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Nachrichten-Archiv Juni 2016

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30.6.2016 • Digitalradio: Neue Standorte für den Bundesmux
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Ende Juni hat der Netzbetreiber Media Broadcast weitere Standorte für den nationalen DAB+-Multiplex (Kanal 5C) in Betrieb genommen. Von Bamberg (Geisberg) und Pfaffenberg in Bayern aus wird mit je 10 kW in die Bereiche der A73/A70 und bzw. die Region Aschaffenburg gesendet. In Brandenburg verbessert der neue Standort Pritzwalk mit 5 kW Leistung die Versorgung der A24 und A19 und der Region Prignitz.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 30.6. / Hintergrund: DAB+ in Bayern und Brandenburg.
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30.6.2016 • DVB-T: Leipzig Fernsehen sendet in neuer Konstellation
Überallfernseh-Logo Sachsen Ab morgen verschmelzen Leipzig Fernsehen und das von der Videowerkstatt Leipzig veranstaltete Info TV Leipzig zu einem gemeinsamen Angebot. Die Inhalte liefert wie bisher die Fernsehen in Sachsen (F.i.S.) GmbH, die auch die Namensrechte besitzt. Als Veranstalter firmiert die Videowerkstatt. Das teilt Frank Haring, Geschäftsführer der F.i.S.-Mutterfirma HAESWE mit. Hintergrund sei die 2013 eingeleitete Übernahme von Sachsen Fernsehen (einschl. Chemnitz Fernsehen) durch die Haeswe. Wegen der lizenzrechtlichen Konsequenzen war eine Ausschreibung für Leipzig und Dresden notwendig geworden. Offiziell tzrifft die Medienanstalt SLM allerdings erst am 1.7. die entsprechenden Entscheidungen. F.i.S. veranstaltet und gestaltet auch Dresden Fernsehen und den dortigen Stadtsender 8Dresden.
Die Zusammenarbeit zwischen F.i.S. und der Videowerkstatt sieht Haring auch unter dem Vorzeichen einer Optimierung des Bandbreitenbedarfs. Beabsichtigt sei, Leipzig Fernsehen perspektivisch auf HDTV umzustellen. Die angedachte Kombination von MPEG-4 und DVB-T ist für die künftig ohnehin notwendigen DVB-T2 HD-Empfänger kein Problem.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T in Sachsen, Leipzig-Mux.
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30.6.2016 • Digitalradio: Antenne Sylt ist in Hamburg OnAir
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Hamburg Ab sofort ist das Inselradio Antenne Sylt im Hamburger Plattform-Multiplex Kanal 11C zu hören. Das teilt der Veranstalter mit. Das Programm wird ab dem 14.7. auch wieder auf Sylt (UKW) abgestrahlt.
Anfang des Monats hatte der Plattformbetreiber MediaBroadcast mit luluFM den Start eines weiteren neuen Programms angekündigt.
Quelle: Antenne Sylt (Facebook) vom 29.6. / Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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29.6.2016 • Digitalradio: Kirchenradio MKR 24/7 in München
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Bayern Ab sofort sendet das Münchner Kirchenradio MKR rund um die Uhr im Münchner Lokalkanal 11C. Bisher hatte sich die vom katholischen Medienunternehmen Sankt Michaelsbund verantwortete Welle einen Programmplatz mit einem anderen Veranstalter teilen müssen; im Februar hatte die Medienanstalt BLM dem MKR den eigenen Sendeplatz zuerkannt - jedoch nur bis zum 30.11.2016.
Noch bis in den Juli hinein wird MKR beide Plätze belegen und seinen Hörern Gelegenheit zum Wechsel geben. Dafür kann ein Suchlauf notwendig sein.
Quelle: Presseinfo von MKR vom 29.6. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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29.6.2016 • Österreich: Medienbehörde bringt DAB in Startposition
Österreich DAB+ Österreich Österreichs Medienbehörde RTR will Ausschreibungen für einen DAB+-Regelbetrieb auf den Weg bringen. Auf eine Bedarfsabfrage hätten sich „ausreichend Interessenten gefunden, um nun eine Ausschreibung für Anfang des Jahres 2017 vorzubereiten. Geprüft werde noch, ob ein oder gleich zwei bundesweite Multiplexe, die bei sehr guter Qualität bis zu 15 Radioprogramme transportieren können, sowie weitere regionale Multiplexe auszuschreiben sind.“ Dieser Regelbetrieb könnte dem im Mai 2017 auslaufenden Testprojekt in Wien folgen.
RTR legte zugleich eine Studie vor, die eine „Einführung von Digitalradio“ als eher „schwierig“ einstuft. Bei den auf UKW etablierten Radiounternehmen fehle eine Erfolgserwartung und ein Geschäftsmodell. Newcomer auf DAB+ müssten sich mit den UKW-Marktführern messen und dafür hohe Investitionen in Programm, Marketing und Sendetechnik in Kauf nehmen.
Weil DAB+ wesentlich mehr Radioprogramme als über UKW ermöglicht, würde der Wettbewerb um Werbeschaltungen schärfer werden. Den aktuellen gut aufgeteilten und nicht erweiterbaren UKW-Markt wollen die dort etablierten Radios (in Österreich wie in Deutschland) weiter für sich erhalten und verweigern sich daher der digitalen Technik.
Quelle: RTR-Presseinfo vom 29.6. / Hintergrund: DAB+-Test in Wien, Wortlaut der Studie, Dokumente zur Bedarfserhebung
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29.6.2016 • Digitalradio: DAB+ und die Senderechte für die Bundesliga
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Verfolgt man die Berichte über die Auktionierung von Senderechten für wichtige Sportereignisse, hat man oft den Eindruck, dass die Sportverbände abzocken wollen. Das scheint auch bei der Bundesliga der Fall zu sein, wo oft genug die hohen Medienumsätze der britischen Liga als anstrebenswertes Vorbild zitiert werden. Obwohl Geld kein Garant für den sportlichen Erfolg ist, wie man in England gerade erlebt hat. Ab der Saison 2017/2018 hat nun der Amazon-Konzern das Audiopaket „Web/Mobile“ mit den Senderechten für UKW und DAB+ erworben.
„Das lässt nichts Gutes erahnen“, kommentiert Wolfgang Paulus im aktuellen Newsletter von Bayern Digital Radio. Er befürchtet, dass Amazon den eigenen Streamingdienst pusht und die im Paket enthaltenen DAB+-Rechte blockieren könnte. Offen bleibe, ob die DFL (als Rechteinhaber) das „bewusst in Kauf genommen hat oder das Thema DAB+ immer noch nicht richtig angekommen ist“. Paulus rät der DFL, sich vor der Zusammenstellung der Rechtepakete „über die Relevanz des Themas DAB+ zu informieren, wo doch mit einem eigenen Paket für DAB+ sogar zusätzliches Geld in die DFL-Kasse fließen könnte. Bis 2022 scheint zumindest eine große Chance ins Abseits gestellt zu sein - oder überrascht uns Amazon doch noch mit einer eigenen Fußball-Station auf DAB+?!“
Seit das Spartenradio 90elf die Bundesliga-Rechte (und damit seine Existenz) verlor, konnten DAB+-Hörer immerhin von einem Deal des Rechteinhabers Sport1 mit NRJ profitieren.
Quelle: Mail-Aussendung von Bayern Digital Radio vom 29.6. / Hintergrund: DAB+.
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28.6.2016 • DVB-T: Sachsens Lokalfernsehen bleibt bei DVB-T
Überallfernseh-Logo Sachsen Die terrestrische Verbreitung der lokalen TV-Programme in Sachsen findet noch länger in DVB-T statt. Ihr Umstieg „auf DVB-T2 ist gegenwärtig nicht geplant“, so Martin Deitenbeck. Auf Anfrage von dehnmedia verweist der Geschäftsführer der Medienanstalt SLM darauf, dass die Lokalsender vielfach über DVB-T in die Kabelnetze kommen. „Ein Umstieg auf DVB-T2 würde Investitionen in den Kopfstellen erfordern. Die DVB-T2-Empfangsgeräte können auch DVB-T empfangen, sodass ein kurzfristiger Wechsel auf DVB-T2 nicht notwendig ist.“
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T und DVB-T2HD in Sachsen.
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25.6.2016 • DVB-T: Neue Programme für Leipzig und Dresden?
Überallfernseh-Logo Sachsen Die sächsische Medienanstalt SLM hat für die DVB-T Lokalmultiplexe Leipzig (Kanal 31) und Dresden (Kanal 59) „für mindestens acht Jahre“ ausgeschrieben und stellt eine Verlängerung in Aussicht. Gesucht wurden 24stündige Vollprogramme, der Ausstrahlungsbeginn sei schon am 1. Juli möglich. Die vom 20. Mai datierende Ausschreibung endete am 23. Juni. Die Mugler AG betreibt die lokal konzipierte Sendetechnik.
Quelle: Ausschreibung (Wortlaut) / Hintergrund: DVB-T in Sachsen.
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25.6.2016 • NRW: 200.000 € für die Digitalisierung des Lokal-TV
Nordrhein-Westfalen Die LfM fördert die Digitalisierung der lokalen TV-Programme in NRW. 200.000 Euro stehen Center.tv (Düsseldorf-Neuss, Lizenz zugleich um 10 Jahre verlängert), CityVision (Mönchengladbach) und Studio 47 (Duisburg) zur Verfügung.
Mit der Finanzierung des WDR aus dem Rundfunkbeitrag gerate das private Fernsehen in einen „gravierenden Wettbewerbsnachteil“, so LfM-Direktor Jürgen Brautmeier. „Vier der einst sieben Lokal-Regional-TV-Sender existieren bereits nicht mehr. Das zeigt deutlich, dass die Sender mit der fortschreitenden Digitalisierung ohne Hilfe nicht immer Schritt halten können. Ohne öffentliche Förderung ist ein publizistischer Wettbewerb kaum mehr möglich.“ Die LfM wird, wie die anderen Medienanstalten, durch fünf Prozent der Beitragseinnahmen in dem jeweiligen Bundesland finanziert.
Die Presseinfo lässt offen, welche Verbreitungswege gefördert werden sollen. Ist DVB-T2 HD eingeschlossen oder geht es um eine indirekte Förderung des doppelten Kassierens von Kabelnetzbetreibern?
Quelle: Presseinfo der LfM-NRW vom 24.6. / Hintergrund: DVB-T2 HD und DVB-T in NRW.
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25.5.2016 • NRW: RTL-Cheflobbyist zum Medienwächter gewählt
LFM-NRW Die Medienkommission der LfM hat mit 33 von 38 Stimmen Dr. Tobias Schmid zum Direktor der für Nordrhein-Westfalen zuständigen Landesmedienanstalt gewählt. Schmid ist seit 2005 als Cheflobbyist der RTL-Gruppe hervorgetreten; er übernimmt das Amt zum 1. Oktober. Hat man da den Bock zum Gärtner gemacht?
Die rot-grüne Mehrheit im NRW-Landesparlament hatte zuvor per Gesetzesänderung bestimmt, dass der LfM-Direktor Volljurist sein muss. Das wurde von Medien als eine Art Rache am bisherigen Amtsinhaber Jürgen Brautmeier interpretiert - dem Historiker und Anglisten blieb damit der Weg in eine zweite Amtszeit versperrt.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 24.6.
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23.6.2016 • Digitalradio: Schwarzwaldradio - Untermieter im Kanal 5C?
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Schwarzwaldradio steht nach Angaben des Geschäftsführers Markus Knoll im Gespräch mit dem Netzbetreiber Media Broadcast über eine Beteiligung am DAB+-Bundesmux (Kanal 5C). Das meldet satnews.de.
Ein Einstieg wird durch die jüngste Entscheidung der ZAK-Kommission der Medienanstalten möglich. Media Broadcast wurden 22 CUs zusätzlich und ohne Zweckbindung zugeschlagen; das Unternehmen verfügt nun über 58 CUs, was für ein Radioprogramm und die Datendienste ausreicht. MB hatte schon vorab angekündigt, die Kapazitäten untervermieten zu wollen. Mit Schwarzwaldradio hatten eventuell Vorabsprachen bestanden, weshalb der Veranstalter die eigene Bewerbung für den Bundesmux zurückgezogen hatte.
Schwarzwaldradio sieht sich als „das offizielle Ferienradio für die Urlaubsregion Schwarzwald - in Kooperation mit der Schwarzwald Tourismus GmbH.“ Der Veranstalter Peter Reiff führt auch Hitradio Ohr; beide Welle sind im baden-württembergischen DAB+-Mux (K11B) vertreten. Zur Mediengruppe Reiff gehören auch die fünf Zeitungen der Mittelbadischen Presse und weitere Medienmarken.
Quelle: Meldung von satnews vom 22.6. / Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
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21.6.2016 • Digitalradio: Pilotstudie zu DAB+-Reichweiten kommt
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 ZAK Ergebnisse einer Reichweitenstudie zur DAB+-Nutzung sollen bereits zur Funkausstellung am 5. September 2016 vorgestellt werden. Sie könnte, so Siegfried Schneider, „einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion über die Entwicklung von Digitalradio in Deutschland leisten“. Denn bislang fehlt es an offiziellen Nutzungszahlen - gerade auch im Vergleich mit UKW. Solche Daten sind laut Schneider „für uns die Bedingung, um nach der derzeit laufenden Ausbauphase über den Einstieg in eine Migrationsphase entscheiden zu können“.
Die Landesmedienanstalten beteiligen sich mit einer fünfstelligen Summe an einer Pilotstudie zur DAB+-Nutzung, weitere Auftraggeber sind die ARD, Deutschlandradio, Media Broadcast sowie die Programmanbieter Regiocast, Energy und Neue Welle. Auftragnehmer ist Media-Micro-Census, eine Tochter der Firma AGMA, die die UKW-Nutzungsmessungen durchführt.
Quelle: Presseinfo der DLM vom 21.6. / Hintergrund: DAB+.
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21.6.2016 • Digitalradio: ZAK steht auf Schlager, 2. Bundesmux kommt
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 ZAK Die Zulassungs-Kommission ZAK der Medienanstalten hat heute den zweiten nationalen DAB+-Multiplex auf den Weg gebracht. Hintergrund sei „das nachhaltige Interesse des Marktes an der bundesweiten Verbreitung eines Hörfunkpakets über DAB+“. Die notwendigen Frequenzen werden angemeldet. Wenn die Regierungschefs der Bundesländer im Oktober entscheiden, wäre eine Zuweisung an Programme in der ersten Hälfte 2017 möglich. Anfang des Jahres hatte sich der Leipziger Unternehmen Steffen Göpel als Betreiber eines zweiten nationalen DAB+-Muxes ins Gespräch gebracht.
Von den im Februar ausgeschriebenen 64 CUs im nationalen DAB+-Multiplex (Kanal 5C) gehen 42 an Schlagerparadies. Das Spartenradio kann jetzt weiter senden, ohne auf die bisherige Duldung auf dem eigentlich für Regiocast bewilligten Sendeplatz angewiesen zu sein. Die restlichen 22 CUs wurden an Media Broadcast vergeben. Das Unternehmen hatte vorab angekündigt, zwei Radio-Untermieter aufzunehmen. Dafür werden die 22 CUs aber nicht reichen.
Quelle: Presseinfo der ZAK vom 21.6. / Hintergrund: DAB+-Bundesmux, Bundesmux 2.
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21.6.2016 • Digitalradio: DAB+ mit EWF im Notfalleinsatz
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 EWF Die mit DAB+ verbundene Emergency Warning Functionality (EWF) ist jetzt offenbar produktionsreif. Das neue Logo rechts weist auf geeignete Digitalradios hin. EWF kann im Notfall von der Einsatzzentrale aus genutzt werden, um die Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit zu informieren. Das auch, wenn andere Netze (wie oft der Mobilfunk) ausfallen.
Dafür versendet die Einsatzzentrale Sprach- und mehrsprachige Textbotschaften über einen Datenkanal. Geeignete Geräte schalten autmatisch darauf um - bzw. werden aus dem Standby „geweckt“. Der Versand kann auch gezielt in die Versorgungsbereiche einzelner Sendeanlagen erfolgen.
Erste Demos gab es 2013, im November 2014 folgte ein Test während einer Übung der Leitstelle Bayreuth. Dort soll ein Pilotversuch folgen; später bekommen alle Leitstellen Bayerns EWF.
EWF ist ein Projekt von des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen, von Bayern Digitalradio, der Software-Firma TMT und des Herstellers Noxon.
Quelle: Presseinfo von TMT / Hintergrund: Mediendienste mit DAB+, EWF-Homepage.
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20.6.2016 • Kabel: „Lex Kabel“? - Bittet Bund Zuschauer 2x zur Kasse?
Kabelanschluß Die großen Parteien (namentlich die Bundeskoalition von CDU/CSU und SPD) erwecken gerne den Eindruck, gegen „ungezügelte Ausgaben“ von ARD und ZDF vorzugehen und den Rundfunkbeitrag senken zu wollen. Hinter den Kulissen passiert das Gegenteil.
„Es soll grundsätzlich die Möglichkeit vorhanden sein, ein angemessenes Entgelt für Übertragungspflichten vertraglich zu vereinbaren“, heißt es auf Seite 37 des Abschlußberichts der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz. Wird das durch ein Gesetz umgesetzt, wären ARD und ZDF gezwungen, für die Kabelweiterleitung ihrer Programme mit „Must Carry“-Status zu bezahlen - was sie nach aktueller Rechtsprechung gar nicht müssen.
ARD und ZDF hatten das bis Ende 2012 getan. Die Anstalten hatten aber die Verträge nicht verlängert, nachdem die KEF die bisher jährlich bezahlten 60 Mio. Euro gestrichen hatte. Kabelnetzer nahmen daraufhin nicht nur zahlreiche Programme aus dem analogen Angebot, die nicht unter die Transportverpflichtung fallen. Die Kabelnetzer klagten sich zudem in einer umfangreichen Prozeßserie bis zum Bundesgerichtshof - und verloren jedesmal. Sie müssten der gesetzlichen Verpflichtung nachkommen, die „Must Carry“-Programme zu verbreiten - auch, wenn dafür keine Zahlungen vereinbart wurden, lautete der Urteilstenor. Dass die Kabelnetzer die Programme von ARD und ZDF kostenlos nutzen dürfen, ist für die „Vermarktung ihrer Kabelanschlussprodukte an Endkunden von erheblichem wirtschaftlichem Wert“, hatte der BGH vor einem Jahr geurteilt.
Eine von der Politik offenbar angedachte „Lex Kabel“ würde diese Rechtsprechung aushebeln und die Anstalten zu Zahlungen zwingen. Das würde den Rundfunkbeitrag entsprechend erhöhen und müsste beim Programminhalt gespart werden.
Randbemerkung: So ein Gesetz würde sanktionieren, das der Lieferant einer Ware und der Verbraucher den Einzelhändler bezahlen. Würde sich ein Lebensmittelhändler das trauen, hieße es doch: Erpressung! Und es geht ja auch nicht darum, die Kabelnetzer vor einer Pleite zu schützen. Kabel Deutschland machte 2012 200 Mio. Euro Gewinn. Bei dem (jetzt zu Vodafone gehörenden) Unternehmen geht es letztlich um einen zusätzlichen Gewinn von hier 27 Mio. Euro - der über den Rundfunkbeitrag finanziert werden soll.
Quelle: Presseinfo der Bundesregierung, Konvergenzbericht (Wortlaut) vom 17.6.
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20.6.2016 • Frankreich: CSA schreibt DAB+-Regionen für NKLs aus
Frankreich DABplus-Logo Schriftzug Die französische Medienbehörde CSA hat DAB+-Kapazitäten für Lille, Lyon und Strasbourg und weitere Regionen (darunter Lothringen, Elsass, Auvergne-Rhône-Alpes) ausgeschrieben. Zur Rückmeldung aufgefordert wurden neben den Betreibern nationaler Radios auch unabhängige lokale, regionale und vereinsgebundene Radios. Für die drei Städte stehen bis zu 39, für die Regionen etwa 26 Programmplätze zur Verfügung.
Radio Dreyeckland (RDL), eines der ältesten unabhängigen Radios Deutschlands, hatte schon im April Interesse an einer Bewerbung für Mulhouse und Strasbourg gezeigt. Die dortigen Sendeanlagen sollen nach Deutschland und in den Einzugsbereich von RDL einstrahlen. Bei vorherigen Vorstößen in Baden-Württemberg hatte sich RDL benachteiligt gesehen.
Quelle: Presseinfo der CSA vom 7.6.
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17.6.2016 • Digitalradio: NDR Plus ab 5. Juli / Netzausbau in 2016
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 NDR Die neue Schlagerwelle des NDR heißt nicht NDR Gold, wie zunächst spekuliert, sondern NDR Plus und startet am 5. Juli. Federführend ist das Landesfunkhaus Hamburg. Die Hamburger Bürgerschaft hatte gestern als letztes der vier NDR-Länderparlamente einer Änderung des NDR-Staatsvertrages zugestimmt, wodurch das neue Programm medienrechtlich ermöglicht wird.
Zu empfangen ist NDR Plus, das den Verkehrskanal NDR Traffic ersetzt, über die DAB+-Multiplexe des NDR, als Livestream am Computer und mittels der NDR Radio App.
Der NDR kündigt zudem den weiteren Netzausbau an bzw. bestätigt Vorhaben: Neubrandenburg, das Gebiet um die A 20 zwischen Tessin und Grimmen, die Region Osnabrück und die Region Flensburg sollen bis Ende 2016 mit dem NDR-Mux versorgt werden.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 17.6. / Hintergrund: DAB+ in Hamburg, MVP, Niedersachsen, Schleswig-Holstein.
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17.6.2016 • Schweiz: Digris kündigt 5. lokale DAB+-Sendeinsel an
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug Erneut kündigt die Digris AG den Start eines lokalen Multiplexes an. Am 1. Juli gehen im Raum Winterthur/Schaffhausen 13 DAB+-Radios mittels Opensource-Technik in die Luft. Dies reduziere die Kosten auf nur 1.220 Franken pro Jahr, Region und Programm, was sonst laut der Digris AG 135.000 Franken kosten würde. Es handelt sich um die inzwischen fünfte Sendeinsel des Netzbetreibers. Bis Ende 2017 sollen weitere 25 lokale DAB+-Netze mit bis zu 120 neuen Programmen in Betrieb gehen.
In Deutschland verhindert die Furcht der auf UKW etablierten Radioveranstalter vor einer Verschärfung des Wettbewerbs den Umstieg auf DAB+- und neue lokale Angebote. Die von Digris verwendete Technik wird zur Zeit in England und wurde in Stuttgart erprobt.
Quelle: Presseinfo der Digris AG vom 16.6. / Hintergrund: Digris AG.
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17.6.2016 • Rundfunkbeitrag: Entscheidung vertagt
Euro-Münze Beitragsservice Die Ministerpräsidenten haben eine Entscheidung über den Rundfunkbeitrag vertagt. Zur Debatte steht aber nicht nur der KEF-Vorschlag einer Senkung von 17,50 auf monatlich 17,20 Euro ab 2017. Die KEF hatte vorausgerechnet, der Beitrag müsste ab 2021 über 19 Euro steigen, um die bisherigen Leistungen von ARD, ZDF und D-Radio zu finanzieren. Die Ministerpräsidenten hatten daher eine Kommission „Auftrag und Strukturoptimierung der Rundfunkanstalten“ eingesetzt. Deren Bericht könnte die aus der CDU kommende Forderung nach Reduzierung der Sendeinhalte - z.B. um teure Übertragungen internationaler Sportevents. Olympia oder die aktuelle Fußball-EM wären dann nur gegen Extrazahlungen bei den Privaten zu sehen.
Die 16 Bundesländer sind sich laut Berichten uneins. NRW, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Thüringen und weitere Länderregierungen sehen eine Senkung eher skeptisch. Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern scheinen dagegen die Länderfraktion zu führen, die für eine „Entlastung“ der Beitragszahler um 30 Cent monatlich (oder ein großes Bier im Jahr) votiert. Eine Entscheidung wird jetzt für die nächste Ministerpräsidenten-Konferenz im Herbst erwartet. Erst wenn alle 16 Landesparlamente Zustimmungsgesetze verabschiedet haben, kann ein Staatsvertrag mit dem neuen Monatsbetrag wirksam werden - was kaum vor Mitte 2017 der Fall sein dürfte.
Die Intendanten und Sendergremien hatten vorgeschlagen, etwaige Mehreinnahmen anzusparen. Damit könnten Verluste aus der von der KEF nicht berücksichtigten Werbe-Reduzierung bei den WDR-Radios ausgeglichen werden. Diese Neuregelung wirkt sich wegen der gemeinsamem Vermarktung von Werbezeiten auf andere ARD-Anstalten aus. Beträge, die bis 2020 nicht benötigt werden, könnten ab 2021 als Einnahmen gebucht werden.
Quelle: Meldung von DF vom 16.6. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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16.6.2016 • DVB-T2 HD: Obacht beim Gerätekauf!
Viel zu viele Geräte werden angeboten, die für den neuen Sendestandard des terrestrischen Fernsehens DVB-T2 HD nicht geeignet sind. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt daher vor veralteten und ungeeigneten Geräten.
Hersteller werden aufgefordert, „die verwendbaren Geräte nach ihrem tatsächlichen Nutzen zu kennzeichnen“. Denn es ist für Laien „nicht immer erkennbar, dass im Handel sehr häufig noch alte herkömmliche DVB-T Receiver angeboten werden“, stellt TV-Experte Michael Gundall fest. Mit dem Regelbetrieb von DVB-T2 (beginnt am 29. März 2017 in zahlreichen Regionen) werden diese zu „Elektroschrott“. „Einen Hinweis seitens des Handels auf dieses begrenzte 'Haltbarkeitsdatum' sucht man jedoch meist vergeblich“, so Gundall. „Sicherheit schafft hier nur das offizielle 'DVB-T2 HD-Logo'.“
Vielen Verbrauchern sei zudem nicht klar, dass die großen privaten Programme mit dem Regelbetrieb im Rahmen der Plattform Freenet TV kostenpflichtig sein werden.
Die Verbraucherzentrale hat eine Telefon-Hotline zu DVB-T2, HDTV und dem Fernseherkauf eingerichtet. Fragen werden jeden Montag unter 06131-32848-888 oder per E-Mail beantwortet.
Quelle: Presseinfo der VZ RLP vom 16.6. / Hintergrund: DVB-T2 HD, Gerätedatenbank.
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16.6.2016 • Recht: Rundfunkbeitrag ist verfassungsgemäß
Euro-Münze Beitragsservice Nach 14 Verfahren im März sind sechs weitere Kläger vor dem Bundesverwaltungsgericht mit dem Ansinnen gescheitert, den Rundfunkbeitrags zu kippen. Sie hatten die Beitragspflicht moniert, weil sie keine Empfangsgeräte oder nur ein Radio besäßen. Das Gericht bestätigte damit das seit 2013 geltende Prinzip, wonach der Beitrag nach Haushalten erhoben wird - unabhängig von Zahl und Art bereitgehaltener Empfangsgeräte. Das Argument, es handele sich um eine Steuer, wurde erneut zurückgewiesen.
Einige der im März unterlegenen 14 Kläger wollen das Bundesverfassungsgericht anrufen.
Quelle: Meldung von DF vom 16.6. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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16.6.2016 • Digitalradio: Keine Regional- und Lokalmuxe für Ba-Wü
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Baden-Württemberg Im Ergebnis des „Call for Interest“ legt die Medienanstalt LfK die Idee regionaler DAB+-Multiplexe für Baden-Württemberg zu den Akten. Die Mehrzahl der Veranstalter präferiere eine landesweite statt der abgefragten einer regionalen Verbreitung. Jetzt soll die Reichweite des wesentlich mit sehr geringen Sendeleistungen arbeitenden Privatmuxes (Kanal 11B) optimiert werden. Dieser folgt wesentlich dem Verlauf der Autobahnen A5, A6 und A8. Das heißt aber auch, dass es über die bisher 14 Programmplätze hinaus keine Erweiterung des Programmangebotes in Baden-Württemberg geben wird. Das abgesehen davon, dass sich doch noch ein Nachfolger für das zum 30.6. aussteigende Radio Paradiso) einstellt, obwohl diese Ausschreibung ohne Ergebnis blieb.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 15.4. Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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15.6.2016 • Digitalradio: Broadcast bewährt sich auch in Notfällen
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 In Notsituationen kann Broadcast seine Vorteile gegenüber dem Internet ausspielen. Der große Netzausfall bei der Telekom vom vergangenen Wochenende habe „leider bestätigt, dass das mobile Internet keine sichere und stabile Übertragungstechnologie für den Hörfunk ist“, so Willi Schreiner (Neue Welle Bayern) mit dem Blick auf die Internet-Präferenzen zahlreicher Radioanbieter.
Er verweist in einem brancheninternen Newsletter auf die Emergency Warning-Funktion (EWF) von DAB+. Bei den jüngsten Hochwasserkatastrophen seien „als erstes immer die Internet- und WLAN-Verbindungen aus(ge)fallen“. Das zeige die Bedeutung einer eigenständigen Rundfunktechnologie für die Terrestrik im digitalen Zeitalter, so Schreiner weiter. EWF ermögliche die „unmittelbare und zuverlässige Information der breiten Bevölkerung“. Entsprechende Digitalradios können von der Leitstelle aus automatisch eingeschaltet werden. Auf Warntöne und -anzeigen folgen die Durchsagen in verschiedenen Sprachen.
Entsprechende Mobilfunktechnologie stünde nicht vor 2025 und die Funkfrequenzen nicht vor 2030 zur Verfügung .
Quelle: satnews.de vom 15.6. / Hintergrund: Radio als Broadcast oder Mobilfunk?
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14.6.2016 • Digitalradio: Zwei neue Programme für Hamburg-Mux (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Hamburg Bei dem zweiten neuen Programm für den Hamburger DAB+-Mux (Kanal 11C) handelt es sich um Antenne Sylt. Der Veranstalter habe seine UKW-Lizenz für die Insel verloren und will sich laut einer Meldung jetzt als bundesweites Ferienradio etablieren. Mit ähnlicher strategischer Ausrichtung hatte sich Schwarzwaldradio um einen Platz im Bundesmux beworben.
Quellen: Homepage Antenne Sylt, Meldung von satnews.de vom 14.6. / Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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14.6.2016 • Digitalradio: Radio Paradiso schaltet in Ba-Wü ab
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Baden-Württemberg Radio Paradiso (mit DAB+ auch in Berlin und Hamburg auf Sendung) gibt seinen Sendeplatz im baden-württembergischen DAB+-Kanal 11B zum 1. Juli auf. Auf die bereits im Mai geendete Ausschreibung der Nachfolge gingen bei der zuständigen Medienanstalt LfK keine Bewerbungen ein, teilte ein Sprecher der LfK auf Anfrage von dehnmedia mit. Der Programmplatz bleibt also frei. Die LfK behalte sich eine weitere kurzfristige Ausschreibung vor, da „im Markt aber trotzdem Interesse an einem DAB-Platz signalisiert wird“.
Die LfK hatte eine Woche nach Ende der Bewerbungsfrist am 6. Mai einen „Call for Interest“ eingeleitet. So soll das Interesse der Branche an einem Konzept mit vier Verbreitungsregionen festgestellt werden.
Quelle: Eigene Recherche, LfK-Ausschreibung vom 7.4. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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13.6.2016 • Digitalradio: Media Broadcast über den Bundesmux 2
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Media Broadcast stehe bereit, um den von Steffen Göpel vorgeschlagenen zweiten Bundesmux kurzfristig mit 60 bis 80 Senderstandorten auszustatten. Das erklärt Thomas Wächter, Leiter Digital Broadcast Technology des Netzbetreibers Media Broadcast, gegenüber teltarif.de. Ein zweiter Bundesmux könnte mehr DAB+-Geräte als bisher als Serienausstattung in Mittel- und Unterklasse-Autos bringen, hofft Wächter.
Media Broadcast würde gern bundesweit im Kanal 5A senden; jedoch könne der benachbarte analoge Polizeifunk gestört werden. Wann dessen Digitalisierung abgeschlossen werde, sei nicht abzusehen. Media Broadcast bevorzuge einen Gleichwellenbetrieb. Alternativ käme laut Wächter ein Konzept mit fünf Sendefrequenzen in Frage. Eine Kombination nationaler und regionaler Angebote könnte dem Werbeverkauf nützlich sein.
Das Unternehmen habe sich um die für den Bundesmux ausgeschriebenen 64 CUs beworben und will diese im Fall eines Zuschlages an zwei Radioprogramme (die sich ebenfalls beworben haben) untervermieten. Der Bundesmux werde zwischen Ende Juni und Anfang September vor allem in Bayern (Brotjacklriegel, Pfaffenberg, Bamberg, Büttelberg, Landshut, Hirschau, Kreuzberg) erweitert. Außerdem sei ein Standort in Münster geplant, teilte Wächter weiter mit.
Quelle: Meldung von teltarif.de vom 11.6. / Hintergrund: DAB+ national.
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13.6.2016 • Digitalradio: Zwei neue Programme für Hamburg-Mux (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Hamburg In dem von Media Broadcast betriebenen Hamburger DAB+-Programmplattform werden in Kürze lulu.fm und ein Sylter Touristenradio auf Sendung gehen. Das kündigte Thomas Wächter, Leiter Digital Broadcast Technology an.
Quelle: Meldung von teltarif.de vom 11.6. / Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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10.6.2016 • Digitalradio: Neues Schlagerradio heißt wohl NDR Gold
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 BR Die geplante Schlagerwelle des NDR wird wahrscheinlich NDR Gold heißen. Dafür sprechen laut Meldungen u.a. eine Tagesordnung des Rundfunkrates und die Registrierung der Website ndrgold.de. In den Digitalradiomuxen des NDR wird NDR Gold kostenneutral den bisherigen Verkehrskanal NDR Traffic ersetzen und wahrscheinlich automatisiert produziert werden. Außerdem wird die neue Welle im Internet verbreitet. Voraussetzung für den Start ist die Zustimmung der vier NDR-Bundesländer zu einer entsprechenden Änderung des NDR-Staatsvertrages, die nächste Woche von der Hamburgischen Bürgerschaft verhandelt wird.
Quelle: Meldungen von radioszene.de und radiowoche.de vom 9/10.6.
Hintergrund: DAB+ in Hamburg, MVP, Niedersachsen, Schleswig-Holstein.
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8.6.2016 • DVB-T2 HD: Mit dem Mobilfunk „Kopf an Kopf“
Deutsche TV-Plattform Logo ab 2009 Nach einer Fachdebatte auf der Kongressmesse Anga in Köln sieht die Deutsche TV-Plattform DVB-T2 und Mobilfunk perspektivisch gleichauf. Beide Konzepte würden sich ergänzen. Dabei wird das lineare Fernsehen eher Domäne der Broadcast-Terrestrik gesehen, während der Mobilfunk eher auf Abruf-Dienste setzt. Beides spreche unterschiedliche Verbraucherinteressen an und könne sie sogar beflügeln.
DVB-T2 HD erlaube verschiedene Geschäftsmodelle, formulierten Vertreter von ZDF und RTL zurückhaltend die gegensätzlichen Positionen. Sie stimmen aber darin überein, dass Multiscreen-Strategien immer wichtiger für alle Programmveranstalter werden. Daher und mit Blick auf den portablen und mobilen Empfang berge DVB-T2 HD ein hohes Potenzial.
Wolfgang Breuer kündigte für Media Broadcast als Betreiber des Sendenetzes und der Pay-Plattform Freenet TV eine neuartige Empfangsgeräte an. Es soll „zum Start des Regelbetriebs im März 2017 USB-/HDMI-Sticks“ für portable Geräte geben. Der kartenlose Zugang zu Freenet TV mache das Fernsehen unterwegs möglich.
Quelle: Presseinfo der TV-Plattform vom 8.6. / Hintergrund: DVB-T2 HD.
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8.6.2016 • Digitalradio: SR digital bald auch von Tholey?
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 BR Der Saarländische Rundfunk will das Sendenetz für seinen Digitalradio-Multiplex im Kanal 9A erweitern. Laut einer Meldung soll der Standort Tholey „im Sommer“ aufgeschaltet werden. Von dort aus sollen Versorgungslücken für die fünf SR-Programme, den vom WDR übernommenen Kiraka und das private Radio Salü im Bereich der Autobahnen A1 und A62 geschlossen werden.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 8.6. / Hintergrund: DAB+ im Saarland.
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8.6.2016 • DVB-T2 HD: Sport1 und QVC beim Freenet PayTV dabei
Sport1 und QVC haben sich Freenet TV angeschlossen. Das gab der Plattformbetreiber Media Broadcast bekannt. Damit umfasst das Angebot jetzt je sechs Kanäle der Programmfamilien Pro7Sat1 und RTL und die beiden genannten. Insgesamt 14 Programme werden also ab dem am 29. März 2017 beginnenden Regelbetrieb kostenpflichtig vermarktet und grundverschlüsselt ausgestrahlt.
Man habe es geschafft, „den bereits totgesagten Empfangsweg DVB-T innerhalb von drei Jahren zur modernsten terrestrischen Verbreitungsplattform der Welt umzubauen“, so Media Broadcast. Künftig werde „größtenteils in Full-HD (1080p50)“ gesendet. Daher könnten künftig „die Zuschauer die Leistungsfähigkeit ihrer Full-HD- und UHD-Fernseher mit freenet TV erstmals voll ausschöpfen“.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 8.6. / Hintergrund: Freenet TV.
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8.6.2016 • DVB-T2 HD: Zwei neue Standorte für den Pilotkanal
Baden-Württemberg Seit gestern wurde das Verbreitungsgebiet des DVB-T2 HD Pilot-Kanals auf den Rhein/Neckar-Raum erweitert. Die sechs Programme kommen von den Standorten Heidelberg und Mannheim. Der Pilot-Kanal versorge jetzt 55 Mio. Einwohner.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 8.6. / Hintergrund: DVB-T2 HD in Baden-Württemberg.
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7.6.2016 • Digitalradio: Privatradios scheitern mit Klage gegen BR
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 BR Der Bayerische Rundfunk darf den DAB+--Sendeplatz seines Jugendradios Puls gegen den UKW-Platz der Klassikwelle tauschen. Eine gegen diese für 2018 geplante Massnahme gerichtete Klage von 60 Privatradios ist jetzt vor dem Landgericht München 1 gescheitert.
Der BR will mit dem Tausch mehr junge Hörer erreichen und einen „Generationenabriss vermeiden“. Die Privaten hatten hingegen eine Konkurrenz des Jugendsenders und Verluste aus Werbeeinnahmen befürchtet.
Das Gericht sieht es als „genuine Aufgabe im Rahmen der Grundversorgung, alle Altersgruppen und damit auch die Jugend zu erreichen“. Auf welchem Verbreitungsweg das umgesetzt werde, sei gesetzlich nicht vorgegeben und der BR daher in seiner Entscheidung frei, so das Gericht.
Quelle: Presseinfo des BR / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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7.6.2016 • AGF: Weiter kleine Digitalisierungs-Schritte
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung 160.000 Haushalte haben sich im Mai 2016 für den Umstieg auf den digitalen TV-Empfang entschieden. Damit erreicht der digitale Empfang nach Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) zum 1. Juni 33,94 (Vormonat: 33,78) Mio. Haushalte bzw. 88,9 (88,5) Prozent der 38,19 Mio. TV-Haushalte.
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.6.2016.
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6.6.2016 • DVB-T2 HD: Offizieller Start am 29. März 2017
Freenet TV hatte es bereits verraten. Jetzt kündigt das Projektbüro DVB-T2 HD offiziell den offiziellen Start von DVB-T2 HD für den 29. März 2017 an.
Das betreffe in „zahlreichen Ballungsräumen“ einen „Großteil der heutigen rund 4 Mio. DVB-T-Haushalte“. Der weitere regionale Ausbau erfolge schrittweise bis Mitte 2019.
Wiederum wird auf die neue Empfangsgeräte und das grüne Logo für Geräte hingewiesen. Zugleich wird hervorgehoben, dass alle Programme von ARD und ZDF auch mit DVB-T2 HD ohne Extrakosten zu empfangen sein werden, während die privaten Programme im Paket Freenet TV „gegen ein monatliches Entgelt verbreitet“ werden. In den Ballungsräumen sollen „rund 40 Programme“ ausgestrahlt werden.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros vom 6.6. / Hintergrund: DVB-T2 HD.
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6.6.2016 • DVB-T2 HD: Grünes Logo jetzt auch für Antennen
Deutsche TV-Plattform Logo ab 2009 Die Deutsche TV-Plattform vergibt ab sofort das Grüne DVB-T2 HD-Logo auch für Antenne und hat jetzt entsprechende Minimal-Anforderungen veröffentlicht. Das Logo soll interessierte Kunden auf die „bestmögliche Qualität“ verweisen.
Es geht um Zimmer- und Aussenantennen für den UHF-Bereich 470 bis 790 MHz; nach dem Auslaufen von DVB-T Mitte 2019 kann die obere Empfangsgrenze auf 694 MHz abgesenkt werden. Die höheren Frequenzen werden künftig vom Mobilfunk genutzt, so dass eine Filterung oberhalb von 694 bzw. 790 MHz als Soll in das Papier aufgenommen wurde.
Das Logo wird an Antennen mit und ohne Verstärkung vergeben, die 5V-Speisung für den Verstarker kann auch vom Empfangsgerät über das Antennenkabel zugeführt werden.
Die Minimalanforderungen schliessen an das Vorgängerpapier für DVB-T Antennen von 2008 an. Dachantennen und Gemeinschaftsempfangsanlagen sind nicht berücksichtigt.
Quelle: Presseinfo der TV-Plattform vom 6.6., Minimalanforderungen / Hintergrund: Grünes Logo.
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6.6.2016 • DVB-T2 HD: Freenet TV liefert CI+-Module aus
Freenet TV hat mit der Auslieferung der CI+-Module für Fernsehgeräte an den Handel begonnen. Sie kosten 79,99 Euro. Auf der Verpackung werden neben den sechs schon veröffentlichten Programmen der ProSiebenSat1-Gruppe noch RTL HD, Vox HD, RTL II HD, SuperRTL HD, RTL Nitro HD und N-TV HD. Das gesamte Programmangebot bleibt aber ebenso wie die geforderte „Transportgebühr“ weiter offen. Der Betreiber Media Broadcast verspricht den Käufern ab dem Ende des Pilotbetriebes am 28. März 2017 und „bis Ende Juni 2017“ den kostenlosen Empfang seiner grundverschlüsselten Programme.
Quelle: Seiten des Projektbüros für den Handel und mit Downloads. / Hintergrund: Freenet TV, dehnmedia-Datenbanken: Empfangsgeräte, Programme & Kanäle.
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4.6.2016 • DVB-T2 HD: Infomaterial und Erklärfilm für den Handel
Das Projektbüro DVB-T2 HD hat jetzt - mit Blick auf den Handel - einen kurzen Trickfilm (Abspielen mit Klick auf Grafik) veröffentlicht. In 3 1/2 Minuten werden Basiswissen zur Einführung und Verkaufsargumente vermittelt. Desweiteren können Händler ein kostenloses Informationspaket bestellen. Dazu gehören u.a. Flyer und ein Aufsteller dafür.
Das Projektbüro DVB-T2 HD hat jetzt - mit Blick auf den Handel - einen kurzen Trickfilm (Screenshot mit Link zur Videodatei) veröffentlicht. In 3 1/2 Minuten werden Basiswissen zur Einführung und Verkaufsargumente vermittelt. Desweiteren können Händler ein kostenloses Informationspaket bestellen. Dazu gehören u.a. Flyer und ein Aufsteller dafür.
Das Projektbüro wurde vor einem Jahr von den Programmfamilien ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat1, den Medienanstalten und dem VPRT gegründet, um DVB-T2 HD beim Handel und den Zuschauern zu propagieren.
Quelle: Seiten des Projektbüros für den Handel und mit Downloads.
Hintergrund: DVB-T2 HD (Leitseite), dehnmedia-Datenbanken: Empfangsgeräte, Programme & Kanäle.
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1.6.2016 • Schweiz: Bakom mit Infokampagne / Autobranche aufgerufen
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug Bis 2019 sollen alle schweizerischen Radios in DAB+ empfangbar sein, anschließend wird UKW schrittweise bis 2024 abgeschaltet. Das wird die Medienbehörde Bakom mit einer Informationskampagne begleiten, für die 4 Mio. Franken bereit stehen. Jetzt ist die Ausschreibung erfolgt. Die Vergabe ist für November vorgesehen, die Kampagne könnte schon Anfang 2017 starten. Kurz zuvor hatte sich Bakom zu den erweiterten Fördermöglichkeiten u.a. für lokale Radios und deren DAB+-Aktivitäten geäußert. Auch die SRG hat mit ihren Vorbereitungen begonnen.
Auf Sympathie bei den Autoherstellern stößt die Forderung der schweizerischen Radiomacher, Neuwagen ausschließlich mit DAB+ auszuliefern. Das berichtet SRG über einer Veranstaltung der Lobbyorganisation MCDT. Bis zu den ersten UKW-Abschaltungen seien zudem jährlich etwa eine halbe Million Gebrauchtwagen imzurüsten.
Quelle: Presseinfo der Bakom vom 1.6., Meldung der SRG vom 31.5.
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1.6.2016 • DVB-T2 HD: Freenet TV mit aktualisierter Website
Eine Presseinformation zum Start des DVB-T2 HD-Pilotkanals gab es gestern überraschend nur von der ARD, die anderen Beteiligten hüllen sich in Schweigen. Gleichwohl hat Media Broadcast seinen Webauftritt für das Pay-Paket Freenet TV grundlegend überarbeitet und bei der Gelegenheit die Homepage dvb-t2-hd-news.de aufgegeben.
Neu ist ein Empfangscheck, der über die aktuelle Phase 1 hinaus Auskunft gibt, ob Freenet TV dort später oder (wie überraschend u.a. in den Urlaubsgebieten Rügen und Usedom) überhaupt nicht verfügbar sein wird.
Konkreter werden zwei Aspekte der Gratisphase beschrieben: Diese soll am 28. März 2017 enden. Dann folgen drei Gratis-Monate, so dass Freenet TV „bis Juni 2017 kostenlos“ ist, heißt es da. Der vollständige Satz muss aber irritieren: „Insgesamt mit bis zu 40 Sender - sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Sender können Sie genießen und das bis Juni 2017 kostenlos!“ Das unterstellt doch (vollkommen fälschlich), dass die Programme von ARD und ZDF ebenfalls Geld kosten würden (und in den im Empfangscheck nicht ausgewiesenen Gebieten nicht empfangbar sein werden).
Die ebenfalls neue Liste lizenzierter Geräte ist zur Zeit mit sechs Produkten noch bescheiden. Ergänzungen sind zu erwarten - nach eigener Beobachtung gibt es mindestens drei weitere Boxen, die das Logo benutzen. Die von Media Broadcast angekündigten PC-Sticks fehlen ganz. Ein Webshop soll Anfang Juli eröffnet werden.
Quelle: freenet.tv vom 1.6. / Hintergrund: DVB-T2 HD (Leitseite), Kauftipps
dehnmedia-Datenbanken: Empfangsgeräte, Programme & Kanäle.



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