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Nachrichten-Archiv März 2016

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30.3.2016 • Digitalradio: MSA soll Sendekosten fördern
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die mit je drei Programmen über DAB+ in Sachsen-Anhalt aktiven Veranstalter Radio Brocken und Radio SAW will die Medienanstalt MSA durch eine Förderung in der Luft halten. Das betreffe die Verbreitung des Privat-Multiplexes im Raum Naumburg und Wittenberg. Dort werden zur Zeit drei Standorte mit nur je 1 kW Sendeleistung im Kanal 12C betrieben. Die eigentlich geplante Umschaltung der Standorte auf den leistungsfähigeren Kanal 11C würde aber offenbar die Betriebskosten erheblich erhöhen. Vor dem Hintergrund wurde die MSA-Geschäftsstelle beauftragt, eine Förderung auch für 2017 in Aussicht zu nehmen.
Quelle: MSA-Ergebnisprotokoll vom 17.3. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen-Anhalt.
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29.3.2016 • Digitalradio: NDR nimmt Sender Stockelsdorf in Betrieb
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 NDR Am Sendestandort Lübeck-Stockelsdorf wird der NDR übermorgen seinen Multiplex aufschalten. Damit werden etwa 1,4 Mio. Menschen in Schleswig-Holstein mit den Programmen der Anstalt versorgt, darunter auch mit den nur im DAB+-Mux verbreiteten Wellen NDR Blue, NDR Traffic (wird ab dem Sommer durch eine neue Schlagerwelle ersetzt) und NDR Info Spezial (u.a. mit einem Refugee Radio). Der NDR bestätigt den weiteren Netzausbau bis Ende 2016 in dem Bundesland am Standort Flensburg.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 29.3. / Hintergrund: DAB+ in Schleswig-Holstein.
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29.3.2016 • Digitalradio: Abschaltung wegen Arbeiten am Hardberg
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Hessen Am Sendestandort Hardberg werden die DAB+-Multiplexe im Kanal 5C (Bundesmux) und 7B (Hessischer Rundfunk) vom 4. bis 10. April täglich zwischen 8 und 21 Uhr abgeschaltet. Der HR-Mux war am 20. Oktober 2015 dort On Air gegangen, der Bundesmux am 2. November 2015. „Aufgrund ungünstiger Wetterverhältnisse mussten die Außenarbeiten an der DAB+ Sendeanlage über die Wintermonate seinerzeit unterbrochen werden.“ Die noch unerledigten Außenarbeiten werden jetzt durchgeführt.
Quelle: Presseinfo des HR vom 17.3. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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25.3.2016 • Frequenzen: Bundesrat will UHF für DVB-T2 erhalten
Terrestrik Der Bundesrat lehnt eine auf EU-Ebene diskutierte Öffnung des dem Rundfunk nach zweifacher „Digitaler Dividende“ verbliebenen restlichen UHF-Bereiches (470 bis 694 MHz) zugunsten von Telekommunikationsdiensten ab. Dies störe die Fernsehverbreitung und widerspreche den verbindlichen Ergebnissen der Weltfunkkonferenz 2015. Zudem habe der von der EU-Kommission beauftragte Lamy-Bericht vorgeschlagen, erst 2025 und nach Studien über Weiteres zu entscheiden.
Der Bundesrat sieht die terrestrische Rundfunkverbreitung als Voraussetzung für den Zugang zu Kulturgütern, wofür das Frequenzspektrum „langfristig ... benötigt wird“. Zudem sei „die lineare Verbreitung massenattraktiver Inhalte über terrestrische Rundfunknetze erheblich effizienter als die lineare Verbreitung dieser Inhalte über funkgestützte Breitbandnetze“, heißt es in dem Beschluß.
Die Länderkammer verweist auch darauf, dass die „medienrechtliche Zuordnung der DVB-T2-Kapazitäten bis zum 31. Dezember 2030“ erfolgt ist. Dies dürfe durch EU-Massnahmen „nicht unterlaufen werden“.
Aber auch eine (teilweise) Rückwidmung 2015 auktionierter UHF-Frequenzen zugunsten des Fernsehens wird ausgeschlossen, weil dies mit Haftungsansprüchen der Mobilfunker gegen den Bund verbunden wäre.
Quelle: Bundesrats-Drucksache 60/16 vom 18.3. / Hintergrund: Digitale Dividende 2.
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25.3.2016 • Digitalradio: Ilmradio testet drei Ableger in Ingolstadt
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Bayern Der Veranstalter PN Medien testet laut einer Meldung zur Zeit die Ilmwelle-Ableger Ilmwelle 90s, Ilmwelle Event und Ilmwelle Schlager im regionalen DAB+-Angebot für Ingolstadt (Kanal 11A). Der offizielle Sendestart wird für April angekündigt. Die drei Programme wurden kürzlich lizenziert.
Quelle: Meldung von satnews vom 24.3. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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24.3.2016 • DVB-T2 HD: Media Broadcast avisiert zweites Gerätelogo
Media Broadcast Zum DVB-T2 HD-Start meldet sich heute Media Broadcast zu Wort. Eine Presseinfo verweist u.a. auf die im Frühjahr 2017 mit 20 Programmen startende HDTV-Plattform der Privatsender, die das Unternehmen betreiben wird.
Media Broadcast will das mit einem Logo bewerben, das „ab Sommer 2016 auf Receivern und CI+ Modulen zu finden sein wird“. Das wird gegen das grüne Logo abgegrenzt: „Dieses Logo gewährleistet den Empfang der öffentlich-rechtlichen Sender“. Ob das bei dessen Initiatoren gut ankommt? Diese hatten ausdrücklich die „PayTV“-Schnittstelle CI+ ins Pflichtenheft geschrieben. Einzuräumen ist allerdings, dass Zugangs-Module nicht erfasst werden.
Die Presseinformation enthält desweiteren eine Liste von 36 Sendeanlagen der ersten Ausbaustufe ab dem 31. Mai für den Pilot-Kanal mit den HDTV-Programmen DasErste, ZDF, ProSieben, Sat1, RTL und Vox. Die Liste wird in den nächsten Tagen auf dehnmedia.de veröffentlicht.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 23.3. / Hintergrund: DVB-T2 HD - Kauftipps.
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23.3.2016 • DVB-T2 HD: Alles im grünen Logo-Bereich beim Gerätekauf?
Deutsche TV-Plattform Logo ab 2009 Nachdem der Starttermin für DVB-T2 HD nun bekannt ist, folgt die Deutsche TV-Plattform mit Infos über das neue grüne Logo, das beim Gerätekauf eine Orientierungshilfe geben soll.
Hersteller von Fernsehern, Settopboxen usw. können das Logo auf Verpackungen und für die Werbung benutzen, wenn sie erklären, dass ihre Produkte technische Minimalanforderungen erfüllen. Zu den wichtigsten Kriterien zählen die Eignung für die in Deutschland erstmals eingesetzte HEVC-Kompression und die Verarbeitung von TV-Bildsignalen bis zum HDTV-Modus 1080p50 (FullHD). Vorgeschrieben ist auch die CI+-Schnittstelle (bzw. ein integriertes Entschlüsselungssystem) als Voraussetzung für den Zugang zur HDTV-Plattform der privaten Programme.
Das Logo entstand nach dem Vorbild des DVB-T Logos; die Anforderungen wurden unter Moderation der Landesmedienanstalten und zusammen mit Herstellern, Programmanbietern und Sendenetzern formuliert.
Eine erste Liste von rund 100 zertifizierten Produkten von sieben Herstellern liegt vor. dehnmedia wird diese Liste in den nächsten Tagen übernehmen und durch weitere für DVB-T2 HD in Deutschland geeignete Produkte ergänzen.
Quelle: Presseinfo der Dt. TV-Plattform vom 23.3. / Hintergrund: DVB-T2 HD - Kauftipps.
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22.3.2016 • DVB-T2 HD: Antenne in HDTV ab dem 31. Mai 2016
Kurz nach der ZDF-Info gibt das Projektbüro DVB-T2 HD offiziell den Start am 31. Mai 2016 bekannt. Ohne Einschränkungen bei DVB-T werden zunächst die Programme DasErste, ZDF, RTL, ProSieben, Sat1 und Vox gesendet - alle in HDTV, versteht sich. Darauf hätten sich die Programmanbieter, die Medienanstalten und der Netz- und Plattformbetreiber Media Broadcast verständigt. Dieses Programmangebot wird in einer ersten Stufe in den Ballungsräumen Bremen/Unterweser, Hamburg/Lübeck, Kiel, Rostock, Schwerin, Hannover/Braunschweig, Magdeburg, Berlin/Potsdam, Jena, Leipzig/Halle, Düsseldorf/Rhein/Ruhr, Köln/Bonn/Aachen, Rhein/Main, Saarbrücken, Baden-Baden, Stuttgart, Nürnberg und München/Südbayern gesendet.
Damit werden frühere Ankündigungen bestätigt, wonach der Sendestart rechtzeitig vor den großen Sportevents des Sommers stattfinden soll. Bestätigt wird ebenfalls, dass die Privaten DVB-T2 HD nutzen, um die terrestrische Programmverbreitung auf weitere Gebiete auszudehnen. Es wird nicht darauf eingegangen, wie die von Media Broadcast avisierte befristete Freischaltung der grundverschlüsselten Privatkanäle gehandhabt wird.
Im 1. Quartal 2017 beginnt der bis Mitte 2019 dauernde Umstieg bzw. Einstieg in den Regelbetrieb von DVB-T2 HD und die Abschaltungen von DVB-T. Der Regelbetrieb soll „rund 40 Programme“ umfassen, für die meisten Privaten in HDTV „wird ein technisches Entgelt erhoben.“
Das Projektbüro verweist weiterhin auf die für DVB-T2 HD notwendigen neuen Empfänger und die Kennzeichnung ausgewählter Geräte mit dem grünen Logo. Weil in Deutschland erstmals die HEVC-Kompression verwendet wird, sind DVB-T2 Geräte z.B. aus England oder Österreich hier nicht geeignet. Klarheit soll das grüne Logo bieten, dass Hersteller für ihre Produkte erwerben können.
Dehnmedia.de wird in den nächsten Tagen eine Liste dieser und weiterer Fernseher bzw. Settopboxen veröffentlichen, die für DVB-T2 HD in Deutschland geeignet sind.
Quelle: Info des Projektbüros vom 22.3. / Hintergrund: Migrationsszenario, Pilotkanal für DVB-T2 HD.
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22.3.2016 • DVB-T2 HD: ZDF-Gremium segnet Beteiligung offiziell ab
Der Verwaltungsrat des ZDF hat am 18. März der Beteiligung bei DVB-T2 HD zugestimmt. Mit der der neuen Sendetechnik werden die Programme ZDF HD, ZDFneo HD, ZDFinfo HD, 3sat HD und KiKa HD terrestrisch und frei empfangbar verbreitet.
Die neue Terrestrik bietet „dem Zuschauer – im Vergleich zu Kabel und Satellit – das modernste, effektivste und qualitativ hochwertigste Bildsignal“, kommentierte ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky die Entscheidung, die er schon früher avisiert hatte. Und das habe - über die erstmalige Kombination des besten HDTV-Modus (1080p/50) mit der HEVC-Kompression hinaus „noch viel Entwicklungspotenzial nach oben“.
Laut ZDF bleibt es dabei, dass der Pilot-Kanal schon im Mai „in einer ersten Stufe in einigen Ballungsräumen“ auf Sendung geht. Dort wird das ZDF mit seinem Hauptprogramm in HDTV vertreten sein. „Der DVB-T2-Regelbetrieb mit der vollen Programmvielfalt soll dann im Frühjahr 2017 zunächst in den Ballungsräumen Deutschlands beginnen und in mehreren Stufen bis Mitte 2019 abgeschlossen sein.“
Quelle: Presseinfo des ZDF vom 22.3. / Hintergrund: DVB-T2 HD.
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21.3.2016 • DVB-T: RTL Nitro und Sixx für Rhein/Main
Überallfernseh-Logo Hessen Im Januar wurde „mindestens ein bundesweit zugelassenes Fernsehprogramm“ für die Rhein-Main Region gesucht. Jetzt hat die LPR zwei Sendeplätze gleichmässig an die beiden TV-Konzerne verteilt: Sixx wird im Kanal 54 mit den Schwesterprogrammen der Pro7Sat1-Gruppe verbreitet. Das ist offensichtlich mit Änderungen der Parameter verbunden, um ein fünftes Programm im Mux zu ermöglichen. Im Kanal 52 belegt RTL Nitro den von Channel 21 geräumten Platz. Beide Programme „werden in Kürze aufgeschaltet“, so die LPR.
Quelle: Presseinfo der LPR vom 21.3. / Hintergrund: DVB-T in Hessen.
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21.3.2016 • Digitalradio: LPR lizenziert Interviewwelle für Rhein/Main
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Hessen Die Versammlung der für Hessen zuständigen Medienanstalt LPR hat das Radiospartenprogramm interview RADIO für die Verbreitung über DAB+ im hessischen Kanal 11C zugelassen. Der Veranstalter All Audio GmbH kündigt Sendungen mit regionaler Prägung in Interviewform zu Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Literatur, Medien, Theater, Internet, Umwelt, Forschung, Medizin und Bildung, Service Leben und Sport.
Die Zulassung für das 1996 gegründete Planet Radio, seit Juni 2012 im Rhein/Main-DAB+-Mux (und ebenfalls auf UKW und Online zu hören) wurde bis 2021 verlängert.
Quelle: Presseinfo der LPR vom 21.3. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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21.3.2016 • Österreich: ORF ohne neue Digitalwellen nicht dabei (2)
Österreich Digitalradio-Schriftzug Österreich 41 Meldungen von Firmen und Verbänden sollen bei der Medienbehörde KommAustria zur Interessensbekundung zu DAB+ in Österreich eingegangen sein. Ein Teil der Informationen ist freigegeben und könnte frühestens in etwa vier Wochen veröffentlicht werden.
Heftige Kritik gab es schon jetzt zu Äußerungen des ORF-Chefs Wrabetz zum Thema. Dessen Argumente bewertet Vize-Obmann Wolfgang Struber vom Lobbyverein Digitalradio Österreich: „Wer glaubt Wettbewerb am Radiomarkt um jeden Preis verhindern zu müssen, um dadurch Marktanteile sichern zu können, irrt sich.“ Man habe „ein für Privatradio optimiertes und leistbares Sendernetz in Planung“ und wolle das realisieren. Mit dem ORF sei man weiter über dessen Beteiligung bei DAB+ gesprächsbereit. Struber befürchtet, „immer mehr Hörer an Streamingdienste von internationalen Anbietern zu verlieren“.
Der Dachverband der Privatradios VÖP stellt klar, dass neue ORF-Wellen absolut unerwünscht sind. Als Zugummer würde man das ORF aber gern sehen: „Für den Erfolg von DAB+ wäre es vielmehr zielführend, ein bestehendes ORF-Radioprogramm, das über loyale Hörer und geringe Vermarktungserlöse verfügt - wie etwa Ö1 oder FM4 - in Zukunft ausschließlich über DAB+ zu verbreiten.“ Vorstand Klaus Schweighofer fordert vom ORF, „österreichischen Medienanbietern Infrastruktur - wie etwa auch die TV-Thek oder eine Radiothek - zugänglich zu machen“.
Im Digitalisierungskonzept 2015 hatte KommAustria vor fast einem Jahr die Interessensbekundung zur Voraussetzung für Weiteres gemacht. Gibt es einen Bedarf und machbare technische und wirtschaftliche Konzepte, könnte im 1. Halbjahr 2017 für einen 2018 einsetzenden nationalen Regelbetrieb ausgeschrieben werden.
Quelle: radiowoche vom 20.3., Digitalradio Österreich vom 18.3., VÖP vom 18.3. / Hintergrund: DAB+-Projekt in Wien.
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21.3.2016 • Kabel: Radio als Opfer des Online-Tempos?
Kabelanschluß Kabelanschluß Radio über das Fernsehkabel hören knapp 16 Prozent der Kabelhaushalte. Eine Fachveranstaltung des Deutsches Instituts für Breitbandkommunikation diskutierte die Zukunft: Das neue Übertragungsprotokoll Docsis 3.1 verspricht traumhafte Datenraten - allerdings u.a. in den UKW-Frequenzen des Kabelradios.
Ulrich Freyer, langjähriger Technik-Chef der NRW-Medienanstalt LfM, nannte mehrere Alternativen. Für digitales Kabelradio auf Basis von DVB-C und geeignete Empfänger müssten für den neuen Sendebereich ausgelegt sein und zwischen Antennendose und Stereoanlage geschaltet werden. Das könnten kleine Module an der Antennendose oder integrierte Tuner leisten. Auch DAB+ wäre im üblichen terrestrischen Frequenzbereich (und mit handelsüblichen DAB+-Radios) als Empfangsart geeignet. Der Frequenzbereich für das Internet wäre dann eingeschränkt. Die einfachste Möglichkeit wäre, den Hörfunk ganz aus dem Kabel zu werfen.
Quelle: Meldung von teltarif.de vom 16.3.
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21.3.2016 • Österreich: Mux-B für Oberösterreich/Salzburg in DVB-T2
Österreich Am 19. April wird der Mux-B für Oberösterreich und Salzburg von DVB-T auf DVB-T2 umgeschaltet. Betroffen sind der Kanal 37 im Bereich der Sendeanlagen im Raum Linz, Steyr und Gmunden und der Kanal 29 vom Gaisberg, Bad Ischl/Katrin und Lend/Luxkogel. Damit können ab dem 19.4. die Programme ATV, PULS 4, ServusTV, ORF III, ORF SPORT+ und 3sat nicht mehr mittels DVB-T empfangen werden. Im Gegenzug wird das frei empfangbare Programmangebot über DVB-T2 erweitert: Vier Kanäle des ORF, ATV, ServusTV und 3Sat kommen in HDTV; Puls4 und ATV2 werden auch über DVB-T2 in Standard-Auflösung verbreitet. Über die Umstellung wird mit Laufband-Einblendungen informiert. Außerdem gibt es Infostände in der Region.
Zuletzt warder Mux-B am 20. Oktober 2015 in der Steiermark und im südlichen Burgenland auf DVB-T2 umgeschaltet worden.
Quellen: Umstellungs-Infos für Oberösterreich, Salzburg, Bescheid der KommAustria vom 19.3.
Hintergrund: DVB-T2, DVB-T in Österreich.
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18.3.2016 • DVB-T2 HD: Telestar vertreibt Zugänge für Privatplattform
Die Firma Telestar übernimmt ab sofort den Vertrieb von CI+-Modulen für die privaten HDTV-Programme via DVB-T2 HD an den Fachhandel. Das vereinbarte die Firma mit dem Plattformbetreiber Media Broadcast. Die Module ermöglichen die Dekodierung der grundverschlüsselten Programme in Verbindung mit geeigneten Endgeräten und den Zugang dazu mittels Smartcards.
Der Regelbetrieb der Plattform beginnt im zweiten Quartal 2017. Erste Ausstrahlungen mit der neuen Technik DVB-T2 HD beginnen bereits im 2. Quartal 2016: In den Ballungszentren werden zunächst bis zu sechs Programme in HDTV gesendet.
Quelle: Presseinfo von Telestar vom 18.3. / Hintergrund: Programmplattform für DVB-T2 HD.
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18.3.2016 • Recht: Rundfunkbeitrag ist mit dem Grundgesetz vereinbar
Euro-Münze Beitragsservice Die Erhebung des Rundfunkbeitrags für private Haushalte ist verfassungsgemäß. So urteilte heute das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Die 18 privaten Kläger konnten sich schon in den Vorinstanzen nicht durchsetzen.
Die Bindung der Beitragspflicht an die Wohnung setze am „typischen Ort des Programmempfangs“ an und „ermöglicht es, die Beiträge ohne tatsächlichen Ermittlungsaufwand zu erheben“, kommentieren die Leipziger Richter. Eine Befreiung von der Zahlungspflicht wegen nicht vorhandener Empfangsgeräte sei weder geboten noch verlässlich beweisbar. Es handele sich beim Rundfunkbeitrag auch nicht um eine Steuer und die Bundesländer sind für die Festlegung der Beitragspflicht zuständig, so die Richter, die zu einigen grundsätzlichen Fragen auf die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts verweisen.
Den Klägern bleibt noch der Weg zum Bundesverfassungsgercht. Das Bundesverwaltungsgericht wird sich in diesem Jahr noch mit Klagen den Unternehmen beschäftigen, die nicht zum Rundfunkbeitrag herangezogen werden wollen.
Der an Privathaushalte bzw. Firmenstandorte gebundene Rundfunkbeitrag zur Finanzierung von ARD, ZDF, D-Radio und der Landesmedienanstalten wird seit 2013 erhoben. Bis dahin galt die GEZ-Gebühr; deren Kopplung an Radios und Fernsehgeräte erwies sich im Zuge der Programmverbreitung via Internet als juristisch nicht mehr haltbar.
Quelle: Presseinfo des BVerwG vom 18.3. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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17.3.2016 • Österreich: ORF ohne neue Digitalwellen nicht dabei (1)
Österreich Digitalradio-Schriftzug Österreich Der ORF wird sich weiter aus Digitalradio-Angeboten für Österreich heraushalten, berichtet die Zeitung Der Standard. Als Hauptgrund nennt Generaldirektor Alexander Wrabetz in seiner Beantwortung zur gerade ausgelaufenen Interessensbekundung die medienpolitisch verhinderte Beteiligung mit speziellen Programmen. „Der Gesetzgeber (müsse) dem ORF auch tatsächlich neue – auch publikumsattraktive – Programmformate ermöglichen“, forderte Wrabetz. Ein Visual Radio-Projekt des ORF für den Wiener DAB+-Piloten war als Fernsehen eingestuft und untersagt worden.
Zudem sei die Finanzierung - Wrabetz rechnet mit 50 Mio. Euro - ebenso zu sichern wie die Signalversorgung in Tunneln. Wrabetz wünscht sich gleichwohl für den ORF fünf Sendeplätze in nationalen Multiplexen und weitere für die neun Regionalradios der Anstalt.
Das aktuelle Wiener Projekt bringt u.a. zehn neue private Radiowellen in die Luft. Nach bisherigen Planungen könnte die Ausschreibung einer oder mehrerer nationaler DAB+-Bedeckungen im ersten Halbjahr 2017 am Beginn einer DAB+-Einführung stehen. Ab dem Sommer 2018 könnte ein Regelbetrieb mit 24 bis 30 nationalen Privatradios beginnen.
Quelle: Meldung von Der Standard vom 16.3. / Hintergrund: DAB+-Projekt in Wien.
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16.3.2016 • Digitalradio: 300 Sender gründen Europa-Allianz für DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Mehr als 300 öffentlich-rechtliche und private Radiostationen haben die Europäische Digitalradio Allianz gegründet. Aus Deutschland sind die ARD, Deutschlandradio und die Neue Welle-Radiogruppe dabei.
Die Beteiligten setzen „ein klares Zeichen, um den digitalen Radiostandard DAB+ zum Hauptverbreitungsweg für ihre Programme zu machen“, so die zur Vorsitzenden gewählte BBC-Radiochefin Helen Boaden. „Wir haben bei seiner Einführung zu lange auf die nationale Ebene gesetzt. Jetzt, wo DAB+ zum Radio der Zukunft wird, ist Europa gefordert.“ Boaden forderte u.a. die Geräteindustrie auf, ausschließlich Hybridradios für UKW und DAB+ zu attraktiven Preisen anzubieten. Das lasse sich nur auf europäischer Ebene durchsetzen, wo die neue Allianz gegenüber Hersteller, Politik und Regulierungen aktiv werden will.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 15.3. / Hintergrund: DAB+.
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15.3.2016 • Digitalradio: Hybride Radio-Apps für DAB+-Smartphones
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Auf der Fachveranstaltung Radiodays in Paris werden zwei Radio-Apps für DAB+ und Webradio mit dem Smartphones gezeigt. Sackt der DAB+-Empfang ab wird das gewählte Programm automatisch über LTE oder WLAN aufs Gerät geholt.
Entsprechendes haben sowohl die Berliner Firma Konsole Labs als auch der britische Radioplayer im Messegepäck. Konsole Labs nennt bereits den SWR als Kunden seines Developer Kits: Die neue Anwendung soll in die Radio-Apps integriert werden.
Jedoch scheinen die Aussichten gering, dass Mobilfunkanbieter Smartphones mit DAB+ und derartigen Apps anbieten: Die Präferenz auf das für die Nutzer kostenlose DAB+ widerspricht dem Geschäftsmodell des Mobilfunks.
Als Testgerät ist das neue LG-Smartphone geeignet. Laut Meldungen halten die Akkus übrigens mit DAB+ länger als mit LTE oder WLAN. Ähnliche Anwendungen sind laut Geräteherstellern bereits in Autoradios implementiert.
Quelle: Meldungen von radioszene.de 1, 2 vom 14.3. / Hintergrund: DAB+.
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14.3.2016 • Digitalradio: Radio Bob! gewinnt Reichweite durch DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Während der VPRT als Dachverband der großen Privatradios das Webradio präferiert, sieht man das bei Radio Bob! etwas anders. „Der Reichweitenzuwachs bei Radio BOB! geht für uns klar auf die Aktivitäten im nationalen Digitalradio zurück.“ 30.000 Hörer außerhalb Hessens - für das nur dort per UKW verbreitete - Programm lassen sich nur durch den DAB+-Bundesmux erklären, so Rainer Poelmann vom Veranstalter Regiocast in einem Interview. Das Internet sei „nur für einen Bruchteil“ der zusätzlichen Reichweite verantwortlich.
Quelle: Meldung von satnews vom 14.3. / Hintergrund: DAB+.
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14.3.2016 • DVB-T2 HD: Technische Vorbereitungen auch in Bayern
Bayern Nach anderen Regionen laufen nun auch in Bayern die sendetechnischen Vorbereitungen für die Einführung von DVB-T2 HD an. Dafür müssen die DVB-T Ausstrahlungen vom Münchner Olympiaturm am 18. März zwischen 0 und 7 Uhr morgens unterbrochen werden. Weil der Gleichwellensender Wendelstein in Betrieb bleibt, wäre ein Programmausfall auf Haushalte beschränkt, die mit einer Zimmerantenne das Fernsehen empfangen, teilt das DVB-T Projektbüro Bayern dazu mit.
Quelle: Presseinfo von DVB-T Bayern vom 14.3. / Hintergrund: DVB-T in Südbayern.
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14.3.2016 • Digitalradio: DAB+ und Webradio bringen Radioabsatz voran
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die Angaben zum Verkauf von Digitalradios im vergangenen Jahr werden nun durch den VPRT mit Bezug zu GfK-Erhebungen abgerundet. 2015 wurden 6,27 Mio. UKW-Radios (plus 0,2 Prozent) verkauft. In dieser Zahl ist aufgrund der hybriden Empfangskonzepte auch das Gros der Digitalempfänger enthalten. Ohne den explosionsartigen Absatzanstieg bei DAB+-Radios (952.000, +32 Prozent) und Webradios (1,02 Mio.Stück, +22 Prozent) wäre der Radiogerätemarkt dramatisch eingebrochen.
Der VPRT sieht die eigene Position der hohen Bedeutung von UKW und der von Webradio durch die Marktzahlen bestätigt. „DAB+ (ist) nur ein Empfangsweg von vielen“, so der Verband als Sprachrohr der großen privaten Radiogruppen.
Quelle: Presseinfo des VPRT vom 14.3. / Hintergrund: DAB+.
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14.3.2016 • Digitalradio: Erstes DAB+-Smartphone - wenig Marktchancen
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Smartphone mit DAB+. Foto: LG LG kündigt, ohne Preis und Liefertermin zu nennen, Stylus 2 - das erste Smartphone mit Digitalradio-Empfang (LG-Foto) - an. Es kommt in Deutschland, fünf weiteren europäischen Märkten und Australien in den Handel. Die Radioapp enthalte zusätzlich zum Radioempfang eine Schnittstelle, „die es Rundfunkanstalten ermöglicht, ihre eigenen Apps zu entwickeln, um Internetdienste ergänzend zum Radioprogramm zu liefern“, heißt es weiter. Für LG sei DAB+ der „de facto-Standard für digitale Radioübertragungen“. Die Absicht hinter dem Produktstart sei es, „ein neues Paradigma für Audiogenuss auf dem Smartphone zu etablieren“, so der Chef der Mobilfunksparte von LG.
Möglicherweise haben die Koreaner aber die Rechnung ohne den (Vermarktungs-) Wirt gemacht: Vor zehn Jahren scheiterte das „Handy-Fernsehen“ mit DVB-H wie mit DMB am Vertriebs-Boykott TV-fähiger Handys durch die Mobilfunkanbieter. In deren Portfolio spielt inzwischen der LTE-Datenfunk eine wichtige Rolle. Mit der Radioübertragung aus dem Internet verdient man Geld; dieses Geschäft würde DAB+ im Handy kannibalisieren. Der einzige Vertriebskandidat in Deutschland könnte die Freenet-Gruppe sein. Unter deren Dach sind seit Kurzem Mobilfunk und DAB+-Broadcasting vereint. Telefonica/O2 winkte hingegen bereits ab.
Quelle: Presseinfo von LG vom 14.3.
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12.3.2016 • Recht: Kabelnetzer vor Gericht wieder unterlegen
Recht, Gesetze Kabelanschluß Bayerns Kabelnetzer müssen das Programm ARD Alpha weiter in ihren analogen Netzen verbreiten. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigte damit die Vorinstanz und liegt im Urteilstenor der bisherigen Verfahren der großen Kabelnetzer gegen ARD und ZDF in Sachen Einspeisegebühr.
Wiederum ging es um die Ende 2012 ausgelaufenen Kabelweiterleitungsverträge, die von ARD und ZDF nicht verlängert wurden. Die Anstalten sparen dadurch rund 60 Mio. Euro jährlich. Das Gericht folgte den Argumenten des BR: Aufgrund der Rundfunkstaatsverträge und Landesmediengesetze müssen bestimmte Programme von ARD und ZDF analog in die Kabelanlagen eingespeist werden. Zu diesen „must carry“-Programmen zählt auch ARD Alpha (auch wenn im Gesetz der alte Name BR Alpha genannt wird). In einem weiteren Verfahren war zugunsten des BR entschieden worden, dass die Medienanstalt BLM die Kabelnetzer von dieser Pflicht nicht freistellen darf.
In Sachen BR vs. BLM veröffentlichte der BR Anfang 2015 eine Stellungnahme des Justitiars Albrecht Hesse, die auf den Punkt bringt, worum es im „Kabelstreit“ geht:
„Gebühren an Unternehmen, die mit der Vermarktung unserer Programme gutes Geld verdienen, sind nicht gerechtfertigt. Die KDG betreibt mit ihren Kabelnetzen einen eigenen Geschäftsbetrieb, mit dem sie Gewinne erzielt. Die Programme des Bayerischen Rundfunks sind hierfür gewissermaßen ein Vorprodukt, das der BR unentgeltlich anliefert, um der KDG überhaupt erst ihren erfolgreichen Geschäftsbetrieb zu ermöglichen. Es ist nicht üblich, dass der Lieferant des Vorprodukts den Verkäufer, der ja aus dem Verkauf des Produkts ohnehin Gewinn erzielt, für diese Gewinnerzielung noch einmal zusätzlich bezahlt.“
Zuende gedacht hat das alte Verfahren dazu geführt, dass alle Gebührenzahler die Kabelfirmen seit den 80er Jahren und bis Ende 2012 mit jährlich 60 Mio. Euro bezuschußt haben. Die (oft unfreiwilligen) Kabelkunden haben für Anschluß und Programmlieferung nochmal draufgezahlt.
Quelle: Meldung von DF vom 11.3. / Hintergrund: BR-Argumentation (12.1.2015).
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12.3.2016 • Digitalradio: NDR zeigt TPEG-Verkehrsfunk auf der CeBIT
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 CeBIT-Logo DAB+, vor allem den Verkehrsdienst TPEG zeigt der Norddeutsche Rundfunk während der Computermesse CeBIT (Halle 13) vom 14. bis 18. März in Hannover.
Der NDR verweist darauf, dass Verkehrsinfos z.B. zu Staus, Gefahrenstellen usw. mit TPEG nun „auf wenige Meter genau“ und wesentlich schneller als mit dem alten TMC-System an die Autofahrer übermittelt und z.T. in die Navigation übernommen werden können. Zugleich stehen Infos über Wetter, Verkehrsfluss oder freie Plätze in Parkhäusern zur Verfügung. „Der neue Verkehrsservice ist frei empfangbar, weitere Kosten entstehen nicht“, so der NDR. Weiterhin demonstriert wird u.a. das Zwischenspeichern von programmbegleitenden Infos (Slideshow).
Quelle: Presseinfo des NDR vom 11.3. / Hintergrund: Mobilitätsdienste mit DAB+.
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11.3.2016 • Digitalradio: Ausschreibung für drei Bayern-Lokalnetze
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Bayern Die Medienanstalt BLM sucht Programme für drei DAB+-Lokalnetze im Freistaat. Neben Neubewerbern können ausdrücklich auch schon sendende Programmanbieter um höhere Datenraten (bzw. bessere Audioqualität) beantragen. Die Frist endet am 10. April.
So sollen die durch die Abschaltung von Coolradio entstandenen Lücken in Augsburg (ein Programm im Block 9C) und Ingolstadt (zwei Programme im Block 11A) gefüllt werden. In der Landeshauptstadt München (Block 11C) geht es um Partagierungszeiten (Mo bis Sa, 10 bis 19 Uhr und So 24 Stunden). Den Programmplatz teilte sich Radio München bisher mit dem - nach der letzten Lizenzrunde mit einem 24/7-Platz ausgestatteten - Kirchenradio MKR.
Der Ausschreibungstext bestätigt, dass für Augsburg der Hühnerberg als zweiter Sendestandort „geplant“ ist. Für das Münchner Netz wird weiterhin Fürstenfeldbruck (Schöngeising) genannt; zudem ist von Sendern mit kleiner Leistung die Rede, die im Endausbau eine „annähernde Vollversorgung“ der Hauptstadtregion herbeiführen sollen.
Quelle: Ausschreibung der BLM vom 10.3. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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8.3.2016 • Digitalradio: Lokaler Testmux für Private in Leipzig geplant
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Sachsen Die sächsische Medienanstalt SLM will im Leipziger Stadtgebiet Privatradios per DAB+ in die Luft bringen. Eine Ausschreibung „mit dem Ziel, eine kostengünstige digitale Hörfunkversorgung mit privaten Radioprogrammen im Stadtgebiet von Leipzig zu ermöglichen“ soll voraussichtlich Anfang April veröffentlicht werden.
„Geplant ist der Aufbau und zweijährige Testbetrieb eines lokalen DAB+-Netzes, das eine ca. 90-prozentige Versorgung aller Leipziger Haushalte mit privaten Hörfunkangeboten, z.B. mittels Kleinleistungssendern auf hohen Gebäuden erreicht“, so der Medienrat. Die SLM greift die letztjährige Studie der Medienanstalten zu digitalen lokalen Radionetzen auf. Man wolle nun beitragen, „die Sender für einen Wechsel des Lokalhörfunks zur digital-terrestrischen Verbreitung zu motivieren“. Verwiesen wird auf die Forderung des Anbieterverbandes APR, lokale Programme ins Digitalradio zu bringen, „ohne dabei deren Existenzgrundlage zu gefährden“.
Das Stichwort der kostengünstigen Verbreitung assoziiert softwarebasierte Systeme für Lowpower/Lowtower-Sendeinseln nach Schweizer Vorbild, die bereits in Baden-Württemberg getestet wurden. Das Projekt erinnert zudem an das 2008 als Test gestartete und 2010 in den Regelbetrieb überführte lokale DVB-T Projekt.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 8.3. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Lokalradio-Studie, Leipziger DVB-T Lokalprojekt.
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8.3.2016 • AGF: Weiter ganz kleine Digitalisierungsschritte
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Die Zahl digital empfangender TV-Haushalte in Deutschland ist im Februar um 50.000 auf 33,68 Mio. gestiegen. Damit liegt der Marktanteil nach Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) bei 88,2 Prozent (Vormonat: 33,63 Mio. Haushalte, entsprechend 88,1 Prozent) der 38,19 Mio. Fernsehhaushalte.
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.3.2016.
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8.3.2016 • Digitalradio: Schlagerwelle für MDR-Hörer kommt
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 MDR Noch in diesem Jahr will der MDR ein neues Radioprogramm namens „Meine Schlagerwelt“ starten. Es ist Teil einer Multimedia-Plattform der MDR-Landesfunkhäuser und der TV-Unterhaltung für deutschsprachige Musik. Das beschloß der Rundfunkrat des MDR. Mit der Vergabe der Verantwortung nach Erfurt begegnet der MDR zudem früherer Kritik, Thüringen werde gegenüber den anderen MDR-Ländern benachteiligt.
Quelle: Presseinfo des MDR vom 7.3. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.
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7.3.2016 • Digitalradio: Fällt das 10 kW-Limit für den Bundesmux?
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die bisher praktizierte Limitierung der Sendeleistung beim DAB+-Bundesmux könnte fallen. Für den Standort Gallunberg (Sachsen-Anhalt) wurde mit 18 kW erstmals eine Erhöhung der Sendeleistung weit über die üblichen 10 kW hinaus bei der Bundesnetzagentur beantragt. Der Versorgungsbereich des im Januar 2015 mit 10 kW in Betrieb gegangenen Sendeturms, nördlich von Wittenberg gelegen, nach Westen in Richtung Dessau optimiert werden. Das berichtet satnews ohne Nennung einer Quelle.
Hintergrund sei, dass die bisher maximal 10 kW offenbar nicht überall für die gewünschte Qualität des Indoor-Empfangs ausreichen. Sei eine größere Fläche zu versorgen, ist die Leistungserhöhung kostengünstiger als zusätzliche Sendeanlagen.
Quelle: Meldung von satnews vom 7.3. / Hintergrund: DAB+-Bundesmux, DAB+ in Sachsen-Anhalt.
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6.3.2016 • Digitalradio: Telefonica hat keine DAB+-Ambitionen
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Der Mobilfunkanbieter Telefonica/O2 wird keine Smartphones mit DAB+-Empfang anbieten. Dafür fehle ein Geschäftsmodell, so Telefonicas Strategie-Manager Helge Lüders. Der Empfang sei über Internet möglich (woran die Mobilfunkbetreiber im Gegensatz zu DAB+/DVB-T verdienen). Nicht einmal für die technische Verbindung beider Netz-Welten mittels dem LTE-Zusatz eMBMS sieht Lüders Perspektiven - das sei nicht finanzierbar.
Lüders bestätigte auf einer Veranstaltung der Medienanstalten die schon von DVB-T und DVB-H her bekannte Positionierung der Mobilfunker gegen eine Kopplung von Handys bzw. Smartphones mit digitalen Broadcast-Diensten.
Quelle: Meldung von satnews vom 4.3. / Hintergrund: Broadcast vs. Mobilfunk.
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6.3.2016 • Sendenetze: Freenet kauft Netzbetreiber Media Broadcast
Die Freenet AG hat den Sendenetzbetreiber Media Broadcast übernommen. Freenet beabsichtigt nach eigenem Bekunden, Fernsehen künftig als Komplettanbieter über alle Verbreitungswege (linear, Abrufdienste, Streaming usw.) zu vermarkten. Freenet kaufte sich zugleich beim B2B-Anbieter von IP-Videodiensten Exaring ein.
Der Deal bringt Mobilcom-Debitel und Media Broadcast - also Mobilfunk und Broadcast - unter ein Konzerndach. Media Broadcast bringt die Betreiberlizenz für das HDTV-Paket der Privatsender über DVB-T2 HD mit, wovon sich Freenet ein attraktives Endkundengeschäft verspricht. Media Broadcast kontrolliert zudem über seine Plattformlizenz das Programmangebot im Hamburger DAB+-Paket.
Media Broadcast ging aus der Sendetechnik-Sparte der früheren Staatspost hervor, die 1994 als Teil der Telekom-Unit T-Systems privatisiert wurde. Die Telekom verkaufte den Bereich 2008 an die französische TDF-Gruppe. Diese löste das deutsche Unternehmen schon zum 1. April 2015 aus ihrer Konzernstruktur heraus.
Quelle: Presseinfo von Freenet vom 5.3.
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6.3.2016 • Sendenetze: WDR verkauft unnötige Sendetürme
WDR Der WDR steht laut einer Meldung vor dem Verkauf nicht mehr benötigter Sendemasten an das US-Unternehmen American Tower; der Deal werde vom Bundeskartellamt geprüft. Es soll sich um 185 Sendeanlagen samt Grundstücken handeln, die nach der Umstellung auf DVB-T nicht mehr für den Sendebetrieb benötigt werden. Mit dem Erlös wolle der WDR „ein drohendes Haushaltsdefizit“ vermeiden. American Tower hatte 2012 2000 Sendemasten des Mobilfunkers E-Plus für 390 Mio. Euro gekauft.
Die ARD-Anstalten betreiben die terrestrische Ausstrahlung ihrer Programme weitgehend selbst. Die Bundespost wurde erst mit Gründung des ZDF 1961 als Betreiber von Rundfunk-Sendenetzen beauftragt. Diese Standorte betreibt jetzt Media Broadcast.
Quelle: Meldung von radioszene vom 4.3.
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2.3.2016 • Digitalradio: Radio X in Hessen in der Luft
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Hessen Als erstes der drei im Dezember für Hessen lizenzierten nichtkommerziellen Lokalradios hat Radio X (zusätzlich zur UKW-Verbreitung in Frankfurt/Main) den Sendebetrieb im DAB+-Kanal 11C begonnen. Das Programm teilt sich den Sendeplatz im halbjährlichen Wechsel mit dem Darmstädter NKL Radar.
Um Kapazitäten für das dritte NKL zu schaffen soll der Fehlerschutz geändert und der dadurch bedingte Reichweitenverlust durch höhere Sendeleistung aufgefangen werden.
Quelle: Meldung von satnews vom 1.3. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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1.3.2016 • Recht: Unitymedia - neue Niederlage im Streit mit ARD/ZDF
Recht, Gesetze Kabelanschluß Unitymedia hat im Rechtsstreit gegen ARD und ZDF um Kabeleinspeisegebühren eine neue Niederlage kassiert. Das Verwaltungsgericht Mainz wies eine Klage gegen das ZDF ab. Bereits von Ende 2014 datiert eine Klageabweisung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz zum gleichen Thema. Beide Gerichte stellen fest, dass nicht sie, sondern die Zivilgerichte zuständig sind. Aber auch dort unterlagen die Kabelnetzer regelmässig - auch in 3. Instanz vor dem Bundesgerichtshof.
Auslöser der Klageserie ist, dass ARD und ZDF die Verträge über die Kabel-Weiterleitung ihrer Programme nicht über den 31.12.2012 hinaus verlängerten. Dadurch sparen ARD und ZDF jährlich 60 Mio. Gebühreneuro. Die Kabelnetzer sind gesetzlich verpflichtet, bestimmte Programme von ARD und ZDF zu verbreiten. Das wollen sie sich nicht nur von ihren Kundenhaushalten, sondern auch von ihren Lieferanten ARD und ZDF bezahlen lassen. Derzeit bekommen die Kabelnetzer die Programme quasi geschenkt. Hintergrund der bis 2012 geltenden Situation ist der sog. Kabelgroschen als Teil der Rundfunkgebühr. Dieser wurde in den 1980er Jahren durch den Gesetzgeber eingeführt, um die Kabel-Infrastruktur mitzufinanzieren. Diese Aufgabe dürfte Ende 2012 längst absolviert gewesen sein. Die Kabelnetzer hatten im Januar auch die Lobbygruppe beim Infrastrukturministerium „Netzallianz“ eingebunden, um eine politische Debatte für ihr Ziel einzuleiten.
Quelle: Meldung von ARD vom 1.3.
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1.3.2016 • Digitalradio: 2,7 Mio. DAB+-Radios seit 2011 verkauft
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Seit Anfang 2011 - also dem Jahr des Neustarts mit DAB+ - und bis Ende 2015 wurden 2,7 Mio. Digitalradio-Geräte in Deutschland verkauft. Das teilt GfK Retail and Technology auf Anfrage von dehnmedia mit. Die Marktforscher hatten Digitalradios zuvor als „einen der wichtigsten Wachstumstreiber“ im Radiogerätemarkt bezeichnet.
Nach deren Angaben wurden 2015 hierzulande 952.000 Radios mit Digitalempfang verkauft. Das entspreche einem Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Anteil von 13 Prozent (nach Stückzahl) bei Audio Home Systeme, Tunern, Receivern, Uhrenradios, Portable Radios und Radiorekordern sowie dem Nachrüstmarkt für Autos. Laut Digitalisierungsbericht waren im Sommer 2015 außerdem etwa 1,9 Mio. Autos mit DAB+-Radios ausgestattet, was einem Marktanteil von 4,9 Prozent in dem Bereich entspricht.
Zwei Zahlen zum Vergleich: Ende 1958, also zehn Jahre nach den ersten UKW-Ausstrahlungen durch den Bayerischen Rundfunk am 28. Februar 1949, haben 80 Prozent der Haushalte (15,2 Mio.) ihr Radiogerät angemeldet. Ende 1955 - fünf Jahre nach dem Start des ersten Fernsehprogrammes in Deutschland im November 1950 - waren 200.000 Fernsehgeräte angemeldet; das Fernsehen erreichte maximal 500.000 Zuschauer (etwa 7 Prozent der Bevölkerung).
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DAB+ in Deutschland.
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1.3.2016 • Schweiz: SRG via Eutelsat jetzt nur noch in HDTV
Schweiz 1" Die schweizerische SRG macht's vor: Seit gestern früh sendet das öffentlich-rechtliche SRG via Eutelsat Hotbird nur noch in HDTV. Das gilt für die deutschsprachigen Programme (SRF info jetzt neu in HD) ebenso wie für die französischen, italienischen und rätoromanischen Kanäle. Von der Maßnahme war laut SRG etwa jeder zehnte Haushalt betroffen. Bei dem in der Schweiz dominierenden Kabelempfang und über DVB-T soll sich nichts ändern. Das gilt auch für die Übernahme der Programme SRF1, SRFzwei und RSI LA1 durch den Südtiroler DVB-T Netzbetreiber RAS.
Dieser Schritt dürfte in Deutschland noch auf sich warten lassen. Laut Digitalisierungsbericht nutzen im Sommer 2015 nur 48,1 Prozent der TV-Haushalte HDTV-Programme. ARD und ZDF sehen mehr als 80 Prozent als Voraussetzung für die SD-Abschaltung via Satellit an. Ab dem Sommer beginnt der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2, wodurch zumindest terrestrisch (fast?) alle Programme nur in HDTV gesendet werden.
Quelle: Empfangsdaten für HDTV-SRG-Programme (nur SRG Info HD ist frei empfangbar).
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1.3.2016 • Österreich: Analogkabelausstieg läuft an
Österreich 1" Die Kabelnetzbetreiber in Österreich beginnen jetzt eine Kampagne, um die bis zum 1. September in allen Netzen vorgesehene Abschaltung des analogen Kabelfernsehens zu propagieren. Damit wird nach der Analogabschaltung via Sat (2012) und der Einführung von DVB-T zwischen 2006 und 2011 auch der letzte TV-Sendeweg komplett digital betrieben. Nach Angaben des Fachverbandes Telekom/Rundfunk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) sind neun Prozent der Fernsehzuschauer betroffen; die Alpenrepublik hat 8,7 Mio. Einwohner.
Quelle: WKÖ-Presseinfos vom 29.2 und 4.12.2015 / Hintergrund: Begleitende digitaleskabel.at.



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