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Nachrichten-Archiv: Oktober 2010

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31.10.2010 • Recht: Bund forciert DAB und TV-Grundverschlüsselung (2)
Recht, Gesetze DAB-Logo Das Vorhaben der Bundesregierung, ab 2015 DAB/DAB+ Tuner für alle Radiogeräte per Gesetz vorzuschreiben, stößt auf Kritik beim Fachverband Consumer Electronics des ZVEI. Dessen Leiterin Medienpolitik Carine Chardon beurteilt „die geplante Zwangseinführung von Digitalradio-Geräten sehr fragwürdig“. Man wisse derzeit nicht, welche Übertragungstechnik sich durchsetzen werde. Daher würden die Geräte - auf Kosten der Verbraucher - verteuert. Die Einführung von Digital Radio müsse marktgetrieben erfolgen, so Chardon im Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk.
Für Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) schafft die Novelle des TKG Anreize für eine stärkere Digitalisierung. Er wollte sich an gleicher Stelle jedoch nicht darauf festlegen lassen, dass die WLAN-Integration (also Webradio) die Anforderungen erfülle. Es sei „Aufgabe der Marktbeteiligten, geeignete Lösungen zu entwickeln“.
Quelle: Meldung von Satgucker vom 29.10. / Hintergrund: DAB.
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29.10.2010 • LTE: Keine Einigung über Entschädigung
LTE und Fernsehen Weiterhin ohne Ergebnis bleibt die Entschädigung von kulturellen Einrichtungen, die ihre Funktechnik aufgrund der LTE-Einführung austauschen müssen. Das wurde nach der jüngsten Sitzung des Bundestags-Wirtschaftsausschusses bekannt. Die Bundesregierung hatte mit der Zusage, Umstellungskosten „in angemessener Höhe“ zu übernehmen, die Zustimmung des Bundesrates erwirkt. Was „angemessen“ ist, ist nun Streitgegenstand.
Im Ausschuß wiegelte die CDU-Fraktion ab: Störungen des Funkbetriebes seien noch nicht bekannt (was wegen der noch bevorstehenden LTE-Einführung kein Wunder ist), die FDP vermutet unter den Anspruchstellern offenbar Betrüger. Die Oppositionsfraktionen forderten Entschädigungen. Laut Linksfraktion könnten bis zu 630.000 Geräte betroffen sein - mit Folgekosten von bis zu 3 Mrd. Euro. Die Grünen wollen Theater und Kirchen von den neu eingeführten Nutzungsgebühren befreit sehen.
Wegen der unklaren Entschädigungs-Situation gibt RTL gibt am 31. Oktober seine DVB-T Ausstrahlungen in Nürnberg auf. Der Sender will die Kosten des Kanalwechsels, der durch die Digitale Dividende erzwungen wird, nicht alleine tragen.
Der Mikrofonhersteller Sennheiser bietet im „DD Ready“-Bereich seiner Website Funknutzern die Möglichkeit, die Zukunftsfährigkeit ihres Equipments zu prüfen.
Quelle: Meldung von Infosat vom 28.10., Sennheiser-HF-Berater / Hintergrund: Digitale Dividende.
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29.10.2010 • Bayern: FrankenTV wird Franken Fernsehen
Bayern Der Ballungsraumsender FrankenTV, der im Raum Nürnberg auch über DVB-T (Kanal 60) verbreitet wird, nennt sich am 2. November wieder in die Gründungsbezeichnung Franken Fernsehen um. Gleichzeitig werden ein neues Sendedesign und ein neues Logo eingeführt. Der Sender sieht sich - neben ProSieben - zwischen 18 und 18.30 Uhr als Marktführer im seinem Empfangsgebiet.
Quellen: Presseinfo von FrankenTV vom 29.10. / Hintergrund: DVB-T in Bayern (Nord).
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28.10.2010 • Sachsen: Wartungstermin
Sachsen Der Sender Leipzig Süd wird wieder einmal gewartet: Gearbeitet wird an den Multiplexen von ARD und MDR am 1. November zwischen 8.05 und 11.45 Uhr.
Quelle: Meldung von DVB-T Mitte.
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28.10.2010 • Bayern: RTL gibt DVB-T in Nürnberg auf (3)
Bayern Am 31. Oktober vollzieht RTL die angekündigte Abschaltung seines Multiplexes im Empfangsbereich Nürnberg. Die Programmfamilie nannte die ungeklärte Kostenübernahmen des Kanalwechsels, der durch die Digitale Dividende notwendig wird, als Grund für diese Entscheidung. Der Kanal wurde bereits neu ausgeschrieben.
Quellen: Presseinfo von RTL vom 7.10. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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28.10.2010 • Baden-Württemberg: Wartungsarbeiten
Baden-Württemberg Der Sender Stuttgart-Frauenkopf wird am 4. November zwischen 9.05 und 12 Uhr gewartet. Gearbeitet wird an den drei öffentlich-rechtlichen Multiplexen.
Quelle: Info auf DVB-T Südwest vom 7.10. / Hintergrund: DVB-T in Baden-Württemberg.
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25.10.2010 • Hessen: Privat-Mux wechselt am 28. Oktober
Hessen Der hessische Privat-Multiplex mit den Programmen Bibel TV, Tele5, QVC, Channel21 und Rhein Main-TV wird in der Nacht zum 28. Oktober auf den Kanal 52 verlegt. Betroffen sind Zuschauer im Versorgungsgebiet der Sendestandorte Frankfurt/Main Fernmeldeturm, Wiesbaden Hohe Wurzel und Großer Feldberg (Taunus). Ein Sendesuchlauf ist notwendig.
Der Wechsel vom bisherigen Kanal 64 wird notwendig, weil der gesamte Frequenzbereich oberhalb des Kanals 60 wegen der Umnutzung der „Digitalen Dividende“ zugunsten von Mobilfunkdiensten geräumt werden muss.
Quellen: Presseinfo der LPR Hessen vom 25.10. / Hintergrund: DVB-T in Hessen, Digitale Dividende.
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25.10.2010 • Digitalradio: Weiter auf der Kippe (6)
DAB-Logo Die Verhandlungsrunde zum Digitalradio-Start am 22. Oktober ist „konstruktiv und ergebnisorientiert“ verlaufen, so ein Sprecher des Netzbetreibers Media Broadcast. Dessen ungeachtet besteht offenbar weiterer Gesprächsbedarf, so dass es sich nicht wie früher gemeldet, um die letzte Runde mit den Programmanbietern zu den Verbreitungskosten handelt. Offenbar soll der von der KEF gesetzte Spielraum bis zum 15. Dezember ausgeschöpft werden.
Seit 1998 wurde der digitale Hörfunk mit DAB-Sendetechnik mehrfach gestartet, ohne eine akzeptable Marktdurchdringung zu erreichen. Die laufenden Verhandlungen dienen dazu, 2011 den Neustart eines bundesweiten Multiplexes mit privaten und öffentlich-rechtlichen Programmen mit der verbesserten DAB+-Sendetechnik durchzuführen.
Quellen: Meldung von Infosat vom 25.10. / Hintergrund: DAB.
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25.10.2010 • Bayern: Privat-Mux wechselt am 28. Oktober
Bayern Aufgrund der Umwidmung der TV-Kanäle 61 bis 69 (Digitale Dividende) kommt es am 28. Oktober zu einem Kanalwechsel im Verbreitungsgebiet der Sendeanlagen München Olympiaturm und Wendelstein. Laut Ankündigung der Landesmedienanstalt BLM ziehen die Programme München.TV, HSE24, Channel 21/Euronews und BibelTV von ihrem bisherigen Kanal 66 auf den Kanal 52 um. Ein Sendersuchlauf ist notwendig.
Quellen: Presseinfo der BLM vom 7.10. / Hintergrund: DVB-T in Bayern Süd.
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23.10.2010 • Rundfunkbeitrag: Politik soll sich raushalten (3)
Euro-Münze Nach Verabschiedung der Finanzierungs-Novelle hat der Deutsche Journalistenverband die Politik erneut aufgefordert, Einmischungen in die Programmezu unterlassen. Bedenklich sei, dass eine Arbeitsgruppe der Staatskanzleien sich mit künftigen Programmschwerpunkten der Sender befassen wolle. DJV-Bundesvorsitzende Ulrike Kaiser: „Wie das Programm von ARD und ZDF aussieht, welche Themen die Sender in welcher Form ausstrahlen, entscheiden die Sender autonom.“ Einflußnahme der Politik sei weder mit journalistischen GRundsätzen noch mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts vereinbar.
