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Nachrichten-Archiv: August 2010

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31.8.2010 • Hessen: „Massive Empfangsstörungen“
Hessen „Probleme bei der Energieversorgung am Fernmeldeturm Frankfurt“ lösten gestern „wiederholte massive Empfangsstörungen“ bei den dort abgestrahlten DVB-T Programme und Radiokanälen aus. Im Gegensatz zum Radio konnte der Hessische Rundfunk für die Fernsehprogramme nicht auf andere Wege ausweichen, so dass der Fernsehempfang dauerhaft gestört war. Der Netzbetreiber MediaBroadcast arbeite an der Beseitigung der Ursachen für den Stromausfall.
Quelle: Presseinfo des HR vom 31.8.
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30.8.2010 • EPGs: Guide+-Daten in Bayern jetzt über BibelTV
Überallfernseh-Logo Guideplus-Logo In den beiden bayerischen DVB-T Regionen wird der proprietäre EPG Guide+ nunmehr über BibelTV verbreitet. Die Änderung wurde notwendig, nachdem Eurosport als eigentliche Hostkanal für Guide+ in Deutschland, aus dem dortigen Angebot ausgeschieden ist.
Auch in Schleswig-Holstein (Kiel, Berkenthin, Lübeck) und Rhein/Main kommt Guide+ über BibelTV, in Hamburg sowohl über BibelTV als auch über Eurosport. Der Sportspartensender trägt die Daten in den Gebieten Köln/Bonn, Düsseldorf/Ruhr und Berlin/Brandenburg. In Bremen/Unterweser und Hannover/Braunschweig liegen die Daten bei MonaTV.
Laut Anbieter gibt es in den anderen Regionen - geräteabhänging - die Möglichkeit, die von den Programmveranstaltern angebotenen Programminfos (SI-Daten) in die Guide+-Darstellung einzulesen. Guide+ ist laut Anbieter mit Geräten von Bang&Olufsen, JVC, Panasonic, Philips, Pioneer, Sharp und Sony nutzbar.
Quelle: Meldung von DVB-T Bayern, Website Guide+.
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30.8.2010 • Digitalradio: DAB+ in der Berliner IFA-Luft
DAB-Logo Seit einigen Tagen wird - in Vorbereitung der Funkausstellung - im Raum Berlin mit DAB+ gesendet. Laut einer Lesermeldung kommen im Block 9B D-Wissen, ERF, 90elf, LougeFM und Galaxy im AAC-Modus sowie D-Radio und DLF (MPEG-2). Die Ausstrahlungen sollen auch in Potsdam einwandfrei zu empfangen sein.
Quelle: Lesermeldung.
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30.8.2010 • TV-Verbreitung: 25 Jahre Sat-TV
Sat-Schüssel 25 Jahre nach Beginn der analogen „direct to home“ TV-Verbreitung via Satellit nutzen 43 Prozent der deutschen Haushalte (16,2 Mio.) diesen Verbreitungsweg. 348 bzw. 105 deutschsprachige Programme sind über Astra bzw. Eutelsat zu empfangen. Die beiden Sat-Betreiber verbreiten mehr als 100 bzw. 155 HDTV-Programme. Die analoge Sat-Verbreitung deutschsprachiger Programme soll am 30. April 2012 endgültig beendet werden.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 30.8.
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30.8.2010 • Digitale Dividende: Erster LTE-Sender geht in Betrieb
Überallfernseh-Logo Wie im Juni angekündigt hat die Telekom in Kyritz (Brandenburg) jetzt ihren ersten Mast für die 4. Mobilfunk-Generation LTE in Betrieb genommen.
Gesendet wird - ungeachtet der Warnungen vor Störungen des terrestrischen und Kabel-TV-Empfangs - auf ehemaligen Rundfunkfrequenzen (Digitale Dividende). Diese waren zuvor für 4,4 Mrd. Euro versteigert worden. Telekom hatte für 1,3 Mrd. Euro den Zuschlag erhalten und will bis 2012 weitere 10 Mrd. Euro in die Infrastruktur investieren. Bis Ende 2010 will Telekom mehr als 1.000 „weisse Flecken“ beseitigen und diese Orte ans schnelle Internet anbinden. Allerdings werden nur 500 Orte mit dieser Mobilfunktechnik versorgt. Der Rest soll über UMTS, DSL oder Glasfaser angeschlossen werden.
Versprochen werden Bandbreiten von mindestens 2 Megabit pro Sekunde. Für Flatrate-Tarife, deren Kosten nicht genannt werden, kann man sich bereits vormerken lassen. Endgeräte, um Computer „durch die Luft“ ans breitbandige Internet zu bringen, soll es allerdings erst Ende 2010 geben. Ein Jahr länger muss auf entsprechende Handys gewartet werden.
Quelle: Presseinfo der Telekom vom 30.8. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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28.8.2010 • DVB-T2: Universelles Übertragungsmedium
DVB-T2 Logo (DVB Project) DVB-T2 wird in Deutschland ein „universelles Übertragungsmedium für portablen, mobilen und stationären Einsatz“ werden, so Prof. Ulrich Reimers, Chef des Technical Module im DVB-Projekt. Reimers führt das nicht nur auf den hohen Marktanteil der Antenne (im Schnitt 11,3 Prozent) zurück. Bei den hiesigen Testes sei es - im Gegensatz zur Netzkonfiguration des britischen Regelbetriebs - um die erweiterten Möglichkeiten gegangen, die Pysical Layer Pipes (PLP) für den Sendebetrieb bieten. Weitere Einzelheiten - etwa eine Zeitplanung - nannte Reimers nicht.
In seinem Zeitschriftenbeitrag gibt Reimers zugleich eine kurze Übersicht über DVB-T2-Aktivitäten in anderen Ländern.
Quelle: Artikel in DVB Scene (August 2010). / Hintergrund: DVB-T2.
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28.8.2010 • Italien: Sky setzt 1 Mio. DVB-T Sticks ab
Italien Im TV-Krieg gegen den Pay-Konzern Mediaset (Berlusconi) und das öffentlich-rechtliche RAI scheint der italienischen Pay-Plattform Sky (NewsCorp./Murdoch) ein Husarenstück gelungen. Der Konzern setzte seit Dezember 2009 knapp 1 Mio. USB-Sticks ab, die frei empfangbare DVB-T Programme über einen gemeinsamen EPG mit den Sat-Angeboten von Sky Italia verbinden. Die Pay-Plattform hatte das Angebot gestartet, nachdem seit Ende 2009 die Programme von RAI und Mediaset mit Sky-Receivern nicht mehr empfangbar sind. Den Stick bekommen Neukunden gratis, Stammkunden zahlen 20 Euro.
Nützlich ist das auch perspektivisch: Sky Italia darf einen DVB-T Multiplex betreiben und verpflichtete sich, dabei fünf Jahre auf Pay zu verzichten.
Sky Italia kündigte zugleich den Start eines 3D-Spielfilmsenders via Sat innerhalb der nächsten 12 Monate an.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 27.8. / Hintergrund: DVB-T in Italien.
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28.8.2010 • Schweiz: HD-Radio gescheitert
Schweiz DRM Logo (DRM Konsortium) Der Versuch, in der Schweiz das Verfahren HD-Radio als digitale Alternative für UKW zu etablieren, scheint gescheitert. Laut Radioveranstalter Markus Ruoss, einem der Initiatoren, hatten einige der interessierten Programmveranstalter kurz vor dem geplanten Start im Herbst 2010 einen Rückzug gemacht. Ein späterer Start sei denkbar, „dazu gehen im Moment die Meinungen aber noch etwas auseinander“. Für Ruoff sei das Kapitel beendet. Damit sei die Chance für „eine selbständige, preiswerte und individuell gestaltbare Radio Digitalisierung“ vertan, so Ruoss.
Erst im Juni waren fünf Privatprogramme für HD-Radio lizensiert worden. Die aus den USA stammende Sendetechnik soll ermöglichen, digitale und analogen Programme auf einer UKW-Frequenz parallel auszustrahlen.
Quelle: Meldung von persönlich.com vom 27.8. / Hintergrund: Änderungen UKW Digital.
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26.8.2010 • Ungarn: DVB-T kommt in Gang
Ungarn Ungarn, MinDigTV-Logo Der Digitalisierungsgrad der Antenne in Ungarn erreichte 12 Prozent der Antennenhaushalte (8 Prozent aller TV-Haushalte). Die nationale MinDig TV-Plattform nutzen 100.000 Haushalte. Der Geräteverkauf stieg im ersten Halbjahr um den Faktor fünf.
Der Erfolg wird unter anderem auf eine Werbekampagne und die Fussball-WM zurückgeführt, die per Antenne in HDTV zu sehen war. Bis Jahresende sollen 95 Prozent der Bevölkerung mit 17 Programmen, davon drei in HD, versorgt werden.
Im Juni war die Übertragung von 3D-Programme via DVB-T getestetworden.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 24.8. / Hintergrund: DVB-T in Ungarn.
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25.8.2010 • Österreich: Weitere Aufschaltungen
Österreich DVB-T Logo Österreich Am 31. August werden weitere Sendeanlagen in Tirol und Oberösterreich auf DVB-T umgestellt. Der analog-digitale Parallelbetrieb läuft dort bis zum 21. September, an dem weitere Sendeanlagen hart umgeschaltet werden.
In der Steiermark beginnt die Umstellung weiterer Sendeanlagen am 28. September mit Simulcast bis zum 19. Oktober.
Quelle: DVB-T AT / Hintergrund: Änderungen in Österreich.
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23.8.2010 • DVB-T2: Vorgeschmack auf der IFA (2)
IFA-Logo DVB-T2 Logo (DVB Project) Wie schon beim DVB-Versuch im Juni wird für das Messefernsehen mit DVB-T2 während der IFA der Kanal 51 eingesetzt, die Abstrahlung erfolgt vom Alexanderplatz mit 2,3 kW ERP. Vorgesehen sind zwei Physical Layer Pipes. Ein Layer transportiert - mit Orientierung auf den Empfang per Dachantenne - ein HDTV-Programm, codiert mit H.264 und einer maximalen Datenrate von 10 Megabits pro Sekunde. Der zweite Layer bietet je 3,5 Mbps für drei SDTV-Programme (H.264) und ist für den portablen Inhouse-Empfang konzipiert.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T2.
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23.8.2010 • Nordrhein-Westfalen: Wartungstermin
Nordrhein-Westfalen Am 26. August 10 und 10.40 Uhr finden Arbeiten am Sender Hohe Warte statt. Betroffen sind alle DVB-T Zuschauer sowie die Hörer von WDR2 im Südwesten des Oberbergischen Kreises.
Quelle: Presseinfo des WDR vom 23.8.
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21.8.2010 • DVB-T2: Vorgeschmack auf der IFA
IFA-Logo DVB-T2 Logo (DVB Project) Der Netzbetreiber MediaBroadcast stellt den Ausstellern der Berliner Funkausstellung ein DVB-T2 Signal zur Verfügung und gibt damit erstmals öffentlich einen Ausblick in die mögliche Zukunft des Antennenfernsehens. Die Sendungen können mit den handelsüblichen DVB-T Geräten nicht empfangen werden.
MediaBroadcast war bereits im Juni an einem „PlugFest“ des DVB-Projekts beteiligt, wofür der Kanal 51 vom Berliner Alexanderplatz genutzt wurde.
Quelle: Meldung von MediaBroadcast / Hintergrund: DVB-T2.
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21.8.2010 • Sachsen: Ausschreibung für Bautzen jetzt veröffentlicht
Sachsen Nach der Ausschreibung einer DVB-T Bedeckung für den Raum Mittweida wurde mit erheblicher Verzögerung jetzt die zeitgleich vom Mai datierende Ausschreibung für Bautzen veröffentlicht.
Wie für Mittweida geht es eindeutig nicht um Lokalfernsehen. „Erwartet werden Bewerbungen für 24-stündige Fernseh- oder Hörfunkprogramme in Gestalt von Voll- oder Spartenprogrammen sowie für Telemedien, die das terrestrische Programmangebot im jeweiligen Sendegebiet ergänzen und bereichern“, heißt es in den Anforderungen. Die Formulierung: „Um den Umstieg auf digitale terrestrische Übertragung insgesamt zu befördern, werden auch neue Technik-, Finanzierungs- und Vermarktungsansätze berücksichtigt“, hält den Multiplex für „bis zu sechs Fernsehprogramme“ ebenso offen wir für Pay-TV á la Viseo+, das bereits in Halle/Leipzig verfügbar ist. Die Zulassung wird für acht Jahre erteilt, Bewerbungen sind bis zum 2. September bei der Landesmedienanstalt SLM einzureichen.
Quelle: Veröffentlichung der SLM vom 18.8 / Hintergrund: DVB-T in Sachsen
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20.8.2010 • Sachsen-Anhalt: Wartungstermine
Sachsen-Anhalt Am 25., 26. und 27. August werden jeweils zwischen 7.30 und 10.15 Uhr finden Wartungsarbeiten am Sender Wittenberg statt. Betroffen sind die Kanäle 24 (ARD) und 38 (MDR).
Quelle: Meldung von DVB-T Mitte.
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19.8.2010 • Belgien: BRF will Sendegebiet erweitern
Belgien Der deutschsprachige belgische Sender BRF will nach Medienberichten sein Sendegebiet in Ostbelgien erweitern. Dafür könnte um den Jahreswechsel 2010/2011 in Wallerode (St. Vith) ein neuer Mast errichtet werden, auch von der Nutzung der Sendeanlage in Petergensfeld (Raeren) ist die Rede. Spätestens für 2013 peilt BRF laut der deutschsprachigen Regionalzeitung Grenz-Echo Ausstrahlungen über DVB-T (Kanal 45) in der Region an. Spekulationen sind darauf gerichtet, dass der Multiplex mit den öffentlich-rechtlichen Programmen La Une und La Deux sowie dem Offenen Kanal Ostbelgien komplettiert werde.
Quelle: Meldung von Infosat vom 19.8.
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19.8.2010 • Österreich: Lokal-TV schaltet wegen Streit um Sendekosten ab
Österreich DVB-T Logo Österreich Höchst unterschiedliche Auffassungen haben ein Wiener Lokal-TV-Anbieter und der Netzbetreiber ORS um die Sendekosten über DVB-T in Österreich. Jetzt ließ der Wiener Unternehmer Wagner seine drei TV-Programme N1, RT24 und WienTV sowie Radio Maria vom Wiener Sender Kahlenberg (Kanal 53) ganz abgeschaltet. Wie es heißt könne der Sendebetrieb im März 2011 wieder aufgenommen werden, berichtet die österreichische Zeitung Der Standard.
Laut dem Bericht wollte Plattformbetreiber Wagner weitere Anbieter mit kostenfreien sechs Monaten locken, während für ORS höchstens drei Monate Rabattierung in Frage gekommen wären. Weil Wagner nicht zahlte, schaltete ORS bereits zuvor stundenweise ab.
Der Kanal 53 ist für vier TV- un zwei Radioprogramme ausgelegt. Interessenten wie Okto, Austria 9, der burgenländische Kabelkanal BKF, ein Gesundheitssender, Shoppingkanäle waren bereits ausgestiegen, übrig blieben allein Wagners Programme und der konservativ-katholische Radiosender. In anderen Regionen waren bereits lizensierte Lokalsender gar nicht erst an den Start gegangen.
Quelle: Bericht in Der Standard vom 18.8. / Hintergrund: DVB-T in Österreich.
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16.8.2010 • DAB: Verhandlungen ins Stocken geraten (3)
DAB-Logo „Wenn DAB+ jetzt wieder nicht zum Fliegen kommt, dann ist ein eigenständiger terrestrischer Verbreitungsweg für das Digitalradio in Deutschland wohl endgültig gescheitert.“ Diese Warnung äußerte Prof. Ulrich Reimers, einer der Experten in der KEF gegenüber FTD. Anlass sind Verzögerungen bei den Verhandlungen zwischen Privatradios und Netzbetreiber MediaBroadcast über die Verbreitungskosten eines bundesweites Radio-Multiplexes. Obwohl der vorgegebene Termin am 22. Juli nicht eingehalten wurde, sieht Veranstalter Regiocast „eine realistische Chance“ für den Vertrag mit Media Broadcast. Auch bei den Landesmedienanstalten wird ein zeitnaher Abschluß für möglich gehalten. Im September ist Digitalradio Thema bei der Zulassungskommission ZAK der Landesmdienanstalten wie bei der KEF. Wenn bis dahin nicht klar ist, dass Private und Öffentlich-rechtliche gemeinsam an den Start gehen werden, könnten die KEF die 42 Mio. Euro wieder blockieren. Damit wäre terrestrisches Digitalradio in Deutschland wohl endgültig ohne Zukunft.
Die KEF erwartet einen Schulterschluß zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern und dem Netzbetreiber Media Broadcast. Die hat die Freigabe von 42 Mio. Euro, die die ARD-Anstalten und D-Radio für den Neustart des Digitalradios einsetzen können, an entsprechende
Verträge gebunden. Die Landesmedienanstalten wollen die sechs Privaten erst lizensieren, wenn die Verträge vorliegen.
