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Nachrichten-Archiv April 2012

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30.4.2012 • Digitalisierung: Analog-Sat abgeschaltet / 12 HD-Programme
1"Sat-Schüssel" Ein weiterer Meilenstein bei der TV-Digitalisierung ist erreicht: Deutsche TV-Programme sind seit heute früh per Satellit nur noch digital empfangbar. Analogen TV-Empfang gibt's nur noch im Kabel.
HDTV-Logo der EICTA für Empfangsgeräte ARD und ZDF schalteten gleichzeitig zehn HDTV-Programme via Astra auf: Die Dritten von NDR, WDR, SWR und BR, ZDF Info, ZDF Kultur und ZDF Neo sowie die Gemeinschaftsprogramme Phoenix, KiKa und 3Sat. Zeitgleich haben DasErsteHD und ArteHD sowie bayerische private Lokalprogramme (in SDTV) den Transponder gewechselt.
Ab morgen kommen auch SuperRTL und DMAX zusätzlich in HD - allerdings als Teil des kostenpflichtigen HD+-Pakets von Astra, das nun 14 private Sender umfasst.
Die Weiterleitung der neuen HDTV-Programme in Kabel hängt von Vereinbarungen zwischen Sendern und den jeweiligen Netzbetreibern ab.
Besitzer einer HD Austria-Karte können nun auch die Österreich-Versionen von RTL, RTLII, SuperRTL und Vox in HDTV sehen.
Hintergrund: klardigital.de, Astra, neue Transponder auf Astra.
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28.4.2012 • Digitalisierung: Nur noch zwei Tage Analog-Sat
1"Sat-Schüssel" In den letzten Tagen haben die ARD-Anstalten und das ZDF einzeln auf die Veränderungen ihrer Satellitenprogramme hingewiesen. Die letzte Stunde der analogen TV-Verbreitung via Satellit schlägt. Die Abschaltungen werden am Montag (30. April) früh um 3.00 Uhr vorgenommen. Gleichzeitig werden zehn öfffentlich-rechtlichen Programme parallel zur normalen digitalen Ausstrahlung in HDTV via Astra gesendet.
Seit zwei Jahren wird mit steigender Intensität auf die Veränderungen hingewiesen. „So kann sich wirklich niemand 'herausreden', er hätte nicht Bescheid gewusst!“, kommentiert Jörg-Peter Jost (HR, Dt. TV-Plattform). Jost rechnet, gestützt auf aktuelle Verkaufszahlen, mit weniger als einer halben Million Privathaushalten, die den Stichtag und den Kauf eines DVB-S oder DVB-S2-Geräts verpasst haben könnten und ab Montag keinen TV-Empfang haben. Auch Wohnungswirtschaft, Hotels und Krankenhäuser seien rechtzeitig über die Folgen und Aktionsmöglichkeiten informiert worden. Inwieweit diese Unternehmen tatsächlich gehandelt haben bleibt offen. Ebenso, ob dort neue (HD-) Fernseher angeschafft wurden oder ob die Digitalsignale für die Verteilanlagen nur reanalogisiert werden.
Quelle: Jost Interview in DF vom 28.4. / Hintergrund: klardigital.de, Astra-Themenseiten, neue Astra-Transponder.
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27.4.2012 • Frankreich: Konsultation zu DAB+ eingeleitet (2)
Frankreich DABplus-Logo Schriftzug Bezüglich der DAB+-Einführung in Frankreich hat die Medienbehörde CSA den Zeitplan präzisiert und eine neue Ausschreibung gestartet. Seit der Lizenzierung von 2008/2009 hätte etliche Programme den Betrieb eingestellt. Zugleich hätten sich einige Gesetze, z.B. zum Kartellrecht, geändert. Bis Ende Mai können sich Radioveranstalter bewerben, die 175 Bewerber von 2008 müsen ihre Unterlagen nur aktualisieren.
Antragsschluß ist am 31. Mai, die Lizenzen sollen noch in 2012 vergeben werden. Der Sendebetrieb könnte im 1. Halbjahr 2013 in den Regionen Paris, Marseille und Nizza starten. CSA setzt damit den strategischen Weg der Abkehr vom bisher favorisierten Standard DMB-A fort.
Quelle: Mitteilung der CSA vom 26.4. / Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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26.4.2012 • DVB-T: 1Extra wird tagesschau24
Überallfernseh-Logo Tagesschau24 Die ARD nutzt die Gelegenheit der diversen Änderungen am 30. April und 1. Mai für ein facelifiting ihres Spartenprogramms 1Extra. Dieser heißt ab dem 1. Mai tagesschau24, was die Intendanten Anfang Februar beschlossen hatten. Den neuen Namen verdankt der Kanal den dort - wie bisher - im Viertelstundentakt gesendeten Ausgaben der Tagesschau-Nachrichten. Das inhaltliche Konzept bleibt erhalten. Neben Einsparmöglichkeiten (u.a. durch Einstellung der Eins-Extra-Website) sieht die ARD den Newskanal als Plattform für Aktuelles, wie z.B aus Anlaß des Fukushima-Reaktorunglücks.
DVB-T Zuschauer empfangen das Programm in Hessen, Berlin/Brandenburg, Bayern (Süd) und im NDR-Sendegebiet (ohne Mecklenburg-Vorpommern).
Quelle: Presseinfo des NDR vom 26.4.
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25.4.2012 • Digitalradio: Radioabkömmling von BibelTV zugelassen
Digitalradio-Schriftzug BibelTV Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) hat BibelTV eine Sendelizenz für das bundesweite Hörfunkprogramm Radio Bibel TV für zehn Jahre erteilt. Das christliche Spartenprogramm „soll ab Juli 2012 über DAB+ und im Internet verbreitet werden“, teilt die ZAK ergänzend mit.
Wie dehnmedia von BibelTV erfuhr gibt es dort allerdings noch keine konkreten Pläne für einen Sendestart - ebenso wenig wie bundesweite Sendekapazitäten.
Quelle: Presseinfo der ZAK vom 25.4. / Hintergrund: DAB+.
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25.4.2012 • Digitalisierung: Analog-Aus bringt Handelsboom
1"Sat-Schüssel" Die bevorstehende Abschaltung der analogen Sat-Übertragung hat dem Handel einen Verkaufsboom beschert. Im 1. Quartal 2012 wurden laut Astra 1,44 Millionen Sat-Settopbosen und 1,18 Mio. Fernseher mit digitalem Sat-Empfang verkauft.
Bei Astra rechnete man zu Jahresbeginn noch mit 1,77 Mio. Haushalten mit Umstiegsbedarf. Der Verkaufsboom deutet an, das relativ wenige Haushalte den Stichtag am 30. April verpassen werden, obwohl zahlreiche der 2,6 Mio. neu verkauften Geräte als Zweitgeräte dienen werden. Gestützt wird die Vermutung auch durch die AGF-Zahlen: Danach stieg der Anteil der Digitalhaushalte im 1. Quartal um knapp 3 Mio. (einschl. Kabel-Haushalte).
Die Angaben betreffen allerdings nur die Privathaushalte. Als Sorgenkinder wurden zuvor Krankenhäuser, Hotels usw. mit eigenen großen Sat-gespeisten TV-Verteilanlagen genannt. Zu dem Thema herrscht seit dem Herbst Stille.
Quelle: Presseinfo von Astra vom 25.4. / Hintergrund: klardigital.de, Astra-Themenseiten, neue Transponder auf Astra.
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25.4.2012 • DVB-T2: Italien mit Tuner-Vorgabe ab 2015
DVB-T2 Logo (DVB Project) Italien Ab 2015 müssen terrestrische Empfangsgeräte, Settopboxen wie Fernseher, in Italien mit DVB-T2 Empfangsteilen ausgestattet sein. Das beschloß jetzt die Regierung.
Die Entscheidung wird mit dem durch die Digitale Dividende verursachten Frequenzmangel (nur noch 34 statt zuvor 55 Multiplexe) begründet, der eine Optimierung der Kapazitätsnutzung erfordert.
Währenddessen schreitet der DVB-T Umstieg in Italien weiter voran. Bis Ende Juni wird der ASO in sechs weiteren Regionen vollzogen.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 24.4. / Hintergrund: DVB-T und DVB-T2 in Italien.
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23.4.2012 • Digitalradio: LfM schreibt DAB+-„Pilotversuch“ aus
Digitalradio-Schriftzug Nordrhein-Westfalen Die NRW-Medienanstalt LfM hat ein Pilotprojekt für DAB+ ausgeschrieben. Etwa ein Dreivierteljahr nach dem Neustart mit DAB+ soll das Projekt „die Entscheidung über die Nutzung neuer Techniken, Programme bzw. Dienste vorbereiten. Er dient dem Zweck, Erkenntnisse über die Bedingungen und Möglichkeiten sowie über die Akzeptanz und die Auswirkungen der Einführung von DAB+ insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht zu gewinnen“, heißt es in der Ausschreibung.
Auf dem künftigen landesweiten Mischkanal 11D steht ein Drittel der Kapazität (288 CU) für bis zu fünf private Programme zur Verfügung. Der Pilot läuft bis zum 31. Juli 2014. Danach sei für Private „vorausichtlich ein eigener DAB-Multiplex“ möglich, der beizeiten ausgeschrieben wird.
Bewerbungen können bis zum 25. Juni eingereicht werden.
Quelle: Ausschreibung der LfM und Anlage dazu / Hintergrund: DAB+ in NRW.
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22.4.2012 • Digitalradio: SWR-Mux jetzt auch für Heilbronn
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Seit dem 16. April ist das SWR-Digitalradiopaket auch im Raum Heilbronn zu empfangen. Sechs Programme werden im Block 11B ausgestrahlt. Der Multiplex wird künftig mit weiteren vier privaten Programmen belegt. Schwarzwaldradio kündigte seinen Sendebeginn für den 6. Mai an. Weiterhin lizenziert wurden BigFM World Beats, Radyo Turk und Live Radio (gemeinsame Eventwelle von Radio Regenbogen, Antenne 1 und Radio 7).
Quelle: Frequenzliste des SWR / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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21.4.2012 • Digitalradio: SWR und Private ab Herbst in der Eifel
Digitalradio-Schriftzug Rheinland-Pfalz „Ab Herbst 2012“ wird ein privat/öffentlich-rechtliches Mischangebot im Kanal 11A am Sender Daun-Scharteberg (Eifel) aufgeschaltet. Gleichzeitig erfolge die Umschaltung des „Bundesmux“ vom Kanal 12A auf den nationalen Kanal 5C und mit auf 4 kW erhöhter Sendeleistung an diesem Sendestandort. Das wird unter Bezug auf die Eifelzeitung gemeldet.
