Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte Archiv Allgemein Aktuell
Nachrichten-Archiv Januar 2019

Hinweise: Zum Lesen von PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden. Die Langzeit-Verfügbarkeit von Linkzielen kann nicht gewährleistet werden.
31.1.2019 • Digitalradio: Vorentscheidung für neue Programme
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Radio-Entscheidungen des Medienrats der bayerischen Medienanstalt BLM bereitet der Hörfunkausschuß des Medienrats vor. Dort stehen am 7. Februar die Anträge auf die Ausschreibungen für die Stadtmuxe Augsburg und Nürnberg auf der Tagesordnung. Beworben hatten sich jeweils vier Programme. Diskutiert werden auch Kapazitätserweiterungen für beide Multiplexe. Desweiteren werden Anträge für den neuen Voralpenland-Multiplex behandelt. Ob der Medienrat seine Entscheidungen während der nächsten Sitzung am 14. Februar treffen kann, ist unbekannt.
Quelle: Tagesordnung des BLM-Hörfunkausschusses | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

30.1.2019 • Digitalradio: Peli One wieder auf DAB+-Sendung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Peli One ist im berlin-brandenburgischen Mux (K 12D) und im Hamburger DAB+-Mux (K 11C) wieder auf Sendung. Ein Suchlauf bestätigt diese Mitteilung des Netzbetreibers Media Broadcast. Ein Unternehmenssprecher erklärte die zeitweise Abschaltung mit „Außenständen sowie mehrfach nicht eingehaltenen Zusagen, diese zu begleichen“. Die Wiederaufschaltung sei heute „nach verspätet erfolgter Teilzahlung“ erfolgt. Weiter heißt es: „Die von Herrn Wachsmuth (Geschäftsführer Peli One; dehnmedia) in einer bezeichnenderweise vom 29. Oktober 2019 datierten Pressemeldung vorgebrachten Vorwürfe sind haltlos und unseriös. Wir behalten uns juristische Schritte gegen Herrn Wachsmuth vor.“
Quelle: Meldung von satnews vom 30.1. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg, Hamburg.
Zum Seitenanfang

30.1.2019 • Digitalradio: Sendet Radio Seefunk ab heute über DAB+?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach Verschiebungen soll Das neue Radio Seefunk nunmehr heute im baden-württembergischen Privatradio-Multiplex (Kanal 11B) aufgeschaltet werden. Das wird unter Berufung auf den Netzbetreiber Media Broadcast gemeldet. Eine Bestätigung des Senders liegt nicht vor. Radio Seefunk gehört über die RT1.Media Group mehrheitlich zur Augsburger Mediengruppe Pressedruck.
Um die Grenze von 16 Programmplätzen nicht zu überschreiten, soll der Bürgermedien-Programmplatz abgeschaltet werden. Dieser wurde bisher als befristetes Projekt bezeichnet. Dort senden das Hochschulradio Stuttgart (Horads), das Freie Radio Wiesental und die Wüste Welle Tübingen seit Mitte 2015 im täglichen Wechsel. Eine Abschaltung erwartend hatte der Dachverband der Bürger- und Lernradios AFF einen eigenen DAB+-Kanal gefordert - damit die 10 Nichkommerziellen und drei Lernradios des Bundeslandes in der digitalen Zukunft nicht von ihren Hörern abgeschnitten werden. Der Landesregierung wurden Vorschläge für die Umsetzung und Finanzierung des Projektes gemacht.
Zum Projekt-Start hatte die Medienanstalt LfK verkündet, sie wolle „einen weiteren digitalen Kanal für nichtkommerzielle lokale Sender (NKL) und Lernradios freihalten“. Es wurde jedoch nur ein Programmplatz (54 CU) reserviert. „Es wäre wünschenswert, wenn bald noch mehr Bürgerradios den Schritt ins DAB wagen und der Kanal damit weitere lokale Angebote senden könnte“, hieß es damals.
Quelle: Meldung von infosat vom 30.1. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
Zum Seitenanfang

30.1.2019 • Digitalradio: Peli One verläßt DAB+ (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In einem Pressestatement macht der Berliner Radiosender Peli One den Netzbetreiber Media Broadcast für die Abschaltung des Programmes in den DAB+-Muxen Berlin/Brandenburg und Hamburg verantwortlich. Ein „seit Monaten schwelender Streit“ betreffe Leistungen des Netzbetreibers, die laut Peli One bezahlt, aber nicht erbracht worden seien. Peli One habe diese Gelder zwischenzeitlich vergeblich zurückgefordert. Die Versorgung in Teilen Berlins und Potsdam sei mangelhaft. Wegen der schlechten mobilen wie Indoor-Versorgung in Frankfurt/Oder und Cottbus/Calau habe man zunächst eine (wegen des Gleichwellenbetriebes mit Berlin nicht praktizierbare, dehnmedia) Teilkündigung ausgesprochen, diese aber wieder zurückgenommen. Im Zuge des Konflikts sei die Aufschaltung in Bremen (Plattformbetreiber: Media Broadcast) verschoben worden.
Peli One beruft sich ohne nähere Angaben auf eine Unterstützung durch die zuständigen Medienanstalten. Man habe der Media Broadcast am 24. Januar einen Lösungsvorschlag übermittelt, jedoch wurde das Programm tags darauf abgeschaltet.
Unterdessen scheint man den Spieß umdrehen zu wollen: Die im Energiegeschäft tätige Muttergesellschaft Pehlivan Empire Group prüfe, in den „Aufbau von Sendeanlagen für die lokale DAB+-Versorgung“ einzusteigen. Im Übrigen halte man an der Beteiligung am DAB+-Mux Bremen/Bremerhaven fest und sei an der Verbreitung in NRW und Südhessen interessiert.
Quelle: Presseinfo von Peli One vom 25.1. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Bremen.
Zum Seitenanfang

29.1.2019 • Digitalradio: DAB+ im Norden weiter im Wartestand (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 MeckPomm Im Gegensatz zur Ostseewelle ist das andere landesweite UKW-Radio Antenne MV aufgeschlossen gegenüber DAB+ für Mecklenburg-Vorpommern. In einem Interview erklärt Geschäftsführer Robert Weber u.a.: „Wir sehen DAB+ als einen absolut relevanten Verbreitungsweg für unsere Inhalte, der zukünftig genauso wie das Streaming an Bedeutung gewinnen wird.“ Man werde „DAB+ baldmöglichst unseren Hörern anbieten“.
Wie die Privatradios generell sieht Weber ein Hindernis in der fehlenden Förderung der doppelten Sendekosten für DAB+ und UKW; außerdem sei die Ausstattung mit DAB+-Radios in MV noch zu gering, um wirtschaftlich zu arbeiten. Weber fordert daher die Landespolitik zum Handeln auf: „Es bedarf einer politischen Vision (...) und dann müssen zumindest für eine gewisse Zeit auch finanzielle Weichenstellungen für das öffentliche Gut „Hörfunk“ bereitgestellt werden, um ein breites Angebot entstehen zu lassen.“
Ergänzung : Die Impulse für DAB+ gehen bisher vom Bundesmux und vom NDR aus. In diesem Jahr will der NDR im ersten Halbjahr Sendeanlagen für den Darß und Rügen aufschalten, später soll die Müritz versorgt werden.
Quelle: Weber-Interview bei Digitalradio in Deutschland vom 28.1. | Hintergrund: DAB+ und UKW in Mecklenburg-Vorpommern.
Zum Seitenanfang

27.1.2019 • Digitalradio: Peli One verläßt DAB+ (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Berliner Musiksender Peli One kann seit Freitag (25.1.) über DAB+ nicht mehr empfangen werden. Die Abschaltung erfolgt im Hamburger und im Berlin/Brandenburg-Mux (Kanal 11C bzw. 12D).
„In den vergangenen Wochen kam es zu einem Disput“ mit dem Netzbetreiber Media Broadcast, teilt der Sender dazu auf seiner Website mit. Der Grund des „Disputs“ wird nicht kommuniziert. Man habe einen Lösungsweg aufgezeigt, jedoch „zeigte sich die Media Broadcast GmbH unkooperativ“ und die Abschaltung sei am Freitag um 13.10 Uhr erfolgt, heißt es weiter.
Nach Lage der Dinge ist nicht damit zu rechnen, dass Peli One, das sich als „Urban Music Radio mit Hip Hop, Soul und ganz viel R&B“ bezeichnet, seine Lizenz für Bremen und Bremerhaven (Plattformbetreiber: Media Broadcast) wahrnimmt.
Quelle: Info von Peli One vom 25.1. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg, Hamburg,
Zum Seitenanfang

26.1.2019 • Digitalradio: Radio Teddy schaltet im Rhein/Main-Mux ab
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Radio Teddy wurde laut einer Meldung am 24. Januar im DAB+-Multiplex für die Rhein-Main-Region abgeschaltet. Der 2012 für Hessen zugelassene Kindersender aus Potsdam habe seinen Verbreitungsvertrag nicht verlängert, heißt es unter Berufung auf den Netzbetreiber Hessen Digitalradio (HDR).
Der Ausstieg wird in Verbindung mit der kürzlichen Zuweisung einer UKW-Frequenz für Frankfurt/Main gebracht. Das UKW-Versorgungsgebiet sei zwar kleiner, man erwarte dennoch wohl mehr Hörer als über DAB+. Per DAB+ kann Radio Teddy in Teilen Hessen aus Bayern (Kanal 10A) oder Baden-Württemberg (Kanal 11B) empfangen werden.
Als Nachfolger wird eines der im Mux für Nord- und Osthessen (Kanal 6A) vertretenen FFH-Spinoffs Rock und PlanetBlackBeats gehandelt. Beide sind für die landesweite Verbreitung zugelassen, so dass bei Interesse keine Ausschreibung erfolgen müßte.
Quelle: Meldung von satnews vom 25.1. | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
Zum Seitenanfang

26.1.2019 • Digitalradio: NRW-Ausschreibung nicht vor dem 2. Halbjahr
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Petra Gerlach, Leiterin Medienpolitik und -ökonomie der NRW-Medienanstalt LfM, rechnet mit einer Ausschreibung für Privatradios in NRW „in der zweiten Jahreshälfte“. Der LfM-Medienrat will nach ihrer Aussage in einem Interview im März über eine Anmeldung des Frequenzbedarfs entscheiden. Diese Entscheidung wird deutlich machen, wie die Sendegebiete strukturiert werden.
Die Auswertung der 46 Rückäußerungen des Call of Interest lasse „einen Bedarf für eine landesweite Bedeckung erkennen“, so Gerlach. Daher habe „die flächendeckende Sicherung von Vielfalt in ganz NRW für uns zunächst Vorrang“, so Gerlach weiter. Es gebe aber auch Interessenten für regionale Ausstrahlungen, „wobei allerdings häufig eine gröbere Struktur als die ursprünglich avisierte Aufteilung des Landes in neun Regionen bevorzugt wird“ (siehe Grafik). Andere Sendeformen wie z.B. Small Scale DAB+ könnten später berücksichtigt werden, „wo dies sinnvoll und technisch möglich ist“.
Gerlach weist auch darauf hin, dass alle Bewerber gleich zu behandeln
Die LfM plant neun Senderegionen, die bis zu einer landesweiten Abdeckung kombinierbar sind (LfM-Grafik klickbar).
sind. Für einen Bonus für die aktiven Lokalradios gebe es keine Rechtsgrundlage.
Diese fehlt auch im Entwurf zur Novelle des Landesmediengesetzes. Dagegen laufen die NRW-Lokalradios Sturm. Sie fordern, dass wie schon über UKW auch bei DAB+ der Zugang neuer Wettbewerber per Gesetz verhindert wird.
Quelle: Gerlach-Interview bei radioszene.de vom 23.1. | Hintergrund: DAB+ und Lokalradios in NRW.
Zum Seitenanfang

26.1.2019 • Digitalradio: DAB+ im Norden weiter im Wartestand (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 MeckPomm Für die Flächenländer im Norden der Republik stehen Privatradios über DAB+ weiterhin nicht in Aussicht. Jetzt hat die Ostseewelle DAB+ eine Absage erteilt.
In einem Interview legt Geschäftsführer Sperke die Prioritäten auf Streaming und nennt DAB+ „eine verzichtbare Übergangstechnologie“. Zusätzliche Kosten eines UKW/DAB+-Simulcasts kalkuliert er auf einen „fünfstelligen Betrag pro Jahr“. Er winkt aber auch mit dem Zaunpfahl: Man dürfe die Privatradios „nicht mit den zusätzlichen Kosten z.B. für die DAB+-Verbreitung allein sitzen lassen. Es gibt Bundesländer, in denen das DAB+-Engagement gefördert wird.“
Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern hatte nach einem Call of Interest ein Modellprojekt ins Gespräch gebracht. Dafür wurden vier regionale Muxe (Rostock, Schwerin, Stralsund/Greifswald, Neubrandenburg) genannt. Vor einer Ausschreibung wolle man aber zuerst Fördermöglichkeiten schaffen.
Hintergrund : Mecklenburg-Vorpommern ist mit nur 69 Einwohnern je Quadratkilometer das am Dünnsten besiedelte Bundesland. Die Kosten der terrestrischen Rundfunk-Versorgung pro Einwohner sind daher besonders hoch. Das dürfte ein Grund dafür sein, dass sich nur Ostseewelle und Antenne MV per UKW auf die Flächenversorgung orientieren. Weitere fünf Privatradios konzentrieren ihre Verbreitung auf Schwerin, Rostock bzw. Stralsund. Lokal sind außerdem drei Nichtkommerzielle Radios aktiv.
Quelle: Sperke-Interview bei Digitalradio in Deutschland vom 22.1. | Hintergrund: DAB+ und UKW in Mecklenburg-Vorpommern.
Zum Seitenanfang

25.1.2019 • Digitalradio: Telematikprojekt C-Roads testet in Hessen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit Ende 2018 läuft in Hessen ein Pilotprojekt für Verkehrstelematik-Dienste. Im Rahmen des europäischen C-Roads Programms für kooperative Intelligente Verkehrssysteme (C-ITS) wird u.a. ein Verfahren zur Erfassung von Baustellen und Übermittlung entsprechender Warnungen (Road Works Warning/RWW) an Navigationsgeräte erprobt. Für die Datenübertragung kommt DAB+ sowie Mobilfunk im sog. DRIVE-Testfeld im Großraum Frankfurt/Main zum Einsatz.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Hessen und Telematik-Forschung.
Zum Seitenanfang

25.1.2019 • Digitalradio: RBB renoviert seine Radiokanäle
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im Zusammenhang mit der laufenden „Runderneuerung“ seiner Programme beim RBB wird das bisherige Radio Berlin 88,8 nun RBB 88.8. Das neue Konzept geht mit neuen Moderatoren und neuer Musik am 4. Februar auf Sendung. Umfangreiche Programmänderungen sind ab Februar bei der Jugendwelle Fritz vorgesehen. Sie soll entsprechend der Mediennutzung der Zielgruppe zur „Digitalmarke“ umgebaut werden. Personelle und inhaltliche Änderungen sind auch beim Fernsehen vorgesehen.
Quelle: Presseinfo des RBB vom 24.1. | Hintergrund: DAB+ in Berlin und Brandenburg.
Zum Seitenanfang

25.1.2019 • Unternehmen: Viertage-Woche bei Media Broadcast
Mitte Oktober 2018 hatte die Geschäftsleitung bei ver.di um eine Kürzung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich angefragt, um die Existenz des angeschlagenen Unternehmens zu sichern und Entlassungen unter den 700 Beschäftigten zu verhindern. Jetzt wurde eine Vereinbarung erreicht.
Die wöchentliche Arbeitszeit wird um sechs auf 32 Stunden reduziert, jedoch werden 35 Stunden bezahlt, so Ver.di. Durch einen Teillohnausgleich und weitere finanzielle Maßnahmen „werden unter anderem die materiellen Wirkungen der Arbeitszeitverkürzung begrenzt bzw. weitgehend ausgeglichen“. Beschäftigte ab dem 50. Lebensjahr erhalten einen Ausgleich in der gesetzlichen Rentenversicherung. Parallel wurden Tariferhöhungen für 2020 und 2021 vereinbart.
Die Vereinbarung sieht ein Unternehmenssprecher im Zusammenhang mit dem „technologischen Umbruch von analoger Technik auf weniger wartungs- und damit auch weniger personalintensive digitale Plattformen“. Jetzt werde verhindert, „dass es ab Mitte 2019 als Folge der digitalen Transformation zu Überkapazitäten kommt“. Wolfgang Breuer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Media Broadcast, ist überzeugt: „Wir gewinnen in Zeiten der digitalen Transformation unseres Unternehmens mehr Flexibilität für Anpassungen und stärken gleichzeitig die Fähigkeit zu Investitionen in neue Geschäftsbereiche, in Zukunftstechnologien und in Mitarbeiter.“
Quelle: Presseinfos von ver.di und Media Broadcast vom 24.1.
Zum Seitenanfang

24.1.2019 • Digitalradio: Landesförderung für Regionalisierungs-Projekt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das 2016 begonnene sachsen-anhaltinische Projekt „Digitale Rundfunkdienste für private Hörfunkveranstalter“ wird bis 2020 und zu 80 Prozent vom Bundesland gefördert. Die Mittel, deren Höhe nicht genannt wurde, stammen aus dem Topf „Digitale Agenda für das Land Sachsen-Anhalt“.
Das Projekt untersucht die dynamische Regionalisierung digitaler Radioprogramme. Dabei wird das Hauptprogramm in den Regionalzeiten für regionale Inhalte getrennt. Es sei u.a. möglich, dass „um neue Radio-Wertschöpfungen für die Programmveranstalter aufgeschaltet werden, wie z.B. der Einsatz von lokalen TPEG-Verkehrsdiensten für das stressfreie Reisen“, so die Medienanstalt MSA. Ein weiteres Ziel sei es, „Ein weiteres wesentliches Ziel ist es, den Katastrophenschutz an die DAB+ Radioversorgung mittels EWS (Emergency Warning Functionality) anzubinden.“
Quelle: Presseinfo der MSA vom 23.1. | Hintergrund: DAB+ in Sachsen-Anhalt, EWF.
Zum Seitenanfang

24.1.2019 • Digitalradio: Umtauschaktion für Autoradios
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mit dem Slogan „Rauscht es? Dann tauscht es!“ wirbt der Hersteller Pioneer für den Austausch von UKW-Radios gegen seine DAB+-Mediacenter. Bis zum 31. März erhalten Kunden teilnehmender Händler für eines von vier Produkten der AVIC-Z-Serie 100 Euro zurück. 50 Euro gibt es beim Kauf eines von fünf AVH-Z Geräten.
Quelle: Infoseite von Pioneer.
Zum Seitenanfang

22.1.2019 • Digitalradio: EWF-Funktion im Erlangen im Dauertest
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im Erlanger DAB+-Multiplex (Kanal 6A) steht der Emergency Warning Functionality (EWS) Notfalldienst seit November 2018 im Dauertest. Das teilt das Fraunhofer IIS Institut heute mit. In einem Informationskanal werden jeweils zur vollen Stunde Testalarme ausgelöst und von speziellen Empfängern ausgwertet. Der Empfang mit handelsüblichen DAB+-Radios wird nicht beeinträchtigt.
EWF kann innerhalb weniger Sekunden über DAB+ die Bevölkerung informieren - und geeignete Radios sogar aus dem Standby in Betrieb schalten. Die Informationen kommen mehrsprachig gesprochen und als Journaline-Texte. Neben aktuellen Lageinfos können die zuständigen Ansprechpartner oder das betroffene Gebiet genannt und Infos zum richtigen Verhalten übermittelt werden. „Dies stellt einen immensen Vorteil gegenüber anderen Warnsystemen, wie etwa dem Sirenenalarm dar“, so das IIS.
Nach früheren Tests und mit Unterstützung durch das Innenministerium Bayerns soll der Dauertest nunmehr der Einführung des Dienstes vorangehen.
Quelle: Presseinfo des Fraunhofer IIS vom 22.1. | Hintergrund: DAB+ in Bayern, EWF.
Zum Seitenanfang

22.1.2019 • Österreich: Start am 28. Mai offiziell bekannt gegeben
Der Verein Digitalradio Österreich und der Netzbetreiber ORS bestätigen heute den von dehnmedia gemeldeten Start des nationalen DAB+-Multiplexes für Österreich am 28. Mai.
Neben den schon lokal per UKW empfangbaren Stationen Klassik Radio, Radio Energy und Radio 88.6 bringt DAB+ „zunächst“ die Programme Rock Antenne, Radio Maxima, Technikum ONE, Arabella Plus, Radio Maria und ERF Plus national in die Luft. Nicht mehr genannt - also offenbar aus dem Projekt ausgestiegen - werden das Arbö Verkehrsradio und LoungeFM. „Weitere Radioangebote werden folgen“, heißt es.
Bestätigt werden auch die Termine und Sendestandorte der drei Ausbauphasen. Mit der abschließenden „Phase 3“ des Netzausbaus versorge der Mux 83 Prozent der Bevölkerung ab dem 22. September 2020. „Diese enorme Reichweite eröffnet für die an DAB+ teilnehmenden Privatradioveranstalter gänzlich neue Chancen am Hörfunkmarkt und für die Hörerinnen und Hörer ein deutlich größeres Programmangebot.“
Der seit April 2018 aktive Wiener DAB+-Multiplex finde „einen sensationell guten Zuspruch“, so der Vorsitzende des Vereins Digitalradio Österreich, Wolfgang Struber. Der neue Mux schließe zudem die DAB+-Lücke zwischen Deutschland und Südtirol. Aus Sicht des Netzbetreibers ist DAB+ Teil vielfältiger Verbreitungsplattformen und „ein Zusatzangebot zur etablierten und nahezu flächendeckenden UKW-Versorgung“, sagte ORS-Geschäftsführer Michael Wagenhofer.
Quelle: Presseinfo von DABplus.at vom 22.1. | Hintergrund: DAB+ in Österreich, Homepage DAB Verein.
Zum Seitenanfang

22.1.2019 • Australien: DAB+ schiebt Radionutzung an
Australien DAB+ trägt erheblich zum gestiegenen Konsum kommerzieller Radioangebote in Australien bei. Die Nutzung kommerzieller Radiostationen in Downunder stieg in den letzten fünf Jahren um 12 Prozent und über zehn Jahre betrachtet um 22 Prozent. Das stellt der Jahresbericht der Medienbehörde Commercial Radio Australia (CRA) fest.
Die Nutzung digitaler Plattformen sei einfacher geworden, kommentierte die Behördenchefin Joan Warner. Die signifikanten Steigerungen im digitalen Bereich führt sie aber u.a. auch auf das Mehrangebot an Sendern zurück. 2018 hörten mehr als 4,2 Mio. Australier Radio über DAB+, 2017 waren es nur 3,6 Mio. „Connected devices“ nutzten 2,2 (2017: knapp 1,9) Mio. Australier zum Einschalten in die Webradios der Kommerzsender.
Quelle: Presseinfo von CRA vom 21.1.
Zum Seitenanfang

19.1.2019 • Webradio: Explosive Entwicklung
Die deutschen Veranstalter von UKW- und DAB+-Radioprogrammen haben ihre Anstrengungen verstärkt, Kanäle im Internet zu starten. Nach Angaben von radioszene stieg das Angebot von frei empfangbaren Webradios im Laufe des Jahres 2018 von 586 auf 682 - also um 16 Prozent. Nur Radio Hamburg reduzierte seine Webkanäle. Neue Webradios sind eine Domäne der Privatradios, denn die ARD-Anstalten und Deutschlandradio ist die Ausweitung ins Netz mit neuen Programmen untersagt.
Mit den zumeist an Musikrichtungen oder Veröffentlichungs-Jahrzehnten orientierten Streaming-Kanälen versuchen die Anbieter, zusätzlich Zielgruppen zu erreichen. Das führt zwar zu einer Vielfalt von Musikrichtungen, „reduziert sich jedoch beim Gros der großen Mainstream-Dampfer noch immer auf eine weitgehend identische Fragmentierung“, schätzt radioszene ein.
Anmerkung : Offenbar werden nur wenige Streaming-Angebote (live?) moderiert. Die Titel werden computergesteuert und datenbankbasiert ausgewählt; Webradio ist oft nicht mehr als eine automatische Dudelmaschine. Zur Finanzierung dieser Angebote und zu der Frage, ob Webradio neue Werbegelder erschließt oder nur vorhandene Werbeetats umverteilt, gibt der Bericht keine Auskunft.
Quelle: Bericht von radioszene vom 18.1.
Zum Seitenanfang

19.1.2019 • Musikverkauf: Rekord beim Streaming, CDs im Abwind
Audiostreamings hatten Mitte 2018 nach Marktanteil und Umsatz die CD überholt. Nach aktuellen Angaben des Bundesverbandes Musikindustrie BVMI wurden 2018 insgesamt 79,5 Mrd. Audio-Streams abgerufen - das ist ein Allzeithoch und gut 40 Prozent über dem Vorjahr. Mit 7,5 Mio. Alben und 41,5 Mio. Einzeltracks platzierten sich die Downloads auf Platz 3 der Jahresstatistik des Musikerwerbs. Der Absatz von Datenträgern ist hingegen gesunken. CDs sind zwar 36 Jahre nach der Einführung noch auf Platz 2, jedoch wurden nur noch 48,2 Mio. Stück (minus 23 Prozent) verkauft. Auch bei den schwarzen Vinylplatten gab es einen Rückgang um 7 Prozent auf 3 Mio. Stück. Platz 5 besetzen Musikvideos - 2,6 Mio. DVDs oder BluRay Discs wurden 2018 gehandelt. Umsatzzahlen will der BVMI voraussichtlich im März veröffentlichen.
Quelle: Presseinfo des BVMI vom 18.1.
Zum Seitenanfang

18.1.2019 • Digitalradio: Störung im Bundesmux beseitigt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Zu einer gestern Abend veröffentlichten Meldung über Störungen des Gleichwellenbetriebes im nationalen DAB+-Multiplex informiert ein Sprecher des Netzbetreibers Media Broadcast auf Anfrage von dehnmedia wie folgt:
Aufgrund von Fehlern an einem zentralen Switch kam es bei der Programmzuführung für den nationalen DAB+ Multiplex am Donnerstag vorübergehend an 10 der rund 120 bundesweiten DAB+ Senderstandorte zu vorübergehenden Störungen. Betroffen waren dort im wesentlichen Sendeempfangsgebiete und Stellen, an denen sich Zellen überlappen oder die am Rand von Sendegebieten liegen. Wir bitten die Empfangsbeeinträchtigungen zu entschuldigen.
Die Störung wurde durch die Techniker bis 16.30 Uhr behoben, so der Sprecher.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
Zum Seitenanfang

18.1.2019 • International: World DAB erinnert an Beschluß zu Autoradios
WorldDAB.org-Logo 2019 „Innerhalb von zwei Jahren werden alle neuen Autoradios in der EU digital-terrestrisches Radio empfangen können. Das gilt für Länder mit etablierten DAB+ Märkten und DAB+ Schwellenländer gleichermaßen.“ Das hob World DAB-Präsident Patrick Hannon auf der Brüsseler Motorshow hervor. Die Hybridtuner-Pflicht für Neuwagen ist als Teil des EU-Kodex für elektronische Kommunikation (EECC) am 20. Dezember 2018 in Kraft getreten.
Die Autofahrer profitierten mit DAB+ durch besseren Klang, mehr Vielfalt und verbesserte Verkehrsinformationsdienste. „DAB+ ermöglicht Autofahrern auch in Notfällen den Zugang zu zuverlässigem, frei empfangbarem digitalen Radio – auch dann, wenn Mobilfunknetze an ihre Kapazitätsgrenzen geraten“, so World DAB.
„Nur so kann die mit Abstand am meisten genutzte Unterhaltungsfunktion im Auto, das Autoradio, weiterentwickelt werden“, kommentiert Martin Koch, Leiter Development Multimedia bei Audi: „Wir bewerten den Kundennutzen von DAB+ (...) als sehr hoch.“
Laut World DAB verfügen in England inzwischen 91 Prozent der Neufahrzeuge über DAB-Radios. In Deutschland sind es nur 39 Prozent. In Italien und Frankreich greifen die EU-Vorgaben schon 2020. In Norwegen wurde UKW bereits 2017 wesentlich abgeschaltet. Die Schweiz bereitet sich auf den Ausstieg bis 2024 vor; dort ist DAB+ in 85 Prozent der Neuwagen verfügbar.
World DAB hat ein Factsheet zu den Verpflichtungen aufgrund von EECC und zum aktuellen Status veröffentlicht.
Der weltweit aktive Lobbyverband hat inzwischen das neue Logo in seinen Auftritt integriert. Es wurde 2017 von der ARD entwickelt und steht allen bei DAB+ involvierten Unternehmen und Institutionen zur Verfügung.
Quelle: Presseinfo von World DAB vom 18.1. | Hintergrund: Factsheet von DAB World (Januar 2019).
Zum Seitenanfang

18.1.2019 • Digitalradio: Radio Seefunk verschiebt den Digitalstart
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Aufschaltung von Radio Seefunk im baden-württembergischen Privatradio-Multiplex (Kanal 11B) verzögert sich. „Der Veranstalter hofft, bis Ende des Monats über DAB+ senden zu können“, so eine Meldung. Der Start war ursprünglich für vorgestern avisiert worden.
Quelle: Meldung von satnews vom 18.1. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
Zum Seitenanfang

18.1.2019 • Digitalradio: Anhörung im NRW-Landtag
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NRW-Landtag führte gestern eine Anhörung zur Novellierung des Landesmediengesetzes durch. Sie betrifft u.a. die Zukunft der Radioverbreitung in dem Bundesland, dessen Lokalradios seit Jahren DAB+ blockieren.
Die Novelle unterstellt u.a., dass Verbreitungsgebiete von DAB+ größer als die bisherigen lokalen UKW-Inseln sind und erlaubt den Lokalradios im Art.54 Abs.4 eine entsprechend regional erweiterte Verbreitung.
Artikel 55 Abs.10 greift das Verlangen der Lokalradios nach Förderung auf: Bis Ende 2020 sollen Kosten der technischen Infrastruktur „in Verbreitungsgebieten mit einem überdurchschnittlich hohen Kostenaufwand für die terrestrische Versorgung“ förderfähig sein. Das schließt UKW nicht aus und ist nicht an eine Beteiligung bei DAB+ gebunden; es handelt sich also nicht um eine Simulcast-Förderung. Ebenso kann die LfM „Projekte für neuartige Rundfunkübertragungstechniken“ fördern, was die Tür zu einer öffentlichen Bezuschussung von Streaming öffnet.
In den vorab veröffentlichten schriftlichen Stellungnahmen verlangen die Vertreter der Lokalradios übereinstimmend die gesetzliche Verhinderung von Wettbewerb im Lokalradiobereich auch per DAB+ und Fördermittel. Der Verband der Lokalradio-Chefredakteure erklärt unumwunden: „Mit dem Eintritt weiterer Anbieter, die nicht wie der Lokalfunk nach dem so genannten Zwei-Säulen-Modell organisiert und lizenziert werden müssen entsteht - unabhängig vom technischen Übertragungsweg - ein ungleicher Wettbewerb in den lokalen und regionalen Hörer- und Werbemärkten.“ Den Förderzeitraum will man bis Ende 2022 ausgedehnt wissen und schielt dabei auf UKW. Denn DAB+ soll statt eines Regelbetriebes auf „Pilotprojekte“ für Köln/Bonn und das Ruhrgebiet beschränkt sein.
Radio NRW, Lieferant von Werbung und dem Mantelprogramm der Lokalradios, verlangt u.a. für sich eine Sonderrolle: „Zunächst nur eine landesweite Ausschreibung von DAB+-Frequenzen mit Vorrangentscheidung für ein landesweites Produkt von Radio NRW.“ Damit und mit einem weiteren landesweiten Digitalsender wolle man Lokalradios finanzieren.
Neben den grundsätzlichen Fragen wird wiederum der von der Medienanstalt LfM beabsichtigte Zuschnitt von zehn regionalen Sendegebieten heftig kritisiert, da dies den Interessen der Lokalradios nicht entspreche.
Hintergrund : Radio NRW räumt ein, dass „insbesondere die Dauer der Hörfunknutzung seit vielen Jahren rückläufig ist. Das gilt vor allem in der werberelevanten Zielgruppe ...“. Da spielt der Aspekt, dass die NRW-Lokalradios eine Art öffentlichen Status haben, deutlich keine Rolle mehr: Als der Zeitungsmarkt zusammenbrach, gab man den Lokalradios der Presseverlage einen Sonderstatus. Die verlieren jetzt die Akzeptanz der Hörer - und damit Umsätze und Gewinne. Und wieder soll die Politik dafür sorgen, dass ihnen nichts Schlimmes (und schon gar kein Wettbewerb) widerfährt.
Auch fällt auf, dass zur Anhörung zwar mehrere Vertreter der Lokalradios, aber keiner von alternativen Contentanbietern (z.B. Lulu.fm oder Mehr!Radio) eingeladen wurde.
Nach der LfM verschwendet auch der Gesetzentwurf keinen Gedanken an kostengünstige Sendeverfahren nach Schweizer oder sächsischem Vorbild. So wird den Lokalradios das Gegenargument übergroßer DAB+-Verbreitungsgebiete frei Haus geliefert.
Desweiteren sind Aufgaben und Höhe einer Sendetechnik-Förderung unpräzise. Gefördert werden könnte auch die UKW-Verbreitung ... Woher die Fördermittel kommen sollen, wird nicht ausgeführt.
Und nicht zuletzt: Was ist an DAB+ so „neuartig“, dass man Pilotprojekte einrichten müsste?
Quellen: Statements und Einladungen zur Anhörung | Hintergrund: DAB+ in DAB+ und Lokalradios in NRW.
Zum Seitenanfang

16.1.2019 • Digitalradio: Je vier Bewerbungen für Nürnberg & Augsburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die bayerische Medienanstalt BLM hatte im November zwei Programmplätze für den Nürnberger und einen weiteren für den Augsburger DAB+-Multiplex ausgeschrieben. Die BLM bestätigte jetzt je vier Bewerbungen gegenüber radio-wird-digital.
Demnach will das Berliner Schlagerradio B2 seinen Expansionskurs fortsetzen und bewirbt sich für beide Stadtmuxe. Gleiches gilt für Megaradio, das (nach kritisierten Partnerschaften mit Sendern aus Russland und Katar) nun mit einer Partnerschaft „Türk Radyo“ aufwarten will. Funkhaus Nürnberg will in Nürnberg den Sender N90.4Beat neu und das erst im Oktober ins Web abgeschobene Pirate Gong wieder etablieren. Für Augsburg meldete das Unternehmen seinen Schlagerkanal Mein Lieblingsradio an. Dort bringt sich auch RT1.Relax ins Gespräch der Medienwächter. Der Hörfunkausschuß werde voraussichtlich am 7. Februar beraten.
Quelle: radio-wird-digital vom 16.1. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

16.1.2019 • Kabel: Kündigung oder Rauswurf?
Terrestrik Fast nebenläufig kündigt Unitymedia an, dass die Programme von Deutschlandradio ab dem 22. Januar aus seinen Kabelnetzen „ausgespeist“ werden. An anderer Stelle begründet ein Unternehmenssprecher das mit einer Vertragskündigung durch die Sendeanstalt zu Ende 2018. D-Radio habe „bekundet, dass es eine weitergehende Kabelverbreitung durch Unitymedia nicht nachfragen werde“. Man sei aber bereit für eine neue Vereinbarung.
Auf Nachfrage von dehnmedia teilt ein Sprecher von Deutschlandradio dazu mit:
Wir nehmen die einseitige Ankündigung von Unitymedia vom 14.01.2019 zur Kenntnis, die Programme von Deutschlandradio zum 22.01.2019 aus seinem Kabelnetz in Baden-Württemberg, Hessen und NRW zu entfernen. Wir bedauern diesen Schritt und prüfen derzeit das weitere Vorgehen. Digital sind die drei Deutschlandradio-Programme weiterhin über DAB+, Internet und Satellit verfügbar, Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur darüber hinaus in vielen Regionen auch wie bisher über UKW.
Das Sender-Statement gibt Raum für Spekulationen, ob der (für ARD und ZDF ausgestande) Streit um Gebühren für die Kabel-Weiterleitung öffentlich-rechtlicher Programme neu aufflammen könnte.
Würde sich das lohnen? Laut Digitalisierungsbericht nutzten 2018 nach extrem rückläufiger Entwicklung nur 11,9 Prozent der Haushalte Kabelradio, ob analog oder digital (siehe klickbare Grafik). Wieviele der 7,4 Prozent analog hörenden Haushalte im Zuge der zuende gehenden Abschaltung dieser Empfangsart auf den Kauf eines DVB-C Radios verzichten und auf die Terrestrik - analog oder digital - umsteigen, kann man noch nicht sagen. Alle vier Programme von Deutschlandradio können aber immerhin 17 Prozent aller Haushalte mit ihren DAB+-Radios empfangen.
Hintergrund : Die KEF hatte den Anstalten die damals 60 Mio. Euro pro Jahr für die Kabeleinspeisung gestrichen. Daher verlängerten die Anstalten die Ende 2012 ausgelaufenen Einspeisungsverträge nicht. Die Kabelnetzer begannen einen Rechtsstreit, der im April 2018 durch Vergleiche beendet wurde. Bekannt wurde, dass allein die ARD nun jährlich 31,2 Mio. Euro an Unitymedia zahlt. Nach anderer Quelle kassiert Vodafone von ARD und ZDF im Jahr 100 Mio. Euro. Über die Verträge mit den anderen großen Betreibern PŸUR und Telekom ist nichts bekannt. Auch kleine Netzbetreiber fordern daraufhin Zahlungen der Sendeanstalten.
Diese Kosten liegen jetzt also bei mehr als dem Doppelten des Standes von 2012, obwohl die Kosten der so gut wie beendeten analogen Kabelverbreitung entfallen. Die Kosten müssen über den Rundfunkbeitrag finanziert werden. Damit zahlen die Kabel-Haushalte doppelt: Die Einspeisegebühr über den Rundfunkbeitrag und die Nutzungskosten für den (oft genug mit der Miete aufgedrängten) Kabelanschluß.
Quellen: Eigene Recherche, Presseinfo von Unitymedia, Bericht von radioempfang digital vom 14.1.
Hintergrund: Broadbandtvnews vom 13.9.
Zum Seitenanfang

15.1.2019 • Antenne: Sendewinter in den Alpen wenig romantisch
Terrestrik Ein Beitrag im Blog des österreichischen Sendenetzers ORS macht die Anstrengungen deutlich, mit denen die Mitarbeiter der Sendetechnik den Betrieb trotz des schweren Winters aufrecht erhalten. Der Beitrag berichtet, dass der Sender auf dem Gaisberg bei Salzburg auf 1.283 Meter über NN nur mit einer Skiausrüstung zu erreichen war. Vor Ort musste ein Notstromaggregat in Gang gebracht werden. Das ORS-Foto aus dem Blog zeigt, wie ein Techniker eine vereiste Leiter erklimmt, um eine Antenne von Schnee und Eis zu befreien.
Alle Hochachtung gilt den Mitarbeitern der Sendenetzbetreiber, die den Betrieb ungeachtet der extremen und widrigen Bedingungen aufrecht erhalten!
Quelle: Beitrag im ORS Blog vom 9.1.
Zum Seitenanfang

14.1.2019 • Rundfunkbeitrag: Aufgaben müssen Finanzierung bestimmen
In einem Gastkommentar für das Handelsblatt schlägt Tabea Rößner, Medienpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, die Bildung einer Expertenkommission vor, die die Bundesländer bezüglich der Rundfunkpolitik beraten soll. „Sachverständige können am ehesten die Fragen beantworten, welche Leistung der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einer durch Desinformation, Missbrauch und Manipulation gefährdeten digitalen Welt erbringen muss und welche Altangebote nicht mehr zeitgemäß und verzichtbar sind. Darin sehe ich im Moment die einzige Möglichkeit, Bewegung in die verfahrene Situation zu bringen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk endlich einen zukunftstauglichen Auftrag zu erteilen.“ Wie der Auftrag künftig aussehen soll, welche „Altangebote ... verzichtbar sind“ wissen die Grünen offenbar auch nicht. Die Kommissions-Idee ist im Übrigen nicht sonderlich neu: Die Ministerpräsidenten der Bundesländer hatten im Dezember beschlossen betreffs der Rundfunkreform „wo erforderlich wissenschaftliche Expertise hinzuzuziehen“.
Zuzustimmen ist Rößners Forderung, es dürfe „nicht der Auftrag nach der Maßgabe bestimmt werden, dass der Beitrag nicht steigen darf“, kritisiert sie die Landesregierungen. „Vielmehr muss es darum gehen, zu erfassen, wie unter publizistischen Gesichtspunkten der Auftrag der Rundfunkanstalten an die veränderten Bedingungen der Mediengesellschaft anzupassen ist.“ Aus Angst vor Wahlerfolgen der AfD „versucht eine unheilige Koalition von mittlerweile acht Bundesländern, die Landesparlamente durch eine Indexierung des Rundfunkbeitrags auszuschalten“, so Rößners Einschätzung der Medienpolitik der Bundesländer.
Quelle: Rößner-Beitrag im Handelsblatt vom 12.1. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
Zum Seitenanfang

12.1.2019 • Österreich: Nationaler Mux auf den 28. Mai präzisiert
ORScomm, Betreiber der nationalen DAB+- Programm- und Sendeplattform für Österreich, hat zwischenzeitlich einige Angaben in dem zuvor zitierten Dokument nochmals korrigiert und u.a. den Starttermin präzisiert. Als Sendestart-Termin wird nunmehr konkret der 28. Mai 2019 genannt. Bestätigt wird, dass die bisherigen Ausbau-Phasen 1 und 2 zusammengelegt werden. Das bedeutet, dass die drei Wiener Standorte, Graz und Linz sowie der Sonnwendstein in Betrieb gehen. Damit wird das Programmpaket von Anfang an voraussichtlich für 59 Prozent der Bevölkerung Österreichs mobil (in der klickbaren Kartengrafik blau) bzw. für 44 Prozent (grün) portabel indoor empfangbar sein.
Quelle: Dokument von ORScomm | Hintergrund: DAB+ in Österreich, Homepage DAB Verein.
Zum Seitenanfang

11.1.2019 • Digitalradio: Neue Chancen für den zweiten Bundesmux?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wie jetzt bekannt wird hat das Oberverwaltungsgericht Bautzen am 19. Dezember die vom VG Leipzig angeordnete „aufschiebende Wirkung“ in der Klage gegen die Vergabe des zweiten Bundesmuxes aufgehoben. Das ist ein Erfolg für den zugelassenen Mux-Betreiber Antenne Deutschland.
Die Richter formulierten folgenden Leitsatz:
Sind die Erfolgsaussichten einer Konkurrentenklage gegen die Zuweisung von rundfunkrechtlichen Übertragungskapazitäten nicht offensichtlich, überwiegt regelmäßig das öffentliche Interesse am vorläufigen Vollzug der Zuweisung der Übertragungskapazitäten gegenüber dem Suspensivinteresse eines in der Ausschreibung unterlegenen Unternehmens. Dies entspricht der gesetzlichen Wertung des § 51a RStV und dem hohen Gewicht des öffentlichen Bedürfnisses, die grundrechtlich, gesellschaftlich und gesamtwirtschaftlich bedeutsamen, nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehenden Rundfunkfrequenzen im Interesse der Allgemeinheit effektiv zu nutzen. Den Nachteilen, die dem unterlegenen Unternehmen hier aus einer vorläufigen Nutzung der Übertragungskapazitäten entstehen, kommt demgegenüber keine ausschlaggebende Bedeutung zu.
Kurz: Wegen der Knappheit der Sendefrequenzen ist das Interesse der Allgemeinheit an Radioprogrammen höher zu bewerten als das des unterlegenen Bewerbers.
Antenne Deutschland, ein Konsortium von Media Broadcast und Absolut Digital, könnte jetzt theoretisch seine Arbeit aufnehmen. Geschäftsführer Willi Schreiner wie auch Martin Deitenbeck für die SLM (die in dem Verfahren die Medienanstaltern vertritt) verweisen dennoch auf das noch nicht abgeschlossene Hauptverfahren. Schreiner äußerte sich aber, wie Media Broadcast, überzeugt, dass die Rechtmässigkeit der Vergabe im Hauptverfahren bestätigt wird. Antenne Deutschland wolle nun Weiteres prüfen. „Grundsätzlich gilt, was wir im Sommer 2017 schon gesagt haben, dass Media Broadcast und Absolut Radio offen für weitere Partner sind, auch für DABP.“
DABP, ein Unternehmen des Leipziger Unternehmens Steffen Göpel, war bei der Vergabe-Entscheidung unterlegen und leitete das Rechtsverfahren ein.
Quelle: Entscheidungssammlung des OVG Bautzen (AZ 5B 229/18), Infosat vom 11.1. | Hintergrund: DAB+ Bundesmux.
Zum Seitenanfang

11.1.2019 • Digitalradio: 13 Sender für den Bundesmux / BHV im Qu 1
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Media Broadcast will ab dem 2. Quartal den Ausbau des Sendenetzes für den nationalen DAB+-Multiplex fortsetzen. „In 2019 ist der Aufbau weiterer 13 Standorte für den nationalen DAB+ Multiplex im Kanal 5C geplant“, erklärt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von dehnmedia. Dadurch werden „bestehende Versorgungslücken geschlossen und der Inhaus-Empfang in einzelnen Regionen verbessert“.
Konkretere Informationen sollen „nach Abschluss der Detailplanungen mit unseren Kunden“ veröffentlicht werden. Laut dem Sprecher waren 2018 124 Standorte on Air; zuletzt wurde am 20. Dezember 2018 der Standort Lüneburg in Betrieb genommen. Der Bundesmux wird also Ende 2019 „voraussichtlich von 137 Standorten“ verbreitet. 2020 werde der Ausbau weiter fortgesetzt.
Zum anhaltenden Rechtsstreit um den zweiten Bundesmux gibt sich der Firmensprecher „überzeugt, dass das Vergabeverfahren zum zweiten nationalen DAB+ Multiplex rechtmäßig war und dies auch gerichtlich bestätigt werden wird“. Man beobachte die Entwicklung und prüfe „alle sich daraus ergebenden Optionen“.
„Voraussichtlich im 1. Quartal“ ist die Zuschaltung des Bremer Plattform-Multiplexes (Kanal 7D) am Sendestandort Bremerhaven Schiffdorf vorgesehen. Im Bereich des NDR ist Media Broadcast ebenfalls am Ausbau der DAB+-Verbreitung beteiligt.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ Bundesmux und in Bremen.
Zum Seitenanfang

11.1.2019 • Digitalradio: Seefunk statt Bürgermedien-Kanal
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Laut einer Meldung wird Radio Seefunk (gehört über die RT1.Media Group zur Augsburger Mediengruppe Pressedruck) am 16. Januar im baden-württembergischen Kanal 11B aufgeschaltet.
Für den kommerziellen Sender müssen die Bürgermedien Platz machen. Das Hochschulradio Stuttgart (Horads), das Freie Radio Wiesental und die Wüste Welle Tübingen hatten sich diesen Programmplatz seit Mitte 2015 im täglichen Wechsel geteilt. Der Dachverband der Bürger- und Lernradios APF hatte zwischenzeitlich einen eigenen DAB+-Kanal gefordert - damit die 10 Nichtkommerziellen und drei Lernradios des Bundeslandes in der digitalen Zukunft nicht von ihren Hörern abgeschnitten werden. In einem Offenen Brief an den Ministerpräsidenten Kretschmann wurden Vorschläge zur Umsetzung und Finanzierung gemacht.
Zum Projekt-Start vor fünf Jahren hatte die Medienanstalt LfK verkündet, sie wolle „einen weiteren digitalen Kanal für nichtkommerzielle lokale Sender (NKL) und Lernradios freihalten“. Es wurde jedoch nur ein Programmplatz reserviert. „Es wäre wünschenswert, wenn bald noch mehr Bürgerradios den Schritt ins DAB wagen und der Kanal damit weitere lokale Angebote senden könnte“, ließ LFK-Präsident Thomas Langheinrich damals verlauten.
Quelle: Meldung von satnews vom 11.1. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
Zum Seitenanfang

10.1.2019 • Österreich: Nationaler Mux startet „voraussichtlich Ende Mai“
Der nationale DAB+-Multiplex in Österreich wird den Sendebetrieb „voraussichtlich Ende Mai“ beginnen. Das teilt Matthias Gerwinat vom Verein Digitalradio Österreich als Reaktion auf die gestrige Meldung mit.
Es bleibe dabei, dass dann die beiden ursprünglichen Ausbau-Phasen 1 und 2 gekoppelt werden. Von Beginn an wird also für Wien, Graz und Linz sowie vom Sonnwendstein aus gesendet. Für den weiteren Netzausbau bleibt es beim 31. März und 22. September 2020.
Beim Programmangebot sind laut Gerwinat einige Änderungen zu erwarten. Zwei der von KommAustria zugelassenen elf Programme haben zwischenzeitlich wohl abgesagt. Außerdem wollen einige für beide Muxe zugelassene Programme vom Wiener in den neuen Multiplex wechseln, um eine nationale Verbreitung anzustreben. Gerwinat geht davon aus, dass der Multiplex ausgebucht sein wird, auch wenn nicht alle Programme von Anfang an dabei sind. Arabella Plus will nach eigenem Bekunden im 3. Quartal 2019 zusteigen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Österreich, Homepage DAB Verein.
Zum Seitenanfang

9.1.2019 • Österreich: Nationaler DAB+-Mux nicht vor September 2019
ORS sucht noch nach weiteren Programmen, um das Angebot des künftigen nationalen DAB+-Multiplexes zu verbessern. Laut einer undatierten Handreichung für Bewerber sind 312 Capacity Units (CUs) zu vergeben, was für vier Programme reicht.
Wie aus der Unterlage weiter hervorgeht, ist der Sendestart nunmehr vorläufig auf den 24. September 2019 festgelegt. Damit wird die gestrige Info zu Arabella Plus bestätigt. Die Terminplanung (KommAustria hatte zunächst den 2. April 2019 genannt) hänge von einer Einigung der Radioanbieter mit der AKM ab. Dieser Verwerter von Musik-Urheberrechten hatte Mitte 2017 hohe Forderungen geltend gemacht (s.u.), die den Privatmux verhindert hätten. Laut einem Zeitungsbericht wurde im November 2018 per Schiedsverfahren eine Einigung erreicht, wodurch die AKM ihre Forderungen zumindest bis zu einem Versorgungsgrad von 80 Prozent erheblich reduziert hat.
Um die Einführungszeit zu verkürzen, wurden die bisherigen Start-Phasen 1 und 2 auf den September-Termin zusammengelegt. Das betrifft die Sendeanlagen für Wien, Graz und Linz sowie den Sonnwendstein, von wo in mehrere Bundesländer abgestrahlt wird. Phase 3 mit Bregenz, Innsbruck, Salzburg und St.Pölten wird nunmehr für den 31. März 2020 in Aussicht gestellt. Die Aufschaltung in Klagenfurt und an drei weiteren Standorten für die Steiermark und Kärnten beschließt die Einführung am 22. September 2020.
Quellen: Kurzinfo und Backgrounder von ORS (undatiert), Wiener Zeitung vom 14.11. | Hintergrund: DAB+ in Österreich.
Zum Seitenanfang

8.1.2019 • Österreich: ORS schaltet neue Programme in C-Muxen auf
Die kürzlich von der Medienbehörde KommAustria zugelassenen neuen regionalen TV-Programme schaltet nun die Firma ORS für die von ihr betriebenen C-Muxe des DVB-T2 Angebots in Österreich auf.
Im Raum Linz und Steyr sind seit dem 27. Dezember oe24.tv, schauTV HD, RTV HD, Bibel TV HD und TV1 mit DVB-T2 Empfängern frei und ohne Registrierung nutzbar. Platz hat u.a. die Abschaltung von Comedy Central/Viva geschaffen.
Neu in Wien ist seit dem 3. Januar der Sportsender Laola1.TV als Teil des kostenpflichtigen Pakets SimpliTV Antenne Plus.
ORS hatte sich in drei von zehn Regionen beworben, für die KommAustria Anfang 2018 Sendeplattformen ausgeschrieben hatte. Wann andere Anbieter Aufschaltungen durchführen ist derzeit nicht bekannt.
Quelle: Presseinfo von ORS vom 8.1. | Hintergrund: DVB-T2 in Österreich.
Zum Seitenanfang

8.1.2019 • Digitalradio: Arabella Plus ab dem 12. Februar?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Bereits im Oktober wurde Arabella Plus für DAB+ zugelassen, das neue Programm der Münchner Radiofamilie. Eine Meldung nennt nun den 12. Februar als Termin des Sendestarts. Das Programm hat zwar eine bayernweite Zulassung, wird aber zunächst in den Stadt-Multiplexen München, Nürnberg, Augsburg und Ingolstadt und im Allgäu-Mux auf Sendung gehen, bis in der Fläche Kapazitäten frei werden. Bereits seit Ende November ist das zeitgleich zugelassene Kinderradio Teddy in den genannten Regionen auf Sendung. Beide Zulassungen erstrecken sich auch auf den für später im Jahr geplanten Multiplex für das Voralpenland im Südosten des Freistaats.
Österreich Der Österreich-Ableger von Arabella Plus kündigt seinen Sendestart „bundesweit voraussichtlich ab Q3/2019“ im Rahmen des neuen nationalen DAB+-Multiplexes des Nachbarlandes an. Dessen Aufschaltung war bisher für den 2. April 2019 avisiert.
Quellen: Meldung von satnews, Info von arabella.at vom 8.1. | Hintergrund: DAB+ in Bayern, national in Österreich.
Zum Seitenanfang

7.1.2019 • Digitalradio: MDR-Webchannel Figarino geht in Tweens auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der MDR gibt Figarino, seinen Webchannel für Kinder, als eigenständige Audiomarke auf. Knapp zehn Jahre nach der Gründung im Mai 2009 verbleiben einige Sendungen im Angebot des neuen MDR-Jugendangebots Tweens, das seit vier Wochen nicht nur Online, sondern unabhängig vom Internet auch über DAB+ zu hören ist.
Quelle: MDR-Info vom 2.1., Figarino-Seiten des MDR | Hintergrund: Tweens, DAB+ in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.
Zum Seitenanfang

5.1.2019 • Satellit: ARD Alpha und Radio Bremen TV nativ in HDTV
1" ARD Alpha und Radio Bremen TV werden wie angekündigt ab dem 7. Januar via Astra-Satellit in HDTV ausgestrahlt. Das sind die beiden letzten Programme, die von den ARD-Anstalten in der alten Standard-Auflösung bereit gestellt werden.
Das dritte Programm aus der Hansestadt wird jedoch noch einige Zeit am Sendeausgang von SD hochkonvertiert. „Ab Februar“ wird ein „natives“ HDTV-Signal gesendet. Aus diesem Anlass wird ein neues HDTV-Produktionsstudio für die Regionalsendungen „Sportblitz“ um 18 Uhr und „buten un binnen“ um 19.30 Uhr in Betrieb genommen.
Bis auch ARD Alpha aus München in HDTV gesendet wird, dauert es noch länger; der vom Bayerischen Rundfunk produzierte Bildungskanal „werde im Laufe des Jahres nativ ausgespielt“, teilt die ARD mit.
Beide Programme sind über DVB-T2 HD (bisher auf FullHD hochgerechnet) nur in ihren Ursprungs-Bundesländern zu empfangen. In den anderen Bundesländern ist ARD Alpha HD (ebenso wie weitere nicht terrestrisch verfügbare ARD-Programme) als Internet Link Service (HbbTV) mit DVB-T2 HD verknüpft. Voraussetzung dafür ist ein mit HbbTV Version 1.5 und dem Kodierverfahren MPEG-Dash ausgestattetes Empfangsgerät an einem Internetanschluß ab 3,5 Mbit/s.
Den teuren Parallelbetrieb von SD und HDTV wollen ARD und ZDF möglichst bald beenden und SD über Satellit ab 2020 abschalten. Die KEF hatte schon 2011 verlangt, dass „SDTV-Ausstrahlungen (SDTV: Standard Definition TeleVision) per Satellit mit dem Jahr 2019 zu Ende gehen“ müssen. Die Sparkommissare gingen 2016 „davon aus, dass eine Fortführung der SDTV-Ausstrahlung über 2018 hinaus nicht erforderlich sein wird“. Das war offenbar nicht machbar.
Laut Digitalisierungsbericht verfügten 31 Mio. (80 Prozent) Haushalte Mitte 2018 über geeignete Empfangstechnik. Etwa 25,9 Mio. (67 Prozent) schauen Fernsehen nur in HDTV. Aus Sicht des BR-Technikdirektors Wolfgang Wagner ist die SD-Abschaltung Mitte 2020 realistisch. Bis dahin rechnet er damit, dass etwa 90 Prozent der Zuschauerhaushalte HDTV nutzen.
Quellen: Presseinfos von ARD Digital vom 2.1., Radio Bremen vom 28.12. | Hintergrund: HDTV-Roadmap, ILS-Seite der ARD.
Zum Seitenanfang

4.1.2019 • Frankreich: Mehr als 20% Versorgung mit DAB+
Frankreich DAB+ Frankreich DAB+ hat in Frankreich einen Versorgungsgrad von 21,3 Prozent der Bevölkerung erreicht. Damit wird nach Angaben der Medienbehörde CSA eine Verpflichtung wirksam, die an die 20 Prozent-Marke gekoppelt ist: Hersteller sind demnach verpflichtet,
binnen drei Monaten alle radiofähigen Multimedia-Produkte,
binnen zwölf Monaten alle weiteren Radios (ohne Autoradios) und
binnen 18 Monaten alle Autoradios
für den Empfang von DAB+-Hörfunk auszustatten. CSA weist ausdrücklich darauf hin, dass DAB+ derzeit als Ergänzung zu UKW gesehen wird und UKW weiterhin in Betrieb bleibt.
Die 20 Prozent-Marke wurde erreicht, nachdem mittlerweile 26 DAB+-Multiplexe regional in Frankreich senden. Paris, Marseille und Nizza hatten im Juni 2014 den Anfang gemacht, im Juni 2018 folgte die Region Hauts-de-France und Anfang Dezember 2018 Lyon und das Elsass.
In Frankreich hatte man - im Gegensatz zu allen anderen Ländern Europas - zunächst den Standard DMB-A forciert. 2011 wurde das gestoppt und ein DAB+-Test begonnen. Erst 2013 wurde DAB+ als Radiostandard für Frankreich offiziell gelistet.
Derzeit befasst sich CSA mit der Vergabe weiterer Zulassungen für zwei nationale Multiplexe; dort hatten sich überraschend u.a. alle großen Radiokonzerne Frankreichs beworben. Außerdem sind weitere regionale Multiplexe im Zulassungs-Verfahren oder in Vorbereitung dafür. Bis 2020 soll ein Versorgungsgrad von 70 Prozent erreicht werden.
Die Hersteller-Verpflichtung hatte Frankreich verabschiedet, bevor sich die EU im Dezember auf Hybridtuner für Radios festlegte.
Quelle: Presseinfo der CSA vom 20.12. | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
Zum Seitenanfang

3.1.2019 • HbbTV: ARD mit rot und gelb am Drücker
HbbTV Die ARD verpasst ab Dienstag (8. Januar) ihrer HbbTV-Startleiste einen neuen Look. Schon beim Einschalten eines ARD-Programms wird ein Hinweis auf die „Red Button“-Funktionen angezeigt. Zudem können einzelne Angebote schneller über die gelbe Taste der Fernbedienung erreicht werden, kündigt die ARD an.
Über die rote Taste gibt es weiterhin den Zugriff auf die Mediatheken, den Electronic Program Guide und den digitalen ARD Text; Untertitel können eingerichtet und zugeschaltet werden. Voraussetzung ist ein Fernseher oder eine Settopbox, die für HbbTV geeignet und ans Internet (ab 2 Mbit/s) angeschlossen ist.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 3.1. | Hintergrund: HbbTV bei der ARD digital und mit DVB-T2 HD.
Zum Seitenanfang

2.1.2019 • Digitalradio: Absolut Hot jetzt auch für Nordhessen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Absolut Hot ist über DAB+ jetzt auch im Nordhessen-Mux (Kanal 6A) - und damit in ganz Hessen - zu hören. Zunächst war Absolut Relax im April 2012 im Rhein/Main-Mux auf Sendung gegangen. Im August 2013 wurde der Platz an das Schwesterprogramm abgegeben, welches in den Bundesmux wechselte.
Alle früheren Zulassungen der LPR Hessen, darunter auch die für Absolut Radio, gelten für das gesamte Bundesland, obwohl der Nordhessen-Mux erst im Juni 2018 aufgeschaltet wurde. Eine Verbreitung in beiden Regionen ist jedoch nicht verpflichtend.
Quelle: Div. Forumsberichte vom 31.12. | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
Zum Seitenanfang

2.1.2019 • Vor 20 Jahren: Kleine Daten - große Wirkung
Musik schrumpft verlustfrei: Das Kompressionsverfahren MP3 erobert ab 1999 den Musikmarkt. Wesentlichen Anteil an dem offziell als „MPEG Audio Layer 3“ bezeichneten Standard hatte eine Forschergruppe um Karlheinz Brandenburg vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS. Brandenburg hatte bereits 1989 Techniken für Audiokompressionsverfahren beschrieben. Ein erster Prototyp eines ersten Audioplayers ohne bewegliche Teile wurde schon 1994 am IIS vorgestellt. MP3-Produkte wurden in Deutschland ab 1999 eingeführt.
Hatte zuvor die digitale Audio-CD dem dumpfen Analog-Sound der Kassetten-Walkmans den Garaus gemacht, drängte sich bald das MP3-Format nach vorne. In der ersten Zeit konnten auf einen Datenträger mit 32 MByte Kapazität immerhin 30 Minuten Musik oder 10 Stück gespeichert werden. So bescheiden fing ein Boom an, der in Deutschland 2005 den Höhepunkt erreichte: 8,4 Mio. MP3-Player sorgten für 700 Mio. Euro Umsatz. Für 2018 wird ein Absatz von gerade mal 500.000 portablen Audioplayern (aller Formate) prognostiziert.
Heute sind Funktionen für Aufzeichung und Abspiel von MP3-Dateien in nahezu allen mobilen Digitalprodukten integriert: Im Smartphone, dem Tablet und in PCs und Notebooks sowieso. Auch CD-Recorder und -Player beherrschen MP3 und weitere Formate für digitale Audiodaten. Etliche Hersteller hatten frühzeitig erkannt, dass das Internet eine wichtige Vertriebsplattform für Musikstücke werden würden. Der US-Hersteller MCY.com berücksichtigte das schon 1999 im Firmennamen. Neben dem IP-Radio gewinnen nonlineare Angebote wie Podcasts, Streaming-Plattformen und Audiotheken an Bedeutung und arbeiten
Der MP3-Player von MCY.com wurde über die Centronics-Schnittstelle der Basisstation vom PC aus bestückt (IFA 1999).
Foto: dehnmedia.
mit MP3-Daten. Der breite Einsatz wird begünstigt, weil MP3 inzwischen patentfrei nutzbar ist.
MP3 arbeitet auf physiologischer Grundlage: U.a. werden nicht hörbare Signalanteile entfernt. So kann das Datenvolumen digitalisierter Musikstücke ohne Qualitätsverlust auf bis zu 10 Prozent geschrumpft werden. Das (und schnellere Übertragungsraten) hat die Verbreitung von Musik über das Internet stark vereinfacht. Dass die Dateien beliebig oft kopiert werden konnten, drückte den CD-Verkauf und damit die Umsätze der Plattenfirmen und die Einnahmen der Künstler. MP3 hat das Entstehen einer Medienkultur mit ermöglicht, die davon ausgeht, dass digitale Kunstwerke (darunter auch Musik) jedem kostenlos zur Verfügung stehen müssten.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 17.12. | Hintergrund: Wikipedia über MP3 und Prof. Brandenburg.
Zum Seitenanfang

2.1.2019 • Unterhaltungselektronik: Trend zum großen Schirm
gfu Seine bisherigen Trendmeldungen bestätigt der Industrieverband gfu kurz nach dem Weihnachtsgeschäft. Große Bildschirme über 45 Zoll bringen bei einem durchschnittlichen Stückpreis von 614 (plus 10) Euro 73 Prozent des Jahresumsatzes mit Fernsehgeräten in Deutschland. 3,5 Mio. UltraHD-Fernseher (Stückpreis: 917 Euro) sollen die Abschlußbilanz zieren, das entspreche 53 Prozent aller verkauften Geräte. Laut einer Kundenbefragung des Verbandes sind größere Displays und höhere Bildauflösung die Hauptmotive für den TV-Kauf.
Ausgehend von der gfu-Schätzung, wonach 3,5 Mio. Geräte 53 Prozent des Absatzes entsprechen, ergebe sich ein Verkauf von rund 6,6 Mio. Fernsehern im Gesamtjahr. Verglichen mit den 7,02 Mio. Stück des Ergebnisses von 2017 wäre das ein Minus von rund 14 Prozent. Weniger krass ist der Rückgang nach dem Umsatz: Angesichts des genannten Durchschnittspreises würden die Umsätze mit TV-Geräten von 4,24 (Vorjahr) auf 4,07 Mrd. Euro bzw. um etwa 4 Prozent fallen.
Trotz des Trends (und der höheren Preise) scheint es, dass für 2018 nicht mit einer positiven Entwicklung der produktgruppe Fernseher am Markt zu rechnen ist. 2017 wurden erstmals seit 2014 positive Zahlen gemeldet. Die gfu teilt das Jahresergebnis im Rahmen der Hemix-Studie regelmässig im Februar mit.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 27.12.
Zum Seitenanfang

1.1.2019 • Digitalradio: Radio B2 komplettiert Rhein/Main-Mux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Berliner Schlagersender Radio B2 sendet seit dem Silvesterabend auch im Rhein/Main-Mux. Im DAB+-Kanal 11C sind nun alle zugelassenen Stationen aktiv. Damit und nach dem Start vor drei Wochen im Nordhessen-Mux (Kanal 6A) hat Radio B2 seine Zulassung vom September ausgeschöpft und ist in beiden hessischen Sendegebieten über DAB+ präsent.
Der Wechsel des Rhein/Main-Muxes vom Kanal 11C nach Kanal 12C soll laut ukwtv.de „bis Ende Februar“ durchgeführt werden. Hintergrund sind Absprachen mit Nachbarstaaten über die Frequenznutzung.
Quelle: Presseinfo von Radio B2 vom 31.12. | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
Zum Seitenanfang

1.1.2019 • Vor 25 Jahren: Von Ätherfeinden zur Programmgemeinschaft
Vor 25 Jahren, am 1. Januar 1994, nahm Deutschlandradio offiziell den Betrieb auf. Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk Nova sowie der Ereigniskanal Dokumente und Debatten sind heute die einzigen öffentlich-rechtlichen Radioprogramme mit nationalem Versorgungsauftrag. Das ist über UKW nicht machbar. Der nationale DAB+-Multiplex (Kanal 5C) ist die terrestrische Möglichkeit, das zu leisten.
Deutschlandradio ist im Grunde die Vereinigung dreier Ätherfeinde des Kalten Krieges: Der von der US-Regierung finanzierte Sender RIAS hatte seit 1946 von Westberlin aus den Ätherkrieg in Richtung Osten geführt. 1962 stellte sich der Deutschlandfunk im Auftrag der Bundesregierung an die Propagandaseite der USA. In der Gegenrichtung hatte die DDR-Regierung 1949 den Deutschlandsender (1971 bis 1990 „Stimme der DDR“) etabliert. Nach der Wende wurde das Programm mit Radio DDR2 zusammengelegt und Deutschlandsender Kultur benannt. Diese drei Programme wurden nun mit Sitz in Köln und Berlin zusammengelegt.
Ein 1993 von Bund und Ländern vereinbarter Staatsvertrag installierte Deutschlandradio als gemeinnützige rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die besondere Partnerschaft mit ARD und ZDF wird dadurch deutlich, dass beide Träger und Mitglieder der Körperschaft sind. Über eine Tochterfirma betreibt die Anstalt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, den Rundfunkchor Berlin und den RIAS Kammerchor.
Die Gebäude von D-Radio in Köln (links) und Berlin.
Foto: D-Radio.
Die Finanzierung erfolgt aus dem Rundfunkbeitrag, Werbung ist untersagt. 2019 sind Einnahmen von 249,6 Mio. Euro und Ausgaben von 279,1 Mio. Euro geplant. Von den 17,50 Euro Rundfunkbeitrag flossen 2017 dazu monatlich 50 Cent an Deutschlandradio, das davon 25,5 Cent in die Programm-Produktion investierte und 7,1 Cent für die Programmverbreitung ausgab.
Quelle: Presseinfo von D-Radio vom 28.12. | Hintergrund: Etat-Presseinfo vom 12.12., Beitragsverteilung, Historisches.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2018) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff