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Nachrichten-Archiv August 2012






31.8.2012 • Digitalradio: 2. Ausbauphase für den Bundesmux beendet
Digitalradio-Schriftzug Media Broadcast meldet den Abschluß der zweiten Ausbauphase des Sendenetzes für den Digitalradio-Bundesmux. Nach der Inbetriebnahme der Sendeanlagen in Magdeburg, Braunschweig Drachenberg, Koblenz, Sibbesse und Göttingen steigt die Reichweite auf etwa 43 Mio. Hörer bzw. 50 Prozent der Fläche Deutschlands und rund 70 Prozent des Autobahnnetzes.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 31.8. / Hintergrund: DAB+ in bundesweit.
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31.8.2012 • Digitalradio: TPEG-Dienst startet im Bundesmux
Digitalradio-Schriftzug TPEG-Demogerät. Foto: dehnmedia Seit heute werden Daten für den Verkehrsinfodienst TPEG im bundesweiten Digitalradio-Multiplex ausgestrahlt. Dieser erlaubt „die exakte Beschreibung von Störungen, bietet umfassende Informationen zu Parkmöglichkeiten oder zum Personenverkehr. Geplant sind künftig zudem Dienste zur exakteren Vorhersage des Verkehrsflusses und zur Abdeckung weiterer Anwendungsbereiche aus dem Umfeld der Verkehrstelematik“, informieren der Chiphersteller Frontier Silicon, das Fraunhofer Fokus Institut, der Navi-Anbieter TomTom und Netzbetreiber Media Broadcast.
Die neuen Verkehrsinfos werden über die Datacast-Plattform im nationalen Kanal 5C verbreitet, die Media Broadcast betreibt. Die Verkehrsdaten kommen vom Navi-Unternehmen TomTom. Die flächendeckende Versorgung mit diesen Programmen und Datendiensten werde bis 2014/2015 „angestrebt“.
Das auf der Messe (Halle 11.1, Stand 10) gezeigte Demogerät (Foto: dehnmedia) arbeitet auf Android-Basis. Es nutzt eine vom Fraunhofer Fokus-Institut entwickelte Software, die den Datenempfang nicht nur mit Digitalradios, sondern auch mit Navis und Smartphones (und DAB-Tuner) ermöglichen soll.
Quelle: Presseinfo vom 30.8. / Hintergrund: DAB+ bundesweit.
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29.8.2012 • IFA: Messe wieder auf Erfolgskurs
IFA-Logo 2007 Die Messeveranstalter sehen die Internationale Funkausstellung schon zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung auf Erfolgskurs. 1.439 (minus 2) Aussteller sorgen für komplett ausgebuchte Hallen und Außenflächen auf 142.000 Quadratmetern. Noch wichtiger sind den Ausstellern die Handelsumsätze, die sie in Berlin in Vorbereitung des Weihnachtsgeschäfts tätigen wollen. 2011 waren das 3,7 Mrd. Euro. 2012 soll der weltweite Markt für Consumer Electronics trotz der Krise um zwei Prozent auf 1.100 Mrd. Dollars zulegen.
Die Messehallen um den Berliner Funkturm sind vom 31. August bis 3. September geöffnet. Die Tageskarte kostet 15 Euro, für Schüler 6,50 Euro. Happy Hour Tickets (Eintritt ab 14 Uhr) gibt es für 9,50 Euro. Das Family-Ticket für 31 Euro berechtigt zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder bis 18 Jahre zum Rundgang.
Quelle: Presseinfo der IFA vom 29.8.
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29.8.2012 • DVB-T: Jeder 4. Haushalt nutzt die TV-Antenne
Überallfernseh-Logo Berlin Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nutzte 2011 jeder vierte deutsche Haushalt einen Receiver für DVB-T. Damit habe sich die Nutzung seit 2007 (12 Prozent) mehr als verdoppelt. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Nutzung des Satellitempfangs von 39 auf 42 Prozent, während das TV-Kabel von 50 auf 46 Prozent zurückfiel. 5 Prozent der Haushalte leisten sich nach Angaben der Statistiker Pay-TV.
Quelle: Presseinfo von Statistisches Bundesamt vom 28.8. / Hintergrund: DVB-T in Zahlen.
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29.8.2012 • Fernseher: 78 Prozent Ausstattung mit Flachdisplays
Bitkom Flachbild-Fernseher haben sich durchgesetzt. Laut Industrieverband Bitkom finden sich diese Geräte inzwischen in 78 Prozent der deutschen Haushalte, bis 2016 sollen es 98 Prozent sein. Im IFA-Vorfeld weist der Verband darauf hin, dass HDTV-Technik geeignete Quellen braucht, um die hohe Bildqualität voll auszunutzen. „Was viele Nutzer nicht wissen: Um die beste Bildqualität zu erhalten, braucht der Fernseher Videos in hoher Auflösung.“
Laut Bitkom wird der Markt für die Unterhaltungselektronik insgesamt in diesem Jahr um 2,3 Prozent wachsen. Der Umsatz wird fast 13 Mrd. Euro erreichen. „Trotz der abkühlenden Gesamtkonjunktur“ wird nach Schätzung der GfK 2012 wieder ein Verkaufsrekord erwartet - mehr als 10 Mio. Fernseher sollen gehandelt werden.
Passend erschien eine neue Auflage der Studie „Die Zukunft der Consumer Electronics 2012“ von Bitkom und Deloitte.
Quelle: Bitkom-Presseinfos vom 28.8. und 22.8., Download der Studie.
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29.8.2012 • Digitalradio: Präsentationen auf der IFA
Digitalradio-Schriftzug IFA-Logo 2007 Die ARD stellt das Digitalradio in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts auf der Internationalen Funkausstellung vom 31. August bis 5. September in Berlin. In der Halle 2.2 wird u.a. der künftige Verkehrsinformationsdienst TPEG vorgestellt. Außerdem wird eine neue Technik namens RadioVIS gezeigt, mit der programmbegleitende Grafiken (Slideshows) für Digitalradios und Smartphones ausgesendet werden. Weitere Neuheit sind interaktive Slideshows mit Zugriff auf bereits empfangene Bilder und Texte.
Ebenfalls in der Halle 2.2. präsentiert Deutschlandradio den digitalen Hörfunk. Ein gemeinsames Projekt mit Samsung bringt den Journaline-Dienst der Anstalt auf Tablet-PCs.
Auf die „noch nie dagewesene Gerätevielfalt“ weist das Projektbüro Digitalradio hin. Ein Flyer mit Hallenplan verzeichnet alle Aussteller. Während einer Fachveranstaltung wird über eine neue Repeaterlösung informiert, die Empfangsprobleme in den Fachmärkten lösen soll.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros vom 28.8. / Download des IFA-Flyers.
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29.8.2012 • Digitalradio: Bundesmux ab 1. September für Magdeburg
Digitalradio-Schriftzug Sachsen-Anhalt Nach Medienberichten wird das Empfangsgebiet des nationalen Digitalradio-Multiplexes heute auf den Norden von Sachsen-Anhalt erweitert. Der offizielle Betrieb soll am 1. September beginnen. Vom Senderstandort Kapaunberg bei Burg wird damit auch die Versorgungslücke längs der Autobahn A2 zwischen Braunschweig und Berlin geschlossen. Der Verbreitungsbereich wird damit im Mobilmodus auf 70, Inhouse auf 50 Prozent der Einwohner von Sachsen-Anhalt erweitert. Der Bundesmux wird, wie überall in Deutschland, im Kanal 5C ausgestrahlt.
Quelle: Meldung vom Projektbüro Digitalradio vom 29.8. / Hintergrund: DAB+ in bundesweit.
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27.8.2012 • Digitalradio: WDR-Programme wechseln den Kanal
Digitalradio-Schriftzug DAB-Verbreitung Kanal 11D ab 8/2012 Nordrhein-Westfalen Der schon länger ausstehende Kanalwechsel der WDR-Programme wird am 29. August vollzogen. Die sieben Radiowellen der Anstalt werden ab 10 Uhr bis in den Nachmittag hinein auf den neuen Kanal 11D umgeschaltet. Erhöhte Sendeleistungen sollen Empfangsverbesserungen ermöglichen. Das Versorgungsgebiet umfasst fast das gesamte Bundesland NRW (siehe clickbare Karte). Ein Suchlauf ist notwendig.
Den neuen Kanal teilt sich der WDR künftig mit fünf Privatradios. Auf die Ausschreibung für einen bis Mitte 2014 befristetes Testprojekt hatten sich die Programme Domradio, Mega Radio, Absolut Relax, 1 für NRW (drei Musikprogramme), Kulturschocker und TopDABRadio beworben. Die Entscheidung der Medienanstalt LfM ist noch nicht gefallen.
Quelle: Info des WDR / Hintergrund: DAB+ in NRW.
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27.8.2012 • DVB-T: Programm Nr. 41 für Berlin und Umgebung
Überallfernseh-Logo Berlin Pünktlich zur IFA bekommen Berlin und Brandenburg via DVB-T ein weiteres Programm. Am 31. August um 12 Uhr wird der Auktionsshopping-Kanal 1-2-3.tv aufgeschaltet. Die Verbreitung im letzten freien Platz des Kanals 59 erfolgt vom Alexanderplatz (10 kW) und vom Schäferberg (5 kW) aus. Das teilt der Netzbetreiber Media Broadcast mit. In der Hauptstadtregion nutzt jeder fünfte Haushalt DVB-T. Mit dann 41 Programmen gibt es dort das umfangreichstes digital-terrestrische Programmangebot.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 27.8. / Hintergrund: DVB-T in Berlin.
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18.8.2012 • Österreich: DAB+ liegt weiter auf Eis (2)
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Dass das Radio in Österreich analog bleibt, liegt nicht nur an den Kosten für einen Simulcast via DAB+ und UKW. „Das Interesse an mehr Wettbewerb ist bei den bestehenden Marktteilnehmern nicht sehr ausgeprägt“, kommentiert Florian Novak von dem im deutschen Bundesmux ausgestrahlten Radio LoungeFM das Ergebnis der jüngsten Bedarfserhebung zum Digitalradio in der Alpenrepublik.
„Die Radiosender, die derzeit eine UKW-Frequenz haben, müssen befürchten, dass sie dann mehr Gegner haben“, hatte Alfred Grinschgl, Chef der Regulierungsbehörde RTR, schon im Februar in die gleiche Richtung gedeutet. „Ich würde sagen, dass etwa 80 Prozent der großen Radios dagegen sind.“ Damit besteht die Situation weiter, die bereits in einer 2009 von RTR durchgeführten ersten Bedarfserhebung festgestellt wurde. Dort wurde u.a. eine staatliche Förderung des Parallelbetriebes gefordert.
Das Abwarten in Sachen Digitalradio wird auch damit begründet, dass man die Entwicklung in Deutschland beobachte. Klappt's hier, „sind wir auch in Österreich dafür, zusätzlich zum Analogsignal Radio in digitaler Form anzubieten“, kommentiert ORF-Hörfunkdirektor Karl Ammon. Dennoch resumiert Novak: „Dass Digitalradio kommt, ist nur eine Frage der Zeit.“
Quelle: Berichte in Die Presse vom 16.8. und 4.2. 2012 / Hintergrund: DAB+ in Österreich.
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16.8.2012 • Österreich: DAB+ liegt weiter auf Eis (1)
Österreich DABplus-Logo Schriftzug „Wäre es um die reine Anzahl der vorgestellten Programmideen gegangen, so hätte diese klar ausgereicht, um den Startschuss für den digitalen Hörfunk zu geben.“ Dies teilt Florian Philapitsch, Vorsitzender-Stellvertreter der KommAustria, als Ergebnis der Bedarfserhebung zum digitalen Hörfunk in Österreich mit. Dennoch sei die Zahl von zwölf Programme knapp verfehlt worden, mit denen ein nationaler Multiplex wirtschaftlich betrieben werden kann.
Das Veranstalter-Interesse am Digitalradio sei zwar gewachsen. Es hätten sich etablierte Veranstalter und Startups mit „beachtenswerten Programmkonzepten“ gemeldet, „für die aber im analogen UKW-Frequenzspektrum schlicht kein Platz mehr vorhanden ist“. „Ein Teil der eingegangenen Interessensbekundungen ... lässt jedoch unter wirtschaftlichen Aspekten keine Dauerhaftigkeit der Hörfunkveranstaltung erwarten oder ist aufgrund von Medienkonzentrationsbeschränkungen auszuschließen.“
Die Behörde wird zunächst auf eigene Ausschreibungen verzichten und Weiteres im Digitalisierungskonzept 2013 festlegen. Denkbar seien aber zwischenzeitliche Anträge aus der Branche, die zu einer neuerlichen Ausschreibung führen könnten. Denn „die Probleme, die jetzt in einigen der Interessensbekundungen auftreten, sind nicht unüberwindbar.“
Quelle: Presseinfo von KommAustria vom 16.8. / Hintergrund: DAB+ in Österreich.
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15.8.2012 • Digitalradio: PureFM ab 1. Oktober in der Berliner Digitalluft
Digitalradio-Schriftzug Berlin Die Berliner Danceradio-Welle Pure FM ist ab dem 1. Oktober in der Hauptstadt und Umgebung auch per DAB+ (Block 7B) empfangbar. Damit wird die bisher auf PC, W-LAN und Smartphones begrenzte Verbreitung auf eine technische Reichweite von 4,42 Mio. Hörern erweitert. Testweise war der Sender schon während der Funkausstellung 2011 digital in der Berliner Luft.
Quelle: Info von PureFM vom 15.8. / Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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13.8.2012 • Digitalradio: Eine Mio. Geräte in der Schweiz verkauft
Digitalradio-Schriftzug Schweiz In der Schweiz wurde im Juli das einmillionste DAB+-Gerät verkauft. Das teilt die Marketing-Firma MCDT mit. In der Alpenrepublik nutzen inzwischen 2,4 Mio. Hörer Digitalradio. Je nach Sprachregion gibt es zwischen 13 und 31 Programme. In der Deutschschweiz wird derzeit ein drittes, in der französischen Schweiz ein zweites Netz für regionale und lokale Programme aufgebaut.
Zu dieser Entwicklung habe auch der Start im Schlüsselmarkt Deutschland am 1. August 2011 beigetragen: Die Gerätevielfalt sei besser geworden, jetzt kann man in der Schweiz unter etwa 200 Produkten aller Preisklassen wählen.
DAB+ - als langfristiger Ersatz für UKW - komme den Hörern nicht nur wegen der Tonqualität und Zusatzdienste zugute. Die DAB+-Verbreitung eines Programms koste nur ein Viertel der Aufwändungen für UKW. Je Programm sinke der Energiebedarf für die Ausstrahlung auf zehn Prozent. Zudem spare man im Sendenetz: Derzeit werden 18 Programme von 210 Standorten ausgestrahlt, während für vier UKW-Programme 853 Sendeanlagen benötigt werden.
Neben England gehört die Schweiz zu den Ländern Europas, in denen der Ausbau für Digitalradio mit DAB+ am Weitesten fortgeschritten ist. Die 2009 begonnene Migration auf DAB+ soll Ende 2015 abgeschlossen werden.
Quelle: Presseinfo von MCDT vom 13.8. / Hintergrund: Digitalradio in der Schweiz.
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13.8.2012 • Kabel-TV: KDG will ARD und ZDF auf Gebühren verklagen (4)
Kabelanschluß Im Streit zwischen ARD/ZDF und den großen Kabelnetzern KDG und Unity Media/Kabel BW mischen jetzt auch kleinere Kabelbetreiber mit. Wilhelm.tel und Netcologne reichten Klagen ein mit dem Ziel, bisher nicht erhobene Einspeisegebühren durchzusetzen oder untersagen zu lassen. So oder so soll eine Schieflage im Kabelmarkt beseitigt werden. Der mittelständische Kabelverband FRK hatte sogar eine Kartellbeschwerde gegen das „Kartell der vier großen Sendergruppen und der großen regionalen Netzbetreiber“ angekündigt, um die „massiven Wettbewerbsverzerrungen und -beschränkungen“ zu beseitigen.
Gehen die Urteile in Richtung Untersagung, dürften ARD und ZDF durchaus erfreut sein. Sie zahlen bisher jährlich 60 Mio. Euro für die Kabelverbreitung ihrer Programme durch die drei Branchenriesen und hatten die Verträge zum Jahresende gekündigt. Das Landgericht Köln verhandelt am 13. September in Sachen Netcologne vs. ZDF.
Quelle: Meldung von Infosat vom 13.8.
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11.8.2012 • Kabel-TV: KDG will ARD und ZDF auf Gebühren verklagen (3)
Kabelanschluß Im (Rechts-) Streit zwischen ARD/ZDF und Kabel Deutschland (KDG) um Einspeisegebühren gibt sich die ARD wenig kompromissbereit. Auch geringere Zahlungen als die bisherigen 60 Mio. Euro jährlich sind „nicht vorstellbar“. Der Standpunkt der Sender werde vor Gericht standhalten. Die Argumentation von KDG laufe darauf hinaus, die „schon vorhandenen Gewinne der Kabelnetzunternehmen durch die Zahlung von Einspeiseentgelten noch zu erhöhen - auf Kosten der Gebührenzahler“, so ein Sprecher des in der Sache federführenden MDR.
Zuvor hatte sich auch das ZDF von der KDG-Drohung unbeeindruckt gezeigt. Das Ende des bisherigen Verfahrens „schafft gleiche Bedingungen in der Kabelbranche und darüber hinaus im Wettbewerb zwischen Kabelnetzbetreibern und IPTV-Anbietern“. Damit brachte ein ZDF-Sprecher auch einen kartellrechtlichen Aspekt ins Spiel. Bereits 2008 sei angekündigt worden, „dass die Einspeiseentgelte auf Dauer nicht weiter gezahlt werden können“.
Offen blieb, was ARD/ZDF unternehmen, wenn KDG nach Vertragsende - also ab dem 1. Januar 2013 - die Verbreitung der digitalen Spartenkanäle beendet. Allerdings sehen die Anstalten eine „Must-Carry-Pflicht“ für die bundesweite Verbreitung aller „gesetzlich bestimmten gebührenfinanzierten Programme“ einschließlich der Digitalkanäle.
Quelle: Meldung von DF vom 10.8., Presseinfo des ZDF vom 31.7.
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10.8.2012 • AGF: Auch IPTV-Nutzung wird jetzt erfasst
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) erfasst in ihrem monatlichen Bericht zur Fernsehnutzung seit Juli erstmalig auch den Empfangsweg IPTV. Dadurch springt der Anteil der digital empfangenden TV-Haushalte gegenüber dem Vormonat um 700.000 auf 25,58 Mio. Bezogen auf den Basiswert von weiterhin 36,04 Mio. Haushalten entspricht das einem Anstieg von 69,0 auf 71,0 Prozent.
Das Messverfahren „Audiomatching“ für IPTV vergleicht den Fernsehton mit 280 zentral vorgehaltenen Referenzkanälen. Ein Verfahren zur Erfassung der Nutzung von Streaming-Diensten ist in der Erprobung.
Quelle: Monatsstatistik der AGF, Stand 1.8.
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8.8.2012 • Kabel-TV: Analoge Fernsehsteinzeit
Kabelanschluß In der Debatte um die Einspeisungsgebühren und die Grundverschlüsselung hat die Verbraucherzentrale Bundesverband nachgelegt. Deren Fachreferent Michael Bobrowski bezweifelt laut Neue Osnabrücker Zeitung, dass die Grundverschlüsselung gesetzeskonform ist. Der Rundfunkstaatsvertrag verpflichte auch die Privatprogramme auf einen Beitrag zur „freien individuellen und öffentlichen Meinungsbildung sowie der Meinungsvielfalt“. Damit sei eine Grundverschlüsselung nicht vereinbar. Bobrowski sieht darin zudem einen „Vorboten für eine durchgreifende Kommerzialisierung des audiovisuellen Medienangebots außerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“. Die Folge sei „am Ende der gläserne Fernsehkunde mit zielgerichteter und überbordender Werbeansprache“.
Das Blatt verweist zugleich darauf, dass man oft durch den Mietvertrag an den Kabelanschluß gebunden ist und in dem Fall meist keine Sat-Schüssel aufgestellt werden darf. Wolle man dabei Zusatzentgelten für digitale Programme entgehen, wird man „in die Steinzeit des Analogfernsehens zurückgeworfen“, so die Zeitung.
Quelle: Meldung der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 6.8. / Hintergrund: Grundverschlüsselung.
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8.8.2012 • Digitalradio: FFH will zeitweise den Stecker ziehen
Digitalradio-Schriftzug Hessen Die hessische Programmgruppe FFH plant, ihre drei Digitalradio-Wellen für einige Stunden abzuschalten. Damit soll, so Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth gegenüber epd, die Resonanz zu testen. Er rechne selbst aber offenbar nur mit wenigen Reaktionen, dazu wenig Geräte verkauft worden sind. Die FFH-Gruppe habe Verbreitungsverträge für vier Jahre - also bis Ende November 2015 - abgeschlossen. „Danach muss nennenswert was zu sehen sein“, wird Hillmoth zitiert.
Quelle: Meldung von DF vom 8.8. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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3.8.2012 • Digitalradio: Campusradio für Erlangen
Digitalradio-Schriftzug Bayern Ab sofort sendet das Campusradio bit Express als erster Studentensender im DAB+-Block 6B. Bereits seit 2003 arbeiten der Studentensender der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS zusammen. bit Express wurde bisher als MP3 online verbreitet. Ausserdem wurden Tests mit Sendetechnik für die digitale Kurz- und Mittelwelle (Digital Radio Mondiale - DRM) durchgeführt.
Quelle: Meldung von Satellifax vom 2.8. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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2.8.2012 • Kabel-TV: KDG will ARD und ZDF auf Gebühren verklagen (2)
Kabelanschluß In den Zusammenhang der unten stehenden Meldung passt eine weitere Nachricht des Tages: Laut Medienberichten wollen sich UnityMedia und Kabel BW nicht an dem von KDG ausgelösten Rechtsstreit gegen ARD und ZDF beteiligen. In der Streitfrage um Einspeisungsgebühren für die Kabelverbreitung öffentlich-rechtlicher Programme setzen die kürzlich fusionierten Unternehmen auf „eine Einigung am Verhandlungstisch im Interesse aller Beteiligten“, wird eine Sprecherin zitiert. Gebühren will man aber vereinnahmen. Es könne nicht sein, die Verbreitung an die Hälfte der TV-Haushalte „zum Nulltarif erfolgen soll, während für Satellit oder DVB-T (das gerade mal 4 Prozent der Haushalte erreicht) weiterhin ein Vielfaches der Kabelentgelte gezahlt wird“, wird das Standardargument wiederholt.
Quelle: Meldung von Rapid TV News vom 31.7. / Hintergrund: Grundverschlüsselung.
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1.8.2012 • Digitalradio: Bundesmux baut für Hessen aus
Digitalradio-Schriftzug Hessen Zeitgleich mit der Erweiterung des Sendegebiets des HR und dem Kanalwechsel des landesweiten Privatmultiplexes wurde an den Sendestandorten Rimberg und Habichtswald auch der Bundesmux aufgeschaltet. Dadurch erweitert sich das Empfangsgebiet auf Mittel- und Nordhessen und die Region Kassel. Zugleich werden Autobahnen A5 und A7 durchgehend versorgt.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 1.8. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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1.8.2012 • ZAK: Grundverschlüsselung blockiert Kabel-Digitalisierung (3)
ZAK Kabelanschluß Drei Wochen nach heftiger Kritik der Medienanstalten an der Grundverschlüsselung hat Kabel Deutschland jetzt dazu Stellung bezogen. Der größte Kabelnetzbetreiber Deutschlands kontert mit der Auffassung, eine Grundverschlüsselung sei die „entscheidende Vorraussetzung, um neue digitale Produkte zu vermarkten, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und damit einen echten digitalen Mehrwert zu schaffen“. Das gelte vor allem für die HD-Inhalte, für die die Privatsender Wert auf einen Signalschutz legen. Kabel Deutschland will daher weiter grundverschlüsseln.
Indessen scheinen nicht nur die Medienanstalten, sondern auch andere große Kabelnetzer den Markt und die Sinnfälligkeit einer Grundverschlüsselung der Programme in Standardauflösung gänzlich gegenteilig zu bewerten. UnityMedia und Kabel BW wollen ab 2013 die Grundverschlüsselung aufgeben und kommen damit den Verbraucherinteressen entgegen.
Kommentar: Auskunft über die Attraktivität der Geschäftsmodelle im Kabel geben Marktzahlen. Danach tritt das Kabel seit langem auf der analogen Stelle. Der Digitalisierungsgrad über alle Empfangswege lag Anfang Juli 2012 bei 69 Prozent. Zu dem Zeitpunkt gab es mehr als 11 Mio. Analoghaushalte - alle mit Kabelanschluß. Die Kabelnetzer beanspruchen von 50 Prozent am Gesamtmarkt - also 18 Mio. der 36 Mio. TV-Haushalte. Dementsprechend nutzen gerade 38 Prozent der Kabelkunden den digitalen Empfang. Zehn Jahre nach Beginn der Digitalisierung deutet das daraufhin, dass die Geschäftsmodelle der Kabelnetzer bei ihren Kunden nicht ankommen. „Moderne Wegelagerei“ (Verbraucherzentrale) bewährt sich nicht.
Quelle: Meldung von DF vom 1.8. / Hintergrund: Grundverschlüsselung.



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