Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte DVB-T Mobil Allgemein Aktuell
Nachrichten-Archiv November 2016

Hinweise: Zum Lesen von PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden. Die Langzeit-Verfügbarkeit von Linkzielen kann nicht gewährleistet werden.


30.11.2016 • Digitalradio: BR sendet jetzt auch aus Bad Tölz
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Bayern Der Bayerische Rundfunk hat für seinen landesweiten Multiplex (Kanal 11D) einen neuen Sendestandort für Bad Tölz, Gaißach, Lenggries und Wackersberg - insgesamt für etwa 24.500 Einwohner - in Betrieb genommen.
Das BR-Sendenetz umfasst damit 45 Standorte. 96,6 Prozent der Bayern werden mobil, 88 Prozent in Gebäuden versorgt. 2017 sind Aufschaltungen „unter anderem in Rattenberg (Bayerischer Wald), am Wallberg (Tegernseer Tal) und in Memmingen“ vorgesehen, teilt der BR weiter mit. Der Ausbau soll bis 2020 fortgesetzt werden.
Laut ukwtv.de hat der BR vor wenigen Tagen den Standort Hof (Labyrinthberg) für seinen Franken-Multiplex in Betrieb genommen.
Quelle: Presseinfo des BR vom 29.11. ukwtv.de / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

30.11.2016 • Digitalradio: RT1 in the mix wieder auf Sendung
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Bayern RT1 in the mix ist wieder digital auf Sendung - im Augsburg-Multiplex Kanal 9C. Das Programm hatte sich 2013 aus dem landesweiten DAB+-Mux verabschiedet, war aber im Juli 2016 für den Regionalmux neu zugelassen worden.
Quelle: ukwtv.de / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

29.11.2016 • TV-Kosten: HD+ zieht nach / Olympia, Free-TV, Antenne
Euro-Münze 1" Dass HDTV-Programme der Privaten ab Juli 2017 auch via Antenne Extrageld kosten, ist keine angenehme Lösung. Das Argument, Freenet TV sei erheblich teurer als Ähnliches auf anderen Verbreitungswegen, wird jetzt von der Wirklichkeit eingeholt. Das Sat-Paket HD+ zieht preislich nach.
Ab dem 15. Februar 2017 kostet die Zugangskarte dort 75 statt 65 Euro, die Verlängerung 70 statt 60 Euro. HD+. Die Kosten für das monatlich kündbare Angebot steigen von 5 auf 5,75 Euro. Damit zieht HD+ mit Freenet TV gleich, bietet aber mehr Programme.
1" Am 1. Dezember startet Eurosport 1 HD als 23. Programm bei HD+. Das hat einen pikanten Nebengeschmack: Der US-Medienkonzern Discovery hatte ARD und ZDF bei den Senderechte für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 kräftig überboten und 1,3 Mrd. Euro gezahlt. Gestern wurde bekannt, dass eine Einigung mit ARD und ZDF über die Weitergabe von Senderechten aufgrund der Preisforderungen der Discovery-Seite nicht zustande kam. Das hat zur Folge, dass Eurosport 1 HD (und damit auch dessen Olympia-Berichte) über Sat und Kabel nur gegen zusätzliche Kosten ins Haus kommen.
Und Olympia per Antenne? Schon vor zwei Jahren hatte die Eurosport-Mutter Discovery Interesse an der Verbreitung über DVB-T2 bekundet: Die Präsenz auf allen Verbreitungswegen sei „unabdingbar“. Bei Freenet TV ist jedoch zur Zeit nur die Eurosport-Konkurrenz Sport1 mit im Boot. Eurosport1, ebenso wie die Discovery-Kanäle TLC und DMax, sind in einigen Gebieten terrestrisch zu empfangen - bis die DVB-T Privatprogramme am 28. März 2017 abgeschaltet werden.
Quelle: Presseinfo von HD+, ARD-Info vom 28.11.
Zum Seitenanfang

26.11.2016 • Schweiz: DAB+ im Schweizer Kabel umstritten
DABplus-Logo Schriftzug Die schweizerische UPC setzt ihre Pilotprojekte zur Digitalisierung des Radios mittels DAB+-Technik im Kabel fort. Seit dem 24. November läuft ein 18monatiges Pilotprojekt mit 1.000 Haushalten in Teilen von Luzern. Informationen finden sich auf eher versteckten Internetseiten der Firma. Dort heißt es u.a.: „Dabei wird das Radiosignal mit DAB+ (Digital Audio Broadcast) technisch auf eine höhere Stufe befördert. DAB+ über Kabel ermöglicht einen besseren Empfang, ein grösseres Senderangebot sowie eine bessere Ton-Qualität.“ Dafür soll man ein Radio „P-TEC gotthard“ vorbestsellen. Noch tiefer versteckt wird dessen Preis mit 119 CHF angegeben, jedoch kein Liefertermin genannt.
Für erhebliche Verwirrung sorgen widersprüchliche Aussagen von UPC. Laut Beschreibung empfängt das Gerät im Bereich „174MHz – 260MHz“, den terrestrisches DAB+ üblicherweise nur bis 240 MHz nutzt. An anderer Stelle heißt es: „Beachten Sie bitte, dass die zurzeit im Handel erhältlichen DAB+ Empfangsgeräte für den Empfang im UPC Netzwerk nicht geeignet sind.“
Hintergrund ist laut einem Bericht der Kabelstandard Docsis 3.1, der das DAB+-übliche VHF-Band für das Fernsehen in Beschlag nimmt. Die Stiftung für Konsumentenschutz übt kräftige Kritik an der Bindung an eine „Set Top Box mit Lautsprecher“ und empfiehlt UPC-Kunden Radio terrestrisch zu empfangen.
Möglicherweise erweist sich das Ganze als Aufregeer ohne Folgen: „Eine schweizweite Abschaltung von UKW-Signalen ist zurzeit nicht vorgesehen“, teilt UPC online mit.
Quellen: Meldung von Handelszeitung vom 23.11., UPC-Webseiten, mehr bei dab-swiss / Hintergrund: DAB+ im Kabel.
Zum Seitenanfang

25.11.2016 • Medienpolitik: Eine Ente auf dem Nachrichtenteller
Unter der Überschrift „Geheimer Fusionsplan für die ARD“ spekuliert die Bildzeitung um einen Plan, aus neun ARD-Anstalten vier zu machen. „ARD-Chefin Karola Wille (57) spricht dabei vom „größten Reformprogramm“ in der Geschichte der ARD“, beginnt der Artikel. Mit dem Wort dabei wird unterstellt, dass besagter Plan von der ARD ausgehe. Dessen Quelle nennt das Blatt wohlweislich nicht. Die ARD hat das sofort als „blanken Unsinn“ und „frei erfunden“ zurückgewiesen. Dort geplante Reformen sollen die Bereichen Produktion, Verwaltung, Technik und Programmerstellung Prozesse und Strukturen im Senderverbund optimieren, so die ARD.
Der komplette Artikel ist online nur Abonnenten zugänglich. Zitierungen lassen solche Pläne von ganz anderer Seite durchschimmern: „Eine von den Ministerpräsidenten eingesetzte Arbeitsgruppe befürworte eine Bündelung zu vier größeren Anstalten“ heißt es mit Quellenangabe Bild-Zeitung. Diese Kommission unter der Bezeichnung „Auftrag und Strukturoptimierung der Rundfunkanstalten“ bekannt geworden.
Über Bild haben die großen Parteien schon immer Indiskretionen lanciert. Das scheint auch hier Fall zu sein: Kommt der Pland von den Landespolitikern? Wollen irgendwelche Kommissionsmitglieder mal sehen, wie so etwas in der Öffentlichkeit ankommt? Wirklich geheim ist nur die Quelle des angeblichen Plans.
Den Eindruck zu erwecken, die ARD plane Schlimmes, ist nicht neu beim Verlagshaus Axel Springer. Dem Unternehmen gehören ja nicht nur Zeitungen und Zeitschriften. Es ist an vielen lokalen und landesweit aktiven Radioprogrammen führend beteiligt und hält alle Anteile am Nachrichtenfernsehen N24 - und ist damit Konkurrent von ARD und ZDF.
Quelle: Meldung von satnews.de, ARD-Dementi.
Zum Seitenanfang

24.11.2016 • DVB-T2 HD: Projektbüro nennt weitere Fakten
Das Projektbüro DVB-T2 HD stimmt in die Werbeaussage von Freenet TV ein und überschreibt ein neues Faltblatt mit „Schwarzbild droht!“. Es gibt einen schnellen Überblick zu den Verbreitungsgebieten der öffentlich-rechtlichen Programme und von Freenet TV ab dem 29. März 2017. Allerdings gibt es von Freenet TV wiederum keine abschließende Aussage zum kompletten Programmangebot. Eine neue Karte (nebenstehend, klickbar) differenziert zwischen dem Verbreitungsgebiet aller Programme (einschließlich Freenet TV) und den erweiterten Versorgungsgebieten der öffentlich-rechtlichen Programme. Ebenfalls neue Infos zu Sendestandorten und Kanälen ab März 2017 werden in den nächsten Tagen in die dehnmedia-Datenbank eingearbeitet.
Quelle: Seite des Projektbüros / Hintergrund: Umstieg.
Zum Seitenanfang

24.11.2016 • Digitalradio: BLM koppelt UKW- und DAB+-Lizenz
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Bayern Die bayerische Medienanstalt BLM hat eine UKW-Ausschreibung für den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit einer Zusage für DAB+ in der Region Ingolstadt gekoppelt. Die Nutzung des DAB+-Kanals 11A ist keine Pflicht. Sie würde dazu beitragen, die Versorgung von 85.000 auf 450.000 Einwohner zu erweitern. Sendestart ist frühestens am 1. April 2017. Eine Laufzeit von 8 Jahren wird angekündigt. Anträge sind bis zum 22. Dezember einzureichen.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 24.11. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

24.11.2016 • Digitalradio: NDR koppelt DAB+-Slides mit dem Internet
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Foto: NDR Für Nutzer von Smartphones mit DAB+-Empfang koppelt der NDR jetzt die Slideshows seiner Programme mit dem Internet. Darüber können „mit einer Fingerbewegung“ auf eine Slideshow-Grafik weitere Informationen zu Playlists, zum Wetter oder Nachrichten aufs Display geholt werden (NDR-Grafik klickbar).
„Ein ganz neues Radioerlebnis“, dass Hörer wie Geräteherstellern das Potenzial von DAB+ zeigen soll, so Michael Plöger, Leiter Zentrale Programmaufgaben Hörfunk des NDR.
Das beschränkt sich jedoch auf nur ein aktuell angebotenes Smartphone (Stylus 2 (LG).
Quelle: Presseinfo des NDR vom 24.11.
Zum Seitenanfang

23.11.2016 • Frequenzen: EU will TV-Frequenzen bis 2030 garantieren
Terrestrik Der Dachverband der europäischen Sendeanstalten EBU begrüßt den Beschluss des Industrie-Ausschusses des EU-Parlaments zur rechtlichen Sicherung der Frequenzen unterhalb von 700 MHz (Kanal 49) bis 2030 für DVB-T und DVB-T2. Für eine nachhaltige Regelung, welche die letztjährigen Entscheidungen der Internationalen Fernmeldeunion ITU zur Frequenznutzung widerspiegeln sollte, bestehe aber noch Gesprächsbedarf zwischen den diversen EU-Institutionen.
Die EBU verweist auf die zwei „Digitalen Dividenden“, wodurch das Fernsehen die Frequenzen zwischen 694 und 862 Megahertz (Kanäle 49 bis 69) an den Mobilfunk verloren hat. Sobald auch der 700 MHz-Bereich vom Fernsehen geräumt ist, „kann das mobile Breitband in Europa auf 1260 MHz Spektrum zurückgreifen. Das ist mehr als überall in der Welt.“
Die Terrestrik sei „der populärste Fernsehempfangsweg in Europa“, erreiche die Hälfte der Europäer und sei daher für das Fernsehen „unabdingbar ... vor allem für Live-Events mit Millionen Zuschauern.“
In Deutschland folgt die bevorstehenende Räumung der TV-Kanäle 49 bis 60 einer Frequenzauktion vom Juni 2015, durch die der Bund 5,1 Mrd. Euro erlöste. Der Verlust von mehr als 20 Prozent der von DVB-T genutzten Senderessourcen ist einer der Gründe für die Einführung des Übertragungsverfahrens DVB-T2 in Kombination mit der Kompression HEVC.
Quelle: Presseinfo der EBU vom 10.11. / Hintergrund: Digitale Dividende 1 und 2, DVB-T2 HD, Liste der verlorenen Frequenzen.
Zum Seitenanfang

22.11.2016 • Digitalradio: Letzte Ausbaustufe für den Bundesmux
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Netzbetreiber Media Broadcast hat jetzt die nächsten Schritte für den Ausbau des Bundesmux-Sendenetzes bekannt gegeben. Bis Jahresende werden 110-Sendestandorte im Kanal 5C aktiv sein. Neu hinzu kommen folgende Standorte:
22. NovemberFlensburg2,5 kWRaum Flensburg einschl. Bundesstraßen und A7.
Heide5 kWRaum Dithmarsch einschl. Bundesstraßen und A23.
24. NovemberRöbel4 kWRegion Müritz einschl. Bundesstraßen und A19.
Züssow4 kWLandkreis Greifswald einschl. Bundesstraßen.
6. DezemberBrandenkopf2 kWOrtenaukreis einschl. Bundesstraßen.
8. DezemberHochsauerland1 kWRaum Schmallenberg/Hochsauerland einschl. Bundesstraßen.
Mitte Dez.Bad Marienberg5 kWWesterwaldkreis einschl. Bundesstraßen.
„Damit werden die Vorgaben der Bundesnetzagentur zur Abdeckung deutlich übererfüllt“, kommentiert Media Broadcast. Inhaus werden damit 82 Prozent der Einwohner versorgt. Mobil erreicht das Sendesignal 95 Prozent der Fläche, die Autobahnen sind mit 97 Prozent beinahe vollversorgt.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 22.11.
Hintergrund: DAB+ Bundesmux, DAB+ in Schleswig-H., MVP, NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg.
Zum Seitenanfang

22.11.2016 • Digitalradio: Small Scale-Pilot für München geplant
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Das Institut für Rundfunktechnik (IRT) beabsichtigt ein Pilotprojekt mit Small Scale-Technik für DAB+ mit 100 Watt Leistung im Kanal 8A vom Standort Funkhaus München-Freimann. Ziel ist es, im Dauerbetrieb Aufschluß über die Funktion verschiedener Komponenten zu bekommen und den Gleichwellenbetrieb (auch mit bestehenden Hochleistungssendern) zu erproben. Auf der Agenda stehen desweiteren Messungen an potenziellen Sendestandorten sowie die Signalzuführung via Satellit und die Fernwartung.
Das wurde während eines Seminars beim IRT mitgeteilt, auf dem erste Ergebnisse von Tests mit Small Scale DAB vorgestellt wurden. In Freimann waren drei DAB- und fünf DAB+-Stationen mit der kostengünstigen Ausstattung übertragen worden.
Small Scale DAB setzt auf kostenloser Open Source Software des Projekts opendigitalradio.org auf. Diese wird mit Standardhardware und Kleinleistungssendern verbunden eingesetzt. Die vom IRT genutzte kompakte Sendetechnik (siehe Foto) kostete 10.830 Euro. Für vergleichbare übliche Technik wären laut IRT etwa 60.000 Euro zu veranschlagen.
In der Schweiz werden so bereits etliche Inseln betrieben, in England wird die Einführung vorbereitet. In Deutschland gab es ein Testprojekt, für den an der TU Kaiserslautern ein Kleinleistungssender entwickelt wurde.
Quelle: Video (55 Minuten) und Vortragsfolien vom 14.11. / Hintergrund: Software Defined Radio, DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

22.11.2016 • Digitalradio: Kampagne zum Weihnachtsgeschäft
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Von Januar bis September 2016 wurden 745.000 Radios mit DAB+-Empfang verkauft. Die gfu geht davon aus, dass bis Jahresende 1,1 Mio. Geräte gehandelt werden. Das recherchierte radio-wird-digital.de. Der Digitalisierungsbericht der Medienanstalten geht per Sommer 2016 von 8,24 Mio. Geräten in den Haushalten (etwa 14 Prozent) aus.
Im Vorfeld des weihnachtlichen Kaufhypes starten die ARD-Radios und Deutschlandradio am 24. November eine Werbekampagne für DAB+. U.a. sollen die Hörer ermuntert werden, DAB+-Radios zu verschenken. Neben umfangreicher redaktioneller Berichterstattung, die unter anderem der SR und der BR ankündigen, sind Verlosungen von Geräten vorgesehen.
Flankiert wird das durch die Ausweitung der Empfangsgebiete bei MDR und NDR sowie den Umstieg der letzten Programme vom alten DAB auf DAB+ beim SR.
Quelle: Meldung von radio-wird-digital.de vom 21.11. Presseinfos von BR, SR / Hintergrund: DAB+.
Zum Seitenanfang

21.11.2016 • DVB-T2 HD: Nicht viel Neues von Freenet TV
Media Broadcast beklagt eine Kaufzurückhaltung bei den vom Umstieg auf DVB-T2 HD betroffenen bis zu vier Mio. Haushalten. Man befürchtet ein Last Minute-Chaos im Handel mit Boxen für das Freenet TV-Bezahlfernsehen. Vielleicht hat das etwas damit zu tun, dass man auf später vertröstet wird, wenn nach weiteren privaten Programmen gefragt wird.
Allerdings hat sich der Abverkauf seit Juni (50.000 Boxen, dv. 41.000 für Freenet) auf jetzt 94.000 Freenet-Boxen sogar mehr als verdoppelt. Eine Gesamtaussage über Verkaufszahlen ist das nicht, weil sowohl die Zahl der geeigneten DVB-T2 Fernseher als auch die der Empfangsmodule für Freenet TV nicht bekannt sind.
Der auf der IFA als Prototyp gezeigte USB 2.0-Stick mit integriertem Freenet-Zugang (dehnmedia-Foto rechts) wurde verkaufsfähig designed. Es bleibt bei Auslieferung erst im März für Windows ab Version 7; Mitte 2017 soll eine Mac OS-Software folgen. Der Stick sei auch für den mobilen Empfang geeignet - zumindest bis etwa 70 oder 80 km/h Fahrgeschwindigkeit. Ein Preis wird noch nicht genannt.
Details zu den Inhalten gab es auch zu Freenet TV Connect, dem Nachfolger der HbbTV-Multithek, nicht. Avisiert sind lineares Fernsehen, Mediatheken und werbefinanzierte Abrufdienste. VoD-Anbieter wie Netflix oder Amazon kämen später dazu - wenn überhaupt. Denn die für das interaktive Fernsehen verwendete HbbTV-Technik orientiert auf frei empfangbare Inhalte, was dem Geschäftsmodell der genannten Firmen widerspricht.
Die Werbekampagne für Freenet TV lassen sich Mediabroadcast und der hinter dem Unternehmen stehende Telekom-Anbieter Freenet AG (Mobilcom, Debitel) immerhin 56 Mio. Euro kosten. Allein 50 Mio. Euro sind für die Schaltung von Fernsehspots verplant.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: Freenet TV.
Zum Seitenanfang

20.11.2016 • Unterhaltungselektronik: TV-Geräte weiter mäßig
gfu Der Umsatz mit Fernsehgeräten ist in den ersten drei Quartalen 2016 leicht gestiegen - um bescheidene 0,8 Prozent (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) auf 2,68 Mio. Euro. Nach Stückzahlen hielten sich Fernseher mit 4,679 (Vorjahreszeitraum: 4,681) Mio. Stück jedoch nur stabil. Der Trend zu größeren Displays und UltraHD verteuert die Geräte im Schnitt von 568 auf 573 Euro. Der Vergleichswert des 1. Halbjahres lag übrigens höher - bei 578 Euro. Stehen neue Preiskämpfe bevor?
Von den Rekorden der Jahre 2011 (9,5 Mio. verkaufte Fernseher) und 2010 (Umsatz mit TV-Geräten bei 6,1 Mrd. Euro) ist man 2016 extrem weit entfernt - selbst wenn man den 30prozentigen Anteil des Weihnachtsgeschäfts am Gesamtjahr einbezieht.
Das anhaltende Tief bei den Fernsehern beeinflußt die Consumer Electronics-Branche erheblich. Zwischen Januar und September sanken die Umsätze um 2,8 Prozent auf knapp 18,1 Mrd. Euro. Mit 6,1 Mrd. Euro verliert die klassische Unterhaltungselektronik etwa 4,8 Prozent ihrer Umsätze. Wearables sorgen mit 57,7 Prozent für den höchsten Anstieg bei den Produktgruppen - allerdings auf niedrigem Umsatzniveau von nur 227 Mio. Euro. Gut gelaufen sind vor allem private Telekom-Produkte (plus 2,6 Prozent auf 7,2 Mrd. Euro Umsatz. Der Verkauf von Smartphones ist weiter rückläufig, die Preisentwicklung gleicht das aus. Der Umsatz mit privaten IT-Produkten fiel sogar um 7,6 Prozetn auf 4,8 Mrd. Euro.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 14.11., Datenblätter von Cemix Qu 1-3/2016.
Zum Seitenanfang

20.11.2016 • Digitalradio: Auch Kultradio am 2. Bundesmux interessiert
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Noch sind nicht alle Voraussetzungen für einen zweiten Bundesmux geschaffen. Gleichwohl bekunden erste Radioveranstalter Interesse. So peilt das in Bayreuth beheimatete Kultradio den Sprung über die bayerischen Grenzen an: Das Musikkonzept funktioniere auch in anderen Bundesländern. „Evtl. gibt es dann ja auch irgendwann Kultradio bundesweit... mal sehen!“, so Geschäftsführer Andreas Enders.
Spekulationen hatte es zuvor auch um eine Beteiligung des Bauer-Medienkonzerns und Interesse der christlichen Sender Bibel TV Radio und ERF Pop, des Kinderradios Teddy und von LuluRadio gegeben.
Quelle: Enders-Interview bei Meinungsbarometer vom 16.11. / Hintergrund: DAB+ zweiter Bundesmux.
Zum Seitenanfang

19.11.2016 • DVB-T2 HD: Montag ist Aktionstag (2)
Anlässlich des DVB-T2 HD-Aktionstages am Montag haben sich einige Medienanstalten mehr oder weniger gleichlautend geäußert. Die Presseinfos unterscheiden sich vor allem durch die Hinweise darauf, in welchen Regionen DVB-T2 HD ab dem 29. März 2017 DVB-T ersetzen wird und inwieweit dort das Bezahlfernsehen Freenet TV mit den privaten HDTV-Programmen verfügbar sein wird.
Baden-Württemberg Neben Stuttgart ist FreenetTV auch in den Bereichen Baden-Baden, Heidelberg und Mannheim zu buchen. Das Empfangsgebiet wird im Regelbetrieb um Karlsruhe, Pforzheim und Reutlingen erweitert.
Bayern Die Standorte München/Olympiaturm, Wendelstein und Nürnberg/FMT werden umgestellt; damit sind weite Teile Südbayerns und Mittelfrankens versorgt.
Der Bayerische Rundfunk und das ZDF stellen zusätzlich am Dillberg (ARD, BR und ZDF) und Büttelberg (ARD, BR) um.
Berlin Alle Berliner Sendeanlagen werden umgeschaltet.
Brandenburg Die Berliner Programme sind auch im Speckgürtel empfangbar. ARD, RBB und ZDF senden zusätzlich von Booßen in den Raum Frankfurt/Oder.
Bremen Die Umstellung betrifft alle derzeit in Bremen und Bremerhaven terrestrisch verbreiteten Programme.
Hamburg In der Metropolregion Hamburg/Lübeck werden die privaten und öffentlich-rechtlichen Programme gesendet.
Hessen ARD/ZDF und Freenet TV werden - zusätzlich zu den bisherigen Standorten des Demokanals - vom neuen Standort Darmstadt verbreitet. ARD/ZDF schalten zusätzlich in Würzberg und Rimberg auf.
Später folgt u.a. Kassel mit einem neuen Stadtsender für Freenet TV und ARD/ZDF.
Mecklenburg-Vorp. Erstmals wird es terrestrische Privatprogramme (Freenet TV) im Gebiet Rostock/Schwerin geben, ebenso die Multiplexe von ARD, ZDF und NDR.
Niedersachsen Freenet TV wird im Raum Hannover/Braunschweig angeboten. Der NDR stellt darüberhinaus im ersten Schritt die Sendeanlagen in Aurich und Hildesheim um.
Nordrhein-Westfalen Der Umstieg beginnt an den Standorten Köln, Bonn, Wuppertal, Düsseldorf, Langenberg, Essen, Dortmund und Wesel. Neu für private Programme ist Aachen. Hagen und Iserlohn erweitern das Empfangsgebiet von Freenet TV.
Rheinland-Pfalz In Rheinland-Pfalz sind für Freenet TV zunächst keine Sendestandorte geplant. Der Empfang ist im Osten des Bundeslandes von benachbarten Standorten aus möglich.
Saarland Neben den öffentlich-rechtlichen Multiplex geht Freenet TV in Saarbbrücken auf Sendung.
Sachsen Zunächst wird der Sender Leipzig Messegrund umgestellt, von wo auch Freenet TV gesendet wird.
Die Lokalsender in Dresden, Leipzig, Görlitz und Zwickau werden weiterhin in DVB-T ausgestrahlt. LeipzigTV senden in HDTV, 8Dresden bereitet das vor (beides in DVB-T).
Sachsen-Anhalt Magdeburg und Halle bekommen erstmals private Programme (Freenet TV) über die Antenne. ARD/ZDF senden auch vom Brocken und aus Wittenberg.
Die Lokalsender in Halle, Dessau und Bitterfeld bleiben vorerst bei DVB-T.
Schlesw.-Holst. In Lübeck (Gleichwellenbetrieb mit Hamburg) und Kiel werden die privaten und öffentlich-rechtlichen Programme gesendet. ARD und NDR kündigen zusätzlich Flensburg und weitere Standorte in Ostholstein an.
Thüringen Zunächst wird der Sender Jena (Kernberge) umgestellt, von wo auch Freenet TV gesendet wird.
Generell gilt:
Die Umstellung erfolgt in allen Gebieten, in denen heute bereits der DVB-T2 HD-Pilotkanal mit sechs öffentlich-rechtlichen und privaten Programme zu empfangen ist. Dort werden im Regelbetrieb die privaten HDTV-Kanäle des Bezahlfernsehens Freenet TV kostenpflichtig angeboten. Freenet TV gibt es in wenigen zusätzlichen Gebieten.
ARD, ZDF und die Landesrundfunkanstalten schalten über die Sendegebiete von Freenet TV hinaus um.
Es handelt sich um einen „harten Umstieg“ - es gibt also keine Übergangszeit. Ein Simulcasts ist nicht möglich, weil aufgrund der „Digitalen Dividende“ zu wenig Sendefrequenzen verfügbar sind.
Drei weitere Umstiegsphasen sind für November 2017, März und November 2018 vorgesehen. Freenet TV wird nur wenige weitere kleinere Gebiete versorgen. Diese Umstiegs-Phasen betreffen also wesentlich die ARD-Anstalten und das ZDF.
ARD und ZDF werden ihre letzten DVB-T Sendestandorte spätestens Mitte 2019 außer Betrieb nehmen.
Quellen: Presseinfos/Webseiten von BLM, MABB, BreMa, MA HSH, LfM NRW, MSA, MDR, NDR, HR, BR
Hintergrund: DVB-T2 HD / Empfangsprognosen beim Projektbüro DVB-T2 HD und Freenet TV.
Zum Seitenanfang

19.11.2016 • Schweiz: SRG schaltet am 15. November auf DAB+
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug Seit dem 15. November werden alle Radiowellen der öffentlich-rechtlichen SRG alle Programm in DAB+ übertragen. Die effektive Frequenznutzung ermöglicht die nationale Verbreitung fast aller SRG-Wellen in den vier Sprachen des Landes. Insgesamt sind im Nachbarland jetzt 117 Programme mit DAB+ onAir; neben der SRG gibt es den Netzbetreiber SMC. Darunter sind zahlreiche Wellen, die nur lokal in den Sendeinseln der Digris AG zu hören sind.
Quelle: Infos von digitalradio.ch
Zum Seitenanfang

19.11.2016 • Italien: Südtirol schaltet altes DAB Ende Januar ab
Italien - Autonome Provinz Bozen Südtirol DABplus-Logo Schriftzug Der Netzbetreiber RAS kündigt die Abschaltung der Programme mit dem alten DAB zum 31. Januar 2017 an. RAS hatte beide Sendestandards seit 2008 parallel verwendet. Zur Zeit werden 13 Programme in DAB+ gesendet. Im alten DAB senden noch RAI Südtirol, Bayern 3, BR Klassik, B5 aktuell, Ö1, ORF Radio Tirol, Ö3, FM4 und Swiss Jazz. In der deutschsprachigen norditalienischen Provinz sind bis zu 70 digitale Radioprogramme empfangbar. Neben den Wellen des öffentlich-rechtlichen RAI können in der Provinz Bolzano zwei private Multiplexe mit rund 30 Programmen gehört werden.
Aus Sicht der RAS wird UKW auch in Südtirol durch DAB+ ersetzt werden. „Die RAS plant mit Ende 2017 einzelne kleinere UKW-Sendeanlagen abzuschalten. Mit dem Anstieg der DAB+ Nutzung werden schrittweise die UKW-Sendeanlagen abgeschaltet“, heißt es zur Umstiegsstrategie.
Quelle: Info von RAS vom 14.11.
Zum Seitenanfang

19.11.2016 • Digitalradio: MDR mit vier neuen Sendestandorten
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Am 1. Dezember nimmt der MDR vier neue Sendestandorte für seinen DAB+-Multiplex (Kanal 9A) in Betrieb. Von Chemnitz-Reichenhain (10 kW) wird die Versorgung von Stadt und Umland verbessert. Hoyerswerda 8,9 kW) versorgt die nördliche Oberlausitz. Neustadt/Unger verbessert mit 10 kW den Empfang im Gebiet Sächsische Schweiz-Osterzgebirge/Elbsandsteingebirge. Dingelstädt (9,3 kW) versorgt das Eichsfeld.
Die Aufschaltungen verbessern die Versorgung innerhalb von Gebäuden in Thüringen um ca. 78.000 Einwohner von 81 auf 84 Prozent und in Sachsen von 81 auf 87 Prozent (ca. plus 235.000 EW) der Bevölkerung. Außerhalb von Gebäuden wird eine Empfangsverbesserung in Thüringen von 95 auf 97 Prozent sowie in Sachsen von 97 auf 99 Prozent der Fläche erreicht.
Quelle: Meldung von digitalradio.de vom 18.11. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Thüringen.
Zum Seitenanfang

18.11.2016 • DVB-T2 HD: Montag ist Aktionstag (1)
Am kommenden Montag (21. November) gibt es anlässlich des Welttags des Fernsehens einen Aktionstag zur Einführung von DVB-T2 HD. Nach Angaben des Projektbüros DVB-T2 HD planen die großen Sender redaktionelle Beiträge und Laufband-Schaltungen. DasErste und RTL informieren auch im Videotext auf Seite 199. So sollen die Terrestrik-Zuschauer frühzeitig auf die am 29. März in vielen Regionen vorgesehene Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD aufmerksam gemacht werden.
Quellen: Projektbüro am 15.11. und 16.11. / Hintergrund: DVB-T2 HD.
Zum Seitenanfang

18.11.2016 • Digitalradio: ZAK kündigt Plattform für Bundesmux 2 an
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 ZAK Die ZAK-Kommission der Medienanstalten will einen zweiten nationalen Digitalradio-Multiplex für Plattform-Anbieter ausschreiben. Das beschloss die Gesamtkonferenz der Medienanstalten.
Voraussetzung dafür ist die Unterstützung durch die Politik. Mit Zustimmung von ARD und ZDF hatten die Medienanstalten zuvor die Zuweisung der Übertragungskapazitäten bei den Ministerpräsidenten der Bundesländer beantragt. Eine Entscheidung wird für den 8. Dezember erwartet. Danach kann die Ausschreibung der ZAK starten.
Die ZAK hatte im Sommer „das nachhaltige Interesse des Marktes an der bundesweiten Verbreitung eines Hörfunkpakets über DAB+“ festgestellt und das rechtliche Verfahren eingeleitet. Zuletzt hatt sich ein Leipziger Unternehmer als Betreiber einer Programmplattform für einen zweiten Bundesmux ins Gespräch gebracht.
Quelle: Presseinfo der ZAK vom 17.11. / Hintergrund: DAB+ zweiter Bundesmux.
Zum Seitenanfang

18.11.2016 • Digitalradio: Interviewradio testet in Hessen
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Das im März zugelassene Interview Radio testet laut Meldungen im hessischen Privat-Multiplex (Kanal 11C).
Quelle: Meldung von digitalradio.de vom 18.11. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
Zum Seitenanfang

18.11.2016 • Digitalradio: Bundesmux und NDR für Flensburg
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Am 22. November der Sendestandort Flensburg-Engelsby in Schleswig-Holstein in Betrieb. Von dort aus werden lt. ukwtv der Multiplex des NDR (Kanal 12B, 5 kW) und der nationale Digitalradio-Mux (Kanal 5C) ausgestrahlt. Der Versorgungsbereich umfasst rund 1,6 Mio. Einwohner.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 16.11. / Hintergrund: DAB+ in Schleswig-Holstein.
Zum Seitenanfang

18.11.2016 • Digitalradio: Von DAB auf DAB+ im Saarland
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Saarland Am 22. November schaltet der Saarländische Rundfunk seine Programme SR 1, SR 2 KulturRadio und SR 3 Saarlandwelle vom alten DAB auf DAB+ um. Es handelt sich um die letzten Programme, die in Deutschland noch im alten DAB-Modus ausgestrahlt werden. Nach Angaben des SR geschieht der Umstieg für Besitzer von DAB+-Radios in der Regel unbemerkt. Radios, die nur das alte DAB empfangen, können dann jedoch nicht mehr benutzt werden. Der SR beantwortet Hörerfragen unter der Hotline-Nummer 0800 777 3446 (Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr).
Gleichen Tags geht der SR-Sendestandort Tholey nach mehrmonatiger Probe in den Regelbetrieb. Zudem wurde die Sendeleistung an den Standorten SB Halberg und Göttelborner Höhe erhöht.
Ab dem 24. November beteiligt sich der SR - wie alle Programme der ARD und des Deutschlandradio - außerdem an einem bundesweiten Aktionszeitraum zum Thema DAB+. Die SR-Hörfunkwellen werden Hörerinnen und Hörern, die zu Weihnachten DAB+ -Radios verschenken wollen, beratend und informierend zur Seite stehen. Geplant sind redaktionelle Beiträge und Verlosungen von DAB+-Geräten.
Quelle: Info des SR vom 17.11. / Hintergrund: DAB+ im Saarland.
Zum Seitenanfang

15.11.2016 • Digitalradio: Lokalfunkstudie für Baden-Württemberg
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Wie soll die Radiolandschaft 2025 in Baden-Württemberg aussehen? Drei Szenarien für den Übergang der lokalen Radios nach DAB+ soll eine Studie der Medienanstalt LfK formulieren. Der Auftrag soll noch im November vergeben werden. Berücksichtigt werden sollen u.a. technische, wirtschaftliche und publizistische Aspekte. Erste Ergebnisse sollen schon Ende April/Anfang Mai 2017 vorliegen.
In der jüngsten Vergangenheit hatte es einige zum Thema gegeben. Ein Vierregionen-Konzept der LfK fiel bei den Privatradios durch. In der Folge kam u.a. ein Privatmux für das Dreiländereck Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in die Diskussion. Radio Dreyeckland wollte sich in Frankreich um eine Platz im DAB+-Mux bewerben. im vergangenen Jahr war ein Lowpower/Lowtower-Test mit Open Source-Technik durchgeführt worden.
Quelle: Ausschreibung der LfK / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
Zum Seitenanfang

15.11.2016 • Digitalradio: SAW mit drei Regionalisierungen
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Sachsen-Anhalt Den Privatsender SAW kann man jetzt im DAB+-Kanal 11C mit den Regionalisierungen für Halle, Harz und Magdeburg hören. Dafür wird während der Regionalsendungen auseinandergeschaltet und die vorhandene Bandbreite auf die drei Regionalvarianten verteilt („Dynamische Rekonfiguration“). In Kürze soll auch die Regionalstrecke für Dessau/Wittenberg dazu kommen. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Anhalt sollen u.a. Fragen der Werbung über das Digitalradio-Display untersucht werden.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 15.11. (Nachtrag: radioszene.de vom 18.11.) / Hintergrund: DAB+ in Sachsen-Anhalt.
Zum Seitenanfang

15.11.2016 • DVB-T: Dresdener Kanal 8 bald terrestrisch in HDTV
Überallfernseh-Logo Die Medienanstalt SLM hat heute die Bandbreite für das Dresdener Lokalfernsehen Kanal8 von 3,5 auf 12 Mbit/s mehr als verdreifacht. Damit kann das Programm künftig in HDTV im Kanal 59 ausgestrahlt werden.
Der Schwestersender Leipzig TV praktiziert das seit August. Dem war der Zusammenschluß mit dem lokalen Info TV Leipzig vorangegangen, so dass die Summe beider Bandbreiten zur Verfügung steht.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 15.11. / Hintergrund: DVB-T in Sachsen.
Zum Seitenanfang

15.11.2016 • Digitalradio: Weitere Regionalisierung wird konkreter
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Bayern will die regionale Radioszene mit DAB+ stärken. Einzelheiten könnten noch vor Jahresende veröffentlicht werden. Laut einer Meldung, die sich auf die Medienanstalt BLM beruft, wären acht Radios an einem Simulcast von UKW und DAB+ interessiert, zwei Anbieter stellten sogar ein neues Programm in Aussicht. Weitere 13 Befragte planen hingegen nicht mit DAB+, acht machten keine Angaben.
BLM-Direktor Siegfried Schneider hatte im Juli auf „zehn oder elf regionale DAB-Verbreitungsgebiete“ als Teil eines Massnahmeplans für die Radioentwicklung im Freistaat orientiert. Realisiert werden soll das offenbar mit dem Bayerischen Rundfunk. Der BR hatte im Dezember 2015 mit dem Aufbau regionaler Netze in Franken begonnen und plant weitere Regionalisierungen. Weil in Franken drei Kanäle benutzt werden, könnten lokale Privatradios in Mittelfranken (Kanal 8C), Unterfranken (10A) bzw. Oberfranken (10B) aufspringen. Drei oberfränkischen Lokalradios hatte die BLM DAB+-Zuweisungen zugesagt, sobald eine Einigung mit dem BR erfolgt. Weitere Programmplätze bzw. Regionen müssen ausgeschrieben werden. Bayern Digitalradio soll die Privatsender als „Vormultiplex“ anliefern.
Nächster Schritt für DAB+ in Bayern ist die im November erwartete Aufschaltung des Sendestandorts Hof (Labyrinthberg) für den BR-Kanal 10B. Vor Jahresende wird BR1 aus dem landesweiten Privatmultiplex (Kanal 10D) abgezogen, so dass die lokalen Franken-Version von BR1 dann digital nur über die Lokalnetze zu hören ist.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 13.11. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

15.11.2016 • Norwegen: Das Ende für UKW beginnt am 11. Januar
Norwegen DABplus-Logo Schriftzug Norwegen wird das erste Land sein, wo UKW bis Ende 2017 durch DAB+ abgelöst wird. Den Anfang des Ausstiegs aus der analogen Radioverbreitung macht die Provinz Nordland am 11. Januar, der Abschluß wurde für die Provinzen Troms und Finnmark auf den 13. Dezember terminiert. Regionale und lokale Radios sollen bis 2022 umsteigen.
Auf zwei Kanälen (mit einer Abdeckung von 99,5 bzw. 80 Prozent der Fläche) werden 25 öffentlich-rechtliche und private Stationen mit DAB+ überregional verbreitet. Auf UKW war das nur für fünf Programme möglich. Laut norwegischen Aussagen ist längs der Autobahnen die digitale Versorgung schon jetzt besser als die mit UKW. Der Umstieg war 2011 im Parlament beschlossen worden, im April 2015 folgte die Zeitplanung.
Quelle: Norwegen Service, Regierungsinfo / Hintergrund: norge.no.
Zum Seitenanfang

13.11.2016 • Österreich: Nationale Polemik nach WorldDAB-Kongreß
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Angesichts der Entwicklungen in den Nachbarländern sei die angekündigte flächendeckende Ausschreibung für den Regelbetrieb mit DAB+ in Österreich von hoher Bedeutung, so Wolfgang Struber (Verein Digitalradio Österreich) bei einer Pressekonferenz nach dem Jahreskpntgreß von WorldDAB in Wien. Der aktive politische Gestaltungswillen nach deutschem, norwegischem und Schweizer Vorbild müsse in Österreich in medienrechtliche Änderungen münden.
So fordert der Verein, der am im Frühjahr um ein Jahr verlängerten DAB+-Projekts Wien beteiligt ist, zwei zusätzliche private Programme. Dem ORF sollten zwei neue nationale Programme - nicht regionalisiert und werbefrei - ermöglicht werden. Um die Privaten zu fördern soll der Digitalisierungsfonds während des Simulcasts von derzeit 500.000 auf 1,2 Mio. Euro pro Jahr aufgestockt werden.
Struber kritisierte die jüngste ORF-Entscheidung gegen DAB+. Der ORF-Chef Wrabetz halte einerseits den Kauf kostengünstiger DAB+-Radios für den Hörern nicht zumutbar. Andererseits orientiere er auf „die Zukunftsperspektive für Hörfunk in der Nutzung von Amazon Echo“, was „rund 180 Euro pro Gerät“ koste. Abgesehen davon habe der ORF auch Aufgaben für den Zivilschutz. Dafür müsse die Anstalt „in Zukunft eine kosteneffiziente, zukunftsfähige Hörfunkinfrastruktur bereitstellen“.
„UKW ist wie ein Gefängnis, es verhindert die Entwicklung der Mediengattung Radio. Die Frequenzen sind belegt, es entstehen keine neue Ideen, keine neuen Programme.“ Es sei an der Zeit, die „halbfertige Autobahnbaustelle ... europaweit fertigzubauen“, so EBU-Radiochef Graham Dixon. WordDAB-Präsident Patrick Hannon hob hervor: „UKW ist voll. Wenn wir Innovationen möchten, müssen wir etwas Neues machen.“ Obwohl es in Europa nur langsam und fragmentiert voran gehe zeige sich, dass die Hörer in den entwickelten Ländern von bis zu fünfmal mehr Programmen als über UKW profitieren.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Österreich vom 10.11. / Hintergrund: DAB+ Pilotprojekt Wien.
Zum Seitenanfang

13.11.2016 • DAB+: EU-Beschluß zu Hybridchips international gefordert
DABplus-Logo Schriftzug Es bleibt bei den Forderungen aus der internationalen Digitalradio-Szene nach einer EU-Regelung zugunsten hybrider Empfangscbips in Radiogeräten. Das wiederholte Patrick Hannon, Präsident von WorldDAB bei der Generalversammlung des Lobbyverbandes in Wien. DAB werde immer stärker und immer mehr Stimmen forderten „mehr aktive Unterstsützung der EU-Kommission“ bei dem Ziel, Radios künftig bindend mit UKW und digitalem Empfang auszustatten. Das würde den Radiomärkten nutzen.
Einen solcher Vorschlag von Rheinland-Pfalz wurde im Bundesrat beschlossen. Die Bundesregierung lehnte das ab - u.a. mit Verweis auf fehlende EU-Vorgaben.
Quelle: Presseínfo von WorldDAB vom 10.11. / Hintergrund: DAB+.
Zum Seitenanfang

12.11.2016 • Digitalradio: Bundesregierung will keine Hybridchip-Pflicht
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die Bundesregierung hat den Vorschlag des Bundesrates zurückgewiesen, in der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG), vorzugeben, dass Radios mit Display ab 2019 verpflichtend mit Hybridchips für DAB+ und UKW auszustatten sind. Im Gegensatz zu Fernsehgeräten gebe es für Radios keine EU-Regelungen zur Interoperabilität. Eine europäische Richtlinie für „drahtlose Radios“ sei ausreichend. „Angesichts der bereits zu beachtenden umfangreichen Anforderungen steht die Bundesregierung weitergehenden Regelungen zurückhaltend gegenüber.“
Die Regierung Merkel spricht der Länderkammer prinzipiell das Recht einer Beteiligung an der TKG-Novelle ab; die Bundesländer seien von den Änderungen nicht betroffen.
Quelle: Bundestags-Drucksache 18/9951 (Anlage 3 zu $48).
Zum Seitenanfang

10.11.2016 • Österreich: ORF will nicht senden / Will ORS das Netz?
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Der ORF wird sich an einem Regelbetrieb mit DAB+ nicht beteiligen. Senderchef Alexander Wrabetz bestätigt damit ein früheres ORF-Statement. Derzeit gebe es keine sinnvollen Rahmenbedingungen; so sei die Parallelausstrahlung von UKW und DAB+ nicht finanzierbar. Wrabetz sieht die Radiozukunft ohnehin in Streaming und auf UKW.
Kraft Gesetzes darf der ORF keine neuen Programme auflegen. Der Anstalt wurde ein Ableger des Jugendsenders Ö3 mit multimedialen Erweiterungen untersagt. Daher stieg der ORF aus dem Wiener DAB+-Piloten aus.
Keine Hindernisse sieht die ORF-Spitze aber für eine Mitwirkung der Mehrheitsbeteiligung ORS als Netzbetreiber im DAB+-Regelbetrieb. Über eine Bewerbung hat die ORS noch nicht entschieden. Die 2017 erwartete Ausschreibung soll den Regelbetrieb von DAB+ in Österreich einleiten.
Quelle: Der Standard vom 9.11. / Hintergrund: DAB+ Pilotprojekt Wien.
Zum Seitenanfang

9.11.2016 • Digitalradio: BR baut Franken-Mux weiter aus
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Bayern Der Bayerische Rundfunk hat sein regionales DAB+-Sendenetz für Franken weiter ausgebaut. Im Kanal 8C arbeiten jetzt die Standorte Nürnberg (Fernsehturm) mit 10 kW und Dillberg mit 25 kW im Gleichwellenbetrieb mit dem im August in Betrieb gesetzten Sender Büttelberg. Dort werden Bayern 1 mit den Regionalisierungen für Franken und Mainfranken sowie die Nordvariante von Bayern 2 ausgestrahlt.
Quellen: Info von ukwtv.de / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

8.11.2016 • Österreich: SimpliTV mit 275.000 Abos
Österreich SimpliTV, die kommenzielle DVB-T2 Plattform in Österreich, hat 275.000 Kunden (ist Österreich werden etwa 3,7 Mio. TV-Haushalte gezählt). Das teilte der Plattformbetreiber ORS kurz nach dem Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 in mehreren Bundesländern mit. Zu den Kunden zählen die Käufer von 130.000 geförderten Settopboxen. Das Förderprogramm läuft damit aus. Ursprünglich war vorgesehen, 100.000 Boxen an Frühstarter-Haushalte zu vergeben; aufgrund der Nachfrage wurde aufgestockt. Das ermöglicht „sozial schwächer gestellten Haushalten den Zugang zu TV- und Radio-Programmen über die Antenne für die nächsten 10 Jahre ohne Zusatzkosten“, so ORS. In dem genannten Zeitraum bis 2026 sind 15 Programme - darunter alle ORF-Kanäle, ATV, ServusTV HD und ATV2, Puls 4, 3sat sowie regionale TV- und Radioprogramme - ohne Zusatzkosten empfangbar.
Quelle: Presseinfo von ORS vom 2.11. / Hintergrund: DVB-T2 in Österreich.
Zum Seitenanfang

8.11.2016 • DVB-T2 HD: NDR mit Telefonberatung / Änderung bei DVB-T
Fragen zum Umstieg auf DVB-T2 HD beantwortet die Radiosendung NDR Info am 28. November. Von 16 bis 20.30 Uhr wird dafür die kostenlose Nummer 08000-660000 freigeschaltet. Darüber hinaus bietet der NDR auf seinen Internetseiten weitere umfangreiche Infos. dazu gehört eine interaktive Karte (Grafik rechts dorthin verlinkt; nach Eingabe der Postleitzahl wird angezeigt, wann dort der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD stattfindet.
Das ist in der ersten Phase am 29. März 2017 der Fall. Dann können statt der sechs Pilot-Programme rund 40 HDTV-Kanäle empfangen werden, davon 15 kostenlose von ARD und ZDF. Mitte 2017 wird DVB-T in den Regionen Kiel*/Flensburg/Ostholstein, Hamburg*/Lübeck*, Schwerin*/Rostock*, Bremen*/Unterweser, Aurich und Hannover*/Braunschweig*/Hildesheim ganz abgeschaltet. In den mit einem * markierten Regionen wird das Pay-Paket Freenet TV angeboten. Im Herbst 2017, Frühjahr und Herbst 2018 wird das DVB-T2 HD-Versorgungsgebiet erweitert. Spätestens Mitte 2019 werden die letzten DVB-T Programme abgeschaltet.
Überallfernseh-Logo Schon am 10. November werden vorbereitende Maßnahmen durchgeführt: Es handelt sich um technische Änderungen am Standort Stadthagen/Bückeberg. Der NDR rät den DVB-T Zuschauern im Raum Schaumburg/Hameln zu einem Sendersuchlauf. Betroffen sind offensichtlich der ARD-Mux (K 47) und der NDR-Mux (K 36). Nach den Änderungen entfällt der Nachrichtenkanal Tagesschau24. DVB-T2 HD gibt es im Raum um Stadthagen jedoch erst ab dem Frühjahr 2018.
Quelle: Info des NDR vom 7.11. / Hintergrund: DVB-T2 HD in Hamburg, Niedersachsen, MVP und SH. DVB-T in Niedersachsen.
Zum Seitenanfang

7.11.2016 • AGF: Digitalisierungstempo mit hoher Schwankungsbreite
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Bis zur Analogabschaltung im Kabelfernsehen Ende 2018 (bei Unitymedia schon Mitte 2017!) muss das Umstiegstempo erheblich beschleunigt werden. Nach Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) entschieden sich im Oktober 2016 rund 70.000 Haushalte für den digitalen Empfang per TV-Kabel. Per 1. November empfingen 34,36 Mio. der 38,19 Mio. TV-Haushalte digital. Im Vormonat waren 34,29 Mio. Digitalhaushalte (89,8 Prozent) gemeldet.
Im Oktober wurde zwar die 90,0 Prozent-Marke geknackt. Um aber den Zieltermin zu erreichen, müssen 3,83 Mio. Kabelhaushalt von einem digitalen Anschluß überzeugt werden. Das entspricht einer Umstiegsrate von monatlich 147.000 Haushalten in den kommenden 26 Monaten. Im Jahr 2016 liegt der Monatsschnitt bei nur 91.000 Haushalten. Der bisherige Jahres-Höchstwert von 180.000 Haushalten wurde im Januar gemeldet. Danach schwankten die Monatswerte bis hinunter zu nur 10.000 Haushalten im Juni.
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.11.2016.
Zum Seitenanfang

6.11.2016 • Schweiz: Digris mit neuem Sendegebiet
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug Die schweizerische Digris AG hat - zunächst für technische Tests - eine neue lokale DAB+-Sendeinsel gestartet. Für die Region Unterwallis gibt es 15 Programme. Gesendet wird im Kanal 10D im Gleichwellenbetrieb von den Standorten Martigny-Chemin Dessous und Montana-Grand Signal. Dies geschieht mit Open Source-Software, was die Einstiegskosten erheblich reduziert. Wie die Plattform DAB Swiss berichtet stehen im Versorgungsgebiet nunmehr 59 Radios in 5 Multiplexen zur Verfügung. Über UKW hatte es nur elf Programme gegeben.
Ab dem 15. November sendet die öffentlich-rechtliche SRG aussschließlich in DAB+. Dadurch können mehr Programme in die Multiplexe gepackt werden, so dass alle Sprachprogramme der SRG in fast allen Schweizer Regionen empfangbar sein sollen. UKW wird in der Schweiz zwischen 2020 und 2024 abgeschaltet.
Quelle: Meldung von DAB-Swiss vom 4.11. / Hintergrund: Digris AG, DAB+ und Lokalradios.
Zum Seitenanfang

5.11.2016 • Digitalradio: Deutsch-Luxemburger DAB+-Ambitionen
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die deutschen Veranstalter TopStar Radio (Kaiserslautern) und NanoComp GmbH (Radio Saarschleifenland) haben eine Luxemburger UKW-Sendelizenz bekommen. Der Websender TopStar Radio werde zu Antenne Luxemburg umfirmieren. Die Entscheidung wurde mit der Erwartung begründet, das deutschsprachige Radio werde die Menschen der Saar-Lor-Lux-Großregion miteinander verbinden.
Laut TopStar-Chef René Porwoll wird eine DAB+-Verbreitung in Deutschland, z.B. im Saarland, angestrebt. Interessant: Der als Programm-Verantwortlicher genannte Wilfried Eckel hatte erst zehn Tage vor der Luxemburger Entscheidung eine Saarland-Lizenz für sein eigenes DAB+-Projekt Kraftpaket, das Radio erhalten.
Quellen: Presseinfo der ALIA vom 29.9.; Tageblatt Letzeburg und radioszene.de vom 4.11. / Hintergrund: DAB+ im Saarland.
Zum Seitenanfang

3.11.2016 • Digitalradio: Lücken im Berliner Privatmux
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Das private Programm BHeins ist seit einigen Tagen im Berlin/Potsdamer DAB+-Kanal 7B nicht zu hören. Es handele sich um „technische Gründe. Wir hoffen, das Problem in Kürze gelöst zu haben“, teilt der Veranstalter auf Facebook mit. Das Programm war seit Juni 2014 (zuerst als Babelsberg Hitradio) im DAB+-Angebot. Es sei weiter im Web und auf UKW 95,3 MHz zu hören.
Nachtrag: Auch Radio Panjab schweigt seit einigen Tagen. Hintergrund sollen laut einer Meldung Verhandlungen um die Verbreitungskosten sein. Der in London ansässige Sender mit indischer Popmusik war vor einem Jahr im Berliner Privatmux aufgeschaltet worden.
Quelle: BHeins auf Facebook, satnews vom 3.11. / Hintergrund: DAB+ in Berlin.
Zum Seitenanfang

3.11.2016 • TV-Geschichte: 60. Jubiläum der Fernsehwerbung
„Persil - und nichts Anderes“ - das war die Aufforderung des ersten Fernseh-Werbespots, der heute vor 60 Jahren im Bayerischen Fernsehen gesendet wurde. Vom „nichts Anderes“ konnte natürlich keine Rede sein. Schon weil es nicht bei den noch 1959 nur 2,5 Mio. Fernsehhaushalten (heute 38 Mio.) blieb, wurde die TV-Werbung zu einem wichtigen Zweig im Medienbusiness. Laut dem Fachverband ZAW hatte das Fernsehen 2015 einen Anteil von 29 Prozent an den Ausgaben für Werbung. 4,4 Mrd. Euro flossen in die Kassen von ARD, ZDF und der Privatsender. Der ZAW zählte 2015 mehr als 3,8 Mio. gesendete TV-Spots - 2001 sollen es nur 1,5 Mio. gewesen sein.
Allerdings steht der Fernsehwerbung vor allem durch das Internet ein gravierender Wandel bevor. Ein „Rückkanal“ kann über die Internetfunktion eines „smarten“ Fernsehers aufgebaut werden. Das freut die Werbestrategien: Man könnte seine potenziellen Kunden ohne „Streuverlust“ direkt addressieren. Solche personalisierbare Werbung ist laut Guido Zurstiege schon heute technisch machbar. Der Medienwissenschaftler der Uni Tübingen könnte sich Fussballspiele mit personalisierter Bandenwerbung ebenso vorstellen wie Seifenopern mit individuellen Werbeeinblendungen.
Übrigens war die TV-Werbung von Beginn an ein politischer wie juristischer Zankapfel. Der Verband der Zeitungsverleger scheiterte 1957 mit einer Klage. Seit 30 Jahren fordern die privaten Fernseh- und Radioveranstalter ein Werbeverbot bei ARD und ZDF. Erste Einschänkungen gelten ab 2017 bei den WDR-Radios. Die Werbebranche ist damit nicht unbedingt einverstanden, dort wird der Verlust wichtiger Zielgruppen befürchtet.
Quelle: Meldung von infosat.de vom 3.11.
Zum Seitenanfang

3.11.2016 • Mediennutzung: TV und Radio liegen noch vorne
Mit etwa 9,5 Stunden täglich ist die Mediennutzung in Deutschland seit 2010 auf hohem Niveau stabil. Fernsehen und Radio sind weiter die meist genutzten Medien. Das stellt die Ausgabe 2015 der Langzeitstudie Massenkommunikation fest.
208 Minuten verbringt der statistische Durchschnittsdeutsche beim Fernsehen, 173 Minuten am Radioapparat. Das Internet folgt mit 107 Minuten, während die Nutzung von Tonträgern weiter - auf 24 Minuten - gefallen ist. Auf den hinteren Plätzen landen das Zeitungslesen (stabil, 23 Minuten) und Bücher (leicht rückläufig auf 19 Minuten). Zeitschriften und Video/DVD spielen mit je 6 Minuten untergeordnete Rollen, ermittelten die Sozialforscher.
Das Internet macht seine besondere Rolle geltend: Es erhöht die TV-Nutzung gering auf 210 Minuten und die Radionutzung auf 175 Minuten. Von den 107 Minuten durchschnittlicher Webnutzung entfällt die meiste Zeit (81 Minuten) auf Kommunikation, Spiele, Shopping, Suchanwendungen usw. Zehn der 26 Minuten Mediennutzung entfallen auf Nachrichten, erstmit Abstand folgen Tageszeitungen (4 Minuten), Fernsehen (3 Minuten), Audios (3 Minuten), Videos (2 Minuten) und Radio (2 Minuten).
Junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren zeigen ein anderes Nutzungsverhalten. Dort führt das Internet mit 187 Minuten pro Tag. Neben dem besonders hohen Anteil der Kommunikation hat sich offenbar die Audionutzung von Datenträgern zum Webstreaming verlagert. Dennoch hat das Radio in der Altersgruppe auf 137 Minuten zugelegt. Ferngesehen wird pro Tag 144 Minuten lang.
ARD und ZDF führen die Langzeitstudie seit 1964/65 durch, es handelt sich um die elfte Befragungswelle. 4.300 Personen waren zwiscghen Januar und Mai 2015 befragt worden. Die Ergebnisse sind auf der Website der ARD Werbetochter umfangreich veröffentlicht.
Quelle: Infoseiten von ARD Werbung vom 2.11.
Zum Seitenanfang

2.11.2016 • Digitalradio: Fast jeder 3. Neuwagen ab Werk mit DAB/DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Allein im ersten Halbjahr 2016 wurden in acht europäischen Kernmärkten 1,7 Mio. Neuwagen mit DAB/DAB+-Radios ausgeliefert. Das entspricht 31 Prozent der ausgelieferten Fahrzeuge. Für das Gesamtjahr 2015 wurden 2,7 Mio. Fahrzeuge gemeldet. Das deutet auf ein Wachstum im laufenden Jahr, meldet der Lobbyverband DABWorld.
Mit 86 (2013: 35) Prozent hält England den Spitzenplatz der Neuwagenausstattung. In Norwegen, wo die UKW-Abschaltung im Januar 2017 einsetzt, sind es ab Werk 78 Prozent. Werden Einbauten durch Händler berücksichtigt, sind es 90 Prozent. In der Schweiz (UKW-Abschaltung 2020 bis 2024) kommen 65 Prozent der Neuwagen mit einem Digitalradio.
In den Niederlanden ist DAB/DAB+ Lieferstandard bei 23 (2015: 16) Prozent. In Dänemark hat sich der Anteil - nach Auslaufen einer Luxussteuer auf DAB-Geräte - von fünf auf elf Prozent mehr als verdoppelt. In Deutschland werden DAB+-Radios für 80 Prozent der Fahrzeugmodelle angeboten - aber überwiegend gegen Aufpreis, nicht in Serie. In Italien betrifft das 54, in Frankreich 33 Prozent.
Ford, Volkswagen, Renault, Opel/Vauxhall und BMW sind die Top5 Automarken für DAB-Ausstattungen.
Quelle: Presseinfo von WorldDAB/Eureka vom 2.11.
Zum Seitenanfang

2.11.2016 • Antenne: Endgültiger Abschied von der Mittelwelle
Terrestrik Der letzte Mittelwellen-Radiosender in Deutschland ist Geschichte. Der amerikanischen Truppensender AFN schaltete sein Programm auf 1107 kHz am Standort Vilseck am 28. Oktober ab. Deutschlandradio hatte seine MW-Aktivitäten Ende 2015 beendet. Im Juli 2015 war der Sendemast in Berlin-Britz (der alte RIAS-Sender) gesprengt worden. Als letzte ARD-Anstalt hatte der Bayerische Rundfunk seine MW-Sender am 30. September 2015 außer Betrieb genommen.
Auf Mittelwelle hatte die Radiogeschichte am 29. Oktober 1923 begonnen: „Achtung, Achtung, hier ist die Sendestelle Berlin im Vox-Haus auf Welle 400 Meter“, wurde auf der Frequenz: 750 kHz gefunkt. Seither wurde die Mittelwelle vom Hörfunk genutzt. Ab den 1950er Jahren verlor die Mittelwelle zunehmend ihre Hörer an die Ultrakurzwelle. Die Empfangsqualität von UKW war erheblich besser. Heutige Hörgewohnheiten kann die Mittwelle ohnehin nicht befriedigen.
Die KEF hatte die ARD-Anstalten 2012 aufgefordert, bis Ende 2016 auf Lang- und Mittelwelle zu verzichten. Knapp 20 Mio. Euro jährlich könnten gespart bzw. in DAB+ investiert werden. Die Zuhörerschaft sei ohnehin „nicht mehr messbar“. Der Bayerische Rundfunk beziffer allein die Stromkosten seiner vier MW-Sender mit 300.000 Euro pro Jahr.
Mittelwelle fasst den Frequenzbereich zwischen 300 kHz (entsprechend 1000 m Wellenlänge) bis 3000 kHz (100 m) zusammen. Das englische Kürzel AM steht für Amplitudenmodulation.
Quellen: RBB-Bericht vom 1.11., Presseinfo des BR vom 1.9.2015 , KEF-Info (2012) / Hintergrund Wikipedia, BR.
Zum Seitenanfang

1.11.2016 • Digitalradio: Verspätete Planerfüllung
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Gestern ging am Standort Aachen-Stadt die 103. Sendeanlage für den 2011 gestarteten nationalen DAB+-Multiplex in Betrieb. Am Ausbauziel für den Kanal 5C von 110 Standorten bis Jahresende fehlen also noch sieben Standorte. Danach werde die Versorgung innerhalb von Gebäuden von 67,6 Mio. Einwohnern (82,2 Prozent) auf 73,1 Prozent der Fläche Deutschlands gewährleisten. Mobil wird der Kanal für 78,9 Mio. der Einwohner (95,8 Prozent) auf 91,7 Prozent der Fläche Deutschlands empfangbar sein.
Dieser Ausbaustand sollte ursprünglich früher erreicht werden: „Bis 2014/2015 ist die flächendeckende Vollversorgung mit insgesamt rund 110 Senderstandorten in Deutschland geplant“, kündigte Netzbetreiber Media Broadcast Anfang 2012 an. Später war vom September 2015 die Rede.
Vor dem Jahreswechsel ist also noch Einiges zu erwarten: Die Versorgungskarte für den nationalen Kanal 5C (rechts, klickbar zum Vergrößern) bezieht u.a. die Standorte Röbel und Züssow in Mecklenburg-Vorpommern (unbestätigt: ab 22.11.) ein. Mit den bei ukwtv ohne Termin genannten Sendern Flensburg, Heide, Hochsauerland, Bad Marienberg und Brandenkopf wäre das Soll von 110 Standorten erfüllt.
Dazu kommen Aktivitäten einiger ARD-Anstalten. Der SWR wolle sein Sendenetz auf Bad Marienberg erweitern, heißt es. Der NDR kündigt Flensburg an und Radio Bremen will von Schiffdorf aus den Empfang in Bremerhaven verbessern.
Beim Programmangebot sind die Sendestarts von Radio Teddy und des Interview Radio im hessischen Kanal 11C zu erwarten. Der SWR will seine Informationsangebote bündeln, wodurch SWR Info zu SWR Aktuell wird.
Hintergrund: DAB+ in den Bundesländern.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2017) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff