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Nachrichten-Archiv Juli 2011

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30.7.2011 • DAB+: PR Website online
Digitalradio-Schriftzug Mit etlichen Kinderkrankheiten hat die gestern abend neu aufgeschaltete Website digitalradio.de zu kämpfen. Das Projektbüro Digitalradio, gegründet von den am DAB+-Start beteiligten Privatradios, hatte die Adresse vom Verein Digital Radio Plattform übernommen. Neben Programminformationen werden eine Geräteliste angeboten. Eine Empfangsprognose mit Bezug auf Postleitzahl oder Ortsnamen ist angekündigt.
Quelle: www.digitalradio.de / Hintergrund: DAB+ bundesweit, dehnmedia-Geräteliste
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29.7.2011 • DAB+: VPRT wie erwartet zurückhaltend
Digitalradio-Schriftzug VPRT Für den Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) ist der Digitalradiostart allenfalls eine „technische und wirtschaftliche Testphase“. Der Verband, in dem u.a. die großen Privatradio zusammen geschlossen sind, hatte schon vor zwei Jahren „das System DABplus und die Systemeigenschaften als nicht marktgetrieben“ abqualifiziert. Neben der banalen Feststellung, dass der „Erfolg der Einführung von DAB+ von der Reichweite und Akzeptanz beim Hörer abhängen wird“, steht ein deutlicher Warnschusss: „Außer Frage steht aus Sicht des VPRT, dass der bestehende UKW-Markt nicht gefährdet werden darf“.
VPRT-Vizepräsident Klaus Schunk stellt klar, dass sich die Öffentlich-rechtlichen und kleinen Privatprogramme sich mit DAB+ im Zweifelsfall erst mal die Hörner abstoßen sollen, bevor andere einsteigen: „Nur wenn auch der zusätzliche Verbreitungsweg DAB+ schnell Hörer gewinnt, können die engagierten privaten Radiosender hier Reichweite aufbauen und sich refinanzieren.“ Weil zur Zeit nur 50 Prozent der Bevölkerung mit DAB+ versorgt werden und es „mittelfristig in der Fläche keine annähernd befriedigende Versorgung geben werde“ bestehe „ein deutliches wirtschaftliches Risiko“.
Quelle: Presseinfo des VPRT vom 29.7. / Hintergrund: DAB+ bundesweit.
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29.7.2011 • DVB-T: Sixx per Antenne auch für Hamburg, Lübeck und Kiel
Überallfernseh-Logo HamburgSchleswig-Holstein Ab dem 1. August ersetzt das Spartenprogramm Sixx der ProSiebenSat1-Gruppe deren CallIn-Sender 9Live im DVB-T Angebot in Hamburg (K 46), Hamburg/Lübeck (K 59) und Kiel (K 57). Sixx war erwarteter und einziger Bewerber auf eine Ausschreibung der Zweiländer-Medienanstalt MA HSH.
Sixx war zuvor bereits in Berlin anstelle des defizitären Anrufsenders getreten, der vom Konzern zum 31. Juli eingestellt wird. Offen ist, welches Programm in Bremen auf 9 Live und in der Region Hannover/Braunschweig auf MonaTV folgt. Allerdings scheint Sixx zur Zeit der einzige Sender mit Interesse (und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit).
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 29.7. / Hintergrund: DVB-T in den Bundesländern.
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29.7.2011 • DAB+: Start in Sachsen-Anhalt
Digitalradio-Schriftzug Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt sieht sich laut Landesregierung als „Vorzeigeregion für digital-terrestrischen Hörfunk in Deutschland“. Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei, präzisiert den Start von zehn landesweiten Programmen am 1. August: Mit dem Netzausbau werde „im Großraum Halle und im Bereich der Autobahnen A 2 und A 14 und der Bundesstraße 6N“ begonnen. Robra forderte „mehr Nachdruck und kurze Fristen auch beim Aufbau leistungsstarker Sendenetze in der Region Magdeburg und in der Altmark“, um mehr Akzeptanz zu schaffen. Ausserdem seien die Veranstalter gefordert, den „inhaltlichen Mehrwert“ des Digitalradios deutlich zu machen. Das müsse „nach außen auch hinreichend kommuniziert“ erwartet der Politiker und fordert Multifunktionsgeräte für DAB+, DAB, UKW und Internet.
Quelle: Presseinfo der Staatskanzlei vom 27.7. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen-Anhalt.
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28.7.2011 • DAB+: 1. August - SWR startet, BR stellt um
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Auch der SWR wird am 1. August Sendungen in DAB+ aufnehmen. Ab April 2012 soll der Multiplex im Block 11B mit weiteren drei privaten Sendern ergänzt werden. Das kündigt die Landesmedienanstalt LfK, ebenso wie für den Herbst eine Ausschreibung für die drei Plätze, an. Ab April 2012 werde der Empfangsbereich von Stuttgart und Heidelberg/Mannheim auf den Großraum Ulm, Karlsruhe und Freiburg mit 5 Mio. Einwohnern erweitert.
Bayern Der Bayerische Rundfunk führt am 1. August neue Zusatzdienste für seine Digitalradio-Wellen ein. Zugleich werden Bayern 2 plus und B5 aktuell DAB+ umgestellt.
Quelle: Meldung von DF, Presseinfo des BR vom 28.7. / Hintergrund: DAB+ in den Bundesländern.
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28.7.2011 • DAB+: Störungen des analogen Kabel-TV
Digitalradio-Schriftzug Die Hannoversche Zeitung berichtet über Störungen des analogen Kabelempfangs durch Einstrahlungen der Testsendungen für den nationalen Digitalradio-Kanal. Dieser sendet, wie die ARD im hannoverschen KDG-Kabel, auf dem VHF-Kanal 5.
Weil bis Jahresende im VHF-Band (Kanäle 5 bis 12) in den Bundesländern weitere ein bis zwei digitale Radiokanäle aufgeschaltet werden, könnte das Problem noch öfter auftauchen.
Der Bericht zitiert den technischen Leiter der Landesmedienanstalt LfM Detlef Pagel mit der Einschätzung, die gegenüber DAB (alt) höhere Sendeleistung für DAB+ habe Probleme mit schlecht abgeschirmten Kabeln verursacht. Abhilfe versprechen doppelt geschirmte Antennenkabel („Klasse A“ mit mindestens 85 Dezibel Schirmung) für alle Verbindungen zwischen den Kabeldosen und TV- und Videogeräten.
Ähnliche Probleme hatte es auch bei der DVB-T Einführung gegeben. Z.B. in Berlin, wo bis zum 12. Juli Fernsehen und jetzt das bundesweite DAB+-Paket auf dem (in Berlin auch im Kabel belegten) K5 gesendet wurde. DVB-T sendete dort allerdings mit erheblich höherer Leistung als DAB+ (maximal 10 kW).
Quelle: Bericht von HAZ online am 28.7. / Hintergrund: nationales Ensemble mit DAB+.
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28.7.2011 • Österreich: Erster Schritt in Richtung DVB-T2
Österreich DVB-T2 Logo (DVB Project) Die österreichische Medienbehörde KommAustria geht den ersten Schritt in Richtung DVB-T2. Jetzt wurde der Netzbetrieb für die Multiplexe D und E in DVB-T2 ausgeschrieben. Dort könnten bis zu 20 Programme in herkömmlicher Qualität transportiert werden. Jedoch werden Bewerber favorisiert, „die zumindest auf dem MUX D zusätzlich HDTV-Angebote versprechen“.
Weil das 2006 bis zum Juni 2011 eingeführte DVB-T „in einem langfristigen Parallelbetrieb über mehrere Jahre“ weitergeführt werde, entstehe „keinerlei Zwang, bereits vorhandene DVB-T-Empfangsgeräte mit der Einführung von DVB-T2 sofort auszutauschen“, so RTR-Chef Alfred Grinschgl.
Spätestens ein Jahr nach Sendebeginn sollen 50 Prozent, nach zwei Jahren 80 Prozent der Bevölkerung versorgt werden. Bewerbungen sind bis zum 15. November möglich, die Genehmigungen können bis zum Frühsommer 2012 erteilt werden. Ein dritter Multiplex werde erst bei Bedarf ausgeschrieben.
Quelle: Presseinfo der RTR vom 28.7. / Hintergrund: DVB-T2 in Österreich.
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28.7.2011 • DAB+: Radio ist auf Terrestrik angewiesen
Digitalradio-Schriftzug „Der Start am 1. August ist vor allem eine entscheidende Chance für das Radio der Zukunft und die Radioinhalte der Zukunft“, so Michael Reichert, Leiter des Projektbüros Digitalradio, im Infosat-Interview. Die Radiomacher seien darauf angewiesen, alle Verbreitungswege zu nutzen. Dabei sei die Terrestrik „eine wichtige Säule“.
Reichert bestätigte das Programmangebot im bundesweiten Multiplex und die zeitgleich in den Ländern startenden Programme. Das Rockradio Remix werde „noch in diesem Jahr“ aufgeschaltet.
Einen Mangel an Geräten macht Reichert nicht aus. Eine Liste mit 120 Produkten ab 20 Euro werde ab Ende der Woche unter www.digitalradio.de veröffentlicht. Es gebe auch erste Geräte für Zusatzdienste wie Text, Bild, Slideshows und EPG.
Quelle: Interview mit DF vom 28.7. / Hintergrund: DAB+ bundesweit.
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27.7.2011 • Digitalfernsehen: Von Null auf 50 Prozent
Kabelanschluß Überallfernseh-Logo Sat-Schüssel Am 28. Juli 1995 startete in Deutschland der erste digital verbreitete Fernsehsender - das von der damaligen Kirch-Gruppe veranstaltete Bezahlfernsehen DF1 (jetzt: Premiere). Heute, 15 Jahre später, hat der digitale TV-Empfang (über Sat, Kabel und Antenne zusammen) einen Marktanteil von 50 Prozent in Deutschland erreicht. Mindestens ein digitaler Tuner gehört zur Standardausstattung von Fernsehgeräten. Die Settopbox, damals als proprietäre Entwicklung von Kirch vermarktet, hat so gut wie ausgedient.
Die Digitalisierung brachte eine effizientere Verbreitung und damit mehr Programme. Daraus resultierend entwickelte sich - wenn auch im Fall DF1/Premiere bis heute nicht profitabel - das Pay-TV. Die Einführung von HDTV gibt den Anbietern privater Free-TV HD-Programme die Möglichkeit, ihre Sender grundverschlüsselt gegen eine „Transportgebühr“ („Pay TV Light“) zu vermarkten. Versuche, mobile TV-Angebote zu etablieren, scheiterten zwischenzeitlich. Zudem verlangsamen die Geschäftsmodelle und die regionale Struktur des Kabels dessen Umstieg von der analogen auf die digitale Verbreitung erheblich. Dieser Schritt konnte 2002 bis 2008 für die Antenne vollzogen werden. Die per Satellit analog gesendeten deutschen Programme werden am 30. April 2012 abgeschaltet.
Im Wettbewerb der Verbreitungswege mischt inzwischen auch das Internet über breitbandige Anschlüsse mit. Das kommt nicht nur per Telefonkabel, sondern jetzt auch auf Mobilfunkstrecken; dafür wurden dem terrestrischen Fernsehen Frequenzen (Digitale Dividende) weggenommen.
Quelle: Presseinfo von NAB vom 27.7. / Hintergrund: TV-Zeittafel.
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26.7.2011 • USA: Digitale Dividende mit warnenden Vorzeichen
USA Auch in den USA sollen dem Fernsehen Frequenzen genommen werden. Dem Mobilfunk sollen die Kanäle 31 bis 51 mit 120 Megahertz Kapazität (in den USA hat ein Kanal nur 6 MHz) zugeeignet werden. Nach Angaben des Veranstalterverbandes National Association of Broadcasters (NAB) drohe 672 von 1.735 Programmen nicht nur ein Umschalt-Chaos. 210 Programmen könnte nach Angaben der NAB sogar das endgültige Aus bevorstehen, darunter allen Sendern in Detroit. Besonders betroffen wären lokale Sender in den Städten längs der kanadischen Grenze, spanische und andere fremdsprachige und viele unabhängige Sender.
Von der analog-Digital Umstellung vor zwei Jahren waren laut NAB nur 174 Stationen betroffen. Die neue Frequenzplanung würde die Umsetzung der damaligen Versprechungen für mehr mobile und HDTV-Programme verhindern. Selbst der US-Kongress sei von der Medienbehörde FCC bis jetzt nicht über die Planungen informiert worden. Nach einjährigem Stillhalten erwartet NAB nun die Veröffentlichung.
Betroffen sind bis zu 46 Mio. Zuschauer, die in den USA das Fernsehen per Antenne empfangen.
Quelle: Presseinfo der NAB vom 25.7. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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24.7.2011 • DAB+: Nationale Programme ab 1. August
Digitalradio-Schriftzug In einigen Regionen, u.a. in Berlin, Hamburg und Köln, laufen bereits Testsendungen. Bis zum 1. August wird der Versorgungsbereich schrittweise erweitert. Folgende Programme sind für das nationale DAB+-Ensemble lizensiert:
• LoungeFM (Entspannungsradio GmbH);
• Radio Horeb (Internationale Christliche Rundfunkgemeinschaft e.V.);
• ERF Radio - ab 1.9.: ERF plus (Evangeliums-Rundfunk e.V.);
• Absolut Radio (Die Neue Welle Rundfunk-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG);
• Klassik Radio (Klassik Radio GmbH & Co. KG);
• Kiss (NORFOM Medien GmbH & Co. KG);
• Energy (Radio 97,1 MHz Hamburg GmbH);
• 90elf - Dein Fußball-Radio (REGIOCAST DIGITAL GmbH) mit sechs Kennungen für eine BuLi-Konferenzschaltung und weitere fünf parallele Spiel-Streams;
• Remix (REGIOCAST DIGITAL GmbH) *);
• Radio Bob! (REGIOCAST DIGITAL GmbH) **) (Werbeschleife für den offiziellen Start Anfang September);
• Deutschlandfunk (öffentlich-rechtlich);
• Deutschlandradio Kultur (öffentlich-rechtlich);
• DRadio Dok&Deb (öffentlich-rechtlich), zeitweise;
• DRadio Wissen (öffentlich-rechtlich);
• Plattform für Telemediendienste (Media Broadcast GmbH).
  *) Remix (nicht wie spekuliert Sunshine Live) startet später in 2011.
**) unter Vorbehalt einer ZAK-Entscheidung.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: nationales Ensemble mit DAB+.
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24.7.2011 • DAB+: Planungen für landesweite Programme
Digitalradio-Schriftzug Der Start von landesweiten DAB+-Programmen in den Bundesländern gestaltet sich unterschiedlich. In einigen Ländern reichen weder die Programme der ARD-Anstalten noch das Interesse privater Radios aus, um eigene Multiplexe zu füllen. Sinnvoll, vor allem aus Kostengründen, ist daher ein Zusammengehen. In Bayern gibt es bereits DAB+-Sendungen des BR und privater Lokalprogramme. Der WDR und der MDR wollen am 1. August (in Sachsen-Anhalt mit Privaten) starten. In anderen Bundesländern wird noch verhandelt.
Baden-Württemberg In Baden-Württemberg startet der SWR in den Regionen Stuttgart und Heidelberg/Mannheim. Im April kommen im gemeinsamen Multiplex drei private Programme hinzu und das Sendegebiet wird auf Ulm, Karlsruhe und Freiburg erweitert.
Bayern In Bayern baut der BR eine eigene landesweite Senderkette auf. Schrittweise werden die BR-Wellen von DAB alt (Block 12D) dorthin verlagert und auf DAB+ umgestellt. Für ein landesweites Ensemble haben sich Antenne Bayern digital und Antenne Bayern digital info, Fantasy Bayern, Radio Horeb, Magic Star, Absolut Relax, egoFM, rt.1 in the mix und Bayerisches Kirchenradio beworben und könnten im 4. Quartal 2011 auf Sendung gehen. In vier Regionen senden lokale Privatprogramme in DAB oder DAB+.
Berlin und Brandenburg Für Berlin und Brandenburg wird gemeldet, dass der RBB den Start mit Antenne Brandenburg, Radio Berlin, Radio Eins, Inforadio, Kulturradio und Fritz sowie WDR2 für Anfang September 2011 beabsichtigt.
Bremen Für Bremen führt der RB nach Angaben gegenüber dehnmedia „derzeit Gespräche mit möglichen Partnern für einen Digitalradio-Multiplex. Welche Programme in dem Sendeblock angeboten werden, wann er startet und mit welchen technischen Eigenschaften zu rechnen ist, hängt vom Ausgang der Gespräche ab.“
Hamburg MeckPomm Niedersachsen Schleswig-Holstein Für Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kündigt der NDR den Einstieg bei DAB+ „im Herbst 2011“ an, ohne Einzelheiten zu nennen.
Hessen Der HR nennt für Hessen den 1. Dezember als Beginn von DAB+-Sendungen. Hit Radio FFH, FFH-Seasons, Radio Fortuna, Radio Horeb, Radio Bob, Absolut relax und ein Datendienst von Media Broadcast bekamen Lizenzen für ein landesweites Ensemble, dass ab Herbst 2011 nur für den Ballungsraum Frankfurt gesendet wird. Eine weitere Ausschreibung soll folgen.
Nordrhein-Westfalen In NRW schaltet der WDR am 1. August seine schon in DAB (alt) gesendeten Wellen 1Live, 1Live Diggi, WDR2, Funkhaus Europa, Kiraka, WDR Event und Vera (Verkehrskanal) auf DAB+ um, bestätigte der WDR auf Anfrage von dehnmedia.
Rheinland-Pfalz Für Rheinland-Pfalz steht die Lizensierung von vier Programmen im SWR-Multiplex bevor.
Saarland Saarland: SR-Sprecher Peter Meyer gegenüber dehnmedia: „Der SR verbreitet bereits seit zehn Jahren alle seine Hörfunkprogramme im Saarland über DAB in einem landesweiten Multiplex. Diese Verbreitung werden wir natürlich ohne Unterbrechung fortsetzen. Den Start des bundesweiten Multiplexes werden wir zunächst nutzen, unser Angebot von Zusatzinformationen zeitnah auszuweiten um so die Attraktivität von Digital Radio zu steigern. Die Überlegungen, ob und welche Programme zu welchem Zeitpunkt über DABplus ausgestrahlt werden, sind noch nicht abgeschlossen.“
Sachsen Sachsen-Anhalt Thüringen In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen startet der MDR am 1. August mit MDR Info, Jump, MDR Figaro und MDR Sputnik sowie MDR 1 Radio in jeweiliger Regionalisierung. MDR Klassik kommt bis auf Weiteres in DAB (alt). Im 4. Quartal 2011 wird die Reichweite in den Ballungsräumen Leipzig/Halle, Dresden und Erfurt/Weimar durch höhere Sendeleistung verbessert und eine zweite Regionalisierung von MDR 1 zugeschaltet. In Sachsen-Anhalt werden die privaten Programme Radio SAW, Rockland Sachsen-Anhalt, Radio Brocken und 89.0 RTL im MDR-Ensemble ausgestrahlt.
Quelle: Eigene Recherchen / Hintergrund: DAB+ in den Bundesländern.
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22.7.2011 • DAB+: Klarheit zu Ungereimtheiten bei Regiocast und Norfom
Digitalradio-Schriftzug Meldungen zu Änderungen der von Regiocast und Norfom geplanten Programme für das bundesweite DAB+-Paket hatten für Unklarheiten gesorgt. Gegenüber dehnmedia stellt federführende Landesmedienanstalt Saarland numehr klar: Alle Programme können - zumindest aus Sicht der Medienaufsicht - am 1. August starten.
Eine dehnmedia-Anfrage dazu wurde wie folgt beantwortet: „Soweit die Regiocast Digital GmbH zum Sendestart mit „sunshine-live" und „Radio BOB!" andere Programmangebote verbreiten will als dies ursprünglich mit den Angeboten „RemiX Radio" und „litera" vorgesehen war, erfolgt die Verbreitung auf der Grundlage einer Duldung bis zu einer Entscheidung der ZAK nach Information der Gremienvorsitzendenkonferenz der Landesmedienanstalten.“
Keine Probleme werden in der Verbreitung von KissFM durch Norfom gesehen. Deren annoncierte Radio 3.0 bzw. UIP Urban Independent Pop waren Arbeitstitel. KissFM weiche nicht „zuweisungsrelevant“ von der Beantragung ab.
Änderungen der programmlichen Ausrichtung einzelner Angebote müssen, so die LM Saar, „mangels Auswahlentscheidungserfordernis“ nicht von vornherein durch die Medienaufsicht neu behandelt werden.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: nationales Ensemble mit DAB+.
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22.7.2011 • DVB-Projekt: T2 Mobile wird als T2-Lite spezifiziert
DVB Logo (DVB Project) DVB-T2 Logo (DVB Project) T2 Mobile heißt jetzt offiziell „T2-Lite“ und wurde in die gerade veröffentlichte Version 1.3.1 der DVB-T2 Spezifikation aufgenommen. Das neue Profil nutzt weniger Sendemodi. Das reduziert den technischen Aufwand und Energiebedarf auf der Empfangsseite, hindert aber nicht den Empfang solcher Sendungen mit „normalen“ DVB-T2 Geräten. T2-Lite zielt damit auf mobile Empfangsgeräte. Neu in der Spezifikation ist die Option Time-Frequency-Slicing (TFS), die ausschließlich in Zweituner-Empfängern Anwendung findet.
Quelle: Meldung des DVB-Projekts vom 22.7. / Hintergrund: DVB-T2.
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21.7.2011 • Viseo+: Pay-TV via DVB-T scheint gescheitert - vorerst
Überallfernseh-Logo Viseo+ Logo Das Bezahlpaket Viseo+ scheint abgemeldet. Die beiden Settopboxen für die grundverschlüsselten und mit MPEG-4 codierten Programme der RTL-Gruppe sind laut Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk „nahezu unverkäufliche Elektronikartikel, die mittlerweile fast flächendeckend aus den Fach- und Großmärkten verschwunden sind“. Das kostenpflichtige, nur in Stuttgart und Halle/Leipzig angebotene DVB-T Paket „legte damals die Messlatte in verbraucherunfreundliche Höhen“, wird eingeräumt. dem hält Martina Rutenbeck vom Vermarkter Eutelsat vis a vision entgegen, der Abverkauf bewege sich „klar im Rahmen unserer Erwartungen“. Verkaufszahlen werden aber nicht veröffentlicht.
Martin Deitenbeck, Geschäftsführer der Landesmedienanstalt SLM, hält ungeachtet der schon beim Start 2009 vorgebrachten Kritik an dem „unnötigen Zwischenschritt“ daran fest, dass damals als „technische Kombination optimal“ war. RTL-Vertreter André Prahl räumt ein, dass Viseo+ „wegen seiner nur lokalen Nutzbarkeit ... nicht so intensiv wie andere bundesweite Projekte beworben werden“ konnte.
An der Gesamtsituation dürften auch die für das dritte Quartal angekündigten CI+-Module kaum etwas ändern. Die dafür geeigneten Fernseher haben alle einen DVB-S2-Tuner - und der bietet eine größere Programmvielfalt als DVB-T.
Die Beteiligten weisen zwar zurück, dass Viseo+ schon lange vor dem Lizenzende 2019 ausgedient hat. Bis dahin dürfte DVB-T2 das heutige DVB-T ersetzt haben. Dann ist damit zu rechnen, dass private HTDV-Programme auch terrestrisch verbreitet werden. Das dürfte, wie im Kabel, als Weiterleitung des Sat-basierten HD+-Pakets des Eutelsat-Konkurrenzen Astra geschehen. DVB-T2 bringt die Privaten ihrem Ziel näher, den Mehrwert von HDTV-Inhalten (evtl. paketiert mit SDTV-Programmen) in klingende Münze umzusetzen.
Quelle: Meldung im Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk Juli-Ausgabe / Hintergrund: Viseo+.
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20.7.2011 • Bitkom: Internet auf dem TV-Gerät im Durchbruch
Bitkom Der Verkauf internetfähiger Fernsehgeräte legt 2011 in Deutschland von 2,2 auf 3,4 Mio. Geräte zu. Das geht aus vom Verband Bitkom veröffentlichten Erhebungen des European Information Technology Observatory (EITO) hervor. Besonders schnell wachse dieser Markt auch in Frankreich (1,6 Mio. Geräte) und England (2,1 Mio. Geräte). Damit decken diese drei Staaten das Gros der auf 10 Mio. geschätzten EU-weiten Abverkäufe ab; 2012 sollen 13 Mio. Geräte gehandelt werden, davon 4,3 Mio. in Deutschland.
Aus den Angaben geht allerdings weder hervor, wie hoch der Anteil der Ausstattung mit dem europäischen Hybridstandard HbbTV ist, noch wieviel der Besitzer ihr Gerät mit dem Web verbinden und tatsächlich den Internet-Zugang nutzen.
Quelle: Presseinfo von Bitkom vom 17.7. / Hintergrund: HbbTV.
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19.7.2011 • DAB+: „ERF Plus“ / Erste Tests
Digitalradio-Schriftzug ERF 12 Tage vor dem Startschuß für das bundesweite Digitalradiopaket werden erste Testausstrahlungen vom Hamburger Sender Heinrich-Hertz-Turm gemeldet.
Zeitgleich wird bekannt, dass das Programm des evangelischen Anbieters ERF unter ERF Plus firmieren soll. Meldungen, wonach ERF am 1. August „nicht mit wie geplant zwei Programmen“ starten wird, entbehren allerdings jeder Grundlage. Für ERF stand mit der im Januar 2011 erfolgten Lizensierung stets nur ein Sendeplatz zur Verfügung. Das zweite Programm ERF Pop wurde überhaupt erst Ende Juni 2011 lizensiert - und das nur für die Sat-Verbreitung, ausdrücklich nicht für DAB+.
Quelle: DX Aktuell vom 17.7. / Hintergrund: nationales Ensemble mit DAB+.
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16.7.2011 • DAB+: RBB plant Start zur IFA
Digitalradio-Schriftzug RBB Laut Medienmeldungen plant der RBB, seine Radioprogramme Antenne Brandenburg, Radio Berlin, Radio Eins, Inforadio, Kulturradio und Fritz sowie WDR2 mit Beginn der Funkausstellung in DAB+ zu verbreiten. Zu Senderstandorten und Leistungen liegen zur Zeit keine Informationen vor. Block 7D ist auch für Brandenburg koordiniert.
Bereits am 18. August beginne ein Testbetrieb, zeitgleich werden die bisherigen DAB (alt) Ausstrahlungen der D-Radio-Programme und von WDR2 im Block 8C eingestellt. Der RBB befinde sich zur Zeit in Gesprächen mit anderen ARD-Anstalten, um die weiteren Programmplätze zu füllen.
Quelle: Radio-Kurier - weltweithören (8/2011, Print) / Hintergrund: DAB+ in Berlin und Brandenburg.
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15.7.2011 • HDTV: ZDF schaltet am 1. Mai 2012 um
Sat-Schüssel ZDF Unmittelbar nach der Abschaltung der analogen Transponder am 30. April 2012 wird das ZDF seine Programme Infokanal, Neo und Kultur und die Kooperationssender 3Sat und Kinderkanal parallel in HDTV ausstrahlen. Damit gibt wird die gesamte Programmfamilie - zunächst nur über Satellit - ab dem 1. Mai 2012 hochaufgelöst, parallel zu SDTV, verbreitet.
Quelle: Infosat am 15.7. / Hintergrund: HDTV
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15.7.2011 • DAB+: Offene Posten bei Regiocast
Digitalradio-Schriftzug Regiocast Regiocast, mit drei Programmlizenzen (90elf, Litera, Remix) für das nationale Digitalradiopaket ausgestattet, will mit einem Programm später starten, so Projektmanager Christoph Kruse gegenüber Infosat. Hintergrund sind Tests der Livekonferenzen des Fußballsenders 90elf. Beim Zugpferd des ganzen Programmpakets sollen die Spiele per dynamischem Bandbreitenmanagement in Subchannels parallel ausgestrahlt werden.
Das zweite Programm soll den „Fokus auf Musik“ haben. „Den genauen Sendernamen und die entsprechende Ausrichtung werden wir in Kürze bekannt geben“. Zum dritten Programm heißt es, man wolle „in den nächsten Tagen entscheiden, ob wir den Startzeitpunkt wenige Wochen verschieben, um die technischen Kapazitäten besser für einen optimalen Start von 90elf nutzen zu können“.
DAB+ biete „völlig neue Programme und Inhalte, die über UKW bislang nicht oder nicht überall zu empfangen sind“. Für die Privaten sieht Kruse die Möglichkeit, „nationale Radiomarken verbunden mit neuen Geschäftsmodellen zu entwickeln“. Erstmals seien alle Beteiligten „in einem Boot“, so Kruse, der die gute Zusammenarbeit der ARD und der Privaten besonders lobt. Entscheidend sei jetzt, „dass alle Partner mit einem gemeinsamen, druckvollen und konzertierten Kommunikationsstart den Radiohörern in Deutschland Digitalradio schmackhaft machen“.
Nicht nur bei Regiocast ist 16 Tage vor dem Start am 1. August noch einiges unklar: Laut Meldungen plane Norfom, den Berliner Sender KissFM bundesweit aufzustellen.
Quelle: Interview mit Infosat vom 15.7. / Hintergrund: DAB+ bundesweit.
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13.7.2011 • DAB+: Große Erwartungen der Industrie
Digitalradio-Schriftzug Mit dem Start des bundesweiten Digitalradioensembles am 1. August verbindet ZVEI-Vizepräsident Hans-Joachim Kamp hohe Erwartungen. „Ich bin ernsthaft der Meinung, dass bis Jahresende 2011 mehrere Hunderttausend Empfänger verkauft werden können“, erklärte er gegenüber Infosat. Der digitalterrestrische Hörfunk erreiche damit „endlich jene kritische Masse, die für eine erfolgreiche Durchsetzung am Markt unentbehrlich ist“. Kamp spricht - im Gegensatz zu anderen Digitalisierungsstarts - von einem breiten Geräteangebot von der Heimanlage bis zum Smartphone und zum Teil mit Webradioempfang. Einen Schwerpunkt sieht er bei Mobilgeräten. Neben dem rauschfreien Empfang in CD-naher Qualität lohne ein neuer Dienst zur Verkehrslenkung den Umstieg.
Kommentar: Kamps Euphorie kann nicht teilen, wer keine drei Wochen vor dem Start im Handel nach DAB+-Radios sucht. Drei Modelle habe ich heute in drei Berliner Fachhandelsmarkt-Filialen, versteckt zwischen UKW-Radios, entdeckt. Werbemassnahmen, Verkäuferschulungen usw. (wie 2002 zur DVB-T Einführung und jetzt zum Sat-Umstieg)? Fehlanzeige! Außerdem fehlt dem Digitalradio jeglicher Umstiegsdruck. Die gewohnten Programme gibt's weiter im vorhandenen UKW-Radio. Propagandistisch geklotzt wird wohl nicht vor der IFA (2. bis 7. September).
Quelle: Interview mit Infosat vom 13.7. / Hintergrund: DAB+ bundesweit.
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12.7.2011 • Sat-Abschaltung: Chance für DVB-T2?
Sat-Schüssel DVB-T2 Logo (DVB Project) Der Sendenetzbetreiber Media Media Broadcast will die mit DVB-T2 verbundenen Möglichkeiten nutzen, um Analogsat-Zuschauer von der Attraktivität des terrestrischen Nachfolgestandards zu überzeugen. „Die analoge Sat-Abschaltung ist eine große Chance für DVB-T“, glaubt MB-Chefstratege Bertold Heil gegenüber Digital Insider. Zu den neuen Möglichkeiten gehöre u.a. HDTV. Mit dem Hinweis auf eine mögliche Kopplung von DVB-T2 mit addressierbaren - also verschlüsselten - Angeboten verweist Heil allerdings darauf, dass die Zeiten des freien terrestrischen Empfangs mit DVB-T2 wohl vorbei sein dürften. Betroffen sind mit Sicherheit - wie schon über Sat und Kabel - zumindest die HDTV-Programme der Privaten. Mit der Einführung von DVB-T2 im zeitlichen Umfeld des Sat-Umstiegs am 30. April 2012 ist allerdings nicht zu rechnen.
Quelle: Meldung von DF vom 11.6. / Hintergrund: DVB-T2.
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11.7.2011 • Berlin: Morgen umfangreiche Änderungen auf fünf Kanälen
Überallfernseh-Logo Berlin Ab Morgen früh um 5 Uhr sollten die DVB-T Zuschauer um Raum Berlin ihre Empfangsgeräte neu programmieren. Zuvor werden umfangreiche Änderungen des Programmangebots durchgeführt. Gelöscht werden können dann die Programmeinträge der Kanäle 5, 7 und 59 (dort außer BerlinMix1). Neu zu programmieren sind:
• Auf dem Kanal 39 kommen N-TV, Channel21/Euronews und das Radiopaket (bisher K59) hinzu. Dafür wird das GuardInterval reduziert.
• Kanal 47 mit MDR, NDR und Arte (bisher K7);
• Kanal 50 mit Tele5, HSE24, WDR und SWR (bisher K5);
• Kanal 56 mit Sixx, das 9Live ersetzt;
• Auf dem Kanal 59 sendet nur noch BerlinMix1.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 5.7. / Hintergrund: DVB-T in Berlin.
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11.7.2011 • IFA: Konvergenz treibt den Markt
IFA-Logo 2007 Wie jedes Jahr rechnet die gfu, Veranstalter der Internationalen Funkausstellung (Berlin, 2. bis 7. September), wieder mit steigendem Absatz. Der Umsatz mit Consumer Electronic werde in Deutschland 2011 um zwei bis drei Prozent auf 26,5 Mrd. Euro wachsen.
Dazu sollen prognostizierte Verkäufe von 5 Mio. (+ 250%) Fernseher mit Webzugang, mehr als eine Mio. (+ 500%) 3D-Fernseher und etwa 1,75 Mio. Tablet-PCs (+ 300%) besonders beitragen. Der Markt werde durch die Verschmelzung von TV und Web, Medien und Geräten in HD und 3D, den Megaboom der Tablet-PCs, Apps und Smartphones sowie die Vernetzung für zuhause und unterwegs vorangetrieben. Hinzu kämen der Digitalradio-Start am 1. August 2011 und die Sat-Analogabschaltung am 30. April 2012. „Der Kunde kauft nicht nur Geräte, er möchte Lösungen für seine Anwendungswünsche“, so gfu-Vorstand Rainer Hecker.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 11.7.
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11.7.2011 • Bitkom: Umweltlabel für TV-Geräte kommt Ende November
Bitkom Energielabel für Fernseher. Foto: dehnmedia, Juni 2011 Den Hinweis auf die von der EU ab 30. November vorgeschriebene Kennzeichnung von Fernsehern mit einem Energielabel (Foto anclicken zum Vergrößern) verbindet der Industrieverband Bitkom mit Infos zum Stromverbrauch von Fernsehern. Danach verbraucht die 2010-Gerätegeneration trotz zusätzlicher Funktionen rund 20 Prozent weniger Strom als vergleichbare Vorgänger von 2008.
Nach Festellungen der GfK liege die Leistungsaufnahme im Schnitt bei 132 Watt (2008: 164 W), der Jahresverbrauch bei 192 (240) Kilowattstunden. Kalkuliert wurde mit vier Seh- und 20 Standby-Stunden täglich. Durch den Rückgang würden jährlich etwa 12 Euro Stromkosten eingespart. Das schwanke bei vergleichbaren Geräten allerdings um bis zu 50 Prozent. Weil der Energieverbrauch, über die gesamte Lebensdauer gerechnet, ein Drittel der Gesamtkosten eines Fernsehers ausmache, „kann ein teureres und energieeffizienteres Modell über die gesamte Nutzungsdauer günstiger sein als ein vermeintliches Schnäppchen“.
Das Energielabel, das den Verbrauch (wie bei der weissen Ware) in sechs Kategorien von „A“ bis „G“ einordnet, schaffe Transparenz und unterstütze die Kaufentscheidung, so Bitkom.
Allerdings werden die Kriterien bis 2020 noch mehrfach geändert werden. Einige Hersteller nutzen die dann geltenden Klassen von „A***“ bis „C“ schon jetzt, was der Vergleichbarkeit wenig nutzt.
dehnmedia hatte 2004 einen Stromkalkulator mit gleicher Berechnungsgrundlage entwickelt.
Quelle: Presseinfo von Bitkom vom 11.7. / Hintergrund: Stromkosten, EU-Merkblatt.
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8.7.2011 • DAB+: Kommt KissFM bundesweit?
Digitalradio-Schriftzug Die Beteiligungsgesellschaft Norfom will offenbar den Berliner Black Music-Sender KissFM ins bundesweite Digitalradiopaket einbringen. Das berichtet die Zeitschrift Werben & Verkaufen (Print Nr. 27). Norfom war ursprünglich mit Radio 3.0 und Urban Independent Pop (UIP) für das am 1. August startende DAB+-Ensemble lizensiert worden, verzichtete später aber auf einen Programmplatz. Zugleich wurde erklärt, man wolle hinsichtlich der Programmbelegung Marktforschungen abwarten. Wenige Tage später hatte die Muttergesellschaft FOM (beide Firmen sind eine Beteiligungsholding von Frank Otto Medien und der NWZ Funk und Fernsehen) die Übernahme des 49,8 Prozentanteils von Lagardére an KissFM angekündigt. Mit der nach Firmenangaben von der zuständigen Landesmedienanstalt MABB und dem Bundeskartellamt abgesegneten Beteiligungsänderung würde FOM den Sender zu 100 Prozent besitzen.
Quelle: Werben & Verkaufen (Print) / Hintergrund: DAB+ bundesweit.
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7.7.2011 • AGF: Geschafft - 50 Prozent-Marke übersprungen
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Nach einem kräftigen Sprung um 460.000 empfangen jetzt mehr als die Hälfte der deutschen TV-Haushalte das Fernsehen digital. Insgesamt nutzen nun 18,26 Mio. (Vormonat: 17,7 Mio.) Haushalte digitale TV-Empfangswege. Das entspricht einem Marktanteil von 50,9 (49,6) Prozent. Möglicherweise hat zu diesem seit Jahresbeginn höchsten monatlichen Zuwachs die jüngste „Klar digital“-Kampagne im Vorfeld der analogen Sat-Abschaltung am 30. April 2012 beigetragen.
Seit Anfang 2011 stiegen 1,11 Mio. Haushalte um. Damit fand fast die Hälfte der in 2011 gemeldeten Umstiege im Monat Juni statt. Vor zehn Jahren hatte die AG Fernsehforschung nur 1,94 Mio. Digitalhaushalte (5,6 Prozent) als Ergebnis der monatlichen Erhebung gemeldet.
Quelle: Statistik der AGF vom 1.7.
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7.7.2011 • Schweiz: Weiterer Ausbau des Sendenetzes für DAB+
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug Der schweizerische Netzbetreiber SRG har am 30. Juni weitere Sendeanlagen für das DAB+-Ensemble in Schaffhausen und St.Gallen in Betrieb genommen. Am 12. Juli folgt eine Sendeanlage in Rütschelen Dornegg. Zur Zeit werden im Block 7D 16 Digitalradios in DAB+ ausgestrahlt. In weiteren vier, an den Sprachregionen orientierten, Blocks gibt es Ausstrahlungen in beiden DAB-Modi.
Quelle: Presseinfos der SRG vom 23.6. und 30.6. / Hintergrund: DAB/DAB+ in der Schweiz.
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6.7.2011 • Bayern: Digitalkabel und DAB schwächeln trotz Zuwachs
Bayern Überallfernseh-Logo Der Anteil der Haushalte Bayerns, die das Fernsehen ausschließlich mit DVB-T empfangen, stieg von 3,5 auf 3,9 Prozent. Per DSL empfangen nun 1,5 Prozent (bisher 0,9 Prozent) per DSL. Per Sat empfangen 53,4 Prozent, per Kabel 41,2 (minus 1) Prozent der Haushalte das Fernsehen. Der Digitalisierungsgrad liegt im Landesschnitt bei 66,8 (plus 6,5) Prozent. Der Digitalanteil der Kabelhaushalte entwickelt sich mit 34,4 (plus 5) Prozent immer noch unterdurchschnittlich. Die Sat-Digitalisierung stieg von 73,7 auf 80,7 Prozent.
DAB-Logo Schriftzug Von 2,7 auf 5,5 Prozent verdoppelt hat sich der Marktanteil des digitalen Hörfunkempfangs mit DAB (alt). Zwei Prozent haben DAB-Autoradios. Wesentlich stärker wird allerdings Internetradio genutzt: 25,4 Prozent der Haushalte hören am PC, 3,8 Prozent haben spezielle Webradiogeräte, 5,2 Prozent nutzen das Handy.
Datenquelle ist die Funkanalyse Bayern 2011, erhoben von Januar bis April bei rund 22.000 Personen durch TNS Infratest. Für die TV-Daten wurden zusätzlich 14.640 Menschen befragt.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 5.7.
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5.7.2011 • Berlin: Änderungen am 12. Juli jetzt offiziell / Sixx kommt
Überallfernseh-Logo Berlin Zusätzlich zu den für den 12. Juli schon vermuteten Änderungen im Berliner DVB-T Angebot hält die offizielle Presseinformation noch eine weitere bereit: Der Frauensender Sixx kommt neu ins Angebot - offenbar für den konzernintern bei ProSiebenSat1 abgeschriebenen Callsender 9Live (der auch in Hamburg/Schleswig-Holstein ersetzt wird). Im Einzelnen sind folgende Änderungen vorgesehen:
• Tele5, HSE24, WDR und SWR wechseln vom Kanal 5 auf den Kanal 50;
• MDR, NDR und Arte wechseln vom Kanal 7 auf Kanal 47;
• N-TV und Channel21/Euronews sowie das Radiopaket wechseln vom Kanal 59 zum Kanal 39. BerlinMix1 bleibt auf dem Kanal 59;
• Sixx ersetzt 9Live auf Kanal 56.
Die technischen Maßnahmen sollen am frühen Morgen des 12. Juli beendet werden. Danach sollten die bisherigen Programmplätze der geänderten Programme einschließlich des Radiopakets aus den Programmlisten gelöscht und anschließend ein Suchlauf für die Kanäle 39, 47, 50 und 56 durchgeführt werden.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 5.7. / Hintergrund: DVB-T in Berlin.
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4.7.2011 • Berlin: VHF-Ausstieg und weitere Änderungen am 12. Juli
Überallfernseh-Logo Berlin Zu den Änderungen am 12. Juli im Raum Berlin werden weitere Einzelheiten bekannt. Die Bandbreite des Kanals 39 wird durch Reduzierung des Guard Intervals von 1/4 auf 1/8 erhöht. Damit können N-TV und Channel21/Euronews, sowie das Radiopaket vom Kanal 59 dorthin umziehen. Radio Horeb und ERF informieren bereits auf ihren Websites. Das Programmpaket Berlin Mix1 bleibt weiter auf dem K59.
Zum Umzug von Tele5, HSE24, WDR und SWR (bisher K5, neu K50) und MDR, NDR und Arte (von K7 auf K47) laufen auf einigen der beteiligten Sender Laufbänder.
Quelle: Eigene Recherche, RBB-Online / Hintergrund: DVB-T in Berlin.
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2.7.2011 • DAB+: Hersteller orientieren auf ganz Europa
Digitalradio-Schriftzug Andreas Schneider (Sony und Leiter des Digitalradio-Forums beim Bundeswirtschaftsministerium) sieht wie gfu/ZVEI die Hersteller in der Vorhand bezüglich des bundesweiten DAB+-Starts am 1. August. „Die Typenvielfalt wird mit dem Programmstart und in den darauf folgenden Monaten sichtbar wachsen“, erklärte Schneider gegenüber dem Branchendienst Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk. „Der 1. August wird den Beginn einer nachhaltigen Entwicklung darstellen.“
Eine nationale Vorschrift für Tunerkonfigurationen (wie ab 2013 in Deutschland geplant, aber vom TKG auf ein geplantes Digitalradio-Fördergesetz verschoben) hält Schneider jedoch für „nicht sinnvoll oder gar kontraproduktiv“. Eine europaweite Einführung von DAB+ würde „einen einheitlichen Markt und damit die problemlose grenzüberschreitende Nutzung von Digitalradio-Programmangeboten für die Hörer sicherstellen“. Und es den Herstellern erlauben, ihre Geräte für den ganzen Kontinent statt für diverse nationale Märkte zu entwickeln und kostengünstiger zu produzieren.
Quelle: Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk Juni-Ausgabe / Hintergrund: DAB+ bundesweit.
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1.7.2011 • Berlin: VHF-Ausstieg erfolgt am 12. Juli
Überallfernseh-Logo Berlin Der wegen der Einführung des bundesweiten Digitalradio-Ensembles am 1. August notwendige Umzug zweier Berliner Multiplexe wird am 12. Juli vollzogen. Das teilt der RBB auf seiner Website mit. Die Programme Tele5, HSE24, WDR und SWR wechseln von VHF-Kanal 5 auf UHF-Kanal 50. Die Gelegenheit wird genutzt, um auch den zweiten VHF-Kanal 7 (MDR, NDR, Arte) auf den neuen Kanal 47 zu verschieben.
Gleichzeitig gibt es eine Änderung von Sendeparametern des Kanals 39 (Das Vierte, BibelTV, QVC, Bayern 3). Auch gerüchtelt es um Änderungen beim Programmangebot des Kanals 59.
Weitere Einzelheiten werden noch bekannt gegeben.
Nachtrag: Arte zeigt seit dem 1. Juli bereits ein Laufband mit entsprechendem Hinweis.
Quelle: Eigene Recherche, RBB-Online / Hintergrund: DVB-T in Berlin.
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1.7.2011 • LTE: BNetzA bestätigt erste Störmeldungen
Die Einschätzung, dass die neuen LTE-Dienste des Mobilfunks Störungen verursachen, scheint jetzt - trotz des noch geringen Netzausbaus und nur weniger Endgeräte - erste Bestätigung zu finden. Gegenüber dem Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk habe die Bundesnetzagentur sieben Störmeldungen eingeräumt. Der Prüf- und Messdienst der BNetzA sei mit entsprechenden Untersuchungen vor Ort befasst. Der internationale Interessenverband APWPT, der die ebenfalls betroffenen Nutzer des Produktionsfunks vertritt, ist wegen des nun beginnenden LTE-Ausbaus auch in den Ballungsräumen besorgt. Eine Petition des APWPT veranschlagt Entschädigungen, die deutlich über den vom Bund geplanten 124 Mio. Euro liegen.
Quellen: Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk Juni-Ausgabe, APWPT-Website / Hintergrund: Digitale Dividende.
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1.7.2011 • DAB+: Projektbüro plant Werbekampagne
Digitalradio-Schriftzug Unter dem Motto „Digitalradio - Radio der Zukunft“ beginnt das Projektbüro Digitalradio eine Werbekampagne zum Start des bundesweiten DAB+-Radiokanals. In den letzten Wochen vor dem Start am 1. August will man vor allem eine allgemeine Orientierung bieten und über das Programmangebot des bundesweiten Ensembles, die „im Laufe der folgenden Monate“ hinzukommenden ARD-Wellen und die regionalen Privatsender sowie die Empfangbarkeit vor Ort informieren. Das Projektbüro in Baden-Baden wird von ARD, Deutschlandradio sowie der Digitalradio Deutschland GmbH der Privatsender im bundesweiten Ensemble betrieben.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros vom 30.6. / Hintergrund: DAB+ - Sender und Programme.
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1.7.2011 • DVB-Projekt: Standarderweiterung T2 Mobile verabschiedet
DVB Logo (DVB Project) DVB-T2 Logo (DVB Project) Mit T2 Mobile verabschiedete das Technical Module (TM) des DVB-Projekts eine Erweiterung des Terrestrik-Standards DVB-T2. Dieser richtet sich, so Prof. Ulrich Reimers (Vorsitzender des TM) gegenüber dehnmedia, an Länder wie England und Schweden. Dort ist DVB-T2 bereits eingeführt und wird in Konfigurationen für den stationären Empfang (mit Dachantennen) betrieben. T2 Mobile gibt dort die Möglichkeit, einen Teil des Datenstroms so zu konfigurieren, dass dieser mit Mobilgeräten empfangen werden kann.
T2 Mobile dürfte laut Reimers für Deutschland keine praktische Bedeutung haben. Der an seinem Institut für Nachrichtentechnik der TU Braunschweig entwickelte weltweit erste DVB-T2 Mobilempfänger wird im norddeutschen DVB-T2 Versuchsnetz getestet.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T2 international.



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