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Nachrichten-Archiv September 2015

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30.9.2015 • Rundfunkbeitrag: NRW will Werbung abschaffen
Beitragsservice Beitragsservice Das Bundesland NRW betreibt nach den Worten von Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD) den stufenweisen Ausstieg aus Werbung und Sponsoring bei ARD und ZDF. Das sollen alle Bundesländer 2016 vereinbaren. „Die Zeiten von Werbung im öffentlich-rechtlichen Programm sind gezählt!“, so Eumann in einem Interview.
Die KEF, die die Entscheidung der Bundesländer zur Höhe des Rundfunkbeitrages vorbereitet, hatte Anfang 2014 einen Sonderbericht zu diesem Thema auf Grundlage der Budgets von 2005 bis 2013 vorgelegt. Kern der Aussage war, dass ein Werbeverbot Einnahmeausfälle von 1,43 Mrd. Euro bzw. 5,4 Prozent auslösen würde. Das entspricht 1,25 Euro je Monat und Beitragszahler, die zusätzlich aufzubringen wären, um den Standard von Ende 2013 zu halten.
Laut der KEF würde Radio Bremen, dessen Insolvenz z.Zt. durch Kredite der Schwesteranstalten verhindert wird, 12,9 Prozent seiner Einnahmen verlieren. Beim ebenfalls am Existenzrand arbeitenden Saarländischen Rundfunk wären es 7,5 Prozent, beim großen NDR nur 3,5 Prozent.
Eumann geht davon aus, dass die 2013 erfolgte Umstellung auf die Haushaltsabgabe „eine sichere Finanzierungsgrundlage inklusive Entwicklungsgarantie gewährleistet“. Dies angesichts der erwarteten Mehreinnahmen von 1,5 Mrd. Euro (auf die Beitragsperiode von 2017 bis 2020 verteilt sind das jährlich etwa 375 Mio. Euro). Zudem hatten die Bundesländer zum 1. April 2015 eine Senkung des Monatsbeitrages auf 17,50 Euro beschlossen.
Eumanns Äußerung deutet darauf, dass die Bundesländer entfallende Werbeeinnahmen über eine Erhöhung des Rundfunkbeitrag nicht ausgleichen wollen. Umgekehrt ist aber unklar, wie die Anstalten schon wegen der allgemeinen Teuerung mit den seit langem stabilen Budgets ihr Programmangebot im bisherigen Umfang erhalten können. Es sei denn, dass bestimmte Sendeinhalte - etwa die teuren großen Sportveranstaltungen - bei ARD/ZDF abgeschafft und damit den Privaten zugeschoben werden.
Quelle: Eumann-Interview in der Rheinischen Post vom 30.9. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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30.9.2015 • Digitalradio: Letzter Tag beim Call for Interest (3)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Nordrhein-Westfalen Zu der im Zusammenhang mit der Bedarfsabfrage der Medienanstalt LfM entstandenen Diskussion um die Beteiligung lokaler Veranstalter bei DAB+ in NRW liefert der Lokalradio-Verband VLR weitere Argumente. Geschäftsführer Timo Naumann sieht das Geschäftsmodell privater Radios durch DAB+ gefährdet.
„Die LfM kann die Kosten für lokale Multiplexe in NRW derzeit nicht beziffern, weder für einen einzelnen lokalen Multiplex, noch für 46 lokale Multiplexe.“ Der VLR habe sich weder für noch gegen DAB+ in NRW ausgesprochen. Naumann regte an, dass die LfM „zunächst in einem ergebnisoffenen Test die Machbarkeit und die Kosten des Schweizer Modells (lokale DAB+ Multiplexe) in NRW“ untersuchen soll.
Egal auf welchem Wege man seine Hörer erreicht, müsse jede Verbreitungsform finanziert werden - da sieht sich Naumann einig mit den Branchenriesen im VPRT. „Bisher geschieht das erfolgreich bei UKW und Online. Für DAB+ sehen wir derzeit jedoch kein ausreichendes Erlöspotenzial in NRW.“
Quelle: radiowoche.de vom 30.9. / Hintergrund: DAB+ in NRW.
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29.9.2015 • Digitalradio: Schlagerparadies über ARD-Pläne verärgert
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Der im DAB+-Bundesmux vertretene Musiksender Schlagerparadies zeigt sich von den Plänen einiger ARD-Anstalten für Schlagerwellen „einigermaßen irritiert“. „In den zurückliegenden Jahren haben sich alle großen ARD-Anstalten mit ihren Einserprogrammen vom Schlager verabschiedet, besonders der NDR hat seine Welle Nord schlagerfrei gemacht und als Format für jüngere Zielgruppen positioniert“, kommentiert Schlagerradio-Programmchef Frank Brach. „Wir haben mit Schlagerparadies allen Schlagerfans eine echte Heimat gegeben, sind ins Risiko gegangen und haben in Digitalradio investiert. Und nun, da wir die Früchte für unseren unternehmerischen Mut ernten, gönnt uns die ARD den Erfolg nicht mehr.“ Der Erfolg von Schlagerparadies dürfe nicht „mit Gebührengeldern zunichte gemacht“ werden. Das verhindere „künftig jedes private Investment im deutschen Radio von vornherein“.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 29.9. / Hintergrund: DAB+ in Bundesmux.
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28.9.2015 • Digitalradio: BR nimmt weitere Sender in Betrieb (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Bayern Der BR hat die Meldung über den Ausbau seines DAB+-Sendenetzes bestätigt. Danach gehen morgen die Standorte Eichstätt, Pfronten und Treuchtlingen im Kanal 11D in Betrieb. Damit erreicht die mobile Versorgung über die nun 39 Standorte 96,2 Prozent der Einwohner, die Autobahnen sind zu 98,9 Prozent versorgt. Der Indoor-Empfang wird auf 80,3 Prozent der Einwohner ausgedehnt.
Der BR kündigt bis Ende Oktober Inbetriebnahmen auch in Reit im Winkl und am Herzogstand an. Bis Jahresende folgen Aufschaltungen in Franken und Niederbayern.
Der BR macht weiterhin darauf aufmerksam, dass Bayern plus nach der Abschaltung der Mittelwelle am 30. September am besten mit DAB+-Geräten zu empfangen ist.
Quelle: Presseinfo des BR vom 28.9. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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28.9.2015 • Digitalradio: Lowpower/Lowtower-Test in Stuttgart
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Baden-Württemberg Die Medienanstalt LMK legt den Abschlußbericht über Tests mit DAB+-Kleinstleistungssendern vor. Im März wurde in Stuttgart eine Sendeanlage auf einem vergleichsweise niedrigen Standort, mit nur 200 W Leistung und einem softwarebasierten System im Kanal 12A getestet. Die Reichweite lag bei etwa drei Kilometern.
Insgesamt reichte die Sendeanlage nicht aus, um eine ausreichende Empfangsqualität in der Innenstadt Stuttgarts zu sichern. Im subjektiven Hörvergleich mit den Stuttgarter 10 kW DAB+-Sendern habe der Testkanal „deutlich schlechter“ abgeschnitten. Messungen zeigten, dass die Robustheit des Signals durch „elektronische Kommunikationsgeräte aller Art“ sowie durch die Gebäude-Dämmung deutlich eingeschränkt ist.
Vorgeschlagen wird ein Konzept mit Abstrahlungsleistungen zwischen 1 und 2 kW an exponierten Standorten. Softwarebasierte Lösungen könnten dazu beitragen, ein Sendenetz „verhältnismässig preisgünstig“ zu planen. Das bedürfe aber weiterer Untersuchungen. Vor allem die Kosten der genutzten Standorte seien zu berücksichtigen, um im Vergleich mit Hochleistungssender Aufschluß über die Wirtschaftlichkeit solcher lokalen Netzkonzepte zu erhalten.
Das Testprojekt griff eine Lösung auf, die in der Schweiz für Lokalradios zum Einsatz kommt. Dort wird allerdings mit erheblichen höheren Leistungen (bis 4 kW) gesendet.
Quelle: Meldung von infosat.de vom 28.9., Abschlußbericht vom 24.9. (Wortlaut) / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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28.9.2015 • Digitalradio: Letzter Tag beim Call for Interest (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Nordrhein-Westfalen Die am Donnerstag ausgelaufene Meldefrist zur Bedarfsabfrage der Medienanstalt LfM über Digitalradio in NRW hat trotz der eher abwartenden Haltung der Lokalradios sind bei der LfM zahlreiche „Interessenbekundungen für landesweite, regionale und lokale DAB+-Angebote“ eingegangen. So wolle Media Broadcast eine Veranstalterplattform, nach Hamburger Vorbild, anbieten. Auch ist von Fianzierungsmodellen die Rede, die es kleineren Veranstaltern ermöglichen sollen, bei DAB+ mit zu machen.
Die LfM will die Meldungen nun auswerten und daraus ein Bedarfskonzept entwickeln. Dieses ist mit dem WDR und der Landesregierung abzustimmen, bevor eine Ausschreibung beschlossen wird.
Quelle: satnews.de vom 25.9. / Hintergrund: DAB+ in NRW.
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24.9.2015 • Digitalradio: BR nimmt weitere Sender in Betrieb (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Bayern Bis zum Monatsende will der BR seinen landesweiten Multiplex um drei Sendeanlagen erweitern. Es handelt sich um Eichstätt, Pfronten und Treuchtlingen, die sämtlich mit geringen Sendeleistungen arbeiten werden. Bis Jahresende sollen weitere Standorte aufgeschaltet werden.
Quelle: ukwtv.de / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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24.9.2015 • Digitalradio: Letzter Tag beim Call for Interest (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Nordrhein-Westfalen Die heute auslaufende Bedarfsabfrage der Medienanstalt LfM zu Digitalradio in NRW scheint ein zwiespältiges Echo zu finden. Der Verband lokaler Radios in Nordrhein-Westfalen (VLR; mehr als 40 Mitgliedsradios) sieht in DAB+ zwar interessante Möglichkeiten, die Risiken seien derzeit aber nicht entscheidungreif bewertbar. Man wolle sich mit anderen Verbändern und der LfM weiter beraten. Laut einer Meldung gibt es aber einige Unternehmen, die sich - auch mit neuen Programmideen - interessiert zeigen.
Domradio ist aktuell der einzige private Sender in NRW auf DAB+. Man sendet im Zuge eines bis Jahresende befristeten Pilotprojekts im WDR-Block (K 11D). Laut der LfM stehen für landesweite Privatprogramme der Kanal 9D und kleinzellige Sendestrukturen für Lokalradios zur Verfügung. Bei ausreichendem Interesse will die LfM die notwendigen Frequenz-Zuweisungen beantragen und dann ausschreiben.
Quelle: VLR-Newsletter vom 21.9., Meldung von satnews.de vom 24.9. / Hintergrund: DAB+ in NRW.
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24.9.2015 • DVB-T: Ausschreibung für Chemnitz angekündigt
Überallfernseh-Logo Sachsen Die Medienanstalt SLM will Anfang Oktober den Chemnitzer Lokalkanal 48 neu ausschreiben. Dem ging die Rückgabe der Zulassung für Sachsen Fernsehen Chemnitz zum 31.12.2015 voraus.
Die Zulassung an Sachsen Fernsehen war bereits 2009 erteilt worden, jedoch kam es nie zum Sendebeginn. Auch das 2014 lizenzierte Kinderprogramm RIC gab zwischenzeitlich seine Zulassung zurück.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 21.9. / Hintergrund: DVB-T in Sachsen.
