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Nachrichten-Archiv Juni 2012

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29.6.2012 • Frankreich: Fast 100 Prozent schauen digital
Frankreich DVB-T Logo Frankreich Fast alle französischen TV-Haushalte (99,3 Prozent) nutzen nach Angaben der Medienbehörde CSA den digitalen TV-Empfang. 98,2 Prozent der Erstfernseher und 82 Prozent der Zweitgeräte werden mit digitalen Signalen gespeist. Nach Verbreitungswegen führt die Antenne mit 61 Prozent klar die Statistik an. Auf Platz 2 liegt IPTV mit 30,8 Prozent, gefolgt vom Direktsatelliten mit 22,5 Prozent. Digitales Kabel spielt mit acht Prozent eine untergeordnete Rolle.
Quelle: Presseinfo der CSA vom 27.6.
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28.6.2012 • AGF: Jetzt wird auch IPTV erfasst
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) will schon ab dem 1. August das Internetfernsehen IPTV als vierten TV-Übertragungweg in die Messung der Einschaltquoten einbeziehen. Damit wird der bisher für Anfang 2013 genannte Start vorgezogen. Dafür kommt die zusätzliche Messtechnik Audiomatching zur Anwendung. Diese gleicht das beim Zuschauer genutzte Tonsignal mit 280 referenzierten Webkanälen ab. In naher Zukunft soll auch die Nutzung von Streaming-Diensten einbezogen werden. Beide Verfahren sind zur Zeit im Probebetrieb.
Quelle: Presseinfo der AGF vom 27.6.
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26.6.2012 • Digitalisierung: Weltweit fast die Hälfte der TV-Haushalte
Statistik-Logo Globus Weltweit nutzten Ende 2011 48,5 Prozent der TV-Haushalten den digitalen TV-Empfang. Seit 2007 kamen 370 Mio. Haushalte hinzu, 675 Mio. Digitalhaushalte wurden gezählt. Der Analog-Anteil fiel zeitgleich um fast 1 Mrd. auf 714 Mio. Haushalte zurück. Das meldet die in 80 Ländern geführte Untersuchtung Digital TV World Databook von Digital TV Research.
Danach nutzen etwa 127 Mio. Haushalte die digitale Terrestrik. Dennoch ist die Analogantenne mit 31,8 Prozent der weltweiten Fernsehhaushalte noch der größte Empfangsweg.
Der höchste Digitalisierungsgrad wurde in den USA und Kanada festgestellt. Am Schnellsten scheint die Digitalisierung zur Zeit aber in der VR China und im Raum Asia-Pazifik voran zu schreiten. Spanien und Finnland sind die einzigen Länder mit ausschließlich digitalem Empfang.
Quelle: Presseinfo von Digital TV Research vom 27.6.
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26.6.2012 • Digitalradio: Sechs Bewerbungen für NRW-Pilotversuch
Digitalradio-Schriftzug Nordrhein-Westfalen Auf die Ausschreibung der NRW-Medienanstalt LfM für ein landesweites DAB+-Projekt sind sechs Bewerbungen eingegangen. Schon bekannt sind Bewerber wie Domradio (Köln), Mega Radio (Augsburg) und Absolut Relax. Regiocast beabsichtigt unter dem Titel 1 für NRW drei Musikprogramme. Neue Anbieter sind rmc medien+condsult, Wuppertal (Kulturschocker) und Pleximedia, Berlin (TopDABRadio).
Laut Ausschreibung stehen je Programm in der Regel 54 CU bereit, so dass fünf Programme zugelassen werden könnten. Die Entscheidung, bei der 288 CU im Block 11D (als Mischkanal mit dem WDR) zu vergeben sind, erfolgt nach der Sommerpause.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 26.6. / Hintergrund: DAB+ in NRW.
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25.6.2012 • Kabel-TV: ARD und ZDF kündigen Einspeisungs-Verträge
Kabelanschluß ARD und ZDF haben die Verträge für die Kabelweiterleitung ihrer Programme durch Kabel Deutschland und die gerade fusionierten UnityMedia/Kabel BW fristgemäß zum Jahresende gekündigt. ARD und ZDF dafür zahlen dafür jährlich 60 Mio. Euro. Die Kabelnetzer kassieren also sowohl von ihren Zuschauern als auch von ihren Lieferanten. Und das, obwohl die Kabelnetzer durch den Rundfunkstaatsvertrag verpflichtet sind, öffentlich-rechtliche Programme zu verbreiten. Dennoch drohte Lutz Schüler, Chef von UnityMedia/Kabel BW, mit einer „Ausspeisung“ von ARD/ZDF-Programmen; man müsse ja nicht „jeden kleinen Spartensender der ARD“ übertragen.
ARD und ZDF sehen das Zustandekommen dieser Zahlungen als ihren Beitrag zum Aufbau der Kabel-Infrastruktur in Deutschland, was seinerzeit durch das Bundespostministerium gesteuert wurde. Nach der zwischenzeitlichen Privatisierung der Kabelnetze (aus der die drei Kabelnetzer hervorgingen) sei „eine Alimentierung aus den Gebührentöpfen der Rundfunkanstalten nicht mehr marktgerecht“, argumentiert MDR-Intendantin Karola Wille.
Vor dem Hintergrund der absehbaren Entscheidung (die KEF hatte das bereits im Januar 2012 in ihre Berechnung des Rundfunkbeitrages ab 2013 aufgenommen) hängen die Verhandlungen über die Kabel-Einspeisung der zehn neuen HD-Programme von ARD/ZDF in der Luft. Ähnliches betrifft aber auch HD-Programme von RTL: Die Senderfamilie will an den Vermarktungserlösen der Kabelnetzer partizipieren, statt für die Einspeisung auch noch zu bezahlen.
Quelle: Presseinfos von ARD und ZDF vom 25.6., Schüler in Welt Online om 19.6. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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24.6.2012 • Radio: Keine Einschränkung für Werbung im ARD-Hörfunk
Radio Gegen Einschränkungen der Werbung in den ARD-Radio verwahrt sich der Aufsichtsrat der HR Werbung GmbH. Radiowerbung sei ein wichtiger Teil der Mischfinanzierung der Radiowellen. Wie zuvor Verbände der werbetreibenden Branchen sieht das Gremium die Gattung Radiowerbung insgesamt in Gefahr. Damit tritt HR Werbung Forderungen des Privatfunkverbandes VPRT entgegen.
Kritisiert wurden die Landesmedienanstalten, die sich die Forderung nach einem totalen Werbeverbot für ARD und ZDF zueigen gemacht haben. Deren Aufgabe bestehe „in der Aufsicht über die privaten Rundfunkanbieter, nicht aber in der Verbreitung marktdirigistischer Lobby-Arbeit“. Die Medienanstalten stellten mit solchen Äußerungen ihre gesetzlich geregelte Unabhängigkeit in Frage, wird auf Erklärungen - u.a. der Saar-Medienanstalt - angespielt.
Auch die Bundesländer hatten schon früher deutlich gemacht, dass sie ein totales Werbe- und Sponsoringverbot mittelfristig durchsetzen wollen. Erst kürzlich hatten sie die KEF mit der Prüfung beauftragt, wie sich ein Ausfall der Werbung auf den Rundfunkbeitrag auswirkt. Nach KEF-Berechnungen von 2006 müsste ein Werbe-Totalverbot durch eine Erhöhung der Monatsgebühr um 1,42 Euro ausgeglichen werden.
Quelle: Presseinfo der HR Werbung, Meldung von DF vom 22.6. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag, Presseinfo der LM Saar vom 8.3.12.
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23.6.2012 • DVB-T: SLM finanziert Infrastruktur für die Lokalsender
Überallfernseh-Logo Sachsen Nach mehrjährigem Gerangel winkt die Landesmedienanstalt SLM jetzt mit der Finanzierung der Verbreitungskosten für das Lokalfernsehen in Sachsen. Sonst stünden die noch analogterrestrisch verbreiteten Programme zum Jahresende 2012 vor dem Aus. Der Medienrat hat das angekündigte Förderprogramm jetzt abschließend beraten.
In den Genuß der vollständigen Förderung der Infrastrukturkosten kommen laut SLM „die Veranstalter Vogtland Regional Fernsehen, Plauen, TeleVision Zwickau, Chemnitz Fernsehen sowie euro-Regional TV, Görlitz. Die Einbeziehung des Sendernetzes in Leipzig in dieses Fördermodell wird in Aussicht gestellt.“ Die DVB-T Träume für Dresdener Lokalprogramme scheinen allerdings ausgeträumt: Dort „ist die terrestrische Verbreitung der lizenzierten Lokalprogramme nach jetzigem Stand auch mit einer Vollförderung der Investitionskosten durch die SLM nicht finanzierbar“, teilt die SLM mit. Nicht erwähnt werden die Lokal-Regionen Mittweida und Bautzen. Dort wurden ebenfalls Lokalprogramme für DVB-T lizenziert, die jedoch nicht analogterrestrisch senden.
Dem Beschluß gingen umfangreiche rechtliche Prüfungen voraus, um ein Modell mit europarechtlichem Bestand zu finden. Zu erinnern ist daran, dass die Berliner DVB-T Förderung vom EU-Gerichtshof gekippt wurde. Daher sollen Investitions- und Modernisierungsanteil der Infrastrukturkosten in den Verbreitungsverträgen ausgewiesen werden. Erwartet wird, dass die Verbreitungskosten nach der vierjährigen Förderperiode „signifikant sinken, da ja die SLM dann das Sendernetz vollständig finanziert hat“.
Zwischen 2009 und 2011 hatte die SLM Lokalprogramme für DVB-T in acht Gebieten zugelassen, die BNetzA lizenzierte für vier Regionen die Mugler AG als Netzbetreiber. Dennoch hatten die Projekte auf Eis gelegen. Im April/Mai 2012 hatten die Veranstalter Alarm geschlagen und ein Krisentreffen erzwungen, weil sie angesichts ausbleibender Einigungen über nicht finanzierbare Forderungen des Netzbetreibers Mugler ein existenzbedrohendes Aus ihrer Antennenverbreitung befürchteten.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 22.6. / Hintergrund: DVB-T in Sachsen (lokal), lokale Lowpowernetze.
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22.6.2012 • USA: Digitalterrestrik gewinnt - als Armenfernsehen?
Terrestrik USA Der Anteil der US-Antennenhaushalte liegt bei 20 Mio. (17,8 Prozent der US-Haushalte). Im Vergleich der Personenzahlen werden über Antenne 54 Mio. (Vorjahr 46 Mio.) Menschen mit TV-Programmen versorgt. Das stellte GfK Media in ihrer Untersuchung 2012 Ownership Survey fest. Weitere Feststellungen: Viele Antennenzuschauer sind junge Erwachsene, gehören Minderheiten oder Familien mit geringem Einkommen an. Demnach nutzen 28 Prozent der asiatischen und 26 Prozent der Latino-Haushalte die Antenne. Die Schlußfolgerung, dass die Antenne in den USA zunehmend zum Empfangsweg sozial und finanziell benachteiligter Menschen wird, scheint ein weiteres Ergebnis zu stützen: Immer mehr Haushalte - bislang 6,9 Mio. (6 Prozent) - kündigen ihre Pay-TV-Abos.
Anlässlich des Umstiegs auf digitale (nicht mit DVB-T sondern nach ATSC-Standard) Übertragung vor drei Jahren war die Zahl der Antennenhaushalte offiziell mit 12,6 Mio. angegeben worden.
Quelle: Info von BroadbandTVnews vom 22.6. / HIntergrund: Digitalantenne in den USA.
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22.6.2012 • Historie: Vor 20 Jahren startete der digitale Mobilfunk
handy Motorola-Knochen Vor 20 Jahren begann das Zeitalter des digitalen Mobilfunks, möglich geworden durch die Kommunikationstechnik GSM (Global System for Mobile Communications). Das war damals reine Sprachkommunikation, es folgte der Boom der SMS und die Weiterentwicklung des Handys zum computerisierten Alleskönner SmartPhone. Etwa 80 Mio. Deutsche nutzen heute 114 Mio. Handyanschlüsse. Heute schreitet der Ausbau der Breitbandtechnik LTE voran - allerdings zulasten des Fernsehens, das dafür Frequenzen (Digitale Dividende) abgeben musste. Auch das Störpotenzial von LTE auf benachbarte TV-Frequenzen ist umstritten.
Passend ein paar ungerade Jubiläen in diesem Monat: Am 20. Juni 1953 wurde das erste Mobil-Telefonat mit analoger Technik geführt. Das A-Netz ging fünf Jahre später in den Regelbetrieb. Der legendäre „Knochen“ (Foto) hatte im Juni 1983 (analoge) Premiere und war später Designvorbild für die ersten GSM-Telefone.
Quelle: Infos von Vodafone und Telekom.
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22.6.2012 • Digitalradio: MDR plant Kinderradio in DAB+
Digitalradio-Schriftzug MDR Ein öffentlich-rechtliches Kinderradio wäre „ein willkommener Mehrwert für das Digitalradio“ und könne „die Attraktivität des Digitalstandards DAB+ steigern“. Das stellte MDR-Intendantin Karola Wille bei einem Gespräch mit dem wiedergewählten Direktor der thüringischen Landesmedienanstalt TLM, Jochen Fasco, heraus. Ein solches Projekt könnte auf dem MDR-Format Figarino aufsetzen. Zusammenarbeiten will man eventuell auch im Bereich der Medienkompetenz-Vermittlung.
Quelle: Presseinfo der TLM vom 21.6. / Hintergrund: DAB+ in Thüringen.
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21.6.2012 • HbbTV: Schweizerische SRG steigt ein
HbbTV Schweiz Das öffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehen SRG plant „noch vor Ende 2012“ erste Zusatzdienste mit HbbTV für das frankoschweizerische Programm RTS und via Satellit. Es handelt sich um digitale Videotext, den Zugriff auf eine Mediathek und Leistungen für sinnesbehinderte Zuschauer. Die Angebote sollen 2013 in der deutsch- und italienischsprachigen Schweiz eingeführt werden. Zugleich arbeitet man an Anwendungen für den „Second Screen“ in Gestalt von Handy, Laptop bzw. Tablet-PC.
Quelle: Presseinfo der SRG vom 21.6. / Hintergrund: HbbTV.
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21.6.2012 • Digitalradio: NDR-Digitalstaatsvertrag tritt in Kraft
Digitalradio-Schriftzug NDR Gestern hat Niedersachsen als letztes der vier NDR-Bundesländer dem NDR-Digitalradio-Staatsvertrag zugestimmt. Es gab eine einstimmige Beschlußfassung im Landtag, bestätigte die Pressestelle gegenüber dehnmedia. Zuvor hatten die Landesparlamente Hamburgs, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns zugestimmt.
Der Vertrag ermöglicht es dem NDR, zusätzlich zu seinen bisherigen (über UKW und DAB+ verbreiteten) Programmen drei weitere Wellen ausschließlich über DAB+ auszustrahlen. Es handelt sich um NDR Traffic (Verkehrsinfos), Musik Plus (Musikbeiträge) und NDR Info Spezial (Veranstaltungsberichte, Sendungen für Migranten). Die Programme sind im DAB+-versorgten NDR-Einzugsbereich bereits als Testbetrieb empfangbar. Der offizielle Sendestart kann nun planmässig am 1. Juli erfolgen.
Quelle: Presseinfo des Landtags vom 20.6. / Hintergrund: DAB+ in Hamburg, Meckl.-Vorp., Niedersachsen, Schl.-Holst..
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14.6.2012 • Digitalradio: „Bundesmux“ und HR-Radios bauen weiter aus
Digitalradio-Schriftzug Hessen Die gemäß Ausbauplanung für den DAB+-„Bundesmux“ bevorstehende Inbetriebnahme der hessischen Sendeanlagen Rimberg und Kassel-Habichtswald nimmt der HR zum Anlass, auch sein DAB+-Bouquet von beiden Standorten auszustrahlen. Das erfuhr Satellifax. Nach der Inbetriebnahme von Fulda für den nationalen Multiplex wird der Versorgungsbereich für die DAB+-Bouquets über den Rhein-Main-Raum hinaus in Richtung Nord- und Osthessen erweitert. Ein genauer Termin für die Inbetriebnahme wurde nicht genannt.
Quelle: Meldung von satellifax.de vom 14.6. / Hintergrund: DAB+ in Hessen, Ausbau 2012.
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14.6.2012 • DVB-T: Neue Programme für Hamburg und Kiel/Lübeck
Überallfernseh-Lo1go Hamburg Die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein hat ihre Entscheidung zur Ausschreibung für zusätzliche Fernsehprogramme bekannt gegeben. Danach Schleswig-Holstein wurde das Musikprogramm iM1 der schon in Berlin via DVB-T sendenden iMusic TV für Hamburg (Kanal 46) zugelassen. In den Verbreitungsgebieten Kiel (K 57) und Lübeck (K 59) bekam der Shoppingsender QVC die Sendelizenz.
Der Sendebetrieb kann ab dem 1. September beginnen. Bis dahin wird die Kapazität der Sendekanäle „durch eine Änderung des Modulationsverfahrens und eine Leistungserhöhung“ (Ausschreibung) ausgebaut. Die Zulassungen gelten für zehn Jahre.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 14.6. / Hintergrund: DVB-T in Hamburg und Schleswig-Holstein.
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14.6.2012 • Digitalradio: Offenes Gruppenradio über DAB+ in NRW?
Digitalradio-Schriftzug Nordrhein-Westfalen Im Zusammenhang mit der laufenden DAB+-Ausschreibung in NRW gerüchtelt es um ein „offenes Gruppenradio“. Ein Plattformbetreiber wolle sich um eine Lizenz bemühen. Ein landesweites Digitalradio für Beiträge von gesellschaftlich relevanten Gruppen wie Vereinen, kulturellen Institutionen usw. wäre deutschlandweit einmalig. Die mitwirkenden Gruppen finden ihr Radiopublikum im Moment nur über Bürgerradios im Rahmen lokaler Programme zu oft unattraktiven Sendezeiten.
Die bis zum 25. Juni laufende Ausschreibung für ein Pilotprojekt zielt auf „die Nutzung neuer Techniken, Programme bzw. Dienste“. Teilnehmende Programme werden für einen Regelbetrieb nach Projektende am 31. Juli 2014 bevorzugt.
Quelle: Meldung von satellifax.de vom 13.6. / Hintergrund: DAB+ in NRW.
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13.6.2012 • Digitalradio: Planet Radio sendet in Rhein/Main
Digitalradio-Schriftzug Hessen Gerade erst lizenziert und schon aufgeschaltet: Planet Radio sendet seit heute in Hessen via DAB+ im Kanal 12C von den Standorten Frankfurt (Europaturm) und Großer Feldberg aus. Die Jugendwelle ist nach Hit Radio FFH und Harmony FM das dritte Programm der FFH-Gruppe, das in der Rhein/Main-Region im Digitalbetrieb aufgeschaltet wurde.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 12.6. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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11.6.2012 • Schweiz: Schüler gestalten Digitalradios
Schweiz Wettbewerbssieger Ein origineller Wettbewerb zur Propagierung von DAB+ ging jetzt in der Deutschschweiz zuende. 500 Schüler der 7. bis 9. Klassen nutzten mit Begeisterung die einmalige Gelegenheit, ihr eigenes Radio im Rahmen des Schulunterrichts DABplus-Logo Schriftzug zu gestalten und zu bauen. Die Marketingfirma MCDT, Swisscom Broadcast und Melectronics stellten dafür einen Technik-Bausatz und Unterrichtsmaterialien für Lehrer zur Verfügung. MCDT ist nun auf der Suche nach Sponsoren, um auch in der französischen und italienischen Schweiz Wettbewerbe zu veranstalten.
Quelle: Presseinfo der MCDT vom 8.6. / Hintergrund: DAB+ in Schweiz, Fotos von Schüolerarbeiten.
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9.6.2012 • Frankreich: 178 Lizenzanträge für DAB+-Projekt
Frankreich DABplus-Logo Schriftzug Trotz des Ausstiegs der Radiofamilien RTL, Lagardére, NRJ und Nextradio erfreut sich das französische DAB+-Projekt für Paris, Marseille und Nizza großen Interesses. Die Regulierungsbehörde CSA meldet 178 Bewerbungen auf die Ausschreibung von Ende April. Das sind in der Summe drei mehr als zum Projekt von 2008, darunter sind 37 Erstanträge. Die Sendelizenzen sollen bis Jahresende vergeben werden; der Sendebetrieb könne dann im ersten Halbjahr 2013 beginnen, teilt CSA mit.
Quelle: Presseinfo der CSA vom 7.6. / Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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9.6.2012 • Digitalradio: „Bundesmux“ jetzt auch für Fulda
Digitalradio-Schriftzug Hessen Der DAB+-„Bundesmux“ wird jetzt auch von Fulda aus verbreitet. Der Ausbauplanung für 2012 entsprechend waren vor wenigen Tagen Gießen Dünsberg (Hessen) und Baden-Baden und Pforzheim (Baden-Württemberg) ans Sendenetz angeschlosen worden.
Quelle: Meldung von satellifax.de vom 8.6. / Hintergrund: DAB+ national, Ausbau 2012.
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7.6.2012 • Polen: Mobiles Bezahl-TV via Antenne
Polen DVB-T Logo (DVB Project) Unter dem Namen TV Mobilna startete in Polen ein Bezahlfernsehen, das speziell auf mobile Nutzer und ihre 12,5 Mio. Mobilgeräte bzw. 3,5 MJio. Zweitfernseher ausgerichtet ist. Für umgerechnet 4,50 Euro monatlich sind acht Fernseh- und zwölf Radioprogramme im Angebot, die per DVB-T (nicht: DVB-H) verbreitet werden. Inhaltliche Schwerpunkte sind Sport, Kinofilme, Information und Kinder. Die Empfangsgeräte sind auch für das frei empfangbaren DVB-T Programme geeignet.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 4.6. / Hintergrund: DVB-T in Polen.
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7.6.2012 • Digitalradio: Pirate Gong schaltet um
Digitalradio-Schriftzug Bayern Das im Nürnberger Lokalensemble verbreitete Privatradio Pirate Gong hat den Sendemodus gewechselt und ist nun in DAB+ statt bisher DAB (alt) im Kanal 10C zu empfangen.
Quelle: Presseinfo von digitalradio.de vom 5.6. / Hintergrund: DAB+ in Bayern lokal, im Auto.
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6.6.2012 • DVB-T: Terrestrik entwickeln statt Frequenzen umwidmen
Überallfernseh-Logo LFM-NRW Die möglicherweise für andere Weltregionen sinnvolle gleichberechtigte Nutzung des 700 MHz-Bandes durch Rundfunk und Mobilfunk „darf in Deutschland nicht WDR zur Anwendung kommen“. Das fordern der WDR-Rundfunkrat und die Medienkommission der NRW-Landesmedienanstalt LfM in einer gemeinsamen Erklärung. Durch die Umwidmung eines weiteren UHF-Teilbandes werden „die Entwicklungsmöglichkeiten der terrestrischen Verbreitung gekappt“. Weiter wird festgestellt: „Die freie Zugänglichkeit sowie eine sichere, flächendeckende und für alle Bevölkerungsteile kostengünstige Möglichkeit zur Versorgung mit Rundfunkprogrammen wird auch künftig eine zentrale Grundlage der demokratischen Willensbildung sein.“ Wie gestern die Deutsche TV-Plattform fordern auch die Gremien von LfM und WDR vor allem von den Programmveranstaltern „baldmöglichst klare Aussagen zu den Entwicklungsperspektiven des digitalen terrestrischen Rundfunkempfangs“ sowie eine Beteiligung des Rundfunks an den Verhandlungen über die Frequenznutzung.
Quelle: Presseinfo von WDR/LfM vom 6.6. / Hintergrund: Digitale Dividende 2.
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6.6.2012 • DVB-T: Bedrohte Terrestrik erhalten und weiter entwickeln
Überallfernseh-Logo Deutsche TV-Plattform Logo ab 2009 Die Deutsche TV-Plattform ruft die Branchenteilnehmer auf, DVB-T vor allem unter dem Aspekt des portablen Empfangs weiter zu entwickeln. Dies auch, um den Beschlüssen der jüngsten Weltfunkkonferenz etwas entgegen zu setzen: Dort wurde die gleichberechtigte Nutzung des 700 Megahertz-Bandes durch Rundfunk und Mobilfunk beschlossen. Sollte das in Deutschland umgesetzt werden, drohen „erhebliche Einschränkungen für die Nutzung der Terrestrik durch die TV-Sender“, so Verbandsvorstand Helmut Stein. „Wer über den weiteren Abbau von Frequenzen bis in das 700 MHz-Spektrum diskutiert, verbaut dem Antennenfernsehen vitale Zukunfts-Chancen“, warnt Stein. Jetzt seien Impulse und konkrete Pläne aus der Branche „sowie eine Unterstützung der Bundes- und Landespolitik“ notwendig, stellte Stein heraus und erneuert damit seine Kritik an den WRC-Beschlüssen.
Den Erfolg von DVB-T in Deutschland macht der Verband neben den jüngsten Erweiterungen des Programmangebots in Hannover/Braunschweig, Berlin sowie im Rhein/Main-Raum auch am Geräteabsatz fest. 2011 seien allein 690.000 DVB-T Settopboxen und 720.000 USB-Sticks verkauft worden. Hunderttausende Oberklasse-PKWs seien mit DVB-T Empfängern ausgestattet. Für diese Nutzung bringe der automatische Handover Qualitätsverbesserungen. Inzwischen seien auch HbbTV-Angebote in Verbindung mit DVB-T verfügbar.
Quelle: Presseinfo der Dt. TV-Plattform vom 5.6. / Hintergrund: Digitale Dividende 2.
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6.6.2012 • Frankreich: Konzernradios steigen aus DAB+-Einführung aus
Frankreich DABplus-Logo Schriftzug Die großen französischen Radiofamilien RTL, Lagardére, NRJ und Nextradio werden sich an künftigen DAB+-Ausstrahlungen nicht beteiligen. Nach Angaben des Verbandes Bureau de la Radio sehen sie bessere Entwicklungsperspektiven im breitbandigen Internet. Bezüglich der digitalen Terrestrik werden fehlende Geschäftsmodelle, schleppende Entscheidungen und hohe Kosten kritisiert.
Eine von der Medienbehörde CSA lancierte Ausschreibung für Paris, Marseille und Nizza hatte am 31. Mai geendet. 175 Veranstalter, die sich bereits 2008/2009 beworben hatten, konnten ihre Bewerbung fortschreiben. Darauf haben die genannten großen Medienkonzerne nun verzichtet. In Deutschland hatte der VPRT als Dachverband der großen Privatradios eine Beteiligung am DAB+-Bundesmux als „nicht marktgetrieben“ abgelehnt.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 5.6. / Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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5.6.2012 • Digitalradio: Autoempfang entscheidend für Markterfolg
Digitalradio-Schriftzug „Die zügige Etablierung von Digitalradio im Auto wird eine der entscheidenden Erfolgsformeln für die Marktdurchdringung des neuen Mediums sein.“ Zu diesem Schluß kam eine Fachtagung in Leipzig.
20 bis 30 Prozent des Radioklonsum finden im Auto statt. Christoph Kruse (Regiocast, Veranstalter von 90elf) fordert daher, dass die Autohersteller DAB+ stärker in ihre Markenstrategien integrieren und nannte die eigene Kooperation mit Mercedes als Beispiel. WDR-Vertreter Thomas Kusche sieht eine Erfolgsgarantie in der Verbindung von Radio und Mobilfunk, der ausgehend vom Radioprogramm zusätzlich personalisierte Infos liefern kann. Verbesserte Verkehrs- und Mobilitätsdienste sind für Sebastian Kett (ARD) „größtes Faustpfand“ der neuen Radiotechnik. Allerdings fehlen noch TPEG-fähige Autoradios, die erst zur IFA zu Demonstrationszwecken gezeigt werden sollen.
In Deutschland bieten erst ein Dutzend Autohersteller DAB+-Radios als Sonderausstattungen an, während z.B. in England bereits 20 Prozent der Autos mit der digitalen Radiotechnik ausgestattet sind.
Quelle: Presseinfo von digitalradio.de vom 5.6. / Hintergrund: DAB+ im Auto.
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5.6.2012 • Digitalradio: Planet Radio für Hessen lizenziert
Digitalradio-Schriftzug Hessen Die Medienanstalt LPR hat eine Lizenz für Sendungen im hessischen DAB+-Multiplex an den Jugendsender Planet Radio vergeben. Ein Termin für den Sendestart im Kanal 12C wurde nicht genannt. Die Lizenzierung erfolgte im Rahmen einer laufenden Ausschreibung von fünf Programmplätzen, von denen nun (nach dem Rückzug von Radyo Türk) zwei Plätze vergeben sind. Das schon zuvor lizenzierte Radio Teddy war ebenso wie Antenne 50plus vor wenigen Tagen ins DAB+-Netz gegangen.
Quelle: Presseinfo der LPR Hessen vom 4.6. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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4.6.2012 • Digitalradio: Autohersteller zögerlich mit DAB+-Ausstattungen
Digitalradio-Schriftzug Gut ein Dutzend Autohersteller - darunter Audi, BMW, Ford, Mercedes, Opel, VW - bieten Digitalradiogeräte als Sonderausstattung an. Das ergab eine Umfrage von Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk unter den 29 Herstellern auf der Messe AMI in Leipzig. Weitere sechs Unternehmen, darunter Porsche, Mazda und Honda, planen die Modelleinführung 2012 oder 2013. Immerhin elf Autohersteller bieten Digitalradios nicht an und nennen auch keine Einführungstermine auf dem deutschen Markt. DAB+-Radios haben sich hierzulande also als Serienausstattung noch nicht durchgesetzt.
Quelle: Meldung von Meinungsbarometer (Auto Spezial) / Hintergrund: DAB+ im Auto.
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3.6.2012 • 3D: Jeder vierte Neufernseher kanns
Bitkom 3D-Brille (XpanD) Ähnlich wie der Internet-Anschluß finden auch 3D-Fernseher zunehmende Verbreitung. Jeder vierte im 1. Quartal 2012 verkaufte Fernseher kann stereoskopische Inhalte darstellen; im Vorjahresquartal war es nur jeder 20. Diese Geräte tragen 43 Prozent zum Umsatz mit Fernsehern bei. Bei den BluRay-Playern stieg der 3D-Anteil im gleichen Zeitraum von 34 auf fast 60 Prozent, die 72 Prozent des Produktumsatz ausmachen. In beiden Marktsegmenten treiben die sinkenden Preise den Verkauf voran. Dazu kommt laut Bitkom, dass das Henne-Ei-Problem fehlender Inhalte gelöst sei. Das bezieht Bitkom ausschließlich auf BluRay-Filme; stereoskopische TV-Inhalte spielen keine Rolle. Infos über den Anteil von 3D-BluRays gibt es nicht.
Die Zahlenangaben beruhen auf einer Erhebung der GfK im Auftrag von Bitkom.
Quelle: Presseinfo von Bitkom vom 3.6. / Hintergrund: 3D-Fernsehen.
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2.6.2012 • Digitalradio: Drei neue Standorte für den „Bundesmux“
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Gestern hat Media Broadcast drei weitere Sendeanlagen für den DAB+-„Bundesmux“ in Betrieb genommen. Von Baden-Baden und Pforzheim (Baden-Württemberg) aus wird neben den Städten auch das Gebiet Hessen um das AB-Kreuz Karlsruhe versorgt. Der Standort Gießen (Dünsberg) schließt eine Lücke längs der A5.
Damit ist Stufe 3 der Ausbauplanung für 2012 in Angriff genommen worden, in deren Rahmen demnächst die drei hessischen Sendestandorte Habichtswald, Fulda, Rimberg und Freiburg (Baden-Württemberg) folgen sollen. Durch die diesjährig geplante Erweiterung des Sendesnetzes um insgesamt 18 Anlagen werden ab dem Herbst bis zu 42,3 Mio. potenzielle Hörer erreicht. Bis 2015 sollen über dann etwa 110 Sendeanlagen 97 Prozent der Bevölkerung versorgt werden.
Quelle: Meldung von digitalradio.de vom 1.6. / Hintergrund: DAB+ national, Ausbau 2012.
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1.6.2012 • Digitalradio: 90elf und Mercedes partnern mit Fußball-App
Digitalradio-Schriftzug Der Fußballsender 90elf liefert Infos von der Fußball-EM in 15.000 Mercedes-Fahrzeuge, die mit DAB+-Radio und Comand Online ausgestattet sind. Regiocast, Veranstalter von 90elf, sieht das Projekt als Ausgangspunkt für künftige Automotive-Projekte. Zusatzangebote zum klassischen Radio seien nur der Anfang für Innovationen. Schließlich werde nirgendwo mehr Radio gehört, als im Auto.
Quelle: Interview in Regiocast vom 30.5. / Hintergrund: DAB+ national.
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1.6.2012 • DVB-T: 4.Privat-Mux für Hannover/Braunschweig auf Sendung
Überallfernseh-Lo1go Niedersachsen Mit dem heutigen Tage sendet der 4. private Multiplex im Raum Hannover/Braunschweig die Programme Anixe, Bibel TV, HSE24 und QVC im Kanal 56. Weil die Versorgung den Raum Wolfsburg erreicht, musste der NDR (dort bisher auf dem Kanal 56) auf den Kanal 26 wechseln.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 15.5. / Hintergrund: DVB-T in Hannover/BS, Niedersachsen (Rest).
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1.6.2012 • Österreich: Bedarfserhebung für DAB+
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Die österreichische Medienregulierung KommAustria nimmt neuerlichen Anlauf für Digitalradio mit DAB+-Sendetechnik. Im Zuge einer weiteren Bedarfserhebung können Radioveranstalter ihr Interesse bis zum 2. Juli bekunden.
KommAustria sieht einen Bedarf gegeben, wenn sich mindestens zwölf Programmanbieter melden. Das würde reichen, um einen Multiplex in der technischen Minimalkonfiguration zu füllen. Tritt das ein, soll eine Ausschreibung folgen. Ist das nicht der Fall, wird das Vorgehen im Digitalisierungskonzept 2013 neu festgelegt.
Eine Bedarfserhebung hatte Anfang 2011 kein ausreichendes Interesse ergeben. Vor allem die doppelten Verbreitungskosten, die nicht mit einem Zugewinn an Hörern verbunden sind, wurden als Gegengründe genannt und eine Förderung gefordert. Ein ab Februar 2012 geplanter Pilot mit DAB+ wurde abgesagt.
Quelle: Presseinfo von KommAustria vom 1.6. / Hintergrund: DAB+ in Österreich.



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