Seit 1995 wurde mehrfach vergeblich versucht, in Deutschland dem Digitalradio mit DAB (inzwischen DAB+) auf die Sprünge zu helfen.
Quelle: Bericht der FTD vom 16.8. / Hintergrund: Bundesweites Digitalradio.
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16.8.2010 • Sachsen: Wartungstermin
Sachsen Für die Bouquets von ARD und MDR des Senders Dresden sind Wartungsarbeiten am 20. August von 3 bis 4.45 Uhr angekündigt.
Quelle: Meldung von DVB-T Mitte.
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16.8.2010 • Rundfunkbeitrag: Rekordstarkes Sommerloch (2)
Euro-Münze In die Debatte um die finanzielle Ausstattung von ARD und ZDF wurde nun das Argument der überbezahlten Intendanten von der Bankenbranche übernommen. Vier ARD-Chefs machten daraufhin ihre Bezüge - zwischen 308.000 (Monika Piel, WDR) und 280.000 Euro (Dagmar Reim, RBB) - öffentlich. Mit den Salärs der Privatsender können die Genannten aber nicht mithalten: ProSiebenSat1-Chef Thomas Ebeling soll eine Mio. Euro jährlich beziehen, der für die FreeTV-Sparte des Konzerns verantwortliche Andreas Bartl immerhin eine halbe Mio. Euro.
Passend zu vorherigen Äußerungen hat Burkhardt Müller-Sönksen nachgelegt und eine Senkung der Rundfunkgebühr (bzw. des künftigen Haushaltsbeitrages) von heute 17,98 auf 15 Euro. An seine Seite stellte sich sein Koalitiionspartner Wolfgang Börnsen (CDU-Bundestagsabgeordneter) mit der Forderung, die Höhe der Abgabe neu zu verhandeln. Damit solen die dafür zuständigen Bundesländer, bei deren Mehrheit die Bundeskoalition nicht mehr dominiert, offenbar unter Druck gesetzt werden.
Quelle: Meldung der SatundKabel vom 13.8. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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12.8.2010 • Rundfunkbeitrag: Rekordstarkes Sommerloch
Euro-Münze Der künftige Haushalts-Rundfunkbeitrag, der ab 2013 die bisherige gerätebasierte Rundfunkgebühr ablösen soll, stimuliert im politischen Sommerloch offenbar einen Wettbewerb um höchste Zahlen. Laut einem Zeitungsbericht behauptet der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Burkhardt Müller-Sönksen, die Reform würde ARD und ZDF „1,2 Milliarden Euro bis 1,6 Milliarden Euro pro Jahr“ Mehreinnahmen bringen. Schuld sei die geplante Beitragspflicht für Unternehmen. „Sollte es zu unbilligen Mehrfachbelastungen kommen, prüfen wir eine Klage beim Bundesverfassungsgericht“, drohte der Politiker. Damit stellt er sich an die Seite des Industrieverbandes Telecom e.V., der kürzlich eine gleichartige Drohung formuliert hatte. Als betroffen nannte Müller-Sönksen ausdrücklich neben den Autovermietern nur die Hotelbranche, die seiner Partei bekanntlich besonders am Herzen liegt. Diverse Wirtschaftsverbände hatten eine vollständige Gebührenbefreiung - und damit eine Gleichstellung von Unternehmen mit HartzIV-Empfängern - gefordert. Müller-Sönksen forderte eine pro-Kopf bezogene Medienabgabe, die Firmen nicht belasten würde.
Heinz Fischer-Heidlberger, Präsident der KEF, kommentiert solche Spekulationen: „Es gibt kein Gesetz und keinen Beschluss, der die TV-Gebühr auf 17,98 Euro festschreibt. Wenn die Einnahmen und die Zahl der Beitragszahler steigen, wäre eine Senkung der GEZ-Beiträge möglich und sogar zwingend, falls die Anstalten keinen Mehrbedarf nachweisen können.“ Denn die Höhe des künftigen Beitrages ergibt sich aus dem von der KEF festgestellten Finanzbedarf von ARD, ZDF und D-Radio und wird durch einen Staatsvertrag der Bundesländer wirksam.
Quelle: Meldung der Welt vom 12.8. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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11.8.2010 • DVB-T: Bibel-TV will auch in NRW auf die Antenne (2)
NRW Bibel TV Bibel TV rechnet damit, im kommenden Jahr auch in NRW über die Antenne empfangbar zu sein. Geschäftsführer Hennung Röhl geht davon aus, „Wir gehen davon aus, dass im kommenden Jahr zusätzliche DVB-T-Multiplexe ausgeschrieben werden. Die Vergabe-Entscheidung liegt dann bei der zuständigen Landesmedienanstalt.“ Damit verdeutlicht Röhl im Interview mit Infosat den Wink mit dem Zaunpfahl, den der christliche Sender kürzlich gegeben hatte. Röhl hob unter anderem die praktischen Vorteile von DVB-T hervor und verwies darauf, dass Angaben über das Zuschauerpotenzial in der Regel auf TV-Haushalte bzw. Erstgeräte bezogen werden. Mit DVB-T sei das Fernsehen „nicht mehr nur auf die heimische Wohnzimmer-Couch beschränkt“.
Nach der Aufschaltung in München/Südbayern „fehlt“ Bibel-TV nun noch NRW, um in allen wichtigen Ballungsräumen terrestrisch vertreten zu sein.
Quelle: Interview mit Infosat vom 11.8.
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10.8.2010 • Hessen: Wartungstermin
Hessen Wartungsarbeiten für die drei öffentlich-rechtlichen Bouquets des Senders Hoher Meißner sind am 12. August von 10.30 bis 12 Uhr angekündigt.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 10.8.
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10.8.2010 • Sachsen-Anhalt: Wartungstermin
Sachsen-Anhalt Am 18. August werden zwischen 9.05 und 11.45 Uhr Wartungsarbeiten am Sender Brocken für die Kanäle 29 (ARD) und 34 (MDR) durchgeführt.
Quelle: Meldung von DVB-T Mitte.
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9.8.2010 • AGF: Zahl der Digitalhaushalte steigt weiter gering
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Nach Angaben der AG Fernsehforschung ist der Anteil der Digitalzuschauer im Juli wiederum leicht gestiegen. 15,68 Mio. (plus 350.000 zum Vormonat) der 35,49 Mio. deutschen TV-Haushalte, entsprechend 44,2 (43,2) Prozent, nutzen demnach einen digitalen TV-Empfangsweg.
Quelle: Statistik der AGF vom 1.8.
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9.8.2010 • VPRT: ÖR-Sender sollen eine Milliarde sparen
VPRT Die öffentlich-rechtlichen Anstalten ARD, ZDF und D-Radio sollen mindestens eine Milliarde Euro sparen. Das fordert der Privatrundfunkverband VPRT in einem Schreiben an die Medienkommission der Bundesländer. Allein Minderausgaben von 40 Prozent für Spielfilme und Sportrechte würden etwa 146 bzw. 310 Mio. Euro bringen. Weitere 220 Mio. Euro bringe die Einstellung der Digitalsender. Diese sehr eigennützige Forderung bemäntelt der VPRT mit dem „verbraucherfreundlichen“ Argument, die Rundfunkgebühr (bzw. der künftige Rundfunkbeitrag) könnte dann erheblich sinken.
Die Medienkommission der Länder hatte im Juni eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Chefs der sächsischen Staatskanzlei Johannes Beermann (CDU) eingesetzt, die den „definierten Auftrag“ der Anstalten, der Grundlage der Gebührenhöhe ist, „in seinem Umfang (zu) überprüfen“.
Quellen: Meldungen von DF und Sat und Kabel vom 7.8. / Hintergrund: Rundfunkgebühr, Rundfunkbeitrag, Fundsache.
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7.8.2010 • Rundfunkgebühren: Mehr Einnahmen, mehr Befreiungen
Euro-Münze Ohne die 2009 in Kraft getretene Gebührenerhöhung wären die Einnahmen von ARD, ZDF und D-Radio erneut gesunken. Das bestätigte GEZ-Geschäftsführer Hans Buchholz gegenüber der Agentur epd. Laut GEZ-Geschäftsberichten war das Gebührenaufkommen 2008 erstmals rückläufig. 2009 wurden an Rundfunkgebühren 7,6 Mrd. Euro eingenommen, etwa 340 Mio. mehr als 2008. Gleichzeitig sank jedoch die Zahl der gebührenpflichtigen TV-Geräte um 308.000 auf 33,2 Mio. Für 2010 rechnet Buchholz wieder mit einem Einnahmerückgang auf 7,5 Mrd. Euro.
Um 79 auf 833 Mio. Euro - also mehr als zehn Prozent - stiegen die Einnahmeausfälle durch Gebührenbefreiungen. Mit 13,1 Prozent hat der RBB die höchste Befreiungsquote, es folgen Radio Bremen (12,5 Prozent), der MDR (10,4 Prozent) und der WDR (8,9 Prozent).
