Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte DVB-T Mobil Allgemein Aktuell
Nachrichten-Archiv April 2014

Hinweise: Zum Lesen von PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden. Die Langzeit-Verfügbarkeit von Linkzielen kann nicht gewährleistet werden.


29.4.2014 • Digitalradio: Neun neue Privatradios für Baden-Württemberg
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Die Medienanstalt LfK hat heute folgende Radios für den landesweiten DAB+ Multiplex lizenziert: Baden.fm, Die neue Welle, Die Neue 107.7, Donau 3 FM, Hitradio Ohr, Radio Regenbogen, Radio Ton Digital und Radio 7 Digital sind bereits über UKW etabliert. Einige von ihnen sind auch bei den im Lande schon digital sendenden Programmen big FM worldbeats, egoFM, LiveRadio und Schwarzwald Radio engagiert. Neu ist das Schlagerradio VHR. Den Beginn der Ausstrahlungen stellt die LfK für den 1. Dezember 2014 in Aussicht.
Ursprünglich hatte die LfK im Oktober 2013 drei Programme ausgeschrieben. Wegen des großen Interesses stellte der SWR weitere Kapazitäten bereit und eine zweite Ausschreibung für mehr Sendeplätze folgte.
Gesendet wird, das bestätigt eine Auskunft der LfK an dehnmedia, im Mischkanal 11B. Dieser wird vom SWR bis auf ein verbleibendes Programm geräumt.
Quelle: Eigene Recherche, Presseinfo der LfK vom 29.4. / Hintergrund: DAB+ in BaWue.
Zum Seitenanfang

29.4.2014 • Digitalradio: Neue Firma peilt zweiten Bundesmux an
Digitalradio-Schriftzug Digitalradio-Schriftzug Die eher im Hintergrund laufende Debatte um einen zweiten bundesweiten DAB+-Multiplex bekommt wieder Aufschwung. Eine neu gegründet Firma Privates Radio Deutschland (PRD) bringt sich laut dem Geschäftsführer Axel Rudolph als künftiger Plattform-Betreiber ins Gespräch. National per DAB+ verbreitete Radios könnten den Frequenzmangel auf UKW aufbrechen, um den Radiomarkt „völlig anders anzugehen“. Dabei sei Platz für Neues, während weitere Formate „'mit der allerbesten Musik der letzten Jahre'“ wenig Sinn machten. „Anstatt es einer möglichst großen Gruppe von Hörern recht zu machen, wollen wir einzelne Gruppen von Hörern mit dem bedienen, was ihren besonderen Interessen entspricht.“
Man habe den ZAK-Vorsitzenden Jürgen Brautmeier brieflich um Einleitung der entsprechenden Zulassungs-Massnahmen gebeten. Der Sendebetrieb könnte laut PRD am 1. Oktober 2015 beginnen.
Die zu beteiligenden Programmveranstalter sollen unter einer Dachmarke gebündelt werden. Allerdings fehlt es wohl noch an einem zweistelligen Millionenbetrag, für den man mit Investoren im Gespräch sei.
Quelle: Presseinfo und Interview vom 29.4. (PRD-Website) / Hintergrund: 2. Bundesmux.
Zum Seitenanfang

29.4.2014 • Digitalradio: PureFM ab Donnerstag in Bayern auf Sendung
Digitalradio-Schriftzug Bayern PureFM beginnt am 1. Mai nach Berlin auch in den drei bayerischen DAB+-Regionalnetzen München, Augsburg und Ingolstadt den Sendebetrieb. Der Berliner Veranstalter hatte nach der Lizenzierung im Oktober 2013 den Sendebeginn im Freistaat mehrfach verschoben.
Quelle: Website von PureFM / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

28.4.2014 • DVB-T: Programmplatz in NRW ausgeschrieben
Überallfernseh-Logo Nordrhein-Westfalen Die Landesmedienanstalt LfM hat einen Programmplatz für den 3. Privatmultiplex in den Regionen Köln/Bonn (K 36) und Düsseldorf/Ruhrgebiet (K 52) ausgeschrieben. Der Programmplatz stehe „voraussichtlich kurzfristig“ bereit; welcher Sender DVB-T verlässt, wurde nicht veröffentlicht. Bewerber können sich bis zum 11. Juni bei der Medienanstalt melden.
Quelle: Ausschreibung (Wortlaut) / Hintergrund: DVB-T in NRW
Zum Seitenanfang

28.4.2014 • IFA: Optimismus im Messevorfeld
IFA-Schriftzug Vier Monate vor der Internationalen Funkausstellung (Messe Berlin, 5. bis 10. September) sieht der Messeveranstalter gfu die Branche nach einer Stagnation im Vorjahr wieder im Aufwind. Global will die CE-Branche 2014 um ein und 2015 um weitere fünf Prozent wachsen. Allerdings wird für Europa nur ein geringes Wachstum erwartet. In Deutschland war der Branchenumsatz von 2012 auf 2013 um 2,6 Prozent gesunken, der Umsatz mit Fernsehern sogar um 19,8 Prozent eingebrochen. Richten sollen das ab 2014 „immer größere Bildschirme mit Ultra HD-Auflösung für überwältigende Bildschärfe und Bildqualität, teilweise im 21:9 Kinoformat, Curved TVs“ sowie Smart-Devices.
Nachdem sich das Medienboard aus dem bisherigen Begleitkongress Medienwoche@ifa zurückgezogen hatte (nunmehr als Media Convention Berlin am 6./7. Mai mit anderen Digital-Events gekoppelt) wird mit dem IFA+ Summit eine neue Konferenz-Plattform unter dem Funkturm installiert. Platz dafür, sowie für weitere Aussteller, bietet nach der Schließung des ICC der CityCube-Neubau am Ort der alten Deutschlandhalle.
Quelle: Presseinfo von gfu/Messe Berlin vom 26.4.
Zum Seitenanfang

25.4.2014 • Digitalradio: BR verteidigt sich gegen Kritik
Digitalradio-Schriftzug Im Zusammenhang mit der Branchendebatte um einen Wechsel der Jugendwelle BR Puls nach UKW, wo BR Klassik ersetzt werden soll, gab der BR jetzt einige technischen Informationen.
Danach plant die Anstalt bis 2015 21 neue Standorte für das DAB-Sendenetz. Dann werden 97,3 Prozent der Bevölkerung versorgt und damit die UKW-Abdeckung von BR Klassik (95,7 Prozent) übertroffen. Auf den Autobahnen werde die Abdeckung von DAB+ 2015 sogar 99 (UKW 96,9) Prozent erreichen. Im Übrigen sei die akustische Qualität von BR Klassik über UKW die schlechteste aller BR-Programme auf UKW, weil der Frequenzmangel nur eine eingeschränkte analoge Versorgung erlaube.
Jedes dritte der 3 Mio. in Deutschland verkauften DAB-Radios ist in Bayern in Gebrauch. Der BR investiere „bewusst auch inhaltlich stark in DAB+“ - letztlich um das Henne-Ei Problem zwischen Programmen, Netzabdeckung und Geräteverbreitung zu knacken.
Privatsender und deren Verbände hatten entsprechende Umbaupläne der BR heftig kritisiert, weil sie den Jugendsender Puls über UKW als Konkurrenten ihrer Wellen sehen.
Quelle: Presseinfo des BR vom 24.4. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

25.4.2014 • Digitalradio: SWR4 regionalisiert für Rheinland-Pfalz
Digitalradio-Schriftzug Rheinland-Pfalz Ab heute schaltet der SWR alle Regionalprogramm von SWR4 im DAB+-Kanal 11A für Rheinland-Pfalz auf. Damit sind neben dem bisherigen Mainzer Regionalangebot auch die Sendungen für Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen und Trier zu hören. Der Programmname wurde zugleich von SWR4 auf SWR MZ geändert. Damit verbunden ist der Wechsel des Sendemodus von SWR1 RP und SWR Info; beide Programme kommen nun in DAB+ statt wie bisher in DAB (alt).
Die Erweiterung des Programmangebots „erfolgt aufgrund der positiven Entwicklung von Digitalradio und des daraus resultierenden wachsenden Interesse“, so der SWR. Ein Sendersuchlauf kann notwendig sein.
Quelle: Presseinfo des SWR vom 24.4. / Hintergrund: Rheinland-Pfalz.
Zum Seitenanfang

22.4.2014 • Österreich: Ein Jahr SimpliTV - neue Kampagne, keine Zahlen
Österreich Ein Jahr nach dem Start der DVB-T2 Plattform SimpliTV in Österreich am 15. April 2013 kündigt der Netz- und Plattformbetreiber ORS eine neue Werbekampagne an. Seit dem 17. April laufen die neuen Spots, die Szenen aus Hollywoodfilmen aufgreifen, in österreichischen TV-Programmen.
„Nach dem ersten erfolgreichen Jahr“ wurden jedoch keine Nutzerzahlen bekannt gegeben. Laut dem jüngsten Satelliten-Monitor von Astra teilen sich Antenne und IPTV 130.000 der 1,95 Mio. HD- (insgesamt: 3,59 Mio.) Haushalte des Landes. Trotz der geringen Zahl hatte ein ORS-Vertreter den Switch-Off von DVB-T für 2016 ins Spiel gebracht. Ab dem 26. Oktober kommen alle ORF-Programme über SimpliTV in HDTV.
Quelle: Presseinfo von ORS vom 16.4. / Hintergrund: DVB-T und DVB-T2 (SimpliTV) in Österreich.
Zum Seitenanfang

19.4.2014 • Digitalradio: Bundesmux mit offenen Fragen
Digitalradio-Schriftzug Deutschland Jüngste Entwicklungen beim nationalen DAB+-Multiplex werfen einige grundsätzliche Fragen auf. So fehlt es an Marktzahlen und damit an einer „Währung“ für die Werbepreise, was für die Privatsender wichtig wäre. Das für viele Anbieter teure Doppel-Engagement auf DAB+ und UKW erfordert zudem eine baldige politische Entscheidung über die Perspektiven. Eine UKW-Abschaltung im Jahr 2025 ist derzeit allenfalls „angedacht“. Beides hatte zum Ausstieg von KissFM beigetragen.
Dazu kommen Querelen. So sendet LoungeFM seit Januar 2013 trotz Insolvenz; Äußerungen des Netzbetreibers Media Broadcast provozierten Spekulationen um eine Finanzierung durch Media Broadcast. Verärgert waren die Privaten auch über die Ersetzung von 90elf durch Schlagerparadies - kurz nachdem die ZAK eine Zusammenarbeit beider Veranstalter abgelehnt hatte. Dies löste die Forderung des Lobbyverbandes DRD nach Plattformlizenzen aus; deren Betreiber könnte selbst in vorgegebenem Rahmen Programme akquierieren.
radiowoche.de verweist auf die reservierte Haltung weiterer Privater. So halte Klassik Radio wegen der geringen Gerätezahl die klassischen Verbreitungswege für wichtiger und räume dem Streaming steigende Bedeutung ein. Die Verbreitungskosten seien „für uns als nationaler Sender im Vergleich zu den anderen Übertragungswegen im Verhältnis zum derzeitigen Reichweitenpotenzial sehr hoch“, wird ein Manager des Anbieters zitiert. Angesichts „enormer Verbreitungskosten im bestehenden UKW-Netz“ überlege man, „inwieweit wir weiterhin auf Digitalradio setzen. Mitunter hängt das natürlich auch von der Unterstützung seitens Politik, Industrie und Netzbetreiber ab“. Auch Radio Energy ziehe inoffziell einen Ausstieg ins Kalkül, wolle aber offiziell „erstmal die weiteren Entwicklungen“ abwarten.
Es gibt aber auch gegenteiige Tendenzen. Der „Aufstieg“ von Schlagerparadies in die nationale DAB+-Verbreitung steht für eine differenzierte Beurteilung des Bundesmuxes unter den Privaten. Radiowoche bringt Sport1 ins bundesweite Spiel: Aufgrund der zum Saisonfinale endenden Bundesliga-Kooperation von Sport1 und NRJ diskutiere man dort neben einer Verlängerung „auch die Möglichkeit, einen eigenen Sendeplatz im Digitalradio zu bekommen“.
Offen ist die Perspektive für das Deutschlandradio. Die KEF erwartet vor einer Grundsatzentscheidung zur DAB+-Finanzierung für D-Radio und die ARD ab 2016 die Nennung eines UKW-Abschalttermins.
Alles läuft darauf hinaus, dass die Politik bald ihre Hausaufgaben machen muss. Alternativen zu DAB+ gibt es derzeit nicht. Die Verbreitung (inkl. Streaming) eines gleichwertigen Programmangebots mit LTE-Mobilfunk wäre um ein vielfaches teurer als der digitale Broadcast.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 17.4. / Hintergrund: Nationaler DAB+-Mux, Radio-Boadcast vs. Mobilfunk.
Zum Seitenanfang

17.4.2014 • Schweiz: Zweiter DAB+-Mux für die französische Schweiz
DABplus-Logo Schriftzug Schweiz Gestern startete in der französischsprachigen Westschweiz ein zweiter DAB+-Multiplex. Darin werden 15 Programme, davon 13 private, verbreitet. Die neuen Programme sind im Block 10B zu empfangen.
Ab dem 1. Mai will ein privater Betreiber lokale DAB+-Inseln zunächst testweise ans Netz bringen. In der Schweiz wurden bislang 1,5 Mio. DAB+-Radios, darunter 100.00 Autoradios, verkauft.
Quelle: Presseinfo von Romandie Médias vom 16.4. / Hintergrund: DAB+ in der Schweiz.
Zum Seitenanfang

16.4.2014 • Niederlande: KPN will mit DVB-T Digitenne weitermachen
Niederlande Logo Digitenne Der Netzbetreiber KPN will das niederländische Pay-TV per DVB-T Digitenne nach Ende der Lizenzzeit für die Frequenznutzung am 31. Januar 2017 fortsetzen. Darüber werden neben den kommerziellen auch öffentlich-rechtliche und internationale Kanäle für monatlich 12,50 Euro verbreitet. Ende 2013 meldete KPN 591.000 Kunden für den Dienst. Eine Entscheidung der Behörden über die weitere Frequenzzuwidmung steht noch aus.
Quelle: Artikel bei BroadbandTVNews vom 16.4.
Zum Seitenanfang

16.4.2014 • Belgien: DVB-T2 Pay-Angebot abgeschaltet
Belgien DVB-T2 Logo (DVB Project) Der belgische Netzanbieter Norkring hat seine drei DVB-T2 Multiplexe abgeschaltet. Dem war die Entscheidung von Telenet vorausgegangen, die 2012 mit 18 Kanälen gestartete Pay-Plattform Teletenne aufgrund zu geringer Nachfrage einzustellen. Nicht betroffen sind die drei Programme der öffentlich-rechtlichen Veranstalter VRT und RTBF sowie das regionale Télé Bruxelles.
Quelle: Artikel bei BroadbandTVNews vom 9.4.
Zum Seitenanfang

16.4.2014 • DAB+: Neue Chipgeneration vorgestellt
DABplus-Logo Schriftzug Mit „Kino 4“ stellt Frontier Silicon dieser Tage einen neuen Chip für die DAB-Standardfamilie vor, der die Funktionen von vier bisher getrennt arbeitenden Chips integriert. „Kino 4“ verspricht gegenüber dem Vorgänger u.a. einen halbierten Stromverbrauch und die Möglichkeit des platzsparenden Einbaus auch in Smartphones. Das Unternehmen zielt damit auf preisgünstige portable Geräte der Einsteigerklasse (unter 30 $ Verkaufspreis) ebenso wie auf Radios mit Bluetooth, Sonderfunktionen (Uhrenradios, Docks, Heimsysteme) und den automobilen Bereich.
20 Mio. Vorgängerchips werden in 300 Gerätemodellen verwendet; Frontier Silicon sieht sich damit als Weltmarktführer bei Digitalradio-ICs.
Quelle: Presseinfo von Frontier Silicon vom 12.4.
Zum Seitenanfang

15.4.2014 • Österreich: Wird der DVB-T2 Umstieg schon 2016 vollzogen?
Österreich „Voraussichtlich 2016“ könnte Österreich den Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 vollziehen. Das deutet Michael Weber vom Plattform- und Sendenetzbetreiber ORS in einem Interview an. Vor einem Jahr startete in der Alpenrepublik das kostenpflichtige DVB-T2/HDTV-Angebot SimpliTV. Am 26. Oktober steigen zwei ORF-Programme auf HDTV um. Laut Weber seien 50 Prozent der Nutzer mit SimpliTV „sehr zufrieden“.
Schon aufgrund der stetig steigenden Haushaltsaustattung mit HDTV-Fernsehern „werden nach und nach alle TV-Sendungen nur noch in High Definition gezeigt werden“. Das treibe den Switch-Off von DVB-T an. Weber kündigte, ohne Details zu nennen, „eine regionale Programmerweiterung bis zu 60 Programmen“ an.
Eine Kundenzahl nannte Weber nicht. Jüngste Zahlen von Astra fassen 130.000 Haushalte zusammen, die per DVB-T2 oder IPTV HDTV-Programme empfangen.
Deutschland ARD und ZDF haben den Einführungsbeginn für DVB-T2 ab 2017 geplant. Sie erhoffen sich zudem von dem neueren Kompressionsstandard H.265/HEVC, für den es zur Zeit noch keine Seriengeräte gibt, einen erheblich effizienteren und kostengünstigeren Sendebetrieb als mit dem u.a. in Österreich genutzten MPEG-4/H.264.
Quelle: Artikel bei kurier.at vom 15.4. / Hintergrund: DVB-T und DVB-T2 (SimpliTV) in Österreich.
Zum Seitenanfang

14.4.2014 • DVB-T: RTL-Verbleib noch nicht fest entschieden
Überallfernseh-Logo Die Lizenz-Verlängerung für RTL in NRW bis 2019 bedeute keine Entscheidung für den Verbleib der Programmfamilie auf DVB-T. „Wir schauen uns derzeit die einzelnen Regionen genau an und werden rechtzeitig kommunizieren, ob und wie es mit der Verbreitung der Sender der Mediengruppe RTL Deutschland via DVB-T nach dem 31. Dezember 2014 weitergeht“, wird ein RTL-Sprecher in Medien zitiert. Mit dem Netzbetreiber Media Broadcast führe man „konstruktive Gespräche“ - offenbar über die Verbreitungskosten.
Quelle: Meldung von Infosat vom 14.4.
Zum Seitenanfang

12.4.2014 • England: Digitalradio in 45 Prozent der Neuwagen
England DAB-Logo Schriftzug Nach Angaben aus der britischen Automobilbranche waren 45,2 Prozent der dort im 1. Quartal 2014 (nach 42,8 Prozent im 4. Quartal 2013) verkauften Neuwagen ab Werk mit einem DAB+-Radio ausgestattet. Die März-Daten (45,8 Prozent, 212.000 Autos) weisen auf einen weiter steigenden Trend. Für die 2. Jahreshälfte wird ein Anstieg auf über 50 Prozent erwartet.
Quelle: Meldung von Digitalradio UK vom 10.4. / Hintergrund: DAB+ in England.
Zum Seitenanfang

12.4.2014 • DVB-T: Lizenzverlängerungen bis 2019 für NRW
Überallfernseh-Logo NRW Die Medienkommission der Medienanstalt LfM hat die NRW-Lizenzen für die DVB-T Ausstrahlung der beiden großen Programmkonzerne verlängert. Die Entscheidung beinhaltet zwei interessante Aspekte.
Zum Einen zeigt sich, dass die RTL-Gruppe den „Ausstieg in den Ausstieg“ ihres DVB-T Engagements offenbar umzusetzen beginnt. Zum Anderen deutet die Lizenzverlängerung um fünf Jahre (bis Ende 2019) an, dass beide Konzerne zumindest bis zu der dann zu erwartenden Umstellung auf DVB-T2 über die Antenne senden wollen. Die ProSiebensat1-Gruppe hatte schon vor Jahresfrist ihre Verträge mit dem Netzbetreiber bis Ende 2018 verlängert.
Die Entscheidung betrifft die NRW-Multiplexe der ProSiebenSat1- und der RTL-Gruppe in den DVB-T Regionen Köln/Bonn und Düsseldorf/Ruhrgebiet. Nicht entschieden wurden über die Programme des 3. Privat-Multiplexes, wo kürzlich die Ersetzung von Viva durch Sixx (Pro7Sat1-Gruppe) beschlossen wurde.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 11.4. / Hintergrund: DVB-T in NRW.
Zum Seitenanfang

11.4.2014 • DVB-T: Lizenzverlängerungen und Ausstieg von FrankenTV
Überallfernseh-Logo Bayern Der Medienrat der bayerischen Medienanstalt BLM beantwortete die Frage einer möglichen Neuausschreibung der DVB-T Frequenzen gestern mit der Lizenzverlängerung für die in Bayern verbreiteten Privatprogramme. Die bisher in Bayern bis zum 31. Mai 2014 lizenzierten Programme Kabel1, Pro7 MAXX, Sat1 Gold, Sixx, HSE24, Tele5, N24, DMAX und ManouLenz können nun bis zum 31. Dezember 2015 senden. Unerwähnt bleibt in der Meldung eine etwaige Präsenz der RTL-Gruppe, die in München per 31.7.2013 die DVB-T Verbreitung gestoppt hatte.
In einer zweiten Entscheidung wurde die Kopplung der Sendelizenz für Franken Fernsehen an die Beteiligung bei DVB-T aufgehoben. Das Lokalprogramm, bisher im Nürnberger DVB-T Kanal 60 vertreten, muss jetzt nicht mehr terrestrisch verbreitet werden. Einen entsprechenden Antrag hatte der Veranstalter mit den Kosten und einem Zuschauerpotenzial von nur fünf Prozent begründet. Ein Termin für die Abschaltung wurde nicht genannt.
Quelle: Presseinfos der BLM vom 10.4. zu Lizenzen, FrankenTV / Hintergrund: DVB-T in Süd- bzw. Nord-Bayern.
Zum Seitenanfang

10.4.2014 • Österreich: Sat jagt Kabel Haushalte ab
Österreich Die Nutzung des Sat-Empfangsweges hat in Österreich leicht zulasten des Kabels zugenommen. Nach Angaben von Astra empfangen nun 2 Mio. Haushalte per Schüssel (2012: 1,9 Mio.), per Kabel 1,25 (1,34) Mio., per DVB-T stabil 0,18 Mio. und per IPTV 0,16 Mio. Haushalte.
Von den insgesamt 3,59 Mio. TV-Haushalten des Alpenlandes setzen 54 Prozent (1,95 Mio.; Vorjahr 45 Prozent) der Haushalte auf HDTV. Davon sind 1,2 Mio. Sat- und 0,62 Mio. Kabelhaushalte. Die restliche HD-Nutzung (130.000 HH) verteilt sich auf Antenne und IPTV.
Quelle: Presseinfo von Astra vom 9.4. / Hintergrund: DVB-T und DVB-T2 (SimpliTV) in Österreich.
Zum Seitenanfang

9.4.2014 • AGF: Nimmt die Digitalisierung Fahrt auf?
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Im März entschieden sich etwa 230.000 Haushalte für den digitalen TV-Empfang im Kabel. Das Nutzerpotenzial liegt damit laut AG Fernsehforschung aktuell bei 28,9 Mio. Haushalten, das entspricht 78,7 Prozent (Vormonat: 78,1 Prozent) von 36,71 Mio. TV-Haushalten. Der Monatswert macht damit knapp die Hälfte der Umsteiger seit Jahresbeginn (28,41 Mio. Haushalte, 77,4 Prozent) aus. Bei dem Tempo würde es noch etwa fünf Jahre dauern, bis auch die (Kabel-) TV-Haushalte ohne analogen Empfang auskommen. Ob die von einigen großen Netzbetreibern angekündigte Aufschaltung zahlreicher öffentlich-rechtlicher HD-Programme das beschleunigt?
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.4.2014.
Zum Seitenanfang

9.4.2014 • Digitalradio: DRD fordert Plattform-Regulierung
Digitalradio-Schriftzug Die Anbieter des bundesweiten DAB+-Multiplexes fordern die Medienanstalten auf statt wie bisher einzelne Programme künftig Programmplattformen zu lizenzieren. Begründet wird das von Digitalradio Deutschland (DRD) mit den Erfahrungen der Vergabe des Sendeplatzes von 90elf an Schlagerparadies. Die aktuelle Situation sei „nicht marktgerecht, weil die in der DRD engagierten Anbieter, die hohe Investitionen tätigen, nicht flexibel und schnell genug für die Platzierung neuer Formate aktiv werden können, wie es eigentlich für ein derartiges Technologie-Projekt erforderlich wäre“, so DRD-Geschäftsführer Willi Schreiner. Neue Spielregeln sollten daher einfacher sein, aber auch medienrechtliche Vorgaben wie Vielfaltsgebote einbeziehen.
Eine Umsetzung würde bedeuten, dass Anbietergemeinschaften oder Einzelanbietern künfitg Sendekapazitäten (Capacity Units) nicht nur für einzelne Programme zugeteilt werden, die die Lizenzträger dann mit attraktiven Programmen füllen.
Quelle: Presseinfo von DRD vom 9.4. / Hintergrund: Nationaler DAB+-Mux.
Zum Seitenanfang

7.4.2014 • Digitalradio: Klassik Radio will Euro-Chip
DABplus-Logo Schriftzug Nach der Regiocast-Gruppe hat sich mit Klassik Radio (DAB+-Bundesmux) ein weiterer Privatveranstalter aus Deutschland der Euro-Chip Initiative der EBU angeschlossen. „Gerade für einen nationalen Radioanbieter ist es nicht nur wichtig, sich stark um die neuen Verbreitungswege zu kümmern, sondern auch einen nahtlosen Übergang von der analogen zur digitalen Welt zu schaffen und damit keine Hörer auszugrenzen, die noch über keine digitale Technik verfügen“, argumentiert Vorstand Ulrich Kubak.
KissFM Hatte seinen Ausstieg aus dem DAB+-Bundesmux zu Ende März u.a. mit der fehlenden politischen Unterstützung in Deutschland für das Konzept begründet, das UKW und DAB+/DMB auf einer technischen Plattform vor allem für mobile Empfänger zusammenfasst.
Quelle: Presseinfo der EBU vom 4.4.
Zum Seitenanfang

3.4.2014 • Frequenzen: Kritik an Auktionsvorhaben
Überallfernseh-Logo Der Plan der BNetzA für die baldige Auktionierung des 700 MHz-Fernsehbandes ruft Kritiker auf den Plan. Laut Ulrich Liebenow (Deutsche TV-Plattform) bestehe weder Bedarf noch Investitionsbereitschaft beim Mobilfunk für das 700 MHz-Band, berichtet das aktuelle Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk.
Matthias Fehr (Association of Professional Wireless Production Technologies e.V., APWPT) verweist auf Statements des Bundesrates gegen eine Versteigerung und auf den Wunsch der Länderkammer, vor jeder Änderung den Produktions- und Veranstaltungsfunk zu sichern. Es bestehe „kein Spielraum für eine Frequenzversteigerung vor einer nationalen Einigung und notwendigen Anpassungen, die mindestens bis 2021 dauern dürften“. Damit spielt Fehr auf den auch von BNetzA für erforderlich gehaltenen „nationalen Konsens“. Er trat aber dem Wunsch von BNetzA entgegen, die Frequenzen „schnellstmöglich“ zu vergeben.
Alexander Dobrindt (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, macht an gleicher Stelle deutlich, dass er die Frequenzvergabe durchziehen will, um bis 2018 eine flächendeckende Breitbandversorgung mit „mindestens 50 MBIT in der Sekunde“ zu sichern. Dobrindt weiter: „Ein großer Teil der Einnnahmen aus den zukünftigen Frequenzversteigerungen der so genannten Digitalen Dividende“ soll „in die Digitalbranche zurückfließen“.
Quelle: Meinungsbarometer (März 2014) / Hintergrund: Digitale Dividende 2, Digitale Dividende 1.
Zum Seitenanfang

3.4.2014 • Digitalradio: NRW-Lokalradios und DAB+
Digitalradio-Schriftzug Nordrhein-Westfalen Laut dem Fachdienst Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk könnten sich Zeitungsverleger in NRW, die bereits Lokalradios finanzieren, ein Engagement beim Digitalradio vorstellen - in frühestens fünf Jahren. Hendrik Wüst (Verband der NRW-Zeitungsverleger) nennt als Voraussetzung ein „Angebot der Landesmedienanstalten zu marktgerechten Preisen“ und eine technische Lösung für die regional begrenzte Ausstrahlung der Lokalradios.
Die Forderung Wüsts läuft auf eine Förderung und kleinzellige Netze (erinnert an das Konzept des Leipziger DVB-T-Kanals) hinaus. Eine passende Sendetechnik will die TU Kaiserlautern im Sommer vorstellen. Dem hält die Landesregierung entgegen, dass die im Mischkanal 11D vorhandenen Kapazitäten für Privatradios nicht voll genutzt werden. Ein weiterer verfügbarer Kanal sei nicht abgefordert worden. Johannes Trottberger (Bayern Digital Radio) hält es allerdings nicht für zukunftsfähig, das „klein, klein im UKW“ bei DAB+ zu wiederholen. Sinnvoll, auch für Werbeschaltungen, wären größere und zielgruppenorientierte Programme.
Quelle: Meinungsbarometer (März 2014) / Hintergrund: DAB+ in NRW.
Zum Seitenanfang

2.4.2014 • Österreich: Zwei ORF-Spartenkanäle ab Oktober in HD
Österreich Der Österreichische Rundfunk will sein drittes TV-Programm und seinen Spartenkanal ORF Sport+ ab dem 26. Oktober in HDTV auch über das DVB-T2-Paket SimpliTV ausstrahlen. Auch die Regionalmagazine Bundesland Heute auf ORF2 kommen dann mit hochaufgelösten Bildern. Damit werden alle Programme der öffentlich-rechtlichen Anstalt des Nachbarlandes in HD verfügbar sein.
Quelle: Meldung des Standard vom 2.4. / Hintergrund: SimpliTV.
Zum Seitenanfang

2.4.2014 • Frequenzen: BNetzA will auch das 700 MHz-Band versteigern
Überallfernseh-Logo Der Zusammenschluß von Telefonica und E-Plus und auslaufende Lizenzen machen eine Neuordnung der Mobilfunk-Frequenzen notwendig. Das wird zur Nagelprobe für die Wertschätzung der Politik für das Antennenfernsehen, denn die Bundesnetzagentur (BNetzA) stellt auch TV-Frequenzen zur Disposition. Laut einem aktuellen Eckpunktepapier („Projekt 2016“) plant die BNetzA, die bisherigen „mit weiteren verfügbaren Frequenzen, insbesondere aus dem Bereich 700 MHz, schnellstmöglich nachfragegerecht für mobiles Breitband in einem Vergabeverfahren bereitzustellen.“
Offenbar wird aber damit gerechnet, dass das nicht ganz so glatt abgeht, wie die Mobilfunkbetreiber das gerne hätten. Die Bundeskoalition hatte sich im Koalitionsvertrag darauf festgelegt, „auf nationaler und europäischer Ebene im Einvernehmen mit den Ländern die Belange des hiervon betroffenen Rundfunks (DVB-T) und die Interessen der Nutzer drahtloser Produktionsmittel (z. B. in Kultureinrichtungen) (zu) berücksichtigen. Die für den Umstieg auf DVB-T2 notwendigen Voraussetzungen müssen erhalten bleiben.“ Allerdings heißt es in dem Dokument auch, die durch „DVB-T2 künftig frei werdenden Frequenzen wollen wir im Einvernehmen mit den Bundesländern vorrangig für die Breitbandversorgung im ländlichen Raum bereitstellen.“
Wie das in der Praxis ausgeht, bleibt abzuwarten. Die BNetzA trägt dem mit der Bemerkung Rechnung, für eine Auktion des 700 MHz-Bandes sei „die Herstellung eines nationalen Konsenses rechtzeitig vor Beginn der Vergabe Voraussetzung“.
2010 hatte allein die Versteigerung des 800 MHz-Bandes der Bundeskasse 3,58 Mrd. Euro des Gesamterlöses von 4,4 Mrd. Euro eingebracht. Im Gegensatz zu Forderungen der Bundesländer und der Betroffenen (z.B. des Produktionsfunks) hatte sich der Bund seinerzeit bei Entschädigungen allerdings sehr zurückgehalten.
Quelle: Eckpunktepapier, Stellungnahmen / Hintergrund: Digitale Dividende 2, Digitale Dividende 1.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2017) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff