Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte DVB-T Mobil Allgemein Aktuell
Nachrichten-Archiv April 2015

Hinweise: Zum Lesen von PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden. Die Langzeit-Verfügbarkeit von Linkzielen kann nicht gewährleistet werden.


29.4.2015 • Digitalradio: LoungeFM schaltet morgen ab
Digitalradio-Schriftzug LoungeFM stellt heute die Verbreitung im nationalen DAB+-Multiplex ein, teilt der Veranstalter mit. OnAir begründet der österreichische Veranstalter das damit, dass die meisten deutschen Hörer das Programm online empfangen. Dass LoungeFM trotz der Insolvenz der deutschen Tochter von Anfang 2013 weiter senden konnte, hatte einigen Unmut ausgelöst. Entsprechend bedankt man sich für gute Zusammenarbeit beim Netzbetreiber Media Broadcast. Das Insolvenzverfahren komme „nun mit dem Ende des Sendebetriebs zu einem Abschluss“.
Im Bundesmux werden damit noch acht private Programme und die vier Wellen von D-Radio verbreitet. Der freie Programmplatz wird nicht ausgeschrieben. Stattdessen bekommt Deutschlandradio die Bandbreite, um mittels eines erhöhten Fehlerschutzes die Empfangsqualität seiner drei Programme zu verbessern.
Quelle: Meldung von radioszene vom 29.4. / Hintergrund: DAB+ national.
Zum Seitenanfang

27.4.2015 • DVB-T: RTL Nitro ab Freitag in Berlin
Überallfernseh-Logo Berlin Am kommenden Freitag, dem 1. Mai, wird RTL Nitro in Berlin über DVB-T aufgeschaltet. Das Programm übernimmt den bisher von ManouLenzTV genutzten Sendeplatz im Kanal 59. Das teilt der Netzbetreiber Media Broadcast mit. Ein Suchlauf ist notwendig.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 27.4. / Hintergrund: DVB-T in Berlin.
Zum Seitenanfang

27.4.2015 • Digitalradio: TopFM verschiebt DAB+-Start in München
Digitalradio-Schriftzug Bayern Radio 106,4 TopFM verschiebt seinen Start im Münchner DAB+-Kanal 11C um maximal ein halbes Jahr. Eigentlich hätte der in Fürstenfeldbruck ansässige Veranstalter vor Lizenzende am 31. März 2015 digital auf Sendung gehen müssen - auch, um die Option der Lizenzverlängerung um vier Jahre nutzen zu können. Nun hat die Landesmedienastalt BLM dem Veranstalter eine zusätzliche Frist bis Ende September eingeräumt, berichtet Radiowoche unter Berufung auf einen BLM-Sprecher. Der Sendebeginn habe sich wegen des Wechsels der Geschäftsführung verzögert. Inwieweit der für 2015 angekündigte Betriebsbeginn einer Sendeanlage in Fürstenfeldbruck bei der Verzögerung eine Rolle spielt, ist unklar.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 26.4. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

26.4.2015 • IFA: Ausgebucht, optimistische Geschäfts-Vorschau
IFA-Logo 2007 Die Messe Berlin und der Veranstalter gfu schauen wieder optistisch auf die Berliner Funkausstellung (4. bis 9. September) voraus, die vor allem den Trend für das Weihnachtsgeschäft erkennen lässt. Danach wird für den Bereich Consumer Electronics (CE) ein Umsatzzuwachs von 1,5 Prozent gesehen, bei den Heim-Elektrogeräte sollen es sogar 4 Prozent sein. Die Ausstellungsflächen sind inzwischen ausgebucht.
Bei der CE liegen nach den Angaben „Ultra-HD-Bildschirme mit noch eindrucksvolleren Farben und spektakulärem Kontrast, Heimkino-Sound in drei Dimensionen, innovative Software-Plattformen für smarte Vernetzung“ im Trend. Innovationen dürften sich demnach wesentlich auf Weiterentwicklungen bisheriger Technologien beschränken.
Die Innovationsschau TecWatch soll sich 2015 u.a. mit der Einführung von DVB-T2, HbbTV, einer weitgehenden Vernetzung und dem 3D-Druck beschäftigen. Dort gibt es außerdem einen StartUp-Bereich, u.a. mit Ausstellern zur Elektromobilität.
Quellen: Presseinfos vom 25.4. und 23.4. von Messe/gfu. Hintergrund: Funkausstellung.
Zum Seitenanfang