Nach dieser Information werden dann dort neben den SWR-Radios (SWR1, SWR2, SWR3, SWR4, SWRinfo, DasDing) folgende Privatsender ausgestrahlt: bigFM World Beats, Absolut Relax und Radyo Turk. Sie hatten sich 2011 um vier ausgeschriebene Sendeplätze beworben. Es wäre damit zu rechnen, dass die drei Privaten spätestens dann auch an den acht anderen Standorten der 11A-Senderkette aufgeschaltet werden.
Quelle: Meldung von Satellifax vom 20.4. / Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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20.4.2012 • DVB-T: Sachsens Lokalfunker schlagen Alarm (1)
Überallfernseh-Logo Sachsen Sachsens Lokalfunker schlagen Alarm: Die Verbreitungskosten von derzeit nur nur analogterrestrisch gesendeten Programmen würden sich beim Umstieg auf DVB-T verdoppeln. Das sei für viele Veranstalter nicht refinanzierbar. Die Verhandlungen mit dem von der BNetzA lizenzierten Netzbetreiber (gemeint ist offenbar die Mugler AG) stocken „seit einiger Zeit“. Aufgrund medienrechtlicher Vorgaben bliebe den betroffenen Lokalsendern ab 2013 nur die Verbreitung im digitalen Kabel, worüber zur Zeit nur 20 Prozent der sächsischen Haushhalte erreichbar seien. „Mittelfristig könnte dies für viele Fernsehveranstalter das finanzielle Ende bedeuten“, warnt der Verband.
Die kritische Situation der von der Landespolitik und der Medienanstalt hoffierten und finanziell geförderten Lokalsender (60 sind in Sachsen zugelassen) sei nicht nur hausgemacht. Z.B. verhindere das Telekommunikationsgesetz, dass die Veranstalter Sendeanlagen in Eigenregie betreiben. Dies trage auch dazu bei, dass sich nur wenige Veranstalter für DVB-T beworben haben.
In Sachsen wurden zwischen 2009 und 2011 etliche Lokalprogramme für die DVB-T Verbreitung in Bautzen, Chemnitz, Dresden, Görlitz, Mittweida und Plauen/Auerbach zugelassen. Vor genau einem Jahr hatte die Medienanstalt SLM die BNetzA wegen verzögerter Entscheidungen zum Netzbetrieb kritisiert. Die Behörde hatte erst im Juni 2011 die Mugler AG als Netzbetreber für Chemnitz, Dresden, Görlitz und Zwickau eingesetzt. Der Sendebetriebs ist aber - jetzt offenbar, weil es zur Kostenfrage keine Einigung gibt - weiterhin nicht absehbar.
Quelle: Meldung von DF vom 20.4. / Hintergrund: DVB-T lokal in Sachsen.
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19.4.2012 • IFA: Alles wird besser ...
IFA-Logo 2007 Die Berliner Messegesellschaft stellt Trends der Funkausstellung (31.8. bis 5.9.) heraus. Ganz nach vorne werden Fernsehgeräte mit „4k“-Auflösung (4096 x 2160 Bildpunkte) gestellt. Die acht Megapixel werden allerdings von der Programmseite (TV-Sender, BluRay) noch lange nicht unterstützt werden. 4k ist zur Zeit allenfalls für die Filmproduktion und das Kino interesant. Ähnlich in die Irre geht der Hinweis auf die gute 3D-Eignung dieser Bildschirme - 3D wird noch länger mit halber HDTV-Auflösung gesendet werden.
Herausgehoben wird weiter, das OLED-Displays nun auch in größeren Formaten bis 55 Zoll Diagonale kommen. Sie sollen bessere Farben und höheren Kontrast bieten. Ebenso angekündigt werden autostereoskopische Displays für 3D-Inhalte ohne Brille. Diese Technologien sind nicht neu, leiden aber darunter, dass der Raumbildeffekt nur an wenigen Positionen auftritt; sinnvoll sind sie daher derzeit nur für kleine Geräte - z.B. die „Einbenutzer“-Spielekonsolen.
Desweiteren wird fortgeschrieben, dass TV-Hersteller auf Plattform-Geschäftsmodelle für Internet-Inhalte setzen. „TV-Apps“ und „Smart-TV“ liegen daher weiter im Trend. Damit in Verbindung steht der „Second Screen“ - als kleiner Zweitmonitor, über den Zusatzfunktionen (z.B. der Zugriff auf die eigene Nedienbibliothek im Heimnetz) gesteuert bzw. genutzt werden können.
Digitales Radio wird in der Presseinfo nur im Zusammenhang mit dem Trend zum Heimnetz genannt, über das Radiosender aus dem Internet empfangen werden können. Völlig unerwähnt bleibt der digitale terrestrische Hörfunk.
Quelle: Presseinfo der Messe Berlin vom 19.4.
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18.4.2012 • Digitalisierung: Analoge Sat-Ausstrahlung vor dem Ende
1"Sat-Schüssel" Am Morgen des 30. April um 3 Uhr schlägt die letzte Stunde für die analoge Verbreitung deutscher Fernsehprogramme über Astra 19,2 Grad Ost. Betroffene Zuschauer werden darauf durch Laufbandeinbelndungen und auf den Videotext-Seiten 198 aller Programme informiert. „Diejenigen TV-Haushalte, die diese Laufbandeinblendungen sehen, müssen nun dringend handeln.“ Darauf weist die PR-Initiative klardigital hin. Auch Haushalte, die Fernsehen per Sat bereits digital empfangen, müssen Veränderungen erwarten. Zugleich erweitern ARD und ZDF ihr HDTV-Angebot um zehn Programme; SuperRTL wird ebenfalls (als Teil des verschlüsselten HD+-Paketes) via Sat in HDTV verbreitet. Einige Programme wechseln den Transponder. Über Details informieren die betreffenden Programmveranstalter.
Die Verfügbarkeit der neuen HDTV-Programme im Kabel ist vom Vertragsabschluß der Sender mit den Kabelnetzbetreibern abhängig.
Zeitgleich endet die Ausstrahlung von Astra Digital Radio und analoger Radioprogramme über Astra. Alle Radioprogramme werden über Astra bereits digital übertragen.
Die klardigital-Kampage, getragen von den Programmfamilien ARD, ZDF, RTL, Pro7Sat1, den Medienanstalten und dem VPRT, wirbt seit etwa zwei Jahren für den Umstieg. Immerhin konnten seit Anfang 2011 etwa 18,5 Mio. deutsche TV-Haushalte (Sat und Kabel) vom Digitalumstieg überzeugt worden - davon mehr als 8 Mio. seit Anfang 2012. Dennoch wird mit zahlreichen Nachzüglern gerechnet, die den Stichtag am 30. April verpassen. Als schwierig könnte sich nach Branchenangaben vom Spätherbst 2011 die Umstellung in Krankenhäusern und großen Hotels erweisen. Dort scheint es an Investitionsmitteln für digitale Technik bis zum Zuschauer zu fehlen. Daher könnte dort die kostengünstigere Reanalogisierung des digitalen Astra-Signals gewählt werden.
Quelle: Presseinfo von klardigital.de vom 18.4.
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17.4.2012 • DVB-T: LMK vergibt Drittsendezeiten
Überallfernseh-Lo1go LMK Bei den sog. Drittsendezeiten für Sat1 bleibt alles wie gehabt. Die zuständige Medienanstalt LMK beschloss, dass News and Pictures die Formate WeckUp und Planetopia zuliefern darf. Gleiches gilt für DCTP und dessen Sendungen News and Stories und Spiegel TV Reportage / Focus TV Reportage. Die Zulassungen gelten ab dem 1. Juni 2013 für fünf Jahre. Sat1 und RTL sind verpflichtet, diese von Drittanbietern gestalteten Fenster zu senden, „weil sie als marktstärkste Programme des privaten Fernsehens einen hohen meinungsbildenden Einfluss haben“, erläutert die LMK zur Sache.
Gegen die schon absehbare Entscheidung zur Ausschreibung vom vergangenen August hatten andere Bewerber sowie Sat1 geklagt. Sie waren vor dem Verwaltungsgericht bisher unterlegen. Dieses urteilte, dass ein Verfahren erst nach dessen Abschluß überprüfbar ist. Damit geht der Rechtsstreit möglicherweise in eine weitere Runde.
Bereits zuvor hatte Sat1 angekündigt, seine Sendelizenz ab 2013 nicht mehr bei der LMK, sondern ab 2013 bei der Medienaufsicht in Hamburg/Schleswig-Holstein zu beantragen. Dieser Schritt wird - nach dem verlorenen Rechtsverfahren - als Reaktion darauf gesehen, dass die LMK den Vorstellungen des Sender für die Drittsendezeiten nicht gefolgt ist.
Quelle: Presseinfo der LMK vom 17.4.
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17.4.2012 • DVB-T: TheWave sendet in Leipzig
Überallfernseh-Lo1go Sachsen The Wave - Relaxing Radio, eine Welle der RTL-Gruppe, sendet Meldungen zufolge im Probebetrieb in Leipzig. Es handelt sich nach Radio Leipzig, Radio Horeb und egoFM um das vierte Radioprogramm, das im regionalen DVB-T Kanal 31 verbreitet wird. Der offizielle Start sei für den 1. Mai geplant.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 16.4. / Hintergrund: DVB-T in Sachsen.
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15.4.2012 • Digitalradio: WDR ohne digitalen Event-Kick ab 19. Mai (5)
Digitalradio-Schriftzug Der Rückzieher des WDR vom Sportevent-Radioprojekt reicht der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk APR nicht aus. Die Verbreitung eines Sportradios über Internet und Mittelweille (was die Mitteilung des WDR offen gehalten hätte) verstoße gegen die gesetzlichen Vorgaben für den WDR.
Der Anstalt wird eine rechtliche Prüfung angedroht, weil das Projekt grundsätzliche medienrechtliche Fragen betreffe. Die Politik müsse überhaupt „die schrittweise Expansion des WDR in andere Bundesländer untersagen“. Mit der Verbreitung von WDR2 über DAB+ in Berlin werde gegen WDR-Gesetz und Rundfunkstaatsvertrag verstoßen. Mit Bezug auf den D-Radio Intendanten Steul will APR „die Unrechtmäßigkeit der Präsenz von Programmen der Landesrundfunkanstalten in regionalen Multiplexen außerhalb ihres Sendegebietes'“ angreifen.
Kommentar: Das könnte zur Grundsatzfrage im Wettbewerb zwischen Öffentlich-rechtlichen und Privaten werden. Betroffen wäre auch das Fernsehen - z.B. die Verbreitung Dritter TV-Programme via DVB-T außerhalb der Einzugsbereiche der jeweiligen ARD-Anstalt.
Quelle: Presseinfo des APR vom 14.4. / Hintergrund: Der WDR auf DAB+.
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14.4.2012 • Frankreich: Konsultation zu DAB+ eingeleitet (1)
Frankreich DABplus-Logo Schriftzug Die dem französischen Kultusministerium unterstehende Direction Générale des Médias et des Industries Culturelles (DGMIC) hat eine öffentliche Konsultation zur Einführung von DAB+ eröffnet. Dies könnte eine Abkehr von der bisherigen Entscheidung für DMB-A für den digitalen Hörfunk mit sich bringen.
Gegen Jahresende soll eine Ausschreibung für 20 Städte mittlerer Größe folgen. Bereits erteilte Projektlizenzen für 63 Wellen (allein 41 in Marseille) - davon sind 7 nicht auf UKW präsent - sollen für DAB+ fortgeschrieben werden. Für den Start wird ein Versorgungsgrad von 50 Prozent der Bevölkerung angestrebt.
Die Medienbehörde CSA hatte sich zuletzt für DAB+ als digitalen Hörfunkstandard ausgesprochen, zumal sich der Sendestandard DMB in Europa u.a. anderem aufgrund höherer Sendekosten nicht durchsetzen konnte. Jedoch fehlt noch die Zustimmung der französischen Regierung. Vor allem für kleinere Veranstalter, die wegen Frequenzmangels nicht per UKW in den Ballungszentren senden können, bietet sich DAB+ an. Hingegen äußern große Networks Vorbehalte, weil ihnen die Kosten des analog-digitalen Simulcasts zu hoch sind.
Quellen: Meldungen von radiowoche.de vom 14.4. und 18.3. / Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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14.4.2012 • Digitalradio: „Bundesmux“ vor dem Start in Braunschweig
Digitalradio-Schriftzug Niedersachsen Die 1. Stufe der Empfangsgebiets-Erweiterung für den DAB+-„Bundesmux“ scheint kurz vor dem Abschluß zu stehen. Nach dem Sendestart in Heilbronn und Ulm wird über einen kurzzeitigen Testbetrieb gestern in Braunschweig berichtet. Es wird damit gerechnet, dass der Regelbetrieb von Braunschweig-Broitzem aus mit 10 kW Sendeleistung im Kanal 5C in den nächsten Tagen aufgenommen wird.
Quelle: Meldung von ukwtv.de vom 13.4. / Hintergrund: DAB+-Bundesmx.
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13.4.2012 • Digitalradio: WDR ohne digitalen Event-Kick ab 19. Mai (4)
Digitalradio-Schriftzug Nach massiver Kritik des VPRT und angedrohtem Einschreiten der Medienanstalten hat der WDR einen Rückzieher gemacht: Das geplante Fußball-Eventradio anläßlich der EM wird nicht stattfinden. „Damit sieht der WDR die ins Kraut schießenden Spekulationen um angebliche Pläne für ein bundesweites Sportradio der ARD für beendet an“, so die Anstalt in einer lakonisch-kurzen Presseinfo.
Quelle: Presseinfo des WDR vom 13.4. / Hintergrund: Der WDR auf DAB+.
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13.4.2012 • Schweiz: Dritte Digitalradiokette in Vorbereitung
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug Mit der Lizenzerteilung für den Sendebetrieb an SwissMediaCast (ein Venture der öffentlich-rechtlichen SRG mit privaten Radioveranstaltern) hat die schweizerische Regulierung Bakom den Weg für eine weitere DAB+-Senderkette freigemacht. Das dritte Digitalradionetz soll regionale Privatprogramme sowie je bis zu drei Regionaljournale der SRG in der Deutschschweiz on Air bringen. Diese ist in die sieben Empfangsregionen Oberwallis, Bern-Freiburg-Solothurn, Basel, Zentralschweiz, Ostschweiz, Graubünden sowie Zürich-Aargau-Glarus-Schaffhausen aufgeteilt.
Der Netzaufbau soll Ende 2012 beginnen, Zürich-Aargau-Glarus-Schaffhausen könnte im März 2013 ans Netz gehen. Pro Jahr müssen bis zum Endausbau in 2016 zwei Teilnetze sendefähig werden. In der Deutschschweiz sind bereits zwei Kanäle mit mehr als 30 öffentlich-rechtlichen und privaten Programmen in Betrieb.
Quelle: Bericht der NZZ vom 10.4. / Hintergrund: DAB+ in der Schweiz.
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12.4.2012 • Digitalradio: WDR mit digitalem Event-Kick ab 19. Mai (3)
Digitalradio-Schriftzug DLM Die Medienanstalten positionieren sich zum Fußballradio-Projekt des WDR in der Nähe des VPRT. Obwohl bei der ARD dort keine Aufsichtsaufgaben haben, forderte der Hörfunkbeauftragte Gerd Bauer (LM Saar) die ARD auf, „diesen Einstieg in den Ausstieg aus dem solidarischen Miteinanander für eine digitale Zukunft“ zu überdenken.
Bauer sieht das Eventradio als „schwere Belastung für die gemeinsamen Anstrengungen von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk zur Förderung von Digitalradio in Deutschland“. „Wenn die ARD nunmehr einen Testballon für ein Sportradio starte, das in publizistischer Konkurrenz zu einem wesentlichen Treiber der Markteinführung von Digitalradio auf der Seite des privaten Rundfunks steht, dann gefährde die ARD damit die Geschäftsgrundlage nicht nur dieses Veranstalters“, heißt es in der Presseinfo weiter - auf das private Spartenradio 90elf anspielend.
Quelle: Presseinfo der DLM vom 12.4. / Hintergrund: Der WDR auf DAB+.
