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Nachrichten-Archiv Juni 2018

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19.6.2018 • DVB-T2 HD: FreenetTV wirbt für Vertragsverlängerungen
Die ersten Guthabenkarten für FreenetTV verlieren Anfang Juli nach einem Jahr ihre Gültigkeit. Der Betreiber Media Broadcast umwirbt nun „mehrere hunderttausend Zuschauer“ für eine Verlängerung des Zugriffs auf die terrestrischen HDTV-Privatprogramme.
Dafür kann im Fachhandel oder bei Freenet TV eine neue Guthaben-Karte für weitere 12 Monate um 69 Euro erworben werden. Media Broadcast warnt ausdrücklich vor dem Kauf solcher Karten über Ebay: Diese Karten seien „häufig gefälscht oder gestohlen“ und werden nicht aktiviert. Alternativ bietet Freenet TV den monatlichen Bankeinzug von 5,75 Euro (monatlich kündbar) an. Wechslern von der Guthabenkarte zum Bankeinzug wird ein Freimonat versprochen.
Wann der jeweilige Vertrag endet sei im Menu des Empfangsgeräts oder Online im Kundenkonto festzustellen. Wer nicht verlängern will, muss nicht aktiv werden, weil die ausgelaufenen Karten automatisch inaktiv werden.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 19.6. | Hintergrund: Freenet TV.
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19.6.2018 • Norwegen: Mit „Fake News“ gegen DAB+
DABplus-Logo Schriftzug Das unlautere publizistische Mittel der Lügenkampagne („Fake News“) nutzen nun offenbar Gegner der DAB+-Einführung in Norwegen, um dort die Öffentlichkeit zu verunsichern. Angeblich von Lokalradios soll eine Meldung ausgehen, wonach das Ende von DAB+ bevorstehe, weil angeblich die NATO die DAB+-Frequenzen beanspruche. Die Telekommkunikationsbehörde hat das umgehend dementiert und u.a. auf die internationale Koordinierung verwiesen.
In Norwegen scheinen sich vor allem kleinere Veranstalter, die UKW bis 2022 verlassen sollen, vor der Konkurrenz der großen Radios zu fürchten. Die nationalen Radios hatten die Umstellung bis Ende 2017 vollzogen.
In Deutschland ist die Situation gespalten: Die NRW-Privatradios fürchten sich z.B. vor Veränderungen der Radiolandschaft - vor allem vor der erwarteten Konkurrenz durch neue Wettbewerber. In Bayern werden hingegen bis 2019 alle Lokalradios parallel zu UKW in DAB+ senden.
Quelle: Meldung von satnews vom 19.6.
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19.6.2018 • Frankreich: DAB+ bringt neue Programme für den Norden
DAB+ geht heute wie angekündigt im Norden Frankreichs auf Sendung. In Lille wird ein Multiplex eingeschaltet; 26 der 39 Programme sind nicht über UKW empfangbar. Weitere Startregionen sind Calais (7 Programme), Dunkerque (8), Lens-Douai (13) und Valenciennes (9). Später kommt in diesen Regionen ein zweiter Mux mit 13 Programmen hinzu.
Für 2018, aber ohne Datum, werden Aufschaltungen für Bourg-en-Bresse (25 Programme), Bourgoin-Jallieu (23), Colmar (25), Haguenau (17), Lyon (39), Macon (21), Mulhouse (26), Sélestat (20), Strasbourg (39) und Tarare (39) genannt. Darüberhinaus werde 2018 der Sendestart „erwartet“ für Le Havre (26 Progr.), La Roche-sur-Yon (27), Nantes (39), Rouen (31) und Saint-Nazaire (25).
Das teils recht umfangreiche Programmangebot ist bemerkenswert, weil sich die drei großen Privatradio-Gruppe Frankreichs RTL, NRJ und Lagardere zur Zeit nicht beteiligen. Auch das staatliche Radio France ignoriert DAB+. Nur in Paris (alle Wellen) und Lille (nur FIP, dort nicht per UKW empfangbar) ist man präsent.
Quelle: Infos von dabplus.fr | Hintergrund: DAB+.
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18.6.2018 • Digitalradio: Beschwerde gegen Bundesmux-Urteil?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Recht, Gesetze Die Landesmedienanstalten wollen das Urteil zur „aufschiebenden Wirkung“ im Rechtsstreit um den 2. Bundesmux nicht akzeptieren. Laut einer Meldung könnte die zuständige Sachsen-Medienanstalt SLM Beschwerde einlegen. Diese würde vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen verhandelt werden.
Der unterlegene Bewerber DABP GmbH klagt gegen die Vergabe der Plattform-Lizenz für den 2. Bundesmux an Antenne Deutschland. In einer ersten Eilentscheidung hatte das Verwaltungsgericht Leipzig die „aufschiebende Wirkung“ festgestellt und damit einen kurzfristigen Sendestart des 2. Bundesmuxes verhindert.
Das Verfahren in der Hauptsache - also zur Rechtmässigkeit der Zuweisung von Sendefrequenzen an Antenne Deutschland - kommt erst nach diesem Verfahren in Gang.
Quelle: Meldung von teltarif vom 17.6. | Hintergrund: DAB+-Bundesmux 2.
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18.6.2018 • Digitalradio: Rechnungshöfe mit scharfer Kritik und Aufruf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Euro-Münze Die Landesrechnungshöfe der vier NDR-Bundesländer haben die Ausgaben des NDR und der dortigen Medienanstalten für DAB und DAB+ geprüft. Das Ergebnis wurde jetzt mit dem Jahresbericht 2018 des Niedersachsen-Rechnungshofes veröffentlicht. Der Bericht nutzt überholte Daten, die schon 2016 erhoben wurden.
Digitalradio werde seit 20 Jahren gefördert, ohne dass eine nachhaltige Akzeptanz am Markt erkennbar sei. Beim NDR und den vier Landesregierungen „war keine eindeutige Strategie zur Einführung von DAB+ erkennbar“, wird festgestellt. Die Nord-Rechnungshöfe fordern gemeinsame Aktivitäten von Bund, Ländern, Anstalten, Unternehmen und Organisationen. Die Roadmap des vorherigen Bundesverkehrsministeriums sollte „konsequent weiter verfolgt werden“. Würden drei der vier Forderungen der KEF so erfüllt, müssten aber die Verbraucher noch überzeugt werden.
Angesichts zu erwartender hoher Kosten eines langen analog-digitalen Simulcast-Betriebes fordern die Rechnungshöfe die Beteiligten auf, sich
entweder auf klare und krisensichere Rahmenbedingungen sowie überschaubare Fristen zum Ersatz von UKW durch DAB+ (zu) verständigen oder
die Förderung der Verbreitung von DAB+ möglichst umgehend (zu) beenden.
Quelle: Auszug aus dem Jahresbericht 2018 | Hintergrund: DAB+.
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18.6.2018 • DVB-T2 HD: Woher kommt der schnellste Torjubel? (2)
Die ARD hat wie angekündigt den Versatz zwischen Satelliten-Signal und Streaming über daserste.de und sportschau.de von 60 auf 5 Sekunden reduziert. Das teilt der WDR mit.
Die Streams starten jetzt deutlich früher - lange Ladezeiten gibt es nicht mehr. Die Bildqualität der Streams passt sich dabei den aktuellen Empfangsbedingungen an. Befindet sich das Endgerät in einem WLAN, wird eine maximale Bildqualität mit höchster Datenrate angeboten, sitzen die Nutzer im Zug mit einer geringen Empfangsqualität, wird die Datenrate gedrosselt und die Bildqualität reduziert.
Wie es weiter heißt, nutzten rund 270.000 Zuschauer das Live-Streaming über sportschau.de während des Eröffnungsspiels der Fußball-WM (Russland vs. Saudi Arabien). Über alle ARD-Angebote wurden rund 500.000 gleichzeitge Nutzer gezählt.
Quelle: Presseinfo des WDR vom 17.6.
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15.6.2018 • DVB-T2 HD: Woher kommt der schnellste Torjubel? (1)
Torjubel mit Abstand bei den WM-Spielen? Diese Erfahrung trügt nicht. Darauf weist tagesschau.de hin.
Zuerst jubeln stets die Satelliten-Zuschauer, DVB-T2 folgt „mit bis zu drei Sekunden etwas später“. Weiter heißt es: „Wer einen digitalen Kabelanschluss hat, muss schon mit einer Verzögerung von vier bis acht Sekunden rechnen.“ Bei den Livestreams aus dem Internet „kann der Zeitversatz bis zu einer Minute betragen“.
Zum Hintergrund kann man ergänzen: Satelliten-Signale kommen direkt von der Sendeanstalt. Kabel und Antenne nehmen dieses Signal vor Ort auf. Es folgt die Aufbereitung für das neue Transportnetz. Bei den Livestreams ist eine Vielzahl von Anbietern im Spiel, die unterschiedliche Verfahren für das Streaming benutzen. Dazu kommt noch, dass der Weg der Daten durch das Web zum Zuschauer nicht wirklich steuerbar ist. Die ARD will durch neue Techniken den Zeitversatz beim Streaming auf etwa acht Sekunden reduzieren.
Ganz genau genommen ist „Live-TV“ ohnehin keine „Echtzeit“-Option. Denn schon von der Kamera über die Regie vor Ort und dann per Satellit zum Sender in Deutschland legen die Signale lange Wege zurück. Das zwar mit Lichtgeschwindigkeit, aber trotzdem dauert es ein paar Sekunden, bis Bild und Ton bei den Zusehern ankommen.
Quelle: Artikel auf tagesschau.de vom 14.6. | Hintergrund: DVB-T2 HD.
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15.6.2018 • Digitalradio: Oberbayern-Mux sendet jetzt auch aus Pfronten
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Bayerische Rundfunk setzt die diesjährige Ausbau-Kampagne seiner DAB+-Sendenetze fort. Vom Sender Pfronten wird seit heute der Multiplex Oberbayern/Schwaben (Kanal 10A) mit zur Zeit drei Programmen des BR und vier Privatradios verbreitet.
Quelle: Meldung des BR vom 15.6. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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14.6.2018 • Antennen: Einigungsfrist für UKW-Sendekosten verlängert
Terrestrik Bundesnetzagentur Media Broadcast wird den Übergangsbetrieb der eigentlich zum 30. April verkauften UKW-Sendeantennen um einen weiteren Monat - bis Ende Juli - verlängern. Das teilt die Bundesnetzagentur in einem Satz mit „ersten Einigungspunkten“ im Streit um die Nutzungskosten der UKW-Sendeantennen mit.
Hinter den Kulissen geht der Streit um die Preisforderungen der meisten neuen Antenneneigentümer auf neuem Niveau weiter. Die Drohung einiger Investoren, ihre UKW-Sendeantennen abzubauen steht weiter im Raum. Jetzt wurde der frühere Kanzleramtsminister Friedrich Bohl als „Moderator“ des „Einigungsprozesses“ berufen.
Die Bundesnetzagentur gibt indessen den Streithähnen die Verantwortung zurück. Sie „haben es also selbst in der Hand, durch einvernehmliche Regelungen ein Eingreifen des Regulierers zu vermeiden“, lockt BNetzA-Präsident Jochen Homann mit einen möglichen Verzicht auf regulierende Eingriffe.
Quelle: Presseinfo der BNetzA vom 11.6. | Hintergrund: Antennenstreit.
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13.6.2018 • AGF: Analogausstieg kommt in Gang
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Der Ausstieg aus der analogen Fernsehverbreitung, die nur noch per Kabelangeboten wird, kommt in die Gänge. Im Mai stellten nach Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) rund 100.000 Haushalte auf digitalen TV-Empfang um. Die nun 37,54 Mio. Digitalhaushalte entsprechen 96,8 Prozent aller 38,8 Mio. deutschen TV-Haushalte. Der Anstieg gegenüber dem Vormonat beträgt 0,3 Prozent.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.6., AGF-Übersicht seit 2001.
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13.6.2018 • Bildqualität: SD-Abschaltung bis „Mitte 2020 schaffbar“
Die KEF hatte die Programmverbreitung in der alten Standard-Bildauflösung schon 2016 für erledigt erklärt. Nach Vorgaben für den Ausstieg in 2019 oder 2018 räumte der 21. KEF-Bericht noch eine Gnadenfrist ein. Ab Mitte 2020 haben ARD und ZDF also kein Geld für die parallele Verbreitung in Standarad-Qualität und in HDTV. Jetzt stimmen sich die Anstalten darauf ein. Laut WDR-Produktionsdirektor Wolfgang Wagner „liegt die HD-Nutzung bei unseren Sendern bei über 70%“. Von daher „wäre der Abschalttermin Mitte 2020 schaffbar“, so Wagner auf einem Fachkongress.
Im Gegensatz zu früheren Änderungen der Sendetechnik (z.B. Umstieg auf DVB-T) hat die KEF einen Schulterschluß mit den Privatsender durch ihre Zeitvorgabe verhindert. Denn die Privaten sind aufgrund einer Auflage des Bundeskartellamts aus dem Jahr 2012 verpflichtet, ihre SD-Programme bis 2022 auf allen Empfangswegen (außer Antenne) frei empfangbar zu verbreiten.
Was danach kommt ist freilich offen. Die Privaten wollen „SD dann abschalten, wenn der Markt und die Regulierung es erlaubt“, weicht Michael Müller für ProSiebenSat1 denn auch einer konkreten Aussage aus.
Die Privaten erheben für ihre HDTV-Programme bekanntlich zusätzliche Gebühren über Plattformen wie HDplus, FreenetTV und die Kabelbetreiber. Eine SD-Abschaltung würde den Umstieg der Zuschauer auf diese kostenpflichtigen HD-Plattformen erzwingen. Eine Grundverschlüsselung auch der SD-Programme ab 2023 hätte das gleiche Ergebnis. Privatfernsehen wäre dann prinzipiell kostenpflichtig (zusätzlich zum Rundfunkbeitrag).
Eine technische Umstellung des SD-Sendesignals von der heutigen MPEG-2-Codierung auf qHD mit H.265 (wie die SD-Programme bei Freenet TV) würde keine qualitative Änderung bewirken, aber Bandbreite für weitere kostenpflichtige Programme freisetzen.
Quelle: DF vom 13.6. | Hintergrund: HDTV-Roadmap, 21. KEF-Bericht (Tz.89).
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13.6.2018 • Digitalradio: HR schließt Arbeiten an Sendeanlagen ab
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Hessische Rundfunk hat die Umbauarbeiten an zwei DAB+-Sendern beendet. Die Sendeantennen am Habichtswald und Rimberg wurden erneuert und zugleich von gerichteter Abstrahlung auf Rundstrahlung umgestellt. Dadurch werde der Empfang des HR-Multiplexes (Kanal 7B) in weiten Teilen Nordhessens spürbar verbessert, so der HR. Der HR bestätigt zugleich frühere Meldungen, wonach die drei Regionalisierungen von HR4 nun hessenweit verfügbar sind.
Wie es weiter heißt, plant der HR für das zweite Halbjahr die Inbetriebnahme des Sendestandortes Gießen-Dünsberg. 2019 werde am Habichtswald die Sendeleistung verdoppelt. Für den Netzausbau wurden zuvor auch Gelnhausen und Würzberg genannt.
Quelle: Presseinfo des HR vom 12.6. | Hintergrund: DAB+ in Hessen,.
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11.6.2018 • Digitalradio: Neue Programme / Nordhessen-Mux in 2018
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die LPR Hessen hat heute mit den Musikwellen FFH Rock und Planet Radio-Black Beats zwei weitere Radios der FFH-Gruppe für die landesweite Verbreitung mit DAB+ zugelassen.
Wie schon bei der Zulassung von Rock Antenne ausgeführt wurde, könnten zusätzliche Kapazitäten für weitere Programme im Rhein-Main-Mux durch Änderungen der Sendeparameter geschaffen werden, wird auf Nachfrage aus der LPR Hessen erläutert. Alle in Hessen zugelassenen Privatradios könnte auch im geplanten Nordost-Multiplex ausgestrahlt werden. Es sei von den Entscheidungen der Radioveranstalter und den Verträgen mit dem Netzbetreiber Hessen Digital Radio abhängig, welche Programme in welchem Mux gesendet wird.
Wann der neue Mux auf Sendung geht, bleibt weiter offen. Laut satnews rechnen Veranstalter damit nunmehr „nicht wie angedacht im Juli, aber in jedem Fall noch in diesem Jahr“.
Quelle: Presseinfo der LPR Hessen, Meldung von satnews.de vom 11.6. | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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11.6.2018 • Antennen: BLM schützt UKW-Lokalradios vor Erpressung
Terrestrik Bayerns Medienanstalt BLM hat ihre Ankündigung schon vor Entscheidungen der BNetzA umgesetzt und schützt die Privatradios im Freistaat vor Abschalt-Bedrohungen und Preisexplosionen: Über die Technik-Tochter BMT wurden „alle UKW-Sender und -Antennen für den privaten Rundfunk in Bayern von der Media Broadcast erworben“. Mit 180 Sendeanlagen ist BMT der zweitgrößte Erwerber dieser UKW-Sendetechnik.
Der Deal sei „in enger Abstimmung“ mit den Radioveranstaltern erfolgt, für die UKW noch länger „die entscheidende wirtschaftliche Basis bildet“. Damit werden die Folgen des Streits um die Kosten der Sendetechnik - vor allem eine am 1. Juli drohende Abschaltung - für Bayern ausgeschlossen.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 11.6. | Hintergrund: Antennenstreit.
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11.6.2018 • Digitalradio: Neue Berlin-Brandenburger Muxe zur IFA
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Berlin und Brandenburg Der neue DAB+-Mux für Berlin und Brandenburg sollen „spätestens zur IFA“ (31.8.-5.9.) auf Sendung gehen. Das meldet satnews unter Berufung auf beteiligte Radioveranstalter. Die 14 zugelassenen Programme werden demnach an den Standorten Berlin-Alexanderplatz, Cottbus-Stadt und Booßen (Frankfurt/Oder) im Kanal 12D aufgeschaltet.
Weil etliche Programme aus dem bisherigen Berlin-Mux in den Zweiländermux wechseln, dürfte zeitgleich auch die Belegung des Kanal 7B entsprechend der Beschlüsse des MABB-Medienrats geändert werden. Dort hat Kinderradio Teddy bereits seinen Sendeplatz übernommen.
Neuer Berlin/Brandenburg-Mux K 12D Neubelegung Berlin K 7B




Quelle: Meldung von satnews.de vom 11.6. | Hintergrund: DAB+ in Berlin und Brandenburg.
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10.6.2018 • Digitalradio: Megaradio SNA klagt um nationales Senderecht
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Megaradio, eine Radiostation aus Augsburg, bestreitet außerhalb Bayerns die Hälfte seiner Sendezeit durch Übernahme von Rossija Segodnja (Russland heute) und wird dafür von dem Auslandssender der russischen Regierung bezahlt. „Die Verantwortung liegt tatsächlich in Teilen nicht bei den Antragstellern“, kommentiert die ZAK-Kommisson der Medienanstalten ihre Ablehnung einer deutschlandweiten Sendegenehmigung. Dagegen klagt der Programmanbieter jetzt vor dem Verwaltungsgericht Kassel. Megaradio SNA wirbt mit dem Slogan „Keine sagt mehr“; keine eigenen Äußerungen gibt es zur Finanzierung und deren Quellen.
Auch die MABB hatte die Lizenz für die neuen DAB+-Multiplexe in Berlin und Brandenburg verweigert. MABB-Direktorin Anja Zimmer: „MEGA Radio konnte den Medienrat nicht davon überzeugen, dass das Programm vollständig unter ihrer alleinigen medienrechtlichen Verantwortung steht.“ Megaradio SNA kann in der Hauptstadt aber bis zur entsprechenden Umstellung senden. Mega News hatte laut Sachsen-Medienanstalt SLM vom September 2017 die Bewerbung für die DAB+-Pilotprojekte zurückgezogen. Eine erste Fassung der Presseinfo meldete jedoch die Ablehnung der Lizenzierung wegen „Unklarheiten über vorhandene und geplante Ressourcen für das beantragte wortorientierte Informationsprogramm“.
Die LPR Hessen hatte Megaradio SNA beauflagt, durch einen Vertrag mit den Russen „zu gewährleisten, dass die Programmhoheit über die zugelieferten Sendungen uneingeschränkt bei der Veranstalterin 'Mega Radio' bleibt“ - und damit letztlich dem deutschen Medienrecht unterliegt. Auch in Hamburg ist das Programm weiter in der Luft.
Joachim Becker, Direktor der in Sachen Megaradio SNA federführenden hessischen Medienanstalt LPR, erinnert an Versuche aus dem arabischen Raum, Plätze in deutschen DAB+-Muxen zu ergattern. „Der Rundfunkstaatsvertrag sieht ganz klar vor, dass eben auch ausländische staatliche Sender hier in Deutschland keine Rundfunklizenz erlangen können“, stellt Becker fest. Dem könne man sich z.B. durch die Gründung eine deutschen GmbH entziehen, die „sich das dann alles aus dem Ausland zuliefern lässt“. Solche Umgehungsversuche würden sensibel geprüft, so Becker. Ein Gegenbeispiel sei der türkischsprachige Sender MetropolFM. Dort sei „keinerlei staatlicher Einfluss der Türkei“ erkennbar, so Becker.
In Österreich gelten andere medienrechtliche Voraussetzungen. Im Wiener Regelbetriebs-Mux bekam neben der deutsch-russische Radioallianz auch der katarische Sender Sout Al Khaleej die Sendegenehmigung; dieses Programm liefert sogar 22 Stunden aus dem Ausland zu. In beiden Fällen ist Mega Radio Austria der Lizenzinhaber. Das vom katarischen Herrscherhaus getragene Programm hatte sich 2016 mit einem anderen deutschen Partner vergeblich um eine Zulassung beworben.
Nachtrag: Wie das Gericht auf Nachfrage von dehnmedia mitteilt, steht für die mündliche Verhandlung noch kein Termin fest.
Quelle: Bericht von DLF vom 6.6.
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9.6.2018 • DVB-T2 HD: Kfz-Box für FreenetTV und DAB+ avisiert
Ab September will die Firma Ampire die Blackbox DVBT2000 CI+ für 700 Euro ausliefern. Dank einer CI+-Schnittstelle und mittels eines (nicht mitgeliefertem) Freenet TV-Moduls soll es die kostenpflichtigen Privatsender im Auto empfangen können. Laut Website soll die Box Dank eines Vierfach-Tuners in gut versorgten Gebieten bei bis zu 210 km/h empfangen. Derzeit erwarte man die Lizenzierung.
Schon Anfang Juli kommt der kleine Bruder (nur frei empfangbare Programme). Die sonst baugleiche Box DVBT1000 kann für 500 Euro vorbestellt werden.
Beide Produkte unterscheiden sich von anderen Nachrüstboxen für Autos, weil sie auch DAB+-Digitalradio empfangen können.
Quelle: Website von Ampire, Mail vom 9.6. | Hintergrund: Kfz-Blackboxen für DVB-T2 HD.
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9.6.2018 • Schweiz: Wird der UKW-Ausstieg auf 2022 vorgezogen?
DABplus-Logo Schriftzug Nach 60 Jahren ist UKW reif für die Rente. Der Nachfolger DAB+ kann verhindern helfen, dass „Spotify, YouTube und Smartspeaker wie Alexa das Zepter vollständig übernehmen“, so René Wehrlin (Bakom) beim kürzlichen SRG-Branchenforum. Aus der Arbeitsgruppe Digitale Migration verlautete dort der Vorschlag, 2021 (statt 2019) mit der UKW-Abschaltung zu beginnen und diese schon 2022 abzuschließen - also zwei Jahre früher als bisher geplant. Begünstigt werde das durch die starke Nachfrage der Privatradios nach Sendemöglichkeiten. DAB+ werde in Kürze die Abdeckung des UKW-Netzes erreichen.
Es wurden aber auch Probleme benannt: Nach umfangreichen Messungen der Empfangsempfindlichkeit wurde die Qualität von Nachrüst-Produkten für Autoradios kritisch bewertet. Überhaupt sei die DAB+-Ausstattung von Autos mit 25 Prozent der 3,5 Mio. zugelassenen PKW noch gering; viele Autofahrer würden wohl erst handeln, wenn UKW abgeschaltet ist. Immerhin werde für 85 Prozent der Neuwagen DAB+-Radios angeboten. Weil es sich oft um Zusatzausstattungen handele sollten Autokäufer ausdrücklich DAB+ verlangen und - im Sinne der Zukunftsfähigkeit - Mehrkosten in Kauf nehmen.
Quelle: Mitteilung der SRG vom 4.6.
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9.6.2018 • Schweiz: Umstieg auf TPEG-Verkehrsinfos beginnt 2019
Verkehrsinformationen werden zumeist mit dem Radio genutzt. gibt es dor Änderungen, kann das Folgen haben. Im Zusammenhang mit dem Umstieg von UKW auf DAB+ macht die Rundfunkanstalt SRG auf einen Aspekt aufmerksam: Ab 2019 wird in der Schweiz der Verkehrsinfo-Dienst TPEG eingeführt. SRG und der Diensteanbieter Viasuisse führen derzeit Tests durch.
TPEG wird mit der schrittweisen DAB+-Aufschaltung ab 2020 in der Schweiz den bisherigen, auf UKW basierenden, Traffic Message Channel (TMC) ersetzen. Auf TMC basierende Navis bekommen dann keine aktuellen Infos mehr. Darauf macht SRG aufmerksam. Für einige Geräte gibt es Nachrüstmöglichkeiten.
Der für die Autofahrer kostenlose Service bringt Verkehrsinfos als Datenstrom über DAB+ und unabhängig vom Radiosignal auf geeignete Navigationsgeräte. Der digitale Dienst bietet mehr Informationen siebenmal schneller als TMC. Die Verortung ist wesentlich präziser und erlaubt genauere Prognosen über die Entwicklung der Verkehrssituation vor Ort.
In Deutschland arbeiten beide Dienste parallel. TPEG-Dienste werden im nationalen Multiplex (Kanal 5C) und in allen ARD-Multiplexen verbreitet.
Quelle: Merkblatt der SRG | Hintergrund: Navis mit DAB+-Datenempfang.
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8.6.2018 • Frankreich: 39 DAB+-Programme für Lille / 2 nationale Muxe
Am 19.Juni gehen wie angekündigt 39 DAB+-Programme im Großraum der nordfranzösischen Stadt Lille auf Sendung. Darunter sind 27 Radiowellen, die nur über DAB+ zu hören sind. In Lille und Umgebung sollen zudem bis zu 30 Programme aus dem nahen Belgien zu empfangen sein. Noch im Juni sollen in der nordfranzösischen Region Hauts-de-France Multiplexe für Dunkerque (8, später weitere 13 Programme), Calais (7/13), Lens-Douai (13/13) und Valenciennes (9/13) auf Sendung gehen. Für 2018 werden zahlreiche weitere Regionen avisiert.
Bis 2020 will die CSA in mehreren Schritten Multiplexe für 30 Regionen ausschreiben und erwartet die Sendestarts bis 2021.
Ende April hatte die Medienbehörde CSA zwei nationale Multiplexe mit zusammen 26 Programmen ausgeschrieben. Die nebenstehenden klickbaren Grafiken (Quelle: dabplus.fr) geben einen Eindruck von den Sendenetzkonzepten der beiden nationalen Muxe.
Derzeit können mit DAB+-Radios bis zu 30 Programme in Marseille, 42 in Nizza und 44 in Paris empfangen werden.
Quelle: Infos von dabplus.fr | Hintergrund: DAB+.
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8.6.2018 • Digitalradio: Folgt Rock Antenne auf Interview Radio?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Interview Radio hat abgeschaltet und laut einer Meldung seine Lizenz für den Rhein-Main-Multiplex im hessischen Kanal 11C zurückgegeben. Für die Neubesetzung des freien Sendeplatzes wird auf Rock Antenne spekuliert. Das Programm aus München wurde im März für den Hessen-Mux zugelassen. Seinerzeit hieß es, Fragen der Ressourcennutzung wären noch zu klären. Der Ausstieg von Interview Radio macht das wohl überflüssig.
Quelle: Listing bei ukwtv.de, Meldung von satnews vom 7.6. | Hintergrund: DAB+ in Hessen,.
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8.6.2018 • Digitalradio: HR4 jetzt regionalisiert auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Hessische Rundfunk bietet nach übereinstimmenden Meldungen ab sofort HR4 über DAB+ in den Regionalisierungen Süd, Nord und Mitte an. Zwischen 12 und 17 Uhr wird zur halben Stunde für Regionalnachrichten der Studios in Darmstadt, Gießen und Fulda und um 15.30 Uhr für einen Beitrag aus der jeweiligen Region auseinander geschaltet.
Die Standorte Gießen, Gelnhausen und Würzberg werden weiterhin für den Netzausbau des HR-Multiplexes im Kanal 7B genannt.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 8.6., ukwtv | Hintergrund: DAB+ in Hessen,.
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7.6.2018 • Digitalradio: Antenne Deutschland stoppt Investitionen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Recht, Gesetze Das Verwaltungsgericht Leipzig geht bei seinem Urteil zum Bundesmux 2 von einem Verstoß gegen den Grundsatz der Chancengleichheit alle Bewerber im Auswahlverfahren aus. Weil es um das „knappe Gut“ (einer Sendefrequenz) geht habe daher „mithin ein wesentlicher Verfahrensfehler vorgelegen“.
Die Entscheidung „zwingt uns, jetzt keine Investitionen zu tätigen“, so Willi Schreiner für den Plattformanbieter Antenne Deutschland, der seine Pläne nun vorerst nicht umsetzen kann. „Wir verfolgen aber weiterhin unsere Antenne Deutschland-Pläne und halten somit auch an DAB+ fest.“ Im Übrigen habe das Venture von Media Broadcast und Absolut Radio den Klägern der Firma DABP eine 50 Prozent-Beteiligung angeboten. Das sei jedoch nie beantwortet worden.
Das bei der Zulassung für die Sendeplattform des 2. Bundesmuxes unterlegene Unternehmen DABP jetzt auf ein Urteil zu seinen Gunsten verweisen. Beklagt waren die Landesmedienanstalten, die den Zuschlag an Antenne Deutschland vergeben hatten. DABP hatte 2016 den neuerlichen Anlauf für den 2. Bundesmux ausgelöst.
Quelle: Meldung von radioszene.de vom 7.6. | Hintergrund: DAB+-Bundesmux 2.
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7.6.2018 • Kabel: Analogabschaltung wesentlich nach der WM
Kabelanschluß Kabelanschluß Noch empfangen etwa 3,1 Mio. Haushalte die Fernsehprogramme analog; es handelt sich um rund 17,6 Prozent der 17,6 Mio. Kabelkunden bzw. 7,8 Prozent aller 38,8 Mio. TV-Haushalte Deutschlands.
Nach weiteren Angaben des Projektbüros Digitales Kabel erfolge die Analogabschaltung in den Kabelanlagen „in den Monaten nach der Fußballweltmeisterschaft“ in der zweiten Jahreshälfte. Ab Juli/August will das Büro eine detaillierte Terminübersicht nach Bundesländern und Regionen zur Verfügung stellen. In dem Zusammenhang werden die Anbieter PŸUR, Telekom und Vodafone auch die analoge Kabelverbreitung von Radioprogramme auf UKW-Frequenzen beenden.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros vom 7.6.
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5.6.2018 • Digitalradio: Mobilmarkt über DAB+ erschließen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 egoFM ist, so Geschäftsführer Philipp von Martius gegenüber radioszene, an der Präsenz in weiteren DAB+-Ballungsräumen intessiert. Aus wirtschaftlichen Gründen sei das aber nur schrittweise möglich. Den Ende 2017 vollzogenen Einstieg in die bayernweite DAB+-Verbreitung sieht er als Option auf die Zukunft. „Wir versprechen uns zunächst davon, dass der mobile Empfang – der bei den bislang kleineren UKW Frequenzen eher unterentwickelt ist – von egoFM durch die landesweite DAB Ausstrahlung sukzessive wachsen kann.“ Eine Bestätigung dafür erwartet von Martius im Gespräch mit radioszene jedoch erst von den Reichweitenstudien ab 2019. „Insofern ist der jetzige Schritt in das landesweite DAB eine Investition in ein künftiges Nutzungswachstum von egoFM.“
Das Musikprogramm wird zur Zeit via DAB+ in Bayern (über die im landesweiten Ausbau befindlichen Regional-Muxe), in Baden-Württemberg (K 11B) und in den beiden sächsischen Small Scale-Pilotmuxen ausgestrahlt. Für Stuttgart und sieben bayerische Regionen sendet man über UKW. Daneben werde der Sender in einigen Ballungsräumen via Streaming gut nachgefragt.
Quelle: Interview von radioszene vom 5.6. | Hintergrund: DAB+ in Bayern, Baden-Württemberg,.
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4.6.2018 • Digitalradio: Gericht schiebt Bundesmux 2 auf die lange Bank
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Recht, Gesetze Der zweite nationale DAB+-Mux ist vorerst wohl gescheitert. Dies ist die Folge eines Urteils vom 31. Mai. Das Verwaltungsgericht Leipzig stellte im Zusammenhang mit der Klage gegen die Lizenzvergabe laut einer Meldung die „aufschiebende Wirkung“ fest. Der Bundesmux2 kann daher erst starten, wenn ein rechtsgültiges Urteil vorliegt. Das ist ein Teilsieg des bei der Vergabe unterlegenen Leipziger Unternehmers Steffen Göpel und seiner DABP GmbH. Die Beschwerde an das Oberverwaltungsgericht wurde zugelassen.
Die Gremienvorsitzenden der Landesmedienanstalten hatten den Zuschlag aus drei Bewerbungen an Antenne Deutschland erteilt, ein Konsortium von Absolut Radio und Media Broadcast, und später die Kapazitäten zugewiesen.
Antenne Deutschland hatte frühzeitig erklärt, man werde erst „unmittelbar nach Bestandskraft einer entsprechenden Zuweisung“ investieren. Das Urteil verschiebt diese Absicht nun in eine unbestimmte Zukunft. Die Attraktivität von DAB+ und seines Programmangebotes erleidet damit einen heftigen Rückschlag. Stellungnahmen der Betroffenen liegen noch nicht vor.
Quelle: Meldung von satnews vom 4.6. | Hintergrund: DAB+-Bundesmux 2.
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4.6.2018 • Antennen: Land in Sicht im Kostenstreit? (aktualisiert)
Terrestrik Die Bundesnetzagentur hat (nach förmlichen Auskunftsersuchen Ende April) ein Eilverfahren eingeleitet und den neuen Antennenbesetzern „den möglichen Erlass einer Regulierungsverfügung gegen Ihr Unternehmen“ angekündigt. Das meldet die FAZ. „Der Streit zwischen den Marktakteuren darf am Ende nicht auf dem Rücken der Hörerinnen und Hörer ausgetragen werden“, zitiert das Blatt aus dem Schreiben.
Dieser deutliche Wink in Richtung der Antennenbesitzer trifft den fast versöhnlichen Tenor anderer Meldungen nicht: Vermittlungsbemühungen der Bundesnetzagentur könnten den Streit um die Mietkosten für UKW-Sendeantennen entschärfen. Am vergangenen Donnerstag hätte es erste Ergebnisse gegeben, wird unter Verweis auf ein Rundschreiben der BNetzA und den Verband APR gemeldet. Beteiligt gewesen waren die Netzbetreiber Divicon Media und Uplink Network, fünf Erwerber von Antennen und andere Marktbeteiligte. Derzeit erläuterten die Netzbetreiber ihren Radioveranstalter-Kunden die Ergebnisse.
Konkretes zum Ergebnis verlautete nicht. Die Situation sei sehr verworren. Einzig sicher scheint, dass jedwede Regulierung von der einen oder anderen Seite juristisch angegriffen werden würde. Eine dauerhafte und wirtschaftlich funktionierende Lösung sei nur zu erreichen, wenn alle Beteiligten durch Nachgeben zu einem gemeinsamen Kompromiß finden.
Nach dem Verkauf der UKW-Sendetechnik zum 1. April 2018 hatten einige Käufer mit dem Abbau von Sendeantennen gedroht, wenn ihren überhöhten finanziellen Forderungen nicht nachgegeben werde. Nachdem der Vorbesitzer Media Broacast den Sendebtrieb bis zum 30. Juni 2018 sichert, droht das Aus für etliche UKW-Sender zum 1. Juli, wenn es zu keiner Einigung der Beteiligten kommt.
Quellen: Meldungen der FAZ vom 3.6.und von satnews.de vom 4.6. | Hintergrund: Antennenstreit.
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4.6.2018 • Digitalradio: ARD-Anstalten ordern DAB+-Sendetechnik
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Sechs ARD-Anstalten wollen 2019/2020 knapp 100 Sendeanlagen für DAB+ beschaffen. Eine Ausschreibung lässt jedoch offen, ob die neue Technik zur Erweiterung der Sendegebiete oder als Ersatzbeschafftung vorgesehen ist. WDR, RBB, NDR, SR, SWR und MDR suchen einen Partner für eine Rahmenvereinbarung. Der SWR wird erst 2020 einsteigen.
Es handelt sich um 31 Sendern für den WDR, davon zwei an Standorten in Niedersachsen. HR und MDR wollen gemeinsam fünf Sender an hessischen Standorten betreiben. Der RBB beabsichtigt 13 Sender für Leistungen zwischen 1,3 und 3,9 kW für 13 Standorte anzuschaffen. Der NDR plant 25 Sender ein. Der Südwestrundfunk will 21 Anlagen beschaffen, darunter je eine für Standorte in Hessen und Bayern. Für den SR sind drei Anlagen vorgesehen.
Unabhängig von dieser gemeinsamen Beschaffung hatte der BR für 2018 neun neue Standorte für den eigenen landesweiten und mehr als 20 für die regionalen Muxe angekündigt. Dazu kommen zwei weitere für den später kommununizierten .
Quelle: Ausschreibung vom 6.5. | Hintergrund: DAB+.
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1.6.2018 • DVB-T2 HD: Lausitzwelle ist in den Juni-Startlöchern
„Voraussichtlich innerhalb der beiden kommenden Wochen wird der Regelbetrieb mit Lausitzwelle Fernsehen starten.“ Das bestätigte Hans-Peter Schreiber, Geschäftsführer des Programmveranstalters und des Netzbetreibers SGS Rundfunkgesellschaft, auf Anfrage von dehnmedia.
Seit Anfang Mai laufen Tests in DVB-T2 (MPEG-4) im Kanal 27 von den Sendestandorten Bautzen (Czorneboh) und Hoyerswerda; der Sender Keulenberg soll im 2. Halbjahr folgen. Der avisierte Sender Weißig (bei Kamenz) werde verzichtbar, wenn der Görlitzer Kanal 40 auf K 27 umkoordiniert werden kann. In Görlitz wird schon seit April in DVB-T im K 40 getestet.
Die Tests werden an allen Standorten mit dem SGS-Programm Elsterwelle bestritten. Es wird mit dem offiziellen Sendestart zur Lausitzwelle umfirmiert.
Hintergrund: Die ursprüngliche Sendelizenz für die Lausitzwelle datiert von 2011. Zum Sendebetrieb kam es jedoch nicht. Die SGS hatte sich (wie für das eigene Programm RAN1 in Sachsen-Anhalt) als Netzbetreiber beworben. Dem stimmte die Bundesnetzagentur erst nach Verzögerung zu. Zu dem Zeitpunkt war aber klar, dass der zugewiesene Kanal 56 nicht dauerhaft genutzt werden kann. Als der Kanal 27 zugeteilt war, drohte jedoch das Ende der Sendelizenz. Die SLM verlängerte daher die Lizenz im April 2017 um acht Jahre. Ende 2017 erhielt die Lausitzwelle den Zuschlag auch für den Görlitzer Kanal 40.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen.
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1.6.2018 • DVB-T2 HD: Vorschau auf Umstiegs-„Phase 3a“ bis Ende 2018
Bisher war für die „Phase 3“ des Umstiegs von DVB-T auf DVB-T2 HD wenig aussagekräftig für den „Herbst 2018“ angekündigt. Inzwischen ist von zwei Teilphasen die Rede. Der größte Teil der noch ausstehenden Massnahmen schiebt sich auf vier Termine zusammen. Hier eine Übersicht über die „Phase 3a“:
Termin Bundesland Standorte

26.9.2018 Bayern Amberg Bamberg Ochsenkopf
Sachsen CH-Geyer * CH-Reichenhain * Schöneck***
Thüringen Gera *
24.10.2018 Bayern Garmisch Grünten Hohenpeissenb. Pfänder (AT)
Baden-Württ. Aalen Bad Mergent. *** Donaueschingen Geislingen *** Heilbronn *
Raichberg *** Ravensburg Ulm * Waldenburg
28.11.2018 Rheinland-Pfalz Donnersberg Eifel Haardtkopf *** Kaiserslautern * Kettrichhof ***
Saarburg *** Trier * Weinbiet ***
Saarland Felsberg **
Thüringen Inselsberg
5.12.2018 NRW Hochsauerland Nordhelle Siegen

Hinweise: * : Regionen mit Freenet TV. ** : Nur ARD-Programme.*** : Standort wird für DVB-T2 HD nicht mehr genutzt.
Die Umstellung ist für sieben Sendeanlagen noch in 2018 und für die letzten zehn DVB-T Standorte als „Phase 3b“ in 2019 angekündigt - der BR grenzt das für seine Standorte auf „Mitte März 2019“ ein.
An den o.g. und Tagen (und noch ohne Termin bis 2019) stehen außerdem zahlreiche Kanalwechsel auf den Arbeitsplänen der Sendetechniker. Zumeist müssen Frequenzen oberhalb des UHF-Kanals 47 an den Mobilfunk abgegeben werden. In Einzelfällen wird von Rangierfrequenzen auf die endgültigen Betriebskanäle gewechselt. Betroffen sind alle Anbieter, also auch Freenet TV.
Quelle: Eigene Recherche, ukwtv.de | Hintergrund: DVB-T2 HD - Umschaltungen, Kanalwechsel, Migration, Freenet TV.



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