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Nachrichten-Archiv März 2015

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31.3.2015 • DVB-T2: Keine Kartell-Bedenken zur Pay-Plattform
DVB-T2 Logo (DVB Project) Nach der Lizenzierung durch die Medienanstalten sieht das Bundeskartellamt nach Prüfung des Vermarktungsmodells keine Bedenken für die von Media Broadcast ab 2016 zu betreibende Sendeplattform zur entgeltlichen Vermarktung der privaten HDTV-Programme über DVB-T2. Dazu Andreas Mundt, Präsident des Amtes: „Media Broadcast hat in getrennten Verhandlungen mit den Privatsendern individuelle Verträge für die entgeltliche Ausstrahlung der Programme abgeschlossen. Insoweit liegt kein wettbewerbsbeschränkendes Verhalten vor.“
Quelle: Presseinfo des Bundeskartellamts vom 31.3. / Hintergrund: DVB-T2.
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31.3.2015 • Digitalradio: BR erweitert Sendenetz auf Ingolstadt
Digitalradio-Schriftzug Bayern Der Bayerische Rundfunk hat für seinen DAB+-Kanal 11D den Sendestandort Ingolstadt neu in Betrieb genommen. Damit wächst das Sendenetz auf nunmehr 36 Standorte. Laut BR werden damit 95,9 Prozent der Einwohner mobil versorgt, das Autobahnnetz im Freistaat ist zu 98,8 Prozent abgedeckt. Die Empfangswahrscheinlichkeit Indoor wird mti 79,6 Prozent der Bevölkerung angegeben.
Der BR will im Herbst und Winter noch bis zu zehn Sendeanlagen im Allgäu, dem westlichen Mittelfranken sowie in der Oberpfalz und Oberbayern aufschalten.
Quelle: Presseinfo des BR vom 30.3. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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31.3.2015 • DVB-T2: Erste Geräte angekündigt
DVB-T2 Logo (DVB Project) Panasonic kündigt erste Geräte für die ab 2016 startende terrestrische Übertragung mit DVB-T2 in Kombination mit der HEVC-Kompression an. Erwartungsgemäß handelt es sich um höchst ausgestattete Fernseher mit Displays in (eigentlich unnötig hoher) „4k“-Auflösung und mit Dreifachtunern auch für Kabel und Sat. Laut Panasonic sind das u.a. die Modellreihen XW944 und AXW904 mis Displays zwischen 55 und 85 Zoll, für die Preise von 3.800 bis 15.000 Euro genannt werden. Weitere genannte Fernseher werden vom Unternehmen selbst der Pro Studio Master-Reihe für den professionellen Einsatz zugerechnet, die u.a. durch privat nicht nutzbare Abschlußmöglichkeiten noch teurer werden.
In der Presseinfo wird nicht darauf eingegangen, dass noch offen ist, welches Entschlüsselungsverfahren für die Nutzung der Programme der HDTV-Plattform der Privatsender vorgesehen ist und ob die von Panasonic genannten Modelle damit ausgestattet sind. Den Zuschlag als Plattformbetreiber hatte Media Broadcast erst vor Kurzem erhalten.
Quelle: Presseinfo von Panasonic vom 31.3. / Hintergrund: DVB-T2.
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27.3.2015 • England: Zweiter nationaler DAB-Mux vergeben
England DABplus-Logo Schriftzug Sound Digital hat sich gegen den Mitbewerber Listen2Digital im Rennen um den Plattformbetrieb des 2. nationalen Digitalradiomultiplexes in England durchgesetzt. Sound Digital soll spätestens Mitte 2016 bei einem Ausbaustand von 75 Prozent der Haushalte starten, teilt die britische Medienbehörde Ofcom mit. Das von dem Netzbetreiber Arqiva und den Radiounternehmen Bauer und UTV Media gebildete Konsortium will 15 Programme auf Sendung bringen. Laut Ausschreibung sind 30 Prozent der Programme in DAB+ zu senden. Da einige Programme im bereits bestehenden Privat-Mux senden, werden dort nach dem Wechsel zum neuen Betreiber Kapazitäten frei.
Der digitale Hörfunk mit DAB (alt) erreicht laut Ofcom bis zu 48,5 Prozent der Briten, 36,3 Prozent der Radionutzung findet mit digitalen Geräten statt. Neben den bisher 14 privaten Programmen betreibt die BBC einen eigenen nationalen Multiplex. Ofcom kündigt u.a. die Umsetzung eines „Local DAB Expansion plan“ an, um lokale Programme digital auf Sendung zu bringen. In gleichem Zusammenhang ist von „small scale DAB“ die Rede - mittels freier Software von opendigitalradio.org soll (nach Schweizer Vorbild) die finanzielle Einstiegsschwelle vor allem für lokale Wellen gesenkt werden.
Quelle: Presseinfo von Ofcom vom 27.3.
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27.3.2015 • DVB-T: Hamburg 1 kann weitere zehn Jahre senden
Überallfernseh-Logo Hamburg Die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein hat die Zulassung des lokalen TV-Senders Hamburg 1 um weitere zehn Jahre bis zum 31. Januar 2025 verlängert. Das betrifft die Verbreitung per DVB-T im Hamburger Privatmultiplex des Kanals 46, ebenso wie die Ausstrahlung per Kabel und IPTV.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 27.3. / Hintergrund: DVB-T in Hamburg.
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27.3.2015 • Recht: Länder winken Änderungen bei ZDF-Räten durch
Recht, Gesetze ZDF Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben den Staatsvertrags-Entwurf (17. RfÄStV) verabschiedet, der die Zusammensetzung des Fernseh- und des Verwaltungsrats des ZDF neu regelt. Die Unterzeichnung soll am 18. Juni erfolgen. Vor dem für den 1. Januar 2016 vorgesehenen Inkrafttreten müssen die 16 Parlamente der Bundesländer zustimmen.
Die Neuregelung wurde notwendig, nachdem das Bundesverfassungsgericht eine „Sperrminorität“ der Regierungs- und Parteivertreter in beiden Gremien festgestellt und als Verstoß gegen den Grundsatz der Staatsferne des Rundfunks für verfassungswidrig erklärt hatte. Auslöser war die durch die CDU-Mehrheit im Verwaltungsrat veranlasste Nichtverlängerung des Vertrags von Chefredakteur Nikolaus Brender gewesen.
Die Neuregelung beinhaltet eine Verkleinerung der Räte; der Verwaltungsrat schrumpft von 14 auf 12, der Fernsehrat von 77 auf 60 Mitglieder. Von ihnen vertreten nur noch jeweils 1/3 die Bundesregierung, die Länder und Parteien. Die Länder dürfen je eine entsendende Organisation aus einem gesellschaftlichen bereich bennenen, deren Vertreter keine politischen Funktionen ausüben dürfen. Weitere 24 Verbände werden im Staatsvertrag genannt.
Heftige Kritik gab es an der Liste der entsendenden Verbände. So forderte die Gewerkschaft Verdi, dass statt Regierungsvertretern Politiker ohne Wahlfunktion die Parteien vertreten sollten. Arbeitnehmervertretungen seien (im Gegensatz zu den ARD-Rundfunkräten) nicht vorgesehen. Andere Kritiker sehen eine „Ausgrenzung“ von Oppositionsvertretern und das Fehlen von Vertretungen u.a. der Konfessionslosen, Menschenrechtsverbänden und der Schwulen und Lesben. Zahlreiche Kritiker erinnerten an das Minderheiten-Votum des Verfassungsrichters Andreas Paulus. Er hatte sich gegen jegliche Regierungsvertreter in Sendergremien ausgesprochen.
Quellen: Presseinfo der MPK vom 26.3., von Verdi vom 25.3., Bericht des Tagesspiegel vom 1.3.
Hintergrund: Entwurf und Stellungnahmen zum 17. RfÄStV, Presseinfo des BVerfG (inkl. Votum von A. Paulus) vom 25.3.2014.
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26.3.2015 • DVB-T: Kindersender RIC steigt in Sachsen aus
Überallfernseh-Logo Sachsen Erst im vergangenen Jahr hatte der Kindersender RIC Sendelizenzen für die terrestrische Verbreitung in den Stadtnetzen für Chemnitz und Dresden bekommen. Jetzt hat der Programmveranstalter Your Familiy Entertainment die Lizenzen zurück gegeben, teilt die sächsische Medienanstalt SLM mit. Eine Begründung liegt nicht vor. Das Programm ist damit nur noch Online und über Astra zu empfangen.
Unklar ist, ob RIC in Dresden gesendet wurde. Der Chemnitzer Lokalmux ist noch nicht gestartet. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Differenzen mit dem Netzbetreiber gegeben, die Sendestarts der sächsischen Regionalmuxe behinderten.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 26.3. / Hintergrund: DVB-T in Sachsen.
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24.3.2015 • Österreich: Auch der ORF beim DAB+-Test wohl nicht dabei
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Auch der öffentlich-rechtliche ORF wird sich möglicherweise nicht am DAB+-Testprojekt beteiligen, berichtet die Zeitung Der Standard. Der ORF wollte einen Ableger der Jugendwelle Ö3 beteiligen, habe nun aber anders beschlossen.
Das Blatt verweist darauf, dass (wie in Deutschland oder Frankreich) vor allem die großen Privatsender durch das vermehrte Programmangebot bei digitaler Ausstrahlung unerwünschte neue Konkurrenz aufkommen sehen. Öffentlich argumentiert wird freilich mit den Kosten der Doppelverbreitung über DAB+ und UKW.
Nachtrag: Das ORF bestätigt die Meldung. Hintergrund des Ausstiegs ist, dass die Medienbehörde RTR das geplante Jugendprogramm Ö3 Visual nicht zugelassen hatte, das die Anstalt via Digitalradio testen wollte. Begründung: Es handele sich um ein Fernsehprogramm.
Quellen: Meldungen von Der Standard am 24.3. (1), (2).
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23.3.2015 • Österreich: DAB+-Test nach „Frontalangriff“ verschoben
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Der Radiosender Kronehit gibt seinen Ausstieg aus dem Wiener Testprojekt für DAB+ bekannt. Geschäftsführer Ernst Swoboda begründete das mit einem „Frontalangriff auf UKW“ durch die geplanten Werbemittel. Für Kronehit sei UKW aber zu wichtig, um sie sich mit dem Piloten und um des Verkaufs von 100.000 DAB+-Radios Willen „demolieren“ zu lassen. Für Kronehit, das ein umfangreiches nationales UKW-Netz angemietet hat, werde DAB+ erst zu einer Alternative, wenn UKW durch eine große Online-Verbreitung zu teuer werde. Laut Swoboda plane die Medienbehörde bereits jetzt einen Regelbetrieb für DAB+. Diesen könne man dann gleich ausschreiben.
Nun drohe dem schon mehrfach verzögerten und zuletzt für den 15. April angekündigten DAB+-Testprojekt in Wien eine erneute Verschiebung - möglicherweise auf Ende Mai. Das berichtet die Zeitung Der Standard.
Quellen: Meldungen von Der Standard (1), (2) vom 23.3.
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20.3.2015 • TV-Geschichte: 80 Jahre Fernsehen in Deutschland
Kalender Deutschland Am 22. März 1935, also vor 80 Jahren, wurde Fernsehen in Deutschland erstmals regelmässig ausgestrahlt. Mit der Premiere wollten die Nazis den Briten (die 1936 in Fernsehzeitalter starteten) zuvorkommen. Gesendet wurde dreimal in der
Woche und jeweils nur eineinhalb Stunden lang linientreue Volksertüchtigung. Zu empfangen war das jedoch nur in öffentlichen Fernsehstuben, die es nur in Berlin gab. Der Empfänger im Berliner Postmuseum hatte eine 18 mal 22 Zentimeter Bildröhre, die mit 25 Frames und 180 Zeilen (40.000 Pixel) arbeitete. Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin waren Anlass für erste Live-Übertragungen eines (Propaganda-) Großereignisses. Die Bilder wurwden damals nicht nur mit der legendären „Olympia-Kanone“, einer elektronischen Kamera, produziert. Parallel arbeiteten auch Filmkameras auf LKW-Dächern, wobei die belichteten Filmstreifen durch das Autodach direkt in eine Entwicklungsmaschine geleitet und hernach abgetastet wurden.
Nach einer durch den 2. Weltkrieg bedingten Entwicklungspause trat das Fernsehen in Deutschland ab Weihnachten 1952 seinen Weg zum Massenmedium an. Erste Programm-Highlights waren die Livesendungen von der Krönung Elisabeths II (1953) und natürlich der Fußball-WM 1954.
Die Technik entwickelte sich seither schrittweise: Kabelfernbedienungen kamen 1954, 1967 das Farbfernsehen. 1984 traten Kabel und Satellit in Konkurrenz zum bis dahin einzigen Verbreitungsweg, der Antenne. Zugleich traten die ersten privaten Programme Sat1 und RTLplus in Wettbewerb mit ARD und ZDF.
1993 begannen die Aktivitäten zur Digitalisierung der TV-Übertragung; die Antenne ist seit 2008 der erste komplett digitale TV-Sendeweg. Seit 2010 senden ARD und ZDF parallel in HDTV. Trotz des Crashs der Multimedia-Szene um das Jahr 2000 herum wird Interaktivität in der Folge immer wichtiger; 57 Prozent der 2014 verkauften Fernseher bieten zeitversetzten oder zusätzliche Inhalte aus dem Internet. Neben
Ursula Patzschke
Ursula Patzschke war die erste TV-Ansagerin. Klick aufs Foto zu einem Zusammenschnitt früher Sendungen (YouTube).
Willy Brandt schaltet die Farbe ein
Auf der Funkausstellung 1967 schaltete Willy Brandt
(mit einem Dummy-Knopf)
die Farbe ein.
Foto: Archiv dehnmedia/IFA.
Farblogos
Erste Farblogos.
Foto: Archiv dehnmedia.
der Fernbedienung wird der Second Screen - Smartphone oder Tablet-PC als Zweitgerät - immer wichtiger im TV-Alltag.
97 Prozent der deutschen Haushalte haben heutzutage mindestens ein Fernsehgerät. Die Bundesbürger sehen täglich 240 Minuten in die „Röhre“, die heute ein Flachdisplay ist und mit Bilddiagonalen mit Diagonalen von 55 Zoll und mehr immer größere Dimensionen erreicht.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 20.3. / Hintergrund: Rundfunkgeschichte
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19.3.2015 • Schweiz: Umstiegsvereinbarung für DAB+
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug Der Entwurf einer Vereinbarung zwischen der öffentlich-rechtlichen Anstalt SRG und Privatradio-Verbänden setzt wichtige Marken für die Migration von UKW auf Digitalradio. Das Strategiepapier fasst Fragen der Finanzen, Organisation, Verantwortlichkeiten und des Marketing zusammen. Der Vertrag muss von mindestens 80 Prozent der Privatradiostationen unterzeichnet werden.
Der Entwurf ergänzt die im Dezember 2014 vorgelegte Umstiegsstrategie; danach sollen alle Radiosender ab 2019 digital verbreitet und der Nutzungsanteil von Digitalradio mindestens 68 Prozent erreichen. UKW soll zwischen 2020 und 2024 abgeschaltet werden.
In der Schweiz (8,2 Mio. Einwohner) erreichte die Haushaltsausstattung mit Digitalradios zum Jahreswechsel 43 Prozent, der Gerätebestand liegt bei 1,9 Mio. Stück.
Eine Hürde ist am 14. Juni zu nehmen: Dann steht eine Volksabstimmung über das neue Bundesgesetz zu Radio und Fernsehen (RTVG) bevor. Es beinhaltet u.a. auch den Umstieg von einer Gebühr auf eine Haushaltsabgabe nach deutschem Vorbild und eine Senkung der Abgabe von 462 auf 400 Franken jährlich.
Quelle: Meldung von blick.ch vom 18.3.
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17.3.2015 • DVB-T2: Media Broadcast wird Plattform-Betreiber
DVB-T2 Logo (DVB Project) Der einzige Bewerber Media Broadcast wird die Plattform privater Programme über DVB-T2 verbreiten. Das hat die ZAK-Kommission der Medienanstalten heute beschlossen.
Dazu teilt das Gremium weiter mit: „Ab dem ersten Quartal 2017 können damit private Angebote über die neue Plattform terrestrisch verbreitet werden. In den Ballungsräumen wird Media Broadcast ein vielfältiges Angebot privater verschlüsselter Programme sowie einzelne unverschlüsselte Programme, wie z. B. private Regionalprogramme, zu wesentlichen Teilen in HD-Qualität verbreiten. Der Umstellungsprozess soll im Jahr 2019 abgeschlossen sein.“ Die Auswahl der lokalen und regionalen Anbeiter muss mit der zuständigen Medienanstalt abgestimmt werden. Der Umstiegsverlauf und eine Marketingkampagne werden von den Sendern und Media Broadcast gemeinsam mit den Geräteherstellern und dem Handel vorbereitet, heißt es weiter.
Media Broadcast hebt aus diesem Anlass hervor, dass DVB-T „weiterhin ein günstiger Empfangsweg bleiben“ soll, auch für die portable und mobile Nutzung. „Das digitale Antennenfernsehen macht damit den Sprung in die Zukunft, und die Zuschauer profitieren von mehr Sendern in besserer Bildqualität über die digitale Antenne.“
Eine Pilotphase mit öffentlich-rechtlichen und privaten Programmen soll im Mai 2016 beginnen, so die Medienanstalten. Der neue Plattformbetreiber will den Netzaufbau im Frühjahr 2016 beginnen. „Dabei werden zunächst in den Ballungsräumen die heutigen DVB-T-Kapazitäten auf die neue Technologie umgestellt. Dies ermöglicht dann bereits die Verbreitung privater TV-Programme. Die öffentlich-rechtlichen Anbieter wollen 2017 mit der Migration zu DVB-T2 starten. Mitte 2019 soll die Migration vollständig abgeschlossen sein.“ In Richtung Bundesnetzagentur wird gefordert: „Die vom Rundfunk genutzten Frequenzen müssen bis zum vollständigen Abschluss der Umstellung weiter verfügbar bleiben.“
Quellen: Presseinfos von ZAK und Media Broadcast vom 17.3. / Hintergrund: DVB-T2.
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17.3.2015 • Österreich: Mux-B/Mux-C in Tirol & Voralberg auf DVB-T2
Österreich SimpliTCV Österreich setzt den Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 mit HDTV-Pogrammen fort. Das wird auf der österreichischen DVB-T Website angekündigt. Nach Kärnten im Oktober 2014 sollen am 5. Mai 2015 Tirol und Vorarlberg folgen. Die Zuschauer dort können dann - zusätzlich zum bisherigen Angebot der DVB-T2 Plattform SimpliTV - alle ORF3, ORF Sport+, 3Sat und ATV in HDTV empfangen. Auf den neuen Sendemodus werden auch Puls4, ATVII sowie (im Mux-C) GoTV und TirolTV (in Tirol) bzw. LändleTV (in Vorarlberg) umgeschaltet. Diese Programme sind nach Registrierung bei SimpliTV kostenlos (nach Registrierung) nutzbar.
Die Umschaltung betrifft die Tiroler Sendestandorte Innsbruck 1-Patscherkofel, Innsbruck 2-Seegrube und Kufstein-Kitzbüheler Horn. Das Sendegebiet wird um die Sendeanlagen Reutte-Hahnenkamm, Landeck-Krahberg und Mayrhofen-Gerloskögerl erweitert. In Voralberg sind die Standorte Bregenz-Pfänder, Bregenz-Lauterbach und Feldkirch-Vorderälple betroffen.
Laut Ankündigung werden ORF und ORF2 „voraussichtlich bis Ende 2016“ über DVB-T in SD-Qualität gesendet.
Quellen: Infos zum Mux-B Umstieg in Vorarlberg und Tirol, SimpliTV, Frequenzlisten / Hintergrund: SimpliTV.
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15.3.2015 • Digitalradio: ARD präsentiert DAB+ und TPEG auf der CeBIT
Digitalradio-Schriftzug CeBIT-Logo Auf der Computermesse CeBIT (Hannover, 16. bis 20. März) präsentiert die ARD das Thema Digitalradio. In Halle 13 (Stand C23) liegt der Schwerpunkt auf neuen Techniken für Verkehrsinformationen und dem digitalen Hörfunk. U.a. wird der Weg einer Verkehrsmeldung von der Redaktion bis zum Nutzer gezeigt, der durch TPEG beschleunigt wird. Mittels geeigneter Navigationsgeräte werden Staus präziser als bisher angezeigt und Tipps zur Umfahrung gegeben. TPEG sendet außerdem „Informationen über das Wetter, den Verkehrsfluss auf der geplanten Strecke oder freie Plätze in Parkhäusern am Zielort. Der neue Verkehrsservice ist frei empfangbar, weitere Kosten entstehen nicht“, schreibt der NDR.
Gezeigt werden darüber hinaus aktuelle DAB+-Radios und Experten beantworten Fragen der Besucher. Angekündigt sind Verlosungen von Digitalradios.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 13.3. / Hintergrund: DAB+ und Verkehrsdienste.
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14.3.2015 • Rundfunkbeitrag: ZDF für Senkung / Klagen abgewiesen
Beitragsservice ZDF-Intendant Thomas Bellut verbindet mit dem ab Anfang 2013 eingeführten Rundfunkbeitrag nicht nur mehr Beitragsgerechtigkeit. Angesichts der Mehreinnahmen von 1,5 Mrd. Euro wäre es „ein gutes Signal“ den Monatsbeitrag zu senken, so Bellut vor Journalisten. Er warnte vor einem Verzicht auf Fernsehwerbung, was die Mehreinnahmen aufbrauchen würde. „Das würde zu Gebührenerhöhungen führen müssen.“ Die Werbeeinnahmen werden mit dem Rundfunkbeitrag verrechnet.
Das Oberverwaltungsgericht NRW hat unterdessen ein Paket von Klagen gegen den Rundfunkbeitrag abgewiesen und damit Urteile der Vorinstanz bestätigt, wonach der Beitrag und die Erhebungsgrundlagen verfassungsgemäß sind.
Quelle: Meldung von Infosat vcm 13.3., Presseinfo des OVG NRW vom 12.3. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag ab 2015, bis 2014.
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14.3.2015 • Digitalradio: Vilradio und Gong Mobil steigen aus
Digitalradio-Schriftzug Bayern Die Lizenzbeschlüsse der BLM haben im Wesentlichen das Programmangebot der vier lokalen Digitalradio-Multiplexe bestätigt. Jedoch steht der Ausstieg der Nürnberger Vilradio aus der gesamten Terrestrik unmittelbar bevor; die DAB-Verbreitung soll morgen abgeschaltet werden. Das bestätigte die Medienanstalt BLM. Der Anbieter, seit 1995 einer der DAB-Pioniere in Bayern, hatte (noch bevor am 12.3. seine UKW-Frequenzen anderweitig vergeben wurden) den Ausstieg aus der UKW-Verbreitung und einen Relaunch im Internet angekündigt. Der frei werdende Programmplatz wird laut BLM vorerst nicht ausgeschrieben, da er möglicherweise vom Bayerischen Rundfunk übernommen werde.
In München verzichtet Radio Gong auf die Verbreitung seiner Welle Radio Gong Mobil.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 14.3. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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12.3.2015 • Digitalradio: Lizenzen für Bayerns Lokalradios verlängert
Digitalradio-Schriftzug Bayern Die bayerische Medienanstalt BLM hat die zum 30. April ablaufenden Sendelizenzen für die vier lokalen DAB+-Netze des Freistaats verlängert.
Für München (Kanal 11C) werden die Programme Digital Classix, Energy, EgoFM, Pure FM, Radio Lora, Radio Arabella, Radio Charivari, Radio Gong, Radio 2Day. sowie die zeitpartagierten Wellen von Radio München und dem Münchner Kirchenradio und das Fortbildungsradio AFK München sowie Mega Radio. Die Lizenzen laufen nun bis zum 30. November 2016.
Bis zum 30. Oktober 2016 laufen die verlängerten Sendegenehmigung für folgende Programme im Nürnberger Kanal 10C: Pirate Gong, afk max, Energy Nürnberg, Charivari 98.6, Radio F (mit Jazz Studio), Radio Gong, Radio Z, Star FM, egoFM und MEGA Radio sowie die Anbietergemeinschaft Hit Radio N1/Radio 5 mit den Spartenanbietern Pray, Radio Meilensteine, Camillo 92.9 und AREF.
Für Augsburg (Kanal 9C) laufen die Lizenzen bis zum 28. Februar 2020. Sie betreffen Smart Radio, Radio Augsburg, Radio Fantasy Lounge, Hitradio.rt1 Augsburg (mit den Anbietergemeinschaften St. Ulrich Verlag und Evangelisches Bildungswerk), Radio Fantasy (mit dem Campusradio C), Ego FM, Mega Radio, Pure FM, Mega 80's, Radio PN 1, Radio Ilmwelle und Coolradio 1.
Für die in Ingolstadt im Kanal 11A verbreiteten Programme wurden drei Lizenzzeiträume beschlossen: Bis zum 30. September 2016 wurde die Verbreitung von Radio IN, Radio Galaxy Ingolstadt, des Evangelischer Presseverbands für Bayern und des Vereins zur Förderung kultureller Belange in der Region Ingolstadt genehmigt. Radio ND1 kann bis zum 31. Dezember 2016 senden. Die Lizenzen für Coolradio Jazz, Ego FM, MEGA Radio, Pure FM, MEGA 80's, Radio PN 1, Radio Ilmwelle und Coolradio 1 laufen sogar bis zum 30. April 2023.
Alle Lizenzierungen für Mega Radio und dessen Schwesterprogramm Mega 80's stehen „unter dem Vorbehalt des Widerrufs, sollte sich das Programm nicht zu dem genehmigten Angebot entwickeln“. Über den Hintergrund darf im Zusammenhang mit der im Januar begonnenen Kooperation von Mega Radio mit dem russischen Staatsradio SNA spekuliert werden. Dies hatte zuvor andere Medienanstalten beschäftigt. So wurde die Lizenzierung der Kooperation in Hessen erst nach der Erfüllung medienrechtlicher Auflagen von der LPR genehmigt.
Quellen: Presseinfos der BLM vom 12.3. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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12.3.2015 • Digitalradio: SWR nimmt Sendestandort Lahr in Betrieb
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Der Südwestfunk hat heute den Sendestandort Lahr in Betrieb genommen. Die SWR-Programme werden im Kanal 8D ausgestrahlt. Von Lahr aus wird bereits seit 2011 der Privat-Multiplex im Kanal 11B gesendet.
Quelle: Meldung von BDR vom 12.3. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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11.3.2015 • Österreich: DAB+-Test beginnt am 15. April in Wien
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Das schon lang erwartete Digitalradio-Testprojekt mit DAB+ startet am 15. April. Dies berichtete Gernot Fischer, Geschäftsführer des Verein Digitalradio DABplus-Test Wien - Versorgungsbereich Österreich, auf einer Fachveranstaltung. Er rechnet mit 15 Programmen, die im Raum Wien (Grafik klicken zum Vergrößern) ausgestrahlt werden sollen. Erwartet werde u.a. die Teilnahme von Kronehit, der Antenne-Radios, Life Radio Radio Arabella, heißt es weiter. Ein möglicher Endausbau könnte laut Fischer bis zu 24 national verbreitete Programme umfassen.
Deutschlandradio-Intendant Willi Steul verwies an gleicher Stelle u.a. darauf, dass sich mit der digitalen Verbreitung das Problem der Knappheit von UKW-Frequenzen lösen ließe und die Ausstrahlungskosten um bis zu 40 Prozent geringer wären.
Die Einführung eines Regelbetriebes mit DAB+ in Österreich verbindet die dortige Medienbehörde RTR damit, dass ein erster nationaler Multiplex zu mindestes 3/4 belegt wird und wirtschaftlich betrieben werden kann.
Quelle: Bericht von der standard vom 10.3. / Homepage Digitalradio Österreich, Digitalisierungskonzept 2013.
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7.3.2015 • Rundfunkbeitrag: Bis zu 1,5 Mrd. Euro Mehreinnahmen
Beitragsservice Der Anfang 2013 eingeführte neue Rundfunkbeitrag bringt in der vierjährigen Beitragsperiode bis Ende 2016 Mehreinnahmen von rund 1,5 Mrd. Euro, 643 Mio. Euro mehr als ursprünglich prognostiziert. Dies gab die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer bekannt. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer wollen im Juni „über einzelne Anpassungen“ der Erhebungsgrundlagen beraten. Weiterhin stehe „die Frage einer stufenweise weiteren Reduzierung von Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ in der Diskussion. Damit nehmen die Anstalten der Zeit etwa 500 Mio. Euro jährlich ein.
Allerdings ist laut ARD und ZDF ein „erheblicher Teil“ dieser 1,5 Mrd. Euro gar nicht vorhanden - es handelt sich um offene Forderungen gegen Beitragspflichtige. Außerdem ist von Zahlungseingängen in 2014 die Rede, die bereits in 2013 fällig gewesen waren. ARD und ZDF gehen davon aus, „dass der Rundfunkbeitrag bis 2020 trotz steigender Kosten stabil bleiben kann“.
Die Mehreinnahmen dürfen allerdings zur Zeit gar nicht ausgegeben werden. Damit soll offenkundig die ab dem 1. April greifende Beitragsreduzierung von 17,98 auf 17,50 Euro monatlich finanziert werden.
Die Produzentenallianz sieht eine Werbereduzierung als „fatalen Irrweg“. Der Verband erklärte: „Die Einnahmen von ZDF und den ARD-Anstalten stagnieren seit Jahren, Mehreinnahmen aus der Umstellung der Rundfunkgebühr werden für eine symbolische Senkung des Rundfunkbeitrags und für die Bildung von Rücklagen verwendet. Schon heute sind die Produktionsbedingungen für Produzenten und Filmschaffende am Set ausgesprochen schwierig. Vor diesem Hintergrund auch noch die Werbung bei ARD und ZDF weiter einzuschränken – und damit die Einnahmen von rund 500 Mio. Euro jährlich zu schmälern –, hieße, den fortgesetzten Druck auf die Programmbudgets weiter zu verschärfen.“
Endgültige Zahlen wird die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) erst mit ihrem 20. Bericht in einem Jahr vorlegen.
Quelle: Presseinfos der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, der Produzentenallianz, von ARD/ZDF vom 5.3.
Hintergrund: Rundfunkbeitrag ab 2015, bis 2014.
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7.3.2015 • AGF: Digitalisierung im Februar weiter gebremst
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Nach Angaben der AG Fernsehforschung haben sich im Februar rund 70.000 (Kabel-) Haushalte für den Umstieg auf digitalen Fernsehempfang entschieden. 31,18 (Vormonat 31,11) Mio. empfangen nun das Fernsehen digital. Das entspricht einem Anteil von 84,2 (84,0) Prozent der 37,03 Mio. TV-Haushalte Deutschlands.
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.3.2015.
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4.3.2015 • Digitalradio: Testausstrahlungen in Stuttgart
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Im Raum Stuttgart werden Testausstrahlungen beobachtet. Im Kanal 12A wird das Regionalprogramm Freies Radio Stuttgart parallel in DAB (alt) und DAB+ gesendet.
Nachtrag: Es handelt sich wohl um befristete Tests mit 0,2 kW Leistung vom SWR-Funkhaus Stuttgart aus.
Quellen: Meldung von satnews vom 4.3., Kanalliste bei ukwtv.de / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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3.3.2015 • Digitalradio: Deutschland im Mittelfeld
Digitalradio-Schriftzug Deutschland findet sich in einigen statistischen Disziplinen auf dem vierten Platz hinter den bei der Einführung von Digitalradio am Weitesten fortgeschrittenen Ländern Norwegen, England (dort nur DAB alt) und der Schweiz. So liegt die Haushaltsausstattung mit DAB/DAB+-Radios in Norwegen bei 53 Prozent (Deutschland mit gut 2 Mio. verkauften Geräten bei 8 Prozent). Norwegen führt auch bei der Auto-Ausrüstung - mit 63 Prozent (Deutschland 10 Prozent). Hinsichtlich der Versorgung der wichtigsten Strassen sind neben den drei genannten Ländern Dänemark und Italien weiter fortgeschritten als Deutschland (75 Prozent) - was den anteiligen Netzausbau betrifft. Bei der versorgten Streckenlänge ist Deutschland mit 9.700 km führend.
Insgesamt sieht der Verband World DMB das Digitalradio im Vergleich acht europäischer Länder sowie Australiens hinsichtlich der stationären wie mobilen Ausstattung mit Empfängern im Aufwind.
Quellen: Presseinfo von World DMB und Infografik vom 3.3. / Hintergrund: DAB/DAB+ international.
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3.3.2015 • DVB-T2: NRW-Test läuft im August an
DVB-T2 Logo (DVB Project) In der aktuellen Ausgabe seiner Hauszeitschrift informiert der WDR über das NRW-Testprojekt mit DVB-T2. Ab August können unverschlüsselte Sendungen im Kölner Raum empfangen werden. Hervorgehoben wird einmal mehr die Eignung der Übertragungsform für HDTV-Programme, die schön während des Tests mit geeigneten Fernsehern (DVB-T2 und HEVC integriert *) angesehen werden können. Es sei allerdings damit zu rechnen, dass diese Geräte im hochpreisigen Bereich angesiedelt sind. Erst mit Beginn des Regelbetriebes werden günstigere Geräte erwartet.
„Im Frühjahr 2017 soll die Regelausstrahlung von WDR Fernsehen und allen bisher über Antenne empfangbaren öffentlich-rechtlichen Programmen über DVB-T2 in den NRW-Ballungszentren beginnen und bis 2019 flächendeckend ausgeweitet werden“, heißt es in dem Bericht. „Das normale DVB-T-Programm läuft währenddessen unverändert weiter.“ Aufgrund der Effizienz des neues Systems rechnet der WDR ab 2019 damit, dass die Verbreitungskosten der TV-Terrestrik „um etwa 15 Prozent sinken“ werden.
Das NRW-Testprojekt wurde mit zwei Multiplexen angekündigt; neben den frei empfangbaren Programmen soll es auch einen verschlüsselten Kanal geben. Weitere Tests laufen derzeit in Berlin und München.
*) Wer einen baldigen Gerätekauf plant, sollte beachten, dass für den Empfang privater HDTV-Programme ein Verschlüsselungsverfahren verwendet werden wird. Welches im Regelbetrieb zum Einsatz kommt, steht noch nicht fest.
Quelle: Artikel in WDR Print (Febr. 2015) / Hintergrund: DVB-T 2, Testprojekte, Digitale Dividende 2.



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