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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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28.4.2017 • Österreich: KommAustria mit Digitalisierungskonzept 2017
Österreich Die österreichische Medienbehörde KommAustria hat ihre Digitalisierungsstrategie fortgeschrieben. Schwerpunkte im heute veröffentlichten Digitalisierungskonzept 2017 sind eine Verbesserung der Frequenznutzung und das Digitalradio mit DAB+.
So muss auch unser Nachbar mit der Digitalen Dividende 2 umgehen. Auch dort ist das 700 MHz-Band (TV-Kanäle ab K49) bis 2020 an den Mobilfunk abzugeben. Wesentlich betroffen sind die lokalen TV-Sender der C-Multiplexe, deren neue Frequenzen international korrdiniert werden müssen. Wie in Deutschland trägt auch in der Alpenrepublik die Sendetechnik DVB-T2 zu einer effektiveren Frequenznutzung bei - und ermöglichte dennoch die Verbreitung von mehr Programmen als mit DVB-T. Der Umstieg auf DVB-T2 endet im Oktober 2017.
Digitalradio-Schriftzug Österreich Nachdem erste Ausschreibungen für einen nationalen und regionalen Regelbetrieb mit DAB+ laufen, wird hinter den Kulissen an der weiteren Frequenzplanung für das digitale Radio gearbeitet.
Quelle: Presseinfo von KommAustria, Digitalisierungskonzept 2017 (Download) vom 28.4.
Hintergrund: DVB-T2, Wiener Test und Regelbetrieb mit DAB+ in Österreich.
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28.4.2017 • Rundfunkbeitrag: Einstieg in die nächste Beitragsdebatte
Beitragsservice KEF-Logo Die ARD-Anstalten, das ZDF und Deutschlandradio haben heute ihre Finanzplanungen für 2017 bis 2020 vorgelegt. Die KEF-Kommission wird die Angaben prüfen und ihren 21. Bericht erarbeiten. Es handelt sich um einen Zwischenbericht für den Vierjahreszeitraum, der Veränderungen gegenüber dem im April 2016 veröffentlichten 20. Bericht aufarbeiten soll.
Die Sender deuten an, dass sie bisher im Ausgaben-Plan liegen. „Allerdings liegen aktuell die erwarteten Beitragserträge unter der letzten KEF-Feststellung.“ In NRW wirken sich Restriktionen bei der Radiowerbung auf die Einnahmen aus, die im 20. Bericht nocht nicht berücksichtigt wurden.
Durch die Einführung der Beitragsfinanzierung 2015 wurden Mehreinnahmen erwirtschaftet. Der Rundfunkbeitrag musste daher nicht erhöht werden - er wurde 2015 sogar auf 17,50 Euro reduziert. Bis Ende 2016 sind außerdem 1,5 Mrd. Euro in Rücklagen geflossen. „Dadurch kann der Rundfunkbeitrag auch ab 2017 stabil gehalten werden“, so die Sender in einer gemeinsamen Presseerklärung.
Jetzt prüft die KEF die Finanzplanungen und wird ggfs. kürzen. Bedroht ist nach wie vor der Ausbau von DAB+, wofür im 20. KEF-Bericht die Mittel gekürzt wurden. In einer Vorausschau für die Zeit ab 2021 hatte die KEF den Rundfunkbeitrag auf über 19 Euro kalkuliert, wenn der Leistungsumfang beibehalten werden soll.
Das letzte Wort zur Höhe des Rundfunkbeitrags sprechen die Parlamente der 16 Bundesländer, die eine Änderung des Monatsbeitrags beschließen müssen.
Quelle: Presseinfo von ARD / ZDF / D-Radio vom 28.4. / Hintergrund: Echo / Meldungen zum 20. KEF-Bericht, div. Artikel.
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28.4.2017 • Hongkong: Stadtstaat schaltet letzten DAB-Mux ab
DAB-Logo Schriftzug In Hongkong wird DAB in spätestens in sechs Monaten abgeschaltet. Das beschloß die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone Ende März.
Ab 2010 war die Einführung des dgitalen Hörfunks mit DAB (alt) betrieben worden, 2012 wurden drei Multiplexe an private Betreiber und einer an das staatliche RTHK vergeben und begannen zu senden. 2015/2016 zogen die Privaten sich wegen des „Mangels einer kritischen Masse von Hörern“ aus DAB zurück. Das Internet und mobile Dienste hätten die klassischen Audio-Broadcasts weitgehend ersetzt. Damit fehle der Antrieb durch den Markt. RTHK mit seinen fünf DAB-Programmen als einziger Anbieter sei zu wenig. RTHK wurde mit einer Programmreform beauftragt, um seine Aufgaben mit den Kapazitäten auf UKW und Mittelwelle zu erfüllen.
Quelle: Presseinfo der Hongkong vom 28.3.
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27.4.2017 • Digitalradio: Klage gegen BR-Frequenztausch in 2. Instanz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Eine Klage zahlreicher bayerischer Privatradios gegen den Bayerischen Rundfunk wurde heute in zweiter Instanz verhandelt. Die Privatradios wollen die Übernahme der UKW-Senderkette von BR Klassik durch die BR-Jugendwelle Puls verhindern. Die Klassikwelle wäre ab 2018 nur noch per DAB+ empfangbar.
Die Privaten befürchten, dass Puls ihnen erfolgreich Konkurrenz macht. „Teile unserer Mandanten sehen sich in ihrer Existenz bedroht, wenn dieses Jugendprogramm kommt“, so der Klagevertreter. „Alle anderen Sender verlieren sehr relevante Werbeeinnahmen.“ Der BR sieht es hingegen als Aufgabe seiner Grundversorgung an, junge Zielgruppe auch über UKW als wichtigste Radioplattform zu erreichen.
Das nun angerufene Oberlandesgericht will das Urteil Ende Juli verkünden. Scheitern die Kläger, wie in erster Instanz, wurde der Gang vors Bundesverfassungsgericht bereits angekündigt. Die Gruppe der 60 Kläger der ersten und 40 der zweiten Instanz dürfte dann weiter schmelzen.
Quelle: Meldung von infosat.de vom 27.4. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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27.4.2017 • Digitalradio: EWF-Projekt in Bayern „erfolgreich“ beendet
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Infokanal Bayern im landesweiten DAB+-Kanal 10D hat Mitte April seine Tätigkeit „erfolgreich“ beendet. Das Anfang September 2016 begonnene Projekt diente u.a. der praxisnahen Erprobung der Emergency Warning Functionality (EWF), wofür DAB+ ein ideales Medium sei. „Künftig soll die Bevölkerung im Bedarfsfall auf dem Infokanal Bayern, auf schnellstem und direktem Weg durch amtliche Gefahrendurchsagen und Gefahrenmeldungen vollumfassend informiert werden“, heißt es in der Meldung der Projektpartner. Beteiligt waren die TMT GmbH & Co. KG in Bayreuth, die Kachelmann GmbH und Behörden aus den Bereichen Sicherheit und Katastrophenschutz.
Es müsste allerdings dafür gesorgt werden, dass die EWF-Funktion auch serienmässig in Endgeräte implementiert wird - vor allem auch in Autoradios.
Quelle: Presseinfo des Projektes vom 26.4. / Hintergrund: DAB+ in Bayern, EWF.
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25.4.2017 • DVB-T2 HD: Lausitzwelle sendet ab dem 9.11. in HDTV
Sachsen Als erster Lokalsender Sachsens will die Lausitzwelle voraussichtlich am 9. November in HDTV mit DVB-T2 auf Sendung gehen. Das teilt Geschäftsführer Hans-Peter Schreiber auf Anfrage von dehnmedia mit.
Gesendet wird für den Landkreis Bautzen mit je 2,5 kW Leistung von den Standorten Czorneboh, Keulenberg und Mühlenberg (Weißig) und in Hoyerswerda. Der Sendekanal 27 wird am 8.11. im Zuge der Umstiegsplanung vom MDR am Standort Löbau geräumt. Geplant ist die Ausstrahlung jedoch nicht mit HEVC-Kompression, sondern mit MPEG-4, was für DVB-T2 HD-Empfänger kein Problem sein sollte. Weitere sendetechnische Details werden zum Starttermin bekannt gegeben.
Schreiber vertritt zugleich die SGS Rundfunkgesellschaft, die als Programmveranstalter fungiert und das Sendenetz betreibt. SGS verantwortet auch den Netzbetrieb des Lokalkanals im Raum Dessau (Sachsen-Anhalt) und bietet dort das eigene Programm Ran1 an. Mit Elsterwelle TV ist man in regionalen Kabelanlagen und in Doppelfunktion mit Elsterwelle Radio auf UKW präsent.
Hintergrund: Der Bautzener Lokalkanal hat eine einmalige Geschichte. Dies hatte zu einer ungewöhnlichen Entscheidung des SLM-Medienrats: Üblicherweile werden Zulassungen entzogen, wenn der Sendebetrieb nicht bis zu einem festgelegten Termin erfolgt. In diesem Fall wurde die Zulassung verlängert, obwohl die zugelassene Lausitzwelle noch gar nicht gesendet hat. Aus wirtschaftlichen Gründen hatte sich SGS auch um den Betrieb des Sendenetzes beworben. Die Bundenetzagentur lehnte erst ab, schwenkte aber nach längeren Debatten ein, nachdem sich auch die Medienanstalt SLM eingeschaltete. Zu dem Zeitpunkt war klar, dass der zugewiesene Kanal 56 wegen der Digitalen Dividende 2 und der Planung für DVB-T2 HD nicht dauerhaft nutzbar wäre. Daher wurde die Zuteilung eines neuen Kanals 27 abgewartet. Die Zulassung für das Lokalprogramm wäre 2019 ausgelaufen und wurde um acht Jahre verlängert, um der Lausitzwelle eine Perspektive zu geben.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen.
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25.4.2017 • Digitalradio: Umbenennungen beim Deutschlandradio ab Mai
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Neue D-Radio Logos Ab dem 1. Mai werden die Umbenennungen beim Deutschlandradio wirksam. Dann wird Deutschlandradio Kultur zu Deutschlandfunk Kultur; DRadio Wissen heißt künftig Deutschlandfunk Nova. Damit will die Anstalt ihre Markenprofile vereinheitlichen und schärfen. Die „Namensgebung markiert zugleich den konsequenten Abschluss der inhaltlichen und strukturellen Modernisierung der Programme“, so die Anstalt. Um die neuen Logos macht D-Radio offiziell noch ein Geheimnis.
Hintergrund: Der Deutschlandfunk wurde 1962 in Köln als Propaganda-Gegenstück zum DDR-Auslandssender Stimme der DDR (später: Deutschlandsender) gegründet. Nach der Wiedervereinigung und der „Abwicklung“ des DDR-Rundfunks folgte die Gründung von Deutschlandradio. Unter dessen Dach wurden der Rest vom Deutschlandsender und des US-Radios RIAS Berlin zu Deutschlandradio Kultur zusammengefasst. Seit 2010 sendet D-Radio Wissen für jüngere Zielgruppen. Der Kanal Dokumente und Debatten wird mit Wiederholungen sowie hörfunkgeeigneten TV-Materialien (z.B. Parlaments-Debatten) von ARD und ZDF bespielt. Deutschlandradio hat nationale Aufgaben, die vor allem über DAB+ absolviert werden, weil die UKW-Ressourcen für eine nationale Versorgung nicht ausreichen. Das 238 Mio. Budget von Deutschlandradio wird aus dem Rundfunkbeitrag finanziert.
Quelle: Presseinfo D-Radio vom 25.4.
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25.4.2017 • Norwegen: UKW-Abschaltung bleibt im Plan
Norwegen DABplus-Logo Schriftzug Die in Norwegen am 11. Januar begonnene UKW-Abschaltung geht planmässig voran. Morgen vollziehen die Wellen des öffentlich-rechtlichen NRK in den Provinzen Telemark, Buskenrud, Hedmark und Oppland diesen Schritt. Mit knapp zwei Monaten Abstand folgen dort am 16. Juni die Privatradios von P4, Radio Norge und lokale Sender. Dann steht für rund 35 Prozent der Norwegen der Hörfunk nur mit DAB+ zur Verfügung. Das teilt die Medienbehörde Medietilsynet mit.
In den Provinzen Nordland, Trøndelag, Møre og Romsdal wurde die Umschaltung für alle Stationen bereits vollzogen. Am 13. Dezember (Zeitplan klickbar) wird UKW in den letzten Provinzen - Troms und Finnmark - abgeschaltet. Danach senden nur noch lokale und nichtkommerzielle Radios b.a.W. in UKW. Der Zeitplan ist seit dem entsprechenden Regierungsbeschluß vom April 2015 bekannt.
Presseinfo von Medietilsynet vom 24.4. / Hintergrund: Umstiegsinfos (englisch), Norwegen-Infos bei World DAB.
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20.4.2017 • DVB-T: Startet die Lausitzwelle im November?
Überallfernseh-Logo Sachsen Das Lokalprogramm Lausitzwelle wird „voraussichtlich ab dem 09.11.2017 digital terrestrisch“ im Raum Bautzen über den Kanal 27 verbreitet. Das teilt die SLM auf Nachfrage von dehnmedia mit. Die Medienaufsicht hatte kürzlich die Zulassung des Programms verlängert. Der Anbieter SGS Rundfunkgesellschaft veranstaltet auch das per DVB-T im Raum Dessau ausgestrahlte Programm Ran1 und die Elsterwelle (TV, Radio).
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DVB-T in Sachsen.
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20.4.2017 • Digitalradio: Bad Marienberg geht ans SWR-Netz (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Rheinland-Pfalz Der Südwestrundfunk hat heute morgen, wie angekündigt, den Sendestandort Bad Marienberg in Betrieb genommen. Damit werde für 100.000 Hörerinnen und Hörer in der Umgebung der Empfang des DAB+-Multiplexes des SWR verbessert. Gesendet wird im Kanal 11A mit 7 kW Sendeleistung.
Noch ohne konkreten Termin wird für 2017 die Inbetriebnahme des Senders Brandenkopf für den Baden-Württemberg Mux (Kanal 8D) des SWR vorangekündigt.
Quelle: Info des SWR vom 20.4. / Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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19.4.2017 • DVB-T2 HD: Abwerbeaktionen eher ein Fehlschlag
In dem Bemühen, die Umstellung auf DVB-T2 HD zur Kundengewinnung zu nutzen, hatte der Streaming-Anbieter Zattoo die Statistiker bemüht, einen Trend in Richtung Streaming festzustellen. Jetzt, nach der ersten Umstellungsphase, müssen solche Vermutungen statistisch bestätigt werden. Die zweite Umfrage im Auftrag von Zattoo behauptet, nur jeder zweite DVB-T Haushalt (51,2 Prozent) wäre auf DVB-T2 HD umgestiegen.
Jedoch geht nicht jedes Soziologen-Orakel in Erfüllung. „Rund 13 Prozent der von der DVB-T Umstellung betroffene Fernsehzuschauer wollen zum Fernsehen über das Internet wechseln“, hatte TNS Infratest Mitte Februar den Auftraggeber Zattoo erfreut. Laut der neuen Erhebung aus den ersten Apriltagen sind nur drei Prozent frührere DVB-T Zuschauer auf TV-Streaming umgestiegen.
Umstiegsgewinner sei der Satellit (11,4 Prozent), zum Kabel wechselten 7 Prozent. Insgesamt hätten 23 Prozent der DVB-T Nutzer den Empfangsweg gewechselt und 17 Prozent nutzen einen schon im Haushalt vorhanden anderen Empfangsweg.
Bei den 40 Prozent Teilnehmern der zweiten Befragung, die nicht mehr Geld fürs Fernsehen ausgeben wollen, ist Zattoo wohl auch an der falschen Adresse. Für die erste Umfrage hatte man immerhin 1.000 Personen im Internet Auskunft geben lassen.
Polemik hin oder her: An der zweiten Befragung beteiligten sich nur 200 Personen. Repräsentativ ist das nicht.
Quellen: Meldung von infosat.de vom 19.4., Presseinfo von Zattoo vom 15.2.
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19.4.2017 • DVB-T2 HD: Radio Bremen produziert ab 2019 nativ in HDTV
Zur Zeit wird das Dritte Bremer Fernsehprogramm noch auf FullHD hochgerechnet. Ab dem 1. Quartal will Radio Bremen laut einer Meldung via Sat und Antenne in nativem HDTV senden. Der Rundfunkrat hatte bereits beschlossen, dass in diesem Jahr 5,4 Mio. Euro in Studiotechnik investiert werden.
Das letzte ARD-Programm in SD ist ARD Alpha des Bayerischen Rundfunks. Wann der BR die HD-Sendetechnik für seinen Bildungskanal anschafft ist nicht bekannt.
Quellen: Meldung von infosat.de vom 19.4., Presseinfo von Radio Bremen vom 1.12.2016 / Hintergrund: DVB-T2 HD.
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18.4.2017 • AGF: Analogabschaltung kündigt sich an
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Die bei Unitymedia avisierte Analogabschaltung wirft kleine Schatten voraus: Im März haben sich 190.000 Haushalte vom analogen Kabelfernsehen verabschiedet. Verglichen mit dem Vormonat stieg die Zahl der Digitalhaushalte auf 35,25 Mio. Das entspricht 92 (Vormonat: 91,5) Prozent der 38,32 Mio. Fernsehhaushalte in Deutschland. Das teilt die AG Fernsehforschung (AGF) mit. Demnach verbleiben noch 3,07 Mio. analoge Kabelhaushalte - zumeist Kunden von Vodafone/Kabel Deutschland.
Der Netzbetreiber Unitymedia will seine letzten 640.000 Analogkunden in Hessen und dem Norden Baden-Württembergs auf digitale Technik einschwören. Im Juni erfolgt das in vier letzten Umschalt-Aktionen. Die Medienanstalten wollen die Abschaltung der analogen Kabelverbreitung bis Ende 2018 erreichen.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.4.2017, AGF-Übersicht 2001 bis 2013.
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18.4.2017 • Niederlande: Small Scale DAB+ im lokalen Test
DABplus-Logo Schriftzug In den Niederlanden wurden seit Mitte 2016 zahlreiche lokale DAB+-Multiplexe aufgeschaltet, berichtet radio.nl. Die meisten senden auf Grundlage einer Versuchslizenz. So wird beim ersten Regionalmux in Groningen softwarebasiertes DAB+ eingesetzt, wodurch eine digitalterrestrische Verbreitung auch für kleine Stationen bezahlbar werde. Aktuell sind 14 lokale und etwa ebensoviele regionale Multiplexe in den Niederlanden aktiv - neben einem öffentlich-rechtlichen und einem privaten nationalen Multiplex.
Die Verlängerung auslaufender UKW-Lizenzen bis 2022 ist laut radiodigi.nl mit der Zulassung für DAB+ gekoppelt. Im Nachbarland wurden mittlerweile 581.000 DAB+Geräte verkauft.
Quellen: Meldungen von radio.nl vom 12.4., radiodigi.nl vom 11.4. / Hintergrund: Small Scale DAB, Kanalliste Niederlande.
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15.4.2017 • Österreich: Vier Bundesländer wechseln auf DVB-T2
Österreich Am kommenden Mittwoch und Donnerstag endet das DVB-T Zeitalter in vier Bundesländern Österreichs. Den Anfang machen die die Steiermark und das Südburgenland, wo mit etwa 150.000 betroffenen Zuschauern gerechnet wird. Tags darauf folgen Oberösterreich (80.000) und Salzburg (25.000). Die vier ORF-Programme, 3Sat, ATV und ServusTV (alle in HDTV) sowie ATV2 und Puls4 (beide in SDTV) können dann nur mit DVB-T2 Technik gesehen werden. Dieses Basis-Programmangebot ist kostenlos, jedoch ist eine Registrierung bei SimpliTV notwendig.
Im Oktober 2016 war mit den Abschaltungen der letzten DVB-T Sendeanlagen begonnen worden. Die letzten Umstiegsschritte werden in Tirol und Vorarlberg (23. Oktober 2017) und Kärnten (24. Oktober 2017) vollzogen. Danach ist der terrestrische Fernsehempfang im Nachbarland nur noch mit DVB-T2 möglich. Als SimpliTV werden weitere etwa 30 Programme (darunter sieben in HDTV) grundverschlüsselt und kostenpflichtig national verbreitet.
Quelle: Presseinfos von ORS comm zu Steiermark, Salzburg, Oberösterreich / Homepages: dvb-t.at und simplitv.at
Hintergrund: DVB-T2 in Österreich.
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15.4.2017 • Rundfunkbeitrag: Klage gegen Beitreibung erfolglos
Beitragsservice Recht, Gesetze Eine Beitragsschuldnerin ist mit einer Klage gegen die Verrechnung ihrer ausstehenden Rundfunkbeiträge mit einem Steuerguthaben gescheitert. Eine Rückzahlung könne nur erreicht werden, wenn die Vollstreckungsbescheide rechtswidrig sind, so das angerufene Finanzgericht Berlin-Brandenburg. Dafür sei jedoch das Verwaltungsgericht zuständig. Das Urteil (Az 11 K 11123/16) ist rechtskräftig.
Die Klägerin scheiterte in einem zweiten Verfahren wegen der Behauptung, mehrere postalisch verschickte Beitragbescheide nicht erhalten zu haben. Das stehe „der Erfahrung des täglichen Lebens“ entgegen, so die Richter. „Das einfache Bestreiten, gleich mehrere Leistungsbescheide nicht erhalten zu haben, sei im konkreten Fall nicht glaubhaft, da es der Antragstellerin in ihrem gesamten Verhalten ganz offenkundig darum gegangen sei, sich hartnäckig der Verpflichtung zur Zahlung des Rundfunkbeitrags zu entziehen.“ Die Zahlungsverpflichtung sei aber rechtmässig, wie das Bundesverwaltungsgericht bestätigt hat. Mit einem Klageerfolg gegen den Rundfunkbeitrag sei daher nicht zu rechnen. Allenfalls könne die Vollstreckung aufgeschoben werden, in dem der Zugang von Bescheiden bestritten wird (Az 11 V 11240/16).
Quelle: Presseinfo des Finanzgerichts vom 13.4. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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13.4.2017 • Digitalradio: SLM veröffentlicht Lokalradio-Ausschreibung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die lange angekündigte und vor vier Wochen beschlossene Ausschreibung für lokale (Small Scale) Testmuxe in Leipzig und Freiberg (Sachsen) wurde jetzt von der Medienanstalt SLM veröffentlicht. Das Projekt soll „die Eignung eines T-DAB-Rundfunknetzes für die lokale Versorgung (im Freien und in Gebäuden) und deren Wirtschaftlichkeit sowie die Akzeptanz möglicher lokaler Angebote“ untersuchen.
„Die Multiplexe sollen nach Möglichkeit noch in diesem Sommer auf Sendung gehen“ hatte sich die SLM anlässlich des Beschlusses gewünscht. Ein Jahr Laufzeit ist vorgesehen; „bei zufriedenstellendem Erprobungsverlauf“ ist dfei Verlängerung um ein weiteres Jahr möglich. Weiter heißt es: „Die Landesmedienanstalt beabsichtigt - bei erfolgreicher Erprobung - den DAB+-Regelbetrieb im Erprobungsgebiet zu ermöglichen und den Zulassungsinhabern den Übergang in denselben anzubieten.“
Interessenten können sich bis zum 4. Mai bei der SLM melden.
Quelle: Wortlaut der Ausschreibung / Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Small Scale DAB.
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13.4.2017 • DVB-T2 HD: Regionaler Plattformkanal auch für Berlin
Berlin Nach Hamburg hat auch die MABB eine regionale DVB-T2 HD-Plattform ausgeschrieben, ohne das an die große Glocke zu hängen. Der Betreiber muss alle in der Region noch mit DVB-T ausgestrahlten über- und kann weitere zugelassene Programme aufnehmen. Es ist eine unverschlüsselte Übertragung in SD+ oder HDTV zu ermöglichen. Die verfügbare Datenrate wird mit 22 MBit/s angegeben.
Ein zugelassenes Programm ist TV.Berlin, das seit der Umstellung auf DVB-T2 HD jedoch terrestrisch nicht empfangbar ist. In Berlin senden derzeit 1-2-3tv, Channel21 und Juwelo (partagiert mit dem regionalen Spreekanal) im DVB-T Kanal 47. Interessierte Unternehmen können sich bis zum 31. Mai bei der MABB bewerben. Die Sendefrequenz steht ab November - nach Abschaltung des DVB-T Kanals 47 - zur Verfügung.
Quelle: Ausschreibung der MABB vom 27.3. / Hintergrund: DVB-T2 HD in Berlin.
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12.4.2017 • DVB-T2 HD: Funkstörungen durch DVB-T2 HD?
Kaum kommt ein neues Sendeverfahren für die Terrestrik, so ist von Störungen anderer Funkdienste die Regel. Diesmal sei der Veranstaltungsfunk in Hamburg mehrfach betroffen gewesen, kritisiert die Initiative „Save our Spectrum“ und schlagzeilt: „DVB-T2 stört öffentliche Veranstaltungen in Hamburg“.
Besonders betroffen gewesen sei der Frequenzbereich zwischen 626 und 648 MHz (Kanäle 40 bis 43), wo das Fernsehen die Funktechnik von Veranstaltungen gestört haben soll. Die Bundesnetzagentur sei von der Information überrascht gewesen und habe die Störungen auf DVB-T2 HD zurückgeführt. Kritisiert wird, dass der Veranstaltungsfunk für die Frequenzzuweisungen durch BNetzA obendrein bezahlen muss.
Wegen der Räumung des 700 MHz-Bandes aufgrund der Digitale Dividende 2 seien weitere Engpässe und damit „eine ernsthafte Bedrohung für die deutsche Kultur- und Kreativwirtschaft“ zu erwarten, so der Gründer der Initiative Helmut G. Bauer. Er erinnert betroffene Unternehmen an die Möglichkeit, Schadenersatz zu beantragen.
Kommentar: Recht hat die Initiative, was die Folgen der Digitalen Dividende 2 anbelangt. Die dadurch herbeigeführte Frequenzknappheit war ja ein wichtiger Grund für die Einführung von DVB-T2 HD. Namentlich 626 MHz - der TV-Kanal 40 - ist aber keine Funk-Novität in der Hansestadt. DVB-T (RTL) nutzte diesen Kanal seit 2004 von vier Sendestandorten in der Region.
Quelle: Meldung von save our spectrum vom 11.4. / Hintergrund: Digitale Dividende 2.
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12.4.2017 • Österreich: SimpliTV verschenkte Settopboxen
Österreich Mit geschenkten Settopboxen wurde dieser Tage in Österreich für den vorletzten Akt der Umstellung auf DVB-T2 und das kostenpflichtige HDTV Terrestrik-Paket SimpliTV geworben. Der Plattformbetreiber ORS comm meldet einen „enormen Ansturm“ auf beteiligte Läden in Oberösterreich sowie Salzburg und Zell am See. Dort erhielten die ersten 100 Kunden des Tages eine SimpliTV-Box gratis.
In den beiden Bundesländern werden die letzten DVB-T Programme am 20. April abgeschaltet; terrestrisches Fernsehen kann dort nur noch mit DVB-T2 /SimpliTV-Geräten empfangen werden. In der vergangenen Woche hatte es ähnliche Aktionen im Burgenland und der Steiermark gegeben, wo der Umstieg am 19. April geplant ist.
Nach Angaben von ORS comm sind in der Steiermark 150.000, in Oberösterreich 80.000 und in Salzburg 25.000 Personen von der Umstellung betroffen. Als letzte Bundesländer unseres Nachbarn im Süden vollziehen Tirol und Vorarlberg am 23. Oktober und Kärnten am 24. Oktober 2017 diesen Schritt.
Quelle: Presseinfos von ORS comm vom 3., 10. und 11.4. / Hintergrund: DVB-T2 in Österreich.
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12.4.2017 • DVB-T: Lausitzwelle verlängert - Sendebeginn bleibt offen
Überallfernseh-Logo Sachsen Die Zulassung der Lausitzwelle des Veranstalters SGS wurde am 10. April von der SLM „vorzeitig um weitere acht Jahre“ für das digitale Antennenfernsehen verlängert. Die erste Lizenz datiert aus dem Jahr 2011. Jedoch wurde der Sendebetrieb bislang nicht begonnenund ein Starttermin ist nicht bekannt.
SGS veranstaltet auch RAN1 und betreibt das dazugehörige Sendenetz in Bitterfeld/Dessau (Sachsen-Anhalt).
Quelle: Eigene Recherche, Presseinfo der SLM vom 10.4. / Hintergrund: DVB-T in Sachsen.
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12.4.2017 • DVB-T2 HD: Bis Jahresende 800.000 Kunden für Freenet TV?
Die Freenet AG hat erstmals ihre Erwartungen an Abonenntenzahlen für das neue kostenpflichtige Programmpaket Freenet TV genannt. Auf einer Veranstaltung für Investoren sagte der Vorstandsvorsitzende Christoph Vilanek, bis jetzt hätten sich 160.000 Haushalte für den kostenpflichtigen Bezug von Freenet TV entschieden, obwohl Gebühren erst ab dem 1. Juli fällig werden. Es handelt sich hier offenbar wesentlich um den Abverkauf von Guthabenkarten. Vilanek geht davon aus, dass bisher 1,2 bis 1,5 Mio. Haushalte auf DVB-T2 HD umgestiegen sind.
Zum Ende der Gratisphase geht Vilanek von 1,7 bis 2,2 Mio. DVB-T2-HD-Haushalten und über 500.000 Freenet-TV-Kunden aus. Zum Jahresende 2017 zielt die Unternehmensstrategie auf 2,5 Mio. Haushalte, von denen über 800.000 Freenet TV nutzen. Bis Ende Dezember 2018, wenn der Ausbau des Sendenetzes für Freenet beendet ist, möchte Vilanek 1 Mio. Kunden haben. Der Umsatz der TV-Sparte soll sich auf 12 bis 16 Mio. Euro in 2017 und zwischen 35 und 50 Mio. Euro in 2018 belaufen.
Quelle: Presseinfo der Freenet AG vom 12.4. / Hintergrund: Freenet TV.
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11.4.2017 • Digitalradio: Nichts Neues aus Hessen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Voraussichtlich werden im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2017 auch die Sender Hoher Meißner und Biedenkopf die hr-Hörfunkprogramme verbreiten.“ An dieser Ankündigung für seinen Multiplex im Kanal 7B, die der Hessische Rundfunk im Dezember 2016 auf seinen Webseiten veröffentlichte, hat sich bis jetzt nichts geändert. Es gibt weiterhin keinen konkreten Termin für den Betriebsbeginn.
Quelle: Info des HR / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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11.4.2017 • Digitalradio: Neues Logo und PR-Kampagne ab Mai (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Verein Digitalradio Deutschland will das vor ein paar Tagen vorgestellte neue Digitalradio-Logo und den damit verbundenen Slogan „DAB+: Mehr Radio“ unterstützen. Das Logo habe die ARD „im Einvernehmen mit dem Verein entwickelt“. Es sei ein „wichtiger strategischer Schritt für die weitere Marktentwicklung pro DAB+“, so der DRD-Vorsitzende und Intendant von D-Radio Willi Steul. Das Design „hat die Kraft, DAB+ bundesweit einheitlich und stringent über alle Kommunikationskanäle zu bewerben.“
Der Einsatz beginne am 2. Mai mit der neuen Kampagne, die ARD, D-Radio, Privatradios, Gerätehersteller und ein Netzbetreiber mit tragen.
Quelle: Presseinfo von DRD vom 11.4. / Hintergrund: DAB+.
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11.4.2017 • DVB-T: SLM erweitert die Förderungen für NKLs
Überallfernseh-Logo SLM Sachsen Der Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk verstärkt die Förderungen für nichtkommerzielle lokale und regionale Rundfunkanbieter (NKL). Aufgrund geänderter landesrechtlicher Vorgaben können nun neben den Sende- und Leitungskosten bis zu 100.000 Euro pro Jahr für vielfalts- und partizipationsfördernde Projekte oder Qualifizierungsmaßnahmen vergeben werden. Ziel sei es, die Rolle der NKLs für Pluralität und Meinungsvielfalt zu stärken. Die jetzt verabschiedete Förderrichtlinie beinhaltet eine Überprüfung des Mitteleinsatzes.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 10.4. / Hintergrund: DVB-T in Sachsen.
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11.4.2017 • Digitalradio: Hybridchips werden immer kleiner
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Chips für Radioempfang und Signalverarbeitung werden immer kleiner. Frontier Silicon stellt jetzt einen neuen integrierten Chip für DAB/DAB+ und UKW vor: Nach Firmenangeben ist Siena der kleinste Radiochip weltweit. Die Abmessungen wurden auf noch 21 mal 21 Millimeter Fläche geschrumpft. Es handele sich um eine kostengünstige Lösung für vielfältige Konsumentengeräte. Zudem habe man die Performance verbessert und den Energieverbrauch reduziert.
Quelle: Presseinfo von Frontier Silicon.
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11.4.2017 • DVB-T2 HD: Weitere Umstiegsplanung für Hessen
Hessen Als nächsten Termin für Umstellungen von DVB-T auf DVB-T2 HD nennt der Hessische Rundfunk den 8. November 2017. Dann werden die öffentlich-rechtllichen Programme und das Freenet TV-Paket an den Standorten Kassel-Söhrewald und Habichtswald aufgeschaltet. Ebenfalls im Norden des Bundeslandes gehen ARD, ZDF und der HR zusätzlich vom Hohen Meißner aus auf Sendung. In Osthessen werden die Standorte Rhön/Heidelstein und Kreuzberg/Rhön umgestellt. DVB-T wird an den genannten Sendeanlagen nicht mehr ausgestrahlt.
Der Umstieg in Hessen ist damit im Wesentlichen abgeschlossen. Nur Angelnburg sendet „voraussichtlich ... bis Herbst 2018“ als letzter Standort in DVB-T. Dessen weitere Nutzung für DVB-T2 HD sei offen. Der Empfang von DVB-T2 HD im dortigen Versorgungsgebiet sei „je nach Wohnlage“ jetzt schon mit einer Dachantenne vom Rhein-Main Raum aus möglich, so der HR.
Quelle: Infos des HR zu DVB-T2 HD und DVB-T / Hintergrund: DVB-T2 HD und DVB-T in Hessen.
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10.4.2017 • Digitalradio: Hybridchip - wirds doch was? Wirds nichts?
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Recht, Gesetze Erst im November 2016 hatte die Regierung Merkel den von Rheinland-Pfalz ausgegangenen Vorschlag des Bundesrats für hybride Empfangstechniken bei Radiogeräten zum zweiten Mal seit 2011 vom Tisch gewischt. Im beginnenden Wahlkampf rollt Wirtschaftsministerin Zypries das in der 4. Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) wieder auf. Der Referentenentwurf formuliert §48(4) TKG nun wie folgt:
Jedes neu zum Verkauf, zur Miete oder anderweitig angebotene, überwiegend für den Empfang von Ton- Rundfunk bestimmte Empfangsgerät, das den Programmnamen anzeigen kann, muss mit mindestens einer den anerkannten Regeln der Technik entsprechenden Schnittstelle ausgestattet sein, die es dem Nutzer ermöglicht, digital codierte Inhalte zu empfangen und wiederzugeben.
Konkrete Empfangstechniken werden also nicht vorgegeben. Ob es sichum DAB oder Internetradio handele (oder beides, dehnmedia) soll laut Zypries „dem Markt beziehungsweise dem Hörer überlassen bleiben. Zudem werden nur solche Geräte einbezogen, die überwiegend zum Hörfunkempfang ausgerichtet sind. Autoradios werden einbezogen, Mobilfunkgeräte hingegen werden ausgeklammert.“ Eine einjährige Übergangsfrist nach Inkrafttreten ist vorgesehen.
Das Ministerium nimmt Stellungnahmen bis zum 18. April entgegen. Was davon - wenn überhaupt - Gesetzeskraft erlangt, bleibt abzuwarten.
Kommentar: Die Praxis geht bereits darüber hinaus, denn so gut wie jedes Digitalradio hat schon heute ein analoges Empfangsteil und zeigt den Programmnamen an.
Quelle: Presseinfo des BMWi vom 7.4., Referentenentwurf (Download) / Hintergrund: DAB+-Roadmap.
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7.4.2017 • DVB-T2 HD: Freenet TV Connect mit neuen Programmen
Das mit DVB-T2 HD verbundene HbbTV-Portal Freenet TV Connect wartet jetzt mit 25 Programmen auf. Im Streaming-Angebot sind sind Viva, Comedy Central, TLC sowie N24 Doku neu. Auch die schon angekündigte Radioplayer-App wurde aufgeschaltet. Die Streaming-Programme werden in den Programmlisten geeigneter Receiver ausgewiesen.
„Zuschauer benötigen einen Internetanschluss mit mindestens 3 Mbit pro Sekunde sowie entweder einen freenet TV connect-fähigen Receiver, der am gleichnamigen Logo erkennbar ist, oder einen DVB-T2 HD-fähigen Fernseher mit Smart TV-Funktion“, teilt Media Broadcast mit. Derzeit gibt es jedoch nur einen Receiver, der die Vorgaben des Anbieters erfüllt. „Viele internetfähige TV-Geräte können freenet TV connect ohne zusätzlichen Receiver abbilden“, heißt es weiter.
Media Broadcast empfiehlt vor der ersten Nutzung des Dienstes „sicherheitshalber ein Softwareupdate bei seinem Receiver oder TV-Gerät“ und danach einen Sendersuchlauf durchzuführen. Hintergrund für diesen Rat ist, dass die Streaming-Angebote für die neueste HbbTV Version 1.5 optimiert sind. Etwas ältere Geräte, zumal „smarte“ Fernseher mit HbbTV, können möglicherweise durch ein Upgrade mit dieser Version ausgestattet werden.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 7.4. / Hintergrund: Freenet TV Connect, geeignete Receiver.
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6.4.2017 • Digitalradio: Bad Marienberg geht ans SWR-Netz (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Rheinland-Pfalz Der Südwestrundfunk wird den Standort Bad Marienberg in sein rheinland-pfälzisches Sendenetz (K 11A) einbinden. Die Aufschaltung erfolge „voraussichtlich am 20. April 2017“. Von Bad Marienberg wird seit Dezember 2016 der nationale DAB+-Multiplex verbreitet.
Quelle: Info von SWR online / Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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5.4.2017 • Digitalradio: RBB avisiert drei Sendestandorte in Brandenburg
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Der RBB geht von kürzlichen Aussagen ab. Noch für dieses Jahr kündigt RBB-Produktionsdirektor Nawid Goudarzi die Aufschaltung des RBB-Multiplexes an den Standorten Booßen, Cottbus-Stadt und Pritzwalk an.
Damit werde die Versorgung Brandenburgs in der Fläche von 42 auf 73 Prozent bzw. von 49 auf 72 Prozent der Bevölkerung erweitert. Massnahmen für 2018 sollen in den nächsten Monaten festgelegt und im Sommer erläutert werden. Bis 2020 will der RBB 95 Prozent der Fläche seines Einzugsgebietes versorgen.
Bisher habe der RBB auf „einen absehbar regulierten UKW-Abschalttermin“ gesetzt, so Goudarzi. „Die politischen Diskussionen in der jüngsten Vergangenheit zeigen jedoch, dass mit einer solchen Festlegung absehbar nicht zu rechnen ist. Darunter sollen aber die Radiohörerinnen und -hörer in unserer Region nicht leiden, deshalb gehen wir jetzt einen Schritt auf unser Publikum zu.“
Quelle: Presseinfo des RBB vom 5.4. / Hintergrund: DAB+ in Berlin und Brandenburg.
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5.4.2017 • DVB-T2 HD: Umschaltaktion an 70 Standorten problemlos
„Perfekt und reibungslos“ verlief die Umstellung am 29. März. Diese Einschätzung gab MDR-Betriebsdirektor Ulrich Liebenow vor den ARD-Intendanten. Die ARD sende in DVB-T2 HD jetzt von 70 Sendestandorten und für einen Großteil der etwa 3,3 Mio. Antennenhaushalte aus. Bei den ARD-Hotlines sei es zumeist „um die Inbetriebnahme von DVB-T2 HD-fähigem Empfangsequipment“ gegangen und man habe helfen könne.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 5.4. / Hintergrund: Ausbauplanung.
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5.4.2017 • Digitalradio: Neues Logo und PR-Kampagne ab Mai (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 „Die ARD bekräftigt ihr Bekenntnis zu DAB+ und wird den Ausbau zügig vorantreiben.“ Das sagte die ARD-Vorsitzende Karola Wille nach der heutigen Sitzung der Intendanten des Senderverbundes.
Wille kündigte „ein aussagekräftiges und auffälliges neues Logo“ und eine bundesweite Marketingkampagne an, die ARD und Deutschlandradio ab dem 2. Mai starten wollen. Noch vor der Funkausstellung Anfang September soll es einen weiteren Aktionstag geben.
Die ARD hebt hervor, das der Absatz von Digitalradios sich mit einem Zuwachs von 21 Prozent auf 1,2 Mio. Geräte gegen den leicht negativen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107
Neues Logo? Mit dieser Grafik ergänzte die ARD die heutige Presseinformation.
Trend der Consumer Electronics entwickle. 2016 wurden über 21 Prozent (2015: 14 Prozent) der Neufahrzeuge deutscher Hersteller mit digitalen Radiogeräten ausgestattet.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 5.4. / Hintergrund: DAB+.
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5.4.2017 • DVB-T2 HD: Mammut-Umschaltaktion ist planmässig gelaufen
Im Nachklang zur großflächigen Umstellung der digitalterrestrischen Sendetechnik am 29. März hat sich das Projektbüro DVB-T2HD (ARD, RTL-Gruppe, ProSiebenSat1, ZDF, VPRT, Medienanstalten) zu Wort gemeldet. Bestätigt wird, dass 327 Senderanlagen mit der neuen Technik in der Nacht zum 29. März planmässig in Betrieb gingen. Damit können 60 Prozent der Bevölkerung knapp 40 öffentlich-rechtliche und private Programme (einschließlich des kostenpflichtigen Privatpaketes Freenet TV) empfangen. Für den Herbst 2017 sowie Frühjahr und Herbst 2018 werden Aufschaltungen in weiteren Regionen angekündigt.
Andere Quellen nennen bereits Genaueres zur weiteren Planung des Sendenetzes. Nach diesem Informationsstand wird das gesamte Programmangebot am 8. November 2017 für die Regionen Göttingen, Kassel, Dresden, Koblenz, Freiburg und Würzburg aufgeschaltet; ARD und ZDF nehmen zusätzliche Sendeanlagen in Betrieb. 2018 folgen in zwei Schritten Osnabrück. Erfurt/Weimar, Kaiserslautern, Augsburg, Trier, Heilbronn, Ulm, Chemnitz und Gera. Dann ist der angekündigte Endausbau für Freenet TV (siehe klickbare Karte von Media Broadcast) mit 61 Sendestandorten erreicht. Demnach sollen 63 Mio. Deutsche (80 Prozent der Bevölkerung) dann das Gesamtangebot nutzen können. ARD und ZDF werden bis Mitte 2019 insgesamt rund 150 Sendestandorte in Betrieb nehmen.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros DVB-T2HD vom 4.4. / Hintergrund: Ausbauplanung, Freenet TV. Freenet TV.
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5.4.2017 • Österreich: DAB+ bekommt in Wien ein drittes Pilotjahr
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Das vor knapp zwei Jahren in Wien begonnene DAB+-Pilotprojekt wird zum zwei Mal um ein Jahr verlängert. Das teilt Plattform- uind Sendenetzbetreibers ORS comm mit. Die Programme Soundtraxx und LoungeFM sind nicht mehr dabei. Neu ist das Heimatradio U1 Tirol. ORS comm hat jetzt 14 Programme im Paket.
Auf eine bis zum 12. Juni laufende Plattform-Ausschreibung für einen DAB+-Regelbetrieb haben sich vier Unternehmen beworben. Es wird angestrebt, den Hauptstadt-Piloten in einen nationalen Regelbetrieb zu überführen.
Quelle: Presseinfo von ORS comm vom 4.4.2017 / Hintergrund: Regelbetrieb, Wiener Testprojekt.
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4.4.2017 • Digitalradio: Programmtausch in Berlin
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Berlin Der Berliner Radioveranstalter Silvacast hat im Berliner Privatmultiplex (Kanal 7B) jetzt seinen Ableger Jack.FM durch Hit104 ersetzt. Damit wechselt der Steuercomputer von der „All Hits“-Datenbank auf die der Top40 aus UK und USA. Jack.FM kehrt zu den Schwesterkanälen ins Internet zurück.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 3.4. / Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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4.4.2017 • Digitalradio: DAB+ ist Weltstandard
DABplus-Logo Schriftzug WorldDAB.org -Logo Weitere 20 Staaten haben sich für die Radiodigitalisierung mit DAB+ entschieden. „Damit wird DAB+ zum digital-terrestrischen Weltstandard.“ Der Lobbyverein DRD verweist u.a. auf eine kürzliche Entscheidung in Thailand und die Vorbereitungen für einen Regelbetrieb in Österreich. In Frankreich werde das Programmangebot in den Regionen Lille, Lyon und Straßburg erweitert. In Slowenien startete der Regelbetrieb im Herbst 2016.
Derzeit könnten 56 Prozent Europäer den Hörfunk digital-terrestrisch empfangen, heißt es unter Verweis auf Angaben von WorldDAB.
Quelle: Presseinfo von DRD vom 4.4. / Hintergrund: DAB+ weltweit.
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4.4.2017 • Digitalradio: NRW-Radiochefs ohne Ergebnisse?
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 39 von 44 Chefredakteuren der NRW-Lokalradios sind Mitglieder eines Chefredakteurs-Vereins. Auf der jüngsten Zusammenkunft wurden u.a. verschiedene Fragen der NRW-Lokalfunklandschaft in Anwesenheit von Thomas Rump, Programmdirektor des Rahmenprogrammanbieters Radio NRW, diskutiert. Der Verein „bündelt und vertritt Positionen der Chefredakteurinnen und Chefredakteure“, heißt es in einer Pressemitteilung. Welche Positionen das sind und wie sich die Zukunft der Lokalradios und deren Zusammenarbeit mit Radio NRW aus journalistischer Sicht gestalten sollte, wird nicht bekannt gegeben.
Der ausgestiegene Chef von Radio NRW, Jan-Uwe Brinkmann, hatte vor Kurzem die Uneinigkeit der Radioveranstalter in strategischen Fragen - nicht nur mit Blick auf eine Beteiligung beim Digitalradio - kritisiert.
Quelle: Presseinfo des vdc.NRW vom 3.4. / Hintergrund: DAB+ und der NRW-Lokalfunk.
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1.4.2017 • Österreich: Konkurrenz für Netzbetreiber ORS?
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Die laufende Plattform-Ausschreibung für zwei DAB+-Multiplexe in Österreich wird für den Netzbetreiber ORS wohl kein Homerun. Das Venture von ORF und Raiffeisenbank bekommt zwei Wettbewerber aus Deutschland. Divicon Media Holding aus Leipzig und Uplink Network betreiben UKW-Netze in Deutschland. Für Wien bietet RTG Radio Technikum das Konzept eines lokalen Multiplexes. Das berichtet der Lobbyverein Digitalradio Österreich von einer kürzlichen Fachtagung.
Dort habe sich auch der Privatradioverband interessiert gezeigt. VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm bezeichnete DAB+ als „eine weitere, wichtige Möglichkeit, mit den Hörern in Kontakt zu kommen. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung.“
DAB+ bedeute für aktive Player im UKW-Markt auch „gänzlich neu zu erschließende Sendegebiete“, so Wolfgang Struber (Digitalradio Österreich). Viele der 40 Teilnehmer wären bisher an technischen und finanziellen Einstiegshürden in die terrestrische Radioverbreitung gescheitert. Diese senke DAB deutlich. „Für Österreich bedeutet Digitalradio ein Vielfaches an Radioprogrammen, rauschfreie Klangqualität und mehr Services dank der neuen technischen Möglichkeiten.“
Die Ausschreibungsfrist endet am 12. Juni. Bis dahin können sich Unternehmen für den Netzbetrieb bewerben, die ein attraktives Programmangebot mitbringen müssen.
Quellen: Presseinfo von Digitalradio Österreich vom 28.3. / Hintergrund: Vorbereitung für Regelbetrieb, Wiener Testprojekt.



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