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Nachrichten-Archiv: September 2009

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29.9.2009 • DAB: WDR sieht Radio als Kombination von DAB und Web
DAB-Logo WDR-Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz präferiert das Nebeneinander zweier Plattformen für das digitale Radio. Über das Internet könnten jugendliche Zielgruppen besser angeprochen werden, die Qualität dort sei aber nicht stabil und mobile Nutzung nur eingeschränkt möglich. DAB hingegen müsse künftig nicht nur UKW ersetzen, sondern einen erkennbaren Mehrwert bieten, der als Zukunftsoption wahrgenommen wird. „Dazu gehören Zusatzinfos zu laufenden und kommenden Sendungen, on Demand-Funktionen für bestimmte Angebote, zum Beispiel die Nachrichten, personalisierbare Infos wie Wetter oder Verkehrslage, Interaktivität.“ Ein Beispiel dafür sei das vom SWR für das iPhone angebotene Elchradio.
Quelle: Meldung von Infosat vom 28.9.2009 / Hintergrund Digitalradio.
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28.9.2009 • DAB: Deutschlandfunk mit Hilferuf an Politik
DAB-Logo Der Hörfunkrat von Deutschlandradio sieht in der KEF-Entscheidung gegen DAB eine „unzulässige Einmischung in die Rundfunkpolitik der Länder“, die „die Digitalisierung des terrestrischen Hörfunks in Deutschland dauerhaft verhindern könnte“. Nun sollen die Ministerpräsidenten der Bundesländer die Entscheidung rückgängig machen. Sonst müssten die DAB-Aktivitäten von Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk zum Jahresende eingestellt und der geplante Neustart mit der besseren DABplus-Technik abgesagt werden. Dem würde auch das geplante, von den Landespolitikern beauftragte, dritte bundesweite Programm zum Opfer fallen.
Da Gremium sieht ein flächendeckendes DAB-Netz als Möglichkeit, bei besserer Versorgung in höherer Qualität 50 Prozent der Verbreitungskosten gegenüber dem Analogbetrieb zu sparen. Eine einstimmig verabschiedete Resolution fordert den Verbleib des VHF-Bandes für das Radio und Gesetze, die den Umstieg auf Digitalradio bis 2020 festschreiben und die Hersteller auf Multinormgeräte für die Übergangszeit verpflichten.
Kommentar: Die KEF erarbeitet einen Vorschlag für die Höhe der Rundfunkgebühren. Diese werden Grundlage der Entscheidung der Bundesländer - damit haben die Landesparlamente den Sperrvermerk der KEF mit beschlossen. Dass ausgerechnet ein Sendergremium vom Grundsatz der Staatsferne der öffentlich-rechtlichen Anstalten abweicht und einen Eingriff der Politik fordert, ist bemerkenswert. Auch eine gesetzliche Verpflichtung, bestimmte Techniken in Geräte einzubauen, gilt in Deutschland - im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern und den USA - als unerwünschter Eingriff der Politik in den Markt. Die Abschalt-Drohung des Hörfunkrats trifft indessen eher ins Leere eines fehlenden Marktes: Seit dem ersten DAB Start von 1995 wurden nicht mehr als 550.000 Geräte verkauft. Die großen Privatsender sehen in der DAB-Standardfamilie daher keine wirtschaftlich tragfähige Perspektive.
Quelle: Presseinfo von Deutschlandradio vom 28.9.2009 / Hintergrund Digitalradio.
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27.9.2009 • RTL: „Vorreiter“ mit MPEG-4 und CIplus über DVB-T
DVB-T und Pay-TV. Montage: Dehn Dass der Einsatz der MPEG-4 Kompression bei DVB-T, wie demnächst für Stuttgart und Halle/Leipzig geplant, zur Verwirrung bei den Zuschauern führt, streitet André Prahl ab. Der RTL-Vertreter geht davon aus, dass „die Einführung eines neuen Codierstandards bei DVB-T hilft, das knappe Gut Rundfunkfrequenz effizienter zu nutzen“. Neues sei stets mit Verwirrungen verbunden, es sei „eine gewisse Vorreiterrolle notwendig, um die oft sehr langwierigen Prozesse in diesem Bereich ein wenig zu stimulieren“.
Prahl nannte folgende Details zum Angebot: Die beiden Pay-Sender Crime und Passion sollen 2,99 Euro monatlich kosten. Er bestätigte, dass das Angebot von Eutelsat vermarktet werden wird, nannte aber keinen Starttermin und äußerte sich weder zu den Einmalkosten, noch zur Kompatibilität des Zugangsstandards CIplus und der Verfügbarkeit von Legacy Modulen für vorhandene Endgeräte.
Bei der Deutschen TV-Plattform, deren Vorstandsmitglied Prahl ist, hatte der nicht abgesprochene Vorstoß für Unmut gesorgt. Nun bekam Prahl in der Verbandszeitschrift TV-Plattform Raum für seine Darstellung.
Quelle: TV Zukunft (pdf) / Hintergrund RTL für Stuttgart und Leipzig/Halle.
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27.9.2009 • Sachsen: Wartungen in Leipzig
Sachsen Wartungsarbeiten am 2. Oktober zwischen 6.30 und 10.30 Uhr betreffen die Bouquets von ARD (K9) und MDR (K24) am Sender Leipzig Süd.
Quelle: Meldung von DVB-T Mitte.
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26.9.2009 • Bayern: Umbau für Garmisch
Bayern Der noch im analogen Betrieb arbeitenden Füllsender Garmisch (Kreuzeck) wird am Montag. dem 28. September zwischen 10 und 12 Uhr für ca. eine Stunde abgeschaltet. Die Umbauarbeiten für das Bayerische Fernsehen stehen offenbar in Zusammenhang mit der Digitalumstellung der Sendeanlage, die für den 4. November 2009 angekündigt ist.
Quelle: Meldung von DVB-T Bayern.
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26.9.2009 • DVB-T: Programmangebot ist ausreichend
Überallfernseh-Logo Die über DVB-T angebotenen Programme sind für jeden zweiten Zuschauer ausreichend. Dies ist eines der Ergebnisse einer Umfrage der Ipsos-Marktforschung im Auftrag der Zeitschrift Das Haus. Von 1.000 Befragten sprechen sich zudem 54 Prozent für kostenlose digitale Programme aus. 30 Prozent haben oder planen einen digitalen Kabelanschluß, 28 Prozent setzen auf den digitalen Sat-Empfang.
Quelle: Meldung von Das Haus.
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25.9.2009 • Österreich: Wien TV ab Dezember über DVB-T
Österreich Mit einem zweistündigen Programm pro Woche will der Sender Wien TV ab dem 1. Dezember in der österreichischen Hauptstadtregion auf Sendung gehen. Auf dem DVB-T Kanal 53 sei zunächst ein viermonatiger Probebetrieb gepplant.
Quelle: Meldung von Der Standard vom 25.9.2009 / Studie im Wortlaut / Hintergrund: Digitale Dividende.
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25.9.2009 • Österreich: Kritik an Digitaler Dividende
Österreich Auch in Österreich formiert sich die Kritik am Umgang mit der „Digitalen Dividende“. Die Frequenzumwidmung des oberen UHF-Bereichs könnte Rundfunkanbieter, Kabelnetzer, Produktionsfunknutzer, TV-Zuschauer und ältere Menschen (die drahtlose Hörhilfen verwenden) mindestens 150 Mio. Euro kosten, so eine aktuelle Studie. Abgesehen von den auch in Deutschland kritisch diskutierten Störpotenzialen und der Einschränkung der Fernseh-Entwicklungsreserven sei eine breitbandige Internetversorgung über UHF-Frequenzen für einen größeren Nutzerkreis mit der Funktechnik LTE nicht zu verwirklichen. Derzeit seien 375 bis 750 Nutzer mit maximal 6 Megahertz pro Sekunde zu versorgen, was nicht in die Nähe der EU-Forderungen kommt. Die Studie kommt zu dem Schluß, dass der Glasfaser-Ausbau volkswirtschaftlich günstiger sei, während die Funktechnologien „auf längere Sicht das Risiko eier Fehlinvestition“ in sich tragen.
Update: Eine intereesante Argumentation des Sendenetzbetreibers ORS zum Umgang mit der Digitalen Dividende in dem Alpenland findet sich hier.
Quelle: Presseinfo zur Studie (pdf) vom 24.9.2009, Studie im Wortlaut (pdf) / Hintergrund: Digitale Dividende.
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24.9.2009 • Ratgeber: Neuer Pocketguide erschienen
Pocket Guides TV und HDTV Nachdem zur IFA bereits eine Neuauflage des Pocket Guides HDTV erschienen ist, gibt es nun auch den handlichen Einkaufsführer für Fernsehgeräte in einer neuen und aktualisiertern Auflage. Die 16seitige Broschüre soll beim TV-Kauf Hilfestellung leisten - für Kunden wie für den Handel.
Die Broschüre kann auf den Webseiten der beteiligten Partner Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT), der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und dem Fachverband Consumer Electronics im ZVEI sowie der Zeitschrift hitec Handel heruntergeladen werden. Fachhändler können Printversionen (mit und ohne Händlereindruck) gegen eine geringe Kostenbeteiligung bestellen.
Quelle: Download der Pocket Guides.
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24.9.2009 • DVB-H: Auferstehung für das Handy-Fernsehen? (2)
DVB-H Logo Die Gerüchte über einen neuen DVB-H Start werden konkreter. „Wir werden uns schon bald bei den Landesmedienanstalten für eine Lizenz bewerben“, zitiert das Manager Magazin den schwedischen Investor Michael Werner. Er setze auf eine wachsende Zahlungsbereitschaft für Premiumangebote. Er führe Gespräche mit Sendern, Mobilfunkern, Handyherstellern und den Landesmedienanstalten, von denen 95 Prozent Absichtserklärungen abgegeben hätten.
Werner will schon 2010 starten und setzt auf eine Beteiligung von T-Mobile. Eine Entscheidung über eine Kooperation sei noch nicht gefallen. Die Telekomtochter verfügt über die attraktiven Mobilrechte der Fussball-Bundesliga und hat dabei per UMTS erhebliche Kapazitätsprobleme. T-Mobile dementierte gegenüber Infosat allerdings Absichten, sein Liga total!-Angebot auch über DVB-H zu verbreiten.
Werners Investmentfirma Airplus TV konzentriert sich auf den Betrieb von Plattformen für terrestrisches Bezahlfernsehen in Finnland, Spanien und Italien. Mit seiner Firma Digital TV Partner Germany will Werner 120 Mio. Euro Kapital für das Projekt auftreiben.
Quellen: Meldungen von Manager Magazin, Digitag, Broadband TV News (englisch) vom 22.9.2009 /
Hintergrund DVB-H (nicht) mit Mobile 3.0.
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22.9.2009 • Hamburg: Neuer Kanal in Vorbereitung
Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein Die Landesmedienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein will einen weiteren DVB-T Kanal für Hamburg ausschreiben. Hintergrund sei der große Erfolg von DVB-T in den beiden Bundesländern, der die Terrestrik „auch für den privaten Rundfunk immer attraktiver“ mache, so MAHSH-Direktor Thomas Fuchs. Laut Digitalisierungsbericht 2009 der Landesmedienanstalten haben die beiden Bundesländer mit zusammen 18,3 Prozent (2008: 15,6 Prozent) jetzt Berlin/Brandenburg überholt und den deutschlandweit größten Marktanteil der Antenne aufzuweisen.
Quelle: Presseinfo der MAHSH / Hintergrund: Digitalisierungsbericht 2009.
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22.9.2009 • Hersteller: Strong Deutschland insolvent
Laut DF wurde schon Mitte August das Insolvenzverfahren über die Deutschland-Niederlassung des Boxenherstellers Strong eröffnet. Hintergrund soll eine Steuerschuld von 1 Mio. Euro sein. Die Deutschland-Geschäfte der Firma werden bereits seit einiger Zeit von Österreich aus geführt. Erstim Juni war Arvato-Services (Gera) als neuer Partner für Garantie- und Reparaturleistungen vorgestellt worden.
Quelle: Meldung von DF vom 21.9.2009.
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21.9.2009 • Baden-Württemberg: Wartungsarbeiten
Baden-Württemberg Für den 30. September sind Wartungsarbeiten am Sender Pforzheim-Langenbrand angekündigt. Betroffen sind zwischen 9.05 und 12 Uhr alle drei Multiplexe der ARD (Kanal 60), des ZDF (Kanal 33) und des SWR (Kanal 49).
Quelle: Website DVB-T Südwest.
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21.9.2009 • Schleswig-Holstein: BibelTV 24 Stunden für Lübeck und Kiel
Schleswig-Holstein Seit dem Wochenende sendet BibelTV als 24 Stundenprogramm über DVB-T in den Versorgungsbereichen Lübeck (Kanal 59) und Kiel (Kanal 57).
Der Programmveranstalter plant für weitere DVB-T Regionen. So wurde eine Lizenz für alle fünf Lokalregionen in Sachsen beantragt.
Quelle: Website DVB-T Norddeutschland.
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21.9.2009 • Sachsen: 12 Bewerber für lokale Bedeckungen
Sachsen Die SLM meldet eine „erfreuliche Resonanz“ auf ihre Ausschreibung für Lokalfernsehen via DVB-T in den Regionen Dresden, Chemnitz, Plauen/Auerbach, Zwickau und Görlitz. Dafür sind 12 Bewerbungen eingegangen. Übergroßes Interesse gibt es für Dresden. Dort wollen acht Anbieter senden, was eine Bandbreite von 26 Mbit/s erfordere. Daher werden wohl dort nicht alle Interessen zum Zuge kommen. Für Chemnitz und Zwickau gibt es fünf und je zwei Bewerbungen für Görlitz und Plauen/Auerbach. Folgende Bewerber haben sich auf die Ausschreibung gemeldet:
Bibel TV für alle fünf Verbreitungsgebiete,
Internationale Christliche Rundfunkgemeinschaft (Radio Horeb) für Dresden, Chemnitz und Zwickau,
Sachsen Fernsehen mit seinen analogterrestrischen Programmen in Dresden und Chemnitz und den TV-Programmen Kanal 8 – Sachsen und Kanal 8 – Immobilien für Dresden, Chemnitz und Zwickau,
Blu.MF für ein TV-Musikprogramm in Dresden,
ELB TV für Dresden,
Fernsehen in Dresden für Dresden,
TeleVision Zwickau für Zwickau,
VRF Vogtland Regional Fernsehen für Plauen und Auerbach sowie
VIDEOPRO - euro-Regional tv für Görlitz.
Mit dem Sendebeginn sei im Frühjahr 2010 zu rechnen. Eine medienrechtliche Zuordnung der Versorgungsgebiete sei allerdings noch nicht erfolgt.
Quellen: Presseinfo der SLM vom 21.9.2009, Ausschreibung (pdf) vom 23.7.2009 / Hintergrund Projekt Leipzig.
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14.9.2009 • Österreich: Radio Kills the Video Star?
Österreich Gut 14 Monate nach dem Angebotsstart haben 353.000 Menschen in Österreich ein DVB-H Handy. Haben und nutzen scheinen allerdings zwei Seiten einer Medaille: Unter Berufung auf Radiotest (Ermittlung der Hörerzahlen in Österreich durch GfK) meldet die Zeitung Der Standard, dass nur 51.500 Menschen diese Handys zum Fernsehen nutzen. Der Anteil der Radiohörer liege hingegen erheblich höher - bei 73.600. Nicht hinterbracht ist bislang, was die anderen Besitzer mit ihren Handys anstellen.
Erst kürzlich wurde bekannt, dass T-Mobile sich um die Wiederauferstehung des in Deutschland letztes Jahr gescheiterten Mobilrundfunks mit DVB-H bemühe.
Quelle: Meldung von Der Standard vom 11.9.2009 / Hintergrund Handy-Fernsehen.
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14.9.2009 • Sachsen: Wartungsarbeiten
Sachsen Am Sender Leipzig Süd werden für die Kanäle 24 (ARD) und 9 (MDR). Wartungsarbeiten angekündigt. Diese finden am 22. September zwischen 7 und 10 Uhr statt.
Quelle: Website DVB-T Mitte.
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14.9.2009 • DVB-T2: Sisvel will Patente vermarkten
DVB-T2 Logo (DVB Project) Der Patentverwerter Sisvel bemüht sich auch darum, die Patentrechte an DVB-T2 unter seinem Dach zusammenzufassen und zentral an Hersteller von Endgeräten, System- und Sendetechnik zu vermarkten. Dazu liefen Gespräche mit Patenteinhabern. Je Fernsehgerät bzw. Settopbox sei eine Lizenzgebühr von einem Euro angedacht. Sisvel vermarktet unter anderem die Patente für DVB-T, MP3 und andere Medientechniken.
Quelle: Presseinfo von Sisvel vom 14.9.2009 / Hintergrund DVB-T2.
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14.9.2009 • Österreich: Servus-TV verschiebt Start auf den 1. Oktober
Österreich Servus TV Servus-TV hat den Sendestart vom 14. September auf den 1. Oktober verschoben, meldet die Zeitung Der Standard. Zuschauer im Einzugsbereich des Mux-B können zunächst ein tägliches Vierstundenprogramm mit thematischen Tagesschwerpunkten sehen. Das vom Red Bull-Konzern verantwortete Programm kann via DVB-T im Mux-B (nach einem Sendersuchlauf) empfangen werden.
DVB-T Logo Österreich Morgen endet in einigen Sendegebieten Salzburgs der Parallelbetrieb von DVB-T und Analogsendern. Diverse weitere Analogsender werden zeitgleich abgeschaltet. Die Umschaltungen werden in Tirol fortgesetzt, wo am 29. September vier Sendeanlagen in den Simulcastbetrieb gehen.
Quelle: Meldung von Der Standard vom 13.9.2009 / Hintergrund Änderungen und Multiplexe in Österreich.
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10.9.2009 • Sachsen-Anhalt: TV Halle dreht bald auf (2)
Sachsen-Anhalt TV Halle TV Halle wird ab dem 21. Oktober per DVB-T senden. Die neue drei Meter hohe Hallenser Antenne wurde per Schwerlastkran auf dem Dach des Hochhaus Magdeburger Strasse 23 montiert. Gesendet wird mit 5 kW Leistung auf dem Kanal 55. Über die 235.000 Zuschauer in de Senderreichweite hinaus könnten 800.000 Menschen mit dem Programm versorgt werden, wenn die Kabelnetzer es von der Antenne übernehmen.
Weiter offen bleibt, ob und wann weitere Programmveranstalter für die drei freien TV-Plätze des ersten Privat-Multiplexes in Sachsen-Anhalt gewonnen werden können.
Quelle: Presseinfo vom Projektbüro Mitte vom 10.9.2009.
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10.9.2009 • DVB-H: Auferstehung für das Handy-Fernsehen?
DVB-H Logo Eine Überraschung: Gerade hatte Medienwächter Hans Hege noch bedauert, dass die bundesweite Senderkette für DVB-H ungenutzt ist. Jetzt meldet der Fachdienst „Medienbote“, dass die Wiederauferstehung des Mobilfernsehens mit DVB-H ins Haus resp. aufs Handy stehen könnte. Die Telekomtochter T-Mobile führe dazu Gespräche mit Marktteilnehmern, darunter dem Sendenetzer Media Broadcast. Auslöser dieser Überlegungen sei die Überlastung des Mobilfunknetzes während der Fussball-Übertragung von Liga total! per Mobilfunktechnik aufs Handy. Ein neuer DVB-H Dienst müsste freilich erst einmal auf den „Dienstweg“ - sprich durch die inzwischen vereinfachte Zulassungsprozedur bei der ZAK - gebracht werden.
Der letzte Anlauf für Mobilfernsehen mit DVB-H war im Oktober 2008 gescheitert. Das Konsortium Mobile 3.0 hatte keine Vermarktungspartner finden können und musste seine bundesweite Lizenz zurückgeben. Für die Vermarktung wären die Mobilfunker die wichtigsten Partner gewesen. Deren Konsortium aus T-Mobile, O2 und Vodafone unterlag bei der Ausschreibung. Die Mobilfunker agierten als Wettbewerber und brachten Handys mit gebührenfreiem DVB-T Empfang auf den Markt.
Quelle: Bericht des Medienbote / Hintergrund DVB-H (nicht) mit Mobile 3.0.
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9.9.2009 • Sachsen-Anhalt: TV Halle dreht bald auf
Sachsen-Anhalt TV Halle TV Halle kann ab Mitte Oktober in der Saalestadt per DVB-T auf Sendung gehen. Dafür wird morgen Sendemast errichtet. Die Sendeanlage wird von der Mugler AG gebaut, die auch das Leipziger Lowpowernetz verantwortet. 235.000 Zuschauer in Stadt und unmittelbarer Umgebung sollen das Programm über den Kanal 55 sehen können.
TV Halle hatte für einen einjährigen Sendebetrieb eine Versuchslizenz erhalten, die auf die Rolle von DVB-T für die digitale Weiterverbreitung im Kabel aufsetzt. Alternativ müssten die vielen Kabelbetreiber über 50 teure Glasfaserleitungen mit dem Programm versorgt werden. Die Landesmedienanstalt MSA unterstützt den Sendebetrieb mit 60.000 Euro.
Quelle: Bericht der Mitteldeutschen Zeitung vom 8.9.2009.
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9.9.2009 • IFA (7): Digitalisierung erreicht 55 Prozent in Deutschland
IFA-Logo Digitalisierungsbericht 2009 - Cover Die Landesmedienanstalten stellten zur Medienwoche den nunmehr 5. Digitalisierungsbericht vor. Danach liegt der Digitalisierungsgrad in Deutschland bei 55 Prozent (+ 8,3 Prozent). Dennoch ist das analoge Kabel mit 41,5 Prozent über alle Empfangswege weiter der wichtigste TV-Verbreitungsweg. Nur 30,6 Prozent der Kabelhaushalte empfangen digital.
Via Satelliten liegt der Digitalanteil bei 74,1 Prozent. Für 2012 soll er 90 Prozent überschreiten. Dies gibt den Anstoß für das Ziel der Anstalten wie der Sender, im Frühjahr 2012 die analoge Sat-Verbreitung abzuschalten. Das hat auch Folgen für das Kabel: Die Netzbetreiber wollen die dann nur noch digitale Programmzuführung für ihre Analogkunden reanalogisieren.
Quelle: Eigene Recherche und Presseinfo der ALM vom 8.9.2009 / Bericht und Zahlenwerk zum Download.
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8.9.2009 • IFA (6): CIplus für Privatsender unzureichend
IFA-Logo Auf einer Veranstaltung des Begleitkongresses Medienwoche machte André Prahl aus Sicht von RTL einen wesentlichen Mangel des neuen Verschlüsselungssystems CIplus deutlich: Das Hauptinteresse der Privaten bestehe darin, ihr auf die Werbung gestütztes Geschäftsmodell auch in Zeiten der digitalen Aufzeichnung zu erhalten. Es gehe ihnen nicht darum, generell das digitale Speichern von Sendungen zu verhindern. Es sei aber unabdingbar, dass das Überspringen der Unterbrecherwerbung durch ein Zugangssystem unterbunden werde. Genau das leiste CIplus nicht, bedauerte Prahl. Man nehme das aber vorerst in Kauf - offenkundig mit der Folge, dass Aufzeichnungen ganz blockiert werden. Die Privaten, die Deutsche TV-Plattform und andere wollen daher beim CIplus-Konsortium die zu kurz gekommenen Interessen der TV-Veranstalter nachträglich durchsetzen. Allerdings ist das vo den Privaten gewünschte Feature mit der Sat-Plattform HD+, die auf CIplus aufsetzt, realisierbar.
Quelle: Eigene Recherche.
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5.9.2009 • England: BBC muss HDTV-Kopien verhindern
England DVB-T Logo England Während ARD und ZDF jegleiche Grundverschlüsselung ihrer Programme generell ablehnen, setzt die britische öffentlich-rechtliche BBC eine andere Marke im Umgang mit HDTV. Bei der Medienbehörde Ofcom wurde beantragt, ab Jahresende für FreeviewHD-Programme einen Kopierschutz zu setzen. Hintergrund seien Forderungen der zuliefernden Filmstudios. Dafür habe der Sender „eine spezielle Kompression“ der Service-Informationen vorgeschlagen. Über entsprechende Boxen könnte das Kopieren auf externe Speicher verhindert werden. Ofcom leitete dazu ein Prüfverfahren ein und forderte Stellungnahmen von Geräteherstellen und anderen an. Dem BBC-Vorhaben käme entgegen, dass die schon verkauften HD-Receiver für Freeview nicht inkompatibel würden, heißt es; offenbar könnten sie durch Software-Update auf die neuen Bedingungen angepasst werden.
Das BBC-Verfahren sei - im Gegensatz zu HDplus oder RTL per DVB-T für Stuttgart und Halle/Leipzig in Deutschland - kein „Pay-TV durch die Hintertür“. Vielmehr wird die Grundverschlüsselung, die der BBC ohnehin Kraft britischen Medienrechts untersagt ist, umschifft, um trotzdem einen Kopierschutz zu bewirken.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 3.9.2009.
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5.9.2009 • IFA (5): An DVB-T wird weiter gearbeitet
IFA-Logo Helmut Stein, Deutsche TV-Plattform, geht davon aus, dass zur Zeit 700.000 DVB-T Geräte mit Mehrtuner- (Diversity-) Konzept in deutsche Autos eingebaut sind. Bei einer Fahrt von München nach Hamburg werden mehr als zehn Mal Versorgungsbereiche durchquert. Um das leidige Umprogrammieren der Geräte zu vermeiden, will sich der Verband künftig stärker mit dem „Handover“ der DVB-T Signale beschäftigen. Durch frühzeitige Signalisierung der Belegung im benachbarten Verbreitungsgebiet soll der Kanalwechsel einfacher und schneller werden. Längs der Hauptverkehrsadern des Landes seien zudem die Optimierung des Sendenetzes sowie die Schließung von Versorgungslücken notwendig.
Laut Prof. Ulrich Reimers wird auch die Vorbereitung auf den nächsten Entwicklungsschritt für die Antenne begonnen. So sei in Braunschweig, wo Reimers Nachrichtentechnik lehrt, seit Anfang August ein DVB-T2 Testsender im Betrieb. DVB-T2 sei „technisch radikaler“ als DVB-T. Dank der neuen Sendeparameter könne die bis zu dreifache Datenmenge in einem Multiplex transportiert werden. Gleichwohl bedürfe ein Umstieg auf DVB-T2 ein Frequenzreservoir - da schließt sich der Kreis mit der Digitalen Dividende - durch die Wegnahme des oberen UHF-Bereichs wurde das Frequenzreservoir erheblich beschnitten.
Quelle: Eigene Recherche / Homepage der TV-Plattform.
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5.9.2009 • IFA (4): DVB-T - RTL, HDTV, Dividende; DAB
IFA-Logo Die Zeiten des Messe-Boheis um DVB-T sind passé. Zum aktuellsten Thema, der RTL-Aufschaltung (grundverschlüsselt, mit MPEG-4 komprimiert) in Stuttgart, Halle und Leipzig, verlautet auf der IFA nichts Neues. Das Startfenster ist im Oktober bzw. dem 4. Quartal offen. Kosten sollen Zugang samt Settopbox um 100 Euro; die beiden Pay-Programme des Sechserpakets sollen nach dem ersten Jahr monatlich 2,90 kosten.
An HDTV per Antenne ist nicht vor 2012 zu denken. Nach der Analog-Sat Abschaltung werden bei den Sendeanstalten Mittel für einen HD/SD-Simulcast frei. Die aktuellen Fernseher beherrschen vielfach HDTV mit MPEG-4 auch per DVB-T. MPEG-4 ist auch sinnvoll in Multistandardempfänger für HDTV über Kabel und Satellit. In Deutschland wird aber auf eine HD-Zukunft mit DVB-T2 gesetzt. Update: Allerdings sah MABB-Direktor Hans Hege dafür aus heutiger Perspektive zwei Probleme: Einerseits sei - wegen des Mangels an nativem HDTV-Inhalten - die Nachfrage noch gering. Andererseits fehle nach dem Wegfall des oberen UHF-Bereiches das Frequenzspektrum für einen Simulcast.
Sorgen (nicht nur wegen besagter Frequenzreserve) machen die Folgen der Umwidmung des oberen UHF-Bereiches für LTE-Mobilfunktechnik. Da droht die Anschaffung neuer Geräte für Kabelzuseher, da Schutzfilter gegen Störungen durch LTE-Dienste auf gleicher Frequenz nicht nachgerüstet werden können, heißt es bei der Deutschen TV-Plattform. DVB-Pionier Prof. Ulrich Reimers rechnete vor, daß Störungen des Fernsehens durch LTE-Funkdienste systembedingt sind. Bei einer kürzlichen Besprechung mit dem Bundeswirtschaftsministerium und der Bundesnetzagentur zum Stichwort „digitale Dividende“ seit dort „Beratungsresistenz“ demonstriert worden, so Reimers erschüttert. Aber die Physik könne man durch politische Ignoranz nicht abschaffen. Eigentlich ein Wahlkampf-Thema, oder?
Keine Rolle spielt - wie nach dem Aus für DABplus in Deutschland erwartet - das Thema Digitalradio. In der TecWatch-Halle bewirbt sich Digital Radio Mondial weiter um einen Zukunftsplatz in der Luft, während die Entscheidung der KEF, keine weiteren Mittel für DAB freizugeben, bei der ARD „tiefe Ratlosigkeit“ hinterläßt - so SWR-Intendant Fritz Raff bei einer IFA-Veranstaltung der Produktions- und Technikkommission von ARD/ZDF.
Quelle: Eigene Recherche / Hintergrund: RTL will käuflich werden, DVB-T2, Digitalradio.
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5.9.2009 • Sachsen: Event-TV per Antenne
Sachsen Zum Tag der Sachsen an diesem Wochenende sendet in Mittweida ein Eventfernsehen über DVB-T. Die Programminhalte kommmen von Studenten und Professoren der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Mittweida. Netzbetreiber Mugler setzt für den Kanal 30 nur 50 Watt Sendeleistung ein, um das gesamte Stadtgebiet zu versorgen. Das Unternehmen betreut auch das Leipziger Lowpowernetz sowie zahlreiche weitere Veranstaltungs-Sender.
Quelle: Presseinfo der Mugler AG vom 4.9.2009 / Hintergrund Lowpower-Projekt Leipzig.
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4.9.2009 • IFA (3): 3D-Fernsehen in HDTV
IFA-Logo Stark in den Medien präsent, aber sehr weit von einer Markteinführung entfernt, ist das 3D-Fernsehen - in HDTV-Auflösung, versteht sich. Im Moment gibt es nur proprietäre Lösungen, etwa bei Sony, Philips, Panasonic, JVC, Samsung zu sehen. Die Firmen setzen auf den BluRay-Player, der Videokonserven und Spiele mit Raumbildern liefern soll; eine einheitliche Technikplattform gibt es aber noch nicht.
Fast alle gezeigten Lösungen arbeiten (wie das 3D-Kino) mit vergleichsweise teuren Shutterbrillen, die die beiden Bildanteile für das rechte und das linke Auge auseinander halten. Bei Philips lässt man wohl zurecht durchblicken, dass sich - im Gegensatz zum Kino - die Brille zu Hause nicht durchsetzt. Allerdings wurde dort die schon begonnene Vermarktung der eigenen autostereoskopischen Displays („WOW“; gedacht für Wissenschaft, Forschung und Konstruktion) im Frühjahr gestoppt. Autostereoskopie kann dennoch bei Samsung und in der TecWatch-Halle 5.3 bestaunt werden. Ganz praktische Hindernisse sieht man da beim Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut. Die bisher möglichen neun „Views“ (optimale Betrachter-Positionen) seien zu wenig für die zu Hause notwendige Variabilität Betrachter-Standorts.
Noch weiter in der Zukunft stehen 3D-Fernsehübertragungen, obwohl BSkyB demnächst in der Richtung experimentieren will. Für 3D-TV wird an der Standardisierung der Übertragung gearbeitet, beim europäischen DVB-Projekt wie bei der SMPTE in den USA. Einen leisen Hinweis auf TV gab es nur bei Sony, das (wie Panasonic) seine 3D-Fernseher ungeachtet der Umstände 2010 ausliefern will. Damit das einen Sinn macht will Sony neben den BluRays auch seine Playstation und Notebooks für 3D ausbauen.
Quellen: Eigene Recherchen / Website der IFA.
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4.9.2009 • IFA (2): Hybrid-TV
IFA-Logo Das Stichwort Hybrid-TV ist in diesem Zusammenhang neu, das Prinzip nicht. Früher versuchte man, den Couch-Potatoes das Internet per Fernsehgerät 1:1 unterzujubeln. Eine Idee war, dass der Zuschauer per Knopfdruck Produktanfragen und Bestellungen aus der Werbung heraus auslösen würde. Nun macht die angepaßte Internetsprache CE-HTML wesentlich fernsehnähere Anwendungen möglich, deren Daten per DSL aus dem WWW kommen. Damit benötigen die Endgeräte eine Doppelplattform, denn das Fernsehen kommt weiterhin über Sat, Kabel oder Antenne.
ARD-Text in CE-HTML. Foto: Dehn Videotext mit CE-HTML - hier die ARD-Leitseite 200 in neuer Gestalt. Dazu: Fotostrecke.
So zeigt die ARD Videotext, EPG und Mediatheken in spezieller Aufbereitung ohne die webübliche Browser-Oberfläche und mit „fernseh-liker“ Bedienung über die Farb- und Cursortasten. Den Anwendungen kommen grafische Gestaltung und Integration von Fotos und Videos zugute. Dafür soll ein 6 Megabit DSL-Anschluß ausreichen. Zeit wirds, die „Klötzchengrafik“ des 30 Jahre alten Videotextes ins Museum zu schicken.
Mit im Entwicklungsboot sitzen u.a. ZDF, IRT und RTL. Das Konsortium HbbTV will noch in diesem Jahr eine einheitliche Schnittstelle bei der ETSI standardisieren. HbbTV soll als gemeinsame Plattform die bisherigen proprietären Lösungen ersetzen. So arbeitet die von Eutelsat gezeigte Anwendung, mit der dessen Kabelkiosk-Pakete beworben werden sollen, noch auf der Basis von Philips' NetTV.
Quellen: Eigene Recherchen / Website der IFA.
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4.9.2009 • IFA (1): Fernsehen mit HDTV
IFA-Logo Die Internationale Funkausstellung (Berlin, 4.9. bis 9.9.) stellt einmal mehr - und im unmittelbaren Vorfeld des beginnenden Regelbetriebs - HDTV in den Mittelpunkt. Dabei geht es nicht nur um die unzähligen Produkte, vor allem im dünnere LCD-Schirme und LCDs und Plasmas mit integriertem HDTV-Empfang über die drei Verbreitungswege. Im Hintergrund wird über das „Pay TV lite“ in Gestalt der Satellitenplattform HDplus diskutiert. Das haben einige Hersteller von Settopboxen, aber nur wenige TV-Anbieter, bereits implementiert.
Ganz groß bewerben die TV-Hersteller (im Gegensatz zu anderen Gerätegruppen) den reduzierten Energieverbrauch ihrer LCDs und Plasmas. Dazu trägt unter anderem die breit herausgestellte Hintergrundbeleuchtung von LCD-Displays mittels LED-Elementen bei. Das Maximum, war bei Sharp zu erfahren, erreichen dabei „RGB“-Techniken mit drei LED-Zellen (eine je Grundfarbe) für jedes LCD-Element. Aber auch weiße LEDs helfen Strom zu sparen. Am Geringsten ist laut Sharp der Eco-Effekt mit „Edge“-Systemen - da gibt es die LEDs nur im Randbereich der Displays. Die LEDs sollen grundsätzlich weniger Strom verbrauchen, als die bisherige Hintergrundbeleuchtung mit Kathodenstrahl-Elementen; hinzu kommt, dass vor allem mit der RGB-Technik gerade nicht benötigte Elemente abgeschaltet werden.
Auch bei den Messe-Kühlschränken und -Waschmaschinen steht „Eco“ im Focus. Da geht ein Witz um: „Braune“ und „weisse“ Ware konvergieren in Berlin - zur „grünen“ Ware.
Quellen: Eigene Recherchen / Website der IFA.
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2.9.2009 • ARD/ZDF: Analog-Ende für 2012 im Plan
Nachdem bereits 40,7 Prozent der Empfangsgeräte digitalfähig sind peilen ARD und ZDF die Analog-Abschaltung für Satellit ab dem Frühjar 2012 an. Dies würde einerseits erhebliche Einsparungen bei den Übertragungskosten bringen. Andererseits müsste das dann nur noch digital verfügbare Signal von den Kabelgesellschaften „reanalogisiert“ werden. Denn das Kabel hinkt bei der Digitalisierung erheblich hinterher und die Netzbetreiber halten sich beim Thema Analog-Abschaltung derzeit zurück.
Nach positiven Reaktionen auf den HDTV-Showcas von ARD und ZDF während der Leichtathletik-WM im August kritisierte ZDF-Intendant Markus Schächter Teile der Industrie: Da seien die Sender wegen ihrer HDTV-Strategie kritisiert worden. Nun zeigten die Hersteller „Servicedefizite“ und ließen die 13 Mio. Besitzer von HDready-Geräten bei der HDTV-Umstellung im Stich.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 1.9.2009.
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2.9.2009 • Programm: P7S1 bis 2014 über Antenne
Überallfernseh-Logo Die ProSiebenSat1-Gruppe hat den Verbreitungsvertrag mit dem Netzbetreiber Media Broadcast für DVB-T verlängert. Damit werden die Programme Sat1, ProSieben, Kabel eins, N24 sowie 9Live weiterhin in ihren bekannten Sendegebieten auch digitalterrestrisch - von 27 Senderstandorten - ausgestrahlt. Der Vetrag läuft bis 2014.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 2.9.2009 / Hintergrund Programme per DVB-T in Deutschland.
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2.9.2009 • Sachsen: Lokalausschreibung „bewußt offen formuliert“
Sachsen Die Ausschreibung für fünf Lokalfrequenzen wurde von der Landesmedienanstalt SLM „bewußt offen formuliert“, so SLM-Geschäftsführer Martin Deitenbeck. Nicht nur Veranstalter von Fernseh-, sondern auch von Radioprogrammen und Telemedien können sich bis zum 10. September für die Frequenzen in Dresden, Chemnitz, Zwickau, Görlitz und Plauen bewerben. „Je mehr Programmströme im Multiplex verbreitet werden, umso geringer werden die Verbreitungskosten für das einzelne Programm.“
Wer allerdings die fünf Lokalnetze betreibt, ist offen. Die Entscheidung durch die Bundesnetzagentur steht weiter aus. „Nicht alle potenziellen Netzbetreiber folgen der von der Mugler AG und der SLM entworfenen Netzphilosophie. Somit ist nicht zwingend gewährleistet, dass das oben beschriebene alternative Sendernetzkonzept auch in Dresden und Chemnitz realisiert werden kann. Die SLM ist aber zuversichtlich, dass die eindeutig zu benennenden Vorteile des Konzeptes ... nicht unberücksichtigt bleiben.“
Dennoch sieht Deitenbeck das Leipziger Lowpower-Konzept als Vorbild an. Das von der Mugler AG betriebene Sendenetz helfe dem Lokalfunk beim Zugang zu den Kabelkopfstationen und bringe mit den DVB-T Haushalten neue Zuschauer. Die fünf Standorte seien mittlerweile optimal aufeinander abgestimmt. „Heute haben wir eine hohe Zufriedenheit mit der Leistungsfähigkeit der aufgebauten Infrastruktur.“ Diese Erfahrungen „rechtfertigen eine Empfehlung auch für andere Bundesländer.“
Quellen: Interview in infosat.de vom 31.8.2009 / Hintergrund Projekt Leipzig.
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2.9.2009 • SLM: Umstiegsförderung für drei Lokalsender
SLM Sachsen Die sächsische Landesmedienanstalt SLM unterstützt Mittelsachsen TV (Mittweida), die Peniger Kabelzeitung PeKaZet (Tauscha) und das Regionalfernsehen Kanal Eins (Stollberg) beim Digitalumstieg. Im Rahmen des im Dezember aufgelegten Förderprogramms wurden insgesamt 14.000 Euro an die drei Veranstalter ausgereicht. Das Programm fördert Investitionen in die Technik für neue Verbreitungswege, die den Programmen nicht automatisch neue Zuschauer und Einnahmen bringen und damit deren Wirtschaftlichkeit bedrohen.
Quellen: Presseinfo der SLM vom 31.8.2009.
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1.9.2009 • Niedersachsen: Radarfallen-TV gibt zu denken
Niedersachsen Beweisvideos einer Radarfalle hat ein Zuschauer in Langenhagen bei Hannover auf seinem Fernseher empfangen, so ein Zeitungsbericht. Der überaschte Zuschauer habe statt eines Premiere-Programms das Ordnungsamts-TV auf dem Schirm gehabt.
Mit DVB-T hat das (mangels Premiere) offenkundig nichts zu tun: Gegenüber der Zeitung geht der Gerätehersteller davon aus, dass der Zuschauer ein Gerät zur Videofunkübertragung in Betrieb hatte. In Anbetracht der Debatten um die vermuteten „Kollateralschäden“ der digitalen Dividende gewinnt der Vorfall aber durchaus Brisanz: Das Institut für Rundfunktechnik war bereits im März davon ausgegangen, dass der Funkverkehr für das mobile Internet bei Gleichkanalbelegung und schon bei geringsten Sendeleistungen „zu massiven Störungen des Fernsehempfangs beim Endkunden“ (Kabel und Antenne) führen könnte.
Der Hersteller kündigte an, die Frequenz des Radargerätes zu ändern. Der ADAC geht davon aus, dass das Fernseher-Gastspiel keinen Widerspruchsgrund für Raser hergibt.
Quelle: Bericht der Bild-Zeitung vom 30.8.2009.
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1.9.2009 • DVB-T: Neue Programme für Schleswig-Holstein und Saarland
Entsprechend den Zulassungen durch die Landesmedienanstalten stehen im September zwei Änderungen des Programmangebotes bevor.
Schleswig-Holstein Bibel TV Laut MA HSH kann das christliche BibelTV ab dem 20. September in Lübeck (K59) und Kiel (K57) auf Sendung gehen. Es ersetzt DMax und MonATV, deren Lizenz am Vortag ausläuft.
Saarland Center TV Nach Angaben der Landesmedienanstalt SLM könnte im Laufe des Monats das neue Lokal-TV von Center TV im Saarland starten. Das von der bisher im Ruhrgebiet, Bremen und Aachen aktiven Center.TV-Gruppe betriebene Programm füllt die durch die Insolvenz von SaarTV auf dem Kanal 49 hinterlassene Lücke.
Hintergrund: Änderungen 2009.
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1.9.2009 • Österreich: Salzburg schaltet ab, Tirol zu; Servus-TV im Mux-B
Österreich DVB-T Logo Österreich Zwei für Antennenzuschauer wichtige Termine liegen im September: Der in einigen Gebieten des Bundeslands Salzburg begonnene Simulcast endet am 15. September; gleichzeitig werden einige Sendeanlagen hart umgeschaltet, weitere stillgelegt.
In Tirol gehen am 29. September vier Sendeanlagen in den Simulcast. Die Analog-Abschaltung erfolgt dort am 20. Oktober.
Servus TVDer 14. September soll erster Sendetag von Servus-TV sein. Der Sender, betrieben vom RedBull-Getränkekonzern, hat einen Platz im Mux-B erhalten und wird daher in allen Landeshauptstädten und deren Umgebung empfangbar sein.
Quelle: DVB-T Österreich / Hintergrund Änderungen und Multiplexe in Österreich.
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1.9.2009 • Mitteldeutschland: Wartungsarbeiten
Mitteldeutschland Für Mitteldeutschland werden folgende aktuellen Wartungsarbeiten für die Bouquets von ARD und MDR angekündigt:
Magdeburg Zentrum am 1. September zwischen 9.05 und 11.45 Uhr;
Halle Stadt am 3. September zwischen 6 und 11.45 Uhr;
Wittenberg am 4. September zwischen 9.05 und 11.45 Uhr und
Löbau am 10. September zwischen 3 und 5.30 Uhr.
Quelle: Website DVB-T Mitte.
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1.9.2009 • Argentinien: Deal mit Japan vereinbart
Argentinien Die argentinische Regierung unterzeichnete am 28. August ein Abkommen mit Japan. Danach wird in dem Land das aus Japan stammende ISDB-T für die Antennendigitalisierung verwendet und zwar in der brasilianischen Variante ISDB-Tb.
Neben Brasilien und Argentinien hatte sich auch Peru für ISDB-T entschieden, während Bolivien, Chile, Ekuador, El Salvador, Paraguay und Venezuela das europäische DVB-T testen. Mexico gehört zu den wenigen Ländern, die das ATSC-Verfahren der benachbarten USA für die Antennendigitalisierung übernahmen.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vo 31.8.2009 / Hintergrund DVB-T international.
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1.9.2009 • Italien: Deutschsprachiges TV für Südtirol? (2)
Italien Italien - Autonome Provinz Bozen Südtirol Nichts wird so heiß gekocht, wie es gegessen wird: Laut einer Presseinfo wurde bei den Gesprächen zwischen RAS und ORF lediglich „Interesse an der Ausstrahlung des ORF-Programms in hochauflösender (HD)-Qualität signalisiert“. Auch die Übernahme von ORF-Spartenkanälen für DVB-T nach Südtirol steht vorerst nur auf dem Wunschzettel von RAS und Regionalpolitik. Von Entscheidungen ist nicht die Rede, es seien vielmehr „die technischen und finanziellen Details noch zu klären.“ Besprochen wurde auch eine Inhalte-Kooperation, wodurch die Präsenz Südtirols im ORF erhöht werden soll. In diesem Zusammenhang stehende Meldungen, nach denen in Österreich HDTV via DVB-T verbreitet werden soll, sind falsch.
RAS verbreitet in der italienischen Autonomen Provinz Bozen mit dem deutschsprachigen Südtirol zwei DVB-T Multiplexe mit den Programmen SF1/SF2 (Schweiz), RAI3, RAI3-Bozen (Italien) in der ersten, ORF1/2 (Österreich), ARD und ZDF über die zweite DVB-T Senderkette. Als Test laufen seit Februar RAI2 und Rete4. Nach der für den 26. Oktober 2009 vorgesehenen Analogabschaltung stehen an 114 Sendeanlagen zwei weitere Multiplexe zur Verfügung, für die nun deutschsprachige Inhalte gesucht werden. Zur Jahresmitte lag die DVB-T Reichweite in Südtirol bei Prozent, 46,7 Prozent der Südtiroler Haushalte (in ländlichen Gebieten sogar 52,2 Prozent) nutzen laut RAS DVB-T.
Quelle: Presseinfo bei Provinz Bozen vom 27.8.2009 / Hintergrund: DVB-T in Südtirol und Italien.



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