Die Umstellung auf eine haushaltsbasierte Beitragserhebung befürwortet der DJV. Die Festlegung der Ministerpräsidenten auf die bisherige Höhe von 17,98 Euro bis 2015 nannte Kaiser problematisch. Der Gebührenbedarf werde durch die KEF ermittelt, nicht durch die Bundesländer. Dabei dürfe die Programmqualität keinen Schaden nehmen. Dies betreffe auch die Auswirkungen des Sponsoring-Verbots auf die Programmfinanzierung.
Quelle: Presseinfo des DJV vom 22.10. / Hintergrund: alte Gebühr, künftiger Beitrag.
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23.10.2010 • Sachsen-Anhalt: Wartungstermin
Sachsen-Anhalt Am 27. Oktober finden Arbeiten am Sender Brocken statt. Von 2 bis 4 Uhr ist der Empfang der Multiplexe von ARD (K29) und MDR (K34) eingeschränkt.
Quelle: Meldung von DVB-T Mitte.
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23.10.2010 • Baden-Württemberg: Wartungsarbeiten
Baden-Württemberg Am 27. Oktober zwischen 10 und 10.30 Uhr werden die drei öffentlich-rechtlichen Multiplexe vom Senderstandort Heilbronn-Weinsberg aufgrund von Wartungsarbeiten abgeschaltet.
Quelle: Info auf DVB-T Südwest vom 7.10. / Hintergrund: DVB-T in Baden-Württemberg.
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22.10.2010 • Rundfunkbeitrag: Länder knicken gegen Wirtschaft ein (3)
Euro-Münze Auf heftige Kritik stossen die im Zuge der Gebührenreform verabschiedeten Einschränkungen für das Sponsoring bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten. Sponsoring passe „nicht zum Selbstverständnis der öffentlich-rechtlichen Sender“ und soll später ganz verschwinden, begründete Sachsen-Anhalts Chef der Staatskanzlei Rainer Robra (CDU) das Sponsoring-Verbot nach 20 Uhr mti Ausnahme von Großereignissen. Die Sportverbände müsste sich andere Finanzierungen überlegen.
„Dadurch wird ein tiefer Graben durch die Sportlandschaft gezogen“, kommentierte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. „Viele kleinere Sportarten werden wie ein Licht nur zu Olympia angeknipst und danach wieder ausgeschaltet. Das ist zu wenig. Wir brauchen mehr Ausgewogenheit.“
Das Problem sieht auch ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. „Eine alpine Ski-WM ist dabei kein Großereignis, eine Fußball-EM aber schon. Dort allerdings auch nur die Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Wenn Brasilien bei einer WM gegen Argentinien spielt, wäre ein Sponsoring nicht erlaubt, bei deutschen Spielen aber schon.“ Balkausky erwartet dadurch Einnahmeausfälle, die nur durch geringe Zahlungen an Verbände oder Einschränkungen der berichteten Sportarten aufgefangen werden können. So könnte unter anderem der Deutsche Skiverband gefährdet sein.
Quelle: Meldungen von Sat und Kabel zu Bach, Balkausky und von DF vom 22.10., DF zur FDP vom 21.10. / Hintergrund: alte Gebühr, künftiger Beitrag.
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22.10.2010 • LTE: O2 nimmt Pilotnetze in Betrieb
LTE und Fernsehen Nach Telekom und Vodafone beginn auch Telefonica O2 mit dem Ausbau ihres LTE-Netzes. Anfang September ging ein Pilotnetz in München. In Teutschenthal bei Halle und Ebersberg bei München werden im November LTE-Pilotnetze mit 800-Megahertz-Frequenzen für ländliche Regionen eingeschaltet. Kundentests sollen im Dezember anlaufen, Vermarktung und deutschlandweiter Ausbau auf bius zu 1.500 Funkstandorte beginnen 2011.
Quelle: Presseinfo von O2 vom 22.10. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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22.10.2010 • Rundfunkbeitrag: Länder knicken gegen Wirtschaft ein (2)
Euro-Münze Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben in Magdeburg die Reform der Rundfunkfinanzierung beschlossen. Die künftigen Rundfunkbeiträge für Unternehmen wurde gegenüber dem Entwurf im Sinne der von der Wirtschaft geforderten Entlastung neu gestaffelt. Nunmehr müssen 90 Prozent der Firmen lediglich ein Drittel oder einen vollen Monatsbeitrag je Standort zahlen, ein Auto je Betriebsstätte ist beitragsfrei. Damit werden kleine Unternehmen deutlich entlastet, Details liegen aber noch nicht vor. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Böhmer (CDU) bezeichnete die geänderte Beitragsabstufung als „mittelstandsfreundlich“.
Die Ministerpräsidenten wollen den so geänderten Entwurf des Rundfunkstaatsvertrages am 15. Dezember unterzeichnen und anschließend den Landesparlamenten zur Beschlußfassung zuleiten.
Die FDP wiederholte vorab ihre Forderung, die „Verschlimmbesserung der alten GEZ-Gebühr“ zu verschieben und „endlich auch andere Finanzierungsmodelle in Betracht zu ziehen“. In dieser Richtung lobte Burkhardt Müller-Sönksen, medienpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, den kürzlichen Vorstoß Thüringens für ein Steuermodell.
Quelle: Offizielle Presseinfo, Meldung von Sat und Kabel vom 22.10., DF zur FDP vom 21.10. / Hintergrund: alte Gebühr, künftiger Beitrag.
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21.10.2010 • HbbTV: Auch BibelTV vernetzt TV und Web
HbbTV Auch BibelTV wird interaktiv. Ein HbbTV-Portal ging jetzt in den Testbetrieb. Damit will der christliche TV-Sender um jüngere Zuschauer werben. Angeboten werden eine Mediathek und Zusatzdienste.
Quelle: Presseinfo von BibelTV vom 20.10. / Hintergrund: HbbTV, HbbTV/DVB-T Geräte in der dehnmedia-Datenbank.
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20.10.2010 • Digitalradio: Weiter auf der Kippe (5)
DAB-Logo Die Verhandlungen um die DAB-Einführung stehen vor der möglicherweise letzten und entscheidenden Verhandlungsrunde am kommenden Freitag offenbar weiter auf der Kippe. Nach Medienmeldungen bewegen sich die privaten Programmveranstalter und der Netzbetreiber Media Broadcast nicht aufeinander zu. Die Programmanbieter wollen eine entgegenkommende Gestaltung der Sendekosten, während der Netzbetreiber nicht auf mehrere Jahre in finanzielle Vorleistung gehen will.
Beobachter erwarten, dass der Versuch der Einführung des Digitalradios mit DAB+ endgültig scheitert, wenn keine Einigung zustande kommt. Diese ist um so wichtiger, da die KEF die bislang gesperrten DAB-Mittel für ARD und D-Radio nur freigeben will, wenn Öffentlich-rechtliche und Private gemeinsam mit DAB+-Programmen an den Start gehen. Die KEF will - nach knapp fünfmonatiger Gnadenfrist nun am 15. Dezember ihre endgültige Entscheidung treffen.
Seit 1998 wird versucht, den digitalen Hörfunk mit DAB-Sendetechnik am Markt zu platzieren. Das ist jedoch trotz mehrerer Anläufe seither nicht gelungen.
Quellen: Meldung von Sat und Kabel vom 20.10. / Hintergrund: DAB.
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19.10.2010 • HbbTV: Interaktiv jetzt auch per Antenne (2)
HbbTV Für Helwin Lesch, Hauptabteilungsleiter Programmdistribution des BR, ist der kürzliche HbbTV-Start über Antenne „ein bedeutender Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Fernsehens und die Terrestrik im Speziellen“. Die Adaptierung für DVB-T sei technisch „relativ einfach“ gewesen und in kurzer Zeit vom Institut für Rundfunktechnik durchgeführt worden.
Eine Grundsatzentscheidung der anderen ARD-Anstalten stehe aber noch aus, HbbTV für ihre DVB-T Programme einzuführen. „Dem Vernehmen nach“ plane zudem „eine große Privatsendergruppe ihre DVB-T-Signale ebenfalls durch HbbTV anreichern zu wollen“, so Lesch.
Für HbbTV gibt es derzeit nur wenige Sat- und DVB-T Empfangsgeräte mit HbbTV im Handel. Die entsprechenden Signalisierungen seien für die ARD- und ZDF-Programme per Sat und Kabel identisch, so Lesch. Damit stünde einer Einführung im Kabel aus seiner Sicht nichts entgegen.
Quelle: Meldung von Infosat vom 19.10. / Hintergrund: HbbTV, HbbTV/DVB-T Geräte in der dehnmedia-Datenbank.
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19.10.2010 • Rundfunkbeitrag: Länder knicken gegen Wirtschaft ein
Euro-Münze Die Bundesländer kommen, wie erwartet, den Forderungen der Wirtschaft entgegen, deren Belastung durch den künftigen Rundfunkbeitrag zu entschärfen. Rainer Robra (CDU), Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalts, kündigte „mittelstandsverträgliche Lösungen“ für die Beiträge für Firmen und Dienstwagen an. Diese sollen auf der Konferenz der Länderministerpräsidenten am Donnerstag in Magdeburg in den neuen Rundfunkstaatsvertrag eingearbeitet werden.
20 Verbände hatten heute erneut appelliert, den Anteil der Wirtschaft am künftigen Haushaltsbeitrag bei 450 Mio. Euro zu deckeln. Gegen eine Mehrbelastung sprachen sich das Hotel- und Gaststättengewerbe und der Bauernverband aus; Autovermieter Sixt kündigte eine Verfassungsklage an.
So gut wie keine Aussichten hat offenbar die Forderung Thüringens nach einem Steuermodell für die Rundfunkfinanzierung. Das sei schon vor zwei Jahren verworfen worden so Robras rheinland-pfälzischer Kollege Stadelmaier. Gleichwohl müssen alle 16 Parlamente der deutschen Bundesländer dem Staatsvertrag zustimmen, damit er wie geplant ab 2013 wirksam wird.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 19.10. / Hintergrund: alte Gebühr, künftiger Beitrag.
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18.10.2010 • Bayern: Wartungsarbeiten
Bayern Aufgrund von Kontrollarbeiten werden am 19. Oktober zwischen 9 und 12 Uhr alle sechs Multiplexe am Standort Nürnberg abgeschaltet. Der Vorbereitung des Kanalwechsels des Privatmultiplexes (28. Oktober) dient eine temporäre Abschaltung des Münchener Kanals 66 (Bibel TV, Channel21/Euronews, HSE 24, München TV) am 20. Oktober zwischen 10 und 12 Uhr.
Quellen: Meldung von DVB-T Bayern vom 18.10. / Hintergrund: DVB-T in Bayern Nord und Süd.
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18.10.2010 • Rundfunkbeitrag: Lässt Thüringen die Novelle scheitern?
Euro-Münze Die thüringische Landesregierung will bei der Novelle der Rundfunkgebühren offenbar ausscheren. Unter berufung auf ein Gutachten des Staatsrechtlers Christian Waldhoff werden verfassungsrechtliche Bedenken geltend gemacht.
Statt des im Entwurf des neuen Rundfunkstaatsvertrages vorgesehenen haushaltsbezogenen Rundfunkbeitrages will Thüringen eine Rundfunksteuer. Das sei verfassungsrechtlich möglich, sozial gerechter und beseitige „strukturell unsoziale“ Probleme der Novelle.
Warum aber Thüringens Medienstaatssekretär Peter Zimmermann eine „problematische Nähe des geplanten Wohnungs-/Betriebsstättenbeitrags zu einer Steuer“ sieht und stattdessen eine Steuer präferiert, bleibt unklar. Eine Steuer könnte jedoch erst recht verfassungswidrig sein: Die Finanzierung von ARD, ZDF und D-Radio würde dann von der Politik kontrolliert. Die Sender sollen jedoch unabhängig von staatlichen und politischen Einflüssen („staatsfern“) finanziert werden und ihr Programm gestalten.
Laut Handelsblatt „treiben die Interessen der Länderchefs immer weiter auseinander“. So scheine inzwischen der von den Privaten geforderte Werbeverzicht nicht durchsetzbar; dagegen gebe es Widerstand aus Ostdeutschland.
Da alle Länderparlamente dem Staatsvertrag zustimmen müssen, wird die Novelle scheitern, wenn nur ein Bundesland nicht mitzieht. Verfassungsklagen hatten bereits der Autoverleiher Sixt und Unternehmenverbände angekündigt.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 18.10. / Hintergrund: alte Gebühr, künftiger Beitrag.
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16.10.2010 • Sachsen: Wartungsarbeiten
Sachsen Aufgrund von Wartungsarbeiten ist der Empfang der Bouquets von ARD (K27) und MDR (K39) vom Sender Löbau am 22. Oktober zwischen 2 und 4 Uhr eingeschränkt.
Quelle: Meldung von DVB-T Mitte.
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16.10.2010 • Baden-Württemberg: Wartungsarbeiten
Baden-Württemberg Wartungstermine sind für folgende Sendestandorte angekündigt: Pforzheim-Langenbrand am 19. Oktober zwischen 9.05 und 12 Uhr, Stuttgart-Frauenkopf am 20. Oktober von 2 bis 4 Uhr. Baden-Baden am 21. Oktober und Ravensburg am 26. Oktober - beide von 9.05 und 12 Uhr. Betroffen sind jeweils alle drei öffentlich-rechtlichen Multiplexe.
Quelle: Info auf DVB-T Südwest vom 7.10. / Hintergrund: DVB-T in Baden-Württemberg.
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15.10.2010 • Bayern: Nürnberger RTL-Nachfolge auf K49 ausgeschrieben
Bayern Der von RTL freigegebene DVB-T Kanal für den Raum Nürnberg wurde jetzt von der Landesmedienanstalt BLM neu ausgeschrieben. Neuer Sendekanal ist vorläufig der K 49 mit 20 kW Leistung vom Standort Nürnberg FMT; RTL wird den Sendebetrieb in Nürnberg wegen des aufgrund der Digitalen Dividende erzwungenen Wechsels vom Kanal 60 am 31. Oktober beenden.
Bis zum 12. November können sich Veranstalter bundesweiter und regionaler/lokaler Programme bewerben. Die Sendelizenzen laufen bis zum 29. Mai 2013 mit Verlängerungsoption.
Quellen: Presseinfo der BLM vom 15.10. / Hintergrund: DVB-T in Nordbayern
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15.10.2010 • Frankreich: Bewerber für terrestrisches Pay-TV
Frankreich DVB-T Logo Frankreich Canal+, TV Numeric und der französische Fußball-Ligaverband LFP bewerben sich um Lizenzen für terrestrisch verbreitete Pay-Programme. Der Payriese will ein Familienprogramm aufsetzen, TV Numerioc plant Abrufdienste. Die LFP plant, ihre Spiele selbst zu vermarkten, nachdem Orange (neben Canal+ einer der bisherigen Lizenznehmer) keine TV-Programme mehr betreiben will. Die Pay-Sender AB1 (Oktober 2008) und Canal J (April 2009) hatten ihren Sendebetrieb per DVB-T beendet, die Kapazitäten wurden von der Medienbehörde CSA daraufhin ausgeschrieben.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 14.10. / Hintergrund: DVB-T in Frankreich.
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15.10.2010 • Polen: 3. Multiplex ab 27. Oktober
Polen In Polen geht der dritte DVB-T Multiplex mit den Programmen TVP1, TVP2, TVP Warszawa, TVP Info (regionalisiert), TVP Kultura und TVP Historia am 27. Oktober in Betrieb. Alle Programme sind unverschlüsselt und in SDTV. Netzbetreber TP EmiTel versorgt zum Start 58 Prozent der Bevölkerung in vier Wojewodschaften. Die Versorgung soll bis zum 27. April 2014 auf 98 Prozent der Bevölkerung erweitert werden.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 14.10. / Hintergrund: DVB-T in Polen.
