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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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23.1.2018 • Frequenzen: Bayern testet Fernsehen im Mobilfunk
Terrestrik Im Herbst 2018 beginnt ein Test der TV-Übertragung mit Mobilfunktechnik der 5. Generation. Für das Forschungsprojekt 5G-Today wird der neue Rundfunkmodus Further evolvend Multimedia Broadcast Multicast Service (FeMBMS), eine Weiterentwicklung von eMBMS, genutzt.
„Mit der Einführung von 5G könnte ein weltweiter Markt mit Millionen von Smartphones und Tablet-PCs als potentiellen TV-Empfängern entstehen, welche Live-TV-Dienste, Mediatheken, Soziale Netzwerke und viele weitere Mediendienste attraktiv kombinieren können“, teilt das IRT dazu mit. 5G sei eine Schlüsseltechnologie u.a. für die effiziente Verbreitung von Medieninhalten an mobile Nutzer und automatisiertes Fahren.
Das Projekt kombiniere eine große Sendezelle am Wendelstein mit kleineren an den Münchner Standorten des BR. Gesendet wird im Kanal 56, der bereits seit 2010 dem Mobilfunk zur Verfügung steht. Partner sind die Technikanbieter Rohde&Schwarz und Kathrein, Telefonica Deutschland und der BR. Die Projektleitung liegt beim Institut für Rundfunktechnik (IRT). 5G-Today folgt auf das Projekt IMB5, das in Bayern bis 2015 durchgeführt wurde.
Die Mobilfunkunternehmen haben die Vermarktung von Smartphones mit digitalem Radio- oder TV-Tunern bisher blockiert, weil sie von der Übertragung mit Broadcast-Technik wie DAB+ oder DVB-T/DVB-T2 HD nicht profitieren. Eine Verlagerung der Radio- und TV-Übertragung auf Mobilfunktechnik würde zwar hohe Investitionen in die Netze erfordern. Das würde durch die Vermarktung von Programmpaketen und Datenraten belohnt. Hörer bzw. Zuschauer bräuchten komplett neue Gerätegenerationen.
Die EU hat die bekannten terrestrischen Verbreitungstechniken festgeschrieben. Erst ab etwa 2025 sollen Nachfolgeverfahren diskutiert werden.
Quelle: Presseinfo des IRT vom 23.1. | Hintergrund: Broadcast vs. Mobilfunk | Archiv: IMB5-Projekt, Digitale Dividende.
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23.1.2018 • Österreich: Plattformen für Lokalfernsehen augeschrieben
Österreich Österreichs Medienbehörde KommAustria hat jetzt Multiplexe für lokale bzw. regionale TV-Programme (Mux-C) in zehn Gebieten neu ausgeschrieben. Erwartet werden Bewerbungen um den Betrieb von Plattformen; die Anbieter betreiben also die Sendetechnik und verantworten das Programmangebot.
Zum Teil sind schon aktive regionale Muxe betroffen. Die Bewerber können zwischen DVB-T und DVB-T2 als Sendestandard wählen. In einigen Fällen muss der bisherige Kanal wegen der Digitalen Dividende gewechselt werden. Das war bereits vor knapp einem Jahr im Digitalisierungskonzept 2017 der KommAustria angekündigt worden. Einreichungen werden bis zum 4. April angenommen.
Quelle: Ausschreibung vom 22.1. | Hintergrund : DVB-T2/SimpliTV.
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22.1.2018 • Digitalradio: LfK schreibt ein weiteres Programm aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die baden-württembergische Medienanstalt LfK hat jetzt die Ausschreibung für ein weiteres DAB+-Programm veröffentlicht. Es handelt sich offenbar um die Besetzung des durch die Abschaltung von Radio VHR Ende September 2017 vakant gewordenen Programmplatzes im Kanal 11B. Das derzeitige Versorgungsgebiet deckt die Rheinschiene, die Rhein-Neckar-Region und die Regionen Stuttgart und Ulm ab. Den Bewerbern wird eine Zulassung bis zum 30.9.2026 in Aussicht gestellt. Bewerbungen sind bis zum 28. Februar möglich.
Quelle: Ausschreibung | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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22.1.2018 • Digitalradio: SLM startet Small Scale Projekte am 31.1.
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Small Scale Projekte in Leipzig und Freiberg gehen am 31. Januar auf Sendung. Das gab die Sachsen-Medienanstalt SLM heute offiziell bekannt.
Lokale DAB+-Multiplexe für Lokalradios seien bisher wegen der Kosten „als Stiefkind betrachtet“ worden. Mit dem auf zwei Jahre befristeten Projekt wolle man zeigen, dass DAB+ „auch für kleine Versorgungsgebiete die richtige Technologie ist“. Das werde auch durch Fördermittel der SLM ermöglicht.
„Nach Ablauf der Förderphase wird es möglich sein, ein DAB+-Radioprogramm in guter Qualität für rund 300,00 Euro pro Monat und damit ergeblich günstiger als über UKW verbreiten zu lassen“, verspricht die SLM den Radioveranstaltern. Einen entscheidenden Anteil daran dürfte die Divicon Media als Betreiber der beiden Stadt-Sendenetze tragen.
Programme für Leipzig und Freiberg


Weitere Programme für Leipzig ... und Freiberg

Kanal 6C, Sendestandort Messegrund, 2 kW Kanal 10D, Wasserberg, 0,5 kW

Sachsen will mit dem Projekt „in die erste Liga der Digitalradiovielfalt aufsteigen“ - schon weil das DAB+-Programmangebot in beiden Städten nun „deutlicher größer als das Angebot über UKW“ sei, so Medienrats-Präsident Michael Sagurna.
Schon im Juni 2017 hatten 23 Bewerber ihre Zulassungen bekommen. Ein Programm wurde später ersetzt.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 22.1. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Small Scale-Projekt.
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20.1.2018 • Digitalradio: WDR vollzieht Ausstieg bei Radio NRW
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der angekündigte Ausstieg des WDR bei Radio NRW ist offenbar vollzogen. Offiziell ist nicht bekannt, wer die 24,9 Prozent an dem Vermarkter und Mantelprogrammlieferanten der 45 NRW-Lokalradios übernommen hat. Eine aktuelle Meldung spekuliert um frühere Vermutungen, wonach die größten Eigentümer ihre Anteile jetzt weiter erhöhen. Das ist die Pressefunk NRW (bisher 59 Prozent) mit der Funke Mediengruppe (21,7 Prozent) und der Axel Springer Verlag (12,4 Prozent) als größter von 30 beteiligten Verlagen. Zweitgrößter Gesellschafter ist RTL Radio Deutschland (16,1 Prozent).
Die Beteiligung des WDR bei der privaten Konkurrenz basiert auf einer Verpflichtung aus dem 1992 novellierten Landesmediengesetz. Möglicherweise wollte man so die lokale Kompetenz der aufkommenden und von den Zeitungsverlagen bis heute kontrollierten Lokalradios stärken. Nach nun 25 Jahren ist das offenbar nicht mehr notwendig.
Der seinerzeitige RTL-Deal war Teil eines Lokalradio-Konzepts mit den Zeitungsverlagen an den redaktionellen und wirtschaftlichen Schaltstellen; zugleich werden lokale und kommunale Institutionen zur inhaltlichen Stützung verpflichtet. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern (z.B. Bayern) wollen die NRW-Lokalradios UKW und den dort kontrollierbaren Wettbewerb erhalten. Bis vor Kurzem wurde DAB+ in NRW von den Privatradios, der Medienanstalt LfM und der vorherigen Landesregierung behement bekämpft.
Quelle: Meldung von Meedia vom 17.1. | Hintergrund: NRW-Lokalradios und DAB+, DAB+ in NRW.
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20.1.2018 • DVB-T2 HD: Lausitzwelle weiter ohne konkreten Starttermin
Das sächsische Lokalfernsehen Lausitzwelle nennt als Sendebeginn das 1. Quartal 2018, berichtet Flurfunk Dresden. Eine flächendeckende Versorgung der Lausitz werde im 1. Halbjahr 2018 erreicht. Der Sendestart war ursprünglich für den 9. November 2017 avisiert. Eine der Sendeanlagen konnte jedoch erst Anfang Dezember montiert werden. Neben der Verbreitung im Raum Hoyerswerda/Bautzen wird die Frequenz von eRTV in Görlitz übernommen.
Die Lausitzwelle geht aus der Elsterwelle hervor. Die SGS Rundfunkgesellschaft in Hoyerswerda wird auch die fünf geplanten Sendeanlagen betreiben. SGS betreibt in Sachsen-Anhalt das Ran1-Fernsehen und dessen DVB-T Sender in Bitterfeld.
Quelle: Meldung von Flurfunk Dresden vom 18.1. | Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen.
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18.1.2018 • Niederlande: Digitenne wechselt auf DVB-T2 mit HEVC
DVB-T2 Logo (DVB Project) Auch in den Niederlanden steht der Umstieg auf DVB-T2 bevor. Der Netzanbieter KPN will sein kostenpflichtiges Digitenne-Paket im ersten Quartal umstellen.
Auch KPN hat sich für den HEVC (H.265) Codec entschieden, der auch in Deutschland verwendet wird. Den 300.000 Kunden wird eine geeignete Settopbox ohne Aufpreis angeboten. Die neue Technik muss bis Ende Januar 2030 vorgehalten werden.
Für die drei Programme des frei empfangbaren öffentlich-rechtlichen Fernsehens NPO soll es, ebenso wie für die regionalen Sender, derzeit keine Umstiegspläne geben.
Quelle: Meldung von broadcasttvnews vom 16.1. | Hintergrund: DVB-T2 und HEVC.
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16.1.2018 • Digitalradio: R.SA-Projekt verlängert / Small Scale vor Start
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Sachsen Das Projekt moit Radio R.SA und dem MDR wird über den 14. Februar 2018 hinaus „bis zu einer sachsenweiten Einführung von DAB+“ (max. 10 Jahre) verlängert. Das beschloß der Medienrat der Medienstalt SLM. R.SA hatte darum gebeten. Das Projekt soll erproben, inwieweit DAB+ Lücken in der UKW-Versorgung schließen kann. R.SA ist zwar landesweit lizenziert, kann aber über UKW nicht flächendeckend verbreitet werden.
Unterdessen scheint der Sendestart der Small Scale Projekte in Leipzig und Freiberg, den einige Beteiligte für den 31. Januar avisieren, unmittelbar bevor zu stehen. Die SLM will das Vorhaben am 22. Januar vor Journalisten vorstellen.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 16.1. | Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Small Scale Projekte.
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16.1.2018 • Digitalradio: Kein Programm-Abbau in und um Berlin
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Berlin und Brandenburg Im Gegensatz zu jüngsten Spekulationen einiger Medien wird der RBB die Übernahmen anderer ARD-Radios in seinem Berliner DAB+-Mux nicht beenden. Das teilt ein RBB-Sprecher auf Anfrage von dehnmedia mit.
Der RBB sieht DAB+ „mittelfristig als UKW-Ablösung“. Zwar werde es beim Grundsatz der „intendierten Sendegebiete“ (siehe §11c Rundfunkstaatsvertrag, dehnmedia) bleiben. „Davon unabhängig hat die Medienanstalt Berlin Brandenburg genehmigt, freie Übertragungskapazitäten in Berlin für Programme anderer Landesrundfunkanstalten zu nutzen“, informiert der RBB weiter. „Die so vergrößerte Programmvielfalt soll den Umstieg der Hörerinnen und Hörer auf die digitale Empfangsebene fördern.“
Am 1. März sind jedoch einige Änderungen vorgesehen: SWR Aktuell und Bayern Plus wechseln vom Privatmux (Kanal 7B) in den RBB-Mux Kanal 7D. Dort entfällt allerdings BR Klassik. Das Integrationsradio Cosmo kann auf seinem neuen Sendeplatz im Kanal 10B jetzt auch eine Hörerschaft über Berlin hinaus in Brandenburg erreichen. Antenne Brandenburg für Frankfirt/Oder wird nur noch im Brandenburg-Mux gesendet. Beide Programme sind aber über den neuen Sendestandort Scholzplatz weiterhin in Berlin zu hören. Im K 10B findet sich zusätzlich RadioEins für Frankfurt/Oder. Antenne Brandenburg-Regionalisierungen für Prenzlau und Perleberg gehen später OnAir.
Ein „Wechsel“ auf Kanal 10B am Scholzplatz sei nicht vorgesehen. Der Brandenburg-Mux des RBB bekommt dort am 1. März vielmehr einen zusätzlichen Sendestandort. Für die nächste Erweiterung des Sendenetzes bleibt es beim 27. März für Casekow und Calau. Der RBB-Sendemast am Scholzplatz bekommt 2019 eine neue Sendeantenne, die für die erweiterte DAB+-Nutzung optimiert ist.
Mit diesen Änderungen und den für den 30. Januar erwarteten Entscheidungen für die 24 Bewerber für den Berliner und den neuen Berlin/Brandenburger Privatmux bekommt die Hauptstadt in diesem Jahr also ein stark erweitertes Programmangebot.
Quelle: Eigene Recherche, Meldung von DF vom 12.1. u.a. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
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16.1.2018 • Telekommunikation: DAB+ im Handy weiter ohne Chance
Terrestrik Laut einer Meldung will Samsung UKW für künftige Smart-Phone-Generationen freischalten. Dies soll - nach Protesten gegen die Mobilfunkbetreiber - in den USA und Kanada geschehen. Die Diensteanbieter orientieren auf die kostenpflichtige Mediennutzung (inkl. Radio und Fernsehen/Video) via Highspeed-Internet. Frei empfangbares terrestrisches Radio und Fernsehen, egal ob mit DAB+/DAB, DVB-T oder DVB-H, steht in direkter Konkurrenz zum Geschäftsmodell der Mobilfunk-Unternehmen. Daher blockieren sie die Vermarktung von Smartphones mit Broadcast-Empfang; letztes Beispiel war das Stylus2 von LG mit DAB+-Tuner.
Quellen: Meldung von satnews.de vom 16.1. | Hintergrund: Gescheitertes Mobil-TV, Radio über Broadcast oder Mobilfunk?
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16.1.2018 • DVB-T2 HD: FreenetTV-Kanal N24 wird WELT
Der mit dem Bezahlpaket FreenetTV buchbare Nachrichtenkanal N24 firmiert ab dem 18. Januar unter dem Namen Welt. In Österreich bleibt es zwar bei N24, jedoch ersetzt dort N24 Doku Austria gleichen Tags den Kanal N24 Austria auf allen Verbreitungswegen.
Die ProSiebenSat1-Gruppe hatte ihren 2000 gegründeten Nachrichten- und Dokukanal im Jahr 2010 an die N24 Media GmbH von Torsten Rossmann, Stefan Aust (je 26 Prozent) und weiteren Personen verkauft. 2015 übernahm der Springer-Verlag das Unternehmen, das zunächst als WeltN24 firmiert. Ab Januar 2018 werden alle Produkte der Springer-Zeitung Die Welt und das Nachrichten-TV unter der gemeinsamen Dachmarke Welt vermarktet.
Neben dem eigenen Programm werden Nachrichtensendungen für ProSieben, Sat1 und KabelEins geliefert. Die Tochterfirma Maz&More produziert das Frühstücksfernsehen für Sat1.
Quelle: Presseinfo des Springer-Verlages vom 8.1. | Hintergrund: DVB-T2 HD - Freenet TV.
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15.1.2018 • Norwegen: Radio nur digital relevant - erste Umstiegsbilanz
DABplus-Logo Schriftzug Als erstes Land setzt Norwegen seit Mitte Dezember ausschließlich auf DAB+ und schaltete die analoge UKW-Radioterrestrik ab. „Radio muss digital verbreitet werden, um relevant zu bleiben“, kommentiert Ole Jørgen Torvmark (Digital Radio Norge) diesen weltweit erstmals vollzogenen Schritt. Die kurzzeitig sinkende Radionutzung werde mittelfristig aufgefangen.
Inzwischen findet 78 Prozent des täglichen Radiokonsums in Norwegen über DAB+ statt. Das Sendenetz sei besser ausgebaut als das UKW-Netz. So sind 99,7 Prozent der Bevölkerung mit den NRK-Programme und 92,8 Prozent mit privaten Programmen versorgt.
Vor allem die Newcomer unter den nun 31 national verbreiteten Stationen profitieren: Sie, ob vom öffentlich-rechtlichen NRK oder den privaten Gruppen P4 und Bauer Media, legten beim Marktanteil von 26,4 auf 36 Prozent zu. Der Anteil der fünf bisher national verbreiteten Radios fiel von 60,2 auf 42,1 Prozent. Einige kleinere Programme dürfen noch bis 2021 in UKW senden.
Allein seit Mitte September wurden 620.000 DAB+-Geräte (davon 150.000 Autoradios oder Autoadapter) verkauft. Der Gerätebestand wird mit 5,4 Mio. Stück angegeben, 91 Prozent der Haushalte besitzen mindesstens eines.
Quellen: Aktuelles Zahlenwerk, Digitalisierungs-Infos (Medienbehörde Norwegen), Presseinfo Digitalradiobüro.
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15.1.2018 • Kabel: PR-Plattform propagiert Analogausstieg
Kabelanschluß Wie beim Umstieg auf DVB-T und DVB-T2 HD und dem Analogausstieg via Sat begleitet ein Projektbüro die Analogabschaltung im Kabel. Rund 1,8 Mio. Haushalte, die ausschließlich analog empfangen und weitere 1,4 Mio. Haushalte, die neben digitalem auch analogen Empfang (z.B. am Zweitgerät) nutzen) sollen „Den Anschluß nicht verpassen“.
„Eine rein digitale Verbreitung von Fernsehen und Radio im Kabel“ sei in Bayern und Sachsen ab 2019 gesetzlich vorgeschrieben ist. Weiter sei „zu erwarten, dass in einzelnen Regionen die vollständige Digitalisierung des Kabelnetzes erst Anfang 2019 erreicht wird“, heißt es in einer Presseinfo. Die Digitalisierung auch des Kabel-Radioempfangs ist allerdings nur Bayern und Sachsen gesetzlich vorgegeben.
Der Umstieg wird u.a. mit „Platz für noch mehr TV-Programme und Angebote in HD- und UHD-Qualität“ beworben. Eingeräumt wird, dass für private Programme in der dem heutigen Stand der Technik entsprechenden HDTV-Bildqualität Zusatzkosten entstehen. Es fehlen Hinwweise zur Perspektive dieser Digitalprogramme in Standardauflösung: Diese können ab Ende 2022 ebenfalls abgeschaltet oder kostenpflichtig werden.
Neben wolle Kabelkunden ansprechen und „konkrete Transferarbeit“ für Wohnungswirtschaft, Handel und Herstellern leisten. Im Auftrag der Initiative Digitales Kabel (Medienanstalten, Verband deutscher Kabelnetzbetreiber Anga, Telekom, P?UR, Vodafone, VPRT, ARD, RTL Deutschland, ProSiebenSat.1) betreibt die Berliner Goldmedia GmbH das Projektbüro.
Für Informationen, in welchen Regionen die Verbraucher Änderungen erwarten müssen, verweist die Website auf die Kabelanbieter. Das betrifft vor allem den zeitlichen Ablauf des Umstiegs. Diesen hat Unitymedia schon Mitte 2017 in drei Bundesländern vollzogen. Vodafone/Kabel Deutschland hat letzte Woche in der Pilotregion Landsberg begonnen. Als nächste Region wird Nürnberg am 15. Mai genannt. Der norddeutsche Anbieter Wilhelm.Tel will heute beginnen und das Umstiegs-Projekt am 25. März beenden. Netcologne kündigt den Analogausstieg „ab Januar 2019“ an. Weitere Informationen zum Verlauf gibt es zur Zeit nicht.
Hinweis : Ein Wechsel zur Antenne kann für einige Kabelkunden sinnvoll sein. Wenn der Kabelanschluß jedoch im Mietvertrag enthalten ist bzw. es sich um den Vertrag einer Eigentümergemeinschaft handelt, kommt man um die Grundgebühren des Anschlusses (in denen bisher die analogen Programme enthalten waren) nicht herum.
Quellen: Presseinfo von Digitales Kabel vom 15.1. Homepage www.digitaleskabel.de.
Hintergrund: Umstiegsinfos von Vodafone, Wilhelm.Tel, Netcologne.
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10.1.2018 • Unterhaltungselektronik: Ein Standard, den keiner braucht
Die Unterhaltungselektronik und verwandte Branchen steigen alljährlich mit der Consumer Electronics Show (Las Vegas, 9.-12. Januar) ins neue Jahr ein. Folgt man ersten Berichten, tobt dort ein Kampf um das Thema High Dynamic Range, kurz: HDR. Mehrere Unternehmen bzw. Konsortien wollen ihre Patente am Markt durchsetzen.
Die lautstark beworbene bessere Bildqualität betrifft nur Endgeräte - hier „4k“-Displays. Diese sind in der Lage, die Farbe und Helligkeit jedes Pixels mit 10 oder gar 12 Bit zu definieren. Nur gesendet wird das nicht: 4k bietet auf längere Zeit keines der relevanten Programme auf keinem Verbreitungsweg. Das tun derzeit ein paar Testkanäle und teure BluRays (nicht unbedingt durchweg mit HDR).
2/3 der deutschen TV-Haushalte empfangen hingegen HDTV mit 8 Bit Farbtiefe des Sendesignals. So sendet beispielsweise auch Freenet TV via DVB-T2 HD, bestätigt ein Sprecher gegenüber dehnmedia. 8 Bit heißt in der Praxis: Die Farbe jedes Pixels wird mit 256x256x256 Werten für die drei Grundfarben beschrieben. Das ergibt 16,7 Mio. Farbwerte, was allgemein als fotorealistisch bezeichnet wird. Fürs Fernsehen sollte das ausreichen - auch weil die Leistungsfähigkeit des menschlichen Auges und Gehirns Grenzen hat.
Um die gesendeten 8 auf die besagten (und beworbenen) 10 oder 12 Bit des Fernsehers zu bringen (und die leeren Bits zu füllen) wird der Farbwert per Software neu berechnet. Das kann zu unterschiedlichen Ergebnissen auf verschiedenen Fernsehern führen - und ob die „besser“ sind, als das angelieferte HDTV-Bild - das wäre zu diskutieren.
Wer die üblichen privaten und öffentlich-rechtlichen (HDTV-) Programme einschaltet braucht also keinen „4k“-Fernsehen, kein HDR usw. Ein gutes HDTV-Display ist vollkommen ausreichend für die via Sat, Kabel, Antenne, Internet (YouTube, Vimeo, Amazon, Netflix etc.) gesendeten Bildsignale.
Erinnert werden soll hier an einen ganz pragmatischen Vorschlag von Fachleuten: Unter Wohnzimmerbedigungen wirke der durch HDR mögliche Sprung der Bildqualität weitaus deutlicher als die höhere Pixelzahl von „4k“. Auch für Laien werde das sichtbar, wenn die inzwischen handelsüblichen „4k“-Displays mit HDR-Signalen im besten HDTV-Bildmodus 1080p50 (wie bei DVB-T2 HD) bespielt würden. Der HEVC-Codec unterstützt die Übertragung solcher Signale auf allen Verbreitungswegen.
Der guten Ordnung wegen noch Eines: Bei Dreharbeiten fürs Kino gehören 4k und HDR inzwischen zum Alltag. Ein fertiger Film wird in dieser Qualität aber nur selten ausgeliefert - nur wenige Kinos können 4k projizieren. „Ausspielungen“ werden in der für jeden Vertriebsweg erforderlichen Qualität angefertigt. Die technische Qualität des gedrehten Originals sollte natürlich immer besser sein, als die der Kopien für die Kinos, TV-Sender, DVD- oder BluRay-Hersteller usw. Ein TV-Sender bestellt (auch aus Kostengründen) normalerweise eine HDTV-Sendekopie mit den üblichen 8 Bit Farbtiefe.
Quelle: Eigene Recherche, Meldung von DF vom 9.1. | Hintergrund: 4k und HDR.
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10.1.2018 • Digitalradio: Neues aus Griechenland und der Ukraine
DABplus-Logo Schriftzug Der erste Multiplex Griechenlands ist am 5. Januar gestartet. Von seinem Sitz im Zentrum Athener verbreitet das öffentlich-rechtliche ERT sieben Programme im technischen Test. Der genutzte Kanal 12C ist laut griechischer Frequenzplanung für ein Gleichwellennetz für Zentralgriechenland und Attica geplant.
Ukraine Der nationale Medienrat der Ukraine hat die Ausschreibung für einen DAB+-Mux im Raum Kiew angekündigt. Das Pilotprojekt soll 2018/2019 einem späteren UKW-Ausstieg vorangehen. Ausgestrahlt werden sollen fünf nationale und neun regionale bzw. lokale Stationen. Es gebe angesichts des „katastrophalen Mangels“ analoger Frequenzen keine andere Alternative zur Weiterentwicklung des Hörfunks.
Quelle: Meldungen von radiomagonline vom 9.1., worlddab.
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9.1.2018 • Digitalradio: PureFM ist wieder OnAir
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach kurzzeitiger Abschaltung ist PureFM in Berlin wieder in der Digital-Luft. Die Verhandlungen mit dem Netzbetreiber waren also offenbar erfolgreich. Laut einer Meldung hat der Sendebetrieb auch in den Stadtmuxen für Hamburg, München, Augsburg und Ingolstadt wieder begonnen.
Quelle: Eigene Recherche, Meldung von satnews.de vom 9.1. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Hamburg, Bayern.
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9.1.2018 • AGF: Digitalisierungsbilanz 2017 mit Gewinn
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Laut AG Fernsehforschung (AGF) wechselten im Dezember 2017 rund 540.000 Haushalte zum digitalen TV-Empfang. Damit erhöhte sich der Anteil der Digitalhaushalte gegenüber dem Vormonat und über alle Verbreitungswege von 95,6 auf 95,8 Prozent der TV-Haushalte. Den Berechnungen liegen seit dem 1. Januar 2018 38,8 statt bis dahin 38,32 Mio. TV-Haushalte zugrunde.
Die Zusammenstellung der Monatswerte für 2017 zeigt, dass sich die Umstellung auf DVB-T2 HD zum ersten Termin Ende März ausgewirkt haben könnte, indem Kabelhaushalte auf die Antenne umgestiegen sind oder Zweitgeräte terrestrisch versorgen. Der November-Termin zeigt hingegen (u.a. wegen der wenigen betroffenen Haushalte in den Umstiegsgebieten) keine besondere Ausprägung.
Deutliche Wirkung zeigt hingegen der Analogausstieg in den drei Bundesländern von Unitymedia im Mai, Juni und Juli. Der Sprung im Dezember könnte auf ein Jahresendgeschäft und Korrekturen der Bestandsdaten zum Stichtag 1. Januar 2018 zurückzuführen sein.
Monat Zuwachs Anteil Monat Zuwachs Anteil Monat Zuwachs Anteil

Januar 80.000 91,3 % Mai 560.000 93,5 % September 30.000 95,5 %
Februar 70.000 91,5 % Juni 560.000 94,9 % Oktober* -30.000 95,4 %
März 190.000 92,0 % Juli 230.000 95,6 % November 50.000 95,6 %
April 10.000 92,0 % August* -50.000 95,4 % Dezember 540.000 95,8 %

Quelle: Monatsinfos der AGF im Jahr 2017. Basis: 38,32 Mio. TV-Haushalte. Vgl. verlinkte dehnmedia-Meldungen.
* Rückgänge aufgrund von Veränderungen bei den Basishaushalten.

Das Digitalisierungsjahr begann im Januar 2017 mit 34,91 Mio. TV-Haushalten (91,1 Prozent). Etwa 2,25 Mio. Haushalte stiegen im Jahresverlauf um, so dass die Zahl der verbleibenden analogen von 3,5 auf etwa 1,6 Mio. Kabelhaushalte sank - trotz des Anstiegs der Gesamtbasis. Für 2018 sind wesentliche Impulse durch die beginnende Analog-Abschaltung des größten Netzbetreibers zu erwarten: Vodafone (früher: Kabel Deutschland) hat Kunden in 13 Bundesländern.
JahrTV-Haushaltedv. digitalisiertin Prozentanaloge HHDiff. z. VJ

1.1.201236,04 Mio.20,93 Mio.58,1 %15,11 Mio.---        
1.1.201336,24 Mio.26,46 Mio.73,0 %9,78 Mio.5,33 Mio.
1.1.201436,71 Mio.28,41 Mio.77,4 %8,30 Mio.1,48 Mio.
1.1.201537,03 Mio.30,89 Mio.83,4 %6,14 Mio.2,16 Mio.
1.1.201638,19 Mio.33,45 Mio.87,6 %4,74 Mio.1,40 Mio.
1.1.201738,32 Mio.34,91 Mio.91,1 %3,50 Mio.1,24 Mio.
1.1.201838,80 Mio.37,16 Mio.95,8 %1,64 Mio.1,86 Mio.

Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.1.2018, AGF-Übersicht seit 2001.
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8.1.2018 • Rheinland-Pfalz: Eumann wird (kein?) LMK-Direktor (5)
LFM-NRW Im Rechtsstreit um die Wahl des SPD-Politikers Marc Jan Eumann zum Direktor der Medienanstalt LMK geht weiter.
Die LMK legte heute Beschwerde gegen die Entscheidung ein, wonach die Verwaltungsgerichtsbarkeit statt des Arbeitsgerichtes zuständig für die gerichtliche Auseinandersetzung um die Stellenbesetzung an der LMK-Spitze ist. Die LMK will auch gegen die daraufhin erfolgte Überweisung des Verfahrens Beschwerde einlegen. Die Frage der gerichtlichen Zuständigkeit habe grundsätzliche Bedeutung, begründet die LMK ihren Versuch, das Verfahren im Arbeitsgericht zu halten.
Quelle: Presseinfo der LMK vom 8.1. | Hintergrund: Direktoren der Landesmedienanstalten.
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8.1.2018 • Digitalradio: Ausschreibung für Augsburg wird angekündigt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach eigenen Angaben will das bisher nur im Internet vertretene Radio Schwabmünchen „mit Antenne ab Frühjahr 2018 über DAB+ Digitalradio“ senden. Auf Nachfrage von dehnmedia schränkt die Medienstalt BLM diese Aussage ein. Dort liege eine Interessensbekundung des Veranstalters vor. „Über die Vergabe wird aber im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung entschieden. Diese Ausschreibung für das DAB-Netz Augsburg 9C befindet sich gerade in Vorbereitung. Eine Veröffentlichung ist in den nächsten Tagen geplant.“
Schwabmünchen liegt am südlichen Reichweiten-Rand des Augsburger Mux. Im lokalen Kanal 9C wird auch der Start der neuen landesweiten Jugendwelle von Radio Galaxy erwartet.
Quelle: Eigene Recherche, Radio Schwabmünchen | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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8.1.2018 • Österreich: Technik-Infos zum DAB+-Regelbetrieb in Wien
Österreich Digitalradio-Schriftzug Österreich Der im Dezember für den Großraum Wien bekannt gegebene DAB+-Netzbetreiber Radio Technikum wird etwa 2,25 Mio. Einwohner von zwei Sendeanlagen aus versorgen. Gesendet wird laut ukwtv.de vom DC-Turm (12,6 kW) und vom Standort Arsenal (10 kW). Am 3. April 2018 soll vom bisherigen Pilotbetrieb (im Kanal 11D) auf den Regelbetrieb im Kanal 11C mit elf Programmen umgeschaltet werden.
Quelle: ukwtv.de | Hintergrund: DAB+ in Österreich - Regelbetrieb.
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8.1.2018 • Rundfunkbeitrag: ARD bescheidet sich mit 1,7 Prozent
Beitragsservice Logo Euro-Münze Die ARD hält eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags (aktuell monatlich 17,50 Euro) um jährlich 1,7 Prozent für erforderlich, um die allgemeine Teuerung auszugleichen, so der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm im Handelsblatt.
Ohne Erhöhung „kommen wir am gewaltigen Kürzen der Programme nicht vorbei“ wiederholte Wilhelm seine frühere Einschätzung, wonach den Anstalten drei Mrd. Euro zur Erfüllung ihrer Aufgaben fehlen. Der Rundfunk sei der „einzige Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge, bei dem die Inflation seit Jahren nicht ausgeglichen wurde“.
Wilhelm verwies aber auch auf die Bereitschaft der ARD, Beteiligungen und Tochterfirmen zurückzubauen. Jedoch sei eine Streichung des TV-Kanals One durch das Land NRW aus standortpolitischen Gründen verhindert worden.
2016 wurden über 44,87 Mio. Beitragskonten (darunter 3,74 Mio. für Betriebsstätten) geführt. Mit Einnnahmen von knapp 8 Mrd. Euro wurden 20 Fernsehprogramme (teils mit Partnern) und 69 Radiowellen finanziert.
Quelle: Meldung von DF vom 8.1. | Hintergrund: Jahresbericht 2016 des Beitragsservice, dehnmedia zum Rundfunkbeitrag.
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7.1.2018 • England: Regelbetrieb für Small Scale in Vorbereitung
DAB-Logo Schriftzug Das britische Medienministerium hat jetzt die im Mai 2017 avisierte Konsultation für den Regelbetrieb mit Small Scale DAB begonnen. Die britische Regierung will damit den DAB-Einstieg der rund 400 kommerziellen und nichtkommerzielle Lokalradios ebnen, die noch analog über UKW oder Mittelwelle senden.
Small Scale DAB sei eine flexible Plattform für kleine Radios und erweitere das Programmangebot zugunsten der Hörer, begründet Digitalminister Matt Hancock die Maßnahme, mit der Vorschläge aus der Radiobranche gesammelt werden sollen.
Die Regierung und die Medienbehörde Ofcom hatten 2015/16 zehn lokale Small Scale Projekte durchgeführt und als vielversprechend bewertet. Provisorisch laufen die Sendungen seither weiter. Der rechtliche Rahmen reiche jedoch für einen Regelbetrieb nicht aus.
In England werden derzeit mittels DAB drei nationale und zahlreiche überregionale und regionale Multiplexe verbreitet.
Quelle: Presseinfo der UK-Regierung vom 4.1. | Hintergrund: DAB+ und Small Scale international.
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6.1.2018 • Digitalradio: Alsterradio wird am 1.4. zur Rockantenne HH
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Hamburger Alsterradio firmiert ab dem 1. April zur Rockantenne Hamburg um. Das meldet Radioszene.
Hintergrund ist die inzwischen von den für Hamburg/Schleswig-Holstein und Bayern zuständigen Medienanstalten genehmigte Veranstalterallianz. Antenne Bayern (Veranstalter von Rockantenne) übernimmt dabei 49 Prozent der Anteile des Alsterradio-Betreibers NWZ Funk&Fernsehen. Bezahlt wird das mit einer 18,5 Prozentbeteiligung an Antenne Bayern. Dies sei die Grundlage für ein überregionales Radio-Netzwerk für alle Verbreitungsplattformen.
Die NZW-Musikwelle 91.7xfm, ebenfalls im Hamburger DAB+-Multiplex (Kanal 11C) vertreten, bleibt unverändert, heißt es weiter.
Quelle: Meldung von Radioszene vom 6.1. | Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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6.1.2018 • Frankreich: Lokale und nationale Multiplexe kommen bis 2020
RNT-Logo Schriftzug Nachzügler Frankreich schaltet beim DAB+-Ausbau auf volles Tempo. Die Medienbehörde CSA präzisiert Ankündigungen jetzt mit einem Zeitplan bis 2020.
Noch in 2018 wird für Bayonne, Pau, La Rochelle, Dijon, Besançon, Grenoble, Saint-Étienne, Annecy, Chambéry, Annemasse, Toulon, Avignon, Tours, Orléans und Poitiers ausgeschrieben. Die Entscheidungen sollen zwischen Oktober und Dezember 2018 fallen, der Sendebetrieb könnte Ende 2019 beginnen. Mit etwa einem Jahr Versatz folgen Caen, Le Mans, Clermont-Ferrand, Limoges, Amiens, Metz, Nancy, Reims, Troyes, Rennes, Angers, Brest, Montpellier, Perpignan und Nîmes.
Noch in dieem Jahr könnte außerdem zwei nationale Multiplexe ausgeschrieben werden. Sie sollen mit 26 Programmen die Groß- und Mittelstädte und Autobahnen abdecken. Von einer erwarteten Studie ist abhängig, ob einzelne Programme oder eine Betreiberplattform zugelassen wird.
Laut CSA sind derzeit 13 Multiplexe in Paris, Marseille und Nizza in
Ausschreibungsphasen:
Lila: bisherige;
gelb: laufende für Toulouse und Bordeaux;
blau: 2018/2019;
grün: ab 2020
(CSA-Grafik klickbar).
Betrieb. Nach dem geplanten Ausbau der Netze und Programmangebote wäre ab 2020/2021 der Großteil des Nachbarlandes versorgt. In den Ballungszentren sieht das Konzept zwei lokale, einen regionalen und zwei nationale Muxe mit bis zu 65 Programmen vor.
Quelle: Meldung von Radiowoche vom 6.1., Presseinfo der CSA vom 27.12.
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5.1.2018 • Kabel: Vodafone/KDG schaltet TV und Radio analog ab
Kabelanschluß Nach Unitymedia (Mitte 2017) avisiert nun auch Vodafone (Kabel Deutschland) das Ender der analogen Rundfunkverbreitung. Den Anfang der 12,6 Mio. Kundenhaushalte machen Bayern und Sachsen. Deren Landesmediengesetze schreiben den Analog-Ausstieg bis Ende 2018 vor.
Am 9. Januar will das Unternehmen in 26 PLZ-Bereichen der Pilotregion Landshut/Dingolfing sehen, wie die Analog-Nutzer auf die Änderung reagieren. Der Großraum Nürnberg/Fürth/Zirndorf folgt mit 68 PLZ-Bereichen am 15. Mai. Weiteres soll im Frühjahr 2018 bekannt gegeben werden. Versprochen wird „Gigabit-Geschwindigkeit für 12,6 Millionen Haushalte“ in 13 Bundesländern ab dem Sommer 2018.
Vodafone-Kunden brauchen ab Umstellung also TV-Geräte oder Beisteller für DVB-C (Cable) für das digitale SDTV-Basisangebot notwendig; weitere Senderpakete sind zusätzlich kostenpflichtig. Auch der bisherige „Radio-Anschluss selbst ist ab dem Umstellungstag ohne Receiver nicht mehr nutzbar.“ Betroffene Kunden sollen einen nicht näher beschriebenen (und auf der Website nicht auffindbaren) „Digital-Receiver“ erwerben, der „ab Dezember“ im Handel oder bei Vodafone verfügbar sein soll.
Auch der in Hamburg und Schleswig-Holstein aktive Kabelanbieter Wilhelm.Tel will das analoge Fernsehen zwischen dem 15. Januar und dem 25. März abschalten. Für die Radiohörer ändert dieser Netzbetreiber nichts.
Beide Netzbetreiber wollen ihre Digitalangebote ausweiten - teils wohl auch extra kostenpflichtig. Laut Wilhelm.Tel kann ein analoges durch „bis zu zwölf digitale“ Programme ersetzt werden. Mit der Analogabschaltung reduzieren die Kabelanbieter ihre Leistung. Ab Ende 2022 entfällt außerdem die Verpflichtung, die privaten Digitalkanäle in der geringen Bildauflösung überhaupt bzw. kostenlos zu verbreiten.
Nachtrag: Wie Vodafone auf Nachfrage mitteilt, wird gegenwärtig über die beiden o.g. Termine hinaus jetzt keine weitere Zeitplanung für Bayern, Sachsen und die anderen elf Bundesländer bekannt gegeben.
Quellen: Presseinfo der BLM vom 5.1., Presseinfo vom 7.12., Zeitplan und FAQs von Vodafone; Infos von Wilhelm.Tel.
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4.1.2018 • Digitalradio: PureFM verlässt DAB+ (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 PureFM will zu seinem Ausstieg bei DAB+ „in den nächsten Tagen Stellung beziehen“. Das gibt der Berliner Veranstalter auf Facebook bekannt. Falsch seien Behauptungen, „pure fm stellt die Verbreitung seiner Programme über Digitalradio ein“. Der Veranstalter hatte bisher keine Stellung genommen und u.a. eine Anfrage von dehnmedia ignoriert.
Man befinde sich derzeit in Verhandlungen mit dem Verbreitungs-Dienstleister (also Media Broadcast, dehnmedia). „Dabei geht es nicht ausschließlich um Geld, sondern auch um Abwägungen, welche Verbreitungswege auf Dauer sinnvoll sind und zu welchen Bedingungen.“ Angesichts des Engagements für DAB+ „hätten wir uns von politischer Seite - bezüglich der Entwicklung der Zukunftstechnologie DAB+ - mehr Hilfe versprochen, da gegenwärtig ausschließlich UKW einen wirtschaftlichen Betrieb zulässt“.
PureFM hatte seine DAB+-Beteiligungen in Berlin, Hamburg, München, Augsburg und Ingolstadt zum Jahreswechsel beendet. Gesendet wird weiter auf den UKW-Frequenzen und im Web.
Quelle: Pure FM bei Pure FM bei facebook am 4.1. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Hamburg, Bayern.
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3.1.2018 • Österreich: ATV stellt HbbTV-Dienst ATVsmart ein
Der österreichische Fernsehsender ATV, seit April 2017 Teil der ProSiebenSat1-Gruppe, hat sein Portal ATVsmart zum Jahreswechsel eingestellt. Dort wurden erst seit Oktober 2016 mittels HbbTV-Technik und Internetverbindung TV-Inhalte per Abruf angeboten. ATVsmart wird durch Mediatheken ersetzt, die mittels der roten Fernbedienungstaste von den TV-Programmen ATV HD und ATV2 aus aufgerufen werden. Ein Livestream von ATV HD ist online verfügbar, ATV2 soll live im Web in Kürze folgen.
Quelle: Meldung von Infosat vom 3.1. | Hintergrund: DVB-T2 in Österreich.
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3.1.2018 • Digitalradio: Tide Radio in Hamburg jetzt auf Sendung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Hamburger Ausbildungs- und Bürgerradio Tide Radio ist seit dem 1. Januar im Ballungsraum-Multiplex (DAB+-Kanal 11C) mit einem 24/7-Programm zu hören. Die Verbreitung auf UKW 96,0 MHz geht weiter. Jedoch wird ab Juli die Sendeleistung reduziert, so dass der UKW-Empfang in den äußeren Stadtteilen der Hansestadt nicht gewährleistet ist.
Der Sendestart des im Dezember zugelassenen Musiksenders Peli One in Hamburg wird erwartet.
Quelle: Info von Tide Radio vom 1.1. | Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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2.1.2018 • Digitalradio: PureFM verlässt DAB+ (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 PureFM hat offenbar DAB verlassen. Eine Information dazu findet sich auf der Website des Anbieters nicht. Die Abschaltung wird aus allen DAB+-Sendegebieten gemeldet - also aus Berlin, Hamburg und Bayern (Stadtmuxe München, Augsburg, Ingolstadt).
Das Dance-Radio hatte sich in Berlin zuerst 2011/2012 zeitweise sowie zwischen November 2012 und Februar 2013 im DAB+-Mux hören lassen und meldete sich wieder im Juli 2014 digitalterretrisch zurück. Seit Mai 2014 sendete man digital in den drei bayerischen Stadt-Netzen und seit Mitte 2015 in Hamburg.
PureFM hatte sich für Berlin/Brandenburg neu beworben - ebenso wie Nice Radio, dass ebenfalls zum Jahreswechsel im Berliner DAB+-Kanal 7B abschaltete.
Quelle: Meldung von satnews vom 2.1. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Hamburg, Bayern.
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2.1.2018 • DVB-T2 HD: Netzausbau geht 2018 in zwei Etappen weiter
In den meisten deutschen Regionen ist DVB-T2 HD bereits gestartet. 2018 bringen ARD und ZDF weitere Regionen ans Sendenetz. In einigen Gebieten wird zusätzlich Freenet TV angeboten, das kostenpflichtige HDTV-Paket der Privatsender. Der erste Schritt der „Phase 2b“ ist für den 24./25. April mit folgenden Aktivitäten angekündigt:

Bundesland Standort Bundesland Standort Bundesland Standort

Bayern Augsburg * Niedersachsen Lingen NRW MS-Stadt *
Gelbelsee Lüneburg Teutob. Wald
Hesselberg ** Osnabrück Stadt* Thüringen Erfurt *
Hochberg Osnabrück Saalfeld **
Pfaffenhofen Rinteln ** Sonneberg **
Untersberg (AT) NRW Bielefeld * Weimar *
Hessen Angelburg ** Minden
Niedersachsen Bad Rothenfelde ** MS-Baumberge

Kanalwechsel: Im Raum Jena wechselt der ARD-Multiplex zugleich von K 39 auf K 27. Der MDR-Mux wechselt von K 56 auf K 21. Weitere Kanalwechsel nicht ausgeschlossen.
Stand: 12/2017. * Für Freenet TV angekündigte Standorte. ** DVB-T Standorte, die für DVB-T2 HD nicht mehr genutzt werden.

Im Herbst 2018 beginnt „Phase 3“ - die letzte Etappe des Umstiegs von DVB-T auf DVB-T2 HD. Dann erweitert Freenet TV ein letztes Mal sein Sendegebiet. Ein konkreter Termin ist noch nicht bekannt. Die letzten vier DVB-T Sendestandorte in NRW bzw. Brandenburg werden mit den Programmen von ARD und ZDF im Frühjahr 2019 auf DVB-T2 HD wechseln.
Quelle: Neue Infos zum Netzausbau nach Terminen bzw. Bundesländern | Hintergrund: DVB-T2 HD - Migration, Freenet TV
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2.1.2018 • Digitalradio: Muxe für Leipzig und Freiberg ab 31. Januar?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Am 31. Januar könnten die sächsischen DAB+-Multiplexe mit Small Scale Technik in Leipzig und Freiberg auf Sendung gehen. Diesen Termin nennt zumindest das für Leipzig zugelassene LuluFM auf seiner Website. Das für beide Regionen zugelassene SecondRadio nennt „Ende Januar“. Das mehrfach verschobene Pilotprojekt könnte also endlich endlich den Betrieb aufnehmen.
Um eine Beteiligung in einer oder beiden Regionen hatten sich 23 Programme beworben. Nach weitere Informationen hat der Programmanbieter Regiocast inzwischen seinen Musiksender 1/Deutsch durch die Formatwelle Schlagerplanet Radio ersetzt. Netzbetreiber ist erstmals bei DAB+ Divicon Media für beide Muxe.
Das Projekt läuft zunächst ein Jahr. Es kann „bei zufriedenstellendem Erprobungsverlauf“ um ein weiteres Jahr verlängert werden. Nach erfolgreichem Probebetrieb verspricht die Medienanstalt SLM den beteiligten Programmen Zulassungen für den Regelbetrieb.
Quelle: Infos von Lulu.FM und SecondRadio | Hintergrund: DAB+ und Small Scale in Sachsen.



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