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Nachrichten-Archiv Februar 2015

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26.2.2015 • Sendewege: Freier ARD-Empfang so lange wie möglich
Satellit" ARD SWR-Intendant Peter Boudgoust kann sich vorstellen, dass ARD und ZDF die europaweit freie Empfangbarkeit ihrer Programme über Satellit neu diskutieren. Auf einer Fachveranstaltung erinnerte er an die kürzliche Debatte um die Senderechte der Handball-WM: Der Rechtegeber hatte für die europaweite Verbreitung eine Verschlüsselung gefordert, weshalb kein Deal mit ARD/ZDF zustande kam.
Die ARD will laut Boudgoust so lange wie möglich am Prinzip des freien Empfangs festhalten. Um eine Grundverschlüsselung via Satellit á la ORF zu vermeiden sei es denkbar, nach dem Vorbild der BBC die Ausleuchtzonen der von ARD und ZDF genutzten Satelliten zu reduzieren. Änderungen kämen in Betracht, wenn sich künftig die Konditionen des Rechteerwerbs - insbesondere für Sportevents - verschärfen.
Quelle: Meldung von DF vom 25.2. / Hintergrund: Grundverschlüsselung.
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26.2.2015 • Schweiz: 43 Prozent der Haushalte haben DAB+
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug In der Schweiz wurden nach Angaben des Lobbyverbandes MCDT 2014 rund 382.000 DAB+-Empfänger verkauft. Damit steigt der Gerätebestand in Haushalten und Fahrzeugen auf ewa 1,9 Mio. Stück. 43 Prozent der Haushalte verfügen über ein DAB+-Gerät. Die Zahl der Fahrzeuge mit DAB+-Radios wird mit rund 250.000 angegeben. Die Netzabdeckung liege inzwischen bei 99 Prozent, dem weltweiten Spitzenwert.
Quelle: Meldung von MCDT vom 26.2.
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24.2.2015 • Digitalradio: BR-Mux mit neuen Standorten
Digitalradio-Schriftzug Bayern Wie angekündigt erweitert der Bayerische Rundfunk jetzt das Sendernetz seines landesweiten DAB+-Muxes im Kanal 11D: Bis Ende des Monats gehen die Standorte Coburg und Pfarrkirchen ans Netz. Laut BR wird damit der Versorgungsbereich auf 98,8 Prozent der Autobahnen und 95,5 Prozent der Einwohner des Freistaats (mobil outdoor) bzw. 78,7 Prozent (indoor) erhöht.
Der BR kündigt außerdem die Inbetriebnahme von zehn weiteren Sendeanlagen im Laufe des Jahres 2015 an.
Quelle: Presseinfo von BR vom 25.2. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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23.2.2015 • Österreich: ORF beim DAB+-Test ab Anfang April dabei
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Anfang April soll im Raum Wien der lange erwartete Testlauf für Digitalradio mit DABplus-Test Wien - Versorgungsbereich DAB+ beginnen. Der ORF will laut Meldungen mit einem Ableger von Ö3 daran teilnehmen. Bisher war ein neues Jugendradio (FM21) genannt worden, was jedoch offensichtlich auf medienrechtliche Hindernisse stößt. Welche Programmanbieter teilnehmen, ist noch nicht bekannt. Es ist aber damit zu rechnen, dass diese aus der Mitgliedschaft des Vereins Digitalradio Österreich kommen. Als Betreiber des Netzes (Grafik klicken zum Vergrößern) wird ORS genannt. Nach früheren Informationen wird vom Standorten DC-Tower (7 kW) und Liesing (10 kW) gesendet. Der Test hat eine Laufzeit von einem Jahr und könnte um ein weiteres Jahr verlängert werden.
Wann DAB+-Sendungen in der Alpenrepublik in den Regelbetrieb gehen, bleibt offen. Laut dem Digitalisierungskonzept 2013 der Medienbehörde RTR soll eine Ausschreibung erst erfolgen, wenn ein erster Multiplex zu mindestens 3/4 belegt und wirtschaftlich tragfähig betrieben werden kann. In Österreich sind sieben Multiplexe verfügbar, von denen zwei für die nationale Versorgung und drei für regionale Ausstrahlungen grob konzipiert sind.
Quelle: Berichte von derstandard.at vom 20.2. und 28.1., Homepage Digitalradio Österreich, Digitalisierungskonzept 2013.
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22.2.2015 • Unterhaltungselektronik: TV-Geräte wieder mit Umsatzminus
gfu Der Markt für Consumer Electronics ist 2014 in Deutschland um 2,1 Prozent auf 27,5 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr 2013 gewachsen. Die klassische Unterhaltungselektronik bleibt mit 10,2 Mrd. Umsatzeuro das größte Segment, ist jedoch wieder rückläufig - um 5,3 Prozent. Das geht aus dem CEMIX-Index für 2014 hervor, den die gfu jetzt vorstellte. Der Verband, Veranstalter der Funkausstellung, erwartet für 2015 vorsichtig ein stabiles Geschäft.
gfu Zwar ist die Zahl der verkauften Fernseher entgegen der Prognose um 3,8 Prozent auf 8,1 Mio. Stück gestiegen (Grafik klicken zum Vergrößern). Der Preisverfall brachte dort jedoch ein Umsatzminus von 4,7 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro. Das trotz des Trends zu größeren Bildschirmen, wobei Geräte mit Bilddiagonale größer als 37 Zoll weiter hoch in der Käufergunst stehen und 3,6 Mrd. Euro Umsatz brachten. Annähernd stabil ist der Anteil von SmartTVs mit 57 Prozent.
Die CE-Branche profitiert vor allem von Lautsprechern, Soundbars und Sounddecks und vernetzten Audiosystemen (plus 96 Prozent). Der Absatz von Smartphones stiegt nach Stückzahlen um 7,8 Prozent auf 24 Mio. Stück. Auch Desktop-PCs, Tablets und Notebooks verkauften sich besser als 2013.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 21.2.
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19.2.2015 • Digitalradio: Bayerischer Privatmux zieht um
Digitalradio-Schriftzug Bayern Der Netzbetreiber Bayern Digital Radio beginnt in der kommenden Woche mit der Verlagerung des landesweiten Privatmultiplexes für Digitalradio vom Kanal 12D in den Kanal 10D. Betroffen sind die Programme Absolut HOT, Antenne Bayern, Bayern 1 Mainfranken, Bayern 1 Mittel- und Oberfranken, Bayern 2 Nord, B5 plus, Kultradio, Radio Galaxy und Rock Antenne. Sie werden von 26 Standorten ausgestrahlt.
Als erste Sendeanlagen werden am 24. Februar Augsburg und Dillberg umgestellt, am 26. Februar folgen München und Ismaning. Die Aktion wird am 11. Mai mit dem Standort Ochsenkopf beendet. Die jeweiligen Abstrahl-Leistungen bleiben unverändert.
Hintergrund des Kanalwechsels sind geplante Erhöhungen der Sendeleistungen, die auf dem Kanal 12D nicht möglich sind. Bayern Digital Radio kündigt zudem einen weiteren Ausbau des Sendenetzes in diesem Jahr an.
An den Schalttagen ist im jeweiligen Empfangsgebiet ein Sendersuchlauf notwendig!
Quelle: Presseinfo von BDR vom 19.2. / Hintergrund: DAB+ in Bayern (mit den Umschaltterminen).
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19.2.2015 • DVB-T: Sachsen fördert lokale TV-Programme
Überallfernseh-Logo SLM Sachsen Die SLM, Landesmedienanstalt für Sachsen, fördert jetzt die Programmzuführung zu Sendeanlagen und die Verbreitung lokaler Fernsehprogramme über die Terrestrik, Satellit, Kabel usw.. Dafür stehen in 2015 600.000 Euro zur Verfüung.
Interessierte Veranstalter müssen sich „betrauen“ lassen. „Betrauungsfähig sind hochwertige Fernsehprogramme, die die bestehende Vielfalt der Meinungen in ausgewogener Weise im jeweiligen Versorgungsgebiet zum Ausdruck bringen. Die Programme sollen lokale und regionale Beiträge, insbesondere zu den Bereichen Bildung, Heimatgeschichte, Kultur, Politik, Religion, Soziales, Sport, Tradition, Wirtschaft und Wissenschaft enthalten und relevante gesellschaftliche Gruppen angemessen zu Wort kommen lassen“, so die SLM. Das Verfahren diene auch dazu, europäischem Recht Genüge zu tun.
Die Förderung ist durch eine Änderung des Landesmediengesetzes möglich geworden. Die dort geforderte Fördersatzung wurde kürzlich verabschiedet.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 18.2. / Hintergrund: DVB-T in Sachsen.
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18.2.2015 • DVB-T: Multithek jetzt auch mit Radioprogrammen
Überallfernseh-Logo Multithek Media Broadcast hat seine HbbTV-Multithek jetzt um Radioprogramme erweitert. Damit kann man auf SmartTVs nun auch die Live Streams von Radio B2, BB Radio, Radio Teddy, 89,0 RTL, Radio Brocken, Deluxe Radio und Deluxe Lounge empfangen, die sich nun in den Kanallisten finden. Dies erhöhe die Attraktivität von DVB-T, heißt es aus dem Unternehmen. Das Hybridangebot Multithek ist in 13 Ballungsgebieten über DVB-T sowie über Astra angebunden. Neben der HbbTV-Eignung des Fernsehers ist der Internetanschluß mit mindestens 2 MBit/s Voraussetzung für die Nutzung.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 18.2. / Hintergrund: HbbTV.
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18.2.2015 • Satellit: Jetzt 3 Mio. Kunden für HD+
1" HD Plus Logo Nach Vorlage des Astra-Satelliten Monitor 2014 tritt die Astra Vermarktungstochter HD+ mit einer weiteren Erfolgsmeldung hervor. Danach hat das Unternehmen für sein Paket mit 20 privaten HDTV-Programmen via Sat 1,65 Mio. (plus 17 Prozent in 2014) zahlende Kunden. Weitere 1,4 Mio. sind in der kostenfreien Testzeitphase. Fünf Jahre nach Gründung kann man damit mehr als 3 Mio. Verträge aufweisen.
Astra hatte einen einen Marktanteil für HDTV von 17,6 Mio. Haushalten bzw. 45 Prozent über alle Verbreitungswege gemeldet. Von diesen empfangen 6,6 Mio. HDTV laut Astra als Kabel-Option. Aus den Angaben kann aber auch geschlossen werden, dass bis zu 8 Mio. HDTV empfangende Haushalte keine kostenpflichtigen Verträge für private HDTV-Programme eingegangen sind.
Den nächsten Schritt hat man bereits in der Planung: „Unser nächstes Ziel ist es, bei HD+ so rasch wie möglich UHD-Inhalte anzubieten“, so Geschäftsführer Wilfried Urner. Solange es dafür keine Programme gebe, führe aber kein Weg an HDTV vorbei.
Quelle: Presseinfo von HD+ vom 17.2. / Hintergrund: HDTV, Ultra-HD.
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18.2.2015 • Norwegen: DAB versorgt mehr Hörer als UKW
Norwegen DABplus-Logo Schriftzug In Norwegen hat der Versorgungsgrad mti DAB inzwischen UKW überholt. Der Multiplex des öffentlich-rechtlichen NRK erreicht jetzt 99,5, der kommerzielle Riksblokka 92,8 Prozent der Bevölkerung. Damit ist die 90 Prozent-Vorgabe übererfüllt, eine der Voraussetzungen für die UKW-Abschaltung, die dort 2017 bis 2019 durchgeführt werden soll.
Quelle: Meldung von radio.no vom 17.2. / Hintergrund: DAB+ in Norwegen.
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17.2.2015 • Digitalradio: Plattform-Start in Hamburg mit Verzögerung
Digitalradio-Schriftzug Hamburg Der Start der Privatradio-Plattform via DAB+ in Hamburg scheint sich zu verschieben. War anlässlich der Zulassung vom 1. Quartal 2015 die Rede, so wird nun das 2. Quartal genannt. Auf der Website von mauma.fm, das ebenfalls in Hamburg starten will deutet ein Countdown auf den Sendebeginn Mitte Mai.
Dieser Veranstalter, der über eine bundesweite Lizenz verfügt, kündigt dort den Start für Nürnberg und Berlin/Brandenburg für März an.
Quelle: Meldung von radio-wird-digital.de vom 15.2., Homepage mauma.fm / Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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17.2.2015 • Digitalradio: Das Internet kann UKW nicht ersetzen
Digitalradio-Schriftzug Mediamobile Die digitale Radiozukunft sollte nicht auf das Internet begrenzt werden, so Carsten Friedrich, Geschäftsführer von Mediamobile. Das Unternehmen bietet mit V-Traffic einen Echtzeitdienst mit Verkehrsinfos via DAB+ an.
Das mobile Web könne UKW aus Kostengründen nicht ein zu eins ersetzen. „Dies würde einer Datenmenge von 245 Millionen GByte pro Jahr alleine für Webradio entsprechen. Zum Vergleich: Die bundesdeutschen Mobilfunknetze übertrugen in 2013 insgesamt ein Datenvolumen von 267 Millionen GByte“, argumentiert Friedrich. Er sieht Perspektiven in hybriden Lösungen. Dabei wird das Radio über DAB+ um individuelle Angebote auf Internetbasis ergänzt. Das könne UKW nicht leisten.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 17.2. / Hintergrund: Telematikdienste mit DAB+, Web vs. DAB+.
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17.2.2015 • Digitalradio: Mega SNA jetzt offiziell in Hessen in der Luft
Digitalradio-Schriftzug Logo Die deusch-russische Programmkooperation von Mega Radio mit dem russischen Regierungsfunk SNA Radio hat nach Berlin nun auch in Hessen im Kanal 11C offiziell den Sendebetrieb begonnen.
Quelle: Meldung von radio-wird-digital.de vom 15.2. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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16.2.2015 • Sendewege: Satellit vor Kabel
1" Nach geringem Anstieg von 18,1 auf 18,2 Haushalte (47 Prozent) ist der Satellit weiterhin der wichtigste TV-Verbreitungsweg in Deutschland. Das Kabel bleibt trotz eines Zuwachses von 16,85 auf 16,9 Mio. Haushalte mit einem Marktanteil von 44 Prozent auf Platz zwei. DVB-T ist für 2,2 Mio. Haushalte (6 Prozent), Internet-TV für 1,5 Mio. Haushalte (4 Prozent) der Empfangsweg am Erstgerät. Das stellt die jährliche Studie von TNS Infratest für den Sat-Betreiber Astra (TV Monitor 2014) fest.
Mit 17,6 Mio. Zuschauer (plus 24 Prozent zum Vorjahr) erreicht der HDTV-Empfang 45 Prozent, ausgehend von 38,8 Mio. Haushalten. 10 Mio. Haushalte empfangen das via Sat, 6,6 Mio. via Kabel und 1 Mio. via Internet.
Astras Deutschland-Chef Wolfgang Elsäßer sieht den nächsten Schritt schon voraus: 220.000 UltraHD-Fernseher seien bereits verkauft und erfreuliche 17 Mio. Haushalte wüßten sogar, was das Kürzel bedeutet.
Quelle: Presseinfo von Astra vom 16.2. / Hintergrund: DVB-T, DVB-T2, UltraHD.
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13.2.2015 • Digitalradio: Privatfunk klagt gegen BR-Wellentausch
Digitalradio-Schriftzug 60 bayerische Privatradios klagen gegen den Beschluß des Bayerischen Rundfunks, die UKW-Senderkette von BR Klassik mit dem 2013 etablierten Jugendkanal Puls zu belegen und die Klassikwelle dann nur noch per DAB+ zu verbreiten.
In der Folge würde der BR seine Position gegenüber den Privaten weiter ausbauen und ihnen massiv Hörer und damit Werbeerlöse entziehen. Das könnte „für zahlreiche private Anbieter das wirtschaftliche Aus bedeuten“, befürchten die Privaten. Das Vorhaben des BR verstoße ohnehin gegen den Rundfunkstaatsvertrag.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 11.2. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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12.2.2015 • DVB-T2: Bundesregierung schiebt Auktion an
DVB-T2 Logo (DVB Project) Das Bundeskabinett hat eine Änderung der Frequenzverordnung beschlossen. Ziel ist es, das vom Fernsehen genutzte 700 MHz-Band „künftig für den Ausbau des mobilen Breitbands - und damit für schnelles Internet - zur Verfügung“ zu stellen. „Bis 2018 soll es in Deutschland eine flächendeckende Versorgung mit einer Übertragungsrate von mindestens 50 MBit/Sek geben“, heißt es weiter. Die Auktion soll im 2. Quartal stattfinden. Der Bund erwartet Erlöse in Milliardenhöhe, die „erstmals in den Ausbau des schnellen Breitbands und die Digitalisierung unseres Landes investieren werden“.
Durch die Umwidmung der Frequenzen verliert das terrestrische Fernsehen die Kanäle 49 bis 60. Sie wird durch den Umstieg des terrestrischen Fernsehens von DVB-T auf DVB-T2 möglich, der von Mitte 2016 bis 2019 durchgeführt werden soll.
In der Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ist von Erstattungen für Änderungen im TV-Netzbetrieb und an Betreiber von Produktionsfunkgeräten, die den 700 MHz-Bereich ebenfalls räumen müssen, nicht die Rede. Dies hatten - nach negativen Erfahrungen mit der 1. Digitalen Dividende - die Bundesländer gefordert. Der Bundesrat muss dem neuen Frequenzplan noch zustimmen.
Die Frequenzauktion von 2010 hatte der Bundeskasse 4,4 Mrd. Euro gebracht. Davon entfielen allein 3,58 Mio. Euro auf das bis dahin vom Fernsehen genutzte 800 Megahertzband.
Quellen: Presseinfo des BMVI vom 11.2. / Hintergrund: Digitale Dividende 2, DVB-T 2.
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12.2.2015 • DVB-T: ORF und SRF terrestrisch für Südbayern?
Überallfernseh-Logo Bayern Die im Landtag vertretene Partei der Freien Wähler Bayerns fordert, dass je mindestens ein Programm des Österreichischen Rundfunks und des Schweizerischen Rundfunks in Bayern terrestrisch mit DVB-T2 sowie in den grenznahen Kabelnetzen empfangbar sind. Diese Programme sollen in die „must carry“-Liste aufgenommen werden. Das fordert eine Online-Petition der Partei.
Die Initiatoren dürften die Rechnung ohne den Wirt gemacht haben. Der ORF ist in Deutschland nur den grenznahen Gebieten via DVB-T frei empfangbar, per Sat nur verschlüsselt (die Karten werden nur an Österreicher ausgegeben). Diese Limitierung der Reichweite reduziert die Kosten der Programmbeschaffung (z.B. aus Hollywood) erheblich. Dies abgesehen von den Kosten, die ORF und SRF für die terrestrische Verbreitung in Bayern zu zahlen hätten.
ARD und ZDF wollen grundsätzlich auch übre Satellit frei empfangbar senden. Der Preis dafür ist hoch: Die Anstalten müssen Senderechte für ganz Europa statt nur für Deutschland erwerben. Dies schlägt fehl, wenn ein Rechteinhaber (wie kürzlich der Handball-Weltverband) eine Grundverschlüsselung fordert.
Quelle: Presseinfo der FW Bayern vom 11.2. / Hintergrund: DVB-T in Bayern (Süd).
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9.2.2015 • Kabel: KDG/Vodafone zieht vor Bundesgerichtshof
Kabelanschluß Nach Niederlagen in Serie vor den Landesgerichten zieht Kabel Deutschland (KDG, demnächst unter Vodafone firmierend) nun im Streit um Einspeisegebühren mit ARD und ZDF vor die nächste Instanz. Der Bundesgerichtshof beschäftigt sich damit am 3. März.
Ende 2012 waren Einspeiseverträge von ARD und ZDF mit den Kabelnetzbetreibern ausgelaufen. Die Anstalten hatten sich geweigert, diese zu verlängern; die Kabelweiterleitung hatte bisher jährlich etwa 60 Mio. Euro gekostet. Dagegen fordert KDG diese Gelder für die Einspeisung der Programme, die das Unternehmen wegen des des „must carry“-Status (Grundlage ist §52b Abs. 1 des Rundfunkstaatsvertrages) verbreiten muss. KDG hält die Kündigung für sittenwidrig und sieht einen Verstoß gegen das Anti-Diskriminierungsgebot, weil ja auch für die Verbreitung per DVB-T oder Sat gezahlt werden. Das hatten die Vorinstanzen zurückgewiesen. KDG versucht nun höchstrichterlich die über Deutschland hinaus einmalige Praxis durchzusetzen, wonach man sowohl bei seinen Lieferanten als auch bei seinen Kunden kassieren will. In erster Reaktion auf die Kündigung und die bisherigen Urteile hatte KDG u.a. analog verbreitete Dritte Programme aus anderen Bundesländern durch zahlungswillige Privatprogramme ersetzt.
Quelle: Terminkalender des BGH.
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6.2.2015 • Digitalradio: Deutsch-russischer Kanal sendet in Berlin
Digitalradio-Schriftzug Logo Die Kooperationswelle von Mega Radio und dem russischen Staatssender Radio SNA ist in Berlin auf Sendung. Am 16. Februar soll nach Angabe des Veranstalters die Aufschaltung in Hessen erfolgen. Dem war die Auflage der Landesmedienanstalt vorausgegangen, wonach Mega Radio die medienrechtliche Verantwortung auch für die von SNA angelieferten umfangreichen Wortanteile übernehmen muss.
Die LfM NRW hatte im Januar zugunsten von Mega Radio SNA entschieden. Mega Radio hat auch für die in Hamburg geplante Lokalplattform eine Lizenz und sendet in den vier bayerischen Lokal-Multiplexen.
Quelle: Eigene Recherche und Meldung von radio-wird-digital.de vom 6.2. / Hintergrund: DAB+ in Berlin, Hessen, NRW.
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6.2.2015 • England: Digitalradio-Nutzung überholt UKW
England DABplus-Logo Schriftzug In England steigt der Anteil des Radiokonsums über Digitalradio: Der DAB-Empfang in Gebäuden verwies mit 46,2 Prozent erstmals den analogen (45,6 Prozent) auf Platz 2. Das stellt eine Befragung des britischen RAJAR-Instituts im 4. Quartal 2014 fest. Ingesamt sackt die analoge Nutzung ab und fiel in London und dem Nordwesten Englands sogar unter 50 Prozent; der nationale Vergleichswert liegt bei 56,2 Prozent. Die DAB-Nutzung stieg im Schnitt um 6 auf 37,9 Prozent, die Steigerung bei den Hörern im Auto lag bei 29 Prozent. 25,2 Prozent des Radiohörens in England finden auf digitaler Basis statt. Der Versorgungsgrad der DAB-Ausstrahlungen liegt bei 18,9 Prozent bzw. 26 Mio. erwachsenen Briten.
Auf dieser Grundlage und angesichts von Rekord-Hörerzahlen einiger Wellen der BBC und privater Sender des DigitalOne-Multiplexes sieht der Lobbyverband Digital Radio UK auch eine gute Perspektive für den geplanten zweiten nationalen Privat-Kanal.
Quelle: Presseinfo von Digital Radio UK vom 5.2.2015.
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6.2.2015 • AGF: Digitalisierungs-Tempo im Januar verlangsamt
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Der digitale TV-Empfang hat im Januar rund 220.000 Haushalte hinzu bekommen. Das geht aus den Monatszahlen der AG Fernsehforschung hervor. Danach liegt das Nutzerpotenzial für den digitalen Empfang nunmehr bei 31,11 Mio. Haushalten. Das entspricht einer Digitalisierungsquote von 84,0 (Vormonat: 83,4) Prozent. Gegenüber dem Dezember 2014 hat das Digitalisierungstempo damit deutlich nachgelassen. Unter den insgesamt 37,03 Mio. TV-Haushalten empfangen damit noch 5,92 Mio. Kabelhaushalte analog.
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.2.2015.
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3.2.2015 • Digitalradio: Drei neue Programme für Augsburg
Digitalradio-Schriftzug Bayern Im Augsburger Lokalkanal 9C sind am Wochenende drei neue Programme auf Sendung gegangen. Bereits seit Oktober 2013 haben Coolradio1 und PN1 eine Sendegenehmigung, der PN1-Abkömmling Radio Ilmwellle wurde im Oktober 2014 lizenziert und startete auch in Ingolstadt. Allerdings laufen die Sendegenehmigungen der meisten Programme in den vier lokalen DAB+-Verbreitungsgebieten Bayerns schon am 30. April aus.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 2.2. / Hintergrund: DAB+ in Bayern, Senderliste der BLM.
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2.2.2015 • Rundfunkbeitrag: Scharfe Kritik an Gutachten
Beitragsservice Rundfunk- und Verwaltungsrat des Hessischen Rundfunks haben ein im Dezember veröffentlichtes Gutachten aus dem Bundesfinanzministerium, das das Rundfunksystem infrage stellt, heftig angegriffen. Sie stellen einstimmig fest, dass der wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums nicht für Rundfunkfragen zuständig ist und die Urteile des Bundesverfassungsgerichts dazu sowie das wirtschaftliche Umfeld ignoriere.
Die Gutachter hatten vorgeschlagen, dass ARD, ZDF und D-Radio künftig lediglich Defizite des Privatfunks ausfüllen sollte. „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk dürfe nicht zum Nischenrundfunk verkommen, sondern habe ein Gesamtprogrammangebot in allen Genres zur Verfügung zu stellen. Auch der Vorschlag, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus Steuern zu finanzieren, mache deutlich, wie wenig sich der Beirat mit den rechtlichen und verfassungsrechtlichen Fakten befasst habe“, so die HR-Räte.
Quelle: Presseinfo des HR vom 30.1. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag allgemein und ab 2015.
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1.2.2015 • Österreich: Aus für Analogkabel im September 2016
Österreich Kabelanschluß In Österreich soll das analoge Kabelfernsehen im September 2016 abgeschaltet werden. Das geht aus Äußerungen von Netztbetreibern und von Alfred Grinschgl (Medienbehörde RTR) hervor. Zwischen 2011 und 2014 sei die Nutzung analoger Programme von 70 auf 33 Prozent der Kabelhaushalte abgesackt. Das entspreche etwa 14 Prozent aller etwa 3 Mio. TV-Haushalte des Nachbarlandes.
Quelle: Bericht von der standard vom 28.1.
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1.2.2015 • Digitalradio: Morgen startet BR Heimat offiziell
Digitalradio-Schriftzug BR Heimat-Logo Morgen um 5 Uhr früh geht die neue Welle BR Heimat im landesweiten BR-Kanal 11D auf Sendung. Zugleich werden Redaktion und Technik von Bayern Plus von München nach Nürnberg ins BR-Studio Franken verlegt und das Programm zur reinen Schlager- und Oldie-Welle umkonzipiert. Beide Programme senden in DAB+ sowie über Digitalkabel, Sat und Online. Der BR kündigt für 2015 den Netzausbau für DAB+ um 12 Standorte an.
Am 28. Januar hatte der BR die Programmbelegung auf dem eigenen und dem Mischmultiplex (Kanal 12D) geändert und sendet seitdem alle Programme in DAB+. Dort ist zwischen März und Mai ein Umzug auf den leistungsfähigeren Kanal 10D angekündigt.
Quelle: Presseinfo des BR vom 30.1. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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1.2.2015 • Digitalradio: Radio Impala sendet weiter
Digitalradio-Schriftzug Berlin und Brandenburg Frühere Spekulationen, wonach Radio Impala nach dem Verlust der Partnerschaft mit dem russischen Staatsradio SNA den Betrieb einstellen werde, haben sich bisher nicht bewahrheitet. Radio Impala ist zumindest in Berlin weiter zu empfangen und avisiert auf seiner Website ein Programm mit täglich bis zu sechs einstündigen Themenblocks. Dazwischen läuft Musik.
Auch in Hessen soll das Programm laut Berichten wieder senden - zumindest bis zur Klärung von Verpflichtungen des Vertrags mit dem Netzbetreiber Hessen Digitalradio.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DAB+ in Berlin und Hessen.
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1.2.2015 • Recht: ZDF-Staatsvertrag begrenzt Politiker-Einfluß
Recht, Gesetze ZDF Nach dem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes vom März 2014 zur Dominanz von Politikern in den ZDF-Räten kommt nun die Reaktion der Bundesländer. Ein neuer Entwurf des Staatsvertrages reduziert die Zahl der Sitze im Fernseh- und Verwaltungsrat der Anstalt und schränkt die Mitgliedschaft von Politikern auf ein Drittel der Sitze ein.
Für beide Gremien gilt eine umfangreiche Ausschlußliste, um Partei- und Regierungsvertreter herauszuhalten. Allerdings gibt es Ausnahmen; letztlich sollen aber nicht mehr als 20 Politikvertreter im Gremium arbeiten, womit der 1/3-Auflage der Richter entsprochen werde. Jedem Bundesland ist ein gesellschaftlicher Bereich zugeordnet, für den je ein Vertreter zu bennennen ist. Der Verwaltungsrat hat 12 statt bisher 14 Mitglieder. Die Bundesländer dürfen vier Personen berufen.
Es folgen bis März öffentliche Anhörungen, dann verabschieden die Ministerpräsidenten der Bundesländer den Entwurf und leiten ihn an die 16 Länderparlamente zur endgültigen Beschlußfassung weiter. Das Inkrafttreten ist zum 1. Januar 2016 vorgesehen.
Mehrere Bundesländer hatten die Gremienstruktur vom Karlsruher Gericht überprüfen lassen, nachdem die CDU-Mehrheit im Verwaltungsrat die Vertragsverlängerung des ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender aus politischer Motivation verhindert hatte.
Quelle: Presseinfo der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz vom 30.1., Änderungen im Wortlaut.
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1.2.2015 • England: Zwei Konsortien wollen DAB+-Mux
England DABplus-Logo Schriftzug Zwei Konsortien haben sich bei der britischen Medienbehörde Ofcom um die Lizenz für den dritten nationalen Digitalradio-Multiplex beworben. Laut Ausschreibung sind 30 Prozent der Programme erstmals in DAB+ zu senden; die Multiplexe der BBC, der Privatmux von Arqiva sowie die lokalen Netze werden im alten DAB-Verfahren ausgestrahlt.
Unter dem Namen Listen2Digital haben sich der Babcock-Konzern und die kommerzielle Senderfamilie Orion Media zusammengeschlossen, um 18 Programme ab dem 2. Quartal in die Luft zu bringen. Über 42 Sendestandorte sollen bis 81,5 Prozent der Bevölkerung im Indoor-Modus versorgt werden.
Am Wettbewerber Sound Digital sind wesentlich Arqiva und die Radioveranstalter Bauer und UTV Media beteiligt. 15 Programme sollen ein Jahr nach Zulassung 73 Prozent der Haushalte über 45 Standorte erreichen.
Quelle: Presseinfo von Ofcom vom 29.1.



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