Nur marginal wirkt sich die 2007 eingeführte - vor allem von der Wirtschaft laut beklagte - Gebührenpflicht für Computer aus. Deren Zahl stieg um 60.635 auf 247.766; das ergibt übers Jahr nicht mehr als 17,1 Mio. Euro Einnahmen.
Die Bundesländer hatten im Juni beschlossen, die bisherige gerätebasierte Rundfunkgebühr ab 2013 durch einen Haushaltsbeitrag zu ersetzen.
Quelle: Meldung von eangelisch.de vom 6.8. / Hintergrund: GEZ-Bericht 2009, Rundfunkgebühr, Rundfunkbeitrag.
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6.8.2010 • Sachsen: Wartungstermine
Sachsen Wieder einmal steht der Sender Leipzig-Süd auf der Wartungsliste. Die Arbeiten finden am 9. August zwischen 6.30 und 11.30 Uhr statt und betreffen die Multiplexe der ARD und des MDR. Für diese beiden Bouquets des Senders Dresden sind Wartungsarbeiten am 11./12. August von 23 bis 4.45 Uhr angekündigt.
Quelle: Meldung von DVB-T Mitte.
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5.8.2010 • IFA: UE-Branche optimistisch (2 - 3DTV)
IFA-Logo 3D-Brille (XpanD) Zwar ist überhaupt noch nicht klar, wann welche Programme (vor allem Free-TV) in Deutschland auf den Stereoskopie-Zug aufsteigen. Dennoch planen laut einer Befragung von gfu und ZVEI 41 Prozent der Befragten ein solches TV-Gerät anzuschaffen - 12,5 Prozent bis Ende 2011. Zwar kennen 95,2 Prozent der Befragten den Begriff „3D-Fernsehen“, aber nur 20 Prozent können ihn erklären. Dass Verbraucheraufklärung not tut, zeigt nicht nur die Programm-Frage. So wollen 43 Prozent 3D-Inhalte aufzeichnen. Dem werden die Filmproduzenten, wie bereits in Sachsen HDTV mit Schutzverfahren wie HDCP praktiziert, mit Sicherheit einen Strich durch die Rechnung machen.
Auch der IT-Industrieverband Bitkom redet den 3D-Hype, wenn auch erheblich verhaltener. Nach einer eigenen Befragung interessiert sich „fast jeder dritte“ Befragte dafür, „ohne allerdings eine Kaufabsicht zu haben“. 73 Prozent der Kaufbereiten würden dafür einen Aufpreis zahlen - jedem Vierten wäre 3D 100 Euro wert.
In Deutschland seien bisher 26.000 Geräte verkauft worden. Dass der 3D-Hype schnell vom Kino ins Fernsehen wandert, ziehen allerdings US-Analysten von DisplaySearch in Zweifel. Der Anteil von 3D-Fernsehern werde zwar bis 2014 auf 37 Prozent steigen. Das Angebot werde aber trotz Aktivitäten der Pay-Betreiber gering bleiben. Auch seien BluRay-Player für 3D-Konserven noch gering verbreitet.
Quellen: Presseinfos von gfu und Bitkom vom 5.8., Meldung zu DisplaySearch vom 28.7.
Hintergrund: 3D-TV, IFA-Homepage.
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5.8.2010 • IFA: UE-Branche optimistisch
IFA-Logo Krise oder nicht - in der Unterhaltungselektronik geht es nach deren Bekundungen stets vorwärts. Erst recht, wenn ein Jubiläum ansteht. Im Vorfeld der 50. Berliner Funkausstellung (3. bis 78. September) präsentierte der Messeveranstalter gfu wie üblich positive Erwartungen. So stieg der Absatz von HDTV-Fernsehern im Umfeld der Fußball-WM (Mitte Mai bis Mitte Juli) um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Daher gehe man von einem Wachstum des Branchenumsatzes bis zu 25 Mrd. Euro aus. Die jährlichen Ausgaben pro Haushalt konnten in der letzten Dekade um 23 Prozent auf 615 Euro gesteigert werden. IFA-Info
3. bis 8. September, Messe Berlin.
Eintritt: 15 € (Vorver-kauf und ermäßigt: 11 €), Schüler: 6 €, ab 14 Uhr: 9 €, Familien: 31 €, Schulklassen: 35 €.