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15.10.2010 • Spanien: Digitale Dividende zwingt alle zum Kanalwechsel
Spanien DVB-T Logo Spanien - TDT In Spanien löst - nur ein halbes Jahr nach vollzogenem Digitalumstieg der Antenne - die Digitale Dividende einigen Ärger aus. Bis 2015 müssen alle DVB-T Multipelxe ihre derzeitigen Frequenzen räumen, wird mit Bezug auf El Pais gemeldet. Die Programmveranstalter sind verärgert und weigern sich die Kosten des Umzuges samt befristetem Simulcast zu tragen. Der Umzug - für den sie nicht verantwortlich sind - sei unzureichend geplant. Eine von der Regierung in Aussicht gestellte Unterstützung von 125 bis 6,50 Euro je Haushalt decke die Kosten nicht.
Auch in Deutschland gibt es Unmut in gleicher Sache, da der Bund sich weigert, für die Kosten des Umzuges und Ersatzgeräte für den ebenfalls betroffenen Produktionsfunk, aufzukommen.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 15.10. / Hintergrund: Digitale Dividende, DVB-T in Spanien.
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15.10.2010 • DVB-H: Auch 3 Austria gibt auf
Österreich DVB-H Logo Nachdem Mobilkom Austria im Mai das Ende seines DVB-H Engagements ankündigte, gibt nun auch der österreichische Betreiber 3 seinen Broadcast Mobilfernsehdienst zum Jahresende 2010 auf. Diese Entscheidung wurde gemeinsam mit den beteiligten Partnern Media Broadcast, Orange und der A1-Mutter Telekom Austria, getroffen. Die Kunden werden auf UMTS verwiesen. Dort würden Fernsehbilder „in höherer Auflösung als es DVB-H der Fall ist“ verbreitet, so 3-Chef Jan Trionow.
DVB-H wurde in Österreich 2008 zur Fußball-EM gestartet, fand jedoch kaum mehr als 30.000 Kunden; zudem gab es nur wenige Endgeräte. Bereits vor einem Jahr bahnte sich das Aus an, als Netzbetreiber Media Broadcast die Verbreitungsverträge zu Ende 2010 kündigte. Der Versuch, zwischenzeitlich ein attraktives Geschäftsmodell zu entwickeln, scheiterte offenkundig.
DVB-H war zuvor auch in Deutschland zu den Akten gelegt worden: Mobile 3.0 hatte seine Lizenz schon Ende 2008 zurückgegeben - wenige Monate nach dem Teststart. Davor war der DMB-Dienst Watcha mangels Kundenmasse eingestellt worden. Noch im Januar 2010 versuchten die Landesmedienanstalten, das Thema DVB-H ein letztes Mal anzuschieben; es kam aber mangels Interesse nicht einmal zu einer Ausschreibung.
Im April hatte der Schweizer Plattformbetreiber Swisscom seinen Ausstieg aus DVB-H angekündigt. Im Mai hatte die spanische Regierung, die für DVB-H reservierten Frequenzen anders zu nutzen, da kein tragfähiges Geschäftsmodell vorliege.
Quelle: Meldung von Heise vom 14.10. / Hintergrund: Mobil-TV.
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14.10.2010 • HbbTV: Hybrid kommt, aber die Klötzchen bleiben noch
HbbTV Der alte Klötzchen-Videotext wird noch mindestens 10 Jahre bleiben, bevor ihn der Digitaltext nach der Interaktiv-Spezifikation HbbTV endgültig ablöst. Das ist das Fazit einer Podiumsrunde der Münchner Medientage.
Klaus Merkel (IRT), einer der Entwickler, stellte vor allem die Offenheit des Standards heraus, was ein Potenzial über Deutschland hinaus öffne. Matthias Greve vom Boxenhersteller Videoweb sieht einen Vorteil nich tnur in der kostengünstigen Entwicklung von Inhalten; die Businessmodelle lägen in der Hand der Inhalteanbieter. Jedoch sei Euphorie in Sachen neuer Geschäftsmodelle nicht angebracht, warnte RTL interactive-Geschäftsführer Marc Schröder. Auch Lars Friedrich (SevenOne Intermedia) sieht zunächst nur die schon vom Internet her bekannten Modelle auf dem Fernseher.
Dazu gehören, das zeigt ein erster Blick auf die „Red Button“-Dienste beider privater Programmfamilien, vor allem großzügige Werbeflächen rund um den digitalen Videotext. Die bekannten Filmabrufdienste der Medienkonzerne können nun auch mit dem Fernseher genutzt werden.
Einem schnellen Siegeszug von HbbTV - Greve erwartet bis Ende 2011 mehrere Millionen verkaufte Geräte - scheint derzeit Einiges entgegenzustehen. So werden HbbTV-Dienste derzeit nur in Deutschland und hier (mit Ausnahme des ZDF und des BR) nur in Verbindung mit dem digitalen Sat-Empfang und nicht via Kabel angeboten. Auch gibt es derzeit nur wenige geeignete Empfangsgeräte.
Quelle: Presseinfo der Medientage vom 13.10. / Hintergrund: HbbTV, HbbTV/DVB-T Geräte in der Datenbank.
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13.10.2010 • Sachsen: Leipzig lokal hat noch Potenzial
Sachsen Ganz ohne „diverse technische Schwierigkeiten“ wurde das lokale Leipziger DVB-T Projekt nicht in die Sendespur gebracht, räumt SLM-Geschäftsführer Martin Deitenbeck ein. Dies sei die Ursache dafür gewesen, dass das von Radio Leipzig geplante Radiobouqet während des Versuchsbetriebes nicht auf Sendung gehen konnte. Nach Überwindung der Technik-Hürden, begonnenem Regelbetrieb und Lizensierung könne das Paket vo Radio Leipzig im ersten Halbjahr 2011 starten, so Deitenbeck in einem Interview. Nach seinen Angaben handelt es sich um Zielgruppenprogramme für Kinder von vier bis zwölf Jahren, Jugendliche (14 bis 20 Jahre), ein Musikprogramm für 20- 30jährige und ein lokal ausgerichtetes Prorgamm für 30- bis 50jährige Hörer. Diese sollen in quotenschwachen Zeiten zusammengeführt werden. Die dann nicht genutzte Bandbreite käme anderen Programmen zugute.
Deitenbeck sieht durch die Kombination eines massenattraktiven Programms und von Spartenangeboten „die Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Mediums Radio, die UKW eben genau nicht bietet und auch nicht bieten kann“.
Mit der Aufschaltung der vier Radios wären die Kapazitäten des Leipziger Lokalkanals 31 ausgeschöpft. Aufgrund von Anfragen sieht Deitenbeck noch weiteres Potenzial für Lokalfunk via DVB-T. Um eine Bedarfsanmeldung für einen weiteren Kanal auf den Weg zu bringen, benötige die SLM schriftliche Interessensbekundungen von Programmveranstaltern.
Quelle: Interview mit Infosat vom 13.10. / Hintergrund: DVB-T Leipzig Lokal.
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13.10.2010 • Österreich: Umstieg in der Steiermark und Tirol geht weiter
Österreich DVB-T Logo Österreich Eine weitere Umstiegsaktion beginnt am 19. Oktober in Tirol. Dann wird an sieben Sendestandorten das digitale Signal aufgeschaltet; ein Parallelbetrieb läuft bis zum 16. November. In der Steiermark endet eine weitere Umstiegsphase am 19. Oktober. Acht, bisher im Simulcast laufende analoge Sendeanlagen, werden abgeschaltet; zeitgleich werden zehn Sender hart umgeschaltet. An weiteren Standorten endet die analoge Ausstrahlung.
Quelle: DVB-T AT / Hintergrund: Änderungen in Österreich.
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12.10.2010 • HbbTV: Interaktiv jetzt auch per Antenne (1)
HbbTV Das ZDF verbindet seine HbbTV-Angebote nach seinem HD-Programm via Satellit nun auch bundesweit mit seinem DVB-T Multiplex. Dabei wird das Fernsehbild über kleine Datenströme im Sendesignal mit speziellen Seiten aus dem Internet verkoppelt. Angeboten werden ein völlig neu gestalteter Videotext, ein EPG mit Vorschautrailern und Zugang zur ZDF-Mediathek. Bayernweit wartet auch der BR nicht auf DVB-T2. Über die DVB-T Sender im Freistaat werden Das Erste, BR3, ARTE, BR-alpha, Phoenix und EinsPlus mit HbbTV-Anwendungen untersetzt. Das ist zusätzlich in Franken auch für den HR und MDR Thüringen sowie in Südbayern für den SWR und EinsExtra der Fall.
