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Nachrichten-Archiv November 2014

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29.11.2014 • Digitalradio: Bundes-Mux Ausbau im Dezember
Digitalradio-Schriftzug Laut einer Presseinfo des ERF wird der bundesweite Kanal 5C noch im Dezember (laut ukwtv.de am 10.12.) um die mitteldeutschen Standorte Jena, Bad Lobenstein (Sieglitzberg) und Oschatz (Collmberg) ausgebaut. Im 1. Quartal 2015 sollen Anlagen bei Wittenberg und auf dem Brocken aufgeschaltet werden. Das steht im zeitlichen Zusammenhang mit der Zusammenfassung der bisher getrennten Teilnetze des MDR in Sachsen und Thüringen zu jeweils einem SFN.
Nach eigenen Angaben hat der ERF über eine Tochterfirma bis jetzt 30.000 DAB+-Radios verkauft. Rund ein Dutzend Modelle werden zwischen 50 und 130 Euro angeboten.
Quelle: Presseinfo des ERF vom 19.11. / Hintergrund: DAB+ in national.
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29.11.2014 • Digitalradio: Digital statt Lang- und Mittelwelle
Digitalradio-Schriftzug Deutschlandradio wird zum Jahresende seine Langwellen und Ende 2015 seine Mittelwellen abschalten. Die Anstalt setze für ihre drei Programme auf das nationale DAB+-Paket und die flächendeckende Verfügbarkeit über Satellit und Internet. Die durch die Einstellung der analogen Ausstrahlungen gesparten Beitragsgelder kämen „der besseren DAB+-Qualität, dem hervorragenden mobilen Empfang, den hilfreichen Zusatzdiensten und nicht zuletzt von der kostengünstigeren, flächendeckenden Verbreitung“ entgegen, so Technikchef Chris Weck.
Die KEF hatte die Anstalten beauflagt, die Verbreitung über Mittel- und Langwelle zu beenden. Zugleich wurden ARD und D-Radio aufgefordert, eine Aussage über den Zeitraum der analog/digitalen Parallelausstrahlung und einen UKW-Abschalttermin zu treffen, um bis zu 79 Mio. Euro einzusparen.
Quelle: Wagner-Interview mit radioszene.de vom 28.11. / Hintergrund: DAB+ in national.
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29.11.2014 • Digitalradio: Radio7 zu Programm und UKW-Diskussion
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Radio7 will via DAB+ ab Montag eine „weitere baden-württembergischen Regionalisierungsstrecke“ zusätzlich zu den bisherigen UKW-Wellen bieten. Anläßlich des Starts des landesweiten Multiplexes im Kanal 11B erwartet Programmdirektor Mike Wagner keine schnelle UKW-Abschaltung und kündigte einen Netzausbau im Süden des Bundeslandes innerhalb der kommenden 24 Monate an. Die Frage „Digitalradio – ja oder nein?“ stehe nicht mehr; Zuhörer entschieden sich, wie zuvor z.B. bei den Smartphones, „einfach für die neueste Technologie“. Die Abschaltung von LiveRadio, an dem Radio7 beteiligt war, kommentierte Wagner, das dieses Spartenkonzept nicht „massenkompatibel“ war; man habe aber ein „Feedback bekommen, wo wir Vermarktungsansätze finden“.
Quelle: Wagner-Interview mit radioszene.de vom 28.11. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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28.11.2014 • Digitalradio: Energy-Chef zu 2. Bundesmux & UKW-Aus
Digitalradio-Schriftzug „Ein zweiter nationaler Multiplex könnte ganz sicher weitere Kaufanreize für DAB+ Geräte schaffen, wenn dort Programme angeboten werden, die es auf dem Markt noch nicht gibt.“ Diese Position vertritt Olaf Hopp, Chef von Energy Deutschland, im Fachdienst Medienbarometer Digitaler Rundfunk. Entscheidend seien Alleinstellungsmerkmale neuer Programme, „die es den Hörern wert sind, 29 Euro in ein DAB+ Radio zu investieren“. Hopp votiert gegen eine frühe Festlegung des Termins der UKW-Abschaltung. Mehr Hörer könnten z.B. mit dem zweiten Bundesmux gewonnen werden. „Und ab dem Zeitpunkt einer quasi flächendeckenden Versorgung von 95 % und einer DAB+ Nutzung von mindestens 50 %, könnte eine 5-Jahresfrist beginnen, an deren Ende dann tatsächlich die Abschaltung von UKW steht.“
Einen Erfolg für DAB+ sieht Hopp beeinflusst „vom Zusammenspiel aller beteiligten Partner wie Geräteindustrie, Politik, Programmveranstalter und Handel“. Jedoch sei das Marketing, zumal die Beteiligung der Privaten an den Kosten, begrenzt und nicht ausreichend. Die anderen Partner müssten „deutlich mehr Mittel zur Verfügung stellen“, um die öffentliche Wahrnehmung zu erhöhen.
Im Internet sieht Hopp keine wirkliche Alternative zum Digitalradio. Das begründet er u.a. mit Vergleichsstudien, den Nutzungskosten und der Kontrolle der Netze durch ausländische Betreiber. „Rundfunk gehört in der Bundesrepublik Deutschland zur Grundversorgung und ist ein öffentliches Gut, das aus gutem Grund besonders geschützt ist und auch weiterhin geschützt werden muss.“ Der ungehinderte Zugang zu Rundfunkprogrammen sei zu gewährleisten. Hopp lehnt kommerziell begründete Empfangseinschränkungen, z.B. durch Drosselung von Datenmengen, ab.
Quelle: Hopp-Interview für Medienbarometer vom 27.11. / Hintergrund: 2. Bundesmux für DAB+.
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27.11.2014 • DVB-T: 700 MHz-Umwidmung kostet mehr als sie einbringt
Terrestrik Die europaweit geplante Umwidmung des 700 MHz-Frequenzbandes vom Fernsehen zugunsten des Mobilfunks ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Das stellt eine aktuelle Studie von Aetha fest, die von Albertis, Arqiva, BBC, BNE, EBU und TDF beauftragt wurde.
Dafür wurden Umsätze des TV-Betriebes (einschließlich des Endgeräteverkaufs) über 15 Jahre hinweg für die 28 EU-Staaten kalkuliert. Danach koste die Räumung des 700 MHz-Bereiches um 38,5 Mrd. Euro, während der Wert mobiler Dienstleistungen nutzungsabhängig maximal 10,3 Mrd. Euro erreiche. Es gebe also kein wirtschaftliches Motiv für eine Umwidmung.
Die von der Wellenkonferenz (WRC-2015) geplante parallele (koprimäre) Nutzung ließe beachtliche negative Auswirkungen auf die Terrestrik erwarten. Das Vertrauen in deren Zukunftssicherheit würde unterminiert; die TV-Terrestrik (die in anderen EU-Ländern wesentlich mehr genutzt wird als in Deutschland) würde hinter andere Verbreitungsplattformen zurückfallen und die Lebensfähigkeit der Terrestrik ohne Not riskiert.
Quelle: Aetha-Studie im Wortlaut / Hintergrund: Digitale Dividende 2.
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27.11.2014 • Digitalradio: VPRT zum ARD-Statement
Digitalradio-Schriftzug VPRT Der VPRT, in dem die großen Privatradios zusammengeschlossen sind, nimmt die ARD-Position zum Digitalradio als „Zeichen zur Kenntnis“. Für die Privatradios, so Klaus Schunk (Fachbereichsvorsitzender Radio), stehe die Refinanzierung im Vordergrund, „die sich aus der tatsächlichen Nutzung und nicht aus einer technischen Reichweite ergibt“. Der Verband setze weiterhin „auf einen breiten Digitalisierungsansatz über alle digitalen Angebotsformen hinweg, ohne dies auf einen Übertragungsweg zu beschränken“. Der VPRT wiederholt damit seine Positionierungen, die Webradio gegenüber Digitalradio bevorzugt.
Schunk fordert von der ARD, den Privaten keine Konkurrenzzu machen und keine Wettbewerbs- und Jugendwellen auf UKW aufzuschalten. Wer einen Dialog anbiete könne nicht gleichzeitig den „digitalen Verdrängungswettbewerb“ fortsetzen. Zuvor hatte der Verband vehement gegen die vom BR geplante Verlagerung der Jugendwelle Puls vom Digitalradio nach UKW protestiert.
Quelle: Presseinfo des VPRT vom 26.11. / Hintergrund: DAB+.
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26.11.2014 • Digitalradio: ARD steht weiter zu DAB+
Digitalradio-Schriftzug ARD Die ARD steht zur Weiterentwicklung des Digitalradio. „Es ist uns gelungen, eine einheitliche Position innerhalb der ARD zu erarbeiten“, kommentierte ARD-Vorsitzender Lutz Marmor frühere Meldungen über unterschiedliche Positionen der Anstalten zum Termin einer UKW-Abschaltung, ohne ins Detail zu gehen. „Die Simulcastphase, also die gleichzeitige Radioverbreitung über UKW und DAB+, soll so lange wie nötig und so kostengünstig wie möglich gehalten werden.“ Der Umstieg sei aber nur mit Unterstützung des Gesetzgebers und der Privatsender zu schaffen.
Eine ARD-Arbeitsgruppe hatte einen internen Bericht zum Umstiegsszenario mit Einschätzungen zur technischen Versorgung, der Ausstattung der Haushalte und Kfz, vorgelegt. „Die Hörerinnen und Hörer brauchen von uns die Gewissheit, dass digitales Radio ihnen ein Plus an Sendungsvielfalt, ein Plus an Empfangsqualität und ein Plus an Service-Informationen über die neuen Empfangsgeräte bietet“, so die AG-Leiterin und MDR-Intendantin Karola Wille. „In diesem Sinne möchten wir mit den privaten Anbietern die für einen Umstieg relevanten Kriterien inhaltlich ausfüllen.“
Deutschlandradio Intendant Willi Steul will die UKW-Abschaltung auf 2025 festgelegt sehen, wiederholte er in einer Reaktion auf die ARD-Mitteilung. Schon wegen der Kosten des Simulcast sei „ein durch die Politik verbindlich zu setzendes Abschaltdatum“ notwendig.
Der Verein Digital Radio hatte zuvor Kriterien vorgeschlagen. Die KEF drängt ARD und D-Radio auf die Nennung eines UKW-Abschaltdatums bis 2015. Kommt es bis dahin zu keiner Einigung mit den Privaten, könnte die KEF die Mittel für Digitalradio streichen.
Quelle: Presseinfos der ARD und von D-Radio vom 26.11. / Hintergrund: DAB+.
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26.11.2014 • Digitalradio: Radio Paradiso bewirbt sich für Ba-Wü
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Radio Paradiso hat sich um den von Live Radio aufgegebenen Programmplatz im Baden-Württemberger DAB+-Kanal 11B beworben. Das wurde auf einer Fachveranstaltung in Stuttgart bekannt. Die Entscheidung der Medienanstalt LfK steht noch aus. Der Veranstalter Evangelischer Presseverband sendet das bereits in Berlin und kann damit rechnen, auch auf der gerade beschlossenen Hamburger Privatplattform vertreten zu sein.
Zum Betriebsbeginn des Privatkanals am 1. Dezember wird der SWR seine Programme im Kanal 11B abschalten. Das Netz der SWR-Kanäle 8D und 9D wurde dieser Tage erheblich erweitert. SWR4 wird sich in Baden-Württemberg zugleich mit allen Regionalprogrammen und nun in DAB+ präsentieren. Radio Ton, das neunte für den Kanal 11B lizenzierte Programm, wolle den Sendebetrieb in 2015 aufnehmen, heißt es weiter.
Quelle: Meldung von radioszene.de vom 26.11. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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25.11.2014 • Digitalradio: Kampagne zum Start der Privaten in Ba-Wü
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Auch in Baden-Württemberg startete eine Werbekampagne, um Digitalradio nicht nur für das Weihnachtsgeschäft des Handels ins Gespräch zu bringen. Die Kampagne hebt „ganz besonders auf den Start der privaten Sender auf DAB+ und die vollständige Regionalisierung von SWR4 Baden-Württemberg ab“. Denn am 1. Dezember gehen 8 neue landesweite Privatprogramme (baden.fm, die neue Welle, Die Neue 107.7, Donau 3 FM, Hitradio Ohr, Radio Regenbogen, Radio 7 und Radio VHR) im landesweiten Kanal 11B auf Sendung. Das ebenfalls lizenzierte Radio Ton tritt offenbar nicht an.
Weitere Werbeaktivitäten sind bis Weihnachten u.a. in NRW, im Rhein-Main-Gebiet, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vorgesehen. Beim Weihnachts-Countdown von digitalradio.de werden ab sofort 30 Radios verlost.
Quelle: Presseinfo von Initiative Digitalradio vom 25.11. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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25.11.2014 • Digitalradio: BR startet Kampagne / Netzausbau 2014
Digitalradio-Schriftzug Bayern Der Bayerische Rundfunk hat eine Kampagne für Digitalradio begonnen. Bis zum 7. Dezember wird dafür im Programm sowie auf Plakatflächen und Videowänden in Elektronikmärkten, auf Bahnhöfen und in Einkaufszentren geworben.
Zugleich wird mitgeteilt, dass das Sendenetz im BR-Kanal 11D bis Jahresende um sechs auf 34 Standorte erweitert wird. Im Oktober sind bereits fünf neue Anlagen auf Sendung gegangen. Bis Ende 2016 soll das Netz dann 50 Standorte umfassen. Die derzeit 28 Standorte versorgen laut BR 92,9 Prozent der Bevölkerung (outdoor) bzw. 72,3 Prozent Indoor und 97,5 Prozent der Autobahnstrecken im Freistaat. Am 2. Februar startet das neue Programm BR-Heimat.
Am 9. Dezember stellt sich BR-Intendant Ulrich Wilhelm ab 20.15 Uhr live im Fernsehen Zuschauerfragen zum Thema „Digital statt UKW“.
Quelle: Presseinfo des BR vom 25.11. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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23.11.2014 • DVB-T: RTL Nitro statt CNN in NRW / 5. Programm möglich
Überallfernseh-Logo Nordrhein-Westfalen Die Medienkommission der NRW-Medienanstalt LfM hat den bis zum 3. November von CNN in den DVB-T Regionen Köln (K36) und Ruhrgebiet (K52) belegten Programmplatz an RTL Nitro (erstmals über DVB-T verbreitet) vergeben. Das teilte eine Sprecherin der Anstalt auf Anfrage von dehnmedia.de mit. Offenbar will man auch den unterlegenen Bewerber Pro7 Maxx der anderen großen Mediengruppe nicht leer ausgehen lassen. Man prüfe daher „eine technische Variante (Pilot) ..., einen Multiplex mit fünf Programmen zu belegen“.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T in NRW.
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21.11.2014 • Digitalradio: Radio Salü weitere fünf Jahre über DAB+
Digitalradio-Schriftzug Saarland Die Ende des Jahres auslaufende DAB+-Zuweisung an Radio Salü wurde um fünf Jahre, also bis zum 31. Dezember 2019, verlängert. Das beschloss heute der Medienrat der Medienanstalt LMS. Das Lokalradio ist neben den fünf Wellen des SR und dem vom WDR übernommenen Kinderradio Kiraka im saarländischen DAB+-Kanal 9A als einziges Privatradio zu hören.
Quelle: Presseinfo der LMS vom 21.11. / Hintergrund: DAB+ im Saarland.
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21.11.2014 • Digitalradio: RBB fordert Rahmen für Netzausbau
Digitalradio-Schriftzug Berlin und Brandenburg Der RBB wird sein DAB+-Sendenetz „auf kurze Sicht“ nicht weiter ausbauen. Derzeit liege der Versorgungsgrad bei 70 Prozent.
Die ARD-Anstalt unterstütze „den Übergang zu einer ausschließlich digitalen Programmverbreitung nachdrücklich“. Mit Blick auf die teure Doppelverbreitung - werden die Festlegung eines Datums für die UKW-Abschaltung und „entsprechende regulatorische und frequenztechnische Voraussetzungen“ gefordert. Diese zu schaffen liege aber nicht in der Hoheit der ARD-Anstalten.
Quelle: Meldung von radio-wird-digital.de vom 19.11. / Hintergrund: DAB+ in Berlin/Brandenburg.
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19.11.2014 • Digitalradio: SWR nimmt neue Standorte in Betrieb
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Im Zusammenhang mit den am 1. Dezember in Baden-Württemberg startenden neun Privatradios entkoppelt der SWR den Privat-Block 11B und seinen Landes-Multiplex in den Kanälen 8D und 9D. Auf die gestrige Aufschaltung der Standorte Stuttgart und Heilbronn folgten heute Karlsruhe-Ettlingen und Heidelberg. Bis Monatsende sollen auch die Sendeanlagen Geislingen, Baden-Baden und Mühlacker in Betrieb gehen. Die neuen Standorte senden im Kanal 9D.
Um Platz für die Privaten zu schaffen wird der SWR aus dem Kanal 11B aussteigen. Wegen des Ausstiegs von LiveRadio wurde dort ein Sendeplatz kurzfristig ausgeschrieben.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 19.11. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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18.11.2014 • DVB-T2: Medienanstalten schreiben Plattformbetrieb aus
DVB-T2 Logo (DVB Project) Der Umstieg auf DVB-T2 steht davor, über die Pilotprojekte hinaus Konturen anzunehmen. Jetzt sucht die ZAK-Kommission der Medienanstalten den Betreiber für die Vermarktungsplattform für private HDTV-Programme auf drei bundesweiten Multiplexen und auf der technischen Basis von DVB-T2 und HEVC. Die Zuweisung wird auf zehn Jahre befristet und ist um weitere zehn Jahre verlängerbar. Sie „soll Verpflichtungen zum Ausbau in bisher nicht versorgte regionale Mittelzentren gemäß des DVB-T2-Bedarfskonzeptes enthalten“. Damit rücken bisherige Andeutungen über eine Erweiterung des Verbreitungsgebietes privater Programme in Reichweite.
ZAK-Vorsitzender Jürgen Brautmeier: „Wir wollen für die Zuschauer den Empfangsweg Terrestrik nicht nur erhalten, sondern mit der Möglichkeit des HD-Empfangs und einem größeren Programmangebot auch zukunftsfähig machen.“ Der Rundfunk leiste mit der Umstellung durch frei werdende Frequenzen einen Beitrag, „für den Breitbandausbau insbesondere in ländlichen Regionen“.
Die Bewerbungsfrist endet am 30. Januar 2015, „so dass eine Entscheidung im März 2015 möglich ist“. Die bisher per DVB-T verbreiteten privaten Programme genießen bis zum 31. März 2015 Bestandsschutz. Drei weitere bundesweite Bedeckungen stehen den ARD-Anstalten und dem ZDF zu.
Quelle: Quelle: Presseinfo, Ausschreibung vom 18.11. / Hintergrund: DVB-T2.
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15.11.2014 • Digitalradio: Sputnik statt Stimme Russlands
Digitalradio-Schriftzug „Ein anderer Name, aber wir bleiben doch die gleichen“, kommentiert Moderator Nikolai Jolkin heute die Umfirmierung des russischen staatlichen Auslandsradios von Stimme Russlands in Radio Sputnik. Das Programm wird in Deutschland digital im Rahmen von Radio Impala in den DAB+-Netzen Hessen (K 11C), NRW (K 11D) und Berlin (K 7B) verbreitet.
Hintergrund ist die Konzentrierung der staatlichen Auslandsmedien des Landes unter dieser neuen Dachmarke - nicht nur in Deutschland. Unter dem Namen Sputnik betreibt der MDR seine Jugendwelle seit mehr als 20 Jahren.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 14.11. / Hintergrund: DAB+ in Berlin, Hessen und NRW.
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14.11.2014 • DVB-T2: Details zum Berliner Pilotprojekt
DVB-T2 Logo (DVB Project) Die Marschroute der Einführung von DVB-T2 in Deutschland zwischen Mitte 2016 und 2019 ist klar. Auf einer Presseveranstaltung wurden gestern Einzelheiten des am 6. Oktober gestarteten Berliner Pilotprojekts bekannt gegeben. Wesentlich soll es darum gehen, mit der neuen Technik die Reichweiten der DVB-T Verbreitung bei gleicher Empfangsqualität zu erreichen und dabei Sende- wie Empfangsequipment zu erproben. Für die Endgeräteseite sollen Mindestanforderungen erarbeitet werden, ähnlich denen, die die Deutsche TV-Plattform schon für DVB-T vorgestellt hatte.
Diesem Ziel ordnen sich zu erprobende Sendeparameter unter, so Projektleiter Stefan Krüger (Media Broadcast). Vier Sets werden getestet, von denen drei bereits in anderen Projekten (jedoch nicht mit der HEVC-Kompression) untersucht wurden. Diese bohren die Bandbreite eines UHF-Kanals von etwa 13 MBit/s (DVB-T heute) auf 18,32 bis 26,5 MBit/s auf. Ein weiterer Modus erreicht sogar 27,6 MBit/s. Maximal wäre die Verbreitung von bis zu sieben HD- oder 16 SD-Programmen in einem Multiplex möglich. Es bleibt aber bei einer Grundverschlüsselung (wohl über die CI+-Schnittstelle) mit gemeinsamer Vermarktungsplattform für die privaten HD-Programme. Über den Betreiber werden die Medienanstalten 2015 entscheiden; daraus ergeben sich Kosten und Konditionen für die Zuschauer-Verträge.
Die Aussicht auf diese Zusatzeinnahmen und die (u.a. wegen geringerer Stromkosten) günstigere Ausstrahlung lassen darauf hoffen, dass Privatprogramme künftig über die bisher versorgten Ballungsräume hinaus in weiteren „Mittelregionen“ ausgestrahlt werden könnten, deutete Sebastian Artymiak (VPRT) gegenüber dehnmedia.de an.
DVB-T1/DVB-T2 - Kompressionsvergleich. Quelle: Media Broadcast
DVB-T1/DVB-T2 - Kompressionsvergleich. Quelle: Media Broadcast
Vortragsfolien zur Effizienz von HEVC (oben) und den Parametersets im Test (anclicken zum vergrößern). Quelle: Media Broadcast.
Gesendet werden derzeit DasErste, das ZDF und Arte - jeweils in HD; später sollen Pro7HD und RTL HD sowie eine Contentschleife des Verbandes VPRT hinzu kommen. Die drei Öffentlich-rechtlichen Programme kann man sogar ansehen - zumindest mit aktuellen 4k-Fernsehern mit Terrestrik-Tuner, in denen HEVC implementiert ist. Auf der Veranstaltung wurde DVB-T2 USB-Stick - Muster von Sony das mit Fernsehern von Panasonic (TX55AXW904) und LG (55UB850V) demonstriert. Einzelne USB-Sticks (z.B. PCTV 292e) bringen, ergänzt um entsprechende Drittanbieter-Software, die Berliner DVB-T2 Sendungen auf den Computermonitor. Vorerst nur um ein Funktionsmuster handelt es sich bei dem USB-Stick aus der Chipentwicklungs-Abteilung von Sony (Foto dehnmedia).
Carine Chardon (Deutsche TV-Plattform) rechnet fest damit, dass es bereits 2015 mehr geeignete - wenn auch hochpreisige - Fernsehgeräte gibt. Nicht zuletzt, weil zur IFA die Technik festgeklopft sein und eine PR-Kampagne starten soll. Zugleich würden aber die Settopboxen, wie schon in der ersten Zeit der DVB-T Einführung, eine wichtige Bedeutung haben. Der Verband diskutiere zudem eine Gerätezertifizierung nach DVB-T Vorbild.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T2-Plattform.
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12.11.2014 • Belgien: Privatradiomux für Brüssel in Vorbereitung
Belgien DABplus-Logo Schriftzug Der Sendenetznetreiber Norkring plant einen privaten DAB+Multiplex in Brüssel. Das soll mit Blick auf weitere Veranstalter zunächst durch ein Pilotprojekt mit zwei Programmen aus der Hauptstadt des Landes angeschoben werden. Norkring ist im Besitz einer entsprechenden Sendelizenz und bereit, in der Anfangsphase 70 Prozent der Sendekosten selbst zu tragen.
Die öffentlich-rechtlichen Anbieter VRT, RTBF und BRF senden bereits in DAB (alt) wobei RTBF auch den DAB+-Betrieb testet.
Quelle: Meldung von radioworld.com vom 10.11. / Hintergrund: Digitalradio international.
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11.11.2014 • DVB-T2: Terrestrik für Discovery „unabdingbar“
DVB-T2 Logo (DVB Project) Discovery Networks will sich mit seinen (bisher in einzelnen Regionen per DVB-T präsenten) Kanälen Eurosport, DMAX und TLC an der Einführung von DVB-T2 beteiligen. Dies stellte der Strategiechef der Senderfamilie Alberto Horta, gegenüber digitalfernsehen.de heraus. Das Programmportfolio „verlangt regelrecht nach einer terrestrischen Verbreitung. Eine Präsenz über jegliche, derzeit technisch möglichen Wege ist für uns unabdingbar“. Man verhandele derzeit über die Beteiligung an Pilotprojekten, heisst es weiter. Auch eine gemeinsame PR-Kampagne aller Beteiligten, die den Mehrwert der neuen Technik darstelle, ist laut Horta notwendig.
Wichtig sei die für die Zuschauer attraktive Möglichkeit, in HDTV zu senden. Es brauche aber ein „regulatorisch und wirtschaftlich ausgewogenes Konstrukt mit einem sinnvollen Programmangebot“ für eine langfristige Beteiligung. Horta lässt damit durchschimmern, dass eine Beteiligung an der geplanten Verschlüsselungsplattform privater Anbieter vorgesehen ist. Für die Sender seien auch die geringeren Verbreitungskosten wichtig; keine Äußerung gibt es dazu, ob geringere Kosten und Einnahmeerwartungen aus der Vermarktungsplattform zu Erweiterung des terrestrischen Empfangsbereiches der Discovery-Programme führen könnte. Discovery vertreibt DMAX HD und TLC HD via Satellit auf der HD+-Plattform.
Quelle: Bericht von DF vom 11.11. / Hintergrund: DVB-T2-Plattform.
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10.11.2014 • Digitalradio: DAB+ treibt Gerätemarkt
Digitalradio-Schriftzug DAB+-Radio bestimmen nach Angaben der GfK den Handel im Bereich der portablen Radios. Dort wurde in den ersten drei Quartalen 2014 ein Absatzplus von 2,5 Prozent erreicht, während der Radioverkauf im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt um 0,4 Prozent zurückging. Allein „im September 2014 wurde im Bereich der portablen Radios mehr als jeder zweite Euro durch digitalradiofähige Geräte erzielt“, teilen die Analysten mit.
Quelle: Presseinfo der GfK vom 23.10. / Hintergrund: DAB+.
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10.11.2014 • AGF: Digitalisierung auf niedrigem Niveau fortgesetzt
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Wie im September stieg auch im Oktober die Zahl der digitalen TV-Haushalte in Deutschland nur um 140.000. Der Digitalanteil liegt damit bei 81,4 (Vormonat 81,0) Prozent und insgesamt 29,86 (29,72) von 36,71 Mio. TV-Haushalten. Das stellt die monatliche Statistik der AG Fernsehforschung fest. Im Kabel als einzigem analogen TV-Verbreitungsweg verharrt der Digitalisierungsgrad bei etwa 60 Prozent.
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.11.2014.
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7.11.2014 • DVB-T: Ausschreibung für Kiel/Lübeck, DVB-T nur bis 2017?
Überallfernseh-Logo Schleswig-Holstein Eine Ausschreibung der MA HSH für ein Programm in den Regionen Kiel und Lübeck deutet an, dass der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 zumindest in Schleswig-Holstein schon „voraussichtlich 2017“ beendet sein könnte. Die Medienanstalt will den freien Programmplatz zwar auf zehn Jahre zuweisen, verlangt aber eine Verzichtserklärung der Bewerber für den Fall der früheren Einführung von DVB-T2.
Ausgeschrieben wurde ein Programmplatz für Kiel (Kanal 57) und Lübeck (Kanal 59). Die Bewerbungsfrist endet schon am 25. November, um den Sendebeginn zu beschleunigen.
Quellen: Presseinfo und Ausschreibung vom 6.11. / Hintergrund: DVB-T in Schleswig-Holstein.
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4.11.2014 • Digitalradio: Autohersteller orientieren sich auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug Der tschechische Autobauer Skoda stattet mehr als die Hälfte seiner in Deutschland ausgelieferten Autos mit Digitalradios aus. Den zweiten Platz belegt der Mutterkonzern VW. Den dritten Platz teilt sich Honda mit den britischen Edelautos von Rolls-Royce, Bentley (ebenfalls VW-Konzern) und Aston Martin. Das ist das Ergebnis einer Branchenumfrage des Newsletters Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk. Die 84seitige Studie DAB+ Autoreport 2014 schlüsselt Ausstattungsanteile, Kundeninteresse und Prognosen nach den Fahrzeugmarken auf. Sie kann hier kostenpflichtig bestellt werden.
Quelle: Presseinfo vom 4.11. / Hintergrund: DAB+.
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4.11.2014 • DVB-T: Ausstieg von CNN, noch kein Ersatz
Überallfernseh-Logo Nordrhein-Westfalen CNN wird seit dem 3. November nicht mehr über DVB-T in NRW (Köln K 36, Ruhrgebiet K 52) verbreitet. Die Abschaltung wurde auf Wunsch des Programmanbieters vorgenommen, teilt die Medienanstalt LfM auf ihrer Homepage mit. Offen ist, wer den Sendeplatz übernimmt. Die Medienkommission hatte sich laut Einladung am vergangenen Freitag mit der Ausschreibung befasst, ohne ein Ergebnis bekannt zu geben. Beworben hatten sich ProSiebenMAXX und RTL Nitro, mit deren Vertretern zwischenzeitlich Gespräche geführt worden waren.
Nachtrag: Die Vergabe des Programmplatzes steht am 21.11. erneut auf der Tagesordnung der Medienkommission.
Quelle: Homepage der LfM / Hintergrund: DVB-T in NRW.
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3.11.2014 • Digitalradio: Live Radio schaltet ab, Ersatz ausgeschrieben
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Am 1. Dezember gehen neun Radios im Baden-Württemberger Digitalkanal 11B auf Sendung. Das positive Ereignis wird nun durch die Ankündigung getrübt, dass Live Radio - ein Gemeinschaftsprojekt von Radio Regenbogen, Radio 7 und Antenne1 - zeitgleich eingestellt wird. Der Programmplatz wurde bereits neu ausgeschrieben, wie jetzt bekannt wird.
Die Medienanstalt LfK hatte vor einem Jahr drei Programme ausgeschrieben, schob jedoch angesichts von neun Bewerbungen eine erweiterte Ausschreibung nach. Die Entscheidung wurde im April gefällt. Die bisherigen Partner Radio Regenbogen und Radio 7 bekamen eine Lizenz. Antenne 1 und ein weiterer nicht berücksichtigter Bewerber gelten nun als potenzielle Nachfolger von LiveRadio. Um den Start mit den anderen Neuen am 1. Dezember zu ermöglichen, endet die Bewerbungsfrist schon am 14. November.
Quelle: Ausschreibung der LfK vom 24.10. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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1.11.2014 • Frequenzen: Broadcaster fordern Erhalt des TV-Spektrums
Terrestrik EBU Die Senderverbände EBU (Europa) und ABU (Asia-Pazifik-Raum) fordern weltweite Aktivitäten, um das Frequenzspektrum des Fernsehens zu sichern und dessen Zukunft zu garantieren. Das wurde anlässlich der ABU-Jahresversammlung erklärt. Das Antennenfernsehen ist, so EBU-Generaldirektorin Ingrid Deltenre, das „Backbone für den Zugang der Allgemeinheit zum Fernsehen. Wir können dem unersättlichen Appetit der Mobilbranche nach Spektrumressourcen nicht gestatten, diese Ressource zu rauben.“ Für die ABU verwies Generalsekretär Javad Mottaghi auf die Bedeutung der Terrestrik, deren „Überleben essential für die Menschen“ sei sowie grundlegende Bedeutung als Kommunikationswerkzeug in Notfallsituationen habe.
Quelle: Meldung von broadcasttvnews.com vom 30.10. / Hintergrund: Digitale Dividende 2.



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