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Nachrichten-Archiv Oktober 2018

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16.10.2018 • DVB-T2 HD: DVB-T2 bleibt mindestens bis 2030
ARD und ZDF werden DVB-T2 HD mindestens bis 2030 nutzen. Das geht laut einem Bericht aus der Stellungnahme der Anstalten zum 5G-Konsultationsentwurf der Bundesnetzagentur hervor. Die Anstalten berufen sich dabei auf entsprechende Zusagen des Bundes und der Länder, wonach der von DVB-T2 HD genutzte Frequenzbereich unterhalb des UHF-Kanals 49 (< 700 MHz) bis dahin dem Fernsehen erhalten bleibt.
Andererseits wollen ARD und ZDF nonlineare Angebote wie die Mediatheken „auf mobilen Endgeraten nutzbar machen“. Dies werde „über Kleinzellen und Kleinstzellennetze des Mobilfunks und auf Frequenzen größer als 1 GHz erfolgen“, heißt es weiter. Gleichwohl greifen ARD und ZDF den alten Gedanken wieder auf, ihre linearen Programme künftig für Smartphones, Tablets und andere Mobilempfänger anzubieten. 5G-Technik des Mobilfunks - z.B. mittels der von FeMBMS ermöglichten Funkzellen mit Radien bis 70 km - wirtschaftlich nutzbar und könnte die klassischen Mobilfunknetze von solchen datenintensiven Anwendungen entlasten.
Anfang des Monats ist der praktische Teil des Projektes 5G Today in Bayern angelaufen. Für Testsendungen steht auf dem Wendelstein ein mit der DVB-T2 HD-Abstrahlung vergleichbarer 100 kW-Sender zur Verfügung, der durch weitere Sendeanlagen erweitert werden soll.
Auch die EU sieht nach zwei digitalen Dividenden und der Umwidmung von fast der Hälfte des UHF-Spektrums vom Fernsehen zum Mobilfunk keinen Grund für eilige Änderungen. 2014 hatte man beschlossen, die restlichen UHF-Kanäle unterhalb von 700 MHz mindestens bis 2030 für das Fernsehen zu erhalten. Erst ab 2025 wollen die EU-Gremien sich den Entwicklungsstand der Sendetechnik diskutieren und danach Entscheidungen treffen.
Quelle: Meldung von golem.de vom 15.10. | Hintergrund: Vorgängerprojekt IMB5, Handy-TV mit DVB-H etc., Digitale Dividenden.
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15.10.2018 • Digitalradio: Drei neue Programme für Berlin aufgeschaltet
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wir zum Monatsbeginn angekündigt sind RS2, der Berliner Rundfunk und KissFM seit heute im Berliner DAB+-Multiplex (Kanal 7B) zu empfangen. Ein Suchlauf ist notwendig.
Im Zuge der zweiten Lizenzierungsrunde hatte sich die Berliner Programmfamilie erfolgreich beworben. Damit wird das Berlin/Brandenburger Angebot weiter komplettiert. Jedoch steht der Sendebeginn von Top100Station, Radio Germany One (beide Berlin K 7B) sowie Power Radio (Berlin/Brandenburg, K 12D) wurden noch nicht aufgeschaltet.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin.

15.10.2018 • Schweden: Ausstieg aus dem DAB+-Ausstieg
DABplus-Logo Schriftzug Schwedens Regierung und Parlament hatten 2015/2016 die DAB+-Befürworter mit einer Absage an DAB+ überrascht. Jetzt kommt der Rollback.
Nach Angaben der Medienbehörde MPRT startet ab dem 1. Januar 2019 ein landesweites Paket mit 15 Programmen. Die meisten kommen von der Nordic Entertainment Group (NENT, als Nachfolger der lizenzierten Modern Times Gruppe), weitere von DB Media, Kilohertz und Skärgårdsradion. Bis April sollen die Großstädte bzw. 35 Prozent der Bevölkerung versorgt werden. Bis 2020 soll das Sendenetz auf 50, bis 2021 auf 70 Prozent ausgebaut werden. Einen zweiten landesweiten Multiplex will der Schweden-Ableger der deutschen Bauer-Gruppe auf Grundlage einer Lizenz ihrer Tochter SBS ab 2020 starten. Dort wollen NRJ und Norrköpings Radio mit ihren Stationen einsteigen.
So ganz zu den Akten gelegt war DAB+ also nicht, obwohl von dem ursprünglich ab 2021 geplanten UKW-Ausstieg nicht mehr die Rede ist. Die beiden großen Privatradiogruppen hatten schon 2014 die erwähnten Lizenzen für landesweite Multiplexe bekommen, jedoch 2016 um eine Verschiebung ihres Einstiegs gebeten.
Neben dem öffentlich-rechtlichen SR (z.Zt. für Stockholm und Uppsala/Göteborg/Malmö) betreibt Teracom drei und Bauer Media einen regionalen Test-Multiplex mit privaten und SR-Programmen.
Quellen: Presseinfo von MPRT vom 11.10., Meldungen von radionytt.se vom 11.10., satnews vom 12.10.
Hintergrund: DAB+ in Schweden (ukwtv.de). (Dank an J.H. für Übersetzungen aus dem Schwedischen).
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14.10.2018 • Vor 130 Jahren: Der Tag, an dem die Bilder laufen lernten
Louis Le Prince (1842-1890) hatte 1887 bewegt wirkende Bilder geschaffen, indem er 16 Objektive für aufeinander folgende Aufnahmen (allerdings mit leicht versetzem Blickwinkel) erzeugte. Statt dieses komplizierten Aufbaus patentierte er im Oktober
1888 eine neue Kamera mit nur einer Optik und für Rollfilm auf 35mm Papierträger von Eastman. Damit filmte er am 14. Oktober 1888 eine gerade mal 2 Sekunden kurze Einstellung. Diese Roundhay Garden Scene ging als erster mit einer Filmkamera hergestellter Film in die Mediengeschichte ein. Le Prince verschwand 1890 spurlos und konnte seine Erfindung nicht weiter entwickeln und vermarkten.
Die entscheidenden Schritte in Richtung auf das Kino folgten mit der Entwicklung von Projektoren in Frankreich und Deutschland. Im März 1895 zeigten die Brüder Lumiere erstmals den Film Arbeiter verlassen
2 Sekunden Filmgeschichte: Die Roundhay Garden Scene.
Quelle: Wikimedia.
die Lumière-Werke. Im Dezember 1895 präsentierten sie in Paris öffentlich ein zehnteiliges Kurzfilmprogramm mit Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat. Ihr Cinématographe vereinte Kamera, Kopierstation und Projektor in einem Gehäuse. In Berlin hatten die Brüder Skladanowsky ihr Bioscop ausgetüftelt, mit dem sie am 1. November 1895 eigene Filme (u.a. Das boxende Känguruh) im Berliner Wintergarten vorführten.
Stehende Bilder in Bewegung zu bringen war das Ziele einiger Foto-Pioniere gewesen. Das versuchte Étienne-Jules Marey (1830-1904) 1883 mit einem fotografischen Gewehr. Es zeichnete Fotoserien mittels lichtempfindlicher Elemente auf, die ringförmig auf einer schnell rotierenden Trommel angeordnet waren. Wurden die Positive in der richtigen Geschwindigkeit wiedergegeben, ergab sich der Eindruck eines, wenn auch ruckelnden, kurzen Bewegungsablaufes.
Dieses Prinzip nutzte übrigens Paul Nipkow (1860-1940) für sein Patent von 1884. Statt Fotos zeichnete er Leuchtpunkte auf einer rotierenden Scheibe auf, die in Stromimpulse umgesetzt wurden. Jahrzehnte später wurde die Nipkowsche Scheibe zur Grundlage der Bildabtastung der Fernsehpionierzeit.
Bei der Gelegenheit sollte man vielleicht daran erinnern, dass es sich bei Bewegtbildern jeglicher früherer und heutiger Produktionsweise und Verbreitungsplattform, ob analog oder digital, um Abfolgen von Einzelbildern handelt. Das Kino zeigt in der Regel 24, das Fernsehen 25, solcher Einzelbilder pro Sekunde. Der Eindruck einer kontinuierlichen Bewegung wird - wie beim Daumenkino - erst im Gehirn des Betrachters erzeugt.
Quellen: Wikipedia über Le Prince und die Roundhay Garden Scene | Hintergrund: Chronik (dehnmedia).
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12.10.2018 • Digitalradio: FFH-Stationen jetzt als „Visual Radios“
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Hessen Die hessische FFH-Radiogruppe präsentiert ihre DAB+-Stationen Hit Radio FFH, Planet Radio, Radio Harmony, FFH Rock, und Planet Black Beat jetzt als „Visual Radio“ mit umfangreichen Slideshows. Das laufende Programm wird u.a. mit Bildern von Musikern aus dem eigenen Archiv illustriert. Verkehrsmeldungen werden u.a. mit Stauampel visuell unterstützt. Auch zum Wetter gibt es grafische Elemente. Das soll vor allem hilfreich für Autofahrer sein.
Quelle: Presseinfo von Radio/Tele FFH vom 12.10. | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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12.10.2018 • Niederlande: Mehr als eine Mio. DAB+-Radios verkauft
In den Niederlanden wurde eine Schallmauer durchbrochen: 1,08 Mio. DAB+-Radios wurden dort bisher verkauft. Für die 17 Mio. Einwohner sind mehr als 60 Radiostationen per DAB+ aktiv.
Nach Angaben von digitalradio.nl sind die Niederlande mit einem Anstieg um 19 Prozent (laut GfK, Januar bis August 2018) europaweit die führende Nation beim DAB+-Verkauf. 38 Prozent der im 1. Halbjahr 2018 verkauften Neuwagen wurden mit DAB+-Radios ausgeliefert.
Quelle: Meldung von totaaltv.nl vom 10.10. | Hintergrund: digitalradio.nl.
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12.10.2018 • Digitalradio: Neue Software für Nachrüst-Autoradios
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach dem Fraunhofer IIS-institut stellt auch die Chipschmiede Frontier Silicon eine neue Systemsoftware für DAB+-Radios zum nachträglichen KfZ-Einbau vor. Mit dieser 3. Softwaregeneration will Frontier Silicon u.a. zur 2021 beginnenden UKW-Abschaltung in der Schweiz beitragen.
Eckpunkte sind Verbesserungen der Dienste-Verfolgung bei geringer Empfangsleistung, eine Anpassung von Announcements an den aktuellen DAB-Standard und Optimierung für Slideshows. Die Software sind auf den aktuellen Kino 4-Chip für Empfang und DAB+-Signalverarbeitung zugeschnitten. Erste Produkte werden für Mitte 2019 in Aussicht gestellt.
Quelle: Presseinfo von Frontier Silicon vom 8.10.
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12.10.2018 • DVB-T2 HD: Nächster Umstiegs-Schritt am 24. Oktober
Am 24. Oktober wird der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD in Baden-Württemberg und Bayern fortgesetzt. Außerdem sind einige Kanalwechsel vorgesehen.
Baden-Württemberg In Baden-Württemberg kommt DVB-T2 HD einschließlich des kostenpflichtigen Pakets FreenetTV mit privaten HD-Programmen auch von den Sendestandorten Heilbronn und Ulm. Zusätzlich werden von den Sendeanlagen Aalen, Donaueschingen, Ravensburg und Waldenburg die drei Multiplexe der ARD-Anstalten und des ZDF abgestrahlt. An den Sendetürmen Stuttgart und Reutlingen wechseln zugleich das ZDF vom Kanal 56 zum K 23 und ein Freenet-Mux vom K 42 auf den K 26. Die Sendeanlagen in Bad Mergentheim, Geislingen und Raichberg werden nicht mehr für das Fernsehen genutzt. Der Umstieg im Bundesland ist damit abgeschlossen. Am 28. November folgen aber noch einige Kanalwechsel.
Bayern Garmisch-Partenkirchen, Grünten und Hohenpeissenberg sind neue Sendestandorte für ARD und ZDF in Bayern. Die ARD sendet ihre Pogramme außerdem vom österreichischen Standort Pfänder. An den Sendeanlagen Augsburg, Gelbelsee und Pfaffenhofen wird der Multiplex des BR vom Kanal 36 auf den K 22 umgeschaltet.
Bayern Wann TV Westsachsen tatsächlich den für die KW 41 angekündigten Kanalwechsel von Kanal 51 auf K 23 an den Sendestandorten Auerbach und Plauen vollzieht, ist offen. Eine Anfrage beim Netzbetreiber Mugler AG blieb unbeantwortet.
Wie immer werden die DVB-T Sendeanlagen in den genannten Gebieten abgeschaltet. Der terrestrische TV-Empfang ist dann nur mit DVB-T2 HD-Empfängern möglich.
Der 24. Oktober ist der zweite von vier Terminen der Umstiegs-„Phase 3a“ bis Jahresende. Die letzte Umstiegs-„Phase 3b“ ist auf drei Termine in 2019 verteilt.
Quelle: Aufschaltungen und Kanalwechsel bei DVB-T2 HD | Hintergrund: Migration, FreenetTV.
DVB-T2 HD in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen.
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11.10.2018 • Russland: Sowohl DRM+ als auch DAB+?
Russland Vor vier Wochen drohte Russland, sich mit dem Entscheid zugunsten des digitalen Hörfunks mit DRM+ in ein internationales Standard-Abseits zu manövrieren. Jetzt ist das zuständige Ministerium umgeschwenkt und bemüht sich laut einer Meldung sowohl um UKW-Frequnzen für DRM+ als auch um VHF-Kanäle für DAB+. „Die Programmanbieter sollen selbst entscheiden, welchen Standard sie nutzen wollen, je nach der Verwendungsmöglichkeit in einer bestimmten Region“, wird eine Verlautbarung zitiert.
Russland ist damit das erste Land, das zweigleisig fährt. Dort würden dann spezielle Radios benötigt, die im Gegensatz zu Produkten für Europa, Australien und andere Länder, einen Dreifachtuner für die beiden digitalen Systeme und UKW benötigen. DAB+ könnte eher in Großstädten, DRM+ eher in ländlichen Bereichen zum Einsatz kommen, wird spekuliert.
Quelle: Meldung von satnews vom 10.10. | Hintergrund: UKW-Alternativen, DRM+-Deutschland.
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11.10.2018 • Kabel: Noch 1 Mio. Haushalte sind zu digitalisieren
Kabelanschluß Der Umstieg der analogen Kabelhaushalte auf digitale Technik ist aus Sicht der großen Kabelnetzer PŸUR, Telekom und Vodafone bislang „planmäßig und ohne größere technische Schwierigkeiten“ verlaufen.
Das für gemeinsame PR-Massnahmen der Kabelnetzer zuständige Projektbüro Digitales Kabel orientiert die noch etwa 1 Mio. betroffenen Haushalte auf Informationen ihrer Netzbetreiber (einschl. Laufbänder), der Hausverwaltungen und Verbraucherzentralen. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung bei den meisten Netzanbietern auch den Radioempfang betrifft. Die Koalitionsparteien in Sachsen planen für kleine Netzanbieter eine Radio-Ausnahme von der gesetzlich vorgegebenen Volldigitalisierung bis Ende 2018.
Im Frühjahr 2019 sollen die letzten analog empfangenden Kabelhaushalte von der digitalen Technik überzeugt sein. Dann ist der Fernsehempfang in Deutschland auf allen Empfangswegen nur noch digital.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros vom 10.10.
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10.10.2018 • TV-Statistik: Lineares TV trägt 81 Prozent der AV-Konsums
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Immer mehr Deutsche nutzen das Internet immer länger. Laut der aktuellen Ausgabe der Onlinestudie von ARD und ZDF sind inzwischen 63,3 Mio. Deutsche über 14 Jahren (90,3 Prozent) online. Von ihnen nutzen 39 Prozent das Web täglich für den Medienkonsum. Die im Internet verbrachte Zeit stieg seit dem Vorjahr um 47 Minuten auf durchschnittlich 3 Stunden und 16 Minuten.
Von der täglichen 202 Minuten Bewegtbild-Nutzung entfallen immerhin noch 163 Minuten auf Live-Sendungen über alle Verbreitungsplattformen. Die restlichen 39 Minuten entfallen auf Video-Abrufe. Dieses durchschnittliche 81:19-Verhältnis verschiebt sich bei den jüngeren Zielgruppen dramatisch. Die 14- bis 29-jährigen mit 46:54 schauen schon mehr auf Abruf als Live. Bei den 30- bis 49jährigen liegt das Verhältnis bei 75:25. Die hohe Nutzung von Abrufdiensten durch junge Menschen wundert wenig. Denn unter 30-jährigen nutzen das Internet bereits sechs Stunden täglich.
Quellen: Presseinfo von ARD/ZDF vom 10.10.
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9.10.2018 • AGF: Analog-TV empfangen nur noch 480.000 Haushalte
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Nur noch 480.000 Kabelhaushalte müssen auf den digitalen Rundfunk-Empfang eingeschworen werden, um das analoge TV-Zeitalter endgültig zur Technikgeschichte zu machen. Nach Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) haben im September rund 90.000 Haushalte diesen Schritt getan. Die Zahl der Digitalhaushalte wird nun mit 38,32 von 38,8 Mio. TV-Haushalten angegeben. Das entspricht 98,8 (Vormonat: 98,5) Prozent. Die Umschaltung betrifft bei den meisten Netzanbietern (außer Wilhelm.Tel) nicht nur das Fernsehen, sondern auch den analogen Radioempfang über Kabel-UKW.
Aufgrund gesetzlicher Vorgaben muss der Umstieg in Sachsen und Bayern bis Jahresende beendet sein. In den anderen Bundesländer wird das im Laufe des Jahres 2019 erledigt.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.10., AGF-Übersicht seit 2001 | Hintergrund: Abschalttermine (extern).
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9.10.2018 • Frankreich: NRJ-Gruppe gibt Zurückhaltung bei DAB+ auf
Digitalradio-Schriftzug International ab 2107 Die NRJ-Gruppe hat in Frankreich eine Beteiligung an DAB+ bisher abgelehnt. Jetzt bringt sie erstmalig im Heimatland Programme in die Digitalspur.
Mit den regionalen NRJ-Programmen für Bordeaux bzw. Toulouse sowie weiteren Spartenwellen beteiligt man sich an Ausschreibungen von Multiplexen für beide Regionen. Die Medienbehörde CSA veröffentlichte jetzt eine Liste mit 93 Bewerbern für beide Regionen.
Seit Mitte September senden DAB+-Programme im nordwestlichen Großraum Lille. Lyon und Strasbourg zählen zu den Sendegebieten, in denen DAB+-Programme in 2018 aufgeschaltet werden sollen. Bordeaux und Toulouse könnten, wie 13 weitere Regionen, 2019 auf Sendung gehen.
Quelle: CSA-Liste der Bewerber vom 5.10. | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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9.10.2018 • Digitalradio: Scharfe Kritik am Regionalkonzept für NRW
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Erneut hat Mehr!Radio scharfe Kritik an der NRW-Medienanstalt LfM geübt. Der Fragebogen zur Bedarfsabfrage erfasse das vom Mehr!Radio für Düsseldorf geäußerte Interesse an einem Ballungsraum-Multiplex nicht - im Gegensatz zu anderen Verbreitungskonzepten. Dabei berühre das Düsseldorf-Konzept landesweite Planungen nicht, so Geschäftsführer Stefan Kleinrahm in einem Interview. Gleichwohl will das Radio-StartUp sein „Interesse an Ballungsraum-Multiplexen unmissverständlich deutlich machen“. Massgebliche Entscheidungen für ein Verbreitungsgebiet könnten ohnehin erst mit einer späteren Ausschreibung getroffen werden.
Mehr!Radio will die kulturelle Identität des Großraums Düsseldorf über kleine Spartensender abbilden. Für dieses Konzept habe es bereits „im Vorfeld großes Interesse“ gegeben. Für die Partnersender und eigene Programme wolle man einen kostengünstigen Sendebetrieb gewährleisten.
Auch der Kölner Zielgruppensender Lulu.FM „hatte sich bereits vor weit über einem Jahr mit einer schriftlichen Interessenbekundung, auch für den Betrieb eines eigenen Multiplexes für Köln, an die LfM gewandt, ist jedoch abgewiesen worden.“
Quelle: Interview von radioszene.de vom 7.10. | Hintergrund: DAB+ und Lokalradio in NRW.
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8.10.2018 • Europa: DAB+ bringt mehr Vielfalt, bessere Abdeckung
Digitalradio-Schriftzug International ab 2107 DAB+ zieht in Europa immer weitere Sendekreise. Das bringt, so der Verein Digitalradio Deutschland, eine vielfältigere Programmauswahl mit besserer Qualität. Nachdem Norwegen Ende 2017 das landesweite UKW-Netz abgeschaltet hat, bereiten weitere Länder diesen Schritt vor. Interessant: In den meisten genannten Ländern wird das 2017 erstmals in Deutschland vorgestellte Logo (rechts) als Markenzeichen in der Werbung für DAB+ verwendet. Hier Infos zu ausgewählten Ländern:
In England hören bereits mehr als die Hälfte Radio digital. DAB+-Radio besitzen 57 Prozent der Haushalte, die Netzabdeckung liegt bei 97 Prozent.Die Regierung plant Beratungen über einen UKW-Ausstieg. Small Scale Netze werden vorbereitet; sie könnten bis zu 400 Lokalradios ins digitale Sendezeitalter bringen.
Im flandrischen Teil Belgiens ist DAB+ im Regelbetrieb. Das wird jetzt - u.a. mit Tests in Brüssel und Lüttich - für Wallonien vorbereitet. In vier überregionalen Multiplexen sollen 23 Stationen senden, davon drei in deutscher Sprache. Weitere 216 Programme könnten in zwölf lokalen Multiplexen untergebracht werden.
Im Nachbarland Schweiz läuft schon seit 2017 eine Kampage „Radio zieht um“ zur Vorbereitung der schrittweisen UKW-Abschaltung ab 2021. 3,6 Mio. Radios wurden verkauft, 63 Prozent des Radiokonsum geht über digitale Verbreitungswege. Zu den bisher 136 Radiosendern sollen 16 weitere in einem neuen Mux für die Deutschschweiz kommen.
In Frankreich sollen auf Paris, Marseille, Nizza und Lille vor Jahresende Lyon und Straßburg und in 2019 und 2020 je 15 weitere Regionen folgen. Zwei nationale Multiplexe für die Ballungsräume und Autobahnen sind ausgeschrieben.
75 Prozent der Bevölkerung Italiens können bis zu drei nationale und acht lokale Multiplexe mit zusammen 143 Stationen per DAB+ empfangen. Darunter sind 27 nur digital sendende Programme. Die Versorgung in Südtirol mit einem umfangreichen zusätzlichen regionalen Programmangebot erreicht bereits 100 Prozent.
Bis Mitte 2019 will das öffentlich-rechtliche Ceský rozhlas (CR) sein Netz auf 75 Prozent der Bevölkerung Tschechiens ausbauen.
Österreich Nach dem im April gestarteten Wiener Stadt-Multiplex soll ein nationaler Multiplexes für Österreich ab dem Frühjahr 2019 senden. Ausgehend von den Landeshauptstädten soll das Sendenetz binnen drei Jahren 58 Prozent der Bevölkerung versorgen.
Quelle: Presseinfo des Digitalradio Büro Deutschland vom 8.10. | Hintergrund: DAB+ in Südtirol, in Österreich (national und Wien).
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8.10.2018 • Digitalradio: DAB+ mit Alexa im Bottich lauschen? (Glosse)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Screenshot „Das erste digitale Funkgerät mit integrierten Amazon Alexa Spracherkennung“ (Produkttext auf der Homepage des Anbieters) mag das Newton-Radio der britischen Firma Majority ja sein. Was DAB+ betrifft sind hierzulande bereits mehrere Produkte anderer Hersteller bekannt.
Der britische Hersteller Majority zeigt aber vor allem, wie billig man die Einstiegsschwelle auf den deutschen Markt für DAB+-Produkte ansetzt und was Verbraucherinformationen (nicht) wert sind. So verzichtete man auf die Investition in sachgerechte Übersetzungen der Produktinformationen auf der Homepage. Die offenbar automatisierte Sprachübertragung „dolmetscht“ sogar den Firmennamen (korrekt, aber sinnlos) und zieht die Texte ins Unverständliche bis Lächerliche. Ein Beispiel des „mehrheitlichen“ Sprachtransfers zeigt der klickbare Screenshot.
Quelle: Homepage von Majority | Hintergrund: DAB+-Radios mit Sprachsteuerung.
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6.10.2018 • Digitalradio: Nürnberger Gong-Piraten werden handzahm
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Nürnberger Musiksender Pirate Gong (Formate Nonstop Indie, Grunge, Alternative) wird stromlinienförmig umformatiert und umbenannt. Ab dem 10. Oktober sendet Mein Lieblingsradio deutsche und internationale Hits aus diesem Jahrtausendauf dem Programmplatz im Nürnberger DAB+-Mux (Kanal 10C). Pirate Gong ist dann nur noch als Webradio und per App zu hören. Die Änderung von Namen und Format war im Juni vom Hörfunkausschuß des BLM-Medienrates genehmigt worden.
Veranstalter ist die Funkhaus Nürnberg Studiobetriebs-GmbH. Das Unternehmen produziert neben dem neuen Sender auch Radio Charivari, Hit Radio N1, Radio Gong und Radio F, die allesamt in Nürnberg per DAB+ verbreitet werden.
Quelle: Meldung von radioszene.de vom 5.10. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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5.10.2018 • Unternehmen: Media Broadcast schwer angeschlagen
Media Broadcast Media Broadcast, Sendenetzbetreiber für die meisten DAB+- und DVB-T2 Multiplexe und Anbieter von FreenetTV und mehreren DAB+-Plattformen ist in erheblichen wirtschaftlichen Nöten. Die Firmenleitung hatte daher die Gewerkschaft Verdi schon im September um die Aufnahme von Verhandlungen über eine Viertage-Woche und Lohnreduzierungen gebeten. Die zuständige IT-Tarifkommission von Verdi hat dem am 27. September zugestimmt.
Die Darstellung der Geschäftsleitung fasst Verdi so zusammen: „Es besteht keine realistische Hoffnung, die dauerhaft sinkende Umsatz- und Erlösperspektive durch Neugeschäft in einer entsprechenden Größenordnung auch nur mittelfristig zu kompensieren.“ Ein durch Abfindungen, Altersteilzeit usw. flankierter sozialverträglicher Personalabbau sei unmöglich. „Durch die dauerhafte Einführung einer 4-Tage Woche, bei einer Kürzung der Wochenarbeitszeit um 20% ohne Lohnausgleich für das gesamte Unternehmen, sieht die Arbeitgeberseite eine Möglichkeit, das Unternehmen für die Zukunft stabil auszurichten und auf einen massiven Personalabbau inklusive betriebsbedingter Kündigungen zu verzichten.“
Verdi sieht „zum einen die technischen Entwicklungen des Marktsegmentes und die fehlenden Kompensationsmöglichkeiten, zum anderen aber auch Fehlentscheidungen bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens des Managements und der Shareholder“ als Auslöser der heutigen Situation bei Media Broadcast. Den Mitarbeitern dürften die Folgen der Misere nicht durch Lohnverzicht, Nachteile bei der Altersversorgung usw. angelastet werden. Daher seien Alternativen zu den Plänen der Firmenleitung zu prüfen, heißt es bei Verdi.
Das Unternehmen hat bislang öffentlich nicht Stellung genommen. Die Freenet AG hatte gestern bekanntgegeben, dass ihr Finanzchef das Unternehmen zum Jahresende und „auf eigenen Wunsch“ verlassen wird. Noch im August wurden den Aktionären der Muttergesellschaft „stabile Kennzahlen in allen Segmenten“ berichtet.
Kommentar : Media Broadcast ging 1994 aus dem Rundfunkbereich der Bundespost hervor. Bis 2008 gehörte die Firma zur Telekom, danach zur französischen TDF-Gruppe. Diese verkaufte es vor 2 1/2 Jahren an die Freenet AG. Freenet verkaufte in diesem Jahr das komplette UKW-Geschäft; die neuen Besitzer von Sendetechnik drohten mit einer Abschaltung von UKW-Programmen, würden ihre Preisforderungen nicht erfüllt. Weil Telekom die Funktürme zu Geld machen will, kamen in der Fachwelt neue Sorgen auf. Sollte Media Broadcast zerschlagen werden, könnte eine noch viel schlimmere Situation eintreten, weil fast die gesamte Fernseh- und DAB+-Verbreitung in Deutschland der Willkür von Erwerbern unterworfen würde. Nach den Erfahrungen mit den Drohungen der UKW-Antennenerwerber waren rechtliche Massnahmen gefordert worden. Gesetzesinitiativen zum Schutz des Rundfunks, der wesentlich zur Information und Meinungsbildung der Bevölkerung beiträgt, wurden bisher nicht bekannt.
Quelle: Tarifinfo von Verdi vom 1.10., Presseinfos der Freenet AG vom 4.10. und 8.8. | Hintergrund: Antennenstreit.
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4.10.2018 • Digitalradio: BLM lässt zwei Programme landesweit zu
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Zielgruppenprogramm Radio Teddy aus Potsdam und Radio Arabella Plus haben sich erfolgreich um landesweite Zulassungen für DAB+ beworben. Radio Teddy könnte ab sofort Kultradio ersetzen. Der neue Arabella-Ableger bekam vom Medienrat der BLM zunächst die Zuweisung für die vier Stadtnetze und die neuen, noch nicht aktiven, Regionalnetze Allgäu und Voralpenland. Der Medienrat verlängert außerdem die Zuweisungen für das landesweite Programm von Radio Galaxy für die Sendeinseln München und Augsburg.
Die BLM stellte zugleich einen neuen Infoflyer zu DAB+ im Freistaat vor. Dem Ziel „bis Mitte 2019 alle bayerischen UKW-Radios in DAB+ anbieten zu können “, komme man näher, so BLM-Präsident Siegfried Schneider.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 4.10. | Hintergrund: DAB+ in Bayern, download BLM-Flyer.
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4.10.2018 • Digitalradio: Bayerisches Kultradio vor dem Aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Von Rückschlägen bleibt auch das DAB+-Musterland Bayern nicht verschont. Kultradio zeichne sich gerade durch „unsere einzigartige Musikmischung und die Menschen hinter dem Kulturadio-Mikrofon“ aus, wirbt die Musikwelle auf ihrer Homepage. Ab morgen 12 Uhr gibt es die moderierten Sendungen nicht mehr; bis Monatsende soll es Musik nonstop geben. Das wurde OnAir mitgeteilt.
Die Geschäftsführung war heute nicht zu sprechen. Dennoch wurden finanzielle Probleme des Bayreuther Unternehmens bestätigt; Mitarbeiter sehen sich vor der Arbeitslosigkeit.
Kultradio sendet seit Januar 2015 und ist bislang über die BR-Regionalstruktur bayernweit in DAB+ präsent. Erst im August wurde das Programm, das sich an 30- bis 59jährige Hörer richtet, für das Freiberger Small Scale-Projekt zugelassen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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4.10.2018 • Digitalradio: LfM veröffentlicht Regionalkonzept
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im Zusammenhang mit dem am 1. Oktober gestarteten Call for Interest für DAB+ in NRW orientiert die Medienanstalt LfM auf eine bei Bedarf teilbare landesweite Abdeckung.
Vorgesehen sind die neun Regionen Aachen, Köln-Bonn, Wuppertal, Südwestfalen, Ostwestfalen, Münster, Essen, Dortmund und Düsseldorf. Ein landesweiter Mux mit bis zu 15 Programmen sei ebenso denkbar, wie Kombinationen mehrerer Regionen. „Ob darüber hinaus weitere lokale/regionale Übertragungskapazitäten für einzelne Städte und Ballungsräume verfügbar gemacht werden können, wird insbesondere von den konkreten Anforderungen an die Regionalisierung abhängen und kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden“, heißt es in den Infos zum Call.
Radioveranstalter können bis zum 29. Oktober einen Fragebogen beantworten. Auf Grundlage der Ergebnisse will die LfM die weiteren
Den Raum Köln-Bonn könnte ein regionaler DAB+-Mux versorgen. Zum Download eines pdf mit allen Regionen die LfM-Grafik klicken.
Foto: Archiv dehnmedia
Massnahmen einleitend, um die Voraussetzungen für eine Ausschreibung zu schaffen.
Quelle: Erläuterungen der LfM zur Bedarfsabfrage | Hintergrund: DAB+ und Lokalradio in NRW.
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4.10.2018 • England: Privatradio-Mux baut Versorgung aus
DAB-Logo Schriftzug Sound Digital, der Anbieter des zweiten nationalen Digitalradio-Muxes in England, will in den nächsten Wochen 19 neue Sendeanlagen in Betrieb nehmen. Dadurch wird die Reichweite von 77 Prozent um bis zu 1,6 Mio. Haushalte auf 83 Prozent ausgebaut.
Am Netzbetreiber Sound Digital, der seit März 2016 sendet, sind der Sendetechnikspezialist Arqiva und als Radioveranstalter die deutsche Bauer Media Gruppe und Wireless beteiligt. Von den zur Zeit 19 privaten Programmen des Muxes werden sechs in DAB+, die anderen im alten DAB ausgestrahlt. Einen weiteren nationalen DAB-Mux verantwortet die BBC.
Quelle: Presseinfo von Sound Digital vom 25.9.
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2.10.2018 • Digitalradio: Finanznöte der LfK wirken auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Ein sinkender Etat reduziert die Fördermöglichkeiten der baden-württembergischen Medienanstalt LfK auch für DAB+. „Trotz positiver Wachstumsraten bei DAB+ reicht das bisherige finanzielle Engagement der LfK nicht aus, um das Digitalradio flächendeckend als Alternative zu UKW zu etablieren“, hieß es heute vor dem LfK-Medienrat. Man wolle aber ggfs. „Steuerungsimpulse“ setzen.
Die LfK sieht sich zwar vor wachsenden Aufgaben, aber auch vor sinkenden Haushaltsmitteln. Ursache sind rückläufige Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag, von dem die Medienanstalten zwei Prozent erhalten. Das bedeute weniger Mittel „für die Förderung etwa von Medienkompetenzprojekten oder für den regionalen und lokalen privaten Rundfunk“, erklärte LfK-Präsident Wolfgang Kreißig vor dem Gremium.
Quelle: Presseinfo der LfK vom 2.10. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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2.10.2018 • Digitalradio: Ausschreibung für das Saarland 2019 geplant
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Landesmedienanstalt des Saarlandes LMS plant im 1. Quartal 2019 eine Ausschreibung für einen landesweiten Privatradio-Multiplex. Das könne geschehen, sobald die Bundesnetzagentur die ihr vorliegende Bedarfsanmeldung bearbeitet und dem Saarland die Frequenzen zugeteilt hat.
Ein Interessenbekundungsverfahren erreichte 2017 eine hohe Beteiligung. Seither führte die LMS Gespräche mit Veranstaltern, Plattformbetreibern und „Regulierungsbehörden in der Großregion geführt“. In der Region Saar-Lor-Lux soll ein gemeinsamer Kommunikationsraum geschaffen werden, so die LMS Ende 2017.
Dabei sei, erklärt der stellvertretende LMS-Direktor Jörg Ukrow heute, „ein hinreichend ernsthaftes Interesse“ für für regionale, landesweite, bundesweite als auch für länderübergreifende private Hörfunkangebote mit DAB+ deutlich geworden. Weil ein Multiplex nicht ausreiche, wurde eine zweite Bedarfsanmeldung schon angekündigt. Darüberhinaus sei ein dritter Mux in Planung, der gegebenenfalls gemeinsam mit Rheinland-Pfalz für „regionale und interregionale Versorgungsituationen“ nutzbar sein soll.
Quelle: Presseinfo der LMS vom 2.10. | Hintergrund: DAB+ im Saarland.
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2.10.2018 • Digitalradio: Lulu FM will auch in der Heimatstadt senden
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit zwei Jahren ist Lulu FM auf Sendung. Das schwullesbische Radio kann inzwischen in Berlin, Brandenburg, Hamburg, im Rhein-Main und Rhein-Neckar-Gebiet sowie in Leipzig über DAB+ empfangen werden. Die Kölner Radiomacher wollen sich an der gestern von der Medienanstalt LfM gestarteten Bedarfsabfrage beteiligen. Schon vor über einem Jahr hatten sie bei der LfM ihr Interesse erklärt, einen Ballungsraum-Multiplex für Köln zu betreiben, war jedoch abgewiesen worden, kritisiert Geschäftsführer Frank Weiler. Weiler sieht offenbar Perspektiven, dass Lulu FM in der Heimatstadt zu hören sein wird: „Die LfM scheint es jetzt ernst zu meinen mit DAB+ in NRW und wir nehmen die LfM jetzt ernst. Wir wollen in NRW auf DAB+.“
In NRW war Mehr!Radio mit einem Radioprogramm und einem Ballungsraumkonzept für Düsseldorf zwar zugelassen worden, bekam aber keine Sendefrequenz zugewiesen. Weil man bislang nicht tätig werden kann, kritisierte der Veranstalter die LfM, den Start von DAB+ in NRW zu verzögern.pp
Quelle: Presseinfo von Lulu FM vom 1.10. | Hintergrund: DAB+ und Lokalradio in NRW.
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2.10.2018 • Digitalradio: Neuer Kanal, mehr Leistung von Waldburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR hat heute seinen DAB+-Multiplex am Standort Waldburg vom Kanal 8D in den Kanal 8A verlagert. Ein Suchlauf ist notwenig. Zugleich wurde die Sendeleistung von 1 kW auf 5 kw erhöht.
Bis Jahresende will der SWR mit Bad Urach, Baiersbronn, Schramberg und Sigmaringen weitere Sendestandorte in Baden-Württemberg in Betrieb nehmen. 2019 liegt der Schwerpunkt beim DAB+-Ausbau des SWR in Rheinlandä-Pfalz; genannten wurden die Sendeanlagen Diez an der Lahn, Bitburg, Alf Bullay (bei Cochem), Zweibrücken und Oberes Ahrtal sowie eine Leistungserhöhung am Haardtkopf.
Quelle: Info des SWR vom 2.10. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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2.10.2018 • Digitalradio: Oldiesender für Niederbayern vor dem Start
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Laut einer Meldung hat das neue Programm Oldie Radio Niederbayern im Niederbayern-Multiplex (Kanal 7D) den Testbetrieb begonnen. Der offizielle Start scheint also bevor zu stehen. Das SpinOff von Unser Radio Deggendorf war im Mai von der Medienanstalt BLM zugelassen worden.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 2.10. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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1.10.2018 • DVB-T2 HD: FreenetTV senkt den Einstiegspreis
FreenetTV reduziert den Einstiegspreis: Ab sofort wird ein neues CI+-Modul für 89 € angeboten, das vorab bereits für 12 Monate freigeschaltet ist. Gegenüber der bisherigen Kombi aus CI+-Modul und nachträglicher Freischaltung spare man 39 €. Das Modul ermögliche zugleich den Zugang zur HbbTV-Plattform FreenetTV Connect mit Mediatheken und weiteren Programmen (sofern Empfänger geeignet und ans Internet angeschlossen). Der Anbieter des HDTV-Pakets mit privaten Programmen via DVB-T2HD und Satellit hatte den Preis seines alten CI+-Moduls (inkl. 3 Freimonate) bereits zum 1. September von 79,99 € auf 59,99 € reduziert.
Gut 15 Monate nach dem Start weise FreenetTV „ein rasantes Kundenwachstum“ auf. Jetzt biete man den „Kunden ein Rundum-Sorglos-Paket mit allen umfangreichen Features zu einem extrem günstigen Preis“, so Jörg Brühl, Marketing-Chef von FreenetTV.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 1.10. | Hintergrund: FreenetTV, FreenetTV Connect.
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1.10.2018 • Digitalradio: Demnächst weitere Sender für Berlin?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Ab Anfang Oktober“ sollen auch RS2, Berliner Rundfunk und Kiss FM im Berliner DAB+-Mux (Kanal 7B) empfangbar sein. Davon gehe man fest aus, teilt die Pressesprecherin des Betreiberunternehmens Medienzentrum Berlin auf Anfrage von dehnmedia mit.
Die Berliner Programmfamilie wurde Ende August von der MABB zugelassen. Während die meisten neuen Privatsender für Berlin und Brandenburg sofort on Air gingen, lässt man sich dort Zeit damit.
Auch Top100Station und Radio Germany One (beide für Berlin) sowie Power Radio (Berlin/Brandenburg, K12D) wurden noch nicht aufgeschaltet.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin.



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