Spätestens nach der Integration der „weissen Ware“ 2008 wächst auch die Ausstellungsfläche, in diesem Jahr „im zweistelligen Prozentbereich“, so die Messe. Unter anderem werden die privaten TV-Sender stärker präsent sein. Neben N-TV und N24 kommen erstmals SuperRTL (mit einer eigenen Halle) und Sport1. Auf 1.000 Quadratmetern gibt es die Sonderflächen IFA-iZone und IFA eLibrary.
An neuem Ort in der Halle 8.1 soll die Innovationsschau TecWatch mehr Publikum erreichen als am bisherigen Standort neben dem Pressezentrum.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 5.8. / Hintergrund: IFA-Homepage.
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5.8.2010 • Baden-Württemberg: Wartungstermin
Baden-Württemberg Wartungsarbeiten an der Sendeanlage Heilbronn-Weinsberg bedingen zeitweise Abschaltungen bzw. Einschränkungen der Multiplexe von ARD, ZDF und WDR am 10. August zwischen 9.05 und 12 Uhr.
Quelle: Meldung von DVB-T Südwest vom 29.7.
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4.8.2010 • Thüringen: Wartungstermin
Thüringen Für die Bouquets des MDR und der ARD (Kanäle 48, 53) werden für das Einzugsgebiet des Senders Inselsberg am 5. Agust Wartungsarbeiten zwischen 8.40 und 10 Uhr angekündigt.
Quelle: Meldung von DVB-T Mitte vom 3.8.
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4.8.2010 • DAB: Verhandlungen ins Stocken geraten (2)
DAB-Logo „Konstruktive Gespräche, die die Partner miteinander führen“ dauern offenbar immer etwas länger. Daher räumt, wie absehbar, die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten den Beteiligten an der geplanten bundesweiten Einführung des Digitalradios mit DABplus „mehr Zeit ein“, um eine Einigung über die Verbreitungskosten zu erreichen. Eine entsprechende ZAK-Pressinfo läßt jedoch offen, wann genau die ZAK einen Vertragsabschluß zwischen dem Sendenetzer MediaBroadcast und den sechs privaten Programmanbietern erwartet.
Die Landesmedienanstalten hatten Verbreitungsverträge zur Voraussetzung für die Erteilung der Sendegenehmigung gemacht. Diese sollten ursprünglich bis zum 3. August vorliegen. Auch die KEF verbindet eine Einigung bis September mit der Freigabe der Mittel für die Verbreitung der drei Programme des Deutschlandradios. Anfang Juli war eine Einigung über das Sendenetzkonzept erreicht worden. Nun sind die Kosten des Netzbetriebes Streitgegenstand, wobei die Bewerber (LoungeFM, ERF Radio, Radio Rauschgold, Energy, Regiocast und Radio Disney) gemeinsam auftreten. MediaBroadcast selbst will Telemediendienste anbieten.
Quelle: Presseinfo der ZAK vom 3.8. / Hintergrund: Bundesweites Digitalradio.
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3.8.2010 • DVB-T: Bibel-TV will auch in NRW auf die Antenne
NRW Bibel TV Eine Presseinfo von BibelTV gibt zu Spekulationen Anlaß. Henning Röhl, Geschäftsführer des christlichen Senders, kommentiert die heutige Aufschaltung in München/Südbayern und Nürnberg mit dem Nebensatz: „Wir hoffen, dass das auch die Medienanstalt in Nordrhein-Westfalen sieht und wir dort ebenfalls bald über die Antenne zu empfangen sind.“
Eine Verbreitung in NRW wäre allerdings nur möglich, wenn ein anderes Programm einen Rückzieher macht. Einen Kandidaten dafür gibt es: Eurosport befindet sich in Sachen Terrestrik derzeit auf dem Rückzug.
Quelle: Presseinfo von Bibel TV vom 2.8.
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2.8.2010 • Bayern: Nachfolger für Tele5 über DVB-T (2)
Bayern Die angekündigte Ersetzung von Tele5 durch BibelTV (München/Südbayern, Kanal 66) und QVC (Nürnberg, Kanal 60) wird am 3. August um 10 Uhr technisch vollzogen. Zuschauer in beiden Regionen müssen einen (Kanal-)Suchlauf durchführen!
Quelle: Info von DVB-T Bayern vom 2.8. / Hintergrund: DVB-T in München/Südbayern und Nordbayern.



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