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Nachrichten-Archiv August 2018

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19.8.2018 • Deutschland: Bundeskanzlerin will Digitalrat berufen
Angela Merkel will einen Digitalrat beim Bundeskanzleramt installieren. Das kündigte die Bundeskanzlerin in einer Videobotschaft an. Es soll „ein kleines, schlagkräftiges Gremium mit zehn solcher Expertinnen und Experten“ sein. Besetzt werde es mit „Menschen, die uns antreiben, die uns unbequeme Fragen stellen und die darauf Wert legen, dass das, was wir miteinander diskutieren, dann auch in der Praxis umgesetzt wird“.
Merkel nennt ausdrücklich die Gebiete Breitband und Mobilfunk, erinnert an den Digitalpakt Schule, die Behörden-Digitalisierung und ruft das Thema Künstliche Intelligenz auf. Begriffe wie Medien, Film, Fernsehen, Radio, Musik usw. kommen in der Videobotschaft jedoch nicht vor.
Mehrere Bundesministerien beschäftigen Stäbe zund Externe mit dem Thema. Dorothee Bär ist im Bundeskanzleramt die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung. Die damit verbundenen medienpolitischen Fragen werden auch im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (wo das Digital Radio Board angesiedelt ist) bearbeitet. Das Bundeswirtschaftsministerium zählt u.a. Digitale Welt und Innovation zu seinen Arbeitsbereichen, zu dem u.a. die Netzpolitik gerechnet wird. Weitere Aktionsfelder des Ministeriums sind u.a. Moderne Industriepolitik, Industrie 4.0 und ein Bündnis Zukunft der Industrie, die sicher mit Fragen der Digitalisierung verbunden sind. Nicht zuletzt: Wenn es um Medien wie Radio und Fernsehen geht, reden auch 16 Bundesländer (oft genug gegeneinander) mit.
Wie ein Digitalrat zwischen den bestehenden Institutionen agieren soll bleibt trotz des Merkelschen Winks mit dem Umsetzungs-Zaunpfahl unklar. Abgesehen davon, dass Namen und Industrieverbindeungen der zehn Personen nicht genannt werden.
Kommentar: Merkel scheint hier gegen die Erfahrung Viele Köche verderben den Brei anarbeiten zu wollen. Wirksam täte sie das, wenn die Zuständigkeit für alle Fragen der Digitalisierung an einer Stelle konzentriert würde. Jetzt also noch ein Expertengremium ohne Entscheidungsbefugnis. Die liegt weiter im Dschungel ministeriellen Zuständigkeitsgerangels und lobbymässiger Angriffe auf Inhalte. Der Digitalrat - ein Quasselklub auf Staatskosten?
Quelle: Videobotschaft (Textfassung) vom 18.8.
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18.8.2018 • DVB-T2 HD: Neue Infos zu Terminen und Kanalwechseln
Auf der Website der Initiative DVB-T2 HD ist die Liste zur Planung des Sendenetzausbaus aktualisiert worden. Demnach wird gegenüber den bisher bekannten Terminen der Sendestart auf Helgoland um eine Woche auf den 28. November vorgezogen.
Für die Finale „Phase 3b“ des Umstiegs von DVB-T auf DVB-T2 HD werden drei Termine genannt: Für die sechs letzten Inbetriebnahmen in Bayern bleibt es beim 13. März 2019. Cottbus-Calau in Brandenburg folgt am 3. April. Der Umstieg endet am 22. Mai 2019 mit den niedersächsischen Senderanlagen Dannenberg, Uelzen (beide nur ARD/NDR) und Visselhövede.
Eine weitere Datei enthält genauere Angaben zu den Sendekanälen mit dem Inbetriebnahme-Stand bis Ende 2018. Erstmals sind dort die Änderungsinformationen zu den bis April 2019 vorgesehenen Kanalwechsel zu finden.
Quelle: DVB-T2 HD-Initiative (Downloads) | Hintergrund: DVB-T2 HD Einführung, FreenetTV.
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17.8.2018 • Norwegen: DAB+-Zahlen „mit Vorsicht zu genießen“
DABplus-Logo Schriftzug Der Vorstoß von Norwegens Zentrums-Partei für eine Rückkehr zu UKW und die nachfolgende Polemik von Vaunet haben eine Debatte um die Bewertung der dortigen Hörerzahlen ausgelöst. Radiowoche.de und der deutsche Digitalradio-Verein gehen davon aus, dass breiter angelegtes Basismaterial notwendig ist, um Statistiken sinnvoll zu interpretieren.
Die derzeit gehandelte Zahl von 49,2 Prozent sei nicht nur wegen der Urlaubszeit „mit etwas Vorsicht zu genießen“, rät radiowoche. Die Radionutzung sei in Norwegen insgesamt rückläufig. Sie fiel von 70 Prozent (2014) auf 67,6 Prozent (2016) und dann auf 57,0 Prozent im ersten und stieg im 2. Quartal 2017 marginal auf 57,1 Prozent. Das war in der Urlaubszeit und während des Umstiegs, der 2017 in mehreren regionalen Phasen durchgeführt wurde.
Das Digitalradio-Verein meint, einige Kommentatoren würden Äpfel mit Birnen vergleichen. „Denn die UKW-Gesamtreichweiten sind in Norwegen seit 2013 kontinuierlich gefallen, während die Gesamtreichweiten über DAB+ schrittweise gestiegen sind. Vergleicht man den Dezember 2017, den letzten Monat mit UKW, mit dem April 2018, als es nur noch DAB+ gab, wird klar, dass man bei 1,8 Prozentpunkten Unterschied nicht von einem Einbruch der Gesamtreichweiten sprechen kann“, so Willi Schreiner für den Verein. Dazu werden Zahlen zu den Tagesreichweiten vom Dezember 2017 (noch mit UKW) und April 2018 (nur DAB+) nebeneinander gestellt:
Dezember 2017 : 59,4 % April 2018 : 57,6 % Differenz : 1,8 %
Juni 2017 : 63,7 % Juni 2018 : 57,4 % Differenz : 6,3 %
Juli 2017 : 56,7 % Juli 2018 : 49,4 % Differenz : 7,3 %
Auch der Branchenverein argumentiert mit der Urlaubszeit und geht davon aus, „dass viele Norweger vermutlich unterwegs waren und nicht etwa DAB+ den Rücken gekehrt haben“.
Beide Quellen erwarten letztlich, dass ein möglicher Trend erst nach längerer Beobachtung erkennbar ist (was VWL-Studenten im ersten Semester lernen).
Abgesehen davon gehört es natürlich zur Strategie einer parlamentarischen Oppositionspartei wie dem norwegischen Zentrum, an jeglichem Geschehen im Lande Kritik zu üben.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Deutschland vom 16.8., Meldung von radiowoche vom 17.8.
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17.8.2018 • Digitalradio: Nordhessen-Mux sendet jetzt auch aus Fulda
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Nordhessen-Mux wird jetzt vom Sendestandort Fulda abgestrahlt. In DAB+ und im Kanal 6A sind im Einzugsbereich dann fünf Programme der FFH-Gruppe, Rock Antenne sowie zwei NKLs zu empfangen. Das bestätigt laut einer Meldung der Netzbetreiber Hessen Digitalradio.
Quelle: Meldung von satnews vom 17.8., Hörerzahlen 2014-2018 (TNS Gallup Norwegen) | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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16.8.2018 • Digitalradio: Vaunet warnt weiter vor DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Vaunet Vaunet, der Verband der großen Radioveranstalter, stellt sich weiter abseits des Digital Radio Boards und weist die gestrigen Äußerungen von Heike Raab zurück.
Radio Regenbogen-Chef Klaus Schunk, auch Vorsitzender des Vaunet-Fachbereichs Radio und Audiodienste, bewertet die Sommer-Zahlen aus Norwegen (u.a. im Gegensatz zum norwegischen Privatradiokonzern P4) negativ und als Warnsignal. Weichenstellungen für digitalas Radio dürften nicht „durch eine falsche politische Verordnung ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Hörernutzung“ und zugunsten von DAB+ geschehen. „Die tatsächliche Nutzung konzentriert sich bereits auf andere Empfangswege. Deshalb müssen Regelungen zur Interoperabilität im Telekommunikationsgesetz auch alle Verbreitungswege einschließlich der Smartphonenutzung miteinbeziehen.“ Damit bringt Schunk die Mobilfunk-Anbieter mit ins Spiel, von denen die Deutsche Telekom Vaunet-Mitglied ist.
Allerdings ist offiziell - weder im letzten Referentenentwurf zum §48 TKG noch in der Roadmap oder im oder im Koalitionsvertrag - eine Bevorzugung von DAB+ bei den Vorgaben für Hybridtuner zu erkennen. Auch Aussagen über eine UKW-Abschaltung in Deutschland - gibt es nirgendwo. Vaunet hatte das Digital Radio Board im Februar 2017 verlassen, weil der dort entstandene „Aktionsplan für die Transformation der Hörfunkverbreitung in das digitale Zeitalter“ als einseitige DAB+-Unterstützung abgelehnt wurde.
Im Übrigen beteiligen sich von den knapp 60 Mitgliedern der Radio- und Audiosektion von Baunet 15 Unternehmen, teils mit mehreren Programmen, bei DAB+.
Quelle: Presseinfo von Vaunet vom 16.8. | Hintergrund: DAB+-Roadmap.
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15.8.2018 • Digitalradio: Raab will Interoperabilität ins TKG bringen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 RLP-Staatssekretärin Heike Raab (SPD) forderte gestern beim Digitalradio Board die zügige Realisierung einer Vorgabe zur Interoperabilität digitaler Empfangsgeräte. Dies sei im Board bereits verabredet und müsse nun in eine Novelle des Paragraphen 48 Telekommunikationsgesetz (TKG) einfließen.
„Es geht darum, dem Hörfunk durch die Interoperabilitätsverpflichtung in der digitalisierten Welt von morgen zukunftsfähige Entwicklungsperspektiven zu eröffnen“, so Raab. Die Novelle werdedie „flächendeckende Verbreitung von Digitalradiogeräten verbessern und so dem digitalen Radio in Deutschland Schwung verleihen“. DAB+ ermögliche neue Dienste und Funktionen und mache das Programmangebot vielfältiger. DAB+ sei für Sender wie Verbraucher kostengünstiger und nutze die knappen Frequenzressourcen ökonomisch.
Die Bundesregierung hatte 2011 und 2016 eine Hybridtuner-Verpflichtung abgeschmettert. Überraschend beschloß das Bundeskabinett im April 2017 einen eigenen Entwurf zum §48. Das Gesetzgebungsverfahren blieb jedoch wegen der Bundestagswahlen im September 2017 unerledigt. Hybridtuner tauchten dann im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung wieder auf. Hatte das Bundeskabinett zuvor u.a. auf fehlende EU-Vorgaben verwiesen, freut man sich nun, die aktuelle Hybridtuner-Initiative der EU frühzeitig aufzugreifen.
Heike Raab ist in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz für Medienpolitik zuständig, leitet die Rundfunkkommission der Bundesländer und ist Co-Vorsitzende des Digitalradio-Boards.
Quelle: Presseinfo der Staatskanzlei RLP vom 15.8. | Hintergrund: DAB+-Roadmap.
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14.8.2018 • Digitalradio: Neue Ausschreibung und Start zur IFA
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Berlin und Brandenburg Die neu konzipierten Muxe für Berlin und Brandenburg gehen wahrscheinlich spätestens zum Digitalradiotag der Funkausstellung, also am 3. September OnAir. Das sei der Wunsch aller Beteiligten und technisch kein Problem, ist aus der MABB zu erfahren. Über die im Februar erteilten Zuweisungen hinaus werden Kapazitätslücken gefüllt. Für den Berlin-Mux (K 7B) hatte die MABB im März noch vier, für den neuen Berlin-Brandenburg Mux (K 12D) weitere zwei Programmäquivalente ausgeschrieben. Über die eingegangenen elf Bewerbungen will der Medienrat der MABB am 28. August entscheiden. Der Sendebetrieb könnte unmittelbar danach beginnen, sofern die Verbreitungsverträge unter Dach und Fach sind und die Zulieferung der Signale gesichert ist.
Auch die RTL-Gruppe entdeckt jetzt DAB+ und hat sich mit JamFM, 104.6RTL Berlin und Spreeradio beworben. The Radio Group hat ihre Cottbuser und Potsdamer Stadtwellen und Radio Germany One gemeldet. Radio B2 (bereits mit Radio Gold, StarStat und MaxxFM über DAB+ dabei und für Radio B2 zugelassen) meldet den Webkanal B2 SchlagerMixx nach. Wurzeln im Web hat auch das in Berlin produzierte Top 100 Station. Mit drei Anträgen ruft sich Mega Radio in Erinnerung. Nachdem deren Kooperation mit russischen Staatsradio SNA im Februar abgewiesen wurde, beantragte man nun für einen Kanal Mega News und für Mega Radio sowie für den Sender der katarischen Herrscherfamilie Sout Al Khaleej.
Im Zuge der Neuordnung startet der neue Kanal 12D dann mit 16 Programmen (zum Teil aus dem bisherigen K 7B dorthin wechselnd) von den Sendestandorten Berlin-Alexanderplatz, Booßen (Frankfurt/Oder) und Calau (Cottbus). Der Berliner Kanal 7B dann 13 Programme.
Neue Antragsteller


Zulassungen für Berlin/Brandenburg-Mux K 12D ... ... und für Berlin K 7B



Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin und Brandenburg.
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14.8.2018 • Digitalradio: Software gegen Elektronik-Störungen, für EWF
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Fraunhofer IIS-Institut stellt den Geräteherstellern jetzt eine neue Version seiner Software für DAB+-Empfangsgeräte vor. Mithilfe der neuen Bausteine kann die Empfangsqualität künftiger DAB+-Radios verbessert werden.
Die komplexe Elektronik neuerer Kfz und von Elektroautos könne „den Digitalradioempfang beeinträchtigen, was immer wieder zu kurzen Empfangsunterbrechungen führen kann“, erläutert Martin Speitel, Gruppenleiter Infotainment am Fraunhofer IIS.
Neu im Paket ist die Integration der Emergency Warning Functionality. Darüber können Dienststellen im Notfall Audio oder mehrsprachige Textnachrichten über DAB+ senden. Diese werden automatisch angezeigt, außerdem können Geräte aus dem Standby geweckt werden.
Quelle: Presseinfo des Fraunhofer IIS vom 14.8. | Hintergrund: Dienste für DAB+.
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14.8.2018 • Norwegen: UKW-Rückbau macht keinen Sinn
DABplus-Logo Schriftzug Der kürzlichen Forderung der oppositionellen Zentrumspartei, in Norwegen wieder von DAB+ zurück auf UKW zu wechseln, können Radioveranstalter nichts abgewinnen.
Laut Kenneth Andresen von der größten Privatradio-Gruppe P4 schalteten im 2. Quartal 2018 täglich 1,149 Mio. Hörer (bei rund 5,4 Mio. Einwohnern) P4 ein. Im Vorjahresquartal und mit UKW seien es nur 1,011 Mio. gewesen. Die Hördauer sei von 73 auf 79 Minuten täglich gestiegen. Allein die von der Partei benutzte Zahl des Sommers (wesentlich der KW 29; in der Urlaubszeit fällt die Mediennutzung raditionell auf Niedrigstwerte; dehnmedia) böte „kein umfassendes Bild“. „Das UKW-Netz ist nicht die Antwort auf die Zukunft des Radios, weder in Norwegen noch in Ländern, mit denen wir uns gerne vergleichen“, so Andresens Fazit.
Der öffentlich-rechtliche Sender NRK sieht den Umsrieg auf DAB+ nicht als alleinigen Grund des Hörer-Tiefs. Der Umstieg brauche mehr Zeit, zumal z.B. die Radios in Urlaubs-Wohnungen noch nicht ausgetauscht wurden.
Norwegen hatte 2017 als weltweit erstes Land UKW durch DAB+ ersetzt. Nur einige Lokalradios werden später umsteigen. Gegner des Umstiegs hatten gelegentlich Fake News verwendet. Die Zentrumspartei hatte 2011 für den Umstieg von UKW auf DAB+ gestimmt, wechselte jetzt aber auf die Seite der rechtspopulistischen Fortschrittspartei. Im Übrigen wurden die UKW-Sendeanlagen zwischenzeitlich verkauft. U.a. sollen neuere Komponenten helfen, die UKW-Infrastruktur in Malawi auszubauen.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Büro Deutschland vom 14.8., Meldung von radiowoche vom 6.8.
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10.8.2018 • DVB-T2 HD: FreenetTV mit neuer Werbekampagne
Auf die Anfang Juni gestartete Werbeaktion mit Fussball-Motiven lässt FreenetTV ab dem 13. August und kurz vor der Funkausstellung die nächste Kampagne folgen. Werbespots sollen zeigen, dass das HD-Paket der Privatsender und moderne HDTV-Fernseher zusammen gehören.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 9.8. | Hintergrund: FreenetTV.
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8.8.2018 • Digitalradio: BR-Muxe ab übermorgen auch aus Mainburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der BR nimmt am 10. August zwei DAB+-Sendeanlagen in Mainburg in Betrieb. Von dort aus werden der landesweite BR-Mux (Kanal 11D) und der regionale Niederbayern-Mux (Kanal 7D) ausgestrahlt. Damit sind im Raum Mainburg, Attenhofen, Elsendorf, Train und Siegenburg nach einem Suchlauf am DAB+-Empfänger alle Programme des BR und zahlreiche Privatradios empfangbar. Für den landesweiten BR-Mux sind nunmehr 52 Sender aktiv, die 90,2 Prozent der Menschen indoor versorgen. Mobil im Auto sowie im Freien (outdoor) sind es 97,5 Prozent. Entlang der Autobahnen liegt die Versorgung sogar bei 99 Prozent.
Der BR hatte im Februar umfangreiche Planungen zum Ausbau seiner DAB+-Sendenetze für dieses Jahr bekannt gegeben. Demnach wird der landesweite Muxes bis zum Jahresende auf 58 Standorte ausgebaut. Für die sechs regionalen Netze stehen weitere elf Sendeanlagen in Rede.
Quelle: Presseinfo des BR vom 8.8. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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8.8.2018 • Terrestrik: FFH-Gruppe gibt UKW-Sender für HarmonyFM auf
Terrestrik Der offiziell beigelegte Streit um die Kosten für die Anmietung von UKW-Sendeantennen zeigt weitere Folgen: In Hessen hat nach dem NKL Rundfunk Meißner jetzt die FFH-Gruppe UKW-Standorte abgeschaltet. Betroffen ist HarmonyFM mit den UKW-Frequenzen für Eschwege (88,3 MHz), Rotenburg/Fulda (104,5 MHz) und Idstein/Glashütten (93,2 MHz). Das Aus zu Ende Juli wird mit den Preiserhöhungen für die Anmietung der Sendetechnik begründet, was zur Unwirtschaftlichkeit dieser Standorte führe. Der Hessische Rundfunk hatte sich schon zu Jahraesbeginn von angemieteten Standorten zurück gezogen.
Als Alternativen nennt die FFH-Gruppe den neuen DAB+-Mux für Nordhessen und die Harmony-App.
Quelle: Meldung von satnews.de, teltarif.de vom 8.8. | Hintergrund: Antennenstreit, DAB+ in Hessen.
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8.8.2018 • AGF: Noch 750.000 Kabelhaushalte empfangen analoges TV
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Die Kabelanbieter beschleunigen die Entwicklung bei den digital empfangenden TV-Haushalten in Deutschland. Am 1. August wurden 38,05 Mio. Digitalhaushalte bei der AG Fernsehforschung (AGF) gezählt. Im Vormonat waren 37,72 Mio. Haushalte gemeldet worden. Der Anstieg um 330.000 hebt den Anteil der Digitalhaushalte von 97,2 auf 98,1 Prozent. Die AGF geht von 38,8 Mio. TV-Haushalten aus, so dass die Abschaltung des analogen Rundfunkempfangs in etwa 750.000 Haushalten noch bevorsteht.
Nach der terrestrischen TV-Verbreitung (2008) und der über Satellit (2012) geht das analoge Rundfunkzeitalter nun auch im Kabel seinem Ende entgegen.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.7., AGF-Übersicht seit 2001 | Hintergrund: Abschalttermine.
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6.8.2018 • Digitalradio: DAB hinter den Kulissen der Formel 1
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Beim Formel1-Wochenende in Hockenheim (20.-22. Juli) diente DAB als Sendetechnik „zur nicht öffentlichen Übertragung von Sprache und Daten aus den Kommentatorenkabinen in den TV-Compound“, so die Bundesnetzagentur auf Anfrage von dehnmedia.
Laut ukwtv nutzten sieben ausländische TV-Sender diese kabellose Kurzstrecken-Übertragung der Kommentare in die Ü-Wagen. Obwohl das kein Hörfunk im eigentlichen Sinne war, war das Projekt medienrechtlich als Veranstaltungsradio zu hehandeln. Dafür hatte die BNetzA den Kanal 5A befristet zugeteilt. Als Veranstalter des Dienstes wird der ORF genannt.
DAB kann sich also auch hinter den Kulissen der Medienproduktion nützlich machen. Einer der Vorteile in Hockenheim war sicherlich, dass für sieben Funksignale nur eine Frequenz benötigt wurde.
Quelle: Eigene Recherche, ukwtv.de | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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4.8.2018 • Österreich: Streit um Urheberrechts-Gelder schwelt weiter
DABplus-Logo Schriftzug Der nationale DAB+-Mux ist für den Verein Digitalradio Österreich ein Schritt, um „zu Vorzeigeländern in Europa wie Schweiz, Deutschland oder Norwegen aufschließen“. Dies in Österreich bisher ohne öffentlich-rechtliche Beteiligung, die in anderen europäischen Ländern „der Treiber von Innovationen und Digitalisierung beim Hörfunk ist“.
Unterdessen geht der Streit mit der AKM (Autoren, Komponisten und Musikverleger registrierte Genossenschaft mbH) um Entgelte für die DAB+-Verbreitung weiter. Im Herbst wird ein Gerichtsurteil erwartet, teilt der Verein mit. AKM hatte vor einem Jahr für elf Programme „insgesamt rund zwei Millionen Euro jährlich und nach Erreichen der Ausbauphase 4 rund fünf Millionen Euro“ gefordert.
Wie der Lobbyverband weiter mitteilt, startet im September die Bewerbung des Bundesmuxes mit der Info-Website www.dabplus.at und Aktivitäten der Privatradios.
Quelle: Presseinfo des Vereins vom 3.8. | Hintergrund: DAB+-Regelbetrieb in Österreich.
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4.8.2018 • Vor 15 Jahren: Berlin ist die erste „analogfreie Zone“
Überallfernseh-Logo Am 4. August 2003 wurde in Berlin und weltweit erstmals (nach gut 50 Betriebsjahren) die analog-terrestrische TV-Verbreitung durch DVB-T ersetzt. Die erste „analogfreie Zone“ - war nicht nur für die Antenne richtungweisend. Digital-TV gab es z.B. in Gestalt der D-Box für DF1/Premiere (heute: Sky) zwar schon seit 1996. Mit der regionalen Analog-Abschaltung eines analogen Ausspielweges begann die Revolution der Sendetechnik aller Verbreitungswege des Rundfunks.
Ernst wurde es Anfang 2002, als die Medienanstalt MABB eine Vereinbarung zum Umstieg mit ARD/ZDF, den Privatsendern, Sendenetzbetreibern, Verbraucherschützern und anderen aushandelte. Als Pionierregion war Berlin besonders geeignet: Einerseits gabe es im Ballungsraum einen vergleichsweise hohen Anteil an Terrestrik-Haushalten. Andererseits verfügte man sowohl über die alten Westberliner als auch die DDR-Frequenzen, was ein besonders attraktives Angebot öffentlich-rechtlicher und frei empfangbarer privater Programme möglich machen würde.
Zum Sendestart von DVB-T am 1. November 2002 hatte man mit 150.000 betroffenen Haushalten gerechnet. In den zehn Monaten bis zur Analog-Abschaltung wurden weitaus mehr Settopboxen (damals ab 200 Euro) verkauft. „Berlin hat deutlich gemacht, dass der Zuschauer die neue digitale Technologie akzeptiert, wenn der Mehrnutzen den Preis rechtfertigt.“ Diese Bilanz zog MABB-Direktor Hans Hege am 31. August 2003. „Jetzt bekommen die Fernsehzuschauer auch über Antenne den vollen Gegenwert für ihre Gebühr, den Kinderkanal zum Beispiel und vieles andere, was es bisher nur über Kabel und Satellit gab.“
Hans Hege. Foto:
Archiv dehnmedia.
Die Berliner Erfahrungen wurden Vorbild für den Rest der Republik. Durch DVB-T wurde der Empfangsweg Terrestrik ohne zusätzliche Kostenbarrieren á la Kabel und zumindest in den Ballungsräumen auch mit vielen privaten Programmen attraktiver. Zuvor hatte der wesentlich aus Steuern finanzierte ungezügelte Ausbau der Kabelnetze die Antenne auf deutschlandweit nur noch 1,92 Mio. Haushalte (5 Prozent) zurückgedrängt.
Bis 2015 stieg der Terrestrik-Anteil auf 10 Prozent. Bei Umstiegsende im Jahr 2008 war DVB-T längst Standard-Ausstattung von Fernsehern und 16 Mio. Empfangsgeräte waren verkauft, darunter 550.000 für Autos. Das Interesse an DVB-T stimulierte die heute alltäglichen Multistandard-Ausstattungen von Fernsehgeräten.
Dass ARD und ZDF ihre analogen 600 Grundnetz- und 8.700 Füllsender durch nur noch 488 DVB-T Sendeanlagen ersetzen konnten zeigt zudem das hohe Sparpotenzial der digitalen Sendetechnik.
Teil des Erfolgsrezeptes von DVB-T war die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit aller Beteiligten für den Umstieg. Dieses Prinzip bewährte sich ebenso anlässlich der Analogsat-Abschaltung am 30. April 2012. Gegenwärtig gibt es gemeinsame Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD und anlässlich der Abschaltung der analogen Kabel-Verbreitung. In ein paar Jahren dürften wieder gemeinsame PR-Massnahmen angesagt sein: Spätestens dann wird dem Parallelbetrieb von Standard-Auflösung und HDTV via Sat und Kabel eine Absage erteilt werden. Nicht betroffen sind dann nur die DVB-T2 HD-Haushalte.
Hintergrund: Rundfunkgeschichte, DVB-T Archiv.
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3.8.2018 • Österreich: Nationaler DAB+-Mux kann am 2.4.2019 starten
DABplus-Logo Schriftzug Ein nationaler DAB+-Mux für Österreich („Mux I“) kann am 2. April 2019 auf Sendung gehen. Die Medienbehörde KommAustria vergab eine Plattform-Zulassung bis zum 2. April 2029 an ORScomm.
„DAB+ ist aber der Ausweg aus der UKW-Frequenzknappheit in Österreich und ermöglicht deutlich mehr Programm- und Meinungsvielfalt im Radio“, kommentiert der KommAustria-Vorsitzende Michael Ogris die Entscheidung. Sie ließ lange auf sich warten, da die benötigten Frequenzen international koordiniert werden mussten und einige Nachbarländer ihre Planungen nicht abgeschlossen hatten.
Teil des Bescheides sind elf Programmen. Radio Maria, Radio Technikum, das Arbö Verkehrsradio, Radio Energy, ERF Plus, LoungeFM, Radio 88,6 und Rock Antenne sind derzeit noch im Wien-Mux vertreten, der seit April aktiv ist. Der Frauenkanal Radio Maxima ist ein neuer Ableger von Wien-Testteilnehmer Radio Max, der Supermärkte beschallt und ebenso wie Klassik Radio am Wiener DAB+-Piloten teilgenommen hatte. Arabella Plus ist ein neues Spartenradio. Weitere 162 CU sind dem ORF zur Nutzung anzubieten. Nimmt die Anstalt das nicht wahr, muss ORScomm dem ORF auf Wunsch bis zu 54 CU je nationalem Programm bereitstellen. ORScomm sorgt außerdem für einen EPG und Verkehrsinformationen nach TPEG-Standard.
Der Netzbetreiber ist verpflichtet, bis zum 2. April 2020 50 Prozent (klickbare ORS/RTR-Grafik oben) und binnen weiterer zwei Jahre von 75 Prozent (Grafik unten) der Österreicher bzw. „zumindest“ die Landeshauptstädte und Ballungsräume zu gewährleisten. Der Bescheid enthält eine Liste von 14 Senderstandorten und einen vierstufigen Rollout-Plan, der mit der Haupstadt Wien beginnt. Graz und Linz folgen im Hebst 2019. 2020 gehen zunächst Bregenz, Innsbruck, Salzburg und St. Pölten auf Sendung. Den Abschluß machen Klagenfurt und das Südburgenland im Herbst 2020. Die Planungen zielen auf eine mobile Versorgung von 83 Prozent der Österreicher ab 2022. Für den Inhouse-Modus werden 63 Prozent angegeben.
Quelle: Presseinfo und Bescheid der KommAustria vom 3.8. | Hintergrund: DAB+ in Österreich.
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1.8.2018 • Vor 7 Jahren: DAB+ geht mit dem Bundesmux auf Sendung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Am 1. August 2011 - also vor sieben Jahren - wurde der digitale Hörfunk in Deutschland neu gestartet.
Mit DAB+ kam die optimierte Weiterentwicklung des gescheiterten alten DAB zum sendetechnischen Zuge; das Netz wurde von damals 27 auf heute mehr als 120 Sendestandorte ausgebaut. Das erste nationale Programmangebot mit neun Privatradios und allen Wellen des Deutschlandradio in einem bundesweit einheitlichen Sendekanal macht die neue Sendetechnik interessant. Trotz der relativ kurzen Zeit haben rund 15 Prozent der Bevölkerung Zugang zu DAB+-Radios (lt. Digitalisierungsbericht, erhoben im Frühjahr 2017). Es gibt ein breites Geräteangebot mit Produkten für alle Einsatzaufgaben.
Rundfunk ist Ländersache - was sich hier als Vorteil, dort als Nachteil erweist. In Bayern wird DAB+ gezielt als Plattform für die lokalen Veranstalter entwickelt. Lokale und regionale Multiplexe sollen bis 2019 alle Lokalradios parallel zu UKW - und weitere Stationen überegional - digital auf Sendung bringen. Sachsen erprobt zur Zeit die DAB+-Verbreitung mittels kostengünstiger SDR-Komponenten über Kleinzellen-Netze in Leipzig und Freiberg; es beteiligen sich lokale und überregionale Programme. In Niedersachsen wurde das gegenteilige Technik-Konzept relativ erfolgreich erprobt: Die zeitweise Auseinanderschaltung für regionale Sendungen (und Werbung) in einem überregionalen Gleichwellen-Multiplex.
Als Gegenpol agieren Land und Medienanstalt von NRW, die bisher jegliche neue Konkurrenz von den UKW-Lokalradios der Zeitungsverlage fernhalten. Welchen Kurs NRW mit dem Hörfunkkonzept 2022 einschlägt, wird man sehen.
Viele Radioveranstalter und ihre Verbände blockieren einerseits DAB+ und erst recht Festlegungen zu einem späteren UKW-Ausstieg. Andererseits fordern sie öffentliche Mittel für einen Parallelbetrieb von UKW und DAB+, den sie nicht finanzieren können (und doch gar nicht wollen?). Viele Veranstalter setzen auf Webradio statt auf DAB+ - obwohl das teurer wird, je mehr Hörer die Sendungen abrufen. Mittels IP-Radio, terrestrisch wie kabelgebunden, würden die Telekoms die Radioverbreitung kontrollieren und damit Gewinne machen.
Die Zeche zahlen letztlich die Verbraucher - entweder über den Rundfunkbeitrag oder über den Verkaufspreis der Produkte, in dem die Werbekosten einkalkuliert sind. Abgesehen davon müssste der Gesetzgeber dafür sorgen, dass alle Netzanbieter (wie heute im TV-Kabel) auf allen Verbreitungswegen ein Mindestangebot bestimmter Programme bereitstellen.
Unabhängig von den Strategien zur Radioverbreitung ist ein Trend der Programmgestaltung, der auch durch die Digitalisierung möglich wird. Immer mehr Formatradios lassen computergesteuert bestimmte Musikarten abdudeln. Das verspricht (u.a. wegen der gesparten Personalkosten) vergleichsweise schnelle Gewinne selbst bei geringer Hörerzahl.
So verliert Radio etwas, was es immer wichtig und interessant machte: Die Individualität einer auch mal spontanen Moderation, schnelle redaktionelle Berichte über aktuelle Ereignisse und längere Hintergrund-Sendungen. Gerade in Zeiten von Fake News wären mehr redaktionell recherchierte Informationen wichtig. Nicht zuletzt sind persönlich gestaltete Musikprogramme wünschenswert. Radio also für Menschen - und von Menschen gemacht.
Hintergrund: DAB+ allgemein, Programmangebot.
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1.8.2018 • Digitalradio: LfM „verzögert Start von Digitalradios“
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Düsseldorfer Mehr!Radio GmbH sieht ihr DAB+-Ballungsraumprojekt bedroht. Die Landesmedienanstalt LfM weigere sich seit einem halben Jahr, bei der Bundesnetzagentur eine Frequenz dafür zu beschaffen und „hat es vorerst auch nicht vor, wie sie mitteilte“, kritisieren die Betreiber in einer Presseinfo. Das sei eine Missachtung des einstimmigen Mandats der Medienkommission, die dem Veranstalter im Februar eine Zulassung erteilte - jedoch nicht in Verbindung mit einer Frequenz.
Die LfM befürchte, dass den Ballungsraummux ein geplanter landesweiter Mux „für weitere Plattformbetreiber und Inhalteanbieter erheblich an Attraktivität verlieren könnte“ und der NRW-Lokalfunk Nachteile erleide, wird die LfM zitiert.
Mehr!Radio-Geschäftsführer Richard Zyla sieht den chancengleichen Zugang verletzt; „Bewertungen der Behörde (müssen) erkenntnisgestützt sein und dürfen nicht auf Prognosen beruhen.“ Dass es nicht Aufgabe einer Medienbehörde sei, die wirtschaftlichen Auswirkungen auf bestehende Anbieter zu berücksichtigen, sei u.a. durch ein Gerichtsurteil belegt.
Mehr!Radio kritisiert zudem, dass die LfM bis zum Herbst nur Grundlagen formulieren will. Das Hörfunkkonzeptes 2022 hat die LfM bisher als Zuarbeit für eine Gesetzesinitiative des Landtages gesehen (was regionale und lokale DAB+-Muxe auf Jahre verzögert, dehnmedia).
Die LfM veröffentliche zudem das bei der Goldmedia-Beratung beauftragte Gutachten nicht, sondern wolle es erst kommentieren. „Wozu?“, fragt Zyla. „Spricht das Gutachten nicht für sich, so dass es noch einer Ergänzung bedarf?“ So gehe es mit der Radiodigitalisierung im größten Bundesland „nur in Zeitlupe voran“. So werde der Verlust von Frequenzen riskiert und engagierte Startups mit spannenden Programmen und Investitionen verhindert.
Hintergrund: Als einziges Privatradio ist Domradio zu empfangen - im Rahmen eines Pilotbetrieb, der nicht über Ende 2019 verlängert wird.
Seit dem Neustart von DAB+ im Jahr 2011 haben sich Landesregierung, Landesmedienanstalt und Lokalradios in NRW die Einführung von DAB+ verhindert, um das Monopol der von den Zeitungsverlagen kontrollierten Lokalradios zu konservieren. Erst der neue LfM Direktor Tobias Schmid warb im Herbst 2017 um die Einsicht: Wenn man nicht einmal über die digitale Terrestrik nachdenke, „ist das Risiko ziemlich groß, dass wir das Ding im Lauf der nächsten Jahre gegen die Wand fahren“.
Quelle: Presseinfo von Mehr!Radio vom 31.7. | Hintergrund: NRW-Lokalradios und DAB+, DAB+ in NRW.
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1.8.2018 • England: Bedarfsermittlung für Small Scale Regelbetrieb
England DAB-Logo Schriftzug Die britische Medienbehörde Ofcom Ofcom will sofort nach Festlegung der Regularien eines Regelbetriebs von DAB-Small Scale Multiplexen alle notwendigen Massnahmen einleiten. Obwohl der Entscheidungsprozess in der britischen Regierung noch läuft, steigt Ofcom bereits jetzt in die Frequenzplanung ein. Dem dient eine bis zum 21. September laufende Interessens-Abfrage für Dienste und den Betrieb solcher Multiplexe.
Ofcom hatte 2015 einen umfangreichen Test in zehn Regionen mit rund 150 Conmmunity- und kleine Privatradios durchgeführt. Der Sendebetrieb soll fortgesetzt werden, obwohl auch die verlängerten Lizenzen spätestens Ende August auslaufen. Danach ist aber keine Förderung mehr möglich. Ofcom möchte die Zulassungen maximal bis zum 31. März 2020 verlängert wissen. Die Behörde geht davon aus, dass bis dahin (und nach neuen Ausschreibungen) ein Übergang in den Regelbetrieb möglich ist.
Quelle: Presseinfo von Ofcom vom 27.7.2018 | Hintergrund: DAB+ in Small Scale DAB international.



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