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12.4.2012 • Digitalradio: WDR mit digitalem Event-Kick ab 19. Mai (2)
Digitalradio-Schriftzug VPRT Die Privaten zeigen dem gestern vom WDR angekündigten Eventradio zur Fußball-EM schon vor dem Anpfiff die rote Karte. VPRT-Vizepräsident Klaus Schunk (Radio Regenbogen) forderte ein „klares Spielverbot“ von der Politik.
Öffentlich behaupte die ARD, das Digitalradio fördern zu wollen. Intern werde hingegen argumentiert, „einem erfolgreichen privaten Radiokanal ‚etwas entgegensetzen’“ zu wollen, so Schunk mit Bezug auf WDR-interne Papiere. „Ein perspektivisch offensichtlich bundesweit angelegtes Radioprogramm zu initiieren und es als Testlauf runterzuspielen, ist nicht akzeptabel“, so Schunk weiter. Das verstoße gegen die Rundfunkstaatsverträge und die Sparauflagen der KEF. Diesem „direkten Angriff ... auf die Privatradios in Deutschland ... muss die Rechtsaufsicht einen unmissverständlichen Riegel vorschieben. Andernfalls stehen Tür und Tor dafür offen, dass die ARD die Digitalisierung zu einer offensiven Wettbewerbsverdrängung der Privatradios in Deutschland auch mit länderübergreifenden, bundesweiten und spartenbezogenen Angeboten nutzt.“ Dies dürfe die ARD erst recht nicht mit ihrer DAB-Finanzausstattung von 80 Mio. Euro aus Gebühren, während die Privaten darauf angewiesen seien, ihre DAB-Kosten zu refinanzieren.
WDR-Hörfunkchef Schmitz konterte indessen zum VPRT: Es bestünden keine bundesweiten Verbreitungsabsichten; das Label WDR Event werden seit Jahren befristet, auch für Übertragungen aus dem NRW-Landtag, genutzt. Die Förderung von Digitalradio mit attraktiven Inhalten sei eine auch von der Politik erhobene Forderung. Dabei arbeite man mit den Privaten zusammen. „Allerdings ist das Engagement des VPRT in dieser Sache leider sehr überschaubar“, kritisierte Schmitz.
Kommentar: Der VPRT hatte übrigens, daran darf hier erinnert werden, eine Wiederauflage von DAB schon 2009 als „nicht marktgetrieben“ abgelehnt.
Quellen: Presseinfos von VPRT und WDR vom 12.4. / Hintergrund: Der WDR auf DAB+.
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12.4.2012 • Digitalradio: Deluxe Radio beendet DAB in München
Digitalradio-Schriftzug Bayern Der im Münchner Lokalkanal 11C ausgestrahlte Sender Deluxe Radio hat die DAB-Verbreitung beendet. Das Programm sei laut Mitteilung von Bayern Digital Radio weiterhin im regionalen KDG-Kabel und als Webstream zu hören. Der Veranstalter hatte im März via Facebook indessen angekündigt, den Sendebetrieb über alle Wege nach und nach einzustellen. Die Mitarbeiter sollen bereits entlassen worden sein.
Quelle: Meldung von Digitalradio Bayern vom 11.4. / Hintergrund: DAB+ lokal in München.
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11.4.2012 • HbbTV: NorDig integriert Interaktiv-Standard
HbbTV Nordig Die skandinavische Digital-Plattform NorDig hat den HbbTV-Standard für interaktive Anwendungen in ihr Betriebssystem für Digitalempfänger mit erweitertem Leistungsumfang integriert. Damit wird der vorher genutzte MHP-Standard ersetzt. NorDig folgt mit der Entscheidung dem europäischen Trend. Nach dem Scheitern von MHP haben HbbTV-Anwendungen in Deutschland, Frankreich und Spanien einigen Erfolg.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 11.4. / Hintergrund: HbbTV, Homepage HbbTV-Konsortium.
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11.4.2012 • Digitalradio: WDR mit digitalem Event-Kick ab 19. Mai (1)
Digitalradio-Schriftzug Täglich 18 Stunden rund um den Fußball sendet der Digitalradio-Kanal WDR Event vom 19. Mai bis 8. Juli. Anlaß sind die Fußball-EM in Polen und der Ukraine und weitere Sportereignisse, darunter die EMs der Schwimmer und Leichtathleten sowie Tennis in Wimbledon.
Die Sportwelle wird unter der Marke Event. Das ARD-Sportradio auch im Internet zu hören sein. Den ARD-Anstalten steht die Übernahme von Programmteilen frei. Die Sendungen werden medienwissenschaftlich begleitet, um Hörerurteile zu erfahren. Eine Sportwelle könnte „ein attraktives Angebot für das Digitalradio sein“, so der WDR.
Quelle: Presseinfo des WDR vom 11.4. / Hintergrund: Der WDR auf DAB+.
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10.4.2012 • DVB-T: Neues Programm für den Norden
Überallfernseh-Lo1go Hamburg Die Medienstalt Hamburg Schleswig-Holstein hat für den dritten Privat-Multiplex ein fünftes Programm ausgeschrieben. Die Beantragung für beide oder eines der Schleswig-Holstein Bundesländer wird offengehalten. Bei der Vergabe der Zehnjahres-Lizenzen werde jedoch ein Antragsteller für beide Länder bevorzugt. Anträge sind bis zum 11. Mai einzureichen.
Die Erweiterung des Angebots von vier auf fünf Programme „wird durch eine Änderung des Modulationsverfahrens und eine Leistungserhöhung möglich“. Ausgestrahlt wird von Hamburg (K 46), Lübeck (K 59) und Kiel (K 57). Die Sender stehen ab September 2012 zur Verfügung.
Quelle: Ausschreibung der MA HSH vom 5.4. / Hintergrund: DVB-T in Hamburg und Schleswig-Holstein.
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9.4.2012 • Digitalradio: „Bundesmux“ auch in Heilbronn
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Nach Ulm ist der DAB+-„Bundesmux“ seit dem 2. April auch vom Sender Heilbronn aus zu empfangen. Das berichtet ukwtv.de unter Berufung auf Hörerbeobachtungen. Damit wäre in der ersten Phase der Ausbauplanung für 2012 noch der Sender Braunschweig-Broitzem in Betrieb zu nehmen.
Quelle: Meldung von ukwtv.de vom 8.4. / Hintergrund: DAB+-Bundesmx.
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7.4.2012 • AGF: Zwei Drittel empfangen digital
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Das am Monatsende bevorstehende Ende der analogen Sat-Verbreitung deutscher TV-Programme und die dann per Astra ausgestrahlten zehn neuen HDTV-Programme von ARD/ZDF sowie SuperRTL HD schieben den digitalen TV-Empfang insgesamt an: Der Anteil digital empfangender Fernsehhaushalte in Deutschland hat Ende März 66,3 Prozent erreicht und damit die Zweidrittelmarke überschritten.
Nach Zählung der AG Fernsehforschung sind im Vormonat 1,27 Mio. Haushalte umgestiegen. Damit stieg der Digitalanteil binnen Monatsfrist von 22,63 Mio. (entspricht 62,8 Prozent) auf 23,9 Mio. (66,3 Prozent) TV-Haushalte. Zum Jahreswechsel hatten die Werte bei noch 20,93 Mio. Haushalten (58,1 Prozent) gelegen. Ausgangspunkt der AGF-Erhebungen sind 36,04 Mio. TV-Haushalte in ganz Deutschland.
Quelle: Statistik der AGF per 1.4.
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4.4.2012 • HbbTV: Spezifikations-Version 1.5 mit Erweiterungen
HbbTV Der Interaktiv-Standard Hybrid Broadcast Broadband TV liegt jetzt in der erweiterten Version 1.5 vor. Zu den wichtigen Neuerungen zählt die Einbeziehung der neuen Spezifikation DASH (Dynamic Adaptive Streaming over HTTP) des MPEG-Konsortiums. Dadurch werde die Bildqaulität bei schlechten Datenraten verbessert. Eine weitere Novität ist, dass der 7-Tage EPG aus dem TV-Signal generiert werden kann - auch, wenn das HbbTV-Gerät nicht ans Web angeschlossen ist. Das basiert auf dem in Frankreich geschaffenen Standard TNT 2.0. Mit der Version 1.5 wird auch der parallele Einsatz mehrerer Systeme für das Rechtemanagement möglich; dafür wurde der Standard MPEG-CENC (Common Encryption) integriert.
Dem Konsortium, das den Standard für die Verbindung von Fernsehen und Internet weiterentwickelt, gehören mehr als 60 Firmen an. Unter den zuletzt Beigetretenen sind die europäische RTL-Gruppe und der Browseranbieter Opera.
Quelle: Presseinfo des IRT vom 4.4. / Hintergrund: HbbTV, Homepage HbbTV-Konsortium.
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4.4.2012 • DVB-T: London wird digital
Überallfernseh-Lo1go England Ein wichtiger Schritt im Zuge der Umstellung auf digitale Terrestrik hat in London begonnen: In der vergangenen Nacht wurde der analoge Sender für BBC Two abgeschaltet, um Platz für digitale Sender des Freeview-Paketes zu machen. In DVB-T Logo EnglandLondon und Umgebung sind bis zu 400.000 Zuschauer von der Umstellung betroffen, die in mehreren Schritten durchgeführt und am 18. April mit der Abschaltung des letzten Analogkanals beendet werden wird. Die Umschaltungen werden an der Sendeanlage Crystal Palace vorgenommen, wo nach 56 analogen Betriebsjahren das digitale Zeitalter beginnt.
England hatte als erster europäischer Staat schon 1998 mit einem DVB-T Betrieb begonnen. Nachdem das seinerzeitige Pay-Konzept am Markt scheiterte, gab es einen Neustart mit Freeview ab Ende 2002. Mit dem nationalen ASO will man sich allerdings noch bis Ende 2012 Zeit lassen. Ende 2009 hat unter dem Markenzeichen FreeviewHD der Ausbau eines HDTV-Angebots mit DVB-T2 Sendetechnik begonnen.
Quelle: Meldung von Broadbandtnews vom 4.4. / Hintergrund: DVB-T und DVB-T2 in England.
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4.4.2012 • Digitalradio: MDR Klassik wechselt nach DAB+
Digitalradio-Schriftzug Mitteldeutschland Der E-Musiksender MDR Klassik begeht demnächst sein 10. Jubiläum. Das ist der äußere Anlass für die Umstellung auf den DAB+-Sendemodus im Verbreitungsgebiet der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Umschaltung wird am 7. Mai durchgeführt, meldet radiowoche.de. Im Herbst soll der neue Sendestandort Magdeburg (Kapaunberg) das Empfangsgebiet nach Norden erweitern.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 2.4. / Hintergrund: DAB+- in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.
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4.4.2012 • Digitalradio: Netzausbau des „Bundesmux“ in Ulm gestartet
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Der erste der 18 neuen Senderstandorte für den DAB+-„Bundesmux“ ist Ulm (Kuhberg) in Betrieb gegangen. Dieser Sender schließt längs der Bundesautobahn 8 die Versorgungslücke zwischen Stuttgart und Augsburg.
Quelle: Meldung von Satellifax vom 3.4. / Hintergrund: DAB+-Bundesmx.
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4.4.2012 • Digitalradio: Kritische Programm-Masse erreicht
Digitalradio-Schriftzug gfu „Der digitale terrestrische Hörfunk in Deutschland hat mit der großen Programmvielfalt die kritische Masse erreicht, die für eine erfolgreiche Durchsetzung am Markt unentbehrlich ist.“ Nach Einschätzung von Rainer Hecker (gfu-Aufsichtsratsvorsitzender) sind die gute Empfangsstabilität und Klangqualität Vorzüge, die der mobilen Nutzung des bundesweiten DAB+-Paketes zugute ommen. Der neue Verkehrsdienst TPEG, der seit Januar im Testbetrieb läuft, habe dabei große Bedeutung. Dieser werde künftig „neben noch genaueren Navigationsdaten auch Durchflussgeschwindigkeiten in Autobahnabschnitten sowie Parkhausauslastungen “ bieten.
Hecker geht davon aus, dass im Laufe des Jahres 2012 „rund eine Million“ DAB+-Radios verkauft werden, zumal die etwa 140 lieferbaren Geräte nicht nur das neue DAB+, sondern auch DAB (alt) sowie das analoge UKW-Radio empfangen können. Auch die geplanten Lückenschlüsse zwischen den Versorgungsinseln des DAB+-„Bundesmux“ sowie Aufschaltungen privater Wellen in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz könnten zur positiven Entwicklung von DAB+ beitragen.
Quellen: Presseinfo der gfu vom 3.4. / Hintergrund: DAB+.
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3.4.2012 • Digitalradio: Absolut Relax startet in Hessen
Digitalradio-Schriftzug Hessen Das Programm Absolut Relax beginnt am 6. April um 12 Uhr nach Bayern nun auch den DAB-Sendebetrieb in Hessen. Zunächst wird das Programm, wie auch Hit Radio FFH und Harmony FM im Kanal 12C abgestrahlt, der mit niedrigen Sendeleistungen und für DAB (alt) koordiniert ist. Für den Wechsel auf den DAB+-Kanal 11C der Privatsender steht der Termin noch nicht fest.
Nach Erklärung des Veranstalters unterscheidet sich die Welle von anderen, in dem das Softrock- und Pop-Musikprogramm „nur nach Relevanz von Nachrichten und Beiträgen unterbrochen“ wird.
Quellen: Presseinfo von Absolut Radio und Meldung von ukwtv.de vom 2.4. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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3.4.2012 • Digitalradio: Vilradio in Nürnberg sendet mit „plus“
Digitalradio-Schriftzug Bayern Das lokal im Raum Nürnberg verbreitete Programm Vilradio hat den Verbreitungsmodus von DAB (alt) auf DAB+ umgestellt. Das teilt Digitalradio Bayern mit. Ein Sendersuchlauf wird empfohlen.
Quelle: Meldung von Digitalradio Bayern vom 2.4. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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2.4.2012 • DVB-T: Politik muss Klarheit zu WRC-Beschlüssen schaffen
Überallfernseh-Logo ITU-Logo Ob das 700 MHz-Band in Europa tatsächlich DVB-T weggenommen und dem Mobilfunkbereich zugewiesen wird, „ist heute noch hypothetisch“, kommentiert Jochen Mezger, Geschäftsfeldleiter Programmverbreitung beim Institut für Rundfunktechnik (IRT), die Situation nach der Weltfunkkonferenz. Diese hatte auf Druck arabischer und afrikanischer Länder die gleichberechtigte Nutzung des 700 MHz-Bandes durch Rundfunk und Mobilfunk ab 2015 beschlossen. Während der Mobilfunk für Afrika und Arabien Sinn macht, könne sich Europa durchaus zugunsten des terrestrischen Fernsehens entscheiden, so Mezger. „Umso wichtiger sind jetzt klare Zusagen der Politik, dass es zu keiner Zuweisung von Frequenzen unterhalb von 790 MHz an den Mobilfunk kommen wird“, fordert Mezger.
DVB-T sei kein unattraktives Angebot, so Mezger weiter. Mit Blick auf künftige terrestrische HDTV-Programme sei aber die „notwendige Planungssicherheit ein gutes Stück beschädigt worden. Es braucht daher eine klare, belastbare Zusage der deutschen und europäischen Politik, dass es zu keiner weiteren Frequenzerosion kommt.“
Eine Umwidmung des 700 MHz-Bereiches - nach der vollzogenen des 800 MHz-Bandes - würde „zu erheblichen Kosten für Sender, Sendernetzbetreiber, Zuschauer und Veranstaltungsproduzenten führen (...), die Einführung neuer Rundfunktechnologie könnte unter Umständen gar nicht mehr möglich sein und bestehende Rundfunkempfänger müssten ersetzt, auf jeden Fall aber nachgerüstet, werden.“ Auch der Veranstaltungsfunk müsste seine Geräte wiederum ersetzen, „wobei völlig unklar ist, ob überhaupt Ersatzfrequenzen zur Verfügung gestellt werden könnten“, so Mezger.
Quelle: Interview mit Infosat am 2.4. / Hintergrund: DAB+ in Digitale Dividende 2.



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