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Nachrichten-Archiv Juli 2017

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28.7.2017 • Digitalradio: Neues zur Regionalisierungsstrategie
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Für das Projekt, bis 2019 alle lokalen Privatradios Bayerns parallel auf regionale DAB+-Kapazitäten zu bringen, finden sich Informationen über die Planungen für 2018 im Blog der Medienanstalt BLM:
• Mitte 2018 Das neue Regionalnetz Oberpfalz-Niederbayern soll für beide Regionen aufgeteilt werden. Zu den landesweiten drei BR- und fünf Privatprogrammen kommen je sechs Regionalradios hinzu.
• 1.11.2018 Für das Allgäu und die Region Oberland-Südostbayern plant der Netzbetreiber BDR neue Netze. Damit wäre die geplante landesweite Versorgung über elf regionale Netze verwirklicht.
Neben diesen großen Schritten läuft bis Mitte September die Ersetzung des Kanals 10D im Süden Bayerns weiter; Herzogstand ist an 15.9. der letzte Sendestandort, der im neuen K 10A den Betrieb beginnt. Antenne Bayern ist bereits im Kanal 11D landesweit empfangbar. Rock Antenne, Absolut Hot und Kultradio finden sich dann - ebenso wie regionale Galaxy-Programme (als Ersatz für das bisherige landesweite) im jeweiligen Regional-Multiplex. In Kürze sollen Radio Primavera, Galaxy Aschaffenburg, Radio Oberfranken und Radio Bamberg sowie im Oktober Radio Hashtag+ im jeweiligen Franken-Mux auf Sendung gehen. Der Digitalstart von Radio Euroherz und Extra Radio soll Anfang Dezember erfolgen. EgoFM soll in allen regionalen Multiplexen am 1. September aufgeschaltet werden.
Keine weiteren Lokalradios sind zur Zeit für den Oberbayern/Schwaben-Mux vorgesehen. Dieser überschneidet sich mit den über lokale DAB+-Inseln gut versorgten Regionen München und Augsburg.
Erweise sich die bayerische Strategie als erfolgreich, „könnte die Umstellung von UKW auf Digitalradio in Bayern beginnen“. Dem stehe - so ein Seitenhieb - entgegen, dass die Radio-Digitalisierung „in einigen anderen Bundesländern noch nicht so weit entwickelt“ ist. Wichtig für eine nationale Strategie zum Umstieg von UKW auf DAB+ könnte eine gesetzliche Verpflichtung auf Radios mit Digitalempfang sein, heißt es weiter.
Quelle: BLM-Blog vom 27.7. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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27.7.2017 • Digitalradio: BR Puls darf junge Leute über UKW ansprechen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Bayerische Rundfunk darf sein 2013 gegründetes Jugendradio Puls über die bisher von BR Klassik genutzten UKW-Frequenzen verbreiten. BR Klassik wäre dann terrestrisch nur über DAB+ zu empfangen. Das Oberlandesgericht München entschied heute gegen eine Klage zahlreicher Privatradios, teilt der BR mit.
Der BR hatte 2014 beschlossen, BR Klassik auf UKW durch das Jugendradio Puls zu ersetzen, „um den drohenden Generationenabriss für die HF-Programme des BR zu verhindern“. Nur Bayern 3 erreiche zwar mehrheitlich Menschen unter 50, spreche aber die Zielgruppe der 14- bis 29-jährigen in großem Umfang nicht an, so der BR heute ergänzend.
Zahlreiche Lokalradios sehen sich durch einen neuen öffentlich-rechtlichen Wettbewerber auf UKW existenziell beeinträchtigt. 60 Privatradios waren jedoch schon in erster Instanz gescheitert. Der Grundversorgungs-Auftrag der Rundfunkanstalten schließe ein, auch junges Publikum zu erreichen, so das Landgericht - auf welchem Verbreitungsweg könne der BR frei entscheiden. Einige Kläger wollen bis zum Bundesverfassungsgericht gehen. Vor ein paar Tagen war eine Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof gescheitert.
Quelle: Presseinfo des BR vom 27.7. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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25.7.2017 • Digitalradio: Neue Programme digital für Franken-Muxe
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach Radio Gong und Charivari Würzburg ist Radio Primaton im Unterfranken-Mux (Kanal 10A) auf Sendung gegangen. Im Oberfranken-Mux (Kanal 10B) starteten jetzt Radio Mainwelle und Radio Plassenburg (Kennung: Kulmbach P-Burg) ebenso wie Eins Coburg.
Quelle: Senderliste von ukwtv vom 25.7. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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24.7.2017 • DVB-T2 HD: ARD-Alpha jetzt als Red Button-Inhalt
HbbTV Seit heute gibt es den Bildungskanal ARD Alpha auch in den Gebieten von RBB und WDR. Das (ggfs. nach einem Suchlauf) in der Senderliste erscheinende Programm kommt allerdings nicht „durch die Luft“, sondern mittels HbbTV aus dem Internet. Tatsächlich gesendet wird nur der Eintrag in die Senderliste als Internet Link Service (ILS). Notwendig ist ein DVB-T2 HD Empfangsgerät, das mit HbbTV der aktuellsten Version 1.5 (inkl. MPEG-Dash; zur Zeit nur in wenigen Settopboxen bekannt) ausgestattet und mit dem Internet verbunden ist.
WDR und BR machen bereits von dieser Möglichkeit Gebrauch, um weitere Dritte Programme ins Haus zu bringen. Die ARD plane „perspektivisch ... eine flächendeckende Einführung von ILS-Angeboten in allen Sendegebieten“, wird weiter mitgeteilt.
Kürzlich wurden auch die rheinland-pfälzischen Offenen Kanäle auf diesem Weg mit DVB-T2 HD gekoppelt. Diese Programme finden sich in einer Plattform mit den bayerischen Lokalprogrammen im Rahmen von Freenet TV Connect.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 24.7. / Hintergrund: DVB-T2 HD und HbbTV.
Datenbank: Boxen mit Freenet TV Connect-Logo (HbbTV 1.5), Settopboxen und Fernseher mit HbbTV (alle Versionen).
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24.7.2017 • Bayern: „Leitkultur“ im Rundfunk jetzt meldepflichtig?
Recht, Gesetze Die Regierung des Freistaats Bayern scheint sich massiv in die redaktionelle Tätigkeit des Rundfunks ein. Ein Rundschreiben der Medienanstalt BLM fordert alle Lokalfunk-Veranstalter sowie „ausgewählte nationale TV-Anbieter“ unter Fristsetzung auf, ihren vom neuen Integrationsgesetz geforderten und „außerhalb der aktuellen Berichterstattung über Flüchtlinge“ zu leistenden „Beitrag zur Vermittlung der deutschen Sprache und der Leitkultur“ an die Medienanstalt BLM zu melden. Wer nicht melden könne, hätte „die Anforderung bei ihrer zukünftigen Programmplanung zu berücksichtigen“.
Die BLM beruft sich auf die Medienministerin Aigner und diese auf das neue Landes-Integrationsgesetz. Im §11 werden alle Rundfunkveranstalter u.a. beauftragt, „einen Beitrag zur Leitkultur“ zu leisten.
Die CSU-Landesregierung nutze die Abhängigkeit des Lokalfunks von der Zulassung und Förderung durch die BLM, „um CSU-Politik über die lokalen Radios und Fernsehsender zu verbreiten“, kritisiert die Sprecherin der Grünen im Bayern-Landtag Ulrike Gote. „Jeder Beitrag unserer bayerischen Lokalsender dient der Vermittlung der deutschen Sprache und unserer gemeinsamen Werte – genau dies macht guten Journalismus aus. Mit ihrem Leitkult-Diktat verletzt die CSU-Regierung in skrupelloser Weise die Pressefreiheit.“
Quellen: Meldung von radiowoche vom 23.7. / Hintergrund: Bayer. Integrationsgesetz (§11), Grundrechte im Grundgesetz.
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23.7.2017 • Digitalradio: Klage gegen BR-Frequenztausch scheitert
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Zumindest das Rechtsmittel der Popularklage kann die 2018 geplante Übernahme der UKW-Senderkette von BR Klassik durch BR Puls nicht verhindern. Ein entsprechender Antrag von Musikern und Klassikliebhabern scheiterte jetzt vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof. Die Richter sehen in dem Beschluß des BR-Rundfunkrats keinen Verstoß gegen das Rundfunkrecht. Zudem sei der Frequenztausch „im Popularklageverfahren kein zulässiger Prüfungsgegenstand“.
Die Verbreitung des 2013 gegründeten Jugendradios auch über UKW sei nötig, „um den drohenden Generationenabriss für die HF-Programme des BR zu verhindern“, hatten die BR-Gremien 2014 ihre Absicht begründet. Im Gegenzug wäre BR Klassik terrestrisch ausschließlich über DAB+ zu hören.
Auch zahlreiche bayerische Privatradios wollen auf dem juristischen Weg eine auf UKW konkurrierende öffentlich-rechtliche Jugendwelle verhindern. Sie unterlagen breits in der ersten Instanz. Ein weiteres Urteil wird für Juli erwartet. Scheitern die Kläger wiederum, wollen sie das Bundesverfassungsgericht anrufen.
Quelle: Presseinfo des Bayerischen Verfassnugsgerichthofes vom 21.7.(AZ: 9-VII.15) / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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21.7.2017 • Kabel: ZDF fordert politische Lösung im Kabelstreit
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Recht, Gesetze Die einander widersprechenden Urteile mehrerer Oberlandesgerichte im Streit zwischen Kabelnetzern und ARD/ZDF erforderten das Eingreifen der Bundesländer, so das ZDF. Ein Statement lässt zugleich erkennen, dass eine Prüfung durch den Bundesgerichtshof (BGH) für sinnvoll gehalten wird.
Das ZDF stellt weiter klar, dass das Düsseldorfer Urteil vergangene Zeiträume und nicht die künftigen Geschäftsbeziehungen betreffe. Verwiesen wird auf ein anderes BGH-Urteil, wonach der Wert der Programme für den Kabelnetzer der Einspeiseleistung gegenübergestellt werden muss. „Da sich die Kabelunternehmen hierzu zielführenden Vereinbarungen entziehen, ist der Gesetzgeber aufgefordert, entsprechend den europäischen Vorgaben eine gesetzliche Regelung im Rundfunkstaatsvertrag zu treffen“, fordert das ZDF.
Kommentar : Einige Bundesländer haben sich bereits für Einspeisegebühren ausgesprochen. Wie passt das mit deren Wunsch nach „Beitragsstabilität“ zusammen? Abgesehen davon darf man nochmals daran erinnern, dass die Kabelinfrastruktur in den 1980er Jahren aus Steuermitteln geschaffen wurde. Eine politische Entscheidung im Sinne der Kabelnetzer würde nicht nur das Funktionieren der Wirtschaft auf den Kopf stellen, indem sich ein Händler von Lieferanten und Kunden bezahlen lässt. In der Praxis werden durch solche Zahlungen die Gewinne der Kabelnetzer erhöht - und das über eine öffentliche Abgabe!
Quelle: Meldung von Infodigital vom 21.7.
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20.7.2017 • Kabel: ARD/ZDF verlieren Verfahren um Einspeiseentgelte
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Recht, Gesetze Im Rechtsstreit um die 2012 nicht verlängerten Verträge über Einspeisegebühren für die Kabelweiterverbreitung ihrer Programme haben die ARD-Anstalten und das ZDF erstmals ein Verfahren verloren.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf begründete das mit einem „unstreitig stattgefundenen Informationsaustausch zwischen den Rundfunkanstalten“, dem die Kündigungen der Einspeiseverträge gefolgt seien. „Tragfähige Anhaltspunkte dafür, dass die Rundfunkanstalten die Kündigungen jeweils auf Grund eines eigenständig gefassten Entschlusses erklärt hätten, bestünden nicht.“ Weil die Kündigungen nicht aufgrund „individuelle wirtschaftlicher Erwägungen“ sondern nach einer Absprache zwischen den Rundfunkanstalten zustande gekommen seien die Kündigungungen kartellrechtswidrig und damit unwirksam, so das Gericht. Die Anstalten wollen zunächst die umfangreiche Urteilsbegründung lesen und dann Weiteres entscheiden.
Bis 2012 hatten die Anstalten jährlich rund 60 Mio. an die Kabelnetzbetreiber bezahlt. Die KEF hatte diese Summe ab 2013 aus den Ausgaben-Plänen der Anstalten gestrichen, so dass diese Mittel den Finanzbedarf der Anstalten (und damit den Rundfunkbeitrag) reduzieren. Laut dem aktuellen Urteil sollen ARD und ZDF allein für 2013 und das 1. Quartal 2016 rund 3,5 Mio. Euro nachzahlen. Erlangt das Urteil Rechtskraft, müssten die rund 270 Mio. Euro (60 Mio. Euro mal 4 1/2 Jahre seit 2013) an Nachzahlungen aus den Rücklagen der Anstalten entnommen werden. Diese sind allerdings bis 2021 gesperrt und würden dann anderswo fehlen.
Kommentar : Interessant ist, dass das Gericht die ohne Profitabsicht arbeitetenden Anstalten des öffentlichen Rechts auf eine Stufe mit gegeneinander konkurrierenden Wirtschaftsunternehmen stellt (zumal die ARD-Anstalten ja nicht um Umsätze gegeneinander konkurrieren ...). Es scheint auch so, dass das Gericht das Zustandekommen der Etats der Anstalten außer Acht gelassen hat: Denn sie dürfen ihre Ausgaben nicht selbst festlegen. Das geschieht letztlich im Rundfunkgebührenstaatsvertrag - also einem Gesetz. Das Urteil könnte die Anstalten gegen das Gesetz ausspielen. Dass die Kabelnetz-Betreiber Gewinne mittels der ihnen seit 2013 von ARD und ZDF quasi geschenkten Programme erwirtschaften.
Quelle: Presseinfo des OLG Leipzig vom 19.7.
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20.7.2017 • Digitalradio: Klage gegen Bundesmux2 bestätigt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Gegen die Vergabe der Bundesmux2-Plattform an Antenne Deutschland (Media Broadcast/Absolut Digital) hat die unterlegene Firma DABP des Leipziger Unternehmers Steffen Göpel geklagt. Das bestätigt das Verwaltungsgericht Leipzig auf Anfrage von dehnmedia. Mit einem Urteil sei Ende August zu rechnen. Laut einem Bericht des Fachdienstes Textintern moniert die Klage angeblich unzulässige und verspätete Nachbesserungen am Antrag von Antenne Deutschland.
Folgt das Gericht der Klage, wäre ein Sendebeginn des 2. Bundesmuxes erst nach dem Vorliegen eines rechtsgültigen Urteils (und eventuell nach einer Neuausschreibung) möglich. Bis dahin könnte es Jahre dauern.
Laut Berichten soll auch der andere unterlegene Bewerber juristische Massnahmen prüfen. Radi/o Digital werfe u.a. der Media Broadcast vor, eine frühere Absichtserklärung zur Zusammenarbeit nicht eingehalten zu haben.
Wie berichtet hatte die Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der Medienanstalten sich gegen einen Vorschlag der ZAK entschieden, die Göpel und seine DABP präferiert hatte. Politische Pikanterie kommt hinzu, weil der Vertreter der sächsischen Medienanstalt (SLM) private Verpflichtungen wahrgenommen hatte und nicht bei der GVK-Sitzung war. Das (und den Sachsen entgangenen Firmensitz der Sendeplattform) nimmt die Landesregierung offenbar übel, obwohl eine weitere Gegenstimme nichts an der Entscheidung geändert hätte.
Quelle: satnews vom 17.7. / Hintergrund: DAB+-Bundesmux 2.
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19.7.2017 • Digitalradio: NDR ordert Sendetechnik für den Norden
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR hat ordert Sendetechnik für seine DAB+-Multiplexe. Laut einer Ausschreibung soll Dannenberg-Zernien (K 9B, 2,4 kW) im 1. Quartal 2018 ausgestattet werden. Ab dem 2. Quartal 2018 erweitern Henstedt-Ulzburg (K 10C, 2,5 kW) und Morsum auf Sylt (K 12B, 2,2 kW) das Sendegebiet in Schleswig-Holstein.
Für die Fertigstellung der bekannten Standorte Wismar (K 12B, 0,6 kW), Güstrow (K 11B, 3,2 kW), Lingen (K 10A, 1,2 kW) und Heide (K 11B, 1,8 kW) wird den Lieferanten der 1. Oktober vorgegeben. Für Göttingen bleibt es bei der Aufschaltung in diesem Jahr - noch ohne konkreten Termin. Das bestätigte die NDR-Pressestelle auf Nachfrage von dehnmedia ebenso wie einen in Hamburg geplanten Kanalwechsel. Die neue Technik für den NDR-Mux am Sendemast Moorfleet soll im 1. Quartal 2018 bereit gestellt werden. Der Wechsel vom Kanal 7A zum K 10A werde laut NDR aufgrund des Bedarfsumsetzungskonzeptes der Bundesnetzagentur notwendig. Das soll mit dem Sendestart des zweiten Bundesmuxes koordiniert werden, um den Hörern unnötige Sendersuchläufe zu ersparen.
Quelle: Ausschreibung des NDR / Hintergrund: DAB+ in Hamburg, MVP, Niedersachsen, Schleswig-Holstein.
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18.7.2017 • Digitalradio: Jetzt auch FFN digital für Hamburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im Hamburger Plattform-Multiplex (Kanal 11C) ist nun Radio FFN auch digital zu empfangen. Alsterradio soll, ebenso wie das gerade zugelassene Schwesterprogramm 917xfm am 1. August offiziell den Sendebetrieb mit DAB+ beginnen.
Quelle: Meldung von satnews vom 17.7. / Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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17.7.2017 • DVB-T2 HD: Ausbauplanung bis 2019 veröffentlicht
Auf der Seite des DVB-T2 HD Projektbüros findet sich jetzt Neues zum weiteren Ausbau des Sendenetzes. Die Angaben reichen bis zum vorgesehenen Ausbauende im Frühjahr 2019. Neu ist zunächst der saarländische Standort Kerlingen (nur ARD) für November 2017. Freenet kommt nach den Unterlagen ab dem Frühjahr 2018 auch von Augsburg, Osnabrück (Stadt), Bielefeld, Erfurt und Weimar. Ab Herbst 2018 wird nach Inbetriebnahmen in Heilbronn, Ulm, Kaiserslautern, Chemnitz und Trier der Vollausbau für das kostenpflichtige Programmpaket erreicht. An den genannten Sendestandorten werden zugleich die Programme von ARD und ZDF aufgeschaltet. Mit den Sendeanlagen Nordhelle, Siegen (Stadt) und Hochsauerland beenden ARD und ZDF im Frühjahr 2019 die Umstellung ihrer Sendeanlagen nach dem gegenwärtigen Planungsstand.
Die neuen Listen erweitern und aktualisieren die Veröffentlichung von Anfang Juni, die sich ausschließlich auf die Aufschaltungen im November konzentriert hatte.
Quelle: Listen nach Bundesland bzw. Termin. Stand: 6.7. / Hintergrund: DVB-T2 HD-Netzausbau und Freenet TV.
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13.7.2017 • Digitalradio: Zulassungen für Bayern-Radios
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Zulassung für die landesweite Verbreitung in den neuen Regionalmultiplexen hat, wie erwartet, EgoFM bekommen. Der Medienrat begründete die Entscheidung u.a. mit dem „Musikangebot, das sich nicht an Mainstream-Publikum richtet, von privater Seite in Bayern weder landes- noch bundesweit abgedeckt wird“. Die Zulassung ist bis zum 1. August 2025 befristet. EgoFM muss im Gegenzug auf seine DAB+-Präsenzen in den Stadt-Multiplexen München, Nürnberg, Ingolstadt und Augsburg verzichten. Wohl mit Blick auf den Bundesmux2 behält sich die BLM vor, bis zum 30. Juni 2018 freiwerdende landesweite Kapazitäten an die unterlegenen Bewerber Radio Arabella, Radio TEDDY und RT.1 zu vergeben. Eine Bewerbung der Dornier Medien wurde „aus formellen Gründen zurückgewiesen“.
Wie vermutet hat auch Radio Hashtag+ seinen Sendeplatz im Unterfranken-Mux bis zum 1. August 2025 bekommen. Mit dem neuen Programm komme ein Jugendradio erstmals in die Region Schweinfurt.
Quellen: BLM-Presseinfos zum landesweiten und zum Unterfranken-Mux vom 13.7. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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13.7.2017 • Digitalradio: MA HSH lizenziert Alsterradio-Ableger
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Medienanstalt MA HSH hat jetzt das Programm 917xfm für die DAB+-Verbreitung in Hamburg offiziell für zehn Jahre zugelassen. Nach früheren Informationen ist der Sendestart (auch für den Schwestersender Alsterradio) im Plattformmux (Kanal 11C) am 1. August vorgesehen. Das nun eigenständige Musikradio war bisher als Programmteil von Alster Radio106!8 über UKW sowie im Web zu hören.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 13.7. / Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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12.7.2017 • Digitalradio: Small Scale-Konzept für Bremen-Plattform?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Bei der Bremischen Medienanstalt BreMa sind zwei Bewerbungen für die Plattform-Ausschreibung eingegangen. Es handelt sich erwartungsgemäß um Media Broadcast, u.a. bekannt als Betreiber des Bundesmux1 und der Hamburger Plattform. Erstmals bringt ein alternativer Anbieter ein Small Scale Konzept ins Gespräch für eine Sendeplattform: Die Stadtmusikanten Radioservices ist ein Konsortium des Pulheimer Radioveranstalters Central FM Media GmbH (Antenne Pulheim, Radio Saarschleifenland) und der Kölner Lulu Media (lulu.fm). Der potenzielle Netzbetreiber wirbt mit den Sendetechnikprodukten der an gleicher Adresse firmierenden Nano-Comp Electronic GmbH. Deren DAB+-Produkte basieren auf dem Small Scale-Konzept.
Die BreMa wird voraussichtlich im Herbst zwischen diesem Small Scale Technikkonzept und dem konventionellen von Media Broadcast entscheiden.
Quelle: Presseinfos der BreMa vom 11.7. / Hintergrund: Bremen, Small Scale DAB+, Homepage Stadtmusikanten.
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12.7.2017 • Digitalradio: Jugendradio für Unterfranken?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Aus den vier Bewerbern um einen Programmplatz im Unterfranken-Mux empfiehlt der BLM-Hörfunkausschuß laut einer Meldung das Jugendradioprojekt hashtag+ von Radio Primaton. Als weitere Bewerber werden genannt: Ein Schlagerradio der Funkhäuser Aschaffenburg und Würzburg und das Main Radio des Main Post Verlages (wirtschaftlich verbunden mit Hitradio RT1). Die vierte Bewerbung von EgoFM werde im erwarteten Fall der landesweiten Zuweisung gegenstandslos.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 12.7. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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11.7.2017 • Unterhaltungselektronik: TVs sind günstiger als gedacht
gfu gfu Laut einer aktuellen Studie der gfu würde der Durchschnittskunde 800 bis 900 Euro für die nächste „Glotze“ bezahlen. Im Schnitt werden aber nur 600 Euro ausgegeben. Von der hohen Zahlungsbereitschaft könnten Handel und Hersteller profitieren, meinte gfu-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Kamp während der Vorschau auf die Funkausstellung in Berlin. Denn 43 Prozent würden sogar mehr als 1.000 Euro für einen Fernseher bezahlen. Im Vorjahr waren dazu nur 30 Prozent bereit.
Wie immer redet Kamp der Größe das Wort, auch wenn die UltraHD-Auflösung (47, Vorjahr 36, Prozent) erstmals die Bildschirmgröße (41, Vorjahr 47 Prozent) als Ausstattungswunsch überholt hat. Freilich nimmt sich beides nicht viel - UltraHD macht mit kleinen Displays keinen Sinn (mal abgesehen von den fehlenden UltraHD-Inhalten). Gleichwohl wird die Funkausstellung wieder die Pixel und Zoll in die Werbemitte rücken.
Der o.g. Durchschnittspreis von 600 Euro könnte übrigens mit einem steigenden Anteil von Billigheimern und kleinen Schirmen verbunden werden. Damit erkärt auch den von der gfu kürzlich gemeldeten Anstieg der Verkaufszahlen.
Die Studie stellt weiterhin fest, dass SmartTVs inzwischen zum Alltag gehören. Sie stehen in 42 Prozent der Haushalte, 88 Prozent davon sind mit dem Internet verbunden und 56 Prozent nutzen die Smart-Optionen mehr oder weniger häufig - bei den jüngeren befragten zwischen 16 und 39 Jahren sind das naturgemäss mehr - nämlich 65 Prozent. Bei der Nutzung der heimischen Technik überholt erstmals der PC (90 Prozent) den Fernseher (89 Prozent). Platz drei hält das Smartphone (83 Prozent) und auch dort regiert das Prinzip: Je jünger der Nutzer, desto intensíver die Online-Nutzung.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 11.7.
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11.7.2017 • Digitalradio: Ego FM bayernweit favorisiert?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im Rennen um den vakanten landesweiten Programmplatz - realisiert in den derzeit fünf regionalen Multiplexen - könnte EgoFM die Nase vorn haben. Laut einer Meldung hat der Hörfunkausschuß der Medienanstalt diesen Bewerber empfohlen. Der Medienrat, dessen Entscheigung für Donnerstag erwartet wird, folge üblicherweise diesem Vorschlag. Ebenfalls beworben haben sollen sich Radio Arabella, Radio Teddy, RT1 in the Mix und StarFM. EgoFM müsste die Präsenz in den vier Städte-Multiplexen aufgeben, die dann auch wirtschaftlich keinen Sinn machen. Dann wäre eine Ausschreibung zu erwarten.
Laut der Meldung sieht die BLM der Möglichkeit entgegen, dass sich eines oder mehrere der landesweiten Programme Rockantenne, Kultradio, Absolut Hot bzw. die neu zugelassene Station in Richtung Bundesmux2 verabschieden. Dann könnten die jetzt unterlegenen Bewerber die Programmplätze übernehmen. An erster Stelle käme dafür das Kinderradio Teddy in Frage, so die Meldung.
Die BLM hatte zeitgleich einen Programmplatz im Regionalmux Unterfranken ausgeschrieben.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 11.7. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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11.7.2017 • DVB-T2 HD: Bald nur noch Nitro
RTL Nitro, digitalterrestrisch im Pay-Paket Freenet TV vertreten, setzt sich zumindest namentlich vom RTL-Konzern ab. Ab dem 31. Juli wird es mit Nitro gekennzeichnet. Von der bisher eher weiblichen Zuschauerschaft will man u.a. mit Sportsendungen verstärkt Männer erreichen. Dabei sollen u.a. die Rechte an Zusammenfassungen der 1. und 2. Bundesliga am Montagabend helfen. Man habe die Positionierung „als reines Männerangebot ... nie mit der vollen Intensität verfolgt“, so Senderchef Oliver Schablitzky. Jetzt greife man „die ursprünglichen Ambitionen ..., mit denen wir gestartet sind“ wieder auf.
Quelle: Interview von DWDL vom 10.7. / Hintergrund: Freenet TV.
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10.7.2017 • Digitalradio: DAB+ attraktiv in der Ferienzeit
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mit Blick auf die beginnende Urlaubszeit verweist das Digitalradio Büro Deutschland heute auf die Vorteile von DAB+ bei der Fahrt zum Ferienort und dem Aufenthalt dort. Dazu zählen u.a. ohne lästigen Frequenzwechsel flächendeckend empfangbaren 13 Programme des nationalen Angebots. Dazu kommen in die Radios der ARD (einschließlich einigen nur per DAB+ verbreiteter Stationen) und viele Privatradios.
Auch international - z.B. in der Schweiz, Norwegen, den Niederlanden, Frankreich und Italien - ist der Empfang gut ausgebaut. Derzeit gibt es Programme für 56 Prozent der Europäer. In Südtirol und am nördlichen Gardasee kann man sogar Programme aus Deutschland hören.
Das Digitalradio Büro verweist darauf, dass beim Neuwagenkauf schon wegen der langen Laufzeit der Fahrzeuge ein DAB+ Autoradio mitbestellt werden sollte; alle Geräte empfangen auch alle UKW-Stationen. Darüberhinaus gibt es zahlreiche Nachrüst-Möglichkeiten für KfZ. Nicht nur für den Urlaub bieten sich Pocketradios und kleine tragbare Empfänger an. Viele ermöglichen über WLAN auch den Zugang zu Webradios.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Büro vom 10.7. / Hintergrund: Gerätelisten für mobile und portable DAB-Radios.
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10.7.2017 • Digitalradio: Weitere Standorte für den Bundesmux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Media Broadcast kündigt weitere Sendestandorte für den Bundesmux an. Bereits ab heute wird Molbergen das Emsland mit dem Kanal 5C versorgen. Für den 26. Juli angekündigt waren bereits die brandenburgischen Standorte Brandenburg und Templin. Am 13. September erweitert Casekow das Sendenetz im Nordosten Brandenburgs.
Mit diesen Inbetriebnahmen liegt die Mobil-Versorgung bei 96 und die Inhouse-Vorsorgung bei mehr als 82 Prozent der Bevölkerung. Für 2017 seien weitere Inbetriebnahmen geplant.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 10.7. / Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
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9.7.2017 • Medienrecht: ARD-Stellungnahmen zu Perspektiv-Papieren
Recht, Gesetze Die ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) hat Stellung zu zwei Grundsatzpapieren der Bundesländer genommen. Die Vorschläge der Rundfunkreferenten der Landesregierungen zum „Telemedienauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“ gehen der Vorsitzenden des GVK-Telemedienausschusses Ulrike Schade „nicht weit genug, um dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch online die Gestaltungsmöglichkeiten zu geben, die er langfristig für die Erfüllung seines gesellschaftlichen Auftrags benötigt und die auch den Nutzererwartungen entsprechen würden“. Auf Unterscheidungen nach Ausspielwegen sollte verzichtet werden, so Schade. Hierzu ergänzt der HR-Rundfunkratsvorsitzende Harald Brandes: „Online-Angebote müssen gerade auch im Informationsbereich Text umfassen dürfen, da dies die schnellste und klarste Art der Kommunikation an die Nutzer ist.“ Brandes spielt auf die Gerichtsverfahren an, durch die die Zeitungsverlage den Rundfunkanstalten textlastige Informationen verbieten wollen. „Für die Zukunft erscheinen das Verbot der presseähnlichen Angebote und die Differenzierung zwischen sendungsbezogenen und nichtsendungsbezogenen Telemedien entbehrlich“, so Brandes weiter.
Vorschläge aus den Länder-Staatskanzleien zu „Kooperationen von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten“ bewertet der GVK-Vorsitzende Steffen Flath positiv. Kooperationen bei Programmprojekten und -verbreitung seien „Kernbestandteil“ der ARD. Bei deren rechtlicher Absicherung sei zu beachten, „dass Programmautonomie und -vielfalt durch die gesetzliche Verankerung nicht beeinträchtigt werden“.
Im Zusammenhang mit einem weiteren Politiker-Papier zu strukturellen Fragen hatte die GVK vor einem Monat eine sachgerechte finanzielle Ausstattung und „längerfristige Planungssicherheit“ gefordert. Die politisch gewollte Beitragsstabilität „würde bei steigendenden Preisen und Inflation faktisch zu einer permanenten Absenkung der Finanzausstattung“ führen.
Der WDR-Rundfunkrat hatte dazu eine Aufhebung der Begrenzungen gefordert, denen ARD, ZDF und D-Radio im Internet ausgesetzt sind. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk sei ein Angebot für alle und müsse auch „die junge Generation viel stärker erreichen“. Dies werde durch den aktuellen rechtlichen Rahmen erschwert, so der Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber. Die Rundfunkreferenten sind hochrangige Mitarbeiter der Staatskanzleien der Bundesländer. Sie bereiten gemeinsam u.a. die Novellen der Staatsverträge zum Rundfunkrecht einschließlich dem Beitrags-Staatsvertrag vor. Diese Gesetzesvorlagen treten in Kraft, wenn alle 16 Bundesländer zustimmen.
Quellen: Presseinfo der GVK und Brandes-Statement vom 7.7., Presseinfo und Stellungnahme des WDR-Rundfunkrates vom 30.6.
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7.7.2017 • DVB-T2 HD: Berliner Lokalplattform an Media Broadcast
Der Medienrat der MABB hat die Berliner DVB-T2 HD-Plattform an Media Broadcast vergeben. Eine offizielle Mitteilung der MABB bestätigt die gestrige Meldung. Die Zulassung wurde am 4. Juli beschlossen und gilt für sieben Jahre.
Der Medienratsvorsitzende Hansjürgen Rosenbauer hebt aus diesem Anlass den „Grundsatz des chancengleichen Zugangs der Programmveranstalter“ hervor. „Eine Belegung insbesondere im Hinblick auf die Lokalprogramme muss diskriminierungsfrei erfolgen“.
Die bis zu acht Programme der lokalen Plattform können „voraussichtlich im November 2017“ auf Sendung gehen. Das betrifft auch die Hamburger Plattform, die ebenfalls von Media Broadcast betrieben wird.
Quelle: Presseinfo der MABB vom 7.7. / Hintergrund: DVB-T2 HD in Berlin.
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7.7.2017 • Digitalradio: Staatskanzlei zitiert SLM zum Rapport
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nachdem Sachsen der Standort für die zweiten Bundesmux-Plattform entgangen ist, nährt die Landesregierung frühere Spekulationen um ein juristisches Vorgehen gegen die Vergabe. Dabei war der Leipziger Unternehmer Steffen Göpel und seine Firma DABP leer ausgegangen. Die Gremienvorsitzendenkonferenz der Medienanstalten (GVK) hatte sich für das Konsortium Antenne Deutschland entschieden.
Jetzt forderte die CDU-geführte Landesregierung die Medienanstalt SLM zur Stellungnahme auf, berichtet die Leipziger Volkszeitung. Dort ist man offenbar verärgert über die Abwesenheit des sächsischen Vertreters an dem GVK-Termin. Der Präsident der SLM-Versammlung Michael Sagurna hatte wegen eines wichtigen privaten Termins nicht teilgenommen.
Die GVK hatte mit 8:4 Stimmen für Antenne Deutschland votiert; Sagurnas Stimme hätte also keinen entscheidenden Einfluss gehabt. Brisant ist die Vergabe aber, weil die GVK gegen die mit 8:5 abgegebene Empfehlung der ZAK für Göpel gestimmt hatte.
Gegenüber der Zeitung machte die Staatskanzlei ihre Sympathie mit Göpel deutlich, würde er Rechtsmittel gegen die Vergabe einlegen. Das müsste bis Mitte Juli geschehen. Das könnte den Sendebeginn des 2. Bundesmuxes verzögern - möglicherweise um Jahre.
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 28.6. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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6.7.2017 • Digitalradio: Hessenmux wohl erst 2018 vom Hardberg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Lieferschwierigkeiten der Hardware verzögern die Inbetriebnahme des hessischen Privatmultiplexes am Sender Hardberg. Das meldet satnews. Nur mit viel Glück könnte der vierte Standort des Gleichwellennetzes im Kanal 11C noch in diesem Jahr ans Netz gehen. Wahrscheinlicher sei das 1. Quartal 2018.
Quelle: satnews vom 6.7. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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6.7.2017 • AGF: Unitymedia setzt Digitalisierungsschub fort
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Die Analog-Abschaltung in den Kabelnetzen von Unitymedia hat wiederum einen großen Zuwachs des Digitalempfangs ausgelöst. Laut AG Fernsehforschung (AGF) stieg die Zahl der Digitalhaushalte im Juni von 35,82 auf 36,38 Mio. Wie im Vormonat verabschiedeten sich wieder 560.000 Haushalte vom analogen Kabelfernsehen. Der Anteil der „Haushalte mit mindestens einem angeschlossenen Digital-Receiver oder IP-Decoder“ stieg damit von 92,0 auf 94,9 Prozent.
Bezogen auf 38,32 Mio. deutsche TV-Haushalte werden somit noch 1,94 Mio. Kunden anderer Kabelnetzbetreiber analog versorgt. Der Digitalisierungsbericht 2016 geht von knapp 17,5 Mio. Kabelhaushalten aus. Der sich daraus errechnende Analoganteil von rund 11 Prozent springt steil nach oben, wenn man davon die 7,2 Mio. Unitymedia-Haushalte abzieht: Bei den anderen Kabelanbietern wären noch 18,8 Prozent der Haushalte zu digitalisieren.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.7.2017, AGF-Übersicht 2001 bis 2013.
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6.7.2017 • DVB-T2 HD: Ein Bewerber für den Berlin-Mux
Der Medienrat der MABB will die Berliner DVB-T2 HD-Plattform an den einzigen Bewerber vergeben. Diese Vorentscheidung stehe unter Vorbehalt, ist aus der Zweiländer-Medienanstalt zu erfahren. Die nächste Medienratssitzung ist für den 13. September angekündigt.
Bei dem Bewerber dürfte es sich um Media Broadcast handeln. Das Unternehmen betreibt die Pay TV Plattform Freenet TV und zahlreiche Sendeanlagen für ARD und ZDF. Im Juni erhielt es den Zuschlag für die lokale Sendeplattform in Hamburg.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T2 HD in Berlin.
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6.7.2017 • Digitalradio: Ausschreibungswelle mit Perspektiven
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wird 2017 das „Jahr der Ausschreibungen“ für DAB+? Die Zulassung von Antenne Deutschland als Sendeplattform des Bundesmux 2 ist nur die Spitze der rasanten Entwicklung. Das Interesse am digital-terrestsrischen Sendeweg zieht immer breitere Kreise.
Im 1. Halbjahr 2017 wurden lokale Programme für Bayern, landesweite in Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg zugelassen. Die Bewerbungsfrist für eine Sendeplattform für Bremen/Bremerhaven endet heute. Noch im Juli könnte die BLM einen landesweiten Platz in der neuen Regional-Struktur und einen im Unterfranken-Mux vergeben. Die MABB-Entscheidung über die 24 Bewerbungen für einen zweiten Berlin- und evtl. einen Brandenburg-Mux fällt möglicherweise im September.
Die Medienanstalt Saarland avisiert laut einer Meldung eine Interessensbekundung, um Entscheidungen vorzubereiten. Sie hatte im Januar mit Radioveranstaltern um ein Small Scale-Projekt für den Raum Merzig/Mettlach verhandelt. Entscheidungen könnten das schon 2016 für DAB+ zugelassene Radio Kraftpaket OnAir bringen.
Besonders aktiv ist zur Zeit Sachsen. Nach den Zulassungen für die Small Scale-Muxe Leipzig und Freiberg sei die Medienanstalt SLM „grundsätzlich bestrebt, neben dem MDR einen zusätzlichen Multiplex für private Veranstalter zur Verfügung zu stellen“. An anderer Stelle heißt es, die SLM habe zwei sächsische Veranstalter mit der Aussicht auf eine baldige landesweite Ausschreibung vom Rückzug aus den Small Scale Projekten überzeugt. Auch das Zwischergebnis des Akzeptanz-Testes mit R.SA im MDR-Multiplex, der im Februar 2018 endet, lässt einen landesweiten Privatmux möglich erscheinen.
Unbekannt ist bisher, wieviele und welche Programme anderer Anbieter die Allianz von Media Broadcast und Absolut Radio in den Bundesmux 2 aufnimmt. Das eigene Absolut Hot wird sicher dabei sein. Auch ERF Pop, Lulu.FM, Radio Teddy, Kultradio und Rock Antenne werden bundesweite Ambitionen unterstellt. Die von solchen Wechslern geräumten Programmplätze müssen ausgeschrieben werden, wenn sie nicht im Rahmen einer DAB+-Plattform ausgestrahlt wurden.
Quellen: radioempfang.digital vom 19.6., radio-wird-digital vom 15.6., satnews vom 26.5. / Hintergrund: DAB+.
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5.7.2017 • DVB-T2 HD: Freenet TV meldet 500.000 zahlende Kunden
Freenet TV meldet 500.000 zahlende Kunden. Diese hätten sich schon vor dem Auslaufen der Gratisphase für ein Abo entschíeden. Die Freenet AG und deren Tochter Media Broadcast bleiben damit in ihrem Zeitplan. Freenet-Chef Vilanek hatte im April vor Investoren erklärt, bis Juli 500.000 und zum Jahresende (nach der Erweiterung des Sendegebietes am 8. November) 800.000 Kunden haben zu wollen, die monatlich 5,75 Euro für das Paket mit 19 HDTV-Programmen privater Veranstalter zahlen.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 5.7. / Hintergrund: Freenet TV.
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5.7.2017 • DVB-T2 HD: Terminverschiebung bei Phase 2b?
Auf etlichen ARD-Webseiten wurde bisher der 13. März 2018 als Stichtag für die Umstellungs-Phase 2b genannt. Auf den DVB-T2 HD-Seiten des MDR ist jetzt vom 25. April 2018 die Rede. Die Phase 3, u.a. mit der Aufschaltung der letzten Sendestandorte für Freenet TV, scheint sich von November 2018 auf das Frühjahr 2019 zu verschieben.
Der Umstieg muss insgesamt bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Zwischenzeitlich ist zudem mit einigen Kanalwechseln zu rechnen, denn die Frequenzen oberhalb des Kanals 48 müssen bis Mitte 2019 an den Mobilfunk abgegeben werden.
Quelle: DVB-2 HD-Seiten des MDR / Hintergrund: DVB-T2HD Migration.
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4.7.2017 • Digitalradio: Funkanalyse Bayern mit weiteren Infos zu DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Dass DAB+ gerade regionalen und lokalen Programmen (für die es keine UKW-Kapazitäten gibt) nutzen kann, zeigt die jetzt vollständig vorliegende Funkanalyse Bayern.
Auf deren Grundlage meldet beispielsweise Funkhaus Pfaffenhofen für seine ausschließlich per DAB+ verbreiteten Programmfamilien Ilmwelle und PNeins regelmässig 22.000 Hörer im Landkreis Pfaffenhofen. Dort besitzen sensationelle 37 Prozent ein DAB+-Gerät. Auch Radio Augsburg, ebenfalls nur lokal in DAB+ verbreitet, meldet einen Anstieg der Hörerzahl von 11.000 auf 16.000. Das landesweit digital verbreitete Kultradio verdoppelte seine Hörerzahl auf bis zu 19.000 Hörer pro Stunde seiner Morgenshow. RT1 in the Mix sieht sich mit 67.000 regelmässigen Hörern im Augsburg-Mux als Programm mit den „meisten Hörer unter allen lokalen Digitalradioangeboten in Bayern“.
Die Vorab-Info, dass 20,1 Prozent der Bayern Zugang zu einem DAB+-Radio haben, wird etwa relativiert: Nur 6,4 Prozent höten täglich Sendungen mit diesen Geräten,
Jetzt sei es umso wichtiger, die gerade in Franken begonnene Simulcastverbreitung der Lokalradios zügig im ganzen Land umzusetzen, so die BLM.
86,8 Prozent der Bevölkerung schalten das Radio werktags ein, die Hördauer liegt im Schnitt bei täglich 268 Minuten.
Quellen: Presseinfos von Funkhaus Pfaffenhofen, Radio Augsburg, Kultradio, radioszene, BLM vom 4.7.2017.
Hintergrund: DAB+ in Bayern, Funkanalyse.
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4.7.2017 • Digitalradio: Neue Programme für Bayern-Regionen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Lokalrundfunktage bieten einen Anlass für Bekanntgaben rund um Radio und TV in Bayern. So sind Radio8 und Galaxy Ansbach jetzt digital im Mittelfranken-Multiplex (Kanal 8C) zu hören. Im Unterfranken-Mux (Kanal 10A) sind jetzt Radio Gong und Radio Charivari Würzburg in dem Gebiet zwischen Mainz und Nürnberg zu empfangen.
Quelle: satnews zu Mittel- und Oberfranken vom 4.7. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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4.7.2017 • Bayern: BMT will UKW-Sender übernehmen
Terrestrik Die Bayerische Medientechnik GmbH, der Technikarm der Medienanstalt BLM, verhandelt mit Media Broadcast um die UKW-Sendenetze im Freistaat. Ein Gebot wurde abgegeben, erklärte BLM-Präsident Siegfried Schneider anlässlich der Eröffnung der 25. Lokalrundfunktage. Zwar sei DAB+ die Zukunft der Radio-Terrestrik. Weil UKW „auch in den kommenden Jahren die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs für die privaten Hörfunk-Anbieter in Bayern bleiben“ wird, müsse die UKW-Sendeinfrastruktur gesichert werden.
Media Broadcast hatte im Februar den Verkauf seiner UKW-Aktivitäten bis Mitte 2018 angekündigt. Dem waren heftige Eingriffe der Bundesnetzagentur in Preisforderungen für den UKW-Betrieb vorausgegangen.
Gestern wurde durch die britische Finanzplattform Merger Market bekannt, dass Media Broadcast den Berater Belgravia mit dem Verkauf beauftragt hat. Laut Merger Market stehen 1400 Sendeanlagen zum Verkauf. Betroffen sind 110 private und öffentlich-rechtliche Programmanbieter.
Medienanstalten und Branchenverbände hatten besorgt auf die Ankündigung reagiert. So fordern die drei mitteldeutschen Medienanstalten, dass „die unterbrechungsfreie Versorgung der Bevölkerung mit Hörfunk gewährleistet bleiben muss“. Der enge Zeitplan von Media Broadcast verhindere zudem, dass die Radioveranstalter mitbieten. Nach der Deregulierung des UKW-Sendebetriebs können Radioprogramme den Sendebetrieb selbst betreiben bzw. Dienstleister beauftragen. Zuvor hatte Media Broadcast dafür ein Monopol.
Die Freenet AG hatte Media Broadcast im März 2016 übernommen, laut Merger Market für 295 Mio. Euro.
Quelle: Presseinfo der AML vom 29.5. / Hintergrund: Sendetürme.
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4.7.2017 • Schweiz: Digris AG bringt Small Scale DAB+ in das Tessin
DABplus-Logo Schriftzug Die Digris AG hat zum 1. Juli ihre Sendeinseln Nr. 9 und 10 in Betrieb genommen. Es handelt sich um das Tessin mit zwei Versorgungsgebieten und elf Programmen. Vom Standort St.Marzio aus wird die Region Sottoceneri um Locarno, von S.Bartolomeo die Region Sopraceneri mit Locarno und Ascona versorgt. Beide Gebiete werden 2018 um je eine weitere Sendeanlage für die Regionen Mendrisio bzw. Bellizona erweitert.
Noch für Juli kündigt die Digris AG Sendeinseln für Bern und das Berner Oberland an. Sechs weitere Inseln sind für 2017 geplant. Fribourg (Januar) und das Oberwallis (April) schließen 2018 die Netzkampagne ab. Der schweizerische Small Scale-Pionier betreibt dann 20 Sendegebiete.
Die Schweiz subventioniert eine Teilnahme bei DAB+ mit bis zu 80 Prozent der Verbreitungskosten. Im Nachbarland soll 2019 die Abschaltung von UKW beginnen.
Quelle: Presseinfo der Digris AG vom 29.6.
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3.7.2017 • Digitalradio: DRD zieht positive Halbjahresbilanz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Verein Digitalradio Deutschland zeigt sich in einer Halbjahresbilanz „sehr beeindruckt von der Dynamik, die das Thema im Markt inzwischen auslöst“. Laut dem Vorsitzenden Willi Steul versorge das nationale Netz jetzt 96 Prozent der Fläche, das Programmangebot nehme zu und der Geräteabsatz steige.
„Die Politik engagiert sich für DAB+“, so Steul weiter. Wichtige Schritte seien in diesem Jahr der „Aktionsplan für die Transformation der Hörfunkverbreitung in das digitale Zeitalter“ (Roadmap), dessen acht Schwerpunkten sich die Privatradios des VPRT allerdings verweigern. Eine gesetzliche Fixierung der „Smart Radio-Regelung“ aus der Roadmap lässt auf sich warten.
Weitere Impulse soll der Bundesmux 2 mit 16 national verbreiteten Programmen auslösen, dessen Sendestart nunmehr für das zweite Quartal 2018 angekündigt wird.
Quelle: Presseinfo von DRD vom 3.7. / Hintergrund: DAB+.
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3.7.2017 • Digitalradio: Rockantenne ab 1.8. auch außerhalb Bayerns
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Rockantenne, der Ableger von Antenne Bayern, beginnt seine Ausdehnung nach außerhalb des Freistaats. Auf Facebook wird der Sendebeginn im baden-württembergischen Privatmultiplex am 1. August angekündigt. Keine Informationen gibt es zum Sendestart der zeitgleich zugelassenen Programme Regenbogen2 und Antenne1 im DAB+-Multiplex 11B.
Rockantenne hatte sich jüngst auch um einen DAB+-Sendeplatz in Berlin beworben.
Quelle: Rockantenne (Facebook), 1.7. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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3.7.2017 • Digitalradio: Hybridradiopflicht liegt vorerst auf Eis
Recht, Gesetze Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Eine gesetzliche Verpflichtung auf digital-analoge Hybridtuner in höherwertigen Radiogeräten läßt weiter auf sich warten. Zwar hatte die Bundesregierung das Thema als 4. Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) beschlossen. Mit einer Behandlung auf der letzten Bundestags-Sitzung der Legislaturperiode am 5. September sei aber kaum zu rechnen, so die Bundestags-Pressestelle auf Anfrage. Die neue Bundesregierung muss eine neue eigene Vorlage zum Thema in die 19. Bundestags-Legislatur einbringen. der aktuelle Entwurf enthält folgenden neuen Absatz 4 im §48:
Jedes erstmalig zum Verkauf, zur Miete oder anderweitig auf dem Markt bereitgestellte, überwiegend für den Empfang von Ton-Rundfunk bestimmte Empfangsgerät, das den Programmnamen anzeigen kann, muss mit mindestens einer den anerkannten Regeln der Technik entsprechenden Schnittstelle ausgestattet sein, die es dem Nutzer ermöglicht, digital codierte Inhalte zu empfangen und wiederzugeben. Davon ausgenommen sind Bausätze für Funkanlagen.
Nach dem neuen Absatz 16 des §150 TKG wird diese Regelung erst nach zwei Jahren voll wirksam: Alle im ersten Jahr nach Inkrafttreten an den Handel gelieferten Radios, die den Anforderungen der Novelle nicht entsprechen, dürfen bis zwei Jahre nach Inkrafttreten verkauft werden.
Das Kabinett hat damit eine nicht unwesentliche Verwässerung vorgenommen: Noch zwei Jahre nach Inkrafttreten der Novelle darf der Handel seinen Kunden „UKW only“ Radios verkaufen. Im Referentenentwurf war dafür nur ein Übergangsjahr vorgesehen.
Kommentar: Nach zwei Zurückweisungen des Themas durch das Kabinett 2011 und im November 2016 hatte das plötzliche Aufscheinen der Kabinettsvorlage Anfang Mai 2017 Überraschung ausgelöst. Jetzt kann man sich bequem aus der Affäre ziehen und den Bundestag für die Nichtbehandlung verantwortlich machen ...
Quellen: Eigene Recherche / Dokumente: Bundestags-Drucksache 18/12509, Referentenentwurf des BMWi.
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1.7.2017 • Digitalradio: Bayern-Umstieg läuft auf Hochtouren
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Anfang Juni begonnene Umzug der Programme des bisherigen bayernweiten Privatmultiplexes läuft auf Hochtouren. Antenne Bayern wechselte gestern vom Kanal 10D in den landesweiten BR-Mux (Kanal 11D). Absolut Hot, Kultradio und Rockantenne sind seither in den drei fränkischen Lokalmuxen des BR zu empfangen. Das bisher bayernweite Galaxy-Programm wird demnächst durch regional verbreitete Stationen für Ansbach, Aschaffenburg und Oberfranken ersetzt. Später werden die schon lizenzierten Lokalradios aufgeschaltet. Über ein weiteres landesweites Programm und eines für Unterfranken soll demnächst entschieden werden.
Die oberfränkischen Standorte des Kanals 10D werden heute abgeschaltet. Daher ist in Franken ein Sendersuchlauf notwendig.
Ab dem 15. Juli wird die Umstellung des Kanals 10D auf die neue Netzstruktur fortgesetzt. Dann gehen weitere Standorte des BR-Regionalmuxes für Region Niederbayern/Oberpfalz (K 12D) in Betrieb. Ab dem 17. Juli werden schrittweise die BR-Standorte des Oberbayern-/Schwaben-Muxes (K 10A) aufgeschaltet.
Quelle: Umstiegs-Infos von BDR / Hintergrund: DAB+ in Bayern, Regionalisierung.
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1.7.2017 • Digitalradio: Sachsen-Anhalt gibt Lowpower-Kanal 12C auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Sachsen-Anhalt Das schon länger angesagte „Aus“ für den Kanal 12C in Sachsen-Anhalt wurde gestern vollzogen. Das teilte Digitaler Rundfunk Mitteldeutschland kurzfristig mit.
Der sachsen-anhaltinische Privatmux wechselte am Standort Wittenberg auf den Kanal 11C. Dessen Gleichwellenbetrieb verbessere den Empfang in der Region. Gleichzeitig wurden die weiteren K12C-Standorte Naumburg und Zeitz ersatzlos abgeschaltet. Der Kanal 12C stammt noch aus der alten DAB-Planung der 1990er Jahre. Dort waren nur geringe Sendeleistungen möglich. Das Sendenetz im Kanal 11C ging 2011 in Betrieb.
Quelle: Info von Digitaler Rundfunk vom 29.6. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen-Anhalt.
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1.7.2017 • Kabel: Erste wirklich „analogfreie Zone“ in Deutschland
Kabelanschluß Im Zusammenhang mit dem Umstieg der TV-Terrestrik vor zehn Jahren wurde gelegentlich der Begriff „analogfreie Zone“ benutzt. Jetzt trifft das wirklich zu: Am 27. Juni schaltete der Kabelnetzer Unitymedia die letzten analogen Kanäle in Hessen, NRW und Baden-Württemberg ab. In dem zeitlichen Zusammenhang war der Marktanteil digital empfangender TV-Haushalte im Mai sprunghaft angestiegen. Ähnliches wurde zuletzt 2012 im Vorfeld der Analog-Abschaltung des Sat-Fernsehens beobachtet. Der Digitalanteil in den drei Bundesländern hatte schon laut Digitalisierungsbericht 2016 mit bis zu 85,5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 82,1 Prozent gelegen.
Nach den Juni-Zahlen der AGF ist in den anderen 13 Bundesländern mit 2,5 Mio. analogen Kabelhaushalten zu rechnen. Bezogen auf den Marktanteil des Kabels von 45,9 Prozent (17,48 Mio. HH laut Digi-Bericht) ergibt sich ein Analoganteil von knapp 15 Prozent der Kabelkunden.
Der Marktanteil des Kabels ist allerdings seit 2007 kontinuierlich gesunken - von 53,7 auf 45,9 Prozent. Zugleich stieg die Gesamtzahl der TV-Haushalte seither um 1,1 Mio. Nach absoluten Zahlen hat das Kabel daher seit 2007 etwa 2,5 Mio. Haushaltsanschlüsse verloren - also jeden zehnten Kunden.
Quelle: Eigene Recherche.



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