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Nachrichten-Archiv März 2019

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22.3.2019 • TV-Digitalisierung: Kabel „nahezu vollständig digital“
Kabelanschluß Ende März soll mti dem Kabel der letzte TV-Verbreitungsweg endlich „nahezu vollständig digital“. Damit ende der „langjährige Digitalisierungsprozess“, kommentiert das Projektbüro digitales Kabel, das die Analogabschaltungen seit Ende 2017 propagandistisch begleitet hat. In den meisten betroffenen Haushalten seien die Veränderungen gut auf die Veränderungen vorbereitet worden, lobt man sich selbst. Die Träger des Projekts - die Medienanstalten, die Verbände ANGA und Vaunet, sie Kabelnetzer Telekom, PŸUR und Vodafone, und die ARD, RTL Deutschland und ProSiebenSat1 - seien daher zufrieden. Das Projektbüro wird seine Tätigkeit Ende März planmäßig einstellen. Die Webseite bleibt bis Ende 2019 am Netz.
Nach Angaben auf der Website des Büros wird der analoge Empfang bis Ende Mai noch in rund 50 örtlichen Kabelinseln abgeschaltet. Betroffen sind zumeist Kundenhaushalte von PŸUR in den ostdeutschen Bundesländern. Die Presseinfo enthält keine Angaben zur Anzahl der umgestiegenen Kabelhaushalte.
Nach Zählart der AGF Videoforschung lag der Digitalisierungsgrad am 1. März bei 99,2 Prozent der 38,77 Mio. deutschen TV-Haushalte. Demnach empfingen nur noch 300.000 Haushalte das Fernsehen analog.
Quelle: Presseinfo des Büros digitale Kabel vom 22.3., Digitalisierungsgrad laut AGF.
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21.3.2019 • Rundfunkbeitrag: Bundesländer wieder ohne Einigung
Die Bundesländer konnten sich auch heute nicht über eine Reform des Rundfunkbeitrags einigen: Man sei „weiter gekommen“, wird offiziell gemeldet. Nun will man sich mehr Zeit nehmen, um in Richtung einer Einigung weiter zu kommen.
Nach wie vor sei die Höhe des monatlichen Rundfunkbeitrags ein Streitthema. Da stellen die Politiker Bedingungen an die ARD-Anstalten, des ZDF und von Deutschlandradio: Deren am 30. April fälligen Budgetanmeldungen sollen „moderat ausfallen“. Im Klartext: Die Anstalten sollen keinesfalls mehr Geld verlangen, als bisher - auch wenn das Auswirkungen auf das Programm haben sollte.
„Abschließend werde man die verschiedenen Finanzierungsmodelle prüfen mit dem Ziel, Anfang 2020 eine Empfehlung über die Höhe der Gebühren auszusprechen“, teilen die Ministerpräsidenten mit.
Hintergrund : Mit der klickbaren Grafik zeigt die ARD, dass ihre Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag seit 2009 stabil gehalten wurden. Es gab noch nicht einmal einen Inflationsausgleich. Mehreinnahmen, die sich aus der Systemumstellung ab 2013 ergeben haben, durften nicht ausgegeben werden. Der Rundfunkbeitrag ist bis Ende 2020 auf 17,50 Euro monatlich festgelegt. Ab 2021 könnte also ein neues System eingeführt werden, wenn die Bundesländer sich einig werden. Diskutiert wird u.a. die Kopplung des Beitrags an Wirtschaftsindizes, z.B. die Entwicklung der Verbraucherpreise oder der Inflation.
Quelle: Presseinfo der Ministerpräsidenten vom 21.3. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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19.3.2019 • Digitalradio: NKLs brauchen Förderung für DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In Baden-Württemberg wurden drei Freie Radios, die sich seit 2015 bescheiden einen Sendeplatz teilten, wurden zugunsten eines kommerziellen Radioanbieters vom DAB+-Mux geworfen. Während der SWR und die Privaten Baden-Württembergs auf DAB+ präsent sind, sind einzig die elf Freien Radios des Bundeslandes auf UKW beschränkt, stellt Radio Dreyeckland-Sprecher Fabian Kienert heute in einem Interview kritisch fest.
„Die grün-schwarze baden-württembergische Landesregierung glänzt bisher leider noch mit Untätigkeit, was die Förderung von DAB+ für die Freien Radios angeht“, kommentiert Kienert. Jedoch bräuchten die Freien Radios für DAB+ eine Anschubfinanzierung. „Die privat-kommerziellen Sender erhalten eine Förderung für die Bewerbung ihrer DAB+ Kanäle, die Freien Radios nicht. Es besteht die Gefahr, dass sie verdrängt werden sollen“, mutmaßt Kienert. „Wir werden immer wieder vertröstet, brauchen aber jetzt endlich ein klares Bekenntnis der Landesregierung für die Medienfreiheit und Vielfalt.“ Und er ergänzt: „Die 5G Technologie ist für uns insbesondere aus Datenschutzbedenken keine Alternative zur DAB+ Förderung.“
Ende 2018 hatte der Landesverband der Nichtkommerziellen Radios Baden-Württembergs AFF einen eigenen DAB+-Multiplex gefordert, um die NKLs und Lernradios ins digitale Zeitalter mitzunehmen. Zugleich wurden der Landesregierung Vorschläge zur Finanzierung übermittelt.
Radio Verte Fessenheim sendete erstmals 1977 und ist das älteste Freie Radio Deutschlands. Der Sender entstand als Piratensender und mediale Plattform für den Widerstand gegen die drei Atomkraftwerke in der Region und versteht sich bis heute als nichtkommerzielles Radio, dass Aktuelles engagiert kritisch begleitet. 1981 erfolgte die Umbenennung in Radio Dreyeckland, 1988 die ofizielle Lizenzierung. Das UKW-Sendegebiet reicht heute von Basel bis Offenburg. Die Finanzierung des werbefreien Senders erfolgt hauptsächlich durch Spenden und zum kleineren Teil über die Landesmedienanstalten aus Rundfunkgebühren.
Quelle: Interview bei radioszene vom 18.3. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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19.3.2019 • Digitalradio: Rhein/Main-Multiplex wechselt am 2. April
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach Angaben von Hit Radio FFH wird der länger angekündigte Frequenzwechsel der südhessischen Privatradios am 2. April um 13 Uhr vollzogen. Zugleich wird der Empfang im Odenwald und Südhessen verbessert. Dies wird erreicht, indem die Leistung im neuen Kanal 12C (bisher 11C) am Sender Hardberg von 2 auf 5 kW erhöht wird.
Hintergrund des Kanalwechsels sind die Zuweisung des K 11C für den neuen Privatradio-Multiplex für das Saarland und Absprachen mit Frankreich, das den Kanal für Colmar nutzen darf. Der neue Kanal ist zugleich der alte: Der Privatradio-Mux hatte Ende 2011 den Kanal 12C vom alten DAB übernommen; dieser war mit den damals üblichen geringen und unattraktiven Sendeleistungen koordiniert. Schon im August 2012 wurde der Multiplex auf den Kanal 11C verschoben, wo wesentlich höhere Sendeleistungen möglich waren.
Quelle: Meldung von Hitradio FFH vom 19.3. | Hintergrund: DAB+ im Saarland.
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18.3.2019 • Digitalradio: The Radio Group will im Saarland auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die in Frankfurt beheimatete Lokalradiofamilie The Radio Group will sich im Saarland „definitiv“ um DAB+-Kapazitäten bewerben. Im Interview mit radioszene erklärte Geschäftsführer Stephan Schwerk u.a., DAB+ sei an der Saar interessant, weil man auf UKW nur geringe Sendeleistungen habe. DAB+ bringe die Programme „auf Augenhöhe mit unseren Mitbewerbern. In Potsdam, Cottbus und Frankfurt am Main haben wir mit DAB+ bereits gute Erfahrungen gemacht und werden daher weiter in DAB+ investieren.“
Das Unternehmen betreibt u.a. Radio Saarbrücken und weitere Lokalradios im Saarland. Bis Mai sollen die neuen Sender Nr. 16 und 17 Cityradio Saarlouis und Radio St. Wendel über UKW auf Sendung gehen. Das Unternehmen betreibt für seine Stationen auch die Sendetechnik und vermarktet die Werbezeiten.
In Berlin hatte das Unternehmen für ein neues Programm eine DAB+-Zulassung bekommen. Von Radio Germany One ist aber bisher nichts zu hören.
Quelle: Meldung von radioszene vom 18.3. | Hintergrund: DAB+ im Saarland.
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18.3.2019 • Rundfunkbeitrag: Privatsender kündigen Widerstand an
Beitragsservice Vaunet Schon bevor konkrete Vorstellungen bekannt sind kündigt Vaunet, der Verband der großen Privatfunk-Gruppen, Widerstand gegen die Bindung des Rundfunkbeitrages an einen Wirtschaftsindex an. Dazu wird auf ein Kurzgutachten verwiesen, dass der Verband beim ehemaligen Direktor der Medienanstalt LfK Thomas Hirschle bestellt hat.
Hirschle kommt zu dem Schluß, dass eine solche Festlegung „weder dem Gebot der bedarfsgerechten Finanzierung noch dem Verbot einer übermäßigen Belastung der Beitragszahler entsprechen würde“, so Vaunet. Ein Verfahren ohne die KEF würde die Verantwortung für die Ausgaben in die Hände der Anstalten legen und eine Kontrolle „weg von Politik und KEF hin zu den Rundfunkanstalten bedeuten“. Vaunet hält eine Bindung z.B. an die Verbraucherpreise oder die Inflationsrate daher für rechtswidrig.
Hirschle widerspricht in dem Papier allerdings dem Bundesverfassungsgericht, auf das er selbst verweist: Das höchste deutsche Gericht hatte in einem Nebensatz „eine Vollindexierung für grundsätzlich machbar gehalten“, schreibt Hirschle. Die Richter waren aber, weil an der Stelle nicht erforderlich, nicht ins Detail gegangen.
Die Wortmeldung von Vaunet kommt, weil die Länderchefs ein derartiges Modell am Donnerstag auf den Weg bringen könnten. Eine grundlegende Neugestaltung der Finanzierung von ARD, ZDF und Deutschlandradio steht seit Jahren auf der Tagesordung der Bundesländer. Dies steht, bestätigt auch Hirschle, in engem Zusammenhang mit einem politischen Eingriff in die Programmhoheit der Sender.
Quelle: Presseinfo von Vaunet vom 18.3., Hirschle-Papier | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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18.3.2019 • Digitalradio: Zwei Frequenzen für NRW-Privatmuxe beantragt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die NRW-Medienanstalt LfM wird DAB+-Frequenzen für einen landesweiten Multiplex und eine landesweite regionalisierbare Bedeckung beantragen. Nicht entschieden wurde, ob die Regional-Bedeckung in fünf oder sechs Regionen gegliedert wird. Die Landesregierung wird jetzt bei der Bundesnetzagentur prüfen lassen, ob und welche Frequenzen zur Verfügung stehen. Nach dem Rücklauf können Ausschreibungen erfolgen.
Der Antrag erfolgt nach jahrelanger Verweigerung der 44 NRW-Lokalradios, sich mit dem Thema DAB+ zu beschäftigen. Weil die UKW-Sendestrukturen nicht ohne Weiteres nach DAB+ übernommen werden können, sehen die Lokalradios ihre auf UKW gesicherte wettbewerbsfreie Monopolstellung bedroht. Die LfM hatten diese Strategie bis 2017 unterstützt.
Die LfM stellt sich nun gegen lokale Konzepte. Das Regionalisierungs-Konzept wurde sogar eingedampft. Ende 2018 war von neun Regionen die Rede, nun sind es fünf bis sechs. Demnach müssten sich z.B. in den Regierungsbezirken Arnsberg und Detmold 17 Lokalradios in einem Multiplex für 5,6 Mio. Einwohner tummeln. Solche riesigen Verbreitungsgebiete sind viel zu groß und zu teuer für die begrenzten Zielgebiete von Lokalradios. Nicht zuletzt würden sie in einen Wettbewerb gegeneinander gezwungen.
Ideen außerhalb der beschriebenen Konzepte hatte die Medienanstalt ignoriert. Das betrifft sowohl Ballungsraum-Konzepte als auch die in der Schweiz und England praktizierte und in Sachsen im Test stehende Lowpower-Lowtower-bzw. Small Scale-Konzepte. Diese sind gerade auf Radios mit kleinflächiger Verbreitung und klammen Kassen zugeschnitten.
Das beantragte Frequenzkonzept kommt eher den 18 Unternehmen entgegen, die sich beim Call for Interest für eine landesweite Verbreitung avisiert hatten. Die meisten dürften zu den 2/3 der 46 Beantworter zählen, die von außerhalb in den NRW-Äther drängen. Die Lokalradios dürften deren Konkurrenz nicht weniger kritisch sehen, als neue lokale oder regionale Radios.
Kommentar : Es scheint, dass die LfM mit Nachdruck Verpasstes aufholen und endlich private Radiosender über DAB+ etablieren will. Dabei gerät die LfM in Konflikt mit den Lokalradios und den Befürwortern von Ballungsraumkonzepten. Auf der anderen Seite haben die Lokalen nach ihrer jahrelangen DAB+-Verhinderung den Digitalzug längst verpasst. Dass die Landesregierung die Digitalisierung der Lokalradios weder politisch noch finanziell fördert, tut ein Übriges. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Bestraft wird leider auch die Zuhörerschaft, der das Recht auf ein den digitalen Möglichkeiten entsprechendes vielfältiges Programmangebot seit Jahren vorenthalten wird.
Quelle: Presseinfo der LfM NRW vom 15.3., Bericht von radiowoche vom 17.3. | Hintergrund: DAB+ und Privatradios in NRW.
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17.3.2019 • Digitalradio: Ausschreibung im Saarland / Wechsel in Hessen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Laut einer Meldung plant die Medienanstalt des Saarlandes für den kommenden Donnerstag einen Beschluß über die Ausschreibung eines landesweiten DAB+-Multiplexe für Privatradios. Das wurde bereits im Herbst 2018 für das 1. Quartal angekündigt. Über die Vergabe könnte der Medienrat schon am 13. Juni entscheiden.
Gesendet wird im Kanal 11C, Media Broadcast wird den Sendebetrieb verantworten. Die Standorte Bliestal, Göttelborner Höhe, Mettlach, Moseltal, Saarbrücken (Halberg) und Tholey sind von der Bundesnetzagentur dafür zugeteilt.
Die Ausschreibung ist ein Ergebnis der 2017 durchgeführten Interessenbekundung. Daran hatten sich Radioveranstalter aus dem Saarland und anderen Bundesländern sowie Luxemburg beteiligt. Drei Unternehmen äußerten Interesse, eine Programm-Plattform zu betreiben.
Der hessische Rhein-Main-Multiplex im Kanal 11C wird in dem Zusammenhang möglicherweise schon in den kommenden Wochen auf den Kanal 12C verlagert. Es bleibt bei den bisherigen Sendestandorten Frankfurt FMT, Großer Feldberg, Hardberg und Mainz-Kastel, von wo mit gleicher Leistung wie bisher gesendet werden soll.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 17.3. | Hintergrund: DAB+ im Saarland und Hessen.
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16.3.2019 • Digitalradio: Autobranche will die DAB+-Pflicht austricksen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Deutsche Autohersteller wollen offenbar die EU-Vorgaben für hybride Radiotuner austricksen. Laut einer Meldung erklärte Martin Koch von Audi auf der Fachveranstaltung „DAB+ im Dialog“, DAB+-Chips würden zwar eingebaut. Für die Nutzung sollen Autokäufer über eine kostenpflichtige Freischaltung zusätzlich zur Kasse gebeten werden, um die (angeblich) hohen Mehrkosten für DAB+- einzuspielen. Aus Sicht von Florian Nowack (Ford) ist die Marktdurchdringung von DAB+ zu gering für serienmässsige Ausstattungen.
Das Radio-Fachpublikum reagierte naturgemäß mit Unbehagen. Ein solches Verhalten laufe der Absicht des Gesetzgebers entgegen, mit der Hybridpflicht die Verbreitung von DAB+ zu beschleunigen. Selbst der Vertreter des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Volker Schott, stellte sich gegen seine Mitglieder, denen er riet, den Mehrpreis des Radios im Autopreis zu verstecken: „Dann kostet das Fahr­zeug halt 200 Euro mehr und der Kunde merkt es nicht.“ Ähnlich sei es in der Vergangenheit u.a. mit Airbags gehandhabt worden.
Koch gab den Radioleuten noch eins drauf mit der Bemerkung, Radio sei überhaupt „aktuell nicht mehr sexy genug“ und Streaming-Dienste wie Spotify würden von den Autokäufern stärker nachgefragt.
Laut aktuellen Zahlen der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) lag der Anteil von DAB+-Radios in Neuwagen immerhin bei 40 Prozent.
Kommentar : Hintergrund der Wertschätzung von Internet- und Mobilfunkdiensten seitens der Autohersteller ist deren Absicht, selbst als Diensteanbieter aufzutreten. Dann verdient man nicht nur einmalig am Autokauf, sondern über die Lebensdauer der Fahrzeugs.
Quelle: Meldung von teltarif vom 15.3. | Hintergrund: DAB+.
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15.3.2019 • Digitalradio: Politik-Vertreter unterstützen DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Vertreter des Bundes haben auf der Fachveranstaltung „DAB+ im Dialog“ in Berlin wieder ihre Unterstützung für den digital-terrestrischen Hörfunk heraus gestellt.
Die Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt Dorothee Bär erklärte einmal mehr, die (nach langem Hin und Her) vom Kabinett auf den Weg gebrachte Novelle des Paragraphen 48 des Telekommunikationsgesetzes schaffe den politischen Rahmen für Planungssicherheit mit DAB+. An gleicher Stelle verwies Heike Raab, Medienstaatssekretärin in Rheinland-Pfalz auf die bereits in Kraft gesetzte EU-Richtlinie für Autoradios. Jetzt sei eine nationale Regelung für stationäre Geräte erforderlich, die laut Bär bis zum Sommer komme.
Quelle: Presseinfo von Digitalradiobüro vom 15.3. | Hintergrund: DAB+.
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15.3.2019 • UKW: D-Radio will weitere UKW-Frequenzen abgeben
Terrestrik Nach Helgoland und Herzogstand will Deutschlandradio in diesem Jahr die analogterrestrische Verbreitung mit UKW an weiteren Standorten aufgeben. Auf einer Fachveranstaltung in Berlin nannte D-Radio Intendant Stefan Raue die Sendestandorte Kempten und Füssen, wo der Sender im Sommer 2019 ganz aus UKW aussteigen werde. In Amberg wede nur Deutschlandfunk Kultur abgeschaltet, der Deutschlandfunk bleibe dort weiter auf UKW. „Nur mit DAB+ hat Deutschlandradio die Möglichkeit, alle Beitragszahler bundesweit zu erreichen“, wird Raue zitiert. „Die Hörerinnen und Hörer profitieren vom klaren, digitalen Klang und den Zusatzdiensten von DAB+.“ Daher setze man auf DAB+ und als Ergänzung auf IP-Radio.
Laut einem Bericht gerate UKW überall dort auf den Prüfstand, wo die neuen Betreiber von UKW-Sendestandorten und -Sendeantennen die Infrastruktur erneuern und ihre Kunden an langfristige Verträge binden wollen. Daher werde mit weiteren Abschaltungen gerechnet.
Kommentar : Hier ist an die letztjährigen Drohungen neuer Technik-Besitzer zu erinnern, UKW-Anlagen außer Betrieb zu nehmen, wenn die betroffenen Radioveranstalter nicht deren finanzielle Forderungen erfüllen.
Quelle: Presseinfo von D-Radio, Meldung von satnews vom 15.3. | Hintergrund: DAB+, Antennenstreit.
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15.3.2019 • Digitalradio: Große Werbezeitenvermarkter blockieren DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Heftige Kritik gab es auf der Fachveranstaltung „DAB+ im Dialog“ in Berlin am Vertreter der ARD-Werbetochter AS&S, Ludger Lausberg, der die Einbeziehung von DAB+-Radios in die Vermarktung von Werbezeiten abgelehnt hatte. Diese Blockade widerspreche den Aktivitäten der ARD bei DAB+ und dem Bemühen der ARD, Privatsender zum Einstieg bei DAB+ zu bewegen.
Für die werbefinanzierten Radiosender, die exklusiv auf DAB+ vertreten sind, ist die Aufnahme in die bundesweiten Pakete für den Werbezeitenverkauf eine existenzielle Voraussetzung. Früher hieß es, man habe keine Zahlen. Nachdem jetzt Bundesmux-Sender in der Media Analyse ausgewiesen werden und die DAB+-Reichweitenstudie weitere Zahlen liefert, verweist Lausberg auf Aufnahme-Bedingungen, die DAB+-Programme nicht erfüllten.
Quelle: Bericht von satnews vom 15.3. | Hintergrund: DAB+.
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13.3.2019 • Antenne: Bald kostenpflichtige Abrufdienste in Autos?
Terrestrik Die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein und die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten haben das Angebot Twine for Car der Access Europe GmbH medienrechtlich auf den Weg gebracht. Das Unternehmen mit Stammsitz in Japan und Deutschland-Filiale in Oberhausen bietet entsprechend den Wünschen von Autoherstellern konfigurierbare und verschlüsselbare Unterhaltungspakete. Nach Angaben des Unternehmen handelt es sich um das erste derartige Paketangebot für mobilen Empfang. Es soll die Markenbildung der Kfz-Hersteller erhöhen.
Foto: Access Europe TV, Radio und Abrufdienste kommen über 3G-, 4G- oder 5G-Mobilfunk ins Fahrzeug in seien mit dem üblichen Broadcast-Diensten wie UKW oder DAB+ kombinierbar. Auch kostenpflichtige Dienstleistungen sind möglich.
Das fahrzeuginterne WiFi verbindet die eingebauten Mediengeräte und Smartphones und Tablets der Mitfahrer. Die Mitfahrer können individuell zwischen den angebotenen Diensten wählen. Die Medieninhalte könnten u.a. um Mobilitätsangebote (z.B. das Bezahlen für Benzin und Parken) erweitert werden, so das Unternehmen. Einige Funktionen (z.B. das Nutzermanagement) werden über nichtöffentliche Cloud vorgehalten.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 12.3., Herstellerinfos.
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12.3.2019 • Digitalradio: Sendestandorte für den Bundesmux bestätigt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Netz- und Plattformbetreiber Media Broadcast beendet heute die jüngsten Spekulationen um den Netzausbau für den nationalen DAB+-Multiplex.
Die diesjährige Ausbaukampagne für das Gleichwellennetz im Kanal 5C setzt demnach im 2. Halbjahr am Standort Pfänder (Österreich) ein. Im dritten Halbjahr folgen die Standorte Hoher Bogen und Pfarrkirchen (alle Bayern), Blauen (Baden-Württemberg), Luegde und Eggegebirge (NRW) sowie Westerland auf Sylt. Die Planung wird im 4. Quartal mit Oberammergau, Pfronten, dem Untersberg und dem Hochberg in Bayern weitergeführt. Ebenfalls im Q4 wird das Netz in Rheinland-Pfalz um die Standorte Kettrichhof und Hillschied ergänzt. Die Mitteilung von Media Broadcast bestätigt im Wesentlichen die bekannten Infos und ergänzt sie um die geplanten Sendeleistungen.
Durch den Ausbau um 13 auf 137 Sendestandorte steigt bis zum Jahresende die Zahl der Einwohner, die die 13 Programme mittels einer Zimmerantenne empfangen können, von 66,5 auf 68,4 Mio., also etwa 85 Prozent der Bevölkerung. Die Flächenversorgung für mobilen Empfang soll von 94,4 auf 96,0 Prozent steigen. Längs der Autobahnen wird die Versorgung 99 Prozent erreichen.
Der Ausbau Ende 2019. Karte und Grafik von MB klickbar.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 12.3. | Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
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11.3.2019 • DVB-T2 HD: Ab 13. März für Niederbayern und Oberpfalz
Am Mittwochvormittag (13. März) zwischen 6 und 12 Uhr geht für die TV-Zuschauer in Bayern ein Kapitel Fernsehtechnik zu Ende. An den letzten Sendestandorten im Freistaat wird von DVB-T auf DVB-T2 HD umgestellt. Betroffen sind Zuschauer in Niederbayern und der Oberpfalz, die das Fernsehen über die Antenne und von den Sendeanlagen Brotjacklriegel, Hoher Bogen, Hohe Linie, Landshut, Passau und Pfarrkirchen empfangen. Ihnen stehen dann 17 Programme von ARD und ZDF in bester FullHD-Qualität zur Verfügung.
Mit den Aufschaltungen in Bayern beginnt der letzte Abschnitt des Umstiegs. Weil die Frequenzen oberhalb des Kanals 47 an den Mobilfunk abgegeben werden, müssen die Multiplexe der ARD und des BR und von FreenetTV am 3. April die Kanäle wechseln. Das sind die letzten Massnahmen in Bayern.
Am 3. April sind Maßnahmen in Brandenburg und Sachsen geplant. Das kostenpflichtige Paket der Privatsender Freenet TV wird nicht in weiteren Regionen angeboten.
Quelle: Presseinfo des BR vom 27.2. | Hintergrund: DVB-T2 HD in Bayern, Kanalwechsel.
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11.3.2019 • Digitalradio: Sendestandorte für den Bundesmux-Ausbau
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Zu der auf Regionen bezogenen Ankündigung von Schlagerparadies über den Netzausbau für den Bundesmux (Kanal 5C) in diesem Jahr finden sich bei ukwtv.de jetzt konkrete Angaben zu den Sendestandorten. Demnach sollen sechs Sendeanlagen für Bayern (Pfarrkirchen, Hochberg, Untersberg, Oberammergau, Pfronten, Hoher Bogen), je zwei für Baden-Württemberg (Pfänder, Blauen), NRW (Höxter, Köterberg) und Rheinland-Pfalz (Kettrichhof, Idar-Oberstein) sowie der Standort Niebüll in Schleswig-Holstein das Sendenetz ergänzen. Die neuen Sendeanlagen sollen Versorgungslücken schließen bzw. den Inhouse-Empfang optimieren.
Damit wird zwar die frühere Info von Media Broadcast gegenüber dehnmedia zur Zahl der Standorte bestätigt. Für die genannten Standorte liegt aber noch keine offizielle Bestätigung vor.
Quelle: Sendertabelle von ukwtv.de | Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
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9.3.2019 • International: UltraHD-TVs zu Weihnachten weltweit vorne
Fußball erfreut die TV-Hersteller weltweit mit einer Ausnahme. Gerade die Verkäufe im zeitlichen Vorfeld der WM hätten stark zum Anstieg der globalen Verkaufszahlen um 2,9 Prozent auf 299 Mio. Stück beigetragen, so die Analyse von IHS Markit (IHS-Grafik klickbar).
UHD-Geräte dominierten im Jahresendgeschäft erstmals mit mehr als der Hälfte der Verkäufe. Im Gesamtjahr wurden 99 Mio. UHD-TVs verkauft. „Smarte“ Ausstattungen hatten weit mehr als 70 Prozent der weltweit gehandelten Fernseher. Ganz weit hinter dem Komma rangieren 8k-Fernseher mit weltweit 18.600 Stück.
In Deutschland war der TV-Verkauf 2018 laut dem Marktindex Hemix gegen den globalen Trend um 3,9 Prozent rückläufig - trotz UHD und großer Displays. Bereits im ersten Halbjahr war der Absatz um knapp 10 Prozent auf 3,1 Mio. Stück eingebrochen. „Fehlende Impulse“ wegen des schlechten Abschneidens bei der Fußball-WM wurden als ein Grund dafür genannt.
Quelle: Bericht von Broadband TV News vom 8.3.
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9.3.2019 • International: DAB+ - Neues aus fünf Ländern
Belgien Die Medienbehörde CSA koppelt ein Paket neuer UKW-Lizenzen für die Wallonie mit einem Simulcast über DAB+. Auf der DAB+-Seite stehen sechs Frequenzen für den französischen Sprachraum und weitere regionale Netze zur Verfügung. Darüberhinaus sind einige Sendeplätze für neue Digitalradio-Projekte und für unabhängige Radios reserviert - zum Teil auch in lokalen Multiplexen für ländliche Gebiete. Die Lizenzen gelten neun Jahre ab Mitte Juli 2019. Die Regierung will die lokale Sendeinfrastruktur mit 1 Mio. Euro fördern.
Das im Oktober 2018 gestartete Projekt im Großraum Belgrad versorgt maximal 3 Mio. der 7 Mio. Einwohner Serbiens. Bis Jahresende wird das Sendenetz um sieben Standorte für etwa 80 Prozent der Bevölkerung ausgebaut.
Im April beginnt ein Testprojekt in und um die thailändische Hauptstadt Bangkok und in weiteren Gebieten, darunter der Urlaubsregion Phuket. Das Projekt läuft 20 Monate bis Ende 2021.
Ein zweiter Test (nach 2013) beginnt im April in Hanoi und Ho Chi Minh-Stadt. Über 2,5 kW-Sender werden vier Muxe verbreitet. 2020 folgen eine Evaluierung und ein Bericht an die Regierung. Der UKW-Ausstieg könne ab 2025 eigneleitet werden. In Vietnam gibt es 56 UKW-Radios und weitere Sender über MW und SW.
DAB+ ist Streitgegenstand in Spaniens Senat (entspricht dem deutschen Bundestag). Das Oppositionsbündnis Compromis kritisiert, dass die Regierung die Radiodigitalisierung bis nach der Digitalen Dividende verschieben will. Compromis forderte die Regierung auf, ihre Radiopläne offen zu legen und zu erklären, wie man den technischen Rückstand von sieben Jahren beim europäischen DAB+-Standard aufholen will. Derzeit sind je zwei Multiplexe in Madrid und Barcelona auf Sendung.
Quelle: Infos über Belgien, Serbien, Thailand, Vietnam, Spanien.
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8.3.2019 • Frankreich: Massiver regionaler DAB+-Ausbau ab 1. Quartal
Bis zum Sendebeginn der nationalen DAB+-Programme in Frankreich noch mindestens ein Jahr dauern. Auf regionaler Ebene wird die Einführung in diesem Jahr massiv fortgesetzt. Für das erste Quartal werden die städtischen Regionen Bourg-en-Bresse, Bourgoin-Jallieu und Mâcon angekündigt. Im Juni sind La Roche-sur-Yon, Nantes, Saint-Nazaire und Tarare an der Reihe. Im September folgen LeHavre und Rouen. Regional abhängig kommen zwischen 16 und 39 Programme ins Angebot. Ebenfalls für 2019 steht Valenciennes in der Spur. Zum Start werden dort 9 Programme avisiert, weitere 13 sollen folgen.
DAB+ startete Anfang Dezember 2018 in Lyon, Strasbourg, Colmar und Mulhouse und im Juni 2018 in der Nordostregion um Lille und Calais. In Paris, Marseille und Nizza sind etliche Multiplexe bereits seit 2014 auf Sendung.
Quelle: Infos von dabplus.fr.
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8.3.2019 • Vor 90 Jahren: Live-Fernsehen um Mitternacht in Berlin
Für die Entwicklung der Fernsehtechnik war das Jahr 1929 sehr facettenreich. Ein erster Höhepunkt datiert vor genau 90 Jahren auf den 8. März 1929: Vom Rundfunksender Berlin Witzleben wurde ab 23.10 Uhr eine 80 Minuten lange Versuchs-Fernsehsendung auf der Welle 468 m mit 1,5 kW Leistung verbreitet. Dafür nutzte die Reichspost einen Abtaster von Dénes von Mihály (1894-1953). Dessen Telehor-Empfänger zeigte auf der Gegenseite ein etwa 4x4 Zentimeter kleines Bild mit etwa 900 Bildpunkten bei 10 Bildwechseln pro Sekunde. Ton konnte nicht übertragen werden. Telefunken hatte bereits einen Empfänger-Prototypen, der ein Bild auf 8×10 Zentimetern mit etwa 10.000 Punkten auflöste.
Diverse konkurrierende Abtast- und Wiedergabesysteme mögen dazu beigetragen haben, dass die Reichspost im gleichen Jahr verschiedene Systeme testete. Laut einer zeitgenössischen Quelle hätten Berliner Funkfreunde hätten „während der Programmpause des Berliner Senders ein eigenartiges, surrendes Geräusch gehört“. Berichte über einwandfreien Empfang kamen aus dem Berliner Stadtgebiet. Sogar aus London kam Feedback. Öffentliche Vorführungen gab es auf der 6. Großen Deutschen Funkausstellung in Berlin; dafür hatte die Reichspost einen Langwellensender eingerichtet. Empfangen wurde an den Messeständen der Hersteller.
Inzwischen arbeitete der Ingenieur Manfred von Ardenne (1907-1997) daran, die bisherigen mechanischen Verfahren für die Abtastung und Bildgenerierung auf Grundlage der Nipkow-Scheibe, museumsreif zu machen. Er bediente sich Braunscher Röhren als Ausgangspunkt für eine Übertragungseinheit und für die Bild-Wiedergabe. Auf einen erfolgreichen Test am 14. Dezember 1930 folgte der erste öffentliche Auftritt mit dem „Leuchtfleck-Abtaster“ („Flying Spot Scanner“) auf der Funkausstellung 1931. Die Präsentation am Loewe-Stand bekam eine begeisterte Titelstory in der New York Times. Nicht nur dort hatte man erkannt, dass das Fernsehen mit elektronischer Technik dabei war, flügge zu werden.
1932 gab es erste TV-Versuche über UKW vom Berliner Funkturm. Der Senderstandort Witzleben wurde ab 1935 nach dem Fernsehpionier Paul Nipkow benannt. Dort wurden ab dem 22. März 1935 die ersten regulären Fernsehsendungen abgestrahlt. Das geschah freilich mit einer anderen Technik. In den Studios wurde bis Ende 1937 ein 180 Zeilen-Signal produziert, Ende 1938 wurde auf 441 Zeilen umgestellt. Der Sender selbst stand zunächst auf dem Haus des Rundfunks und wurde später nach gegenüber auf den 1926 eingeweihten Funkturm verlagert.
Das Pausenbild des TV-Senders Nipkow.
Von Ardenne machte mit dem elektronischen Fernsehen ...
... international Furore und bekam eine Titelstory der New York Times.
Fotos: Archiv dehnmedia.
Olympia 1936 als technische Leistungsschau: Die „Olympia Kanone“ - eine elektronische Kamera.
Die frühe Fernsehtechnik litt nicht nur unter der noch schlechten Bildqualität und den hohen Gerätepreisen. Auch die 1929 beginnende Weltwirtschaftskrise stoppte den Durchbruch. Die Nazis versuchten zwar, das Fernsehen als zweites staatlich gesteuertes Massen- und Propagandamedium neben dem Radio aufzubauen. Sie konnten aber keinen individuellen Absatzmarkt erzeugen. Den propagandistischen Höhepunkt der Olympischen Spiele verfolgten 1936 rund 162.000 zahlende Besucher in 25 Berliner „Fernsehstuben“, zwei weiteren in Leipzig und einer in Potsdam. Wenig später wurden sowohl die Forschungen als auch die Frequenznutzung durch den Weltkrieg in militärische Bahnen gelenkt.
Quellen: Wikipedia über Fernsehtechnik, Sender Witzleben, Funkturm Berlin, Funkausstellungen;
Manfred von Ardenne (NDR), Private Seiten zur TV-Geschichte: Fernsehmuseum, Oldtime-Radio | Hintergrund: Rundfunk-Geschichte.
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7.3.2019 • Frankreich: Beide nationalen DAB+-Multiplexe sind besetzt
Die französische Medienbehörde CSA hat die privaten Radioprogramme für die beiden geplanten nationalen DAB+-Multiplexe bekannt gegeben. Neun der 18 Plätze für Privatradios werden mit Stationen der drei großen Radiokonzerne M6 (RTL),
Lagardère und NextRadioTV besetzt. Insgesamt hatten sich 40 Programme beworben. Das Gesamtangebot von 24 Sendern komplettiert der Staatssender Radio France mit seinen sechs nationalen Wellen.
Nun muss innerhalb von zwei Monaten ein Betreiber des Sendenetzes benannt werden. Der Sendebetrieb soll im ersten Quartal 2020 beginnen, so die CSA. Im gleichen Jahr werde der Netzausbau
Die Frequenzplanung für die beiden nationalen Multiplexe
(klickbare Grafiken: CSA).
in kleineren Ballungsgebieten und Übersee fortgesetzt.
Quelle: Presseinfo der CSA vom 6.3.
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6.3.2019 • Digitalradio: Schlagerparadies zum Bundesmux-Ausbau
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Schlagerparadies prescht vor und nennt zahlreiche Gebiete, in denen der nationale DAB+-Multiplex aufgeschaltet werden soll. Die Sendetechnik befinde sich im Aufbau. Die Aufschaltungen „werden voraussichtlich im Herbst 2019 beginnen und zum Jahresende 2019 abgeschlossen sein“, erklärt der Sender weiter.
Folgende Ausbaugebiete im Süden seien festgelegt worden: Autobahnen A5 und A8, A10, A1, Bodensee, Rottal-Inn, Bayrischer Wald, Eggenfelden, Südlicher Schwarzwald, Traunstein, Chiemgau, Berchtesgaden, Alpen, Bad Reichenhall, Ober- und Unterammergau, Ettal, Ostallgäu, Füssen, Weißbach. Für NRW werden die A44, Lügde, Kreis Lippe und Lipper Bergland, Lichtenau und Teutoburger Wald genannt. In Schleswig-Holstein sollen Sylt und die Westküste nördlich von Heide ans Sendenetz angeschlossen werden. Für Rheinland-Pfalz ist von der Südwest-Pfalz, Pirmasens, Idar-Oberstein und dem südlichen Hunsrück sowie der A8 die Rede.
Im Januar hatte ein Sprecher von Media Broadcast gegenüber dehnmedia 13 neue Sendestandorte für 2019 angekündigt, ohne ins Detail zu gehen.
Quelle: Meldung unter „Das Neuste ...“ von Schlagerparadies vom 6.3. | Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
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6.3.2019 • Digitalradio: BR nimmt Sender Memmingen in Betrieb
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Bayerische Rundfunk wird am Freitag, 8. März, neue Sendeanlagen am Standort Memmingen in Betrieb nehmen. Damit werden die Sendenetze des BR-Muxes (K 11D) und des Regionalnetzes Oberbayern/Schwaben (K 10A) erweitert. Memmingen ist der 57. Sendestandort für den landesweiten BR-Kanal 11D. Dessen Versorgungsgrad wird innerhalb von Gebäuden mit 91,1 Prozent, im Freien und im Auto mit 97,5 Prozent der Bevölkerung angegeben.
Quelle: Presseinfo des BR vom 6.3. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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6.3.2019 • Österreich: Höhere Sendeleistung vom Wiener DC-Tower
Nach dem Umbau der DAB-Sendeantenne auf dem Wiener DC-Tower konnte dort die Sendeleistung für den Citymux Wien (K 11C) von 8,2 auf das genehmigte Maximum von 12,5 kW erhöht werden.
In Vorbereitung für den nationalen Multiplex, der am 28. Mai startet, erweiterte der Standortinhaber ORS die Antennenanlage von den 2015 errichteten zwei Antennenebenen auf den Endausbau für vier Richtungen und vier Ebenen.
Quelle: Bericht im ORS Blog vom 4.3. | Hintergrund: DAB+ in Österreich national und Wien.
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5.3.2019 • Frankreich: Auch Radio France ist offiziell bei DAB+ dabei
Der Staatssender Radio France wird über die nationalen DAB+-Multiplexe senden. Das gab Kulturminister Franck Riester heute bekannt. RF gibt damit als letzte der großen Programmfamilien die Ablehnung von DAB+ auf.
Sechs der 24 Programmplätze der nationalen Muxe werden demnach für die national operierenden RF-Stationen France Inter, Franceinfo, France Culture, France Musique, Fip und Mouv’ reserviert. Zudem sollen Kapazitäten auf lokaler Ebene für France Bleu geblockt werden.
Riester hatte zuvor per Verordnung die Abkehr vom bisher favorisiertern DMB-R zugunsten von DAB+ offiziell juristisch fixiert. Die Entscheidung der Medienbehörde CSA über die 40 Sender Bewerbungen, darunter neun Radios der großen Konzerne, soll demnächst erfolgen.
Quelle: Bericht von LeMonde vom 5.3.
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5.3.2019 • M-V: Medienanstalt fordert mehr Geld für neue Aufgaben
Recht, Gesetze Eine Novelle des Landesmediengesetzes für Mecklenburg-Vorpommern ist notwendig. Das ist Ergebnis eines Gespräches des Medienausschusses der Landesmedienanstalt mit Parlamentariern.
Die wirtschaftliche Situation der privaten Radio- und Fernsehsender habe sich zugespitzt, weil deren Hauptwerbekunden aus dem Einzelhandel zunehmend durch den Onlinehandel geschwächt werden, so Bert Lingnau, Direktor der Medienanstalt. Er schlug eine Unterstützung aus dem Landeshaushalt für das Lokalfernsehen vor.
Angesichts gewachsener Aufgaben erweise sich die Finanzierung der Medienanstalt aus dem Rundfunkbeitrag als zu gering. Angesichts von komplexer werdenden Bereichen Datenschutz und Telemedienaufsicht müsse sich da etwas ändern. Im Bereich Medienkompetenz sei die Situation im Bundesland dramatisch; in der Lehrerausbildung werde das nur marginal behandelt. Fachkräfte an jeder Schule und für außerschulische Angebote seien notwendig.
Quelle: Presseinfo der MA M-V vom 28.2. | Hintergrund: DAB+ und DVB-T2 HD in Mecklenburg-Vorpommern.
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4.3.2019 • Digitalradio: Neue Ausschreibung für Voralpenmux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Bayerns Medienanstalt BLM will das Programmangebot für den neuen Voralpen-Multiplex noch ausbauen. Jetzt wurden zwei Programmplätze ausgeschrieben. Interessierte Veranstalter können sich bis zum 1. April bei der BLM melden.
Im Voralpen-Mux sollen Arabella Kult (Zulassung unter Arbeitstitel) und sechs regionale UKW-Programme voraussichtlich ab dem 1. Juli senden. Der Einstieg erfolgt für Stadt- und Landkreis Rosenheim und die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach. Anfang Dezember 2019 sollen die Standorte Oberammergau und Peißenberg hinzu kommen, geht aus der Ausschreibung hervor. Im nächsten Schritt wird für den Osten Südostoberbayerns ausgebaut. Im 2. Halbjahr 2020 sollen die Sender Traunstein, Untersberg, Neuötting und Isen in den Testbetrieb und bis Ende 2020 in den Regelbetrieb gehen. Weitere Füllsender kommen später dazu.
Quelle: Ausschreibung der BLM vom 1.3. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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4.3.2019 • Rundfunkbeitrag: CSU für Kopplung und Programmreform
Im Interview mit dem Spiegel erklärt CSU-Chef Markus Söder, wie er ARD und ZDF reformieren will. Die AfD und andere „versuchen über den Finanzhebel das Programm zu beeinflussen. Das ist nicht akzeptabel“, sagte Söder der Zeitschrift. Mit der Bemerkung: „Aber man kann sich schon überlegen, wie man die Zusammenarbeit von ZDFinfo, ZDFneo, Tagesschau24, One, Phoenix und Alpha verbessern, Kosten einsparen und Synergieeffekte finden kann“, hält sich Söder allerdings durchaus Eingriffe in die Programme der Anstalten offen.
Söder griff zugleich den Vorschlag aus den Anstalten auf, den Rundfunkbeitrag an einen Wirtschaftsindex zu koppeln. Dafür favorisiert er die Verbraucherpreise. Söder geht noch weiter und schlug vor, die Anstalten künftig eigenverantwortlich über die Verwendung ihrer Budgets entscheiden zu lassen. Das bisherige Finanzierungssystem sei überholt. Für den Anfang (und wohl auch nach weiteren am Programm gesparten Kosten) will Söder von einem Sockelbeitrag unter 18 Euro monatlich ausgehen.
Der bisherige Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro monatlich - und die daran gebundenen Budgets der neun ARD-Anstalten, des ZDF und des Deutschlandradio - ist bis Ende 2020 festgelegt. Eine Reform würde also ab 2021 einen Sinn machen.
Grünen-Politikerin Tabea Rößner hatte sich im Januar der Auffassung der Länder-Ministerpräsidenten angeschlossen, die Revision des seit Jahren von ihnen diskutierten Programmauftrages durch Experten vorbereiten zu lassen. Zuerst müsse ein „zukunftstauglicher Auftrag“ formuliert werden; erst auf der Grundlage sei die Beitragsreform zu entscheiden, so Rößner. Jedoch waren die Länderchefs im Dezember ohne Einigung auseinander gegangen.
Quelle: Bericht von DF vom 2.3. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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1.3.2019 • DVB-T2 HD: Neue Termine für die Kanalwechsel
Eine aktualisierte Information auf der Website www.dvbt2hd.de enthält Änderungen der Planung für die Kanalwechsel. Die bisher sämtlich auf den 3. April terminierten Massnahmen wurden auf vier Termine entzerrt.
Davon profitiert der NDR, der seine Aufgaben nun auf drei Stichtage verteilen kann. Für den 3. April bleibt es bei den avisierten Umschaltungen an Sendestandorten in Bayern Sachsen. Erste Änderungen in Niedersachsen sind nun am 26. Juni geplant. Der 6. November wird für die Umschaltungen in den Gleichwellennetzen Hamburg und Schleswig-Holstein sowie für Lüneburg genannt. Letzter Termin ist der 4. Dezember für Bremen und Umgebung. Als einziger Termin ist nun der schon mehrfach verschobene Wechsel des Lokalsenders TV Westsachsen vom K51 auf K23 offen.
Bisher wurde offengehalten, ob die ARD den Standort Alfeld für ihre beiden Multiplexe nutzen will. Jetzt scheint klar zu sein, dass der Sender Alfeld auch für DVB-T2 HD eine Zukunft hat. Einen konkreten Termin für die Aufschaltung gibt es noch nicht.
An den Schaltterminen ist in den betroffenen Versorgungsgebieten ein Suchlauf notwendig. Die Kanalwechsel werden erforderlich, weil zahlreiche Frequenzen an den Mobilfunk abgegeben werden müssen.
Quelle: Infodatei auf dvbt2hd.de | Hintergrund: Änderungen bei DVB-T2 HD.
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1.3.2019 • Digitalradio: MegaradioSNA in Berlin abgeschaltet
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Gemäß der Ankündigung der Medienanstalt MABB wird MegaradioSNA seit heute früh nicht mehr über den Berliner DAB+-Kanal 7B verbreitet. Hintergrund ist, dass die Augsburger Firma Megaradio rund die Hälfte der Sendezeit an den Auslandssender der russischen Regierung verkauft. In Deutschland sind jedoch Programme staatlicher Betreiber nicht zulässig. Eine juristische Prüfung steht in Hessen bevor.
Im Berliner DAB+-Kanal 7B sind jetzt zwei Programmplätze ungenutzt. Das neue Programm Radio Germany One des Anbieters The Radio Group wurde zwar im August 2018 zugelassen, sendet aber nicht. Schon im Februar 2018 wurde Power Radio für den Berlin-Brandenburg Multiplex (Kanal 12D) zugelassen. Auch dieses über UKW verbreitete Programm hat die digitale Verbreitung bislang nicht begonnen.
Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
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1.3.2019 • Digitalradio: Arabella Kult ab heute 14.30 Uhr auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Arabella Kult, der neue Ableger des Münchner Lokalradios Arabella, kündigt auf seiner Website den offiziellen Sendestart für heute um 14.30 Uhr an.
Die Musikrichtung des landesweit zugelassenen Spartenkanals wird als „bislang einzigartiges Musikkonzept: westeuropäische Kulthits aus den letzten fünf Jahrzehnten gepaart mit aktuellen Schlagertiteln“ beschrieben. „Im Laufe des Jahres“ und nach Bezug eines eigenen Studios soll es auch moderierte Sendestrecken geben.
Für den Anfang wurden Sendeplätze in den vier Stadtmuxen München (Kanal 11C), Nürnberg (10C), Augsburg (9C) und Ingolstadt (11A) sowie im Allgäu-Mux (8B) zugewiesen. Später im Jahr soll der neue Voralpenmux (10B) dazu kommen.
Quelle: Arabella Kult Online vom 28.2., Meldung von radiowoche vom 1.3. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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1.3.2019 • Österreich: 5G-Einstieg für Radio und TV mit Forderungen (2)
Österreich Terrestrik Zu den Forderungen von ORF und Privatradios nach neutralem und kostenlosem Kundenzugang zu Rundfunkdiensten, die terrestrisch künftig über 5G-Mobilfunk verbreitet werden, gab es unterschiedliche Positionierungen der Mobilfunk-Unternehmen.
Die Zeitung Der Standard zitiert eine Sprecherin von T-Mobile Austria: „Eine Verpflichtung Broadcasting zuzulassen wäre nicht nur eine Einschränkung unserer Frequenznutzungsrechte, sondern ein massiver Eingriff in unsere Infrastruktur. Wir lehnen die Forderung nach verpflichtender kostenloser Einbindung von TV-Inhalten ab.“
Hutchison Drei zeigte sich hingegen offen für das Interesse der Sender, ihren Zuschauern weitere „Transport“-Kosten zu ersparen: „Dies bestätigt den Trend, dass 5G als Universal-Technologie Anwendung finden wird“, erklärte ein Sprecher. „Wir sind für jegliche Art von Kooperationen offen.“ Der dritte Anbieter A1 bezog auf Anfrage des Blattes keine Position.
Quelle: Bericht von Der Standard vom 28.2.
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1.3.2019 • Digitalradio: Konsumenten setzen auf zukunftssicheres DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 gfu Zum Jubiläum der UKW-Einführung in Deutschland kommentiert der Industrieverband gfu, Mitveranstalter der Berliner Funkausstellung: „Trotz des 70-jährigen Jubiläums von UKW ist die Digitalisierung des Radios nicht mehr aufzuhalten. Das Geräteangebot, die bessere Qualität und das umfangreiche Programmangebot sprechen eindeutig für DAB+“, so Aufsichtsratschef Hans-Joachim Kamp. „Als digitaler Verbreitungsweg ganz ohne Internetverbindung ermöglicht es eine kostenfreie Nutzung von Radioprogrammen in digitaler Qualität und ohne jegliche Volumenbegrenzung.“ Das Umsatzwachstum von 16 Prozent bei DAB+-Radios laut Hemix-Zahlen für 2018 zeige, „dass sich die Konsumenten bereits jetzt vermehrt für ein zukunftssicheres DAB+ Empfangsgerät entscheiden und nicht mehr auf die veraltete analoge UKW-Technik setzen“.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 27.2.



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