Allerdings gibt es bislang kaum eine Handvoll DVB-T Fernseher mit HbbTV-Nutzung und keine entsprechenden Settopboxen. Daneben ist ein DSL-Anschluß notwendig, über den die Zusatzdaten ins Gerät kommen.
Während der morgen beginnenden Münchener Medientage demonstrieren der Bayerische Rundfunk und das Institut für Rundfunktechnik mit Loewe einen ersten prototypischen Empfänger für DVB-T, DVB-S und DVB-C mit HbbTV-Technik.
Deutschland ist Vorreiter bei der Markteinführung von HbbTV. Das werde, so Klaus Ilgner-Fehns, international aufmerksam beobachtet. Der IRT-Direktor fungiert zugleich als Vorsitzender des internationalen HbbTV-Konsortiums.
Quelle: Presseinfo des IRT vom 12.10. / Hintergrund: HbbTV, HbbTV/DVB-T Geräte in der dehnmedia-Datenbank.
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12.10.2010 • EU: Zwischenbilanz zu DVB-T in 29 Ländern
EUROPA Europaweit gesehen hat sich das TV-Angebot über DVB-T im letzten halben Jahr sprunghaft erhöht. 1.460 Kanäle werden jetzt digitalterrestrisch verbreitet, darunter 700 lokale Angebote. Das geht aus der jüngsten Mitteilung über die europäische TV-Datenbank MAVISE hervor.
Mit Ausnahme Rumäniens wird die Einführung in allen 27 EU-Mitgliedsländern (plus den Beitrittskandidaten Kroatien und Türkei) bis Ende 2010 zumindest angelaufen sein. Abgeschlossen ist der Digitalumstieg der Antenne in Belgien, der Schweiz, Deutschland, Dänemark, Estland, Spanien, Finnland, Luxemburg, Lettland, den Niederlanden, Norwegen und Schweden. Bis Ende 2010 bzw. Januar 2011 folgen Österreich, Island, Malta, Slowenien und Kroatien. In acht Staaten werden HDTV-Programme mit DVB-T/MPEG-4 (DVB-T2 nur in England) ausgestrahlt.
Lokale und regionale Programme gibt es zwar nur in 13 Ländern, doch in so hoher Zahl, dass sie europaweit gesehen etwa 50 Prozent des terrestrischen Programmangebots ausmachen. Bei elf Prozent handelt es sich um internationale Programme, 39 Prozent haben nationalen Charakter. Insgesamt gibt es derzeit 760 (April 2009: 500) nationale und international verbreitete Kanäle, von denen 345 frei empfangbar und 415 kostenpflichtig (14 Staaten) sind. Von den Free-to-Air Programmen sind 75 Prozent Privat, 25 Prozent öffentlich-rechtlich.
Quelle: Presseinfo der EU Generaldirektion Kommunikation vom 11.10. / Hintergrund: DVB-T International.
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11.10.2010 • Rundfunkbeitrag: Verbände wollen Firmenanteil deckeln
Euro-Münze Anlässlich der heutigen Anhörung zum Entwurf des 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrages legten 20 Industrieverbände eine gemeinsame Stellungnahme vor. Durch Firmen würden etwa sechs Prozent oder 450 Mio. Euro der bisherigen Rundfunkgebühr aufgebracht. „Dies muss auch weiterhin die Obergrenze bleiben.“ Kleinere und mittlere Unternehmen mit vielen Filialen oder großem Fuhrpark würden überproportional belastet. Bezugsgröße des neuen Rundfunkbeitrags dürfe daher nicht die Mitarbeiterzahl in einzelnen Betriebsstätten sein. Vielmehr müsse das gesamte Unternehmen gesehen werden.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 11.10. / Hintergrund: alte Gebühr, künftiger Beitrag.
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10.10.2010 • NRW: Wartungsarbeiten
Nordrhein-Westfalen Für den kommenden Dienstag zwischen 9 und 12 Uhr kündigt der WDR Wartungarbeiten am Sendestandort Düsseldorf Rheinturm an. Betroffen sind offenbar alle Programme.
Quelle: Meldung des WDR vom 10.10.
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10.10.2010 • Rundfunkbeitrag: Autovermieter sieht Systembruch
Euro-Münze Der Autovermieter Sixt legt ein Gutachten vor, das die Reform der Rundfunkfinanzierung zumindest in Teilen für verfassungswidrig hält. Danach ist der Rundfunkbeitrag für Mietwagen ein Systembruch: Statt Haushalten oder Betrieben würden die Geräte als Kriterium für die Beitragshöhe herangezogen. Darüber hinaus drohe jedem Selbständigen, der beruflich ein Auto nutzt, zusätzliche Zahlungspflicht. Die Rundfunkanstalten würden dadurch 1,6 Mrd. Euro mehr einnehmen, so Sixt - ungeachtet der Tatsache, dass die Beitragshöhe ab 2013 neu durch die KEF ermittelt wird.
Zu einer Anhörung ist morgen unter anderem der Bundesverband der Autovermieter eingeladen. Laut Entwurf ist für jedes gewerblich genutzte Kfz ein Drittel des Monatsbeitrages zu entrichten.
Quelle: Meldung von Heise vom 9.10. / Hintergrund: alte Gebühr, künftiger Beitrag.
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9.10.2010 • Rundfunkbeitrag: Politik soll sich raushalten (2)
Euro-Münze Rainer Robra (CDU), Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt, wiederholte die Forderung, nach der Neuregelung ab 2013 die monatliche Höhe des künftigen Rundfunkbeitrages bei den bisherigen 17,98 Euro einzufrieren. Bei ARD, ZDF und Deutschlandradio gebe es Potenzial für „wirksame Einsparungen“.
Der Deutsche Journalistenverband hatte bereits vor einer Woche solche Äußerungen Robras und seines sächsischen Amtskollegen Beermann (CDU) zurückgewiesen. Die Beitragshöhe werde durch die KEF festgestellt. „Politische Vorgaben dürfen dabei keine Rolle spielen.“
Am 11. Oktober findet eine Anhörung von Verbänden zum Entwurf des 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrags statt. Noch im Oktober wollen die Ministerpräsidenten den Entwurf verabschieden und Mitte Dezember unterzeichnen. Anschließend müssen alle 16 Länderparlamente dem Entwurf zustimmen, damit er am 1. Januar 2013 wirksam werden kann.
Quelle: Meldung der Funkkorrespondenz vom 8.10. / Hintergrund: alte Gebühr, künftiger Beitrag.
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8.10.2010 • Berlin: Mit 25,7 Prozent Spitze bei DVB-T
Berlin MABB Die Landesmedienanstalt MABB hat heute eine Auswertung des LMA-Digitalisierungsberichts für ihren Bereich vorgelegt. Danach nutzen in Berlin 25,7 Prozent der TV-Haushalte den digitalen Antennenempfang. Das ist der höchste Wert für ein deutsches Bundesland (Durchschnitt: 11,1 Prozent). Führend ist weiter das Kabel mit 74 Prozent, auf den Satelliten entfallen 8,9 Prozent, auf IPTV immerhin 2,7 Prozent.
Brandenburg In Brandenburg stellt der Satellit mit 47,9 Prozent den stärksten Übertragungsweg, gefolgt vom Kabel mit 10 Prozent und der Antenne, die immerhin 10,5 Prozent Marktanteil erreicht. IPTV über DSL nutzen 1,5 Prozent der Haushalte.
Beide Bundesländer zusammen liegen bei Satelliten mit einem Digitalisierungsgrad von 80 Prozent im Bundesschnitt, etwas unter dem nationalen Wert von 37,8 Prozent ist der Digitalisierungsgrad im Kabel mit 35,7 Prozent. „Die Kabelunternehmen könnten aus der Satellitenentwicklung lernen, dass der Verzicht auf die Verschlüsselung private Programme in digitaler Standardqualität und ein offener Gerätemarkt den Verbraucher mehr überzeugen als die bisherigen Strategien“, kommentierte MABB-Direktor Hans Hege den Rückstand des Kabels.
Quelle: Presseinfo der MABB vom 8.10. / Hintergrund: DVB-T in Berlin und Brandenburg
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8.10.2010 • England: 93 Prozent schauen digital
England DVB-T Logo England In England wurde im 1. Halbjahr 2010 laut der Medienbehörde Ofcom ein Digitalisierungsgrad von 92,7 Prozent (23,7 Mio. Haushalte) erreicht. Die Terrestrik-Plattform Freeview nutzen davon 10,1 Mio. Haushalte (39,3 Prozent aller TV-Haushalte) mit dem Erstgerät. Werden Zweit- und Drittgeräte berücksichtigt, werden 18,7 Mio. Empfangsgeräte für Freeview genutzt.
Im 2. Quartal wurden etwa 3,1 Mio. Freeview-Geräte (plus 14 Prozent zum Q2 2009) verkauft. 76 Prozent davon (2,3 Mio. Geräte) sind Fernseher mit integriertem DVB-T Empfang.
FreeView HD-Logo England FreeviewHD erreicht gleichzeitig einen Versorgungsgrad von 55 Proeznt und 230.000 Nutzer. Im Herbst soll zu ITV1 HD und C4 HD noch BBC One HD noch BBC HD ins per DVB-T2 ausgestrahlte HD-Angebot kommen.
42,9 Prozent der Briten empfangen per Satellit, das Kabel spielt mit 13 Prozent nur eine geringe Rolle.
Quelle: Quartalsbericht von Ofcom vom 7.10. / Hintergrund: DVB-T in England.
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7.10.2010 • Bayern: RTL gibt DVB-T Nürnberg wg. Dividende auf (2)
Bayern Zum Verbreitungsstopp in Nürnberg macht RTL die Umnutzung des oberen UHF-Bereichs (Digitale Dividende) durch den Bund und die erwarteten TV-Störungen durch den LTE-Mobilfunk für die Entscheidung verantwortlich:
  „Ein störungsfreier Empfang von Fernsehprogrammen bei gleichzeitiger Nutzung von Rundfunkfrequenzen für das mobile Internet wurde von der Bundesnetzagentur nicht hinreichend geklärt. Daher macht die Mediengruppe RTL Deutschland von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch. Zudem ist auch die grundsätzliche Frage einer Entschädigung der Sender für etwaige wirtschaftliche Schäden aus der Frequenzumwidmung bisher nicht abschließend geklärt.“
RTL-Bereichsleiter Medienpolitik, Tobias Schmid, erwartet „eine eindeutige Positionsbestimmung für eine Rundfunkverbreitung über die Terrestrik. Ein Investment unter unklaren politischen Vorgaben ist den Rundfunkveranstaltern und ihren Zuschauern nicht zumutbar. Die geschilderte Problemlage besteht jedoch über Nürnberg hinaus für das gesamte Bundesgebiet.“
RTL werde nur „unter entsprechenden Rahmenbedingungen“ an DVB-T „insbesondere in den Ballungsräumen“ festhalten.
Kommentar: Direkt von Frequenzwechseln betroffen ist RTL zwar nur in Nürnberg. Der Wink mit dem Zaunpfahl an die Bundespolitik ist aber eindeutig: Wenn die LTE-Funkdienste im oberen UHF-Bereich den TV-Empfang stören, könnte RTL ganz aus der Terrestrik aussteigen. Das so beschädigte Entwicklungspotenzial der Antenne könnte der Bund zum Anlass nehmen, seine Drohung wahrmachen, in die von der EU forcierte „Dividende 2“ einzusteigen - und die Verantwortung dafür den Sendern anlasten, die vorher im Stich gelassen wurden. Fazit: Die Digitale Dividende gefährdet vor allem das Engagement der Privaten für die Terrestrik.
Quellen: Presseinfo von RTL vom 7.10. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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7.10.2010 • Bayern: RTL gibt DVB-T Nürnberg wg. Dividende auf
Bayern Es kam überraschend ganz anders als alle Spekulationen um Viseo+ oder eine Lizenzverlängerung für RTL. Der TOP 7 der heutigen Medienratssitzung war geprägt vom Ausstieg der RTL-Gruppe aus der DVB-T Verbreitung im Versorgungsgebiet Nürnberg. Dieser wird schon am 1. November vollzogen. Damit gibt es auch für das von rfo betriebene Regionalfenster gegenwärtig keine Sendemöglichkeit.
Die Entscheidung von RTL stehe in Zusammenhang mit einem durch die „Digitale Dividende“ notwendig gewordenen Frequenzwechsel, erläutert die Landesmedienanstalt BLM. RTL habe in in dem Zusammenhang von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. Das würde formaljuristisch eigentlich das Ende für RTL via DVB-T auch im Verbreitungsgebiet München/Wendelstein bedeuten. Der Medienrat ist aber im Zuschauerinteresse „damit einverstanden, dass die Programme der RTL-Gruppe in München/Südbayern weiterhin über DVB-T ausgestrahlt werden“.
Nach der Versteigerung der Kanäle 60 bis 69 für den Mobilfunk hat die Bundesnetzagentur die Räumung des von RTL in Nürnberg genutzten Kanals 66 angeordnet, was den RTL-Rückzug auslöste. Im gleichen Zusammenhang muß der Münchener Kanal 66 mit München.TV, HSE24, Channel 21/Euronews und BibelTV auf den Kanal 52 verlagert werden. Diese Umschaltung wird am 28. Oktober vollzogen, kündigte die BLM an. Der Nürnberger Kanal soll neu ausgeschrieben werden.
Quellen: Presseinfo der BLM vom 7.10. / Hintergrund: DVB-T in Bayern Süd und Nord,
potenzielle Kanalwechsel wg. Dividende.
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7.10.2010 • Baden-Württemberg: Wartungsarbeiten
Baden-Württemberg Wegen dringender Wartungsarbeiten sind zeitweise Abschaltungen folgender Sendestandorte angekündigt: Donaueschingen am 12. Oktober von 9.05 bis 12 Uhr; Hochrhein am 13. Oktober von 9.05 bis 12 Uhr; Pforzheim am 13. Oktober von 14.30 bis 15 Uhr; Brandenkopf am 14. Oktober von 9.05 bis 12 Uhr; Stuttgart-Frauenkopf am 20. Oktober von 2 bis 4 Uhr. In Pforzheim sind nur das ARD- und das SWR-Bouquet betroffen, sonst alle drei öffentlich-rechtlichen Multiplexe.
Quelle: Info auf DVB-T Südwest vom 7.10. / Hintergrund: DVB-T in Baden-Württemberg.
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7.10.2010 • Norden: Besserer Empfang rund um Visselhövede
Niedersachsen Der NDR verbessert den Empfang im Bereich des DVB-T Standortes Visselhövede: Ab der Nacht zum 12. Oktober profitieren die Zuschauer in den Gebieten Bomlitz, Fallingbostel, Neuenkirchen, Rotenburg, Scheeßel, Schneverdingen, Soltau, Visselhövede und Walsrode davon, dass die Sendeantenne von 100 auf 162 Meter erhöht wird. Zugleich wird von der nach Südosten gerichteten auf Rundum-Abstrahlung gewechselt. Die Sendeleistung der Bouquets der ARD wird auf 50 kW und des NDR auf 79 kW erhöht. Damit reduziere sich der Antennenaufwand und der mobile Empfang auf den Autobahnen werde optimiert.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 7.10. / Hintergrund: DVB-T in Niedersachsen.
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7.10.2010 • Österreich: Regional-TV für Salzburg, Ausschreibung für Wien
Österreich DVB-T Logo Österreich Am 11. Oktober geht der TV-Sender SalzburgPlus auf Sendung. Das Programm ist im Raum Salzburg, im Flachgau, im Tennenhau und im angrenzenden Oberösterreich auf Kanal 55 zu empfangen und soll auch bis in den Grenzbereich nach Bayern einstrahlen.
Vor wenigen Tagen wurde außerdem ein weiterer Programmplatz für den Mux-B im Raum Wien (Kanal 34, Standorte Kahlenberg, Himmelhof, Arsenal) ausgeschrieben.
Quelle: Presseinfo von ORS vom 7.10., Ausschreibung vom 4.10. / Hintergrund: Änderungen in Österreich.
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7.10.2010 • Rundfunkbeitrag: Sponsoring-Verbot schädigt Sport
Euro-Münze Kritik am Referentenentwurf zum Rundfunkstaatsvertrag kommt nicht nur von Unternehmen, die mehr für das Fernsehen bezahlen sollen, sondern auch von Sport-Sponsoren. Laut der Fachzeitschrift Sponsors müßte sich die Krombacher-Brauerei aus dem Sponsoring des ZDF-Sportstudios zurückziehen, wenn das Sponsoring-Verbot nach 20 Uhr Werktags und durchgängig an Sonn- und Feiertagen greift.
Gravierende Folgen bestätigt auch ein Sprecher der ARD-Werbetochter AS&S gegenüber dpa. ARD-weit wären 40 Prozent der Sportsendungen betroffen. Viele Sportarten, über die vor allem in den 3. Programmen berichtet wird, hätten keine TV-Präsenz mehr; die Ausrichter und Verbände müßten min sinkenden Einnahmen rechnen. Dies betreffe sowohl den Breitensport wie z.B. auch das Biathlon.
Der Entwurf der Bundesländer kommt mit der Ausweitung des Sponsoring-Verbots den Forderungen der privaten TV-Konkurrenz entgegen.
Quelle: Presseinfo des DF vom 6.10. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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6.10.2010 • Berlin: Sport1 schaltet ab (2)
Berlin Sport1 Die Erwartungen an DVB-T hätten sich „nicht ganz erfüllt“, begründet ein Sprecher von Sport1 die Aufgabe der DVB-T Ausstrahlung in Berlin. Das Programm erreiche auf den anderen Wegen 86 Prozent der Haushalte in der Region.
Gegenüber DigitalFernsehen wurde auch Bezug auf Förderprogramme genommen. Nachdem die EU diese gestoppt hat, sei „die Aufrechterhaltung der Verbreitung von Sport1 via DVB-T derzeit leider wirtschaftlich für uns nicht darstellbar“.
Ein genereller Rückzug aus dem Free-TV sei aber „völlig abwegig“. Der Start des Premiumsender Sport1 HD hatte diese Vermutung genährt. Zudem hatte MTV gestern die Umfirmierung seines Hauptprogramms in ein Pay-Angebot angekündigt.
Quelle: Bericht von Digital Fernsehen vom 5.10. / Hintergrund: DVB-T in Berlin.
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6.10.2010 • Bayern: Wartungsarbeiten
Bayern Aufgrund von Umbauarbeiten kommt es heute zwischen 13 und 14 Uhr zu einer Abschaltung des Kanals 66 am Standort Wendelstein. Betroffen sind die Programme München.tv, HSE25, Channel 21/Euronews und Bibel TV.
Quelle: Info von DVB-T Bayern vom 5.10. / Hintergrund: DVB-T in Bayern (Süd).
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5.10.2010 • AGF: Mehr als 16 Mio. schauen digital
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Nach Zählweise der AG Fernsehforschung hat die Zahl der Digitalzuschauer Ende September 16 Mio. Haushalte überschritten. Die Haushaltszahl stieg binnen Monatsfrist um 280.000 auf 16,4 Mio. Das entspricht 45,5 (44,7) Prozent der 35,49 Mio. Tv-Haushalte. Anfang Januar hatte der Digitalanteil noch bei 14,57 Mio. (41,4 Prozent) gelegen.
Quelle: Statistik der AGF vom 1.10.
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5.10.2010 • Mobil-TV: Qualcom erdet MediaFlo
MediaFlo Logo Das US-Unternehmen Qualcom wird seine Mobil-TV Dienstleistungen für Endverbraucher mit der eigenen Technikentwicklung MediaFlo zum Jahresende einstellen. Mit den Telekoms AT&T und Verizon stehe man um die Weiterführung der Dienstleistungen in Verhandlung.
Das Konkurrenzprodukt zu DVB-H und DMB konnte in Europa und Asien nie richtig Fuß fassen. In Europa führte nur BSkyB einen Test durch.
Quellen: Meldung von Paid Content am 4. Oktober / Hintergrund: MediaFlo-Homepage, Mobil-TV.
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4.10.2010 • Berlin: Sport1 schaltet ab
Berlin Sport1 Der Spartensender Sport1 hat per 1. Oktober seine DVB-T Verbreitung in Berlin beendet. Da keine Ankündigung erfolgte, fiel das erst am Montag abend auf, als tausende Hertha-Fans das Heimspiel ihres Favoriten nicht sehen konnten. Gleichfalls betroffen sind die Fans von Union Berlin, der Füchse-Handballer und Alba-Basketballer, deren Spiele Sport1 live überträgt.
Die Landesmedienanstalt Berlin Brandenburg weist auf ihren DVB-T Seiten daraufhin, dass es sich nicht um ihre, „sondern um eine alleinige Entscheidung der Veranstalter“ handele.
Quellen: DVB-T Seiten der MABB / Hintergrund: DVB-T in Berlin.
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4.10.2010 • Digitalradio: Weiter auf der Kippe (4)
DAB-Logo „Die zu behandelnden Fragestellungen (waren) zu komplex und der bislang bestehende zeitliche Korridor zu kurz bemessen“, kommentiert Gerd Bauer, Hörfunkbeauftragter der Landesmedienanstalten, die Verlängerung der Äußerungsfrist durch die KEF bis Mitte Dezember. Im Hintergrund arbeiteten ARD, Deutschlandradio und die Privaten „vertrauensvoll zusammen“. Gegenstand der Verhandlungen mit dem Netzbetreiber MediaBroadcast seien „die noch offenen Fragen insbesondere finanzieller Natur“, bestätigt Bauer. Er hält nach wie vor einen Start des Digitalradios mit DABplus 2011 für möglich. „Ein Monat mehr oder weniger bis zum Start“ sei „mit Blick auf die Bedeutung des Digitalradio-Neustarts von völlig untergeordneter Bedeutung“.
Quellen: Interview von Infosat vom 4.10. / Hintergrund: DAB.
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3.10.2010 • DVB-T2: „Noch ein längerer Weg“
DVB-T2 Logo (DVB Project) ZAK-Vorsitzender Thomas Langhreich sieht „noch einen längeren Weg“ in Richtung DVB-T2. Eine neue und bessere Technik müsse „nicht zwangsläufig auch die Ablösung der alten bedeuten“. Allerdings würde ein Simulcast des bestehenden DVB-T und neuen DVB-T2 die Übertragungskosten indie Höhe treiben. Dazu müssten die Sender bereit sein. Klärungsbedarf bestehe daher, „inwieweit DVB-T2 auch neue Geschäftsmodelle für die Sender ermöglicht“. Will heißen: DVB-T2 könnte den Weg vom Free-TV in Richtung „Pay-TV light“ á la Viseo+ ebnen.
Jedoch müsse sich vorher zeigen, ob die Zuschauer mitziehen und bereit zum Geräte-Neukauf sind. Das sei „momentan wohl eher nicht, möglicherweise aber in ein paar Jahren“ der Fall. Wann - das ließ Langheinrich offen.
Sein LMA-Kollege Andreas Fischer (NLM) hatte kürzlich den Umstiegsbeginn in Niedersachsen für 2015 vorgeschlagen. Erwin Beck (Vorsitzender der Rundfunkkommission der Bundesländer) hatte 2014 genannt. Beide Vorschläge wurden von Sendervertretern abgelehnt.
Quelle: Interview von Infosat vom 1.10.2010 / Hintergrund: DVB-T2.
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2.10.2010 • Recht: Bund forciert DAB und TV-Grundverschlüsselung
Recht, Gesetze DAB-Logo Die Bundesregierung will die Digitalisierung des Hörfunks offenkundig per Gesetz erzwingen, sieht sich jedoch zur Fristverlängerung veranlasst. Das geht aus einem Referentenentwurf zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes hervor.
Danach wird die bisherige Terminierung für die Radiodigitalisierung auf 2015 „mit Blick auf die geringe Marktnachfrage“ um maximal zehn Jahre - also bis spätestens 2025 - verlängert. Bis dahin will das Bundeswirtschaftsministerium per Gesetz einen Gerätemarkt schaffen, indem ab 2015 „jedes zum Verkauf, zur Miete oder anderweitig angebotete Hörfunkempfangsgerät mindestens mit einer digitalen Empfangseinheit ausgestattet (wird), die in der Lage ist, Signale zu empfangen, die einer Norm einer anerkannten europäischen Normenorganisation entsprechen“. Ab 2016 soll das auch für Kfz gelten. Dies diene der Förderung der Radiodigitalisierung, so die Begründung.
Die Radiodigitalisierung hängt allerdings durch: Seit mehr als zehn Jahren wurde vergeblich versucht, DAB am Markt zu platzieren. Gegenwärtig streiten sich Privatanbieter und Media Broadcast um die Verbreitungskosten für einen bundesweiten Radiomultiplex mit DABplus. Von dem bis zum 15. Dezember vorzulegenden Vertrag hängt ab, ob D-Radio dort einsteigen kann. Scheitern die Verhandlungen, ist der Entwurf, dessen Europa-Verweis deutlich auf DABplus zielt, wenig Wert.
DVB Logo (DVB Project) Eine weitere Vorschrift der Novelle betrifft - zumindest indirekt - auch DVB-T: Künftig soll zur Grundverschüsselung der drei traditionellen TV-Übertragungswege Antenne, Kabel und Satellit ein einheitliches Verfahren vorgeschrieben werden. Der Entwurf geht dafür von „einem einheitlichen europäischen Verschlüsselungsalgorithmus“ aus, der „von einer anerkannten europäischen Normenorganisation verwaltet wird“.
Quelle: Referententwurf zur TKG-Änderung vom 15.9.2010 / Hintergrund: DAB.
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2.10.2010 • Österreich: Umstieg in Tirol wird ab 19. Oktober fortgesetzt
Österreich DVB-T Logo Österreich Der 16. November ist Stichtag für die Umstellung von sieben Sendern in Tirol nach einem am 19. Oktober beginnenden Simulcast. Weitere sieben Anlagen werden aufgegeben; diese Gebiete werden von bestehenden DVB-T Sendern bzw. über Sat versorgt.
Quelle: DVB-T AT / Hintergrund: Änderungen in Österreich.
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2.10.2010 • Sachsen: Wartungstermin
Sachsen Der Sender Leipzig Süd wird wieder einmal gewartet: Als Termin ist der 4. Oktober zwischen 6.30 und 11.30 Uhr angekündigt, betroffen sind die Multiplexe für ARD und MDR.
Quelle: Meldung von DVB-T Mitte.
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2.10.2010 • Bayern: Zusatzversorgung für Lindau vom Pfänder
Bayern Der neue Zusatzsender für den Raum Lindau (Bodensee) geht am 5. Oktober um 11.30 Uhr in den Sendebetrieb. Standort ist der Pfänder in Österreich. Im Empfangsgebiet sei nunmehr statt einer Dachantenne eine postkartengroße Außenantenne - vielfach auch eine Zimmerantenne - ausreichend. Vom Pfänder werden die Multiplexe von ARD auf Kanal 45 und des BR auf Kanal 46 ausgestrahlt. Dafür ist ein Sendersuchlauf notwendig. Bisher sei im Bodensee-Dreiländereck die Versorgung aus Österreich, der Schweiz besser gewesen als die von den nächstgelegenen Sendern Grünten (Bayern) und Ravensburg (Baden-Württemberg).
Für den Empfang des ZDF-Multiplexes, der nicht vom Pfänder aus empfangbar sein wird, gelten die bisherigen Receiver-Einstellungen.
Quelle: Presseinfo des BR vom 27.9. / Hintergrund: DVB-T Änderungen, DVB-T in Bayern (Süd).
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2.10.2010 • Hessen: Erster Kanalwechsel wg. Dividende am 7. Oktober
Hessen Offenbar ziehen Kanalwechsel, die durch die „Digitale Dividende“ ausgelöst werden, doch breitere Frequenzkreise, als gedacht. Direkt betroffen sind zwar nur die UHF-Kanäle oberhalb des K60. Dennoch wird das ZDF-Bouquet vom hessischen Sender Angelburg vom Kanal 52 auf den Kanal 45 verschoben. „Diese Umstellung steht im Zusammenhang mit der jüngsten Frequenzversteigerung durch die Bundesnetzagentur und der damit verbundenen künftigen Nutzung dieses Frequenzbereiches durch Mobilfunkdienste.“.
Die Umschaltung wird am 7. Oktober vorgenommen. Zuschauer im Empfangsegebiet müssen dann einen neuen Suchlauf durchführen und ggfs. die bisherigen Programmplätze für das ZDF, den Infokanal, ZDFneo/KiKa und 3Sat löschen.
Quelle: Info auf DVB-T Hessen vom 30.9. / Hintergrund: DVB-T in Hessen, Dividende, Änderungen wg. Dividende.
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1.10.2010 • Bayern: Spekulationen um Viseo+ für München
Bayern Viseo+ Logo Der Tagesordnungspunkt 7 der nächsten Sitzung des Medienrates der Bayerischen Landesmedienanstalt BLM am 7. Oktober gibt Anlaß zu Spekulationen. Dort heißt es ohne weitere Erläuterung: „Verbreitung über DVB-T in München: Mediengruppe RTL“. RTL hat Spekulationen um die Etablierung des Pay-Pakets Viseo+ zurückgewiesen: „Es ist nicht unsere Intention, die DVB-T-Ausstrahlung in München zu verändern.“ Möglicherweise handelt es sich um die Verlängerung der bisherigen Sendelizenz.
Das RTL-Paket Viseo+ wird in Stuttgart, Halle und Leipzig verbreitet. Im Januar war ein Test auf dem Münchener Kanal 50 (wo der BR aktuell DVB-T2 erprobt) gemeldet worden. Für Viseo+ mit vier Free-TV und zwei Pay-Programmen werden nicht etwa Empfangs-, sondern „nur“ Transportgebühren über den Plattformbetreiber Eutelsat gefordert. Um die sechs Kanäle in einem Multiplex zu pressen, kommt - einmalig in Deutschland - das MPEG-4 Verfahren zum Einsatz, so dass für Viseo+ spezielle Receiver gebraucht werden.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 29.9., Meldung von Infosat vom 30.9. / Hintergrund: DVB-T in Bayern (Süd), Viseo+.
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1.10.2010 • Rundfunkbeitrag: Politik soll sich raushalten
Euro-Münze Der Deutsche Journalistenverband DJV rüffelt die Landesregierungen Sachsen-Anhalts und Sachsens: Die Höhe des künftigen Rundfunkbeitrages müsse sichern, „dass ARD und ZDF ihr Qualitätsniveau mindestens halten können“. Die Länder sollten „populistische Forderungen, die zu Recht vom Bundesverfassungsgericht kassiert würden“, unterlassen. Der Finanzbedarf der Anstalten werde durch die KEF ermittelt und richte sich nicht nach den Vorstellungen einzelner Landesregierungen.
Am Vortag hatte Rainer Robra (CDU), Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt als Ziel der Landesregierungen genannt, den Finanzaufwand für ARD, ZDF und D-Radio auf dem heutigen Niveau einzufrieren. Sein sächsischer Kollege Johannes Beermann (CDU) nannte Programmeinschränkungen, unter anderem den Verzicht auf Olympia-Berichte, als Sparziel.
Das Bundesverfassungsgericht hatte 2007 geurteilt, die Länder dürften bei der Festlegung der Höhe der Rundfunkgebühr zwar vom KEF-Vorschlag abweichen, jedoch mit der Maßgabe: „Programmliche und medienpolitische Zwecke scheiden in diesem Zusammenhang aus.“
Indessen hatte RBB-Intendantin Dagmar Reim bereits vorauseilenden Gehorsam angedeutet. Während der Berliner Medienwoche überraschte sie mit der Mitteilung, die ARD-Intendanten diskutierten „sehr intensiv“ eine Programmreduktion. Ergebnisse sollen noch 2010 bekannt gegeben werden.
Quelle: Presseinfo des DJV vom 30.9. / Hintergrund: alte Gebühr, künftiger Beitrag.



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