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Nachrichten-Archiv Januar 2015

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31.1.2015 • UltraHD: DVB bereitet „Phase 2“-Standard vor
UltraHD DVB Logo (DVB Project) Die erste UltraHD-Spezifikation des DVB Projects wurde vor allem von Programmveranstaltern (z.B. in der EBU) heftig kritisiert, weil sie sich - einzig zugunsten der Gerätehersteller - auf die Erhöhung der Bildauflösung auf 3.840 mal 2.160 Pixel („4k“) beschränkte. Selbst DVB-Vertreter hatten schon vorab betont, dass sich die neue Technik nur durchsetzen lasse, wenn nicht nur mehr, sondern auch „bessere Pixel“ über die Sendestrecken gebracht werden.
Das soll nun laut DVB Executive Director Peter Siebert die zweite Standardisierungsphase leisten. Sie könnte nicht nur eine Abkehr vom (eigentlich analogen) Zeilensprungverfahren bringen, das die deutschen Privatsender noch für ihre HDTV-Programme verwenden. Eckpunkte sollen die Verbesserung der Farbdarstellung, des Kontrastes und - wichtig für schnelle Bewegungen im Bild - eine Erhöhung der Bildwiederholrate (High Frame Rate) sein. Weiterentwicklungen seien auch für den Ton und Untertitelungen angedacht.
Funktionieren wird das aber nur mit ganz neuen technischen Konzepten. Die aktuelle Variante der HEVC-Kompression könnte dabei nur am Anfang stehen, hatte gerade eine Studie von DigiTag festgstellt. DVB dürfte die Standardisierung aber zuerst auf den Satelliten und die Weiterentwicklung von DVB-S2X konzentrieren.
Quelle: Meldung von DF vom 30.1. / Hintergrund: dehnmedia über UltraHD/4k, DVB-Dokumente zu DVB-S2X.
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30.1.2015 • DVB-T2: Nur ein Bewerber für Programmplattform
DVB-T2 Logo (DVB Project) Nur der Netzbetreiber Media Broadcast hat sich auf die Ausschreibung für die Plattform der privaten DVB-T2 Programme beworben. Das teilt die ZAK-Kommission mit. Sie wird nun prüfen, ob die Bewerbung die Vorgaben einhält. Die Entscheidung soll am 17. März fallen. Der Umstieg von DVB-T auf die neue Technik mit HDTV-Programmen soll in der ersten Jahreshälfte 2016 in den Ballungsgebieten anlaufen und bis 2019 dauern.
Quelle: Presseinfo der ZAK vom 30.1./ Hintergrund: DVB-T2.
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30.1.2015 • Frequenzen: BNetzA startet Auktionsverfahren für 700 MHz
Terrestrik Bundesnetzagentur Die Bundesnetzagentur hat die erste Phase der ab Ende Mai vorgesehenen Frequenzversteigerungen begonnen. Bis Anfang März können sich dort Unternehmen melden, die zur Auktion zugelassen werden wollen.
Zur Versteigerung kommen neben dem 700 MHz-Bereich die Mobilfunkfrequenzen auf 900 und 1800 MHz, deren Zulassungen Ende 2016 auslaufen. Das bisher vom Fernsehen genutzte 700 MHz-Band soll für die mobile Breitbandversorgung verwendet werden. „Als erstes Land in Europa wollen wir auch die Frequenzen im 700-Megahertz-Bereich hierfür vergeben. Insbesondere die frühzeitige Vergabe dieser Frequenzen soll im ländlichen Raum die Breitbandversorgung im Wettbewerb der Anbieter spürbar verbessern“, so der Behördenpräsident Jochen Homann. Der 700 MHz-Bereich könne „durch die Umstellung der Rundfunkausstrahlung auf DVB-T2“ im Umfang von 2x30 MHz ab 2017 schrittweise umgenutzt werden. Dies soll mit vergleichsweise geringem Aufwand an Funkstationen in Regionen ohne schnelles Internet stattfinden.
Quelle: Presseinfo von BNetzA vom 29.1. / Hintergrund: Digitale Dividende 2.
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29.1.2015 • Digitalradio: Bundesmux-Ausbau in Sachsen-Anhalt
Digitalradio-Schriftzug Sachsen-Anhalt Morgen wird der Netzausbau für den nationalen Digitalradiomultiplex im Kanal 5C fortgesetzt. Die Standorte Brocken und Wittenberg werden neu aufgeschaltet. Damit steige die Versorgung in dem Bundesland von 49 auf 69 Prozent (indoor) bzw. portabel von 78,5 auf 91 Prozent. Davon profitieren die Harzregion und die Autofahrer auf der BABen 2 und 9 von Magdeburg bzw. Halle nach Berlin sowie der Harzautobahnen A 38/A 395.
Gestern hatte der MDR seine DAB+-Programme im Kanal 6B zusammen gezogen und das Netz optimiert.
Quelle: Presseinfo von digitalradio.de vom 29.1. / Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
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29.1.2015 • DVB-T/DVB-T2: DigiTag lotet Perspektiven aus
DVB-T2 Logo (DVB Project) DVB-T ist in fast allen Ländern Europas eingeführt und wird derzeit von 43 Prozent der Europäer am ersten Empfangsgerät genutzt. Davon ausgehend sieht DigiTag zwei Stufen der Weiterentwickung: DVB-T2 bietet, mit MPEG-4 oder (wie in Deutschland vorgesehen) HEVC, die Umstellung auf HDTV und perspektivisch auch UltraHD - zunächst in 4k, später mit neuen Technologien auch in 8k. Der Umstieg auf HDTV könnte europaweit bis etwa 2017 (siehe Grafik unten) ablaufen. Der folgende Schritt, der etwa ab 2023 einsetzen und bis 2030 vollzogen werden könne, wäre ein neues Übertragungsverfahren, dass ganz auf UltraHD (einschließlich 4k und 8k Bildauflösung) orientiert, wofür die HEVC-codierung gleichfalls weiter entwickelt werden müsste. In einer Analyse, die DigiTag vom britischen Institut Analysy Mason anfertigen ließ, wird zugleich der Verlust des 700 MHz-Frequenzbandes als hinderlich für den Simulcast beim Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 angesehen. Für die weitere Entwicklung sei Klarheit über das zur Verfügung stehenden Frequenzspektrum notwendig.
Ungeachtet der Widrigkeiten wird der TV-Terrestrik eine hohe Bedeutung für den Kontinent in den nächsten zehn bis 20 Jahren bestätigt.
Quelle: Studie von DigiTag/Analysy im Wortlaut / Hintergrund: DVB-T2.
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28.1.2015 • Digitalradio: Standort Coburg startet Ende Februar
Digitalradio-Schriftzug Bayern Ende Februar wird der BR-Multiplex im Kanal 11D auch für Coburg aufgeschaltet. Das bestätigte eine Sprecherin der Anstalt gegenüber der Neuen Presse Coburg. Es habe wegen der Witterung und Erkrankungen von Mitarbeitern Verzögerungen gegeben.
Laut ukwtv.de soll der BR-Mux „in Kürze“ auch an den Sendestandorten Hof, Ingolstadt-Oberstimm, Pfarrkirchen und Herzogstand in Betrieb gehen.
Quelle: Meldung von NP vom 28.1. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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26.1.2015 • Digitalradio: Radio Ton sendet in Baden-Württemberg
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Im landesweiten Privatmux für Baden-Württemberg hat jetzt Radio Ton den Sendebetrieb begonnen. Die Medienanstalt LfK hatte neun Programme lizenziert. Sendebeginn war am 1. Dezember 2014, jedoch hatte Radio Ton von vornherein einen späteren Sendestart angekündigt.
Quelle: Meldung von satnews vom 26.1. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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24.1.2015 • Digitalradio: Änderungen am 28.1. in Sachsen-Anhalt
Digitalradio-Schriftzug Sachsen-Anhalt In Sachsen-Anhalt stehen der angekündigte Kanalwechsel des MDR und eine Erweiterung des Bundesmux-Sendenetzes vor der Realisierung.
MDR-Empfangsprognose SAN ab 28.1.2015 Am 28. Januar um 14 Uhr wird das bisher auf den Kanälen 11C und 12C verteilte MDR-Netz im neuen Kanal 6B an sieben Sendestandorten zusammengefasst. An den bisherigen Lowpower-Anlagen Wittenberg und Kulpenberg kann die Sendeleistung von je 1 auf 10 bzw. 3,1 kW erhöht werden. MDR1 kommt mit drei Regionalisierungen. Der Empfang soll laut MDR-Prognose (Klicken zum Vergrößern) wesentlich indoor möglich sein; Ausbaubedarf besteht aber noch nördlich von Stendal.
Die privaten Programme 89.0 RTL, Radio Brocken, Radio SW, Rockland und Schlagerparadies bleiben im gewohnten Versorgungsgebiet der Kanäle 11C und 12C auf Sendung.
Die Programme von Deutschlandradio sind künftig nur im Kanal 5C empfangbar.
Sendersuchlauf nicht vergessen!
Quelle: Meldung des MDR vom 23.1. (Nachtrag: Presseinfo des MDR vom 26.1. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen-Anhalt.
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24.1.2015 • Digitalradio: Impala in Hessen wieder On Air - auf Zeit
Digitalradio-Schriftzug Hessen Laut Berichten ist Radio Impala in Hessen wieder auf Sendung - nach der Abschaltung zum Jahreswechsel und wohl nur auf Zeit. Das meldet satnews mit Bezug auf Hessen Digitalradio. Impala wolle den Verbreitungsvertrag kurzfristig kündigen, was jedoch den vereinbarten Kündigungsfristen nicht entspreche. Bis zu einer Klärung werde das Programm ausgestrahlt.
Auch die Entscheidung über die Zulassung von Mega Radio, das erhebliche Sendezeit dem russischen Staatsradio SNA zur Verfügung stellen will, steht noch aus. Die Medienanstalt LPR hatte den Veranstalter beauflagt, die gesamte medienrechtliche Verantwortung auch für die Sendungen von SNA zu übernehmen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag liegt der LPR aber offenbar bisher nicht vor. SNA hatte bis Ende 2014 mit Impala zusammengearbeitet und dort 75 Prozent der Sendezeit bestritten.
Quelle: Meldung von satnews vom 23.1. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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23.1.2015 • Digitalradio: LfM segnet Mega Radio-Koop mit SNA ab
Digitalradio-Schriftzug Nordrhein-Westfalen Die Medienanstalt LfM NRW hat die Zusammenarbeit von Mega Radio mit dem staatlichen russischen Auslandssender SNA abgesegnet. Dafür wurde die schon 2012 ausgesprochene, bislang nicht benutzte, Zulassung jetzt geändert. Die Neuausrichtung von Mega Radio beinhalte auch NRW-Nachrichten, der Sendestart könne nun kurzfristig erfolgen.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 23.1. / Hintergrund: DAB+ in NRW.
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23.1.2015 • DVB-T: Tele 5 kann weiter senden
Überallfernseh-Logo Nordrhein-Westfalen Die Medienanstalt LfM hat die auslaufende Sendegenehmigung für Tele 5 im DVB-T Kanal 36 bzw. 52 mit Laufzeit bis 2018 verlängert.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 23.1. / Hintergrund: DVB-T in NRW.
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23.1.2015 • Digitalradio: BR Heimat und weitere Änderungen in Bayern
Digitalradio-Schriftzug BR Heimat-Logo Am 2. Februar startet der BR seine neue Welle BR Heimat über DAB+, Astra, im Kabel und Online. Gesendet wird Musik von Blasmusik bis zu „coolen Groves“, so die Anstalt. Dazu gibt es Magazine mit Beiträgen aus den Regionalstudios und stündliche Weltnachrichten.
Bereits ab dem 28. Januar um 14.30 Uhr greifen Änderungen der Belegung der BR-Programme in den beiden landesweiten Multiplexen und die letzten Programme schalten von DAB (alt) auf DAB+ um. Dann finden sich im Kanal 11D Bayern 1 (Oberbayern, Niederbayern/Oberpfalz, Schwaben), Bayern 2 Süd, Bayern 3, BR Klassik, B5 Aktuell, Bayern plus, Puls, BR Verkehr und BR Heimat. Im Kanal 12D laufen Bayern 1 (Mainfranken, Mittel- und Oberfranken), Bayern 2 Nord und B5plus. Die München-Version von Bayern 1 ist weiter im Lokalkanal 11C zu hören. Das Sendenetz im BR-Kanal 11D soll in 2015 um 12 Standorte ausgebaut werden.
Sendersuchlauf nicht vergessen!
Quelle: Presseinfo des BR vom 20.1. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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22.1.2015 • Österreich: Digitalradio-Test beginnt im April
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Das mehrfach hinaus geschobene Digitalradio-Testprojekt in Österreich soll nunmehr im April beginnen, meldet der Verein Digitalradio Österreich unter Verweis auf den Netzbetreiber ORS. Im Großraum Wien werde von den Standorten DC-Tower (7 kW) und Liesing (10 kW) für rund 2,1 Mio. Einwohner gesendet.
Quelle: Meldung von Digitalradio Österreich.
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20.1.2015 • Digitalradio: Telematikdienst ECODyNIS
Digitalradio-Schriftzug ECODyNIS-Logo „Sichere Elektromobilität und nachhaltige CO2-Reduktion durch Dynamische Navigation In Städten mit Verkehrs-Informationen über Digital Radio“ - etwas griffiger kurz ECODyNIS - heißt ein mit DAB+ verbundener Verkehrsinformationsdienst für Ballungsräume. Jetzt wurde das niedersächsische Projekt im Raum Hannover abgeschlossen und Geräte stehen für Vorführungen zur Verfügung.
Die Daten werden bereits seit 2013 im Bundesmux über Kanal 5C ausgestrahlt, in dem sie in Daten nach dem Standard TPEG umgesetzt werden. Damit werden die Mlöglichkeiten des UKW-RDS erheblich erweitert um über die Verkehrssituation vor allem in Ballungsräumen schneller und umfangreicher zu informieren.
Quelle: ECODyNIS vom 11.12. / Hintergrund: Dienste mit DAB+.
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16.1.2015 • DVB-T2: Bitkom will das 700 MKz-Band schon ab 2015
DVB-T2 Logo (DVB Project) Bitkom Der Industrieverband Bitkom fordert, dass das bisher für das Fernsehen benötigte 700 MHz-Frequenzband schon „bei der für das erste Halbjahr 2015 angekündigten Versteigerung ... vollständig für den Mobilfunk zur Verfügung“ steht. Dies sei sowohl für die Breitbandversorgung im ländlichen Raum mit LTE als auch für den Netzausbau mit späteren Datenfunk-Techniken („5G“) notwendig.
Die Fernsehveranstalter benötigen diesen Frequenzbereich jedoch mindestens bis Mitte 2019, um den Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 halbwegs verbraucherfreundlich zu organisieren. ARD und ZDF hatten zuvor ihre Umstiegsplanung, beginnend Mitte 2016, von Ende 2020 auf Mitte 2019 verkürzt. Die Mobilfunkbetreiber wollen mit leistungsfähigeren Netzen nicht zuletzt auch den TV-Netzen Konkurrenz machen.
Bitkom könnte seine Rechnung auch ohne die Nachbarländer gemacht haben, mit denen der Frequenzeinsatz koordiniert werden muss: So will Österreich laut einer Meldung das 700 MHz-Band noch bis 2023 für das Fernsehen nutzen. Das könnte die Nutzung durch den Mobilfunk in Süddeutschland einschränken.
Quellen: Presseinfo von Bitkom vom 14.1., Meldung von DF vom 15.1. / Hintergrund: DVB-T2 in der Startphase.
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14.1.2015 • Digitalradio: Koop Mega Radio-SNA ab dem 1. Februar?
Digitalradio-Schriftzug Megaradio SNA Die angekündigte Kooperation von Mega Radio mit SNA Radio soll laut satnews am 1. Februar und als neuer Kanal Mega Radio SNA - Ihr Infosender über seine Verbreitungswege starten. „Damit meinen wir terrestrischen Empfang per Digitalradio DAB+, Kabelanschluß als auch selbstverständlich einen weltweit empfangbaren Internet-Stream“, heißt es auf der Mega Radio-Homepage.
Mega Radio bezeichnet die Kooperations-Welle mit dem russischen staatlichen Auslandsradio als „unabhängiges Informationsprogramm“ mit 80 Prozent Wortanteil. Mega Radio ist bisher in den vier bayerischen Lokalmultiplexen und Berlin per DAB+ auf Sendung. In Hamburg gibt es eine Lizenz im Rahmen des kommenden Plattform-Kanals. Die Medienanstalten von Hessen und NRW behandeln zur Zeit entsprechende Anträge. Die hessische LPR knüpfte die Lizenzierung daran, dass Mega Radio die gesamte medienrechtliche Verantwortung auch für die von SNA beigetragenen Inhalte übernehmen muss. Unklar ist zudem, ob die Alt-Lizenzen bestehen bleiben oder (bis zum o.g. Termin) zugunsten der neuen Welle geändert werden.
SNA Radio, früher Stimme Russlands, ist der Auslandssender der russischen Regierung und hatte bis zum Jahreswechsel 3/4 der Sendezeit von Radio Impala gefüllt. Nach dem Verlust der Kooperation stellte Impala den Sendebetrieb via DAB+ in Hessen und NRW ein. Das soll demnächst auch in Berlin geschehen, wo zur Zeit nur Instrumentalmusik gesendet wird.
Quelle: Homepage Mega Radio, Meldung von satnews vom 13.1. / Hintergrund: DAB+ in Bayern, Berlin, Hessen, NRW, Hamburg.
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12.1.2015 • Kabel: KDG will in Bayern ARD Alpha analog rauswerfen
Kabelanschluß Kabelanschluß Der Streit um die Weiterverbreitung von ARD- und ZDF-Programmen im analogen Kabel findet neue Nahrung. Kabel Deutschland (KDG) will das vom BR veranstaltete Programm ARD Alpha binnen vier Wochen aus dem analogen Angebot entfernen. Rückendeckung beantragte man bei der bayerischen Medienanstalt BLM. Diese erteilte eine „Unbedenklichkeitsbescheinung“, wonach ARD Alpha keinen Must-carry-Status hat und nicht analog ins Kabel weitergeleitet werden müsse. Dagegen will der BR juristisch vorgehen, zumal die BLM selbst einräumt, dass nicht sie, sondern der Gesetzgeber über den Must-carry-Status zu entscheiden habe.
Tatächlich geht es aber um weitaus Grundsätzlicheres als den BR-Bildungskanal und seine (ohnehin dem Ende entgegen gehende analoge) Kabeleinspeisung. KDG beansprucht Zahlungen von seinen Programmlieferanten und von seinen Anschlußkunden. „Es ist nicht üblich, dass der Lieferant des Vorprodukts den Verkäufer, der ja aus dem Verkauf des Produkts ohnehin Gewinn erzielt, für diese Gewinnerzielung noch einmal zusätzlich bezahlt“, kommentiert BR-Justiziar Albrecht Hesse. Der Sender hält die Bescheinigung für rechtswidrig und will vor Gericht gehen.
Im Sinne der Hesse-Äußerung hatten ARD und ZDF die Ende 2012 ausgelaufenen kostenpflichtigen Kabelverträge nicht mehr verlängert. Dadurch sparen die Anstalten 60 Mio. Euro jährlich. KDG hatte etliche Gerichtsverfahren in der Sache verloren und im Gegenzug alle ARD- und ZDF-Programme aus dem analogen Angebot genommen, die dem Must-carry-Status nicht unterliegen - vor allem waren das Dritte Programme aus anderen Bundesländern als dem Zuschauerstandort.
Quellen: Presseinfos von BLM und BR vom 12.1.
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12.1.2015 • Digitalradio: Kultradio für Bayern auf Sendung
Digitalradio-Schriftzug Bayern Seit heute 12 Uhr ist Kultradio in Bayern landesweit mit einer Lizenz bis 2019 auf Sendung. Im DAB+-Kanal 12D laufen u.a. „die größten Kultsongs der Radiogeschichte“ und einige Wortsendungen.
Quelle: Homepage / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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10.1.2015 • Satellit: Sat und Antenne gewinnen
1" Der Satellitenanbieter Eutelsat sieht sich naturgemäß mit den eigenen Leistungen auf dem ersten Platz in Europa, Nahost und Nordafrika. Dies auch mit Bezug auf 15 Länder Westeuropas. Von dort 179 Mio. Haushalten nutze jeder Dritte (58 Mio., plus 7 Prozent seit 2010) den Satelliten. Die Zahl der exklusiv terrestrisch empfangenden Haushalte stieg von 44 auf 48 Mio. Das Internetfernsehen konnte sich von 10 auf 29 Mio. Haushalte stark verbessern, konzentriert sich aber mit 15 Mio. Haushalten in Frankreich. Das Kabel verlor seit 2010 sechs Mio. Haushalte und hat nun 44 Mio. Anschlüsse.
Quellen: Presseinfo von Eutelsat vom 9.1.
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8.1.2015 • Medienrecht: Lokalradios medienpolitisch sichern
Recht, Gesetze VPRT Kurz vor den Feiertagen urteilte das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) zugunsten regionalisierter Werbung im privaten Fernsehen. Was die TV-Mitglieder des Privatfunkverbandes VPRT freut, veranlasst die Radio-Mitglieder zu medienpolitischen Forderungen. Das Urteil zeige „massive Versäumnisse der Medienpolitik und deren gestalterischer Kraft“ auf, so Radio-Fachbereichsvorstand Klaus Schunk.
Die Refinanzierung der Privatradios erfolge überwiegend auf regionaler Basis. Dies stelle das Urteil zur Dispolisiton. „Wer regionale Vielfalt will, muss den lokalen und regionalen Hörfunkangeboten auch ein planerisch verlässliches Umfeld schaffen“, kommentierte Schunk. Im Regionalen hätte die die Länder den Privatradios aber „umfassende Werbebeschränkungen auferlegt, gerade, damit das politisch gewollte System der Vielfalt eine ökonomische Grundlage haben kann“.
In diesem Zusammenhang fordert der VPRT seit Längerem nicht nur eine Trennung der Bestimmungen über Radio und Fernsehen im Rundfunkstaatsvertrag. Das „ungehinderte agieren“ öffentlich-rechtlicher, nationaler und internationaler Anbieter müsse zugunsten der Lokalen eingeschränkt werden. Schunk votierte erneut für Werbebegrenzungen der ARD-Radios, gegen deren Internet-Aktivitäten und gegen den kommenden Online-Jugendkanal von ARD und ZDF.
Die Medienanstalten hatten zuvor gegen den Plan von ProSieben geklagt, die bisher bundesweiten Werbeblocks zugunsten regionaler Werbung auseinander zu schalten. In 2. Instanz hatte das BVerwG geurteilt, der Rundfunkstaatsvertrag das Medienrecht enthalte keine Vorgaben zum Verbreitungsgebiet von Werbespots bzw. umgekehrt zur Sicherung der „Finanzierungsaussichten lokaler oder regionaler Medien“.
Quellen: Presseinfo des VPRT vom 7.1., des BVerwG vom 17.12.2014., der DLM vom 18.12.
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7.1.2015 • Terrestrik: Auch NDR schaltet Mittelwelle ab
Terrestrik NDR INfo Spezial In den 1920er Jahren begann auf der Mittelwelle die Geschichte des Hörfunks. Nach rund 90 Jahren haben sich SWR, MDR, HR, RBB und Radio Bremen bereits von diesem Frequenzbereich verabschiedet. Der NDR macht das am 13. Januar. Die Anstalt betrieb zuletzt vier MW-Sender für das Programm NDR Info Spezial. Die Übertragungen (Bundestagsdebatten, Fußballspiele, ARD-Infonacht, Seewetterbericht) sind Online, per App, über DVB-S und DAB+ zu empfangen.
Die Abschaltung erfolgt, weil die KEF die vergleichsweise hohen Kosten für den nach dem Durchmarsch von UKW kaum noch genutzten Verbreitungsweg sparen will und weil die Mittelwelle „eine Tonqualität bietet, die für die Mehrzahl der Hörer nicht mehr zeitgemäß ist“. Das u.a., weil weder Stereosendungen noch begleitende Dienste möglich sind, so der NDR. Die eingesparten Mittel - von einem „mittleren sechsstelligen Betrag“ ist beim NDR die Rede - werden für Digitalradio mit DAB+ verwendet, heißt es weiter.
Deutschlandradio wird seine MW-Ausstrahlungen Ende 2015 beenden. Die Langwellensender wurden schon zum Jahreswechsel 2014/2015 abgeschaltet. Auch D-Radio will die gesparten Mittel in die DAB+ Verbreitung investieren.
Quellen: Presseinfos des NDR vom 5.1., des D-Radio vom 28.11.2014.
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5.1.2015 • AGF: Digitalisierungs-Tempo 2014 mit Dezember-Schlußspurt
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Zum Weihnachtsgeschäft scheint die Kabel-Digitalisierung in einen Schlußspurt gegangen zu sein. Nach den monatlichen Angaben der AG Fernsehforschung stieg der Anteil digital empfangender TV-Haushalte um 870.000 auf 30,89 Mio. gegenüber 30,02 Mio. im Vormonat. Das entspricht einem Marktanteil von 83,4 (Vormonat: 81,8) - also einem Monatsplus von immerhin 1,6 Prozent. Ab dem Stichtag 1. Januar 2015 geht die AGF von einer von 36,71 auf 37,03 Mio. wiederum leicht gestiegenen Haushaltszahl aus.
Kabelanschluß Damit verbleiben Ende 2014 noch rund 6,15 Mio. Analoghaushalte. Das entspricht einem Digitalisierungsgrad des Kabels von etwa 64 (Vormonat: 62,5) Prozent, wenn von dessen Anteil von 46,3 Prozent (laut Digitalisierungsbericht 2014) am Gesamtmarkt bzw. 17 Mio. Kabelhaushalten ausgegangen wird.
Im Laufe des Jahres 2014 gewann der digitale TV-Empfang damit knapp 2,4 Mio. Haushalte hinzu - rund eine halbe Million mehr als 2013 und allein jeden Dritten im Dezember. Der Marktanteil hatte vor einem Jahr bei 77,4 Prozent gelegen.
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.1.2015.
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5.1.2015 • Digitalradio: SNA-Radio schaltet bei Radio Impala ab (2)
Digitalradio-Schriftzug Berlin Nachdem der russische Auslandssender Radio SNA die Kooperation mit Radio Impala beendet hat, steht das Programm vor dem Aus: In Hessen und NRW wurde es bereits abgeschaltet. Laut einer Meldung soll der Sendebetrieb zum Monatsende auch in Berlin enden. Bis dahin läuft Instrumentalmusik.
Quelle: Eigene Recherche, Meldung von satnews vom 5.1. / Hintergrund: DAB+ in Berlin, Hessen, NRW.
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3.1.2015 • Kabel: Doch kein Beginn der Analogabschaltung
Kabelanschluß „Nun wird auch die analoge Übertragung im Kabel schrittweise eingestellt“, hatte der Kabelnetzbetreiber Unitymedia vor Kurzem verkündet. Nun rudert das Unternehmen zurück und ersetzt die analogen Kanäle von CNN International, Euronews und BBC World News ab dem 15. Januar durch die ebenfalls analogen Programme Sat1 Gold, AstroTV und JuweloTV. Es bleibt also dabei, dass das Ende der analogen Übertragung im Kabel nicht angegangen wird.
Quelle: Meldung von digitalfernsehen vom 2.1. / Hintergrund: TV-Statistik.
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3.1.2015 • Digitalradio: Noch keine Finanzierung für den 2. Bundesmux
Digitalradio-Schriftzug Digitalradio-Schriftzug Im April 2015 hatte sich die Firma Privatradio Deutschland (PRD) als potenzieller Betreiber eines zweiten nationalen DAB+-Multiplexes vorgestellt. Von Start einer Sendeplattform zum Weihnachtsgeschäft 2015 ist man aber wohl noch weit entfernt, deutet Geschäftsführer Axel W. Rudolph an.
Mit der Idee sei man auf „einhellige Zustimmung“ gestoßen, es fehlt aber noch am Geld. Man sei mit zwei interessierten Investoren um die benötigte zweistellige Millionensumme im Gespräch. Sobald die Finanzierung stehe, würde das sicherlich „die Bereitschaft fördern, auch auf Seiten der Regulierung unkonventionelle Wege mitzugehen und den Prozess zu beschleunigen“, hofft Rudolph.
Die Zukunft von DAB+ hänge letztendlich vom noch zu geringen Bekanntheitsgrad, von attraktiven Programminhalten und der Verbreitung der Geräte ab - zu deren Fortschreiten ein 2. Bundesmux beitragen könnte. Dann hätten die Programmanbieter bessere Möglichkeiten, ihr Engagement bei DAB+ zu refinanzieren.
Quelle: Interview auf radio-wird-digital.de vom 20.12.2014 / Hintergrund: Zweiter Bundesmux.
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2.1.2015 • Hersteller: Prognose 2015 - knapp 2 Prozent Umsatzplus
gfu Ausgehend von einem guten Weihnachtsgeschäft prognostiziert die gfu, Veranstalter der IFA, für 2015 einen Umsatzanstieg „um knapp zwei Prozent auf über 28 Milliarden Euro“.
Der Absatz von Fernsehgeräten soll bei 8,2 Mio. Stück stagnieren; davon seien 75 mit Smart-Funktionen ausgestattet und 66 Prozent haben Bilddiagonalen über 37 Zoll. 7,8 Mio. Tablet-PCs (+ 10,3 %), 5,6 Mio. Notebooks (+3,4 %) und rund 25 Mio. Smartphones (+ 4,8 %) sollen für Absatzrekorde dieser Produktgruppen sorgen. Auch Sound-Zubehör (Kopfhörer, Docking-Lautsprecher und Lautsprecherboxen) sollen zur positiven Entwicklung beitragen.
Gegenüber dem Dezembergeschäft 2013 war 2014 ein Umsatzplus von 2,3 Prozent auf 8,5 Mrd. Euro erzielt worden. Der Jahresumsatz 2014 im Bereich Consumer Electronics wird vorab auf etwa 27,6 Mrd. Euro geschätzt.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 2.1.
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2.1.2015 • Digitalradio: SNA-Radio schaltet bei Radio Impala ab (1)
Digitalradio-Schriftzug Das russische Staatsradio SNA hat offenbar, wie sich bereits angedeutet hatte, die Kooperation mit Radio Impala beendet. Derzeit sendet Impala in Berlin während der bisher SNA vorbehaltenen Zeitschienen Musik ohne Wortanteile. Nicht bekannt ist, ob das auch in NRW der Fall ist. Im dritten Verbreitungsgebiet hatte Netzbetreiber Hessen Digitalradio die Abschaltung von Radio Impala angekündigt.
SNA (früher: Stimme Russlands) peilt offensichtlich eine Partnerschaft mit Mega Radio an, das den Russen die Hälfte des Sendetages einräumen will. Mega Radio sendet zur Zeit in Berlin und den vier bayerischen Lokalregionen. Das in Augsburg produzierte Programm, ist ebenfalls Teil der Hamburger Plattform, die im 1. Quartal auf Sendung gehen soll. Für Hessen wurden den Augsburgern die Erfüllung medienrechtlicher Auflagen für die Kooperation auferlegt. Die NRW-Medienanstalt LfM will über eine „Programmschemaänderung“ entscheiden, bevor Mega Radio auf Sendung gehen kann.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: DAB+ in Berlin, Hessen, NRW.
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2.1.2015 • Rundfunkbeitrag: Was sich im Jahr 2015 ändert (5)
Beitragsservice Der monatlich von privaten Haushalten zu zahlende Rundfunkbeitrag soll ab dem 1. April 2015 von 17,98 Euro auf 17,50 Euro (statt wie von der KEF ursprünglich vorgeschlagen sogar auf 17,25 Euro) reduziert werden. Das beinhaltet der 16. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, der den Parlamenten der Bundesländer zur Beschlußfassung vorliegt.
Die Finanzierung von ARD, ZDF und D-Radio durch 2013 neu eingeführten Rundfunkbeitrag soll Mehreinnahmen von etwa 1,14 Mrd. Euro im Zeitraum von 2013 bis 2016 bringen. Das wäre für die Sender, die wegen seit 2009 rückläufiger Einnahmen auch zu Einsparungen am Programm gezwungen sind, eigentlich erfreulich. Berufs- und Wirtschaftsverbände der Filmbranche hatten vergeblich gefordert, die Mehreinnahmen in die Qualität der Programme und zugunsten besserer Arbeitsbedingungen der Filmteams zu investieren. Stattdessen dürfen die Mehreinnahmen nicht ausgegegeben werden und sind für spätere Zeiten anzusparen.
So müssen die meisten Anstalten auch 2015 mit negativen Bilanzen planen und stehen weiter unter hohem Spardruck, der sich auch aufs Programm auswirken kann. Das ZDF kalkuliert für 2015 einen Fehlbetrag von 54,5 Mio. Euro. Beim Hessischen Rundfunk sind es 51 Mio. Euro und beim NDR 48,5 Mio. Euro. Der WDR rechnet bis 2018 mit einem Fehlbetrag von 236,3 Mio. Euro. Das sei „bedingt durch Kostensteigerungen bei gleichbleibenden Erträgen“ und den sinkenden Rundfunkbeitrag.
Die KEF wird die 1,14 Mrd. Euro als Einnahmen in die Planungen für 2017 bis 2020 einstellen. Gleichzeitig diskutieren die Rundfunkpolitiker der Bundesländer Änderungen des Programmauftrags. Das soll vordergründig zu Kostensenkungen führen - u.a. indem teure internationale Großereignisse nicht mehr bei ARD und ZDF zu sehen sein sollen. Olympische Spiele und die Fußball-EM/WM würden dann - und in HDTV kostenpflichtig - nur bei den Privaten stattfinden. Die Bundesländer wollen ohnehin „künftige Mehrbelastungen der Bürger vermeiden“ und zielen u.a. auf die Hausrenten der Mitarbeiter von ARD, ZDF und D-Radio.
Führt alles unterm Strich dazu, dass die Politik ab 2017 eine weitere Beitragssenkung beschließt? Ins Trendbild der Einschränkung der Aktivitäten der Anstalten und Kürzung ihrer Budgets passt ein Gutachten aus dem Bundesfinanzministerium, das den Rundfunkbeitrag generell in Frage stellt und ARD, ZDF und D-Radio - mit erheblich eingeschränkten Aufgaben - zum Staatsrundfunk oder oder Pay-TV umwandeln will. Das wurde in einer ersten Reaktion scharf kritisiert.
Hintergrund: Rundfunkbeitrag ab 2015.



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