23.4.2015 • Österreich: Startet DAB+-Test in Wien ab 28. Mai?
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Der in Wien vorgesehene Testbetrieb von Digitalradio mit DAB+ könnte am 28. Mai beginnen. Dieser Termin wird auf der Website des Vereins Digitalradio Österreich genannt. Bestätigt wird das durch eine Meldung über Pläne der Herold Business Data, ab dem 28. Mai das Programm Herold Relax via DAB+ und Online ausstrahlen.
Der Start des DAB+-Projekts, für das in Wien zwei Sendeanlagen vorgesehen sind, war bereits mehrfach verschoben worden. Zuletzt war vom 15. April die Rede. Aus unterschiedlichen Gründen haben der ORF und Radio Kronehit ihre Mitwirkung abgesagt.
Quellen: Meldung von satnews vom 23.4., Homepage Digitalradio Österreich / Hintergrund: DAB+ in Österreich.
Zum Seitenanfang

23.4.2015 • Digitalradio: Radio-Board soll UKW-Ausstieg planen (3)
Digitalradio-Schriftzug Deutschland Die ARD unterstützt erwartungsgemäß die Initiative des BMVI für ein „Digitalradio-Board“. Karola Wille, MDR-Intendantin und Vorsitzende der ARD-Lenkungsgruppe Digitalradio: „Die Weichen für die digitale Zukunft des terrestrischen Rundfunks jetzt zu stellen, kann nur in breitem Konsens gelingen. Wir freuen uns, das politische Berlin an unserer Seite zu wissen.“ Auch für künftige intelligente Verkehrssicherungssysteme gehe kein Weg an DAB+ vorbei.
Die ARD wolle DAB+ als Hybridstrategie einführen. Zu den relevanten Verbreitungswegen gehöre „neben dem Internet ... ganz klar DAB+“. Nun seien „auch die Länder gefordert, gesetzliche Rahmenbedingungen für den Übergang von UKW auf DAB+ zu schaffen“.
Die ARD und Deutschlandradio stehen dabei unter besonderem Druck: Die KEF, die den Bundesländer Vorschläge zur Höhe des Rundfunkbeitrages macht, hatte von den Anstalten Angaben zur Dauer des Parallelbetriebes von UKW und DAB+ und die Nennung eines Abschalttermins für UKW gefordert. Die KEF will nächstes Jahr entscheiden, ob die Anstalten weiterhin Mittel für ihr DAB+-Engagement bekommen.
Quelle: Presseinfo des MDR vom 22.4. / Hintergrund: DAB+.
Zum Seitenanfang

23.4.2015 • Digitalradio: SWR mit Ausbildungsradio beim Maimarkt
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Anlässlich des Mannheimer Maimarktes sendet der SWR ein Ausbildungsradio, das vor Ort in einem gläsernen Studio produziert wird. Gesendet wird vom 25. April bis zum 5. Mai über DAB+ (Baden-Württemberg, Kanal 8D/9D), auf UKW Mannheim 94,6 MHz und Online.
Quelle: Infoseite des SWR / Hintergrund: DAB+ in Baden-Würtemberg.
Zum Seitenanfang

22.4.2015 • Frequenzen: Auktion beginnt am 27. Mai
Terrestrik Die Bundesnetzagentur (BNetzA) beginnt die Frequenzauktion für den Mobilfunk am 27. Mai. „Deutschland stellt als erstes Land in Europa auch Frequenzen aus dem 700-Megahertz-Bereich für mobiles Breitband zur Verfügung.“ Das soll „einen starken Impuls für einen raschen Ausbau der Breitbandnetze insbesondere auch im ländlichen Raum“ setzen, kommentierte Behördenpräsident Jochen Homann. Das 700 MHz-Band werde durch die Umstellung auf DVB-T2 frei und könne „mit nur relativ wenigen Funkstationen schnelles Internet auch in bisher wenig erschlossene Regionen bringen“.
Zur Teilnahme zugelassen wurden die drei Konzerne, die bereits Netzbetreiber sind - Telefonica, Telekom und Vodafone. Andere Interessenten hatten sich wegen der Vergabebedingungen nicht beworben bzw. Klagen einreicht.
Quelle: Presseinfo von BNetZA vom 22.4. / Hintergrund: Digitale Dividende 2, betroffene DVB-T Multiplexe.
Zum Seitenanfang

22.4.2015 • Digitalradio: Lounge FM kündigt Abschaltung an
Digitalradio-Schriftzug LoungeFM Lounge FM, der Deutschland-Ableger des österreichischen Musikradios, wird aus dem DAB+-Bundesmux aussteigen. Das kündigt der Veranstalter OnAir ohne Nennung eines Termins an. Man verzeichne einen „enormen Erfolg“, jedoch nutze die Mehrzahl der deutschen Hörer das Internet. Das durch den Verzicht auf DAB+ eingesparte Geld soll in künftige Webradiokanäle investiert werden.
Die deutsche GmbH hatte bereits Anfang 2013 Insolvenz angemeldet, sendete jedoch nach einiger Verwirrung weiter. KissFM hatte seinen Ausstieg bei DAB+ u.a. mit einer Duldung der Verbreitung des insolventen Senders durch den Netzbetreiber Media Broadcast begründet.
Laut einer Meldung wird der geräumte Programmplatz nicht ausgeschrieben. Stattdessen könne Deutschlandradio die demnächst freien Kapazitäten nutzen, um mittels erhöhten Fehlerschutzes den Empfang in kritischen Zonen zu verbessern.
Quellen: Eigene Recherche, Meldung von satnews vom 22.4. / Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
Zum Seitenanfang

21.4.2015 • Digitalradio: Radio-Board soll UKW-Ausstieg planen (2)
Digitalradio-Schriftzug Deutschland Für DRD Digitalradio Deutschland hat Geschäftsführer Willi Schreiner die Installierung des Digitalradio-Boards begrüßt. „Um das Radio in die Zukunft und den digitalen Umstieg optimal voran zu bringen, ist dieses neue Digitalradio-Board von enormer Bedeutung“. Wichtig sei, dass Bund, Länder, die ARD, das Deutschlandradio, die privaten Anbieter sowie Handel und Industrie in die Vorbereitungen des Umstiegs einbezogen sind. Schreiner bewertete positiv, dass dabei die Stärken von Mobilfunk und Rundfunk konsequent verknüpft werden. DRD ist ein Zusammenschluß von Radioveranstaltern, die über DAB+ senden.
Quelle: Meldung von Infosat vom 21.4. / Hintergrund: DAB+.
Zum Seitenanfang

20.4.2015 • Digitalradio: Lizenz für befristetes „Hessentagsradio“
Digitalradio-Schriftzug Hessen Anlässlich des Hessentags genehmigte die Medienanstalt LPR das werbefreie „Hessentagsradio“, das vom 28. Mai bis zum 7. Juni von der Veranstaltung aus Hofgeismar berichtet. Übertragen wird im DAB+-Kanal 11C, der in der Rhein-Main-Region zwischen Wetzlar im Norden, Lorsch im Süden, Wiesbaden im Westen und Hanau im Osten zu empfangen ist. Das Programm kommt auch über UKW 93,5 MHz. Produziert wird im gläsernen Studio am Stand der LPW in Halle 1 der Landesausstellung.
Quelle: Presseinfo der LPR vom 20.4. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
Zum Seitenanfang

20.4.2015 • Digitalradio: Radio-Board soll UKW-Ausstieg planen (1)
Digitalradio-Schriftzug Deutschland Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur will schon im Juni zu einem „Digitalradio-Board“ einladen. Dort sollen die Beteiligten über die Umstellung von UKW auf DAB+ diskutieren. Das teilte die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär auf einer Fachveranstaltung mit.
„Der analoge Hörfunk ist ausgereizt: Er kann die Herausforderungen der Zukunft nicht meistern“, kommentierte Bär anlässlich der Vorstellung der Studie „Terrestrischer Hörfunk: Zukünftige Entwicklung im Hinblick konkurrierender Übertragungswege“. Die Studie untersucht technische, rechtliche und finanzielle Aspekte der Übertragsungswege UKW, DAB/DAB+, DRM+ und LTE Broadcast sowie Umstellungsszenarios. Danach sei eine „längerfristige Fortsetzung“ von UKW aus Kapazitäts- wie Kostengründen nicht empfehlenswert. „DAB/DAB+ (ist) das am besten für die zukünftige Hörfunkverbreitung in Deutschland geeignete Verfahren“ ist, das mit bis zu 96 Programmen den Bedarf decken kann. Für DRM+ werden hingegen Einschränkungen und EInführungs-Risiken konstatiert. Den Kapazitätsvorteilen von LTE Broadcast stehen die Kosten dieser Infrastruktur entgegen.
Die Studie stellt weiter fest, dass aus juristischer Sicht UKW erst aufgegeben werden kann, wenn eine vom Programmangebot her gleichgewichtige Alternative breit genutzt wird.
Quelle: Presseinfo des BMVI (undatiert) / Hintergrund: Studie vom 17.4. im Wortlaut, DAB+.
Zum Seitenanfang

17.4.2015 • DVB-T2: Serbien schaltet bis Juni um
DVB-T2 Logo (DVB Project) Serbien Serbien wird im Juni die letzten TV-Sendeanlagen von analoger Technik auf DVB-T2 umschalten. Nach Angaben des Netzwerkausrüsters Rohde&Schwarz werden dem Netzbetreiber ETV in einer dritten Umstiegsphase Sendeanlagen für drei Multiplexe an 16 Standorten geliefert. Der 2010 begonnene Ausbau erreiche damit 98 Prozent der Haushalte des Landes. Die Technik bringe Energieeinsparungen von 42 Prozent, so dass die Betriebskosten erheblich sinken.
Quelle: Presseinfo von Rohde&Schwarz vom 9.4.
Zum Seitenanfang

17.4.2015 • DVB-T: TLC ab heute auch für Nürnberg und Stuttgart
Überallfernseh-Logo TLC Der Frauensender TLC erweitert heute sein Verbreitungsgebiet via DVB-T auf die Regionen Nürnberg (Kanal 60) und Stuttgart (Kanal 25). Die Erweiterung des DVB-T Engagements ist wohl im Vorfeld des Umstiegs auf DVB-T2 zu sehen. Die Discovery-Gruppe hatte zuvor sein Interesse an der Beteiligung bei der privaten Sendeplattform deutlich gemacht.
Damit ist der Stuttgarter Privatmux komplett belegt, in Nürnberg sind noch zwei Plätze frei. TLC ist schon in München und Berlin in der Luft.
Quelle: Presseinfo von TLC vom 16.4. / Hintergrund: DVB-T in Baden-Württemberg, Nordbayern.
Zum Seitenanfang

17.4.2015 • Digitalradio: D-Radio will Empfang optimieren
Digitalradio-Schriftzug D-Radio Der Plan von Deutschlandradio, den Empfang seiner Programme im Bundesmux zu optimieren, scheint in greifbare Nähe zu geraten. Laut Meldungen liegen die notwendigen Genehmigungen für Änderungen der Sendetechnik vor, ein Termin für die Umschaltungen stehe aber noch nicht fest.
Möglich werde das durch den Rückzug von KissFM, dessen Sendeplatz seit etwa einem Jahr frei ist. Bereits im Mai 2014 hatte Technikchef Chris Weck eine Änderung des Fehlerschutzes (Protection Level - PL) vorgeschlagen. Durch Umschaltung vom derzeitigen PL 3A (Rate 1/2) auf PL 1A (1/4) - also die Verdopplung der redundant gesendeten Daten - würde die Empfangsqualität ohne Erhöhung der Sendeleistung vor allem in Randzonen verbessert. Weck nannte beispielhaft Störungen in Abschattungsbereichen (z.B. bei Brückenunterfahrungen).
Quelle: Meldung von satnews vom 17.4. / Hintergrund: DAB+ in Bundesmux, Vortragsfolien von Chris Weck (5/2014).
Zum Seitenanfang

16.4.2015 • Norwegen: Weltweit erste UKW-Abschaltung im Jahr 2017
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Norwegen wird das erste Land der Welt sein, in dem UKW komplett abgeschaltet wird. Die Regierung hat jetzt gemeinsame Planungen des öffentlich-rechtlichen NRK und der großen privaten Veranstalter P4 und SBS bestätigt. Danach werden die Abschaltungen in zehn Schritten zwischen dem 11. Januar und dem 13. Dezember 2017 durchgeführt. Diese Planung spart gegenüber bisherigen Vorschlägen zwei Jahre teuren Simulcastbetriebs der 2.000 UKW-Sendeanlagen. Auch die wichtigsten Strassentunnel einschließlich des mit 24,5 Kilometern weltlängsten Lærdalstunnelen bekommen Transmitter.
Seit 1995 wird in Norwegen digital gesendet. Derzeit werden 22 Programme in zwei Multiplexen national und weitere lokal digital verbreitet. 56 Prozent der Hörer nutzen digitales Radio, 55 Prozent der Haushalte besitzen ein DAB-Gerät.
Quellen: Info von radio.no vom 16.4. / Hintergrund: DAB in Norwegen bei worlddmb.
Zum Seitenanfang

15.4.2015 • Österreich: SimpliTV zielt auf 100.000 Kunden in 2015
Österreich SimpliTCV „Im Laufe des Jahres 2015 wird die Schallmauer von 100.000 verkauften SimpliTV-Geräten durchstoßen.“ Diese Vorausschau wurde anlässlich des 2. Jahrestages des Sendebeginns von SimpliTV, der DVB-T2 Plattform für Österreich, bekannt gegeben. SimpliTV bietet für monatlich 10 Euro rund 40 Programme, darunter zur Zeit 13 in HDTV.
Der Großteil der Kunden entscheide sich nach der kostenlosen Testphase für ein Abo, auch viele Kabelkunden wären auf die Antenne umgestiegen. Die kommerziellen Ziele seien erreicht worden. Bis 2017 soll der Umstieg in ganz Österreich abgeschlossen sein.
Nach Kärnten im vergangenen Oktober soll nun auch die Umschaltungen der Muxe B und C in Voralberg und Tirol am 5. Mai dazu beitragen, die Kundenzahlen weiter zu erhöhen. Mux-A (mit ORFeins und ORF2 in SDTV) bleibt mindestens bis Ende 2016 in DVB-T auf Sendung.
Quellen: Presseinfo von ORS vom 14.4., Umstellungsinfos für Vorarlberg und Tirol / Hintergrund SimpliTV.
Zum Seitenanfang

15.4.2015 • Digitalradio: Neues Programm für Berlin/Brandenburg
Digitalradio-Schriftzug Mauma Deutschland Radio Mauma.FM hat heute mittag mit den Ausstrahlungen im Berliner und Brandenburger DAB+-Kanal 7B begonnen. Offenbar wird zunächst nur Musik gesendet. Ein „Hauptprogramm“ starte erst am 30. April, teilt der Sender online mit. Zuvor hatte die Aufforderung im gestreamten Programm, den Sendersuchlauf durchzuführen, tagelang ins Leere geführt.
Unklar ist der Beginn des Sendebetriebes der Welle in Hamburg. Ein Countdownzähler verwies zunächst auf den 15. Mai, dies sei jedoch ein „Ca.-Start“, heißt es dort. Der Countdown wurde heute von 30 auf 40 Tage hochgesetzt, so dass mit einem Start um den 25. Mai zu rechnen wäre.
Quelle: Eigene Recherche, Mauma-Blog vom 13.4. / Hintergrund: DAB+ in Berlin.
Zum Seitenanfang

15.4.2015 • Sendetechnik: Testprojekt für Tower Overlay
Terrestrik In Paris (F) und Aosta (I) hat jetzt ein Testprojekt für Broadcast-Übertragungen mittels des LTE.A-Standards begonnen. Partner sind der Netzbetreiber TDF (Muttergesellschaft der deutschen Media Broadcast) und das italienische Fernsehen RAI. Nachgewiesen werden soll, dass Broadcast und LTE-Mobilfunk (dieser in großflächigen UHF-Netzen von Fernsehtürmen) miteinander funktionieren. Während des Tests werden ein konventionelles DVB-T2 Signal mit HDTV-Programmen und Streams für Smartphones parallel in einem UHF-Kanal verbreitet. Dabei soll in Aosta auch ein Gleichwellennetz mit bis zu vier Standorten erprobt werden.
Das technische Konzept des Tower Overlays von Fernsehtürmen wurde an der TU Braunschweig unter Leitung von Ulrich Reimers entwickelt. Kern ist das Miteinander von konventionellen Broadcast-Sendungen in DVB-T2 und eingebetteten LTE-Mobilfunksignalen mit Broadcast-Inhalten.
Quelle: Meldung von froadbandtvnews.com vom 15.4. / Hintergrund: Info der TU BS zu Tower Overlay.
Zum Seitenanfang

14.4.2015 • Digitalradio: SWR Info steuert nach Lautheit aus
Digitalradio-Schriftzug Als erstes ARD-Hörfunkprogramm setzt SWR Info seit heute die Aussteuerung der Lautstärke nach dem Prinzip der Lautheit ein. Bisher war der sog. Spitzenpegel - das lauteste Signal - Grundlage für die Aussteuerung. Dadurch wurden als unangenehm empfundene Unterschiede in der Lautstärke erzeugt. Die Regelung nach Lautheit, die auf internationalen Standards basiert, beseitigt diese Unterschiede zugunsten eines „modernen Klangbilds“, so der SWR. Das Nachregeln bei einzelnen Programmteilen (etwa im Auto bei Telefoninterviews) werde überflüssig. SWR Info wird per DAB (K 8D/9D in Baden-Württemberg, K 11A in Rheinland-Pfalz, K 7B in Berlin), unter swrinfo.de, als App und auf der Stuttgarter UKW-Frequenz 91,5 MHz verbreitet.
Die öffentlich-rechtlichen und privaten deutschsprachigen Fernsehsender setzen das technische Prinzip bereits seit August 2012 ein.
Quelle: Presseinfo des SWR vom 13.4. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Zum Seitenanfang

12.4.2015 • Unterhaltungselektronik: 2k und besseres Bild statt 4k?
Ein Beitrag im Boljour-Blog der FKTG beschäftigt sich mit der aktuellen (Un-)Möglichkeit, Fernsehbilder in höchster 4k-Auflösung innerhalb der Infrastruktur von TV-Anstalten und von dort zu den Zuschauern zu transportieren. Der Autor berichtete von einem Fachvortrag und kommt zu einem provozierenden Vorschlag.
Zunächst wird darauf verwiesen, dass sich die Produktionskosten von 4k-Displays (3.840 x 2.160 Pixel) immer stärken denen von 2k-Panels nähern. Es werde „nicht mehr lange dauern, (... bis) nur noch 4K-Panels verbaut werden, selbst dann, wenn die Elektronik im Fernsehgerät später nur für 2k ausgelegt wird.“
Es sei derzeit unmöglich, die für 4k-Signale notwendige Datenrate von 12 Gigabit pro Sekunde in den Infrastrukturen der Programmveranstalter vernünftig zu handhaben; dazu müssten dort vier der üblichen 3 Gb/s-Leitungen parallel betrieben werden. Zudem werde die Leistungsgrenze von Kupferkabeln erreicht. Gehe es gar um UHDTV2 mit 8k (7.680 x 4.320 Pixel) werde noch einmal die vierfache Kapazität benötigt. Ähnlich verhält es sich bei der Verbreitung zum Zuschauer. (Anmerkung: Die Zusammenschaltung mehrerer Transponder ist machbar - aber die Vielfalt des Programmangebotes bliebe auf der Strecke, dehnmedia).
Kritisch äußert sich der Autor (wie zuvor auch andere) dazu, dass die für UHDTV angedachten Verbesserungen der Bildqualität „nachrangig gegenüber der Auflösung behandelt“ werden. Ziel müsse es vielmehr sein, High Dynamic Range (HDR = erhöhter Kontrastumfang) und High Frame Rate (HFR = Erhöhung der gesendeten Bildzahl) einzuführen. Schon beim Einsatz von HDR für HDTV-Bilder (1.920 mal 1.080 Pixel im Vollbild-Modus 1080p50) sei die sichtbare Bildverbesserung „so gewaltig, dass alle anderen Maßnahmen, insbesondere die Auflösungserhöhung, dagegen kaum noch ins Gewicht fällt, insbesondere bei Displays im Wohnraum“. Dies sei technisch ohne Weiteres beherrschbar.
Der Autor kommt zu dem Schluß, es sei „der sichtbar bessere Kompromiss, 4K-Displays zu verkaufen, Produktion und Übertragung mit HDR (und vielleicht auch HFR) indessen über 1080p50 abzuwickeln.“
Quelle: Beitrag im Boljour-Blog der FKTG vom 12.4. / Hintergrund: Ultra-HD.
Zum Seitenanfang

10.4.2015 • Österreich: DVB-T2 Umstellung läuft weiter
Österreich SimpliTCV Im Norden Tirols nimmt die Umstellung auf DVB-T2, die am 5. Mai wirksam wird, Züge an. Die Standorte Landeck (Krahberg), Mayrhofen (Gerloskögerl) und Reutte (Hahnenkamm) - drei der sieben für Tirol geplanten - senden seit dem 6 April das DVB-T2 Angebot von SimpliTV. Daneben wird nun auch der Mux-B von dort - bis zum 5. Mai noch in DVB-T - verbreitet. Das Programmangebot wird dann elf Stationen umfassen, darunter die vier ORS-Kanäle, ATV, Servus TV und 3Sat in HD sowie ATV und Puls 4 in SD sowie (nur für Innsbruck im Mux-C) die lokalen SD-Programme GoTV und TirolTV.
Neben dem Einbau neuen Programmaufbereitung mussten die Antennen einiger Standorte für die Abstrahlung zusätzlicher Multiplexe ausgestattet werden.
Quellen: ORS Tech Blog vom 7.4. Infos zum Umstieg in Vorarlberg und Tirol, SimpliTV, Frequenzlisten / Hintergrund: SimpliTV.
Zum Seitenanfang

9.4.2015 • Unterhaltungselektronik: TV-Geräte legen europaweit leicht zu
gfu In den zehn wichtigsten nationalen Märkten Westeuropas ist der Absatz von TV-Geräten - nach einem Rückgang in Vorjahren - wieder leicht gestiegen. 2014 wurden 34 Mio. Stück (plus 3,2 Prozent gegenüber 2013) verkauft. Der Umsatz stieg jedoch nur um 0,2 Prozent auf 16,3 Mrd. Euro. Ursache ist der Preisverfall von 3 Prozent; die Geräte kosten im Schnitt 477 Euro. In Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich, Schweden, der Schweiz und Spanien stieg der Verkauf von SmartTVs um 18,5 Prozent auf über 15 Mio. Stück. Der Umsatz dieser Produktgruppe liegt bei 11,2 Mrd. Euro, was einem Marktanteil von 44 Prozent entspricht.
Der Trend zeigt sich auch in Deutschland, wo für 2014 ein Anstieg der Stückzahlen um 3,8 Prozent zu 2013 gemeldet wurde. Jedoch ist hier der Durchschnittspreis eines Fernsehers mit 556 Euro am höchsten, weil Geräte mit großen Displays und höheren Ausstattungen bevorzugt wurden; der Anteil von SmartTVs liegt bei 57 Prozent.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 9.4.
Zum Seitenanfang

8.4.2015 • AGF: Digitalisierung des TV-Empfangs im März
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Per 1. April nutzen nach Angaben der AG Fernsehforschung 84,6 (Vormonat: 84,2) Prozent der 37,03 Mio. deutschen TV-Haushalte den digitalen Empfang. Der Zuwachs im März lag bei rund 150.000, seit Jahresbeginn bei 440.000 Haushalten. Nach der Rechnung verbleiben damit rund 5,7 Mio. analog empfangende Kabelhaushalte.
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.4.2015.
Zum Seitenanfang

1.4.2015 • Digitalradio: Impala schaltet ab, Mauma.FM kündigt an
Digitalradio-Schriftzug Berlin Nach Hessen und NRW wurde Radio Impala heute auch in Berlin abgeschaltet; nach einem Suchlauf ist die Kennung nicht mehr vorhanden. Dem ging der Verlust der Programmübernahme des russischen Staatssenders Stimme Rußlands (heute: NSA-Radio) voraus, das jetzt mit Mega Radio kooperiert.
Mauma Berlin Unterdessen kündigt Radio Mauma.FM seinen Sendestart in der Hauptstadtregion für den 15. April an. In Hamburg will das Programm laut Countdown in 44 Tagen, im Rahmen des neuen Plattformangebots, starten. Ankündigungen für den Sendebeginn in Bayern und Sachsen wurden entfernt.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DAB+ in Berlin.
Zum Seitenanfang

