Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte Archiv Allgemein Aktuell
Nachrichten-Archiv September 2018

Hinweise: Zum Lesen von PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden. Die Langzeit-Verfügbarkeit von Linkzielen kann nicht gewährleistet werden.

19.9.2018 • DVB-T2 HD: „Phase 3a“ des Umstiegs von DVB-T beginnt
In der Nacht zum 26. September geht der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD mit einem umfangreicheren terrestriischen Programmangebot im FullHD-Format in die „Phase 3a“.
Sachsen In Sachsen werden mit Chemnitz-Geyer und Chemnitz-Reichenhain die letzten DVB-T Sendeanlagen umgestellt. Von dort können erstmals die Privatsender des kostenpflichtigen Paketes FreenetTV terrestrisch empfangen werden. Der Sendestandort Schöneck wird für die TV-Verbreitung nicht mehr genutzt.
Bayern In Bayern erfolgt die Aufschaltung der 16 Programme von ARD, ZDF und BR an den oberfränkischen Sendetandorten Amberg, Bamberg und Ochsenkopf.
Sachsen-Anhalt Der Multiplex des ZDF wechselt im Sendegebiet Leipzig/Halle vom Kanal 49 in den Kanal 22 und arbeitet dann in einem vergrößerten Gleichwellennetz mit Chemnitz.
Thüringen Zeitgleich bekommt auch das thüringische Gera DVB-T2 HD neben den Multiplexen von ARD, ZDF und MDR die privaten Programmen von FreenetTV.
Wie immer werden die DVB-T Sendeanlagen in den genannten abgeschaltet. Der terrestrische TV-Empfang ist dann nur mit DVB-T2 HD-Empfängern möglich.
Die Umstiegs-„Phase 3a“ ist auf vier Termine bis Jahresende verteilt. Die nächsten Um- und Abschaltungen sowie Kanalwechsel sind für den 24. Oktober für die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg angekündigt. Das sächsische WestsachsenTV kündigt einen Kanalwehsel für die KW 41 an.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 20.9. | Hintergrund: Migration, FreenetTV.
DVB-T2 HD in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.
Zum Seitenanfang

19.9.2018 • Dänemark: Danmarks Radio soll 20 Prozent sparen.
„Es wurde die politische Entscheidung getroffen, den DR-Haushalt um 20 Prozent zu reduzieren. Das wird schwer, aber wir stellen uns der Aufgabe.“ Mit diesen Worten kündigt Maria Rørbye Rønn, Generaldirektorin von Danmarks Radio (DR), die Einsparung 420 Mio. Dänischen Kronen (56 Mio. Euro) jährlich und von 400 Entlassungen an. Weil drei von sechs TV-Stationen und drei Radiowellen abgeschaltet oder nur digital gesendet werden, wird zugleich der Bedarf an Sendungen reduziert. Das betreffe die attraktiven Programmbereiche Sport, Unterhaltung, Lebensstil und ausländische Fiktion.
Zugleich wird DR nicht mehr durch Gebühren finanziert, sondern aus Steuermitteln. Damit wird der öffentlich-rechtliche DR zu einem Staatssender, der über die Finanzierung vom Wohlwollen der jeweiligen Regierungsmehrheit abhängig ist.
Quelle: Meldung bei infosat.de vom 18.9.
Zum Seitenanfang

18.9.2018 • Digitalradio: MDR beendet Spekulationen um Sender in Erfurt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In der letzten Zeit gab es Spekulationen um eine neue Sendeanlage auf dem MDR-Gelände in Erfurt. Dazu teilt Niels Schulze, Leiter der MDR-Abteilung Programmverbreitung, auf Anfrage von dehnmedia mit, es handele sich um eine versuchsweise Ausstrahlung von Testsignalen. „Der MDR wird untersuchen, ob mit einem Kleinleistungssender vom Dach des MDR-Landesfunkhauses Erfurt ein signifikanter Versorgungsbeitrag für das Erfurter Stadtgebiet erzielt werden kann. Die Laufzeit ist zunächst auf Q4/2018 begrenzt. Wir werden zu gegebener Zeit entscheiden, ob der Testzeitraum verlängert wird. Zum jetzigen Planungsstand ist keine permanente Testsignalabstrahlung vorgesehen.“ Herr Schulze teilt weiter mit, dass die Testsignale mit 0,5 kW im Kanal 11A verbreitet werden. Die vorhandene Infrastruktur könne nach „geringfügigen Anpassungen“ genutzt werden.
In der thüringischen Landeshauptstadt entspricht der Rundfunk-Empfang offenbar nicht den Erwartungen. Ein von der Medienanstalt TLM und der Staatskanzlei 2017 beauftragtes Gutachten hatte einen zusätzlichen Sender im Erfurter Osten vorgeschlagen. Dadurch könnte „insbesondere der Empfang von digitalem Radio und TV in der Erfurter Innenstadt in Gebäuden sowie portabel deutlich verbessert werden“.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Thüringen.
Zum Seitenanfang

18.9.2018 • Digitalradio: Zwischen Frequenzmangel und Medienrecht
Digitalradio-Schriftzsg ab 5/2107 Die ARD kann ihre Radioprogramme nicht beliebig verbreiten. Darauf weist Martin Wagner, Hörfunkchef des Bayerischen Rundfunks, in einem Interview hin. Befragt, warum die beliebte Welle BR Heimat über DAB+ und nicht auch über UKW gesendet wird, stellt Wagner fest, eine „konkrete Zielgruppe (werde) auf einem attraktiven Verbreitungsweg, der qualitativ hochwertig ist“, erreicht. Über UKW gibt es weiterhin die meisten Radiohörer. Zielgruppen-Formate wie BR Heimat oder die ARD-Schlagerwellen fänden aber wegen des Frequenzmangels keinen Platz auf UKW. Bezüglich einer bundesweiten Verbreitung dieser Programme ist „die ARD hier in der Entwicklung der Programmzahl begrenzt“, merkt Wagner an.
Ergänzung : Zunächst ist in dem Zusammenhang an den Protest der Privatradios gegen den Plan des BR zu erinnern, das seinerzeit neue Jugendprogramm Puls auf UKW zu senden und im Gegenzug BR Klassik nur über DAB+ zu verbreiten. Der BR gab nach gerichtlichen Auseinandersetzungen im Dezember 2017 klein bei.
Mit der Begrenzung der programmlichen Möglichkeiten verweist Wagner auf den Rundfunkstaatsvertrag. §11c Absatz 2 legt fest, dass jede ARD-Anstalt über UKW nicht mehr Programme als 2004 ausstrahlen darf. Zusätzliche Programme sind via DAB+ zulässig, wenn Landesmedienrecht das vorsieht. Von solchen Regelungen profitieren neben dem BR der NDR (NDR Blue), der MDR (MDR Schlagerwelt) und der WDR (Kiraka).
Quelle: Meldung von infosat vom 18.9. | Hintergrund: Medienrecht und Rundfunkfinanzierung
Dokumentation: 21. Rundfunkstaatsvertrag vom 25.5.2018.
Zum Seitenanfang

18.9.2018 • Italien: DAB+ in Südtirol weiter im Vormarsch
Der öffentliche Sendenetzbetreiber RAS baut die DAB+-Versorgung in der deutschsprachigen Region Norditaliens aus. An den Standorten Aberstückl (Sarntal, 1. August) und Pfelders (Naturpark Texelgruppe, 14. September) gingen weitere Sendeanlagen in Betrieb.
Von nun 45 Standorten werden die beiden RAS-Muxe (Kanäle 10B, 10D) ausgestrahlt. 18 der mehr als 20 Programme kommen aus Deutschland (vom BR, D-Radio und WDR) sowie von den ARD-Schwesteranstalter ORF aus Österreich und der Schweizer SRG. RAS betreibt ebenfalls den Mux DAB Media, der im Kanal 10C und von zehn Standorten 13 lokale, zumeist deutschsprachige, Privatradios in die Luft bringt. In Südtirol sind zudem drei nationale Multiplexe zu empfangen. Regional abhängig stehen den Hörern damit 60 bis 70 Programme über DAB+ zur Auswahl.
Hinweis : Ein neuer Artikel informiert über DAB+ in Südtirol.
Quelle: Presseinfo der RAS vom 14.9. | Hintergrund: DAB+ in Südtirol.
Zum Seitenanfang

17.9.2018 • Digitalradio: NDR baut für Schleswig-Holstein weiter aus
Digitalradio-Schriftzsg ab 5/2107 Der NDR setzt den Ausbau seines DAB+-Sendenetzes in Schleswig-Holstein fort. Vom Sendestandort bei Henstedt-Ulzburg aus wird die Region zwischen Rellingen, Barmstedt, Kellinghusen, Rickling, Bad Segeberg, Bad Oldesloe und Ahrensburg versorgt. Konnte bisher in Bargteheide, Tangstedt, Henstedt-Ulzburg, Norderstedt und Quickborn nur der Hamburger NDR-Mux mit dem dortigen Regionalangebot empfangen werden, so wird für alle genannten Gebiete nun NDR 1 Welle Nord ausgestrahlt. Der NDR-Mux wird mit 10 kW Leistung im Block 10C gesendet.
Nach weiteren Angaben des NDR bleibt es bei der weiteren Pkanung. Demnach gehen Sendeanlagen für Helgoland und die Regionen Stralsund, Lüneburg und Schleswig noch vor Jahresende in Betrieb.
Media Broadcast wird am 28. September einen Sender für den Bundesmux auf Helgoland einschalten. Diese Gelegenheit nutzt Deutschlandradio und schaltet dort erstmals seine beiden UKW-Frequenzen ab.
Quelle: Meldung des NDR | Hintergrund: DAB+ in Schleswig-Holstein.
Zum Seitenanfang

16.9.2018 • DVB-T: Kanalwechsel bei TV Westsachen
Überallfernseh-Logo Der Lokalsender TV Westsachsen wird in der 2. Oktoberwoche (KW 41) im Vogtland den Kanal wechseln. An den Sendestandorten Plauen und Auerbach wird die Ausstrahlung in DVB-T vom Kanal 51 auf den Kanal 23 umgestellt. Das teilt der Anbieter im Internet mit. Wird das Programm ab dem 8. Oktober nicht mehr empfangen, ist ein Suchlauf notwendig.
Hintergrund ist die „digitale Dividende“ - das Fernsehen muss seine bisherigen Frequenzen oberhalb des Kanals 48 zugunsten des Mobilfunks räumen.
Quelle: Info von TV Westsachsen | Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen, Lokal-TV in Leipzig.
Zum Seitenanfang

14.9.2018 • Russland: DRM+ statt DAB+
Russland Russland will digitalterrestrischen Hörfunk mit DRM+ einführen. Laut einem aktuellen Regierungsbeschluß soll im Frequenzbereich zwischen 65,9 bis 74 MHz und über UKW mit DRM+ gesendet werden. Russland setzt sich damit deutlich von den meisten Ländern Europas ab, die DAB+ einführen. Zuletzt hatte sich Frankreich den Entscheid für DRM+ zugunsten der westeuropäischen Entwicklung DAB+ revidiert.
DRM+ kann auf einer UKW-Frequenz ein analoges und bis zu drei digitale Programme parallel transportieren. In Deutschland hatten die Medienanstalten LfK und LMK zwischen 2008 und 2014 mehrere Feldversuche mit DRM+ durchgeführt. DRM+ sei für lokale Radios geeignet, während DAB+ für eine überregionale Verbreitung empfohlen wurde. Hybride Empfangsgeräte gab es aber nur als Prototypen. DRM+-Geräte waren bis zum DAB+-Start 2011 nicht einmal in den damals bescheidenen Mengen der DAB-Produkte am Markt.
Quelle: Tweet von DRM vom 11.9. | Hintergrund: UKW-Alternativen, DRM+-Deutschland.
Zum Seitenanfang

13.9.2018 • Digitalradio: Antenne Bayern auf Einkaufstour?
Digitalradio-Schriftzsg ab 5/2107 Antenne Bayern, eines der großen deutschen Radiounternehmen, will bei EgoFM einsteigen. Das bestätigte Antenne-Chef Karlheinz Hörhammer gegenüber der Süddeutschen Zeitung.
EgoFM bietet „Musik fernab vom Mainstream“, schreibt aber laut SZ rote Zahlen. Daher wolle man Geschäftsanteile verkaufen. Die Initiative „Volle-Band-Breite“ sieht durch die Absicht von Antenne (das „Mutterschiff der Mainstreammusik“, SZ) die Unabhängigkeit des Senders und das Konzept „abseits volkstümelnder, quotenheischender Folklore“ gefährdet. Filmproduzent Sven Burgemeister, Schauspieler Götz Otto, Musiker Bryce Dessner (The National) und andere Prominente wollen EgoFM auch als Nachwuchsschmiede für Musiker und Moderatoren erhalten sehen.
Antenne weist online die Kritik zurück. Man wolle einer der Gesellschafter, nicht Eigentümer werden. Änderungen der Gesellschafterstruktur und des Formats unterlägen im Übrigen der Zustimmung aller Gesellschafter und der Genehmigung der Medienanstalt BLM. Gegenüber der SZ schließt Hörhammer weitergehende Pläne nicht aus: „Erst in Stufe zwei müsste unter ökonomischen Kriterien die Reichweite des Sender verbessert werden“. Dazu bräuchte Hörmann aber die Zustimmungen der anderen Gesellschafter und ggfs. der Medienanstalt.
Antenne Bayern ist auf Expansionskurs. 2017 hatte man sich über den Ableger Rockantenne mit 49 Prozent am Hamburger Alsterradio beteiligt. Diese Marke wurde inzwischen durch den Stadionsnamen Rockantenne Hamburg ersetzt. Kürzlich beteiligte man sich auch am Online-Anbieter Laut AG.
Zugunsten von Rockantenne hatte die BLM dem Ausbildungsradio M94.5 die attraktive Münchner UKW-Frequenz weggenommen. Rockantennen ist über DAB+ auch in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Hessen in der Luft. EgoFM sendet landesweit in Bayern und Baden-Württemberg sowie im sächsischen Small Scale-Projekt digital.
Quelle: Bericht der SZ vom 12.9., Statement von Antenne Bayern | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

13.9.2018 • Digitalradio: SWR mit Eventkanal zum New Pop Festival
Digitalradio-Schriftzsg ab 5/2107 Für sein New Pop Festival richtet SWR3 ab heute bis zum 15. September einen Eventkanal in seinen DAB-Multiplexen für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ein. Dort wird der Ton des Video-Livestreams übernommen. Damit der Eintrag in den Programmlisten erscheint ist ggfs. ein Suchlauf notwendig.
Quelle: Info des SWR | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
Zum Seitenanfang

11.9.2018 • Digitalradio: Berliner Schlagerwelle sendet digital in Ba-Wü
Digitalradio-Schriftzsg ab 5/2107 Rheinland-Pfalz In Nachfolge des gestern abgeschalteten Schwarzwaldradio sendet seit heute erwartungsgemäß Radio B2 im baden-württembergischen Privatkanal 11B. Der Schlagersender aus Berlin wurde im Juli zusammen mit Radio Seefunk zugelassen. Wie die Medienanstalt LfK auf Anfrage von dehnmedia mitteilt, wird die Aufschaltung des Freiburg ansässigen Senders (der nach Eigentümerwechsel als Das neue Radio Seefunk auftritt) für November erwartet. Bis dahin räumt BürgerMedien BW seinen Sendeplatz. Unter dieser Kennung senden Hochschulradio Stuttgart (Horads), das Freie Radio Wiesental und die Tübinger Wüste Welle seit Juli 2015 im täglichen Wechsel.
Nachtrag : Nach eigenen Angaben erreicht Radio B2 über DAB+ bis zu eine Mio. Haushalte, die im Bundesland über Digitalradios verfügen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
Zum Seitenanfang

10.9.2018 • Digitalradio: Radio B2 darf auch in Hessen senden
Digitalradio-Schriftzsg ab 5/2107 Hessen Die Versammlung der Medienanstalt LPR hat heute das Schlagerradio B2 für die beiden hessischen Privatradio-Muxe zugelassen. Mit einem Sendestart sei Anfang 2019 zu rechnen. Das in Berlin produzierte Programm sendet mit DAB+ bereits in Berlin/Brandenburg, Hamburg und Bremen und wurde kürzlich für Baden-Württemberg und Freiberg zugelassen.
Die beiden nichtkommerziellen Lokalradios Freies Radio Kassel und Rundfunk Meißner haben nun eine dauerhafte Zulassung für den Nordhessen-Mux (Kanal 6A) erhalten.
Quelle: Presseinfo der LPR vom 10.9. | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
Zum Seitenanfang

10.9.2018 • Vor 25 Jahren: DVB Projekt gegründet
Rund 40 Jahre war das Fernsehen unverändert in Betrieb. Insider diskutierten seit etwa 1990 erste Ideen zur digitalen Verbreitung von TV-Signalen. Zumindest für Europa, das war klar, sollten gemeinsame Vorschläge zu einheitlichen Standards für die Sende- und Empfangsseite geschaffen werden. So sollen auch aktuelle Trends zügig markt- und einsatzfähig werden.
Seit 1991 erfasste eine European Launching Group (ELG) bisherige Arbeiten. Am 10. September 1993 unterzeichneten Vertreter von rund 80 Unternehmen in Bonn das Memorandum of Understanding for the Development of Harmonised Digital Video Broadcast (DVB) Services in Europe - das Gründungsdokument des DVB Projektes, das seinen Sitz in Genf bei der EBU nahm. Erste Ergebnisse lieferte man mit DVB-S für die Sat-Verbreitung (1993) und DVB-C für das Kabelfernsehen (1994) fast sofort. Erstes Massenprodukt war in Deutschland die von Nokia produzierte D-Box für beide Verbreitungswege, die erstmals auf der Funkausstellung 1995 gezeigt wurde. Sie war die Grundlage für die Digitalisierung des PayTV Premiere (heute Sky).
Die Digitalisierung der TV-Terrestrik Antenne erwies sich als technisch wesentlich anspruchsvoller. Einerseits musste man ein erheblich höheres Potenzial an Störfaktoren in der Griff bekommen. Andererseits erschien ein neuartiger Gleichwellenbetrieb ebenso praktisch wie wirtschaftlich und frequenzökonomisch interessant. Das erstes Einsatzland für DVB-T war England ab Ende 1998.
Überallfernseh-Logo In Deutschland war die Antenne der erste Verbreitungsweg, der ab 2008 nur noch digital arbeitete, Sat folgte Ende April 2012. Die letzten analogen Kabelkanäle werden bis Mitte 2019 abgeschaltet. Die Antenne geht - nach Sat und Kabel - bis zum Frühjahr 2019 in die zweite digitale Sendetechnik-Generation. DVB-S2, DVB-C2 und DVB-T2 wurden für den Transport von HDTV-Signalen schon vor 2008 entwickelt und gehören bei Sat und Kabel schon länger zum Sende-Alltag. DVB-T2 wird in Deutschland erstmals mit der sehr effektiven HEVC-Kompression kombiniert.
2003 wurden Fernsehen und Datenanwendungen mittels MHP gekoppelt, auch dieser Standard entstand unter dem Dach von DVB. Es folgten u.a. DVB-H für mobilterrestrische Anwendungen und DVB-SH für deren Kombination mit Satellitendiensten. Auf der Funkausstellung 1999 zeigte Nokia seinen Mediascreen, ein Multifunktionsgerät für DVB-T, GSM-Mobilfunk und Internet über WAP. Vor allem die Bemühungen um Mobilitäts-Anwendungen mit Broadcast-Verfahren scheitern bis heute an den Mobilfunkbetreibern. Sie kontrollieren diesen Verbreitungsweg nicht
Nokias Mediascreen - eine eierlegende TV-Wollmilchsau.
Foto: Archiv dehnmedia
und verdienen daher nichts am terrestrischen Fernsehen.
Das DVB-Projekt hat heute mehr als 250 Mitglieder, über Europa hinaus. Wichtiger Teil der Arbeit ist der Interessenausgleich zwischen den konkurrierenden Firmen und Instituten, die ihre Entwicklungen am Markt durchsetzen wollen, um mit den Patenten Geld zu verdienen. Bei DVB formuliert zunächst das Commercial Module marktorientiert Aufgaben zu entwickelnder Verfahren. Im Technical Module wird das in technische Konzepte umgesetzt, die später zur offiziellen Standardisierung an die zuständigen internationalen Institutionen (u.a. die ETSI) weiter geleitet werden. Prof. Ulrich Reimers, bis 1993 Technikdirektor des WDR und seither Dekan des Instituts für
Prof. Ulrich Reimers, DVB-Mitgründer.
Foto: dehnmedia.
Nachrichtentechnik der TU Braunschweig, war einer der Mitgründer von DVB. Er hat als langjähriger Vorsitzender des Technical Module die technischen Entwicklungen massgeblich mit beeinflußt.
DVB-Standards decken den gesamten Bedarf der Fernsehverbreitung ab und betreffen nicht nur die Übertragung von Signalen über die diversen Plattformen sondern auch die sich daraus ergebenden Anforderungen an Codierung, Multiplexing, Conditional Access, Internet-Integration, interaktive Anwendungen usw.
Ein aktueller Arbeitsschwerpunkt ist das UHD-Bildformat (DVB-UHD). Gerade verabschiedet wurde DVB-SIS für die Integration von Metadaten bei DVB-T und DVB-T2. DVB-DASH untegriert MPEG-Daten aus dem Internet in das TV-Signal und ist damit Voraussetzung für HbbTV-Dienste wie sie in Deutschland auch mit DVB-T2 HD verbunden sind. DVB-SUB vereinheitlicht die digitale Untertitelung. Die reibungslose Zusammenarbeit des Empfängers mit Zweitbildschirmen regelt DVB-CSS (Companion Screens and Streams).
Quellen: Timeline bis 2013 und Standard-Liste des DVB-Projekts, Wikipedia | Hintergrund: Rundfunkgeschichte (dehnmedia).
Zum Seitenanfang

7.9.2018 • Digitalradio: Schwarzwaldradio schaltet DAB+ in Ba-Wü ab
Digitalradio-Schriftzsg ab 5/2107 Rheinland-Pfalz Schwarzwaldradio beendet am Montag die Verbreitung im baden-württembergischen DAB+-Mux (Kanal 11B). Das bestätigte ein Sprecher des Senders auf Anfrage von dehnmedia. „Das offizielle Ferienradio für die Urlaubsregion Schwarzwald“ ist per DAB+ weiterhin bundesweit im Kanal 5C zu hören.
Schwarzwaldradio wurde am 1. September 2016 im Bundesmux aufgeschaltet, hatte jedoch seinen Platz im Landesmux behalten, um Versorgungslücken des Kanals 5C zu schließen. Laut der Meldung wird das Programm durch die Radio B2 ersetzt. Die Berlner Schlagerwelle wurde im Juli zusammen mit Radio Seefunk zugelassen, das nach einem Eigentümerwechsel im Dezember als Das neue Radio Seefunk auf digitalterrestrische Sendung gehen will.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
Zum Seitenanfang

7.9.2018 • Digitalradio: NDR mit aufwändiger DAB+-Regionalstrategie
Digitalradio-Schriftzsg ab 5/2107 Der NDR lässt sich jetzt hinter die Kulissen seiner DAB+-Strategie blicken. In der Zukunft will die in vier Bundesländern aktive Rundfunkanstalt nicht nur die NDR1-Regionalvarianten für die Landeshauptstädte ausstrahlen, berichtet satnews heute. Die über UKW angebotenen 14 Regional-Varianten von NDR1 soll es auch via DAB+ geben. Das wird vorbereitet, indem der NDR für seinen DAB+-Mux 14 DAB+-Kanäle für Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nutzt. Wann die Regionalprogramme eingesetzt werden, bleibt zur Zeit noch offen.
Einiges Neues gibt es zum weiteren Netzausbau. Soll soll (nach dem Bundesmux am 28. September) auch der NDR-Mux auf Helgoland aufgeschaltet werden. Das wird auf den NDR-Webseiten für den „Herbst 2018“ angekündigt. Für den Standort Kaltenkirchen bleibt es beim „Sommer 2018“. Dieser soll, wie Helgoland, wegen der Regionalisierung im Kanal 10C angesiedelt werden. Planmässig geht es bis Jahresende mit den Regionen Stralsund, Lüneburg und Schleswig weiter. Für 2019 ist zusätzlich von Schiffdorf und Greifswald die Rede.
Quelle: Meldung von satnews vom 7.9. | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein..
Zum Seitenanfang

7.9.2018 • Schweiz: DAB+ treibt digitalen Radiokonsum an
DABplus-Logo Schriftzug Der digitale Hörfunk wird in der Schweiz immer populärer. Im Frühjahr wurden digitale Empfangswege für 63 (Vorjahr: 57) von 100 Minuten Radiokonsum genutzt. Das stellt eine aktuelle Untersuchung fest.
„Der Trend Richtung digitaler Radionutzung wird hauptsächlich durch DAB+ getrieben. DAB+ steht aktuell bei 34 Prozent und hat seit Herbst 2015 um 11 Prozentpunkte an Nutzung hinzugewonnen.“ Auf IP-Radio und DigitalTV entfallen zusammen 29 Prozent der Radionutzung; das Wachstum seit 2015 liegt dort nur bei 5 Prozent. Die UKW-Nutzung sackte von 43 auf nur noch 37 Prozent weiter ab.
Laut der Studie findet 80 Prozent des Radiokonsums mit stationären Geräten statt. Deutlicher Nachholbedarf bestehe beim mobilen Empfang, wo die Nutzung der Empfangswege umgekehrt ist: Im Auto liegt der UKW-Anteil am Radiokonsum bei 63, der digitale bei 37 Prozent.
In der Schweiz werden die UKW-Sendeanlagen ab 2020 bis 2024 schrittweise abgeschaltet.
Quelle: Presseinfo von DigiMig vom 30.8.
Zum Seitenanfang

6.9.2018 • AGF: Analog-TV empfangen nur noch 570.000 Haushalte
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Das Ende der letzten analogen Fernseh-Festung naht. Im Zuge der Abschaltkampagnen der Kabelbetreiber in etlichen Bundesländern stieg die Zahl der Digitalempfänger binnen Monatsfrist um 180.000 auf 38,23 Mio. Haushalte. Nach Zählart der AG Fernsehforschung (AGF) sind das 98,5 (98,1) Prozent der 38,8 Mio. TV-Haushalte. Damit verbleiben noch 570.000 Haushalte, die das Fernsehen analog empfangen.
Die letzten analogen TV-Kabelnetze sollen bis Mitte nächsten Jahres abgeschaltet sein.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.9., AGF-Übersicht seit 2001 | Hintergrund: Abschalttermine (extern).
Zum Seitenanfang

6.9.2018 • Funkausstellung: Ohne Rekord geht nichts
IFA-Logo 2007 Eine Funkausstellung darf nicht ohne Rekord oder positiven Trend enden. Das hat Messe-Tradition. In diesem Jahr sorgten nach Veranstalterangaben die Fachbesucher für positive Zahlen. Dass von den 150.000 Fachbesuchern „mehr als 50 Prozent aus dem Ausland (kamen, ist), ein neuer Rekord für die internationale Beteiligung“, freuen sich die Veranstalter am IFA-Abschlußtag. Schon vor einem Jahr hatte man die „erneut gestiegene Fachbesucherzahl bei einem Anteil von mehr als 50% aus dem Ausland“ in der Bilanz hervorgehoben.
Das für die Aussteller wichtige Ordergeschäft war hingegen bei rund 4,7 Mrd. Euro erstmals „nur“ stabil und . Nach einem kurzen Anstieg auf 253.000 Besucher in 2017 hat die IFA dieses Jahr einen Rückgang auf 245.000 Besucher zu verzeichnen.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 5.9.
Zum Seitenanfang

5.9.2018 • Schweiz: DVB-T wird 2019 abgeschaltet
Die SRG, die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt der Schweiz, muss das Fernsehen über DVB-T bis „spätestens Ende 2019“ ersatzlos abschalten. Das ist eine Vorschrift der neuen Konzession für die SRG, die vom Bundesrat - dem schweizerischen Kabinett - beschlossen wurde.
Wie SRG-Sprecher Edi Esternann auf Anfrage von dehnmedia mitteilt sind Sparmassnahmen der Hintergrund. Den Empfangswseg nutzen nach seinen Angaben nur noch 64.000 der 3,7 Mio. Schweizer Privathaushalte. Das sind nur 1,9 Prozent der Fernsehhaushalte im Nachbarland. Das Sendenetz mit etwa 200 Standorten sei daher nicht wirtschaftlich zu betreiben.
Die neue Konzession gilt von 2019 bis 20222 und beinhaltet weitere Sparmassnahmen. So muss die SRG das zweite italienischsprachige Fernsehprogramm RSI La2 „durch ein multimediales Angebot ersetzen“. Der SRG werde zudem die „Möglichkeit“ gegeben, „Radioprogramme zusammenzulegen oder auf einzelne Angebote zu verzichten“. So werden Einschnitte in positiver Tonart begründet.
In der Schweiz war eine von populistischen Kräften betriebene Volksbefragung zur Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im März gescheitert. Jedoch werden die dortigen Gebühren („Billag“) drastisch reduziert.
Nachtrag : Ergänzend teilt die Medienbehörde Bakom mit, dass die Ausstrahlung der regionalen Muxe im Kanton Graubünden bereits „Ende 2018“ eingestellt wird. Nicht bekannt sind Entscheidungen zum regionalen Genfer DVB-T Mux.
Zum Vergleich : Nach Angaben des DVB-Projektes nutzen in Europa zur Zeit 27,7 Prozent der TV-Haushalte die Terrestrik. In Frankreich, Italien, Spanien und Kroatien empfangen mehr als die Hälfte der TV-Haushalte das Fernsehen über Antenne.
Quelle: Eigene Recherche, Presseinfo des Bundesrats und Backgrounder der Bakom vom 29.8. | Hintergrund: DVB-T in der Schweiz.
Zum Seitenanfang

5.9.2018 • Digitalradio: Studie zu DAB+-Konzepten für Rheinland-Pfalz
Digitalradio-Schriftzsg ab 5/2107 Rheinland-Pfalz Die rheinland-pfälzische Landesmedienanstalt LMK will „die Attraktivität des Digitalen Rundfunks über DAB+ ab 2020 mit einer neuen Programmvielfalt deutlich steigern“. Dazu soll die Studie zur Wirtschaftlichkeit von DAB+ beitragen, die heute vorgestellt wurde. Für LMK-Direktor Marc-Jan Eumann wurde mit der Studie „eine fundierte und unverzichtbare Grundlage geschaffen, um mit den Hörfunkveranstaltern in die Diskussion über die Umsetzung einer privaten DAB-Versorgung in Rheinland-Pfalz einzusteigen“. Das soll Ende Oktober am Runden Tisch besprochen werden.
Die Bayerische Medientechnik GmbH untersuchte den Investitionsbedarf und die jährlichen Betriebskosten für ein landesweites Netz und - nach bayerischem Vorbild - eine aus regionalisierbaren Teilnetzen zusammen gesetzte landesweite Abdeckung. Die Regionalkonzepte nutzen wesentlich, wenn auch in unterschiedlicher Kombination, die gleichen Standorte. Die Kosten sind daher ähnlich.
Das teuerste Regionalkonzept beinhaltet fünf regionale Multiplexe mit 17 Sendestandorten und jährlichen Kosten von 2.283.291 Euro. Für ein Programm, das die üblichen 54 von 864 Capacity Units nutzt, würden demnach 142.722 Euro pro Jahr für eine landesweite Versorgung anfallen. Würden sich Lokalradios auf einzelne Regionen beschränken, wären pro Jahr ab je 21.330 Euro anzusetzen. Nach dieser Berechnungsweise wären für ein Programm im landesweiten Mux (15 Sendestandorte) 113.616 Euro pro Jahr zu kalkulieren. Die Kosten für die Multiplexe entstehen im Übrigen auch, wenn sich weniger als die hier angenommenen 16 Programmen beteiligen.
Die Studie schlägt vor, Standorte zu bevorzugen, wo bereits DAB+-
Die Teilnetze können kombiniert werden.
(Grafiken klicken zum Vergrößern).
Die Kosten der Netzvarianten.
Grafiken: LMK/BMT.
Sendeantennen vorhanden sind. Deren Mitbenutzung ist günstiger als die Aufstellung neuer Antennen, für die Investitionskosten anfallen. Zugleich werden, entsprechend der jeweiligen Reichweiten die Sendekosten pro versorgten Einwohner (mobil und stationär) errechnet.
Bisher sind in Rheinland-Pfalz nur BigFM und RPR1 per DAB+ auf Sendung. Beide haben Restkapazitäten im landesweiten Mux des SWR angemietet. Laut Digitalisierungsbericht lag die DAB+-Ausstattung im Bundesland 2017 bei 13,9 Prozent. Der aktuelle Bericht meldet 15 Prozent; dieser Wert betrifft Rheinland-Pfalz zusammen mit dem Saarland.
Quelle: Presseinfo der LMK vom 5.9. | Dokumentation: Präsentation, Studie | Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
Zum Seitenanfang

4.9.2018 • Digitalisierungsbericht: IPTV greift klassische Verbreitung an
Der erstmals eigenständige Digitalisierungsbericht Video meldet per Juni 2018 einen digitalen Empfangsanteil von 37,5 Mio. Haushalte bzw. 97 Prozent der 38,7 Mio. deutschen TV-Haushalte. Das Kabel (1,2 Mio. Analoghaushalte) betreibt den Analogausstieg bis ins Frühjahr 2019, verliert aber weiter Marktanteile und Haushalte. Auch der Satellit ist 2017/2018 kein wirklicher Gewinner. Zwischen beiden (Kabel 45,1 Prozent, Satellit 45,0 Prozent) geht das Kopf-an-Kopf-Rennen (auf noch hohem Marktanteils-Niveau) weiter.
Kabelanschluß Der Vergleich mit 2012 schreibt einen Trend fort. Damals hatten die Kabelbetreiber 18,2 Mio. Kundenhaushalte. Das entsprach einem Marktanteil von 47,9 Prozent der danals knapp 38 Mio. TV-Haushalte. 2018 beziehen noch 17,4 Mio. Haushalte Fernsehen über das Rundfunkkabel - also 800.000 Haushalte weniger als vor sechs Jahren.
1" Der Satellit hatte seinen höchsten Marktanteil 2015/16 mit 46,5 Prozent zu verzeichnen. Bezogen auf die 45,6 Prozent Anteil von 2012 (17,3 Mio. Haushalte) bewegt man sich heute mit 17,4 Mio. angeschlossenen Haushalten noch knapp im positiven Bereich.
Terrestrik Der große Verlierer im Wettbewerb der TV-Verbreitungswege ist die Terrestrik. Für DVB-T wurde 2012 ein Marktanteil von 12,5 Prozent festgestellt. Das waren 4,75 Mio. Haushalte. Bis 2018 stürzt der Marktanteil trotz DVB-T2 HD von 7,4 auf 6,4 Prozent ab. Die Terrestrik nutzen damit nur noch knapp 2,5 Mio. Haushalte. Zur Erinnerung: Als der Umstieg auf DVB-T begann, war von 1,5 Mio. betroffenen Haushalten die Rede.
Wo Verlierer sind, muss es Gewinner geben. Das sind die Telekoms, die sich mit dem vierten Verbreitungsweg IPTV vehement in die Fernseh-Übertragung drängen, um Bandbreitennutzung zu verkaufen. Das vollzog sich wesentlich zu Lasten der Antenne und blockiert inzwischen auch den Trend vom Rundfunkkabel zum Satelliten. 2012 nutzten 4,3 Prozent (1,6 Mio. Haushalte) das Fernsehen via Internet. 2018 sind es 7,9 Prozent bzw. 3,05 Mio. Haushalte - der Marktanteil hat sich also fast verdoppelt.
Quellen: Presseinfo der Medienanstalten vom 4.9. | Dokumentation: Digitalisierungsbericht Video 2018 (Download).
Zum Seitenanfang

4.9.2018 • TV-Verbreitung: 2/3 der TV Haushalte sehen in HDTV fern
Rund 13 Jahre nach den ersten HDTV-Simulcasts von ProSieben Sat1 und Premiere im Spätherbst 2005 sehen die Medienanstalten dem nächsten Schritt der TV-Verbreitung entgegen: „Mit Blick auf ein potentielles SD-Abschaltszenario ist es interessant zu wissen, wie hoch die Anzahl an Haushalten ist, die ausschließlich über HDTV-Geräte verfügt“, heißt es zur Fragestellung im Bericht. Verwiesen wird darauf, dass ARD und ZDF das Ende der SD-Verbreitung über Satellit für 2020 planen.
HDTV-geeignete Technik steht inzwischen in 31 Mio. (80 Prozent) der TV-Haushalte. Die „HD only“-Quote wird mit 67 Prozent bzw. 25,9 Mio. davon angegeben und 19,8 Prozent von ihnen besitzen mehrere HDTV-Fernseher. HDTV tatsächlich zu sehen äußern in der Befragung 69,4 Prozent (plus 5,8 Prozent seit 2017).
Zu diesem Wachstum „hat mit der Umstellung auf DVB-T2 HD vor allem die Terrestrik beigetragen“, wo neun von zehn Haushalten HDTV schauen. Knapp dahinter liegt das IP-Fernsehen mit 86,1 Prozent, ebenfalls mit eher geringer Haushaltszahl. Beim Satelliten sind es 70, beim Kabel 62,3 Prozent der angeschlossenen Haushalte.
Der Anteil der HDTV-Besitzer, die (zumeist extra kostenpflichtige) Privatprogramme empfangen, ist um nur 0,7 auf 28,4 Prozent gestiegen. Mit 53,2 Prozent der 2,5 Mio. Antennenhaushalte hat DVB-T2 HD im Vergleich der Empfangswege die höchsten Anteil an Zusehern privater HDTV-Programme. Die Zahl der Nutzer von FreenetTV (zahlende und Gratisphasen-Kunden) kann auf etwa 1,3 Mio. Haushalte geschätzt werden. Auch das Rundfunkkabel kann die Zahl seiner HDTV-Kunden - gegenläufig zum Trend der Marktanteile - um 15 auf 33,5 Prozent ausbauen. Geht es um kostenpflichtige Programmpakete finden sich aber auch Verlierer: Die HDTV-Programme via Satellit (und darunter wohl Plattformen á la HD+; dehnmedia) verlieren gleich 18,5 Prozent und sacken auf 14,5 Prozent des Empfangsweges ab. Fast genauso gravierend ist es bei den IPTV-Haushalten. Dort fällt der HDTV-Nutzeranteil gleich um 16,8 unter die Hälfte - auf 48,9 Prozent.
Während immerhin noch etwa jeder dritte TV-Haushalt SDTV-Fernsehen schaut, drängen Nachfolgestandards nach vorn. So verfügen laut SES Satelliten-Monitor 14 Prozent der Haushalte über 4k/UltraHD-Fernseher. Mangels passender Inhalte über die drei klassischen Verbreitungswegen verschiebt sich die Nutzung von UltraHD-Inhalten ins Internet. Das nutzen 78,5 Prozent dieser Haushalte. 40 Prozent dieser Haushalts-Gruppe haben einen Abrufdienst abonniert und sind also bereit, dafür zusätzliche Kosten in Kauf zu nehmen..
Quellen: Presseinfo der Medienanstalten vom 4.9. | Dokumentation: Digitalisierungsbericht Video 2018 (Download).
Zum Seitenanfang

4.9.2018 • Digitalisierungsbericht: DAB+ ist Nummer zwei
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Online Audio Monitor im Rahmen des Digitalisierungsberichtes Audio fokussiert die wichtiger werdende Nutzung von Online-Audio und ersetzt den bisherigen Webradio-Monitor. Mitveranstalter sind die Wirtschaftsverbände Vaunet und Bundesverband Digitale Wirtschaft. „Rund 41 Millionen und damit fast 60 Prozent der Bevölkerung nutzen inzwischen zumindest gelegentlich Online-Audioangebote“, freut sich denn auch Vaunet.
Laut Studie nutren mehr als 37,7 Prozent aller repräsentativ Befragten Online-Audio-Angebote. Von diesen hören 25 Prozent Simulcasts terrestrischer Radiosender, bei der jungen Altersgruppe (14 bis 29) sind das sogar 39 Prozent. 13,6 Prozent schalten die Online-Ableger bekannter Radios und 12,5 Prozent Webradios anderer Anbieter ein.
Für Streams, unabhängig von Inhalt bzw. Charakter, ist das Smartphone mit 62,2 Prozent das Top-Gerät. Sprachassistenten scheinen mit 4,6 Prozent im Kommen zu sein. Bei den 14 bis 29jährigen liegen die Werte naturgemäss höher, als über alle Altersgruppen. Ausnahme sind die WLAN-Webradios, die 3,8 Prozent aller, aber nur 1,8 der jüngeren Nutzergruppe für Online-Audio einschalten.
Bei den Autofahrern hat der Hörfunk weiter höchste Bedeutung: Unter ihnen „liegt der Anteil derjenigen regelmäßigen Online-Audio-Nutzer, die im Auto auch auf die terrestrischen Empfangswege UKW und DAB+ zurückgreifen, bei 86,4 Prozent“, heißt es im Bericht. Auch bei der Frage nach der häufigsten Nutzungsart liegen UKW und DAB+ mit gemeinsam 59 Prozent vorne. Auf Online-Angebote setzen 38,9 Prozent der Onliner unter den Autofahrern. Webradio spielt dabei mit nur 30 Prozent dieser Gruppe gegenüber Streaming-Diensten (73 Prozent) eine eher geringe Rolle.
Der Digitalisierungsbericht Audio sieht DAB+ wegen der anhaltenden positiven Entwicklung auf dem zweiten Platz der Radio-Verbreitungswege. Vorne liegt weiter UKW, obwohl die Nutzung von 75,1 (2014) auf 68,8 Prozent (2018) deutlich gefallen ist. 37,7 Prozent hören Webradio - „zumindest gelegentlich“, wie es die Analysten von TNS Kantar bezogen auf die o.g. Angaben wenig vergleichbar formulieren.
Quellen: Presseinfos von Vaunet, Medienanstalten vom 3.9.
Dokumentation: Digitalisierungsbericht Audio 2018 (Download), Online Audio Monitor (Homepage).
Zum Seitenanfang

4.9.2018 • Digitalisierungsbericht: Mehr DAB+-Sender, mehr Akzeptanz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Laut dem neuen Digitalisierungsbericht Audio stieg der Anteil der Hauhalte mit DAB+-Geräten von 15,1 auf 17,0 Prozent - also um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen widerspiegeln die alte Wahrheit: Je umfangreicher das Angebot desto höher die Nutzung. Das machen die überdurchschnittlichen Werte z.B. für Bayern (22,3 Prozent), Sachsen (22 Prozent), Baden-Württemberg (18,7 Prozent) und Berlin/Brandenburg (16,2 Prozent; noch ohne die neuen Programme) deutlich.
Zugang zu DAB+-Radios haben jetzt 18,1 (15,7) Prozent der Deutschen. In Wohnungen sind knapp 5,5 Mio. DAB+-Radios und knapp 2 Mio. IP-Kombiempfänger in Gebrauch. Der Gesamtbestand stieg von 6,2 auf 7,4 Mio. Stück - also um 1,2 Mio. Stück bzw. gut 19 Prozent! Auch die Kfz-Ausstattung stieg von 3,7 auf 4,4 Mio. Stück, das entspricht einem Zugewinn von rund 19 Prozent. Summiert werden in Deutschland derzeit etwa 11,8 (9,9) Mio. DAB+-Empfänger genutzt. Bereits im Januar hatte die DAT gemeldet, dass rund 40 Prozent der Neuwagen mit DAB+-Radio bestellt werden.
Den Vormarsch der digitalen Radioverbreitung unterstreichen weitere Angaben. So ging die Radionutzung über UKW (von 92,9 auf 92,2 Prozent) leicht und über Sat und Kabel (von 27,7 auf 22,8 Prozent) stark zurück. „UKW verliert in fünf Jahren mehr als 12 Prozent“, fasste Oliver Ecke (Kantar TNS) bei der Präsentation des Berichts auf der IFA zusammen. Die Daten wurden zwischen Anfang Mai und Mitte Juni durch fast 8.000 Befragungen von Personen ab dem 14. Lebensjahr erhoben.
„In jedem Fall ist die Zukunft des Radios digital“ lautet das Resumee der Medienanstalten. Es brauche jedoch „mehr als Schwung“, um DAB+ weiter nach vorne zu bringen, konstatierte RLP-Medienstaatsstekretärin Heike Raab, ohne die zu überwindenden Hindernisse bzw. deren Aufsteller zu nennen. Die neue EU-Richtlinie zur Hybridausstattung von Radios werde in Deutschland (nach langem Gerangel; dehnmedia) umgesetzt. BreMa-Direktorin Cornelia Holsten ergänzte für die Medienanstalten: „Der zweite Multiplex wäre wichtig.“
Nebenbei interessant ist eine Bemerkung von Frau Raab zum UKW-Antennenstreit: Man habe „im (Bundes-) Länderkreis schon im Oktober 2017 die Sorge gehabt“, dass der Verkauf der UKW-Sendetechnik unerwünschte Folgen hat (nur, unternommen hat man halt nichts; dehnmedia).
Quellen: Eigene Recherche, Presseinfo der Medienanstalten vom 3.9., Digitalisierungsbericht Audio 2018 (Download)
Hintergrund: DAB+-Leitseite, in den Bundesländern.
Zum Seitenanfang

3.9.2018 • Antennen: Funktürme - regulieren oder Verkauf verhindern?
Terrestrik Obwohl der Antennenstreit jetzt ausgestanden scheint, befürchtet die Radiobranche ähnliche Drohungen mit Senderabschaltungen. Hintergrund ist die Absicht des Staatskonzerns Telekom, die Tochter Deutsche Funkturm zu verkaufen. Das wurde beim IFA-Digitalradiotag in Berlin thematisiert.
„Einen Verkauf der Deutschen Funkturm würde ich für einen großen Fehler halten“, kommentierte Thomas Fuchs, Direktor der Medienanstalt HSH. Man müsse Einfluß auf die Bundesregierung nehmen und den Verkauf der Telekomtochter verhindern. Immerhin spielen die Fernsehtürme laut Fuchs mit 50 Prozent eine wichtige Rolle bei den Übertragungskosten der Radiosender. Branchenvertreter setzen eher auf Regulierung. Die müsse neben Antennen und Sendetechnik (deren Verkauf im Vorsommer für Ärger sorgte) auch die Fernsehtürme erfassen. Christopher Franzen (Frank Otto-Mediengruppe) will auch die Montagehöhe der Sendeantennen, die mit ausschlaggebend für die Reichweite ist, in Händen der Bundesnetzagentur wissen.
Mitverantwortung für den Antennenstreit wies Fuchs den Privatradios selbst zu: Sie haben lange „ihre Infrastruktur vernachlässigt“, die 90 Prozent ihrer Gewinne bringt. Das übernahm Franzen selbstkritisch. Entschuldigend führte er aus: „Unsere Zukunft sind die Daten“. Damit verwies er auf die erhöhte Aufmerksamkeit für das Internet und seinen Möglichkeiten für personalisierte Werbung.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: Antennenstreit.
Zum Seitenanfang

3.9.2018 • Digitalradio: Raue würde „am Liebsten auf UKW verzichten“
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Deutschlandradio beginnt als erste öffentlich-rechtliche Anstalt Deutschlands den Ausstieg aus UKW. Das bestätigte Intendant Stefan Raue heute beim Digitalradiotag auf der IFA.
Raue hob zwei Motive für die Abkehr von UKW hervor: Zum Einen kann D-Radio trotz des Einsatzes von mehr als 300 Sendeanlagen seinen nationalen Sendeauftrag über UKW nicht umsetzen. Mangels Frequenzen können nur um 70 Prozent der Bevölkerung mit Deutschlandradio Kultur und gut 80 Prozent mit dem Deutschlandfunk versorgt werden. „Ich würde am Liebsten auf UKW verzichten. Das würde uns zehn Mio. Euro im Jahr ersparen. Das ist eine ganze Menge für einen Sender mit einem Etat von 240 Mio. Euro.“
Den Zeitplan beschreibt Chris Weck, Hauptabteilungsleiter Technik und Infrastruktur bei D-Radio, in der Septemberausgabe der Programmzeitschrift so: „Das Ziel ist, nach 2025 den vollständigen Umstieg auf das terrestrische Digitalradio DAB+ abzuschließen.“ Geplant sei, „ab dem Jahr 2021 sukzessive die terrestrische Simulcastausstrahlung zu reduzieren und weitere UKW-Sender außer Betrieb zu nehmen.“
Unklar ist die künftige Nutzung aufgegebener UKW-Frequenzen. Die DAB+-Roadamap schlug 2016 zwar vor, frei werdende UKW-Ressourcen stillzulegen. Dass das rechtlich geregelt wird, haben Bund und Länder bisher nicht angedeutet. Damit kommen sie den den Privatradios entgegen, deren Verbände die DAB+-Roadmap ablehnen - und die gerne jede frei werdende UKW-Frequenz vereinnahmen möchten.
Quelle: Eigene Recherche, Hauszeitschrift (Print) | Hintergrund: DAB+-Roadmap, Rundfunkbeitrag-Sparmassnahmen.
Zum Seitenanfang

2.9.2018 • Funkausstellung: Weihnachtsgeschäft nach vorne verlagert
IFA-Logo 2007 Die Presseinfos der GfK zur IFA enthalten einige interessante Fakten, die den Trend des kürzlich veröffentlichten Halbjahres-Hemix ergänzen und auf einen Wandel im Kaufverhalten deuten. Die Messe bleibt die Order-Plattform für das Weihnachtsgeschäft. Das wird aber eher zum Spätherbst-Business.
Denn es hat seit 2015 kein „echtes Weihnachtsgeschäft“ gegeben, so die GfK. Die Umsatzspitzen verlagern sich in den November und wenn Großereignisse wie z.B. eine Fußball-WM bevorstehen schon in den Mai. Das sei „besonders ausgeprägt in Ländern mit großen Online-Händlern, die saisonale Rabattaktionen durchführen.“ Da ist Deutschland ein Schwergewicht: Bei den Fernsehern liegt der Online-Umsatzanteil bei 22 Prozent - erheblich über dem in Westeuropa (17) und global (18 Prozent).
Wo immer der Kunde bestellt - die Displaygröße gibt finanziell die Richtung vor: Fernseher ab 55 Zoll Diagonale erwirtschaften im 1. Halbjahr in Deutschland ein zweistelliges Wachstum und 57 Prozent des Produktumsatzes. Spitzenwserte erreichen Fernseher mit OLED-Screens (139 Prozent), UHD/4k-Geräte legten ebenfalls zweistellig zu. Die GfK weist aber auch auf höheren Stromkosten der Trendgeräte hin, weil „UltraHD und größere Bildschirme den Energieverbrauch der Fernsehgeräte negativ beeinflussen“. Europaweit sei der Anteil von Fernsehern der Energieklasse A+ auf ein Drittel geschrumpft und der von A++-Geräten „weiterhin unbedeutend“.
Quelle: Presseinfo der GfK vom 29.8.
Zum Seitenanfang

1.9.2018 • Digitalradio: Megaradio will per Klage in Berlin OnAir bleiben
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Berlin und Brandenburg Megaradio SNA hat für den neu zusammen gestellten Berliner DAB+-Kanal 7B eigentlich keine Zulassung mehr, sendet aber weiter. Auf Nachfrage von dehnmedia informiert die MABB über eine Klage von Megaradio. Der MABB-Medienrat hatte im Februar entschieden, Megaradio SNA nicht wieder zuzulassen. Das Berliner Verwaltungsgericht habe bereits zugunsten der MABB beschlossen. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg stellte eine Verhandlung für Oktober in Aussicht. Megaradio SNA darf bis zu einem rechtswirksamen Urteil weiter senden. Zugleich wurde bestätigt, dass der Medienrat die neuen Anträge des Unternehmens (wiederum für Megaradio SNA, einen News-Kanal und Sout Al Khaleej) abschlägig beschieden hat.
Zum Hintergrund: Megaradio überlässt gegen Bezahlung täglich 12 Stunden Sendezeit dem deutschsprachigen Dienst von Rossija Segodnja, dem Auslandsradio der russischen Regierung. Der Medienrat der MABB hatte infrage gestellt, dass Megaradio als Inhaber der Zulassung die vom deutschen Gesetzgeber geforderte vollständige Verantwortung für alle Sendungen tragen kann.
Der Veranstalter klagt auch gegen die Ablehnung einer nationalen Zulassung durch die ZAK-Kommission der Medienstalten.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin und Brandenburg.
Zum Seitenanfang

1.9.2018 • Funkausstellung: DAB+ „weiterhin hoch im Kurs“
IFA-Logo 2007 In Deutschland wurden im 1. Halbjahr 2018 rund 79 Mio. Euro mit DAB+-fähigen Geräten umgeswetzt. Das entspricht nach Angaben der Marktforschung GfK einem Wachstum von knapp 13 Prozent zum Vorjahreszeitraum.
Damit steht Deutschland gegen den weltweiten Umsatzrückgang um 3 Prozent auf 227 Mio. Euro. Dabei stieg der Verkauf von Autoradios (plus 6 Prozent) zur Nachrüstung, während der Verkauf von Heimgeräten abnahm. Die Zahlen zeigen aber auch, dass Deutschland mit etwa 35 Prozent am gesamten Warengruppen-Umsatz eine Vorreiter-Rolle spielt.
Die GfK erfasst in der Radiorubrik die Produktgrupen Audio-Heimsysteme, Tuner, Receiver, Uhrenradios, tragbare Radios, Radiorekorder und Autoradios (Nachrüstmarkt).
Quelle: Presseinfo der GfK vom 29.8.
Zum Seitenanfang

1.9.2018 • Funkausstellung: TV und Radio nur Messe-Randereignisse?
IFA-Logo 2007 Wer mit dem Namen „Funkausstellung“ die neuesten Radio- und Fernsehapparate verbindet ist auf der Berliner IFA mmöglicherweise fehl am Platze. Große Hersteller wie Sony oder Philips zeigen Fernseher nur noch in einer Ecke ihrer Messehallen. Bei Sony finden Fernseher auf der Pressekonferez gar nicht statt. Stattdessen wird eine neue professionelle Kinokamera samt passenden Linsen ausführlich propagiert - Produkte, die für „normale Verbraucher“ nicht geeignet und ohnehin nicht bezahlbar sind. Klassische Audiogeräte sind allenfallls in Gestalt von wenigen Hightech-Produkten bekannt. So zeigt Sony einen Kopfhörer, der jegliche Aussengeräusche unterdrückt; ob das mit der Aufmerksamkeit in Übereinstimmung zu bringen ist, die die Strassenverkehrsordnung fordert, bleibt hier offen. Radios, Stereoanlagen und Komponenten oder Autoradios - Fehlanzeige bei den Genannten!
Diese Eindrücke beschreiben zugleich den Wandel der IFA in den letzten Jahren, nicht nur, weil die große und kleine Geräte für Küche und Haushalt einbezogen wurden. Das Stichwort Funk trifft inzwischen eher Anwendungen mit Bluetooth und WLAN. So testet Sony in Berlin das Interesse für Uhrenarmbänder, die Funktionen des Mobiltelefons quasi weiterleiten - und mit denen man seine Uhr weiter benutzten kann. Die funkende Hauptrolle spielen nicht unbedingt neue Mobiltelefone. Die hat Philips nicht mehr im Programm; die Niederländer drängen seit einigen
Während der Pressekonferenz von Sony am Donnerstag.
Foto: dehnmedia.
Jahren in den Markt für Healthcare. Viele Produkte nutzen den Mobilfunk um, kaum kontrollierbar, Userdaten in eine Cloud zu schicken.
Quelle: Eigene Recheche | Hintergrund: Funkausstellung (Homepage).



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2018) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff