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Nachrichten-Archiv: Dezember 2008

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29.12.2008 • „Digitale Dividende“: VATM bittet Telekom zum Wettbewerb
VATM Die Konkurrenten der Telekom wollen 40 Mrd. Euro investieren, um alle DSL-Lücken in Deutschland über Kupfer- und Glasfaserkabel sowie per Funk zu schließen. Dies hat der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM der Bundeskanzlerin angeboten, so Geschäftsführer Jürgen Grützner nach Presseberichten. Dabei gehe es um die Versorgung von etwa fünf Mio. Bürgern sowie Unternehmen mit schnellen Internet-Anschlüssen.
Der Ex-Monopolist Telekom versuche, sich dafür die Rückendeckung der Bundesregierung zu verschaffen, um „eine Remonopolisierung insbesondere auf den neuen schnellen Netzen voranzutreiben“, so der VATM. Lange hatte Telekom argumentiert, eine Versorgung der „weissen DSL-Flecken“ sei unwirtschaftlich. Nun befürchte der Konzern, die „wirtschaftlich sinnvolle Funklösung (unter Ausnutzung der „Digitalen Dividende“, dehnmedia) gemeinsam mit Wettbewerbern anbieten zu müssen.
Wenn die Politik sich auf die Telekom-Seite stelle, würde bei den DSL-Netzen und den Netzen künftiger Generationen ein Monopol aufgebaut, das „an den Interessen der Bevölkerung und des Wirtschaftsstandortes Deutschland vorbei“ gehe. Forderungen der Telekom, die auf eine Blockierung der Wettbewerber und hohe Preise bei der DSL-Restversorgung und Netzen der neuen Generation hinauslaufen, müsste die Politik zurückweisen, fordert der VATM.
Die Telekom ist an dem Anfang Dezember in Wittstock gestarteten Projekt zur regionalen Internet-Versorgung über ein UHF-Funknetz beteiligt.
Quellen: Meldung von Sat und Kabel vom 29.12.2008 / Presseinfo des VATM vom 16.12.2008.
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19.12.2008 • LfK: Mehr DVB-T Gucker mit Privaten?
LFK Baden-Württemberg Einmal mehr redet eine Landesmedienanstalt dem Einstieg privater Programme bei DVB-T das Wort. Man sei „in guten Gesprächen, ... dass private TV-Sender 2009 auch in Baden-Württemberg digital über Antenne ausgestrahlt werden“, sagte der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LFK), Thomas Langheinrich, anlässlich der Vorstellung eines Digitalisierungsberichtes für Baden-Württemberg auf Grundlage des DLM-Zahlenwerks. So gerüchtelt es seit fast genau zwei Jahren um den Einstieg von RTL unter anderem in der DVB-T Region Stuttgart/Mannheim. Bisher gab es über Äußerungen der Landesmedienanstalt hinaus, die Hoffnungen der Zuschauer wecken, aber keine erkennbaren Aktivitäten.
Der Anteil der DVB-T Haushalte in Baden-Württemberg ging von 6,1 Prozent (2007) auf 4,9 Prozent (2008) zurück. Von 225.000 Antennenhaushalten empfingen im Sommer 2008 - also vor Ende der DVB-T Einführung 196.000 digital. Ursache des geringen Antennenanteils sei das Fehlen der Privaten. Laut ARD/ZDF lag der Antennenanteil 2003 bei 135.000 Haushalten (3 Prozent). Längerfristig wirkt DVB-T auch in Baden-Württemberg im Bundestrend eher positiv zugunsten der Antenne.
Laut Bericht empfangen dort überdurchschnittliche 71,7 Prozent der Sat-Haushalte digital. Sorgenkind sei das Kabel (mit 21 Prozent Digitalanteil leicht über dem Bundesschnitt). Es sei den Netzbetreibern „bislang nicht gelungen, ihren Kunden den Mehrwert des digitalen Kabels näherzubringen“, so Langheinrich.
Nach dem Breitbandprojekt in Wittstock kündigte Langheinrich einen Piloten 2009 auch für Baden-Württemberg an, ohne Einzelheiten zu nennen.
Quelle: Presseinfo der LfK vom 19.12.2008.
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19.12.2008 • MA-HSH: Pro7Sat1 auf DVB-T nun bis 2019
Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein Das Programmbouquet von Pro7Sat1 kann in Hamburg und Schleswig-Holstein weiter über DVB-T senden. Die Landesmedienanstalt MA HSH verlängerte die im August 2009 auslaufenden fünfjährigen Sendelizenzen um weitere zehn Jahre. ProSieben, Sat1, Kabel 1 und N24 können bis 2019 wie gewohnt im Hamburg auf Kanal 30 und in Kiel auf Kanal 35 per DVB-T empfangen werden.
In Hamburg und Schleswig-Holstein hat DVB-T den nach Berlin zweithöchsten Antennen-Marktanteil mit 15,6 Prozent der Haushalte. Die Präsenz der Senderfamilie trage zur Attraktivität der nun digitalen Antenne „ganz wesentlich“ bei, so MA HSH-Direktor Thomas Fuchs.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 19.12.2008.
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19.12.2008 • Staatsvertrag: Novelle Nummer 12 unterzeichnet
Deutschland Der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag wurde von den Ministerpräsidenten der Bundesländer unterzeichnet. Nach der Absegnung durch die 16 Länderparlamente kann das Gesetzeswerk am 1. Juni 2009 in Kraft treten.
Wichtigste und weiter kontroverse Neuheit ist der „Drei-Stufen-Test“ der bestehenden und künftigen Internetangebote der öffentlich-rechtlichen Anstalten. ARD und ZDF beissen in den von der EU verordneten sauren Apfel und merken an, dass die Abarbeitung bestehender Telemedien (muss bis zum 31. August 2010 erledigt sein) Verwaltungsaufwand und zusätzliche Kosten verursache. Der Privatfunkverband VPRT wünscht sich bereits jetzt einen Eingriff der Rechtsaufsicht (sprich: der Politik), wenn ARD und ZDF ihre „ursprünglichen aggressiven Expansionspläne“ im Web fortsetzten. Die Zeitungsverleger orakeln „falsches Spiel“ und unterstellen, dass einzelne Anstalten „einzelne Telemedienangebote unzureichend und übereilt prüfen und dies ohne jede gesetzliche Grundlage als Drei- Stufen-Test deklarieren“ könnten.
EU-Kommissarin Neele Kroes begrüßte die neue Regelung als vorbildlich. Die Anstalten müssten nun prüfen, ab ihre Webangebote gesellschaftlich relevant sind, den Wettbewerb fördern und was sie kosten. In England, Irland und Belgien seien ähnliche Regelungen in Vorbereitung.
Kroes und die Ministerpräsidenten Beck (SPD) und Oettinger (CDU) hoben hervor, dass im neuen Staatsvertrag der Rundfunk als öffentliche Aufgabe - sowohl für öffentlich-rechtliche als auch für private Veranstalter - festgeschrieben wurde.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 18.12.2008.
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18.12.2008 • MHP: ORF renoviert Interaktiv-Angebote
MHP-Logo Der ORF erweitert sein Angebot an Inhalten seiner Interaktiv-Plattform ORF OK Multitest. Neu sind Flugankünfte und Börsendaten sowie Infos zu Billigtankstellen in der Alpenrepublik. Der Relaunch soll Anfang 2009 mit weiteren Services fortgesetzt werden. Ein neues Design soll dann einen schnelleren Seitenaufbau und kürzere Aktualisierungszeiten sichern. Der Multitext auf Grundlage der DVB-Erweiterung Multimedia Home Paltform (MHP) hat in Österreich 180.000 Teilnehmer; der Verkauf entsprechender DVB-T Boxen wurde bezuschußt. Dafür wurden 10 Geräte beim TÜV AT zertifiziert.
In Deutschland konnte sich MHP nicht durchsetzen: Das ZDF stellte seinen DigiText Ende August 2007 per DVB-T ein. MHP-Angebote per DVB-T gibt es nur in Bayern und Berlin. In Deutschland seien geeignete Geräte (für alle Empfangswege) nur in „homöopathischen Dosen“ verkauft worden, heißt es bei Insidern.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 18.12.2008.
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17.12.2008 • Russland: Start mit Verspätung
Russland Die Belegung des ersten Multiplexes in der Russischen Förderation wurde bekannt gegeben. Danach werden in dem kostenlosen Angebot die TV-Stationen Kanal 1, Rossiya, Vesti plus, Kultura, Sport, NTV, Kanal 5 und ein gemeinsam von Kanal 1 und VGTRK betriebener Kindersender vertreten sein. Außerdem werden die Radioprogramme Radio Rossii, Mayak und Vesti verbreitet. Weitere zwei Multiplexe werden später belegt. Dann sollen mittels MPEG-4 Kompression bis zu 24 TV-Sender über DVB-T verbreitet werden.
Unklar ist bislang der Starttermin: Er wurde vom 3. Quartal 2008 laut Medienberichten zunächst auf das Jahresende verschoben. Es fehle eine Entscheidung der Regierung, ob arme Haushalte Zuschüsse für den Kauf von Empfangsgeräten erhalten.
Der Umstieg soll 2015 beendet werden. In Russland nutzen 88,5 Prozent der Haushalte die analoge Terrestrik, 11 Prozent das Kabel und knapp ein Prozent Satellitenempfang.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 16.12.2008 und Länderseite des DVB Projekts.
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15.12.2008 • IFA: Messe bleibt bis 2013 in Berlin
IFA-Logo 2007 Die Internationale Funkausstellung (IFA) bleibt in Berlin. Wie Infosat ergänzend zur offiziellen Information meldet, haben der Veranstalter gfu und die Berliner Messegesellschaft einen Vertrag über weitere vier Jahre - also bis 2013 - abgeschlossen. Bisher seien nur jährliche Abmachungen üblich gewesen. Die IFA 2009, die unter dem Funkturm wiederum „braune“ und „weisse“ Ware zusammenführt, findet vom 4. bis zum 9. September statt.
Quelle: Meldung von Infosat vom 15.12.2008.
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13.12.2008 • „Digitale Dividende“: Telekom setzt auf LTE für Funk-DSL
Brandenburg Für die Versorgung ländlicher Regionen mit schnellen Internet-Anbindungen über UHF-Frequenzen oberhalb des Kanals 60 sieht Telekom-Sprecher Georg von Wagner Perspektiven vor allem für die LTE-Technik aus den USA. Obwohl diese noch in Entwicklung ist und das Endprodukt für Europa angepasst werden müsste, hält von Wagner einen Regelbetrieb ab 2011 für möglich.
Generell ließen sich für diese Anwendungen geeignete Frequenzen nur unterhalb von 1 Gigahertz finden. Das Ausbreitungsverhalten und die Kosten seien im oberen UHF-Bereich besonders günstig. Mit diesem Argument will man von der durch die DVB-T-Umstellung erzielten „Digitalen Dividende“ profitieren.
Bei dem gerade angelaufenen Test in Wittstock (wo allerdings eine andere Übertragungstechnik verwendet wird) seien Geschwindigkeiten von 2,4 Megabit pro Sekunde im Down- und 1,2 Megabit pro Sekunde im Upload erreicht worden. Kommende Woche sollen die ersten Sende-/Empfangseinheiten, die über USB mit dem Computer verbunden werden, an Testteilnehmer ausgegeben werden. Die Frage nach Störpotenzialen zwischen TV- und Online-Anwendungen beantwortet Wagner vorsichtshalber mit Nennung allgemeiner Versuchsziele.
Quelle: Interview von Infosat am 12.12.2008 / VPRT-Papier vom 19.3.2008 / Hintergrund: Internet vom Fernsehturm.
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11.12.2008 • Österreich: Lokale Lizenzen / Austria9
Österreich Die österreichische Medienbehörde RTR hat Presseberichten zufolge Lizenzen für TV-Veranstalter vergeben, die in dem lokal organisierten Mux-C auch digital-terrestrisch vertreten sein wollen. Folgende Lizenzen wurden erteilt:
Kabel TV Imst und Landeck TV (Gemeinde Imst), Aichfeld TV (in Kooperation mit dem noch nicht lizensierten Wiener Stadtfernsehen N1 in der Wiener Neustadt, niederöst. Industrieviertel). Im Raum Klagenfurt, Villach, Spittal/Drau, Bad Kleinkirchheim (Kärnten) will die Bad Kleinkirchheimer SAT-Kabelfernsehen GmbH die Sender BKK-TV, KT 1, RKM-TV, ein „Sport- und Tourismus Spartenprogramm" sowie den Hörfunksender Radio Power Play über DVB-T verbreiten. Für Spittal/Drau, Klagenfurt und Wolfsberg wurden die Sender BTV, PFL und Kärnten TV lizensiert. Für die Steiermark West (Schladming) wurden Planai TV, Dachstein TV und Hochwurzen TV lizensiert. Im Pongau und Oberen Ennstal sollen die Programme Aichfeld TV (ATV) Regional, Bergbahnen Panorama TVPFL und ein Programm des Vereins Local Regional TV Network Europe gesendet werden. Im Mostviertel (Waidhofen, Gresten) kann die Wirth GmbH den Kabelsender M4 Mostviertel künftig auch terrestrisch verbreiten. In der Region Mur/Mürztal (Steiermark) wurde AichfeldTV lizensiert, die die Stadtwerke Judenburg AG will dort die Sender Kanal 3 Aichfeld, Radio-TV Grün-Weiß und Mema TV ausstrahlen. In Oberösterreich Süd hat das schon analog-terrestrisch verbreitete TV Bad Ischl eine DVB-T Lizenz. Gleiches gilt für P3 TV (Niederösterreich: St. Pölten, Furth).
Passend zum Thema und zum gestern vollzogenen Umstieg in weiteren Regionen Österreichs lässt der Sender Austria 9 sein Interesse an einer Verbreitung per DVB-T verlauten. Dafür führe man Gespräche mit dem Sendenetzbetreiber ORS.
Quelle: Meldungen von Sat und Kabel und von Digital Fernsehen vom 11.12.2008.
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11.12.2008 • Gebühren: Ab 1. Januar 17,98 € für TV und Radio
Euro-Münze Gestern haben die Landesparlamente von Bremen und Sachsen ihre Zustimmungsgesetze zum Rundfunkgebührenstaatsvertrag verabschiedet. Damit ist die Beschlußfassung aller Bundesländer komplett und die Erhöhung der Rundfunkgebühren um 95 Cent auf 17,98 Euro kann - vorbehaltlich einer EU-Stellungsnahme - am 1. Januar in Kraft treten.
Der Monatsbetrag ist für empfangsfähige Fernseher fällig; wer nur ein Radio besitzt zahlt 5,76 Euro. Von der Erhöhung entfallen 56 Cent auf die ARD, 34 Cent auf das ZDF und je zwei Cent auf das Deutschlandradio und die Landesmedienanstalten.
Die neue Monatsgebühr gilt bis Ende 2009. Für die Zeit danach sind veränderte Prinzipien für die Erhebungsbasis in Verhandlung der Landespolitiker. Diskutiert werden u.a. personen- oder haushaltsbezogene Modelle. Das Gebührenaufkommen beträgt jährlich etwa sieben Mrd. Euro, dürfte nächstes Jahr aber aufgrund des erwarteten Anstiegs der Arbeitslosenzahlen und der damit verbundenen Gebührenbefreiungen, sinken. Würden bei ARD und ZDF die Werbeeinnahmen entfallen, müssten monatlich 1,40 Euro mehr gezahlt werden, um das Programm im gleichen Umfang aufrecht zu erhalten.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 11.12.2008 / Hintergrund: Rundfunkgebühr / Infos der KEF.
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10.12.2008 • SLM: DVB-T auch 2009 ein Förderthema
SLM Sachsen Die Sächsische Landesmedienanstalt SLM wird 2009 1,3 Millionen Euro ihres 6,6 Millionen Euro-Haushalts für Digitalisierungsprojekte aufwenden. Der Betrag fließt in die „Förderung der technischen Infrastruktur, beispielsweise für das DVB-T-Pilotprojekt in Leipzig, die Förderung des digitalen Umstiegs im Kabel sowie DRM+ und DVB-T/H-Forschungs- und Erprobungsprojekte“, wurde mitgeteilt. Kürzlich war ein Fördertopf mit 500.000 Euro für den in 2009 vorgesehenen Digitalumstieg der noch analog-terrestrisch verbreiteten Lokal-TV-Programme aufgemacht worden.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 9.12.2008 / Hintergrund: Lowpower-Projekt Leipzig.
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10.12.2008 • LfK: Lokalsender für Bodensee-Region per Antenne?
LFK Baden-Württemberg Die baden-württembergische Landesanstalt für Kommunikation hat die Lizenz des Lokalfernsehens Euro 3 Bodenseefernsehen um weitere acht Jahre bis 2015 verlängert. Die Lizenz gilt - der Ausschreibung vom Juli folgend nicht nur für das Kabel, sondern auch den terrestrischen Kanal 60 im Raum Konstanz, der als 100 Watt Lowpower-Sender betrieben werden soll. Der Programmveranstalter habe ausserdem angekündigt, die Lokalisierung weiter vorantreiben und mittelfristig auch ein Nachrichtenfenster für den Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zu starten.
Quelle: Presseinfo der LfK vom 10.12.2008.
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10.12.2008 • DVB-T: Erfolgsgeschichte für die Antenne
Überallfernseh-Logo Auch die DVB-T Taskforce von ARD und ZDF zieht heute eine Bilanz der Umstellung und veröffentlichte einen 20seitigen Abschlußbericht zur „Renaissance“ der Antenne.
Wert gelegt wird unter anderem auf den Ausgleich der zum Teil unterschiedlichen Interessen der öffentlich-rechtlichen und privaten Veranstalter, der Landesmedienanstalten und Netzbetreiber sowie auf die Beteiligung von Herstellern und Handel bei der Erarbeitung der Strategie für die Einführung. Unter Bezug auf die gfu heisst es, inzwischen seien 16 Millionen Geräte verkauft worden, etwa 800 Typen seien derzeit im Handel erhältlich.
DVB-T „fördert nicht nur den Wettbewerb der Übertragungswege, sondern ermöglicht auch den portablen und mobilen Fernsehempfang - ganz im Sinne des Fernsehzuschauers“, so eine Pressemitteilung.
Die ZDF-Senderketten eingeschlossen wurden laut Taskforce 600 analoge Grundnetz- und mehr als 8.700 Füllsender durch 488 DVB-T Sendeanlagen ersetzt, über die 90 Prozent der Bevölkerung erreicht werden. Für 24 Mio. Einwohner sei der Empfang mittels Zimmerantenne möglich. Nach offizieller statistischer Lesart nutzen inzwischen 4,1 Mio. Haushalte (11 Prozent) die digitale Terrestrik. 550.000 Autos sollen lauf Taskforce mit DVB-T Empfängern ausgestattet sein.
Die Entwicklung gehe aber noch weiter. In Bayern laufe derzeit ein Test mit MPEG-4-Codierung. Klärungsbedarf bestehe zur weiteren Frequenznutzung („Digitale Dividende“): Damit spätere Umstiegsaktionen, etwa auf die Kodierung mit MPEG-4 H.264 für mehr oder HDTV-Programme, verbraucherfreundlich ablaufen können, wird ein „Frequenzrangierbereich“ im UHF-Spektrum eingefordert.
Quelle: Presseinfo der Taskforce vom 10.12.2008 und Abschlußbericht (pdf).
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10.12.2008 • DVB-T: 283 neue Sender für die Antenne
Überallfernseh-Logo Im Zuge der 2002 begonnenen DVB-T Einführung in Deutschland hat Netzbetreiber Media Broadcast 283 Digital-Sendeanlagen installiert. An 79 Standorten wurden neue Antennen eingebaut, dafür wurden 71 Hubschrauber-Einsätze durchgeführt. Die digitalen Anlagen erreichen 74 Millionen Einwohner. Sie ersetzen 224 analoge Grundnetzsender für das ZDF und die Dritten Programme sowie 5.958 Füllsender und weitere TV-Umsetzer. „Aus versorgungstechnischen Gründen“ werden noch wenige analoge Füllsender „auslaufend bis 2009“ in Betrieb bleiben.
Mit der Antenne „ist der erste technische Verbreitungsweg für Fernsehen jetzt auf modernstem Stand“, so MB-Chef Helmut Egenbauer. Das dreistufige Versorgungskonzept sei im Europa-Vergleich „auf einem sehr hohen technischen Niveau“. Der Erfolg der Umstellung zeige sich an den hohen Zuschauerzahlen. Bewährt habe sich vor allem die detaillierte Abstimmung der regionalen Umstiegsmassnahmen mit allen Beteiligten, größere Pannen habe es nicht gegeben.
Quellen: Presseinfos von Media Broadcast vom 10.12.2008 und 25.11.2008.
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9.12.2008 • Frankreich: TNT-Ausbau auf 87 Prozent / Pay-TV
Frankreich Mit der Inbetriebnahme von 77 Sendeanlagen für das TNT genannte französische DVB-T im Zeitraum vom 25. November bis zum 19. Dezember wird in Frankreich der Versorgungsgrad auf 87 Prozent (53 Mio. Menschen) erhöht.
Der Chiphersteller Dibcom entwickelt für das Bezahlfernsehen Canal+ einen speziellen DVB-T Empfänger im USB-Stickformat. Das Twintuner-Gerät empfängt und verarbeitet HDTV- und SDTV-Signale, darunter den Bezahlsender Canal+HD, und weist eine PVR-Funktion auf. Darüber, wie der Pay-TV-Zugang praktisch integriert wird und über die Vermarktungs-Pläne, wurde nicht informiert.
Quelle: Länderseite des DVB Projekts / Presseinfo von Dibcom (französisch, pdf) vom 2.12.2008.
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8.12.2008 • Sachsen: SLM fördert Umstiegskosten für Lokal-TV
SLM Sachsen In Sachsen gibt es rund 60 lokale und regionale Fernsehprogramme, die - nach Vorgabe des Sächsischen Landesmediengesetzes - bis Ende 2009 von analoger auf digitale Verbreitung wechseln müssen. Das kostet zwar Geld, bringt aber im Grunde keinen Zuschauer mehr als zuvor. Der Umstieg „bedroht die Wirtschaftlichkeit der Programmveranstaltungen und gefährdet die einmalige Programm- und Meinungsvielfalt auf lokaler und regionaler Ebene in Sachsen“, so die Landesmedienanstalt SLM. Daher stellt die SLM ab sofort bis Ende 2009 Fördermittel bereit. Die „zunächst“ 500.000 Euro sollen den Programmveranstaltern zugute kommen, die bis Ende 2009 ganz auf digitale Verbreitung um- oder in den Simulcast einsteigen. Profitieren können davon auch die Lokalsender, die noch analog-terrestrisch verbreitet werden. Die SLM hatte im Oktober angekündigt, die Bereitstellung von DVB-T Frequenzen für die analog-terrestrischen Lokalprogramme auf den Weg zu bringen.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 8.12.2008 und Amtsblatt-Auszug (pdf) / Hintergrund: DVB-T Änderungen 2009.
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8.12.2008 • Ungarn: DVB-T gestartet
Ungarn Seit dem 1. Dezember sind TV- und Radioprogramme in Ungarn mit DVB-T zu empfangen. Vom Start weg werden etwa 6 Millionen Ungarn - 60 Prozent der Bevölkerung - erreicht. Bis Ende 2011 soll das derzeit drei Sendeanlagen umfassende Netz für 96 Prozent der Bevölkerung ausgebaut werden. Gesendet wird in MPEG-4-Codierung. damit kann neben drei TV-Programmen in Standard Definition auch der HDTV-Sender M2HD übertragen werden. Im Angebot sind darüber hinaus auch drei Radiostationen. Die MinDig TV-Plattform wird technisch von Antenna Hungaria betrieben.
2012 wird der Umstieg beendet, im Endausbau sind fünf Multiplexe - einschließlich eines für Digitalradio mit DAB - vorgesehen. Noch in diesem Jahr soll ein DVB-H Multiplex, zunächst für etwa 16 Prozent der Bevölkerung im Ballungsraum Budapest, den Betrieb aufnehmen.
Quelle: Länderseite des DVB Projekts.
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6.12.2008 • Digitalisierung: KDG will 36 Prozent Digital-TV Kunden bis 2010
DVB Logo (DVB Project) Das Kabel bleibt weiter das Sorgenkind der TV-Digitalisierung. Nach Angaben von Kabel Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein hat KDG bei seinen Endkunden einen Digitalisierungsgrad von 24 Prozent. Der Durchschnitt aller von KDG betreuten Digital-Anschlüsse liege nur bei nur 20 Prozent. Viele Kunden - und vor allem die Wohnungswirtschaft - schätzten laut von Hammerstein „die Einfachheit des analogen Angebots“. Damit rangiert KDG noch etwas unterhalb des Bundesdurchschnitts von 21 Prozent. Der größte deutsche Kabelversorger will bis 2010 die Digitalisierung auf 36 Prozent ausbauen. Damit wird das 1998 formulierte Ziel der „Initiative Digitaler Rundfunk“, bis 2010 die vollständige Digitalisierung in Deutschland zu erreichen, deutlich verfehlt.
Von Hammerstein wünscht sich ausserdem „eine Konsolidierung“ des Kabelmarktes - mit anderen Worten eine Konzentration (die die vor Jahren von Brüssel eingeleitete Spaltung des einstigen Telekom-Kabelbereichs wieder aufheben würde). „Denn mit einer einheitlichen nationalen Vermarktung und entsprechenden Produktangeboten wäre das Kabel als Wettbewerber auf Augenhöhe mit der Deutschen Telekom“, spielt er auf konkurrierende DSL-Angebote an.
Quelle: Interview in VDI-Nachrichten vom 5.12.2008.
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5.12.2008 • Bayern: Weiterer DVB-T Ausbau
Bayern Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks hat den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr beschlossen. In den finanziellen und technischen Planungen ist laut Presseinfo „der weitere Ausbau der DVB-T-Ausstrahlung“ enthalten. Nicht näher genannt, aber offenbar gemeint, ist die digitale Inbetriebnahme der Sender Garmisch und Hochberg für die Bouquets von ARD und BR. Das ist dem Vernehmen nach zum Ende des 1. oder Anfang des 2. Quartals 2009 geplant und wird inoffiziell als „Netzverdichtung“ bezeichnet.
Quelle: Presseinfo des BR vom 4.12.2008 / Hintergrund: Änderungen 2009.
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5.12.2008 • Bitkom: Digitalisierungsfonds für UHF-Teilräumung gefordert
Bitkom Die divergierenden Interessen des Fernsehens und der Telekommunikation bezüglich der Verwendung der „Digitalen Dividende“ will ein Eckpunkte-Papier des Industrieverbandes Bitkom unter einen Hut bringen. Es geht um Frequenzen, die der Telekommunikation überlassen werden sollen - zum Beispiel für die Versorgung ländlicher Regionenmit schnellen Internetzugängen, wo der DSL-Ausbau zu teuer ist. Rund 800 Gemeinden hätten heute überhaupt keinen schnellen Internetzugang. „Wer Unternehmen vom Internet abschneidet, entzieht ihnen die Geschäftsgrundlage“, argumentiert der Verband.
Schnelle Internetanbindungen per Funk seien im oberen UHF-Bereich (Band V, 790 bis 862 Megahertz) grundsätzlich möglich, ohne den Bedarf des Fernsehens einzuschränken. Das entspreche auch den internationalen Frequenzplanungen. Laut Bitkom sind für den DSL-Ersatz per Funk Datenraten von 6 Megabit pro Sekunde notwendig. Diese Kapazitäten sollten den Netzbetreibern kostenlos zugeteilt werden. Darüber hinaus wiederholt Bitkom die Forderung nach einem Digitalisierungfonds, der unter anderem für „kommunikative Begleitmaßnahmen gegenüber Öffentlichkeit und Politik“ und „angemessene Kompensationsleistungen für die privaten Rundfunkanbieter für alle weiteren im Zusammenhang mit der Räumung von Teilen der Rundfunkbänder entstehenden Aufwendungen“ verwendet werden soll. Das betrifft private Multiplexe in München (K66, RTL), Nürnberg (K66, Privat 3) und Hessen (K64, Privat 3). Bitkom rechnet zudem offenbar mit Störungen des DVB-T Empfangs durch die neuen Dienste und will aus dem Fonds Filter finanzieren, die die Störsicherheit für DVB-T Empfangsgeräte gewährleisten.
Der noch militärisch genutzte Frequenzbereich zwischen 790 und 814 MHz sowie 838 und 862 MHz müsse „zügig“ der zivilen Nutzung übergeben werden.
Quelle: Presseinfo von Bitkom vom 5.12.2008 / Eckpunkte-Papier (pdf).
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4.12.2008 • AGF: Digitalisierungsgrad gering gestiegen
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Gegenüber dem Vormonat ist der Anteil der Digital-Haushalte in Deutschland im vergangenen Monat von 11,68 auf 11,76 Mio. gering gestiegen. Der Digitalisierungsgrad stieg seit Jahresbeginn um 1,35 Mio. Haushalte und von 29,7 auf 33,6 Prozent (zum Vormonat: plus 0,4 Prozent). Das geht aus den Monatszahlen der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung hervor.
Weltweit liegt der Digitalanteil nach Angaben des italienischen e-Media Instituts nun bei 25 Prozent bzw. 380 Mio. TV-Haushalten. 60 Prozent der Digital-Haushalte liegen in Nordamerika und Westeuropa.
Quelle: Website der AGF / Meldung von Broadband News (englisch) vom 4.12.2008.
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2.12.2008 • Digitale Dividende: Länder wollen Kapazitäten für Rundfunk
Überallfernseh-Logo Die Bundesländer haben sich in der Debatte um die Nutzung der freien UHF-Frequenzen darauf geeignet, dass 39 der 48 Kanäle dem Rundfunk erhalten bleiben sollen. Bisher hatten sie eine Entscheidung zugunsten des Rundfunks blockiert, um die künftige Breitbandversorgung ländlicher Gebiete mit neuer Funktechnik zu sichern. Nach Medienberichten habe die Telekommunikationsbranche zugesichert, dass die neuen Frequenzen in den Ballungsräumen erst verwendet werden, wenn die Versorgung der ländlichen Regionen mit schnellen Internet-Zugängen erreicht ist. Dies sei jedoch ein „Trojanisches Pferd“ der Branche, „um ihre eigentlichen Interessen durchzusetzen“. Die bestehen offensichtlich darin, die attraktiveren Ballungsräume mit mobilen Web-Zugängen auszubauen.
Selbst der Verband der Privat-Funk und Telekommunikationsindustrie VPRT hatte eingeräumt, dass „für diese ländlichen Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte ...“ nur eine „geringe Chance einer Refinanzierung“ besteht. Der VPRT weiter: „Eine Umwidmung von Teilen des UHF-Bandes würde dazu führen, dass zur Schließung punktueller Versorgungslücken die gesamte Entwicklungsperspektive des terrestrischen Rundfunks und vergleichbarer Telemedien aufs Spiel gesetzt würde.“
Vor wenigen Tagen hatte der EU-Ministerrat dem Europa-Parlament dazu eine Vorlage unterbreitet, die den ursprünglich angedachten Zugriff der EU auf die Frequenzen mildert.
Quelle: Meldung von Infosat vom 1.12.2008 / VPRT-Papier vom 19.3.2008 / Hintergrund: Internet vom Fernsehturm.
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1.12.2008 • USA: Eigener Weg zum Mobil-TV
USA Wie könnte es anders sein, die USA gehen auch beim Handyfernsehen einen eigenen Technik-Weg. Nach Medienmeldungen soll die Spezifikation für das Verfahren Mobile Cancidate DTV, vorangetrieben vom Advanced Television Systems Comittee ATSC 2009 für die USA verabschiedungsreif sein. Demnächst seien Pilottests vorgesehen. Das Verfahren bietet neben den üblichen TV-Optionen wie Pay-TV auch interaktive Zusatzdienste. Der konkurrierende proprietäre Standard MediaFlo von Qualcomm scheint damit vom Tisch zu sein.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 1.12.2008.
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1.12.2008 • MABB: Breitband-Web durch die Luft
MABB Nach dreijähriger Vorbereitung beginnen die berlin-brandenburgische Landesmedienanstalt MABB und T-Mobile mit Untersützung der Bundesnetzagentur das Projekt für die Breitband-Versorgung des ländlichen Raumes über Rundfunkfrequenzen. Nach ihrer Pionierarbeit für DVB-T „ist Brandenburg nun weit vorne bei der Nutzung des Rundfunkspektrums für das Internet“, so MABB-Direktor Hans Hege über diese Nutzung der „Digitalen Dividende“. Ziele seien die Ermittlung der Reichweite und der erreichbaren Bandbreiten in einer Funkzelle sowie wechselseitige Interferenzen des Fernsehens mit DVB-T und der Telekommunikation im Spektrum oberhalb von 790 Megahertz (Kanäle 60 bis 69). Dafür wurde mit Wittstock ein Gebiet ausgewählt, in dem breitbandiges Internet aus Kostengründen nicht bereit gestellt wird. Die Funkversorgung sei eine der Alternativen.
Das Sendernetz wird von einer Basisstation nahe dem AB-Dreieck Wittstock ans Web angebunden. Für das Projekt wurde ein bei 750 Megahertz adaptiertes 3G TD-CDMA-System eingerichtet, wie es T-Mobile bereits in Tschechien betreibe. Die Funktechnik kommt von der britischen Firma IPWireless.
Quelle: Presseinfo der MABB vom 1.12.2008.
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1.12.2008 • Österreich: Nächster Umstiegstag am 10. Dezember
Österreich DVB-T Logo Österreich Für weitere Gemeinden in Österreich steht der Umstieg auf DVB-T bevor. Am 10. Dezember werden diverse Senderanlagen in den Bundesländern Burgenland, Nieder- und Oberösterreich, Steiermark und Vorarlberg „hart“ umgeschaltet. Das Heißt es findet kein befristet Parallelbetrieb statt. Da gleichzeitig einige Sendeanlagen ganz außer Betrieb gehen, müssen die Antennen in einigen Gebieten neu ausgerichtet werden.
Quelle: Website DVB Österreich / Übersicht: Änderungen.



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