1.4.2015 • Rundfunkbeitrag: Ist weniger mehr?
Beitragsservice Mit dem heutigen Tage sinkt der Rundfunkbeitrag erstmalig seit Einführung von Gebühren im Jahr 1924. Private Haushalte müssen nun 17,50 Euro statt 17,98 Euro monatlich für die Finanzierung der ARD-Anstalten, des ZDF und Deutschlandradio sowie der Landesmedienanstalten entrichten. In dem Zusammenhang kommt die Debatte um den Beitrag, insbesondere wegen der kürzlich für den Zeitraum von 2013 bis 2016 festgestellten Mehreinnahmen von 1,5 Mrd. Euro, wieder hoch.
Die Anstalten würden diese Summe soich gerne ausgeben. Allerdings ist zum Einen ein Gutteil davon gar nicht in der Kasse, weil Schulden von Beitragspflichtigen quasi als vorhanden eingerechnet wurden. Andererseits dürfen die 1,5 Mrd. Euro gar nicht verwendet werden, sondern müssen auf Sparkonten gelegt werden und werden auf die Beitragszahlungen des Zeitraums von 2017 bis 2020 als Einnahme angerechnet.
Auch das könnte positiv bewertet werden, würden die Mehreinnahmen für das Programm und als Ausgleich für die zu erwartenden Kostensteigerungen verwendet. Das sehen die zuständigen Politiker der Bundesländer parteiübergreifend anders. Sie wollen den Beitrag mindestens bis 2020 stabil halten. Was den ohnehin bestehenden Spardruck noch verschärfen dürfte.
Denn heftig gespart wird ARD, ZDF und D-Radio bereits seit mehr als zehn Jahren. Filmverbände weisen darauf hin, dass „beispielsweise das für die Herstellung eines ‚Tatorts' zur Verfügung stehende Budget über einen Zeitraum von 10 Jahren preisbereinigt um ca. 20% abgenommen (hat). Dies konnte nur durch eine Verkürzung der Drehtage von ursprünglich durchschnittlich 28 Tagen auf heute 21 Tagen aufgefangen werden.“ Damit verschlechterten sich die Bedingungen bei Dreharbeiten „bis hin zu Grenzbereichen der Legalität“, stellt der Schauspielerverband BFFS fest. Es sei „absurd“, dass das vorhandene Geld „nicht dafür verwendet werden (darf), die Budgets den tatsächlichen Bedürfnissen anzupassen“. Um den erhöhten Arbeitsdruck zu mildern, hatten die Verbände vorgeschlagen, 25 Cent je Haushalt und Monat zusätzlich in die Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen - und damit letztlich in die Qualität der Programme - zu investieren. In diesem Zusammenhang ist die Einschätzung des ZDF-Intendanten Thomas Bellut unverständlich, die Mehreinnahmen seien „ein gutes Signal“ den Monatsbeitrag zu senken.
Die Politik ging den anderen Weg und will nun mit dem Argument der Mehreinnahmen Sponsoring und Werbung weiter einschränken, die den Anstalten bisher jährlich bis zu 500 Mio. Euro einbringen. Das kritisieren selbst die Werbekunden, denn sie könnten durch ein Total-Werbeverbot einige wichtige Zuschauergruppen nicht mehr erreichen. Die Produzentenallianz findet solche Pläne einen „fatalen Irrweg“, wohl auch, weil mit Einbußen bei den Produktionsfirmen und bei deren (meist freiberuflich) Beschäftigten gerechnet werden darf.
Die KEF erweist sich in dieser Situation als Rotstiftkommission im Sinne politischer Interessen. Denn sie darf die Budget-Anmeldungen der Sendeanstalten zwar kürzen, jedoch nicht (z.B. durch Personalabbau) gesparte Mittel auf das Programm umlenken.
Quellen: Presseinfos der Produzentenallianz vom 6.3., des BFFS vom 12.3., von 6 Verbänden vom 12.3.2014.
Hintergrund: Rundfunkbeitrag.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2017) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff