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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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1.6.2020 • Digitalradio: BR schließt Kanalwechsel am 4. Juni ab
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Bayerische Rundfunk hat den letzten Kanalwechsel des Oberpfalz-Multiplexes um einen Tag verschoben. Das geht aus aktualisierten Angaben hervor. Der Standort Hoher Bogen wird nun am 4. statt am 3. Juni vom Block 12D auf den Block 6C umgeschaltet. Von dort werden die Hörer im Landkreis Cham mit vier Programmen des BR sowie vier landesweiten und vier lokalen Privatradios versorgt. Von Letzteren nutzt Radio Charivari im Rahmen eines Pilotprojektes Regionalisierung seinen und zwei zusätzliche Programmplätze, um seine fünf von UKW her gewohnten Lokalvarianten auf DAB+ zu übernehmen.
Der Frequenzwechsel ist erforderlich, weil der Block 12D in Bayern für den zweiten DAB+-Bundesmux voegesehen ist.
Quelle: DAB+-Seiten des BR vom 27.5. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Bayern.
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1.6.2020 • Vor 40 Jahren: Videotext - ein neues nonlineares Medium
Am 1. Juni 1980, also vor 40 Jahren, stellten ARD und ZDF ein neues Informationsmedium vor. Der Videotext begleitet seither das lineare Fernsehen als erster nonlinearer Medienabruf-Dienst. Das geschah zunächst als auf zehn Jahre befristeter „Feldversuch“. Eine gemeinsame Videotext-Redaktion wurde beim Berliner SFB eingerichtet. Die redaktionelle Kooperation endete 2015.
Das auch nach 40 Jahren noch positive Echo hat mehrere Gründe, obwohl die bis heute 25 Zeilen mit je 40 Zeichen für Meldungen eher knapp bemessen und für Journalisten eine Herausforderung sind. Sie
Vorsicht beim Ausblasen - fliegende Pixel!
(Screenshots dehnmedia).
können aber schneller als die Kollegen der TV-Nachrichten auf aktuelle Ereignisse reagieren und u.a. eine „letzte Meldung“ zum Einblenden in TV-Bild schreiben. Das Konzept fand schnell viele Zuschauer. Dazu trug auch die klare Struktur bei: Nachrichten aus Politik und Sport, Programminfos usw. sind bis heute in den Magazinen 100, 200, 300 usw. zu finden. Das haben die meisten Privatsender übernommen. Und die Bedienung ist einheitlich und einfach.
Die Ticker-Funktion wird seither für Untertitelungen als Hilfe für hörgeschädigte Zuschauer genutzt. Schon am 4. August 1980 gab es die erste Untertitelung einer Livesendung.
Nach ARD-Angaben nutzt heute etwa jeder vierte Zuschauer den Videotext. Das sind um 16 Mio. Menschen ab 14 Jahren.
Technisch gesehen nutzt der Videotext die sog. Austastlücke zwischen den Einzelbildern des TV-Signals als „Transportmittel“ für zusätzlich Daten. Aus den damit verbundenen Limitierungen resultiert die Beschränkung auf wenige Farben und das Erscheinungsbild als „Klötzchen“. Das war vor 40 Jahren einmalig. Heute erscheint es überholt - selbst in der visuell wesentlich besseren Darstellung des Internets (siehe klickbaren Screenshot).
Digitaler Videotext überwindet die analogen Grenzen: Das Internet ist Transportweg für zusätzlich abrufbare Infos der TV-Sender. Der Standard Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV) ermöglicht es, die Texte mit Grafiken, Fotos, Videos und grafischen Elementen aufzuwerten. Für den Zugang nutzen alle TV-Sender den roten Fernbedienungs-Knopf geeigneter Geräte. Voraussetzung ist neben der TV-Ausstattung natürlich auch die Verbindung des Empfängers mit dem Internet.
Videotext mit klassischer Optik im Internet (oben). Navigation mit HbbTV.
Neuer und einen Schritt weiter zur Barriefreiheit ist der „sprechende Videotext“ - ein Beitrag zur Barrierefreiheit nun auch für sehgeschädigte Zuschauer: Auf den Befehl „Alexa, öffne ARD Text“ lesen diese Smartspeaker ausgewählte Videotextseiten vor.
Quellen: Presseinfo vom 26.5., Geburtstagsseiten der ARD | Hintergrund: Videotext.



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