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Nachrichten-Archiv April 2018

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30.4.2018 • Vor 25 Jahren: Das www wird offen für alle
Am 30. April 1993 - vor 25 Jahren - gab Tim Berners-Lee vom Schweizer CERN-Institut die technischen Grundlagen des World Wide Web für die Öffentlichkeit frei. Aus Berners-Lees Grundidee, einer Kommunikationsplattform für Wissenschaftler, wurde eine Plattform der zeitgemäß kurzen Kommunikationswege.
Tim Berners-Lee verfolgte ein gut gemeintes Open Source-Konzept. Aber gerade diese Unkontrollierbarkeit des Internet droht, die Idee der
Der klickbare Screenshot führt zu einem Nachbau der ersten öffentlichen Website von 1993.
Nützlichkeit für alle ins Gegenteil zu verkehren. Das Internet und die davon getriebene „Digitalisierung“ lösten innerhalb von wenigen Jahren gravierende Änderungen für den Alltag, die Wirtschaft und die Gesellschaft aus: Arbeitsplätze gehen verloren, der stationäre Einzelhandel bricht zugunsten internationaler Handelskonzerne zusammen, Arbeitgeber beanspruchen ihre Mitarbeiter auch in der Freizeit, Kriminelle handeln mit Waffen und Kinderpornos, die öffentliche Meinungsbildung und sogar Wahlergebnisse werden mittels gezielter Lügenkampagnen manipuliert. Dieser Mißbrauch geschieht vor den Augen der Öffentlichkeit, kann aber - wenn überhaupt - nur in Einzelfällen aufgedeckt und verhindert werden; eine wirksame Kontrolle durch die Gesellschaft scheint unmöglich zu sein.
Nicht zuletzt: Die Besitzer der Transportwege des Internet kontrollieren die legalen wie die illegale Kommunikation und verdienen daran. Ihre Gier erfasst längst auch die Kontrolle der Verbreitung von Fernsehen und Radio, in welchem Kabel- oder Funksystem auch immer der Transport dieser Signale stattfindet.
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28.4.2018 • UKW: Klares Wort im Streit um Sendekosten (2)
Terrestrik Die Bundesnetzagentur habe im Blick, dass „eine erneute Drohung mit einer Abschaltung, wie sie die Media Broadcast Anfang April ausgesprochen hatte, nicht noch einmal vorkommt“, so BNetzA-Präsident Jochen Homann. Vor diesem Hintergrund habe BNetzA sich in den Streit um die UKW-Sendeantennen eingeschaltet.
Den neuen Eigentümern und Betreibern von UKW-Antennen sowie der Media Broadcast GmbH wurden jetzt förmliche Auskunftsersuchen zugestellt. So will Homann feststellen, „ob und welche Anbieter für den Zugang zu UKW-Antennen über beträchtliche Marktmacht verfügen. Diese Anbieter wären einer Regulierung zu unterwerfen“. Denn die vom Gesetzgeber veranlasste Marktöffnung für einen Wettbewerb dürfe nicht konterkariert und der andauernde Streit „nicht auf dem Rücken der Radiohörerinnen und –hörer ausgetragen“ werden.
Den rechtlichen Hintergrund erläutert BNetzA so:
Die neuen Antenneneigentümer müssten dann reguliert werden, wenn sie in ihren jeweiligen Verbreitungsgebieten über beträchtliche Marktmacht verfügen. Ihnen könnte dann auferlegt werden, anderen Unternehmen einen diskriminierungsfreien Zugang zu ihren UKW-Antennen zu regulierten Entgelten zu gewähren.
Quelle: Presseinfo der BNetzA vom 27.4.
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27.4.2018 • Digitalradio: Bundesmux jetzt für Rügen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auf Rügen ist jetzt der nationale DAB+-Multiplex zu empfangen. Heute ging laut ukwtv.de das Programmpaket im Kanal 5C an der Sendeanlage Garz im Südosten der Urlaubsinsel mit 5 kW in Betrieb. Es handelt sich zunächst wohl um Tests.
Damit beginnt der weitere Ausbau des Bundesmux. Bisher wurden etwa 68,8 Mio. Einwohner auf 93,5 Prozent der Fläche über 120 Sendeanlagen versorgt. Nach weiterem Ausbau auf etwa 200 Sendestandorte bis 2020 könnten 98,9 Prozent der Bevölkerung (mobil) bzw. 89,1 Prozent indoor erreicht werden.
Der NDR hat für seinen Mux in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr die Sendestandorte Züssow (Sommer 2018) und Stralsund (ab Ende 2018; auch für Rügen) angekündigt.
Quelle: Senderliste von ukwtv.de vom 27.4. | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern, Netzausbau Bundesmux.
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27.4.2018 • Digitalradio: Keiner will Verantwortung übernehmen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 DAB+ sei vor allem politisch gewollt. Damit rechtfertigt Nico Nickel von dem bei DAB+ sehr aktiven Unternehmen Regiocast auf dem Fachkongress Medientage Mitteldeutschland (MTM) das Verlangen nach öffentlichen Fördermitteln. Man wisse ja gar nicht, ob DAB+ sich tatsächlich durchsetzt oder nur eine Brückentechnologie sei. Für den Privatradioverband APR will Stephan Ory den Zugang der Hörer zu Radioprogrammen zwischen DAB+, Alexa und Apps „auspendeln“ lassen. Die Thüringer Landesmedienanstalt TLM, so Direktor Jopchen Fasco, setzt einen politischen Auftrag der Landesregierung voraus, um dann die Privatradios und damit „Vielfalt ins Land bringen“. Förderung sei nötig, ein langfristiger geförderter Simulcast sei dem Steuerzahler aber nicht zuzumuten.
Wer soll aber letztlich politische Verantwortung für eine Entscheidung über DAB+ übernehmen? Würde z.B. die KEF das (unwahrscheinlicherweise) über die Finanzierung von ARD und D-Radio durchsetzen, wären die Privaten gezwungen mitzutun. So geht's natürlich nicht. Während der Diskussion in Leipzig wollten weder Privatradios noch die Medienanstalten eigene Verantwortung übernehmen.
Damit landet der Buhmann bei den für die Rundfunkpolitik zuständigen Landesregierungen. Die letztlich nicht zuständige Bundes-Digitalisierungsbeauftragte Dorothee Bär will „eine Blockadepolitik nicht tolerieren“. Sie fordert im Fachdienst Medienbarometer die Marktbeteiligten zur Zusammenarbeit auf, „wie in unserem Aktionsplan beschrieben“. Wenn nötig müssten Bund und Länder eine regulatorische Hilfe leisten. Bär sagte nicht, dass die vom VPRT vertretenen Privatradios aus dem Digitalradio-Board auszogen, weil ihnen der besagte (schon zurückgenommen formulierte) Aktionsplan nicht passt. Der VPRT wehrt sich vor allem gegen DAB+ als „politisch verordnete“ neue Sendetechnik. Obwohl viele Privatradios (noch) abseits stehen stieg die Haushaltsausstattung z.B. in Sachsen von 16,2 Prozent im Sommer 2017 auf aktuell 23 Prozent.
Kommentar: Hier werden Entscheidungen vom Markt an die Politik abgeschoben. Hinterher wird gemeckert: Das war ja nicht marktgetrieben ... Und: Wer politische oder unternehmerische Entscheidungen hinauszögert verliert den Anschluß. Wird es den zögernden Privatradios so gehen, wie der Musikindustrie, deren Geschäftsmodell jahrelang hinter den digital gewachsenen Realitäten hinterher hing?
Quellen: Presseinfo der MTM vom 26.4., Meldung von satnews zu Bär vom 27.4. | Hintergrund: DAB+ Leitseite, Aktionsplan.
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26.4.2018 • Digitalradio: Drei Bewerbungen für Augsburg-Mux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Sachsen Radio Schwabmünchen hatte schon im Januar erklärt, „mit Antenne ab Frühjahr 2018 über DAB+ Digitalradio“ senden zu wollen. Diese Idee hatten nun auch weitere Radioveranstalter. Eine Sprecherin der Medienanstalt BLM bestätigte auf Anfrage von dehnmedia drei Interessenten für den im März ausgeschriebenen Sendeplatz im Augsburger Kanal 9C. Die Bewerber werden zur Zeit nicht bekannt gegeben. Der Hörfunkausschuß der BLM werde sich Ende Juni mit den Bewerbungen befassen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ für Augsburg.
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26.4.2018 • UKW: Klares Wort im Streit um Sendekosten (1)
Terrestrik Im Streit um die Mietpreisforderungen für UKW-Sendeantennen kommen klare Worte vom Bundeskartellamt. dpa zitiert aus einem Schreiben an einen der beiden Käufer des Sendenetzes. Dort weist das Amt Zusammenhänge zwischen dem Kaufpreis und der Kalkulierung der neuen Betriebsentgelte zurück. „Insbesondere dürfte die Höhe eines durch Renditeerwartungen getriebenen Kaufpreises keinen Einfluss auf die Entgelte oder sonstige Geschäftsbedingungen haben.“ Umgekehrt müssten sich die Käufer daran orientieren, wieviel der „Inhaber einer marktbeherrschenden Stellung“ maximal fordern dürfe.
Das Bundeskartellamt will zur Zeit in der Sache nicht selbst aktiv werden und verweist auf die Bundesnetzagentur. Diese prüfe derzeit, ob der Markt der Sendeantennen reguliert werden muss. Wegen des kürzlich mit dem Vorbesitzer vereinbarten Übergangsszenarios bis Ende Juni sei dabei Eile geboten.
Die neuen Besitzer der rund 1.000 UKW-Sendeantennen verlangten „Preisaufschläge bis zu 30 Prozent“, wurde gemeldet. Diese Forderung treibt die Kosten letztlich auch der Radioveranstalter in die Höhe. Die neuen Sendenetzbetreiber Divicon Media und Uplink Network wären bereit, die bisherigen Preise für die Zukunft zu vereinbaren.
Die genannten Unternehmen hatten die UKW-Sendetechnik von Media Broadcast zum 1. April 2018 ersteigert. Rund 30 andere Unternehmen bekamen Zuschläge für die Antennen. Bis zu 70 Prozent der Antennen gehören jetzt „fünf größeren Finanzinvestoren“. Nachdem zum 1. April keine Einigung erreicht wurde, drohte die Abschaltung vieler privater und öffentlich-rechtlicher UKW-Programme. Das käme wieder in Reichweite, wenn bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird.
Quelle: Meldung von Infosat vom 26.4.
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25.4.2018 • DVB-T2 HD: Zulassungen der TV-Regionalfenster verlängert
Niedersachsen Die Versammlung der niedersächsischen Landesmedienanstalt NLM hat heute die Zulassungen der RTL Nord GmbH und der SAT.1 Norddeutschland GmbH für die auch terrestrisch ausgestrahlten Regionalfenster um sieben Jahre bis zum 30. Juni 2025 verlängert. Das Landesmediengesetz verpflichtet Sat1 und RTL als die beiden reichweitenstärksten privaten TV-Vollprogramme, landesweite Fensterprogramme einzurichten und zu finanzieren.
Presseinfo der NLM vom 25.4. | Hintergrund: DVB-T2 HD in Niedersachsen.
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25.4.2018 • DVB-T2 HD: Umstiegs-„Phase 2b“ durchgeführt
Die „Phase 2b“ des Umstiegs von DVB-T auf DVB-T2 HD ist aus Sicht von Media Broadcast erfolgreich abgelaufen. Laut dem Blog des Netzbetreibers waren alle vom Unternehmen betriebenen neuen Sendestandorte um 4 Uhr on Air.
Damit stehen bis zu 20 Programme von ARD und ZDF und das Freenet TV-Paket mit 19 kostenpflichtigen privaten HDTV-Kanälen über die Terrestrik jetzt auch in den Gebieten Augsburg, Münster, Osnabrück, Erfurt und Weimar (klickbare Karte oben) zur Verfügung. Die Freenet-Programme sollen im Sommer auch nach Bielefeld kommen.
Die HDTV-Kanäle von ARD und ZDF kommen darüber hinaus jetzt auch von den Sendestandorten Bielefeld, Münster-Baumberge, Minden, Teutoburger Wald, Osnabrück (Schleptruper Egge), Lingen, Lüneburg, Hochberg, Gelbelsee und Pfaffenhofen (klickbare Karte unten).
Letzte Massnahme des Arbeitspaketes ist die Aufschaltung der drei Multiplexe mit öffentlich-rechtlichen Programmen auf dem Untersberg morgen bis 14 Uhr. Es handelt sich um einen Sendestandort des Bayerischen Rundfunks auf österreichischem Territorium (dem Geiereck bei Salzburg).
Von den Sendeanlagen Angelnburg, Hesselberg, Bad Rothenfelde, Rinteln, Stadthagen, Saalfeld und Sonneberg werden ab sofort keine TV-Programme mehr verbreitet.
Hintergrund: Umstiegsablauf, FreenetTV, DVB-T2 HD in den Bundesländern (Programme, Kanäle etc.).
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24.4.2018 • Digitalradio: DAB+-Nutzung in Sachsen mehr als verdoppelt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Sachsen Die Nutzung von DAB+ hat sich in Sachsen seit 2016 mehr als verdoppelt. Das ist ein Ergebnis einer von der Medienanstalt SLM beauftragten Studie.
Einmal innerhalb von zwei Wochen hören heute 23 Prozent der Sachsen über 14 Jahren Radio mit DAB+. Gegenüber 2016 ist das eine Steigerung um 130 Prozent. Die UKW-Nutzung fiel um 6 auf noch 80 Prozent, 30 (minus 1) Prozent verzeichnet IP-Radio. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung ist UKW (79 Prozent) meistgenutzter Radioempfangsweg, gefolgt von IP Radio (26 Prozent) und DAB+ (19 Prozent). Für 46 Prozent ist IP Radio, für 30 Prozent DAB+ der Radio-Empfangskanal der Zukunft, während UKW nur 10 Prozent so zukunftsfähig sehen. 15 Prozent der Sachsen wollen in diesem Jahr ein DAB+-Radio kaufen.
Jedoch wissen nur 8 Prozent „eine ganze Menge“ über DAB+. Ein Drittel der Befragten kennt immerhin das Kürzel, ein weiteres Drittel ist es unbekannt. Bei der Bekanntheit von DAB+ bestehe also erheblicher Nachhohlbedarf, so die Analysten. Das ist ein Grund dafür, dass die weitere Entwicklung von DAB+ in Sachsen eher im bisherigen Tempo verlaufen werde. Das könne sich nur mit einem größeren Programmangebot ändern; möglicherweise könnten auch Smart Speaker den digitalen Radiokonsum stimulieren. So oder so wird den Radiosendern zum Einstieg bei DAB+ geraten - schon um keine Hörer an die Wettbewerber zu verlieren.
Für die SLM hatte das Institut MAS Partners im Dezember 2017 2.161 Sachsen über DAB+, UKW und IP-Radio befragt. Die Antworten wurden mit denen von 2016 verglichen.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 24.4., Zusammenfassung der Studie | Hintergrund: DAB+ in Sachsen.
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24.4.2018 • Digitalradio: Neue Werbeaktion beginnt am 2. Mai
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Eine neue Werbekampagne für DAB+ wird vom 2. bis 11. Mai angekündigt. Unter dem Motto „DAB+, denn so geht Radio heute“ wird crossmedial auf die guten mobilen und portablen Empfangseigenschaften von DAB+ hingewiesen. Zugleich wird die zur IFA 2017 gestartete Website www.dabplus.de jetzt erstmals stärker als bisher ins Spiel gebracht. www.digitalradio.de wird hingegen nicht mehr erwähnt.
Der Verein Digitalradio Deutschland sieht „DAB+-Sender im Aufwind“ und verweist beispielhaft auf die Hörerzahlen für Klassik Radio, Absolut Relax und die DAB+-Radiokombi in der Media Analyse.
Die ARD-Anstalten, Deutschlandradio, Privatsender und weitere Mitglieder des Vereins wollen in der Öffentlichkeit ein Zeichen für die Bedeutung der digitalterrestrischen Radioangebote setzen.
Quelle: Meldung von DRD vom 24.4. | Hintergrund: DAB+.
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24.4.2018 • Schweiz: Neue Kampagne soll UKW-Ausstieg bewerben
Quelle dabplus.ch Die Schweizer Medienbehörde Bakom sucht Anschluß für die derzeitige DAB+-Werbekampagne. Per Ausschreibung werden Konzepte für die Propagierung des zwischen 2020 und 2024 geplanten UKW-Ausstiegs sowie für ein Kompetenzzentrum für Verbraucherberatung erwartet. Die neue Kampagne soll 2019 bis 2022 aktiv werden. Dafür stehen 5,5 Mio. Schweizer Franken bereit.
Sie schließt an die 2017 begonnene Kampagne „Radio zieht um“ an, durch die der Bekanntheitsgrad von DAB+ auf 80 Prozent gestiegen sei. Allein 2017 wurden laut Bakom 600.000 DAB+-Radios verkauft; 85 Prozent der Neufahrzeuge wurden mit DAB+-Radios ausgeliefert. Der Umstieg ist seit 2014 beschlossene Sache im Nachbarland. Schon im Frühjahr 2016 dominierten DAB+ mit 53 Prozent der Radionutzung das analoge UKW.
Quelle: Presseinfo der Bakom vom 24.4.
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23.4.2018 • DVB-T2 HD: Umfangreiche Änderungen der TV-Terrestrik
Mit der Abschaltung von DVB-T am bayerischen Sendestandort Hochberg bei Traunstein heute um 9 Uhr beginnt die „Phase 2b“ des Umstiegs von DVB-T auf DVB-T2 HD. Für einige Regionen kommen erstmals private Sender ins terrestrische Angebot - in Gestalt des Pay-Paketes Freenet TV. Massnahmen werden in insgesamt fünf Bundesländern durchgeführt; die letzte Aufschaltung von DVB-T2 HD-Muxen wird auf dem Untersberg am 26. April bis ca. 14 Uhr vorgenommen.
Weitere Informationen finden Sie u.a. in den dehnmedia-Meldungen zu Aktivitäten in Bayern, Thüringen, Hessen, Niedersachsen und NRW.
Hintergrund: Umstiegsablauf, FreenetTV, DVB-T2 HD in den Bundesländern (Programme, Kanäle etc.).
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21.4.2018 • Rundfunkbeitrag: Sparen geht nur noch am Programm
Beitragsservice ARD und ZDF haben Forderungen der Bundesländer nach zusätzlichen Sparmassnahmen zurückgewiesen. Die Anstalten hatten den Landesregierungen im September 2017 strukturelle Sparkonzepte über rund 1,2 Nrd. Euro im Zeitraum 2021 bis 2028 vorgelegt. Das hatte den Politikern nicht gereicht; sie forderten weitere Sparvorschläge bis zum 20. April.
Die ARD beantwortete das - nach dem 951 Mio. Euro-Konzept vom September - nicht. „Die Vorstellung, dass wir jetzt schon zum 1.1.2021 erneut Hunderte Millionen ausweisen können, ist nicht realistisch“, kommentierte der ARD-Vorsitzende und BR-Intendant Ulrich Wilhelm die Position der ARD-Intendanten. Wilhelm hatte schon im Dezember darauf hingewiesen, dass weitere Einsparungen im Sinne einer von der Politik verlangten „Beitragsstabilität“ nur noch am Programm möglich sind.
Ähnlich sieht es ZDF-Chef Thomas Bellut: „Über die vorgeschlagenen, gründlich durchdachten Strukturprojekte hinaus lassen sich zurzeit seriös keine weiteren Maßnahmen identifizieren.“ Der Rundfunkbeitrag wurde - ungeachtet der allgemeinen Kostensteigerungen - seit 2009 nicht nur nicht erhöht, sondern 2013 sogar reduziert. Forderungen der Anstalten nach einem Teuerungsausgleich sind daher nachvollziehbar.
Die Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der ARD-Anstalten haben klar formuliert, wie sie die Perspektiven sehen:
Die Diskussion um ein Einfrieren der Beitragshöhe über das Jahr 2021 hinaus geht in die falsche Richtung. Sie würde die Bestands- und Entwicklungsgarantie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gefährden. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss vielmehr in die Lage ver­setzt werden, sich den Herausforderungen der digitalen Medienentwicklung und den sich wandelnden Ansprüchen des Publikums zu stellen.
Eine Beschränkung der Vielfalt des Programmangebots und der regionalen Nähe hätte unweigerlich Auswirkungen auf die Erfüllung des Auftrags und die gesellschaftliche Akzeptanz des öffentlich-recht­lichen Rundfunks.
Der von den Politikern der Bundesländer seit mehr als zehn Jahren ausgeübte Spardruck führt dazu, dass der Rundfunkbeitrag laut KEF-Berechnung über 19 Euro steigen müsste, um die bisher von den Sendern erbrachten Leistungen ab 2021 zu finanzieren. Aufgrund dieser Nachricht installierten die Bundesländer 2016 eine Kommission „Auftrag und Strukturoptimierung der Rundfunkanstalten“. Nach den Vorschlägen der Anstalten zu strukturellen Sparmassnahmen bleibt den Bundesländern noch der andere Teil der selbstgestellten Aufgabe: Letztlich werden gut refinanzierbare Programminhalte den Privatsendern zugeschoben - mit dem Argumenten wie: der Rechteeinkauf sei zu teuer.
Kommentar : Politiker neigen dazu, stets andere zu sparsamem Wirtschaften aufzufordern. Die Abgeordneten der Länderparlamente und des Bundestages sind die einzigen Menschen in Deutschland, die ihr Gehalt (sprich: die Diäten) selbst bestimmen. Im Bundestag und zahlreichen Länderkammern gelten inzwischen jährliche automatische Steigerungen der Diäten. Ist „Diätenstabilität“ zu viel verlangt?
Quelle: DF-Meldungen zu ZDF vom 20.4., ARD vom 19.4., Presseinfo der ARD-GVK vom 17.4.
Hintergrund: Strukturdebatte, Streitthema Rundfunkbeitrag.
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21.4.2018 • Digitalradio: VPRT bleibt weiter abseits von DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 VPRT Der VPRT ist nicht an den Verhandlungstisch zu DAB+ zurückgekehrt. Der Lobbyverband der Privatradios weist Meldungen zurück, wonach er wieder am Digitalradio-Board des Bundeswirtschaftsministeriums teilnehme. Eine Rückkehr mache keinen Sinn, „solange es keine Bewegung in den für uns drängenden Fragen bei anderen Beteiligten gibt“, so ein Sprecher.
Der Verband bleibt zudem bei seiner Kritik an der 2016 vorgelegten Roadmap („Aktionsplan für die Transformation der Hörfunkverbreitung in das digitale Zeitalter“) und verweist auf sein Forderungspaket vom September 2017.
Quelle: Meldung von satnews vom 20.4. | Hintergrund: Roadmap zu DAB+.
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20.4.2018 • Digitalradio: NRW-Radios nennen Bedingungen für DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NRW-Verband Lokaler Rundfunk (VLR) hat ein Positionspapier in Sachen DAB+ vorgelegt. Der vehementen Verweigerungshaltung zur digitalen Terrestrik folgt nun die Einsicht, „dass der konstruktive Dialog mit dem Gesetzgeber und der LfM zielführender ist, als die grundsätzliche Verweigerung ...“ Denn DAB+ könnte „zu einem relevanten Verbreitungsweg neben UKW und Online werden“.
Der Verband, der die 45 privaten Lokalradios in NRW vertritt, formulierte 6 Forderungen.
Die Märkte (d.h. Sendegebiete) der Lokalradios sollen auch mit DAB+ gesichert werden.
Ein 2016 von der LfM vorgelegtes Konzept von neun regionalen Allotments sei für die Lokalradios nicht akzeptabel und müsse überarbeitet werden.
Eine Infrastrukturförderung von bis zu 80 Prozent der DAB+-Kosten soll nach Schweizer Vorbild den Simulcast finanziell erleichtern.
Die DAB+-Multiplexe seien stets „im höchsten Übertragungsstandard zu betreiben“, damit DAB+ die Hörer mit seiner Qualität überzeuge.
Ballungsraum-Multiplexe werden grundsätzlich abgelehnt, weil sie Lokalsender in Ballungsräumen benachteiligen würden.
Gefordert wird ein „Testbetrieb zur Evaluation von Machbarkeit, Kosten, Abdeckung und Akzeptanz“ eines flächendeckenden Netzes regionaler Multiplexe. Es sei zu beweisen, dass der Empfang in Gebäuden, Tiefgaragen und Tunneln gewährleistet werden. In dem Zusammenhang wird auf das Open Source-Prinzip verwiesen, das „erhebliche Einsparungen gegenüber kommerzieller Sendetechnik verspricht“.
Dieses Statement kommt nicht von ungefähr. LfM-Direktor Tobias Schmid hatte die Verweigerungshaltung der Lokalradios scharf kritisiert; es sei zu vermeiden, „dass wir das Ding im Lauf der nächsten Jahre gegen die Wand fahren“.
Ein Teil der VLR-Forderungen täuscht guten Willen aber nur vor. Beispielsweise dürfte eine 80prozentige Förderung den EU-Regularien widersprechen. Man darf auch abwarten, ob die für den hochgesteckten Qualitätsanspruch erforderlichen Bandbreiten finanzierbar sind.
Zur Erinnerung: Das „Zweisäulen-Modell“ des NRW Lokalfunks sichert den Radioablegern der Zeitungsverlage wesentlich wettbewerbsfreie Märkte. Sog. Trägervereine haben geringen Einfluß. Radio NRW füllt bis zu 20 Stunden täglich mit einem Mantelprogramm und beschafft Werbung; diese Firma wird von den Zeitungsverlagen über ihren 59 Prozentanteil an der Pressefunk Nordrhein-Westfalen kontrollieren.
Quelle: VLR-Positionspapier (Wortlaut) | Hintergrund: DAB+ und Lokalfunk in NRW.
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20.4.2018 • Digitalradio: Lokalradio-Mux sendet jetzt auch für Bad Tölz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Bayerische Rundfunk hat einen weiteren Sendestandort für den DAB+-Regionalmux Oberbayern/Schwaben im Block 10A mit 1 kW Sendeleistung in Betrieb genommen. In dieser Region verbessert sich dadurch der Empfang der Programme Bayern1 Mittel-/Oberfranken, Bayern2 Nord, BR Verkehr, Absolut Hot, egoFM, Kultradio und Rock Antenne.
Nach früheren Ankündigungen des BR wird dieses Regionalnetz bis Jahresmitte noch um die Sendeanlagen Eichstätt, Hohenpeissenberg, Pfronten, Reit im Winkl, Wasserburg und Untersberg (Österreich) erweitert. Der BR plant in 2018 mehr als 30 Inbetriebnahmen für seine Multiplexe.
Quelle: Meldung von BDR vom 20.4. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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19.4.2018 • Digitalradio: Regionalkonzept für Rheinland-Pfalz?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In Rheinland-Pfalz wird der Boden für private DAB+-Ausstrahlungen vorbereitet. Wie satnews unter Berufung auf den Joachim Lehnert, Technikchef der Medienanstalt LMK, meldet, werde eine landesweite Abdeckung aus drei bis fünf regionalen Multiplexen geprüft. Die Bundesnetzagentur erarbeite ein Frequenzkonzept, die LMK beauftragte eine Wirtschaftlichkeitsstudie.
Die Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen und mit den Privatradios besprochen werden. Danach würde ein Netzbeteiber gesucht. Bei der folgenden Ausschreibung könnte auf überregionale, landesweite (auch regionalisierte) sowie lokale Programme orientiert werden. Beispielhaft wird ein Mux für den Raum Mainz, Bad Kreuznach und Idar-Oberstein genannt, was dem Versorgungsbereich der Mainzer Variante von RPR1 entspreche. Der Privatsender und BigFM gastieren zur Zeit im landesweiten SWR-Mux, wo es keine Möglichkeiten der Regionalisierung gibt. Im Idealfall könnten erste Sendungen ab Mitte 2019 laufen.
Denkbar sei es, den Bad Kreuznacher Small Scale-Mux von Domradio Studio Nahe einzubeziehen; das christliche Programm könnte aber auch in einem Regionalmux aufgenommen werden. Die LMK hat selbst zusammen mit der Hochschule Kaiserslautern einen Kleinleistungssender auf Small Scale Basis entwickelt, der zur Zeit in Belgien im Einsatz ist.
Quelle: Meldung von satnews vom 18.4. | Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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19.4.2018 • Digitalradio: Peli One sendet für Hamburg in DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Musikwelle Peli One hat heute den Sendebetrieb im Hamburger DAB+-Multiplex (Block 11C) (zunächst als technischen Test) begonnen, teilt der Sender auf Twitter mit. Das in Berlin ansässige „Urban Music Radio“ war im Dezember zugelassen worden. Auch für die Heimatregion wurde das Programm zugelassen. Der Sendebeginn des neuen Berlin-Brandenburger DAB+-Mux wird für den Sommer erwartet.
Quelle: Tweet vom 18.4. | Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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18.4.2018 • Österreich: ORS will Regionalmuxe für drei Regionen
Der österreichiche Sendenetzbetreiber ORS comm hat sich für drei der ausgeschriebenen regionalen DVB-T2-Empfangsgebiete (Mux-C) beworben. Da die Medienbehörde an ein Plattform-Konzept vergeben will, bringt das Venture von ORF und Raiffeisen zahlreiche Programme, teils in HD, mit. Im Großraum Linz soll das Versorgungsgebiet für LT1, WT1, DorfTV und RTV erweitert werden. Als neue Programme werden oe24, SchauTV und BibelTV genannt. In Graz-Umgebung und der Südost-Steiermark kommen Kanal 3, SchauTV, BibelTV sowie oe24 neu ins terrestrísche TV-Angebot. Die Stadt Graz ist die dritte Region, für die sich ORS comm beworben hat.
Quelle: Presseinfo von ORS vom 4.4. | Hintergrund: DVB-T2 in Österreich.
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18.4.2018 • DVB-T2 HD: Umstiegs-„Phase 2b“ - Ausbau von Freenet TV
Freenet TV Media Broadcast informiert heute offiziell über die Empfangsgebiete von Freenet TV, die dem 25. April zugeschaltet werden. Die neuen Sendestandorte Augsburg, Münster, Osnabrück, Erfurt und Weimar versorgen ab 10 Uhr etwa 2,5 Mio. Einwohner per Dachantenne bzw. 1,4 Mio. Einwohner per Zimmerantenne mit dem kostenpflichtigen HDTV-Paket der Privatsender. Freenet TV erreicht damit rund 73 Prozent der bzw. 58,6 Mio. Einwohner (Dachantenne); die Versorgung Indoor steigt auf 27,3 Mio. Menschen. Bestätigt wird, dass die ursprünglich ebenfalls geplante Aufschaltung von Freenet TV für Bielefeld „aufgrund von baurechtlichen Verzögerungen voraussichtlich in den Sommermonaten 2018“ erfolgt. ARD Digital informiert über die Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Anstalten in vier Bundesländern.
Weitere Infos zum Umstieg finden sich in den Meldungen zu den Planungen für die betroffenen Bundesländer Bayern, Thüringen, Hessen, Niedersachsen und NRW.
Quelle: Presseinfos von Media Broadccast und ARD Digital vom 18.4. | Hintergrund: Umstiegsverlauf, FreenetTV,
DVB-T2 HD in Deutschland (Programme, Kanäle etc. nach Bundesländern).
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18.4.2018 • DVB-T2 HD: Umstiegs-„Phase 2b“ (5/5) - NRW
Auch in Nordrhein-Westfalen erweitern ARD, ZDF und der WDR sowie das Pay-Paket Freenet TV am 24. und 25. April ihre Sendegebiete. Jedoch gibt es auch eine Verschiebung.
Aufschaltungen: Am Sendestandort Münster (Stadt) werden die Multiplexe von ARD, ZDF, WDR und Freenet TV aufgeschaltet. Niedersachsen
Die Umgebung von Münster versorgen ARD, ZDF und WDR vom Standort Baumberge aus. Diese Multiplexe werden auch von den Sendern Bielefeld, Minden und Teutoburger Wald aus gesendet.
Verschiebung: Laut Media Broadcast muss der Start von FreenetTV in Bielefeld wegen „baurechtlicher Verzögerungen“ bis „in die Sommermonate“ verschoben werden.
Interaktiv TV: Der WDR ermöglicht mittels der ILS-Funktion den Zugriff auf zusätzliche Programme und ARD-Inhalte aus dem Internet - ebenso wie FreenetTV Connect. Voraussetzung ist ein mit dem Internet verbundenes Empfangsgerät, ausgestattet mit dem HbbTV-Standard 1.5 mit MPEG-DASH-Funktion.
Hinweis: An den genannten Sendestandorten wird DVB-T endgültig abgeschaltet. Für das Fernsehen per Antenne sind Empfangsgeräte für DVB-T2 HD notwendig. Die privaten HD-Programme von FreenetTV sind nach kurzer Gratiszeit kostenpflichtig.
Weiteres: Nach neueren Angaben des WDR geht DVB-T2 HD in den letzten NRW-Regionen am 5. Dezember 2018 (statt älterer Infos im Frühjahr 2019) auf Sendung. Es handelt sich um Siegen, Nordhelle und Hochsauerland.
Quelle: WDR-Infos | Hintergrund: DVB-T2 HD in NRW, Einführung.
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18.4.2018 • DVB-T2 HD: Umstiegs-„Phase 2b“ (4/5) - Niedersachsen
Sowohl ARD, ZDF und der NDR als auch das kostenpflichtige HDTV-Paket der Privatsender Freenet TV erweitern am 24./25. April ihre Sendegebiete auch in Niedersachsen. Folgende Standorte sind vorgesehen:







Aufschaltungen






Abschaltungen
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:
Vom Sender Osnabrück Stadt aus werden die Multiplexe von ARD, ZDF, MDR und Freenet TV ausgestrahlt.
In der Umgebung von Osnabrück (Schleptruper Egge), in Lingen und Lüneburg sind die Kanäle von ARD, ZDF und NDR zu empfangen. Die klickbare NDR-Karte zeigt beispielhaft den Versorgungsbereich für den ARD-Multiplex (Stand: Ende April 2018).
Die nur vom NDR für DVB-T genutzten Sendeanlagen Bad
ARD Mux in Niedersachsen ab April 2018
Rothenfelde, Rinteln und Stadthagen werden für DVB-T2 HD nicht mehr benötigt und gehen außer Betrieb.
Interaktiv TV: Für die Nutzung der zusätzlichen Angebote von FreenetTV Connect wird ein mit dem Internet verbundenes Empfangsgerät, ausgestattet mit dem HbbTV-Standard 1.5 mit MPEG-DASH-Funktion, vorausgesetzt.
Hinweis: An den genannten Sendestandorten wird DVB-T endgültig abgeschaltet. Für das Fernsehen per Antenne sind Empfangsgeräte für DVB-T2 HD notwendig. Die privaten HD-Programme von FreenetTV sind nach kurzer Gratiszeit kostenpflichtig.
Weiteres: Laut der offiziellen DVB-T2 HD-Website gehen Dannenberg, Uelzen und Visselhövede als letzte Sendestandorte voraussichtlich im Frühjahr 2019 mit DVB-T2 HD in Betrieb.
Quellen: NDR-Infos, NDR-Datenblatt, PLZ-Abfrage | Hintergrund: DVB-T2 HD in Niedersachsen, Einführung.
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18.4.2018 • DVB-T2 HD: Umstiegs-„Phase 2b“ (3/5) - Hessen
In Hessen wurde der Umstieg im vergangenen November beendet. Eine letzte Massnahme steht aber noch bevor: Es handelt sich um die Abschaltung der drei DVB-T Multiplexe am einzigen noch aktiven Sendestandort Angelnburg. Dieser wird aus Kostengründen für DVB-T2 HD nicht genutzt. Der Hessische Rundfunk nennt die Sendeanlagen Großer Feldberg oder Rimberg als Alternativen, von denen viele der betroffenen ca. 5.000 Haushalte DVB-T2 HD mittels Dachantennen empfangen können.
Quelle: Infos des HR | Hintergrund: DVB-T2 HD in Hessen, Einführung.
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17.4.2018 • DVB-T2 HD: Umstiegs-„Phase 2b“ (2/5) - Thüringen
Der MDR bestätigt jetzt die bekannten Infos zum weiteren Umstieg in Thüringen. In der Nacht vom 24. zum 25. April ist es für die Landeshauptstadt Erfurt und Umgebung soweit.
Aufschaltungen: Die Multiplexe von ARD, ZDF, MDR und Freenet TV kommen von den Sendestandorten Erfurt und Weimar.
Abschaltungen: Die Standorte Saalfeld und Sonneberg werden für DVB-T2 HD nicht genutzt. DVB-T wird dort abgeschaltet.
Kanalwechsel: Am Standort Jena betreffen zwei Massnahmen die DVB-T2 HD-Zuschauer: Der ARD-Mux (K 39) wechselt in den Kanal 27, der MDR-Mux von K 56 nach K 21.
Für Gera wird der MDR-Mux von K 27 nach K 39 verlagert, bleibt bei DVB-T.
Interaktiv TV: Für die Nutzung der zusätzlichen Angebote von FreenetTV Connect wird ein mit dem Internet verbundenes Empfangsgerät, ausgestattet mit dem HbbTV-Standard 1.5 mit MPEG-DASH-Funktion, vorausgesetzt.
Hinweis: An den hier genannten Sendestandorten wird DVB-T endgültig abgeschaltet. Für das Fernsehen per Antenne sind Empfangsgeräte für DVB-T2 HD notwendig. Die privaten HD-Programme von FreenetTV sind nach kurzer Gratiszeit kostenpflichtig.
Weiteres: Der MDR kündigt den Umstieg in Gera für den 26. September an. Der Inselsberg wird als letzter MDR-Sendestanort am 5. Dezember auf DVB-T2 HD wechseln.
Quelle: Presseinfo des MDR vom 17.4., MDR-Infos | Hintergrund: DVB-T2 HD in Thüringen, Einführung.
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17.4.2018 • UKW: (Keine) Abschaltung wegen Streit um Sendekosten? (5)
Terrestrik Laut einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung will sich die Bundesnetzagentur in den Streit um die Nutzungskosten für UKW-Sendeantennen einmischen. Man prüfe „intensiv und mit Hochdruck, ob und inwieweit nach dem Verkauf der Antennen auf den UKW-Märkten die Erwerber dieser Antennen - insbesondere die Finanzinvestoren - künftig einer Marktregulierung unterliegen“, wird ein Behördensprecher zitiert. Bei weiteren Prüfungen würde die BNetzA „gegebenenfalls auch den Veräußerungsprozess der Antennen mit in den Blick nehmen“.
Unter den rund 30 Käufern der Sendeantennen seien „fünf größere Finanzinvestoren, die 60 bis 70 Prozent aller Antennen erwarben“. Die neuen Eigentümer verlangten „Preisaufschläge bis zu 30 Prozent“ für die Miete. Das ist den Sendenetzbetreibern Divicon Media und Uplink Network (und den Radiosendern, die das letztlich bezahlen müssen) zu hoch. Wegen der fehlenden Einigung drohte die Abschaltung der UKW-Programme der FFH-Gruppe, von Radio NRW, weiteren Privaten des MDR und Deutschlandradios sowie des NDR (Mecklenburg-Vorpommern).
Der Sendebetrieb kann - zumindest mit Gnadenfrist - vorerst weitergehen, nachdem sich der Verkäufer Media Broadcast beauftragen ließ, die Antennen vorerst weiter zu betreiben. Bis zum 30. Juni muss eine Einigung erfolgen.
Quelle: Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 14.4.
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16.4.2018 • Österreich: Nationaler DAB+-Mux sendet nicht vor 2019
Digitalradio-Schriftzug Österreich Dem geplanten nationalen DAB+-Multiplex sieht der Lobbyverein Digitalradio Österreich optimistisch entgegen. Das Interesse von Veranstaltern reiche aus, um alle Programmplätze zu belegen, meldet ein Branchendienst. Offen ist immer noch die Zulassung der Plattform für den Sendebetrieb. Offenbar dauern die im Dezember 2017 avisierte vorherige „umfangreicheren Frequenzkoordination mit ausländischen Behörden“ noch an. Vereinsvorsitzender Wolfgang Struber (Radio Arabella) rechnet mit einer Entscheidung im 2. Quartal 2018. Ab 2019 sollen zunächst die Landeshauptstädte und die wichtigsten Autobahnen versorgt werden. Desweiteren werden schon Linz und Graz für Regionalnetze nach dem Wiener Beispiel genannt.
Quelle: Meldung von satnews vom 16.4. | Hintergrund: DAB+ in Österreich.
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15.4.2018 • DVB-T2 HD: Umstiegs-„Phase 2b“ (1/5) - Bayern
In der Nacht vom 24. zum 25. April läuft die „Phase 2b“ des Umstiegs von DVB-T auf DVB-T2 HD. Die Techniker nehmen sich in Bayern etwas mehr Zeit: Die erste DVB-T Abschaltung wird schon am 23. April vorgenommen, die letzte Aufschaltung für DVB-T2 HD am 26. April:
Aufschaltungen: Am Hochberg (Raum Traunstein) wird DVB-T schon am 23. April um 9 Uhr abgeschaltet. Das neue DVB-T2 HD steht erst am 24. April ab 6 Uhr zur Verfügung.
ARD, ZDF, BR und Freenet TV werden auf dem Augsburger Hotelturm am 25. April zwischen 0.05 und 6 Uhr aufgeschaltet. Die öffentlich-rechtlichen Programme werden zeitgleich an den Standorten Gelbelsee und in Pfaffenhofen umgestellt.
Für das Berchtesgadener Land werden die Multiplexe von ARD, BR und ZDF vom Sender Untersberg (Österreich) zwischen dem 25. April 9 Uhr (DVB-T Abschaltung) und dem 26. April um 14 Uhr (Sendestart DVB-T2 HD) umgeschaltet.
Abschaltungen: Der Standort Hesselberg kommt für DVB-T2 HD nicht zum Einsatz. Dachantennen können alternativ auf den Dillberg, Nürnberg oder den Büttelberg ausgerichtet werden.
Kanalwechsel: Der DVB-T2 HD-Mux des BR wechselt an den Standorten München und Wendelstein in den Kanal 30. Ein Suchlauf ist notwendig!
Interaktiv TV: Der BR ermöglicht mittels der ILS-Funktion den Zugriff auf zusätzliche Programme und ARD-Inhalte aus dem Internet - ebenso wie FreenetTV Connect. Voraussetzung ist ein mit dem Internet verbundenes Empfangsgerät, ausgestattet mit dem HbbTV-Standard 1.5 mit MPEG-DASH-Funktion.
Hinweis: An den hier genannten Sendestandorten wird DVB-T endgültig abgeschaltet. Für das Fernsehen per Antenne sind Empfangsgeräte für DVB-T2 HD notwendig. Die privaten HD-Programme von FreenetTV sind nach kurzer Gratiszeit kostenpflichtig.
Quelle: Eigene Recherche, BR-Infos | Hintergrund: DVB-T2 HD in Bayern, Einführung.
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13.4.2018 • Frankreich: CSA lässt Programme für den Norden zu
Dänemark Die Einführung von DAB+ geht beim Nachbarn Frankreich in eine weitere Etappe. In Lille sollen am 19. Juni 39 Radios und im Großraum der Stadt weitere 9 bis 13 Stationen in zusammen drei Multiplexen auf Sendung gehen. Für die Regionen Douai-Lens-Béthune-Arras, Valenciennes, Dunkerque und Calais-Boulogne-sur-Mer sind die Programme für je zwei Multiplexe von der nationalen Medienbehörde CSA zugelassen worden.
Die Zeitplanung der Medienbehörde CSA orientiert darauf, dass in vielen Regionen bereits in 2018 gesendet werden kann (lila Markierungen in der CSA-Karte). Für die wahrscheinlich abschließende Startwelle in 2019 sollen die Zulassungen bis Jahresende erfolgen. Die Einführung soll im Wesentlichen 2020/2021 absolviert sein. In Paris, Marseille und Nizza sind bereits etliche Multiplexe in der Luft.
Quelle: Presseinfo der CSA vom 11.4. | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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11.4.2018 • Digitalradio: Neue Sendestandorte des SWR und RBB
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR strahlt seinen DAB+-Mux ab sofort - wie angekündigt - auch vom Standort Villingen-Schwenningen aus. Abgestrahlt wird im Kanal 8D mit 10 kW Leistung.
Der RBB hat laut einer Meldung heute die Sendeanlage in Casekow nach kurzer Terminverschiebung in Betrieb genommen. Der Brandenburger RBB-Mux kommt mit 10 kW Leistung im Kanal 10B.
Quelle: DAB+-Seiten des SWR, Meldung von satnews vom 10.4. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg, Brandenburg.
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11.4.2018 • Dänemark: Ist UKW spätestens Ende 2021 Geschichte?
Dänemark Das Beispiel Norwegen macht Schule: Laut Berichten beabsichtigt die dänische Regierung den Ausstieg aus UKW. Zwei Jahre, nachdem der Digitalanteil am Radiokonsum 50 Prozent überschreitet - spätestens jedoch Ende 2021, sollen die national verbreiteten Radios auf UKW abgeschaltet werden. Der Digitalanteil wird aktuell mit 38 Prozent angegeben.
Quelle: Meldungen von radiomagonline vom 9.4., radionytt.se vom 5.4.
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10.4.2018 • Österreich: Nationaler DAB+-Mux sendet nicht vor 2019
Mit dem Sendebeginn eines österreichweiten DAB+-Multiplexes wird es noch dauern. „Ein nationales Sendernetz für bundesweite Programme soll ab Frühjahr 2019 ausgerollt werden“, teilt Radio Technikum dazu mit. Die Ausgründung der FH Technikum Wien tut als Betreiber der Wiener Sendeplattform zugleich weitere Interessen als Netzbetreiber kund: Man „konzentriert sich auf die lokale Versorgung der wichtigsten Ballungszentren, vorerst eben Wien“, heißt es in einer Presseinfo.
Quelle: Presseinfo von RTG vom 10.4. | Hintergrund: DAB+ in Österreich.
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9.4.2018 • Digitalradio: Standortwechsel bei Studio Nahe
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Rheinland-Pfalz Das rheinland-pfälzische Small Scale-Ensemble von Domradio Studio Nahe hat einen neuen Sendestandort bezogen. Der Kirchturm der veranstaltenden katholischen Gemeinde Bretzenheims wurde verlassen. Neuer Standort ist auf dem Kuhberg in Bad Kreuznach. So sei eine gute Versorgung in Bad Kreuznach gewährleistet.
Der Ortswechsel sei mit den Behörden abgesprochen, so Michael Pauken auf Anfrage von dehnmedia. Über die von Domradio Köln angedrohte Abschaltung des zugelieferten Mantelprogramms werde indessen noch verhandelt, so Pauken weiter.
Quelle: Eigene Recherche, Radio Bretzenheim | Hintergrund: Small Scale DAB+ und Regelbetrieb in Rheinland-Pfalz.
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9.4.2018 • UKW: (Keine) Abschaltung wegen Streit um Sendekosten? (4)
Terrestrik Mit dem Kompromiss zwischen alten und neuen Sendenetzern über den UKW-Interimsbetrieb wurde das eigentliche Problem - die Auseinandersetzung um die Sendekosten für UKW - nicht gelöst, sondern nur verschoben. Heute haben sich die Medienanstalten wieder zu Wort gemeldet. Sie „appellieren an alle Beteiligten, im Sinne des Mediums Hörfunk und der Bürgerinnen und Bürger eine nachhaltige Einigung herbeizuführen“, so die DLM-Vorsitzende Cornelia Holsten. Sie fordert die Beteiligten auf: „Hört endlich auf, mit UKW zu spielen!“
Die Medienanstalten seien in die privatwirtschaftlichen Verträge zwischen Sendenetzern, Programmanbietern und Antennenbesitzern zwar „nicht direkt involviert, moderieren und unterstützen den Prozess aber weiterhin“.
Quelle: Presseinfo der DLM vom 9.4.
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9.4.2018 • DVB-T2 HD: Übersicht über geplante Kanalwechsel
Im Zusammenhang mit dem Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD werden zahlreiche Kanalwechsel notwendig. Zu den Planungen liegen jetzt umfangreiche Informationen vor. Diese wurden in einer dehnmedia-Datenbank zusammen gefasst und in chronologischer Ordnung veröffentlicht. Die bekannten Planungen setzen mit dem nächsten Umstiegstermin am 24./25. April ein und laufen mindestens bis in den April 2019 hinein. Die Infos werden bei Bedarf aktualisiert.
Hintergrund für die umfangreichen Massnahmen ist im Wesentlichen die „Digitale Dividende 2“. In deren Folge verliert das Fernsehen alle UHF-Kanäle oberhalb des K 48. Schon wegen Freenet TV braucht DVB-T2 HD jedoch mehr Multiplexe als DVB-T. Die neue Technik kann also nur auf 2/3 der bisherigen Ressourcen (die Kanäle 22 bis 59) zurückgreifen. Das verlangt eine sehr aufwändige nationale Neuplanung der TV-Sendekanäle und zum Teil auch Änderungen der internationalen Absprachen über die Frequenzen. In einigen Fällen kann die Empfangsqualität oder das Verbreitungsgebiet durch einen Kanalwechsel optimiert werden.
Quelle: Sendertabelle von ukwtv.de | Hintergrund: TV-Kanalwechsel (dehnmedia-Datenbank).
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8.4.2018 • UKW: (Keine) Abschaltung wegen Streit um Sendekosten? (3)
Terrestrik Im Streit um die Kosten des UKW-Sendebetriebs könnten die angedrohten Abschaltungen vermieden worden sein: Der alte Dienstleister Media Broadcast und seine Nachfolger Uplink Network und Divicon Media sollen sich laut einer Meldung über die vorläufige Weiterführung der UKW-Sendenetze durch Media Broadcast im 1. Halbjahr geeinigt haben. Damit haben die Erwerber der Infrastruktur mehr Zeit, um mit den Käufern der Sendeantennen über vernünftige Preise zu verhandeln.
Der gesamte Vorgang scheint allerdings zu zeigen, dass Uplink Network im Irrtum ist, wenn das Unternehmen auf seiner Website bemerkt: „Freier Wettbewerb erzeugt faire Preise. Selbst in Märkten, in die regulierend eingegriffen wird, können Teilprodukte günstiger angeboten werden und senken den Gesamtaufwand deutlich.“
Quelle: Meldung von radiowoche vom 8.4.
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7.4.2018 • UKW: Abschaltung wegen Streit um Sendekosten? (2)
Terrestrik „Der NDR hofft, dass eine akzeptable Einigung auch unter den neuen Marktvoraussetzungen und der immer noch vorhandenen Schlüsselposition der Antennenbesitzer gelingt“, heißt es in einer Presseinfo des Senders zum Streitthema UKW-Antennenkosten. Die Radiohörer „dürfen nicht Opfer finanzieller Verhandlungen von technischen Dienstleistern werden“.
Der NDR betreibt seine UKW-Sendetechnik in den alten Bundesländern großteils selbst. Nach der Wende wurden die UKW-Sender in der Ex-DDR hingegen an Media Broadcast privatisiert, auch im NDR-Land Mecklenburg-Vorpommern. Nachdem das Unternehmen den Verkauf ankündigte, hatten der NDR und viele Private diese Dienstleistungen neu vergeben. Der neue Betreiber Uplink Network steht nun im Streit um die überhöhten Geldforderungen der neuen Eigentümer der Sendeantennen.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 6.4.
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7.4.2018 • AGF: Leichter Zuwachs der Digitalhaushalte im März
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Per 1. April nutzen 37,42 Mio. deutsche TV-Haushalte den digitalen TV-Empfang, unabhängig vom Verbreitungsweg. Nach Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) sind das 96,4 (Vormonat : 96,2) Prozent der 38,8 Mio. TV-Haushalte im Lande. Im März kamen also rund 90.000 Haushalte hinzu.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.4.2018, AGF-Übersicht seit 2001.
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6.4.2018 • UKW: Abschaltung wegen Streit um Sendekosten? (1)
Terrestrik Ärger um UKW: Nach Streitereien um die Mietkosten der Sendeantennen will Media Broadcast laut einem Bericht zahlreiche UKW-Anlagen am kommenden Mittwoch abschalten. Bis zu zehn Mio. Radiohörer könnten betroffen sein. Hier einige Infos, die hoffentlich helfen, die komplizierte Materie zu verstehen:
Traditionell war Media Broadcast - hervorgegangen aus der alten Bundespost - der einzige Betreiber von UKW-Sendenetzen und Besitzer der dazugehörigen Sendeantennen. Seit 2012 dürfen auch andere Firmen UKW-Sender betreiben. Die Bundesnetzagentur legte 2016 Preisobergrenzen für die Vermietung der Sendeantennen fest. Daraufhin versteigerte Media Broadcast das komplette UKW-Geschäft zum Stichtag 1. April 2018. Der Sendebetrieb ging wesentlich an die Dienstleister Uplink Network und Divicon. Etwa 30 Firmen (darunter einige Investoren) kauften die Antennen. Einige von ihnen wollen jetzt die Preise hochtreiben und ignorieren die Vorgaben der BNetzA. Es werde bis zu 50 Prozent mehr verlangt. Das sei nicht finanzierbar, klagt z.B. die FFH-Gruppe.
Die Medienanstalten versuchten Mitte März am Runden Tisch eine Einigung herbeizuführen. Man verständigte sich Zeit für weitere Verhandlungen der Beteiligten zu geben - über den Stichtag 1. April hinaus. Damit verantwortet Media Broadcast weiter den Sendebetrieb, obwohl man formal nicht mehr Eigentümer der Sendetechnik und der Antennen (und folglich auch nicht mehr Partner der Radioveranstalter) ist. Aus juristischen Gründen verlangte das Unternehmen eine ausdrückliche Beauftragung für die Übergangszeit. Das taten jedoch nur zehn Radioveranstalter.
Für die anderen 30 Veranstalter will Media Broadcast weder Verantwortung übernehmen noch in finanzielle Vorleistung gehen und droht jetzt mit der Abschaltung dieser UKW-Sender. Betroffen sein können neben der FFH-Grzuppe, Radio NRW und weiteren Privaten auch der MDR, Deutschlandradio und der NDR in Mecklenburg-Vorpommern.
Nachtrag : Der beschriebene Konflikt hat nichts mit einer Totalabschaltung von UKW und einem Umstieg auf DAB+ (á la Norwegen) zu tun. Wird aber tatsächlich abgeschaltet, um die Abzocker zum seriösen Verhalten zu zwingen, bietet sich natürlich (und ohne jede Häme) DAB+ als Alternative an ...
P.S. : Dass am Sonntag die HR-Wellen, der Deutschlandfunk und Radio FFH in UKW vom Sender Großer Feldberg zwischen 6.05 und 10 Uhr pausieren, hat auch nichts mit dem Streit zu tun. An der Technik sind turnusmässige Arbeiten notwendig, teilt der HR mit.
Quelle: Bericht von Welt online vom 6.4.
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5.4.2018 • Digitalradio: PureFM abgeschaltet und ausgelistet
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Brandenburg Die Abschaltung von PureFM in den bayerischen Lokalmultiplexen Augsburg, Ingolstadt und München bestätigt jetzt die Medienanstalt BLM. Auf Anfrage von dehnmedia heißt es, der Netzbetreiber Bayerische Medientechnik (bmt) habe das am 21. März veranlasst, „weil die pure Medien Network pMN GmbH die Vertragsbedingungen mit der bmt nicht erfüllt hat“.
Die entsprechenden Einträge sind in der Datenbank von ukwtv.de inzwischen entfernt. In der Programmdatenbank der BLM wurden alle Infos über die Zulassungen und den Anbieter gestrichen; nur noch das Logo ist zu sehen. Im Berliner DAB+-Mux (Netzbetreiber: Media Broadcast) ist das Musikprogramm weiter zu hören.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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5.4.2018 • TV-Verbreitung: Satellit hängt Kabel ab
Terrestrik Terrestrik Astra sieht seine Satelliten weiter als TV-Verbreitungsweg Nummer 1 in Deutschland. Die Reichweite der Astra-Trabanten sei um 130.000 auf 17,72 Mio. Haushalte gestiegen. Verlierer der Jahres ist wiederum das Kabel mit noch 16,39 Mio. (minus 180.000 Haushalten). Stärkster Gewinner ist aber IPTV 2,64 (+ 300.000) Mio. Haushalten. Due Terrestrsik stagniere trotz DVB-T2 HD bei 1,83 Mio. Haushalten. D.h. in Marktanteilen auf Basis von 38,58 Mio. TV-Haushalten: Satellit 45,9 Prozent; Kabel 42,5 Prozent; IPTV 6,8 Prozent; DVB-T2 HD 4,7 Prozent.
Nach weiteren Angaben sprang der Anteil der HDTV-Haushalte innerhalb eines Jahres von 22,54 auf 27,48 Mio. Das sind 71 Prozent aller TV-Haushalte. Auch hier führt der Satellit mit 12,66 Mio. Haushalten. DVB-T2 HD verzeichnet 1,44 Mio. HD-Haushalte.
Astra lässt seinen „TV-Monitor“ jährlich ermitteln. Kantar TNS befragte dafür im Dezember 6.000 Haushalte zu ihrem Haupt-Empfangsgerät.
Quelle: Presseinfo von Astra vom 5.4. | Hintergrund: TV-Statistik.
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5.4.2018 • Schweiz: 600.000 DAB+-Empfänger verkauft
DABplus-Logo Schriftzug In der Schweiz wurden 2017 rund 600.000 DAB+-Empfängerverkauft. 85 (2016: 66) Prozent der verkauften Neufahrzeige sind mit einem DAB+-Radio Ausgestattet; inzwischen haben mehr als 1 Mio. Autos DAB+. Das teilt die Medienbehörde Bakom auf Grundlage einer Markterhebung der GfK jetzt mit.
Im Detail handelt es sich um 304.000 Radios, 280.000 Neuwagen mit Ab Werk-Ausstattung und weitere 8.200 Nachrüstungen.
Die Schweiz beginnt 2020 mit der schrittweisen UKW-Abschaltung. Seit einem Jahr läuft dazu die Info-Kampagne „Radio zieht um“.
Der avisierte Umstieg scheint im Nachbarland also den Absatz zu stimulieren. Zum Vergleich: In Deutschland (82,5 Mio. Eiunwohner) wurden 2017 1,3 Mio. Geräte gehandelt. Das ist gerade gut die doppelte Stückzahl in einem Land mit etwa der zehnfachen Einwohnerschaft.
Quelle: Presseinfo der Bakom vom 3.4.
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4.4.2018 • Digitalradio: Hardberg mit reduzierter Leistung am Netz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach langen Verzögerungen wurde heute laut Eintrag bei ukwtv.de der Rhein/Main-Privatmux am Sendestandort Hardberg/Odenwald aufgeschaltet. Der Kanal 11C arbeitet zunächst mit nur 2 kW Sendeleistung, die ab dem Sommer auf 5 kW erhöht werden soll. Dann wird der Empfang auch im Raum Mannheim/Heidelberg möglich. Perspektivisch ist ein Wechsel auf Kanal 12C vorgesehen, um Absprachen mit Frankreich nachzukommen.
Ab dem 1. Juli sollen Privatradios auch im Norden und Osten Hessens per DAB+ senden. Dann geht ein zweiter Multiplex an vier Standorten auf Sendung. Die FFH-Gruppe und Absolut Radio haben angekündigt, dort vertreten zu sein. Wie die anderen Radios des Rhein/Main-Muxes werden sie bei der Verteilung der Ressourcen bevorzugt.
Quelle: ukwtv.de vom 4.4. | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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4.4.2018 • DVB-T2 HD: FreenetTV - neue Bedingungen für die Freiphase
Freenet TV Media Broadcast hat laut einem Bericht die Bedingungen für die dreimonatige gebührenfreie Startphase des FreenetTV-Pakets geändert. Jetzt muss man sich mit der Gerätenummer und einer Mailadresse registrieren, damit die Gratisphase beginnen kann. Eine Begründung wurde nicht genannt. Bisher konnte man nach dem ersten Einschalten die Bezahlprogramme ohne Weiteres drei Monate lang sehen. Danach musste sich nur registrieren, um einen kostenpflichtigen Vertrag abzuschließen. FreenetTV wird seit Kurzem auch via Satellit Astra angeboten.
Quelle: Meldung von DF vom 4.4. | Hintergrund: FreenetTV.
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4.4.2018 • Österreich: Wien ist erste DAB+-Regelbetriebsregion
Etwa 2,25 Mio. Österreicher können jetzt die Programme des ersten DAB+-Regelbetriebs empfangen. Im Raum Wien werden folgende 13 Programme und zwei Dienste im Kanal 11C vom DC-Turm unter der Marke Citymux ausgestrahlt.
*
* Die Emergency Warning Function (EWF) wird nur im Krisenfall aktiviert.
Nach Angaben des Plattformbetreibers Radio Technikum plant Mega Radio wie in Deutschland auch in Wien „die Übernahme von Nachrichten- und Informationsbeiträgen des russischen Senders "SNA Radio". Die Zulieferung beläuft sich auf 50% bis 100%.“
Radio Technikum informiert desweiteren über eine im Dezember - gemäß einer Auflage der Medienbehörde - gestartete Ausschreibung der seinerzeit vier freien Programmplätze. Kapazitäten seien inzwischen weiteren Programme zugeteilt worden. Diese können „nach erfolgreichem Bewilligungsverfahren voraussichtlich im Mai 2018 das Ensemble erweitern“.
Wien ist die erste Region in Österreich, in der DAB+ im Regelbetrieb ausgestrahlt wird. Dem ging ein im Mai 2015 begonnener Test voraus.
Die Entscheidung der Medienbehörde über den Plattformbetreiber eines nationalen DAB+-Multiplexes steht noch aus.
Quelle: Citymux.at (Homepage DAB+ Wien) | Hintergrund: DAB+ in Österreich.
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3.4.2018 • Kabel: Ende des Kabel-Streits / Konditionen nur inoffiziell
Kabelanschluß ARD und ZDF haben den jahrelangen Rechtsstreit um Zahlungen für die Kabelweiterleitung mit den großen Kabelnetzern beigelegt. Mit Vodafone, dem größten Netzbetreiber in 13 Bundesländern, wurden langfristige Verträge vereinbart. Demnach wird Vodafone zahlreiche weitere öffentlich-rechtlichen TV-Kanäle in HDTV und einige ARD-Radios verbreiten und die Mediatheken von ARD und ZDF auf der Plattform GigaTV anbieten.
Einen Vertrag ähnlichen Inhalts vereinbarte die ARD mit Unitymedia, dem größten Kabelnetzer für Baden-Württemberg, Hessen und NRW.
ARD und ZDF hatten auf Veranlassung der KEF die Ende 2012 auslaufenden Weiterleitungs-Verträge mit den Kabelnetzern nicht verlängert. Dies geschah, um die von den Kabelnetzern geforderten Kosten von jährlich 60 Mio. Euro zu sparen. Daraufhin führten die großen Kabelnetzer ein Bündel von Gerichtsverfahren gegen die ARD-Anstalten und das ZDF.
Wie der Kern dieser Auseinandersetzung gelöst wurde, geht aus den offiziellen Mitteilungen jedoch nicht hervor. Das ZDF wollte eine Anfrage von dehnmedia dazu nicht beantworten. Infodigital zitiert jedoch eine Vodafone-Sprecherin, wonach ARD und ZDF für ihre linearen Sender Einspeiseentgelte an Vodafone entrichten werden.
Damit ist der widersinnige Zustand wieder hergestellt: Die Kabelanbieter dürfen sowohl bei den Lieferanten ihres Produktes (den Sendern) als auch bei den Zuschauerhaushalten kassieren. Letztlich wird ein Teil der Gewinne der Kabelunternehmen aus einer öffentlichen Abgabe finanziert, die eigentlich zur Herstellung von Programmen verwendet werden sollte.
Quelle: Presseinfos des ZDF, von Vodafone; Meldung von Infodigital vom 3.4.
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1.4.2018 • DVB-T2 HD: Neues zum Umstieg in den MDR-Ländern
Der Mitteldeutsche Rundfunk hat jetzt seine Zeitplanung für die letzte „Phase 3“ des Umstiegs auf DVB-T2 HD im Herbst 2018 präzisiert. Demnach wird es nach dem 25. April noch zwei Umstiegstermine geben: Nach dem 26. September wird der Schlußpunkt im MDR-Gebiet am 5. Dezember 2018 gesetzt.
24./25. April: Wechsel von DVB-T auf DVB-T2 HD in Erfurt und Weimar (Thüringen). Zugleich werden die Standorte Sonneberg und Saalfeld komplett abgeschaltet.
Gleichzeitig wechseln ARD und MDR in Jena ihre DVB-T2 HD-Kanäle. Wegen des geplanten Gleichwellenbetriebs von DVB-T2 HD beziehen die DVB-T Multiplexe am Sender Gera bis zur endgültigen Umstellung neue Kanäle.
26. September: Der Umstieg erfolgt an den Sendestandorten Gera, Chemnitz-Geyer und Chemnitz-Reichenhain. DVB-T wird am Sender Schöneck abgeschaltet, der für DVB-T2 HD nicht mehr genutzt wird.
5. Dezember: Der MDR beendet die Umstellung mit dem Senderstandort Inselsberg für Westthüringen.
Trotz der Abschaltungen (zuvor auch in Dequede/Sachsen-Anhalt) werden „im Inneren von Gebäuden 46,3 Prozent der Haushalte Mitteldeutschlands ihre Programme über DVB-T2 HD empfangen können“. Das sind laut MDR 450.000 Haushalte mehr als zuvor in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Outdoor-Versorgung liege bei 75,9 Prozent der Einwohner.
Quelle: DVB-T2 HD-Seiten des MDR vom 23.3.| Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.
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1.4.2018 • Vor 55 Jahren: ZDF statt Adenauer-TV
Am 1. April 1963 begann das Zweite Deutsche Fernsehen seine Sendungen - zunächst für 61 Prozent der Bundesdeutschen. Während das ARD-Programm im VHF-Band übertragen wurde, musste man für das ZDF im UHF-Band senden. Für vorhandene Fernsehgeräte wurden daher zunächst „UHF-Konverter“ (also: Settopboxen) für ca. 80 DM verkauft. Das Sendenetz war auf den Empfang im größten Teil der DDR zugeschnitten. Studios und Redaktionen befanden sich zuerst in Eschborn und Wiesbaden. 1967 wurde das Gelände auf dem Mainzer Lerchenberg bezogen.
Die Vorgeschichte des ZDF ist hochpolitisch: Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) wird nachgesagt, Radio und Fernsehen als „politisches Führungsmittel“ des Staates nutzen zu wollen. Um in diesem Sinne einen Sender aufzubauen gründete die Bundesregierung am 25. Juli 1960 die Deutschland-Fernsehen GmbH. Einige Bundesländer wollten sich die Hoheit über den Rundfunk nicht nehmen lassen und zogen vor das Bundesverfassungsgericht. Dieses untersagte am 28. Februar 1961 im „1. Fernsehurteil“ das „Adenauer-Fernsehen“.
Kaum drei Monate später, am 6. Juni 1961, hatten die Bundesländer einen Staatsvertrag über die „Errichtung der Anstalt des öffentlichen Rechts Zweites Deutsches Fernsehen“ vereinbart. Dem folgte ein Geschachere um die - wenig staatsunabhängige - Besetzung der Führungspositionen mit ihren Parteigängern. Dabei wurden die zuständigen Sendergremien von den Parteisoldaten überspielt. So soll es zeitweise einen Deal gegeben haben, wonach die CDU den Intendanten, die SPD den Programmdirektor und die FDP den Verwaltungschef „bekommen“ sollte. Zum Gründungsintendanten wurde mit dieser Mehrheit Karl Holzamer gewählt, den Adenauer zuvor zum Chef des gescheiterten Staatsfernsehens berufen hatte.
Über die Gremien wurde immer wieder aus politischen Gründen in die Arbeit des ZDF hineinregiert. Einen negativen Höhepunkt fand das, als die CDU-Mehrheit im Verwaltungsrat 2009 die Vertragsverlängerung von Nikolaus Brender verhinderte. Der ZDF-Chefredakteur hatte sich öffentlich gegen ein senderinternes Zuträgersystem der Parteien gewehrt, was ihm das Mißfallen der CDU eintrug. Diese wurde öffentlich heftig kritisiert. FDP-Veteran Gerhart Baum fand es prinzipiell „unerträglich, dass Politiker, die Gegenstand einer kritischen Berichterstattung sind, gleichzeitig eine Kontrollfunktion ausüben“.
Das wegen des Falls Brendel angerufene Bundesverfassungsgericht urteilte 2014: Das ZDF „darf nicht zum Staatsfunk werden“. Diese Gefahr bestehe, weil „staatsnahe“ Fernseh- bzw. Verwaltungsräte mit einer Beinahe-Mehrheit von 40 Prozent die Entscheidungen der Gremien dominieren. Das ist verfassungswidrig, so die Richter. Sie forderten eine Reduzierung der Politiker-Entsendungen auf ein Drittel der Gremienmitglieder. Das hatte Folgen auch für die Gremienbesetzung einiger ARD-Anstalten.
Von den monatlich 17,50 Euro des Rundfunkbeitrages bekommt das ZDF 4,32 Euro. Für 2017 kalkulierte die Sendeanstalt 2,22 Mrd. Euro
Die Logos des ZDF von der Gründung und bis 1967, von 1967 bis 1992 und von 1992 bis 2001. Seither bestimmt orange den Auftritt des ZDF.
Die heute-Sendung, das Informations-Flaggschiff der Mainzer, wird auf dem Lerchenberg produziert.
Fotos: Wikipedia.
Einnahmen, von denen 1,64 Mrd. Euro für Programmaufgaben geplant waren. Das Zweite beschäftigte 2017 etwa 3.600 Festangestellte. Es betreibt Studios in den 16 Landeshauptstädten und ein Hauptstadtstudio in Berlin sowie 18 Auslandsstudios. Neben dem Hauptprogramm betreibt das ZDF die Spartenkanäle ZDFinfo und ZDFneo. An 3sat sind die Mainzer mit 32,5 Prozent und an Phoenix, Arte Deutschland und KiKa mit je 50 Prozent sowie am Jugendangebot funk beteiligt.
Quellen: Wikipedia über das ZDF und Karl Holzamer, ZDF-Budget, ZDF Homepage.
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1.4.2018 • Vor 55 Jahren: Der Zuschauer - kein unbekanntes Wesen mehr
Mit dem Sendestart des ZDF am 1. April 1963 schlug das Fernsehen ein weiteres neues Kapitel auf - den Wettbewerb zweier Programmsysteme um die Gunst der Zuschauer. Das hatte die Etablierung einer Medienforschung zur Folge. Im Auftrag von ARD und ZDF wurde - zunächst in 625 Haushalten - im Minutenabstand gemessen, welches Programm eingeschaltet war. So gewann man repräsentative Daten über das Zuschauerverhalten. Man konnte u.a. feststellen, ob Sendungen ankamen oder nicht und wann weggeschaltet wurde. Das war nicht nur für die Programmgestaltung wichtig. Die „Quote“ wurde zur Grundlage der Preisbildung der Werbespots, die seit 1956 - zuerst vom BR - ausgestrahlt wurden.
Diese Sozialforschung erlebte viele Veränderungen: 1979 wurden 1.500 und 1990 4.400 Haushalte erfasst, heute sind es rund 5.000. Seit 1995 wird sogar im Sekundenabstand gemessen. Zu den Antennenzuschauern kamen ab Mitte der 1980er Jahre auch die von Kabel und Sat und ab 1990 die neuen Bundesländer. Seit 2003 werden digitale Sender berücksichtigt, seit 2009 zeitversetztes Fernsehen und Außerhausnutzung sowie IPTV seit 2012 und gestreamte Videotheken-Inhalte seit 2014. Neben den Übertragungsplattformen hat sich auch die Struktur der berichtenden Haushalte im Laufe der Zeit geändert: Seit 2001 wird auf Haushalte mit Vorständen aus allen EU-Ländern abgestellt. Aufgrund der demografischen Entwicklungen stieg die „Grundgesamtheit“ seit 2001 von 34,35 auf 38,8 Mio. TV-Haushalte.
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Seit 1988 ist die AG Fernsehforschung (AGF) mit der Erfassung und Auswertung der Daten beauftragt. Sie firmiert seit 2017 als AGF Videoforschung GmbH mit den Gesellschaftern ARD, Discovery Deutschland, RTL Deutschland, ProSiebenSat.1, Sky, Tele5, Viacom, WeltN24 und dem ZDF.
Quelle: AGF | Hintergrund: Einschaltquote bei Wikipedia.



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