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Nachrichten-Archiv Oktober 2017

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28.10.2017 • Digitalradio: RPR1 im Test für Rheinland-Pfalz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Rheinland-Pfalz Überraschend ist RPR1 jetzt in Rheinland-Pfalz im landesweiten DAB+-Mux (Kanal 11A) zu hören. Laut Meldungen handelt es sich um einen Testbetrieb.
Den Einstieg des Privatradios ermöglicht der SWR: SWR1, Das Ding und SWR3 hätten jeweils 12 Capacity Units (CUs) abgegeben. Zusammen mit 18 ungenutzten CUs stehen RPR1 damit 54 CUs zur Verfügung. Das Schwesterprogramm BigFM sendet schon seit Mai 2012 in dem Mux. Zwei weitere zugelassene Programme hatten seinerzeit auf die Ausstrahlung verzichtet.
Quelle: Meldung von radioempfang.digital vom 27.10., Nachtrag: Presseinfo vom 30.10. / Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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28.10.2017 • Digitalradio: NDR initiiert Werbetour
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR hat eine DAB+ Radiotour begonnen. Bis zum 11. November informieren Mitarbeiter der Anstalt an vier Stationen über DAB+-. Testgeräte stehen zum Ausprobieren bereit und sollen zu gewinnen sein.
Die Infos finden sich nur auf den Seiten des NDR Shop und sind auf der NDR-Website offensichtlich nicht recherchierbar.
Quelle: Termininfo auf ndrshop.de / Hintergrund: DAB+ in HH, M-V, NS, S-H.
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27.10.2017 • DVB-T2 HD: Umstiegs-Phase 2a und HbbTV
HbbTV Die ARD und FreenetTV haben anlässlich des Umstiegs auf DVB-T2 HD in weiteren Regionen am 8. November noch einmal an ihre zusätzlichen Angebote im Interaktivstandard HbbTV erinnert.
Bei der ARD bieten zur Zeit der BR, der HR, der RBB und der WDR mit DVB-T2 HD gekoppelte HbbTV-Angebote. Weitere Sendegebiete sollen hinzu kommen. Die Verbindung von Web und TV-Empfang wird mittels Internet Link Services (ILS) hergestellt. Darstellung und Bedienung sind auf das TV-Gerät und die Fernbedienung angepasst.
Laut Media Broadcast erscheinen sowohl rund 20 Streamingangebote des HbbTV-Portals Freenet TV Connect als auch 50 DVB-T2-Programme gemeinsam auf der Kanalliste geeigneter Empfänger. Weitere etwa 40 Sender, Apps und Mediatheken sind zugänglich.
Die ARD und Freenet weisen darauf hin, dass für die Streaming-Inhalte die HbbTV-Version 1.5 mit MPEG-DASH-Funktion implementiert sein muss. MPEG-Dash ermöglicht eine automatische Anpassung der Übertragungsleistung während eines laufenden Streamings. Freenet TV räumt allerdings ein, dass HbbTV 1.5 derzeit nur in Settopboxen von Samsung und Technisat und nur in Fernsehern des Modelljahres 2017 von Samsung implementiert ist.
Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn der Fernseher oder die Settopbox an das Internet angeschlossen sind. Auch mit älteren Versionen laufen die „Red Button“-Anwendungen, darunter die Mediatheken, der digitale Videotext und der EPG.
Quellen: Presseinfos der ARD vom 27.10. und von Freenet TV vom 26.10. / Hintergrund: DVB-T2 HD/HbbTV, STBen mit HbbTV 1.5.
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27.10.2017 • Digitalradio: Koordinationsprobleme für Sender Hardberg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Hessen Die Inbetriebnahme des hessischen Privatmuxes (Kanal 11C) am Standort Hardberg/Odenwald verzögert sich weiter. Hintergrund ist die internationale Frequenzkoordination, wird unter Verweis auf Hessen Digitalradio gemeldet. Es gebe einen Widerspruch aus dem Ausland gegen die von der Bundesnetzagentur beantragte Ausstrahlung mit 5 kW in Rundstrahlung.
Die aktuelle Information verweist frühere Meldungen um einen Ausstieg der drei Programme der FFH-Gruppe ins Reich der Spekulation. Im Juni waren „unglückliche Umstände“ als Hintergrund der Verzögerung genannt worden. Im Juli war von Lieferschwierigkeiten einer Hardware die Rede.
Nachtrag : Die Quelle hat korrigiert: Netzbetreiber Media Broadcast sei zuversichtlich wegen der Frequenzzuteilung. Möglicherweise werde die Sendeleistung aber auf 2 kW reduziert.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 27.10. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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25.10.2017 • Schweiz: Regierung flankiert den UKW-Ausstieg
DABplus-Logo Schriftzug Der Bundesrat, die Regierung der Schweiz, hat heute einige rundfunkpolitische Massnahmen beschlossen. Sie sollen die von 2020 bis 2024 geplante schrittweise UKW-Abschaltung flankieren.
So werden die bis Ende 2019 auslaufenden UKW-Radiokonzessionen - ebenso wie auslaufende DAB+-Zulassungen - bis Ende 2024 verlängert, um den Radioveranstaltern die Migration zu erleichtern. Eine Änderung der Radio- und Fernsehverordnung sieht vor, dass DAB+ ab 2020 offiziell zum Hauptverbreitungsweg für den Hörfunk wird. Zugleich wird Veranstaltern mit gesetzlichem Sendeauftrag („Service public“) der Sendeplatz über DAB+ garantiert.
Nach Angaben des Bundesrates lag der Digitalanteil an der Radionutzung (DAB+ und Internet) im Frühjahr 2017 bei 57 Prozent, 8 Prozentpunkte über dem Wert vom Herbst 2015. Parallel sank die UKW-Nutzung auf 43 Prozent. Seit Februar 2017 läuft die Informationskampagne Radio zieht um.
Bereits jetzt senden 56 der 57 UKW-Radios der SRG und der Privaten parallel über UKW zund DAB+. Gleichzeitig treiben die SRG und der private Anbieter Swissmediacast ebenso wie der Small Scale-Betreiber Digris den Netzausbau voran; SRG ergänzt das mit Leistungserhöhungen, um ab 2019 einen Versorgungsgrad von 99,7 Prozent zu sichern.
Quelle: Presseinfo des Schweizer Bundesrats vom 25.10.
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24.10.2017 • Digitalradio: DAB+ nutzt neuen Programmen
EUROPA DABplus-Logo Schriftzug Das EU-Projekt für eine europäische Norm für Radios mit DAB+ und UKW-Empfang wurde bei einem DAB+-Panel der Medientage München begrüßt. Ohne das werde Digitalradio hinter seinem Potenzial für die Entwicklung des europäischen Binnenmarktes zurückbleiben.
Norwegen Der UKW-Ausstieg, der am 13. Dezember in Norwegen beendet wird, hat Befürchtungen vieler Radioveranstalter nicht bestätigt: „Unsere Reichweiten zeigen nur geringe Einbrüche seit dem Umstieg von UKW auf DAB+, und wir rechnen damit, dass wir in Summe Hörer halten, während die Reichweiten im TV sinken“, berichtete Jørn Jensen von Radio.no. Fast 1,4 der rund 5 Mio. Norweger hören jetzt Programme, die es auf UKW nicht gab.
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Für Antenne Deutschland zund Absolut Radio bestätigte Geschäftsführer Willi Schreiner den Start des 2. Bundesmuxes mit 16 Programmen in 2018; er machte jedoch keine neuen Angaben zu Programmen und Terminen.
Quelle: Presseinfo von DRD vom 24.10. / Hintergrund: DAB+ in Deutschland.
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24.10.2017 • Österreich: Der Umstieg auf DVB-T2 ist vollzogen
Gestern und heute wurden die letzten Programme des ORF im Mux-A für 67.000 ÖsterreicherInnen in Kärnten, Tirol und Vorarlberg umgestellt. Damit endet in Österreich das DVB-T Zeitalter - fast genau elf Jahre nach dem Beginn der TV-Digitalisierung und viereinhalb Jahre nach dem Sendestart von DVB-T2/SimpliTV im April 2013.
Terrestrisches Fernsehen ist in ganz Österreich nur im DVB-T2 Sendestandard und im Rahmen der Plattform SimpliTV zu empfangen. Alle ORF- und einige private Programme sowie Regionalkanäle gibt es nach Registrierung kostenlos. 25 landesweite private Programme - teils in HDTV - und weitere lokale Privatsender sind im Rahmen der Plattform SimpliTV kostenpflichtig. Nach Angaben des Betreibers ORS nutzen 400.000 Personen das DVB-T2 Paket. Vor einem Jahr wurden 275.000 Abos gemeldet.
Eine Werbekampagne zum Umstieg läuft zu Teilen noch weiter, u.a. werden Settopboxen und TV-Module für SimpliTV bis zum 5. November zu Aktionspreisen angeboten.
Quelle: ORS-Presseinfos zu Tirol, Vorarlberg vom 23./24.10. / Hintergrund: SimpliTV.
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23.10.2017 • Digitalradio: Details zu den SmallScale-Muxen in Sachsen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Sachsen Die beiden lokalen DAB+-Multiplexe in Sachsen sollen noch in diesem Jahr auf Sendung gehen. Die Vorbereitungen auch beim Sendenetzbetreiber Divicon Media sind offenbar schon weit gediehen. Auf ukwtv.de gibt es erste technische Infos.
Demnach wird der Leipziger Mux mit 15 Programmen im Kanal 6C vom Standort Messegrund mit 4 kW ausgestrahlt. Die 12 Programme für Freiberg kommen im Kanal 10D mit 1 kW vom Wasserberg. Hier eine Programmübersicht:
LeipzigFreiberg

detektor.fmMega 80s detektor.fmMega 80s
Secondradio1/Deutsch Secondradio1/Deutsch
Apollo RadioEgo FM Apollo RadioEgo FM
Absolut HotLulu FM Absolut HotInPulz
90s90sEnergy Sachsen 90s90sEnergy Sachsen
RocklandMephisto Radio ErzgebirgeErzgebirge 2
Leipzig EinsLeipzig 2
Leipzig Beatzz

23 Programme hatten sich beworben, ein weiteres wurde für Leipzig nachträglich zugelassen.
Quelle: ukwtv.de am 23.10. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Small Scale Sachsen.
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23.10.2017 • DVB-T2 HD: Umstiegs-Phase 2a am 8. November
Der 8. November ist der zweite Umstiegstag („Phase 2a“) für das Antennenfernsehen. In zahlreichen Regionen wird DVB-T durch die HDTV-Programme mit DVB-T2 HD ersetzt.
Bis zu 15 HDTV-Programme von ARD und ZDF und das kostenpflichtige Paket Freenet TV mit 19 grundverschlüsselten privaten Kanälen starten in den Versorgungsgebieten Freiburg, Kassel, Dresden und Koblenz. ARD und ZDF schalten ihre HD-Programme darüber hinaus für die Ostseeinseln Rügen und Usedom sowie in Bayern (Unterfranken), in Niedersachsen (u.a. Bad Lauterberg, Cuxhaven, Göttingen, Wolfsburg) sowie Sachsen (Löbau) und dem Saarland (Kerlingen) auf.
Zum 8.11. wurden bisher je bis zu acht zusätzliche (möglicherweise grundverschlüsselte) Programme in Berlin und Hamburg angekündigt. „Informationen zum aktuellen Stand der Planungen werden wir zu gegebener Zeit kommunizieren“, teilt Plattformbetreiber Media Broadcast dazu auf Anfrage mit.
Die klickbare Karte (Quelle: Projektbüro) zeigt das Versorgungsgebiet ab dem 8.11. (schraffiert: nur ARD/ZDF.
Der Umstieg schafft ausserdem Platz für die lokale Lausitzwelle im Raum Bautzen/Hoyerswerda. Der für den 9. November avisierte Start ist noch nicht bestätigt.
Kanalwechel stehen für Zuschauer ins Haus, die von den Sendeanlagen Rimberg (ARD von K49 nach K42), Rostock/Schwerin (NDR von K55 nach K29) und Braunschweig/Hannover (Freenet-Mux 2 von K24 nach K21) empfangen.
Einige gewohnte Sendestandorte werden nicht mehr benötigt. Daher müssen am 8.11. Dachantennen ggfs. neu ausgerichtet werden. Nur Angelburg in Hessen sendet noch weiter in DVB-T - bis zur ersatzlosen Abschaltung am 24. April 2018.
Spätestens am 8.11. sollten alle Haushalte in den o.g. Regionen handeln, die auf den Antennenempfang angewiesen sind oder diesen Sendeweg für Zweitgeräte nutzen. Der nächste Schritt („Phase 2b“) ist für Ende April 2018 vorgesehen.
Hintergrund: Phase 2a, Freenet TV, Abschaltungen, Programme, Kanäle etc., Gerätedatenbank.
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23.10.2017 • Vor 35 Jahren: Start mit der Audio-CD ins Digitalzeitalter
Als erstes digitales Medium eroberte die von Philips und Sony entwickelte Audio-CD den Massenmarkt. Als erste Produkte kamen im Oktober 1982 u.a. Klassik-Aufnahmen der Berliner Philharmoniker und des Pianisten Claudio Arrau sowie das Abba-Album The Visitor in die Läden.
Die rauschfreien Aufnahmen und die schnelle Verbreitung von Playern trug dazu bei, dass der CD-Verkauf bald den der analogen Langspielplatten überflügelte: Deren Absatz überschritt in Deutschland 1985 mit 74 Mio. Stück seinen Zenit. Der Verkauf bespielter Audio-CDs erreichte seinen Spitzenwert 2001 mit 133,7 Mio. Stück.
Die 12 Zentimeter durchmessenden Silberscheiben vereinfachten den Austausch und die mobile Nutzung von Musik in hoher Qualität erheblich. Eine CD fasste für damalige Verhältnisse sensationelle 74 Minuten Musik bzw. 650 MB Daten. Später wurde die Speicherkapazität erhöht und ab etwa 1992 gab es PC-Geräte Medien zum einmaligen oder mehrfachen Schreiben auf Datenträger. Sie waren für Computerdaten gedacht, ermöglichten aber auch das Kopieren von Musik-CDs ohne hörbaren Qualitätsverlust - was die Musikbranche nicht erfreute.
Durch die für die Speicherung von Kinofilmen in SDTV ausreichende Kapazitätserhöhung auf mindestens 4,7 GB auf einer 12cm-Scheibe drückte die DVD ab der zweiten Hälfte der 90er Jahre die VHS-Kassetten aus dem Markt. Der Nachfolger BluRay bringt HDTV-Filme auf dem Format unter.
Die wesentlich in Deutschland für Musikstücke entwickelte MP3-Kompression (und spätere Videodatenformate) reduzierten den Speicherbedarf ohne feststellbaren Qualitätsverlust weiter. Zudem machen u.a. die Leistungssteigerungen des Internet, USB-Datenträger sowie die Verbindung von Datentelefonie und Musikplayer im Smartphone - Transport, Austausch und Nutzung von Musik-, Video- und Computerdaten noch flexibler. Neben den Datenträgern werden Online-Dienste wie Downloads oder Streamings immer wichtiger.
Quellen: Wikipedia über die CD-Audio.
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20.10.2017 • Rundfunkbeitrag: „Erste Schritte in die richtige Richtung“...
... gehen ARD, ZDF und Deutschlandradio mit ihren Vorschlägen für Strukturreformen. Die Vorschläge, darunter für Einsprungen durch Kooperationen in technischen Bereichen, ließen „einen ernsthaften Reformwillen erkennen“. Das sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zum Abschluß der Konferenz der Länderministerpräsidenten (MPK). Dreyer sitzt deren Rundfunkkommission vor.
Wie die Vertreter aller Parteien beharrt auch Dreyer darauf, dass der Rundfunkbeitrag „in einem akzeptablen Rahmen gehalten werden“ müsse. Dafür würden die Bundesländer „den Auftrag selbst in den Blick nehmen“. Dreyer stellt damit klar, dass die Bundesländer möglicherweise ganze Programme, aber auch einzelne Sendegenres auf den Prüfstand stellen könnten.
In Vorbereitung ist eine wichtige Änderung: Sendungen sollen statt bisher 7 Tage länger in den Mediatheken bleiben. Das dürfe allerdings keine Kosten verursachen - d.h. es werden weitere Sparmassnahmen erzwungen. Wie man den Filmproduzenten entgegenkommen will, die durch eine längere Verweilweildauer ihre Rechte beeinträchtigt sehen und finanziellen Ausgleich fordern, verlautete nicht. Konkrete Beschlüsse zu den rundfunkpolitischen Themen sollen am 1. Februar gefasst werden. Die sich daraus ergebenden Änderungen der Rundfunkstaatsverträge müssen alle 16 Länderparlamente beschließen.
Quelle: Presseinfo der MPK vom 20.10. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag/Strukturreforn
Dokumentation: Reformpapiere der ARD samt Anlagen, des ZDF und von Deutschlandradio.
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20.10.2017 • Rundfunkbeitrag: Diskussion um Strukturreform
Rainer Robra (CDU), Chef der Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt, ist mit dem Vorschlag auf die Nase gefallen, DasErste zu einer Plattform für Ländernachrichten zu machen. Dann wäre die Tagesschau „in dieser Form überflüssig“. „Das ist nicht unser Ziel – unser Ziel ist es, die Anstalten aufrecht zu erhalten“, berichtete hingegen die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) über die Ergebnisse der der Konferenz der Ministerpräsidenten der Bundesländer. Die ARD sieht in den Beschlüssen „ein deutliches Bekenntnis der Länder zu einem starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seinem umfassenden Auftrag für unsere Gesellschaft“, so die ARD-Vorsitzende Karola Wille.
Die Länderchefs wollen nun die Reformpapiere ARD, ZDF und Deutschlandradio intern diskutieren.
Beobachter rechnen damit, dass die Bundesländer einige gravierende Änderungen planen. Unterschiedliche Ansichten zwischen den SPD- und den CDU-geführten Bundesländern gibt es vor allem zu Umfang der Internetnutzung (und damit dem Zugang zum jugendlichen Publikum) und zum Charakter von Nachrichten im Web.
Für die SPD-Länder hatte Berlins Chef-Medienpolitiker Björn Böhning am 17. Oktober einen gemeinsamen Nachrichtenkanal von ARD und ZDF als Ersatz für Phoenix, ZDFinfo und Tagesschau24 ins Gespräch gebracht. Vor einem Jahr hatte Bayerns Landes- und CSU-Chef Horst Seehofer das ZDF für überflüssig erklärt.
Mit solchen Vorschlägen (und früheren von CDU-regierten Bundesländern, wonach es bei ARD und ZDF keinen Fußball und internationalen Sport mehr geben würde) wird hinter einer Debatte ums Geld der Versuch versteckt, über Gesetze bessere Voraussetzungen für den privaten Rundfunk durchzusetzen.
Bekanntlich wurde der Rundfunkbeitrag seit 2009 nicht erhöht, sondern 2015 (gegen den Trend der Preisentwicklung) sogar reduziert. Die Anstalten werden gezwungen, die real sinkenden Budgets durch Sparmassnahmen auszugleichen, um ihren unverändert gebliebenen Programmauftrag zu erfüllen. Trotz der bisherigen Einsparungen sehen die ARD Sparpotenziale von 951 Mio. Euro bis 2028, beim ZDF sind es 268 Mio. Euro. Die Umstellung auf DVB-T2 HD spart allein der ARD 16,5 Mio. Euro jährlich. Der Verzicht auf den Parallelbetrieb von UKW und DAB+ könnte den Rundfunkbeitrag um 45,2 Mio. Euro jährlich reduzieren.
Quellen: Meldungen von epochtimes, BR und ARD-Presseinfo vom 20.10., eigene Recherche
Hintergrund: Rundfunkbeitrag/Strukturreforn.
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20.10.2017 • Digitalradio: MV-Medienanstalt will Privatmux ausschreiben
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 MeckPomm In Mecklenburg-Vorpommern stehen alle Zeichen auf Start für private Programme über DAB+. Eine Ausschreibung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Das bestätigte ein Sprecher der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern auf Anfrage von dehnmedia.
Bestätigt wurde, dass sich sechs Radios - darunter die landesweiten Programme Ostseewelle und Antenne MV - sowie ein am Plattform-Betrieb interessiertes Unternehmen auf den Call for Interest gemeldet haben.
Bei der Medienanstalt ist man sich offenkundig sicher, dass ein eigener Mux der Privaten - möglicherweise als Plattform - finanzierbar konzipiert werden kann. Eine Sende-Allianz mit dem NDR-Mux wird daher als „nicht zielführend“ betrachtet.
Das im Vergleich mit jüngsten Aktivitäten in größeren Bundesländern eher geringe Echo auf den „Call“ ist wohl auf die Situation im Küstenland zurückzuführen. In dem am dünnsten besiedelten Bundesland sind nur acht Radios lizenziert. Darunter ist das im DAB+-Bundesmux empfangbaren Sunshine Live. Auf UKW senden in M-V ausserdem Radio Paradiso, Jazzradio Rostock, Radio B2 und das Kinderradio Teddy. Auf nichtkommerzieller Basis wurde Lokalradio Rostock lizenziert. Außerdem gibt es drei lokale Offene Kanäle.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern.
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20.10.2017 • Digitalradio: UKW-Ausstieg schadet Klassikradio nicht
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der im DAB+-Bundesmux vertretene Spartensender Klassikradio beurteilt sein Investment in DAB+ positiv. In der FAZ erklärt Geschäftsführer Ulrich Kubak u.a.: „Unsere Hörer haben überall dort auf DAB+ umgestellt, wo wir UKW-Frequenzen zurückgegeben haben. In diesen Regionen haben wir nicht an Reichweiten verloren.“ Klassikradios wolle daher in der nächsten Zeit weitere 15 UKW-Frequenzen in Schleswig-Holstein und Hessen zurückgeben - jedoch nicht in Großstädten.
Kubak geht davon aus, dass das Unternehmen durch einen solchen begrenzten UKW-Ausstieg jährlich etwa eine Mio. Euro einsparen bzw. anderweitig investieren kann. So will man demnächst einen auf klassische Musik spezialisierten Streamingdienst starten, den man für monatlich 5,99 Euro abonnieren kann.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 20.10. / Hintergrund: Bundesmux.
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19.10.2017 • Digitalradio: Schlagerparadies vs. UKW-Platzhirsche
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Für die im Bundesmux aktive Spartenwelle Schlagerparadies wünscht sich Geschäftsführer Herbert Pjede „eine objektivere Beurteilung dieses neuen Technikstandards und kein Beharren der UKW-Platzhirsche auf diese auslaufende Technik“. Nachdem jetzt die Reichweiten für DAB+ ausgewiesen werden, „werden wir auch von der Werbewirtschaft verstärkt wahr- und ernstgenommen“. Pjedes Fazit: „Entgegen aller Unkenrufe geht die Tendenz eindeutig zu DAB+.“ Wo DAB+ verfügbar ist, nutze die Mehrzahl der Hörer von Schlagerparadies diesen Empfangsweg.
Quelle: Interview von radioszene.de vom 19.10. / Hintergrund: Bundesmux.
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19.10.2017 • Österreich: Abschied von DVB-T nach 11 Jahren
Fast genau 11 Jahre nach dem Start am 26. Oktober 2006 verabschiedet sich Österreich von DVB-T: Ab dem 23. Oktober ist das terrestrische Fernsehen auch in Vorarlberg und Nordtirol, vom 24. Oktober an in Kärnten und Südtirol, ausschließlich in DVB-T2 und in HDTV bzw. über die Plattform SimpliTV zu empfangen.
An den Terminen werden die letzten DVB-T Programme (Mux-A mit den ORF-Kanälen) umgestellt. Nach Angaben des Sendenetz- und Plattformbetreibers ORS sind in Tirol und Kärnten je etwa 30.000, in Vorarlberg etwa 7.000 Personen betroffen. Sie wurden z.T. mit 900 kostenlosen und weiteren reduzierten Geräten gelockt.
SimpliTV wurde 2013 als Plattform für HDTV-Programme eingeführt. Vor knapp einem Jahr wurden 275.000 Abos gemeldet (zum Vergleich: Das Nachbarland hat etwa 8 Mio. Einwohner und 3,24 Mio. private Haushalte). Das Angebot umfasst um 40 Programme. Diese sind - mit Ausnahme der Kanäle des ORF und weniger Privatsender - grundverschlüsselt. Der Zugang wird für bis zu 3 Geräte je Haushalt um 10 Euro monatlich vermarktet. SimpliTV nutzt DVB-T2 in Verbindung mit der MPEG-4 Kompression.
Quelle: ORS-Infos für Tirol, Vorarlberg und Kärnten / Hintergrund: DVB-T2 und SimpliTV in Österreich.
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18.10.2017 • Digitalradio: Radioverkauf weltweit bei fast 60 Mio. Stück
WorldDAB.org -Logo In Europa und im Asia/Pazifik-Raum wurden zwischen Anfang 2008 und Mitte 2017 58.432.000 DAB/DAB+-Radios (einschließlich Autoradios) verkauft. Das teilt der Lobbyverband Worlddab jetzt mit.
Hinter England (33,7 Mio.) rangiert Deutschland mit 9,9 Mio. Radios in den Haushalten auf Platz 2. Für Norwegen, wo demnächst die letzten UKW-Sender abgeschaltet werden, werden 4,1 Mio. Geräte bilanziert. In der Schweiz sind es 3,2 Mio. Radios und beim Späteinsteiger Frankreich schon 1,2 Mio. Geräte. Norwegen (78 Prozent), England (60 Prozent) und Dänemark (46 Prozent) haben bei der Haushaltsausstattung einigen Vorsprung gegenüber Deutschland (15 Prozent).
Die Ausstattung von Neuwagen ist in Norwegen (98 Prozent) und England (87 Prozent) besonders hoch; der Wert liegt in Deutschland bei 21 Prozent. Bei der Versorgung der Autobahnen belegen die Schweiz (99 Prozent), Deutschland, Dänemark (je 98 Prozent) und Norwegen (97 Prozent) die Spitzenposittionen.
Quelle: Presseinfo von World DAB und Datenteil vom 17.10.
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18.10.2017 • Schweiz: Neue Small Scale-Inseln und Bedenken
DABplus-Logo Schriftzug Der schweizerische Netzbetreiber Digris hat weitere Sendeinseln aufgeschaltet. Für rund 350.000 Einwohner im Raum Bern gibt es damit weitere 11 Programme. Im Sendegebiet Chur-Sarganserland konnen 80.000 Einwohner demnächst sechs lokale Programme empfangen. 2018 will Digris sechs weitere Regionen versorgen und im April 2018 mit 20 lokalen Netzen die Ausbauplanung umgesetzt haben.
Der schweizerische private DAB+-Blog dab-swiss dämpft allerdings euphorische Erwartungen in das Small Scale-Konzept für Lokalradios. Der Betreiber Stefan Grünig geht davon aus, dass die 2020 einsetzende schrittweise Reduzierung von Subventionen für die von Digris verbreiteten Programme zu einem Programmsterben führen könnte. Der Ausfall der öffentlichen Mittel würde kleinere lokale oder Vereins-Radios finanziell völlig überfordern und diese stünden vor dem Aus.
Quellen: Digris AG, dab-swiss vom 29.9. / Hintergrund: broadcast.ch, dabplus.ch
Senderlisten von dab-swiss für überregionale und Digris (9/2017).
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16.10.2017 • Digitalradio: Demnächst „Zuweisung“ für den Bundesmux 2
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Deutschland „Voraussichtlich Mitte November“ will die Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der Medienanstalten die sog. „Zuweisung“ für den 2. DAB+-Bundesmux an Antenne Deutschland offiziell beschließen. Das teilt das Digitalradio Büro Deutschland mit. Die GVK hatte im Juni beschlossen, die Sendeplattform an das Venture von Media Broadcast und Absolut Digital zu vergeben. Der neue Multiplex mit bis zu 16 nationalen Privatradios soll „Mitte 2018 auf Sendung gehen“.
Die Klage eines unterlegenen Wettbewerbers war im August vom Verwaltungsgericht Leipzig abgewiesen worden. Es urteilte, dass die Entscheidung zugunsten von Antenne Deutschland erst mit vollzogener Zuweisung rechtlich angreifbar ist. Eine nochmalige gerichtliche Auseinandersetzung ist daher nicht ausgeschlossen.
Quelle: Presseinfo vom Digitalradio Büro vom 16.10. / Hintergrund: Studien zu Bundesmux 2.
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13.10.2017 • Digitalradio: DAB+ oder Mobilfunk?
WorldDAB.org -Logo World DAB hat noch einmal die Diskussion um DAB+ oder Mobilfunktechnik der 5. Generation als zukünftige Radio-Verbreitungsplattform aufgegriffen.
Der Lobbyverband rechnet vor, dass die neuesten Mobilfunktechniken auf Sende- wie auf Empfangsseite viel zu teuer wird. Der Mobilfunk sei - im Gegensatz zum Radio - nicht als Informationsplattform in Notfällen geeignet. Daher sei Radio via Mobilfunk allenfalls für Spartenprogramme ein sinnvoller Verbreitungsweg.
2014 hatten der schwedische Netzbetreiber Teracom und die bayerische Medienanstalt BLM Studien zu dieser Frage veröffentlicht, 2015 tat das die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) mit besonderem Blick auf die Lokalradios. Alle drei Arbeiten sehen DAB+ schon alleing wegen der signifikant geringeren Kosten für Investitionen und Sendebetrieb im Vorteil. Das abgesehen davon, dass die Frequenzennicht vorhanden sind, die für die Gewährleistung des Radiohörens im üblichen Umfang gebraucht würden.
Quelle: Info von World DAB vom 13.10. / Hintergrund: Studien zu DAB+ vs. Mobilfunk.
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12.10.2017 • Digitalradio: Die Radioverbreitung gemeinsam verbessern
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Stefan Raue, der neue Intendant von Deutschlandradio, reagierte auf die kürzliche Kritik der Privatfunkverbände an den Plänen von ARD und Deutschlandradio zu DAB+. Er ruft die Privatradios auf, gemeinsam mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten an Verbesserungen für den Hörfunk zu arbeiten. „Es muss unser aller Interesse sein, die technische Reichweite zu erhöhen – über UKW und über DAB+.“
Die Radiodigitalisierung sei für Deutschlandradio nicht nur der Weg, um die auf 80 (bei Deutschlandfunk Kultur nur 65) Prozent der Bevölkerung beschränkte terrestrische Versorgung zu erhöhen. DAB+ sei gegenüber UKW auch der „deutlich preiswertere Verbreitungsweg“; Deutschlandradio könne durch einen UKW-Ausstieg 10 Mio. Euro jährlich sparen. Man wolle gemeinsam mit den ARD-Anstalten, den Privaten, Bund und Ländern „nach Lösungen suchen, die sowohl Verbrauchern als auch allen Marktakteuren Sicherheit geben“.
In dem Zusammenhang stellt Raue heraus, dass sich Deutschlandradio einer Förderung der Privaten während des Parallelbetriebes von UKW und DAB+ nicht in den Weg stellen werde. Er erinnert an die Aktivitäten in Bayern. Zudem zeige der Blick ins Ausland, „dass auch kommerzielle Anbieter von der technologischen Modernisierung durch DAB+ profitieren“.
Quelle: Presseinfo von Deutschlandradio vom 11.10. / Hintergrund: DAB+.
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10.10.2017 • Digitalradio: Nord-Süd Allianz der Rockradios
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Gesellschafter der Musikradios Rock Antenne (Antenne Bayern; in Bayern in den DAB+-Regionalnetzen) und das gerade im Hamburger Kanal 11C gestartete Alsterradio (NWZ Mediengruppe) wollen Unternehmensbeteiligungen austauschen und eng zusammenarbeiten. Im Zuge dessen soll Alsterradio in „das neue Rockformat“ Rock Antenne Hamburg unbenannt werden und Anfang 2018 auf Sendung gehen. Das steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigungen des Bundeskartellamts und der Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein.
Weiterhin wird mitgeteilt, dass Rock Antenne bei DAB+ Baden-Württemberg (Kanal 11B) nunmehr am 1. November starten soll. Der Sendestart war seit Anfang August mehrfach verschoben worden. Rock Antenne hatte sich im Juni auch um einen DAB+-Programmplatz in Berlin beworben.
Quelle: Presseinfo von Antenne Bayern, Alster Radio vom 10.10. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg.
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10.10.2017 • Digitalradio: Vermarktungsallianz für DAB+-Programme
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Werbeplätze der nach eigenen Angaben „ersten DAB+ Radiokombi mit verifizierten Reichweiten aus der Media Analyse Radio“ vermarktet Studio Gong. Die beteiligten Programme Kultradio, Absolut Hot, Absolut Relax, lulu.fm, Schlagerparadies und Schwarzwaldradio konzentrieren sich „auf die kaufkräftige Altersgruppe ab 30 Jahre“. Die Programme erreichen laut der jüngsten Reichweitenstudie eine Spitzenreichweite von 205.000 Hörern, in der „Durchschnittsstunde“ sind es 92.000. Als Radiokombi wird eine Gruppe von Radioprogrammen bezeichnet, die ihre Werbefelder gemeinsam vermarkten lassen.
Quelle: Presseinfo von Radio Gong vom 10.10. / Hintergrund: DAB+ in Deutschland.
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10.10.2017 • Antenne: Sendenetzer gründen Repeaterstelle
Terrestrik Oft genug können DVB-T2 HD oder DAB+ in Verkaufsräumen nicht praktisch vorgeführt werden, weil die Signale die Gebäudemauern nicht durchdringen. Abhilfe verspricht ein Repeater. Da zu der Anlage auch eine Sendeantenne gehört, Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 unterliegt die Technik Vorschriften. Eine gemeinsame Repeaterstelle der Sendenetzbetreiber (die ARD-Anstalten, Media Broadcast und die Digitalradio-Sendernetzer für Bayern, Hessen und den Südwesten) ermöglicht nun ein vereinfachtes Verfahren für die Ausstellung dieser Genehmigungen. Dafür wird die Einhaltung technischer Richtwerte bzw. die Verwendung vorgeschlagener Geräte vorausgesetzt. Vorab ist ein Vertrag zu unterzeichnen, der auf Nachfrage bei der Bundesnetzagentur vorzulegen ist.
Repeaterseite bei www.digitalradio.de / Hintergrund: Digitalradio.
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10.10.2017 • Digitalradio: Radio VHR schaltet ab / Verzögerungen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Ba-Wü Hörer des baden-württembergischen DAB+-Kanals 11B werden festgestellt haben, dass Radio VHR seit dem 27. September nicht mehr sendet. Hintergründe sind nicht bekannt.
Auch die zuletzt für den 1. Oktober angekündigte Aufschaltung von Rock Antenne sowie der Sendestart von Regenbogen2 und Antenne1 sind offenkundig wiederum verschoben worden.
Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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9.10.2017 • Digitalradio: Europäischer Hybridchip statt Kleinstaaterei
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 EUROPA Das EU-Parlament bringt eine europäische Norm zur Förderung von Digitalradio auf den Weg. Das teilen die ARD und der Industrieverband ZVEI mit.
Der Vorschlag sieht vor, dass ab einem nicht genannten Stichtag „neue höherwertige Radiogeräte zusätzlich zum UKW-Empfang auch den Empfang digitaler Radioprogramme ermöglichen müssen“. So wolle die EU verhindern, dass Digitalradio (und damit die europäische Entwicklung DAB/DAB+) „hinter seinem Potential für die Entwicklung des europäischen Binnenmarkts“ und das Radio als Medium „unter seinen Möglichkeiten als nach wie vor bedeutendes Tagesbegleitmedium zurückzubleibt“, heißt es.
Die Regelung verhindere zugleich die die Entwertung langlebiger Produkte wie Radios. DAB+ ermögliche zudem grenzüberschreitende Verkehrinformationen, hebt die ARD-Vorsitzende Karola Wille u.a. hervor. „Wir dürfen uns nicht mehr in Radio-Kleinstaaterei ergehen.“ Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, forderte „eine europäisch abgestimmte Digitalisierungsstrategie“. Davon profitierten Industrie und Verbraucher gleichermaßen.
Die EU nimmt damit die Verpflichtung auf einen „Hybridchips“ für DAB, DAB+, UKW und ggfs. andere Digitalstandards wieder auf. So würde die Einführung auch in Deutschland erzwungen. Die vorherigen Bundesregierungen hatten zwischen 2011 und 2016 mehrere Vorstöße für einen Hybridchip verhindert. Überraschend kam das Thema (ohne Terminnennung) im Mai 2017 als 4. Novelle des Telekommunikationsgesetzes aus dem Kabinett. Ob das von der kommenden Regierungskoalition aufgegriffen wird, bleibt allerdings offen.
Presseinfo von ARD / ZVEI vom 9.10. / Hintergrund: Digitalradio.
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7.10.2017 • Digitalradio: „Falsches Spiel“? (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 VPRT Die ARD weist die Panikmache der Privat-Verbände VPRT und APR hinsichtlich einer UKW-Abschaltung zurück. Es bestehe kein Grund zur Aufregung, so ein ARD-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Es bleibt beim Einvernehmen, das wir mit den privaten Veranstaltern erzielt haben.“ DAB+ sei „momentan noch weit davon entfernt, dass bei der ARD über Abschaltdaten für UKW geredet werden müsste“. UKW werde es - solange wie nötig - weiter geben, während DAB+ und Internet-Radio an Bedeutung gewinnen werden.
Ein erster Blick in die Berichte bestätigt, dass weder ARD noch Deutschlandradio einen UKW-Abschalttermin fordern. Termine werden lediglich genannt, um die Sparpotenziale in den Vierjahreszyklen der KEF darzustellen und vergleichbar zu machen. Einseitige Massnahmen werde es nicht geben, versichert Deutschlandradio ausdrücklich. Das Sparpotenzial einer UKW-Abschaltung beziffert die ARD mit 44,2, Deutschlandradio mit 10 Mio. Euro jährlich.
Weitere interessante Zahlen finden sich zum Fernsehen: Demnach bringt der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD jährlich Einsparungen von 16,5 Mio. Euro ab 2020. Würde der Sat-Parallelbetrieb von SDTV und HDTV beendet, könnte die ARD weitere 25 Mio. Euro jährlich sparen.
Die ARD nennt Sparpotenziale von 951 Mio. Euro bis 2028, beim ZDF sind es 268 Mio. Euro.
Dokumente zum Download: ARD-Bericht samt Anlagen, ZDF, Deutschlandradio / Hintergrund: Rundfunkbeitrag/Strukturreforn.
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7.10.2017 • Vor 120 Jahren: Funkwellen überbrücken 21 Kilometer
Der 7. Oktober 1897 gilt als Stichtag für einen der großen Fortschritte in der Pionierzeit der Hochfrequenztechnik. Damals gelang es Adolf Slaby (1848-1913) und Georg Wilhelm von Arco (1869-1940) Funksignale zwischen Berlin-Schöneberg und dem Vorort Rangsdorf zu senden. 21 Kilometer Entfernung wurden dabei überbrückt.
Der Begriff „Antenne“ geht auf den italienischen Funkpionier Marconi zurück, der eine Zeltstange (italienisch: „l'antenna centrale“) bei seinen Versuchen verwendete. Von diesem Konzept wichen Slaby und von Arco später ab. Sie konnten 1898 mittels eines mit dem Antennenkreis induktiv gekoppelten Ringes die Reichweite bis Jüterbog auf 60 km steigern.
Georg von Arco wurde übrigens 1903 zum Mitgeschäftsführer der von Siemens&Halske und der AEG gegründeten Firma Telefunken berufen. Dort wurde in den 1960er Jahren u.a. das Farbfernsehen PAL entwickelt. Telefunken existiert heute nur noch als Name, der vom Inhaber der Markenrechte gehandelt wird. Mit der Traditionsmarke sind heute weder Forschung und Entwicklung noch die Produktion von Geräten verbunden.
Quellen: Wikipedia über Adolf Slaby und Georg v. Arco / Hintergrund: Rundfunkgeschichte.
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6.10.2017 • AGF: TV-Digitalisierung weiter im Schneckentempo
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Nach dem Rückgang im Vormonat um 0,2 Prozent ist der Digitalisierungsgrad der TV-Haushalte im September um nur 0,1 auf 95,5 Prozent angestiegen. Nach Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) werden die 95,6 Prozent von Anfang August nicht erreicht.
Insgesamt 36,59 Mio. Haushalte empfangen nun digital. Das entspricht im Vergleich zum Beginn des 2. Quartals am 1. Juli einem Anstieg um 210.000 Haushalte bzw. 0,6 Prozent.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.10.2017, AGF-Übersicht 2001 bis 2013.
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6.10.2017 • Digitalradio: „Falsches Spiel“? (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 VPRT ARD und D-Radio treiben ein „falsches Spiel“, wenn sie im Bericht zur Strukturoptimierung „im Bereich der UKW-Verbreitung kurzfristige Einsparpotenziale in zweistelliger Millionenhöhe aufzeigen“. Diesen Vorwurf APR erheben die Privatfunk-Verbände VPRT und APR in einer gemeinsamen Presseerklärung.
Was daran nun kritisch sein soll, ist nicht recht verständlich. Das könnte sogar zum Vorteil der Privaten sein, die wenig später Anspruch auf frei werdenden UKW-Frequenzen erheben. Dementsprechend verweigern sich die Privaten, wie schon früher, einem in den Dokumenten angeblich geforderten Termin für die UKW-Abschaltung.
Hier treiben die Verbände selbst ein „falsches Spiel“: Sie verschweigen, dass ARD und D-Radio mit Plänen für einen UKW-Ausstieg die Vorgaben der KEF erfüllen muss. Die von den Bundesländern eingesetzten Sparkommissare hatten in ihrem 20. Bericht die Streichung der UKW-Ausgaben für den Zeitraum bis 2020 avisiert. Für die Kosten der Radioverbreitung ab 2021 wurden von der KEF politische Forderungen erhoben, deren Erfüllung bis zum Frühjahr 2019 von vornherein unwahrscheinlich ist. Drastisches Sparen auch bei der Verbreitung entspricht auch den Forderungen der Bundesländxer, die die Aufgaben der Rundfunkanstalten einer „Beitragsstabilität“ unterordnen.
Nicht ganz korrekt ist auch die Behauptung, es fließe „kein Cent für die Privaten“ in Sachen DAB+. Die Regionalisierung in Bayern wird erst durch eine erhebliche Förderung der Privatradios möglich. Ein Teil der Mittel kommt von der Medienanstalt BLM - also aus dem Rundfunkbeitrag, aus dem die Medienanstalten finanziert werden. Das es in anderen Bundesländern nicht soweit ist, liegt u.a. an den Privaten. Wo sie DAB+ nicht unterstützen können sie keine Förderkonzepte erwarten. Abgesehen davon bereiten ARD und D-Radio das Feld für DAB+ - auch für einen späteren Einstieg aller Privatradios.
Quelle: Presseninfo von VPRT und APR vom 5.10. / Hintergrund: DAB+.
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6.10.2017 • Digitalradio: Radio Galaxy für München und Augsburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Medienanstalt BLM hat dem bayernweiten Jugendporgramm von Radio Galaxy, wie avisiert, Kapazitäten in den Lokalmultiplexen für Augsburg (K 9C) und München (K 11C) zugeteilt. Die Zulassung gilt nur bis zum 31. Oktober 2018.
Im Zusammenhang mit der Einführung der regionalen Sendenetzstruktur war der landesweite Privatmux (K 10D), in dem Galaxy vertreten war, aufgegeben worden. Seither war die Jugendwelle nur Online zu hören. Weil in den beiden Sendegebieten keine der 13 Regionalversionen von Galaxy vertreten ist, werden Irritationen vermieden, so der Medienrat.
Quelle: Presseninfo der BLM vom 5.10. / Hintergrund: DAB+ in Bayern, Regionalisierung.
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6.10.2017 • Digitalradio: Minimalanforderungen für DAB+-Radios
DABplus-Logo Schriftzug Der Lobbyverband WorldDAB, die European Broadcasting Union (EBU) sowie etliche Radioveranstalter und Hersteller aus Deutschland, England und weiteren europäischen Ländern unterstützen neue Festlegungen des Standardisierungsgremiums ETSI (TS 103 461) zu DAB+-Radios. Die Beteiligten haben sich damit auf einem europaweit gültigen Minimalstandard der technischen Ausstattung von DAB+-Radios verständigt, der ab 2018 eingeführt wird. Enthalten sein soll u.a. Empfang und Signalverarbeitung von DAB+, DAB und UKW. Das Empfangskonzept entspricht also den seit langem erhobenen Forderungen nach einem „Eurochip“ bzw. „hybrider Empfangstechnik“.
dabtickmark Dass ihre Geräte den Vorgaben entsprechen wollen derzeit 20 Hersteller mit dem „Digital Radio Tick Mark“ kenntlich machen. Das Logo soll u.a. in England, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien und Italien verwendet werden.
Quelle: Meldung von C+T vom 25.9. / Hintergrund: DAB+.
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6.10.2017 • Schweiz: SRG treibt Netzausbau voran
DABplus-Logo Schriftzug Die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt der Schweiz SRG treibt den Ausbau ihres DAB+-Sendenetzes voran. So geht heute eine Sendeanlage für Solothurn und Umgebung in Betrieb. Insgesamt sind rund 90 neue Sendeanlagen geplant und die Sendeleistung wird an etwa 80 Prozent der vorhandenen Standorte erhöht. Die SRG gibt die Netzabdeckung mit 98 Prozent (portabel) und 99 Prozent (mobil, ohne Tunnel) an. Lücken in Randregionen werden ausgebaut, um bis 2019 einen Versorgungsgrad von 99,7 Prozent zu erreichen.
Auf der PR-Website dabplus.ch werden zur Zeit 24 Tunnel genannt, in denen DAB+-Programme empfangen werden können. Bis Ende 2018 sollen die 180 wichtigsten Nationalstrassen-Tunnel ausgestattet sein.
Neben den ÖR und privaten Programmen werden in der Schweiz als erstem Land lokale Small Scale Sendenetze aufgebaut. Laut dem Betreiber Digris sind 13 Regionen aufgeschaltet. Bis April 2018 sollen weitere sieben Gebiete folgen.
Auf DAB+ entfallen in der Schweiz per 1. Halbjahr 2017 32 Prozent der Radionutzung; UKW sackte binnen Jahresfrist von 51 auf 43 Prozent ab. Bereits seit Februar läuft die Kampagne „Radio zieht um“: Nachdem Ende 2019 alle UKW-Wellen auch per DAB+ verfügbar sind wird UKW zwischen 2020 und 2024 schrittweise abgeschaltet.
Quelle: infosat.de vom 4.10. / Hintergrund: broadcast.ch, dabplus.ch, Digris AG.
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6.10.2017 • Vor 90 Jahren: Der Stummfilm bekommt Töne
Der Film „The Jazz Singer“ mit Al Jolson hatte am 6. Oktober 1927 in den USA Weltpremiere. Er gilt als erster abendfüllender Ton-Spielfilm der Kinogeschichte, geht aber auch als erstes Filmmusical durch. Dafür genutzt wurde das Vitaton-Verfahren, bei dem der Ton parallel zu den Bilder auf eine Wachsplatte aufgenommen wurde. Für das Abspiel wurden Projektor und Plattenspieler mechanisch gekoppelt. Die Platten hatten 17 Zoll (42,5 cm) Durchmesser und liefen mit 33,3 Umdrehungen pro Minute. 22 Bilder pro Minute gaben damals das Tempo vor; der Gesang kann also zu hoch klingen, wenn der Film heute mit 24 (Kino) bzw. 25 (Fernsehen) Bildern abgespielt wird. Erste Versuche, Bewegtbild und Ton zu verbinden, gab es 1877 in den USA.
In Berlin gab es schon am 17. September 1922 eine erste audiovisuelle Premiere: „Der Brandstifter“ war mit einer Tonspur nach dem Tri-Ergon Lichttonverfahren der Berliner Ingenieure Vogt, Massolle und Engl ausgestattet. Sie verkauften ihr Patent 1928 an William Fox, den Gründer des heute als 20th Century Fox bekannten Hollywoodstudios. Das Lichtton-Prinzip begann sich ab etwa 1930 als Standard für die analogen Tonfilm-Projektion im Kino durchzusetzen.
Quellen: Wikipedia über The Jazz Singer, Filmton, Lichtton und Vitaphone / Hintergrund: Rundfunkgeschichte.
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5.10.2017 • Niederlande: Sprunghafter Verkaufsanstieg
DABplus-Logo Schriftzug Der Verkauf von DAB+-Radios in den Niederlanden ist in den letzten 18 Monaten sprunghaft gestiegen. Lag der Bestand im September 2016 noch bei 439.000 Stück, waren es ein halbes Jahr später Ende März 2017 schon 581.000 Geräte - also plus 32 Prozent. Seitdem wurde weitere 154.000 Radios gehandelt, die Haushalte haben also insgesamt 719.000 DAB-Geräte erworben. Damit haben 13 Prozent der 17 Mio. Niederländer Zugang zu einem Gerät. Die Ausstattung von Neuwagen liegt derzeit bei 35 (plus 9) Prozent. Diese Zahlen gab die GfK bekannt. Nach Angaben von WorldDAB sind beim Nachbarn um die 112 Programme empfangbar.
Quelle: Meldung von radio.nl vom 3.10.
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5.10.2017 • Digitalradio: Hashtag+ vor Start / Galaxy vor Erweiterung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Am 11. Oktober beginnt Radio Hashtag+ den Sendebetrieb im DAB+-Multiplex für Unterfranken (K 10A). Es handelt sich um einen Ableger des Schweinfurter Radio Primaton, der damit die erste Radiowelle für Jugendliche in seiner Region startet. Das gab der Veranstalter auf Facebook bekannt.
Neues gerüchtelt um Radio Galaxy. Laut einer Meldung soll Galaxy je 60 CUs in den lokalen Multiplexen für München (K 11C) und Augsburg (K 9C) bekommen, die durch den Wechsel von EgoFM in die Regionalmuxe frei wurden. Im Zuge der Regionalisierung der Bayernnetze wurde das landesweite Programme im alten Privatmux (Kanal 10D) nur Online verbreitet. Stattdessen wurden lokale Varianten für die drei Franken-Muxe und die neuen Regionalmuxe Niederbayern/Oberpfalz und Oberbayern/Schwaben zugelassen. Galaxy ist bereits im Lokalmux Ingolstadt (K 1A) vertreten.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 4.10., Facebook-Info / Hintergrund: DAB+ in Bayern, Regionalisierung.
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5.10.2017 • Digitalradio: Alsterradio und 917xfm jetzt offiziell OnAir
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit etwa vier Wochen sind die Schwesterprogramme Alsterradio und 917xfm im Hamburger Plattform-Mux (Kanal 11C) und zusätzlich zu ihren bisherigen UKW-und Webaktivitäten auf Sendung. Jetzt erfolgte die offizielle Bekanntgabe. Damit stelle man „die Weichen für die Digitalisierung des Radiomarktes. Den Hörerinnen und Hörern bieten wir damit einen noch besseren Sound und reagieren zugleich in einem dynamischen Marktumfeld auf die digitaler werdende Mediennutzung“, so Geschäftsführer Jörg Reitmann.
Quelle: Meldung von infosat.de vom 5.10. / Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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5.10.2017 • Dänemark: Nachbarland ist von DAB auf DAB+ umgestiegen
DABplus-Logo Schriftzug Dänemark hat den Umstieg der Digitalradioprogramme von DAB auf DAB+ am 1. Oktober vollzogen. Betroffen waren sowohl der öffentlich-rechtliche Multiplex von Danmarks Radio (DR) also auch der Privatradio-Mux von Bauer Radio. Nur ein regionalisiertes DR-Programm und die 2017 gestarteten regionalen Privatmultiplexe sendeten zuvor schon in DAB+. Neu im Angebot sind BBC World Service und Ekstra Bladet, der Radioableger der gleichnamigen Boulevard-Zeitung.
Die nur 5,6 Mio. Einwohner haben bisher 1,9 Mio. Geräte erworben. Da in Dänemark seit 1995 im alten DAB gesendet wurde, geht man von einem Bestand von 200.000 bis 400.000 Radios mit der alten Empfangstechnik aus. Der Höreranteil digitaler Programme lag Ende des 1. Quartals 2017 bei 36 Prozent. Steigt der Wert 2018 über die Hälfte, könnte laut einer Regierungsplanung die UKW-Abschaltung binnen zwei Jahren angegangen werden. Dänemark würde sich dann zwischen Norwegen (13. Dezember 2017) und der Schweiz (ab 2020) in den Kreis der ersten UKW-Abschaltländer einfügen.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 1.10.
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4.10.2017 • Rundfunkbeitrag: Erstmaliger Teilerfolg vor Gericht
Recht, Gesetze Erstmals wurde vor dem Bundesverwaltungsgericht ein Teilerfolg gegen den 2013 eingeführten Rundfunkbeitrag erreicht. Das Urteil weist auf eine mögliche Lücke im Beitragsmodell. Betroffen sind aber nur Beherbungsbetriebe - also eine kleine Gruppe von Beitragspflichtigen. Das Verfahren geht weiter, weil die Bundesrichter den Fall an die Vorinstanz zurückverwiesen haben.
Laut Urteil ist ein zusätzlich zum Betriebsstättenbeitrag auf die Zahl der Gästezimmer oder Ferienwohnungen erhobener Beitrag verfassungswidrig, wenn das Unternehmen keine eigene Empfangsmöglichkeit für Radio, TV oder WLAN bereitstellt. Eine solche Ausstattung trage zur Preisbildung und zum Image bei und stelle für das Unternehmen „einen besonderen zusätzlichen Vorteil dar“. Aus Sicht der Richter sei es verfassungswidrig, dass im Gesetz die Möglichkeit des Nachweises nicht vorgesehen sei, wenn ein Betrieb keine Empfangstechnik betreibt.
Die Richter machten zudem einen Verfahrensmangel geltend. Die Vorinstanz habe nicht geprüft, ob im Hostel der Klägerin „eine von ihr eröffnete Rundfunkempfangsmöglichkeit besteht“. Das sei aber Voraussetzung für eine Zahlungspflicht und ob die Frage dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt werden könne.
Laut einem von digitalfernsehen.de eingeholten Statement der KEF sei „der Anteil der betroffenen Betriebe jedoch sehr gering, da in den meisten Hotelzimmern TV- und WLAN-Angebote verfügbar sind“. Selbst ein letztlich erfolgreicher Rechtsstreit hätte keine „signifikante“ Wirkung auf die Beitragshöhe.
Die bisherigen Klagen von Rossmann, Netto, Sixt u.a. großen Unternehmen gegen den Rundfunkbeitrag waren in drei Instanzen der Verwaltungsgerichte gescheitert. Ihr Ziel war es, das Prinzip der Beitragspflicht der Allgemeinheit und die Erhebungskriterien für Unternehmen für verfassungswidrig erklären zu lassen. Beim Bundesverfassungsgericht liegen inzwischen mehrere Klagen zum Rundfunkbeitrag vor. Termine in der Sache sind nicht bekannt.
Quelle: Presseinfo des BVerwG vom 27.9. (AZ: 6 C 32.16), Meldung von DF vom 2.10. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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4.10.2017 • Digitalradio: RT1 jetzt in Ingolstadt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit dem 1. Oktober sendet RT1 im lokalen DAB+-Multiplex für Ingolstadt (Kanal 11A). Es ist ein auf die Gebiete Neuburg und Strobenhausen zugeschnittenes Regionalprogramm, das auch über UKW gesendet wird. Die Medienanstalt BLM hatte das Programm Ende März als Nachfolger von ND1 bis zum 1.4.2025 zugelassen.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 1.10. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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2.10.2017 • Rundfunkbeitrag: Nur sparen reicht den Privaten nicht
VPRT Zu dem Papier von ARD, ZDF und D-Radio über „Auftrag und Strukturoptimierung“ liegt jetzt ein Statement des VPRT vor. Hinter der vom Lobbyverband der Privatsender wiederholten Forderung „keine Denkverbote“ steht „eine zeitgemäße und präzise Auftragsdefinition (für ARD, ZDF und D-Radio, red.), die der heutigen privaten Programmvielfalt Rechnung trägt“. Damit signalisieren die Privaten erneut ihre Forderung nach einem politisch gesicherten Monopol auf viele gewinnbringende Programminhalte (z.B. Sport).
Gefordert wird auch, dass sich ARD und ZDF aus dem Internet heraushalten. Damit würden sie die jungen Zuschauergruppen an die Privaten verlieren. Kooperationen der Anstalten liefen darauf hinaus, dass ARD und ZDF „auch auf kommerziell relevanten Feldern wie dem Programmrechteerwerb und der Verbreitung zusammenarbeiten dürften“. Dieses Schreckgespenst malen die Privaten schon an die Wand, bevor überhaupt jemand das Papier der Anstalten gelesen hat.
Das Papier ist nämlich auch beim VPRT unbekannt, aber man sieht sich dort schon auf den Schlips getreten: „Wir kennen den Wortlaut noch nicht, warum man aber Mitbewerber am Markt diskreditiert ...“. Damit sorgt wohl eher der VPRT für eine Verschärfung der medienpolitischen Debatte zur Zukunft von ARD, ZDF und Deutschlandradio.
Quelle: Presseinfo des VPRT vom 29.9. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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2.10.2017 • Digitalradio: DAB+ wird regional immer attraktiver
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Gut zwei Jahre ist der inzwischen ausgebuchte Hamburger Regionalmux (Kanal 11C) auf Sendung. Das Interesse an der digitalen Verbreitung scheint ungebrochen, so dass die Medienanstalt MA HSH laut einer Meldung über eine weitere Ausschreibung „nachdenkt“.
Das ist noch eher ein Gerücht, liegt aber im Trend: Nach Hamburger Vorbild wurde eine Sendeplattform in Bremen zugelassen. In Sachsen stehen zwei Lokalmuxe mit Small Scale-Technik vor dem Start, in Rheinland-Pfalz ist einer schon in Betrieb. Für das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern laufen derzeit Interessenabfragen. Die MABB-Entscheidung über 24 Bewerbungen für ein zweiten Berliner Privatmux und wohl auch einen ersten für Brandenburg wird erwartet. Selbst im bisher DAB+-feindlichen NRW will man die Abschottung aufgeben.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 2.10. / Hintergrund: DAB+ in den Bundesländern.
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1.10.2017 • Rundfunkbeitrag: ZDF mit Millionen-Sparprogramm
Euro-Münze Nach den Gremien von ARD und Deutschlandradio hat auch der ZDF-Fernsehrat den Bericht „Auftrag und Strukturoptimierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im digitalen Zeitalter“ zustimmend zur Kenntnis genommen. Das ZDF wolle zu der von den Regierungen der Bundesländer geforderten „Beitragsstabilität“ beitragen, so Intendant Thomas Bellut. Nach den bisherigen umfangreichen Einsparungen nehmen die Mainzer weitere 270 Mio. Euro zwischen 2021 und 2028 ins Visier. U.a. sollen infrastrukturelle Services z.B. der Kfz-Service, die Hausdruckerei und Rechenzentrums-Dienstleistungen abgebaut oder ausgelagert werden.
Das ZDF sieht aber auch Grenzen: Seit 2012 und bis Ende 2020 sind immerhin 560 Vollzeitstellen abzubauen - das sind zehn Prozent der Beschäftigten. „Der massive Personalabbau hat spürbare Wirkungen auch für die Programmbereiche und geht an die Grenze des Möglichen“, warnt Bellut.
Bereits 2017 wurden erhebliche Spareffekte erreicht, in dem ARD und ZDF die Studios für große Sportereignisse nicht mehr vor Ort errichteten. Die Studios für den Confed Cup und die U21 WM wurden beim SWR angesiedelt. Das soll auch während der Fußball-WM 2018 in Russland geschehen. Gespart wird auch beim Mittagsmagazin von ARD und ZDF, das ab Januar 2018 in Berlin von einer gemeinsamen Redaktion gestaltet wird.
Die ARD-Vorsitzende Karola Wille sieht neue (Spar-) Strukturen teils schon verwirklicht: „Bei elf der 20 Strukturprojekte arbeiten wir mit dem ZDF zusammen, bei 15 mit Deutschlandradio.“ Man wolle die regionalen Bezüge ausbauen. Wille forderte dafür „alle Möglichkeiten, die Menschen dort zu erreichen, wo sie heute kommunizieren - und dazu gehört auch klar das Internet.“
Die Bundesländer hatten die Rundfunkanstalten vor einem Jahr um Stellungnahmen zu sechs Reformfeldern gegeben: Chancen der Digitalisierung, rechtliche Rahmenbedingen, Strukturoptimierung, KEF-Verfahren, Rundfunkbeitrag und Einnahmen, Versorgungslasten. Der Bericht wird nun nun von der Rundfunkkommission der Bundesländer beraten. Sie bereitet Entscheidungen vor, die die gesetzliche Festlegung des Auftrags der Sendeanstalten und deren Finanzierung betreffen. Wirksam wird das, wenn die Parlamente aller 16 Bundesländer den Änderungen der Rundfunkstaatsverträge zustimmen.
Kommentar: Welche Auswirken politisch gewollte Sparmassnahmen haben, sieht man im öffentlichen Dienst. Einzige Ausnahme sind die Diäten der Politiker. Ein Stichwort wie Diätenstabiliät ist gänzlich unbekannt. Zwei Beispiele: Die MdLs in Rheinland-Pfalz haben sich ihre Diäten ab 2020 um 17,5 Prozent erhöht - das sind mehr als 1.000 Euro monatlich. Beim Bundestag sind die Diäten an die Lohnentwicklung gekoppelt. Ab Juli 2017 bedeutet das 2,3 Prozent mehr - das sind 9.542 Euro.
Quelle: Presseinfos des ZDF und von ARD/ZDF/D-Radio vom 29.9. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag;
Meldungen zu Diäten in Rheinland-Pfalz und im Bundestag.



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