so der Tenor einer Podiumsdebatte auf der Anga Cable - verzögern. Der von der Initiative Digitaler Rundfunk vorgegebenen Termin für das Ende der analogen Ausstrahlung 2010 sei nicht haltbar. Genannt wurde das Jahr 2027 - eine Verhohnepipelung jeglicher Industriepolitik für den Standort Deutschland. Nach Ansicht der Diskutanten sei ein „harter Umstieg“ nach dem Vorbild der Antenne (was so nicht stimmt) die falsche Strategie.
Wie es scheint, leben die Netzbetreiber sehr gut mit den Doppel-Gebühren, die Digitalzuschauern für die unnötige analoge Versorgung abverlangt werden. Viele Zuschauer verzichten wegen dieser Kosten auf digitales Free-TV. Möglicherweise sollten die Kabelnetzbetreiber ihr Interesse an der „Grundverschlüsselung“ und der damit verbundenen Kontrolle und Addressierbarkeit der Kunden nach hinten rücken. Kundenfreundliche Umstiegs-6Angebote und mit den Sat-Betreibern koordinierte Zeitpläne könnten wesentlich mehr ausrichten. Nicht zuletzt trifft das umstiegsstrategische Unvermögen die Programmveranstalter, ob ARD und ZDF oder Pro7Sat1 und RTL - denn die müssen auf Dauer die Doppelverbreitung mit bezahlen - es sei denn, sie werden an den Einnahmen aus der Grundverschlüsselung beteiligt.
Seine Kongressmesse sieht der Kabelverband ANGA als Erfolg und im Wandel in Richtung einer Fachveranstaltung für Kabel, Breitband und Satellit. Erstmals seien 10.000 Fachbesucher gezählt worden. Die Ausstellerzahl stieg von 308 auf 367. Im Blickpunkt standen „Triple Play“-Angebote für TV/Radio, Telefonie und Online-Zugang über das Rundfunkkabel und hybride Lösungen für DVB-Empfang und IPTV.
Quelle: Berichte von DF am 22.5.2007 und 24.5.2007 / Presseinfo der ANGA vom 24.5.2007.
Zum Seitenanfang

23.5.2007 • Verbraucherschützer machen gegen Lockangebote mobil
Die Verbraucherzentrale NRW hat auf ihren Webseiten eine öffentliche Beschwerdestelle „Stopp den Lockvogel“ eingerichtet. Zu häufig sind Aktionswaren - gerade auch elektronische Geräte - schon nach wenigen Minuten oder Stunden ausverkauft. Das Gesetz schreibe jedoch vor, dass diese Produkte ab Erscheinen der Anzeige zwei Tage zu dem beworbenen Preis vorrätig sein müssten. Die Verbraucherschützer kritisieren, dass die Kunden für diesen Zeitraum dennoch keinen Anspruch auf die Waren zu den beworbenen Preise hat. Der langwierige und aufwendige Rechtsweg müsse für jedes Lockvogel-Angebot gesondert beschritten werden. Die Verbraucherzentralen können daher offenbar nur gegen die Spitze des Sonderangebots-Eisberges vorgehen. Sie wollen Unternehmen, „deren Werbepraxis ein strategisches Vorgehen vermuten lässt“ abmahnen.
Die Website vermittelt Infos über Verbraucherrechte und Beispiele aus der Rechtsprechung. Enttäuschte Schnäppchenjäger können Erfahrungsberichte abgeben und Fälle in eine Datenbank eintragen. Von deren Veröffentlichung, die den Anbieternamen enthält, erhofft sich die Verbraucherzentrale Druck auf die Firmen.
Quelle: Info der Verbraucherzentrale NRW vom 23.5.2007.
Zum Seitenanfang

23.5.2007 • DVB-H: Marktstart in Finnland
DVB-H Logo In Finnland gibt es für den DVB-H Dienst Mobiili-TV nun weitere Programme und erste Handys. Das N92 von Nokia wurde ausgeliefert, noch im laufenden Quartal soll auch das neuere N77 angeboten werden. Der Dienst war am 1. Dezember 2006 gestartet worden und erreicht derzeit 25 Prozent der Bevölkerung in den Regionen Helsinki, Turku und Oulu; Netzbetreiber Digita will bis Jahresende auf 40 Prozent ausbauen. Finnland ist nach Italien und Vietnam das dritte Land, in dem ein DVB-H Regelbetrieb läuft.
Quelle: DVB Projekt vom 22.5.2007 / Homepage Mobiili TV (finnisch) / Hintergrund DVB-H.
Zum Seitenanfang

22.5.2007 • Anga Cable: Digitalisieren - aber wie?
ANGA-Logo Immerhin schaut bereits knapp jeder dritte deutsche TV-Haushalt digital fern. Die Umstellung der Antenne wird nächstes Jahr beendet. Noch aber sind 25 Mio. Sat- und Kabelhaushalte vom Umstieg zu überzeugen. Jürgen Doetz (VPRT) nutzte die „Elefantenrunde“ des Anga Cable Fachkongresses einmal mehr zu einem Plädoyer für die Grundverschlüsselung mit Entavio, ebenso wie Premiere-Chef Georg Kofler. Dass beide Investitionen in die Verbreitung auf den Verbraucher abwälzen wollen, wundert nicht. ZDF-Justitiar Carl-Eugen Eberle hielt dagegen: „Ohne Grundverschlüsselung hätten wir die Digitalisierung schon längst“. So oder so forderte Unitymedia-Chef Parm Sandhu die Politik zum Handeln auf. Einmal mehr forderten die Privaten eine öffentliche Förderung der Digitalisierung. Im Vorfeld hatte der Deutsche Kabelverband der großen Netzbetreiber (Unitymedia, KDG, KabelBW) mitgeteilt, die Vorbereitung der Zuführungsnetze („NE3“) auf TriplePlay-Angebote solle 2008 abgeschlossen sein. Der Verband setzt sich für einen marktgetriebenen und damit nachfrageorientierten Digitalumstieg ein. Einer übergreifenden Umstiegsstrategie nach Vorbild der Antenne wird damit offenbar eine Absage erteilt.
Quelle: Medienberichte, u.a. Sat und Kabel vom 22.5.2007 / Hintergrund Handy-Fernsehen, Grundverschlüsselung.
Zum Seitenanfang

22.5.2007 • DVB-H/DMB: Sharp stellt Chiplösung vor
Sharp Hybrid-Chip VA3B5EZ915 Den weltweit ersten Dualtuner für DVB-H und T-DMB stellte Sharp unter der Bezeichnung VA3B5EZ915 in Japan vor. Der Strombedarf wird mit 43 (DVB-H) bzw. 190 Milliwatt (DMB) angegeben. Das 8 mal 8 Millimeter kleine und 1,25 mm dünne Teil könnte ab Juli in Serienproduktion gehen. Testexemplare werden für 20.000 Yen an Systementwickler abgegeben. Sharp will sich mit dem Produkt auch auf dem europäischen Markt, wo die breite Einführung von DVB-H bevorsteht, platzieren.
Ähnliche Hybridchips hatten früher schon die Firmen Siano MS, Frontier Silicon und Dibcom vorgestellt. Gigabyte zeigte im März den Prototypen eines Hybrid-Handys Gsmart t600.
Quelle: Presseinfo von Sharp vom 22.5.2007 / Hintergrund. Handy-Fernsehen.
Zum Seitenanfang

21.5.2007 • TV-Plattform: Bald auch Logo für Antennen?
Deutsche TV-Plattform Wenn es beim DVB-T Empfang zuhause hakt, ist die Antenne „fast immer die Ursache“, schätzt die Deutsche TV-Plattform ein. Der Verband, in dem Hersteller, Netzbetreiber, Sender, Institute und Institutionen zusammen arbeiten, will daher nach dem Vorbild seines grünen „DVB-T Qualitätslogos“, mit dem Empfangsgeräte gekennzeichnet werden können, nun auch eine ähnliche Lösung für Antennen erarbeiten. Dies kündigte der Leiter der Arbeitsgruppe DVB-T, Jörg-P. Jost (HR) in der soeben erschienenen Ausgabe des Verbands-Newsletters TV-Zukunft an. Dort bezeichnet er die DVB-T Einführung in Deutschland als „beispielhafte Erfolgsgeschichte“, da der Rückgang der Antennennutzung „in einen Wiederanstieg umgedreht“ werden konnte. Heute werden 5,6 Prozent der Erstgeräte per Digitalantenne versorgt.
Das grüne Logo wird auf dem Weg der Selbstzertifizierung vergeben. In der dehnmedia-Datenbank sind zur Zeit 110 Geräte enthalten, für die das Logo erworben wurde. Der Verband hatte sich - bis jetzt leider ohne praktische Wirkung - um ein gemeinsames Verfahren für die Verbreitung von Softwareupdates über den Sendeweg im ZDF-Bouquet bemüht.
Quelle: TV Zukunft, (pdf) Maiausgabe 2007.
Zum Seitenanfang

21.5.2007 • GFU: Digital-TV weiter im Trend
gfu Laut Consumer Electronic Marketindex Deutschland (CEMIX) stieg im ersten Quartal mit erhöhter Mehrwertsteuer der Abverkauf digitaler Settopboxen für alle Verbreitungswege im 1. Quartal 2007 um 11,1 Prozent auf 1,09 Mio. Stück (Vorjahresquartal: 981.000). Der Durchschnittspreis wird stabil mit 91 Euro angegeben. Analogboxen werden hingegen immer mehr zum Randereignis: Nur noch 47.000 wurden verkauft. Im Aufwind ist auch der PC-Empfang: 166.000 TV-Produkte gingen über die Ladentische (Vorjahresquartal 137.000, plus 21,1 Prozent), die Stückpreise sanken von 72 auf 63 Euro.
Bei den Fernsehern stieg der Gesamtverkauf geringfügig. Erwartungsgemäß liegen die „Flachen“ im Trend. Der Verkauf von LCD-Geräten stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 72,1 Prozent auf 845.000 Stück, Plasmas legten um 34 Prozent auf 132.000 Stück zu. In diesem Marksegment macht sich der Preisverfall deutlich bemerkbar. Der Schnittpreis für LCDs rutschte unter die 1.000 Euro (970 Euro, minus 21,6 Prozent). Auch Plasmas gab es günstiger (1402 Euro, minus 30,3 Prozent). Ganz bergab geht es bei den Röhrenfernsehern. Die Stückzahlen fielen um 42,44 Prozent auf 462.000. Der Marktanteil der Röhren-TVs ging damit von 55,3 auf 31,1 Prozent zurück, während LCDs nach Stückzahl knapp 57 Prozent des Verkaufsmarktes abdecken.
Die GFU und der Bundesverband Technik des Einzelhandels erfassen im CEMIX die Geräte ohne Berücksichtigung der Empfangswege.
Quelle: Presseinfo der GFU vom 21.5.2007 und Download (pdf).
Zum Seitenanfang

18.5.2007 • GFU: Neuer Einkaufsberater für Digital-TV
gfu Pocket Guide Digital-TV, Auflage 3 Der Industrieverband GFU, Mitveranstalter der Internationalen Funkausstellung, hat gemeinsam mit weiteren Verbänden eine Neuauflage seines „Pocket Guide Digital-TV“ vorgelegt. Das 16seitige Heftchen geht in Kurzform auf die Vor- und Nachteile aller Empfangswege ein. Dabei wird erstmals das Internetfernsehen einbezogen. Die Broschüre soll Verbraucher wie auch dem Handel eine Orientierungshilfe geben.
Lauf GFU wurden allein im Jahr 2006 2,1 Mio. digitale Sat-Geräte, 1,3 Mio. DVB-T Geräte und 350.000 Kabel-Settopboxen sowie 84.000 HDTV-Empfänger verkauft. Damit hat 2006 mehr als jeder zehnte deutsche TV-Haushalt ein Gerät erworben. Die Tendenz sei 2007 weiter steigend.
Die Broschüre kann auf den Webseiten der beteiligten Verbände heruntergeladen werden. Händler können sie auch in Papierform mit und ohne Eindruck des Firmennamens beziehen.
Download auf der GFU-Website (pdf) / Printbestellung beim Verlag SOK (Maillink).
Zum Seitenanfang

17.5.2007 • England: Regulierer prüft Pay-TV-Umstieg bei DVB-T
England Laut Medienberichten will die britische Regulierungsbehörde Pläne des Privatfernsehens BSkyB prüfen, seine über DVB-T (Freeview) frei empfangbaren TV-Programme Sky Three, Sky News und Sky Sports News durch Pay-TV-Sender zu ersetzen. Die Ofcom wolle BSkyB auffordern, detaillierte Unterlagen dazu einzureichen und prüfen, ob die Änderungen im Interesse der Zuschauer seien. Geprüft werden sollen ausserdem die Auswirkungen der neuen Kompressionstechnik, durch die BSkyB seine DVB-T-Kapazitäten aufbohren will. Damit ist offenbar das noch nicht standardisierte MPEG-4 gemeint.
Zur Erinnerung: Die 1998 begonnene Einführung von DVB-T auf Grundlage von Pay-TV war gescheitert - 2002 ging der Betreiber ITV Digital mit mehr als 2 Mrd. Euro Miesen in die Pleite. Als Konsequenz bildeten BBC, BSkyB und Crown Castle 2002 die frei empfangbare Freeview-Plattform. Davon will BSkyB nun offenbar abrücken - nachdem DVB-T in England laut Ofcom mehr als jeder vierte TV-Haushalt Freeview nutzt (Stand: Ende 2006).
Quelle: Meldung bei Finanznachrichten.de (englisch) vom 16.5.2007 / Hintergrund DVB-T2.
Zum Seitenanfang

17.5.2007 • ZDF: Handy-TV besser nicht mit Mobilfunker-Plattform
ZDF Das ZDF will sich nicht an der Investition in Infrastrukturen für das Handy-Fernsehen beteiligen, aber auch nicht „an den Entgelten der Endnutzer beteiligt werden“. Das Geschäftsmodell der Plattformfirma MFD für den DMB-Dienst „Watcha“ zeige, das es möglich sei, öffentlich-rechtliche Programme zur Verfügung zu stellen, „wenn diese frei zugänglich und ohne zusätzliches programmbezogenes Entgelt verbreitet werden“. So ZDF-Justitiar Carl-Eugen Eberle im Gespräch mit dem Infodienst „Digitalmagazin“.
Im Gegenzug übt der ZDF-Rechtsexperte Druck auf die potenziellen Plattformbetreiber aus: Die Öffentlich-rechtlichen sehen keine Chance für einen Erfolg von Handy-TV-Diensten „ohne unsere Angebote“, mit denen man „in angemessener Weise vertreten sein“ will. Das ZDF-Hauptprogramm wird per DMB unverschlüsselt übertragen und kann mit einem DMB-Handy auch ohne TV-Vertrag angesehen werden.
Quelle: Infodienst Digitalmagazin vom 16.5.2007.
Zum Seitenanfang

15.5.2007 • Knapp 10 Mio. Haushalte schauen digital
Deutschland 9,55 Millionen deutsche Fernsehhaushalte nutzten Ende April 2007 digitale Empfangsgeräte. Dies geht aus der monatlichen Veröffentlichung der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) hervor. Der Digital-Anteil entspreche 27,3 Prozent der 35,02 Mio. TV-Haushalte in Deutschland. Zum Jahreswechsel 2006/2007 hatte der Anteil noch bei 8,91 Mio. Haushalten (25,4 Prozent) gelegen, stieg seither also um etwa 640.000 Haushalte.
Quelle: Website der AGF.
Zum Seitenanfang

15.5.2007 • Thüringen: Veranstaltungs-TV für Ilmenau im Juni
TLM Die Thüringer Landesmedienanstalt TLM hat ein Veranstaltungsfernsehen per DVB-T genehmigt. Vom 1. bis zum 10. Juni werden anlässlich der Internationalen Studentenwoche in Ilmenau Livesendungen und Konserven sowie die Programme des Ilmenauer Studentenfernsehfunks und von Radio hsf ausgestrahlt. Veranstalter ist die Forschungsgemeinschaft elektronischer Medien e.V. an der TU Ilmenau.
Quelle: Presseinfo der TLM vom 11.5.2007.
Zum Seitenanfang

15.5.2007 • Würfelzucker TV Offair
Nach Medienberichten hat der Sender Würfelzucker TV die Verbreitung über Astra für drei bis vier Wochen eingestellt. Hintergrund sei eine Veränderung in der Gesellschafterstruktur, in deren Folge die Sat-Verbreitung neu entschieden werde. Davon unberührt bleibe die beantragte DVB-T-Verbreitung in NRW und über Kabel. Den Astra-Programmplatz belegt nun Dr. Dish Television.
Quelle: Bericht von Digitalmagazin vom 15.5.2007.
Zum Seitenanfang

14.5.2007 • Österreich: Nächste Startinsel in Vorbereitung
Österreich Ab heute weisen in den Regionen Salzburg und Linz Laufbänder in den Programmen ORF 1, ORF 2 und ATV auf die am 4. Juni bevorstehende Umschaltung von analoger auf digitale Antennen-Übertragung hin. Erstmals wird ein Sender ausserhalb der Landeshauptstädte digitalisisert: Die Anlage Sonntagsberg wird das Gebiet Amstetten, Waidhofen/Ybbs und St. Valentin versorgen. Weitere Umstellungen folgen im Herbst.
Quelle: Presseinfo von DVB-T Österreich vom 11.5.2007.
Zum Seitenanfang

14.5.2007 • DVB-H: Bundeskartellamt ermittelt
DVB-H Logo Das Bundeskartellamt hat die Prüfung der Allianz der drei Mobilfunkbetreiber T-Mobile, O2 und Vodafone bezüglich der Plattform für DVB-H Dienste bestätigt. Die Konzentrationswächter ermitteln bereits seit dem 13. April unter dem Aktenzeichen B7-61/07. Nach Medienberichten kann sich das Verfahren, dass vom Unternehmenstrio selbst eingeleitet wurde, über etwa drei Monate hinziehen.
Für die Plattform-Betreiberschaft bzw. bundesweite Programmplätze hatten sich bislang 29 Bewerber gemeldet, die letzten Ausschreibungen laufen bis Ende Mai. Die Entscheidungen sollen bis zum Herbst fallen, kündigten die LMA-Direktoren an, die offenbar den Beschluß des Kartellamts abwarten wollen. E-Plus war im November 2006 aus dem Projekt ausgestiegen.
Quelle: Website des Bundeskartellamts / Hintergrund DVB-H. ">KEK.
Zum Seitenanfang

11.5.2007 • Regulierung: Senderzulassung bald auf ZAK?
DLM Ein neues Gremium soll künftig bei der Zulassung von Programmveranstaltern die Landesmedienanstalten entlasten: Eine „Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK)“, bestehend aus den Direktoren der 14 LMAs, soll diese Aufgabe bündeln. Das hat Martin Stadelmaier, Chef der für Rundfunkfragen der Länder zuständigen rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, nach Agenturmeldungen vorgeschlagen. Nach seinen Angaben soll eine entsprechende Regelung in Verbindung mit einer Reform der Aufgaben der KEK und Richtlinien für Internetfernsehen in den Rundfunkstaatsvertrag aufgenommen werden. Die KEK soll durch sechs Vertreter der Landesmedienanstalten und sechs Juristen zusammengesetzt sein. Den Vorsitz soll ein Jurist mit entscheidender Stimme in Pattsituationen bekommen. Damit werde die Direktorenkonferenz (KDLM) der LMAs gegenstandslos, die bis jetzt KEK-Entscheidungen kippen kann.
Stadelmaier will damit doppelte Zuständigkeiten beseitigen. Es handele sich nicht um eine Reaktion auf die an der KEK gescheiterte Fusion der ProSiebenSat.1 Gruppe mit dem Axel-Springer-Verlag. Bisher verantwortete die am Standort des Programmveranstalters zuständige LMA die senderechtliche Zulassung, während die KEK eine Prüfung der Eigentumsverhältnisse vornahm, um einer Medienkonzentration entgegen zu wirken.
Ein Staatsvertrags-Entwurf soll den Ministerpräsidenten im Herbst vorgelegt werden. Um die Lizensierung von TV-Programmen auf „ZAK“ zu bringen, müssen dann die Parlamente aller Bundesländer zustimmen. Der Staatsvertrag könnte im Sommer 2008 in Kraft treten.
Das Kürzel ZAK ist geübten TV-Guckern hinlänglich bekannt: So hieß das 1988 bis 1996 gesendete bissig-satirische Politmagazin des WDR, das durch die provokanten Fragen des Moderators Friedrich Küppersbusch geprägt war.
Quelle: ddp-Meldung vom 11.5.2007 bei PR-Inside / Homepage der KEK.
Zum Seitenanfang

9.5.2007 • Medientreffpunkt (4): Mehr Wettbewerb, mehr Staatsknete
Medientreffpunkt Mitteldeutschland Beim Medientreffpunkt wurde einmal mehr die Einrichtung eines Digitalisierungsfonds nach österreichischem Vorbild gefördert. Obwohl die Digitalisierung der Antenne so gut wie erledigt ist (und ohne Förderung), hängt Deutschland anderen europäischen Ländern, beispielsweise England mit einem Digitalisierungsgrad von über 75 Prozent über alle Verbreitungsgwege, hinterher. Damit sich das ändert, sollen Kabel- und Satellitengucker Fördermittel für den Boxenkauf erhalten. Gelder könnten auch für die Programmveranstalter und in die Forschung fließen. Ein solcher Fonds wurde von Technisat-Chef Peter Lepper gefordert. Die in puncto Massenverbreitung noch kürzer gekommene DAB-Interessengruppe stellt sich eine Finanzierung durch Bund, Länder und Teile der Rundfunkgebühr vor und will damit die bisher konzeptlose Digitalisierung der 320 Mio. UKW-Empfänger im Lande unterstützen.
Der Fonds ist in Österreich mit 6,75 Mio. Euro jährlich bis 2011 ausgestatten. Aus den Mitteln werden u.a. DVB-T-Settopboxen mit MHP und neuerdings auch digitale Kabelboxen bezuschußt.
Folgt man den genannten Forderungen, werden aus Steuern und Gebühren Geräte bezuschußt, damit man kostenpflichtige Verträge für Pay-Angebote abschließen und die digitalen Wegzölle á la Entavio & Digitalkabel entrichten kann.
Quelle: Presseinfo des Medientreffpunkts vom 9.5.2007.
Zum Seitenanfang

9.5.2007 • DasErste seit heute beim DMB-Dienst Watcha
Watcha-Logo Ab sofort kann das ARD-Programm DasErste auf DMB-Handys kostenlos und unverschlüsselt empfangen werden, teilte ARD-Vorsitzender Frotz Raff mit. „Mobile-TV ist dabei, sich zu einem relevanten Verbreitungsweg zu entwickeln. Deshalb müssen wir auch auf der Plattform von MFD Mobiles Fernsehen Deutschland vertreten sein“, so Raff. Laut MFD wird die Einspeisung des Programms zusätzlich zum bisherigen Angebot (ZDF, N24, MTV, Pro7Sat1 Mobile und bigFM2see) durch Verwendung bisher ungenutzter Kapazitäten möglich.
Der DMB-Dienst Watcha wird zur Zeit in 16 Städten verbreitet. Vor einigen Tagen hatte Plattformbetreiber MFD zusätzlich zur Vermarktung über Debitel, Mobilcom und Simply einen eigenen Webshop eröffnet. Dort wird Watcha für die beiden verfügbaren Handys und unabhängig vom Mobilfunkvertrag gegen einen Aufpreis von 99 Euro als „lebenslängliche“ Flatrate freigeschaltet. Der Ende Mai 2006 gestartete Dienst hatte Mitte April laut Debitel nur 10.000 Kunden.
Quelle: Presseinfos der ARD und der MFD (pdf) vom 9.5.2007 / Hintergrund: DMB.
Zum Seitenanfang

9.5.2007 • Medientreffpunkt (3): Rundfunkgebühren in der Debatte
Medientreffpunkt Mitteldeutschland Die Notwendigkeit der grundlegenden Reformierung der Gebührenfinanzierung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland ist unumstritten. Nur wie das gehen soll - da scheiden sich nach wie vor die Geister. „Ein steuerfinanziertes Modell wäre sicher der große Wurf“, sagte der Chef der Thüringer Staatskanzlei, Gerold Wucherpfennig, assistiert vom medienpolitischen Sprecher der sächsischen CDU-Fraktion, Roland Wöller, der dafür jedoch kaum Chancen sieht. Wucherpfennig findet das derzeitige System nicht sozial gerecht - die Wirtschaft steuere nur zehn Prozent zum Gebührenaufkommen bei. Eine stärkere Beteiligung der Unternehmen dürfte allerdings nicht einmal in der CDU auf Gegenliebe stoßen.
Der Leipziger Verfassungsrechtler Christoph Degenhart fordert eine Obergrenze, die an die Einkommensentwicklung zu koppeln ist. Gebührenausfälle, z.B. durch Sozialbefreiungen, müssten ausgeglichen werden. Die ostdeutschen Anstalten seien durch Hartz IV überproportional von Ausfällen betroffen.
Eine schärfere Beschreibung des Programmauftrages bringe den Anstalten mehr Rechtssicherheit, so MDR-Intendant Udo Reiter. Gebührenerhöhung liessen sich gut mit der Unersättlichkeit der Anstalten „populistisch verkaufen“. Es werde aber vergessen, dass Arte, Phoenix oder KiKa politisch gewollt waren - und Geld kosten.
„Der Gesetzgeber muss den Auftrag genau fixieren“, forderte auch DLM-Vorsitzender Reinhold Albert in einer zweiten Diskussionsrunde. Verfasssungsrechtler Dieter Dörr will fachliche, nicht politische Entscheidungen über die Gebühren - „sonst wird die Staatsferne des Rundfunks aufgegeben“. Dafür sei das Gebührensystem das Beste.
Die Kommission werde ihre Empfehlung zur Gebührenhöhe für 2009 bis 2012 wie vorgesehen im Januar 2008 veröffentlicht, kündigte KEF-Vorsitzender Horst Bachmann an. Das laufende Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht habe darauf keinen Einfluß; das Gericht verhandele darüber, wie die Politik mit der KEF-Empfehlung umgehe.
MDR-Verwaltungschef Holger Tanhäuser begründete die von der ARD geforderte Gebührenerhöhung u.a. mit den Tarifverträgen, die zwischen 2009 und 2012 eine Steigerung der Personalkosten um zwei Prozent bedingen.
Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff nutzte den Leipziger Fachkongress, um Alternativen aufzuzeigen: Er denkt an „Mischkonzepte“, zu denen MDR-Intendant Udo Reiter „kostendeckende“ Sendungen per Einzelabruf (Video On Demand) zählte. Auch Sachsens Staatskanzlei-Chef Hermann Winkler (CDU) unterstützte diesen Gedanken. Selbst Jürgen Doetz vom Privatfunkverband VPRT räumte ein, dass Angebote wie die ZDF-Mediathek nicht auf Dauer kostenlos sein könnten. Er will aber den Programmauftrag von ARD und ZDF - nach den kürzlich von der EU erteilten Auflagen - neu durchmischen, um wohl dabei manche Karte unter den Tisch fallen zu lassen.
Quelle: Zwei Presseinfos des Medientreffpunkts (1 / 2) und Digitalfernsehen/dpa vom 8.5.2007 / Hintergrund: GEZ.
Zum Seitenanfang

9.5.2007 • Medientreffpunkt (2): DVB-T regional für Lokal-TV
Medientreffpunkt Mitteldeutschland Jetzt hat das Ding einen offiziellen Namen: „DVB-T regional“ nennt Martin Deitenbeck, SLM, das angekündigte Leipziger Pilotprojekt eines Lowpower-Sendenetzes für Lokalsender. Die hätten den Wunsch, „mit ins digitale Zeitalter einzusteigen - ohne Mehrkosten. Wir probieren mit dem Pilotprojekt, ob sich solch ein Netz betriebswirtschaftlich lohnt“, so Deitenbeck. Während der MDR Interesse an einer Beteiligung (die von der SLM nicht gewünscht ist) äußerte, verfüge das ZDF über wesentlich ungünstigere Kalkulationen.
ZDF-Vertreter Eckhard Matzel sieht DVB-T mit bisher 6,5 Mio. bundesweit verkauften Geräten auf der Erfolgsstrecke. Sein Kollege Andreas Vierling (MDR) ist für Mitteldeutschland zurückhaltender, sieht aber einen „Achtungserfolg“.
Nichts Neues gab es zu dem von den mitteldeutschen Landesmedienanstalten herausgestellten angeblichen Interesse von RTL an einer regionalen Verbreitung per DVB-T in Halle/Leipzig. VPRT-Vertreter Artymiak: „Das ist erst ein Thema, wenn viele Zuschauer preisgünstig in guter Qualität erreicht werden können“. Lowpower oder Nopower?
Quelle: Presseinfo des Medientreffpunkts vom 8.5.2007 / Hintergrund: Lowpower-Netz für Leipzig.
Zum Seitenanfang

8.5.2007 • Medientreffpunkt (1): Einigung bei Handy-TV nötig
Medientreffpunkt Mitteldeutschland „Jeder Technologie-Anbieter will seinen eigenen Standard durchsetzen“, übte Georg Lütteke (Philips) Branchenschelte beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland. Es gebe keinen Willen, sich hinsichtlich der Kompatibilität der Technik fürs Handy-TV zu einigen, „damit der Nutzer keine Probleme hat“. Nach wie vor stehen DVB-H und DMB miteinander in Konkurrenz - allerdings drohte EU-Kommissarin Reding gerade, DVB-H zur Not per EU-Verordnung durchzusetzen. Obwohl der DMB-Dienst „Watcha“ vor sich hin dümpelt plant der der MDR ein DMB-Testangebot namens 1:30, ein 90-Sekunden Nachrichtenformat, sowie einen Mobilableger des Magazins Brisant im Herbst starten. Und Henning Rinnert vom DMB-Plattformbetreiber MFD gibt sich optimistisch, dass die Endgeräte bald auch Leistungen bieten, die DMB nicht beherrscht: er nannte die Übertragung von MP3-Daten, Downloads und Votings. Jedoch hatte das DMB-Forum im vergangenen Sommer die Standardisierung von DxB als Bindeglied zwischen DVB-H und DMB abgelehnt.
Quelle: Presseinfo des Medientreffpunkts vom 7.5.2007 / Hintergrund: DVB-H vs. DMB.
Zum Seitenanfang

7.5.2007 • Mitte: DVB-T ist hochgradig jugendlich
Mitteldeutschland Nach Angaben des MDR-Intendanten Udo Reiter ist im MDR-Sendegebiet „jeder Zweite, der über DVB-T Empfangstechnik verfügt, zwischen 14 und 19 Jahre alt“. Die Altersgruppen der über 50jährigen folgt mit 30 Prozent, die der 30 bis 49jährigen mit 16 Prozent. Eine Ursache für den hohen Anteil junger Zuschauer sieht Reiter in den mobilen Nutzungsmöglichkeiten. Reiter erwartet, dass die Nutzungszahlen (eingeschlossen Zweit- und Drittgeräte) weiter zunehmen werden, auch wenn die Privaten sich nicht beteiligen. Deren Mitwirkung würde jedoch das Interesse an DVB-T in Mitteldeutschland erhöhen.
Quelle: Newsletter des Projektbüros Mitteldeutschland vom 7.5.2007.
Zum Seitenanfang

6.5.2007 • Rundfunkgebühren: Inflationsausgleich und HDTV
Euro-Münze ARD, ZDF und Deutschlandradio steigen in die nächste Gebührenrunde ein. Für den Zeitraum 2009 bis 2012 wurden jetzt die Budgetwünsche bei der „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“ (KEF) angemeldet. Die KEF wird daraus bis Januar 2008 ihren 16. Bericht erarbeiten und den Ministerpräsidenten der Bundesländer vorlegen. Deren Medienkommission verfaßt den Entwurf für die Rundfunk-Staatsverträge, die nach Zustimmung durch alle Länderparlamente in Kraft treten können.
Für den Anteil der ARD wurden Details bekannt: Eine Erhöhung der Monatsgebühr um 95 Cent soll einem Inflationsausgleich von jährlich 2 Prozent entsprechen, jedoch preisbedingte Kostensteigerungen nicht völlig auffangen. Dadurch werde ein ungedeckter Bedarf von 1,6 Mrd. Euro ausgegelichen. Weitere 843 Stellen sollen bis 2012 abgebaut werden. Durch Änderungen der betrieblichen Altersversorgungen werden Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich erwirtschaftet. In Sachen Weiterentwicklung der Digitalisierung hat die ARD erstmals Projekte für HDTV (Einführungsbeginn ab 2010) sowie Digitalradio (je 140 Mio. Euro) angemeldet. Deutschlandradio fordert 4,5 Cent mehr, vom ZDF ist noch nichts bekannt.
Indessen beschäftigt sich das Bundesverfassungsgericht mit der letzten, von den Bundesländern zusammengestrichenen Erhöhung; ein Urteil wird für den Sommer erwartet. Das Verfahren, Auflagen der EU und der Versuch der Privaten, den Aktionsradius ihrer öffentlich-rechtlichen Konkurrenz zu beschneiden, und die bevorstehende Gebührenrunde sind Anlass einer Diskussion, in der zahlreiche Politiker von CDU bis PDS sogar eine Gebührensenkung gefordert haben.
Quelle: Bericht der Berliner Zeitung vom 4.5.2007 / Hintergrund: GEZ.
Zum Seitenanfang

4.5.2007 • Österreich: Ohne Förderung kein MHP
Österreich Im Auftrag der Regulierungsbehörde RTR untersuchte eine Beratungsfirma die Ergebnisse der Förderung für MHP-fähige DVB-T-Geräte in der Alpenrepublik. Die Geräteförderung mit 40 Euro pro Haushalt habe „ursächlich dazu beigetragen, dass in Österreich überhaupt ein MHP-Markt entsteht, und das so genannte ,Henne-Ei-Problem’ gelöst werden konnte“. Der Anteil der MHP-Geräte wird mit 40 Prozent angegeben. Bei diesen Geräte seit dem DVB-T Start im vergangenen Oktober ein Preisverfall von bis zu 20 Prozent (bis zu 40 Euro) zu beobachten gewesen. Damit profitierten die 30.000 Haushalte, die einen Gutschein angefordert hatten, doppelt. Inzwischen kosteten MHP-Boxen in Verbindung mit der Draufgabe nur noch 59 Euro - etwa genauso viel wie eine Zapping-Box.
Nach Angaben von RTR lag der Digitalisierungsgrad in Österreich zum Jahreswechsel bei 35 Prozent und damit geringfügig über dem Europaschnitt (33,8 Prozent, Platz 9) und sogar knapp vor Deutschland.
Quelle: Presseinfo von RTR vom 4.5.2007.
Zum Seitenanfang

3.5.2007 • Österreich: Innsbruck schaltet um
Österreich Am kommenden Montag um 8.15 Uhr werden die Sender Patscherkofl und Kufstein auf DVB-T umgeschaltet. Betroffene Haushalte in Tirol wurden seit dem 20. April durch Laufbänder informiert. Der 4. Juni steht für Linz und Salzburg ebenfalls fest. Für die Landeshauptstädte Klagenfurt, Graz, St.Pölten, und Wien ist noch kein Umstiegstermin bekann gegeben worden.
Quelle: Zeitplan von DVB-T Österreich.
Zum Seitenanfang

2.5.2007 • Anhörung zu Rundfunkgebühren
Euro-Münze Bei der Anhörung zur Verfassungsklage von ARD, ZDF und Deutschlandradio wiederholte ZDF-Intendant Markus Schächter den bekannten Standpunkt der Anstalten: Durch die Senkung des Gebührenaufschlags und verspäteten Inkraftsetzung der letzten Erhöhung hätten die Bundesländer verfasungswidrig politischen Einfluß ausgeübt. ARD und ZDF erwarten ein Urteil, in dem die Unabhängigkeit ihrer Budgets von der Politik gesichert wird. Die Gebührenhöhe müsse nach fachlichen Gesichtspunkten bestimmt werden, um das Verfassungsgebot der Rundfunkfreiheit zu erhalten.
Kurt Beck (Rheinland-Pfalz, SPD) und Günther Oettinger (Baden-Württemberg, CDU) rechtfertigten die Abweichung von der KEF-Empfehlung um 21 Cent mit der damaligen schlechten Wirtschaftslage.
Es handelt sich hier zunächst um eine Anhörung der Kläger, der Bundesländer und interessierter Fachorganisationen. Mit einem Urteil ist erst im Sommer zu rechnen.
Quellen: Diverse aktuelle Medienberichte, u.a. von Satundkabel am 2.5.2007.
Zum Seitenanfang

2.5.2007 • DVB-T: T-Systems bestätigt Ausbauplanung für 2007
Überallfernseh-Logo T-Systems Media&Broadcast, zuständig für den Betrieb der meisten DVB-T-Sendeanlagen, hat jetzt die bekannte Ausbauplanung bestätigt. Nach den Angaben „wird die bestehende Versorgung für Münster zum 12. Juni ausgebaut, im November 2007 soll die Region Aachen folgen. Im südlichen Baden-Württemberg startet DVB-T am 10. Juli. Für Mitteldeutschland erfolgt die Umstellung auf DVB-T in Dresden, Chemnitz, Gera zum 23. Juli. Weitere Standorte in Sachsen-Anhalt und dem Harz sollen bis zum 9. Oktober das digitale Antennenfernsehen erhalten. Als weitere Regionen folgen Schwaben und das Allgäu in Bayern. Der Ausbau in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und das Ergänzen der DVB-T Versorgung in Niedersachsen werden vorbereitet.“ Nach Angaben der Firma werden im Laufe des Jahres weitere 8 Mio. Einwohner versorgt, so dass dann 64 Mio. Einwohner erreicht werden. Das entspreche einem Versorgungsgrad von rund 80 Prozent.
Quelle: Presseinfo von T-Systems vom 2.5.2007.
Zum Seitenanfang

1.5.2007 • Rundfunkgebühren vor dem Bundesverfassungsgericht
Euro-Münze Morgen wird das Bundesverfassungsgericht über die Rundfunkgebühren verhandeln. ARD und ZDF haben das höchste deutsche Gericht angerufen, weil sie in der gegen die Empfehlung der KEF von den Bundesländern vorgenommenen Kürzung der Erhöhung und verspäteten Einführung einen Eingriff der Politik in ihre Unabhängigkeit sehen. Nach der Einstellung des EU-Beihilfeverfahrens unter Auflagen gegen die deutschen Rundfunkgebühren könnte das Karlsruher Gericht eine zweite wichtige Marke bei der beabsichtigten Novelle des Rundfunkgebühren-Systems setzen.
In Vorbereitung der Novellierung hatten sich diverse Verbände zu Wort gemeldet. So forderte der IT-Verband Bitkom die Abschaffung der Gebührenpflicht für Online-PCs und „eine niedrigere Abgabe, die alle Haushalte und Firmen zahlen. Dann gibt es keine Schwarzseher mehr und die GEZ kann Bürokratie abbauen.“ Der Privatfunkverband VPRT begrüßte, dass die EU die Bundesländer zu „einer Präzisierung der Auftragsdefinition“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks „gezwungen“ habe. Der Verband sieht darin das eigene Ziel der „Eindämmung der digitalen Expansion“ von ARD und ZDF bestärkt.
Quelle: Presseinfos von Bitkom vom 1.5.2007 und VPRT vom 24.4.2007 / Hintergrund: Rundfunkgebühren.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2018) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff