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Nachrichten-Archiv November 2017

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16.11.2017 • Digitalradio: Gut Ding will Weile haben ...
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 ... ist bezüglich der drei neuen Programme für Baden-Württemberg schon fast zur Floskel geworden. Der Sendestart von Antenne, Regenbogen2 und Rock Antenne im landesweiten Kanal 11B wurde seit August mehrfach verschoben.
Gegenüber radiomepfang.digital ist der Start von Rockantenne für „Anfang Dezember ... vertraglich zugesichert“. Diese Meldung nennt „technische Umbauten und wechselnde Zuständigkeíten beim Sendernetzbetreiber Digitalradio Südwest“ als Ursache.
Radio Regenbogen2 ist seit Anfang September startbereit, so ein Sprecher auf Anfrage von dehnmedia. „Probleme auf Seiten der Technik-Dienstleister sorgen für diese Verzögerungen.“ Derzeit könnten „nicht alle drei lizensierten Programme gleichzeitig auf den Multiplex gelegt werden“, heißt es unter Verweis auf Media Broadcast. Das werde bis Ende des Monats geändert.
Nachtrag: Wie Antenne1 jetzt auf Anfrage mitteilt „soll die Ausstrahlung über DAB+ noch in diesem Jahr starten“.
Quelle: Meldung von radioempfang.digital vom 12.11. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg,
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16.11.2017 • Satellit: SD-Programme über Astra mindestens bis 2022
1" Die ProSiebensat1.Gruppe verlängert ihren Vertrag über die Verbreitung digitaler Programme in Standard-Qualität (SD) mit dem Sat-Betreiber Astra. Diese Empfangsmöglichkeit steht damit den etwa 47 Prozent Sat-Haushalten in Deutschland weiterhin zur Verfügung. Die Laufzeit wird nicht genannt.
ProSiebenSat1 und die RTL-Gruppe sind seit 2012 verpflichtet, ihre SD-Programme bis Ende 2022 frei empfangbar, ohne Kopierschutz und via Kabel, Sat und IPTV zu verbreiten. Mit dieser für die Zuschauer guten Zusage hatten die TV-Konzerne 2012 auf ein 55 Mio.Euro-Bußgeld des Bundeskartellamts reagiert. Das Amt hatte zuvor unzulässige Absprachen über eine Grundverschlüsselung und die kostenpflichtige Vermarktung der SD-Programme festgestellt.
Die bessere HDTV-Bildqualität nutzen laut Digitalisierungsbericht 2017 etwa zwei Drittel der TV-Haushalte. Die HDTV-Programme der beiden Medienkonzerne sind allerdings auf allen Verbreitungswegen über Plattformen wie FReenet TV oder HD gesondert kostenpflichtig.
Quelle: Presseinfo von ProSiebenSat1 vom 15.11.
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15.11.2017 • Unterhaltungselektronik: STBen für DVB-T2 HD und Kabel
gfu Laut der Marktbilanz HEMIX wurden mit Produkten der Consumer Electronics in den ersten drei Quartalen 2017 rund 18,6 Mrd. Euro - 2,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum umgesetzt.
Der Teilbereich Unterhaltungselektronik erwies sich mit plus 9,8 Prozent als überdurchschnittlicher Umsatzbringer. So wurden „außergewöhnliche Zuwächse“ bei den Settopboxen bilanziert: 4,4 Mio. Stück (plus 136 Prozent) wurden gehandelt, die Umsäte explodierten gar um 217 Prozent auf 480 Mio. Euro. Hintergrund sind die Umstellung auf DVB-T2 HD und die Analogabschaltungen im Kabel in drei Bundesländern. Auch bei den Fernsehern gibt es mit 5 Mio. verkauften Geräten (plus 4,96 Prozent) positive Zahlen. Der Durchschnittspreis wird mit 580 Euro (plus 1,3 Prozent) angegeben; die Umsätze stiegen um 6,3 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro.
Interessant: Trotz des Einbruchs um 12,6 Prozent nach Stückzahlen erlösten digitale Kameras um 3,8 Prozent höhere Umsätze (648 Mio. Euro). Dies habe der Trend zu höherwertigen Produkten ausgelöst. Während sich private Telekommunikationstechnik mit plus 2,6 Prozent weiter positiv verkaufte, sanken die Umsätze mit privat genutzten IT-Produkten um 6,6 Prozent.
Hemix erfasst vierteljährlich die gesamte Home Electronics-Branche, die (einschließlich der Elektro-Hausgeräte) für die ersten drei Quartale einen Umsatzzuwachs von 2,5 Prozent meldet.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 15.11.
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15.11.2017 • Digitalradio: DAB+ im Neuwagen - Datenbank aktualisiert
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Digitalradiobüro hat jetzt seine Datenbank der DAB+-Ausstattungen für Neuwagen aktualisiert. Sie beinhaltet Fahrzeuge aller in Deutschland angebotenen Automarken und enthält auch Preisangeben.
In Deutschland werden bereits 21 Prozent der Neuwagen mit einem DAB+-Radio geordert. In Europa und Australien wurden 2016 etwa 4,6 Mio. Neufahrzeuge mit dieser Ausstattung verkauft. DAB+ ist nicht nur sinnvoll, um die Programme des Bundesmux (und ab 2018 ggfs. auch des 2. Bundesmux) in guter Qualität und ohne Umschalten in ganz Deutschland zu empfangen. Darüberhinaus bietet der TPEG-Standard für Verkehrsfunk aktuellere, genauere und umfangreichere Verkehrsinformationen, die mit Navis verkoppelbar sind.
Mit der Bemerkung „nur mit DAB+ im Auto ist der Radioempfang in ganz Europa gewährleistet“ verweist das Digitalradiobüro darauf, dass in Norwegen die letzten UKW-Sender schon am 13. Dezember abgeschaltet werden. In der Schweiz beginnt der UKW-Ausstier 2020. In Dänemark stehen Entscheidungen dazu 2018 bevor.
Quelle: Presseinfo vom 15.11. und Datenbank von Digitalradio
Hintergrund: Bundesmux 1, Bundesmux 2, Programme, Sendestandorte, Autoradios mit und ohne Navi zum Nachrüsten.
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15.11.2017 • Italien: Südtirol steigt am 5.12. in den UKW-Ausstieg ein
Gestern hat die Landesregierung Vorschläge des öffentlich-rechtlichen Netzbetreibers RAS für einen UKW-Ausstieg verabschiedet. Hintergrund sei die Versorgung von 99,3 Prozent der Bevölkerung über 82 DAB+-Netze in der deutschprachigen Region Italiens.
UKW-Standorte können abgeschaltet werden, wenn im Versorgungsgebiet der DAB-Indoorempfang gesichert und UKW von einem anderen Sendestandort in leicht verminderter Qualität empfangbar ist. Entsprechend werden am 5. Dezember die drei ORF-Radios in sechs Regionen vom Netz genommen, sieben Standorte folgen 2018. Neben Einsparungen bei Wartungen und Stromkosten will RAS die alten Geräte als Ersatzteil-Reservoir für die mehr als 200 verbleibenden 30 Jahre alten UKW-Sender verwenden.
Es handelt sich also nicht um einen Gesamtplan zum UKW-Ausstieg für Südtirol. Diese ersten Maßnahmen sollen wohl auch zeigen, wie die Hörer reagieren.
Quelle: Presseinfo von RAS vom 14.11.
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14.11.2017 • Digitalradio: Bundesmux2 zum Zweiten
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Gremienvorsitzendenkonferenz der Landesmedienanstalten (GVK) hat ihre frühere Entscheidung für Antenne Deutschland als Betreiberfirma des zweiten Bundesmuxes bestätigt. „Aufgrund einer Klage hatte sich die GVK in den letzten Monaten aber noch einmal eingehend mit der rechtssicheren Begründung ihrer Entscheidung befasst.“ Die SLM wird als zuständige Landesmedienanstalt die Bescheide zustellen.
Damit können die Antenne Deutschland-Partner Media Broadcast und Absolut Digital den Sendestart des nationalen DAB+-Kanals vorbereiten. Ob die 16 Programme wie bisher angekündigt im 2. Quartal 2018 auf Sendung gehen können, ist allerdings noch unklar. Das Verwaltungsgericht Leipzig hatte im August eine Klage des unterlegenen Bewerbers DABP gegen die Entscheidung der GVK abgewiesen. Eine Klagemöglichkeit bestehe erst gegen die nun bald vorliegende Zuweisung an Antenne Deutschland.
Antenne Deutschland will Aufbau und Inbetriebnahme „unmittelbar nach Bestandskraft einer entsprechenden Zuweisung“ in Angriff nehmen. Heißt im Klartext: Kommt es zu einer Klage will Antenne erst investieren, wenn ein rechtskräftiges Urteil vorliegt. Das könnte allerdings lange dauern.
Gleichwohl wurden bei der Gelegenheit Planugnsdetails mitgelteilt - wohl auch um die Dimension des Herangehens an das Projekt zu zeigen. So sollen schon zum Start etwa 71 Sendeanlagen eine bundesweite Versogung ermöglichen, was nach den Vorgaben der Medienanstalten erst nach sechs Jahren erreicht werden müsste. Gesendet werden müsse allerdings über fünf Kanäle. Perspektivisch sei - wie beim Bundesmux 1 - die bundesweite Ausstrahlung in den bundesweiten Kanal 5A möglich. Voraussetzung ist, dass für der BOS-Funk von Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz usw. andere Ressourcen festgelegt werden.
Quelle: Presseinfos von Medienanstalten und Antenne Deutschland vom 14.11. / Hintergrund: Bundesmux 2.
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14.11.2017 • Digitalradio: Zukunft mit DAB+ und Smartphone
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 LFK Baden-Württemberg Die Interessen privater Veranstalter „müssen frühzeitig bei der technischen Ausgestaltung“ der Radiozukunft berücksichtigt werden; die Privaten wollen durch neue Geschäftsmodelle profitieren. Man müsse „generell die Regulierung und die Förderung der Radio-Übertragungswege kritisch hinterfragen“; dabei dürfe es keine Denkverbote geben. Das erklärte Wolfgang Kreißig, Präsident der baden-württembergischen Medienanstalt Lfk anlässlich einer Strategie-Diskussion mit privaten Radiosveranstaltern des Bundeslandes.
Den Teilnehmer lag eine neue Goldmedia-Studie zur „Zukunft des Hörfunks in Baden-Württemberg 2025“ vor. Kernaussagen: Der Radiomarkt orientiert sich an den Endgeräte. Dort werde das Smartphone „seine Dominanz ausbauen“ und - abhängig vom Fördervolumen wird „DAB+ weiter deutlich Marktanteile hinzugewinnen“.
Die LfK will, so Kreißíg, „ Lokalität und Regionalität der Medien erhalten“ und dazu einen regelmässigen Runden Tisch einberufen. Die Privatradios erwarten einerseits sinkende Werbeerlöse. Andererseits mache der Mobilfunk der 5. Generation neue Geschäftsmodelle.
Quelle: Presseinfo der LfK vom 14.11. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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14.11.2017 • DVB-T2 HD: Erfolgsmeldung zur Phase 2a am 8.11.
Netz- und Plattformbetreiber Media Broadcast meldet heute die erfolgreiche Umstellung von 76 Sendeanlagen an 21 Standorten auf DVB-T2 HD am 8. November. Alle Arbeiten seien planmässig morgens um 8 Uhr beendet worden, etwa 140 Techniker waren beteiligt.
Freeenet TV wird nun von sechs neuen Standorten in vier Regionen aus angeboten. Die Reichweite des kostenpflichtigen Programmpakets erhöhe sich damit um etwa 5 Mio. Zuschauer, so das Unternehmen. In zwei Ballungsgebieten wurde zugleich der Empfang von Freenet TV verbessert: In Berlin kommen die drei Multiplexe jetzt auch vom RBB-Sendeturm Scholzplatz mit 15 kW Leistung. In Köln wurde deren Sendeleistung von 30 auf 40 kW erhöht.
Quelle: Presseinfo von Freenet TV vom 14.11. / Hintergrund: DVB-T 2 HD - Umstieg und Freenet TV.
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12.11.2017 • Frankreich: Zwei nationale Muxe in Vorbereitung
Bis 2020 soll DAB+ in den wichtigsten Gebieten Frankreichs verfügbar sein. Laut Nicolas Curien, dem für den Hörfunk zuständigen Vorstand der Medienbehörde CSA, habe eine kürzliche Konsultation zahlreiche ermutigende Rückmeldungen gebracht. CSA plane noch in diesem Monat Lizenzierungen für Strasbourg und Lyon, das Verfahren für die Region Hauts de France läuft im Frühjahr 2018 an. In 2018 sind Ausschreibungen für zwei nationale Multiplexe vorgesehen, für die Frequenzen reserviert wurden. 2018 bzw. 2019 will CSA außerdem je 15 lokale bzw. regionale Versorgungsgebiete aufrufen. Diese Informationen gab Curien auf der kürzlichen Generalversammlung von WorldDAB.
DAB+ startete in Frankreich erst 2012, nachdem die bis dahin favorisierte Sendetechnik DMB-A am Markt scheiterte. Im Oktober 2012 wurden für Paris 68, für Nizza und Marseille je 54 Programme zugelassen. Laut WorldDAB sind derzeit für etwa 19 Prozent der Franzosen DAB+-Programme verfügbar. Rund 1,2 Mio. DAB+-Radios wurden verkauft.
Quelle: Presseinfo von WorldDAB vom 7.11.
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10.11.2017 • DVB-T2 HD: Freenet TV läuft besser als geplant
Die Freenet AG meldet für das terrestrische Pay-Fernsehpaket Freenet TV 875.000 Nutzer. Damit liege man über den Erwartungen der beteiligten TV-Sender (750.000) und habe das geplante Jahresziel von 800.000 zahlenden Kunden schon im 3. Quartal überschritten. An den Zahlen sei abzulesen, dass lineares Fernsehen „nach wie vor sehrgeschätzt wird“, kommentierte Freent-Chef Vilanek. Er erhöhte die Planungshürde bis Jahresende nun auf 950.000 Kunden.
Quelle: Presseinfo der Freenet AG vom 9.11. / Hintergrund: Freenet TV.
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9.11.2017 • Schweiz: UHF geht an den Mobilfunk
Terrestrik Auch in der Schweiz wird das vom Fernsehen genutzte UHF-Teilband oberhalb von 700 MHz (ab Kanal 48) dem Mobilfunk zur Verfügung gestellt werden. Die Vergabe dieser und weiterer vier Frequenzabschnitte soll im 2. Halbjahr 2018 erfolgen. „Diese Frequenzen sind ab 2019 landesweit nutzbar“, teilt der Bundesrat anlässlich der Verabschiedung eines neuen Frequenznutzungsplans mit.
So werden Kapazitätsengpässe des Mobilfunks geschlossen und Funkressourcen für den Mobilfunk der 5. Generation bereit gestellt. Dafür werden „die sehr strengen Strahlungsgrenzwerte für Mobilfunk (NISV) angepasst“.
Die Auswirkungen auf das Fernsehen dürften in der Schweiz nur sehr gering sein. Es gibt nur eine nationale Senderkette der öffentlich-rechtlichen SRG. Teleraetia, ein kostenpflichtiges Angebot mit privaten und ausländischen Sendern für 5.500 Kunden in Graubünden wird zum 31.12.2018 eingestellt.
Quelle: Presseinfo des Bundesrates vom 9.11. / Hintergrund: DVB-T in der Schweiz (Wikipedia).
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8.11.2017 • Digitalradio: Saarland-Mux - alle Interessenten
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Mindestens elf Hörfunkprogramme“ haben sich auf den „Call for Interest“ zu DAB+ im Saarland gemeldet. Die Medienanstalt LM Saar hatte einige Interessenten schon genannt. Heute wurde die komplette Liste veröffentlicht:
Radio Saarschleifenland der Central FM Media GmbH
Radio Homburg, Radio Neunkirchen, Radio Saarbrücken sowie alle künftig lizenzierten Programme der Funkhaus Saar GmbH
Lulu.fm der lulu media GmbH
Die MSM Medien Saar Mosel GmbH für einen landesweiten Musiksender im AC-Format und einen landesweiten Infokanal
Zusätzlich zu dem schon per DAB Mux empfangbaren Radio Salü will die Radio Salü Euro-Radio Saar GmbH ihr Classic Rock Radio digital verbreiten
Radio Melodie des Vereins Verein Association Musique sans Frontières
Antenne Luxemburg der TopStar Radio S.a.r.l.
Domradio der Erzdiözese Köln
Kraftpaket, das Radio des Journalisten Wilfried Eckel
Interesse an einer Programm-Plattform haben bekundet:
Media Broadcast
Central FM Media
MSM Medien Saar Mosel GmbH
Quelle: Presseinfo der LM Saar vom 8.11. / Hintergrund: DAB+ im Saarland.
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8.11.2017 • DVB-T2 HD: Phase 2a (5) - Umschaltungen sind erfolgt
Folgt man den Berichten im Blog von Media Broadcast wurden die Umschaltungen auf DVB-T2 HD an 21 Sendestandorten in der Nacht erfolgreich durchgeführt. Als erste Standorte wurden Freiburg-Vogtsburg, Freiburg-Schönberg und Koblenz-Kühkopf in Betrieb genommen. Von dort und weiteren neuen Standorten werden auch die kostenpflichtigen privaten HDTV-Programme (Freenet TV) gesendet. Den Schlußpunkt setzten die Techniker am Sendestandort Holzminden. Lediglich in Niedersachsen sind laut Media Broadcast „noch einige Restarbeiten durchzuführen“. An folgenden Sendestandorten wurden DVB-T2 HD Multiplexe aufgeschaltet:
Bundesland Standort Bundesland Standort Bundesland Standort

Baden-Württ. Freiburg-Schönb. * Hessen Hoher Meißner ** Niedersachsen Göttingen Hetjersh.**
Freiburg-Vogtsb. * Kassel * Holzminden **
Bayern Kreuzberg (Rhön) ** Mecklenb.-Vorp. Rügen** Wolfsburg **
Pfaffenberg ** Usedom ** Rheinland-Pf. Koblenz *
Rhön/Heidelst. ** Niedersachesen Bad Lauterberg ** Saarland Kerlingen **
Würzburg ** Cuxhaven ** Sachsen DD-Wachwitz*
Hessen Habichtswald * Göttingen Espol ** Löbau **

* Programme von ARD, ZDF und Freenet TV. ** Programme nur von ARD und ZDF.

Die nächste Migrationsphase wird „in etwa 6 Monaten über die Bühne gehen“, heißt es im Blog. Der MDR und Media Broadcast an anderer Stelle nennen konkret den 25. April 2018.
Quelle: Blog von Media Broadcast vom 7./8.11. / Hintergrund: DVB-T2 HD in Deutschland.
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8.11.2017 • Vor 40 Jahren: „Eine Zensur findet nicht statt“
„Eine Zensur findet nicht statt“ - so steht es im Artikel 5 des Grundgesetzes. Dass Papier gedulig sein kann, zeigen einige Vorgänge aus Film und Fernsehen. Viele Filme wurden aus ersichtlichen politischen Motiven entstellt. Aus der ersten deutschen Synchronfassung von 1952 des Klassikers Casablanca wurden sämtliche Hinweise auf die Nazizeit, Exil und Widerstand entfernt. Ähnliches ist zu Filmen aus der DDR, Polen und der Sowjetunion bekannt.
Der Bayerische Rundfunk geriet mehrfach unter Zensurverdacht. Heute jährt sich einer von mindestens sieben Fällen zum 40. Mal, bei dem sich der BR zu bester Sendezeit aus dem bundesweiten ARD-Programm ausklinkte.
Immerhin erwähnt der BR das in seiner Chronik für den 8.11.1977: Der WDR-Film Die Konsequenz von Wolfgang Petersen erzählt eine Geschichte über Homosexuelle (Szenenfoto mit Ernst Hannawald und Jürgen Prochnow, Foto: BR). Die Begründung liefern andere Quellen: Der Film könne „Vorurteile gegen eine Minderheit“ fördern und bzw. „das Gefühl der Isoliertheit und Ausweglosigkeit noch vergrößern“, stellte sich der BR überraschend an die Seite homosexueller Mitbürger.
Schon 1973 waren die bayerischen Zuschauer für ungeeignet für das Filmthema Homosexualität befunden worden. Der Titel von Rosa von Praunheims Film spricht für sich: Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt. Stattdessen soll Benzin im Blut gesendet worden sein.
Erster bekannter Fall beim BR war am 17.1.1961 die Klassiker-Adaption Die Sendung der Lysistrata von Fritz Kortner (NDR). Weil Publikumsliebling Romy Schneider (Sissy) nicht durchweg voll bekleidet spielte, argumentiert die BR-Chronik „sittliche Gründe“. Der damalige BR-Koordinator Claus Münster wird jedoch politisch zitiert: „Die Verfechter einer Atomrüstung werden auf eine Weise karikiert, die einfach unfair ist.“
Bekanntestes und zweifaches Opfer der BR-Ausklinker ist Dieter Hildebrandt. Mit dem Scheibenwischer am 14. Januar 1982 zu CSU-Filz und Umweltzerstörung beim Rhein-Main-Donau-Kanal fiel der Kabarettist offenbar von der Staatsregierung an bis herunter in die Chefetage des BR in Ungnade. 1986 kam ein zweiter Scheibenwischer wegen eines Beitrags zur Katastrophe von Tschernobyl unter die BR-Räder.
Quellen: BR-Chronik, Scheibenwischer, Die Sendung der Lysistrata, Website des Journalisten Stefan Niggemeyer.
Hintergrund: Filmzensur in Deutschland, Interministerieller Ausschuß, Zensurfall Casablanca.
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7.11.2017 • DVB-T2 HD: Phase 2a (4) - Lokal-TV vor dem Start
Die sächsische Medienanstalt SLM macht auf die morgige Erweiterung des Empfangsgebietes von DVB-T2 HD auf Dresden (dort auch das kostenpflichtige HDTV-Paket Freenet) und die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz aufmerksam. Zugleich wird der bevorstehende Start des neuen Regionalsenders Lausitzwelle im Landkreis Bautzen bestätigt. Gesendet wird im Kanal 27 mit DVB-T2 (MPEG-4) von den Sendestandorten Hoyerswerda Stadt, Kamenz (Weißig), Keulenberg und Czorneboh mit jeweils 2,5 kW Sendeleistung. Die Aufschaltung soll laut ukwtv.de am Donnerstag zuncähst als Testbetrieb erfolgen.
Lausitzwelle wurde ursprünglich bereits 2011 lizenziert. Der Sendestart scheiterte an der langen Verfahrensdauer und der Zuteilung des Kanals 56. Da dieser nicht längerfristig genutzt werden kann, bemühte man sich um einen neuen Kanal und die Lizenz wurde im April 2017 verlängert. Nachdem der MDR morgen den Löbauer Kanal 27 räumt steht dieser für die Lausitzwelle zur Verfügung. Der Veranstalter SGS Rundfunkgesellschaft fungiert auch als Netzbetreiber. Der Regelbetrieb soll am 1. Dezember beginnen.
Zum morgigen Termin verweist Media Broadcast, Betreiber von Sendeneter und von Freenet TV, mit einer Aussendung auf eine frühere Presseinfo. Nachts soll es - wie am 29. März - aktuelle Infos zum Stand der technischen Arbeiten in einem Blog geben.
Quelle: Presseinfos der SLM vom 7.11., von Media Broadcast vom 25.10. / Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen, Umstiegs-Phase 2a.
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7.11.2017 • DVB-T2 HD: Phase 2a (3) - Morgen ist Umstiegstag
In Teilen von acht Bundesländern wird morgen von DVB-T auf DVB-T2 HD umgestellt. In den Versorgungsgebieten der unten verzeichneten Sendeanlagen ist ab 12 Uhr ein Sendersuchlauf am DVB-T2 HD-Empfänger notwendig.
Weil einige der bisherigen Sendeanlagen nicht mehr genutzt werden, kann in den betreffenden Regionen unter Umständen eine Neuausrichtung von Dachantennen sinnvoll sein. Hier eine Liste aller Sendestandorte, an denen am 8.11. um- bzw. abgeschaltet wird.

Bundesland Standort Bundesland Standort Bundesland Standort

Baden-Württ. Brandenkopf *** Rhön/Heidelst. ** Niedersachsen Osterode ***
Freiburg * Mecklenb.-Vorp. Rügen ** Steina ***
Freiburg-Schönb. * Usedom ** Wolfsburg **
Hochrhein *** Wolgast *** Rheinland-Pf. Ahrweiler ***
Bayern Kreuzberg (Rhön) ** Niedersachsen Alfeld *** Bad Marienberg ***
Pfaffenberg ** Bad Lauterberg ** Koblenz *
Rhön/Heidelst. ** Cuxhaven ** Linz/Rhein ***
Würzburg ** Göttingen Espol ** Saarland Kerlingen **
Hessen Habichtswald * Göttingen Hetjersh.** Sachsen DD-Wachwitz*
Kassel * Holzminden ** Löbau **
Hoher Meißner **

* Programme von ARD, ZDF und Freenet TV. ** Programme nur von ARD und ZDF. *** Standort wird nicht für DVB-T2 genutzt.

Hinweis : Alle DVB-T Ausstrahlungen von den genannten Standorten werden gleichzeitig beendet. Von Angelburg (Hessen) ist DVB-T noch bis zum 24. April 2018 zu empfangen.
Hintergrund: DVB-T2 HD Umstieg, Freenet TV, Programme, Kanäle.
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7.11.2017 • AGF: TV-Digitalisierung wieder rückläufig
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Zum zweiten Mal in diesem Jahr meldet AG Fernsehforschung (AGF) einen Rückgang der digitalen TV-Haushalte. Gegenüber den 95,5 Prozent des Vormonats wird die Zahl der Haushalte mit angeschlossenem Digital- oder IPTV-Empfänger zum 1. November mit noch 95,4 Prozent angegeben. Das entspricht einem Rückgang um 20.000 auf 36,57 Mio. Haushalte und dem Stand vom 1. August.
Die AGF geht von 38,32 Mio. Fernsehhaushalten aus. Inzwischen wird der analoge Empfang nur noch von einigen Kabelnetzbetreibern angeboten. Unitymedia hatte seine Kunden Ende Juni digitalisiert. Die verbleibenden 1,75 Mio. Analoghaushalte finden sich in den Netzen einiger Kabelanbieter, darunter vor allem dem Branchenriesen Vodafone/Kabel Deutschland.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.11.2017, AGF-Übersicht 2001 bis 2013.
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6.11.2017 • DVB-T2 HD: Phase 2a (2) - Kanalwechsel am 8.11.
Im zeitlichen Zusammenhang mit der Umstiegs-Phase 2a für DVB-T2 HD werden einige Kanalwechsel in Gebieten durchgeführt, die bereits mit DVB-T2 HD versorgt werden. Betroffen sind Zuschauer, die das Fernsehen per Antenne von den folgenden Sendestandorten empfangen. Sie sollten am 8. November ab 12 Uhr einen Suchlauf durchführen.
Hessen : Rimberg ARD K49 -> K42
Mecklenburg-Vorpommern : Rostock, Schwerin NDR K55 -> K29
Niedersachsen : Braunschweig, Hannover Freenet 2 K24 -> K21
Das Fernsehen nutzte zu Beginn der Digitalisierung 2002 die UHF-Kanäle 21 bis 68. Aufgrund der Digitalen Dividende 1 mussten erstmals 2011 TV-Frequenzen an den Mobilfunk abgegeben werden. Nach der 2. Digitalen Dividende bleiben dem Fernsehen noch die UHF-Kanäle 21 bis 47. Dieser Wegfall der Hälfte der Ressourcen ist einer der Gründe für den Umstieg auf DVB-T2 HD. Daher sind bis Mitte 2019 weitere Kanalwechsel vorgesehen.
Hintergrund: DVB-T2 HD Umstieg, Freenet TV, DVB-T2 HD in Hessen, M-V, Niedersachsen.
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5.11.2017 • DVB-T2 HD: Phase 2a (1) - vorerst keine Regionalmuxe
Die für den 8. November in Aussicht gestellten Sendestarts der regionalen Freenet-Multiplexe in Hamburg und Berlin verzögern sich offenbar erheblich.
Insider rechnen nicht vor dem Frühjahr mit einer Aufschaltung weiterer privater Programme. Media Broadcast hatte zuletzt verlauten lassen, man wolle Informationen „zu gegebener Zeit kommunizieren“. Spekulationen gehen davon aus, dass es dem Plattformbetreiber bis jetzt nicht gelungen ist, genug Programme für einen wirtschaftlichen Betrieb des Multiplexes zu binden. Nach bisherigen Erfahrungen haben beispielweise die Berliner DVB-T Shoppingkanäle weder an einer Grundverschlüsselung noch am FullHD-Bildformat Interesse.
Bis auf Weiteres senden daher der Hamburger Kanal 37 (mit Hamburg1) und der Berliner Kanal 47 (Shoppingprogramme, Euronews und Spreekanal) weiter in DVB-T.
Quellen: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T2 HD in Berlin, Hamburg.
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3.11.2017 • Digitalradio: Alle Zulassungen für Sachsen-Anhalt verlängert
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Medienanstalt Sachsen-Anhalt hat die Lizenzen für sechs landesweit verbreitete Privatradios verlängert. Damit können Radio Brocken, 89.0 rtl und 89,0 rtl In the Mix (Funkhaus Halle GmbH) und Radio SAW, Rockland Sachsen-Anhalt und 1A Deutsche Hits (VMG Verlags- und Medien GmbH & Co. KG) bis 2029 über DAB+ (Kanal 11C) und über UKW zunächst bis 2022 senden. Die aktuelle Entscheidung gebe den Unternehmen Planungssicherheit angesichts des Verkaufs der UKW-Sendenetze durch Media Broadcast.
Der Beschluß erweitert eine Entscheidung vom August. Radio Brocken und Radio SAW waren seinerzeit zur Antragstellung aufgefordert worden. Die MSA batte gleichzeitig die Ausschreibung für einen 7. Programmplatz im K 11C angekündigt.
Quelle: Presseinfo der MSA vom 2.11. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen-Anhalt.
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3.11.2017 • Digitalradio: Neue Radios für Berlin und Brandenburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wie zu erfahren ist, will die Medienanstalt Berlin-Brandenburg MABB im Dezember über die Zulassungen der DAB+-Bewerbungen entscheiden. Um jedem Interessenten „einen Platz in seinem Wunschbouqet zuweisen“ zu können, hat die Bundesnetzagentur den Kanal 12D freigegeben.
Die Privatradios im Berliner Mux auf K 7B können also weiter senden, sofern sie beantragt haben. Die weiteren der 24 Berlin-Bewerber könnten den Sendebetrieb vom Alexanderplatz kurzfristig nach der formalen MABB-Entscheidung und dem Vertragsabschluß mit dem Netzbetreiber beginnen.
Auch für Brandenburg wird eine Auswahl unter den 15 Bewerbern vermieden. Mit einem Sendestart wird es aber wohl länger dauern. In dem Flächenland muss die Infrastruktur erst aufgebaut werden. Eine Kooperation mit dem RBB würde sich anbieten; die Zweiländeranstalt hatte erst Ende August 2017 mit dem Netzausbau in der Brandenburger Fläche begonnen. Hier alle Bewerber für beide Bundesländer:
94,3 rs2 ERF Pop *) Berl.Rdf. 91|4 Power Radio Radio Gold *) Rock Antenne
BB Radio Kiss FM nice *) PureFM Star*Sat *) Rockland
Big FM Lulu.FM *) Radio Paloma *) Radio B2 *) Radio Paradiso *) Hit 104 *)
Domradio Mega Radio Peli One MaxxFM *) Radio Teddy StarFM
*) Diese Programme senden im Berliner DAB+-Kanal 7B.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
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2.11.2017 • Digitalradio: Rockradio-Bündnis abgesegnet
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach dem Bundeskartellamt hat jetzt die Medienanstalt MA HSH die Kooperation von Alster Radio und Rock Antenne abgesegnet. Demnach wird der per DAB+ (Kanal 11C) verbreitete Hamburger Sender in Rock Antenne Hamburg umbenannt und programmlich mit dem Münchner Schwestersender kooperieren. Wann das beginnt, ist noch nicht bekannt.
Das wird gesellschaftsrechtlich begleitet, indem Antenne Bayern als Mutterfirma von Rock Antenne 49 Prozent der Anteile des Alsterradio-Betreibers NWZ Funk&Fernsehen übernimmt. Nach früherer Veröffentlichung wird das mit einem Minderheitsanteil der Hamburger an Antenne Bayern bezahlt.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 2.11. / Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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2.11.2017 • Digitalradio: Neue Ba-Wü-Programme weiter in der Schwebe
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mit dem seit August mehrfach - zuletzt auf den 1. November - verschobenen Sendestart von Rock Antenne im Baden-Württemberger DAB+-Privatmux (Kanal 11B) hat es offenbar wiederum nicht geklappt. Auch die zeitgleich zugelassenen Programme Regenbogen2 und Antenne1 senden immer noch nicht. Auf der Website von Rock Antenne werden „technische Schwierigkeiten“ verantwortlich gemacht.
Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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2.11.2017 • Digitalradio: Saarland-Mux in der Diskussion
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Ergebnisse des am 28. Oktober geendeten „Call for Interest“ zu DAB+ sind ein „deutliches Zeichen für die Attraktivität des Digitalstandortes Saarland“, so Uwe Conradt, der Direktor der Saar-Medienanstalt LMS.
Nun gehe man daran, „Radiovielfalt für alle Generationen im Saarland digital sicherzustellen“. Dafür sei „eine Verbesserung der regulatorischen Rahmenbedingungen“ vonnöten. Während der Medienrat das weitere Vorgehen diskutiert sollen daher zeitnahe Gespräche mit dem Saarländischen Rundfunk, dem Deutschlandradio und der Saar-Staatskanzlei zu rechtlichen Fragen aufgenommen werden.
Nach Angaben der LMS hatten sich Radio Saarschleifenland, Funkhaus Saar mit drei Lokalprogrammen, Radio Salü (bereits auf dem DAB+-Mux des SR sendend) mit einer Rockwelle und Antenne Luxemburg sowie Lulu.fm Interesse an einer DAB+-Verbreitung im Saarland bekundet. Neben dem Kölner Domradio hätte das 2016 zugelassene Kraftpaket, das Digitalradio Interesse deutlich gemacht. Media Broadcast will auch im Saarland eine DAB+-Plattform betreiben.
Quelle: Presseinfo der LM Saar vom 2.11. / Hintergrund: DAB+ im Saarland.
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1.11.2017 • Digitalradio: BR erweitert Sendenetz im Raum Augsburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Bayern Der Bayerische Rundfunk nimmt am 3. November seinen angekündigten DAB+-Sendestandort auf dem Staufersberg (Welden bei Augsburg) in Betrieb. Von dort aus werden der Westen und Norden des Landkreises Augsburg, der Landkreis Dillingen und der Norden des Landkreises Günzburg mit dem landesweite BR-Mux im Kanal 11D und dem Regionalmux Oberbayern-Schwaben im Kanal 10A versorgt. Angeboten werden 19 Programme des BR und privater Veranstalter.
Der Bayerische Rundfunk nutzt im Kanal 11D jetzt 47 Standorte und versorgt 97,0 Prozent der Einwohner des Freistaates outdoor. Innerhalb von Gebäuden werden 88,4 Prozent der Einwohner erreicht. Der BR-Mux deckt 99 Prozent der Autobahnen in Bayern ab. Das Regionalnetz Oberbayern-Schwaben erreicht über 96,6 (outdoor) bzw. 87,7 (indoor) Prozent der Einwohner über 14 Sendeanlagen.
Bis Jahresende sind beim BR die Standorte Wallberg (bei Tegernsee), Dingolfing und Hesselberg in Planung. Der weitere Netzausbau läuft bis 2020.
Quelle: Presseinfo des BR vom 1.11. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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1.11.2017 • Vor 15 Jahren: Als der Analog-Ausstieg begann
Überallfernseh-Logo Am 1. November 2002 begann das Digitalzeitalter des Antennenfernsehens. In Berlin und Potsdam wurden erste Analogkanäle durch DVB-T Multiplexe ersetzt. Am Ende der Übergangszeit am 4. August 2003 war die Hauptstadtregion weltweit das erste Gebiet, wo terrestrisch nur in DVB-T und nicht mehr analog gesendet wurde. Bis Mitte 2005 wurden etwa 350.000 Geräte in der Region verkauft - ursprünglich war man von etwa 150.000 betroffenen Haushalten ausgegangen.
Im November 2008 schalteten ARD und ZDF die letzten ihrer bis dahin 600 Grundnetz- und 8.700 Füllsender ab. Für DVB-T reichten 488 digitale Sendeanlagen. DVB-T Tuner wurden zur Standard-Ausstattung von Fernsehern; bis 2008 wurden etwa 16 Mio. Stück verkauft.
2008 begann in Leipzig das erste Projekt für Lokal-TV mit einem alternativen Netzbetreiber und einem Lowpower-Konzept der Sendetechnik, das 2010 in den Regelbetrieb überging. Etwa zeitgleich wurden in Sachsen und Sachsen-Anhalt weitere lokale Programme lizenziert und mit Fördermitteln unterstützt. Ende 2009 startete in Stuttgart, Halle und Leipzig das grundverschlüsselte Paket Viseo+; es wurde u.a. wegen seiner technischen Insellösung und nicht wirklich attraktiver Programme nur von RTL ein Fehlschlag.
Ein Demokanal von 38 Sendeanlagen leitete ab Ende Mai 2016 den Umstieg auf DVB-T2 HD ein. Die Nachfolgetechnik bringt mehr Programme und das kostenpflichtige Paket Freenet TV mit privaten HDTV-Programmen. Der Umstieg ist auch erforderlich, weil nach den Sendekanälen 61 bis 68 („1. Digitale Dividende“, 2010) auch die Kanäle 49 bis 60 („2. Digitale Dividende“) bis 2019 an den Mobilfunk abgegeben werden müssen.
Hintergrund: DVB-T, DVB-T2 HD, Digitale Dividende 1, Digitale Dividende 2.



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