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Nachrichten-Archiv: Januar 2005

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31.1.2005 • EinsExtra jetzt auch für Berlin/Potsdam
Am 31. Januar um 9 Uhr wurde auf dem Berlin/Potsdamer Kanal 27 das Programm EinsExtra zusätzlich als fünfter Programmplatz aufgeschaltet. Die beiden RBB-Regionalmagazine werden wie bisher zwischen 19.30 und 20 Uhr und auf den gewohnten Programmplätzen ausgestrahlt.
Die beiden RBB-Plätze sind virtuell: Es läuft nur ein Datenstrom, der jedoch mit zwei Kennungen und Programmnamen versehen ist und damit wie gehabt zwei Plätze in der Senderliste der Settopbox belegt. Um während der Landesprogramme zwischen 19.30 und 20 Uhr einen fünften Datenstrom (und die damit verbundenen Einschränkungen der Bandbreite) zu vermeiden, wird „Brandenburg aktuell“ auch auf dem Programmplatz von EinsExtra gesendet. So bleibt es bei vier Datenströmen auf einem Kanal. Wird das neue Programm vom Empfänger nicht automatisch gefunden, ist ein Suchlauf für den K27 nötig.
Programmliste von ARD Digital.
Hintergrund: Was ist dynamische PMT-Auswertung?

27.1.2005 • Aus für Galaxis?
Über den Lübecker Settopboxen-Hersteller mit 100 Beschäftigten wurde am 27. Januar das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Pressemeldungen zufolge gab es schon länger Hinweise auf Zahlungsschwierigkeiten. Der unter Korruptionsverdacht stehende Firmenchef Wilfried Klimek war Anfang Dezember verhaftet worden. Galaxis produziert die DVB-T Boxen „Pop T“ und „a.d.a.m. T“.

24.1.2005 • Antenne auf Nord-Kurs
Nach Angaben des Projektbüros Norddeutschland wurden in den dortigen Startinseln mehr als 800.000 DVB-Empfänger verkauft. In der Region Bremen sei der Anteil der Antenne am Erstempfang seit Anfang 2004 von 13 auf 16,1 Prozent der TV-Haushalte gestiegen. in Niedersachsen werden 6,5 Prozent, in Schleswig-Holstein 7,5 Prozent und in Hamburg 5,1 Prozent der Haushalt per Antenne digital erreicht. Laut ZVEI sind bis Jahresende etwa 2,1 Millionen DVB-T-Geräte aller Geräteklassen an den Handel ausgeliefert worden.
DVB-T Norddeutschland im Internet.

19.1.2005 • Spätstart in Mitteldeutschland?
Für den Senderstandort auf einem Schornstein in der Leipziger Arno-Nitzsche-Straße fehlt derzeit nach einem Pressebericht die Baugenehmigung. Daher überlege der MDR, stattdessen „einen eigenen Neubau zu errichten“. Die Entscheidung soll Anfang Februar fallen. Der Lenkungsausschuß reagierte mit einer Presseinfo. Es bleibe beim Start „im Mai“, aber: „Für Weimar und Halle (liegen) die erforderlichen Baugenehmigungen derzeit noch nicht vor“. Die Projektvereinbarung vom Mai 2004 nennt den 2. Mai 2005 als Starttermin.
Auf dem Kanal 35 läuft vom Sender Leipzig Wiederau bereits ein Testbetrieb mit den Programmen ARD, WDR, MDR und RBB.
Im Regelbetrieb ist für Halle/Leizig und Erfurt/Weimar die Ausstrahlung von bis zu sechs Kanälen möglich. Praktisch genutzt werden wahrscheinlich jedoch nur drei: von der ARD (K22 mit Das Erste, Arte, Phoenix, 1extra), dem ZDF (K42: ZDF, Kinderkanal/ZDFdoku, ZDFinfo/3sat, MHP-Dienst Digitext) und dem MDR (3. Programme des MDR, RBB, WDR, ein Platz offen). Die Abstinenz von Pro7, SAT1, RTL & Co. macht ein Dilemma des digitalen Antennenfernsehens deutlich.
Quellen: Leipziger Volkszeitung vom 19.1.2005 und Presseinfo des Lenkungsausschusses vom 20.1.2005.
Zum ausführlichen Hintergrund-Artikel über die private Abstinzenz.

17.1.2005 • Kanäle 35 und 42 für Kassel ausgeschrieben
Die Landesmedienanstalt LPR Hessen hat für Nordhessen (Großraum Kassel) zwei DVB-T Kanäle ausgeschrieben. Bis zum 21. März können sich private Veranstalter von bundesweit verbreiteten Fernsehprogrammen bewerben. Regionale Fenster sind nicht gefordert. Verbreitet werden später insgesamt 20 Programme, darunter 12 öffentlich-rechtliche (ARD, ZDF, HR). Von den Senderstandorten Kassel Stadt und Habichtswald können etwa eine Million Einwohner der Region zwischen Hofgeismar und Melsungen bzw. Fritzlar und Hessisch-Lichtenau versorgt werden. Der Empfang in Kassel soll mit Zimmerantennen möglich sein.
Quelle: Presseinformation der LPR Hessen vom 17.1. 2005 (Rubrik Aktuelles).
Text der Ausschreibung (pdf).

7.1.2005 • DVB-T für Schwerin und Rostock ab 4. Quartal 2005?
Wolfgang Remer, Technikbeauftragter der Landesrundfunkzentrale Mecklenurg-Vorpommern (LRZ) kündigte den Start des digitalen Antennenfernsehens für Rostock und Schwerin im 4. Quartal 2005 an. Ausgestrahlt werden die Programmpakete der ARD, des ZDF und des NDR in der Belegung wie im Raum Kiel. Für Private werde „in Kürze“ ein Bouqet ausgeschrieben. „Wir erwarten aber eher, dass es keine Bewerber geben wird“, erklärte Remer gegenüber der Schweriner Volkszeitung.
Quelle: Bericht der SVZ vom 7. Januar.
Hintergrund: Zur Abstinenz der Privaten in einigen Regionen.

3.1.2005 • Beim Software-Update tut sich was
Eine Meldung der Zeitschrift „Digitalfernsehen“ erweckt den Anschein, in Sachen der lang erwarteten Receiver-Updates „durch die Luft“ sei alles schon getan. Schön wär's. Nach Auskunft aus dem ZDF scheint aber Bewegung ins Thema zu kommen. Auf Anfrage wurde mir mitgeteilt:
„Es gibt zur Zeit kein Softwareupdate in unserem DVB-T Transportstrom. Richtig ist, dass wir an einer Lösung in Zusammenarbeit mit der T-Systems arbeiten. Vorbehaltlich der noch ausstehenden juristischen Prüfung soll tagsüber ein Update signalisiert und nachts ausgespielt werden.“ Dafür wird das „Enhanced Profile“ eingesetzt, die Übertragungen erfolgen über die Kanäle des ZDF in allen DVB-T-Regionen.
Eine Liste von DVB-T-Geräten, die nach Herstellerangabe für den Software-Upgrade „durch die Luft“ geeignet sind, finden Sie hier.
Quelle: Meldung in „Digitalfernsehen“ (2/2005) und eigene Recherchen.
Einen Hintergrundartikel und Weiteres finden Sie in Kapitel 2.7 des Buches „Fernsehen überall ganz einfach“.



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