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Nachrichten-Archiv Dezember 2013

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28.12.2013 • Digitalradio: Großes Interesse im Südwesten
Digitalradio-Schriftzug LFK Baden-Württemberg Zu der im Oktober begonnenen Ausschreibung für drei Programme im baden-württembergischen DAB+-Landesnetz soll es nach Angaben des LfK-Präsidenten Thomas Langheinrich zahlreiche Interessenbekundungen geben. Festgeklopft ist aber noch nichts. Erst am 31. Januar steht fest, wer sich tatsächlich beworben hat.
Laut einer Umfrage unter Radiomachern erwarten 57 Prozent der Befragten eine höhere Akzeptanz von DAB+ gegenüber dem Onlineradio - bei Hörern wie Werbekunden (bundesweit: 45 Prozent).
Quelle: Meldung von Infosat vom 27.12. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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28.12.2013 • DVB-T: Kabel führt in Ba-Wü, verliert aber Marktanteile
Überallfernseh-Logo Baden-Württemberg DVB-T erreicht in Baden-Württemberg 6,2 Prozent der TV-Zuschauer und habe damit aufgrund des geringen Programmangebots (nur im Raum Stuttgart sind private Sender frei empfangbar) wenig Relevanz, so die Medienanstalt LfK. Hingegen habe Internetfernsehen über dem Bundesdurchschnitt zugelegt und seinen Marktanteil auf 5,4 Prozent fast verdoppelt. Auch die Zahl der Sat-Anschlüsse stieg - um ein auf 41,1 Prozent. Das Kabel versorge zwar noch 53,4 (bundesweit 46,3) Prozent der Zuschauer, habe gegenüber 2012 aber drei Prozent des Marktes verloren. Der Digitalanteil im Ba-Wü-Kabel ist vergleichsweise hoch und liegt mit 58,7 Prozent um rund vier Punkte höher als national.
Quelle: Meldung von Infosat vom 27.12. / Hintergrund: DVB-T in Baden-Württemberg.
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27.12.2013 • Digitalradio: MagicStar steigt aus, Ersatz ausgeschrieben
Digitalradio-Schriftzug Bayern Der Radiosender MagicStar beendet seine DAB+-Verbreitung in den vier regionalen Multiplexen Bayerns am 31. Dezember. Das geht aus der Senderliste der Landesmedienanstalt BLM hervor. Noch im September wurden entsprechende Gerüchte vom Unternehmen mit Verweis auf ausstehende Entscheidungen zurück gewiesen.
Die BLM hat zugleich am 23. Dezember eine Ausschreibung für einen Programmplatz (60 CU) in jeder Region veröffentlicht. Die Ausschreibung zielt nicht auf weitere regionale Programme. Die BLM „strebt die Erweiterung des Programmspektrums um ein jugendaffines Programm in den genannten vier Versorgungsgebieten an und wird die Kapazitäten nur gemeinsam, als sog. Frequenzkette, für ein entsprechendes Programm vergeben“. Wie alle aktuellen Regional-Lizenzen läuft die Sendegenehmigung bis zum 30. April 2015. Diese Beschreibung und die kurze Bewerbungsfrist (trotz der Feiertage nur bis zum 13. Januar 2014) geben Raum für die Spekulation, dass der künftige Lizenzinhaber bereits in der Spur steht.
Quelle: BLM-Senderliste, Ausschreibung vom 23.12. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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24.12.2013 • Digitalradio: D-Radio will UKW-Ausstieg bis 2025
Digitalradio-Schriftzug „Wir fordern ein UKW-Abschaltdatum von der Politik zwischen 2020 bis 2025“, forderte D-Radio-Sprecher Carsten Zorger im Interview mit digitalfernsehen.de. Er vermißt „klare Signale der Politik“, die sich derzeit auf das Fernsehen konzentriere. Radio sei aber das am meisten genutzte Medium.
Handlungsbedarf für die weitere Entwicklung von DAB+ sieht Zorger weniger bei den reichlich verfügbaren Endgeräten. Es fehle an Druck aus der Werbewirtschaft und die Vorteile müssten durch Marketingaktivitäten breiter bekannt gemacht werden.
Bezogen auf den Netzausbau wäre 2025 sogar „ein spätes Datum. Der flächendeckende Ausbau sollte bis 2018 realisiert worden sein.“ Bereits jetzt seien 90 Prozent der Bevölkerung auf 70 Prozent der Fläche versorgt. Die „letzten 10 Prozent“ gehen aber „so richtig ins Geld“. Das müsse wirtschaftlich vertretbar gestaltet werden, sei aber zur Erfüllung des Auftrags des Deutschlandradios notwendig.
Bis 2015 will sich Deutschlandradio endgültig von Lang- und Mittelwelle verabschieden, über die immer weniger Hörer - weniger als mit DAB - erreicht werden. „Übrigens wird auch Webradio weniger genutzt, als man glaubt ... Das Internet ist keine Alternative zu DABplus.“
Quelle: Interview mit digitalfernsehen.de vom 24.12. / Hintergrund: DAB+ national.
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19.12.2013 • Digitalradio: APR-Verband unterstützt Eurochip-Initiatve
DABplus-Logo Schriftzug Die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) ist der Eurochip-Initiative der EBU beigetreten. Das Zusammenwirken von DAB, UKW und neuen Diensten in einer Technologieplattform schließe „keinen Vertriebsweg aus“, gebe Radiomachern und Hörern die Sicherheit, UKW weiter zu nutzen und „mit digitalen Zusatzangeboten und mit dem Digitalradio sowohl terrestrisch als auch über das Internet neue interessante Angebote auf den Weg“ zu bringen.
In der APR sind 290 Radiounternehmen, darunter viele lokal und regional aktive, zusammen geschlossen. Der VPRT als Verband der großen Sender lehnt die Initiative ab, die nach dem Beitritt des niederländischen SkyRadio und von RTL Belgien jetzt 16 Mitglieder hat.
Vor wenigen Tagen stellte Frontier Silicon seine neue, dazu passende, Chipgeneration vor. Chorus 4 empfängt laut Herstellerinfo Mittelwelle, UKW, DAB/DAB+, HD Radio und DRM und integriert Bluetooth. Auch wegen des geringen Stromverbrauchs sei die Einchiplösung neben Radios auch für Smartphones und Tablets geeignet.
Quellen: Presseinfo des APR vom 19.12., Meldung der EBU vom 17.12., Presseinfo von Frontier Silicon vom 13.12.
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19.12.2013 • Digitalradio: MDR erweitert Empfangsgebiet am 23. Januar
Digitalradio-Schriftzug Mitteldeutschland Der MDR wird das Sendegebiet für seine Digitalprogramme am 23. Januar entsprechend früherer Meldungen erweitern. Das betrifft die Sendestandorte Schöneck (Sachsen), Gera (Thüringen) und Schneidlingen (Sachsen-Anhalt). Damit steht das DAB+-Paket des MDR für 66 Prozent der Bevölkerung inhouse und außerhalb von Gebäuden auf ca. 83 Prozent der Fläche der mitteldeutschen Bundesländer bereit. Zugleich werden Versorgungslücken zwischen Magdeburg und dem Harz und längs der Autobahnen A4, A9, A14 und A72 sowie der B6 geschlossen.
Laut ukwtv.de ist wohl nur der Standort Schneidlingen mit 10 kW im Kanal 11C neu. Mit nun 10 kW arbeiten künftig auch die beiden anderen Standorte nach einem Frequenzwechsel mit erheblich erhöhten Sendeleistungen als zuvor. Die Geraer Anlage wechselt von Ronneburg (K 12B, 2 kW) nach Gera-Langenberg (K 7B). Schöneck geht im K 8D auf Sendung, im K 12A wurde vorher mit nur 0,4 kW abgestrahlt.
Quelle: Presseinfo des MDR vom 19.12. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
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18.12.2013 • DVB-T: Bayern vor umfassenden Neuausschreibungen?
Überallfernseh-Logo Bayern Die jüngsten DVB-T Lizenzen in Bayern, zuletzt für ManouLenzTV in München und Nürnberg, laufen bereits in gut fünf Monaten zum 31. Mai 2014 aus. Die Frage nach dem Hintergrund dieser kurzen Frist beantwortete eine BLM-Sprecherin gegenüber dehnmedia wie folgt: „Die DVB-T-Zuteilungen laufen alle zum 31. Mai 2014 aus. Der Fernsehausschuss der BLM wird in seiner nächsten Sitzung darüber diskutieren, ob und für wie lange die DVB-T-Kapazitäten an den Standorten München und Nürnberg neu ausgeschrieben werden.“
Kommentar: Man darf gespannt sein, mit welchem Konzept der BLM-Medienrat da herangehen wird und ob dabei gar ein Türchen für einen Wiedereinstieg von RTL in Bayern geöffnet wird.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T in Bayern Nord und Süd.
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18.12.2013 • Rundfunkbeitrag: Eine Milliarde Mehreinnnahmen? (3)
Euro-Münze GEZ Die KEF-Experten schlagen vor, den monatlichen Rundfunkbeitrag in den Jahren 2015/2016 um 73 Cent auf 17,25 Euro zu senken. Damit sollen die Beitragszahler von der Hälfte der in der Beitragsperiode von 2013 bis 2016 erwarteten Mehreinnahmen profitieren. Die 16 Experten schätzen das Beitragsaufkommen in dem Vierjahreszeitraum auf 30.418 Mio. Euro. Das seien 1.145,9 Mio. Euro mehr, als die ARD-Anstalten, das ZDF und das D-Radio angemeldet hatten.
„Die KEF empfiehlt dringend“, nur die Hälfte der Mehreinnahmen an die Einzahler weiterzugeben. Die andere Hälfte soll in die Rücklagen der Anstalten einfließen, um eine mögliche Beitragserhöhung ab 2017 zu vermeiden. Eine zusätzliche, wenn auch geringe Absenkung von 1,3 Cent monatlich wäre möglich, wenn die Länder den Anteil der Landesmedienanstalten reduzieren; Die Medienwächter würden vom höheren Beitragsaufkommen mit einem Plus von 21,8 Mio. Euro profitieren.
Laut KEF sind sowohl die Einnahmen von Privathaushalten als auch von Unternehmen und für Autos im Jahr 2013 gestiegen. Diese Ist-Zahlen wurden als Grundlage für eine Prognose der Entwicklung im Vierjahreszeitraum bis 2016 fortgerechnet. Dies sei mit Unsicherheiten behaftet, weil insbesondere der Abgleich der zahlungspflichtigen Haushalte mit dem Melderegister noch bis Ende 2014 dauern werde.
Die Empfehlungen des 19. KEF-Berichts, der im Januar veröffentlicht wird, sind Grundlage der politischen Entscheidungen über die Höhe des Rundfunkbeitrages durch die Bundesländer.
Quellen: Presseinfo der KEF vom 18.12. / Hintergrund: dehnmedia zum Rundfunkbeitrag.
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18.12.2013 • DVB-T: Ausstieg in den Ausstieg bei RTL (3)
Überallfernseh-Logo Die Medienanstalten Die Medienanstalten begrüßten die RTL-Entscheidung, die Position in Sachen DVB-T zu überdenken. Der digitale Verbreitungsweg „sollte im Interesse der Zuschauer nicht aufs Spiel gesetzt werden“, so der DLM-Vorsitzende Jürgen Brautmeier. „Bei DVB-T besteht tatsächlich die Gefahr, dass Kapazitäten nach 2020 nicht mehr für den Rundfunk erhalten bleiben, sondern für den Mobilfunk versteigert werden könnten. Umso mehr freue ich mich, dass jetzt wieder die Chance besteht steht, gemeinsam mit der Medienpolitik nach zukunftstauglichen Lösungen zu suchen, die die Interessen von Rundfunk und Mobilfunk berücksichtigen“ erklärte Brautmeier.
Quelle: Presseinfo der DLM vom 17.12.
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18.12.2013 • DVB-T: Ausstieg in den Ausstieg bei RTL (2)
Überallfernseh-Logo RTL Gestern hatte Tobias Schmid für die RTL-Gruppe angekündigt, „dass wir unsere Position in der Frage der digitalen terrestrischen Verbreitung noch einmal überprüfen“. Im Hintergrund war eine Vorentscheidung aber wohl schon gefallen. Datiert von gestern teilt die RTL-Gruppe mit, sie „wird zunächst die Verlängerung der Zuweisung der DVB-T Frequenzen über das Jahr 2014 hinaus formal und fristgerecht beantragen“. Damit wird der Ausstieg von RTL aus dem DVB-T Ausstieg offiziell, auch wenn die Sendergruppe „die weiteren Voraussetzungen für eine Mitgestaltung der Zukunft der terrestrischen Verbreitung“ noch überprüfen will.
Hauptargument ist der Koalitionsvertrag der neuen Merkel-Regierung, der „eine zentrale Forderung nach der Planungssicherheit für die zukünftige Nutzung von derzeit für DVB-T verwendete(n) Frequenzen durch Rundfunkveranstalter erfüllt“. Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik der RTL-Gruppe, verbindet die Lizenzanträge mit Forderungen an die Bundespolitik: In den vergangenen Jahren sei versäumt worden, Planungssicherheit zu schaffen. Die Koalition setze nun ein Signal, „um diesen Verbreitungsweg neu zu bewerten“. Notwendig sei ein gemeinsames Konzept aller Sender für die Terrestrik. „Dafür braucht es neben einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell vor allem auch veränderte wettbewerbsrechtliche Rahmenbedingungen, um der hiesigen Medienbranche die Chance zu geben, die dramatischen technologischen Umwälzungen im Interesse des Marktes mitgestalten zu können“, so Schmid, der zugleich als Vorstandsvorsitzender des Privatfunkverbandes VPRT amtiert. Wichtigste Aufgabe einer geplanten Bund-Länder-Kommission zu medienrechtlichen Frage müsse es sein, „den Zielkonflikt zwischen Medienordnung und Wettbewerbsrecht aufzulösen“.
Der im Januar bekannt gegebene und bis zum urspünglichen Ende der DVB-T Lizenzen Ende 2014 angesetzte RTL-Ausstieg wurde im Gebiet München/Südbayern bereits vollzogen. Der bis dahin von RTL genutzte Kanal 34 wurde kurzfristig mit anderen Privatprogrammen, darunter von der konkurrierenden ProSiebenSat1-Gruppe, belegt. Diese Lizenzen wurden nur bis zum 31. Mai 2014 genehmigt.
Quelle: Presseinfo der RTL-Gruppe vom 17.12.
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17.12.2013 • DVB-T: Lob für RTLs Nachdenk-Ankündigung
Überallfernseh-Logo Ungewöhnlich schnell reagierte die Vorsitzende der Länder-Rundfunkkommission Malu Dreyer (SPD) auf Die RTL-Ankündigung, über eine neue Entscheidung zu DVB-T nachdenken zu wollen. Das schaffe Raum, „die zukunftsfähige Weiterentwicklung der Terrestrik hin zu DVB-T2 weiter voranzutreiben“, so Dreyer. Und es zeige, „dass sich die Länder zu Recht gegen eine frequenzpolitische Vorfestlegung durch eine vorschnelle Freigabe der hierfür benötigten Frequenzkapazitäten des 700 MHz-Bandes aussprechen“. Es sei wichtig, „dass wir nun die für den Umstieg auf DVB-T2 notwendigen Schritte einleiten“, addressierte Dreyer die Länder-Ministerpräsidenten.
Quelle: Presseinfo der RO-Staatskanzlei vom 17.12.
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17.12.2013 • DVB-T: Ausstieg in den Ausstieg bei RTL? (1)
Überallfernseh-Logo RTL Jüngste Äußerungen aus dem Hause RTL lassen auf einen Ausstieg aus dem bis Ende 2014 angekündigten Ausstieg der Programmfamilie aus der DVB-T Verbreitung hoffen. „Dass die Bundesregierung sagt, sie werde die für DVB-T erforderlichen Frequenzen sichern, heißt für uns, dass wir unsere Position in der Frage der digitalen terrestrischen Verbreitung noch einmal überprüfen und ausloten, ob wir nicht doch Möglichkeiten sehen, die Terrestrik fortzusetzen.“ Dies erklärte Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik der RTL-Gruppe, in der FAZ und mit Bezug auf den Koalitionsvertrag der heute vereidigten neuen Bundesregierung.
RTL hatte den Ausstiegsplan u.a. mit der Frequenzpolitik der vorherigen CDU/CSU/FDP-Bundesregierung begründet, die keine Perspektiven für die Antenne nach 2020 erkennen lasse. Nachdem aus ähnlichen Gründen zuvor 2010 bereits Nürnberg aufgegeben worden war, verließ die RTL-Gruppe DVB-T im Raum München/Südbayern Ende Juli 2013. Der bisherige RTL-Kanal 34 wurde hernach u.a. mit Sat1.Gold und Pro7Maxx des schärfsten RTL-Wettbewerbers belegt.
Abzuwarten bleibt aber, in welchem Umfang und Zeitrahmen der Bund seine Ankündigung verwirklicht. Zudem hatte RTL seinerzeit auch kritisiert, dass die Medienanstalten perspektivisch den freien Empfang via DVB-T präferieren, während der RTL-Gruppe mit der Einführung von DVB-T2 an kostenpflichtigen terrestrischen HDTV-Programmen gelegen ist.
Quelle: Meldung von broadbandtvnews.de vom 17.12.
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16.12.2013 • England: UKW bleibt, 2. nationaler DAB-Privatmux kommt
England DABplus-Logo Schriftzug Entgegen bisheriger Erwartungen wird ein Abschalttermin für UKW in England noch nicht festgelegt. Kommunikationsminister Ed Vaizey hält Digitalradio zwar für die Zukunft. Es müsse aber vor einem UKW-Ausstieg noch mehr getan werden. Er kündigte einen weiteren nationalen DAB-Multiplex für neue private Programme und eine Verbesserung der Abdeckung an. Laut BBC-Radiochefin Helen Boaden wird das DAB-Netz der BBC bis Ende 2015 um 162 Sendestandorte erweitert. Vor zwei Wochen hatte Vaizey im Parlament auch gefordert, dass die Geräte billiger und mehr Autos damit ausgestattet werden müssten.
In England gibt es zur UKW-Abschaltung unterschiedliche Einschätzungen. Während große Programmanbieter das für 2018 präferieren, befürchten kleine Sender, die Anforderungen von DAB bis dahin nicht erfüllen zu können.
Laut der Medienbehörde Ofcom verfügen 45,7 % der britischen Haushalte über Digitalradios.
Quelle: Berichte von The Guardiabn vom 6.12. und 29.11. / DAB in England.
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14.12.2013 • Digitalradio: KiRaKa im Bundesmux?
Digitalradio-Schriftzug WDR-KiRaKa Interesse an einem bundesweiten Kinderradio hatte D-Radio Intendant Willi Steul schon früher geäußert. Jetzt laufen laut einem Bericht Hintergrund-Gespräche mit der ARD. Diskutiert werde die Bündelung der WDR-Kinderwelle KiRaKa und der Kinderformate von ARD und D-Radio. Ein gemeinsamer Kinderkanal knnte unter Federführung des D-Radios produziert und theoretisch bundesweit (z.B. in den für Events nicht beanspruchten Sendezeiten von Dokumente & Debatten) über DAB+ gesendet werden.
KiRaKa wird vom WDR produziert. Neben der DAB+-Verbreitung in NRW ist der Kanal auch im Saarland und Bremen zu empfangen. Auch das private Kinderradio Teddy hatte kürzlich Interesse an einem bundesweiten Sendeplatz geäußert.
Quelle: Bericht von satnews.de vom 13.12. / Hintergrund: DAB+ national.
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13.12.2013 • Digitalradio: BDR räumt Sendenetz des Kanals 12D auf
Digitalradio-Schriftzug Bayern Netzbetreiber Bayern Digitalradio räumt das Netz für den Kanal 12D mit privaten und drei BR-Programmen auf. An 16 Sendestandorten wird die Leistung erhöht, dadurch kann das Netz auf nur noch 26 Standorte reduziert werden. Der Versorgungsgrad werde „nahezu konstant bleiben“ und zwar bei 88 Prozent (mobil) bzw. 54 Prozent (inhouse). Es könne jedoch regional zu Verschiebungen kommen. Das Sendenetz wurde zu Zeiten des alten DAB-Modus und mit den damals möglichen geringen Sendeleistungen koordiniert.
ukwtv.de nennt teils drastische Erhöhungen für folgende Standorte, die zum Teil noch vor Jahresende durchgeführt werden: Bamberg (von 1 auf 4 kW), Brotjacklriegel (3/4), Büttelberg (1,6/4), Grünten (1/4), Hoher Bogen (3/4), Hohe Linie (8/10), Kreuzberg (1/4), Landshut (1/10), München-Ismaning (2,5/4), Oberammergau (0,3/4), Ochsenkopf (1/4), Traunstein-Hochberg (1/4), Ulm (4,5/7), Wendelstein (3/4) und Würzburg (5,6/10). Abgeschaltet werden nach den Angaben die Anlagen in Alzenau, Augsburg (Haberskirch), Burgsinn, Coburg, Deggendorf, Hohenpeißenberg, Hühnerberg und Miltenberg.
Hintergrund sind die - angesichts der noch geringen Hörerzahlen via DAB+ - vergleichsweise hohen Verbreitungskosten. Bis zur Refinanzierung über Werbung werde es „noch einige Jahre dauern“. Bis dahin müssten diese Kosten niedrig gehalten werden. Die Umstrukturierung trage „dieser Forderung der bayerischen Programmanbieter für die nächsten Jahre verstärkt Rechnung“.
Quelle: Presseinfo von BDR vom 13.12. / Hintergrund: DAB+ in Bayern, ukwtv.de.
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13.12.2013 • DVB-T: Tele5 im Saarland verlängert
Überallfernseh-Logo Saarland Der Medienrat der Landesmedienanstalt LMS hat die DVB-T Zulassung für Tele5 bis zum 31. Dezember 2016 verlängert. Die Ausstrahlung erfolgt im Kanal 49 von Saarbrücken Schoksberg aus.
Quelle: Presseinfo der LMS vom 12.12. / Hintergrund: DVB-T im Saarland.
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12.12.2013 • Digitalradio: Neue DAB+-Region für Bayern in Aussicht
Digitalradio-Schriftzug Bayern Perspektivisch kündigt sich ein regionaler DAB+-Multiplex für Oberfranken ab 2016 an. Darauf deutet die heute vom Medienrat der BLM beschlossene UKW-Lizenzierung für Radio Euroherz und extra-radio sowie Radio Galaxy Hof im Bereich von Stadt und Landkreis Hof sowie Wunsiedel. Die Erlaubnisse sind zunächst bis Ende 2015 befristet, werden aber für die beiden erstgenannten Veranstalter „ab Beginn der digitalen Hörfunkverbreitung in Oberfranken im DAB+-Standard“ bis Ende 2021 verlängert.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 12.12. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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12.12.2013 • DVB-T: Neuer Shoppingsender für München und Nürnberg
Überallfernseh-Logo Bayern Der Medienrat der Bayerischen Medienanstalt BLM hat heute die Verbreitung des Shoppingsenders Manou Lenz genehmigt. Jedoch kann kann die Ausstrahlung über DVB-T in München (K 52 statt des bis 31. Mai 2014 lizenzierten 1-2-3.tv?) und Nürnberg (K 60, dann bleibt dort noch ein freier Programmplatz) nur bis zum 31. Mai 2014 stattfinden.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 12.12. / Hintergrund: DVB-T in Bayern Nord und Süd.
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12.12.2013 • Geschichte: 125 Jahre Heinrich Hertz und die Funkwellen
Kalenderblatt Vor 125 Jahren wies Heinrich Hertz (1857-1894) die Wellentheorie von James Clark Maxwell in der Praxis nach. Aus seiner am 13. Dezember 1888 veröffentlichten Schrift „Über Strahlen elektrischer Kraft“ leiten sich nicht nur Begriffe wie Funk und Rundfunk ab. Hertz legten den Grundstein für das terrestrische Radio und Fernsehen und moderne Kommunikationswege wie Mobilfunk oder WLAN.
In Karlsruhe hatte Hertz Funken in einem schwingenden elektromagnetischen Dipol erzeugt. Sobald dies geschah, zeigten sich auch auf der Empfangsseite, einem geschlitzten Drahtring, Funken. Damit war praktisch nachgewiesen, dass sich Lichtwellen wie elektromagnetische Wellen verhalten und sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Diese Erkenntnis entwickelten Guglielmo Marconi, Alexander Popow und Ferdinand Braun weiter bis im Oktober 1923 der erste reguläre Radiosender Deutschlands in Betrieb ging.
Quelle: Presseinfo der Stadt Karlsruhe / Hintergrund: Rundfunkgeschichte, Wikipedia-Eintrag für Heinrich Hertz.
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12.12.2013 • AGF: Kabel-Digitalisierung geht nur langsam voran
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Der digitale TV-Empfang entwickelt sich weiterhin nur langsam. Im November entschieden sich nach Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) nur rund 104.000 Haushalte für den Umstieg. Damit empfangen 28,04 von 36,24 Mio. TV-Haushalten in Deutschland digital. Der Marktanteil stieg im November auf 77,4 (Vormonat 77,0) Prozent.
Die noch analog empfangenden 8,2 Mio. Haushalte tun das ausschließlich per Kabel. Ausgehend vom Digitalisierungsbericht 2013 liegt der Digitalisierungsgrad der 17,7 Mio. Kabelhaushalte bei rund 54 Prozent.
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.11.
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12.12.2013 • DVB-T: Ausschreibung und Verlängerungen im Norden
Überallfernseh-Logo Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein Die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein hat gestern zwei Massnahmen beschlossen, die DVB-T in den beiden Bundesländern betreffen.
Eine Neuausschreibung betrifft einen Sendeplatz im Kanal 36 für Hamburg, der für zehn Jahre zugewiesen werden soll. Da diese Kapazität ab dem Jahreswechsel zur Verfügung steht, sind Bewerbungen bis zum 30. Dezember möglich. Spekuliert werden darf, welcher Sender zum Jahreswechsel den Platz aufgibt. Euronews und Channel21, die sich einen Platz teilen, hatten Ende Mai schon in München ihr DVB-T Engagement beendet. Die MA HSH hatte bereits im September Programmplätze für die Hamburger Kanäle 36 und 46 ausgeschrieben; Ergebnisse wurden nicht bekannt gegeben.
Zum Anderen wurde die Sendelizenz von Tele 5 für Schleswig-Holstein (Kiel K 57, Lübeck K 59) um zehn Jahre bis zum 7. November 2024 verlängert. Dies gilt auch für Eurosport in Hamburg (K 46).
Quelle: Presseinfo vom 12.12., Ausschreibung der MA HSH / Hintergrund: DVB-T in Hamburg und Schleswig-Holstein.
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10.12.2013 • UKW: RadioDNS zur Aufwertung des analogen Radios?
Radio VPRT Interaktives Radio gehört bei DAB+ - in Grenzen - zum System. Wer sich, wie der Privatfunkverband VPRT, am analogen UKW festhält und sich ansonsten auf das Internet fokussiert, muss andere Wege suchen, um den Hörfunk multimedial aufzuwerten. Einen solchen glaubt der VPRT nach Testläufen gefunden zu haben.
„Smart Radio über RadioDNS mit der Verknüpfung von UKW und Internet ist dafür ein vielversprechender Weg“, heißt es bei dem Verband. Der offene Standard verknüpft multimediale und interaktive Inhalte mit dem Radioempfang, ob über UKW oder digital. Laut VPRT planen etliche Privatsender die EInführung dieser Technik. Nun müssten die Geräteindustrie und die Autohersteller entsprechende Funktionen in Radios implementieren.
Einige ARD-Sender verbinden bereits jetzt RadioDNS mit ihrer DAB+-Verbreitung, stellt die Webplattform broadbandtvnews dazu fest. Dies betreffe RadioVIS, eine Funktion von RadioDNS, die mit einigen DAB+-Geräten nutzbar ist.
Quelle: Presseinfo des VPRT vom 4.12., broadbandtvnews am 10.12. / Hintergrund: Zusatzdienste mit DAB+, Homepage von RadioDNS.
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10.12.2013 • gfu: SmartTV - gut im Markt, wenig genutzt
gfu Flat-TVs beherrschen den Markt, SmartTV ist in Deutschland „noch nicht in vollem Umfang angekommen“, so der gfu-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Kamp. Eine Umfrage seines Verbandes bestätigt frühere Erkenntnisse zur Webnutzung am TV-Gerät. Danach hatten im November 84 Prozent (Frühjahr: 77 Prozent) der Haushalte ein Gerät mit Flachdisplay. Geräte ab 42 Zoll Bilddiagonale haben 37 (33) Prozent.
Einen SmartTV mit Webanschluß hat ein Drittel der Haushalte, 52 Prozent verneinen die Internetfähigkeit und immerhin 17 Prozent wissen überhaupt nicht, ob sie einen SmartTV besitzen. Von den Besitzern nutzen 41 Prozent die Online-Angebote gar nicht - 62 Prozent dieser Haushalte entschieden das bewußt. Weitere 16 Prozent finden den Anschluß zu kompliziert und für zehn Prozent geben Sicherheitsbedenken den Ausschlag. Trotz geeigneten Geräts verzichten 84 Prozent der über 60jährigen, aber auch 55 Prozent der (eher für technik- und webaffin gehaltenen, dehnmedia) unter 40jährigen auf die Webverbindung. Verhalten ist das Interesse an SmartTVs auch bei potenziellen Neukäufern, von denen Smart-Funktionen für 56 Prozent wichtig sind.
Den vorhandenen und angeschlossenen smarten Fernseher nutzen 38 Prozent für Videos á la YouTube, 34 Prozent mit Sender-Mediatheken und 34 Prozent sehen Online-Fotos. Je 20 Prozent nutzen HbbTV- und kostenpflichtige Dienste.
Drei Prozent der Haushalte wollen noch in 2013 einen neuen Fernseher kaufen - das entspricht gut einer Million Geräte. Indirekt wird damit bestätigt, dass der gravierende Markteinbruch beim TV-Absatz auch vom Weihnachtsgeschäft nicht aufgefangen werden wird.
Quelle: Presseinfo der gfu und Charts vom 10.12.
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9.12.2013 • Digitalradio: Neue Werbekampagne angelaufen
Digitalradio-Schriftzug Deutschlandradio und digitalradio.de starten eine gemeinsame Werbekamapgne, die bis in den Januar hinein vor allem im Online- und Social Media-Bereich läuft. Witzige Clips á la „Geben Deutschlands Kühe mit Digitalradio mehr Milch?“ zeigen die „ungewöhnlichsten Experimente Deutschlands“ und sollen Interesse für Digitalradio wecken. Parallel läuft der Adventskalender auf digitalradio.de mit der Verlosung von Radios weiter.
„DAB+ ist mehr als nur knitterfreier Empfang. Es geht um das Gesamterlebnis. Es begleitet die Menschen im Alltag, die Geräte sind leicht zu bedienen und bieten Mehrwertinformationen, wie Text und Bild. Vor allem aber ist Digitalradio überall frei empfangbar, ohne aufwändige Downloads und ohne Zusatzkosten von Internetprovidern oder Mobilfunkunternehmen“, kommentiert D-Radio Intendant Willi Steul.
Quelle: Presseinfo von DRD vom 9.12., Kampagnenseite.
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9.12.2013 • Digitalradio: „Noch lange nicht übern Berg“
Digitalradio-Schriftzug Bayern Digitalradio DAB sei „noch lange nicht übern Berg“, das Geräteangebot und die Entwicklung bei den Autoherstellern lasse aber hoffen. So Johannes Trottberger, Geschäftsführer des Netzdienstleisters Bayern Digital Radio (BDR), gegenüber radio-wird-digital.de. Zum Durchbruch fehle „bei vielen Programmanbietern noch die Einsicht, dass die Zukunft digital ist und nicht im Internet liegt.“ Internet und Mobilfunk seinen nur ein „Additiv“ zur Terrestrik, schon wegen Datendrosselungen und der Kosten des Nutzers.
Zugleich forderte Trottberger einen Ausstiegstermin aus UKW. Dessen Frequenzressourcen sind erschöpft, während DAB+ Kapazitäten auch für neue Anbieter biete. Kritik äußerte Trottberger auch an den Werbevermarktern. Sie sollten Digitalradio „nicht künstlich klein halten im Sinne von ‚Du bist digital, dich will ich nicht vermarkten, denn du schadest meinen UKW-Erlösen‘.“ Das hätten die auf Werbeerlöse angewiesenen DAB-Pioniere nicht verdient.
Trottberger nannte als künftiges Plus das Notfallsystem Emergency Warning Functionality (EWF). Damit könnten DAB+-Geräte aus dem Standby auf den Notfallkanal geschaltet und eine Warn-LED ausgelöst werden. Bei eingeschalteten Radios werde das laufende Programm zugunsten der Notfallinfos unterdrückt. Das kann mit mehrsprachigen Textinfos über Journaline gekoppelt werden. Auch da sei DAB+ den Smartphones und den Mobilfunknetzen überlegen.
Zugleich teilte Trottberger mit, dass die Bundesnetzagentur die Netzbetreiberlizenz von BDR um zehn Jahre bis 2024 verlängert hat.
Quelle: Audio-Interview mit J. Trottberger vom 6.12. / Hintergrund: DAB+ in Bayern, Zusatzdienste mit DAB+.
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9.12.2013 • Digitalradio: BR- und SWR-Jugendwellen verlosen Radios
Digitalradio-Schriftzug BR Puls Ab dem 16. Dezember verlost BR Puls, die Jugendwelle des Bayerischen Rundfunks, täglich ein Digitalradio - insgesamt stehen 100 Geräte zur Disposition. Die Hörer sind aufgerufen, Fotos einzuschicken, die zeigen, „wo in eurer Wohnung das PULS Digitalradio in Zukunft wohnen soll“.
DAs Ding Der SWR-Jugendsender Das Ding will die Top5 Lieblingssongs 2013 seiner Hörer wissen, die am 26. Dezember gesendet werden. Unter den Teilnehmern des Votings wird täglich ein DigitRadio 500 von Technisat verlost.
Quellen: Teilnahmeaufrufe von BR Puls und Das Ding.
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7.12.2013 • Rundfunkbeitrag: Eine Milliarde Mehreinnnahmen? (2)
Euro-Münze GEZ Willi Steul will mögliche Mehreinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag „im Topf lassen, um die weitere Teuerung für die öffentlich-rechtlichen Sender abzufangen“. Vor Journalisten bezifferte der Intendant von Deutschlandradio die Mehreinnahmen sogar auf 1,15 Mrd. Euro in der bis 2016 laufenden Vierjahres-Gebührenperiode. Das sei jedoch eine Schätzung, „eine sichere Zahl haben wir noch nicht“. Die erwartet Steul erst Ende 2014.
In den letzten Tagen hatten Vertreter der Bundesländer einen Milliardenüberschuß behauptet und eine Gebührensenkung um monatlich bis zu einen Euro in Aussicht gestellt. Vor einer solchen Änderung des Beitragsstaatsvertrages steht der im Januar erwartete 19. KEF-Bericht. Vor zwei Jahren hatten die Experten im 18. Bericht für den Zeitraum von 2013 bis 2016 „einen ungedeckten Finanzbedarf von 304,1 Mio. € festgestellt, dem ein Rundfunkbeitrag von 18,35 Euro entsprechen würde“. Jedoch wurde damals empfohlen, bei 17,98 Euro zu bleiben, da aufgrund der Anfang 2013 vollzogenen Umstellung des Finanzierungssystems „eine verlässliche Ertragsplanung nicht möglich ist“. Eine Evaluierung der Beitragserhebung ist erst für 2014 vorgesehen, wenn sichere Zahlen vorliegen.
Quellen: Meldung des Tagesspiegel vom 6.12. / Hintergrund: 18. KEF-Bericht, dehnmedia zum Rundfunkbeitrag.
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7.12.2013 • Digitalradio: Radio Augsburg bleibt auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug Bayern Entgegen früheren Berichten wird Radio Augsburg weiter über DAB+ verbreitet werden. Dies bestätigte Geschäftsführer Ulrich Bobinger gegenüber radiowoche.de. „Die Gesellschafter haben nach intensiver Diskussion einmütig beschlossen, diesen nach ihrer Ansicht unumkehrbaren Weg der Digitalisierung des Hörfunks an vorderer Stelle weiter zu gehen.“ Das lokale Radioprogramm werde via DAB+ und Livestream weiter senden, die Verbreitung im analogen Kabel werde jedoch eingestellt. Ab Mitte Januar ist ein Gewinnspiel zur Bewerbung von Digitalradio geplant, bei dem DAB+-Geräte zu gewinnen sind, die von Bayern Digital Radio zur Verfügung gestellt werden.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 6.12. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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4.12.2013 • Rundfunkbeitrag: Eine Milliarde Mehreinnnahmen? (1)
Euro-Münze GEZ Die Spekulationen um Mehreinnahmen der Rundfunkanstalten aus dem neuen Rundfunkbeitrag werden nun auch von Landespolitikern geschürt. Laut Stanislaw Tillich (CDU, Ministerpräsident Sachsen) könne für die laufende Vierjahres-Gebührenperiode mit Mehreinnahmen „bis an die Milliardengrenze“ (pro Jahr also 250 Mio. Euro) gerechnet werden. Daher könnte, so Tillich, der monatliche Rundfunkbeitrag von derzeit 17,98 Euro um bis zu einen Euro reduziert werden. Auch Malu Dreyer (SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Bundesländer) erwartet „substanzielle Mehreinnahmen in einer Größenordnung bis zu einer Milliarde“ und stellt eine Senkung in Aussicht.
Tillich und Dreyer gehen offenbar von intern vorliegenden Angaben der KEF aus. Auch die Spitzen von ARD und ZDF bestätigen aktuelle Schätzungen über erwartete „erhebliche Mehreinnahmen“. Beide verweisen darauf, dass die offizielle KEF-Empfehlung, die für Januar avisiert ist, abgewartet werden muss.
Eine Beitragssenkung müsste, wenn die KEF das empfiehlt, in einem Rundfunkbeitragsstaatsvertrag festgeschrieben und dieser von allen Länderparlamenten beschlossen werden. Wirksam werden dürfte das nicht vor Anfang 2015.
Bedenkenswert scheint, dass eine Beitragssenkung - angesichts der zu erwartenden Kostensteigerungen - die Anstalten zu weiteren Sparmassnahmen zwingen könnte. Das würde sich mit Sicherheit auf die Programmqualität und den Leistungsumfang auswirken. Im Ergebnis frohlocken letztlich die Privatsender, deren Einnahmen nicht gesetzlich reglementiert werden.
Quellen: Meldungen zu Tillich (FAZ), Dreyer (Börse Online) vom 3.12. und Intendanten (DWDL) vom 4.12.
Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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4.12.2013 • Privatfunk: TV-Umsätze steigen um sieben Prozent
Euro-Münze Der Umsatz privater TV-Sender hat von 2010 bis 2012 um sieben Prozent (6,5 Mrd. Euro) zugelegt. Pay-TV (also wesentlich Sky) setzte im gleichen Zeitraum sogar 33 Prozent (364 Mio. Euro) mehr um und erwirtschaftete 1,479 Mrd. Euro. Für 2013 werde ein weiterer Anstieg von 250 Mio. Euro erwartet, so die alljährliche Studie von zehn Medienanstalten zur wirtschaftlichen Lage des Rundfunks. Die werbefinanzierten Programme erreichten 2012 mit einem Umsatz von 4,7 Mrd. Euro einen Kostendeckungsgrad von 128 Prozent. Die Privatradios verdienten etwa drei Prozent mehr.
Die Einnahmesituation der öffentlich-rechtlichen Sender stagnierte zwischen 2010 und 2012.
Quellen: Presseinfo der BLM vom 3.12.
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3.12.2013 • DVB-T: Pro7 MAXX jetzt auch in Berlin über Antenne
Überallfernseh-Logo ProSieben MAXX Ab sofort ist das Programm Pro7 MAXX nach München/Südbayern nun auch in Berlin per DVB-T empfangbar und zwar neben TV Berlin, Eurosport und dem Schwestersender Sixx im Kanal 56. Die Programmfamilie setzt damit ihre Strategie fort, ihre zusätzlichen Programme wie Sixx und Sat1 Gold in DVB-T Ballungsräumen in die Luft zu bringen.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 3.12. / Hintergrund: DVB-T in Berlin.
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3.12.2013 • Schweiz: UKW-Ausstieg im Jahr 2019?
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug Nach Medienberichten plant der Schweizer Energy-Ableger ab 2019 nicht mehr mit dem analogen UKW. Dort habe DAB+ klare Priorität. 2019 biete sich für einen Umstieg aller Sender an, weil dann die Lizenzen der Lokalradios auslaufen.
„Bis Ende 2019 wird UKW sicher noch in Betrieb sein“, zitieren Schweizer Medien die zuständige Vertreterin der Regulierungsinstitution Bakom. Die gegenwärtige Doppelversorgung sei sehr teuer und UKW „die letzte analoge Technologie in der Telekommunikation und in den elektronischen Medien“. Sie erwartet bis 2017 einen Parlamentsbeschluß zum UKW-Ausstieg.
In der letzten Zeit wurden in der Schweiz zahlreiche Sender in DAB+ aufgeschaltet. Allerdings zog sich jetzt der Sender Radio 1 aus der digitalen Verbreitung zurück.
Quelle: Meldungen von persoenlich.com vom 1.12., blick.ch vom 1.12. / Hintergrund: DAB+ in der Schweiz.
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3.12.2013 • Digitalradio: Megaradio will Sendezeit verkaufen
Digitalradio-Schriftzug Megaradio Offensichtlich will Megaradio, wie bereits Radio Impala, wesentliche Teile - 15 Stunden - seiner täglichen Sendezeit an den russischen Regierungssender Stimme Russlands verkaufen. Ein entsprechender Antrag soll bei der bayerischen Medienanstalt BLM vorliegen, bestätigte deren Sprecher gegenüber Satellifax. Vor einer Entscheidung müsse aber noch der Vertrag vorgelegt werden.
Megaradio sendet zur Zeit per DAB+ in den vier bayerischen Digitalregionen, Berlin und NRW. Zuvor hatte Megaradio seinen Antrag für ein landesweites Infoprogramm über DAB+ zurückgezogen. Stattdessen wurde Mega 80s für Augsburg und Ingolstadt lizenziert; vor dem Sendebeginn steht laut der Meldung noch die Klärung technischer Fragen.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 2.12. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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2.12.2013 • DVB-T: Bald Regional-Werbung bei ProSiebenSat1?
Überallfernseh-Logo ProSiebenSat1 Der ProSiebenSat1-Konzern will die Fernsehwerbung regionalisieren - auch bei seinen über DVB-T verbreiteten Programmen, meldet digitalfernsehen. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte das bisher aufgrund fehlender regionaler Sendeerlaubnisse verhindert. Darauf reagierend beantrage die Programmfamilie nun landesweite Lizenzen bei den Medienanstalten. Der Konzern prüfe das auch für DVB-T. Sobald die Lizenzen vorliegen sei ein 18monatiger Markttest geplant.
Quelle: Meldung von digitalfernsehen.de vom 2.12.
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2.12.2013 • HbbTV: Multithek jetzt auch über Sat verfügbar
HbbTV Multithek Media Broadcast bietet seinen HbbTV-Dienst Multithek ab dem 3. Dezember auch über Sat (Astra 19,2 Grad, Transponder 113) an und erweitert die potenzielle Zuschauerzahl damit schlagartig auf rund 20 Mio. Haushalte. Neu in dem bereits mit DVB-T verkoppelten Angebot sind die kostenpflichtige Videothek Kymba mit Kinderprogrammen sowie Spiele.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 2.12. / Hintergrund: HbbTV.
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2.12.2013 • Digitalradio: WDR4 digital, Sendeleistungen erhöht
Digitalradio-Schriftzug WDR4 Wie angekündigt hat der WDR seinen DAB+-Multiplex (Kanal 11D) um das Programm WDR4 erweitert. Zugleich wurden WDR2 und der Verkehrskanal VERA auf DAB+ umgeschaltet. Im Vorfeld sei die Sendeleistung hochgesetzt worden. „Wir haben jetzt an fast allen Senderstandorten in NRW die abgestrahlte Leistung deutlich erhöhen dürfen, teilweise auf das Zehnfache des bisherigen Wertes. Das wirkt sich insbesondere beim Empfang im Auto sehr positiv aus.“, Laut Projektkoordinator Rüdiger Malfeld (WDR-Hörfunkdirektion) habe man seit dem DAB+-Start vor zwei Jahren darauf warten müssen, weil internationale Verhandlungen über die Frequenznutzung länger gedauert hätten als erwartet.
WDR3 soll offenbar ab dem 2. Halbjahr 2014 über DAB+ verbreitet werden. Malfeld: „Im Rahmen eines Einführungsprojekts teilen wir uns unser Sendernetz noch bis Sommer kommenden Jahres mit privaten Programmanbietern, die von der Landesanstalt für Medien lizenziert werden. Nach Ende des Projekts hoffen wir, WDR 3 in DAB+ anbieten zu können - und auch noch mehr Zusatzdienste zu allen unseren Programmen.“
Quelle: Presseinfo des WDR vom 2.12. / Hintergrund: DAB+ in NRW.



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