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24.9.2015 • Österreich: Digitalradio und neue Marktordnung
Österreich Digitalradio-Schriftzug AT Wenn der Hörfunk „als Massenmedium mit Entwicklungsperspektive überleben will“, ist DAB+ der richtige Weg. Auf den Österreichischen Medientagen forderte Wolfgang Struber (Verein Digitalradio Österreich, Radio Arabella) die Politik des Nachbarlandes auf, DAB+ in Österreich den Weg zu ebnen. „DAB+ ist kein technologisches, sondern ein medien-, verkehrs- und sicherheitspolitisches Thema.“ Dabei bezog er u.a. Aspekte des Informationsangebots und der Meinungsvielfalt, der Kosten und Ökologie sowie Informations- und Sicherheitsdienste wie TPEG und EWF ein. Die bisherige Situation habe zu Innovationszurückhaltung und einer „Austrocknung des Radiomarktes“ geführt. „Digitalradio ordnet Hörfunklandschaft völlig neu“, vor allem durch nationale Senderketten. Webradio sei nur eine Ergänzung zur Radio-Terrestrik.
Allerdings gibt es einige Widerstände. So will der ORF, nach dem gesetzlichen Verbot neuer Programmkonzepte, abwarten; DAB+ habe nur einen Sinn, wenn man die neuen Möglichkeiten nutzen kann. Die großen Privatradios der Alpenrepublik sehen „eine erkleckliche Anzahl an Hörern“, die über DAB+ erreicht werden, als Voraussetzung für einen Einstieg und setzen eher auf den neuen radioplayer.at als gemeinsame Webradio-Plattform.
Seit Ende Mai läuft in Wien ein umfangreiches Testprojekt mit 15 Programmen. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer des Fachbereichs Medien in der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH, stellte eine Verlängerung des bis zum 1. April 2016 befristeten Projektes um ein weiteres Jahr in Aussicht.
Nachtrag: Digitalradio Österreich rechnet damit, dass das Wiener Projekt nach Ende der Verlängerung - also Ende April 2017 und ggfs. auch in anderen Bundesländern - in einen Regelbetrieb übergehen kann.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Österreich, Meldung von Der Standard vom 22.9., satnews.de vom 25.9.
Hintergrund: DAB+ in Österreich.
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23.9.2015 • Digitalradio: Drei neue ARD-Programme für DAB+? (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 NDR Eventuell kommende neue ARD-Radiowellen werden das gegenwärtige Angebot der Anstalten ersetzen: Der Rundfunkstaatsvertrag gibt vor, dass jede Anstalt nur ein DAB+-Programm zusätzlich zu den UKW-Wellen anbieten darf.
Ein NDR-Sprecher hat jetzt Planungen für ein Schlagerradio für ältere Hörer bestätigt, weil diese Zielgruppe vernachlässigt werde. Die Anstalt reagiert damit auf öffentliche Kritik; man sehe sich „in der Verantwortung, der Nachfrage mit Schlagern und deutschsprachigen Titeln nachzukommen“. Spekuliert wird, dass das vor fast genau drei Jahren gestartete und ausschließlich über DAB+ verbreitete NDR Blue, das wesentlich Wiederholungen anderer NDR-Kanäle sendet, aufgegeben werden könnte. Das muss aber noch mit den für den NDR zuständigen vier Bundesländern abgesprochen werden.
Auch der WDR soll ein neues DAB+-Programm für ältere Hörer planen. Der MDR bereitet eine Kinderwelle vor.
Quelle: Meldung von radioszene.de vom 23.9. / Hintergrund: DAB+ in Niedersachsen, Hamburg, MVP und Schleswig-Holst..
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23.9.2015 • Digitalradio: Autoradio-Lösung mit Verkehrsinfos
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Der Auto-Zulieferer Visteon kündigt das „erste Digitalradio mit DAB-Datendiensten“ für den europäischen Markt an. Das Gerätekonzept integriert den von Mediamobile entwickelten Mobilitätsdienst V-Traffic, der auf Basis des TPEG-Standards arbeitet. Laut Visteon werden die im DAB+-Signal mitlaufenende Verkehrsdaten via Bluetooth auf ein Smartphone oder Tablet ausgegeben, zugleich könne je nach Signalqualität zwischen dem Datenempfang per DAB oder Internet umgeschaltet werden. Die Nutzer könnten damit z.B. im Ausland Roaming-Kosten sparen. Zugleich dem werden dem Wunsch der Autohersteller entsprochen, Informationsdienste mit dem Fahrzeug zu verbinden. Visteon will Prototypen im Oktober auf mehreren Fachmessen vorstellen.
Quelle: Presseinfo von Visteon/Mediamobile vom 22.9. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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22.9.2015 • Schweiz: 3. Digris-Insel in Vorbereitung
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug Der schweizerische Sendedienstleister Digris plant die Inbetriebnahme seiner 3. DAB+-Insel für Lokalradios im November 2015. Noch kann man sich für die Region Lausanne mit mehr als 310.000 Einwohnern um einen Sendeplatz bewerben, jedoch übersteige das Interesse schon jetzt die Zahl der Sendeplätze. Die monatlichen Kosten betragen je Programm 1.033 Franken. Das wird möglich, weil mit einer OpenSource-Technik gesendet wird.
Gesendet wird bereits in Genf und Zürich. Noch in diesem Jahr sollen Ausstrahlungen auch in Aarau und Oberwallis beginnen.
Quelle: Website von Digris.
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22.9.2015 • Digitalradio: Ausschreibung für 5 Bayern-Programme
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Bayern Die Landesmedienanstalt BLM hat Sendeplätze für drei der vier regionalen Multiplexe ausgeschrieben. Interessierte Veranstalter können sich bis zum 19. Oktober bewerben.
Im Ingolstädter Mux (Kanal 11A) stehen drei Programmplätze für je 54 CU Kapazität bereit, die bis zum 30. April 2023 vergeben werden. Ein Sendeplatz mit 72 CU im Münchner Block 11C wird nur bis zum 30. November 2016 lizenziert; Teile der Kapazität können, wenn vom Antragsteller nicht benötigt, an andere Programme vergeben werden. Noch einen Monat kürzer ist die Laufzeit für Nürnberg (60 CU im Block 10C). Die Sendegenehmigungen können jedoch verlängert werden.
Aus dem Ausschreibungstext geht weiterhin hervor, dass PN eins den angekündigten Umstieg von den lokalen Netzen auf den landesweiten Multiplex Anfang 2016 vollziehen wird.
Quelle: Ausschreibung der BLM vom 21.9. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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18.9.2015 • Digitalradio: Vorneweg der Süden und die Autoradios
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die südlichen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern sehen sich laut dem Digitalisierungsbericht 2015 als „Treiber der Digitalisierung des Radios“, so die baden-württembergische Medienanstalt LfK. Dort nutzen bereits 14 (Vorjahr: 7,5 - plus 1,45 Mio. Geräte bzw. 29) Prozent der Haushalte (Bundesschnitt: 10, 2014: 7,5 Prozent) DAB+-Geräte; in Bayern sind es 11,8 (8,9) Prozent.
Der Bericht hatte u.a. einen überdurchschnittlichen Zuwachs bei den Autoradios von 49 Prozent festgestellt. In absoluten Zahlen sind das 1,9 Mio. Stück (5 Prozent der Autos) bzw. 0,6 M9io. Stück mehr. Mit der Gerätezahl steigt auch der Nutzungsanteil, erwartungsgemäß vor allem in der Altersgruppe der 14- bis 29jährigen.
Die Nutzung von UKW ist leicht gesunken. Der Bestand an UKW-Radios liege aber noch bei 143,5 Mio. Stück. Es sei absehbar, dass der Ersatz analoger durch digitale Radios noch 12 Jahre benötige. Die Entwicklung sei unumkehrbar, könne aber durch klare Bekenntnisse der Privaten beschleunigt werden.
Quelle: Presseinfos von BLM vom 16.9., LfK vom 11.9. / Hintergrund: Digitalisierungsbericht 2015 (Download).
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18.9.2015 • Kabel: münchen.tv via Vodafone in HDTV
Kabelanschluß Der Lokalsender münchen.tv nimmt das Oktoberfest zum Anlass, sein Programm in den Kabelnetzen von Vodafone (Ex: Kabel Deutschland) zusätzlich in HDTV zu verbreiten. Es ist das erste lokale TV-Programm, das diesen Schritt geht.
münchen.tv hatte Ende Mai überraschend seine DVB-T Verbreitung beendet. Dies wurde mit der Orientierung auf HDTV begründet: „Bis zur Einführung des Nachfolgestandards zu DVB-T - DVB-T 2 (vermutlich Ende 2016/Anfang 2017) setzt münchen.tv die Verbreitung via DVB-T aus, um die technischen Möglichkeiten, die sich aus dieser Weiterentwicklung ergeben werden, zu prüfen.“
Quelle: Info von MünchenTV vom 17.9. / Hintergrund: DVB-T in Bayern (Süd).
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14.9.2015 • Digitalradio: Drei neue ARD-Programme für DAB+? (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Beitragsservice ARD-Anstalten wollen ab 2017 neue digitale Radioprogramme ausstrahlen. Das geht aus den Budgetanmeldungen bei der KEF hervor. Neben dem schon bekannten MDR-Projekt einer Kinderwelle wollen der NDR ein Schlagerprogramm und der WDR eine Welle für die ältere Zielgruppe über DAB+ ausstrahlen.
In dem Papier spreche sich die ARD für eine Abschaltung des analogen Hörfunks aus. DAB+ nutzen nach aktuellen Angaben bereits elf Prozent der Haushalte. Ein Zieltermin und eine fünfjährige Übergangsfrist sollen von der Politik im Rundfunkstaatsvertrag festgelegt werden. Die KEF hatte ihre bisherige Forderung an ARD und Deutschlandradio aufgegeben, einen konkreten Abschalttermin zu nennen. Die Finanzplanung der ARD für den Zeitraum von 2017 bis 2020 überschreitet das erwartete Beitragsaufkommen um 99 Mio. Euro, was teilweise durch den Ausbau bei DAB+ verursacht werde.
Die KEF wird die von ihr überarbeitete Finanzplanung und den sich daraus ergebenden Vorschlag für die Höhe des Rundfunkbeitrages an die Bundesländer weiterleiten. Deren Beratungsergebnis geht in die Rundfunk-Staatsverträge ein und wird von den 16 Länderparlamenten beschlossen.
Quelle: Meldung von digitalfernsehen.de vom 14.9. / Hintergrund Rundfunkbeitrag.
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11.9.2015 • Digitalradio: LMA-Studie beleuchtet DAB+, DRM+ und LTE-A
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die Medienanstalten Mit der Digitalisierung für lokale und regionale Radios beschäftigt sich eine Studie der Landesmedienanstalten, aus der Ergebnisse vorab veröffentlicht wurden. Dort werden die Broadcast-Verfahren DAB+ und DRM+ sowie das mobilfunkbasierte LTE-A (mit eMBMS) mit Blick auf Technik und Marktfähigkeit verglichen.
DAB+ sei vorteilhaft für größere Regionen und eine Vielzahl von Programmen. DRM+ eigne sich vor allem für Lokal-, Bürger- und Ausbildungsradios und deren kleine Versorgungsgebiete. Jedoch fehle es an Geräten für DRM+ bzw. an Multi-Plattform-Empfängern. Dafür zeichne sich wegen der geringen Zielgruppen aber kein relevanter Markt ab. Außerdem müssten die VHF-Frequenzen neu geplant werden. DRM+ könne, wenn überhaupt, nur mittelfristig und als Ergänzung zu DAB+ eingeführt werden.
Das aktuell einzige Verfahren für Digitalradio ist DAB+. Das sei lokal wirtschaftlich, wenn mehrere UKW-Gebiete zu einem digitalen Gebiet zusammengefasst und wenn nicht lokal benötigte Kapazitäten entweder an andere Anbieter gehen oder mittels höherem Fehlerschutz die Sendekosten reduziert werden.
Für Radio mit dem LTE-A Mobilfunk sieht die Studie keine Perspektive. Dafür müssten ein medienrechtlicher Rahmen geschaffen werden udn eine neue Frequenzzuordnung erfolgen. Zudem gebe es weder Geschäftsmodelle noch Endgeräte, die aktuelle Radios und ihre Funktionen ersetzen könnten. Schon vor einem Jahr hatten Studien aus Bayern und Schweden gezeigt, dass die Radioverbreitung mit Mobilfunktechnik derzeit sowohl wegen der Sendekapazitäten als auch aus wirtschaftlichen Gründen keine Alternative gegenüber Broadcast-Radio ist.
Quelle: Info der Medienanatalten vom 7.9. / Hintergrund Studien zu Broadcast vs. Mobilfunk.
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10.9.2015 • Digitalradio: SWR-Eventwelle zum New Pop Festival
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 SWR Das von SWR 3 veranstaltete New Pop Festival wird mit einem Eventprogramm über DAB+ begleitet. Es in in Rheinland-Pfalz im Kanal 11A und in Baden-Württemberg im Kanal 9D zu empfangen. Live gesendet wird noch heute und mrogen ab 17.15 Uhr bis in die Nacht; sonst wird dort das Programm des SWR 3 eingespielt. Umfangreich wird auch über UKW und vom EinsPlus-Fernsehen übertragen; außerdem stehen online zahlreiche Streams (auch live) zur Verfügung.
Der Event fällt mit der ersten Massnahme des SWR zur Netzerweiterung in Rheinland-Pfalz zusammen. Laut Meldungen wurden bereits die Standorte Saarburg (4 kW) und Kettrichhof (2,5 kW) aufgeschaltet und die Sendeleistung am Standort Donnersberg von 0,5 auf 2,5 kW erhöht.
Quelle: SWR 3 / Hintergrund DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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10.9.2015 • Österreich: Pro7Maxx in drei Regionen jetzt terrestrisch
Österreich Das Programm Pro7 Maxx Austria ist seit Kurzem in einigen Landesteilen per Antenne im Mux-C empfangbar. Es wird in Wien in DVB-T und für Teile Voralbergs und Tirols über die Plattform SimpliTV in DVB-T2 - in allen drei Regionen in SD-Qualität - verbreitet. Die Zulassung erfolgte Mitte August durch die Medienbehörde RTR.
Quelle: Entscheidungen von RTR vom 13.8. / Hintergrund: DVB-T und SimpliTV in Österreich.
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10.9.2015 • Digitalradio: WDR-1Live meistgehörtes Digitalprogramm
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 WDR Das Jugendprogramm 1LIVE ist die deutschlandweit meistgehörte Radiowelle im dgitalen Programmangebot. Nach Angaben des WDR schalten täglich 550.000 Hörer den DAB+-Kanal auf den Jugendsender. Dieser erreicht gemeinsam mit seinen Zusatzangeboten monatlich mehr als zehn Mio. Streaming-Abrufe im Internet.
Laut Digitalisierungsbericht 2015 hat NRW die meisten DAB+-Haushalte (762.000) aller Bundesländer.
Quelle: Presseinfo des WDR vom 9.9. / Hintergrund: DAB+ in NRW.
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9.9.2015 • IFA: Veranstalter ziehen positive Bilanz
IFA-Logo 2007 Veranstalter gfu bilanziert die Funkausstellung als „IFA der Paukenschläge“. Das Ordervolumen ist auf 4,35 Mrd. Euro gestiegen. Die Besucherzahl liege mit 245.000 etwas höher als im Vorjahr und erstmals kam jeder zweite Fachbeuscher aus dem Ausland. 1.645 Unternehmen präsentierten ihre Produkte unter dem Berliner Funkturm.
Die Veranstalter sehen die IFA als Innovationsschau und Impulsgeber vor allem für das Weihnachtsgeschäft. Zudem freut man sich darüber, das Messekonzept verkauft zu haben: Im kommenden April wird die Messe CE China unter Führung der IFA-Macher in Shenzen ausgerichtet.
Quelle: Presseinfo der gfu/Messe Berlin vom 9.9.
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9.9.2015 • DVB-T2HD: Präzisierungen zur Plattform
Die mageren IFA-News zum Thema ergänzte Stefan Schinzel (Media Broadcast) während einer Veranstaltung der Deutschen TV-Plattform zum Thema: Für den Regelbetrieb der kostenpflichtigen Plattform der Privatsender avisiert Schinzel (ähnlich wie bei HD+) zunächst eine „mehrmonatige Gratisphase“. Neben dem Zugang über CI-Module werde es eine Prepaid-Lösung für Verlängerungen geben. Unter den Privaten könnten durchaus auch Programme in der alten SD-Auflösung sein, so eine weitere gesprächsweise Andeutung. Das könnten regionale frei empfangbare Programme sein. Unter diesen Umständen ist offenbar damit zu rechnen, dass einer der Plattform-Multiplexe nicht komplett grundverschlüsselt ist und sich das Angebot von Region zu Region etwas unterscheidet. Die klickbare Grafik des Schinzel-Vortrages verdeutlicht den Stand der Umstiegsplanung.
Helmut Stein (DVB-Board) merkte im Übrigen an, dass DVB-T2 gegenüber DVB-T für den mobilen Empfang optimiert und robuster gemacht wurde. Die Einführung von Geräten, zunächst in der Automobil-Oberklasse, stehe „unmittelbar bevor“.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T2.
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9.9.2015 • UltraHD: Screensplit auf 2nd Screen
UltraHD Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut beschäftigt sich seit Längerem mit UltraHD. Auf der IFA zeigte man als Demonstrator, was vor einiger Zeit vom Bezahlfernsehen Sky vorgeschlagen wurde: Während auf dem großen Fernseher die normale Fußball-Übertragung läuft, können skalierbare Ausschnitte auf Tablets etc. in HDTV-Auflösung herausgezogen werden. Weitere Software ermöglicht es, einzelne Spieler zu kennzeichnen und zu verfolgen oder alle Spieler quasi mit „Namensschildern“ zu versehen. (Das dehnmedia-Foto der Präsentation ist klickbar).
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: UltraHD.
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8.9.2015 • Digitalisierung: Bewertungen zum Digitalisierungs-Bericht
Die Medienanstalten Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die Angaben des Digitalisierungsberichtes 2015 zu DAB+ werden in Stellungnahmen positiv bewertet. Für den Lobbyverband DRD verbindet Willi Schreiner das mit der Wiederholung der Forderung nach finanzieller Förderung: „Private Sender können sich eine lange und teure Simulcast-Phase von UKW und DAB+ nicht leisten.“ Neben anderem sei unerwartet und erfreulich, dass überdurchschnittliche 16 Prozent in der Altersgruppe der 14 bis 29jährigen DAB+ nutzen.
Der Netzbetreiber und Plattformanbieter Media Broadcast stellt fest, dass DAB+ bei der Haushaltsnutzung um 64 Prozent zugelegt hat, während Webradio nur einen Zugewinn von 6 Prozent verzeichnet. Das verweise auf die Qualität von DAB+.
Überallfernseh-Logo DVB-T behaupte seine Marktposition mit 7,6 Mio. Haushalten. „Die positive Zuschauerakzeptanz sowie der Zuwachs in den Kernregionen schaffen eine exzellente Basis für den geplanten Umstieg auf DVB-T2 HD“, kommentiert der dort für B2B zuständige Holger Meinzer.
Quelle: Presseinfos von DRD und Media Broadcast vom 8.9. / Hintergrund DAB+, DVB-T und DVB-T2 HD.
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8.9.2015 • AGF: Digitalisierung des TV-Empfangs im August
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Nach den aktuellen Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) hat sich im Monat August in Sachen TV-Digitalisierung so gut wie nichts bewegt. Lediglich 10.000 Kabelhaushalte stiegen auf digitale Technik um. Damit bleibt der Anteil mit Digitalreceiver bei 85,7 Prozent und 31,75 (Vormonat: 31,74) Mio. Haushalten stabil. Es handelt sich um den bei Weitem geringsten Steigerungswert seit Anfang 2014. Die AGF geht von 37,03 Mio. TV-Haushalten aus.
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.8.2015.
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8.9.2015 • Digitalisierung: 88,5 Prozent schauen digital
Die Medienanstalten Die TV-Digitalisierung in Deutschland „setzt zum Endspurt an“, so das Fazit des gerade veröffentlichten Digitalisierungsberichts 2015 der Medienanstalten. Die Analogabschaltung im Kabel bis 2018 rücke „in greifbare Nähe“. Jedoch scheint das bei den meisten betroffenen Haushalten nicht angedacht zu sein.
Nach den von TNS Infratest erhobenen Angaben empfängt immer noch jeder vierte Kabelhaushalt (4,48 Mio.) ausschließlich analog, knapp 1,5 Mio. Haushalte nutzen analoges in Kombination mit digitalem Kabel bzw. anderen Empfangswegen. Der Digitalisierungsgrad im Kabel liegt damit bei 66,8 Prozent (11,97 Mio. Haushalte). Nur jeder zehnte Analog-Haushalt plane einen Umstieg binnen Jahresfrist. Bei 54 Prozent der analogen Haushalte ist der Kabelanschluß im Mietvertrag enthalten. Auffällig ist, dass die analogen Kabelhaushalte zum Teil älter sind und ein geringeres Nettoeinkommen haben als die Digitalkabel-Kunden.
Satellit löst Kabel als stärkster Empfangsweg ab
Zwischen Mitte 2014 und Mitte 2015 stieg der Anteil der digital empfangenden TV-Haushalte von 83,8 auf 88,5 Prozent. Die 3,8 Prozent der Haushalte eingerechnet, die sowohl analoge als auch digitale Geräte nutzen, versorgen sich immer noch 15,3 Prozent analog.
Das Kabel verzeichnet nach den Angaben einen leichten Rückgang von 46,3 auf 46,1 Prozent, während der Sat-Empfang von 46,1 auf 46,5 Prozent steigt und damit erstmals zum stärksten Übertragungsweg wird.
DVB-T in Ballungszentren weiter wichtig
DVB-T verlor zwar geringfügig von 10 auf 9,7 Prozent (3,76 Mio. Haushalte). Jedoch konnte der Rückgang in den Kernregionen mit privaten Programmen gestoppt werden. So erreicht die Terrestrik u.a. in Hamburg und Schleswig-Holstein (19,4 Prozent), Berlin und Brandenburg (15,7 Prozent) sowie in Niedersachsen und Bremen (12,2 Prozent) überdurchschnittliche Marktanteile. Bei den Haushalten mit DVB-T als einziger Empfangsart führen Hamburg/Schleswig-Holstein (11,4 Prozent) und Berlin/Brandenburg (9,9 Prozent).
DSL für den TV-Empfang nutzen stabil 1,86 Mio. Haushalte. 2015 wie im Vorjahr sind 33,904 Mio. Haushalte die Basis der Statistik.
Die Statistik bestätigt, dass sich der Empfang von HDTV-Programmen mit 48,1 Prozent der Haushalte noch nicht wirklich durchgesetzt hat. UltraHD-Geräte befinden sich - überdurchschnittlich in jüngeren, männlichen und einkommensstärkeren - 660.000 Haushalten (1,7 Prozent).
Angaben aus dem Bericht zum Status von Digitalradio waren gestern vorab veröffentlicht worden.
Quelle: Presseinfo der Medienanstalten vom 8.9., Daten und Fakten (Download) / Hintergrund: TV-Statistiken.
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8.9.2015 • Digitalradio: SWR erweitert Sendenetz für Rheinland-Pfalz
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 SWR Der SWR präzisiert frühere Informationen zum Ausbau des Sendenetzes für den SWR-Kanal 11A (mit dem privaten Programm WorldBeats) in Rheinland-Pfalz. Ab dem 9. September sind folgende Massnahmen geplant: Die neuen Sendestandorte Kettrichhof (2,5 kW) und Saarburg (4 kW) gehen in Betrieb. Am Standort Donnersberg wird die Sendeleistung von 0,5 auf 2,5 kW heraufgesetzt. Der Trierer Standort wechselt vom Petrisberg zum Markusberg, in Koblenz kommt der Multiplex künftig von Waldesch statt vom Kühkopf. Nach Abschluß der Massnahmen decken die Multiplexe des SWR 93,8 Prozent der Autobahnen in Baden-Württemberg und 96,2 in Rheinland-Pfalz ab.
Quelle: Bericht von Infosat vom 8.9. / Hintergrund DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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7.9.2015 • Digitalradio: Ausbau des Sendenetzes bis 2017 geplant
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Das Sendenetz für den DAB+-Bundesmux im Kanal 5C wird von heute 61 bis Ende 2016 auf 110 Standorte erweitert. Das wurde von Deutschlandradio ebenso bestätigt wie die Inbetriebnahmen von Löbau (Sachsen), Aurich (Niedersachsen) und Cottbus (Brandenburg) und Leistungserhöhungen an weiteren Standorten bis zum 20. Oktober. Weitere 24 Inbetriebnahmen sind bis Jahresende vorgesehen. Wie am Digitalradio-Stand während der IFA zu erfahren war, haben die Programmanbieter und der Netzbetreiber weitere zehn Sendestandorte für 2017 vereinbart.
Quelle: Presseinfo von D-Radio vom 7.9. / Hintergrund DAB+ in Deutschland.
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7.9.2015 • Digitalradio: DAB+ erreicht zehn Prozent der Radio-Reichweite
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die Medienanstalten Der Anteil der Haushalte, die ein DAB+-Digitalradio besitzen, ist binnen Jahresfrist von 7,5 auf zehn Prozent (mehr als 4 Mio.) gestiegen. In Bayern und Baden-Württemberg sind es sogar 11,8 Prozent. Das geht aus einer Vorabveröffentlichtung aus dem neuen Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten anlässlich der IFA hervor.
Inzwischen sind 1,91 Mio. Autos mit DAB+-Radios ausgestattet, was einem Anteil von 4,9 Prozent entspricht. Ein Trend gehe zum Zweitgerät, denn durchschnittlich haben die DAB+-Haushalte 1,6 Digitalradios. 11 Prozent der Bevölkerung nutzen Digitalradio. Die Tagesreichweite überschreitet fünf Millionen Menschen; das entspricht etwa zehn Prozent der gesamten Tagesreichweite des Hörfunks. Rund 2,2 Millionen Hörerinnen und Hörer nutzen montags bis freitags die privaten DAB-Angebote, die DAB-Programme der ARD erzielen eine Tagesreichweite von 2,9 Millionen Hörern. Damit hat DAB+ Zuwachsraten bei Endgeräten von 33 und bei der Nutzung von 38 Prozent, während der Zuwachs bei IP-Radios bei 13 Prozent liegt.
Für die Landesmedienanstalten ist das Anlass, erneut auf eine mittelfristige Migration von UKW zu DAB+ hinzuweisen. Das könne nur unter Mitwirkung aller Marktbeteiligten gelingen. Die ARD, so MDR-Intendantin Karola Wille, sieht sich mit ihren Aktivitäten bei DAB+ auf dem richtigen Weg; DAB+ komme bei den Menschen an.
Quelle: Presseinfo der Medienanstalten und des MDR vom 7.9. / Hintergrund DAB+ in Deutschland.
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7.9.2015 • Digitalradio: VPRT schwenkt auf den „Euro-Chip“ um
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 VPRT Der Branchenverband VPRT der großen Privatradios, deutet eine Abkehr seiner Ablehnung von DAB+ an. Ein aktuelles Positionspapier stellt den internationalen Charakter der Radio-Verbreitungsstandards heraus: „Wegweisend könnten deshalb EU-weite Vorgaben für einen technologieneutralen Multi-Chip, der neben UKW und DAB+ auch Internet enthält, sein“, so VPRT-Vizepräsident Klaus Schunk. Bisher waren DAB+ ebenso wie der von der EU vorzugebende „Euro-Chip“ als Technikplattform für mehrere Empfangswege als marktfern abgelehnt worden - ebenso wie regulatorische Eingriffe zur UKW-Abschaltung.
Der Verband fordert jetzt (wie ARD und D-Radio auch) „Kriterien für eine erfolgreiche Migration im Falle eines UWK-DAB+-Umstiegs statt einer UKW-Abschaltdebatte“. Der Verband will zudem erreichen, dass die wirtschaftliche Position der Privatradios gegenüber ARD und D-Radio beim Digitalübergang gewahrt bleibt.
Quelle: Presseinfo des VPRT vom 7.9. / Hintergrund DAB+ in Deutschland.
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6.9.2015 • DVB-T2HD: Auf der IFA nicht im Mittelpunkt
IFA-Logo 2007 Das neue Antennenfernsehen mit DVB-T2 steht auf der Funkausstellung nicht im Mittelpunkt. Bei Herstellern wie Metz, Hisense oder Sharp ist nichts zu sehen; Loewe stellt 2015 nicht aus. Bei den meisten Großen ist DVB-T2 zwar präsent, das Thema wird aber nicht ausdrücklich promoted; während z.B. an den Ausstellungsobjekten bei Philips gar keine Empfangswege genannt werden, wirbt jedoch Grundig ausdrücklich damit. Unter den kleinen Herstellern kündigen Orion und die Schwesterfirma Seiko kostengünstige Fernseher an. Mit einer TV-Serie und mehreren Settopboxen will sich Technisat vergleichsweise in diesem Marktbereich platzieren.
Für DVB-T2HD ausdrücklich geworben wird vor allem in der TecWatch-Halle 11.1. Netz- und Plattformbetreiber Media Broadcast hat dort einen kleinen Stand, der die gerade gestartete Kampagne „There´s something in the air“ herausstellt, deren Design - diskussionswürdig - auf Seifenblasen (siehe Poster rechts) aufsetzt. Für den vorinformierten Besucher gibt es dort freilich nichts Neues zu erfahren. Es sei für Details noch zu früh, man stehe z.B. mit den Programmveranstaltern noch in Verhandlungen. Interessant sind dort zwei Vorserienmuster der Marke Tivizen, die Tablets bzw. Handys um den Empfang von DVB-T2 erweitern.
Gegenüber zeigt die Deutsche TV-Plattform an einem Demonstrationspunkt den HDTV-Empfang über Antenne und informiert in Fachveranstaltungen.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T2 HD-Gerätedatenbank.
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6.9.2015 • Digitalradio: BR für DAB+ On Tour in Bayern
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 BR Im September und Oktober geht der Bayerische Rundfunk für DAB+ auf Werbetour. Bis zum 18. Oktober werden verkaufsoffene Sonntage, Wochenmärkte oder Aktionstage genutzt, um über Digitalradio zu informieren. Folgende Stationen sind für die Roadtour vorgesehen:
  9. September Traunstein, Stadtplatz   4. Oktober Pfronten
11. September Augsburg, Stadtmarkt 11. Oktober Regensburg
12. September Ingolstadt, Ludwigstrasse 17. Oktober Passau, Klostergarten
26. September Hof, Stadtplatz 18. Oktober Erlangen, Marktplatz
27. September Murnau, Bahnhofstrasse
Quelle: Meldung des BR / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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1.9.2015 • Digitalradio: Klassik Radio baut digitale Aktivitäten aus
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Klassik Radio Klassik Radio will sich künftig auf die digitale Verbreitung konzentrieren. Neben der Ausstrahlung über DAB+ im bundesweit empfangbaren Kanal 5C soll noch im September ein Musikportal gestartet werden; geplant sind auch webbasierte Streamingdienste. Über UKW wird wird man sich ab sofort auf die Ballungsräume konzentrieren. Mehrere schwächer genutzte UKW-Frequenzen in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern wurden zum Monatswechsel abgeschaltet.
Quelle: Presseinfo von Klassik Radio / Hintergrund: DAB+ in Deutschland.
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1.9.2015 • IFA: Messeführer zu Digitalradio
IFA-Logo 2007 Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Nicht ohne Grund freut sich der internationale Lobbyverband WorldDAB über die Entwicklungen beim Digitalradio. So überschreitet die Versorgung in England, der Schweiz, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden und Deutschland inzwischen 90 Prozent und erste Länder bereiten den Ausstieg aus dem analogen UKW vor. Zudem seien bisher weltweit 30 Mio. DAB/DAB+-Radios verkauft worden.
Anlässlich der IFA veröffentlichte WorldDAB ein Faltblatt, das auf 24 Messestände hinweist, die zum Thema ausstellen. Neben ARD und D-Radio finden sich Hinweise auf zahlreiche Hersteller, die DAB+-Produkte zeigen wollen.
Quelle: Faltblatt zum Download.
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1.9.2015 • IFA: DAB+, DVB-T2HD und HbbTV in der ARD-Halle
IFA-Logo 2007 Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die ARD präsentiert während der Funkausstellung (Berlin, 4. bis 9. September) in der Messehalle 2.2 neue technische Entwicklungen. Im gläsernen Studio wird ein Radioprogramm produziert, das schon ab dem 3. September auf dem Berliner DAB+-Kanal 7D zu hören sowie als VisualRadio im Internet (www.digitalradio.de) auch zu sehen ist. DAB+ und die Begleitdienste können an zahlreichen Geräten ausprobiert werden.
In der ARD-Halle präsentiert das Institut für Rundfunktechnik (IRT) Wissenswertes zum Terrestrik-Sendestandard DVB-T2HD, der DVB-T ab dem kommenden Jahr in Deutschland ablösen wird.
HbbTV Ein weiterer Schwerpunkt unter dem Slogan „Auf ROT geht's los“ sind interaktive Anwendungen mit HbbTV. U.a. werden Neues für die Startleiste und der ARD-EPG sowie eine EPG-Variante für Tablets angekündigt. Ein neues Toolkoit für die Erstellung von Anwendungen lässt hinter die Kulissen blicken. Als Beitrag zur Barrierefreiheit können Messebesucher Sendungen selbst Live untertiteln. Das IRT zeigt den Nachfolgestandard HbbTV 2.0.
Quelle: IFA-Vorschau der ARD.



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